Die Filmanalyse präsentiert zehn bedeutende Filme, die das Medium in seiner Vielfalt und Tiefe erfassen. Den Anfang macht Dziga Vertovs selbstreflexiver Dokumentarfilm "Der Mann mit der Kamera", ein grundlegendes Lehrstück filmischer Technik. Howard Hawks' "Tote schlafen fest" setzt hingegen auf Stil und Atmosphäre statt auf Plot. Dominik Grafs "Die Katze" bietet ein intensives Kinoerlebnis, während Tom Fords "A Single Man" Trauer in ästhetischer Schönheit zeigt. Werner Herzogs "Stroszek" porträtiert Außenseiter, und Nicholas Rays "Johnny Guitar" wird als feministische Western-Oper gewürdigt. Claude Sautets "Die Dinge des Lebens" meistert die Montage von Zeit und Erinnerung. Max Ophüls' "Brief einer Unbekannten" und Sofia Coppolas "Lost in Translation" erforschen auf je eigene Weise Sehnsucht und Entfremdung. Den Abschluss bildet Jean-Luc Godards radikal brechtianischer Politfilm "Alles in Butter". Gemeinsam ist allen Werken, dass sie den Zuschauer dazu einladen, die Welt und das Kino selbst mit neuen, aktiveren Blicken zu betrachten.
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Herzlich Willkommen zu "Die Filmanalyse". Heute mit zehn Filmen, die ich lebe. Der Mann mit der Kamera von "Sieger Werthoff". Diesen russischen Dokumentarfilme aus dem 129, den muss man gesehen haben. Denn dieser Film ist ein erster Linie, als ein Lexicon des Filme machen und Filme sehns zu begreifen. "Sieger Werthoff" zeigt hier alles, was möglich ist. Wir sehen, dass auch eine Doko-Fektional ist. Selbstreflexiv spielt Werthoff mit der Sichtbarkeit der Kamera und des Kameramanes. Mit Fragen der Perspektive und der Montage. Wir erleben hier in berauschenen Bildern filmische Medienwissenschaft. Kein Pixarfilm und auch kein Blockbuster wäre denkbar ohne diese Pionierarbeit, die "Sieger Werthoff" hier geleistet hat. Wenn gleich dieser Film dann doch in den meisten Fällen moderner, experimenteller ist, als das, was wir im Kino sonst zu sehen bekommen. Das neue Urbaneleben des Verstands "Sieger Werthoff" muss anders dokumentiert, anders eingefangen werden, es braucht eine neue Kunst. Und die hat Werthoff" hier entwickelt. Diesen Film sollte man sich vielleicht einmal im Jahr ansehen, um hier nachzuschlagen, welche Darstellungsformen, welche technischen Proanten und Abstraktsionen das Medium-Film bieten kann. Nicht nur der Kamera, man auch die Kamera wird in diesem Film schließt sich zu einem Subjekt, das laufen kann. Tote Schlafenfest von Howard Hawks. Ich habe diesen Film von 1946 schon oft gesehen, aber beim besten Willen kann ich die Handlung überhaupt nicht wiedergeben. Nur so viel. Humphry Bogard spielt den private Dektiv Phillip Marlow. Angehäuert wird er von einem älteren des botischen Herrn mit zwei Tüchtern. Eine Tochter wird gespielt von Lauren Bakal. Es geht um Erdpressung, um Mord und andere schmutzige Dinge. Das Geniale an diesem Film nur aber ist, dass er jetzt mal unglaublich viel Handlung erzählt, doch diese als Jean-Rezirat begreift. Im Mittelpunkt stehen statt dessen Humphry Bogard's Coolness, gute Drinks, sehr viele Zigaretten, perfektsitzende Anzüge und Kostüme und der elegante Aufbau einer Jeden Szene. Auf der Oberfläche liegt die Tiefe, nicht unter ihr da, wo man irgendwo eine tiefstinnige Story vermote. Die Story spielt hier eigentlich keine Rolle. Gerade Kriminalfilme und Serien tun das ja dann noch stärker, sind in der Regel sehr plotgetrieben. Howard Hawks scheint sich hingegen fast über den Plot lustig zu machen. Regilligante Hawks hat den Film komplett im Studio getreten, auch die Außenaufnahmen. Auch wenn der Film eigentlich von schlimmen Krausamkeiten handelt, fühlt man sich im Wohl, wie in einem geschmackvoll eingericheten Wohnzimmer mit schweren Tepplichen und Vorhängen. Die Katze von Dominik Kraf. Wenn wir über deutsche Filme nachdenken, dann fallen uns als erstes romanticer Komö, die in oder irgendwelche Problemfilme ein. Dabei gibt es auch bei uns hitzige, schwitzende, atemlose Jean-Rezirat-Filme zum Beispiel jene von Dominik Kraf. Jeder seiner Filme ist unbedingt sehenswert, aber die Katze von 1988 liebe ich besonders. Dieser Krimi mit Gott's George und guterun Landgräbe ist hochspannend, nervenaufreibend und heftig. Ein Bank überfall im Düsseldorf George als Bankräuber, Landgräber als seine Geliebte und Frau des vier Leiters. Sie haben am Anfang sehr heißen Sex im Hotel, gleich gegenüber der Bank, dort werden dann die Komplizen eintreffen, doch das Komplott ist sehr viel größer und intrikata. Wir erleben eine Zuspitzung des Konflikts dann auf allen Seiten von allen Seiten, von oben und unten von innen und außen irgendwann schwitzen auch wir als Zuschauer. Und das ist jetzt keine Übertreibung und auch keine Phase. Der Film ist der Art Furios erzählt, inszeniert und gespielt, dass jedes Seen eines Films zu einer leiblichen Erfahrung wird. Und das ist wichtig, dass wir das hin und wieder spüren. Wer vom passiven Zuschauer spricht, sieht meistens nur die falschen Filme, die Katze erlebt und durchlebt man. Es single man von Tom Ford. Die Romanvorlage von Christopher Ischerwut ist kaum der Rede wert. Das Mode macht Tom Ford, aber nimmt sie als Grundlage und errichtet darauf ein Meisterwerk. Ein Uni-Professor des Lebens müde, weil die Liebe seines Lebens nicht mehr lebt, weil die bürgerliche Gesellschaft sich seelisch und ideologisch eingebunkert hat und weil die Universität kein Ort mehr des freien Denkens ist. Wir begleiten ihn an seinem letzten Tag, die Uni zu einer Freundin, die ihn doch nie so recht verstanden hat. Und noch einmal gibt es den Flirt, der die Stirn den Himmel streifen lässt. Und dann ist dieser Himmel Rosa, das Glück dauert eine Zigarettenlänger. Zu sagen, dass dieser Film "Stil" hat, ist eine Untertreibung. Tom Ford ist ein bedeutender Designer. Doch es single man von 2009 geht über das kunstgewerbliche Weit hinaus. Ein fulminantes Blädoyer ist dieser Film für die Schönheit, trotz aller Demen. Stroschek von Werner Herzog. Der neue deutsche Film hat sich sehr oft mit deutschen Themen beschäftigt. Aber es gab auch immer eine große Affinität zu Amerika. Stroschek von 1977 bricht auch dorthin auf, auf sehr ungewöhnliche Weise. Es beginnt in Berlin Herzog, der wie kaum ein anderer unsentimental unter Greifen zugleich außenseiter Portretieren kann, zeigt uns als Stroschek Bruno S. Der tatsächlich Straßenmusikant war wie im Film. Und dieser träumt vom Glück von der weiten Welt. Und der rührend kautzige Clemens Schalz. Und Eva Mattes als prostituierte Flin mit Bruno gemeinsam aus dem brutalen Berlin Nachweskonzen. Der Film wirkt irgendwie wie hingeworfen. Aber von Nachwesigkeit keine Spur. Der Film ist von einer enormen atmosphärischen Dichte. Ja, vielleicht beinhaltet er den gesamten Werner Herzog Cosmos. Am Ende sehen wir auf einer Drehscheibe wie ein Hund tanzt. Es sei, meinte Werner Herzog, einmal eine ungeheure Metapher. Er wissen nur nicht für was. Johnny Gita, wenn Frauen hassen von Nicholas Ray. John Crawford mochte diesen Film von 1954 überhaupt nicht. Aber sie spielte darin die Hauptrolle. Sie war entsetzt, als sie sich später auf der großen Leinwand sah. Wir können heute sagen, vielleicht wusste sie nicht, was sie tat, aber es war genial. Johnny Gita gehört zu den einflussreichsten Western der Filmgeschichte. Auch Terrentino bezieht sich immer wieder auf diesen Klassiker. Auf einen Frauenwestern, der derart artificial und partätisch wiederum ist, dass man keine Sekunde an der Glaubwürdigkeit der Bilder oder der Geschichte zweier rivalisierender Frauen zweifelt. Bei den Kostümen, dem Make-up und den Landschaften, möchte man wie bei einem alten Gemelde vom genialen Farbauftrag schwärmen. Amerika hat auch im 20. Jahrhundert kaum bedeutende Opern hervorgebracht. Doch möglicherweise müssen wir Johnny Gita als eine große amerikanische Oper verstehen. Und bei all dem ist Johnny Gita auch einer der feministischen Filme, die jemals in Hollywood gedreht wurden. Die Dinge des Lebens von "Klo zu Tee". Filme machen heißt, mit der Zeit spielen. Die Montage muss sich der Chronologie nicht unterwerfen. Sie kann gleichzeitig produzieren Augenblicke denen und Wochen, Monate, Jahre überspringen. Michel Picoli hat in diesem Film aus dem Jahr 1970 einen Autounfall. So Tee zeigt uns Zeitluppen und unter Bericht diese mit Rückbländen. Ihr kollidieren nicht nur Fahrzeuge, sondern Zeiten und Konflikte. Picoli steht zwischen zwei Frauen, gespielt von Romy Schneider und Lea Masari. Ich kenne keinen Film, der so elegant mit Rückbländen arbeitet. Dieser Film ist eine virtuose Komposition aus Zeit und Liebe. Und wie das Medium Film hält sich auch die Liebe nicht an Chronologie und nicht unbedingt an Logik. Und zum Schluss wird der Knoten gelöst durch Verzögerung und Ungleichzeitigkeiten. Brief einer unbekannten von Max Ophülz. 1948, also noch vor Vertigo, kreiert Max Ophülz mit diesem Film das Gegenstück zu Vertigo. Während Hitchcock davon erzählt wie ein Mann eine Frau sieht, wie er in sie alles hineinprojiziert, handelt Brief einer unbekannten von einer Frau, die sich am Ende ihres Lebens so konstruiert, wie sie gesehen werden möchte. Dem Mann, den sie seit ihrer Jugend angehimmelt hat, von dem sie sogar ein Kind bekommen hat, schreibt sie einen Abschiedsprief. Und er, ein ehemaliger Pianist und vor allem ein Lebewann, kann sich nicht einmal mehr an sie erinnern. Nrückblenden erzählt die unbekannte Iere Sicht auf die Dinge und auf sich selbst von den Begegnungen von dieser fanatischen Liebe. Dieser Autofektion wird durch weitere fiktionale Elemente gesteigert. Im Wiener Prater, dort in den Kulissen, da scheint die Wahhaftigkeit der Kulisse plötzlich zu Tage zu treten. Ja, das ist wirkliche als die Wirklichkeit und zugleich ist alles Illusion. Alles ist Bühne, alles ist Film, alles ist Projektion. Das ist ein Grundthema bei Max Ophils und hier in diesem Film besonders. Max Ophils hat ein Melodram geschaffen, das viel über unser Begehren verrät und über unsere Lust am Kino. Lost in Translation von Sophia Coppola. For Relaxing Times, Make It Centery Time. Ein amerikanischer Schauspieler, der eigentlich jetzt Theater spielen könnte, fliegt nach Japan, um dort einen unsinnigen Werbespot zu drehen. Wir erleben hier die Verschränkung von Kunstkommerz und globaler Wirtschaft als tragikomische Fahrs. Nürgens kann man so schön einsam sein wie in einem Hotel, in einem fremden Land mit einer Sprache, die man nicht versteht. In Sophia Coppola's Film in dieser zarten Romance von 2003 begegnen sich in einem Luxus Hotel in Tokyo zwei verlorener. Bill Murray und Scarlett Johansson. Sie werden nicht miteinander schlafen. Warum auch? Sie wollen nicht noch einflüchtiges Abenteuer erleben, nicht noch etwas, das zerrind wie die Zeit. Etwas soll bleiben ein Moment der Liebe. Man muss nicht in Tokyo gewesen sein, um genau zu wissen, wie sich die Entfremdung und die Einsamkeit anfühlen, die wir hier zu sehen bekommen. Sophia Coppola prototiert uns alle nämlich, die wir uns in transitorischen Räumen bewegen, die wir sehr viel suchen und sehr wenig finden. Und es ist auch ein Film über die Digitalisierung. Johansson schaut immer wieder aus Fenster im Hotel, im Zug. Ja, selbst im japanischen Garten scheint sie wie aus einem Fenster zu schauen, aber da ist gar kein Fenster. Im Prinzip ist das, was sie sieht, immer virtuell und nicht analog. Aber es gibt eine Ausnahme, das ist, wenn sie Bill Murray ansieht, denn der Blick wird erwidert. Sie erkennen einander. Der letzte Überlebende, der Nubelwag wurde in diesem Jahr 90 Jahre alt, Jean-Luc Godard. Und einen Film will ich besonders empfehlen, alles in Butter. Politische Kunst krankt oft daran, dass die STTG das nachsehen haben muss, weil die Botschaft angeblich viel wichtiger ist. Auch heute erleben wir das. Ob in der Literatur, am Theater oder im Kino, es geht um die richtige Haltung. Und dann ist das künstlerische gar nicht mehr so wichtig, vielleicht noch zweitrangig allenfalls. Guda war da 1972 sehr viel weiter. Zum einen setzt der Film sich mit streikenden Arbeitern in einer Fleischfabrik auseinander. Auch wenn der Film nicht in Gütersloh spielt, so ist er doch ein sehr bissiger Kommentar über unsere heutige Zeit und über die aktuelle Krise. Zum anderen aber durch Bericht, Guda, die vierte Wand und das Illusionskino. Die Kamera zeigt die Kulissenhaftigkeit. Das setzt die Handlung, spielt in mehreren Guckkästen auf einer Bühne wie im Theater. Zeitweise denkt man, hier inszeniert eigentlich Berthold brecht. Und zugleich weiß Guda um den Unterschied zum Theater. Wie ist das mit dem Film? Wir haben beim Film die große Aufnahme und das Kino lebt auch von seinen Stars. Zwei hat Guda für alles in Butter engagiert, Jane Fonda und Evemonton. Sie reflektieren beide über ihre Rollen im politischen Kino. Alles in Butter ist in jeder Hinsicht radikal. Man kann nur die Welt verändern, wenn man auch lernt, diese anders zu betrachten. Das ist das Grundthema aller Gudafilme und hier wird das besonders deutlich. Dieser und alle anderen Filme, die zehn jetzt, die wir hier zusammen haben, alle helfen uns dabei, anders die Welt zu betrachten. Sie helfen uns dabei, dass wir nicht nur schauen, sondern sehen.
Podcast Summary
Key Points:
"Der Mann mit der Kamera" dient als enzyklopädische Studie filmischer Möglichkeiten und ist ein selbstreflexives, pionierhaftes Werk.
"Tote schlafen fest" stellt die Atmosphäre, Stil und Coolness über die Handlung und parodiert plotgetriebene Genres.
"Die Katze" ist ein intensiver, körperlich erfahrbarer deutscher Kriminalfilm, der den Zuschauer aktiv einbindet.
"A Single Man" ist ein stilistisch überwältigendes Meisterwerk über Schönheit und Trauer.
"Stroszek" porträtiert Außenseiter mit atmosphärischer Dichte und zeigt Herzogs typischen Kosmos.
"Johnny Guitar" ist ein einflussreicher, artifizieller und feministischer Western, der wie eine Oper wirkt.
"Die Dinge des Lebens" spielt virtuos mit Zeit und Montage, um Konflikte und Liebe darzustellen.
"Brief einer Unbekannten" ist ein selbstreflexives Melodram über Projektion, Sehnsucht und die Konstruktion von Identität.
"Lost in Translation" thematisiert Entfremdung und flüchtige Verbindungen in einer globalisierten, digitalen Welt.
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"Alles in Butter" ist ein radikaler politischer Film, der filmische Konventionen bricht, um eine veränderte Wahrnehmung zu fordern.
Summary:
Die Filmanalyse präsentiert zehn bedeutende Filme, die das Medium in seiner Vielfalt und Tiefe erfassen. Den Anfang macht Dziga Vertovs selbstreflexiver Dokumentarfilm "Der Mann mit der Kamera", ein grundlegendes Lehrstück filmischer Technik. Howard Hawks' "Tote schlafen fest" setzt hingegen auf Stil und Atmosphäre statt auf Plot.
Dominik Grafs "Die Katze" bietet ein intensives Kinoerlebnis, während Tom Fords "A Single Man" Trauer in ästhetischer Schönheit zeigt. Werner Herzogs "Stroszek" porträtiert Außenseiter, und Nicholas Rays "Johnny Guitar" wird als feministische Western-Oper gewürdigt. Claude Sautets "Die Dinge des Lebens" meistert die Montage von Zeit und Erinnerung.
Max Ophüls' "Brief einer Unbekannten" und Sofia Coppolas "Lost in Translation" erforschen auf je eigene Weise Sehnsucht und Entfremdung. Den Abschluss bildet Jean-Luc Godards radikal brechtianischer Politfilm "Alles in Butter". Gemeinsam ist allen Werken, dass sie den Zuschauer dazu einladen, die Welt und das Kino selbst mit neuen, aktiveren Blicken zu betrachten.
FAQs
Der Film gilt als ein Lexikon des Filmemachens und zeigt alle damals möglichen Techniken. Er ist selbstreflexiv und spielt mit der Sichtbarkeit der Kamera, der Perspektive und Montage, was ihn zu einem pionierhaften Werk der filmischen Medienwissenschaft macht.
Der Film konzentriert sich weniger auf die Handlung, sondern mehr auf Stilelemente wie Humphry Bogarts Coolness, gute Drinks und den eleganten Aufbau jeder Szene. Die Tiefe liegt in der Oberfläche, nicht in einer tiefgründigen Geschichte.
Der Film ist ein nervenaufreibender, heftiger Krimi, der den Konflikt von allen Seiten zuspitzt. Er wird so furios erzählt und inszeniert, dass jedes Sehen zu einer leiblichen Erfahrung wird, und man ihn aktiv erlebt und durchlebt.
Der Film ist ein fulminantes Plädoyer für Schönheit trotz aller Düsternis. Obwohl Tom Ford als Designer bekannt ist, schafft er hier ein Meisterwerk, das die Romanvorlage übertrifft und tiefe emotionale Themen behandelt.
Der Film porträtiert Außenseiter auf unsentimentale Weise und hat eine enorme atmosphärische Dichte. Er wirkt wie hingeworfen, ist aber sorgfältig komponiert und beinhaltet möglicherweise den gesamten Werner-Herzog-Kosmos.
Der Film ist ein artifizieller und pathetischer Frauenwestern, der an der Glaubwürdigkeit seiner Bilder und Geschichte keinen Zweifel lässt. Er wird oft als große amerikanische Oper verstanden und ist einer der feministischsten Filme Hollywoods.
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