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Episode 10 - KI, Zensur und Holzköpfe. Die KI‑Debatte in Redaktionen und Unternehmenskommunikation

26m 51s

Episode 10 - KI, Zensur und Holzköpfe. Die KI‑Debatte in Redaktionen und Unternehmenskommunikation

Die Podcast-Folge „Überdruck" diskutiert die hitzige Debatte um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Reden, Texten und Kommentaren. Auslöser sind mehrere Fälle: Thüringens Ministerpräsident Mario Vogt, der KI für Reden nutzte und gelassen reagierte, sowie der Axel-Springer-Chef Matthias Döpfner, der einen Kommentar vollständig von Gemini generieren ließ und als Provokation veröffentlichte. Beim Tagespiegel führte ungekennzeichnete KI-Nutzung zur Beurlaubung des Chefredakteurs. Die Moderatoren betonen, dass es nicht um KI als Werkzeug geht, sondern um Transparenz und Verantwortung. Als positives Beispiel dient das Bundesdigitalministerium, das offen kommunizierte: „Der maßgebliche Standard lautet: Inhalt und Verantwortung liegen beim Menschen." Diese klare Positionierung wird als Vorbild für Unternehmen und Organisationen gesehen. Kritisiert wird die deutsche Debatte als technikfeindlich und moralisierend, mit übertriebenem Fokus auf Risiken. Abschließend wird betont, dass die eigentliche Frage die Autorenschaft ist – wer für Inhalte geradesteht, egal ob sie von Menschen oder Maschinen erstellt wurden. Organisationen sollten daher verbindliche Regeln entwickeln, um auf kommende Anfragen vorbereitet zu sein.

Transcription

3792 Words, 24363 Characters

German
Es ging nämlich so weit, dass Gastbeiträge gelöscht wurden, ein ehemaliger Chefredaktor freigestellt worden ist. Und ein Verlege, ein Kommentar demonstrativ von einem Chatbot hat schreiben lassen. Ich finde, mit der Idee, den gesamten Beitrag von Gemini erstellen zu lassen, hat er der Branche relativ brutal und auch humorvoll den Spiegel aber volle Kanefors Gesicht gehalten. Die KI-Debatte ist natürlich auch eine Technologie. Die Debatte wollen wir gar nicht abspray streiten, aber sie ist im Augenblick vor allen eine Transparenz-Debatte. Aber Ende geht es um die Autorenschaft und wer mal plat formuliert dafür den Kopf hinhell. Wenns Brent zählt jedes Wort. Überdruck. Der Podcast über Kommunikation im Ausnahmezustand. Mit der Pop und Oliver Sanden. Überdruck, wenn die Lage kippt, die Nerven blanklegen und eine Krise sich in Weg beant. Willkommen bei "Übertruck dem Podcast über kommunikative Ausnahmessituationen Medialüberhitzung und dem Moment, in dem die Systeme versagen". Und hier ist Berlin. Hochsommer, Hitze, Deutschland steht im Jahr. Das heißt wirklich so, 16-Tel-Finale. Und wir sitzen hier im Studio vor dem Mikros, haben die Chalousien runtergezogen und nehmen unseren neuen Episode auf. Ganz herzlich willkommen zu "Übertruck". Das hier ist die Stimme von Oliver Sanden. Ja und ich bin Dirk Pop, auch von mir ein herzliches Willkommen. Es ist Oli, unsere Folge 10. Eine kleine Jubiläumsfolge. Zehn mal Krisen, zehn mal Kommunikationsunfälle, die Momente in denen Systeme versagen. Und wir widmen uns heute einem Thema, das erst mal nach Technologie klingt. Ja. In Wahrheit, und man muss es auch so sagen, aber eine heftige Debatte in Redaktionen, Ministerien und bei Kommunikatoren ausgelöst hat. Ihr könnt es euch vielleicht schon denken. Es geht um KI und die Frage, wie viel davon steckt heute schon in Texten, in Reden, in Kommentaren, in Posts. Und interessiert vor allem, wo läuft gerade die Auseinandersetzung, die Kampflinie gewissermaßen? Deshalb fange ich mal mit einer ganz pragmatischen oder praktischen Frage an lieber Dirk. Ja. Der davor, du bekommst eine Millionanfrage. Und ein Journalist, ein Journalistin fragt dich, lieber Herr Popp, hat ihr CEO seine Rede mit KI geschrieben. Was Antwortest du? Meine spontane Antwort wäre, warum interessiert sie das überhaupt, hat er denn was falsches erzählt? Und genau diese Frage, scheinbar simpel, aber dann am Ende plötzlich hochpolitisch, hat eine ziemlich breite Debatte eben in Ministerienreaktion und Verlagen losgetreten. Kommunikativ waren die Antworten sehr, sehr unterschiedlich und ich finde, Grund genug, um heute darüber zu sprechen. Also sehr, sehr unterschiedlich ist eine, wie soll ich sagen, man kann das so sagen, aber es ist wohl eher eine kleine Untertreibung. Es ging nämlich soweit, dass Gastbeiträge gelöscht wurden, ein ehemaliger Chefredakteur freigesstellt worden ist, und ein Verlege einen Kommentar demonstrativ von einem Chatbot hat schreiben lassen. Und ein deutscher Medienmacher, das kam dann noch hinzu, und beschimpfte seine Kollegen sogar als Herde von Holzköpfen. Einfach herrlich, aber dazu mit, das ist mit der Meer. Aber uns geht's heute nicht um Holzköpfe, sondern um die Muster, die dahinter stehen und ihre Flexe. Wir reagieren Organisationen, wenn sie plötzlich erklären müssen, wie sie mit der künstlichen Intelligenz umgehen. Wer macht es, so wer rehen, wer verhädert sich, wer nutzt das Thema, als mögliche Bühne und wer schießt sich mit der Art, der Antwort selbst ins Knive. Ich muss nur sagen, da. Ja, ins Knieschießen ist ein gutes Stichwort. Das ist ja immer hier so unser Thema. Lass uns mal eine kurze Bestandsaufnahme der letzten Wochen machen. Da war zum einen Turings Ministerpräsident Mario Fogt. Also er steht im Mittelpunkt von Vorwürfen. Er habe seine Reden und Gastbeiträge mit Hilfe von KI erstellen lassen. Darunter eine Rede zum Holocaust-Gedenktag als Reaktion darauf, nimmt die FZ-Postwenden einen Gastbeitrag von ihm aus dem Netz. Das heißt jetzt auf einmal neu Deutsch Oli D. Publiziert. Zelt. Ich persönlich sehe darin aber älcherweise und ernsthaft nichts anderes als Zensur. Aber das ist nicht das, was wir diskutieren wollen. Den Tagespiegel gegenüber sagt Fogt, ich zitiere, wenn es wirklich einzelne Passagen gab, die auch mit Hilfe von KI erstellt worden sind, dann werde ich dafür keinem den Kopf abreißen. Punkt. Grundsätzlich halte ich aber sowieso fast alle meine Reden frei. Also der gute Herr Fogt geht also ziemlich gelassen damit. Parallelert gibt es einen Stand gar nicht weit weg von hier, wo wir reichend ein Podcast aufnehmen, in Berlin Kreuzberg auch und zwar nämlich vom Matthias Döpfnacheff von Axel Springer-Area gehrt auf die FZ-Entscheidung und die Anfragen in viele Richtungen mit einem ganz, mit einer ganz auf seine Art ungewöhnlichen Art und Weise. Ernest lehme ich vollständig von Google's Gemini einen Kommentar schreiben und den in der Tageszeitung die Welt veröffentlichen mit seinem Namen als Autor oben drüber. Elegt das offen? Endert in dem Chatbot generierten Kommentar nicht einen einzigen Satz. Unter dem Artikel steht dieser Text wurde zu 100 Prozent mit KI, genauer von Gemini, Klamar auf, Google Schlamme zu generiert. Die Erzeugung dauerte ungefähr eine Sekunde, Kuelle, Ender. Ein Specher von Springer nennt das dann auf Nachfrage einen Schelmenstreich. Schönes Wort. Absolut, die FZ findet das alles überhaupt nicht lustig und hält dagegen Döpfnamache, keinen Unterschied mehr zwischen eigenem Denken und Maschinell erzeugten Texten. Offensichtlich geht es hoch her und dann ist da noch der Tagespiegel in dessen Gebäude wäre gerade sitzen. Exchefredakteur Stefan Andres Kastoff wird beurlaubt, weil er mehrfach Kommentare von KI schreiben, schreiben ließ und zwar ohne Kennzeichnung. Er selbst sagt dazu, ich habe einen Riesenfehler gemacht. Also ich würde mal sagen, da ist in der Debatte da dumpft drin, das Publikationsverbot habe den Tagespiegel aufgewöhlt, das schreibt die Tats auch hier gleich um die Ecke in Berlin beheimatet. Ich zitiere weiter aus dem Stück der Tats viele Kolleginnen, sein sehr betroffen gewesen, schreibt die Zeitung und berichten das Kastoff sich persönlich in der Relaktionsversammlung des Tagespiegel für sein KI-Einsatz entschuldig. Aber es gibt wohl auch großen Ummut darüber, dass es die KI-Richtlinie der Zeitung, die Grenzen der Nutzung nicht klar definieren. Es gibt auf dem Bae keine klaren Regeln und das will Tagespiegel, Chefredakteur Christian Trittbahn nun ändern, aber es ist wahrscheinlich sehr gut beraten. Gabe Steingar, der schlöst jetzt auch zu dieser Diskussion dazu, der Pioneer-Chef hat da eine gänzlich andere Meinung, Oli, und die ist übrigens glasklar. Die Entbindung des früheren Herausforderers von seinen publizistischen Aufgaben, nämlich Kastoff, sei ein Traurspiel, so nennt er das. Und ich zitiere weiter, lieber zerstört man eine bestartum markelose journalistische Biografie als das eigene Feindbild. Und da war so und jetzt kommen wir noch zu einem vierten Fall, der aus meiner Sicht absolut heraussticht. Und zwar unser Bundes-Digitalminister, Kasten Wildberger und seinen Sprecherin Bettikis. Die Zeit fragt nämlich nach, wie der Minister, KI nutzt und was von ihm kommt und was von der Maschine. Bei den Bundes-Digitalminister, das fragt die Zeit. Ja, das kann man doch einmal mal genauso raushorgen. Und die Antwort kommt von Wildberger und seiner Chef, er ist einer Chef, ist schon seiner Sprecherin, schnell offen mit klarer Beschreibung. Es gibt keinen Ausweichen, es gibt keinen Kleinreden und das ist an der Stelle, wie ich finde, sehr bemerkt es wird. Ja, lasst mich das nochmal zuspitzen. Wir haben ja offensichtlich keine KI-Debatte in dem Sinne, sondern wir haben eine Transparenzdebatte. Denn die nicht nur journalistische Frage ist, darf man A KI nutzen. Und wenn ich das getan habe, muss ich das Kennzeichnen und wenn ich das Kennzeichne, wie mache ich das denn? So. Und genau da scheinen sich die Geister und da beginnt eben ja auch die ganze Debatte in der Kommunikation. Ministerpräsident Vogt sagt, den gemäß, wenn einzelne Passagen KI gestützt waren, reiß ich niemanden im Kopf hat, das klingt entspannt. Und für ihn ist die Nutzung, ist das einfach die Nutzung einer Technologie eines Tools. Und das finde ich, ist auch genau richtig so. Die FZ steht auf der anderen Seite des Spektrums, das Medium propagiert hier, der man so will, die reine Lehre bildig gesprochen. KI ist Teufelzeug und bedroht den Journalismus. Also alles was von Menschen gemacht hat. Das muss eben auch von Menschen gemacht bleiben. Also, Oli, ich finde, das hat schon fast religiöse Züge. Es geht aber gar nicht um KI als Werkzeug. Es geht darum, ob jemand weiß, was er tut und vor allen Dingen, wie er oder sie dazu steht. Ich weiß nicht, ob du es gelesen hast, aber es gibt eine aktuelle Zwiebeumfrage, die sagt, dass etwa 80 Prozent der Deutschen wollen, dass Politikerinnen und Politiker offenlegen, wenn sie oder er bei Reden oder Texten KI genutzt haben. Ja, ich finde, das ist dann am Ende wieder eine sehr deutsche Perspektive und auch vielleicht eine sehr deutsche Debatte. Sie zeigt dann irgendwie das Tiefe Mistrauen gegenüber moderner Technologie. Ich denke da immer daran, wie wir auch damit harrer dann zum Beispiel Bargeld loszubezahlen. Sie sind jetzt unglaublich stolz. Darauf das 50 Prozent der Deutschen an der Supermarktkasse Bargeld los bezahlen, darüber lachen sich die Nordex kaputt. Ja, da kommt jetzt nochmal der Bankensprecher raus. Der kommt so ein bisschen genau, ganz genau. So, wenn wir mal wieder ernst und kommt zurück zu unserem Thema, muss ein Journalist oder Politiker sagen, dass ihm ein Chatbot beim Erstellen ein beidesbeitragens geholfen hat. In der aktuellen Diskussion lautet die Antwort ganz klar, er sollte es überhaupt nicht tun dürfen. Und wenn er es mit Jahrbeantwortet, also ich bin von KI unterstützt worden, muss er es offenlegen. So weit die eine Gefechtslege. Aber müsste dann, und diese Frage sei, an dieser Stelle erlaubt, müsste es dann nicht auch gelten, wenn ich zum Beispiel zum Thema gegugelt habe oder eine Internet-Rescherche gemacht habe oder möglicherweise auch einfach nur in die eine Bibliothek oder ein Archiv gegangen bin. Und jetzt wird es dann noch ein bisschen komplexer, gelten dieses Standards dann auch für Ministerien, Unternehmen und andere Organisien. Genau, das ist ja die Diskussion. Döffner weiß ja ganz genau, was er tut, als er seinen KI-Bbeitrag veröffentlicht hat. Das ist natürlich eine gewollte Provokation. Und das Echewus, man ehrlicherweise sagen, ist riesengroßpiegel. Verzehrt die Branchenmedien alle Berichten springen da drauf. Aber seine Position ist mal unabhängig davon, wie andere das sehen, total klar. Nämlich die Verantwortung für die Inhalte bleibe unabhängig von der Entstehungsweise beim Absender. So sagt er das. Und was ich dabei auch noch ganz interessant finde, ist, es zeigt auch, dass die vollständige Transparenz und hier irgendwie gar nicht weiter bringt. Absolut richtig. Aber er hat natürlich mit diesen KI-Kommunter richtig Öl ins Feuer gegossen. Und die ganze Debatte hat das richtig schön angeheizt. Das war auch sicherlich sein Ziel. Allerdings, wenn Matthias Döffner sein Namen über einen Kommentar schreibt, ist er auch der Absender oder einfach Stichstunde greifen. Er ist der Auto. Und dann ist das nicht nur ein Schämenstreich. Da wollten sich die Kommunikationskollegen von Springer vielleicht doch dann ein bisschen nach. Weil das ist dann doch ein bisschen mehr. Wie auch immer, ich finde, mit der Idee, den gesamten Beitrag von Gemini erstellen zu lassen, hat er der Branche relativ brutal und auch homofol den Spiegel aber volle Kane vor. Es ist gesichtgehalten, denn der einzige ist doch klar. Und ich meine, ich war ja auch lange noch Journalist. Es ist keine allzustalle Tese, dass so gut wie jeder Journalist bei der Erstellung von Redaktion entinnerhalten heute KI nutzen. Und wenn es nur zur Recherche ist. Also da bedieh jetzt mal wirklich gespannt, was wir auf Deiner nicht allzusteile Tese für Kommentare aus der Journalistenkommunität kriegen. Ich habe finde aber, dass die Diskussion an vielen Stellen und wir waren da irgendwie schon doch sehr verklemmend ideologisch und auch ein Stück weit technisch feindlich geführt wird. Ja, wir in Deutschland sind immer, weil ich weiß nicht, wie es dir geht, wir sind immer ganz groß darin, die Risiken zu betonen. Diese tragen wir dann ein Stück weit wie eine Monsterance her und leider verstellt uns das oft den Blick für die Chancen. Da finde ich, sind die Amerikaner deutlich besser. Und wenn man hier bei unseren Beispielen bleibt, beispielsweise verstellt das eben auch die Chancen für neue Businessmodelle für Medien. Und vor kurzem habe ich da einen ganz interessanten Link in den Kommentar gelesen. Dass wir, weil wir eben in Deutschland dieses tiefe Mistrauen gegenüber Technologie haben, oft mit dem Wunsch nach Bürokratie antworten. Und ich finde, das trifft es echt ganz gut. Ja, also ich glaube nicht, dass wir das nur mit Bürokratie lösen können, sondern wir brauchen auch eine Diskussion darüber rund um den Einsatz von künstlicher Instelle Intelligenz in Anteilen. Und das hat dann aber, wenn ich mir jetzt die antragene Medien an Kucke schon einen sehr, den Schuldigom einen sehr inkvisitorischen Charakter. Lass uns deshalb noch mal zurückkommen auf den eigentlichen Kern unserer Debatte, die Kommunikation rund darum und eben den Bundesminister für digitales und Staatsmodendisierung so heisteroffiziell, den ich denke, wir haben hier einen echten Bestcase. Wildberger und seine Sprecherin Kies haben auf die kritischen Medienanfragen für ein Ministerium überraschend transparent geantwortet mit ein, wie ich finde, prokursiven und sehr, sehr klaren Anwärts. Ich darf mal zitieren, weil ich das von die Inhalte wirklich klasse finde. Los geht's. KI wird im BMDS und das ist die Abkürzung des Ministeriums als reguläres Arbeitswerkzeug eingesetzt. Auch bei weiteren Texten steht es eingebettet in ein Prozess mit menschlicher Prüfung und Letztverantwortung. Und weiter und jetzt kommt ein ganz zentraler Satz aus meiner Sicht. Der maßgebliche Standard lautet Inhalt- und Verantwortung liegen beim Menschen Zitatende. Das ist klar, das ist super eindeutig und das hat mir echt imponiert. Also, so wünscht man sich das im Prinzip, ja, sie eiern da nicht rum, da gibt's keine Ausreden. Und du sagst es, das hat auch für mich ist das wichtig und hat eben auch den, das ist das entscheidende Argument. Ein Mensch prüft, entscheidet und trägt Verantwortung. Übrigens, olidilogik kennen wir übrigens ja nicht erst heute. Nur nanken wir damals unsere Sparingspartner eben nicht KI, sondern anders. Sie hießen und heißen auch noch Redenschreiber, Berater oder Recherche-Tool. Und der vielleicht stärkste kommunikative Teil in der Antwort ist ja nicht, dass KI verteidigt wird, denn das passiert eigentlich nur so indirekt und nebenbei, sondern dass hier eine neue Normalität als Standard in die sogenannte Content-Erstellung ausgesprochen wird und klar definiert wird. Das finde ich finde ich finde ich gut. Und wer als Bundesminister, eine KI-Anfrage so beantwortet, der sagt ja nicht nur implizit, wir haben darüber nachgedacht, wir haben regeln, wir wissen was wir tun, das war auch sehr explizitlich fand. Und Kollegen Bettikies hat übrigens auf linken die Debatte noch weiter voran getrieben und sie hat etwas gemacht, was ich für klugalte, sie hat die Debatte eben nicht nur kommentiert, sondern aktiv mitgestaltet und so war es schüttbar auch einfach die Deutungshoheit dort weiter bestimmt. Da gab es natürlich ordentlich Treffik und viele Kommentare. Ja und das war genau jetzt hier, ich habe sie nicht gefragt, aber ich denke, das ist genau jetzt hier wäre, weil die als Sprecherin einer kritischen Situation nicht nur antwortet, sondern auch zum Akteur wird und sich damit klar positioniert, der treibt es voran und der deutet auch die ganze Situation. Wie wichtig das in einer, in einer ja doch so dynamischen Situation, wie dieser es haben wir im Podcast hier schon oft diskutiert. In diesem Fall war das gut gemacht und auf unserer Sicht da springen wir mal für dich, die ich mit völlig richtig. Ja, hat sie gut gemacht und völlig richtig gemacht, aber ich finde das Beispiel eignet sich nicht nur für Ministerien oder es ist auch nicht nur für Ministerien recht relevant, denn im Prinzip lässt sich das auf jedes größere Unternehmen oder jede andere Organisation übertragen gerade in der aktuellen, na ja manchmal hitzigen Diskussion, denn ohne Zweifel, die Fragen zur KI-Verwendung werden vielleicht sogar verstärkt kommen, wenn sie nicht sowieso schon da sind, ob von Presse, von Kunden oder von Mitarbeitenden. So und darauf muss man sich als Hinsituation oder Unternehmen eben vorbereiten und eine Antwort parat haben, aber ich möchte auch nochmal sagen, ich finde diese ehregleicht inkvisitorische Art von Anfragen und dieses Verteufel von KI einstuckweit abfähig. Da würde ich ganz gerne nochmal zu Gabel Steingaard zurückkommen, herausgeber von Pioneer. Der hat das nämlich ganz schön zugespitzt in seinem Morning-Briving gesagt und da hat er der Branche wirklich die Leviten gelesen. Sein Wortspiel dazu ging auf die Kosten des FZ-Werbelspruchs und das ist einfach herrlich, ich zitiere hier mal, dahinter steckt offenbar nicht mehr ein Kluger, sondern ein Hälzernerkopf. Und dann macht er aber noch weiter und er sagte die letzte Technologie, die die FZ-Vorbehaltlos-Bajat sei, ich zitiere nochmal. Die große Bibliotheksleiter, die man von einem Regal zum nächsten schiebt, großes journalistisches Kino, wie ich finde. Absolut, ich glaube das ist still noch mit einer, wenn ich es gut will, ich formuliere, wenn etwas nach even Perspektive unternehmen kann. Ich möchte hier ein paar Rettorche Fragen stellen, die in vielen Jahren als Unternehmen, Sprecher unterwegs war, von keinem Journalisten erhaltener habe, und die eigentlich dann ganz gut hier reinpassen. Und zwar die Fragen, hat diese Rede, der das COS-Einredenschreiber verfasst, hat diesen Gastbeitrag des Vorstands ein Presse-Sprecher aufgeschrieben. Und wer hat in den Linken Post für den Geschäftsführer formuliert? Das ist und war gang und gäbe, und daran hat sich niemand gestört, dass das eben nicht immer die COS und die Vorstände und die Geschäftsführer selber gemacht sind, sondern natürlich immer irgendwelche anderen Leuten. Aber Ende geht es um die Autorenschaft und wer mal platformuliert dafür den Kopf hinhält. Also, wenn ein CEO war, ein Vorstand mit seinem Namen über einem Artikel stehen, oder die Rede von ihnen gehalten wird, oder ein Statement, dann kann auch jeder Journalist, jede Journalistin sowie die Öffentlichkeit davon ausgehen, dass der Inhalt von ihm natürlich voll vertreten wird. Ja, aber Oli, das genau wird der jetzt bezweifelt. Ja, genau diese Positionen wird bezweifelt. Und als Heilmittel, vielleicht sogar als Eile-Hallemittel, dafür sollen nun über Transparenz gelten. Also, ich habe doch wirklich so ernsthafte Zweifel, ob das hilft. Übrigens, was sich als kommunikativen Fehler erste Ordnung bezeichnen würde, ist keine Antwort zu haben. Also, anders als das Bundes-Digitalministerium gemacht hat, nicht weil man etwas verschweigen oder vielleicht galügen will, sondern weil man das Thema dann sehr wahrscheinlich für sich selbst noch nicht durchdacht hat. Und das merkt man dann dummerweise leider auch sofort ausweichen, klingt immer wie, na ja, ausweichen. Und das schickt am Ende eine kommunikative Elexion darin, die eben weit über den Einsatz von künstlicher Intelligenz hinausgeht. Bei solchen Themen braucht eine Organisation verbindliche Regeln und zwar jetzt jenseits von Bürokratie, sondern einfach Regeln und nicht nur, weil man sich da nicht danach alle richten können und arbeiten können, sondern auch weil definitiv Fragen danach kommen werden aus welcher Ecke. Auch immer. Und da ist der Wildberger Weg der richtige. Ich nenne ihn mal, selbstbewusstsein und Transparenz oder selbstbewusstet Transparenz. Und wer damit ein Problem hat, der Möge dann genau erklären, warum eigentlich? Es wird natürlich Leute geben, Oli, soweit es uns das ja klar, die genau damit ein Problem haben werden, was mich übrigens noch mal zur FZ-Position bringt, die lautet ja ein Kommentar, ein Meinungstech, trägt eine Autohnschaft. Wer das an einer Maschine delegiert, hat nicht mehr dieselbe Authentizität. Das ist schon ziemlich weltfremd, oder? Also, da muss man schon lange drüber nachdenken. Und dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, komm, ich glaube, jüngere Menschen haben mit dieser Frage überhaupt kein Problem, weil die nutzen natürlich die Chatboards für alles, aber gut, das führt uns jetzt zu anders hin. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrungen sagen, Journalisten haben immer schon Nachrichtenagenturen, Archive, Kollegen, Umfeedback gebeten, der viel zitiierte Schulterblick. Und dann natürlich auch Formulierung und Übernommen, jetzt mal ganz. - Ja, ganz wirklich. Ja, doch, das ist einfach so. (lacht) Ich bin von selbst immer runter ins Archiv gestiefelt und hab bei das Zeug geholt und hab's mit der Hauspost schicken lassen, hätte ich das dann unter meinen Artikel schreiben müssen. Dieser Artikel ist unter Hilfe des Springer-Archives entstanden oder dieser Artikel ist unter Hilfe von Google-Netz-Recherchen entstanden. Also, das ist mir. Das ist mir zu weit. Und wo ist die Grenze? Ich denke, gerade die Diskussion zeigt, die ganzen werden jetzt gerade verhandelt. Und wir werden wahrscheinlich noch auf absehbare Zeit dazu ganz unterschiedliche Positionen haben. Sagen wir mal die Hardliner auf der einen Seite und die Technologie erfinden auf der anderen. Wobei wir Oliver fast am Schluss sind, drei Gedanken dazu. Der erste Gedanke ist, die KI-Debatte ist natürlich auch eine Technologie-Debatte. Das wollen wir gar nicht abspraystreiten. Aber sie ist im Augenblick vor allen eine Transparenz-Debatte. Wer KI nutzt und es sagt, hat eine andere Ausgangsposition als Diening, die es eben verschweigen. Und wer KI nutzt, es öffentlich macht, aber kein Prozess dahinter, der hat sowieso ein ganz anderes Problem. Und zweiter Gedanke-Deak, vielleicht ist das Werkzeug gar nicht das Problem. Okay. Sondern vielmehr stärker auch die Verantwortung-Frage steht im Kern oder im Fokus der ganzen Debatte der Wildberg-Ansatz. Inhalt und Verantwortung bei Menschen, KI als Berlingspartner, ist entscheidend immer vorausgesetzt, so wie du es gesagt hast. Es gibt einen geregelten Prozessklarregel dafür. Und Dürfner steht ja auch auf dieser Position. Komm, wir kommen zum dritten Gedanken. Organisationen, die sich mit dem Thema bisher noch nicht beschäftigt haben, sollten das jetzt aus unserer Sicht unbedingt tun. Und nicht warten bis eine erste kritische Medienanfrage, die Ecke biegt und dann um dann da zu stehen und sagen, "Wie antwort ich jetzt?" So, jetzt kommt da gleich mal eine kritische Medienfrage um die Ecke, lieber Dirk. Nutzt du eigentlich KI vor? Die Vorbereitung, unseres Podcasts. Olli, echt jetzt. Aber wenn du schon so direkt bist, weil lieber Freund, dann muss ich jetzt doch erstmal chatty-Bitiefragen. Da war dich, da war dich jetzt aber nicht drauf. Ich glaube aber wirklich, dass wir in ein paar Monaten über die aktuelle Debatte derzeit vermutlich wird die uns wie eine Geister, die Debatte vorkommen. Und wir werden uns wahrscheinlich echt kaputt lahen, darüber. Bis dahin könnt ihr uns aber sehr real unterstützen. Wenn euch Überdruck gefällt, abonniert uns einfach, aktiviert die Glocke auf eure Podcast-App entweder auf Spotify oder auf Apple. Und empfehlt uns sehr, sehr gerne weiter wie freuen uns darüber. Und nicht zu vergessen, schreibt uns gern, wenn euch ein Thema unter den Nägelbrennen oder ihr einen Fall habt, der nach Überdruck klingt, heißt also, um den wir uns kümmern sollen. Wir freuen uns über Feedback und Themenvorschläge. In diesem Sinne sagt meine echte Stimme vor einem echten Mikrofon im echten Berlin. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zur nächsten Folge sagen, Oliver Sanden. Und dir pop, das hast jetzt alles sehr schön gesagt. Ah, direkt, also, Tschüss aus Berlin, kommt gut weiter. Durch den Sommer, bis bald. Bis bald. Überdruck. Krissen. Kommurikation. Kontrollverlust. Der Podcast mit dir pop und Oliver Sanden.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die KI-Debatte ist aktuell vor allem eine Transparenzdebatte, nicht nur eine Technologiefrage.
  2. Fälle wie Mario Vogt, Matthias Döpfner und der Tagespiegel zeigen unterschiedliche Reaktionen – von Gelassenheit bis zur Beurlaubung.
  3. Das Bundesdigitalministerium unter Volker Wissing setzt mit klarer Kommunikation einen Best Case: Menschliche Letztverantwortung als Standard.
  4. Kritik an der Debatte
  5. Kernfrage ist die Autorenschaft – wer trägt Verantwortung für Inhalte, unabhängig von der Erstellungsmethode.

Summary:

Die Podcast-Folge „Überdruck" diskutiert die hitzige Debatte um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Reden, Texten und Kommentaren. Auslöser sind mehrere Fälle: Thüringens Ministerpräsident Mario Vogt, der KI für Reden nutzte und gelassen reagierte, sowie der Axel-Springer-Chef Matthias Döpfner, der einen Kommentar vollständig von Gemini generieren ließ und als Provokation veröffentlichte. Beim Tagespiegel führte ungekennzeichnete KI-Nutzung zur Beurlaubung des Chefredakteurs.

Die Moderatoren betonen, dass es nicht um KI als Werkzeug geht, sondern um Transparenz und Verantwortung. " Diese klare Positionierung wird als Vorbild für Unternehmen und Organisationen gesehen. Kritisiert wird die deutsche Debatte als technikfeindlich und moralisierend, mit übertriebenem Fokus auf Risiken.

Abschließend wird betont, dass die eigentliche Frage die Autorenschaft ist – wer für Inhalte geradesteht, egal ob sie von Menschen oder Maschinen erstellt wurden. Organisationen sollten daher verbindliche Regeln entwickeln, um auf kommende Anfragen vorbereitet zu sein.

FAQs

Die Debatte wurde durch Fälle ausgelöst, in denen Politiker und Journalisten KI für Reden und Kommentare nutzten, was zu Löschungen, Freistellungen und einem demonstrativen KI-Kommentar eines Verlegers führte.

Das Ministerium antwortete transparent, dass KI als reguläres Arbeitswerkzeug eingesetzt wird, aber der maßgebliche Standard lautet: Inhalt und Verantwortung liegen beim Menschen.

Es geht nicht primär um die Technologie selbst, sondern darum, ob die Nutzung von KI offengelegt werden muss und wie diese Kennzeichnung erfolgen soll.

Döpfner veröffentlichte einen vollständig von Gemini generierten Kommentar, um zu provozieren und zu zeigen, dass die Verantwortung für Inhalte unabhängig von der Entstehungsweise beim Absender bleibt.

Er ließ mehrfach Kommentare von KI erstellen, ohne dies zu kennzeichnen, was zu seiner Beurlaubung führte und er als Riesenfehler einräumte.

Redenschreiber oder Recherche-Tools sind etablierte Praxis, aber bei KI wird die Autorenschaft und Verantwortung in Frage gestellt, obwohl am Ende der Absender für den Inhalt haftet.

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