Emotionale Distanz in der Beziehung überwinden: In wenigen Schritten zur Wunschbeziehung #262
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Emotionale Distanz in einer Beziehung entsteht oft aus mangelndem Austausch, fehlender körperlicher oder emotionaler Nähe und einer unreflektierten Nutzung von abgebrochenen Verbindungen. Der Text zeigt auf, dass Frauen durch tiefgründige Gespräche und Erlebnisse, Männer durch körperliche Nähe ihre Bedürfnisse erfüllen – ein Kreislauf, der zu Abstand führt. Um diese Distanz zu überwinden, ist es notwendig, gemeinsam auf die Ursachen zu schauen, z. B. durch Reflexionsgespräche, um zu erkennen, wann die letzte emotionale Verbundenheit war und was danach schiefgelaufen ist. Eine Wunschbeziehung entsteht durch konkrete, tägliche Ritualen wie tägliche Gespräche, gemeinsame Mittagsrunden oder tägliche Briefe – nicht nur im Urlaub, sondern im Alltag. Die Klarheit der Beziehung muss nicht nur durch Worte, sondern durch Handeln, neue Gewohnheiten und gegenseitige Anerkennung geschaffen werden. Selbst nach langjährigen Beziehungen bleibt die Kommunikation und die gegenseitige Wertschätzung entscheidend, um eine dauerhafte Verbundenheit und ein glückliches, harmonisches Leben zu erreichen. Mit bewusstem Handeln, Reflexion und gemeinsamer Entwicklung können Paare ihre Beziehung wieder lebendig und eng verbunden gestalten.
So ist er halt, so ist sie halt.
Naja, bei uns ist das genauso.
Und bei meinen zwei Freundinnen ist das auch so.
Das ist wohl normal, dass Männer nicht mit zu Geburtstagen kommen oder kein Interesse haben.
Die Frau braucht es eben häufig über Gespräche, tiefgründige Gespräche, Erlebnisse.
Der Mann braucht das noch mehr über körperliche Nähe und Erlebnisse.
Und warum habe ich nicht diese Partnerschaft in der Emotionalität, wie ich das bei Instagram sehe?
Habe ich vielleicht einen Mann erwischt, der das nicht alles so schön macht?
Haben alle anderen Glück gehabt oder was mache ich wieder falsch?
Letzte Woche haben wir euch akute Tipps gegeben, wie ihr mit emotionaler Distanz umgehen könnt
und warum ein einfaches, oberflächliches Gespräch nicht mehr ausreicht,
sondern es wichtig ist, sich in der Tiefe mit der Ursache und dem Verlauf zu beschäftigen
und dann natürlich auch eine Beziehung 2.0 zu formen.
Also zu schauen, was schafft denn jetzt?
Diese emotionale Nähe, was brauchen beide?
Heute wollen wir dazu uns einen tiefer gehenden Ansatz nochmal ansehen,
um eben genau auch in die Entwicklung der Wunschbeziehung zu kommen,
um damit die emotionale Distanz möglichst nachhaltig zu überwinden.
Ich bin Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein
in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Du hast in der letzten Folge ja schon über das Thema Lebendigkeit,
Abenteuer gesprochen.
Wir brauchen im Leben ja eigentlich so zwei große Bestandteile,
damit wir uns so richtig wohlfühlen.
Das eine ist Sicherheit auf verschiedensten Ebenen.
Finanzielle Sicherheit, gesundheitliche Sicherheit,
Sicherheit in der Beziehung miteinander,
was dann ja das Vertrauen darstellt
und in anderen Aspekten sicherlich auch.
Und dann gibt es das Abenteuer, sich lebendig fühlen.
Und das ist ja auch etwas, wo diese Verbundenheit,
wieder eine große Rolle spielt.
Wobei, ich würde sagen, im Bereich,
also wenn es jetzt um emotionale Nähe und Verbundenheit geht,
brauchen wir die in beiden Bestandteilen.
Also wir können ja auch eine Distanz zum Beispiel
im Bereich finanzielle Sicherheit spüren,
wenn das sehr einseitig ist.
Wenn ich für mich finanziell total abgesichert bin,
ich zahle massiv in die Rente ein,
ich habe totalen Überschuss, wir haben getrennte Konten,
ich kaufe nochmal ein Haus extra und so weiter
und du sagst, Mensch, ich mache überwiegend Geld,
ich mache überwiegend Geld,
ich mache überwiegend Geld,
ich habe nur eine 50-Prozent-Stelle
und das zugunsten unserer Familie, das ist unfair.
Dann haben wir auf einmal auch keine Verbundenheit mehr
in der finanziellen Sicherheit.
Das kann aber genauso auf der Abenteuer- und Lebendig-Fühlen-Seite sein,
wenn wir gar nicht mehr wirklich viel miteinander machen,
als Liebespaar,
sondern jeder so diese Lebendigkeit vielleicht mit anderen erlebt.
Also ich mache Hobbys nur noch mit anderen,
ich gehe auf Konzerte mit Freunden,
ich gehe mit Freunden ins Kino,
ich erlebe, ich fahre in Urlaub mit Freunden lieber
und merke, da ist irgendwie Distanz
und es kommen Konflikte hinzu.
Wenn wir dann zusammen im Urlaub sind,
dann streiten wir uns auch noch
und sorgen für den Streit für noch mehr emotionale Distanz.
Und diese Summe, die kann dann eben dahin führen,
dass man sich irgendwann emotional distanziert fühlt.
Deswegen wollen wir ja gucken, was braucht es,
damit all das nicht eintritt
und eigentlich müssen wir uns also genau um diese Themen,
alle kümmern.
Ich finde emotionale Nähe ein spannendes Thema,
weil wenn man mal genau drauf schaut,
begegnet einem das ganz schön häufig im Freundes-
oder Bekanntenkreis, in der Familie.
Das sieht man immer so an Aussagen von Menschen wie,
naja, so ist er halt, so ist sie halt.
Das ist bei uns schon lange so.
Und wenn das jetzt natürlich so im negativen Bereich ist,
also dass man so merkt,
Menschen haben sich auf ihrem Lebensweg verloren
und haben sich eingerichtet.
Und dann verbinden,
verbünden sich manchmal Menschen in dem Leid miteinander.
Also dass man sagt, naja, bei uns ist das genauso.
Da sind wir ja schon bei Klischees, muss man ja sagen,
dass man sagt, Männer sind so, Frauen sind so.
Aber dass da in dieser Einsamkeit
schon wieder eine Verbundenheit zu anderen Menschen entsteht
und man häufig dann über Menschen,
Monate, Jahre das auch hinnimmt.
Also zu sagen, es ist dann so,
das ist halt mein Leben.
Nur manche nehmen dann nochmal so Ankerpunkte in mein Leben,
wo sie sagen, naja, wir warten mal ab,
bis die Kinder groß sind.
Das ist nochmal so eine Exit-Variante,
wo man sagen kann, ja, dann habe ich ja nochmal
die Möglichkeit der Veränderung.
Und das finde ich immer sehr traurig,
weil das ja unser Alltag ist.
Also ganz egoistisch ist es ja auch mein Leben
und meine Lebenszeit,
die ich in einem Konstrukt,
in einer Beziehung verbringe,
wo ich mich nicht verbunden fühle.
Und die kann ich ja nicht nachholen.
Also ich bin ja nicht nochmal
30, 40, 50
und kann sagen so, okay, jetzt mache ich das alles nochmal.
Also alles hat ja so seine Zeit.
Und da bin ich immer überrascht darüber,
dass Menschen das so in Kauf nehmen.
Und das manchmal auch so sagen,
so, ja, sie ist halt so ein bisschen robuster,
sie macht ihr eigenes Ding.
Und dann denke ich so, ja,
das hört sich auf der einen Seite irgendwie positiv an,
aber dahinter steckt oftmals ja eine,
ja, eine verletzte Seele,
kann man fast sagen.
Naja, der Antrieb war ja nicht positiv motiviert.
Der Antrieb ist dann ja eher,
ich muss gucken,
dass ich das Beste aus der Situation mache.
Aber das ist ja vielleicht nicht das,
was ich mir wünsche.
Und klar,
ein gemeinsames Leid verbindet,
deswegen lästern ja Menschen
über andere,
weil das dann das gemeinsame Leid ist,
was verbindend ist,
genauso wie, in Anführungsstrichen,
gemeinsame Feindbilder.
So finden ja auch Gruppen zusammen.
Wenn wir jetzt zum Beispiel mal an Sport denken,
so die Fußballvereine
leben ja ganz stark davon,
dass die anderen Vereine
entsprechende Feindbilder sind.
Und so treffen dann entsprechend
die Fans und die Ultras zusammen,
weil sie ein gemeinsames Feindbild haben.
Das heißt,
da wirkt ja manchmal stärker,
dass es ein gemeinsames Feindbild,
als das um den eigenen Verein geht.
Das ist immer so eine Kombi.
Und das sind so Dynamiken,
die sind natürlich gar nicht schön,
weil die führen zu ganz viel Ausschluss.
Wenn man über die Beziehung redet,
also so, als wenn der andere
gar nicht dabei wäre.
Wenn man weiß,
das würde ich nicht aussprechen,
wenn meine Frau, mein Mann mit im Raum wäre.
Das sind alles Momente,
wo ganz viel Ausschluss entsteht
und der Beziehung die Chance genommen wird,
dass innerhalb der Beziehung
zu lösen.
Weil so wird ja mit anderen kompensiert,
es wird mit anderen ein Abgleich geschaffen.
Ist das bei denen genauso?
Und wenn dabei rauskommt,
das ist bei denen ähnlich,
kann eben ja auch so eine Schlussfolgerung entstehen.
Ja, okay, dann ist das wohl normal
oder ich habe zu hohe Erwartungen.
Das ist ja auch eine Frage,
die sich viele erstellen.
Darf ich so hohe Erwartungen haben?
Darf ich das fordern?
Ist das zu viel verlangt?
Bin ich da besonders?
Und wenn man da zu dem Ergebnis kommt,
das ist ja bei allen irgendwie scheiße,
dann muss man sich damit anscheinend im Leben arrangieren,
dann nimmt man dadurch automatisch
in der Beziehung dem Partner die Chance,
gemeinsam daran zu arbeiten.
Und dann geht man ja auch häufig in den Abgleich
bewusst und unbewusst mit seinen eigenen Eltern.
Also das ist ja die erste Beziehung,
die wir kennenlernen.
Deswegen sagen ja auch viele Menschen,
es ist eigentlich fast interessanter,
wie die Eltern von dem Partner sind,
bevor man in die Familiengründung geht,
weil man dann sieht, was man sich sozusagen
in sein System auch mit reinholt.
Und dann zu schauen,
ja, wir haben meine Elternbeziehung gelebt,
wir haben deine Elternbeziehung gelebt
und das beeinflusst einen ja auch.
Also ich habe das ganz häufig,
dass ich an Situationen manchmal komme,
wo ich denke,
krass, wie meine Eltern ihre Beziehung geführt haben
und wie ich es jetzt in meiner Beziehung anders mache.
Aber das einfach nochmal mal diese Glaubenssätze,
die man mitbekommen hat.
Ein Glaubenssatz zum Beispiel,
den ich in meiner Beziehung gemacht habe,
dass man als Frau aufpassen soll,
dass man dem Mann nicht zu sehr verwöhnt,
also seine Eigenständigkeit aufgibt.
So die Generation meiner Mutter,
so dieses Emanzipierte.
Man muss aufpassen,
dass man nicht nachteilig
in der Beziehung behandelt wird.
Und dass man,
dass man mir auch
in einem ungesunden Maße mitnehmen kann,
wenn man darüber nicht reflektiert.
Und das Spannende ist,
ich habe da mit meiner Schwester auch drüber gesprochen,
die ja die gleichen Glaubenssätze hat,
dass sie die Glaubenssätze mitbekommen hat.
Und ihr ist das zum Beispiel auch aufgefallen,
dass das manchmal bei ihr auch aufploppt.
Und es ist an sich ja nicht schlimm,
man hat ja immer Prägungen,
die man mitbekommen hat,
aber dass man sich dem bewusst ist
und man darf es ja trotzdem seiner Beziehung
dann wiederum anders machen.
Heute drängen sich ja auch mehr Bedürfnisse
in den Vordergrund.
Ich habe gerade mehrere Paare nacheinander gehabt,
wo wir uns immer wieder einig waren,
dass die Herausforderungen heute
als Paar und als Eltern,
sich größer anfühlen,
als wir sie, ich würde mal sagen,
bei unseren Eltern vermuten.
Wir wissen ja gar nicht,
was in denen so vorgegangen ist,
während sie Eltern oder junge Eltern geworden sind.
Aber wir vermuten immer wieder dann,
dass die Herausforderungen komplexer sind.
Einfach so aus dem Bild heraus,
dass damals die Verantwortungen
eher geteilt waren
und der Mann vielleicht tendenziell
für das Geldverdienen verantwortlich war,
die Frau für das Soziale, also Familie,
Care-Arbeit und so weiter.
Und heute, dass sich ja alles. immer mehr miteinander vermengt.
Die Frau arbeitet in großer Teilzeit oder Vollzeit auch.
Der Mann ist vielleicht auch teilweise in Teilzeit.
Die Care-Arbeit wird immer mehr geteilt.
Die Hausarbeit wird geteilt.
Also alle Lebensbereiche teilen sich immer mehr.
Die Frau äußert auch immer mehr den Wunsch,
hey, ich will nicht die Einzige sein, die Freunde einlädt.
Dann kümmere dich auch um unsere sozialen Kontakte.
Und alles vermischt sich immer mehr.
Und wenn das immer mehr Schnittmengen bekommt,
ist der Anspruch an die Kommunikation drastisch größer.
Es ist ja total einfach,
wenn ich in der Verantwortung bin, Geld zu verdienen,
dann kümmere ich mich einfach darum.
Und wenn das nicht klappt, sagst du,
hey, das ist deine Verantwortung, Geld zu verdienen,
das ist zu wenig, kümmere dich darum, dass das mehr wird.
Das ist ziemlich einfach.
Und wenn ich sage, hey, irgendwie sind die Kinder gerade total anstrengend
und aufmüpfig und die hören nicht auf uns und sind respektlos,
kümmere dich mal darum, dass das wird,
dann ist das immer total. Einfach in der Kommunikation, ob das schön ist,
für die Familie ist eine andere Frage,
aber es ist für die Kommunikation erst mal einfach.
Und so ist es so, dass wir uns zusammensetzen,
Mensch, irgendwie klappt das gerade mit dem Sohn nicht so gut,
der ist irgendwie gerade anders als davor,
er entwickelt mehr Wut, ist unzufriedener,
woran könnte das liegen?
Dann geht man gemeinsam auf die Suche,
überlegt sich mögliche Ursachen,
geht vielleicht mit dem Sohn ins Gespräch,
auch die Ebene ist ja noch mal was ganz anderes.
Wir sind ja heute viel mehr im Austausch
über die Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle der Kinder,
begleiten die Gefühle noch mal ganz anders als damals.
Und dadurch fühlt sich für viele das Leben recht komplex an, würde ich sagen.
Viele berichten ja auch und sagen,
dass sie in ihrer Vorstellung sich das deutlich leichter vorgestellt hätten.
Also das Elternsein, dass das nicht so herausfordernd oder auch komplex ist,
weil sie das selber als Kind natürlich gar nicht so wahrgenommen haben.
Also dass man gedacht hat,
ja, irgendwie, meine Eltern haben das so ein bisschen auch nebenbei gemacht.
Das glaube ich auch, dass es früher in einigen Aspekten anders war.
Auch man, glaube ich, als Kind auch teilweise freier leben konnte.
Aber jetzt da stehen und sagen, ich habe so viele Themen.
Ich habe eine Berufstätigkeit, ich habe eine Familie,
ich habe Freunde, vielleicht auch noch Eltern,
die gepflegt werden müssen nachher.
Und das ist alles so viel.
Es ist einfach so ein Berg, um was ich mich kümmern soll.
Und ich habe so viele Themen, die ich mir nicht so gut erinnern kann.
Ich möchte in jedem Lebensbereich auch einen gewissen Standard haben.
Ich möchte gut sein darin.
Ich möchte eine gute Mutter oder ein guter Vater sein.
Ich möchte aber auch irgendwie kein Standardleben führen,
sondern ich möchte mir auch irgendwas aufbauen.
Und wenn ich in jedem Lebensbereich einen gewissen Anspruch habe,
den muss man auch erstmal halten.
Und das merken wir ja untereinander auch.
Dass wir einfach auch Menschen sind, die gerne Dinge planen, die Ziele haben.
Aber dass es manchmal auch mitreißend sein kann,
wenn jemand sagt, so cool, und als nächstes darfst du,
und als nächstes darfst du.
Und als nächstes das, und lass uns das mal ausprobieren, und das mal.
Aber dass man auch manchmal das Gefühl hat,
okay, wir müssen mal ganz kurz ein bisschen runterkommen.
Sonst kann es auch zu viel werden.
Man kann nicht alles hundertprozentig bedienen.
Und das wirkt ja gerade durch die sozialen Medien aber so.
Dass man das alles machen kann, wenn man das möchte.
Das liegt ja in einem.
Man muss es ja nur tun.
Und das hat ja auch so die Gleichzeitigkeit,
dass ich denke, ja, aber wenn das alles in mir ist,
warum kriege ich es denn nicht gebacken?
Wo ist denn jetzt der Fehler im Sinn?
Wo ist denn jetzt das System?
Haben alle anderen Glück gehabt?
Oder was mache ich wieder falsch?
Und das kann einen schon traurig machen.
Also ich hatte mal ein paar,
das ist ungefähr anderthalb Jahre her,
das werde ich eben nicht vergessen,
da sind wir so drauf gestoßen, dass sie sagte,
eigentlich sehe ich ja immer das Perfekte auch unbewusst.
Also ich sagte, ich bin ja nicht doof.
Mir ist ja klar, dass das inszeniert ist auf den sozialen Medien.
Das ist mir alles klar.
Aber nur kognitiv, nicht im Gefühl.
Aber dann sehe ich das und dann sehe ich,
wie die da im Flughafen stehen, Händchen halten,
alles in Leichtigkeit und die Kinder stehen da süß angezogen,
mit einem Hut auf und der Mann hat gute Laune
und sie hat so ein weißes, langes Kleid an,
das weht so im Wind und wie man sich das
bei so einer Werbung halt vorstellt.
Und ich stehe am Flughafen,
irgendwie mit dem Flughafen,
mit Flecken auf dem T-Shirt, das Kind jault,
weil es irgendwie nochmal was mit Zucker essen will.
Man selber denkt so, gleich kotzt mir das
aber das Flugzeug voll.
Der Mann ist genervt, weil alle übermüdet sind.
Und das ist nicht so,
wie ich mir das vorgestellt habe.
Und
das ist halt das Leben aber auch.
Und oftmals denke ich auch,
brauchen wir manchmal das brutale Leben
und manchmal diese Erdung
zwischendurch heutzutage,
um auch das Gute wieder wertzuschätzen.
Das ist ja auch so ein bisschen dieses
Unbewusstsein.
Hochleveln, wenn wir immer das Nächste
und Nächste und Nächste verlieren,
manchmal auch den Blick, worauf kommt es denn an.
Es braucht ja nicht immer den Mega-Urlaub.
Emotionale Nähe kann ja auch in absoluten
Kleinigkeiten entstehen.
Da muss ich so an uns denken,
letztes Wochenende, wo wir
mein Geburtstagsgeschenk eingelöst haben
und wir eine Veranstaltung
im Hotel abends mitgemacht haben
mit tollem Essen und es war alles
super,
aber wir beide nicht ganz gesundheitlich fit waren,
muss man sagen.
Und wir uns nachher so eine Ecke da gesucht haben
im Hotel, man konnte Getränke bestellen,
war alles super.
Und du dir einen Kamillentee übergeholt hast
und ich mir eine heiße Schokolade und um uns da rum
alle Menschen mit Wein, mit Bier,
mit Cocktails saßen
und wir so schmunzeln mussten, weil wir gesagt haben,
unsere Getränkebestellung entspricht
jetzt nicht dem Durchschnitt an diesem Abend.
Aber das war total egal,
weil wir hatten uns in dem Moment
und hatten unseren Spaß.
Aber auch gleichzeitig die Erkenntnis,
dass es,
noch wichtiger wird, sich um die Gesundheit
zu kümmern, denn der Spaß
ist abnehmend, wenn die Gesundheit nicht passt.
Ja.
Und so schärft man immer wieder seinen Fokus
und guckt, dass man
sich auch erdet in manchen Themen
und die Werte
nivelliert,
denn das Thema Gesundheit ist ja
so lange nicht auf Prio 1, wie sie da ist.
Und sobald man merkt, dass
irgendwas ist und ich meine,
wir hatten jetzt nichts Schlimmes,
aber trotzdem, ich saß da mit Magenschmerzen
und mit Erkältung
und das ist schon natürlich etwas,
was den Spaß dämpft.
Und da gibt es natürlich noch ganz andere Dinge,
die irgendwann den Spaß dämpfen können.
Aber es ist eben wichtig, diese Dinge sich anzuschauen.
Aber ich finde auch nochmal den Vergleich
mit der Elterngeneration super spannend,
denn eigentlich haben
beide Konzepte
so viele Optionen auf Verbindung
und es ist in der Ausführung
doch so schwer für uns.
Das Konzept unserer Eltern
mit den verschiedenen Verantwortungsbereichen,
mit den verschiedenen Verantwortungsbereichen,
würde ja dafür sorgen,
dass wir uns aber auch trotzdem
schöne Dinge suchen können,
wo wir uns dann miteinander verbinden,
wenn wir diese anderen Bereiche mehr aufteilen.
Was aber
diese grundsätzliche Aufteilung irgendwie
verhindert hat.
Und auf der anderen Seite bei uns, in unserer Generation,
wo wir schon so viele verbindende Elemente
haben, weil wir in allen
Lebensbereichen eigentlich mittlerweile
verbunden sind, weil wir sie
immer gemeinschaftlich angehen,
da fehlt uns das Handwerkszeug,
zu kommunizieren, unsere Bedürfnisse
auszusprechen, es stecken
ganz viele Prägungen in uns,
die das verhindern, mangelndes
Selbstvertrauen, nicht genug
sein Gefühle, Eifersucht, Neid,
Perfektionismus,
nicht über seine Gefühle
sprechen können und so weiter.
Ganz viele Dinge, die ja
man auch selber mitbringt, die dafür sorgen,
dass diese Verbundenheit
nicht so entstehen kann oder eben dann
sobald
Ausstiegspunkte da sind, man
auch wieder aussteigt, weil die war ja mal da,
so im ersten Jahr, in den ersten zwei, drei
Jahren, so Verliebtheitsphase und Co.,
da war ja große
Verbindung da, aber
sobald
potenzielle Störfaktoren eintreten,
geht diese Verbindung dann auch nachher
verloren und
immer, immer weiter.
Und da finde ich halt ganz
wichtig, dass man regelmäßige Lebensmomente
gemeinsam erlebt, so wie
jetzt dein Geburtstagsgeschenk,
was bei uns ja schon
über viele Jahre hinweg nichts Materielles
mehr ist und immer ein gemeinsames Erlebnis
oder
dass man zum Beispiel
gemeinsame
tiefergehende Reflexionsgespräche
führt, seine Wunschbeziehung
visualisiert hat, um
sich zum Beispiel einmal im Jahr,
wir machen das immer zwischen den Tagen,
dort zu reflektieren und zu schauen,
ist das immer noch unser Weg?
Oder hat sich was am Weg
verändert, weil das auch eine ganz
häufige Problematik ist bei Paaren,
dass sie
darüber entweder noch nie in der Tiefe
gesprochen haben und tatsächlich
wie in der letzten Folge schon erwähnt
so dabei stehenbleiben zu sagen,
wir wollen ein Haus
auf dem Dorf, zwei
Kinder heiraten
und dann einmal im Jahr,
zweimal im Jahr im Urlaub fliegen,
das wäre toll. Und da
hört es dann manchmal schon auf. Vielleicht gibt es noch
ein paar Details mehr, aber so viel
mehr ist das dann nicht. Und die Dinge,
die man vor den Kindern hatte, die einem Spaß
machten, habe ich in den
Vorstellungsgesprächen ganz häufig,
ja, dann stellen die sich vor
und sagen, hey, ich bin Florian, ich bin 40,
ich bin Unternehmer, ich kümmere
mich darum, dass es Paaren wieder gut geht,
nachdem sie in einer Krise waren,
ich habe einen Sohn, bin verheiratet.
Ja, und
wie sonst so, was
verbindet euch, was macht ihr in eurer Freizeit,
außer, dass ihr euch
um Job und Kinder kümmert?
Und dann setzen viele ab und sagen,
ja, also ich spiele Basketball, also früher
mal. Wir gehen auch
super gerne im Konzert.
Konzerte haben wir schon
drei Jahre nicht gemacht.
Und eigentlich liebe ich
und das immer eigentlich
damals, also die Dinge sind da.
Man merkt, dass das macht
auch noch was in denen, da haben die Bock drauf.
Aber sie sind alle nicht mehr
reaktiviert worden. Einzeln,
aber auch als Paar häufig nicht.
Und
das sind die Dinge, die dann nachher fehlen,
die vorher verbindend waren.
Diese Emotionen, gemeinsam
den Konzert besucht zu haben.
Da zu stehen, zu feiern
und zu tanzen. Und auf einmal gibt es das
seit Jahren nicht mehr.
Was ja auch anteilig ganz normal ist.
Also wir haben ja früher auch zusammen Badminton
gespielt, ganz, ganz früher.
Was machen wir jetzt auch nicht mehr?
Und das ist ja auch in Ordnung, dass man
ja auch sagt, okay, das war ein Abschnitt in meinem Leben.
Aber dieses Runterleveln
von allen anderen Dingen
und dass nichts Neues entsteht
in der Verbundenheit, dass man nichts Neues hat,
wo man sagt, das haben wir denn zusammen
neu für uns entdeckt oder das machen
wir gerne.
Das ist halt immer schwierig.
Und das ist halt die Problematik, wenn man
sich über seine Wunschbeziehung keine Gedanken
zusammen macht, dann
enden Dinge, aber man
findet nichts Neues Gemeinsames, weil man
muss halt gemeinsam reflektieren,
da hat was geendet und das ist schade
und wir etablieren was Neues.
Wir haben ja schon viele Dinge bei uns gehabt, die geendet haben.
Wie traurig waren wir darüber, dass die
Hamburg Freezers pleite gegangen sind
und dann nicht mehr da waren.
Wie viel Spaß hatten wir beim Eishockey gucken.
Wie schade war das, dass die Klitschkos
ihre Karriere beendet hatten, weil das
einfach super aufregend war,
dort dann zu sein
und die
ersten acht Runden immer zu sagen, hau nicht
zu doll zu, die Karte war scheiße teuer,
ich will ein bisschen was vom Kampf sehen
und ab der achten Runde,
jetzt darfst du zuhauen.
Ein K.O. wollen wir aber auch noch sehen.
Das sind so Dinge, die verbinden einen halt
und die enden irgendwann, was ganz
natürlich ist, dass Dinge einfach auch enden,
aber wir brauchen dann eben einen Ersatz,
dass wir dann neue Dinge
im Leben haben, die für
ähnliche, lebendige Momente
sorgen.
Und nicht nur,
während man zu zweit ist, sondern auch
weitergehend, vielleicht mit einer kleinen Pause,
aber dann sehr schnell auch wieder zurückholend,
wenn Kinder da sind und das muss man
aktiv tun.
Wenn ihr schon mehrere unserer Folgen gehört habt
und die Impulse
euch weiterhelfen, dann
lasst doch gerne eine Bewertung bei
Spotify oder Apple da.
Bei YouTube könnt ihr unseren Kanal auch
sehr gerne abonnieren. Schreibt einen
Kommentar, wenn ihr eine Frage habt
oder einfach einen Impuls reingeben wollt.
Da freuen wir uns sehr drüber, antworten
euch auch natürlich.
Wenn ihr nun diese emotionale Distanz bei euch
im Alltag spürt und merkt,
dass das etwas ist, was euch
in eurer Beziehung immer weiter auseinander
bringt, dann
muss eure Beziehung noch längst
nicht gescheitert sein. Dann geht es darum,
gemeinsam zu schauen, wie
könnt ihr das jetzt wieder in einen
gemeinsamen Weg führen und
das wollen wir uns nun gemeinsam
in einigen Schritten miteinander
ansehen.
Der erste Schritt ist, das anzuerkennen.
Also gerade anzuerkennen,
in welcher Situation stehen wir gerade und das
zu akzeptieren. Nicht zu verharren
und zu sagen, ja, es ist jetzt so und wir ändern nichts.
Sondern zu sagen, okay,
wir benennen jetzt mal ganz klar,
was uns fehlt. Also
wie fühlt sich emotionale
Distanz für jeden jetzt gerade an?
Wo würde derjenige das festmachen?
Ohne aber Schuldzuweisungen,
und Vorwürfe, den anderen
nur vorzuhalten, sondern
auch zu akzeptieren und zu sagen,
ja, das ist jetzt gerade so, das sehen wir beide so,
dass da keine Nähe ist.
Wir kommen nämlich dann raus,
dass wir Sachen verdrängen
und das wegschieben und sagen, naja,
aber manchmal nur, sondern sagen, nee, das ist gerade so
und das ist auch ein Punkt, mit dem sollten wir uns jetzt beschäftigen,
weil der tut uns beiden nicht gut.
Und wir haben halt schon viele Paare begleitet,
die einen Ausweg gefunden haben,
wo halt
der aktuelle Zustand nicht das Ende sein
muss. Oder auch nicht weiter
die nächsten Jahre
genauso stattfinden muss.
Wann die es geschafft haben, zu sagen,
in dem Moment, wo wir uns dafür entschlossen
haben, wir möchten es ändern,
dann wurde es besser.
Dann im zweiten Schritt geht es
darum, Klarheit zu schaffen durch Reflexion
und offene Gespräche miteinander.
Was für mich gleich
bedeutend auch ist, dass man
die negativ
empfundenen Gespräche,
dieses gemeinsam sich mit anderen
Menschen austauschen, wie
schlecht die Beziehung ist, dass das
endet. Sondern, dass man
jetzt die Themen in die Beziehung hinein
holt, dort, wo sie reingehören,
das reflektiert und
wirklich im offenen Austausch,
was auch heißt, dass man den richtigen
Rahmen schafft,
keine Tür- und Angelgespräche über Themen, die
wirklich wichtig sind, sondern einen richtigen
Gesprächsrahmen zu schaffen,
dass man auch diese
Intensität, diese Tragweite,
die das für die Beziehung hat, dass man
das dadurch schon symbolisiert,
dass man einen passenden Rahmen hat.
Wir brauchen zunächst
die Ursachen. Wann war es mal gut?
Also, wo war der letzte Punkt,
wo ihr sagen würdet, die
emotionale Verbundenheit, die war voll da?
Und was ist dann
passiert? Welche Verletzungen
sind passiert? Was sind Dinge, die
entstanden sind, die euch auseinander
geführt haben? Und diese
gemeinsam aufarbeiten,
wir arbeiten da mit der System-Empowering-Methode,
die eben
genau das macht, wann war es gut,
welche Verletzung ist entstanden,
die Verletzung wird ausgesprochen,
es wird Verantwortung übernommen und dann
im Abschluss die Frage gestellt,
was hätten wir tunlernend verändern können,
damit diese emotionale Verletzung
nicht entstanden wäre,
was gleichzeitig ein neues Verhalten für die
Zukunft impliziert.
Daraus wissen wir, wie wir uns
jetzt in Situationen ähnlich
entstehen, anders verhalten.
Und wenn wir dann
die emotionalen Verletzungen aufgelöst haben,
entsteht etwas, nämlich bei den
allermeisten Menschen entsteht dann
Klarheit. Was möchte ich?
Wie fühlt sich das an, wenn die Verletzungen aufgelöst
sind? Spüre ich dann wieder mehr Nähe
und bin bereit, weiter in die Beziehung zu investieren?
Oder bleibt mein Gefühl,
dass ich sage, es fühlt sich entlastend an,
dass wir darüber gesprochen haben, dass wir die Ursachen gefunden
haben, aber es fühlt
sich trotzdem eher an, als wenn du ein guter Kumpel
bist oder wir bruderschwestermäßig
im Gefühl unterwegs sind und ich möchte
die Beziehung nicht fortführen.
Aber wir haben
halt die Klarheit und die Klarheit ist immer wichtig
im Leben, damit man aus der Situation auch
rausgehen kann und
auch gegenseitig die Wertschätzung
zeigen kann, dass man sagt,
du bist es mir wert, auch dass wir Klarheit
reinbringen, damit wir für unsere Zukunft beide wieder
glücklich sein können. Wichtig finde ich
aber noch den Punkt der Gewohnheiten,
dass man neben den emotionalen
Verletzungen, die man gelöst hat, die zur Distanz
führten, auch schaut,
dass man jetzt sich mit den
Gewohnheiten beschäftigt, denn
wir haben uns ja an Verhalten
und Distanz gewöhnt
und für unser Gehirn ist das
erstmal Arbeit und
Unsicherheit. Jetzt wieder
neue Gewohnheiten zu etablieren,
die mehr Verbundenheit schaffen.
Deswegen
würde ich nicht erwarten, dass
nach dem Lösen der Verletzungen, ich
wieder ein intrinsisches Gefühl entwickle,
deine Hand zu halten, sondern
ich muss das wieder herstellen, ein paar
Mal bewusst und dann entsteht
dieses intrinsische Gefühl auch
wieder. Wenn das wieder reaktiviert
wird, dazu müssen wir
häufig erstmal Gewohnheiten
und Muster durchbrechen, um
dann, das ist der vierte Schritt,
wenn die Klarheit da ist, auch eine
Entscheidung treffen zu können.
Das ist ja auch wichtig, nicht nur Klarheit zu haben,
sondern diese
Klarheit braucht dann ja auch, dass sie
ausgesprochen wird und eine Entscheidung getroffen
wird, was natürlich insbesondere
im Trennungsfall besonders schwer ist,
diese Entscheidung auch zu verbalisieren
und damit neue Realitäten zu
schaffen, aber
das ist ja auch wichtig.
Es wird gebraucht und
sollte man da schwanken,
dann kann man sich eben
wieder mit dem Öko-Check von uns beschäftigen,
der
besser ist als die einfache Pro- und Kontraliste,
weil er eben viel mehr
Aspekte sinnvoll beleuchtet.
Wenn es dann zu einer Trennung
kommen sollte,
gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich mit dem
Trennungsprozess nochmal ganz bewusst zu beschäftigen,
damit da stimmige
Entscheidungen getroffen werden,
im Trennungsprozess Kompromisse
gefunden werden, auch ein stabiles Fundament
als Elternpaar aufgebaut
werden kann, Kinder und die
Gefühle müssen begleitet werden. Das sind
auch alles Dinge, wo wir sehr viel Erfahrung
die letzten Jahre sammeln durften und wo wir schon
viele Paare begleitet haben und immer
wieder das Feedback ja auch kommt,
gut, dass wir so vorbereitet in die Situation
reingegangen sind, gut, dass wir auch an dem Punkt
nicht abgebrochen haben und gesagt haben,
ja, jetzt ist ja auch alles egal, sondern
ganz bewusst gesagt haben, das ist uns
auch wichtig, gegenseitig als
wertschätzenden Respekt, dass man sagt,
wir sind ja noch über viele,
viele Jahre, sei es geschäftlich,
sei es durch die Kinder verbunden und
wir möchten, wenn wir uns auf der Straße begegnen,
nicht die Straßenseite wechseln, sondern wir
möchten kurz stehenbleiben können, nett miteinander
kurz sprechen können, an ein
gutes Leben wünschen sozusagen und
da ist das ganz
wichtig, auch
darauf zu achten im Prozess, wie fühlt
sich das an, wenn es in die andere Richtung geht und
was wird jetzt gebraucht?
Ja, es gibt keinen harten Cut
mehr, wenn eine langjährige
Beziehung da ist, man hat
gemeinsames Vermögen, man hat Kinder,
dann ist wichtig, dass man
jetzt immer noch in einer
sehr, sehr guten Kommunikation bleibt.
Dafür wird häufig gebraucht, erstmal
Trennungsschmerz, Liebeskummer,
etwas zu verarbeiten,
vielleicht noch nicht vollständig, aber
schon mal etwas zu verarbeiten,
bevor man in die nächsten Gespräche gehen kann,
zum Beispiel das Gespräch
mit den Kindern gemeinsam vorbereitet
und so weiter, das kann man alles
zu zweit machen, das kann man mit Unterstützung
zu machen, aber wie du schon sagst, es endet hier.
typischerweise nicht. Wir brauchen immer noch
die gleichen Fähigkeiten.
Wir müssen immer noch stimmige Entscheidungen treffen
können. Wir brauchen stimmige Kompromisse.
Wir müssen uns über unsere Werte
austauschen, die wir an die Kinder vermitteln
wollen, wenn wir Elternpaar bleiben.
Wir müssen immer noch Konflikte miteinander lösen
können, denn die werden als Elternpaar weiterhin
entstehen. Ja, das sagte mal jemand im
Coaching ganz passend. Naja, ehrlich gesagt,
sagte er zu seiner Ex-Frau, ich werde dich ja
wahrscheinlich mein ganzes Leben nicht los,
wenn wir das so offen sagen, weil
wir sind durch unsere Kinder verbunden, aber nicht nur durch
unsere Kinder. Wenn wir unsere Kinder irgendwann Enkelkinder
bekommen, dann sehe ich dich auch noch bei der
Einschulung meiner Enkelkinder. Und
ganz ehrlich, diese Last möchte
ich mir nicht in mein Leben holen. Ich will das jetzt mit
dir ordentlich klären, weil ich weiß ja, wir
laufen uns noch häufig über den Weg. Und es
wird für alle ja über mehrere
Generationen sonst so
belastend, wenn wir beide das jetzt nicht gut
hinbekommen.
Und dann haben wir den positiven Weg, dass man
sich entscheidet, die
Beziehung weiterzuführen, weil man
merkt, dass Nähe und Verbundenheit
entsteht. Und
ihr dann die Wunschbeziehung entwickeln
könnt. Also
es ist darum geht, die Bedürfnisse
zu äußern, neue
Routinen zu etablieren,
sich mit den Sprachen der Liebe zu beschäftigen,
dass man sich gegenseitig auch
wirklich signalisieren kann,
dass man sich liebt, dass man beim Anderen
ankommt. Einhaltung der
Systemgesetze von uns, also
primär Zugehörigkeit,
kein Ausschluss, Anerkennung,
Wertschätzung, Respekt innerhalb der Beziehung,
Ausgleich von Geben und Nehmen,
also ein grundsätzliches
Fairness und Teamgefühl.
Das sind wichtige Dinge.
Und
dann gibt es natürlich noch viele weitere Bausteine in der
Wunschbeziehung, also Interessen,
Ziele für die Zukunft,
ganz wichtig. Was sind
verbindende Lebensmomente?
Was sind so Dinge, die einem das zeigen?
Und aber auch
was tut einem als Paar im Alltag gut?
Denn auch das hatte ich gerade in dem
Coaching.
Es reicht nicht, wenn man 300 Tage,
330 Tage im Jahr
eher in Distanz miteinander ist
und versucht, die Verbundenheit
in den 30 Tagen Urlaub,
die man vielleicht hat, herzustellen
oder irgendwie ab und zu mal
zweimal im Jahr an einem
Wochenende, sondern wir brauchen diese Verbundenheit
im Alltag.
Ich hatte gerade ein Paar, wo sie das
auch immer wieder einfordert und sagt,
ich brauche das auch mal,
dass wenn du auf Geschäftsreise drei Tage bist,
dass du dich von dir aus meldest.
Einfach mal in der WhatsApp schreibst
und telefonierst, um
irgendwie auch so eine Verbundenheit beizubehalten.
Das hatte ich auch mal bei einem Paar,
da ging es auch um Wunschbeziehung
und ich finde das
Thema sehr, sehr schön im Coaching, das Thema
Wunschbeziehung und was da alles
daraus entstehen kann. Und dann geht
es auch darum, dass er halt
beruflich sehr eingespannt ist und sie das Gefühl
hatte, dass sich so zwei Fronten
einfach durch diese Arbeits-
durch diesen Arbeitsrhythmus entwickelt
hat, also sie und die Kinder in deren Ablauf
am Tag und der Mann halt mit seinem
Ablauf. Und dann trifft man so 19 Uhr abends
aufeinander mit wenig Energie und es ist alles nicht so
schön, emotionale Nähe fehlte.
Und haben wir als Ritual eingebaut,
dass er, er hat mittags immer einen
Part gehabt, wo er so eine 30
minütige Fahrzeit hat
im Auto. Und das
kam ungefähr zu der Zeit, wo die
anderen in der Familie auch im Auto
sitzen, durch Kita, Schule
abholen und nach Hause fahren.
Und dass die sozusagen mittags einmal sich
zusammen zu dritt oder zu viert
dann verbinden und telefonieren.
Und das ist so ein schönes Ritual gewesen
und das hat sich auch so auf die Kinder ausgewirkt.
Also die emotionale Nähe, die einmal zwischen
den Eltern entstanden ist,
aber auch zu den Kindern, dass die Kinder
und das Telefonat war jetzt nicht mega lang, aber
erzählt haben, wie geht's denen, wie war
deren Vormittag, sie hat kurz erzählt,
was sie noch nachmittags vorhatten,
er hat erzählt, wie die Hälfte des Tages war.
Und er war ganz erstaunt,
er hat gesagt, er hätte niemals gedacht, dass so ein Telefonat
von irgendwie acht Minuten
jeden Tag, also Montag
bis Freitag, aber so eine emotionale Nähe
ausmachen kann.
Und er hat gesagt, hätte ich das gewucht, dass
diese Investition von den acht Minuten
so viel ausmacht für uns,
hätte ich das viel früher gemacht.
Hängt auch
häufig damit zusammen, was einem
emotionale Nähe gibt.
Die Frau braucht das eben häufig
über Gespräche, tiefkündige Gespräche,
Erlebnisse. Weniger über die tiefkündigen Gespräche.
Und die Voraussetzungen
bilden manchmal einen Teufelskreis.
Die Frau braucht diese
emotionale Nähe, tiefkündige Gespräche,
um sich auf körperliche Nähe einzulassen.
Der Mann braucht körperliche Nähe, um das
Signal zu haben, alles ist gut.
Was ja auch das Signal quasi ist, weil dann
körperliche Nähe heißt ja typischerweise,
die Frau fühlt sich emotional verbunden, sonst kann sie
sich ja nicht drauf einlassen. Aber er braucht diese
körperliche Nähe, um besser
in die emotional tiefkündigen Gespräche
gehen zu können. Und das ist so
ein Kreislauf. Und deswegen
kommt der Mann von sich aus
nicht unbedingt so auf dieses Acht-Minuten-Telefonat,
sondern kommt eher auf
wir müssen mehr miteinander kuscheln.
Weil er sagte, und die
Abende haben sich halt auch dadurch verändert, weil
sie hatte den Tank, den du sagst, mittags so einmal
aufgefüllt und sind abends ganz anders
aufeinander getroffen. Und bei ihm war der erste
Impuls zu sagen, ich kann niemals ein Telefonat
und die Mittagszeit fest einbauen, habe ich keine Zeit
zu. Und dann haben wir geguckt,
wann er eine andere Sache
wie das Fahren, was er eh macht,
damit einbinden kann.
Dann sagt er, okay, dann sitze ich eh im Auto, was
bei ihr echt schwer war, weil sie gesagt hat, du hast jetzt nicht
fünf Minuten Zeit.
Aber dann hat sich so alles gewendet dadurch.
Das war sehr spannend.
Wir freuen uns, dass ihr
bis hierhin unsere Folge gehört habt.
Wenn ihr das Gefühl habt,
ihr seht euch
in dieser Folge wieder und möchtet
das ganz gerne alles
erleben und durchlaufen, aber
merkt, ihr wünscht euch Begleitung dabei,
dann meldet euch doch sehr gerne bei uns
fürs telefonische Erstgespräch.
Und wir schauen gemeinsam, wie wir
euch auf eurem Weg optimal begleiten können.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Emotionale Distanz entsteht oft durch mangelnde tiefgründige Gespräche und vermisste gemeinsame Erfahrungen, insbesondere in der Beziehung.
Männer und Frauen haben unterschiedliche Bedürfnisse
Die Entwicklung einer „Wunschbeziehung“ erfordert regelmäßige Reflexion, gemeinsame Erfahrungen und die klare Aufarbeitung von Verletzungen und Ursachen.
Die emotionale Verbundenheit kann nicht automatisch wiederhergestellt werden, sondern erfordert bewusstes Handeln, neue Gewohnheiten und konsistente Routinen.
Verbindende Lebensmomente wie gemeinsame Telefonate oder tägliche Gespräche sind entscheidend, um die Nähe im Alltag zu stärken.
Paare verlieren oft die Verbindung, weil sie sich auf den Ausfall von früheren gemeinsamen Erfahrungen verlassen und keine neuen, lebendigen Momente schaffen.
Die Entfaltung einer glücklichen Beziehung erfordert Klarheit, gegenseitige Wertschätzung, Respekt und die Einhaltung von Systemgesetzen wie Zugehörigkeit und Fairness.
Es ist wichtig, dass auch nach einer Trennung oder einer Krise eine stimmige Kommunikation und gegenseitige Unterstützung erhalten bleiben.
Summary:
Emotionale Distanz in einer Beziehung entsteht oft aus mangelndem Austausch, fehlender körperlicher oder emotionaler Nähe und einer unreflektierten Nutzung von abgebrochenen Verbindungen. Der Text zeigt auf, dass Frauen durch tiefgründige Gespräche und Erlebnisse, Männer durch körperliche Nähe ihre Bedürfnisse erfüllen – ein Kreislauf, der zu Abstand führt. Um diese Distanz zu überwinden, ist es notwendig, gemeinsam auf die Ursachen zu schauen, z.
B. durch Reflexionsgespräche, um zu erkennen, wann die letzte emotionale Verbundenheit war und was danach schiefgelaufen ist. Eine Wunschbeziehung entsteht durch konkrete, tägliche Ritualen wie tägliche Gespräche, gemeinsame Mittagsrunden oder tägliche Briefe – nicht nur im Urlaub, sondern im Alltag.
Die Klarheit der Beziehung muss nicht nur durch Worte, sondern durch Handeln, neue Gewohnheiten und gegenseitige Anerkennung geschaffen werden. Selbst nach langjährigen Beziehungen bleibt die Kommunikation und die gegenseitige Wertschätzung entscheidend, um eine dauerhafte Verbundenheit und ein glückliches, harmonisches Leben zu erreichen. Mit bewusstem Handeln, Reflexion und gemeinsamer Entwicklung können Paare ihre Beziehung wieder lebendig und eng verbunden gestalten.
FAQs
Männer benötigen häufig körperliche Nähe und gemeinsame Erfahrungen, während Frauen mehr auf tiefgründige Gespräche und emotionale Verbindungen setzen. Dies führt zu unterschiedlichen Ansprüchen an die Beziehung.
Die Frau braucht tiefgründige Gespräche, um sich körperlich näherzubinden, der Mann braucht aber körperliche Nähe, um emotional verbindend zu fühlen. Dieser Kreislauf behindert die Entwicklung einer echten emotionalen Nähe.
Sie entsteht oft durch mangelnde Kommunikation, vermeidene Gespräche über Emotionen, zunehmende Lebensbereiche wie Arbeit oder Kinder und das Versagen, gemeinsame Erfahrungen zu teilen.
Solche Gespräche helfen, die Ursachen für emotionale Distanz zu erkennen, verletzte Gefühle auszusprechen und gemeinsam neue Wege für eine stärkere Verbindung zu finden.
Weil sie sich an Zeiten erinnern, in denen die emotionale Verbindung stark war, und merken, dass diese Momente nun fehlen, was die Einsamkeit und Distanz verstärkt.
Zum Beispiel durch ein gemeinsames Telefonat, einen kuschelnden Abend oder eine kurze, bewusste Absprache, die zeigt, dass beide sich für die Beziehung einsetzen.
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