Episode 1: Die Anfänge - Wer wir sind & warum wir hier sitzen.
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In der ersten Episode des GlassClar Podcasts stellen sich die Gastgeber Dennis und Taleka sowie ihr Gast Markus vor. Dennis und Taleka, die Gründer von Glasswunder, sind von Berlin nach Coburg gezogen und haben sich auf den Verkauf von traditionellem, handgefertigtem Christbaumschmuck aus der Glasbläserregion um Lauscha spezialisiert. Ihr Leitmotiv ist "Klasse statt Masse", um das lokale Handwerk als Kulturgut zu bewahren. Markus, beruflich im Bereich Medienproduktion und Geschichtenerzählung tätig, regte den Podcast an, um die Geschichten hinter dem Handwerk und der Stadt Coburg zu erkunden. Die drei, alle "Zugezogene", lernten sich zufällig über ihre spielenden Kinder kennen. Der Podcast soll nun Nachbarn und lokale Akteure einbeziehen. Dennis schildert die anfänglichen Schwierigkeiten, in Lauscha Glasbläser als Partner zu gewinnen, da diese aufgrund negativer Erfahrungen mit großen Kaufhäusern misstrauisch waren. Letztlich gelang der Aufbau einer Zusammenarbeit basierend auf gegenseitigem Respekt für das Handwerk.
Herzlich willkommen bei GlassClar, dem Podcast von Glasswunder. Hier sprechen Dennis und Taleka über Tradition, Handwerk und die Menschen die Beides am Leben halten. In Episode 1 die Anfänger. Wer wir sind, warum wir hier sitzen und wie aus einer Kinder begegnen im Bauhaus eine gemeinsame Geschichte wurde. Herzlich willkommen im GlassClar Podcast von Glasswunder. Wir sprechen heute in Episode 1 über das Thema "Die Anfänger". Wer sind wir eigentlich? Warum sitzen wir heute hier? Und unser Gast heute ist Markus Klante von Crash-Eismedia. Dennis Viles, Gründer und auch Inhaber und Geschäftsführer von der COFUX-GMBH und Initiator von Glasswunder und meiner Wenigkeit Taleka-Viles Ehefrau und auch Inhaberin und Mitbegründerin von Glasswunder. Dann würde ich sagen, fangen wir einmal an und starten mit Markus. Stell dich doch bitte einmal kurz vor, was machst du, wo kommst du her und? Fangen wir an, wo komme ich her? Ich komme aus dem Rheinland, hab dann studiert in Ilmenau, was wiederum gar nicht so weit weg ist von Kobok. Hab auch Kobok dadurch immer sehr oft gesehen, wenn wir Richtung Süden gefahren sind von Ilmenau aus. Hab dann noch lange Zeit in Freising gelebt und bin über Freising und Orte drumherum auf einmal in Kobok landet. Ich hab Medientechnologie studiert, Schwerpunkt Medienproduktion. Hab dann eine Zeit lang in der Online-Kommunikation bzw. PR gearbeitet. Dann hab ich einen etwas unglücklichen Zeitpunkt gewählt, mein Studium zu beenden. Hab dann eine Zeit lang nicht so richtig geklappt. Dann hab ich eigentlich immer selbstständig sein. Hab dann jemanden gefunden, das auch sein wollte. Und dann haben wir die erste Firma gegründet. Und dann hab ich zwei Jahre später, bin ich dann als erst mal Einzelunternehmer losgezogen und hab. Und bin dann 2017, wenn man die Projekte hatten, sich vergrößert, bin ich dann mit Crushed Ice in Verbindung gekommen. Ja, die haben dann gesagt, du hast interessante Kunden. Möchtest du nicht zu uns kommen? Ich hab gesagt, ja. Ich kann die nicht mehr alleine bearbeiten. Ich komme gerne zu euch. Und bin jetzt sagen seit 2017 Teil und Gesellschaft davon Crushed Ice Media. Also auch ein sehr aufregender. Die haben wir ein bisschen rumgekommen. Ja, also sowohl eine Wohnort technisch als auch im Unternehmen richten da sein. Wie ist es denn dazu gekommen, dass Kobok für dich in deine Familie zum Lebensmittelpunkt wurde? Meine Frau kommt aus Kobok. Wie wir uns kennengelernt haben, war das aber im Süden mehr von Deutschland, genauer genug im Zolling, im Ortsteil Angelberg. Und nach einiger Zeit haben wir festgestellt, dass wenn sich das Ganze so weiterentwickelt, brauchen wir eben mehr Platz. Der Münchner Speckgürtel od sich irgendwie nicht so richtig an und es gab halt das Lehrer Elternhaus. Und das war, ich glaube, Ende 2017 haben wir das erste Mal gesagt, ja, meine war vielleicht der eine oder andere Glühwein mehr drin. So war, warum machen wir das nicht? Dann haben wir uns dann Anfang 2018 sehr intensivstmal damit beschäftigt. Und dann haben wir auf einmal das Elternhaus von Julia gekauft und renoviert und sind dann seit 2019 hier in Kobok. Das sind jetzt auch schon wieder sechs Jahre. Wenn ihr sagt, ihr habt renoviert, dann hast du ja so ein bisschen neben deiner Produktionsarbeit, die du beruflich machst, auch bestimmt handwerklich so ein bisschen geschickt. Was uns hier auch so ein bisschen dazu bringt, dich mal zu fragen, wie du die Faszination für kleine lokale Geschäfte hier in Kobok definierst. Ich würde das umfummulieren. Die kleineren Läden an sich sind jetzt gar nicht das, was mich so fasziniert. Meistens ist es wirklich, wenn das, was sie machen. Ich habe relativ früh festgestellt, dass ich einen gewissen Fable habe für Geschichten erzählen. Und das Geschichten erzählen, fand ich schon immer ganz cool. Und meine erste große Geschichte, die dann auch geklappt hat, als selbstständiger war, dass ich den einen Mitarbeiter des historischen Instituts von Siemens kennengelernt habe. Und der wollte damals auch immer die Geschichten erzählen. Wie kam es überhaupt dazu? Wie ist Siemens entstanden? Wer waren diese Menschen dahinter? Und so haben wir halt, das war einst der ersten Projekte. Da haben wir unseren Moderator ausgestattet mit dem Riesen-Mikrofon. Sind quer durch Deutschland gefahren. Haben in Hannover angefangen, sind irgendwann die Ostsee gefahren. Von dort, dann wieder nach Berlin und haben so ein bisschen so die ersten. Da haben wir die Kindheitsgeschichte von Werner von Siemens immer abgefahren. Wo sie groß geworden sind, den Pächter haben wir dort interviewt. Da waren wir in der Grundschule, wo er gewesen sein soll. Wo wir mit einer Rektorin geredet haben und sind dann in Berlin gelandet. Wo es dann in der Siemens statt die ersten Sachen gab. Und diese Geschichten, die habe ich mit Florian viel öfter noch erzählt. Wir sind auch mal nur über den damaligen Partner von Siemens gemacht. Dann sind wir einmal quer durch die Welt geflogen. War in Südafrika, Brasilien und Mexiko. Um die ersten Projekte von Siemens dort versucht zu finden. Und das ging halt immer auch um das Handwerk. Wir haben dann ab in die Werkstatt, was hat er eigentlich als erstes gemacht. Und das finde ich immer irgendwie das, was diese Geschichten finde ich cool. Auch hier in den Glasbleiben. Wir sind, was ich vorher gar nicht wusste, in einer Region und einer Stadt, die selber eine anscheinend sehr lange Geschichte hat mit Glas. Und dann kommt ihr jetzt hierher und sagt, wir machen mal einen Laden aus. Wir verkaufen jetzt ganzjährig Weihnachtskugeln. So ungefähr, ja. Und dann, ja, in der ersten Idee hatten wir ja noch ein bisschen anders drüber nachgedacht, wie die Supportkast aussehen könnte. Dann kam's du ja mit deiner, also Dennis. Ihr könnt das ja nicht sehen. Kann der Dennis dann mit so einer Liste so, ja, wir haben mal ein paar Leuten gesprochen. Die wären jetzt alle so irgendwie dabei, dann habe ich auch wieder darüber nachgedacht. Eigentlich ist das nämlich das lustig. Und jetzt kommt der Klu an der Geschichte. Wir fragen, mehr oder minder Koburger. Und wir sind die Zugezogenen. Das heißt, ich lerne schon wieder Geschichte oder Geschichten über eine Stadt, in der ich ja jetzt erst seit sechs Jahren lebe. Und dann dachte ich mir, das ist doch ein guter Aufhänger, das hier so drei Zugezogenen von Kobogern mal aufgeklärt werden. Was macht Kobog eigentlich vielleicht aus? Was lernen wir hier noch? Und was erfahren wir von Leuten, die vielleicht länger schon hier leben? Ja, nicht jeder ist der Kobogert, muss man dann auch noch mal rauskriegen. Aber die länger hier leben, die versuchen auch ihren, wie sagt man so ihren Footprint in der Stadt zu hinterlassen, so ihren Namen irgendwo in der Chronik reinzubringen. Oder auch denkst du, gut, vielleicht ist uns das dann auch mal irgendwann vergründ. Dann würde ich mal rüber springen zum meinem Mann. Hast du dich vielleicht auch einmal kurz vorstellt, wo kommst du her? Und warum sitzt du eigentlich heute hier? Ja, warum sitz ich heute hier? Markus kam auf die Idee zu sagen, Mensch, ihr habt doch jetzt so einen tollen Laden aufgemacht. Ich erzähle gerne Geschichten, lass uns doch ein Podcast machen. Und ich fand die Idee vom ersten Tag an irgendwie total super. Ich dachte mir ja, wir haben auch ein bisschen was zu erzählen. Nämlich zum einen über das Handwerk an sich, was Markus ja gerade schon gesagt hat, eine Historie hat hier in der Region. Und zum anderen halt auch über die Stadt an sich. Und deswegen auch der Gedanke durchaus unsere Nachbarn hier im direkten Umkreis, auch in diesem Podcast mit einzubeziehen. Und ich habe zwei, drei Telefonate geführt und bin auch offene Türen eingerannt. Also sowohl beim Markus Zimmer als auch beim Paul Heller von der Galerie spät oder bei den Stadtmachern, die von der Idee begeistert waren. Und dann haben wir gesagt, wenn setzen wir uns jetzt einfach mal hin und machen das. Und deswegen sitzen wir jetzt hier. Erzähl uns doch mal ein bisschen was über dich, über dein persönlichen Werdegang. Markus hat ja schon erzählt, wir sind drei zugezogen. Wo kommst du denn her? Ja, ich komme aus Berlin, genauso wie du. Wir beide sind ja geboren in Berlin, haben uns dort kennengelernt. Und haben uns 2023 erst entschieden, nach Kobog zu gehen. Thema Christbaum-Schmuck kam eigentlich mal über so ein kleines Kundenprojekt, wo ich einfach erst mal nur den Webshop gebaut habe für zustande. Und irgendwie hat mich dieses ganze Thema handgefährt, ich da Christbaum-Schmuck aber nicht mehr losgelassen. Und dann kam irgendwann 2022 so die Idee, warum nicht eigentlich eine kleine eigene Marke auflegen, die sich auch wieder ganz bewusst auf das regionale Handwerk beschränkt. Wir kommen da später noch zu im Detail, warum sowas halb. Ja, und dann haben wir in 2022 ja gemeinsam schon gesagt, ach komm, wir machen so einen kleinen Pop-Up-Store einfach mal auf. Online-Handel, das konnten wir, aber wir wollten ja auch mal schauen, was so als lokales Geschäft funktioniert und hatten uns 2022 entschieden, zusammen in der Nacht und Nebel-Aktion des Büro umzubauen, kann sich dran erinnern. Oh ja, oh ja, also wobei um meine Hintergrüne kurz zu beleuchten, ich bin eigentlich gelähnte Steufach eingestellt, da hat 2013 meine Ausbildung angefangen. Die 15 abgeschlossen und habe 2022 dann den Ausstieg aus der Branche geschafft. Bin 2022 zu Dennis mit in die Firma eingestiegen, wo ich dann auch gleich den Hut aufbekommen habe, so zum Thema Glaswunder mit kreativ sein. Und in dieser Nacht und Nebel-Aktion habe ich gesagt, wir haben jetzt ein knappes Jahr an Glaswunder gearbeitet und online der Shop steht. Und das ist auch ganz cool, was hältst du davon, wenn wir die Bürofläche in Reinigendorf einfach mal umbauen. Und ich habe dann auch relativ schnell ein gutes Konzept gehabt, wo Bruno die Handelbahnkopf zusammengeschlagen. Das ist ja gesagt, die Frau ist verrückt. Ich bin dann in den Tegler Forst, hab mit dem Förster gesprochen und durfte mir dann da Moos mobsen. Ich habe Äste in den Laden geschleppt und habe diese gesamte Bürofläche von knapp 100 Quadratmetern in eine kleine Waldwinterlandschaft verwickelt. Und da war so das erste Mal, dass wie die Möglichkeit hatten, das, was wir online schon präsentiert haben, auch mal in Anführungsstrichen der Breitenmasse zugänglich zu machen und man zu sagen, das ist deutscher Christbaumschmuck. Und das ist das, woran wir jetzt ein Jahr lang gearbeitet haben. Und haben da die Türen das erste Mal auch so geöffnet, um den Leuten die Möglichkeit zu geben, das auch mal anzufassen, weil aus dem Onlinehandel heraus bestellt, so deine Ware weiß nicht, wie es sich anfühlt, weiß es dich genau, wie es aussieht. Und war eigentlich eine witzige Aktion, dass wir aus einem Wochenende gleich einen Pop-Up-Store 2.0, 2 Wochen später noch mal gemacht haben. Weil auch die Nachfrage ja sehr groß, dann waren die Leute dann doch enttäuscht waren, als wir am Sonntag geschlossen und am Montag Bürofläche wieder da waren gesagt, aber hier war doch was. Und von daher, ja, du hattest immer schon das Motto "Klasse statt Masse", das bedeutet dir ja sehr viel. Versuch uns doch mal da so ein bisschen mitzunehmen. Ja, ich habe mal der Begriffe an sich "Klasse statt Masse", sagt es ja schon. Ich war irgendwann so nachdem man dann Jahre im Onlinehandel verbracht hat und das eigentlich nur noch darum geht, irgendwie bis auf den letzten Cent im Einkauf zu falschen. Und knallharten, Preiskampf zu machen, die billigsten Waren für möglichst viel Marge auf den großen Marktplätzen anzubieten. Da hatte ich irgendwann einfach keine Lust mehr drauf. Für mich war das einfach nur noch so dieses "Man schiebt wahre von A nach B", die aber kein emotionalen Wert irgendwie haben. Und da wollte ich wegfond. Und ich habe dann gesagt, nein, das ist die eigentlich, dieses traditionelle Christbaum-Schmokantwerk, da steckt Geschichte hinter. Da steckt so viel Geschichte hinter, das ist für uns Sinn, macht darüber im Podcast zu machen. Und das ist aber auch ein Kulturgut, was es zu schützen gilt irgendwo. Und ich auch keine Lust mehr darauf habe, irgendwie mit einem ganz kleinen Bruchteil von Marge, Container zu bewegen, sondern lieber zu sagen, ich verkauf dann halt nur eine Handvoll Christbaum-Kugeln. Aber die dann halt vernünftig und mit der richtigen Einstellung dahinter. Und ja, das war mehr oder weniger auch das, wo wir dann gesagt haben, wir gründen deshalb Glasbundern. Damit haben wir jetzt zumindest mal geklärt, warum wir den Laden haben und warum wir jetzt Podcast machen. Was wir jetzt noch gar nicht geklärt haben, ist, warum kennen wir uns eigentlich? Richtig. Und damit kennen wir jetzt schon wieder zum Punkt. Vielleicht können wir es doch einbauen, was vorhin passiert ist, weil das wir uns kennen liegt nicht an uns. Genau. Und daher stimmt, wir haben uns nämlich kennengelernt über unsere Kinder. Als wir 23 hergezogen sind, haben wir mit Besuch uns damals im Brauchhaus zum Stadl niedergelassen. Das war mit meiner Mutter, mit meinem Stiefvater und mit Hannah. Und Hannah als Einzelkind war halt äußerst gelangweilig, wenn Oma und Opa und Mama und Papa da sitzen und nur quatschen. Und da hat sie am Nachbarn Tisch zwei Kinder gesehen, da guckte sie uns an und fragt, ob sie denn nicht mal hingegen kann und die beiden fragen kann, ob sie denn nicht mit den spielen kann. Und ja, kurz um die drei haben sich super verstanden, dass als es dann, als wir dann Hannah zu uns gerufen haben, weil wir gehen wollten. Jonas, Hannah und Hannah, uns mit großen Rheaugen angeschaut haben und gesagt haben. Also, die Hannah hat erzählt, ihr wohnt jetzt in Koburg. Und wir können uns gut leiden und wir wollen uns gerne wiedersehen. Ihr müsst jetzt zu meiner Mama gehen und dann müsst ihr Hannah nochmal austauschen. Und das war ja in einer Situation, die für euch auch gerade etwas turbulent war, so kurz vor eurer E-Schließung. Und da wir dann zu euch an den Tisch gegangen sind und gesagt haben, es kommt jetzt vielleicht ein bisschen komisch, aber unsere Kinder wollen sich gerne wiedersehen. Ich erinnere mich gut an den ersten Blick, den ich vor dir passiert habe, so was wendet von mir? Bis ich dann erklärt habe, ja, ich bin der Papa von dem Kind, mit dem dein Kind gerade schon seit einer Stunde spielt. Genau und wir sind jetzt sehr gerne, ich habe dabei auch gehört, seid, werdet oder seid ihr da schon her? Wir sind schon hergezogen. Du war das erste Wochenende, wo wir nach uns umzugehen wollen. Wir müssen auf der Ehe auch noch ein bisschen zurechtfinden. Und dann heiratet ihr mal, ihr findet euch mal einen mal den letzten Koffer aus und dann können wir mal gucken, dass die Kinder wiedersehen. Und das hat eigentlich super funktioniert, ich meine, das sind jetzt auch schon was, zwei Jahre, die wir uns auch so sehr viel sehen. Und ich kann mich noch daran erinnern, als wir dann erzählt haben, so nach den ersten ein, zwei treffen, so was jeder so beruflich macht. Und wir ja, wir haben neben unserer Online Marketingfirma ja noch unser Projekt Glashunder, wo wir halt mungeblasenden und handbar mal einen Christbaumschmuck aus den Türingerraum anbieten. Als wir dann auch noch Anfang des Jahres 25, dann um die Ecke kam mit, ja, wir haben da jetzt so ein neues Projekt, wir mieten da die Fläche im Stadthaus. War Markus so, oh, da gibt's die Geschichte zu erzählen. Wir könnten ja mal. Und ich glaube, das war eigentlich so der Moment, wo wir halt auch festgestellt haben, wir verstehen uns privat sehr gut. Wir haben irgendwie wieder eine Geschichte zu erzählen, was einfach auch so interessant ist, glaube ich, ich weiß nicht, ob du mit Christbaumschmuck und so Glas Design vorher schon mal große Berührung gekommen bist und mit der Entstehungshistorie und so. Da, wo ich herkomme, Hennef, ist die Eifel nicht weit. In der Eifel ist Monschau. Da gibt es so eine Glasbläser-Geschichte, wo du dann halt auch hinterher immer hier am Ofen zugucken kannst, wie das macht. Deswegen Glasbläserrei hatte ich vorher schon gesehen. Die Eifel kann das auch. Wobei ja lauschen, als Geburtstunde des Christbaumschmucks, ja, so deklariert wird. Also das darf man ja auch nicht unterschätzen, nur das ist vorhin kurz angesprochen, denn das ist ein Kulturgut-Gut, was es zu schützen gilt. Da kann man auch mal anbringen, dass es ein immatrielles Kulturerbe Deutschlands ist, was von der UNESCO geschützt wird. Die UNESCO ist da auch dran, das auch zum weltweiten Kulturgut erklären zu lassen, weil es die Geburtstunde eben in Lauscher und um Lauscher herum gegeben hat. Auch wir beziehen unsere Warrier eigentlich nur aus Lauscher und den kleinen Ortschaften um Lauscher herum. Da sind auch wieder sehr regional, sind auch da in der glücklichen Position, dass wir wissen, wo unsere Glasware produziert werden, dass wir in die Werkstätten reingehen können, dass wir in den Großteil unserer Malerinnen und auch Glasbläser wirklich erkennen und die Möglichkeit haben, individuell für uns Dinge anzupassen, kurzfristig Projekte verwirklichen können. Und auch einfach das Handwerk fördern können, weshalb dieser Podcast und der Glaswunderstor, in dem wir uns jetzt auch gerade befinden. Eigentlich ein kleiner Schlenker ist von einer Bürofläche in Berlin mit einem Pop-Up-Stor zu einem ersten lokalen Geschäft am Markt in Kogurg. Und der Weg dahin zu diesem Geschäft war auch gar nicht so einfach, also vor allem auch erst mal die passenden Glasbläser zu finden in Lauscher und umgebung war gar nicht so einfach. Da habe ich mir mal in Wochenende Zeit genommen und bin mal zwei, drei Tage lang in Lauscher und umgebung alle Glasbläser abgefahren und habe einfach überall mal an der Tür geklopft und habe gesagt, "Hallo, ich bin der Dennis. Ich habe von Glasblasen gar keine Ahnung. Ich betreibe einen Webshop und ich möchte gerne Chris Bombschmuck bei euch einkaufen." Und dann habe ich ganz schön viele Skiefe blicke geerntet. Hatte ich kann mich in dein frustriertes Gesicht nach dem Wochenende erst budeiligert? Ja, war gar nicht so einfach dort überhaupt erst mal anzukommen, weil man doch Einkäufern gegenüber sehr vorsichtig waren. Das hat auch ein Hintergrund. Da ist in den 90ern und der 2000er, Anfang der 2000er, viel von den großen Kaufhäusern eingekauft worden. Einkäufer waren so verschrien. Das, was ich schon kurz angedeutet habe, so drücken bis auf den letzten Cent. Und so bin ich mehr oder weniger auch erst mal empfangen worden. Man hat mich erst mal so gemustert und geguckt, mal gucken, was der Typ hier will. Am Ende haben wir Gott sei Dank viele, viele nette Glasblaser-Familien dann gefunden. Das war aber auch ein langer Weg. Man musste dann ein bisschen Eis brechen. Die mittlerweile mit uns in einer super tollen Zusammenarbeit arbeiten. Und am Ende dieser Tour stand ich eigentlich noch da und war ziemlich frustriert, weil zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht so richtig gleich jemand reit war, meine Begeisterung zu teilen und zu sagen, ja, hier, wir wollen für dich produzieren. Mit einer Ausnahme der Markus Schäffler, der hat mir damals die Tür aufgemacht und gesagt, er findet die Idee und das Projekt super. Und es ist genau der richtige Weg zu sagen, nicht mehr auch in Deutschland und in der ganzen Region nicht mehr so viel auf Massenproduktion zu gehen, sondern eher dieses Thema Klasse statt Masse hervorzuheben. Und mit dem haben wir dann auch zwei Jahre super gut zusammengearbeitet. Das hat super toll funktioniert. Und haben dann Anfang des Jahres weiter ausgebaut, auch mit weiteren Glasbläsern dann zusammenzuarbeiten. Und da kam er vor allem, das ist ja am Ende gar nicht so auf meinem Mist gewachsen. Das war ja eher dein Erfolg dann, dass du dort mit deiner Runde in Lauscha dann viel mehr offene Türen eingerannt hast als ich damals. Ja, seit zwei Jahren besuchen wir hier diesen wunderschönen Kleinen Weihnachtsmarkt in Kobra. Und ich selber bin immer so ein Mensch, wenn ich irgendwo hinfahren oder wenn ich Besuch habe, man nimmt immer sowas kleines Regionales mit. Und auf dem Weihnachtsmarkt bin ich jetzt nicht der Mensch, der Tassen sammelt. Ich kenne ganz ganz viele, die von jedem Weihnachtsmarkt sich eine Tasse mitnehmen. Ich suche mal nach so anderen kleinen Dingen. Und habe festgestellt, Kobog hat keinen Christbaumschmuck, obwohl ja Kobog eine Region ist, die viel schon mit Glas und Christbaumschmuck auch zu tun hat. Aber es gibt jetzt nicht das It-Peas, was du auf dem Weihnachtsmarkt kriegst. Und hatte Anfang des Jahres dann einfach mal eine E-Mail an unseren Oberbürgermeister geschrieben mit der Bitte um ein Gespräch. Weil ich mir dachte, meine neue Wahlheimat Koburg, ich möchte irgendwie hier sowohl, ich möchte, der statt was zurückgeben. Vielleicht kann man das ja ein Verbindung mit der Stadt machen, habe selber aber auch noch nie mit einer Stadt zusammengearbeitet und war eigentlich nur da, um mal so abzuklären, was muss ich berücksichtigen. Darf ich alles auf so eine Kugel machen oder gibt es da Einschränkungen und hatte da einfach mal um einen Termin gebeten und habe im Rathaus dann. Den Termin bekommen mit einem sehr lärreichen Plan, auch was man zum Beispiel machen darf und was nicht. Also man darf zum Beispiel nicht einfach alles drücken, einiges ist unter Schutz und dann kam auch so die Idee für den Glaswunderladen, so das erste Mal. Und dann Jesus aber naja, wenn ich so einen Glaswunderladen mache, da muss ich ja auch irgendwie schauen, dass ich wahre reinkriege. Und wir hatten Anfang des Jahres dann auch die Herbsbotschaft, dass unser damaliger Produzent leider inser Wins anmelden musste. Und wir halt auch dieses Problem hatten, wir brauchen, wenn wir Glaswunder weiter betreiben wollen, Produzenten. Und gerade mit dem Gedanken im Hinterkopf, man möchte auch eine Ladenfläche aufmachen, ohne wahre ist das auch ein bisschen schlecht. Und dann bin ich noch mal hochgefahren nach Lausche, hatte vorher noch mal ein paar Telefonate geführt und habe gesagt, hey, wie schaut es denn aus? Hatte da tatsächlich das Glück vielleicht zur richtigen Seite, am richtigen Ort zu sein und vielleicht auch so ein bisschen den Großstadtscharm zu machen. Ich weiß noch, dass ich bei einem meiner Glaspläser, ja, so vielleicht ein bisschen Overdressed ankam mit hohen Schuhen und Businesskleidchen und Blazer und Schal da in diese Hütte einmal schiebt werden. Aber auch gesagt hab du, das ist dein Zuhause, deine Werkstatt. Ich hab jetzt nicht erwartet, dass du mir im Anzug gegen Übersitzern nicht vollkommen fein, dass du hier in deiner Arbeitskleidung sitzt. Dass der Brenner hier vor sich hinflammt, dass es ein bisschen nach Farbo und auch nach Russ stinkt, bin ich vollkommen fein. Und so haben sich dann die Gespräche tatsächlich ergeben und was ich auch festgestellt habe, viel über Empfehlung. Und der Michael Haberland ist auch ein Mensch, der mir persönlich sehr sehr viel auch Empfehlungen ausgeschrieben hat und gesagt hat, hey, wenn du noch was brauchst, dann geht doch mal zu denen oder geht doch mal hier hin oder ich kenne da jemanden, der könnte vielleicht auch passen. Und so führt man dann halt kleine Gespräche mit unterschiedlichen Glasbläsern und ich glaube so langsam verwirklicht sich so so einem riesen Projekt und zu ganz viel neuem, was wir mal strukturieren und durchbrechen müssen. Wir haben jetzt ja festgestellt, Lauscher ist Geburtsort von Weihnachtskugeln. Was war jetzt trotzdem, das besondere jetzt trotzdem zu sagen, okay, wir wollen es nur mit Lauscherkugeln machen, sozusagen. Ich meine, es gibt ja wenig Alternative, also es gäbe ja wahrscheinlich auch Alternative, aber wir hatten es ja schon, keine Masse, mehr Klasse. Aber genau, warum, warum Lauscher? So, Lauscher vor allem, es ist um die Ecke, ne? Ich fühle ein gutes Argument, genau. Krutz, kurze Wege sind immer gut, aber im Halt auch weil es die Geburtsstätte des Christbaumschmuckers ist, war für mich Lauscher die erste Anlaufstelle überhaupt. Man findet dort oben ganz, ganz viele Menschen, die ja, mit diesem ganzen Thema Glas und auch ganz, ganz viele Betriebe, die mit diesem Thema Glas umgehen. Es ist dort der Dreh- und Angelpunkt des Seins, will ich mal fast sagen. Und ich hab festgestellt auf meinen Reisen nach Lauscher und auch den Gesprächen mit Händlern oder Glasbläsern aus anderen Regionen, Deutschlands oder Europa. Das ist doch schon nochmal was anderes ist. Das ist die Frage der Philosophie dahinter. In Lauscher hab ich das Gefühl, dass dieses Handwerk tatsächlich gelebt wird. Und das war für mich der Ausschlaggebende Punkt zu sagen, ja, das ist auch die richtige Philosophie, die ich mit dieser Marke Glaswunde auch gerne vertreten möchte, nämlich dieses Handwerk zu leben. Und das eben nicht darauf ankommt, möglichst viel Anwahrer zu produzieren, sondern möglichst schön wahrer zu produzieren. Und das war eigentlich so der Grund, warum Lauscher. Und wie habt ihr es dann hingekriegt, denn also Tradition ist ja das eine. Natürlich gibt es die klassische Christbaumkugel. Und viele wollen auch genau diese Tradition an ihrem Baum sehen. Trotzdem muss man ja auch gucken. Es gibt auch jüngere Menschen. Wie bringt man diesen wirklich, dann mal wahrscheinlich auch sehr alt eingesessenen, auch sehr fest in ihrer Tradition drin? Trotzdem bei, dass man auch Dinge mal verändern muss, dass man auch Sachen braucht, die sich dann mal der moderneren Zeit anpassen, sprich auch die Form mal zu verändern, andere Dinge zu machen. Und wie bringt man es denen bei, dass man ja dann auch gleichzeitig quasi das Handwerk aus Lauscher mit moderneren vielleicht auch den Kindern zuträglicheren oder einfacher zugänglicheren Dingen verbindet? Ich glaube, das ist an dem Punkt, gar nicht zu sehr auf diese Veränderung zu drängen, sondern zu sagen, ihr habt eure Daseinsberechtigung, eure Handwerkskunst, euer, euer, euer Geschichtlichen und traditionellen Hintergrund. Wir haben das Glück, dass wir mit Glasbläser Familien zusammenarbeiten, die sich des Wandels durchaus bewusst sind und auch bereit sind, uns mal probieren zu lassen. Ich glaube, da ist bei uns die gute Mischung aus, wir haben unsere Fachexpertise im Sinne der Handwerker und wir haben aber dieses nicht vom Fachsein, also diesen über den Tellerrand hinausblickenden Charakter, so ein bisschen, wo man auch diese zwei Welten halt sieht. Also einmal der Großstädter gegen den kleinen Lauschere und auf der anderen Seite auch dieses Online-Business, das Weltweite agieren im Online-Bereich und der Social Media- und Marketing-Welt und der Erfahrung allgemeinen Webprojekten gegenüber diesem klassischen traditionellen Handwerk. Und da geht's uns und das ist auch was, was wir sehr, sehr leben und auch immer wieder betonen, es geht nicht darum, das eine zu verändern, um das andere nach vorne zu bringen, sondern beides miteinander zu verbinden. Und klassische Strukturen, wie zum Beispiel die Vögelchen oder die ganz einfache Glaskuhl, es ist eine Glaskuhl so und ob man die dann bemalt oder nicht bemalt und ob man sie rot färbt oder nie an Ping. Das sind einfach Versuchspunkte, wo man sagt, wir haben den Luxus in kleinen Auflagen Dinge ausprobieren zu können, ohne dass wir mit dem Finger auf die Produkte, die es schon seit eh und hier gibt zeigen und sagen, das ist ja alles alt. Also wir versuchen viel Tradition und moderne miteinander zu verbinden. Da habe ich eine Geschichte zu. Da dann? Auf meiner Tour durch Lauscha habe ich ja natürlich dann überall bei den einzelnen Glasbläsern, auch so ein paar Musterstücke eingekauft, um dann zu sagen, wie baut man eventuell dann auch an Sortiment auf? Und was macht man so an traditionellen Stücken? Was macht man eventuell an moderneren Stücken? Und dann habe ich bei diesen Menschen, die ihr Handwerk wirklich verstehen, wunderschöne Ornamente bekommen, die aber in ihrer Verpackung eigentlich untergegangen sind. Das war ein einfacher grauer Karton mit ein bisschen Papier drin, hat man die dann reingesetzt, dann hat man mir die in die Hand gedrückt. Und da habe ich festgestellt, ja, diese Handwerke, die ihr Handwerk super gut beherrschen, sind keine Verkäufer. Das ist aber das, was wir können, wir können das ganze Handwerksthema auf die Bühne bringen, die dieses Handwerk eigentlich verdient und auch diese wundervollen Ornamente verdienen. Deshalb haben wir ganz viel Zeit und Geld in die Entwicklung unserer Verpackung gesteckt, dass sie sowohl im Onlinehandel wie auch im stationären Handel gut funktioniert. Und das auch alles drum rum um dieses Handwerk, diese entsprechende Wertschätzung für das Handwerk mitträgt. Das war uns ganz, ganz doll wichtig. Das sind letztendlich irgendwo die Geschichten, finde ich, die manchmal wert sind, einfach erzählt zu werden. Ob das jetzt immer nur ihr erzählt oder auch mit den Gästen auch andere finden, die vielleicht auch parallelen haben, wo man sagt, wie es gibt Berührungspunkte. Da können wir jetzt ja auch schon mal darauf eingehen, was wir so ungefähr geplant haben wie die nächsten Folgen. Das sind jetzt erst mal, dass wir vom inhaltlichen sehr nahen, die Weihnachtszeit reingehen. Weil es wird ein paar Aktionen geben, Aktionstage in Kurburg, die man natürlich auch mit einem stationären Laden sehr gut verbinden kann. Aber wir haben uns auch ab nächstem Jahr sozusagen auf die Fahne geschrieben, uns mal mit der Glaskunst an sich zu beschäftigen. Ja, wir haben es heute schon gesagt, mit UNESCO-Welterbe, lauscher Region und halt auch. Und ich glaube, das ist vielleicht auch was, was dieser Podcast dann irgendwann ausmachen kann. Ja, es ist halt ein Medium, was im Moment krass konsumiert wird, auch von jüngeren. Was er vielleicht, wenn sie halt Geschichten wieder hören, die sie vielleicht auch ansprechen, dann halt auch eine Region wie Lauscher wieder gut tun kann. Weil sie vielleicht dann auch einfach manche jungen Menschen verstehen, Handwerk ist was, was sich lohnt. Man sagt nicht umsonst, der Handwerker ist der Millionär von morgen. Wohl war. Da sprichst du auch was an Thema junge Menschen und Handwerk und Verein. Wir führen ja in Kurburg jetzt unseren ersten Store und haben uns ja auch ganz bewusst für ein Konzept entschieden, was gar nicht so neu ist, weil das man Handwerk zum Anfassen und Beobuchten hat, hat eigentlich jahrelange Tradition. Sie ist nur aufgrund von großen Handelsketten und so weiter stark zurückgegangen. Also auch ich als gebürtige Berlinierin bin außerhalb von Berlin gute sechs Jahre zur Schule gegangen. Und ich konnte meinem Schuster durch ein großes Schaufwinster zugucken, wie der halt die Schuhe repariert hat. Und das war ja auch eine Idee, warum wir in Kurburg gesagt haben, wir machen die Schauwerkstatt, um halt den Menschen wieder das Handwerk näher zu bringen. Das Konzept einfach in den Laden zu gehen und wahre zu kaufen, die auch online bekommen. Ist natürlich so ein Punkt, wo wir gesagt haben, nee, das machen wir nicht. Wir setzen das Handwerk wieder in den Fokus. Wir haben eine kleine Schauwerkstatt eingerichtet, wo sowohl das Glas blasen als auch das Glas bemalen möglich ist und auch sehr, sehr viele Menschen begeistert. Ob es jetzt dann vor den Schaufwänstern ist, nur zum Zugucken oder auch die Möglichkeit, selber mal eine Kugel aufzublasen, wo wir auch gerade jungen Menschen wieder etwas nah bringen, wo die teilweise auch gar nicht wissen, dass es das Mund geblasen so eigentlich gibt, dass es halt nicht typisch ist. Irgendwie in einen anderen Laden zu gehen und zu sagen, auch da gibt es ja Weihnachtskugeln, die nehme ich mal mit. Sondern halt auch zu sagen, hey, da sitzt wirklich einer von der Flamme und blaes den Kolben auf und dann wird er verziert. Und diese ganzen Schritte und diese Traditionen einfach mehr auch in den Fokus zu rücken. Das Thema Handwerk zum Anfassen, glaube ich, ist ganz, ganz doll wichtig in unserer jetzigen Zeit. Warum soll ich mir die Mühe machen, als Kunde überhaupt noch zum Einkaufen vor die Tür zu gehen? Und das war eigentlich auch eine der Hauptideen, diesen Laden zu machen, was wir gesagt haben, der Kunde kommt nicht mehr nur zum Einkaufen, sondern vor allem auch um etwas zu erleben. Wie gesagt, wir wollen dort Folgendes miteinander kombinieren, nämlich einmal, dass unsere Kunden sehen, wie wird unsere wahre Hergestellt? Also dieses Thema Anfassen, warum rufen wir ein gewissen Preis auf, das Thema Wertigkeit und Wertschätzung für das Handwerk? Und dem Kunden aber gleichzeitig auch was zu bieten als Erlebnis, dass man sagt, ich gehe gerne in die Stadt, dass ich etwas erleben kann. Und damit wollen wir auch der Stadt Kobog ein Stück weit was zurückgeben. Nach Corona hatte Kobog ja auch ein Stück weit mit Lärstand zu kämpfen, was ich jetzt, hab ich zumindest so das Gefühl wieder besser hat. Aber der Kunde kommt halt in die Stadt, um was zu erleben. Und deswegen haben wir gesagt, da schaffen wir diese Energie aus diesen drei großen Punkten und das ist, glaube ich, unsere Daseinsberechtigung. Das Handwerkskunst wieder sichtbarer wird. Ich glaube auch, dass das vor allem für einen Laden, der eigentlich erstmal etwas sehr saisonales hat, schon noch mal so ein gewisse Anziehungspunkt, dass die Leute wirklich verstehen, man kann dir das Ganze ja sich was angucken. Da spricht nun ganz, ganz wertvollen Punkt auch an. Nur wenn man unser Produkt, ich sag mir so, zur Hauptjahreszeit ab dem vierten Quartal kaufen kann, heißt es ja nicht, dass wir auch erst im vierten Quartal anfangen, einzukaufen und zu produzieren. Also unsere Glasbläser arbeiten das ganze Jahr durch. Das fängt bei unseren Planungen zum Beispiel im Januar Februar an. Was für neue Figuren nehmen wir auf, welche Farbmuster haben wir eventuell, die wir mal ausprobieren wollen, dann besprechen wir uns mit unseren Produzenten. Dann produzieren die unsere Ware, wir sitzen teilweise und das ist dann nicht jeder Job hat, nur schöne Zeiten. Und dann ist es schon frustrierend, wenn andere im Freibert sind bei 30 Grad und man hier Weihnachts-Onormente einpackt. Ich mein, man macht das alles immer sehr gerne, aber manchmal sind dann halt schon so die Punkte um und denkt, super, so eine Kugel Eis wäre jetzt auch nicht schlecht. Aber man muss dann halt das Ganze, ja, man hat das ganz sehr Weihnachten. So ist es halt auch bei unseren Glasbläser, natürlich machen wir auch weit mehr als nur Weihnachtskugeln, sondern es wird auch ein Oster- und Sommer-Sortiment geben. Das Thema, was wir zum Beispiel machen mit den Granulatkugeln, die unten aufblassbar sind, ist ja etwas, wo wir ganz bewusst darauf setzen, dass es nicht unbedingt nur mit Weihnachten zu tun hat. Sondern so eine Granulatkugel kann man ja auch durchaus das ganze Jahr ins Fenster hängen und weil du es auch vorhin angesprochen hast. Es bückt fast die Nation und dazu kann ich eine ganz süße Geschichte erzählen. Ich hatte eine Kindergartengruppe, die hier langspaziert ist und vom Fensterstand und die Erzieherin so ein bisschen versucht hat zu erklären, aber auch nicht wusste, was so genau da ist. Das habe ich mitgekriegt und bin raus und habe sie in den Laden geholt und habe den das alles erklärt, was wir hier machen, warum wir es so machen. Und am Samstag kam auch einmal ein kleines Kind mit seiner Mama in den Laden und meine Mama, schau mal, und da steht eine Feuerwehr und guck mal, du liebst doch Erdmännchen. Da auch gerade den kleinen, die Besonderheit an die Hand zu legen und so sagen, guck mal, hier so wird das gemacht und dann hast du am Ende ein fertiges Produkt, fasziniert, glaube ich, alt wie Jung und wenn ich dann eine ältere Dame denke, die zur Eröffnung hier in den Laden kam und sagte, ach, na ja, als kleines Mädchen hat sie einmal mit 5-6, muss sie gewesen sein, in lausche auch eine Kugel aufgeblasen. Und das findet sie so schön, weil das bei ihr wieder Erinnerung war ruft. Und dann hier so stand und so rumgedruckst hat und ich dann gesagt, ja, wollen sie denn selber auch und sie gleich, nein, nein, ich bin 84, das brauche ich nicht. Ich sage aber, es sieht doch so aus, probieren sie es doch und die dann wirklich mit trainenden Augen dargestanden, das dann gesagt hat, wie es es noch mal erleben zu dürfen. Geht einfach so über Grenzen hinaus, sei es jetzt, dass man hochwert nach lauscher oder dass man ein bestimmtes Alter hat. Ich glaube, diese Faszination für dieses Handwerk ist einfach, das zum anfassen zu holen und auch so ein bisschen die Barrieren zu brechen und so sagen, wir versuchen vieles einfach auch wieder sichtbar zu machen. Das glaube ich ein schöner, schöner Anreiz und gerade auch eine Lage am Markt 1a zur Weihnachtsmarktzeit in der Spitalgasse, wo man viele Menschen im vorbei gehen sieht, die man dann für regionale Kunst begeistern kann. Es glaube ich sehr viel wert. Und wer die Glasbläserin mal in Action sehen will, sollte definitiv immer Samstags in der Stadt sein. Samstags von 10 bis 18 Uhr haben wir unsere Liebe Anja da, die live in Action sowohl mit euch Kugeln aufbleist als auch kleine Figurchen zaubert. Und wen haben wir in Episode 2? In Episode 2 haben wir das große Glück. Markus Zimmer glaube ich. Genau, unseren Nachbarn, unserem Nachbarn direkt am Markt als Kastbegrissen zu dürfen. Genau, Markus Zimmer aus einem goldenen Kreuz wird unser erster nachbarschaftlicher Gast. Und ich habe gehört, wir gelernt endlich, was über das Geheimnis des Rothschafs. Richtig. Das Kochhandwerk von Kobog. Das war Episode 1 von Glasklar. In der nächsten Folge sprechen wir mit Markus Zimmer vom goldenen Kreuz Kobogs ältesten Gast aus. Es geht um fränkische Küche, das Geheimnis der Kobogarutscher und warum Handwerk auch in der Gastronomie zählt. Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Vorstellung der Podcast-Gäste und ihrer Hintergründe
Entstehung von Glasswunder
Persönliche Verbindung der drei "Zugezogenen" zu Coburg und Motivation für den Podcast: Geschichten über Handwerk, lokale Geschäfte und die Stadt erkunden.
Herausforderungen bei der Partnersuche mit Glasbläsern in Lauscha aufgrund von Vorbehalten aus der Vergangenheit gegenüber Großabnehmern.
Der zufällige Kennenlernmoment der Familien über ihre Kinder im Coburger Brauhaus als Ausgangspunkt der gemeinsamen Geschichte.
Summary:
In der ersten Episode des GlassClar Podcasts stellen sich die Gastgeber Dennis und Taleka sowie ihr Gast Markus vor. Dennis und Taleka, die Gründer von Glasswunder, sind von Berlin nach Coburg gezogen und haben sich auf den Verkauf von traditionellem, handgefertigtem Christbaumschmuck aus der Glasbläserregion um Lauscha spezialisiert. Ihr Leitmotiv ist "Klasse statt Masse", um das lokale Handwerk als Kulturgut zu bewahren.
Markus, beruflich im Bereich Medienproduktion und Geschichtenerzählung tätig, regte den Podcast an, um die Geschichten hinter dem Handwerk und der Stadt Coburg zu erkunden. Die drei, alle "Zugezogene", lernten sich zufällig über ihre spielenden Kinder kennen. Der Podcast soll nun Nachbarn und lokale Akteure einbeziehen.
Dennis schildert die anfänglichen Schwierigkeiten, in Lauscha Glasbläser als Partner zu gewinnen, da diese aufgrund negativer Erfahrungen mit großen Kaufhäusern misstrauisch waren. Letztlich gelang der Aufbau einer Zusammenarbeit basierend auf gegenseitigem Respekt für das Handwerk.
FAQs
Dennis Viles, Gründer und Geschäftsführer der COFUX-GmbH sowie Initiator von Glasswunder, und seine Ehefrau Taleka Viles, Mitbegründerin von Glasswunder, sind die Gastgeber. Sie sprechen über Tradition, Handwerk und regionale Geschichten.
Markus Klante von Crash-Eismedia schlug vor, einen Podcast über den Glasswunder-Laden und regionale Geschichten zu machen. Die Idee wurde begeistert aufgenommen, um das Handwerk und die Geschichte der Region Kobok zu beleuchten.
Glasswunder konzentriert sich auf 'Klasse statt Masse' und bietet handgefertigten Christbaumschmuck aus der Region Lauscha an. Es wurde gegründet, um traditionelles Handwerk zu fördern und weg von reinem Preiskampf im Onlinehandel zu kommen.
Sie lernten sich über ihre Kinder im Bauhaus Stadl in Kobok kennen, nachdem die Kinder beim Spielen eine Freundschaft schlossen. Dies führte zu privaten Treffen und später zur gemeinsamen Podcast-Idee.
Der Christbaumschmuck aus Lauscha gilt als immaterielles Kulturerbe Deutschlands, das von der UNESCO geschützt wird. Seine Herstellung hat eine lange Tradition und wird als wertvolles Kulturgut angesehen.
Es war schwierig, Glasbläser in Lauscha zu finden, da diese aufgrund früherer negativer Erfahrungen mit Einkäufern vorsichtig waren. Durch persönliche Besuche und Überzeugungsarbeit konnten jedoch Kooperationen aufgebaut werden.
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