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Empty-Nest-Syndrom: So bleibt ihr ein Liebespaar, wenn eure Kinder ausziehen!

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Empty-Nest-Syndrom: So bleibt ihr ein Liebespaar, wenn eure Kinder ausziehen!

Das Empty-Nest-Syndrom ist eine emotionale und strukturelle Herausforderung, die Eltern nach dem Auszug ihrer Kinder erleben. Die Phase wird oft durch eine alte Rollenverteilung verstärkt, bei der die Mutter für die Kinder und der Vater für die Karriere zuständig ist. Dies führt dazu, dass der Mann soziale und emotionale Beteiligungen verliert, während die Frau oft allein für das tägliche Leben verantwortlich ist. Das Entstehen von Abstand und Mangel an gemeinsamer Kommunikation wirkt sich negativ auf die Beziehung aus und kann zu Trauer, Leere und Verwirrung führen. Ein zentrales Ziel ist es, frühzeitig über die verletzten Muster und die zentrale Rolle der Kinder im Leben zu reflektieren. Durch das gemeinsame Anerkennen von Gefühlen und die Suche nach stimmigen Kompromissen können die Paare ihre Beziehung neu strukturieren. Es ist wichtig, neue persönliche und gemeinsame Ziele zu entwickeln, wie z. B. Urlaube, ehrenamtliche Tätigkeiten oder gemeinsame Lebensmomente. Qualitative Zeit, wie etwa gemeinsame Gespräche oder Erlebnisse, dient als Fundament für die Wiederherstellung des Vertrauens und der Nähe. Die Wiederentwicklung eines glücklichen Liebespaars erfolgt nicht durch das Erreichen einer perfekten Lösung, sondern durch die bewusste, gemeinsame Reflexion und das Einbauen von Werten, Zielen und Lebensfreude. Je früher Paare diese Phasen erkennen und reflektieren, desto leichter können sie dauerhafte Verbesserungen und ein neues Gleichgewicht finden.

Transcription

3929 Words, 23545 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um das Empty-Nest-Syndrom. So bleibt ihr ein Liebespaar, wenn eure Kinder ausziehen. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Das Empty-Nest-Syndrom ist eine Phase, in der die Kinder das Haus verlassen und die Eltern und häufiger auch die Mutter den Weggang ihrer Kinder nur schwer verkraften. Diese Phase ist oftmals auch geprägt von Trauer, weil es natürlich auch ein ganz neuer Lebensabschnitt ist. Die Kinder waren immer da und es war ja auch eine Aufgabe, diese zu betreuen, zu begleiten im Leben, sich um sie zu kümmern. Und den Eltern steht dann eine neue Phase bevor. Die natürlich dann auch herausfordernd sein kann. Wir erklären euch, wie ihr mit dieser Situation umgehen könnt. Und es schafft gut mit den verschiedenen Vorstellungen, wie diese Zeit danach sozusagen aussehen kann, umzugehen. Ja, da haben wir wieder so eine Coaching-Rush-Hour sozusagen erwischt. Genau. Also neben den Eltern, die ganz jung oder ganz frisch, neben den frischen Eltern. Genau. Meistens ja, wenn die Kinder. Wenn das erste, zweite Kind da ist und vielleicht so im Kleinkindalter sind, dann entsteht ja so dieser erste Punkt vom Elternpaar zum Liebespaar zurückkehren, wo dann ein schwieriger Twist entsteht. Und wo auch dann natürlich die Ressourcenknappheit, Schlafmangel, Zeitmangel, immer ein Babysitter brauchen, wenig gemeinsame Paarzeit, wo all diese Dinge dann zusammenkommen und es eben sich dann zurecht rütteln muss, wie eben die Kinderbetreuung gestaltet wird. Und da finden sich ja doch immer noch recht viele in dem klassischen Modell wieder, wo es dann eben dahin geht, dass der Vater Vollzeit arbeitet, die Mutter Teilzeit, die Mutter überwiegend für die Kinder zuständig ist. Und wenn wir über die Paare sprechen, die jetzt zu uns kommen, so Ende 40, Mitte 50, wo eben dieses Empty-Nest-Syndrom ja einsetzt, da ist es ja noch häufiger so, dass eben genau diese Aufteilung gewählt wurde. Und das ist auch eines der ersten Probleme, was. wie wir sozusagen nennen können, der Ansatz ist häufig so, die Frau ruft an, also meistens ruft die Frau an, weil es eben doch häufig ein Thema der Frau in dem Moment ist, weil gefühlt für den Mann das ziemlich so weitergeht wie vorher. Eigentlich voll traurig, ja. Ja, so ist es aber häufig, weil der Mann dann eben die Karriere gemacht hat. Die Frau ruft an und sagt, ja, ich habe mich entschlossen, auf meine Karriere zu verzichten. Bei den anrufenden Frauen auch. Häufig, ich hätte es aber auch irgendwie gerne gemacht, merke ich. Und der Mann arbeitet jetzt ja weiter. Genau, weil der Schritt bis zur Rente natürlich noch nicht da ist. Und der vielleicht auch gerade mitten beruflich in einer höheren Position ist oder sich was aufgebaut hat. Und die Frau merkt, dass ihr Anteil im Leben, der davon geprägt war, die Kinder zu begleiten und auch natürlich im älteren Alter immer noch eng zu begleiten, sich um die ganzen organisatorischen Dinge. Familien, Sachen zu kümmern. Dass der jetzt aus dem Leben wegfällt, weil die Kinder dann ausziehen. Natürlich bleiben Kinder immer Kinder, leblang. Aber einfach die alltäglichen Aufgaben nicht mehr da sind. Man muss vielleicht nicht mehr die Wäsche mitwaschen. Man muss weniger einkaufen. Man muss sich um wenige Probleme kümmern. Man wird einfach nicht mehr so gebraucht, weil die Kinder vielleicht ausziehen zum Studieren, eine Ausbildung machen, was auch immer. Aber es geht, glaube ich, nicht nur ums Kümmern, sondern auch häufig um die soziale Interaktion mit den Kindern. Absolut, ja. Nämlich dann am Abend nochmal drüber zu sprechen, wie läuft es gerade in der Schule, in der Ausbildung. Dann erzählen die Kinder vielleicht von anderen Themen und Problemen in ihrem Leben. Oder man hat auch häufiger vielleicht doch nochmal Freizeit, die man zusammen verbringt. Man ist mehr im alltäglichen Leben mit dabei. Und das ist natürlich ein Kommunikationsaspekt, der dann wegfällt. Und dann merkt man manchmal erst, wie ruhig eigentlich die Kommunikation mit dem Partner ist. Du meinst, dass die Kinder natürlich dann auch vielleicht so ein bisschen, eine Lücke gedeckt haben oder wir nennen das ja hochgerutscht sind und sozusagen den Anteil übernommen haben, der eigentlich dem Partner zusteht. Genau. Und man dann vielleicht auch merkt, Mensch, ich habe ja auch viele Ausflüge eigentlich eher mit meinen Kindern gemacht. Der war ja gar nicht so oft dabei. Viel auf Geschäftsreise und so. Also da gibt es ganz viele verschiedene Aspekte, die man an der Stelle dann erst mal so richtig feststellt und reflektiert. Und du hast schon gesagt, das ist eine Phase, die oftmals von Trauer geht. Ja. Die oftmals von Trauer geprägt ist, aber eben auch oftmals von dem Gefühl der Leere, dass da einfach eine Lücke entstanden ist. Ich glaube, was auch ein wichtiger Punkt ist, ist dieses Funktionieren. Dass ja auch Kinder einem im Leben einen Sinn geben. Man wird gebraucht, man ist da. Und jetzt darf man diese Lücke, die entstanden ist, wieder neu füllen. Und das kann natürlich auch eine Überforderung machen und gleichzeitig ganz viele Sachen auch in Frage stellen. Also da werden grundsätzliche Fragen dann als Folge ja auch aufgeworfen. Sowas wie, möchte ich mir meine Zukunft eigentlich so vorstellen, wie sie jetzt ist? Also so ein Zusammenleben mit meinem Partner. Möchte ich beruflich vielleicht noch mal durchstarten? Auf was habe ich vielleicht verzichtet? Was habe ich so hingenommen? Also ich glaube, so eine Phase kann ja auch aufhütteln und Raum für Neues geben. Aber damit muss man ja auch erst mal umgehen können. Und ein weiterer Aspekt, ist das allgemein, dass ja ein Zeitpunkt ist, zu dem dann viele lebenssinnerfüllende Dinge erledigt sind, sag ich mal. Also man hat die Kinder bekommen, die man sich gewünscht hat und hat sie großgezogen und sie sind ausgezogen. Meistens hat man ein Haus gekauft, gebaut und ist dort auf dem guten Weg, das abzubezahlen beziehungsweise hat einfach das, wo man gerne wohnt. Der Garten ist schick, wie auch immer. Das heißt, das ist alles auch erledigt. Und derjenige, also häufiger jetzt in der Konstellation der Mann, hat die Karriere gemacht und ist dann vielleicht mit Anfang 50 oder Ende 40 an einer Position, wo er sagt, ja, das ist schon, ist gut gelaufen. Die Frau, wenn sie darauf eben verzichtet hat, die steht davor und sagt, jetzt eine richtige Karriere noch starten mit 50, da komme ich nicht mehr so weit. Also das macht auch nicht mehr so viel Sinn, vielleicht da jetzt Vollgas zu geben. Und dann ist jetzt ja allgemein in mehreren Lebensbereichen auf einmal gleichzeitig die Frage, was machen wir denn jetzt eigentlich mit unserem Leben? Was ist der nächste Sinn im Leben? Wofür sind wir jetzt gerade da? Habe ich immer ein Vor-Ort-Coaching, das ist schon ein Jahr und vier Jahre noch im Kopf, wo ein Paar da war und die sich beim Kennenlerngespräch angeguckt haben und sie zu ihm gesagt hat, tja, wir beide sind jetzt übrig geblieben. Und die sich angucken und sie sagt, ja, das habe ich mir eigentlich alles anders vorgestellt. Wenn ich mir überlege, uns gab es mal vor den Kindern, da waren ja auch nur wir beide übrig, und jetzt auch, aber irgendwie ist das jetzt alles anders. Und er sagte nur so, ja, was hast du denn gedacht, wie es sein soll? Und da habe ich nur gedacht so, oha, ja, irgendwie war es auch ein bisschen makaber, als sie sagte, wir beiden sind übrig geblieben, aber das war ja die Situation. Aber man hat auch da wieder gemerkt, und da knüpfen wir ja so ein bisschen zu der Folge leicht an, dieses plötzliche Trennung, dass er einfach eine ganz andere Sicht auf die Dinge hatte, dass er gesagt hat, ja, was? Wir sind übrig geblieben, ist wie es ist, ne? Und die gar nicht die Problematik gesehen hat oder das Problem gesehen hat oder den inneren Zweifel gesehen hat, sondern ich glaube, er wäre jetzt auch aufgestanden und gesagt, ja, und ich weiß auch gar nicht, was ich hier soll, weil das ist ja eine Tatsache, dass wir übrig bleiben. Ja, da sind wir auch schon bei den Folgen. Und eine wichtige Folge eben gerade aus dieser Trennung der Rollen. Der Mann ist zuständig für die Karriere, die Frau ist zuständig für die Kinder. Wenn man das so trennt, hat das eben, das ist so ein bisschen wie wenn man Medikamente nimmt, einige Nebenwirkungen, die passieren. Das hat eben Konsequenzen. Und derer sind sich, glaube ich, viele nicht ganz bewusst. Also die Konsequenz, die entsteht, ist häufig, dass der Mann den Bezug zu einem sozialen Umfeld und auch der Emotionalität nach und nach verliert und abstumpft, weil die Frau häufig diese Anteile übernimmt. Also die Frau organisiert das, grillt am Wochenende und lädt die Freunde ein und so weiter. Und der Mann macht das gar nicht. Kommt sich im Geburtstag Geschenke umfeiern. All diese Aspekte. Die Frau ist dann diejenige, die zu Hause ist, wenn es den Kindern schlecht geht, wenn die Kinder Liebeskummer haben. Die Frau begleitet all diese ganzen Gefühlswellen der Kinder, der Mann nicht. Und dadurch entsteht eben diese Emotionalität auf der Seite der Frau und der Mann stumpft ab. Und auch das ist etwas, was die beiden sehr stark auseinander, sehr stark auseinanderbringt. Weil dann haben wir nämlich auch so einen Punkt, ganz häufig sind das auch die Paare, die sagen, ja, mein Mann ist eher so der rationale Mensch und ich bin sehr gefühlsvoll. Und das passt eben nicht zusammen. Aber da muss man mal sehen, wie war es denn vor 20, 30 Jahren? War es da ganz genauso? Oder ist das ein Prozess, der eben durch dieses Trennen der Zuständigkeiten erst entstanden ist? Also das ist eine Folge, die entsteht. Dann ist ein weiterer Punkt, Hat man sich im Vorwege darüber Gedanken gemacht, wie soll das sein? Nein, wenn denn die Kinder mal aus dem Haus sind, beziehungsweise wenn man jetzt frühzeitig diese Folge hört und das vielleicht präventiv nutzen möchte. Ich meine, es gibt ja noch durchaus die Phase so ab 12, 13, wo die Kinder ja auch schon deutlich mehr ihr eigenes Leben führen, wo man auch ja schon mal schauen kann, dass man da als Paar immer weiter wieder zurückfindet und mehr Dinge zu zweit macht. Genau, das ist natürlich immer auch die Schwierigkeit, wenn man vielleicht ja auch nachher zum Schluss diese Wut hat, dass man als Elternpaar nicht weiß, wie es weitergehen soll. Als Liebespaar meinst du? Ja genau, man ist gefühlt ja nur noch Elternpaar vielleicht, aber als Liebespaar denn nicht weiß, wie es weitergehen soll. Also weil man sich davor ja nie darüber unterhalten hat, weil das ja einfach der Alltag war. Man hat sich so eingerichtet, man hat seine ganzen Routinen und sein Arbeitsleben. Das ist ja auch ein Ablauf und dass man, finde ich, dann nochmal zu spät auf die Sachen, wie du sagst, neu raufschaut, das erinnert mich so ein bisschen immer an den Satz, dass die Leute sagen, ja, wenn wir in Rente sind, dann. Und ganz häufig, wenn die Menschen dann in Rente sind, sich das doch nicht so anfühlt, wie sie sich das erhofft haben oder die Vorstellungen doch komplett auseinander gehen. Also man sich in den 30ern sagt, ja, wenn wir später in Rente sind, dann reisen wir ganz viel, dann machen wir das und das. Und das, wenn man denn in Rente ist, was natürlich noch sehr lange dann dauert. Aber der eine sagt so, oh, nee, nee, komm, lass uns mal zu Hause bleiben. Und der andere Paar vielleicht sagt, was, du hast doch immer gesagt, hier, dann ist unsere Zeit, ne. Dann müssen wir nicht mehr arbeiten, dann sind die Kinder aus dem Haus, dann machen wir das, was wir wollen. Ja, aber man hat sich auf dem Weg dann wieder so ein bisschen verloren. Ja, wir sprechen vom Elternpaar und vom Liebespaar. Wir müssten eigentlich, wenn man das so will, vier verschiedene Dinge definieren und sagen, alles sollte am besten da sein und funktionieren. Denn in der Konstellation, wie wir sie zuerst beschrieben haben, ist ja nicht mal das Elternpaar eigentlich wirklich da. Weil das macht ja eigentlich die Mutter und der Vater ist für die Karriere da. Das heißt, in der Konstellation kann man ja eher von einer WG sprechen. Eine Wohngemeinschaft, die sich bildet, die verschiedene Aufgaben gemeinsam, die gemeinsame Dinge übernehmen. Also der eine übernimmt den Part, der andere übernimmt den Part. Man verteilt die Aufgaben und bildet eine gute WG. Ja. Dann kann das Elternpaar dazukommen und man sagt, neben der WG kümmern wir uns sogar gemeinsam um die Kinder und tragen gleichermaßen die Verantwortung, unterhalten uns über die Kinder, über die Erziehung. Der Vater geht gleichermaßen auch mal Phasen der Kinder mit, wenn es den Kindern nicht gut geht oder unternimmt viel mit den Kindern und so weiter. Dann wäre das Elternpaar mit da. Dann das nächste, was oben drauf kommt, wäre eigentlich, wenn das Paar sagt, wir sind ein gutes Team. Wir können super die Finanzen regeln, der Haushalt kriegen wir alles hin. Wir streiten uns um diese ganzen Sachen nicht. Die Kindererziehung läuft, wir sind ein echt gutes Team, ist alles eingespielt, das läuft. Also wir bilden ein richtig gutes Team. Das reicht aber auch noch nicht. Und dann kommt nämlich noch der Part des Liebespaares oben rauf und das bräuchten wir eigentlich alles so zusammen. Wir brauchen eben eigentlich gute WG-Partner, ein super Team, ein Elternpaar und ein Liebespaar. Und eben die Paare, die an dem Punkt stehen, die bilden eben leider häufig nur eine WG. Genau, und das ist ja häufig auch die Schwierigkeit. Wenn man vielleicht auch Systemgesetzverletzungen mit der Zeit aufbaut und gar nicht selten, das erlebt man ja, leben wir selber ja auch im Freundes-, Bekannten-, Familienkreis, dass Leute sagen, ja, wir bleiben noch zusammen wegen den Kindern. Das ist natürlich spannend in dem Moment, wo die Kinder dann jetzt nicht mehr da sind. Weil dann rutscht man ja auch automatisch in eine Entscheidungsphase rein. Dass man sagt, okay, Kinder war ja jetzt ja der Grund, der uns zusammengehalten hat, jetzt ganz offensichtlich. Da steht ja fest, sind die Kinder nicht mehr im Haus. Das heißt, eigentlich müsste ich dann ja vielleicht auch den Schritt, den ich angedroht habe, in Streitigkeiten und so weiter, dann ja auch gehen. Ja, wir haben zu dem Thema auch wieder einen Blogbeitrag geschrieben. Schaut da gerne mal bei uns rein. Wenn euch das Thema näher interessiert, dann schreibt uns gerne eine E-Mail an podcast.lebensidealisten.de. Dann greifen wir das nochmal auf und machen dann nochmal eine weitere Folge dazu. Ansonsten meldet euch. Gerne für ein Coaching bei uns. Und hier gilt immer, je früher, desto besser. Je präventiver sich das anfühlt, desto besser. Denn letztendlich, wenn wir an dem Punkt sind, dann wird es eben deutlich schwieriger, das in der Paartherapie oder im Coaching halt noch nachhaltig zu lösen. In der Form, dass man dann zusammenbleiben kann. Ja, wenn ihr das an dem Punkt steht und das lösen möchtet mit uns oder alleine. Dann haben wir einige Schritte für euch, die ihr gehen könnt oder auch gemeinsam reflektieren könnt, um das dann für euch zu verändern. Das erste ist natürlich immer das Gespräch. Systemgesetz Nummer neun. Aussprechen, anerkennen, was ist. Also alles beginnt damit, dass einer von beiden sein Gefühl ausspricht und man gemeinsam dann reflektiert, wo steht man gerade, wo möchte man hin. Also das Sprechen ist immer das erste und auch da gilt. Wieder das Aussprechen ist genauso wichtig wie das Anerkennen. Also auch derjenige, der gesagt bekommt, dass es dem anderen an der Stelle noch nicht gut geht, dass gewisse Befürchtungen da sind, wie das denn wird, wenn die Kinder mal aus dem Haus sind in ein paar Jahren oder es gerade an dem Punkt ist. Also das ernst zu nehmen, denn letztendlich die Konsequenz, wenn man das nicht ernst nimmt, tragen am Ende beide, denn das Leid entsteht in der Trennung für beide Seiten. Der erste Punkt ist, als Paar können dann entstandene Systemgesetzverletzungen und ungute Gefühle gelöst werden. Man kann sich im besten Fall darüber austauschen, welche Vorstellungen man jeweils in Bezug auf die Zukunft dann hat. Das heißt, mal zu schauen, welche Verletzungen sind denn die letzten Jahre zwischen uns passiert, wann kam der Stein ins Rollen für bestimmte Verhaltensmuster, für bestimmte Brillen und Filter und wie möchten wir eigentlich in Zukunft miteinander umgehen. Und da ist es natürlich immer wichtig, nicht nur auf die Zukunft. In Zukunft zu schauen, dann auch zu schauen, wie sind wir denn hier an diesen Punkt gekommen. In unserer Methodik machen wir das so, dass wir zurückkehren an den Punkt, wo war es mal gut. Das kann, wenn man länger zusammen ist, natürlich auch weiter zurückliegen. Aber es ist immer wichtig, weil wir wollen ja schauen, wann, wie ich schon sagte, kam der Stein ins Rollen, wann war die erste Verletzung. Weil häufig baut sich dann so ein Berg auf. Wenn man bei diesem Berg anfangen würde, würde man sich rückwärts, also würde man rückwärts arbeiten. Dann würde der eine immer sagen, ja, aber ich habe das. Ich habe das ja nur gemacht, weil du hast, eine Woche vorher. Und dann würde die andere Person sagen, ja, aber ich mache das ja nur, weil du machst immer das und das. So hat man keine wertschätzende Haltung und so kommt man nicht gut voran. Das heißt, man braucht immer Erkenntnisse, um auch in die Zukunft schauen zu können, wie etwas passiert ist, welche Dynamik ist entstanden. Wer trägt welchen Anteil? Und das macht man, indem man sich die Systemgesetzverletzungen einmal anschaut und auflöst. Ja, und da können natürlich auch Dinge. Ja, und Erkenntnisse offen ausgesprochen werden, die auch nicht wirklich angenehm sind. Also gerade, wenn es um das Thema der faulen Kompromisse geht, also ein Kompromiss oder eine Lösung, die zwei sich ausgedacht haben. Und von einem von beiden ist das aber immer noch unstimmig, obwohl man eben sagt, das machen wir so. Oder es ist irgendwann im Verlauf der Zeit unstimmig geworden, man hat es aber nicht verändert und nicht wieder nach einer neuen Lösung, einem neuen Kurs. Kompromiss gesucht. Dann ist das natürlich besonders tragisch, wenn das eben um große Entscheidungen geht, wie in welchen Ort zieht man, in welches Haus zieht man, baut man ein Haus, bekommen wir Kinder, bekommen wir noch ein zweites, drittes Kind und so weiter. Ist das der richtige Zeitpunkt? Das sind alles so Fragen, wo wir eben in Coachings erleben, dass einer von beiden zugestimmt hat, obwohl das eben nicht wirklich stimmig zu diesem Zeitpunkt war oder gar nicht stimmig war. Oder eben irgendwann etwas unstimmig geworden ist und man hat es nicht verändert. Also es kann ja sein, dass man sich zusammensetzt und sagt, Mensch, jetzt aktuell machen wir es so, du kümmerst dich mehr um die Kinder, ich kümmere mich mehr um das Berufliche. Das ist eine gute Kombination aus verschiedenen Gründen. Und nach zwei Jahren stellt man fest, der Mann oder die Frau, das ist unstimmig, das ist irgendwie gar nicht das Modell, was sich so richtig, richtig gut anfühlt. Und dann nicht. Da drin zu bleiben in dem Modell, weil man sagt, naja, machen ja alle so oder jetzt ist es auch so oder wenn wir es verändern, dann würden wir 300 Euro weniger Geld verdienen, das ist ja auch scheiße. Sondern eben auch zu sagen, das ist unstimmig, wir müssen gemeinsam als Paar kreativ nach einer Lösung suchen und das dahin wieder führen, dass es für beide Seiten stimmig wird. Das kann man im Nachhinein natürlich nicht mehr verändern, man kann daraus lernen und man kann aber die unguten Gefühle, die durch diese Erkenntnis entstehen, lösen. Denn man hat häufig dann eben heute, im Coaching oder jetzt in der Selbstreflexion, wenn ihr darüber nachdenkt, ungute Gefühle, man ist traurig, man ist vielleicht auch ärgerlich oder wütend, manchmal auch auf sich selbst, dass man nicht mehr auf sich gehört hat. Und das macht eben die Erkenntnis und das kann man gemeinsam lösen, dass diese Erkenntnis da ist und dann natürlich dafür sorgen, dass man in Zukunft versucht, nur noch stimmige Kompromisse zu finden. Genau, da sind wir eigentlich auch schon beim nächsten Punkt, neue Routinen und Aufgaben etablieren. zu überlegen, wo möchte ich hin, wer bin ich eigentlich, also was ist jetzt, das könnte meine neue Aufgabe sein was ist mir wichtig und da gibt es nicht immer ganz schnell eine Lösung und ich glaube, das ist auch wichtig, dass man sich dafür die Zeit nimmt, mal in sich reinzuhorchen und erstmal ein bisschen länger vielleicht zu überlegen, was waren eigentlich so meine Träume in den letzten Jahren, was habe ich vielleicht hinten herangestellt aus Gründen halt, weil das nicht ging, was darf jetzt sozusagen Raum haben Genau, auf der Identitätsebene hat dann ja vielleicht vorher das Muttersein oder das Vatersein sehr viel Platz eingenommen, was dann kleiner wird und dann entsteht eben Raum für neue Dinge und da auch nochmal auf die Werte Glaubenssätze zu achten Sinn im Leben, neue Ziele was kann ich tun, was erfüllt mich ob das dann ist, dass man sagt man macht was Ehrenamtliches man reist und entdeckt die Welt was gibt es jetzt für Möglichkeiten da kreativ zu schauen worauf hat man Lust oder ich hatte jetzt hatten wir ein paar die, da ist auch die Tochter aus dem Haus die verkaufen jetzt ihr Haus ziehen in eine Wohnung reisen dann mehr das sind alles so Dinge die kann man dann natürlich kreativ entwickeln und schauen was ist denn jetzt stimmig in Zukunft für uns beide Ja, das Letzte ist, dass man dann einfach, dass das Wege einschlägt, die euch als Paar wieder zusammenführen also dass jeder natürlich das, was wir eben sagten, Ziele, Sinn, Vision, Werte für sich entwickelt und man das zusammenführt und schaut wo haben wir Überschneidungspunkte was machen wir gemeinsam gerne was erfüllt jeden Einzelnen da ist natürlich eben immer wichtig, dass der andere das auch tolerieren kann denjenigen dabei im besten Fall unterstützt und dann sich natürlich gezielt Zeit füreinander nehmen um eben auch erneut neu zusammenzuwachsen an der Stelle also Vertrauen aufbauen Liebespaar werden, das passiert dadurch dass man gemeinsam Zeit miteinander verbringt wenn ihr euch an eure Kennenlernphase zurückerinnert, dann seid ihr dort so stark zusammengewachsen, habt Vertrauen zueinander aufgebaut und seid immer tiefer in die Beziehung gekommen dadurch, dass ihr sehr sehr viel Zeit miteinander verbracht habt und das wird dann jetzt eben auch wieder gebraucht, dass man die Zeit deutlich intensiviert, die man miteinander verbringt und auch qualitativ miteinander verbringt also nur Netflix-Serien schauen oder so, das ist keine qualitative Zeit sondern wirklich Dinge miteinander zu tun wo man in gute Gespräche führt Erlebnisse, gemeinsame Erlebnisse sind total wichtig also wir nennen das immer Lebensmomente also dass man Lebensmomente miteinander verbringt da sind wir auch schon am Ende der Folge, wenn ihr merkt, dass dieses Thema auf euch zurollt oder ihr mittendrin steckt, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch, wir schauen dann einmal gemeinsam wer der passende Coach oder die passende Coachin für euch ist und dann könnt ihr ins Kennenlernen gehen und schauen ob ihr neue Ziele entwickeln könnt, Systemgesetzverletzungen lösen könnt und so weiter ansonsten findet ihr uns auf diversen anderen Kanälen, Instagram, Facebook Pinterest, YouTube oder unseren Blog auch da freuen wir uns natürlich immer über Abonnenten, Likes und Kommentare von euch, ansonsten hören wir uns in der nächsten Folge bis bald Musik

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Empty-Nest-Syndrom beschreibt die Trauer und Leere, die Eltern nach dem Auszug ihrer Kinder empfinden.
  2. Die Phase wird oft durch eine frühere Aufteilung der Rollen verstärkt, bei der die Mutter für Kinder und der Vater für die Karriere verantwortlich ist.
  3. Diese Rollenverteilung führt zu einer emotionalen Distanz zwischen Partner, da der Mann oft soziale und emotionale Aspekte verliert.
  4. Die Trennung der Aufgaben entsteht schleichend und verursacht Systemgesetzverletzungen, die später zu Konflikten führen.
  5. Ohne frühzeitige Reflexion entsteht ein Gefühl der Verwirrung bezüglich der Zukunft und des Lebenssinn.
  6. Ein wesentlicher Schritt ist das gemeinsame Ausbrechen von Gefühlen und die Aufdeckung verletzter Muster.
  7. Neue Routinen und Identitäten müssen gemeinsam entwickelt werden, um Raum für persönliche und gemeinsame Ziele zu schaffen.
  8. Qualitative Zeit gemeinsam verbringen – wie z. B. durch gemeinsame Gespräche oder Erlebnisse – ist entscheidend für die Wiederherstellung eines glücklichen Liebespaars.

Summary:

Das Empty-Nest-Syndrom ist eine emotionale und strukturelle Herausforderung, die Eltern nach dem Auszug ihrer Kinder erleben. Die Phase wird oft durch eine alte Rollenverteilung verstärkt, bei der die Mutter für die Kinder und der Vater für die Karriere zuständig ist. Dies führt dazu, dass der Mann soziale und emotionale Beteiligungen verliert, während die Frau oft allein für das tägliche Leben verantwortlich ist.

Das Entstehen von Abstand und Mangel an gemeinsamer Kommunikation wirkt sich negativ auf die Beziehung aus und kann zu Trauer, Leere und Verwirrung führen. Ein zentrales Ziel ist es, frühzeitig über die verletzten Muster und die zentrale Rolle der Kinder im Leben zu reflektieren. Durch das gemeinsame Anerkennen von Gefühlen und die Suche nach stimmigen Kompromissen können die Paare ihre Beziehung neu strukturieren.

Es ist wichtig, neue persönliche und gemeinsame Ziele zu entwickeln, wie z. B. Urlaube, ehrenamtliche Tätigkeiten oder gemeinsame Lebensmomente.

Qualitative Zeit, wie etwa gemeinsame Gespräche oder Erlebnisse, dient als Fundament für die Wiederherstellung des Vertrauens und der Nähe. Die Wiederentwicklung eines glücklichen Liebespaars erfolgt nicht durch das Erreichen einer perfekten Lösung, sondern durch die bewusste, gemeinsame Reflexion und das Einbauen von Werten, Zielen und Lebensfreude. Je früher Paare diese Phasen erkennen und reflektieren, desto leichter können sie dauerhafte Verbesserungen und ein neues Gleichgewicht finden.

FAQs

Das Empty-Nest-Syndrom beschreibt die emotionale und psychologische Phase, in der Eltern nach dem Auszug ihrer Kinder aus dem Haus mit Trauer, Leere und Veränderungen in ihrem Alltag konfrontiert sind.

Die Kinder waren lange Lebenspartner und Vertrauenspartner im Familienalltag. Ihr Verschwinden führt zu einer großen Lücke, die die Eltern oft nicht sofort erkennen, was zu tiefen Empfindungen wie Trauer und Leere führt.

Traditionell übernimmt die Mutter oft die Kinderbetreuung, während der Vater die Karriere verfolgt. Dies führt zu einer Entfremdung, da der Mann emotional abnimmt und die Frau überlastet wird.

Es entstehen oft Gefühle der Leere, Veränderung im Alltag und eine Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens, da die bisherige Rolle als Eltern verschwindet.

Ein früher Austausch hilft, Systemverletzungen zu erkennen, gemeinsame Ziele zu entwickeln und das Paar auf eine nachhaltige, zufriedenstellende Zukunft vorzubereiten.

Durch gemeinsame Reflexion, neu definierte Aufgaben, die Entwicklung von Werten und Ziele sowie durch intensivere, qualitativ hochwertige Zeit miteinander verbringen.

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