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Entstalinisierung - Der 20. Parteitag der KPdSU 1956

47m 46s

Entstalinisierung - Der 20. Parteitag der KPdSU 1956

Der Podcast beleuchtet die historische Bedeutung der Geheimrede Nikita Chruschtschows 1956, in der er die Verbrechen und den Personenkult Josef Stalins anprangerte. Dies markierte einen Wendepunkt in der sowjetischen Geschichte und leitete die Entstalinisierung ein. Zuvor wird Stalins Aufstieg nach Lenins Tod und seine über drei Jahrzehnte dauernde Gewaltherrschaft analysiert, die durch Terror, Säuberungen, die Kollektivierung der Landwirtschaft (mit Millionen Opfern wie im Holodomor) und die absolute Machtkonzentration gekennzeichnet war. Paradoxerweise wurde Stalin, insbesondere nach dem Sieg im Zweiten Weltkrieg, von großen Teilen der Bevölkerung als siegreicher Führer und "Vater des Volkes" verehrt – ein Image, das durch gezielte Propaganda und Personenkult gefördert wurde. Sein Tod 1953 hinterließ eine zutiefst verängstigte und traumatisierte Gesellschaft. Die Bewertung seiner Person ist bis heute umstritten: Während er in vielen Nachfolgestaaten der UdSSR verurteilt wird, erfährt er im heutigen Russland unter Putin teilweise eine nostalgische Rehabilitierung als Symbol für nationale Größe und imperiale Stärke.

Transcription

6542 Words, 44125 Characters

German
* Musik * Deutschlandfunk. In aller Regel einmal im Jahr setzen sich delegierte und Mitglieder einer politischen Partei zusammen, um zu besprechen. Wie sieht es denn eigentlich aus? In der Partei-Kasse müssen wir inhaltlich was ändern und es werden Partei-Chefs und Chefin neu oder wieder gewählt. So richtig was aufregendes passiert in den allermeisten Fällen bei einem Parteitag nicht. Aber es gibt Ausnahmen. 1959 zum Beispiel, der hat sich die SPD vom Maxismus verabschiedet und zur sozialen Marktwirtschaft bekannt auf einem Parteitag. In den USA. Da hat es bei einem Parteitag der Demokraten 1968 massive Proteste und Ausschreitungen wegen des Vietnamkriegs gegeben. Oder bei uns 1999 beim Sondaparteitag der Grünen. Da gab es eine heftige Debatte über den Kosovo Krieg. An dem ein Farbbeutel auf Jorska Fischer geworfen wurde, möglicherweise erinnert ihr euch. So, Schluss mit diesem Vorgeplenkel hier und jetzt. Heute geht es auch um einen Parteitag, aber ganz anderes Thema und auch ganz anderes Land. * Musik * Deutschlandfunknova. Deine Podcasts. Eine Stunde history. * Musik * Wir sprechen über einen Parteitag, auf dem eine Rede gehalten wurde, die eigentlich geheim bleiben sollte. Es geht um die Rede von Nikita Kruzschof, auf dem 20. Parteitag der kommunistischen Partei der Sowjetunion der KPDSU. Gehalten wurde diese Rede im Kremel in Moskau am 25. Februar 1956 und Kruzschof. Der Sprach in ja sehr ungewöhnlicherweise über seinen Vorgänger, der kein Geringer Rabar als Josef Stalin. Über den Inhalt, über die Reaktionen und die Folgen dieser Geheimrede wollen wir sprechen. In dieser Folge von einer Stunde history, schön dass ihr dabei seid. * Musik * Aus den prallgefüllten Schatzkammern der Menschheitsgeschichte. Euer Deutschlandfunknova-Historiker Dr. Matthias von Helvet. Hallo Matthias. Hi, sei gegrüßt. Bevor wir loslegen, haben wir eine Ankündigung zu machen. Wir fahren nämlich zum ARD Sounds Festival am 7. Mai nach Nürnberg. Und da sind wir in der Meister-Singer-Halle und wir beschäftigen uns mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung des Jahres 1776. Ihr seid alle herzlich eingeladen. Tickets gibt es unter www.arrd-Soundsfestival.de. Wir freuen uns auf euch 7. Mai 21 Uhr. Nürnberg, Meister-Singer-Halle. So, jetzt geht's los mit dem Parteitag der KPDSU. Über den wir heute sprechen wollen. Der fand 1956 statt, aber das Herr Eignis auf, dass wir erst mal gucken müssen. Das war schon drei Jahre früher. 1953. Was ist da passiert, Matthias? Genau, blicken wir auf den 5. März 1953. Das nämlich war der Todestag von Josef Stalien in Moskau. Stalien war seit den frühen 1920er Jahren in der Sobbeltunion an der Macht und hatte in dieser Zeit einen Unterdrückungs- und Macht-Aparat aufgebaut, der seine eigene Macht im Inneren der Sobbeltunion absicherte. Und jede Opposition gegen ihm im Keim erstichtet. Das ging an jenem 5. März 1953 so weit, dass sich niemand in das Zimmer zu gehen traute, in dem Stalien lag und mit dem Tod rang. Am frühen Morgen des 1. März 1953 hatte Stalien in diesem Zimmer einen Schlackernverdellitten. Er erschien am nächsten Morgen nicht, aber das Personal öffnete die Tür zu seinem Zimmer nicht aus Angst, beschuldig zu werden, einen Anschlag auf den Diktator verübt zu haben. 24 Stunden später trauerte sich dann doch einer und legte Stalien auf einen D-Wahn. Dann kam der Geheimdienstchef und vor Boot den Angestellten nach draußen zu telefonieren. Am wiederum nächsten Morgen kam Nikita Kurschoff, anschließend wurde eine Meldung verbreitet Stalien-Habe-Gehirnblutungen erlitten. Und gegen 22 Uhr am 5. März 1953 war Stalien tot. Und im Rundfunk der DDR hörte sich das am nächsten Tag so an. Das Herz des Mitkämpfers und genialen Fortsetzers der Sache lehnen ins. Das Weisenführer und Lehrer der kommunistischen Partei und der Sowjet-Volk ist, Joseph Wissarionowicz, Stalien, hat aufgehört zu schlagen. Das ist ja wirklich eine Wahnsinsgeschichte, um diesen Stalien tot. Manz zu erhättegrettet werden können möglicherweise? Na ja, also ich bin natürlich kein Arzt, aber die Kampagne gegen sowjetische Ärzte, die Stalien gemacht hat, wegen einer angeblichen Verschwörung gegen ihn und gegen andere Führungspersonigkeiten der UDSR. Die haben dafür gesorgt, dass er kaum einen Arzt an sich heranließ. Und dass eine so große Angst vor Behandlungsfehlanherrschte, die man später als Atentasversuch hätte auslegen können, dass sich kein Arzt ins Zimmer traute, um Stalien zu behandeln. So ging das zu Ende mit Stalien. Kucken wir doch mal so ein bisschen in seine politischen Anfänge. Wie ist denn Stalien überhaupt an die Macht in der Sowjetunion gekommen? Ja, das war nach dem Tod Lenin's Anfang 1924. Da gab es erst mal in der Sowjetunion ein Machtwarko und natürlich Nachfolgekämpfe, bei denen sich am Ende Stalien durchgesetzt hat, hat sofort. Alle Macht auf sich konzentrieren, ist sehr brutal mit seinen Gegnern umgesprungen. Ende der 1920er-Jahre setzte er die Kollektivierung der Landwirtschaft durch, und das führte zu einer Hunger-Snot und zum Kampf gegen die sogenannten Kulacken. Das waren wohlhabende Bauern vor allem in der Ukraine. Dort heißt das Holodomor und dieser Holodomor, also der Kampf gegen die Kulacken forderte insgesamt 6 Millionen Tote. Zwischen 1936 und 1938, kann man sagen, gab es die Phase des großen Terrorist gegen Jede weder Opposition im Land, gegen die Oberstämditäfführung der roten Armee, gegen Ärzte und gegen sogenannte verdächtige Bevölkerungsgruppen. Am Ende dieser sogenannten Säuberung waren alle Gegner ausgeschaltet. Stalien hatte die absolute Macht, aber das Land war kurz vor dem Zusammenbruch. Aber sag mal, trotz dieses ganzen Terrorist und dieser vielen, schweren, verbrechen, war ja Stalien für die meisten Menschen in der Sowjetunion ein Held. Warum? Das hat natürlich was mit dem Zweiten Weltricht so. Er hat es sehr gut verstanden, sich als alleiniger Sieger darzustellen. Er alleine habe den Faschismus besiegt, wurde dann kollportiert. Er hat anschließend die Sowjetunion um 4.000 Quadratkilometer erweitert und mit den Ostblockstaten einen Sicherheitsgürtel gegen den eventuell wiederauflammden Faschismus des Westens um sich herumgebaut und so eine starke, sowjetische Welt macht aufgebaut. Und für viele in der Sowjetunion war das alles wichtiger, als der wirklich üble Terror den Stadien befallen hat. Sprechen wir weiter über Josef Stalien mit Professor Stefan Kreuzberger. Er ist Historiker an der Uni Rostock und Experte für das Thema Sowjetunion. Hallo Herr Kreuzberger. Hallo, Herr Kreuzberger. Herkreuzberger lassen Sie uns mal über seine Herkunft sprechen. Wie ist Stalien denn aufgewachsen? Wo kam der Herr? Stalien ist ein Kind des 19. Jahrhunderts aufgewachsen im Kaukasus. Und natürlich auch ganz maßgeblich von der politischen Kultur und von der Mentalität des Kaukasus geprägt gewesen. Gebrägt durch das Denken in klaren Strukturen, Gefolgschaftsdenken, was im Mittelpunkt stand. Das heißt vor allen Dingen, was den Mitgliedern der Gefolgschaft jeweils auch absolute Loyalität abverlangt hat. Und vor allen Dingen auch jegliche Verrat innerhalb einer solchen Gefolgschaft wurde entschieden geahndet. Er ist geprägt durch die politische Kultur dieser kaukasischen Welt, die vor allen Dingen Konflikte sehr, sehr oft mittels Terror und Gewalt löste. Und wenn man sich den Stalien des 19. Jahrhunderts in der Kaukasus-Regionen georgen anschaut, dann wird man auch nicht umhin kommen, dass er geprägt ist durch die spezielle Erfahrung des revolutionären Untergrundkampfs für die Bolschewistische Partei eines Lenins. Lenin hat schon sehr, sehr früh gerade Stadiens Skruplosigkeit, aber auch seinen Hang zu brutalen Lösungen erkannte. Und man könnte fast sagen, Stadien war gerade zu prädestiniert, um Leninsmann fürs Krobel zu werden. Also Loyalität, ein ganz großer Begriff in seinem Wortschatz und auch wahrscheinlich so, ja, in seinem ganzen Wesen sehr verankert, die hat er dann nämlich auch erwartet von seinem Volk. Absolut. Und es hat er auch abgefordert an verschiedenster Stelle nicht zuletzt während des zweiten Weltkrieges. Als am 221.40 Hitler-Deutschland-Desovietunion über viel und die Sowietunion zeitwahlig abgrund ihrer Existenz stand. Da wurde massiv von den Rotarmisten, aber auch von der Heimatfront Loyalität abverlangt. Und das auf eine ausgesprochen brutale Art und Weise natürlich auch abverlangt. Also mit enormen Verlusten, man kann fast sagen, erführte trotz dieser Kriegssituation gegen Nazi-Deutschland. Einen eigenen Krieg gegen die Rote Armee und nicht zuletzt auch einen Krieg gegen die Heimatfront, um die Leute für diesen Krieg zu mobilisieren. Er galt ja trotz dieser Kriege und trotz dieser Verbrechen beim Sowjetfolg als Held des großen Vaterländischen Krieges. Warum? Ich würde sagen, galt nicht durchgängig als Held des großen Vaterländischen Krieges. Das hängt immer von den Zeiten ab. Mit Sicherheit trifft das zu für seine Lebzeiten. Also vor allen Dingen unmittelbar für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Und das war natürlich in erster Linie das Ergebnis der sowjetischen Propaganda und des Personenkulst der Union-Sews-Dalin aufgebaut gewesen ist. Und natürlich nicht zuletzt unter dem Eindruck des Sieges, des Erfolges, der dann am Ende nach schwierigen Anfangszeiten erhoben war. Und dann natürlich ganz bewusst immer, wie der Person Josef Stahlins in Verbindung gebracht worden ist. Das sieht ein bisschen aus. In andass aus dem Zug der Endstallienisierung unter Nikita Krušoff nach dem 20. Parteitag und nach der Geheimrede hat man ein viel kritisches Bild. Damit würde ich auch fast sagen, realistisches Bild von Stahlien als dem Führer der UDSR gegen Hitler-Deutschland. Da werden die Dessertröseniederlagen während der ersten Kriegsphase auch offen gelegt. Das versagen Stahlins als Herfolger angebrangert. Das ist etwas, was in der Form auch die Nachfolger so fortsetzen. Stahlien steht in der Mittelpunkt, sondern es ist im Grunde eher die Partei und das sowitische Volk, dass diesen grandiosen Sieg gegenüber Hitler und Hitler-Deutschland 45 errung hat. Das sieht ein bisschen anders aus Heutzutage. Natürlich, wenn man sich Vladimir Putin anguckt, der vor allen Dingen mit der Person Stahlins den Sieg gegen Hitler-Deutschland in Mittelpunkt stellt und fallen auch den Aufstieg der Sowjetunion zur Welt und Supermacht. Und das ist das, was das Putin-Regime heutzutage wieder in den Mittelpunkt stellt. Und nicht unbedingt diese unsegliche, deutsch-stewittische Zusammenarbeit und Kooperation während des Hitler-Stahlinspaktes. Das möchte man heute lieber vergessen lassen. Herr Kreuzberger, warum war denn eigentlich Stahlien so beliebt, obwohl es ja in der Sowjetunion wahrscheinlich kaum eine Familie gegeben haben dürfte, die nicht unter einer dieser Terrormaßnahmen von Stahlien zu leiden hatte? Das trifft zu. Also vor allen Dingen zu seinen Lebenszeiten war er durchaus sehr beliebt. Und das ist nicht zuletzt auch das Ergebnis der sowjetischen Proberanda und auch das Personenkuls, der um die Josef Stahlin also auch letztlich praktiziert worden ist. Vor allen Dingen, in dem Maße, in dem die Sowjetunion dann im Verlauf des Zweiten Weltkrieges ab 42, 43, dann 44 spätestens auf die Sieger gerade gekommen ist. Und sie hatte ja zumindest die Hauptlast des Krieges an dieser deutschen Ostfrontlangezeit zu tragen. Und das verband man natürlich sehr stark mit der Person Stahlins. Das Ganze war verbunden mit immensen Verlusten und auch auch eine sehr brutale Art, in der dann auch die sowjetische Bevölkerung mobilisiert worden ist. Und trotzdem fragt man sich, wie so trotz dieses Terror- und Gewaltrischem auch während des Zweiten Weltkrieges Stahlien, den noch beliebt gewesen ist. Was man oft nicht vor Augen hat, ist, dass viel Sowjetbürger den Zweiten Weltkrieg durchaus positiv sehen, weil er mit einer Phase der Liberalisierung einhergeht. Das wird bei dem ersten Moment gar nicht ohne weiteres als Außenstehen da verstehen können. Was heißt das Phase der Liberalisierung? Um letztlich die Bevölkerung für das Regime zu mobilisieren, hat es durchaus Erleichterung gegeben. Im kulturellen Bereich sind beispielsweise bis dahin lange Zeit verfehlende Schriftsteller plötzlich wieder zugelassen worden. Anach Mato war, bei dies passt der Nackbeispielsweise. Die Kirche, wenn ich daran denke, mit welcher Schamoffensive das Stahlionistische Regime sich plötzlich gegenüber der Kirche, gegenüber der orthodoxie geöffnet hat, Kirchen werden wieder eingerichtet. Ries, das Seminare gegründet. Ein Patriarch wird letztlich also auch gewählt. Und das in Zeiten, das weckt natürlich enorme Hoffnungen bei der Bevölkerung, dass dieser Stahlien sich in diesen Zweiten Weltkrieg offenbar doch gewandelt hat in dieser Kooperation mit den West alleierten und man hekt sehr wohl große Hoffnung mit Blick auf eine Lichte Zukunft, die das Kriegsende für die Sowjetunion bringen würde. Auf jeden Fall hofft er man aufgrund des liberalisierungsindicken Anführungszeichen die Baralisierungstendenzen der Jahre 43 bis 45, dass man nicht mehr da zurückgehen würde, wo in sich die Sowjetunion einmal befand, nämlich im Stahlionistischen Terror der Jahre 36 bis 38. Das heißt, diese Liberalisierung wurde von den Menschen in der Sowjetunion tatsächlich Stahlien zugerechnet. In der Tat, sie sind von Stahlien ausgegangen und sie sind auch immer mit Blick auf die Sowjetische Proberganen da und wie man es in die Öffentlichkeit kommuniziert hat, unmittelbar mit Erlassen, mit Befehlen, Jose Stahlien sind Verbindung gebracht worden. Aber es herrscht ja um Stahlien herum auch eine, wie wir so ich sagen, eine große Angst blaser, das haben wir eben schon gehört, auch am Todestag von Stahlien traute man sich erst mal, obwohl er nicht auftauchte, gar nicht in sein Zimmer. Das Personal traute sich nicht ins Zimmer, weil man nicht verdächtig werden wollte mit dem Tod, das Führers, was zu tun zu haben. Also wirklich ist herrschte eine große Angstblase. Deshalb, was hat eigentlich für eine Gesellschaft Stahlien nach seinem Tod 1953 dahinter lassen? Also angesichts des Ausbasis von Terror und Gewalt, dass kein Mensch sicher davor sein konnte, jetzt mitten in der Nacht verhaftet, abgeholt, abgeholt, beziehungsweise noch nicht mal abgeholt werden, aber trotz allem im Goulac zu landen, im schlimmsten Fall gleich ermordet zu werden, es war eine hochgradig traumatisierte Gesellschaft, die dieses Regime hinterlassen hat. Vor allen Dingen angesichts der Allgegenwarte von Wildkirterer und Gewalt und es wurde zu keinen Zeitpunkt und das ist das bemerkenswerte zu keinen Zeitpunkt selbst in der Endstalinisierung. Diese traumatigierte Gesellschaft in irgendeiner Form im Grunde die Gelegenheit eingeräumt, darüber kritisch reflektieren zu können, sich darüber aus sprechen zu können. Das war das große Problem. Was bewirkt das mit den Menschen? Das bewirkt mit Blick auf Mentalitätswandel, das und das ist Teil der politischen Kultur des Stalinismus und damit im Grunde ein tragisches Erbe für die Sowitterion bis zu ihrem Grundlos, dass der Einzelne möglichst keine Verantwortung übernehmen wollte, möglichst keine Entscheidungen selbst treffen wollte und wenn das Ganze am liebsten nach oben derligieren wollte, vor allen Dingen vor dem Hintergrund der historischen Erfahrungen die Jung gemacht hatte, wenn es wieder ganz plötzlich, willkürlich einen politischen Stimmungswechsel geben würde und man hätte sich in irgendeiner Form durch Entscheidungen oder vermeintlich fehlentscheidungen da quasi positioniert, dann würde man entsprechend durch das Regime wieder belangt werden. Das heißt also, eine hochgradig traumatisierte Gesellschaft, gesellschaftlicher Immobilismus und natürlich, man kann nicht unbedingt von gesellschaftlicher Dynamik sprechen, sondern im Grunde gelähmte eine gelähmte insgesamt gelähmte Gesellschaft und das zieht sich durch die gesamte Geschichte dieser UDSR. Das ist eine Mentalität, die im Grunde im Stalinismus herangezüchtet worden ist und in keinster Weise in all den Jahrzehnten danach überwunden worden ist. Lassen Sie uns mal gucken, wie es heute aussieht, was denken, denn die Menschen heute in den ehemaligen Ländern der Sowjetunion über Stalin oder was für ein Erber hat er so in diesen Völkern eigentlich hinterlassen. Also, wenn Sie sagen, in den ehemaligen Staaten der Sowjetunion, dann sind wir beispielsweise auch bei den baldischen Staaten die zeitverlichen natürlich auch zur Sowjetunion gehörten und die ersten Opfer der Stalinismus nach 1930 gewesen sind, da lehnt man Stalin entschieden ab und hat natürlich ganz massiv, also auch diese Dinge aufgearbeitet. In Russland ist das etwas anderes. In Russland ist das dem Umstand geschuldet, wenn wir im Grunde wieder eine Stalin-Renissons erleben, dass ein Mann, wie will er die Maputhin, der ja nun neoimperialistisch politisch agiert, nicht durchgegen über der Ukraine, sondern im Grunde auch weltweit. Im Grunde Russland wieder zu einer Groß- und Welt und Supermacht machen möchte und sich natürlich ganz bewusst auf die Person einer sowjetiv Stalins, also die positiven Traditionen im Geiste Putins auf sowjetiv Stalin beruft. Das erklärt natürlich, weshalb man also in den Geschichtsdiskosen, aber auch in der öffentlichen Darstellung, durch das Putin-Regime eine Stalin-Renissons, also auch ganz bewusst initiiert. Prof. Stefan Kreuzberger war das S. Historiker an der Uni Rostock und er hat auch ein Buch geschrieben, das heißt, dass deutsch-russische Jahrhundert Geschichte einer besonderen Beziehung, das es erschien, bei Rohwald und ihr könnt es beziehen, über die Bundeszentrale für politische Bildung. Vielen Dank, Herr Kreuzberger. Gerne, Frau, aber ein schönes Dach. Tschüss. Josef Stalin scheint also in gewisser Weise unsterblich zu sein, wie oft behauptet wurde, als er noch gelebt hat. Und viele Menschen in Russland finden ihn auch heute, noch oder wieder gut. In einer Metrostation in Moskert zum Beispiel, da hängt ein weißes Relief mit Stalin groß in der Mitte um Jubelt von kleinen Menschen. Mit der End-Stalinisierung vor über 60 Jahren, da war dieses Relief demontiert worden und jetzt ist es restauriert und wieder da. Und darunter steht der Satz, das Volk dank dem Führer und Kriegsherren. Die Nostagiehäuter funktioniert ähnlich wie der Personenkult in den frühen 50er-Jahren-Stalin-Gilt als Sieger über die Nazis, als Al-Wissend und als Gütiger Vater des Volkes. Da ist wohl in der Aufklärung über Geschichte was Schiefgegangen, sagt unsere Autoren Gritt Egerichs und das, obwohl Stalin's Nachfolger schon 1956 alles getan hat, um mit dem Stalin Kult aufzuräumen. Mehr als 1.400 Leute klatschen hier. Ein ründlicher Herr tritt ans Pult. Hinter ihm auf der Tribüne im Kremel Palast sitzen die anderen wichtigen aus der Partei und die Ehrengäste aus den sozialistischen Bruderländern. Nur Männer sind zu sehen. Der Amrätner Pult ist der Genosse "Nikita Krustschof", Chef der kommunistischen Partei der Sowjetunion, der KPDSU. Er begrüßt die Delegierten. Sie stehen auch für eine Gedenken- Minute. Denn bei diesem Partei-Tag ist alles anders. Joseph Stalin ist nicht mehr dabei, der mit dem angeblich ewigen Leben verstorben. Wir versetzen uns kurz drei Jahre zurück und auf den Roten Platz. An den Fassaden hängen riesige, schnurbertige Konto-Feyes mit Trauerflor. Im DDR-Rundfunk klingt Patros durch. Aber es kommt Tausende Sowjetbürger, um unter echten Tränen Abschied zu nehmen. Viele von ihnen sterben, Tod getreten in den Menschenmassen. Darüber wird aber nicht berichtet. Im Wiesem Augenblick. Treffen sich die Gedanken von Millionen. Hier auf dem roten Platz. Hier an der Kremelmauer vor dem Lenin-Masolium. Das auch die letzte Rohrstätte, des Dalins sein wird. Das war im März 1953. Die konservierte Leiche liegt unter dem Glasdeckel. Kruschstoff wird Partei-Chef und gibt eine Art Untersuchung in Auftrag des Kret beim Geheimdienst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen beweise sammeln für Stalins verbrechen. Dass der Konkurrenten in der Partei einfach ermorden ließ. Das 10.000 Offiziere und Generäle hingerrichtet wurden. Und das mitten im Zweiten Weltkrieg. Das Millionen brabe Bürgerinnen und Bürger in Lagern oder in der Verbandung verschwanden. Zurück auf dem Partei-Tag. Dem ersten Nachs Dalins Tod. Kruschstoff beendet die Schweige Minute schon noch ein paar Sekunden. Und dann läuft die übliche Konkresroutine. Tagelange Diskussion von Planvorgaben für die Produktion. Jeder Vorlage wird zugestimmt. Natürlich einstimmig. Ein neues Zentralkomitee wird gewählt. Am letzten Tag. Da freuen sich die Dilegierten schon auf zu Hause. Werden die Türen zum Saal noch mal verschlossen. Die Presse muss draußen bleiben. Und Kruschstoff stellt sich mit einem dicken Redemannuskript ans Pult. Genossen. Nach dem Tod Stalins begann das ZK der Partei, damit nachzuweisen, dass das unzulässig. Und dem Geist des Markzismus, Leninismus, Fremd ist eine einzelne Person in einer Art über Menschen mit Gottähnlichen Eigenschaften zu verwandeln. Eine solche Vorstellung über einen Menschenkonkret gesagt über Stalien war bei uns viele Jahre lang weit verbreitet. Und das, obwohl Markz und Engels schon 80 Jahre vorher gesagt hatten, Populismus und Personen kult, sein widerlich. Kruschstoff inszeniert sich jetzt als einer, der zurück will zur Reihenlehre. Und als großer Aufklärer. Aufgedeckt wurde, dass viele Parteiarbeiter und Wirtschaftsfunktionäre, die als Feinde angesehen wurden. In Wirklichkeit niemals Feinde, Spion, Schädlinge und ähnliches gewesen sind. Das er selbst Teil des Systems war, um seine Unterschrift unter diverse Lagerhaft und Todesurteile gesetzt hat. Das hat Kruschstoff unterschlagen. Seine Rede dauerte vier lange Stunden. Die Presse durfte ja nicht dabei sein, also gibt es keinen Midschnitt. Das Grip wurde nicht veröffentlicht. Als PR-Strategie etwas unausgegoren. Denn hunderte Leute hatten ja zugehört und mitgeschrieben. Die Gäste aus den Bruderländern nahmen die Botschaft in die kommunistische Welt mit. Und zerbrachen sich den Kopf darüber, wie sie zu Hause erklären sollten, dass Darlin ab jetzt nicht mehr verehrt werden sollte. Karl Schirrdewan hat es auf einer Parteikonferenz der SED in Ostberlin so gemacht. Was die Würdigung Stahlings anbelangt. Wir müssen wir unsere bisherigen anschauen, einer Revision unterziehen. In der Sowjetunion wird das Leben für viele Leute leichter. Kruschoff lässt Lager in Sassen frei, reformiert die Wirtschaftspolitik und lässt Künstlerinnen und Schriftsteller arbeiten. Aber nur vorübergehend. Ein Wutanfall bei einem Treffen mit Kulturleuten leitet die nächste Phase der harten Hand ein. Also auch kein einfacher Mann der Nachfolge von Stahlin Matthias Nikita Kruschoff lass uns jetzt mal bei dem bleiben. Wer war das eigentlich? Er wurde geboren. 1894. Er war natürlich ein Kind dieser beiden Weltkrieg des 20. Jahrhunderts. Er war sehr lange Zeit Chef der ukrainischen kommunistischen Partei. Und er organisierte 1939 nach dem sogenannten Hitler-Stahlin-Pakt die Übernahme der Kontrolle durch die rote Armee in den ostpäulnischen Gebieten. Und die wurden dann als Anführungsstriche West-Ukraine in die Säutheunion eingegliedern. Er war als Generalobost an den beiden Entscheidungsschlachten in Stahlin-Grad und bei Kost beteiligt. Und er hatte die ganze Zeit über einen sehr direkten und sehr persönlichen Draht zu Stahlin. Das konnten nun wirklich nicht viele von sich behaupten. Wie hat sich denn Kostchoff nach dem Krieg an die Spitze von Partei und Start gebracht? Das war so eben wie üblich in der Sobertunion damals durch einen Machtpoker hinter den Kulissen. Nach Stadienstot wurden die Partei-Gremien verkleinert. Zunächst war Geheimdienstchef Beria der starke Mann. Kostchoff aber setze sehr geschickt eine Entriege gegen ihn. Ein Beria wurde verhaftet, verurteilt und erschossen. Die nächste Zeit waren Kostchoff und Georgi Malenko. Eine Art Doppelspitze. Malenko war ein Gefolgsband Stadienst gewesen, der an den Säuberungen in Belarus aktiv beteiligt war. Diese Doppelspitze endete aber 1955, weil Malenko wurde Kraftwerksdirektor in Kasastan und Kostchoff erster Sekretär der KPDSU. Und noch viel mehr über Nikita Kostchoff weiß, Dr. Alexander Friedmann. Er ist Experte für die Sowjetunion und für Nikita Kostchoff. Hallo, Herr Friedmann. Hallo. Herr Friedmann, Nikita Kostchoff, wer hat diesen Mann politisch geprägt? Kann man sagen, dass das ein Zielkind von Stahlin war? Zähkind war wahrscheinlich nicht. Er war sicherlich eine wesentliche Person. In dieser Epoche von Stahlin und Stahlin hat er gefördert, hat er unterstülst, hat ein verschülnster Sachen, anfährt, drei wichtige Positionen. Aber als Zähkind würde ich ihn nichts sehen. Also wenn es schon von einem Zähkind gesprochen werden könnte, das war viel mehr der sowjetische Dopp funktioniert und ein enges, ein engsten Mietstreiter von Stahlin, Lasarka Ganolich. Also Ganolich hat ihn da, sehe ich, er gefördert. Und dazu noch, vielleicht, das kann man erwähnen. Also, Herr Roshoff hat ein relativ gutes Verhältnis zu Ehefrau von Stahlin, hat er ja alle Louis war. Und sie hat über ihn wohl mehrmals positiv gesprochen im Beisein von Stahlin und das hat Stahlin im Bezüttel. Auf dem Parteitag der KPDSU auf den 20. Dehaltjerkuss schafft diese berühmte Geheimrede gehalten vom Inhalt dieser Rede. Da haben wir schon gehört in dieser Folge. Aber warum hat er diese Rede gehalten? Was hat ihn bewogen, die Verbrechen Stahlins öffentlich zu machen? Das waren wohl viele Sachen. Das waren seine eigenen persönlichen Erfahrungen. Er hat diese Zeit überstanden, übrigens nicht nur überstanden, er hat da aktiv mitgemacht, er war gewissermaßen überlebenskünstler. Er gehört zu den wenigen Mietstreitern von Stahlin, die Soheberungen überlebt haben. Aber diese Zeit hatten sicherlich auch persönlich geprägt. Und das war gewissermaßen auch seine persönliche Aufarbeitung, seiner eigenen Geschichte. Es ging um die gesellschaftliche Stabilisierung. Also letztendlich die Bevölkerung war an einem Tod von Stahlin ja fernsicher. Und Gruscher wollte auf diese Weise an die Partei mit Glieder, aber auch mehr in die Bevölkerung. Nein, eine Botschaft sehnten, es beginnt ja eine neue Epoche, eine Bilder-Epoche ohne diese Grausamkeiten und Soheberungen wie zu Stahlins Seiten. Das war auch gewissermaßen ideologische Motivation, weil Gruscher war wohl fest davon überzeugt, dass die Art und Weise, wie Stahlin regiert hat. Und diese Grausamen excessen, dass das medelläre, dass Marxismus-Leninismus eigentlich nicht viel zu tun hat, das hat vor dieser Rede nie gegen die Ideologie der Partei, nie gegen den Marxismus-Leninismus, oder einen persönlichen Stahlin gerichtet. Also ideologisch motiviert nach dem Motto, die überspringen die Stahlinzeit und kehren zu Ursprunger, unser Ideologie zurück. Und das ist ja wohl das Wichtigste aus meiner Sicht, macht politische Gründe. Also im Umfeld von Gruscher war seine Rivalen in der Partei, das waren alte K da aus der Stahlinzeit. Also die engsten Mischtheiter von Stahlin, welches Laufmollot auf oder der schon erwähnte Lasarka-Ganolich. Und Gruscher war wohl fest davon überzeugt, dass wenn er Stahlin verurteilt, das wird sozusagen auch seine Rivalen schwächen und er auf diese Weise derjenige, der ja mit dieser Zeit, mit dieser Zeit, mit dieser Räpe auch freuen, dass er dann sich ja macht politisch profilieren könnte. Und das war aus meiner Sicht Ausstrahlgebung für seinen Handeln. Aber zu dem Zeitpunkt war er Stahlin beim Volk noch unangefordten und er war auch noch beliebt, war das nicht riskant für Grussschof, diese verbrechen Stahlins aufzudecken? Ein gewisses Risiko war da, vor dem Stahlinstot war der Stahlin cool, ja omnipresent, auch nach 43 ja teilweise. Und wir haben da, also ich krieg in der sowjetischen Gesellschaft, zu diesem Zeitpunkt, etlichen Menschen, die von Stahlin ja überzeugt waren, der Stahlin glorifiziert, haben auch innerhalb der Partei, hatte Stahlin selbst erstell nicht zu diesem Zeitpunkt noch zahlreiche Anhänger. Das war ein gewisses Risiko war da, gleichzeitig gab es auch etliche. Menschen in der Sowjetunion, die dramatische Erfahrungen in der Stahlenszeit gemacht haben. Ob von Zäuberungen, auch innerhalb von Partei gab es ja viele Betroffenen von daher, würde ich sagen, ein Risiko war da und das war sicherlich ein Mutiger und notwendiger Schritt von Gruscheuf, aber Gruscheuf war auch ein Politiker, der bereit war, solcher es kann, der Schritt zu geben. Also seine ganze politische Karriere besteht im Grunde genommen aus Risiko reichen Schritten. Deshalb war das im Grunde genommen logisch, dass ausgerechnet Gruscheuf dieser Räte gehalten hat. Hat Gruscheuf eigentlich damit gerechnet, dass diese Räder oder hat er vielleicht sogar einkalkuliert, dass diese Räder an die Öffentlichkeit kommt? Das war eigentlich nicht geplant, ob er das ja alles durchgedacht hat. Ist eine offene Frage, Gruscheuf war eher so ein impulsiver Mensch, aber die Verbreitung der Geheimräder war ja eben nicht geplant, da war es eben eine Geheimräder vor allem an Parteimitglieder gerichtet, aber ihm war es ja auch wichtig, dass die wichtigen Personen, sei es in der Sowjetunion, also die Partei-Kader, aber auch im Sozialistischen Ausland, bei den sogenannten Sozialistischen Bruderstaaten, das sie das mitbekommen. Aus diesem Grund wurden die Kupierende angefertigt und verbreitet und das wurde ja schon kommuniziert. Was von ihm ja gar nichts perpsichtig war, das ist eine breite gesellschaftliche Diskussion stattfindet, was für ihn ein Albtraum gewesen wäre, dazu ist es ja auch letztendlich, so breites nie gekommen, dass nicht nur Stalin, sondern das gesamte buchschewistische, kommunistische Systeminfrage gestellt wird und dass darüber hier auch so einer Diskussion über die Zukunft des Kommunismus in der Sowjetunion gekommen ist. Das wollte er definitiv nicht, aber ich glaube so alles voraus zu sehen, konnte er auch eben nicht und das war es letztendlich gekommen ist, dass die Rede ja weltweit bekannt geworden ist, dass man im Westen darüber erfahren hat, so weiß ja nicht beabsichtig, aber dazu ist es ja gekommen und die Sowjetunion und die Sowjetie, das sowjetische Machtapparat viel mehr, wenig stark genug um das zu verhindern. Wir haben denn die Bürgerinnen und Bürger eigentlich in der Sowjetunion auf diese Veröffentlichung reagiert. Es waren unterschiedliche, unterschiedliche Reaktionen, also viele Menschen wussten nicht einmal was genau in dieser Rede erstellt. Das ist eher so ausführlich in den spätten 80er Jahren Untergrubatio während der Perestroika bekannt geworden, dass ja offiziell veröffentlich wurde. Manche Historiker sagen, dass man heute nicht einmal sicher sagen könnte, was in dieser Rede tatsächlich von Groschow gesagt wurde. Was wir wissen, ist ein Texter letztendlich veröffentlich wurde. Aber was Groschow während des Parteitages gesagt wird, dass gesagt wahrscheinlich, was hat möglicherweise aus der Rede ausgelassen? Oder vielleicht sogar ergenz, dass wissen wir aber nicht. Die Vorstellung über diese Rede war in der Sowjetunion ziemlich wahrge. Man wusste, Stalin wurde ferroltal, der Personenkult wurde ferroltal, die bestalinistische Verbrechen wurde ja gesprochen und das war für viele Menschen etwas unglaubliches. Für regime Gegner oder für die, die das regime kritisch gesehen haben. Das war eine Hoffnung. Für Betroffene, die selbst im sowjetischen Gulaksystem waren oder ihre Angehörige dort verloren haben, war das in Grunde genommen ein genug Tung, ein glückliches Moment der Aufarbeitung. Für überzeugte Stalinisten war das eine ungeheuerliche Sache. Viele haben daran nicht einmal geglaubt, haben das abgelehnt und auch die, die eigentlich von Stalinistischen Verbrechen wussten, solche gab es ja auch reichlich. Haben wir mal gedacht, ja, ist es nötig diese Aufarbeitung? Diese Aufarbeitung, die möglicherweise das gesamte System ja schwerchen würde. Also, dementsprechend die Reaktionen waren unterschiedlich, aber ich würde auch gleichzeitig sagen, dass die Springkraft dieser Rede, gerade für die Sowjetische Gesellschaft, wurde im Besten übersetzt. Was hat denn die Rede dann tatsächlich konkret ausgelöst? Also kam es denn zur Lockerung des politischen Systemen der Sowjetunion? Es kam tatsächlich zur Lockerung in verschiedenen Bereichen kulturellen, weniger in politischen. Also, Roshov war ohnehin ein Reform, ich habe mehrere Reformen angestossen, Reform der Partei gewissen Massen, Reform wirtschaftliche Reformen. Und die waren in der Regel nicht besonders erfolgreich, was die kulturelle Entwicklung betrifft. Nein, sichlich ist die Sowjetunion keine, keine Demokratie geworden. Aber das waren für sowjetische Verhältnisse gerade im Vergleich zum Stalinismus erstauerlich freie Zeiten. Es wurden Bücher oder Werke publiziert, die man im Stalinismus über den Stalinismus über Stalinistische Verbrechen. Es gab auch Diskussionen, vielleicht nicht vom Staat geförf, unterstützte Diskussionen, aber im Achan vom Staat gegduldete Diskussionen. Diese Priorität der Sowjetischen Geschichte ist bekannt als tauviertere Priorität. Also nach dem Kälten, nach dem Frost der Stalinzeit, nach der Siberischen Kälte würde ich mal sagen, der Siberischenzeit gab es ja diese tauvierte Priorität. So wurde etwas entspannterer Zeit, eine etwas lokeere Zeit und auch Hoffnungsvoller Zeit. Das war auch eine gewisse Freiheit für die sowjetische Bevölkerung, aber selbstverständlich eine sehr eingeschränkte Freiheit. Dr. Alexander Friedmann war das erst Experte für die Sowjetunion und besonders für Nikita Krustschauf. Herzlichen Dank fürs Gespräch, Herr Friedmann. Sehr gerne, vielen Dank. Matthias Derede von Krustschauf, die war ja als Geheim, deklariert und wurde vor einem ausgesuchten Publikum vorgetragen, nämlich den Delegierten des 20. Parteitags, der KPDSU. Aber sie wurde trotzdem publik und sie löste eine sogenannte Tauvetterperiode aus. Was müssen wir darunter verstehen? Na ja, das war so eine bildliche Umschreibung oder Bezeichnung für ein aufweichen des politischen Kurses, nach einem bildlich gesprochen, harten und kalten Wintersetzten nun das Tauvetter ein, das Frühling und Sommer einleiten sollte. Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf die übrigen Ostblockstaten, die unter der Führung der Sowjetunion kaum Freiheiten hatten. Die Menschen in diesen Ostblockstaten begehrten dagegen auf, und es kam bald nach der Rede in Polen 1956 zum Posener Aufstand im gleichen Jahr gab es gewalttätige Proteste in Ungarn. Bei dem Ungarn, demokratische Veränderungen, wollte allerdings wurden diese aufstände militäre Schnee dargeschlagen, das Tauvetter kann man sagen, gerade nicht allzu viel bewirken hat, auch nicht allzu lange gehalten. Wenn jetzt wie du gerade beschrieben hast, diese ganzen Freiheitsbestrebungen militärisch niedergeschlagen wurden, was war denn dann diese Endstalinisierung, die mit der Geheimrede von Grussof eingeleitet worden war? Na ja, es gab Reformen in der Wirtschaft und Gesellschaftspolitik, es gab einen Aufbruch in Kunst und Literatur, kritische Autoren konnten jedenfalls eine Zeit lang ihre Texte veröffentlichen. Vielleicht kam man die Endstalinisierung als ein langsames Auftaun von Bistahan sehr strengen Vorschriften verstehen, die ja immer verbunden waren mit staatlichem Terror. Jedenfalls setzen viele Menschen in den Staaten des sozialistischen Ostblockstamers große Hoffnungen in die Zeit, die Vorähne lag. Das lassen wir uns jetzt noch ein bisschen weiter erklären von Dr. Robert Grünenbaum von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED, Diktatur, er ist speziellist für das Thema Endstalinisierung und Tauvetter. Hallo Herr Grünenbaum. Hallo, ich grüße Sie. Herr Grünenbaum, eigentlich sollte Nikita Kussofrede ja geheim bleiben. Das blieb sie ganz und gar nicht. Wie hat sie sich dann eigentlich in den Ostblockstarten verbreitet? Ja, sehr amcorderlich recht, die Rede war offiziell geheim und gerade deshalb glaube ich verbreitete sie sich dann ganz besonders schnell. Sie wurde ja am Ende des Parteitags vor über 1400 Parteitags delegierten gehalten und auch die ausländischen Grasdiligationen wurden dann sofern sie nicht selbst dabei waren, im Ummittelbaum umfällt über die Inhalte der Rede informiert und fuhren damit wieder nach Hause. Die Rede wurde dann sowohl in der Softwaretonie, wo auch als auch in den anderen Ostblock der europäisch kommunizistregierten Ländern in geschlossenen Parteifersammlungen weitergetragen, die Inhalte, die dort weitergegeben wurden, wurden in den einzelnen Parteieorganisationen dann entsprechend verbreitet. So dass natürlich wie das potenzielle Parteienmitglied in den kommunistischen Parteien dann auch ein potenzieller Multiplikato der Rede in die Gesellschaft hinein war. Das ist der eine Punkt, den man da sehen muss, der andere insbesondere in Polen wurde die Rede tatsächlich viel stärker verbreitet, sie wurde in 10.000 Na-Auflage gedruckt und in der Partei verteilt. Sie gelangt dann über diplomatische Kanäle in die israelische Botschaft und von dort nach Amerika und wurde dann am 4. Juni 1956 in der New York Times veröffentlicht. Und damit war die Rede natürlich absolut öffentlich, radio-sender wie Voice of America oder Radio Free Europe verbreiteten sie dann in Deutschland, was der Rias, der sie in die der R hineintrug. Das heißt vom Westen aus wurde die Rede dann in den Ostblock-Lied. und diese Rede löste ja dann sozusagen die Periode dieses Tauwettas aus. Wir haben jetzt schon mal so ein bisschen gehört, was das bedeutet, hat aber beschreiben Sie doch mal in eigenen Worten, was da passiert. Die Periodes Tauwettas hier, die Begrifflichkeit, die geht jetzt zurück auf den Roman von Ehrenburg 1954, veröffentlichte dann praktisch sozusagen die Regierungs- oder die Herrschaftzeit von Nikita Krusoskennzeichnet. Das ist eine Phase der Liberalisierung in der, an sagen kann, dass der politische Macht-Aparat sich in der Sowettunion in seinen Ausformungen änderte und es zu einer Liberalisierung in der Gesellschaft kam. Zentrale Elemente waren sicherlich die Abrechnung mit dem stalinistischen Terror, die Frage, wie geht man mit Stalin und mit dieser gottählichen Führerperson jetzt um. Das war der eine Punkt, ein weiterer wichtiger Punkt ist die Freilassung von Millionen politischen Hebstling aus den Lagern und auch erste Ansätze ihrer Rehabilitierung. Und dann, ich würde sagen, man kann dank von einer Revitalisierung des öffentlichen Lebens sprechen und einer Liberalisierung der Kultur, es gab außerdem Reformen, wirtschaftlicher Hinsicht, also ein Aufatmen der Gesellschaft sozusagen ohne dass ich aber und das glaube ich ist wichtig zu sagen, ohne dass ich das System als solches Grundlegend verändert hat. Also die Ursprünge der stalinistischen Herrschaft, der stalinistische System wurde in seinem brutalsten Kern verändert, ohne dass die kommunistische Herrschaft als autoritäres Regime abgelöst wurde. Es fällt ja in dem Zusammenhang auch immer der Begriff der Endstalinisierung. Was genau bedeutet das denn? Die Endstalinisierung ist letztlich das, was Grussoff mit seiner Rede über den Personenkult, mit seiner dramatischen Abrechnung, mit Stadenspolitik eingeleitet hat. Also das stalinistische Modell der Herrschaft wird zurückgedrängt, ohne dass das System aufgegeben wird. Der stalinistischen Mythos sozusagen wird innerparteilich demontiert. Die Geheimpolizei wird ein Stück weit entmachtet. Es kommt zur Rehabiliterung, also letztlich eine Veränderung des Systems, hin von einer totalitären Terrorherschaft hin zu einem autoritären Regime, dass ein Stück weit für die Bevölkerung berechenbarer geworden ist. Das hört sich alles so theoretisch an und erzähre, dass es so ein ganz leichter einfacher Vorgang gewesen ist, wie Sie das beschreiben. Das war es aber sicherlich nicht. Nein, das war es absolut nicht, sondern es war ein politischer Prozess, der mit schweren Auseinandersetzungen, Unsicherheiten verbunden war, der auch mit vielen Fragen letztlich verbunden war. Sie müssen sich vorstellen, die allmächtige Partei stellt plötzlich ihre Allmacht ein Stück weit infrage. Nicht als Partei, sondern sie konzentriert sich hier auf die Führungspersönigkeit von Stalin. Ein ganz bewusster Prozess, der hier gewählt wird, in dem man den Terror die Gewalt, das Unrecht, Lagerhaft, Willkülichverhaftung, die Angst in der Gesellschaft reduziert auf die Verantwortung einer einzelnen Person, weil man auf diese Art und Weise natürlich nicht das System als Dorches infrage stellen muss. Das Instalignisierung bedeutet im Endeffekt, dass die Stalinisten von gestern plötzlich das System ändern. Denn andere gab es für diesen Zeitpunkt gar nicht. Einer staunlich ist paradox, das aber zeigt, wie sich das System im Innern wandeln musste, um seine Stabilität zu erhalten. Was würden Sie dann sagen, wie sehr hat diese Instalignisierung die Staaten bis Ostblocks verändert? Was ist da alles passiert? Die Auswirkungen auf den Ostblock waren sehr unterschiedlich, aber absolut gravierend. Die Tatsache, dass die Gottähnliche Gestaltstalin, der das sowjetisches System ein viertel Jahrhundert praktisch verkörpert, hat jetzt als Massenmörder entlarvt wurde, die hat die Fundamente des Regimes gerade in Ostmilgeurrobert tatsächlich ins Wanken gebracht. Wobei man natürlich sagen muss, dass das in den einzelnen Ländern ganz unterschiedlich abgelaufen ist. Schaut man zum Beispiel auf Albanien, so muss man feststellen, da entwickelte sich alles ganz normal weiter. Die Schächensloverkei und die DDR versuchten sozusagen die Phase der Instalignisierung ganz stark von sich wegzuhalten. Dramatische hohe Wellen schlug das in anderen sozialistischen Bruderländern wie in Polen zum Beispiel, wo es im Juni 1956 aufgrund eines politischen Großwechsels dann tatsächlich zu einem Arbeiteraufstand kamen, der blutig niedergeschlagen worden ist. Noch dramatischer die Situation in Ungarn, wo es nicht nur einen Aufstand, sondern eine wirkliche Revolution gegen das kommunistische System gab, das dann nur durch die Immersionen sowjetischer Truppen niedergeschlagen werden konnte. In der DDR blieb es weitgehend ruhig. Da steckte sowohl der Partei als auch der Bevölkerung, noch der Volksaufstand vom 17 Juni 1953 in den Unhochen, wo man ja die Erfahrung gemacht hatte, dass sich zu weit politischer Vorwarkt, wär schnell durch sowjetische Truppen dann ein solcher Aufstand niedergeschlagen werden kann. Von daher hatte oelbrecht und seine Genossen überhaupt gar kein Interesse daran, eine Phase von Instalignisierung tatsächlich in der DDR an Kraft zu setzen. Dr. Robert Grünenmann war das Ers von der Bundesstiftung zur Auferarbeitung der SED-Diktatur und Ersst, speziell ist für das Thema Instalignisierung und tauwetter. Vielen Dank fürs Gespräch, Herr Grünenmann. Ja, für sehr gerne und vielen Dank auch Ihnen. Matthias, wenn man diese Krußstoffrede heute aus der Rückschau mal betrachtet, was würdest du sagen, hat sie bewirkt? Also sicher nicht so viel, wie man damals hätte meinen oder erwarten können, die Reform, die hier und da angestoßen wurden, haben das Leben der Menschen nicht grundlegend verbessert. Dieser wirklich sehr brutal repressionsapparat der Unterstaatlin gigantische Ausmaß er angenommen hatte, der wurde etwas kleiner, aber die Repression die blieben, auch in anderen Staaten des Ausflugs. Und jede Form der teilweiseen Befreiung aus diesem System wurde brutal unterdrücken, 1956 in Polen und Ungarn, 1968 in der damaligen CSSR. Und schließlich ist das politische System wegen seiner Sturtheit, seiner Reform, Unfähigkeit und seiner Repression und Verbrechen von den Menschen selbst gestürzt worden. Und vielleicht kann man ja sagen, dass sich das schon 1956 bei der Geheimrede Gruschhoffs angekündigt hat. Das war eine Stunde History, über einen der interessanteren Parteitage der Geschichte, den 20. Parteitag der KPDSU, auf der Nikita Gruschhoffs seine berühmte Geheimrede gehalten hat. In der nächsten Folge, da geht es um die Ausrufung der demokratischen Republik West-Zahara im Jahr 1976, dann wieder mit Markus Dichmann. Ich bin Stefan Orbach, macht's gut. Deutschland von Knurwa, eine Stunde History, jeden Freitag neu, in der Deutschland von App. Deine Podcasts.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Geheimrede Nikita Chruschtschows auf dem 2
  2. Parteitag der KPdSU 1956 verurteilte die Verbrechen und den Personenkult Josef Stalins und leitete die Entstalinisierung ein.
  3. Stalins Herrschaft (1924–1953) war geprägt von Terror, Massenrepressionen (Großer Terror, Holodomor), absoluter Machtkonzentration und der systematischen Ausschaltung aller Gegner.
  4. Trotz der Verbrechen wurde Stalin in der Sowjetunion, insbesondere nach dem Sieg im Zweiten Weltkrieg, als Held und siegreicher Führer verehrt, was auf effektive Propaganda und einen gezielten Personenkult zurückging.
  5. Stalins Tod 1953 offenbarte eine tief verängstigte und traumatisierte Gesellschaft, die durch Willkür und Gewalt gelähmt war und ein Erbe des politischen Immobilismus hinterließ.
  6. Die Bewertung Stalins ist heute gespalten

Summary:

Der Podcast beleuchtet die historische Bedeutung der Geheimrede Nikita Chruschtschows 1956, in der er die Verbrechen und den Personenkult Josef Stalins anprangerte. Dies markierte einen Wendepunkt in der sowjetischen Geschichte und leitete die Entstalinisierung ein. Zuvor wird Stalins Aufstieg nach Lenins Tod und seine über drei Jahrzehnte dauernde Gewaltherrschaft analysiert, die durch Terror, Säuberungen, die Kollektivierung der Landwirtschaft (mit Millionen Opfern wie im Holodomor) und die absolute Machtkonzentration gekennzeichnet war.

Paradoxerweise wurde Stalin, insbesondere nach dem Sieg im Zweiten Weltkrieg, von großen Teilen der Bevölkerung als siegreicher Führer und "Vater des Volkes" verehrt – ein Image, das durch gezielte Propaganda und Personenkult gefördert wurde. Sein Tod 1953 hinterließ eine zutiefst verängstigte und traumatisierte Gesellschaft. Die Bewertung seiner Person ist bis heute umstritten: Während er in vielen Nachfolgestaaten der UdSSR verurteilt wird, erfährt er im heutigen Russland unter Putin teilweise eine nostalgische Rehabilitierung als Symbol für nationale Größe und imperiale Stärke.

FAQs

Es war eine Rede vom 25. Februar 1956, in der Chruschtschow die Verbrechen und den Personenkult seines Vorgängers Josef Stalin anprangerte. Sie sollte eigentlich geheim bleiben, markierte aber den Beginn der Entstalinisierung.

Stalin starb am 5. März 1953 an einer Gehirnblutung. Die Behandlung verzögerte sich, weil das Personal aus Angst vor Repressalien nicht wagte, sein Zimmer zu betreten, da sie verdächtigt werden könnten, einen Anschlag verübt zu haben.

Stalin wurde als Sieger über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg gefeiert und durch Propaganda sowie Personenkult glorifiziert. Viele sahen ihn als Symbol für Stärke und die Erweiterung der sowjetischen Macht.

Der Stalinismus hinterließ eine hochgradig traumatisierte und gelähmte Gesellschaft, geprägt von Angst, Willkür und einem Mangel an Eigenverantwortung. Diese Mentalität prägte die Sowjetunion bis zu ihrem Zusammenbruch.

In Russland erlebt Stalin unter Wladimir Putin eine Renaissance als Symbol imperialer Stärke. In den baltischen Staaten wird er dagegen entschieden abgelehnt und seine Verbrechen aufgearbeitet.

Der Holodomor war eine Hungersnot in den 1930er Jahren, besonders in der Ukraine, verursacht durch Stalins gewaltsame Kollektivierung der Landwirtschaft. Sie forderte etwa 6 Millionen Tote und gilt als gezielter Kampf gegen wohlhabende Bauern.

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