Episode 2: Was verbindet ein Wirtshaus mit einer Glaskugel? Und das Geheimnis der Coburger Rutscher.
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In der zweiten Folge des "Glass-Klar"-Podcasts wird Markus Zimmer, Wirt des ältesten Gasthauses "Zum Goldenen Kreuz" in Coburg, interviewt. Zimmer, gelernter Koch mit Erfahrung in der Sternegastronomie, entschied sich bewusst für eine traditionelle, handwerklich orientierte Küche. Er erläutert detailliert die Herstellung der fränkischen Spezialität "Coburger Rutscher", eines Kartoffelklosses, und betont, dass trotz eines Grundrezepts jedes Haus eigene Nuancen einbringt. Ein zentrales Anliegen ist ihm die Verwendung regionaler Produkte vom Coburger Markt, wofür er mehr Wertschätzung seitens der Kunden wünscht, auch bei schlechtem Wetter.
Der Erfolg seines Traditionsbetriebs führt er auf ein eingespieltes Team und die Unterstützung seiner Frau zurück. Mit der Übernahme des Hauses brachte er seinen persönlichen Stil ein, behielt aber klassische Gerichte wie Sauerbraten im Fokus. Eine wichtige Erweiterung war die Einrichtung eines flexiblen Veranstaltungssaals, der für Ausstellungen, Krimidinner und Gemeinschaftsevents genutzt wird und neue Kooperationen, beispielsweise mit einer Glaskunst-Manufaktur, ermöglicht. Seine Vision für die Zukunft ist es, Coburg gemeinsam mit anderen lokalen Akteuren als gastfreundliches und kulturelles Zentrum in Oberfranken zu etablieren.
Willkommen bei Glass-Klar Episode 2. Heute zu Gast Markus Zimmer vom goldenen Kreuz "Cobox ältestem Gasthaus". Es geht um fränkische Küche. Das Geheimnis der Coburger Rutscher und die Frage, was verbindet ein Würzhaus mit einer Glaskubi? Viel Spaß! Herzlich willkommen im Glass-Klar Podcast. Heute zu Gast Markus Zimmer vom goldenen Kreuz, das älteste Gasthaus "Cobox". Markus, schön, dass du da bist. Schön, dass ich da sein darf. Markus, du bist der wird vom Gasthaus goldenen Kreuz direkt am Markt in Kuburg. Erzähl doch mal, wie bist du nach Kuburg gekommen? Ja, durch große Umwege, eigentlich wollte ich einen ruhigeren Job in der Gastronomie haben, wollte das im normalen Allerkat-Geschäft ein bisschen raus. Und habe gedacht, ich bewerbe bei der Brose für die Kantine. Das hat nicht ganz geklappt. Die haben mich gleich hier hochgesetzt. In das goldenen Kreuz haben gesagt, das wär doch eine neue Herausforderung für dich. Und so habe ich es gemacht. Was hast du denn vorher gemacht, dass du gesagt hast, du willst raus aus so viel Trubel in ruhigere Kantine-Admosphäre? Ja, ich war vorher ja relativ in Grunach unterwegs. Also wir hatten die Festung des Schafe-Eck und dann war ich noch in einem Hotel. Und ja, das war einfach alles immer Tradition. Und jetzt bin ich wieder in einer Traditionsgasstätte in Kuburg gelandet. Dein Gasthaus steht ja für Tradition und auch für Handwerk. Du bist gelernte Koch, hast mit internationalen Köchen gearbeitet, bei denen gelernt. Erzähl uns doch mal ein bisschen was über dein Werdegang. Ja, meine Lehre habe ich im Hotel Victoria. Was merken wir haben gemacht. Das hatte einen Stand im Restaurant, beim Hubert Retzbach. Der hat mir das Ganze so ein bisschen beigebracht. Der hat mich auf die Linie gebracht, Richtung gerubene Gastronomie. Er hat mir damals sehr viel Spaß gemacht. Jetzt ist es mit zu viel Shishi und Snickschnack. Jetzt möchte ich doch lieber mehr handwerklich arbeiten und richtigen Sauberbraten mit gescheiden Klösen. Weil dir steht ja auch das Traditionshandwerk sehr, sehr im Fokus. Jetzt kommst du aus einer Sterne Küche und hast gesagt, du möchtest lieber bisschen was unständigere, sag ich mal, machen. Weil ich der Meinung bin, dass es sehr viel handwerkliches Geschick bedarf. So ein perfektes Schäufel herzurichten. Oder auch ganz klassisch für Kofug die Kofugorutscher. Waren die Rutscher ein Produkt, was du selber erst noch lernen und etwas perfektionieren musstest? Oder war das so? Wurde gesagt, das ist ein ja kloses Kloss. Nein, kloses Kloss ist ganz falsch. Ich musste den Rutscher auch lernen, weil im Schwäbischen Menden die Klöse ganz anders gemacht. Also in Oberbayern oder in Oberfranken. Mittelfranken ist es überall anders. Türen ist noch mal anders. Ich hatte aber das Glück, dass ich mein Koch mit Spitznamen köchle. Auch das Handwerkliche von ihm lernen konnte, wie man den Kofugorutscher richtig zubereitet. Und das ist kein leichte Spiel. Was mich da begann interessiert ist, ist das eigentlich immer das gleiche Rezept? Oder macht man da von Gasthaus zu Gasthaus schon so ein bisschen seinen eigenen Stieren mit rein? Im Großen und Ganzen ist es ziemlich das gleiche immer. Denk ich mal jetzt von den Häusern freilich bei einem anderen, macht da ein bisschen was anderes rein. Das erste Mal, wie ich angefangen habe, den Kofugorutscher zu machen, dann habe ich mal im Stefan gesagt, "Stiffern, so ein Hauch muss karte." "Bist du vermalt, das kannst du nicht machen." Und es geht nur durch Stefan. Nein, das geht nicht. In meiner Speisekarte steht auch drin, wie der Kofugorutscher gemacht wird. Weil ich ihn zu oft erklären musste, dass der nicht verkocht ist. Dass der so gehört, wie er auf dem Teller ist, dass er auch schon fatterg ist. Es sind grob gesagt, 5 Teile gekochte Kartoffeln, dieses gekochte Wasser, also mit dem Wasser, wo die Kartoffeln drin gekocht werden, das mit dem anderen prüiert und dann auf einen Teil rogeriemnen Kartoffeln, mit ein bisschen stärker, dann kommt noch ein bisschen etwas rein. Ja, geheimnisse dürfen sein. Genau. Aber es sind keine Eier oder irgendwas. Ja. Und dieser heiße Brei wird dann über die rohe Masse drüber gekossen, dann schnell miteinander verschlagen und heiß ins Wasser reingetreten. Er rutscht also aus der Hand, weil es ist ein Brei, ein heißer Brei, der dann in den topfreien Rutsch relativ schnell raufkommt. Also wir können die glöse relativ schnell schicken. Er ist da auch schon fertig. Also es ist eigentlich nach dem Schlagen, ist der halt schon fertig, weil die heiße Masse einfach den bisschen rohen riebt, dann Ausgleichs dann lässt und dann kann man ihn ins Wasser rutschen lassen, vom Wasser wieder auf den Teller rutschen lassen und vom Teller dann in den Mund rutschen lassen, deswegen der Kofoge rutscher. Und dazu ein bisschen so, und eigentlich ist noch schon satt. Ja, die Kofoge rutscher sind tatsächlich, wenn man so die glöse durchgeht, doch was ist ein ganz besonderes. Was ist denn so deine Masterzahl an Klösen, die du mal zubereiten, musstest du für ein Event oder für eine Veranstaltung? Ja, traditionell ist natürlich Weihnachtnehmer, der Großkampftag in der Gastronomie, aber auch an Klussmarkt oder Pfingsten, wo ein Kofoge der Ausnahmezustand ist und dann machen wir am Tag zwischen vier und 600 Klösen. Zum Glück macht das nicht nur ein, sondern meistens machen das dann zwei, drei, das sie abwechseln können, weil er trotzdem auch noch von Hand geschlagen wird. Das ist wirklich, wie gesagt, Handwerk. Gibt es denn noch außer den Kofoge rutscher und dem Schäufel, oder bei dir, traditionelle Küche, oder achtest du schon darauf, auch viele neue Komponenten einzuharbeiten? Nee, traditionelle Küche steht im Vordergrund. Also die ganzen Bratengerichte, ente Schäufel, sauerbraten, merk, das sind einfach die klassische Review bei uns im Haus haben. Und die wird es auch weiter in den Goldenquats immer geben. Aber man muss sie natürlich auch öffnen für Vegetarier oder verschiedene Allergien, was es mittlerweile alles gibt. Und das sind immer wieder neue Herausforderungen und die geben wir uns immer an. Für mich war ein ganz wichtiger Punkt, eigentlich immer, auch wenn ich als Gast im goldenen Kreuz war, dieser Punkt, Klasse, Stadt und Masse. Ich habe bei euch wirklich das Gefühl, ich bekomme Qualität auf den Teller. Und das war für mich vom ersten Tag an, eigentlich auch so der Punkt, wo ich gesagt habe, das goldenen Kreuz, schmeckt nicht nur gut, auch unternehmerisch irgendwie zu unserer Philosophie. Und ich glaube, das ist auch der Grund, dass du hier heute sitzt. Wir haben parallel in Ungemeinsamkeit. Und das finde ich ganz schön. Regionale Produkte, hat das du gerade schon mal kurz angesprochen, wie wichtig ist für dich das Thema lokale Identität? Immer mehr, weil freilich kriege ich meinen Geflügler aus, für wenig Geld. Aber das Grundprodukt, was wir hier in der Region haben, ist eigentlich perfekt. Also ob ich das jetzt in den Hof beim Metzger kaufe, hier in Kobog, im Kobogaland, der Masterbotscher macht meine Rolladen, der schneidet mein Gulasch, Bratwöste, Sonderwünsche, wenn ich sage, zu dem ich braucht Bratwöße, wo Kreuzkümmel drin ist, dann macht er mir die auch, oder er macht mir Wurst aus Rhein-Marin-Flasch, weil man einfach flexibler ist, als wenn ich irgendein Massenprodukt aus der großen Industrie kaufe. Und so zieht sich das durch jede Schiene, ob das die Eier sind, die vom Bauern kommt. Ich habe das Glück hier, dass ich direkt auf dem Marktplatz gehen kann und kann auf dem Marktplatz meinen Zeug kaufen, weil alles da ist. Wir haben in der Stadt wirklich alles. Wir haben kein Supermarkt, aber wir haben alle in der Stadt. Und das ist schön, das ist mittlerweile Luxus. Ja, das haben nicht mehr vieler steht. Das ist richtig, also gerade der Gemüse, ob das Gemüse, ob das Fischfleisch Eier, und ein bisschen zur Blume, was auf dem Tisch dann stehen muss. Es kommt alles vom Markt, und es macht einfach auch Spaß, mit denen ein Kaufen zu gehen. Das Ganze funktioniert natürlich, aber auch immer nur, wenn man auch die entsprechende Community dabei hat. Also ein großes Angebot am Markt. Alleine würde ja nicht ausreichen. Es müssen ja auch die Leute da sein, die dann auch bereit sind, auf dem Markt zu gehen und dort einzukaufen. Wie schätzt du das einen Kobog? Ja, manchmal sind die Leute auch einfach zu bequem, in die Stadt zu fahren, wo nicht gleich der Parkplatz neben dran ist, sondern wo sind das Parkhaus fahren. Dann muss man die Taschen runter tragen sowas. Und dann ist das Wetter noch schlecht, dann hat man noch eine bessere Ausrede, einfach in den Supermarkt zu gehen. Das hört man auch von den Feranten neben auf dem Marktplatz. Wenn es Wetter schlecht ist, ist gleich Umsatz einbosen da. Und das ist eigentlich falsch. Also man kann sich eine Regenjagge anziehen, man kann einen Schirm nehmen und kann trotzdem auf dem Markt das Gemüse direkt kaufen und nicht im Supermarkt. Man muss es einfach, also diese Wertschätzung, dass sie sich jeden Samstag auch dahin stellen, früh um fünf Anfangen, die Marktstände aufzubauen zu bestücken, das attraktiv zu präsentieren. Und dann sozusagen, heute ist das Wetter schlecht. Ich gehe nicht auf dem Markt. Ist, glaube ich, der falsche Weg. Man sollte auch bei schlechten Wetter oder wenn es ein bisschen Kälter ist, auch mal auf dem Markt gehen. Und sie haben tolle Produkte, unser Apfelsafglieferin zum Beispiel, der macht halt einen heißen Apfel. Dann gibt es einen heißen Apfel. Im Winter, wenn es ein bisschen Kälter ist, dann kann man sich die Hände dran aufwärm und weiter einkaufen. Ich glaube, das Stichwort ist, das, was du gerade gesagt hast, Wertschätzung. Ich glaube, das ist, das worum es am Ende auch geht. Das müssen immer Leute dort sein, am Markt oder auch allgemein in der Stadt, die bereit sind, was bewegen zu wollen, die ein Angebot erst mal für die Bewohner der Stadt überhaupt möglich machen. Und dann gebe ich dir recht, ist das Thema Wertschätzung natürlich genau das. Wertschätzung gegen die Bequemlichkeit. Wenn sich Leute die Mühe machen, so ein Angebot zu liefern, dass ich das dann halt auch Wertschätze. Als Kunde und dann halt auch mich mal auf den Markt begebe, sehe ich genauso wie du. Es ist, glaube ich, wirklich im ganzen Innenstadtbereich ist das die Rolle. Also auch wenn man den Einzelhandel anschaut, wenn ich hier in einem Begleitungsgeschäft rein gehe und sehe da was, was einfach schön ist, brauche ich es halt beim großen Lieferanten-Service bestellen. Sondern ich nehme da meine Produkte, nehme das mit. Wenn es mir nicht gefällt, kann ich sie innerhalb von 14 Tagen jederzeit wieder zurückgeben oder ich sage, okay, ich will einen Gutschein oder oder oder oder. Das ist halt viel flexibler als im Internet. Mir wollten noch mal kurz auf das Thema eingehen, wie du denn das goldene Kreuz übernommen hast. Und vor allem, wie du es geschafft hast, ins goldene Kreuz dein persönlichen Touch reinzubringen, nachdem du ja eigentlich ein bisschen röger treten wolltest. Ja, das war eine große Baustelle, sage ich jetzt mal vorsichtig. Ich hatte kein Team oder besser gesagt, die Mitarbeiter, die da waren, die wusste nicht, wer ich bin, was ich bin, was ich vorhabere. Ich hatte dann eine kleine Meckerliste geschrieben, weil ich natürlich auch als Gast schon mal vorher drin war, was mir alles nicht gefällt. Und das ist beim einen und anderen Sauer aufgestoßen, muss aber auch dazu sagen, ich habe immer noch Mitarbeiter, die seit Anfang an mit dabei sind und die diesen Weg noch mehr gegangen sind, um mich dabei auch unterstützt haben. Und mein Kapital ist mein Team, alles andere Geldkriege von der Bank, wenn ich es brauche. Aber das Personal oder die Mitarbeiter, das Team, ist das A und O in der Gastronomie. Wir sind Dienstleister, wir sind Gastgeber, alle miteinander. Und das ist das alle wichtigste. Und dieses Team habe ich in laufe der Zeit gut zusammengearbeitet. Seit acht Jahren ist meine Frau mit dabei, die gute Seele im Haus ist, die sich um jeden und alles kümmert, die der Diplomat im Haus auch ist, dem ich auch mal wieder runterholt und sagt, das war jetzt zu viel. Gerät mit deinen Leuten. Und das ist, glaube ich, das A und O, dieses menschliche Miteinander, auch ich mach Fehler. Auch ich habe Ecken und Kanten, die man probiert rundzuschleifen. Und ja, das gelingt meine Frau sehr gut. Und der eine oder andere Mitarbeiter kann das mittlerweile auch schon. Markus, wo siehst du dann eigentlich das goldene Kreuz in fünf Jahren? In fünf Jahren habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Ich weiß, dass ich in 19 Jahren in Rente gehe. Und so lange möchte ich gerne noch da sein. Freilich möchte ich, dass das goldene Kreuz weiterhin die Traditionskerstätte in Kubok ist. Wir sind das älteste Wärtshausanmarktplatz. Wir pflegen die Gastronomie, wir pflegen die Herzlichkeit. Ich habe einen super Team. Ich habe eine tolle Frau, die mich begleitet bei meiner Arbeit. Und deswegen denke ich, dass das der Weg weiterhin so ist, weiterhin der Schwerpunkt auf gute Produkte, auf tollen Service, auf freundlichen Service. Und ja, mein Alterspruch heißt immer, der Gaststädel im Mittelpunkt unseres Thruns und Machens. Und das wird weiterhin im Kreuz großgeschrieben. Gibt es denn noch ungelebte Träume, wo du sagst, ach, das noch mal irgendwie im Verbindung mit der Stadt oder auch für dich selber, für deinen Wirtshaus, wo du sagst, das, bevor ich in 19 Jahren in Rente gehe, möchte ich dann doch noch mal umgesetzt haben. Ich glaube, wir sind schon auch einen ganz guten Weg. Dort hin auch einmal mit Zentrum Kubok. Das ist sowas, wo wir gemeinsam die Stadt nach vorne bringen können. Wir haben keine Konkurrenz in der Stadt. Keiner von uns, kein Gastronom, kein Einzelhändler. Unsere Konkurrenz liegt in Erfurt, in Bamberg, in Nürnberg, aber nicht in der Stadt. Und das wäre mein Wunschdenken, dass wir gemeinsam große Ziele noch erreichen, dass wir ein Magnet werden für Gastlichkeit, für Freundlichkeit. Und sind einfach ein Zupferd in Oberfranken, wo es heißt nach Kubok musst du hin. Wir haben uns ja auch mehr oder minder über Umwege kennengelernt. Du hast vor einem Jahr oder zwei Jahren korrigiert mich, wenn ich falsch liege, die Fläche neben deinem Wirtshaus noch dazu genommen als Veranstaltungsraum. Eine der ersten Veranstaltungen war damals mit der Galerie spät zu einer Kunstausstellung. So haben wir uns ja auch kennengelernt. Was bedeutete denn dieser Schritt von diesem Traditionsgasthaus in einen neuen Veranstaltungssal? Ja, unser Neuveranstalt ist natürlich optisch was ganz anderes, als jetzt unser guter alte Wirtshausstube. Es ist halt ein großer Raum, der sehr flexibel nutzbar ist, eben für solche Veranstaltungen und Ausstellungen. Und ja, mit spät zu hatten wir damals schon gut zu tun. Und haben wir gesagt, wir machen da weiter. Und so kam eben die erste Ausstellung mit Benzubolkert zustande. Und das war ein mega Erfolg und ein tolles Event einfach. Genau, da haben wir uns auch das erste Mal so ein bisschen mehr unterhalten. Hast du mir die bisschen in Karte gegeben? Ja, hat Marie uns vorgestellt und heute neuer, er solltet euch mal unterhalten. Ich habe dir meine Visitenkarte in die Hand gedrückt. Ja, und ich glaube, keine drei Tage später war ich da noch mal da und dann haben wir mal besprochen, was du sie gerne möchtest. Was du dir so vorstellst und was wir so machen können und dann ging's eigentlich fixauffen, dann da her. Dann habe ich 24 den Veranstaltungssal mit meinen Kugelnschmücken dürfen. Hab zwei Weihnachtsbäume aufgestellt, du hattest Grenze organisiert, die wir an deine Decke gehangen haben, die wir noch geschmückt haben. Und gleichzeitig hast du von uns Erlogokugeln bekommen, die du an deine Stammgäste rausgegeben hast. Wie haben die denn auf so ein weiteres Traditionsprodukt bei dir reagiert? Ich klege das eigentlich schon die ganze Zeit, dass meine Stammgäste auch ein kleines Weihnachtsgeschenk kommen. Die halten uns das ganze, ja, die Breue, die feingebutzdage Hochzeitsfeiern und und und. Und sie natürlich mindestens auch einmal die Woche bei uns im Haus als Gast. Und auch die haben irgendwo dann wieder ein Geschenk verdient. Und da kamen eure wunderschönen Klasskugeln genau dazu passend. Ich glaube, wir haben da beide das perfekte Maß an Früchteheit und gleichzeitig aber auch an Unternehmergeist zu sagen, wir haben eine Idee, wir probieren es einfach. Du kommst mit deiner Sekretärinnenbox um die Ecke und ich sage mal, ja, ich gucke mal, wie es umsetze. Ich mach dir einen Vorschlag, sagt, ja, passt, gib her. Ich gucke mal, was ich damit machen kann. Und ich glaube, da haben wir beide eine sehr, sehr angenehme Art, auch miteinander umzugehen. Also, du gibst mir Möglichkeiten. Ich gebe dir Möglichkeiten an die Hand und ich glaube, bis jetzt ist das Produkt, was wir am Ende immer kreiert haben, eigentlich zu beider Seiten zu Friedenheit geworden. Deswegen freue ich mich auf die gemeinsame Zukunft nämlich, weil wir haben noch so viele Ideen und so viele kreative Möglichkeiten, das Ganze auszubauen und zu spielen. Deswegen wird das eine spannende Zeit. Es wird verrückt. Es wird bunt, es wird verrückt. Dennis wird uns, glaube ich, ein bisschen wieder runterholen. Oh ja. Da wird uns in die Realität zurückbringen. Oh ja, möglich. Ich glaube, da ist auch der gesunde Maß an Bodenschönigkeit, weil es Dennis dann manchmal mitbringt für uns. Zum Glück haben wir so tolle Partner, die uns wieder runterholen. Oh ja. Ich glaube aber, dass ohne die entsprechende Begeisterung für die Dinge, man sich aber auch nicht bewegt. Also deswegen, an der Stelle, finde ich das genau richtig, was ihr eigentlich macht, nämlich zu sagen, wir wollen möglichst viel bewegen für Kobuch, für die Stadt, für die Leute, die hier leben, die hier herkommen Urlaub machen. Und deswegen will ich da gar nicht den Spiefer der aber spielen, aber eins nach Mann. Wir geben uns wieder. Am Ende gibt es da einen ganz einfachen Spruch zu, nämlich wer nicht selber brennt. Der kann auch bei niemandem anders einen Flamme entzünden. Also von daher, wenn man möchte, dass irgendwie der Funke überspringt, muss man halt selber für die Sache brennen. Und von daher finde ich das toll, was ihr zu zweit euch jedes Mal auskastpert. Also von daher kann man eigentlich nur jedem ans Herz legen, entweder dauerhaft das Kreuz zu besuchen, oder halt, wenn man es noch nicht kennt, auch einfach mal hinzugehen, Markus, wo findet man dich denn genau? Genau, also in der Herrn Gasse 1 direkt am Marktplatz, neben dem Stadthaus, ganz viele wissen noch, einmaliges Weckergebäude. Das ist recht zu uns, also unser neuer Saal. Das haben ganz viele noch im Kopf. Es ist sehr schmal, aber es ist riesig. Das ist wohl wahr. Auch ich hab noch zwei Jahren noch den Biergarten entdeckt, weil weiter als den, als die Gaststufe vor und den Veranstaltungsraum bin ich nie gekommen, von daher viel zu entdecken, wo wir dann auch schon bei dem viel entdecken sind, erzähl uns doch mal im Veranstaltungsraum. Da hast du ja ein paar Events ein paar Veranstaltungen geplant, jetzt noch bis zum Jahresende. Genau, wir haben jetzt gestattet mit den ganzen Ausstellungen, was jetzt ebenbar in der Fangenheit, die sehr sehr gut angenehm waren sind. Als nächstes wird jetzt kommen unser Krimitiner. Was ja, mal ein anderer Weg auch wieder ist, ein bisschen Schoen, ein bisschen Spannung und Spaß. Dann werden wir mit euch zusammen natürlich die Veranstaltung machen zur Winterzaubernacht, wo die Kinder ganz herzlich eingeladen sind, natürlich mit Lebkuchen, malen, mit Glaskugeln, malen und Keramik, malen. Für die Eltern haben auch noch ein kleines Spaßprogramm dabei. Haben natürlich Nikolausparty. Dann werden wir unser Varität, was wir im letzten Jahr schon gemacht haben, wieder durchführen, was einfach eine Zeitreise in die 20er-Jahre zurück ist. Und den Abschluss von dieser Serie wird dann geben, unser jüdische Krimitiner. Das klingt aus der Vielfischbrechen. Wir sind gespannt, auch auf das Feedback. Wir hatten als letztes Veranstaltung bei Jacobox erstes Pain and Wine. Wo wir auch wieder mit regionalen Künstlern zusammengearbeitet haben. War auch eine Veranstaltung, wo du sagst, die kann man noch mal machen oder? Die werden wir auf jeden Fall wieder machen. Also die nächste Print in meinem Veranstaltung über die März dann geben. Mein Mega-Erfolg ist meine ganz, ganz tolle Stimmung. Der Stefan Welch, der künstlerische Leiter unter dem Ganzen, hat das sehr, sehr gut begleitet. Da sind Kunstwerke entstanden, wo ich sage, wow. Also, wenn man da am Anfang die ersten Pinselstriche oder Fab Lexi sieht und was danach ausgekommen ist, 30 wundervolle Bilder von verschiedenen Künstlern und jedes in seiner Art und Weise auch auszugstag. Und das haben wir gesagt, müssen wir auf jeden Fall machen. Es wird den März der nächste Termin dafür sein. Und ich habe kein Zweifel, dass es genau so eine Erfolg wird. Das klingt doch gut. Und ich glaube, damit sind wir dann auch langsam am Ende unserer zweiten Episode? So langsam, ja. Ich hätte noch tatsächlich eine Frage. Coburg ist ja nicht nur Sehnswert für die Leute, die hier leben oder aus der Region kommen, sondern mittlerweile ja auch durchaus so ein kleiner Geheimtipp für Städtetrips und Wochenend-Touristen. Wenn jetzt jemand sich dazu entscheidet, ein Wochenende in Coburg zu verbringen, was würdest du diesen Menschen sagen, was er sich auf jeden Fall anschauen sollte? Was sollte er probieren in Coburg? Na ja, ich würde wahrscheinlich anfangen. Freitagsreisen die meisten Touristen ja an. Dann muss man als erstes, wenn man es noch schafft, vor 16 Uhr auf dem Marktplatz als erstes die Coburg abratbar zu probieren. Das ist glaube ich so, das ist alle Erste. Dann natürlich die ganze Innenstadt, Ehrenburg, Feste, ist raus zur Rose-Nau. Alles, was, ja, ich sag mal, den Coburg eradel ausmacht, sollte man gesehen haben. Kaffee trinken bei der Hofbeckerei-Feiler auf jeden Fall einen Schmetzchen, auch probieren, wobei könnte auch im goldenen Kreuz machen, weil da gibt es zum Schmetzchen, den es presse, beim Nachtisch. Ja, und auf jeden Fall eine Stadtführung machen. Also ich habe auch herausgelehnt in jeder Stadt, wo ich bin, mache ich eine Stadtführung mit, weil man einfach auch Orte oder Plätze sieht, die man so nicht sieht oder nicht wahrnimmt. Und das gehört dazu, der Russmus ist direkt bei uns neben dran mehr oder weniger. Da kann man sich dann auch hinstellen und sagen, ich mache jetzt eine Stadtführung mit. Das ist ja das Wichtigste. Und zum Abschluss sollte man natürlich dann bei euch noch eine schöne Weihnachts-Rugel kaufen. Das finde ich gut. Das können wir so mal. Geh ich mit. Gibt es denn für dich etwas, was du im goldenen Kreuz traditionell fliegst? Ein Event, eine Veranstaltung mit deinen Gästen oder auch nur mit deinen Mitarbeitern oder etwas, was du mit deiner Frau zum Beispiel, was so ein Ritual ist, ohne dass ihr nicht in ein neues Jahr zum Beispiel zu Silvester starten könnt. Die Tradition leben wir eigentlich das ganze Jahr über. Also was das Haus betrifft, was die Gastronomie und die Gastlichkeit betrifft, das leben wir das ganze Jahr. Wenn wir jetzt hier sitzen, dann sage ich, Weihnachten steht vor der Tür, aber ne, wir sind ja schon wieder weiter. Wir haben die Anfragen für Pfingsten, wir haben die Anfragen für auch zur Feier nächstes Jahr. Und sie sind dann fließender Übergang. Es ist bei uns kein Ende am 31.12. Es geht einfach weiter. Traditionen, ja, die muss man pflegen. Und die Tradition geht damit los, dass der Service-Mitarbeiter früher um 10 in die Küche kommt. Dann fragt die Küche, was wollt ihr denn trinken? Und es gehört dazu, dieses Miteinander. Genauso fragt dann um 14 Uhr die Küche, was mögt ihr denn essen? Und dieses Miteinander, das ist, glaube ich, das allerwichtigste. Und wenn das irgendwann nicht mehr funktioniert, dann haben wir uns falsch gemacht. Ja, und das ist, glaube ich, auch was, was man als Mensch, der zu euch kommt oder auch als Tourist, als Gastprinzipiell, auch ganz, ganz oft vergessen wird, was als Service-Mitarbeiter geleistet wird. Also, ihr habt ja wirklich die unterschiedlichen Menschen, ihr habt die unterschiedlichen Charakteren, ihr habt die unterschiedlichen Stömungen, die ihr auffangen müsst. Unser Job ist hart. Wir haben auch mit unseren Gästen, die kommen manchmal rein und haben einen Befehlstruhen drauf, einen herabwürdigen Ton. Ja, aber man muss auch dran denken, diesen gestresst. Mein Lieblingsbeispiel ist immer der Samstag Mittag. Die Familie fährt in die Stadt, weil die Frau gerne neue Klamotten kaufen möchte, vielleicht auch für die Kinder. Oder sie braucht es, und das und das. Alle müssen mit. So, die Kinder fangen schon im Auto des Klingeln an, wenn sie mal endlich da. Man gibt's was zum Essen, burgelt's was zum Essen. Der Mann hat E-Campok, möchte ja um die Beste in den Wuhinnerungen vielleicht einen Bierchen trinken. Und dann kommen sie zu uns rein. In der Hoffnung, dass noch einen Platz frei ist, wenn keiner Platz da ist, dann ist natürlich noch mehr dicke Luft im Haus. Und dann kommen die uns in erstmal alle Geladen und genervt. Und dann muss man die Gäste abholen und sagen, so, jetzt trinken wir erstmal aus den Ruhe. Dann gibt's ein paar Glöse für die Kinder, die gehen relativ schnell immer. Und dann hat man ein schönes Mittagessen gehabt und geht entspannt wieder nach Hause. Und ja, das ist so typisch Samstag Mittag. Einfach alles nur stressig. Und sie kommen zu uns rein, um vom Alltag einfach ein bisschen Abstand zu kriegen. Dieser ganze Truppe, was die ganze Woche ist, sollte man vielleicht doch mal grausen lassen. Ich finde, das merkt man auch, sobald man eigentlich bei euch zur Tür reinkommt. Wenn man dann doch mal den einen oder anderen Koch noch irgendwie hinten ins Kühlhaus flitzen sieht oder der in den großen Saal noch Sachen reintragen muss, es wird gegrüßt, es ist immer ein Lächeln im Gesicht zu sehen. Selbst in stressigsten Situationen hat man das Gefühl, dass ihr als Team wirklich wunderbar funktioniert und harmoniert. Und man fühlt sich irgendwie trotzdem immer Teil des Teams. Also es ist nicht so, dass man das Gefühl hat, hinzugehen. Und setzt sich hin und wird nur von Abysset bedient, das ist natürlich auch euer Job. Aber man halt immer so das Gefühl, diese Leichtigkeit. Man ist irgendwie Teil des Teams. Man ist irgendwie, man gehört so dazu, man ist nicht nur der Gast, der bedient werden muss. Und das ist wirklich ein sehr, sehr schönes Ambiente, was man eigentlich erlebt haben muss. Gehe ich gerne auch so weiter. Kobuk ist entschleunigend, es hat super viel zu bieten, aber es ist trotzdem halt so ein Fleckchen Ruhe, so Gemütlichkeit. Auch der Wochenmarkt, wenn er gut besucht ist, an einem schönen Sommertag, es ist trotzdem jedes Mal wie Urlaub. Also so empfinde ich das auch nach all der Zeit, die ich jetzt hier bin, sage und schreibe zwei Jahre. Das Kobuk aber trotzdem einen super entschleunigt. Muss ich dir rechtgeben, gerade gestern, das erste Mal nach zehn Jahren, dass ich mich am Samstag nachmittag, um 15 Uhr auf dem Marktplatz gesetzt habe. Und da bin mir meiner Frau zusammen mit den Kaffee getrunken und habe einfach die Stimmung genossen. Die Sonne natürlich noch mal ins Gesicht brennen lassen. Ja, nach zehn Jahren habe ich es jetzt auch mal geschafft, also es ist einfach wunderschön. Ja, an der Stelle, sage ich, vielen lieben Dank Markus. Ich sage danke, dass ich da sein durfte. Vielen lieben Dank. Das war Episode 2 von Glassclar mit Markus Zimmer vom goldenen Kreuz. Wenn ihr die Kuhburger rutscher probieren wollt, ihr wisst jetzt wohl. In der nächsten Folge geht es weiter mit spannenden Geschichten aus Kuhburg. Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Markus Zimmer, Wirt des traditionsreichen Gasthauses "Zum Goldenen Kreuz" in Coburg, betont die Bedeutung von Handwerk und regionaler Küche.
Er erklärt die Zubereitung des fränkischen Spezialgerichts "Coburger Rutscher" und die Wertschätzung für lokale Produkte vom Markt.
Der Erfolg des Hauses basiert auf einem starken Team, Gastfreundschaft und der Erweiterung um einen flexiblen Veranstaltungssaal für kulturelle Events.
Summary:
In der zweiten Folge des "Glass-Klar"-Podcasts wird Markus Zimmer, Wirt des ältesten Gasthauses "Zum Goldenen Kreuz" in Coburg, interviewt. Zimmer, gelernter Koch mit Erfahrung in der Sternegastronomie, entschied sich bewusst für eine traditionelle, handwerklich orientierte Küche. Er erläutert detailliert die Herstellung der fränkischen Spezialität "Coburger Rutscher", eines Kartoffelklosses, und betont, dass trotz eines Grundrezepts jedes Haus eigene Nuancen einbringt. Ein zentrales Anliegen ist ihm die Verwendung regionaler Produkte vom Coburger Markt, wofür er mehr Wertschätzung seitens der Kunden wünscht, auch bei schlechtem Wetter.
Der Erfolg seines Traditionsbetriebs führt er auf ein eingespieltes Team und die Unterstützung seiner Frau zurück. Mit der Übernahme des Hauses brachte er seinen persönlichen Stil ein, behielt aber klassische Gerichte wie Sauerbraten im Fokus. Eine wichtige Erweiterung war die Einrichtung eines flexiblen Veranstaltungssaals, der für Ausstellungen, Krimidinner und Gemeinschaftsevents genutzt wird und neue Kooperationen, beispielsweise mit einer Glaskunst-Manufaktur, ermöglicht. Seine Vision für die Zukunft ist es, Coburg gemeinsam mit anderen lokalen Akteuren als gastfreundliches und kulturelles Zentrum in Oberfranken zu etablieren.
FAQs
Der Coburger Rutscher ist eine traditionelle fränkische Kloßspezialität. Er besteht aus gekochten und rohen Kartoffeln, die mit Kartoffelkochwasser vermengt und als heißer Brei in Wasser eingeschlagen werden, wodurch er seine typisch glatte Konsistenz erhält.
Regionale Produkte sind ein Kernbestandteil der Philosophie. Eier, Fleisch und Gemüse werden bevorzugt vom lokalen Markt bezogen, um Frische zu garantieren und die Wertschätzung für handwerkliche Erzeuger zu fördern.
Durch den Aufbau eines engagierten Teams und die Integration seiner Frau als diplomatische Kraft. Sein Fokus lag auf guter Kommunikation und der Pflege eines menschlichen Miteinanders, um Tradition mit persönlichem Touch zu verbinden.
Klassische Bratengerichte wie Enten-Schäufel, Sauerbraten und natürlich der Coburger Rutscher bilden den Schwerpunkt. Dabei wird auf handwerkliche Zubereitung und Qualität geachtet, auch bei vegetarischen oder allergikerfreundlichen Varianten.
Der neue Saal bietet einen flexiblen Raum für Events wie Kunstausstellungen, Krimidinner oder Weihnachtsmärkte. Er erweitert das traditionelle Gasthaus um kreative Möglichkeiten und stärkt die Verbindung zur Gemeinschaft.
Der Markt sichert die Versorgung mit frischen, regionalen Produkten und fördert den direkten Austausch. Trotz Bequemlichkeitsmentalität betont Markus die Wertschätzung für die Händler, die auch bei schlechtem Wetter ein attraktives Angebot bereithalten.
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