Die erste Folge des Podcasts "Die ökonomische Perspektive" legt das theoretische Fundament der Österreichischen Schule der Nationalökonomie dar. Ausgangspunkt ist die Definition von Ökonomie als Theorie des menschlichen Handelns (Praxeologie), bei der Individuen knappe Mittel einsetzen, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen und Ziele zu erreichen. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass Wert nicht objektiv in Gütern steckt, sondern subjektiv durch die Bewertung des handelnden Menschen entsteht. Diese Bewertung hängt von der individuellen Situation, Präferenzen und dem Grenznutzen (dem Nutzen der jeweils nächsten Einheit eines Gutes) ab. Die Österreichische Schule, begründet von Carl Menger und weiterentwickelt von Denkern wie Ludwig von Mises, stellt sich damit gegen objektivistische Werttheorien, wie die Arbeitswerttheorie, und argumentiert, dass Wirtschaft nicht wie eine Naturwissenschaft mit konstanten, messbaren Gesetzen behandelt werden kann. Da Wert subjektiv und nicht exakt quantifizierbar ist, können ökonomische Zusammenhänge nur durch logische Analyse des menschlichen Handelns verstanden werden, nicht durch rein empirische Modelle oder Planung.
Die ökonomische Perspektive. Ein Podcast über Ökonomie, Geld und Gesellschaftstheorie. Verstehe Ursachen, denke Clara, sehe die Welt auf der ökonomischen Perspektive. Viele ökonomische Denker in der Geschichte ging davon aus, das wert etwas Objektives ist. Etwas, dass einem gut inherent gegeben ist. Und auch heute denken viele Menschen noch so. Das Dinge ein festen, im trinzischen Wert besitzen. Oder dass man Wert irgendwie berechnen kann. Doch eine der wichtigsten Ökonomen des 19. Jh. stellt der genau diese Vorstellung grundlegend in Frage. Karl Mänger schrieb 1871. Wert ist nichts den Gütern innewohnendes, kein ihnen inherentes Merkmal und existiert auch nicht unabhängig von ihnen. Wert ist vielmehr das Urteil das wirtschaftlich denkende Menschen über die Bedeutung der ihnen zur Verfügung stehenden Güter, für ihren Lebensunterhalt und ihr wohl ergehenfällen. Daher existiert Wert nicht außerhalb des menschlichen Bewusstseins. Mit diesem Satz legt der Mänger in seinem Werk Grundsätze der Volkswirtschaft den Grundstein für ein völlig neues Verständnis von Ökonomie und gleichzeitig für die Denktradition die heute als österreichische Schule oder Austrian-Economics bekannt ist. Wir kommen zur ersten Folge von die ökonomische Perspektive, den Podcast über Ökonomie, Geld und Gesellschaftstheorie. So wie wir in dieser Folge das Fundament für alle weiteren Folgen legen, legt der Mänger damals das Fundament für eine Verständnis von Wirtschaft, das beim Menschen beginnt, nicht beim System. In der Introfolge haben wir darüber gesprochen, warum wirtschaftliches Denken so zentral ist. Ökonomie betrifft nicht nur Märte oder Unternehmen. Sie betrifft alle Menschen und zu jeder Zeit. Der Begriff Ökonomie stand vom griechischen Wort Eukuss, was so viel bedeutet wie Haus oder Haushalt. Und Ökonomia bedeutet die Führung oder Verwaltung dieses Haushalts. Ökonomie beschreibt also im Kern den Umgang mit den Mitteln, die einem Menschen zur Verfügung stehen, um sein Leben zu gestalten. Man könnte sagen, Ökonomie begann dort, wo der erste Mensch eine Handlung machte, um seine Situation zu verbessern. Ökonomie ist daher nicht primär eine Theorie über Geld, Industrie oder Börsen, sondern eine Theorie über menschliches Handeln. Über Entscheidungen, über Prioritäten, über Knapheit, über Ziele und Mittel. Und genau deshalb betrifft Ökonomie alles und jeden. Wie bereits erwähnt ist diese serie stark von der Denktradition der österreichischen Schule geprägt? Weil diese ein besonders klares und fundamentales Verständnis davon bietet, wie wirtschaftliche Zusammenhänge entstehen. Die österreichische Schule entstand im 19. Jahrhundert in Wien. Zu dieser Zeit war Wien mit London und Paris das Zentrum von Europa. Wien prägte unter anderem Künstler wie Gustav Glemmt, Architekten wie Otto Wagner und Adolf Loos oder auch der Psychoanalytiker Sigmund Freund, die zu dieser Zeit in Wien lebten. Kunst und Museen, die Oper, aber auch wissenschaftliche und politische Debatten von damals prägen bis heute unsere Welt. In den Wiener Kaffeheusen, dem Ort für Austausch intellektueller Ideen, saßen nicht nur Künstler, sondern Denker wie Karl Mänger, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Diskussionen auflammen ließen. Nach Karl Mänger wurde die österreichische Schule oder wie sie auch genannt wird, die Wiener Schule und der Anderem von großen Denken wie Eugen, von Böhm-Bahwerg, Lulwig von Mises und Friedrich August von Hayek weiterentwickelt. Sie wurde auch durch die Welt kriege geprägt, als Mises nach Amerika flüchtete und Hayek nach London. Daraus entstand dann Ostern-Economics und Denker wie Murray Rothbard und Hans Hermann Hoppe. Im Zentraler Ansatz ist, Ökonomie beginnt nicht bei Aggregaten wie Staat, Wirtschaft oder Gesellschaft, sondern beim Handeln in die Wieduum. Ludwig von Mises definierte Ökonomie als "die Studie von menschlichen Handeln unter Bedingungen der Knapheit". Die österreichische Schule bezeichnet diese Theorie, die Theorie des menschlichen Handelns als Praxiologie. Praxiologie setzt sich aus griechischen Worten zusammen, denn Wort Praxis, was Handlung bedeutet und Logie, die Lehre davon. So wie Geologie die Lehre von der Erde ist, ist Praxiologie die Lehre von menschlichen Handeln. Der Mensch handelt, das klingt trivial, ist aber extrem tiefgehend. Handeln bedeutet, ein Mensch setzt bewusst Mittel ein, um ein Ziel zu erreichen. Handlung bedeutet nicht einfach Bewegung, Handlung bedeutet Zielgerichtetes Verhalten. Der Mensch handelt, weil der Bedürfnisse hat und versucht diese zu befriedigen. Die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse ist die Grundlage allen wirtschaftlichen Handels. Ein hilfreiches Bild dafür ist die maßlaufsche Bedürfnispyramide. Menschen streben danach, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Von grundlegenden physiologischen Bedürfnissen bis hin zu Sicherheit, sozialer Zugehörigkeit oder selbstverrägliche. Der Ausgangspunkt ist also der Mensch, seine Handlung so wie Knapheit. Knapheit ist die Ausgangslage aus der Ökonomie entsteht. Wenn es keine Knapheit gäbe, würde Ökonomien nicht existieren. Der Mensch müsste nicht ökonomisch handeln. Ökonomisches Handeln bedeutet ein Mensch nutzt Mittel von denen er glaubt, dass sie geeignet sind, ein gewünschtes Ziel zu erreichen. Diese Mittel sind Knap. Daraus ergibt sich, der Mensch handelt und nutzt Knapermittel und Ziele zu erreichen. Wichtig ist, Handlungen sind nicht immer rational im Sinne von Perfektor Entscheidungen. Menschen haben begrenztes Wissen, Menschen machen Fehler, Menschen handeln immer Fakt, Menschen ändern ihre Meinung. Und trotzdem handelt sie immer Zweck gerichtet. Sie handeln, weil sie sich davon eine Verbesserung ihres Zustands erhoffen. Selbst eine impulsive Handlung erfolgt, weil der Handel der glaubt, dass sie ihm in diesem Moment ein besseren Zustand bringt. Etwa Erleichterung, Befriedigung oder das Vermeiden von Schmerz. So lässt er zum Beispiel seiner angestauten Wut freien Lauf, was in kurzfristig erleichtert. Welche Folken dies Landfristigkeit, war ihm in diesem Moment nicht bewusst oder egal. Wenn Menschen handeln, müssen sie entscheiden, welche Mittel sie einsetzen. Dafür müssen sie bewerten. Und genau hier kommt eine der wichtigsten Einsichten der Ökonomie in Spiel. Wert ist zujektiv. Menschen handeln auf Basis ihre subjektiven Einschätzung davon, welche Handlungen die nächste Beste ist, um ihren Zustand verbessern zu können. Diese Bewertung hängt ab von Zeit, Ort, Wissen, Situation, Preferenzen und Erwartungen. Daraus schließt sich. Der Wert eines Gutes entsteht nicht im Objekt selbst, sondern in der Bewertung des handelnden Menschen. Diese Idee wurde bereits von Richard Cantillion im 18. Jahrhundert erkannt und später von Karl Mänger und Ludwig von Mises systemisch ausgearbeitet. Jedoch lässt sie sich schon anhand der einfachsten Tatsachen beobachten. Manche Menschen mögen lieber Äpfel und manche Lieberoranschen. Ja, das ist sehr simple. Nun, ein etwas spezifischeres Beispiel. Wenn ich dir ein Kilogramm Gold anbiete, oder ein Liter Wasser. Was nimmst du? Offensichtlich entscheidest du dich für ein Kilogold. Davon kannst du dir ja unendlich Wasser und noch viele weitere Dinge kaufen. Aber stellen wir uns vor, du befindest dich seit zwei Tagen in der Wüste, ohne Wasser. Plötzlich wird der Liter Wasser wertvoller als Gold. Der Nutzen eines Gutes hängt also immer von der Situation ab, in der sich der Mensch befindet. Übrigens, was ist überhaupt ein Gut? Mänger sagte, ein Gut ist ein Objekt oder ein Mittel, von dem wir uns einen Nutzen versprechen. Etwas, das wir dafür nutzen können, unser Bedürfnis jetzt zu befriedigen, oder unserem Zustand zu verbessern. Dafür braucht es einen Menschen, der ein Bedürfnis hat und der über den Nutzen dieses spezifischen Gutes bescheidweiss. Dabei wird zwischen ökonomischen und nicht ökonomischen Güten unterschieden. Ein nicht ökonomisches Gut ist ein Gut, dessen vorhandene Menge größer ist, als die Menge, die von Menschen gebracht wird. Ungekehrt ist ein ökonomisches Gut, ein Gut, dessen Nachfrage das vorhandene Angebot überschleitet, oder anders gesagt, ein Knapes Gut. Die meisten Güter sind Knap. Ein Beispiel für ein Nichtknapes Gut wäre Luft. Es ist im Überfluss vorhanden und hat deshalb keinen Preis. Auch wenn es wichtig ist als alles andere in unserer Existenz. So ist Luft, beziehungsweise der Für uns Nützliche, der in ein halbes Sauerstoff in absoluter Betrachtung ein nicht ökonomisches Gut.
Respektive gratis. Bist du jedoch in einem anderen Umfeld? Beispielsweise auf über 5.000 m auf einer Experizion im Himalaya gebirgt? Oder in einer tiefen Rohrstoffmiene? Oder unter Wasser oder im Weltall? So wird auch Luft zu einem knappen ökonomischen Gut, welches etwa in Sauerstoffflaschen bezogen werden kann. Also nochmals zusammengefasst. Der Mensch nutzt Güter nach seiner subjektiven Bewertung, welchen nutzen sie ihm zur Erreichung seiner Ziele bringen. Ein weiteres schönes Beispiel für den subjektiven Wert ist das berühmte Wasser Diamant Paradox. Wasser ist offensichtlich lebenswichtiger als ein Diamant. Ohne Wasser überlebst du nicht. Und trotzdem kostet Wasser im Alltag oft fast nichts, während Diamanten sehr teuer sein können. Wie kann das sein? Die Antwort lautet, weil nicht der gesamte Nutzen eines gutes Entscheidend ist, sondern den Nutzen der jeweils nächsten verfügbaren Einheit. Wenn Wasser im Überfluss verhanden ist, dann ist die zusätzlich Einheit Wasser, die du gerade noch bekommst, oft nicht besonders wertvoll. Wenn die Diamanten selten sind, dann ist die zusätzlich verfügbare Einheit hoch bewertet. Dies nennt man Grenznutzen. Karl Mänger zeigte, dass Menschen Entscheidungen immer an der Grenze treffen, auf Englisch und Margen. Deswegen nennt man dies auch Marginalismus. Wo mit Mänger eine Revolution in der Ökonomie auslöste, beschreibt sich eigentlich ganz simple. Der erste Teller essen für einen hungrigen Menschen hat extrem hohen Nutzen. Der zweite Teller vielleicht etwas weniger. Der dritte noch weniger, der vierte kaum noch und der vierte kann sogar unangenehm sein. Das nennt man abnehmen den Grenznutzen. Der Nutzen eines gutes ist also nicht konstant. Erhängt davon ab, ich viele Einheiten man schon hat, in welcher Lage man sich befindet und welches Ziel man gerade verfolgt. Das zeigt, wert ist nicht objektiv. Wert entsteht durch subjektiven Nutzen für Menschen. Aber warum ist subjektiver wert so wichtig? Weil sonst komplett falsche Theorie daraus entsteht. Wert ist fundamental für Wirtschaftstheorie. Und die meisten anderen ökonomischen Denkschulen ignorieren subjektiven Wert oder beachten ihn nur teilweise. Die österreichische Schule ist die einzige, die den subjektiven Wert konsequent beachtet. Diesen Gegensatz zeigt insbesondere die Arbeitswertleere, wie sie beispielsweise von Adam Smith oder Karl Marx vertreten wurde. Die Arbeitswertleere besagt vereinfacht, der wert eines gutes entsteht durch die Arbeit, die zu seiner Herstellung nötig war. Doch dieses Argument hat ein fundamentales Problem. Nur weil jemand viel Zeit oder Arbeit investiert, entsteht daraus nicht automatisch wert. Diese Theorie würde besagen, wenn jemand acht Stunden lang ein Loch in der Sahara gebt, dann hätte dieses Loch den Wert der acht Stunden Zeit die aufgewendet wurden. Aber nur weil jemand Zeit aufgewendet hat, entsteht daraus nicht automatisch ein wertvolles Gut. Selbst wenn die Arbeit noch so hart war, hat das Loch keinen Wert. Wenn es niemand nützt, Wert entsteht nicht durch Arbeit allein. Wert entsteht durch die Bewertung anderer Menschen. Es gibt keinen intrinsischen Wert eines Gutes. Es gibt nur subjektiven Wert. Hier kommen wir zum sogenannten Methodenstreit. Die zentrale Frage lautet, ist ökonomie eine Naturwissenschaft oder eine Sozialwissenschaft? Naturwissenschaften untersuchen Phänomene mit konstanten reproduzierbaren Zusammenhängen. Zum Beispiel gefriert Wasser auf mehr Resöhe immer bei derselben Temperatur. Diese Gesetzmäßigkeiten können unendlich oft gemessen und empirisch überprüft werden. Modelle Wirtschaftswissenschaft versucht häufig, ökonomie ähnlich zu behandeln. Als wäre menschliches Handeln ebenfalls durch konstante messbare Beziehungen bestimmenbar. Doch genau hier liegt das Problem. Menschen sind keine konstanten Objekte. Menschen lernen, verändern ihre Präferenzen, regieren unterschiedlich auf scheinbar gleiche Situationen. Und streng genommen gibt es niemals exakt gleiche Bedingungen. Deshalb kann es keine exaten Naturwissenschaftlichen Konstanten, das menschliche Handeln geben, auf welcher eine empirische Wissenschaft über menschliches Handeln aufgebaut werden könnte. Und auf dessen Basis man Aussagen über die Zukunft machen könnte. Wert ist zu beaktiv und kann nicht exakt gemessen werden wie eine physikalische Größe. Man kann nicht sagen, ein Apfel ist exakt 2,6 Orangienwert. Manche mögen Äpfel mehr, manche Orangien. Es gibt keinen Objektivenwert für nutzen. Auch Preise sind nicht identisch mit Wert. Ein häufiger Fehler besteht darin zu glauben, Wert lasse sich objektiv messen und etwa in Geldernheit ausdrücken. Tatsächlich zeigen Markpreise nur eine Grenze der Bewertung zu einem bestimmten Zeitpunkt und Ort. Nicht aber den genauen Wert, den einen Gewidium, einem Gut bei ihm ist. Wenn jemand ein Gut für 1000 Franken verkauft, wissen wir lediglich, dass der Verkäufer es mit weniger als 1000 Franken bewertet. Während der Käufer es mit mehr als 1000 Franken bewertet. Der Tausch selbst liefert also wichtige Informationen über Preferenzen, aber niemals eine exakt messbare Größe des Werts. Wert ist nicht messbar und menschliches Handeln niemals konstant. Es lassen sich keiner Analyse über zukünftige Erreignisse machen und man kann die Wirtschaft nicht planen, wie es einem lieb ist. Die österreichische Schule argumentiert deshalb. Empirie kann historische Zusammenhänge beschreiben, aber keine universellen Gesetze der Wirtschaft liefen. Ökonomie beginnt mit logischer Analyse menschlichen Handels und nutzt empirische Obobachtung erst im zweiten Schritt. Daten alleine erklären nichts. Ohne Theorie können Daten nicht interpretiert werden. Makro entsteht aus Mikro. Gesellschaft entsteht aus Individuen. Nicht starten handeln. Menschenhandeln. Somit sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Episode folgende. Theorie ist notwendig, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und Ökonomie beginnt beim menschlichen Handeln. Handeln heißt, Ziele zu verfolgen und dafür knappe Mittel zu nutzen. Handlungen richtet sich nach individuellen Bewertungen von Menschen. Dieser Wert existiert nicht in Dingen. Er existiert ausschließlich im Kopf von Menschen. Er unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und ist abhängig von Zeit, Hord und Gegebenheiten. Das heißt, es gibt keinen Interinsischen Wert. Wert ist subjektiv und nicht messbar. Auch der Preis ist nicht der Wert. Wert entsteht durch subjektiven Nutzen und durch die Abwägung gegenüber anderer Werten. Und der Nutzen entscheidet sich andere Grenze zur nächsten Einheit. Wir haben nun gesehen, dass wir als Menschen die Freiheit haben, unsere eigenen Prioritäten zu setzen. Doch diese Freiheit stößt an eine unerbitterliche Mauer, die Mauer der Knapheit. Diese Grenze kann niemand biegen. In der nächsten Episode verlassen wir die Theorie des menschlichen Handels und widmen uns der Harden Realität der Physik. Warum Zeit die ultimativ knappe Ressource ist? Und was das für unsere Souveninität wirklich bedeutet? Wenn dir diese Folge gefallen hat, abonniert ein Podcast und teilen mit jemanden, der logikt das menschlichen Handeln verstehen sollte. Ich hoffe, wir hören uns schon in der nächsten Folge wieder, in der wir fragen, wenn Menschen handeln, entscheiden und bewerten, welche Rolle spielen dabei wissen, anreize und vor allem Zeit. Sie die Welt mit neuen Augen aus der ökonomischen Perspektive. Danke fürs Zuhören. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Ökonomie wird als Theorie menschlichen Handelns definiert, die bei individuellen Entscheidungen unter Knappheit ansetzt, nicht bei aggregierten Systemen.
Der Wert eines Gutes ist nicht objektiv oder inhärent, sondern entsteht subjektiv durch die Bewertung handelnder Menschen, abhängig von deren Bedürfnissen, Situation und dem Grenznutzen.
Die Österreichische Schule der Nationalökonomie, begründet von Carl Menger, betont diese subjektive Wertlehre und lehnt objektivistische Theorien wie die Arbeitswerttheorie ab.
Wirtschaftliche Phänomene können nicht wie naturwissenschaftliche Gesetze empirisch gemessen oder vorhergesagt werden, da menschliches Handeln nicht konstant ist.
Summary:
Die erste Folge des Podcasts "Die ökonomische Perspektive" legt das theoretische Fundament der Österreichischen Schule der Nationalökonomie dar. Ausgangspunkt ist die Definition von Ökonomie als Theorie des menschlichen Handelns (Praxeologie), bei der Individuen knappe Mittel einsetzen, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen und Ziele zu erreichen. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass Wert nicht objektiv in Gütern steckt, sondern subjektiv durch die Bewertung des handelnden Menschen entsteht.
Diese Bewertung hängt von der individuellen Situation, Präferenzen und dem Grenznutzen (dem Nutzen der jeweils nächsten Einheit eines Gutes) ab. Die Österreichische Schule, begründet von Carl Menger und weiterentwickelt von Denkern wie Ludwig von Mises, stellt sich damit gegen objektivistische Werttheorien, wie die Arbeitswerttheorie, und argumentiert, dass Wirtschaft nicht wie eine Naturwissenschaft mit konstanten, messbaren Gesetzen behandelt werden kann. Da Wert subjektiv und nicht exakt quantifizierbar ist, können ökonomische Zusammenhänge nur durch logische Analyse des menschlichen Handelns verstanden werden, nicht durch rein empirische Modelle oder Planung.
FAQs
Karl Menger argumentiert, dass Wert nicht objektiv in Gütern innewohnt, sondern ein subjektives Urteil wirtschaftlich denkender Menschen über die Bedeutung von Gütern für ihr Wohlbefinden ist. Wert existiert daher nur im menschlichen Bewusstsein.
Die österreichische Schule ist eine Denktradition, die im 19. Jahrhundert in Wien entstand und Ökonomie als Theorie des menschlichen Handelns unter Knappheit versteht. Sie betont subjektiven Wert und beginnt mit individuellen Handlungen, nicht mit Aggregaten wie Staat oder Wirtschaft.
Subjektiver Wert bedeutet, dass der Wert eines Gutes nicht im Objekt selbst liegt, sondern aus der individuellen Bewertung eines Menschen entsteht, abhängig von Bedürfnissen, Situation und Präferenzen. Er ist nicht messbar und variiert von Person zu Person.
Ökonomische Güter sind knapp, da die Nachfrage das Angebot übersteigt, während nicht-ökonomische Güter im Überfluss vorhanden sind, wie Luft unter normalen Bedingungen. Knappheit macht ein Gut ökonomisch relevant und kann sich je nach Situation ändern.
Das Paradoxon zeigt, dass Wasser lebenswichtig, aber oft billig ist, während Diamanten unnötig, aber teuer sein können. Dies liegt am Grenznutzen: Der Wert hängt vom Nutzen der nächsten verfügbaren Einheit ab, nicht vom Gesamtnutzen des Gutes.
Knappheit bedeutet, dass Mittel begrenzt sind, während Bedürfnisse unbegrenzt sind. Ohne Knappheit gäbe es keine Notwendigkeit für ökonomische Entscheidungen, da Menschen nicht zwischen alternativen Verwendungen knapper Ressourcen wählen müssten.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.