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Emotionale Distanz in der Beziehung überwinden: In wenigen Schritten zur Wunschbeziehung #262

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Emotionale Distanz in der Beziehung überwinden: In wenigen Schritten zur Wunschbeziehung #262

Emotionale Distanz in einer Beziehung entsteht oft aus mangelndem Austausch, fehlender körperlicher oder emotionaler Nähe und einer unreflektierten Nutzung von abgebrochenen Verbindungen. Der Text zeigt auf, dass Frauen durch tiefgründige Gespräche und Erlebnisse, Männer durch körperliche Nähe ihre Bedürfnisse erfüllen – ein Kreislauf, der zu Abstand führt. Um diese Distanz zu überwinden, ist es notwendig, gemeinsam auf die Ursachen zu schauen, z. B. durch Reflexionsgespräche, um zu erkennen, wann die letzte emotionale Verbundenheit war und was danach schiefgelaufen ist. Eine Wunschbeziehung entsteht durch konkrete, tägliche Ritualen wie tägliche Gespräche, gemeinsame Mittagsrunden oder tägliche Briefe – nicht nur im Urlaub, sondern im Alltag. Die Klarheit der Beziehung muss nicht nur durch Worte, sondern durch Handeln, neue Gewohnheiten und gegenseitige Anerkennung geschaffen werden. Selbst nach langjährigen Beziehungen bleibt die Kommunikation und die gegenseitige Wertschätzung entscheidend, um eine dauerhafte Verbundenheit und ein glückliches, harmonisches Leben zu erreichen. Mit bewusstem Handeln, Reflexion und gemeinsamer Entwicklung können Paare ihre Beziehung wieder lebendig und eng verbunden gestalten.

Transcription

5946 Words, 36379 Characters

German
So ist er halt, so ist sie halt. Naja, bei uns ist das genauso. Und bei meinen zwei Freundinnen ist das auch so. Das ist wohl normal, dass Männer nicht mit zu Geburtstagen kommen oder kein Interesse haben. Die Frau braucht es eben häufig über Gespräche, tiefgründige Gespräche, Erlebnisse. Der Mann braucht das noch mehr über körperliche Nähe und Erlebnisse. Und warum habe ich nicht diese Partnerschaft in der Emotionalität, wie ich das bei Instagram sehe? Habe ich vielleicht einen Mann erwischt, der das nicht alles so schön macht? Haben alle anderen Glück gehabt oder was mache ich wieder falsch? Letzte Woche haben wir euch akute Tipps gegeben, wie ihr mit emotionaler Distanz umgehen könnt und warum ein einfaches, oberflächliches Gespräch nicht mehr ausreicht, sondern es wichtig ist, sich in der Tiefe mit der Ursache und dem Verlauf zu beschäftigen und dann natürlich auch eine Beziehung 2.0 zu formen. Also zu schauen, was schafft denn jetzt? Diese emotionale Nähe, was brauchen beide? Heute wollen wir dazu uns einen tiefer gehenden Ansatz nochmal ansehen, um eben genau auch in die Entwicklung der Wunschbeziehung zu kommen, um damit die emotionale Distanz möglichst nachhaltig zu überwinden. Ich bin Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung. Du hast in der letzten Folge ja schon über das Thema Lebendigkeit, Abenteuer gesprochen. Wir brauchen im Leben ja eigentlich so zwei große Bestandteile, damit wir uns so richtig wohlfühlen. Das eine ist Sicherheit auf verschiedensten Ebenen. Finanzielle Sicherheit, gesundheitliche Sicherheit, Sicherheit in der Beziehung miteinander, was dann ja das Vertrauen darstellt und in anderen Aspekten sicherlich auch. Und dann gibt es das Abenteuer, sich lebendig fühlen. Und das ist ja auch etwas, wo diese Verbundenheit, wieder eine große Rolle spielt. Wobei, ich würde sagen, im Bereich, also wenn es jetzt um emotionale Nähe und Verbundenheit geht, brauchen wir die in beiden Bestandteilen. Also wir können ja auch eine Distanz zum Beispiel im Bereich finanzielle Sicherheit spüren, wenn das sehr einseitig ist. Wenn ich für mich finanziell total abgesichert bin, ich zahle massiv in die Rente ein, ich habe totalen Überschuss, wir haben getrennte Konten, ich kaufe nochmal ein Haus extra und so weiter und du sagst, Mensch, ich mache überwiegend Geld, ich mache überwiegend Geld, ich mache überwiegend Geld, ich habe nur eine 50-Prozent-Stelle und das zugunsten unserer Familie, das ist unfair. Dann haben wir auf einmal auch keine Verbundenheit mehr in der finanziellen Sicherheit. Das kann aber genauso auf der Abenteuer- und Lebendig-Fühlen-Seite sein, wenn wir gar nicht mehr wirklich viel miteinander machen, als Liebespaar, sondern jeder so diese Lebendigkeit vielleicht mit anderen erlebt. Also ich mache Hobbys nur noch mit anderen, ich gehe auf Konzerte mit Freunden, ich gehe mit Freunden ins Kino, ich erlebe, ich fahre in Urlaub mit Freunden lieber und merke, da ist irgendwie Distanz und es kommen Konflikte hinzu. Wenn wir dann zusammen im Urlaub sind, dann streiten wir uns auch noch und sorgen für den Streit für noch mehr emotionale Distanz. Und diese Summe, die kann dann eben dahin führen, dass man sich irgendwann emotional distanziert fühlt. Deswegen wollen wir ja gucken, was braucht es, damit all das nicht eintritt und eigentlich müssen wir uns also genau um diese Themen, alle kümmern. Ich finde emotionale Nähe ein spannendes Thema, weil wenn man mal genau drauf schaut, begegnet einem das ganz schön häufig im Freundes- oder Bekanntenkreis, in der Familie. Das sieht man immer so an Aussagen von Menschen wie, naja, so ist er halt, so ist sie halt. Das ist bei uns schon lange so. Und wenn das jetzt natürlich so im negativen Bereich ist, also dass man so merkt, Menschen haben sich auf ihrem Lebensweg verloren und haben sich eingerichtet. Und dann verbinden, verbünden sich manchmal Menschen in dem Leid miteinander. Also dass man sagt, naja, bei uns ist das genauso. Da sind wir ja schon bei Klischees, muss man ja sagen, dass man sagt, Männer sind so, Frauen sind so. Aber dass da in dieser Einsamkeit schon wieder eine Verbundenheit zu anderen Menschen entsteht und man häufig dann über Menschen, Monate, Jahre das auch hinnimmt. Also zu sagen, es ist dann so, das ist halt mein Leben. Nur manche nehmen dann nochmal so Ankerpunkte in mein Leben, wo sie sagen, naja, wir warten mal ab, bis die Kinder groß sind. Das ist nochmal so eine Exit-Variante, wo man sagen kann, ja, dann habe ich ja nochmal die Möglichkeit der Veränderung. Und das finde ich immer sehr traurig, weil das ja unser Alltag ist. Also ganz egoistisch ist es ja auch mein Leben und meine Lebenszeit, die ich in einem Konstrukt, in einer Beziehung verbringe, wo ich mich nicht verbunden fühle. Und die kann ich ja nicht nachholen. Also ich bin ja nicht nochmal 30, 40, 50 und kann sagen so, okay, jetzt mache ich das alles nochmal. Also alles hat ja so seine Zeit. Und da bin ich immer überrascht darüber, dass Menschen das so in Kauf nehmen. Und das manchmal auch so sagen, so, ja, sie ist halt so ein bisschen robuster, sie macht ihr eigenes Ding. Und dann denke ich so, ja, das hört sich auf der einen Seite irgendwie positiv an, aber dahinter steckt oftmals ja eine, ja, eine verletzte Seele, kann man fast sagen. Naja, der Antrieb war ja nicht positiv motiviert. Der Antrieb ist dann ja eher, ich muss gucken, dass ich das Beste aus der Situation mache. Aber das ist ja vielleicht nicht das, was ich mir wünsche. Und klar, ein gemeinsames Leid verbindet, deswegen lästern ja Menschen über andere, weil das dann das gemeinsame Leid ist, was verbindend ist, genauso wie, in Anführungsstrichen, gemeinsame Feindbilder. So finden ja auch Gruppen zusammen. Wenn wir jetzt zum Beispiel mal an Sport denken, so die Fußballvereine leben ja ganz stark davon, dass die anderen Vereine entsprechende Feindbilder sind. Und so treffen dann entsprechend die Fans und die Ultras zusammen, weil sie ein gemeinsames Feindbild haben. Das heißt, da wirkt ja manchmal stärker, dass es ein gemeinsames Feindbild, als das um den eigenen Verein geht. Das ist immer so eine Kombi. Und das sind so Dynamiken, die sind natürlich gar nicht schön, weil die führen zu ganz viel Ausschluss. Wenn man über die Beziehung redet, also so, als wenn der andere gar nicht dabei wäre. Wenn man weiß, das würde ich nicht aussprechen, wenn meine Frau, mein Mann mit im Raum wäre. Das sind alles Momente, wo ganz viel Ausschluss entsteht und der Beziehung die Chance genommen wird, dass innerhalb der Beziehung zu lösen. Weil so wird ja mit anderen kompensiert, es wird mit anderen ein Abgleich geschaffen. Ist das bei denen genauso? Und wenn dabei rauskommt, das ist bei denen ähnlich, kann eben ja auch so eine Schlussfolgerung entstehen. Ja, okay, dann ist das wohl normal oder ich habe zu hohe Erwartungen. Das ist ja auch eine Frage, die sich viele erstellen. Darf ich so hohe Erwartungen haben? Darf ich das fordern? Ist das zu viel verlangt? Bin ich da besonders? Und wenn man da zu dem Ergebnis kommt, das ist ja bei allen irgendwie scheiße, dann muss man sich damit anscheinend im Leben arrangieren, dann nimmt man dadurch automatisch in der Beziehung dem Partner die Chance, gemeinsam daran zu arbeiten. Und dann geht man ja auch häufig in den Abgleich bewusst und unbewusst mit seinen eigenen Eltern. Also das ist ja die erste Beziehung, die wir kennenlernen. Deswegen sagen ja auch viele Menschen, es ist eigentlich fast interessanter, wie die Eltern von dem Partner sind, bevor man in die Familiengründung geht, weil man dann sieht, was man sich sozusagen in sein System auch mit reinholt. Und dann zu schauen, ja, wir haben meine Elternbeziehung gelebt, wir haben deine Elternbeziehung gelebt und das beeinflusst einen ja auch. Also ich habe das ganz häufig, dass ich an Situationen manchmal komme, wo ich denke, krass, wie meine Eltern ihre Beziehung geführt haben und wie ich es jetzt in meiner Beziehung anders mache. Aber das einfach nochmal mal diese Glaubenssätze, die man mitbekommen hat. Ein Glaubenssatz zum Beispiel, den ich in meiner Beziehung gemacht habe, dass man als Frau aufpassen soll, dass man dem Mann nicht zu sehr verwöhnt, also seine Eigenständigkeit aufgibt. So die Generation meiner Mutter, so dieses Emanzipierte. Man muss aufpassen, dass man nicht nachteilig in der Beziehung behandelt wird. Und dass man, dass man mir auch in einem ungesunden Maße mitnehmen kann, wenn man darüber nicht reflektiert. Und das Spannende ist, ich habe da mit meiner Schwester auch drüber gesprochen, die ja die gleichen Glaubenssätze hat, dass sie die Glaubenssätze mitbekommen hat. Und ihr ist das zum Beispiel auch aufgefallen, dass das manchmal bei ihr auch aufploppt. Und es ist an sich ja nicht schlimm, man hat ja immer Prägungen, die man mitbekommen hat, aber dass man sich dem bewusst ist und man darf es ja trotzdem seiner Beziehung dann wiederum anders machen. Heute drängen sich ja auch mehr Bedürfnisse in den Vordergrund. Ich habe gerade mehrere Paare nacheinander gehabt, wo wir uns immer wieder einig waren, dass die Herausforderungen heute als Paar und als Eltern, sich größer anfühlen, als wir sie, ich würde mal sagen, bei unseren Eltern vermuten. Wir wissen ja gar nicht, was in denen so vorgegangen ist, während sie Eltern oder junge Eltern geworden sind. Aber wir vermuten immer wieder dann, dass die Herausforderungen komplexer sind. Einfach so aus dem Bild heraus, dass damals die Verantwortungen eher geteilt waren und der Mann vielleicht tendenziell für das Geldverdienen verantwortlich war, die Frau für das Soziale, also Familie, Care-Arbeit und so weiter. Und heute, dass sich ja alles. immer mehr miteinander vermengt. Die Frau arbeitet in großer Teilzeit oder Vollzeit auch. Der Mann ist vielleicht auch teilweise in Teilzeit. Die Care-Arbeit wird immer mehr geteilt. Die Hausarbeit wird geteilt. Also alle Lebensbereiche teilen sich immer mehr. Die Frau äußert auch immer mehr den Wunsch, hey, ich will nicht die Einzige sein, die Freunde einlädt. Dann kümmere dich auch um unsere sozialen Kontakte. Und alles vermischt sich immer mehr. Und wenn das immer mehr Schnittmengen bekommt, ist der Anspruch an die Kommunikation drastisch größer. Es ist ja total einfach, wenn ich in der Verantwortung bin, Geld zu verdienen, dann kümmere ich mich einfach darum. Und wenn das nicht klappt, sagst du, hey, das ist deine Verantwortung, Geld zu verdienen, das ist zu wenig, kümmere dich darum, dass das mehr wird. Das ist ziemlich einfach. Und wenn ich sage, hey, irgendwie sind die Kinder gerade total anstrengend und aufmüpfig und die hören nicht auf uns und sind respektlos, kümmere dich mal darum, dass das wird, dann ist das immer total. Einfach in der Kommunikation, ob das schön ist, für die Familie ist eine andere Frage, aber es ist für die Kommunikation erst mal einfach. Und so ist es so, dass wir uns zusammensetzen, Mensch, irgendwie klappt das gerade mit dem Sohn nicht so gut, der ist irgendwie gerade anders als davor, er entwickelt mehr Wut, ist unzufriedener, woran könnte das liegen? Dann geht man gemeinsam auf die Suche, überlegt sich mögliche Ursachen, geht vielleicht mit dem Sohn ins Gespräch, auch die Ebene ist ja noch mal was ganz anderes. Wir sind ja heute viel mehr im Austausch über die Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle der Kinder, begleiten die Gefühle noch mal ganz anders als damals. Und dadurch fühlt sich für viele das Leben recht komplex an, würde ich sagen. Viele berichten ja auch und sagen, dass sie in ihrer Vorstellung sich das deutlich leichter vorgestellt hätten. Also das Elternsein, dass das nicht so herausfordernd oder auch komplex ist, weil sie das selber als Kind natürlich gar nicht so wahrgenommen haben. Also dass man gedacht hat, ja, irgendwie, meine Eltern haben das so ein bisschen auch nebenbei gemacht. Das glaube ich auch, dass es früher in einigen Aspekten anders war. Auch man, glaube ich, als Kind auch teilweise freier leben konnte. Aber jetzt da stehen und sagen, ich habe so viele Themen. Ich habe eine Berufstätigkeit, ich habe eine Familie, ich habe Freunde, vielleicht auch noch Eltern, die gepflegt werden müssen nachher. Und das ist alles so viel. Es ist einfach so ein Berg, um was ich mich kümmern soll. Und ich habe so viele Themen, die ich mir nicht so gut erinnern kann. Ich möchte in jedem Lebensbereich auch einen gewissen Standard haben. Ich möchte gut sein darin. Ich möchte eine gute Mutter oder ein guter Vater sein. Ich möchte aber auch irgendwie kein Standardleben führen, sondern ich möchte mir auch irgendwas aufbauen. Und wenn ich in jedem Lebensbereich einen gewissen Anspruch habe, den muss man auch erstmal halten. Und das merken wir ja untereinander auch. Dass wir einfach auch Menschen sind, die gerne Dinge planen, die Ziele haben. Aber dass es manchmal auch mitreißend sein kann, wenn jemand sagt, so cool, und als nächstes darfst du, und als nächstes darfst du. Und als nächstes das, und lass uns das mal ausprobieren, und das mal. Aber dass man auch manchmal das Gefühl hat, okay, wir müssen mal ganz kurz ein bisschen runterkommen. Sonst kann es auch zu viel werden. Man kann nicht alles hundertprozentig bedienen. Und das wirkt ja gerade durch die sozialen Medien aber so. Dass man das alles machen kann, wenn man das möchte. Das liegt ja in einem. Man muss es ja nur tun. Und das hat ja auch so die Gleichzeitigkeit, dass ich denke, ja, aber wenn das alles in mir ist, warum kriege ich es denn nicht gebacken? Wo ist denn jetzt der Fehler im Sinn? Wo ist denn jetzt das System? Haben alle anderen Glück gehabt? Oder was mache ich wieder falsch? Und das kann einen schon traurig machen. Also ich hatte mal ein paar, das ist ungefähr anderthalb Jahre her, das werde ich eben nicht vergessen, da sind wir so drauf gestoßen, dass sie sagte, eigentlich sehe ich ja immer das Perfekte auch unbewusst. Also ich sagte, ich bin ja nicht doof. Mir ist ja klar, dass das inszeniert ist auf den sozialen Medien. Das ist mir alles klar. Aber nur kognitiv, nicht im Gefühl. Aber dann sehe ich das und dann sehe ich, wie die da im Flughafen stehen, Händchen halten, alles in Leichtigkeit und die Kinder stehen da süß angezogen, mit einem Hut auf und der Mann hat gute Laune und sie hat so ein weißes, langes Kleid an, das weht so im Wind und wie man sich das bei so einer Werbung halt vorstellt. Und ich stehe am Flughafen, irgendwie mit dem Flughafen, mit Flecken auf dem T-Shirt, das Kind jault, weil es irgendwie nochmal was mit Zucker essen will. Man selber denkt so, gleich kotzt mir das aber das Flugzeug voll. Der Mann ist genervt, weil alle übermüdet sind. Und das ist nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Und das ist halt das Leben aber auch. Und oftmals denke ich auch, brauchen wir manchmal das brutale Leben und manchmal diese Erdung zwischendurch heutzutage, um auch das Gute wieder wertzuschätzen. Das ist ja auch so ein bisschen dieses Unbewusstsein. Hochleveln, wenn wir immer das Nächste und Nächste und Nächste verlieren, manchmal auch den Blick, worauf kommt es denn an. Es braucht ja nicht immer den Mega-Urlaub. Emotionale Nähe kann ja auch in absoluten Kleinigkeiten entstehen. Da muss ich so an uns denken, letztes Wochenende, wo wir mein Geburtstagsgeschenk eingelöst haben und wir eine Veranstaltung im Hotel abends mitgemacht haben mit tollem Essen und es war alles super, aber wir beide nicht ganz gesundheitlich fit waren, muss man sagen. Und wir uns nachher so eine Ecke da gesucht haben im Hotel, man konnte Getränke bestellen, war alles super. Und du dir einen Kamillentee übergeholt hast und ich mir eine heiße Schokolade und um uns da rum alle Menschen mit Wein, mit Bier, mit Cocktails saßen und wir so schmunzeln mussten, weil wir gesagt haben, unsere Getränkebestellung entspricht jetzt nicht dem Durchschnitt an diesem Abend. Aber das war total egal, weil wir hatten uns in dem Moment und hatten unseren Spaß. Aber auch gleichzeitig die Erkenntnis, dass es, noch wichtiger wird, sich um die Gesundheit zu kümmern, denn der Spaß ist abnehmend, wenn die Gesundheit nicht passt. Ja. Und so schärft man immer wieder seinen Fokus und guckt, dass man sich auch erdet in manchen Themen und die Werte nivelliert, denn das Thema Gesundheit ist ja so lange nicht auf Prio 1, wie sie da ist. Und sobald man merkt, dass irgendwas ist und ich meine, wir hatten jetzt nichts Schlimmes, aber trotzdem, ich saß da mit Magenschmerzen und mit Erkältung und das ist schon natürlich etwas, was den Spaß dämpft. Und da gibt es natürlich noch ganz andere Dinge, die irgendwann den Spaß dämpfen können. Aber es ist eben wichtig, diese Dinge sich anzuschauen. Aber ich finde auch nochmal den Vergleich mit der Elterngeneration super spannend, denn eigentlich haben beide Konzepte so viele Optionen auf Verbindung und es ist in der Ausführung doch so schwer für uns. Das Konzept unserer Eltern mit den verschiedenen Verantwortungsbereichen, mit den verschiedenen Verantwortungsbereichen, würde ja dafür sorgen, dass wir uns aber auch trotzdem schöne Dinge suchen können, wo wir uns dann miteinander verbinden, wenn wir diese anderen Bereiche mehr aufteilen. Was aber diese grundsätzliche Aufteilung irgendwie verhindert hat. Und auf der anderen Seite bei uns, in unserer Generation, wo wir schon so viele verbindende Elemente haben, weil wir in allen Lebensbereichen eigentlich mittlerweile verbunden sind, weil wir sie immer gemeinschaftlich angehen, da fehlt uns das Handwerkszeug, zu kommunizieren, unsere Bedürfnisse auszusprechen, es stecken ganz viele Prägungen in uns, die das verhindern, mangelndes Selbstvertrauen, nicht genug sein Gefühle, Eifersucht, Neid, Perfektionismus, nicht über seine Gefühle sprechen können und so weiter. Ganz viele Dinge, die ja man auch selber mitbringt, die dafür sorgen, dass diese Verbundenheit nicht so entstehen kann oder eben dann sobald Ausstiegspunkte da sind, man auch wieder aussteigt, weil die war ja mal da, so im ersten Jahr, in den ersten zwei, drei Jahren, so Verliebtheitsphase und Co., da war ja große Verbindung da, aber sobald potenzielle Störfaktoren eintreten, geht diese Verbindung dann auch nachher verloren und immer, immer weiter. Und da finde ich halt ganz wichtig, dass man regelmäßige Lebensmomente gemeinsam erlebt, so wie jetzt dein Geburtstagsgeschenk, was bei uns ja schon über viele Jahre hinweg nichts Materielles mehr ist und immer ein gemeinsames Erlebnis oder dass man zum Beispiel gemeinsame tiefergehende Reflexionsgespräche führt, seine Wunschbeziehung visualisiert hat, um sich zum Beispiel einmal im Jahr, wir machen das immer zwischen den Tagen, dort zu reflektieren und zu schauen, ist das immer noch unser Weg? Oder hat sich was am Weg verändert, weil das auch eine ganz häufige Problematik ist bei Paaren, dass sie darüber entweder noch nie in der Tiefe gesprochen haben und tatsächlich wie in der letzten Folge schon erwähnt so dabei stehenbleiben zu sagen, wir wollen ein Haus auf dem Dorf, zwei Kinder heiraten und dann einmal im Jahr, zweimal im Jahr im Urlaub fliegen, das wäre toll. Und da hört es dann manchmal schon auf. Vielleicht gibt es noch ein paar Details mehr, aber so viel mehr ist das dann nicht. Und die Dinge, die man vor den Kindern hatte, die einem Spaß machten, habe ich in den Vorstellungsgesprächen ganz häufig, ja, dann stellen die sich vor und sagen, hey, ich bin Florian, ich bin 40, ich bin Unternehmer, ich kümmere mich darum, dass es Paaren wieder gut geht, nachdem sie in einer Krise waren, ich habe einen Sohn, bin verheiratet. Ja, und wie sonst so, was verbindet euch, was macht ihr in eurer Freizeit, außer, dass ihr euch um Job und Kinder kümmert? Und dann setzen viele ab und sagen, ja, also ich spiele Basketball, also früher mal. Wir gehen auch super gerne im Konzert. Konzerte haben wir schon drei Jahre nicht gemacht. Und eigentlich liebe ich und das immer eigentlich damals, also die Dinge sind da. Man merkt, dass das macht auch noch was in denen, da haben die Bock drauf. Aber sie sind alle nicht mehr reaktiviert worden. Einzeln, aber auch als Paar häufig nicht. Und das sind die Dinge, die dann nachher fehlen, die vorher verbindend waren. Diese Emotionen, gemeinsam den Konzert besucht zu haben. Da zu stehen, zu feiern und zu tanzen. Und auf einmal gibt es das seit Jahren nicht mehr. Was ja auch anteilig ganz normal ist. Also wir haben ja früher auch zusammen Badminton gespielt, ganz, ganz früher. Was machen wir jetzt auch nicht mehr? Und das ist ja auch in Ordnung, dass man ja auch sagt, okay, das war ein Abschnitt in meinem Leben. Aber dieses Runterleveln von allen anderen Dingen und dass nichts Neues entsteht in der Verbundenheit, dass man nichts Neues hat, wo man sagt, das haben wir denn zusammen neu für uns entdeckt oder das machen wir gerne. Das ist halt immer schwierig. Und das ist halt die Problematik, wenn man sich über seine Wunschbeziehung keine Gedanken zusammen macht, dann enden Dinge, aber man findet nichts Neues Gemeinsames, weil man muss halt gemeinsam reflektieren, da hat was geendet und das ist schade und wir etablieren was Neues. Wir haben ja schon viele Dinge bei uns gehabt, die geendet haben. Wie traurig waren wir darüber, dass die Hamburg Freezers pleite gegangen sind und dann nicht mehr da waren. Wie viel Spaß hatten wir beim Eishockey gucken. Wie schade war das, dass die Klitschkos ihre Karriere beendet hatten, weil das einfach super aufregend war, dort dann zu sein und die ersten acht Runden immer zu sagen, hau nicht zu doll zu, die Karte war scheiße teuer, ich will ein bisschen was vom Kampf sehen und ab der achten Runde, jetzt darfst du zuhauen. Ein K.O. wollen wir aber auch noch sehen. Das sind so Dinge, die verbinden einen halt und die enden irgendwann, was ganz natürlich ist, dass Dinge einfach auch enden, aber wir brauchen dann eben einen Ersatz, dass wir dann neue Dinge im Leben haben, die für ähnliche, lebendige Momente sorgen. Und nicht nur, während man zu zweit ist, sondern auch weitergehend, vielleicht mit einer kleinen Pause, aber dann sehr schnell auch wieder zurückholend, wenn Kinder da sind und das muss man aktiv tun. Wenn ihr schon mehrere unserer Folgen gehört habt und die Impulse euch weiterhelfen, dann lasst doch gerne eine Bewertung bei Spotify oder Apple da. Bei YouTube könnt ihr unseren Kanal auch sehr gerne abonnieren. Schreibt einen Kommentar, wenn ihr eine Frage habt oder einfach einen Impuls reingeben wollt. Da freuen wir uns sehr drüber, antworten euch auch natürlich. Wenn ihr nun diese emotionale Distanz bei euch im Alltag spürt und merkt, dass das etwas ist, was euch in eurer Beziehung immer weiter auseinander bringt, dann muss eure Beziehung noch längst nicht gescheitert sein. Dann geht es darum, gemeinsam zu schauen, wie könnt ihr das jetzt wieder in einen gemeinsamen Weg führen und das wollen wir uns nun gemeinsam in einigen Schritten miteinander ansehen. Der erste Schritt ist, das anzuerkennen. Also gerade anzuerkennen, in welcher Situation stehen wir gerade und das zu akzeptieren. Nicht zu verharren und zu sagen, ja, es ist jetzt so und wir ändern nichts. Sondern zu sagen, okay, wir benennen jetzt mal ganz klar, was uns fehlt. Also wie fühlt sich emotionale Distanz für jeden jetzt gerade an? Wo würde derjenige das festmachen? Ohne aber Schuldzuweisungen, und Vorwürfe, den anderen nur vorzuhalten, sondern auch zu akzeptieren und zu sagen, ja, das ist jetzt gerade so, das sehen wir beide so, dass da keine Nähe ist. Wir kommen nämlich dann raus, dass wir Sachen verdrängen und das wegschieben und sagen, naja, aber manchmal nur, sondern sagen, nee, das ist gerade so und das ist auch ein Punkt, mit dem sollten wir uns jetzt beschäftigen, weil der tut uns beiden nicht gut. Und wir haben halt schon viele Paare begleitet, die einen Ausweg gefunden haben, wo halt der aktuelle Zustand nicht das Ende sein muss. Oder auch nicht weiter die nächsten Jahre genauso stattfinden muss. Wann die es geschafft haben, zu sagen, in dem Moment, wo wir uns dafür entschlossen haben, wir möchten es ändern, dann wurde es besser. Dann im zweiten Schritt geht es darum, Klarheit zu schaffen durch Reflexion und offene Gespräche miteinander. Was für mich gleich bedeutend auch ist, dass man die negativ empfundenen Gespräche, dieses gemeinsam sich mit anderen Menschen austauschen, wie schlecht die Beziehung ist, dass das endet. Sondern, dass man jetzt die Themen in die Beziehung hinein holt, dort, wo sie reingehören, das reflektiert und wirklich im offenen Austausch, was auch heißt, dass man den richtigen Rahmen schafft, keine Tür- und Angelgespräche über Themen, die wirklich wichtig sind, sondern einen richtigen Gesprächsrahmen zu schaffen, dass man auch diese Intensität, diese Tragweite, die das für die Beziehung hat, dass man das dadurch schon symbolisiert, dass man einen passenden Rahmen hat. Wir brauchen zunächst die Ursachen. Wann war es mal gut? Also, wo war der letzte Punkt, wo ihr sagen würdet, die emotionale Verbundenheit, die war voll da? Und was ist dann passiert? Welche Verletzungen sind passiert? Was sind Dinge, die entstanden sind, die euch auseinander geführt haben? Und diese gemeinsam aufarbeiten, wir arbeiten da mit der System-Empowering-Methode, die eben genau das macht, wann war es gut, welche Verletzung ist entstanden, die Verletzung wird ausgesprochen, es wird Verantwortung übernommen und dann im Abschluss die Frage gestellt, was hätten wir tunlernend verändern können, damit diese emotionale Verletzung nicht entstanden wäre, was gleichzeitig ein neues Verhalten für die Zukunft impliziert. Daraus wissen wir, wie wir uns jetzt in Situationen ähnlich entstehen, anders verhalten. Und wenn wir dann die emotionalen Verletzungen aufgelöst haben, entsteht etwas, nämlich bei den allermeisten Menschen entsteht dann Klarheit. Was möchte ich? Wie fühlt sich das an, wenn die Verletzungen aufgelöst sind? Spüre ich dann wieder mehr Nähe und bin bereit, weiter in die Beziehung zu investieren? Oder bleibt mein Gefühl, dass ich sage, es fühlt sich entlastend an, dass wir darüber gesprochen haben, dass wir die Ursachen gefunden haben, aber es fühlt sich trotzdem eher an, als wenn du ein guter Kumpel bist oder wir bruderschwestermäßig im Gefühl unterwegs sind und ich möchte die Beziehung nicht fortführen. Aber wir haben halt die Klarheit und die Klarheit ist immer wichtig im Leben, damit man aus der Situation auch rausgehen kann und auch gegenseitig die Wertschätzung zeigen kann, dass man sagt, du bist es mir wert, auch dass wir Klarheit reinbringen, damit wir für unsere Zukunft beide wieder glücklich sein können. Wichtig finde ich aber noch den Punkt der Gewohnheiten, dass man neben den emotionalen Verletzungen, die man gelöst hat, die zur Distanz führten, auch schaut, dass man jetzt sich mit den Gewohnheiten beschäftigt, denn wir haben uns ja an Verhalten und Distanz gewöhnt und für unser Gehirn ist das erstmal Arbeit und Unsicherheit. Jetzt wieder neue Gewohnheiten zu etablieren, die mehr Verbundenheit schaffen. Deswegen würde ich nicht erwarten, dass nach dem Lösen der Verletzungen, ich wieder ein intrinsisches Gefühl entwickle, deine Hand zu halten, sondern ich muss das wieder herstellen, ein paar Mal bewusst und dann entsteht dieses intrinsische Gefühl auch wieder. Wenn das wieder reaktiviert wird, dazu müssen wir häufig erstmal Gewohnheiten und Muster durchbrechen, um dann, das ist der vierte Schritt, wenn die Klarheit da ist, auch eine Entscheidung treffen zu können. Das ist ja auch wichtig, nicht nur Klarheit zu haben, sondern diese Klarheit braucht dann ja auch, dass sie ausgesprochen wird und eine Entscheidung getroffen wird, was natürlich insbesondere im Trennungsfall besonders schwer ist, diese Entscheidung auch zu verbalisieren und damit neue Realitäten zu schaffen, aber das ist ja auch wichtig. Es wird gebraucht und sollte man da schwanken, dann kann man sich eben wieder mit dem Öko-Check von uns beschäftigen, der besser ist als die einfache Pro- und Kontraliste, weil er eben viel mehr Aspekte sinnvoll beleuchtet. Wenn es dann zu einer Trennung kommen sollte, gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich mit dem Trennungsprozess nochmal ganz bewusst zu beschäftigen, damit da stimmige Entscheidungen getroffen werden, im Trennungsprozess Kompromisse gefunden werden, auch ein stabiles Fundament als Elternpaar aufgebaut werden kann, Kinder und die Gefühle müssen begleitet werden. Das sind auch alles Dinge, wo wir sehr viel Erfahrung die letzten Jahre sammeln durften und wo wir schon viele Paare begleitet haben und immer wieder das Feedback ja auch kommt, gut, dass wir so vorbereitet in die Situation reingegangen sind, gut, dass wir auch an dem Punkt nicht abgebrochen haben und gesagt haben, ja, jetzt ist ja auch alles egal, sondern ganz bewusst gesagt haben, das ist uns auch wichtig, gegenseitig als wertschätzenden Respekt, dass man sagt, wir sind ja noch über viele, viele Jahre, sei es geschäftlich, sei es durch die Kinder verbunden und wir möchten, wenn wir uns auf der Straße begegnen, nicht die Straßenseite wechseln, sondern wir möchten kurz stehenbleiben können, nett miteinander kurz sprechen können, an ein gutes Leben wünschen sozusagen und da ist das ganz wichtig, auch darauf zu achten im Prozess, wie fühlt sich das an, wenn es in die andere Richtung geht und was wird jetzt gebraucht? Ja, es gibt keinen harten Cut mehr, wenn eine langjährige Beziehung da ist, man hat gemeinsames Vermögen, man hat Kinder, dann ist wichtig, dass man jetzt immer noch in einer sehr, sehr guten Kommunikation bleibt. Dafür wird häufig gebraucht, erstmal Trennungsschmerz, Liebeskummer, etwas zu verarbeiten, vielleicht noch nicht vollständig, aber schon mal etwas zu verarbeiten, bevor man in die nächsten Gespräche gehen kann, zum Beispiel das Gespräch mit den Kindern gemeinsam vorbereitet und so weiter, das kann man alles zu zweit machen, das kann man mit Unterstützung zu machen, aber wie du schon sagst, es endet hier. typischerweise nicht. Wir brauchen immer noch die gleichen Fähigkeiten. Wir müssen immer noch stimmige Entscheidungen treffen können. Wir brauchen stimmige Kompromisse. Wir müssen uns über unsere Werte austauschen, die wir an die Kinder vermitteln wollen, wenn wir Elternpaar bleiben. Wir müssen immer noch Konflikte miteinander lösen können, denn die werden als Elternpaar weiterhin entstehen. Ja, das sagte mal jemand im Coaching ganz passend. Naja, ehrlich gesagt, sagte er zu seiner Ex-Frau, ich werde dich ja wahrscheinlich mein ganzes Leben nicht los, wenn wir das so offen sagen, weil wir sind durch unsere Kinder verbunden, aber nicht nur durch unsere Kinder. Wenn wir unsere Kinder irgendwann Enkelkinder bekommen, dann sehe ich dich auch noch bei der Einschulung meiner Enkelkinder. Und ganz ehrlich, diese Last möchte ich mir nicht in mein Leben holen. Ich will das jetzt mit dir ordentlich klären, weil ich weiß ja, wir laufen uns noch häufig über den Weg. Und es wird für alle ja über mehrere Generationen sonst so belastend, wenn wir beide das jetzt nicht gut hinbekommen. Und dann haben wir den positiven Weg, dass man sich entscheidet, die Beziehung weiterzuführen, weil man merkt, dass Nähe und Verbundenheit entsteht. Und ihr dann die Wunschbeziehung entwickeln könnt. Also es ist darum geht, die Bedürfnisse zu äußern, neue Routinen zu etablieren, sich mit den Sprachen der Liebe zu beschäftigen, dass man sich gegenseitig auch wirklich signalisieren kann, dass man sich liebt, dass man beim Anderen ankommt. Einhaltung der Systemgesetze von uns, also primär Zugehörigkeit, kein Ausschluss, Anerkennung, Wertschätzung, Respekt innerhalb der Beziehung, Ausgleich von Geben und Nehmen, also ein grundsätzliches Fairness und Teamgefühl. Das sind wichtige Dinge. Und dann gibt es natürlich noch viele weitere Bausteine in der Wunschbeziehung, also Interessen, Ziele für die Zukunft, ganz wichtig. Was sind verbindende Lebensmomente? Was sind so Dinge, die einem das zeigen? Und aber auch was tut einem als Paar im Alltag gut? Denn auch das hatte ich gerade in dem Coaching. Es reicht nicht, wenn man 300 Tage, 330 Tage im Jahr eher in Distanz miteinander ist und versucht, die Verbundenheit in den 30 Tagen Urlaub, die man vielleicht hat, herzustellen oder irgendwie ab und zu mal zweimal im Jahr an einem Wochenende, sondern wir brauchen diese Verbundenheit im Alltag. Ich hatte gerade ein Paar, wo sie das auch immer wieder einfordert und sagt, ich brauche das auch mal, dass wenn du auf Geschäftsreise drei Tage bist, dass du dich von dir aus meldest. Einfach mal in der WhatsApp schreibst und telefonierst, um irgendwie auch so eine Verbundenheit beizubehalten. Das hatte ich auch mal bei einem Paar, da ging es auch um Wunschbeziehung und ich finde das Thema sehr, sehr schön im Coaching, das Thema Wunschbeziehung und was da alles daraus entstehen kann. Und dann geht es auch darum, dass er halt beruflich sehr eingespannt ist und sie das Gefühl hatte, dass sich so zwei Fronten einfach durch diese Arbeits- durch diesen Arbeitsrhythmus entwickelt hat, also sie und die Kinder in deren Ablauf am Tag und der Mann halt mit seinem Ablauf. Und dann trifft man so 19 Uhr abends aufeinander mit wenig Energie und es ist alles nicht so schön, emotionale Nähe fehlte. Und haben wir als Ritual eingebaut, dass er, er hat mittags immer einen Part gehabt, wo er so eine 30 minütige Fahrzeit hat im Auto. Und das kam ungefähr zu der Zeit, wo die anderen in der Familie auch im Auto sitzen, durch Kita, Schule abholen und nach Hause fahren. Und dass die sozusagen mittags einmal sich zusammen zu dritt oder zu viert dann verbinden und telefonieren. Und das ist so ein schönes Ritual gewesen und das hat sich auch so auf die Kinder ausgewirkt. Also die emotionale Nähe, die einmal zwischen den Eltern entstanden ist, aber auch zu den Kindern, dass die Kinder und das Telefonat war jetzt nicht mega lang, aber erzählt haben, wie geht's denen, wie war deren Vormittag, sie hat kurz erzählt, was sie noch nachmittags vorhatten, er hat erzählt, wie die Hälfte des Tages war. Und er war ganz erstaunt, er hat gesagt, er hätte niemals gedacht, dass so ein Telefonat von irgendwie acht Minuten jeden Tag, also Montag bis Freitag, aber so eine emotionale Nähe ausmachen kann. Und er hat gesagt, hätte ich das gewucht, dass diese Investition von den acht Minuten so viel ausmacht für uns, hätte ich das viel früher gemacht. Hängt auch häufig damit zusammen, was einem emotionale Nähe gibt. Die Frau braucht das eben häufig über Gespräche, tiefkündige Gespräche, Erlebnisse. Weniger über die tiefkündigen Gespräche. Und die Voraussetzungen bilden manchmal einen Teufelskreis. Die Frau braucht diese emotionale Nähe, tiefkündige Gespräche, um sich auf körperliche Nähe einzulassen. Der Mann braucht körperliche Nähe, um das Signal zu haben, alles ist gut. Was ja auch das Signal quasi ist, weil dann körperliche Nähe heißt ja typischerweise, die Frau fühlt sich emotional verbunden, sonst kann sie sich ja nicht drauf einlassen. Aber er braucht diese körperliche Nähe, um besser in die emotional tiefkündigen Gespräche gehen zu können. Und das ist so ein Kreislauf. Und deswegen kommt der Mann von sich aus nicht unbedingt so auf dieses Acht-Minuten-Telefonat, sondern kommt eher auf wir müssen mehr miteinander kuscheln. Weil er sagte, und die Abende haben sich halt auch dadurch verändert, weil sie hatte den Tank, den du sagst, mittags so einmal aufgefüllt und sind abends ganz anders aufeinander getroffen. Und bei ihm war der erste Impuls zu sagen, ich kann niemals ein Telefonat und die Mittagszeit fest einbauen, habe ich keine Zeit zu. Und dann haben wir geguckt, wann er eine andere Sache wie das Fahren, was er eh macht, damit einbinden kann. Dann sagt er, okay, dann sitze ich eh im Auto, was bei ihr echt schwer war, weil sie gesagt hat, du hast jetzt nicht fünf Minuten Zeit. Aber dann hat sich so alles gewendet dadurch. Das war sehr spannend. Wir freuen uns, dass ihr bis hierhin unsere Folge gehört habt. Wenn ihr das Gefühl habt, ihr seht euch in dieser Folge wieder und möchtet das ganz gerne alles erleben und durchlaufen, aber merkt, ihr wünscht euch Begleitung dabei, dann meldet euch doch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch. Und wir schauen gemeinsam, wie wir euch auf eurem Weg optimal begleiten können. Bis bald.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Emotionale Distanz entsteht oft durch mangelnde tiefgründige Gespräche und vermisste gemeinsame Erfahrungen, insbesondere in der Beziehung.
  2. Männer und Frauen haben unterschiedliche Bedürfnisse
  3. Die Entwicklung einer „Wunschbeziehung“ erfordert regelmäßige Reflexion, gemeinsame Erfahrungen und die klare Aufarbeitung von Verletzungen und Ursachen.
  4. Die emotionale Verbundenheit kann nicht automatisch wiederhergestellt werden, sondern erfordert bewusstes Handeln, neue Gewohnheiten und konsistente Routinen.
  5. Verbindende Lebensmomente wie gemeinsame Telefonate oder tägliche Gespräche sind entscheidend, um die Nähe im Alltag zu stärken.
  6. Paare verlieren oft die Verbindung, weil sie sich auf den Ausfall von früheren gemeinsamen Erfahrungen verlassen und keine neuen, lebendigen Momente schaffen.
  7. Die Entfaltung einer glücklichen Beziehung erfordert Klarheit, gegenseitige Wertschätzung, Respekt und die Einhaltung von Systemgesetzen wie Zugehörigkeit und Fairness.
  8. Es ist wichtig, dass auch nach einer Trennung oder einer Krise eine stimmige Kommunikation und gegenseitige Unterstützung erhalten bleiben.

Summary:

Emotionale Distanz in einer Beziehung entsteht oft aus mangelndem Austausch, fehlender körperlicher oder emotionaler Nähe und einer unreflektierten Nutzung von abgebrochenen Verbindungen. Der Text zeigt auf, dass Frauen durch tiefgründige Gespräche und Erlebnisse, Männer durch körperliche Nähe ihre Bedürfnisse erfüllen – ein Kreislauf, der zu Abstand führt. Um diese Distanz zu überwinden, ist es notwendig, gemeinsam auf die Ursachen zu schauen, z.

B. durch Reflexionsgespräche, um zu erkennen, wann die letzte emotionale Verbundenheit war und was danach schiefgelaufen ist. Eine Wunschbeziehung entsteht durch konkrete, tägliche Ritualen wie tägliche Gespräche, gemeinsame Mittagsrunden oder tägliche Briefe – nicht nur im Urlaub, sondern im Alltag.

Die Klarheit der Beziehung muss nicht nur durch Worte, sondern durch Handeln, neue Gewohnheiten und gegenseitige Anerkennung geschaffen werden. Selbst nach langjährigen Beziehungen bleibt die Kommunikation und die gegenseitige Wertschätzung entscheidend, um eine dauerhafte Verbundenheit und ein glückliches, harmonisches Leben zu erreichen. Mit bewusstem Handeln, Reflexion und gemeinsamer Entwicklung können Paare ihre Beziehung wieder lebendig und eng verbunden gestalten.

FAQs

Männer benötigen häufig körperliche Nähe und gemeinsame Erfahrungen, während Frauen mehr auf tiefgründige Gespräche und emotionale Verbindungen setzen. Dies führt zu unterschiedlichen Ansprüchen an die Beziehung.

Die Frau braucht tiefgründige Gespräche, um sich körperlich näherzubinden, der Mann braucht aber körperliche Nähe, um emotional verbindend zu fühlen. Dieser Kreislauf behindert die Entwicklung einer echten emotionalen Nähe.

Sie entsteht oft durch mangelnde Kommunikation, vermeidene Gespräche über Emotionen, zunehmende Lebensbereiche wie Arbeit oder Kinder und das Versagen, gemeinsame Erfahrungen zu teilen.

Solche Gespräche helfen, die Ursachen für emotionale Distanz zu erkennen, verletzte Gefühle auszusprechen und gemeinsam neue Wege für eine stärkere Verbindung zu finden.

Weil sie sich an Zeiten erinnern, in denen die emotionale Verbindung stark war, und merken, dass diese Momente nun fehlen, was die Einsamkeit und Distanz verstärkt.

Zum Beispiel durch ein gemeinsames Telefonat, einen kuschelnden Abend oder eine kurze, bewusste Absprache, die zeigt, dass beide sich für die Beziehung einsetzen.

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