Im Podcast „Auf Deutschgesagt“ spricht Gastgeber Robin mit Susanne, einer Ehrenamtlichen des ambulanten Hospizdienstes in Hamburg-Ost. Susanne erzählt, wie die Krebserkrankung ihres Vaters 2017 der Auslöser war, sich später zur Hospizbegleitung ausbilden zu lassen. Seit 2021 begleitet sie schwerkranke oder sterbende Menschen zu Hause – eine Aufgabe, die sie als große Ehre empfindet, weil sie in sehr private Lebenswelten eingelassen wird. Ihre Tätigkeit umfasst vor allem Zuhören, aber auch praktische Hilfe wie das Organisieren eines Pflegebettes oder das Erledigen von Bürokram. Der zeitliche Aufwand liegt meist bei ein bis zwei Stunden pro Woche. Susanne betont, dass die Menschen am Lebensende vor allem ein offenes Ohr brauchen, um Dinge loszuwerden, die sie zuvor niemandem anvertraut haben. Sie selbst profitiert enorm von den Begegnungen: Sie lernt völlig neue Lebenswelten kennen, etwa einen Synagogenbesuch, und gewinnt wertvolle Perspektiven. Ohne Ehrenamt, so ihr Fazit, würde der Gesellschaft vor allem Menschlichkeit, Zeit und wertfreie Zuwendung fehlen. Sie ermutigt dazu, sich zu engagieren, sobald man selbst Hilfe erfahren hat oder einfach Zeit sinnvoll nutzen möchte.
Herzlich willkommen zu auf Deutschgesagt, dem Podcast für fortgeschrittene Lernende der deutschen Sprache. Von und mit mir Robin Meinerd. Hallo und herzlich willkommen bei auf Deutschgesagt. Heute geht es um ein wirklich wichtiges gesellschaftliches Thema und zwar das Ehrenamt. Zugast ist Susanne. Sie ist eine Ehrenamtliche des ambulanten Hospizdienstes im Hamburg Osten und gemeinsam sprechen wir darüber, warum sie sich Ehrenamtlich engagiert, wie sich ihr Ehrenamt gestaltet und welchen gesellschaftlichen Nutzen es mit sich bringt. In der Sprache an eine Lüse wartet wieder interessanter Wortschatz wie das Refugium, der Paradiesvogel und Redewendung wie ein Ohr für jemanden haben auf euch. Und langjährige Freunde des Podcasts werden vielleicht eine kleine Parallel zufolge 80 mit dem Titel "Stärben mit Sabrina erkennen". Ja, das stimmt auch, denn sie ist die Leitung des ambulanten Hospizdienstes und wird auch im Gespräch ab und zu erwähnt. Ja, das einmal so zum Hintergrund des Ganzen, wenn ihr wollt, hört nach dieser Folge auch gerne noch mal in Folge 80 rein, lang ist es sehr aber auch eine sehr gute Folge. Aber jetzt erst mal viel Spaß mit dem Gespräch. Das Gespräch. Hallo und herzlich willkommen beim Auf Deutschgesagt Podcast lieber Susanne. Hi, hallo, schön, dass ich ja eingeladen wurde. Freu ich mich, bin ganz gespannt, Robin. Ja, wir kennen uns ja persönlich noch gar nicht. Magst du dich kurz vorstellen und vielleicht auch schon verraten, wie du zum Ehrenamt gekommen bist. Mach ich also. Mein Name ist Susanne. Ich werde jetzt im Dezember werde ich 60. Ich habe vier erwachsene Kinder, arbeite Vollzeit in einer benannten Stelle. Da können wir ein anderes Thema machen, Robin. Das muss jetzt nicht weiter besprochen werden. Und ich bin seit 2021. Da habe ich den Kurs gemacht zur Ausbildung, Vorbereitung, Hospizbegleitung und seitdem begleite ich tatsächlich ja einen schwerkange oder sterbenskange Menschen gekommen bin ich dazu, weil mein Vater, der es bei dem ist 2017, muss jetzt immer so ein bisschen überlegen, wann das 2017 ist bei dem Krebs diagnostiziert worden und war auch so, dass es eben unheilbar war und er zwar noch eine Chemotherapie gemacht hat von Voronerein aber klar war, dass es nur noch verlängern, nicht mehr heilend. Er war ziemlich viel im Krankenhaus. Ich habe noch zwei jüngere Geschwister. Wir haben uns dann immer abgewächelt und auch mit meiner Mutter. Und dadurch war ich eben ziemlich häufig im Krankenhaus und habe da ganz, ganz viele gesehen, die nie Besuch bekommen haben, die viel alleine waren und da hatte ich so für mich gedacht, wenn wir Pappers Erkrankungen sauber durch haben, sauber jetzt in Anführungsstrichen aber eben wirklich in einem quasi mehr, da weniger an Zugrabe gebracht haben und ich dann, was heißt Lust habe, aber aber viele, dass das heißt, ich da jetzt gerne helfen würde, dann mache ich eine Ausbildung zur Hospizbetreitung und das habe ich dann eben gemacht und bin so dann eben bei UTA und dann später eben auch Sabrina gelandet, bin da immer noch und das macht mir auch nach wie vor viel Spaß. Also nicht nur Spaß sondern sondern gibt mir auch insgesamt ganz, ganz viel. Also so, du lernst haufenweise verschiedene Leute und Lebenssituationen kennen, auf die du so normalerweise gar nicht stoßen würdest. Wenn man immer so in seine eigenen Blase bleibt ja und das mache ich seitdem. Ja und warum findest du sollte man ein Ehrenamt aufnehmen? Man könnte ja auch andere Dinge machen, die zum Beispiel Geld mit sich bringen. Ich glaube beim Ehrenamt, das ist immer so eine Sache, das gibt so viele verschiedene Ehrenamt. Also ob das jetzt ist der eine, der macht Kindertoren, der nächste macht, sag mal, schaute DLG Schwimmen. Ich denke, wenn man, wenn man Zeit spenden kann, nicht jeder kann irgendwie überall 500 Euro rein schießen oder oder einen Tierschutzverein unterstützen, wichtiger finde ich es tatsächlich, sich mit Sachen zu beschäftigen, an dem einem selber irgendwas liegt. Also ob das jetzt ist, ich arbeite viel mit Menschen und ich arbeite auch gerne mit Menschen und sehe da eben eine Lücke. Jetzt gerade so bei dem Thema Krankheit und ich habe immer so für mich gedacht, man kann nicht immer nur bei geburten Jubeln und Luftballons aufhängen, also da gehört ja noch mehr zum Leben. Und ich denke, jeder kommt irgendwann in so einem Moment, wo er sagt, wenn es wenn es ihm selber so weit gut geht, sehr sattig, bin gesund. Ich habe einen Dach über dem Kopf, ich kann mir jeden Tag was zu essen kaufen und ich habe Zeit, bevor ich jetzt anfange, ja, haufe meise Spiele zu zocken oder so, denn mache ich mal irgendwas sinnvoll ist. Ich kenne viele Leute, die irgendwann diesen Gedanken haben und ob das jetzt ist, schularweiten Betreuung oder eine Freundin von mir, die hat eine Partnerschaft für verschiedene Kinder mit Migrationshintergrund und ich sehe alle Menschen, die einen Ehren aahnt haben, dass sie also durchaus da aufblühen, weil sie mal was geben können, was nicht zu bezahlen ist. Und das ist für mich so der Hauptgrund zu sagen, ich, ja, mir sei es begleide, aber ich bin eher ein amtlich tätig. Das denke ich, da kommt jeder irgendwann in seinem Leben mal hin. Ja, hast du das Gefühl, dass das eher Leute sind, die schon sozusagen alles mal erlebt haben oder ich sag mal eher Leute sind mit viel Lebenserfahrung? Ich glaube, das sind Leute, die selber irgendwann mal Hilfe gebraucht haben, welcher Art auch immer, ob das jetzt war, Übersetzungshilfe oder für die Schule nach Hilfe oder die mit dem Boot gekennet sind und die wirklich, die selber einfach Hilfe in Anspruch genommen haben und oftmals auch in Situationen, wo sie vor sie gar nicht gedacht haben, dass sie hätte, hätten Hilfe brauchen können. Also da, ich kenne Leute, ein Kollege von mir zum Beispiel, der ist letztes Jahr in der freiwilligen Feuerwehr. Also da ist er jetzt eingetreten, weil der ganz, ganz schön Autounfall hat, wo die freiwillige Feuerwehr ersthelfer war und wo, wo eben sagt er so für ihn ist das ganz wichtig, dass er das irgendwie zurückgeben kann und kann natürlich nicht jeder, weil du, du weißt ja nie so genau, in welcher Situation befindest du dich jetzt gerade? Also ich habe zum Beispiel vier Kinder, die sind organ 5 im ähnlich geboren und zu der Zeit als die zur Schule gegen, da wäre ich im Traum nicht auf die Idee gekommen jetzt noch irgendwie in ihren Amts zu machen. Ich glaube, man muss da durchaus auch so Situationen erleben, wo man, wo man selber noch mal für sich Zeit hat darüber nachzudenken, was möchte ich eigentlich mit meiner Zeit anfangen und ich habe jetzt die Möglichkeit, entweder, dass ich andere wollen, shoppen oder ich kenne alle Bar und sämtliche Cocktails oder ich sage eben nie, ich mache jetzt nochmal Sachen, wo ich das, was mir durchaus schon mal entgegengebracht wurde, wo ich das so ein bisschen zurückgeben kann. Also das ist für mich eben auch im Grund, in ihren Amt auszuführen. Also zurückgeben und aber du bekommst ja auch ganz viel selbst zurück wahrscheinlich dann dadurch, magst du da vielleicht mal ein Beispiel geben, also was, was gibt dir das sozusagen? Also das, ich habe schon einige Ehren am Tag gemacht, also ob das jetzt war beim Winter Notprogramm, Abendbrot, Tour-Bereiten, also und jetzt dieses Hospizdienst Ehrenamt und ich weiß jetzt nicht irgendwie weit du da vielleicht schon mal ja drüber gesprochen hast, Letzten, Sabrina oder oder überhaupt, da gibt es ja auch nochmal wieder verschiedene Bereiche und ich werde meistens ein oder ja bis auf beim mal mal ersten Betreuung ausschließlich eingesetzt bei ambulanten Giensten, das heißt also ich gehe wirklich zu Leuten nach Hause und das hat noch mal eine andere, für mich jedenfalls eine andere ja intensität als wenn ich jemanden im Krankenhaus besuchen würde oder in einem Senioren haben, sondern ich habe tatsächlich die Ehre in ein Refugium hineingelassen zu werden und am Familienleben, egal wie groß die Familie ist, ist es jetzt ein Partner, Partnerin oder sind da vielleicht noch Kinder und wie all sind die da wirklich aufgenommen zu werden und auch mit Aufgaben sei es jetzt zu hören oder sei es jetzt einfach so ein bisschen bisschen hohe reinbringen, so ein bisschen Struktur, das finde ich alles andere als selbstverständlich, dass das Menschen mir die Tür aufmachen in der Phase, wo es ihnen einfach mal dreckig geht, also ob jetzt eine einzelnen Person oder eben auch allen, die da dranhängen, das ist einfach mal keine Freude, wenn du weißt, wir haben hier jetzt ein Familien oder bekannten Mitglied und wir wissen da sind die Tage gezählt damit umzugehen und dass das sich da als komplett fremde Person mit rein darf und die Menschen mit mir sprechen und sogar durchaus mich als, ja wie ich das sage, also ich will jetzt nicht sagen als als als Anker, das wäre jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber schon sehen, ich bin dann Hilfe und ob das ist eine Zuhörhilfe oder oder eben mit Abstand so ein bisschen normal zu sagen, Mensch habt ihr das schon mal so oder so probiert, also ohne jetzt übergriffig zu wirken, einfach Hinsetzen und zuhören, erstmal so ein bisschen rausfiltern. Was ist jetzt?
dass ihr gerade eure Aufgabe und da merke ich, also das ist wirklich eine Dankbarkeit, die einem da entgegenkommt. Und ich empfinde das eben auch so, als wirklich als Ehre, weil ich so viele verschiedene Familien oder Personenaufstellungen kennenlernen. Das nehme ich jedes Mal mit, ob das jetzt eben ist, dass man sagt, ja, guck mal, ich fahre mal in einem Messy-Haus-Halt, also da muss ich mir für mich gehörens ganz schmal durchgehen. Und so ich sage, ja, aber mir wäre das jetzt zu viel, aber so kann man auch leben, wenn man es mag oder ob das dann eben ist, dass ich da in den Bereichen rein schnubbern kann, sofern die Leute eben auch noch in der Lage sind, zu sprechen, dass sie mir aus eben leben erzählen, dass sie dann vielleicht auch versuchen. Das habe ich ja auch schon gehabt, dass jemand auf mich zügig meine Jacke noch an und mir wurden gleich Aufgaben, was ich doch bitte noch regeln soll, bevor die Person dann eben verstirbt. Die Erwartungen, die sind auch ganz, ganz verschieden, die Leute an mich oder egal, welche Person da dann eben reinkommt, haben und ich finde immer das hält unheimlich flexibel. Und das ist das, was ich dann für mich so mitnehme. Kannst du vielleicht immer sagen, in welchem Umfang du das machst? Also zeitlich, aber auch inhaltlich. Was sind so deine Aufgaben und wie lange bist du da so beschäftigt in der Regel? Das ist tatsächlich ganz verschiedener. Ich habe jetzt bislang 7 Betreuung gemacht. Da waren einige sehr, sehr lang. Also da gibt ja Menschen, die setzen sich dann eben wirklich an einen Bett und machen tatsächlich eine Art Sitzwache. Für meinen Empfinden, du komm ich immer so ein bisschen so die, ja, ich bin nicht sagen, Paradiesvögel, aber die Leute, die tatsächlich noch so was, mitbringen. Also die längste Betreuung, die bis jetzt gemacht habt, die gegen tatsächlich über zwei, ein, vierte Jahre. Und das war, das war ein Mensch, der sehr ruchstikal war und der mir gegenüber auch erst mal sehr, sehr skeptisch war. Und der hat noch ganz, ganz viele, für sich so ganz, ganz viele Dinge gehabt, die er gerne noch geregelt hätte. Und ich glaube, das war auch der Grund, weil es halt noch so lange gelebt hat. Und bei dem, weil das der hatte, tatsächlich, da er das tatsächlich niemanden. Und da war es dann so weit, dass ich dann eben auch für ihn das Pflegebett organisiert hab, werde nachher eine, wie nät es so eine betreundee Person, also eine Rechtsanwältin, die dann Krankenkassen Sachen und so was. Aber da konnte gar nicht mehr an einen Rechner. Also hab ich noch so ein bisschen sekretären gespielt. Also das freien wir auch ganz wichtig, dass ich nur das schreib, was er mir jetzt diktiert. Also du schlüfst ja dann teilweise in Rollen, wo ich denn auch mal immer gesagt habe, oh so eine, dafür will es zu dich normalerweise nicht bezahlen, dass du dich jetzt zu deinem Chef schon umgedreht und so was gesagt wie, heißt du dem Schluss nicht gehört, ne? Aber ich mach das hier jetzt mal. Und du bekommst so viele Dinge mit, über die ich mir normalerweise gar nie Gedanken machen würde, was schleppen die Leute so mit sich mit? Und manchmal ist es so, dass ich dann eben auch sagst, so Menschen im Bus, was haben die Menschen wohl so für eine Geschichte oder womit beschäftigen, sind sich gerade, weil ich eben schon merke, ich bekomme da eben viel, viel mehr mit, durch die Betreuung ich mache und durch die Zeit, die ich mit den Menschen verbringe, und deren Befindlichkeiten, die sie mir dann ja auch mitteilen, oder die ich dann ja teilweise auch mitkriege und das sind so Dinge, die finde ich hochgradig interessant. Oder ich habe zum Beispiel eine Betreuung gemacht, der man, der war super, super klar im Kopf. Also wirklich bis zum Schluss, dass nachher an oder mit kannst du dich jetzt weiß ich nicht genau, Corona verschirben, hat aber eben schon ganz, ganz viele Begleiterklankungen und er sagt da immer, nur eine "wir machen jetzt noch was nette", also durch den habe ich ganz, ganz viele Sachen kennengelernt. Zum Beispiel war ich in der Synagoge, wo seit 1938 keine Barmitswarmeer gefeiert wurde und durfte als seine Begleitung damit rein. Trotz ich drehe mich eben nicht zur Gemeinde und nicht dem jüdischen Glauben angehören. Also das sind so Dinge, das Wemme und dann normalen Umständen hätte ich das ja nie erfahren. Und das sind so Sachen, wo ich immer nur staunen, was mir plötzlich alles so, welche Tülen sich öffnen oder wo ich dann eben auch Dinge kennlehrne oder erfahre, mit denen ich mich sonst nie beschäftigen würde. Das klingt jetzt für mich aber wie so ein Full-time-Job. Magst du das nochmal zeitlich einordnen? Ja, zeitlich. Also wir gehen immer so von einer Stunde aus. In der Woche? In der Woche. Bei mir werden es in der Regel einer halb Stunden. Und bei der langen Betreuung, von der ich ja eben kurz erzählt hatte, den hab ich dann nachher, das war nach hier mit Krankenhausaufenthalten und Pflegebett organisieren und Sachen schreiben, da hab ich durchaus auch mal drei Stunden investiert. Aber schon so, dass ich immer gesagt hab, ich dumpfe das eben ein auf das Notwendige. Es gab auch Momente, wo ich dann gesagt hab, du musst jetzt überlegen, möchtest du jetzt mir deine Sorgen erzählen und deine Gedanken oder machen wir jetzt Bürokramen. Also, ich glaube, das ist manchmal so ein bisschen schwierig. Ich weiß, die möchten eine auch festhalten und am liebsten möchten sie auch gar nicht wieder rauslassen, weil da endlich jetzt mal jemanden zuhört. Aber ich guck, dass ich unter normalen Umständen maximal zwei Stunden pro Woche dort dann verbreter. Ja, es war wahrscheinlich auch schwierig dazu, sich zu distanzieren. Ja, es ist auch schwierig, das nicht immer mit einer Hause zu nehmen und noch zu überlegen. Und wenn es wie kriegst du das hin, also so, ich glaube, das sind Dinge. Vielleicht hilft mir da dann eben meine Lebenserfahrung. Und ich glaube, das hat nicht unbedingt mit mir weiter zu tun. Du kannst auch mit 15 schon Sachen erfahren haben oder erlebt haben von den weiß ich überhaupt noch gar nichts. Also ob das jetzt ganz schwere Erkrankungen sind, du hast aber ich glaube tatsächlich dadurch, dass ich eben viel mit Menschen insgesamt arbeite und selber eben auch viel Kinder habe, die ich auch irgendwie, die sind jetzt zwischen 28 und fast 36. Da musst du auch irgendwann mal sagen, und das guckst du jetzt mal, dass du das alleine hängen kommst. Also ich habe da viel Trainings-Einheiten in meinem Leben schon gehabt, um für mich eben auch zu lernen. Hier ist jetzt meine Grenze, hier distanzier ich mich jetzt. Das kann ich auch mittlerweile behalbwegs schammand ausdrücken, dass ich jetzt gehe. Ich finde es auch, dass das auch so eine Sache, das finde ich super, super spannend. Wie du dann eben die verschiedenen Reaktionen von den Menschen dann auf dir ein sagen, ja, es mir hier zu viel zu viel. Und da, wenn man nicht vergessen, viele sind ja auch, die sind dann ja auch durchaus mit den verschiedensten kommenden Regationen von Medikamenten voll oder zumindest halbvoll. Für die ist eine Stunde dann auch super anstrengt. Und dann hast du wieder andere Menschen von gesagt, okay, der kann jetzt irgendwie auch Trankies bekommen und die würden Elefanten umlegen und der steht da immer noch und macht dir ein Kaffee. Für die ist es dann da merkst du richtig, also die bringen nicht dann auch zur Tür und fragen noch mal, was vielleicht nicht doch was essen möchte oder Mensch, guck mal, das wollte ich dir ja noch zeigen. Also diese, diese Kleinigkeiten, Leute, denn doch noch mal irgendwie da rein zu verwickeln zu sagen, bleibt doch noch eine Minute. Das ist für die Geschenk und für die ist das auch so gewonnen. Also so ein bisschen wie Kinder ins Bett schicken oder sagen, nee, jetzt muss ich aber wirklich mal mich auf den Weg machen. Ich finde das menschlich und ist für mich ja auch uns heigend, die freuen sich, dass das jemand da ist. Und das muss ich jetzt glaube ich gar nicht mal immer unbedingt, ich sein. Also ich versuche mir, dass jetzt nicht unbedingt so anzuziehen, als dass das jetzt rein meinverdienst wäre. Ich glaube aber das Ucha und unser klingelernen sehr, sehr gutes Händchen haben, auszusuchen. Was ist das jetzt für einen Klient oder Patient? Was ist das für einen Typ? Wie ihn können wir da hinschicken? Ja, und das ist dann eben aufstimmig ist. Und da, ich hab das auch schon gehabt, dann hab ich dann hab ich von einem jeden Tag dann irgendwie immer noch einen Anruft bekommen. Und so gewusst ich, fahre um halt neun zu Arbeit und das hab ich mir dreimal angeguckt und hab gedacht, so ich muss mich jetzt hier vorbereiten. Und zwar nicht auf dich. Der war mucksch. Aber das musste, musste auch einfach mal eine klare Ansage sein. Und als ich dann beim nächsten Termin wieder da war, sagt er ja, hab ich verstanden, ist dreht sich nicht nur um mich. Ich sag genau. Und und, und, da kann man ehrlich und offen ist mit den Menschen, dann haben die da auf Verständnis für. Was würdest du denn sagen, dass jetzt verschiedene Aspekte aufgeführt, organisatorisches, aber auch so einen Ohr haben für jemanden? Was würdest du sagen, was brauchen Menschen am lebensende, deiner Erfahrung nach besonders? Ähm, da am meisten bauern die in Ohr, dass sie einfach noch mal Dinge, sofern sie noch sprechen können, das ist ja auch mal noch so eine Sache. Wann lernt es zu die Menschen kennen, wann kommen sie?
zu damit zu. Das meiste, was sie tatsächlich brauchen, das was oder was mir bis jetzt entgegen gebracht wurde, das war einfach, dass sie nochmal Dinge loswerten können, die sie vorher noch niemandem gesagt haben. Das ist so die Erfahrung. Ja, vielleicht weiß ich mich noch nicht kennen, weil sie, weil sie aufwissen, ich setze da jetzt, ich werde nicht, ich habe da jetzt dem nichts entgegen zu setzen. Ich kenne die Situation von der sie da ist, gerade sprechen nicht und kann da jetzt eben auch nicht die andere Seite mit anbringen, sondern einfach sitzen und zuhören und auch mal gar nichts sagen, sondern einfach zuhören. Das ist das, was ich mitbekommen habe, was den am wichtigsten ist, tatsächlich. Und das, ja, das mache ich ziemlich viel. Also ich weiß ganz viel über Leute. Ja, wenn wir mal so rauszumen, was würdest du sagen, würde der Gesellschaft fehlen, wenn es kein Ehrenamt gebe? Ganz viel Menschlichkeit und ganz viel Zeit. Also das, was wir ernehmendlich an einerseits den, ja, die sind diesen menschlichen, diesen aufeinander zugehen und zwar frei aufeinander zu gehen. Also unvoringenommen, unbedarft. Das macht ganz, ganz viel aus. Also sich da einfach mit zu rein zu begeben, sich kurz vorzustellen, ohne zuwerten, ohne ein, wie sie es du aus, wie sie das hier aus, du hast ja selber Schuld an der Situation, in der du durch da gerade befindest, du dieses ganze ganze werden und auf Wettbewerb, was, was unsere Gesellschaft ja viel her, das, das würde ganz doll fehlen und auch einfach mal die Zeit, die Ehrenamtliche da investieren. Ich glaube, das ist schwierig zu finden oder Leute zu finden, die da bereit wären oder ne, andersrum. Es ist wäre ganz, ganz schwierig, Menschen zu finden, die bereit wären, dafür zu zahlen. Egal, welche Einrichtung, das ist, das ist so eine Sache. Du warst wahrscheinlich auch schon mal irgendwie beim Wohnungsamt oder ein Wohnermelderamt oder wie auch immer so dieses, dieses abfährt, weil's zu fertigen, weil's da eben wirklich rein um die Sache geht. Und da sind bestimmt Menschen, die gerne mal zwei, da drei Minuten sprechen würden, einfach damit sie verstehen, was sie da jetzt gerade machen sollen. Also viele, viele Verzweiflung oder Frust könnte da einfach mal eingedämpft werden. Das auf jeden Fall haben ich glaube, das sind Dinge, die würden fehlen ohne Ehrenamt in allen Bereichen. Also nicht nur im Hospizbereich, sondern in allen anderen Bereichen auch. Ja, das Ehrenamt ist ja auch riesengroß. Also von der Feuerwehr bis zu Silzorge, Telefon oder. Richtig. Oder selbst. Nachhilfe. Prüfer. Nachhilfe. Genau. Oder Prüfen bei der Handelskammer ist auch ein Ehrenamt. Genau. Wer jetzt wahrscheinlich nicht das erste, woran man denken würde, aber das ist auch ein Ehrenamt. Ja. Und genau, ich glaube, wichtig ist einfach so sein Ding zu finden und es geht ja auch niederschwellig. Also man muss sich ja nicht gleich voll reinstürzen. Ja, gibt es zu dem Thema noch irgendwas, was du los werden möchtest, worüber wir nicht gesprochen haben. Los werden an sich nicht. Also ich hoffe, dass vielleicht weitere Leute sich angesprochen fühlen. Ich muss mal so sagen, wir hatten. Das ist jetzt schon halbes Jahr hier. Da habe ich mich mal mit Kollegen über das Ehrenamt unterhalten und. da sagte ich auch, ja, ich mache ja auch einen Ehrenamt und ich fahre über den Business, Club Fahrrad und Leute, die gerade ihren Maß, dann mache ich gesagt, ja, okay, ist auch ein Ehrenamt. Also hat ja auch jeder einen Anspruch. Es gibt irgendwie 27 Millionen Menschen, die einen Ehrenamt begleiden, in verschiedenster Intensität. Und ich glaube, da sind nur knapp 50.000 dabei, die Hospizdienst machen. Ich denke, das hat oft damit zu tun, weil es auch einfach so eine Hemmschwelle ist, die es da zu überschreiten geht. Ich kenne es eben viele Leute, die gehen dann eben lieber Krankheit und Tod aus dem Weg nach wie vor. Auch wenn es mittlerweile nicht mehr ganz verpönt ist, darüber zu sprechen. Aber ich würde mir zum Beispiel wünschen, dass da verschiedene Altersgruppen durchaus mal sagen, dafür interessiere ich mich. Da schaue ich mal, was ich machen kann. Das muss ja nicht nicht so sein, also in der Intensität, wie ich. Da gibt es vielleicht auch Trauercafés oder einfach mal jemanden im Rollstuhl eine halbe Stunde durch ein Park fahren. Also so solche Sachen, das würde ich mir wünschen, dass da so ein paar mehr sagen, klingt gar nicht so schürchterlich oder so traurig, wie einige Menschen sich das vielleicht vorstellen. Da lassen wir das so stehen. Vielen Dank, liebe Susanne. Und auch vielen Dank, dass du dein Ehrenamt ausfürst. Also wie gesagt, es ist selbstverständlich und es wird sich aus der Anstrengend an. Aber es gibt ja offensichtlich ganz viel zurück. Und deswegen hoffe ich auch, dass dieses Gespräch vielleicht in ein oder anderen dazu bewegt, darüber nachzudenken. Vielen Dank. Sehr sehr gerne. Vielen Dank für die Zeit. Und hier geht es jetzt weiter mit der Sprachanalyse. Die Sprachanalyse. Oder sind wir auch schon in der Sprachanalyse, dem Teil des Podcasts in der wir gemeinsam durch den relevantesten Wortschatz aus dieser Folge gehen. Wie immer findet ihr da zu ein kostenfreies Handout in der Beschreibung zu dieser Episode. Und wenn ihr dieses Öffnet geht, ist es auch schon los mit der benannten Stelle. Eine benannte Stelle, wusste ich vorher auch nicht, ist eine offiziell anerkannte Prüfstelle für z.B. Zertifizierungen, wie z.B. das CE-Kennzeichen. Bizigerweise haben wir genau über dieses Thema noch eine Viertelstunde lang nach der Folge gesprochen, weil das ja auch ein sehr deutes Thema ist. Also eine Prüfstelle für Zertifizierungen. Da muss alles seine Ordnung haben. Und ja, auch sehr interessant, dass man das eben benannte Stelle nennt. Ich fand das klang irgendwie sowieso ein Platzhalter, aber nein, das ist der offizielle Begriff eine benannte Stelle. Aber in unserem Gespräch ging es ja nicht um die benannte Stelle, sondern um die Hospizbegleitung. Die Hospizbegleitung ist eine Begleitung und Unterstützung sterben der Menschen und ihre Angehörigen. Und genau dieses Ehrenamt führt so seine aus. Das Ehrenamt ist ein freiwilliges meist unbezahltes Engagement. Das heißt, sie engagiert sich dort, unterstützt die Menschen und bekommt dafür kein Geld beziehungsweise, wenn sie selbst Kosten hat eine Aufwandtsentschädigung. Denn natürlich sollte man, wenn man schon kostenlos arbeitet, nicht noch Geld reinschießen müssen in das Ehrenamt. Wenn man davon spricht, Geld irgendwo reinzuschießen oder hineinzuschießen, bedeutet das, dass man viel oder zusätzliches Geld in etwas investiert. So kann man zum Beispiel sein Geld auch in Aktien reinschießen. Oder auch in andere Dinge, je nachdem, wie viel jemandem an etwas liegt. Jemandem liegt viel an etwas bedeutet, etwas ist jemandem sehr wichtig und es so seine liegt viel daran, den Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen. Und es gibt viele Hilfsbedürftige in unserer Gesellschaft. Einige haben nicht mal ein Dach über dem Kopf. Ein Dach über dem Kopf haben bedeutet, eine Unterkunft zu haben. Also diese Redewendung beschreibt genau das, was sie aussagt, ein Dach über dem Kopf. Also man muss nicht draußen schlafen, man ist nicht obdachlos. Und im Gespräch ging es ja so ein bisschen um die Alternativen, was man zum Ehrenamt auch noch machen könnte und sie sagt sie hilft lieber anderen Leuten als zu Hause zu zocken. Zocken kann bedeuten, dass man Glücksspiele spielt. Umgangssprachlich wird es häufig aber eher für Computerspiele genutzt. Also das war hier glaube ich auch gemeint, Computerspiele zu spielen, bedeutet auch umgangssprachlich zu zocken. Und zu Hause zu zocken ist sicherlich kein Ehrenamt. Eine Patenschaft hingegen kann ein Ehrenamt sein. Die Patenschaft ist eine übernommende Verantwortung oder Unterstützung für jemanden oder etwas. Das heißt man kann parte von einem Menschen sein, man kann aber auch eine Patenschaft für ein Tier im Zoo übernehmen beispielsweise und somit dann dieses Tier finanziell unterstützen. Ja und durch eine Patenschaft können Menschen oder auch Tiere wieder richtig aufblühen. Aufblühen bedeutet hier lebendiger, offener oder zufriedender zu werden. Und nicht nur die Leute, die Hilfe benötigen und bekommen blühen wieder auf, sondern auch die, die sie geben. Zum Beispiel in Form von Nachhilfe. Die Nachhilfe ist ein zusätzlicher Unterricht zur Unterstützung beim Lernen. Also Nachhilfe ist meistens Nachmittags und beschäftigt sich häufig mit den Hausaufgaben oder aktuellen Themen aus der Schule. Und das Thema Nachhilfe ist glaube ich immer präsent, wenn man Kinder hat, die irgendwo ihre Schwächen haben. Ich glaube jedes Kind hat zu seine Schwächen. Ich selbst hatte in Mathe meine Schwäche. Die wurde dann auch in der Nachhilfe versucht auszugleichen, was einiger Maßen gut gelungen ist würde ich sagen. Und auch so seine Erzähte uns von ihren vier Kindern, die Orgelpfeifen ähnlich kamen. Man sagt häufig auch, wie die Orgelpfeifen und damit ist gemeint, dass die Kinder in diesem Fall unterschiedlich groß und nebeneinander angeordnet sind, wie Orgelpfeifen. Eine Orgel ist das große Instrument, das man häufig in Kirchen findet und diese Orgelpfeifen müssen natürlich unterschiedlich groß sein, damit sie unterschiedliche Töne erzeugen können. Und deswegen nutzt man eben dieses Bild, Orgelpfeifen ähnlich oder auch wie die Orgelpfeifen angeordnet zu sein. Und in der Zeit, in der die Kinder klein waren, hat zu seinen nicht im Traum dran gedacht ein Ehrenmach.
amt auszuführen, weil sie einfach keine Zeit dafür hatte, logischerweise nicht im Traum bedeutet hier überhaupt nicht oder auf gar keinen Fall. Wenn man sich also nicht mal etwas im Traum vorstellen kann, dann ist es absolut nicht vorstellbar. Häufig sagt man auch, nicht im Traum würde ich auf diese Idee kommen. Es steht also außer Frage. Aber außer Frage steht auch, dass ein Ehrenamt jemandem garantiert etwas gibt. Jemandem etwas geben bedeutet, jemandem emotional gut zu tun oder etwas zu bedeuten. Und ich glaube diese Erfahrung haben, die meisten Leute schon mal gemacht, dass es einem einfach selber etwas gibt, wenn man anderen helfen kann. Und so seine arbeitet ja beim ambulanten Hospizdienst. Ambulant bedeutet hier ohne stationären Aufenthalt, zum Beispiel bei einer Behandlung oder Pflege. Das heißt, sie fährt zu den Leuten nach Hause. Sie sind nicht etwa in einem Pflegeheim oder in einem stationären Hospiz. Sie besucht die Leute also in ihrem Refugium. Das Refugium ist ein sicherer Rückzugsort. Und für die meisten Menschen ist das eigene Zuhause ein Refugium, also ein sicherer Rückzugsort. Und gerade, wenn es einem richtig dreckig geht, möchte man häufig zu Hause sein. Jemandem geht es dreckig, bedeutet, jemandem geht es sehr schlecht. Also wenn man wirklich sehr krank ist und man kommt nicht aus dem Bett, dann sagt man, mir geht es richtig dreckig. Und wenn eine unheilbare Krankheit schnell zum Tod führt, sind die Tage gezählt. Jemandes Tage sind gezählt, sagt man, wenn jemand oder etwas bald verschwinden oder sterben wird. Also in der Regel meint man hier wirklich den Tod. In einigen Ausnahmen kann man das auch sehr drastisch nutzen, wenn man sagt, ich habe hier gekündigt oder mein Vertrag läuft bald aus, dann kann man das auch nutzen. Aber in der Regel nutzt man es für drastische Dinge wie den Tod. Und in einer solchen Situation ist es besonders wichtig, wenn man einen Menschen hat, der ein Anker für einen ist. Ein Anker sein bedeutet, jemandem halt, Sicherheit oder Orientierung zu geben. Denn wenn wir uns mal den Anker beim Boot oder beim Schiff angucken, dann tut er genau das, erhält das Boot oder das Schiff an einer Stelle und ja sorgt eben für halt, Sicherheit und Orientierung. Wenn also eine Person ein Anker für einen ist, dann ist das sicherlich eine gute Sache und auf gar keinen Fall übergriffig. Übergriffig bedeutet grenzen andere Menschen verletzend oder überschreitend. Wenn ich also mit einer Person irgendwas tue, womit sie nicht einverstanden ist, dann kann das übergriffig sein und auch gut gemeinte Ratschläge sind manchmal etwas übergriffig. So seine erzählte uns hier von einem Messihaushalt, in dem sie auch schon geholfen hat. Der Messihaushalt ist ein stark, unordentlicher oder verwahrloster Haushalt. Das heißt, es wird nichts mehr weggeschmissen, es wird alles gesammelt, der ganze Boden ist wahrscheinlich voll mit irgendwelchen Dingen und man kommt gar nicht mehr richtig durch. Das ist manchmal schwer zu ertragen, wenn man das so von außen betrachtet. Aber es wäre auch übergriffig, dass jetzt alles wegzuschmeißen zum Beispiel, wenn die Person es nicht möchte. So seine plädierte auch dafür einfach mal in einen Ehrenamt reinzuschnuppern. In etwas reinschnuppern oder in etwas hineinschnuppern bedeutet erste Erfahrungen mit etwas zusammen. Und so kann man in viele verschiedene Dinge reinschnuppern, wie zum Beispiel auch in Hobbies oder in Berufe, indem man ein Praktikum macht, also das sind gute Gelegenheiten, um in etwas hineinzuschnuppern oder reinzuschnuppern. Im Hospiz könnte man zum Beispiel eine Sitzwache machen. Die Sitzwache ist eine Tätigkeit bei der jemand am Bett eines Kranken oder sterbenden Wacht, also indem man einfach dort sitzt und da ist. Das ist also eine Tätigkeit, bei der man sterbenden Menschen einfach noch mal gesellschaft leistet. Aber es gibt auch schwer krank Leute, die noch richtig was erleben wollen und die vielleicht sogar noch verrückte Ideen geplant haben und diese könnte man Paradies Vogeln nennen. Der Paradies Vogel ist eine auffällige oder unkonventionelle Person. Hier finde ich das Bild ganz schön, also ein Paradies Vogel ist ein bunter Vogel, also jemand der viele Ideen hat, der auf Leute zugeht und der etwas erleben will. Und das finde ich eigentlich immer sehr positiv und so seine sagte, dass die häufig auch Paradiesvögel begleitet. Sie erzählte uns auch von einer Person, die sehr rustikal war. Rustikal bedeutet einfach derb, ländlich oder einfach gemütlich altmodisch. Und dazu sei gesagt, Menschen können rustikal sein, aber auch Restaurants können rustikal sein. Man achtet also nicht so sehr auf Äußerlichkeiten, sondern etwas ist einfach und ehrlich würde ich auch sagen. Und vielleicht gibt es auch Leute, die zu ehrlich und zu direkt sind, zu denen man vielleicht auch sagt, hast du den Schuss nicht gehört. Hast du den Schuss nicht gehört, ist eine Frage, die darauf hinweist, dass jemand nicht gemerkt hat, was los ist, beziehungsweise sich daneben benommen hat. Alternativ könnte man auch fragen, hast du sie noch alle? Also bist du verrückt oder was ist da los? Und wir hatten ja vorhin schon das Wort "übergriffig", also in einer solchen Situation, in der jemand sich übergriffig verhält, könnte man auch sagen, hast du den Schuss nicht gehört. Aber was man natürlich immer im Hinterkopf haben muss, wenn man mit Menschen am Ende des Lebens arbeitet, ist, dass sie einiges mit sich herum tragen. Etwas mit sich herum tragen, bedeutet, belasten der Erfahrungen lange innerlich mitzutragen. Und wenn man lange etwas mit sich herumträgt, wäre es vielleicht gar nicht schlecht, mal eine Therapie zu machen, aber oft fällt es Menschen nicht leicht, über ihre Befindlichkeiten zu sprechen. Die Befindlichkeiten hier im Plural sind eine Sammlung persönlicher Empfindungen, Stimmungen oder Empfindlichkeiten. Häufig ist das Wort "Befindlichkeiten" auch etwas negativ konnotiert. Wenn zum Beispiel jemand sagt, wir können hier nicht auf alle Befindlichkeiten rücksicht nehmen, dann bedeutet das so viel, wie jetzt stellt euch mal nicht so an oder eure persönlichen Empfindungen sind hier gerade störend. Und deswegen reden viele Leute nicht über ihre Befindlichkeiten, weil sie eben manchmal als störend empfunden werden. Wobei ich glaube, dass man über seine Gefühle auf jeden Fall sprechen sollte, denn es hilft auch dabei, klar im Kopf zu sein. Klar im Kopf sein bedeutet, geistig wach orientiert und vernünftig zu sein. Und im Kontext von "Altern und Tod" ist es natürlich so, dass häufig alte Menschen durch eine Begleiterkrankung nicht mehr ganz klar im Kopf sind. Also ja, zum Beispiel "Demand" werden und sich dann an viele Dinge nicht mehr erinnern, dann würde man auch davon sprechen, dass sie nicht mehr klar im Kopf sind. Die Begleiterkrankung sagt, die ich gerade, ist eine zusätzliche Krankheit neben einer Haupterkrankung. Das heißt, dass es häufig Menschen gibt, die viele verschiedene Erkrankungen haben oder auch, dass eine Erkrankung zu einer anderen Erkrankung hinzukommt. Und das wäre dann eine Begleiterkrankung. Auch sprach ich mir zusammen darüber, was das Ehrenamt so mit sich bringt und sie sagt, dass die man manchmal in "stownen" gerät. "Stownen" heißt hier überrascht oder beeindruckt zu sein. Also man lernt neue Dinge kennen, die man vorher noch nie gesehen hat oder noch nie miterlebt hat und dann kommt man ins "stownen", weil man einfach so beeindruckt davon ist. Und ein Ehrenamt kann auch einige Türen öffnen. Wenn sich Türen öffnen, entstehen neue Möglichkeiten. Und das ist häufig so, wenn man verschiedene Dinge macht, neue Dinge ausprobiert, dann öffnen sich häufig Türen und neue Möglichkeiten entstehen. Aber natürlich bringt das auch eine Gefahr mit sich, dass man einfach zu viel macht und da sollte man sich selbst achten und die Zeit oder die Tätigkeit etwas eindampfen. Etwas eindampfen bedeutet, etwas stark zu kürzen oder zu reduzieren. Und so ist es ja im ganzen Leben theoretisch, könnte man alles sehr exzessiv betreiben, aber irgendwie muss man mit seiner Kraft und seiner Zeit haushalten und einige Dinge muss man eben eindampfen. Eine Sache, die wahrscheinlich viele Leute gerne eindampfen würden, ist der Bürokram. Der Bürokram ist ein Sammelbegriff für lestige Verwaltungs- oder Schreibarbeiten. Aber auch der Bürokram gehört zum Leben dazu und vielleicht findet man ja auch Hilfe von anderen, damit man selbst den Bürokram etwas eindampfen kann. Ja und der Bürokram ist natürlich nicht so emotional, außer vielleicht wenn es ums Testament geht, aber auch sonst ist natürlich die enge Kontakt zu sterbenden Personen sehr emotional und man muss aufpassen, dass man nicht alles mit nach Hause nimmt. Etwas mit nach Hause nehmen bedeutet, nach der Arbeit emotional weiter belastet zu sein. Und ich glaube, dass es eine Herausforderung ist, die die meisten Berufstätigen haben, dass man eben die Sachen von der Arbeit nicht mit nach Hause nimmt. Im Gespräch ging es dann auch noch um Medikamente, die einen Elefanten umlegen könnten. Jemanden umlegen ist umgangssprachlich für jemanden zu töten. Wenn also einen Mörder, jemanden umlegt, dann hat er ihn ermordet. Und in einem Kriminalroma, würde der Mörder vielleicht auch noch andere Leute mit in diesen Mord verwickeln. Jemanden in etwas verwickeln bedeutet, jemanden in eine Sache hineinzuziehen und in den meisten Fällen ist es etwas negativ ist. Man kann Leute aber auch einfach nur in ein Gespräch verwickeln. Und wenn man dann keine Lust auf das Gespräch hat, muss man versuchen da irgendwie rauszukommen und dafür muss man natürlich ein Händchen haben. Ein Händchen für etwas haben bedeutet, besonderes Geschick oder Talent für etwas zu haben. Und wenn man mit Menschen arbeitet, muss man natürlich ein Händchen für den Umgang mit Menschen haben, damit am Ende alles stimmig ist. Stimmig sein bedeutet passend, logisch oder in sich schlüssig zu sein. Wenn in einer Beziehung also alles stimmig ist, dann sind alle gut drauf und keiner ist Muck. Muck sein bedeutet, beleidigt, eingeschnappt oder mürrig zu sein. Und diese Ausdruck ist natürlich auch ein wenig umganglich.
sprachlich, jemand kann zum Beispiel muck sein, wenn sich gerade nicht alles um ihn dreht. Sich um jemanden drehen, bedeutet jemanden in den Mittelpunkt zu stellen oder hauptsächlich von jemandem zu handeln. Und auch bei Kindern kann man das beobachten, wenn sie nicht gerade im Mittelpunkt stehen, dann sind sie einfach mucksch und versuchen so, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Aber egal ob jung oder alt, wir sind doch alle froh, wenn jemand ein Ohr für uns hat. Ein Ohr für jemanden haben, bedeutet jemandem zuzuhören und Verständnis zu zeigen. Und auch das finde ich immer wieder erstaunlich, man muss gar keine Lösungsvorschläge oder Ratschläge geben, um jemanden sich besser fühlen zu lassen, man muss einfach nur ein Ohr für jemanden haben. Und das bedeutet, dass man ganz unbedarft in diese Situation gehen kann. Unbedarft bedeutet unerfahren, naiv oder sorglos. Das heißt, man muss sich gar nicht den Druck machen, hier irgendwelche Ratschläge zu geben, sondern man darf ganz unbedarft, also ganz unerfahren in diese Situation reingehen. Wichtig ist also zuzuhören, die Leute ausreden zu lassen und sie nicht einfach abzufertigen. Jemanden abfertigen bedeutet, jemanden schnell, kühl oder unpösönlich zu behandeln. Und hier wurde ja das Beispiel vom Amt angeführt, denn hier geht es häufig um formulare und effizient und nicht darum, jemanden zuzuhören, weswegen das gefühlte Abfertigung auftreten kann. Dabei kann man sehr viele niederschwellige Dinge tun, um dieses Gefühl nicht aufkommen zu lassen. Zum Beispiel kann man Fragen stellen, wie geht es Ihnen heute oder einen schönen Tag wünschen. Das sind niederschwellige Dinge. Niederschwellig bedeutet leicht zugänglich oder ohne große Hürden. Und Freundlichkeit ist schon relativ niederschwellig, würde ich sagen. Das wollte ich nochmal los werden. Etwas los werden bedeutet, etwas auszusprechen, mitzuteilen oder sich von etwas zu befreien. Also wenn man etwas ausspricht, dass man empfindet, dann wird man etwas los. Und so fragte ich Susanne am Ende des Gesprächs, ob sie noch etwas los werden möchte und sie sagte sinngemäß, dass sie sich wünschen würde, dass mehr Leute die Hemmschwelle überwinden und sich beim Hospizdienst engagieren. Die Hemmschwelle ist eine innere Hürde etwas zu tun. Denn der Tod ist häufig noch mit einer Hemmschwelle verbunden, weil viele Leute einfach nicht so gerne daran denken oder Angst davor haben. Dementsprechend ist das Thema Tod gesellschaftlich häufig noch verpönt. Verpönt sein bedeutet gesellschaftlich abgelehnt oder nicht gern gesehen zu sein. Und das wobei doch jedes Leben mit dem Tod endet. Also kein Grund, das Thema zu verpönen. Und natürlich gibt es auch weitere Wege sich ehrenamtlich zu engagieren, kommentiert doch gerne mal, welches Ehrenamt ihr ausführt oder für welches ihr euch interessiert. Denn das war es auch schon wieder von auf Deutsch gesagt, für heute, ich hoffe es hat euch gefallen und wenn es so ist, dann teilt diese oder eine andere Folge vom Podcast doch gerne in eurem Freundes oder Bekantenkreis, zeigt, dass ihr einen guten Geschmack habt und hilft anderen dabei, ihr Deutsch zu verbessern. Gerne könnt ihr auch eine Rezension hinterlassen, schreibt gerne auch ein zwei Sätze dazu, das hilft im Algorithmus auch anderen Leuten, zu zeigen, dass dieser Podcast gut angenommen wird und definitiv auch etwas für andere wäre. Und wenn ihr euch noch intensiver mit diesen folgen beschäftigen wollt, dann lege ich euch die auf Deutsch gesagt Community auf Patreon anzuerzt, hier bekommt ihr die Transkripte zu den Folgen, aber auch Übungspakete und extra Episoden, die es nur auf Patreon gibt. Ab einem bestimmten Niveau könnt ihr dann auch regelmäßig mit mir und der Community sprechen. Wer diesen Schritt noch nicht gehen will und trotzdem auf dem neuesten Stand bleiben möchte, dem empfehle ich den auf Deutsch gesagten Newsletter, dieser kommt zu jeder neuen Folge heraus, erklärt eine Redewendung, die nicht in der Folge vorkam, aber trotzdem thematisch gut dazu passt und auch gibt es immer wieder einen Lern-Tipp zum Deutsch lernen. Ansonsten findet ihr auf Deutsch gesagt auch bei Instagram und Facebook, also guckt da gerne mal vorbei. Ich danke euch auf jeden Fall für eure Unterstützung. Vielen Dank fürs zuhören, macht es gut, bis bald, euer Robin. Das war auf Deutsch gesagt. Vielen herzlichen Dank fürs zuhören. Wenn dir der Podcast gefällt, lasse es andere Leute durch eine Rizension wissen. Wir hören uns in der nächsten Episode.
Podcast Summary
Key Points:
Susanne ist seit 2021 ehrenamtlich im ambulanten Hospizdienst tätig, inspiriert durch die Krebserkrankung ihres Vaters.
Sie besucht schwerkranke oder sterbende Menschen zu Hause, hört zu, hilft bei Alltags- oder Büroaufgaben und lernt dadurch viele Lebensgeschichten kennen.
Der zeitliche Aufwand beträgt meist ein bis zwei Stunden pro Woche, kann in Ausnahmefällen aber auch mehr sein.
Ehrenamt ermöglicht Geben und Nehmen
Die meisten Menschen am Lebensende brauchen vor allem ein offenes Ohr, um unausgesprochene Dinge loszuwerden – ohne Bewertung oder Gegendarstellung.
Ohne Ehrenamt würde der Gesellschaft nach Susannes Meinung vor allem Menschlichkeit, Zeit und wertfreie Zuwendung fehlen.
Summary:
Im Podcast „Auf Deutschgesagt“ spricht Gastgeber Robin mit Susanne, einer Ehrenamtlichen des ambulanten Hospizdienstes in Hamburg-Ost. Susanne erzählt, wie die Krebserkrankung ihres Vaters 2017 der Auslöser war, sich später zur Hospizbegleitung ausbilden zu lassen. Seit 2021 begleitet sie schwerkranke oder sterbende Menschen zu Hause – eine Aufgabe, die sie als große Ehre empfindet, weil sie in sehr private Lebenswelten eingelassen wird.
Ihre Tätigkeit umfasst vor allem Zuhören, aber auch praktische Hilfe wie das Organisieren eines Pflegebettes oder das Erledigen von Bürokram. Der zeitliche Aufwand liegt meist bei ein bis zwei Stunden pro Woche. Susanne betont, dass die Menschen am Lebensende vor allem ein offenes Ohr brauchen, um Dinge loszuwerden, die sie zuvor niemandem anvertraut haben.
Sie selbst profitiert enorm von den Begegnungen: Sie lernt völlig neue Lebenswelten kennen, etwa einen Synagogenbesuch, und gewinnt wertvolle Perspektiven. Ohne Ehrenamt, so ihr Fazit, würde der Gesellschaft vor allem Menschlichkeit, Zeit und wertfreie Zuwendung fehlen. Sie ermutigt dazu, sich zu engagieren, sobald man selbst Hilfe erfahren hat oder einfach Zeit sinnvoll nutzen möchte.
FAQs
Susanne ist ehrenamtliche Hospizbegleiterin beim ambulanten Hospizdienst im Hamburg Osten und begleitet schwerkranke oder sterbende Menschen zu Hause.
Sie kam dazu, weil ihr Vater 2017 an Krebs erkrankte und sie im Krankenhaus viele alleinstehende Patienten sah. Nach seiner Erkrankung machte sie eine Ausbildung zur Hospizbegleitung.
Weil man Zeit spenden kann, sich mit Themen beschäftigt, die einem am Herzen liegen, und weil es eine Möglichkeit ist, etwas zurückzugeben, was nicht zu bezahlen ist.
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