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Emotionale Erschöpfung was tun? Wirksame Strategien für mehr Energie im Alltag #291

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Emotionale Erschöpfung was tun? Wirksame Strategien für mehr Energie im Alltag #291

Das Gespräch beleuchtet die Herausforderung des Mental Load im täglichen Leben von Paaren, insbesondere bei hohem Lebensrhythmus und steigender Anforderung. Es zeigt auf, wie mentale und körperliche Energie in der Familie ausgewogen werden müssen, um Verlust von Beziehung und Energie zu verhindern. Rituale wie Morgen- und Abendgespräche oder gemeinsame Hausaufgaben sind nicht nur Strukturen, sondern auch Instrumente zur Stabilität und zur persönlichen Wiederfindung. Die Aufteilung von Verantwortlichkeiten und die klare Kommunikation von Aufgaben verhindern, dass ein Partner übermäßig belastet wird. Ein zentrales Thema ist die emotionale Anerkennung: ohne Wertschätzung und Respekt entsteht ein Wissenstruktur, der zu Verletzungen und Konflikten führt. Die Erkenntnis, dass Erschöpfung nicht nur durch Arbeit, sondern auch durch mangelnde Anerkennung entsteht, zeigt, dass die Beziehungsgestaltung tief in den emotionalen Grundpfeilern liegt. Durch klare, gegenseitige Kommunikation und regelmäßige Reflexion können Paare ihre Rituale anpassen, mentale Lasten reduzieren und so eine nachhaltige Balance zwischen Verantwortung und Freizeit schaffen. Das Ziel ist es, nicht nur mehr zu tun, sondern auch mehr zu leben – mit Wahrnehmung, Anerkennung und Leichtigkeit.

Transcription

5787 Words, 34524 Characters

German
Ich habe jetzt steht dir vor, und so läuft das ja leider häufig, du kommst an und ich sage dir, Ina, du hast das vergessen, das nicht ordentlich gemacht und das wolltest du auch schon seit zwei Wochen machen. Deine Energie ist bei minus 30, du hast gar keine Kapazitäten, da mental drauf zu reagieren, wirst dich rechtfertigen und es gibt einen Konflikt und damit ist für viele der Abend gelaufen. Das hört sich ja immer so ein bisschen abgedroschen an, aber ich glaube, das ist wirklich die größte Herausforderung heutzutage, ist bei all diesen bewegten Leben, sich nicht zu verlieren. Weil die Reize so groß sind, man könnte da noch was aufbauen, man könnte das noch verbessern, ich habe hier noch eine Idee und dann kommt die Herausforderung mit den Kindern. Man springt ja manchmal von einem Thema zum nächsten und versucht ja auch, unsere Generation hat auch einen sehr hohen Anspruch, immer alles sehr, sehr gut zu machen. Und das ist etwas, finde ich, was man vielleicht selber auch so ein bisschen in seinem Alltag braucht, um andere Menschen auch ganz gut zu verstehen und auch selber darin wachsen darf. Und das ist etwas, finde ich, was man vielleicht selber auch so ein bisschen in seinem Alltag braucht, um selber darin wachsen darf. wo du viel mit unserem Sohn Zeit hast. dich um andere Dinge, deinen Bruder zum Beispiel intensiv kümmerst und so weiter. Und dann ist, glaube ich, das ein guter Pausenmoment einfach auch, um einmal zu regenerieren für die nächsten Tage. Also es ist einfach gemeinsam reflektieren und sich da auch einfach überlegen, okay, was ist der Ausgleich im Geben und Nehmen für mich, wo habe ich meine Pausen und so weiter, um dir dann den Raum zu geben. Und am Ende ist es ja sogar ganz häufig so, dass man selbst ganz rein egoistisch davon profitiert, den Raum zu geben, weil dafür hast du am nächsten Tag dann natürlich eine andere Stimmung eine andere Energie und so weiter. Und das ist für mich ja auch gut. Und ich finde es auch spannend, dass man das ja auch so weitergibt. Also an Kinder, dass man dann da auch genau so ausspricht, damit die auch wissen, man kümmert sich um sich. Und natürlich ist es nicht so wie im Bilderbuch, dass sich da total gefreut wird, am Anfang gesagt wird, ja toll, Mama hat ihren Donnerstag, sondern ist schon so, wie? Und ist das ja jetzt, was heißt das denn jetzt? Und kann ich jetzt abends hier keinen Film mehr gucken? Bis vorm Schlafen gehen? Aber dann auch zu sagen, das finde ich auch ganz gut, dass du das auch kommunizierst und sagst so, nee, das ist Mamas Abend. Und wenn wir mal was ändern, dann müssten wir sie fragen, ob wir das irgendwie so anders machen können. Und dass einfach auch mitgeteilt wird, dass das wichtig ist, dass jeder auch seinen Freiraum hat. Und dass die Bedürfnisse aller in der Familie gesehen werden. Und auch dann die Kinder sehen, dass die Eltern auch Bedürfnisse haben, auch Auszeiten brauchen, aber auch dann eben für sich anerkennen. Und nachvollziehen können, dass das auch da wieder ja für sie gut ist. Denn je ausgeglichener man selber ist durch solche Pausen, desto besser kann man natürlich in anderen Phasen auf die Kinder eingehen, auf die Bedürfnisse eingehen und so weiter. Das ist ja durchaus auch etwas, was ich glaube uns auszeichnet. Ich habe letztens mit jemandem telefoniert, der hat mehrere Paartherapeuten angefragt und hat sich dann nie so richtig gut verstanden gefühlt. Wir hatten ein sehr großes Unternehmen aufgebaut und verkauft und so weiter. Und er hat gesagt, Mensch, das ist irgendwie nicht so meine Wellenlänge. Ich bin da sehr viel mit anderen Startup-Gründern, Unternehmern unterwegs und irgendwie habe ich das Gefühl, die können meine Welt nicht so ganz verstehen. Das ist natürlich etwas, was uns auszeichnet, dadurch, dass ich ja schon mit 20 ein erstes Unternehmen gegründet habe, was noch besteht. Wir die Lebenshilfen gegründet haben und ich mit zwei Freunden vor vier Jahren auch noch ein Unternehmen gekauft habe. Wir also drei Unternehmen betreiben und eins davon halt gemeinsam. Die anderen beiden betreffen dich immer nur so am Rande natürlich. Aber auch wir dadurch eben echt viel zu tun haben, uns aber sehr gut strukturiert haben, würde ich sagen. Aber auch eben dann die Welt von Führungskräften, selbstständigen Unternehmern verstehen. Also wir sind ja nicht die klassischen Paartherapeuten, wo wir zu zweit in der Praxis sitzen oder einzeln sogar noch und da so unser Ding durchziehen, sondern wir haben das ja eher wie ein Unternehmen aufgebaut. Wir haben Mitarbeiter im Support, im Marketing, für die Erstgesprächs- Gespräche. Wir haben ein Team aus Coaches und Paartherapeuten, die alle gemeinsam dann wirken und wo wir uns dann in regelmäßigen Masterminds zusammensetzen. All sowas sind ja so Dinge, die wir aufgebaut haben und ich glaube, da fühlen sich viele, die sich bei uns dann auch melden, ganz gut aufgehoben in diesem Themenfeld Mental Load. Viel zu tun, viel Verantwortung, gleichzeitig auch dieses Thema zusammen in einem Unternehmen zu arbeiten, haben wir auch häufig. Dass das herausfordernd ist und dass wir auch ein Kind haben, dass wir Eltern sind, wo so wir quasi genau an dem gleichen Lebenspunkt auch stehen, so mitten in der Rush Hour und eben nicht aus einer anderen Generation heraus mit 50, 60, 70 dann versuchen wollen zu helfen. Ich glaube, das ist was, was uns für viele sehr passend macht als Begleiter. Wir kennen das Leid und die Erschöpfung in dem Sinne selber einfach auch wie voll so ein Alltag ist. So ist ja einfach auch das Leben und das ist ja auch auf der anderen Seite auch schön. Das ist ja auch Lebendigkeit und Bewegung und Veränderung und trotzdem ist es halt so wichtig und deswegen finde ich immer, wenn man so liest, warum Paare sich trennen, immer so dieses wir haben uns auseinandergelebt, die Lebensumstände haben nicht mehr gepasst. Und das hört sich immer so ein bisschen abgedroschen an, aber ich glaube, das ist wirklich die größte Herausforderung heutzutage ist, bei all diesen bewegten Leben, sich nicht zu verlieren, weil die Reize so groß sind. Man könnte da noch was aufbauen, man könnte das noch verbessern. Ich habe hier noch eine Idee und dann kommt die Herausforderung mit den Kindern und also man ist ja, man springt ja manchmal von einem Thema zum nächsten und versucht ja auch, unsere Generation hat auch einen sehr hohen Anspruch, immer alles sehr, sehr gut zu machen und das ist etwas, finde ich, was man vielleicht selber auch so ein bisschen in seinem Alltag braucht, um andere Menschen auch ganz gut zu verstehen und auch selber darin wachsen darf. Also ich finde es auch immer spannend, Coachings zu hören, was andere Menschen ausprobiert haben, um das wieder weiterzugeben und zu sagen, okay, man alles, alle profitieren voneinander. Und gerade bei den über 1200 Paaren, die wir inzwischen begleitet haben, haben wir eben so die Erfahrung aus den Paaren und das Feedback und die Rückmeldung, wie es in deren Leben funktioniert und dann die eigene Erfahrung ja auch noch dazu und ich glaube, die Schwierigkeit auch, die viele haben bei diesem ganzen Thema, auch was so jetzt Mental Load, emotionale Überforderung betrifft, ist das, was du gerade sagtest, der sehr hohe Anspruch an sich selbst, inzwischen in allen Lebensbereichen gleichermaßen, weil uns das ja immer wieder vorgezeigt wird, insbesondere über Social Media, dass wir in allen Bereichen gut sein sollten. Das heißt, die meisten wollen ja Karriere machen und viel Geld mit möglichst wenig Arbeitszeit verdienen, damit man möglichst viel Freizeit noch hat. Das ist ja das, was wir, also in meiner Social Media Bubble, jeder lebt ja so in seiner Bubble, in meiner Bubble höre ich immer wieder 10.000 Euro im Monat ist kein Geld als Selbstständiger. Dafür geht man nicht arbeiten. Wenn du mit Anfang 30 noch keinen Porsche fährst, hast du nichts erreicht und so weiter. Und da wird immer wieder suggeriert über diese Bubble, dass das auch echt gute Erfolge eigentlich nichts wert sind und man deswegen dieses Business Coaching buchen sollte, um den nächsten Schritt zu erreichen. Das heißt, die ganze Zeit bekommt man in dieser Bubble mit, das, was man erreicht hat, ist nicht viel wert. Dann hast du noch eine Fitness Bubble, da wird dann immer wieder gezeigt, was du alles für deinen Körper tun solltest und auch ich bekomme immer wieder diese Anzeigen, kennst du das als Unternehmer, steigst in deinem Porsche ein, aber hast so einen Bauch und so weiter. Solltest du es ja Sport machen, so bringt das auch nichts. Der Nächste sagt, der Körper ist das Spiegelbild dessen, wie du mit Dingen umgehst, wie deine Haltung zum Leben ist, wie akribisch du bist, wie ehrgeizig du bist, wie du mit Dingen umgehst. Also hast du keinen richtig guten Körperbau, zeigt das ja, dass du wahrscheinlich in der Kundenbeziehung auch nicht wirklich viel leisten kannst, weil du kümmerst dich ja nicht richtig um dich. Und so wird einem überall immer wieder die Mängel eingeredet, die man hat. Warum man dann sagt, okay, ich muss jetzt also mehr für meinen Körper tun. Ich kann auch in der persönlichen Entwicklung was machen. Da ist wieder was in der Lanxess-Arena, wo man sein sollte. Dann geht es um die Finanzen. Okay, ich verdiene gutes Geld, aber anscheinend ist das echt scheiße, was ich verdiene. Andere verdienen viel mehr. Und dann gibt es ja noch, dass man natürlich schön viele Freundschaften, persönliche Beziehungen führen sollte, weil der nächste Glücksforscher sagt natürlich, dass persönliche Beziehungen für unser Glück verantwortlich sind. Das heißt, Geld, Körper, alles irrelevant. Du musst gute soziale Beziehungen haben, um glücklich und alt zu werden. Und dann kommt eben noch das Zeitthema hinzu. Hast du dich auch gut ernährt? Das wäre jetzt auch noch mal was aufploppt, ne? Ja, das ist ja so bei Körper vielleicht drin. Da habe ich jetzt heute Morgen, fand ich ganz lustig, da hat einer gesagt, dass die Leute immer so mega fancy Porridge machen mit 10.000 Toppings obendrauf. Und ich stand da und habe gesagt, wer von euch isst einfach noch mal ein Brot mit Käse? Und da habe ich gedacht so, ja. Es gibt auch noch diese Menschen, die einfach sich nicht den Aufwand machen morgens, sondern einfach das ganz einfach halten. Und ich glaube, es ist einfach manchmal auch alles zu viel. Also heute Morgen hatte ich auch ein Coaching und da war auch so die Erkenntnis zu sagen, wir haben uns unsere Paartermine eingetragen. Die stehen echt gut im Kalender. Wir machen sie nicht, weil es ist einfach zu viel. Wir vergessen das und dann sagt man auch, nächste Woche. Nächste Woche reden wir. Wir haben ja Reflexionsgespräch. Aber ich kann nicht mehr. Ich möchte jetzt einfach nur auf die Couch oder es ist zu spät oder die Einschaftsbegleitung hat zu lange gedauert. Lass uns das nochmal schieben. Und dann zu sagen, auch wenn beide so erschöpft sind, woher kommt das? Und wie lange ist das schon da? Und wie können wir das schaffen, uns da an diesem Punkt nicht weiter zu verlieren? Weil klar, Leid kann auch verbinden. Aber wenn da irgendwann keine Verbindung mehr ist, dann wird es halt auch schwierig. Ich habe dazu letztens was Spannendes gelesen. Und das könnte man vielleicht an der Stelle ausprobieren und gucken, kann man das hier integrieren? Gerade wenn man so sagt, so am Abend ist die Energie nicht mehr so da. Typischerweise haben wir so zwei Akkus in uns. Der eine ist der mentale Akku, der andere ist der körperliche Akku. Unsere Eltern haben typischerweise beruflich den körperlichen Akku runter gefahren und hatten noch den mentalen Akku. Das heißt, die brauchten abends Gespräche und so weiter, um auch körperlich wieder aufzubauen. Und wir fahren typischerweise im Job unseren mentalen Akku runter, sind aber körperlich noch recht fit. Haben noch viel Akku. Und die gleichen sich so ein bisschen gegenseitig im Laufe des Tages aus. Das heißt, für die meisten ist das so, dass wenn sie nach Hause kommen und der mentale Akku ist leer, dann hilft nicht das, was wir meistens machen, nämlich ein bisschen fern gucken, ein bisschen im Handy und so weiter. Das lädt den Akku null auf. Kann man mal für sich reflektieren. Wer irgendwie eine Serie guckt, wer irgendwie TikTok scrollt oder sonstiges, danach sind wir nicht energiegeladen und sagen, hey geil, jetzt ein Gespräch. Das heißt, was wir meistens brauchen ist, dass wir den körperlichen Akku reduzieren, was gleich den mentalen Akku wieder auflädt. Das heißt, wenn der mentale Akku leer ist, dann spazieren gehen, Sport machen, irgendwas für den Körper tun, dann kommt die Energie zurück mental. Und dann, das fand ich nämlich einen sehr interessanten Hebel nochmal, sich so ein Einstiegsritual in den nächsten Step, den man gehen möchte, erarbeiten. Was könnte einem da gut tun? Also wenn man normalerweise abends so schon sein Ritual hat, ich hole mir ein schönes Getränk, vielleicht zwei Stück Schokolade und setze mich aufs Sofa, dann ist das trainiert und macht ein wohliges, sicheres Gefühl. Was kann ich jetzt umbauen, um statt vom Sofa vielleicht hingehen, zum Essbereich oder sonstiges, was kann ich irgendwie umbauen im Ritual, um ein neues Wohlgefühl zu erzeugen? Also du meinst durch die Bibliothek, am Billardtisch vorbei, am Schwimmbad vorbei, den Essbereich? Ne, ich meine, statt sonst irgendwie hat man sich dann, nehmen wir jetzt die Sofas, die man sich dann umbaut, die Sofas, die man sich dann umbaut, die Sofas, die man sich dann umbaut. Also ich stelle mir dann irgendwie negativ zu positiv, so ganz plakativ vor, habe ich mir eine Cola hingestellt und jetzt stelle ich mir dann vielleicht statt ans Sofa die Cola an den Esstisch irgendwie ein schönes, anderes Getränk, ein Wasser, keine Ahnung. Gerne Hey-Kommentare zu dem Wasser. Und statt irgendwie dann zwei Stücken Schokolade stelle ich mir da irgendwie ein bisschen Gemüse-Dips hin oder sowas. Ich mache mir vielleicht ein Lieblingslied an oder mache mir ein besonderes Lied an, was mich in so eine Aufbruchstimmung, in ein wohliges Gefühl versetzt, wo ich das Gefühl habe, ich komme ins Handeln, in Action. Also wo man irgendwie so ein, was man vielleicht auch hören würde, bevor man ins Fitnessstudio geht oder einfach etwas, wo man merkt, da bekommt man einfach ein gutes Gefühl bei. Und das sich als neues Ritual anzutrainieren, was immer einläutet, zum Beispiel dieses Freitagsreflexionsgespräch. Also heute Abend, dass sofort das Unterbewusstsein registriert. Heute ist anders. Heute ist nicht der Weg zum Sofa. Heute ist der Weg zum Gespräch. Und das ist anders. Es gibt ein anderes Ritual. Es wird anders eingeleitet. Weil ansonsten mit dem Standardritual sitzt man auf dem Sofa zusammen, will das Gespräch führen, hat alles vorbereitet wie beim Ich schaue eine Serie. Und das Unterbewusstsein sagt die ganze Zeit Oh nein, jetzt muss ich reden. Ich will jetzt. Ich will doch jetzt eine Serie gucken. Du hast alles für die Serie vorbereitet. Dann sitzt man da und guckt sich an und sieht. Oh, der andere ist auch müde. Ich sehe, der hat die Augen auch schon halb zu. Schatz, ich bin so müde. Wie geht's dir denn? Ja, ich auch. Hast du wichtige Themen mitgebracht? Eigentlich schon, aber ich weiß nicht. Ja, Florian und Ina haben auch gesagt, man braucht die richtige Bereitschaft. Hast du Bereitschaft? Nee, eigentlich nicht. Okay, wollen wir die Serie von gestern weiter gucken? Die war echt spannend. Die nächste Staffel ist auch dazu rausgekommen. Ja, lass mal machen. Zack, ist man raus. Deswegen dieses Ritual komplett umzubauen, fand ich eigentlich eine sehr gute Idee. Dann ein komplett anderes Ritual sich für zu schaffen, einen anderen Platz, auch Wohlfühlmusik anzumachen und das mit einem besonderen Lied zu verbinden, fand ich eine sehr gute Idee, dieses Ritual so umzubauen, dass man den Einstieg ins Gespräch wirklich findet. Ja, warum ist das so wichtig? Fühlt sich jetzt an, als wären wir abgeschweift, aber tatsächlich ist das ja der Punkt, was wir brauchen, um diese Frühwarnzeichen zu erkennen, auszusprechen, uns gemeinsam zu reflektieren, damit das auch in Anerkennung beim anderen kommen kann, um dann im zweiten Gespräch, im Orga-Gespräch zu prüfen, wie können wir es umbauen. Und diese Signale, die wir bekommen haben, die Erschöpfung, die jetzt schon eine längere Zeit andauert, dass wir das wieder verändern können für uns. Und bei manchen reicht das dann halt zu sagen, okay, wir müssen etwas ganz praktisch umstellen in unserem Alltag, weil wir vielleicht mehr Zeit für uns selber brauchen oder irgendwelche Abläufe einfach so Energiefresser sind, wo wir sagen, oh, dieser Weg ist immer anstrengend für mich oder das Morgenritual müssen wir mit den Kindern umstellen, weil das wird immer schwierig. Aber manchmal merkt man ja auch, die Erschöpfung ist durch Unzufriedenheit in der Partnerschaft bedingt noch. Also dass es einmal die Erschöpfung durchs Leben ist, aber auch einmal die Erschöpfung durch Verletzung. Also dass man sagt, irgendwie mag ich nicht mehr nach Hause kommen, weil wenn ich nach Hause komme, da ist so eine Schwere und dann fühle ich mich so erschöpft. Und ich kann das auch gar nicht äußern, weil ich habe das Gefühl, es wird nicht wertschätzend angenommen oder mir wird nicht zugehört. Also das gibt es ja auch häufig durch diesen Krisenmodus in der Partnerschaft. Eine ganz krasse Sache vorgefallen sein, sondern es kann, wie du schon sagst, ja auch ein schleichender Prozess der Distanz sein, wo man sagt, ich fühle mich hier nicht mehr wohl. Ich finde auch, dass viele Paare zu wenig an diesen Ritualen feilen und zu wenig da nivellieren, dass es wieder besser wird. Also ich habe ganz oft, dass Paare das gemeinsam nicht reflektieren, zum Beispiel so ein Morgenritual haben als Familie. Und wenn man darüber spricht, dass Morgenritual beide unstimmig finden, beide sagen, dass es nicht gut ist. Das ist unstimmig und das läuft schlecht und das haben wir irgendwann mal eingeführt, aber eigentlich hätten wir es ändern müssen. Und dann merkt man so, die haben das irgendwann nur mal eingeführt und dann kam das so ins Laufen, die sind damit unzufrieden, aber die ändern nichts daran. Die thematisieren das nicht, aber gehen da auch nicht rein, das wirklich zu verändern. Das finde ich immer ein bisschen verwunderlich, wenn ich dann überlege bei uns, wie oft wir unsere Rituale anpassen. Das ist so häufig, dass wir kleinste Anpassungen machen. Morgens und abends, wir hatten schon alles gefühlt. Wie das Morgenritual verändert, jetzt steht unser Sohn eine Viertelstunde später auf, hat jetzt für sich entdeckt, dass ihm das richtig gut tut, wenn er zwar geweckt wird, aber dann eine Viertelstunde noch im Bett bleiben kann. Dann hat er die Motivation, wirklich zügig sich fertig zu machen und macht das auch, um dann noch zwei kleine Runden Skidio mit dir oder mir zu spielen, um so nochmal den spielerischen Charakter vor der Schule zu haben. Auch das etwas, was für viele. Auch das, was für viele Paare so ein Gamechanger im Morgenritual ist, zu realisieren, wenn wir dem auch nochmal einen Teil seines Bedürfnisses erfüllen, nämlich in Ruhe liegen zu bleiben, bevor er aufstehen darf oder zwei Runden ein kleines Spiel zu spielen. Und das sind zehn Minuten, acht Minuten, das ist ganz kurz. Meistens schaffen wir sogar drei Runden in den zehn Minuten. Das heißt, dass man ganz kurz spielt und der innerlich so seinen ersten Haken am Morgen macht und sagt, mein Bedürfnis erfüllt, ich konnte liegen bleiben. Das heißt, mein Bedürfnis nach Spielen erfüllt, Verbindung mit Mama und Papa und den ganzen blödsinnigen Kram, den ich eigentlich scheiße finde, Zähneputzen und so weiter, habe ich alles schnell erledigt. Dann hat er einen ganz anderen Tagesstart. Das haben wir jetzt auch gerade erst wieder umgebaut. Vorher war das ein Stück anders und so weiter. Aber auch da immer wieder im Austausch zu bleiben. Hey, ist das Morgenritual für dich gut? Möchtest du das verändern? Aber auch zu reflektieren und zu merken, das Morgenritual ist nicht mehr so stimmig. Er ist so ein bisschen gereizter. Morgens, Mensch, das läuft nicht so gut gerade morgens mit dir. Da bist du ein bisschen gereizter und wir merken, irgendwie ist der Weg nicht so schön. Was wollen wir ändern, umbauen? Auch da mit den Kindern dann ab einem gewissen Alter in den Austausch zu gehen und immer wieder Stimmigkeit herzustellen, Leichtigkeit herzustellen. Und man geht dann mit einem anderen Gefühl aus dem Haus heraus, wenn das alles flüssig und gut läuft. Alle Eltern kennen das. Ein Morgen kann Kindern so oder so sein. Das ist ganz entscheidend, auch für die eigene Erschöpfung. Und auch für die Partnerschaft, weil wenn wir alle morgens gereizt sind oder abends beim Abendritual, dann geht es uns ja allen nicht gut. Dann geht es uns als Familie nicht gut, aber uns in der Partnerschaft ja auch nicht. Und ein feststehendes, gut funktionierendes Ritual hat den großen Vorteil, dass es sozusagen automatisiert innerlich. Da brauche ich keinen Mental Load für, weil das ein feststehender Ablauf ist. Ich muss an nichts groß denken. Der Ablauf ist dann, solange er stimmig ist, einfach der gleiche und führt dann eben auch zu mehr Leichtigkeit und mehr Energie. Diese Rituale, diese Automatismen sorgen ja dafür, dass unser Gehirn energiesparend arbeiten kann und wir auch keine Entscheidungen morgens treffen wollen. Du hast vorhin das öde Käsebrot angesprochen. So ist natürlich klar, wer natürlich Influencer ist, das ist Arbeitszeit, dann so ein Porridge fertig zu machen. Ich habe gerade gestern unser langjährigster Mitarbeiter im Team, auch in der Mittagspause. Du bringst ja jeden Tag das Käsebrot mit. Sagt er, ja, jeden Tag. Dann weiß ich, das ist das Gleiche. Das schmeckt mir und ich muss dafür keine Entscheidungen treffen. Das mache ich einfach automatisiert morgens fertig. Das heißt, dass er das so macht, spart ihm in vielerlei Hinsicht Energie, die er dann am Abend noch für Frau und Kind hat. Und das sind Kleinigkeiten. Genau, das meinte ich auch. Das sind immer so Puzzleteile. Und wichtig ist halt in der Partnerschaft, dass man das auch erzählt, was gut funktioniert und was einem wichtig ist, damit man dann auch ein gutes Gefühl hat zusammen. Und das ist auch die Abende aufgeteilt so ein bisschen durch unsere Arbeitszeiten dann. Und auch zu sagen, okay, wie mache ich das? Wie machst du das? Wir müssen uns nicht klonen. Das werden wir auch nicht. Also ich glaube, das ist auch gar nicht nötig, aber so der Grundrahmen stimmt. Und er weiß ja, Kinder wissen das. Die wissen ganz genau, wie das Energielevel an dem Tag ist, allgemein ist, wer da noch großzügiger ist, in welcher Tagesphase mit dem einen noch gut zu verhandeln ist, mit dem anderen nicht mehr so. Und das ist wichtig, dass man das abstimmt. Aber hast du das Gefühl, so bei. unserem Alltagsleben, dass du viel Mental Load hast, also dass du durch den Tag läufst und an ganz viele Dinge immer denken musst? Es geht, also ich muss sagen, ich habe mir das ein bisschen bei dir abgeguckt, weil du trägst da sehr viel ins Handy ein, so an Aufgaben und ich war früher ja mehr so Zettel-mäßig unterwegs, dass ich es mir eher auf den Zettel geschrieben habe. Das Problem ist ja, ich bin ja nicht Carla Kolumna, immer mein Blog und mein Zettel dabei, sondern die Zeiten sind ja auch vorbei, aber dass ich mir es ins Handy eintrage und das habe ich gemerkt, das hat mir sehr geholfen, aber vieles ist auch bei uns zum Glück klar aufgeteilt. Dadurch gibt es ja nochmal, also wir sind ja an sich flexibel, also du kannst ja jederzeit auch mein Part übernehmen, aber wir haben uns die Ärzte so ein bisschen aufgeteilt oder wir haben uns ein bisschen Bereiche im Leben aufgeteilt. Also Ärzte aufgeteilt, das hört sich jetzt komisch an, also ich gehe nur zum Hausarzt, du nie? Nein, aber so mit dem. Du meinst für unseren Sohn? Genau. Wer unseren Sohn typischerweise wohin begleitet? Du kennst die Art, manche Ärzte habe ich gefühlt noch nicht gesehen und die andersrum genauso und dadurch ist das für mich mein Kopf, ich habe ja meinen Blog und wir informieren uns gegenseitig, aber ich finde es immer spannend, wenn wir eine Aufgabe zu zweit haben, also wenn die nicht zugeordnet ist, und das hat man ja auch mal im Alltag, dann merke ich schon, dass wir länger hängen. Also wir nehmen uns, glaube ich, jetzt schon seit vier Wochen vor, den Kleiderschrank von unserem Sohn mit ihm zusammen neu zu sortieren und neu zu strukturieren, weil die Sachen immer größer werden und das merke ich schon, das ist jetzt nicht ein Thema, was bei mir immer aufploppt, aber wenn ich das als alleine hätte, dann würde das auf meiner Liste stehen und dann wäre ich mehr dabei und wenn man das zusammen macht, nicht, weil wir da keinen Bock drauf haben, sondern einfach, weil das von der Priorität bei uns nicht nach oben kommt so. Es fühlt sich noch zu optional an. Wir hatten jetzt zum Beispiel zwei Sonntage, wo wir so morgens dachten, das können wir heute angehen und dann kamen andere coole Sachen für den Tag, wo wir dachten, dann machen wir lieber das, das macht mehr Spaß, wo wir dann den Spaß und die Aktivität dieser Aufgabe übergeordnet haben, also dann lassen wir liegen. Aber das ist eben der Punkt, das ist auch noch nicht unstimmig, wie es ist und deswegen kann man das eben auch länger so laufen lassen. Aber es stimmt ja, ich organisiere mich da sehr intensiv mit dem Handy über meine App, wo ich das dann alles entsprechend ablege und wie mein zweites Gehirn fungiert, dadurch verspüre ich auch keinen Mental Load, weil sobald ich eine Aufgabe habe, trage ich die da ein und dann ist die da in meiner Liste drin. Ja und wir haben ja auch unsere Mechanismen. Ich weiß ja auch, dass wenn ich etwas von dir möchte, also irgendwas, das du übernehmen sollst, dann schreibe ich dir das ja auch immer. Also wir versuchen ja auch sehr viel wegzukommen von zwischendurch mal sagen, weil das einfach bei uns auch schwierig ist, die es zwischendurch mal sagen. Und mich stresst das auch, das habe ich ja auch schon öfters zu dir gesagt, wenn wir zum Beispiel was einkaufen oder so, dieses kannst du noch mal besorgen, das ist weg. Ich sage, das ist weg. Das haben wir auch in Telefonaten zum Beispiel, wenn wir telefonieren und einer sitzt im Auto und sagt, Mensch, hier, den, der aufgehört hat, könntest du das nochmal erledigen? Ja, kann ich, schreib mir das mal kurz per Nachricht. Einfach, damit das später drin ist, zum Beispiel bei mir, damit das auch in meiner Liste landet und ich das dann priorisieren kann. Und das nehmen wir auch mit in unser Beziehungstraining hinein, was ja bei der Paartherapie auch immer mit dabei ist. Das wird jetzt kurzfristig geupdatet. Da kommt ein riesen Update raus mit extrem vielen neuen Sachen, gerade wie man Gewohnheiten umbaut, neue Rituale findet und so weiter. Aber auch das Thema, wie man seinen Mental Load reduziert, wie man mit Aufgaben gut umgeht. Und weil ich das schon einige Male Paaren gezeigt habe, wie ich meine Liste da organisiere und die sagten, ja krass, welches Tool ist das? Bauen wir auch so. In vielen Aspekten, die glaube ich da sehr stimmig für viele sind, weil es wirklich genau diese Mental Load Dinge rausnimmt. Zum Beispiel, was ein wichtiger Aspekt ist, sind so Sachen ja wie was hat man bestellt? Was muss noch geliefert werden? Was hat man retourniert? Wo muss also noch Geld zurückkommen? Wo ist irgendwas gebucht? Wo noch ein Feedback kommt? Wann kommt nach der Anzahlung vom Urlaub die Hauptzahlung? Und solche Sachen. Und da habe ich zum Beispiel eine spezielle Liste für, wo diese Sachen immer wieder automatisch aufploppen und kontrolliert werden, damit die nicht verloren gehen. Dann weiß ich genau, okay, die Erstattung fehlt noch, das Paket muss noch kommen, darauf warten wir noch. Das heißt, alles, was irgendwie so Rückmeldungen erfordert und noch offen ist, das habe ich dann in dieser Liste drin, habe es dadurch nicht in meinem Kopf mehr drin. Das heißt, ich habe selten mal, dass ich so einen Moment habe, wo ich denke, ah scheiße, da wollte ich noch dran denken. Oh, das muss noch erstattet werden. Oder das müssen wir noch bezahlen. Das ist alles in der Liste drin. Und wenn so ein Moment kommt, trage ich das so sofort in die Liste ein, dass dieses Thema auch wieder weg ist. Und zum Beispiel, das ist bei mir ja gar kein Mental Load, weil das ist ja komplett deine Seite. Und das ist auch für mich vollkommen in Ordnung, weil ich weiß, du machst das, du kriegst das hin, du hast den Überblick da an, in diesem Punkt. Aber so muss jeder ja für sich in seinem System ein bisschen dafür sorgen, dass man mit den Aufgaben, die man auch für sich hat und den Bereichen, die man in der Verantwortung übernimmt, eben von der Energie her, vom Mental Load-Gefühl her, nicht in Überforderung kommt, sondern dass man sich so organisiert und strukturiert, dass das für einen gut ist. Und das mache ich gern mit der App. Das kann man mit Zetteln machen. Das kann man in seinem System machen. Hauptsache, man findet für sich ein System, das für einen persönlich funktioniert und einem diese Last, dieses schwere Gefühl abnimmt. Wenn man als Paar, das ist vielleicht nochmal so ganz wichtig, merkt, dass diese Gespräche schwer sind, dann liegt das typischerweise daran, dass das Fundament miteinander nicht mehr stabil genug ist. Dann gibt es Vorerfahrungen, Vorverletzungen, Risse im gemeinsamen Fundament, die einem die Kommunikation darüber schwer machen. Wenn häufig auch emotionale Verletzungen im Bereich Anerkennung, Wertschätzung, Respekt oder auch im Wir-Gefühl, wodurch dann das schwer ist, neue Lösungen zu finden, weil man dann darüber spricht und sagt, naja, ich fühle mich überfordert mit meinen ganzen Haushaltsaufgaben, habe das Gefühl, dass ich mehr übernehme als du, könntest du mir zwei Aufgaben abnehmen? Und der andere sagt, nee, auf gar keinen Fall. Und so weiter. Weil der sagt, naja, ich habe da noch diese Verletzung und damals hast du das nicht. Und dann dreht man sich im Kreis und findet keine echte Lösung. Deswegen haben wir in der letzten Folge schon gesagt, es ist sehr hilfreich, dort mal Transparenz zu schaffen und wirklich aufzulisten, welche Aufgaben liegen denn bei wem, wie viel Aufwand macht das typischerweise und das dann mal so ein bisschen gegenüberzustellen und wirklich abzugleichen, wie ist denn das, realistische Bild im Verhältnis zum Gefühl? Und da merken viele auch, dass sie weniger eigentlich an Aufgaben haben oder das ausgeglichene auch häufig ist, als es im Gefühl war. Und dann kann man mal schauen, woher kommt denn dieses Gefühl und kann mit dem Gefühl anfangen zu arbeiten und merkt häufig, dass Ausgleich von Gehen und Nehmen, was dieses Gefühl ja ausmacht, Systemgesetz 3, bedingt ist, durch Verletzungen in Systemgesetz 1 und 2 kein Wir-Gefühl, also Ausschluss und Anerkennung, Wertschätzung, Respekt verletzt. Das heißt, wenn das voll 50-50 ist, aber das wird vom anderen nicht anerkannt und gewertschätzt, also deine Aufgabe könnte sein, Staubsaugen. Und ich sag immer wieder, das machst du nicht gut und die Ecken und mach das mal ordentlich. Also ich erkenne nicht an, dass du die Aufgabe machst, sondern bin eher am meckern. In deinem Gefühl, dann kommt das irgendwann dazu, dass dein Gefühl ist, naja, ich mach schon viel mehr als du oder das ist unausgewogen. Einfach eben dann ist dieses Unausgewogene im Rahmen von Anerkennung, Wertschätzung, Respekt und gar nicht in der Aufteilung an sich. Und dann kommt irgendwann das Gefühl, ich mach viel mehr als du, übernimm du doch das Staubsaugen und so weiter und dann dreht es sich im Kreis. Also man muss nochmal abgrenzen, ist das etwas Faktisches, dass Ausgleich von Gehen und Nehmen unstimmig ist oder ist es etwas Gefühltes durch Verletzungen, meistens Anerkennung, Wertschätzung, Respekt oder Ausschluss. Wie ihr also hört, ein spannendes Thema und auch ein Thema, was glaube ich sehr, sehr viele Menschen immer wieder betrifft. Vielleicht nicht mit kompletter Erschöpfung, aber was in vielen Familien, bei vielen Paaren ein tägliches Thema ist. Und meistens etwas, was so zu anderen Krisengefühlen noch dazu kommt. Also würde ich sagen, selten das auslösende Thema, aber schon etwas, was im Mix der Konflikte und Probleme mit hinzukommt, weil es den Paaren, die wir kennen, gelernt haben in den Strategiegesprächen, schwerfällt dadurch, ihren Alltag zu genießen, schöne Zeit zu zweit zu verbringen und dieses Mental Load, diese innere To-Do-Liste, die mitläuft, auch eben diese innere Freiheit nimmt, Zeit genießen zu dürfen. Also so ein Erlaubnis-Thema, dass man das Gefühl hat, auf meiner Liste, da sind noch so viele Aufgaben, innerlich, das ist der Vorteil für mich. Also wenn ich das Gefühl habe, im Handy ist die Liste drin, dann habe ich die Aufgaben irgendwie gar nicht mehr bei mir. Nur in der einen Liste, wo akute Aufgaben des Tages drin sind. Die habe ich so ein bisschen, die Druck machen dann, wenn ich sie nicht hinkriege, aber die anderen sind alle irgendwie wie weg. Da weiß ich, die ploppen auf, wenn Zeit dafür da ist. Dass dann einfach innerlich diese Erlaubnis fehlt, kann ich mir jetzt eine Pause gönnen? Dürfen wir jetzt zusammen einen zweistündigen Spaziergang um See machen? Wir haben doch noch die sieben Aufgaben. Wir haben doch noch den Kleiderschrank, den wir seit vier Wochen nicht gemacht haben. Dürfen wir das tun? Lass uns lieber erst den Kleiderschrank machen. Das Problem ist inzwischen, dass das nicht funktioniert, weil diese Liste endet einfach nie. Die ist immer da. Das heißt, wir brauchen einen stimmigen Umgang damit, diese Liste da zu haben und uns trotzdem schöne Zeit zu erlauben, obwohl Aufgaben offen da sind. Wenn ihr bis hierhin gehört habt, dann freuen wir uns sehr, wenn ihr spannende Impulse und Gedankenanstöße mitgenommen habt. Schreibt sehr gerne in die Kommentare, wie es bei euch aussieht. ob ihr Systeme gefunden habt für Mental Health, Vielleicht habt ihr ja ganz andere Systeme gefunden, euch stimmig zu organisieren. Das ist natürlich super spannend für uns und auch andere, da mal hineinzuhören. Ansonsten, wenn ihr merkt, dass euer Fundament nicht mehr stabil genug ist, da im Guten drüber zu sprechen, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch. Dann arbeiten wir mit euch gemeinsam an eurem Beziehungsfundament, sodass die Basis wiederhergestellt wird und unterstützen euch dann auf dem Weg dabei, Mental Load zu reduzieren, eine Stimmigkeit im Ausgleich von Gehen und Nehmen herzustellen, sodass ihr im Alltagsleben wieder mehr Leichtigkeit verspürt. Danke fürs Zuhören. Bis bald.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der mentale Akku wird im Alltag oft überlastet, besonders durch hohe Anforderungen und ständige Aufgaben, was zu Erschöpfung und Konflikten führt.
  2. Ein ausgewogener Ausgleich zwischen Gehen und Nehmen im Familienleben ist entscheidend, um Energie und Stabilität zu bewahren.
  3. Rituale wie Morgen- und Abendgespräche helfen, das Leben strukturiert zu gestalten und das Gehirn energiesparend zu arbeiten.
  4. Die gemeinsame Verantwortung für Aufgaben und die klare Aufteilung von Pflichten reduzieren den Mental Load und fördern das gegenseitige Vertrauen.
  5. Unausgewogene Beziehungen, besonders durch mangelnde Anerkennung und Wertschätzung, führen zu emotionaler Verletzung und Kreislaufproblemen.
  6. Ein eigenes, individuelles System zur Aufgabenorganisation (z. B. mit Apps oder Zetteln) ist entscheidend, um Stress abzubauen und Freiräume zu schaffen.
  7. Kinder spüren die Energiezustände und lernen dadurch, wie sich die Beziehung und das Familienleben entwickeln.
  8. Gemeinsame Reflexion und regelmäßige Gespräche ermöglichen, dass Paare ihre Bedürfnisse erkennen und gegenseitig Unterstützung finden.

Summary:

Das Gespräch beleuchtet die Herausforderung des Mental Load im täglichen Leben von Paaren, insbesondere bei hohem Lebensrhythmus und steigender Anforderung. Es zeigt auf, wie mentale und körperliche Energie in der Familie ausgewogen werden müssen, um Verlust von Beziehung und Energie zu verhindern. Rituale wie Morgen- und Abendgespräche oder gemeinsame Hausaufgaben sind nicht nur Strukturen, sondern auch Instrumente zur Stabilität und zur persönlichen Wiederfindung.

Die Aufteilung von Verantwortlichkeiten und die klare Kommunikation von Aufgaben verhindern, dass ein Partner übermäßig belastet wird. Ein zentrales Thema ist die emotionale Anerkennung: ohne Wertschätzung und Respekt entsteht ein Wissenstruktur, der zu Verletzungen und Konflikten führt. Die Erkenntnis, dass Erschöpfung nicht nur durch Arbeit, sondern auch durch mangelnde Anerkennung entsteht, zeigt, dass die Beziehungsgestaltung tief in den emotionalen Grundpfeilern liegt.

Durch klare, gegenseitige Kommunikation und regelmäßige Reflexion können Paare ihre Rituale anpassen, mentale Lasten reduzieren und so eine nachhaltige Balance zwischen Verantwortung und Freizeit schaffen. Das Ziel ist es, nicht nur mehr zu tun, sondern auch mehr zu leben – mit Wahrnehmung, Anerkennung und Leichtigkeit.

FAQs

Viele Paare fühlen sich überfordert, weil sie einen sehr hohen Anspruch an sich selbst haben und ständig Aufgaben und Verantwortungen bewältigen müssen, was zu emotionaler Überforderung führt.

Mental Load bezeichnet die mentale Belastung durch Aufgaben und Verantwortungen. Es ist wichtig, weil ein hoher Mental Load zu Erschöpfung, Konflikten und einem mangelnden Ausgleich im Leben führen kann.

Man kann den Mental Load reduzieren, indem man Aufgaben klar aufteilt, ein strukturiertes System wie eine Liste oder App verwendet und gemeinsam darüber reflektiert, was wirklich wichtig ist.

Ein festes Ritual schafft Stabilität, spart mentale Energie und führt zu mehr Leichtigkeit, da es automatisch abläuft und keine Entscheidungen im Moment verlangt.

Paare finden den Ausgleich, indem sie offen über ihre Aufgaben, Energie und Gefühle sprechen, Transparenz schaffen und erkennen, dass Verletzungen im Bereich Anerkennung oder Respekt das Ungleichgewicht verstärken.

Kinder fühlen sich oft nicht zufrieden, weil Eltern aus Überforderung nicht Zeit für sie haben oder因为他们 – wie ihre Eltern – zu viel Aufgaben haben und keine Ruhezeit für sich schaffen können.

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