Emotionale Distanz: Die unsichtbare Barriere in der Beziehung überwinden
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Emotionale Distanz ist nicht etwas, das man sieht, sondern etwas, das verdrängt oder in den Alltag verlegt wird. Sie entsteht oft durch Verletzungen im Leben, Stress, mangelnde Wertschätzung und fehlende tiefgreifende Gespräche über Werte und Gefühle. Paare fühlen sich oft allein, obwohl sie zusammen sind, weil sie sich auf Aufgaben und Tätigkeiten konzentrieren, anstatt gemeinsam zu empfinden oder zu kommunizieren. Diese Distanz ist oft ein Selbstschutz, der aus Angst vor Verletzungen entsteht. Um sie zu überwinden, ist es notwendig, sich selbst zu reflektieren: Was bedeutet Nähe für mich? Was sind meine Werte und Ziele? Dann folgt der Abgleich mit dem Partner, um gemeinsame Bedürfnisse zu finden. Die Wiederherstellung einer emotionalen Verbundenheit erfordert die Aufarbeitung vergangener Verletzungen, die Schaffung eines stabilen, vertrauensvollen Fundaments und regelmäßige, bewusste Erfahrungen wie gemeinsame Ausflüge oder Reflexionen. Ohne das Gefühl der Verbundenheit und die Erinnerung an positive gemeinsame Momente bleibt die Beziehung oberflächlich. Wichtige Schritte sind offene, wertschätzende Kommunikation, Kompromissbereitschaft und die kontinuierliche Pflege von Paarzeit. Nur wenn beide Partner sich gegenseitig verstehen und sich verbinden, kann eine tiefe, nachhaltige Beziehung wieder entstehen.
Das Thema heute ist ja emotionale Distanz, die unsichtbare Barriere überwinden.
Da frage ich mich, wie unsichtbar ist denn überhaupt emotionale Distanz?
Was meinst du?
Ist es wirklich so unsichtbar, dass man das nicht sieht und merkt?
Ich glaube, das ist nicht unsichtbar, sondern nur verdrängt
oder im Alltagsgeschehen einfach nicht präsent.
Weil man sich mit anderen Dingen beschäftigt.
Es gibt immer etwas, was lauter schreit.
Ob das die Finanzen sind, der nächste Urlaub.
Ich kümmere mich um den Garten, um die Aufgabe, um die Aufgabe.
Dann ist da auf einmal wieder etwas Kritisches.
Oh nein, ein Problem in der Schule vom Sohn.
Und bei der Tochter in der Kita gibt es etwas zu tun.
Und es gibt quasi immer etwas, was gerade wichtig ist und sich in den Vordergrund drängt.
Wodurch wir, glaube ich, dann einfach nur nicht hinsehen.
Willkommen in dieser Podcast-Folge der Lebensidealisten.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paar-Therapeuten.
Wir sind Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
In dieser Folge geht es um das Thema emotionale Distanz,
die unsichtbare Barriere zwischen euch überwinden.
Manchmal kann es innerhalb der Beziehung als eine Art Selbstschutz dazu kommen,
dass man sich emotional distanziert.
Also das ist meistens ja ein Prozess.
So erleben wir das häufig im Coaching.
Der irgendwann anfängt, der bewusst oder unbewusst dann immer weiter voranschreitet.
Und wo man an einem Punkt dann kommt, wo man irgendwann merkt,
diese emotionale Verbundenheit ist nicht mehr wirklich vorhanden.
Also ich spüre den anderen nicht mehr so, die Gefühle sind nicht mehr so stark.
Man hat vielleicht nicht mehr so viele gemeinsame Ziele,
sieht viele Sachen anders im Leben.
Unterschiedlichkeit ist eher im Vordergrund.
Und das finde ich ganz spannend, weil wenn man ja bedenkt, dass es Selbstschutz ist,
tut man es ja in erster Linie erstmal für sich und nicht gegen den anderen.
Das ist aber schwer meistens zu sehen.
Ja.
Diese gute Absicht, etwas für sich zu tun.
Ein anderes Beispiel ist aber auch, dass die emotionale Distanz, finde ich, schon immer bestand.
Jetzt auf Emotionen bezogen.
Natürlich gab es am Anfang so diese Verliebtheit,
aber diese tiefgründigen Gespräche über Gefühle, über das, was einen ausmacht,
über Werte, Glaubenssätze.
Das war nie so richtig da, weil man schon immer sich schützen musste
oder schon immer das Gefühl hatte, ich muss meine Gefühle schützen
oder auch andere Glaubenssätze, denen im Weg stehen, gerade bei den Männern vielleicht,
dass man stark sein muss, über Gefühle spricht man nicht und so weiter.
Das macht man mit sich selbst aus.
Da helfe ich mir schon selbst.
Ich gehe da in mich.
Ich löse das mit mir alleine.
Solche Dinge, wodurch so eine emotionale Distanz ja irgendwie immer da ist.
Ja, das ist auch ein Punkt, muss ich sagen, den ich im Coaching so für mich erst lernen musste,
dass es wirklich gar nicht so wenig Paare gibt,
die wirklich von Anfang an keine emotionale Verbundenheit aufbauen konnten.
Also nicht in der Tiefe.
Genau, in der Tiefe jetzt, so wie du das beschrieben hast.
Also die sagen, okay, wir sind zusammengekommen, wir haben irgendwie verliebt ineinander,
fanden uns toll, dann sind wir ein Paar geworden.
Aber da es überhaupt keine tiefere Ebene gab.
Man hat eher so die Freizeit miteinander verbracht,
die Lebensthemen so abgearbeitet, Kinder.
Die Berufe, man hat sich eher begleitet im Leben,
aber halt auf einer oberen Ebene.
Man weiß, was der andere vielleicht gerne isst oder gerne trinkt,
aber man weiß jetzt nicht, was derjenige als tieferen Ziele für sich im Leben noch hat,
warum das so ist, was die wirklichen Bedürfnisse sind.
Da müsste man dann eher schon überlegen, sagen, puh, das ist auch schwer.
Habe ich mir noch nicht so Gedanken drüber gemacht,
sondern meistens die Antworten, die dann kommen.
Da muss man sich ja auch erstmal Klarheit für sich selber schaffen.
Denn es gibt ja auch nicht wenig Menschen,
die für sich selber da gar kein klares Ziel formulieren können,
gar nicht benennen können, was sind meine Werte, meine Glaubenssätze.
Was bedeutet das für mich?
Ganz häufig erlebt man, dass jemand auch sagen kann,
ja, mein Wert ist schon Gesundheit.
Und wenn man dann fragt, was heißt das denn für dich?
Also was muss denn passieren, damit du quasi messbar sagen kannst,
ich lebe den Wert Gesundheit.
Und da hört es dann häufig eben für einen selber schon auf,
dass man sagen kann, was das bedeutet.
Aber dann natürlich umso schwerer, sich da irgendwie abzugleichen,
wenn ich für mich selbst bin.
Wenn ich selber nicht weiß,
was bedeuten meine Glaubenssätze, Werte eigentlich in der Tiefe?
Also was verbinde ich damit wirklich?
Und wiederum, was sind meine Ziele im Leben?
Wofür bin ich da?
Da muss man sich ja erstmal für sich selber ein Bewusstsein drüber schaffen,
um auch für sich selber eine Wunschbeziehung skizzieren zu können.
Wo man sagt, so wünsche ich mir das eigentlich.
Und wenn das beide nicht haben,
naja, dann ist das so wie mit dem Auto losfahren,
das Navigationssystem nicht anschalten,
aber glauben, man kommt irgendwo an, wo es gut wird.
Da ist natürlich viel Hoffnung drin, kann passieren.
Aber wenn man sich selber nicht weiß,
aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht so groß.
Ja, man weiß meistens im Leben ja eher, was man nicht will.
Also als du gerade gesagt hast, was bedeutet Gesundheit,
habe ich gedacht, naja, da könnte eine Antwort von einigen Menschen
so vielleicht sein, ja, ich will nicht krank werden.
Also eher, was will ich nicht, anstatt zu wissen, was möchte ich?
Deswegen sind Glaubenssätze ja normalerweise immer positiv formuliert,
immer positiv gerichtet und nicht abgegrenzt.
Was will ich nicht? Kann man machen.
Man kann natürlich durchaus auch sagen, was will ich nicht,
wenn man eher weg von motiviert ist,
aber als Glaubenssatz sollte ich einen positiv Gerichteten haben.
Ja, an der Stelle möchten wir nochmal sagen, dass wir uns sehr freuen,
dass ihr wieder in dieser Folge dabei seid.
Wenn ihr schon mehrere Folgen gehört habt und vielleicht das Gefühl habt,
diese Folgen helfen euch und ihr könnt selber daran arbeiten,
dann lasst uns doch gerne eine Bewertung da.
Oder wenn ihr bei YouTube dieses Video schaut,
dann hinterlasst einen Kommentar oder einen Like.
Da freuen wir uns sehr darüber.
Das ist für uns das Signal, dass wir auf dem richtigen Weg sind
und euch mit unseren Inhalten wirklich weiterhelfen.
Denn wir können immer nur sehen, wie viele Leute schauen die Videos
oder hören die Podcasts.
Und hören sie zu Ende, das ist natürlich schon mal ein Signal für uns.
Aber wir freuen uns natürlich auch sehr über so ein direktes Feedback
in Form einer Bewertung oder eines Likes.
Kommen wir einmal zu den Problemen.
Was sind denn die Probleme überhaupt bei dieser emotionalen Verbundenheit
oder emotionalen Distanz, die da ist?
Wir haben vielleicht so Probleme kombiniert mit Ursachen.
Also ein Problem, Schrägstrich Ursache, ist ja häufig,
dass man emotionale Verletzungen in der Vergangenheit hatte.
Zum Beispiel?
Das kann in der Kindheit gewesen sein, in vorherigen Beziehungen sein.
Ganz häufig haben wir in unserer Generation beigebracht bekommen,
dass Emotionen nichts Gutes sind, also zumindest negative Emotionen.
Wir haben ja eigentlich beigebracht bekommen,
wie kriegen wir die schnellstmöglich verdrängt.
Sowas wie Wut. Ich finde, Wut ist so eine Emotion.
Muss ich auch sagen, seitdem ich selber Mutter bin,
hätte ich auch nie gedacht, dass ich Wut erst mal auch lernen muss,
damit umzugehen oder Wut zu begleiten.
Weil das vielleicht auch so ein bisschen bedingt,
dass ich eine Frau bin oder als Mädchen,
das nicht so bei mir präsent war als Thema Wut.
Naja, und bei den Jungs wird ja eher die Traurigkeit auch abtrainiert.
Dass man eben nicht traurig ist.
Ein Indianer kennt keinen Schmerz.
Du bist auch kein Mädchen.
Du bist kein Mädchen.
Bis du verheiratet bist, ist das wieder weg.
All diese Sprüche sind ja nett gemeint,
helfen auch beim Verdrängen,
aber sind nicht das, was ein Kind wirklich braucht.
Und wo man eben die Anerkennung braucht,
dafür, dass das Gefühl da ist,
dass das in Ordnung ist.
Dieses Gefühl zu haben,
dass es eben nicht falsch ist, traurig zu sein.
Dass man dabei begleitet wird,
traurig sein zu dürfen.
Und das Gefühl dann eher verarbeitet,
als es zu verdrängen.
Wenn das klappen würde, würden wir auch als Erwachsene
mehr Gefühle aussprechen.
Weil wir eben lernen würden, dass Gefühle in Ordnung sind.
Und die ganze Range ist in Ordnung.
Nicht nur Freude, Spaß und Juhu.
Sondern auch Wut ist in Ordnung.
Gehört auch mit dazu.
Ängste wollen einem auch nichts Böses.
Die wollen einen vor etwas schützen.
Da muss man schauen,
warum wird dieser Schutz gebraucht.
Also woher kommt das Gefühl?
Also erstmal grundsätzlich mehr Gefühle zulassen.
Aber es kann natürlich auch innerhalb der Beziehung passieren.
Dass ich innerhalb der Beziehung merke,
ich spreche mein Gefühl aus.
Und das wird nicht anerkannt.
Das wird kleingeredet, beiseite geschoben.
Es verändert sich nichts.
Und es kommt irgendwann zu dem Gefühl,
das bringt eh nichts, wenn ich Gefühle ausspreche.
Und man resigniert.
Das habe ich häufig bei Kennenlerngesprächen.
Wenn wir dann die Methodik so ein bisschen genauer vorstellen.
Und da geht es auch sehr häufig
um das Thema emotionale Verbundenheit.
Wie ist noch so die Verbindung zwischen dem Paar gerade.
Und da stelle ich mal ein Part vor in der Theorie.
Da geht es darum, Wünsche zu äußern.
Also, dass man auf einer bestimmten Ebene
der andere Wünsche nicht mehr annimmt,
sondern das als Vorwurf empfindet.
Und sowas sagt wie,
oh, was habe ich jetzt schon da falsch gemacht.
Das ist ja typisch.
Dass du jetzt wieder mit deinen Wünschen ankommst.
Man braucht den Wunsch eigentlich gar nicht ausformulieren.
Der ist eigentlich egal.
Aber die Haltung ist die, die ankommt bei dem anderen.
Das zeigt sich, finde ich,
auch ganz stark in der emotionalen Verbundenheit
oder in dieser emotionalen Distanz.
Dass, wenn wir in der Distanz sind,
wir aufgrund von Gründen,
wie du schon sagst eben,
Verletzungen, die wir vielleicht mitbringen als Päckchen,
aber auch die innerhalb der Beziehung entstanden sind,
dass wir da dann eher anders reagieren.
Also uns dann vielleicht angetriggert fühlen
oder auch mehr enttäuscht sind,
wenn der andere den Wunsch nicht anerkennen kann.
Also man kann sich da sehr gut gegenseitig bedingen, finde ich.
Und daraus resultiert dann häufig eine Angst vor Verletzlichkeit.
Dass man Angst bekommt, dass man wieder so verletzt wird,
dass man sich wieder öffnet, sein Gefühl ausspricht.
Das hatte ich auch gerade im Coaching,
dass die Frau sagte, Mensch, ich habe mich da jetzt geöffnet,
bin ins Vertrauen gegangen
und dann wurde ein Versprechen nicht eingehalten.
Und dann war sie auch sehr, sehr traurig darüber,
weil sie sagte, jetzt ist genau das eingetreten,
was ich jetzt gemacht habe.
immer nicht wollte und wo auch meine Prägung herrührt, dass es mir wichtig ist, dass wir
Versprechen eingehalten werden,
insbesondere, wenn ich den Schritt gehe
und mich öffne. Und genau das
ist dann eben passiert. Und diese Angst vor dieser
Verletzlichkeit sorgt eben auch häufig
dafür, dass man sich emotional
eher distanziert hält,
um nicht so stark verletzt werden zu können.
Jeder Mensch, glaube ich, hat diese Angst vor
Verletzlichkeit in sich drin, in unterschiedlichen
Ausprägungen. Und dieser
Selbstschutz ist ja ein Schutz für einen selbst.
Und gerade
wenn deine aktuelle Enttäuschung
drin liegt, ist das schwierig, ne?
Ja, vor allen Dingen, weil es dann zur Konfliktvermeidung
kommt. Dann spricht man Themen nicht mehr
aus, sondern vermeidet
immer mehr, dass das passieren kann,
dass man verletzt wird. Gerade wenn man vielleicht
nicht weiß, wie kann man es lösen.
Und auch die Erfahrung gemacht hat, dass es keine Lösung
gibt. Dann empfindet
man es natürlich auch als sehr anstrengend, belastend
und möchte dieses lieber umgehen.
Weil der Weg,
das zu lösen, der ist eben nicht da.
Ein weiteres Problem,
was daraus dann häufig entsteht, ist so ein
geschwächtes Selbstwettgefühl. Also, dass man
sich selbst dann wieder fragt, bin ich
dann gut genug? Liegt
es denn an mir?
Was ist denn mein Anteil der
emotionalen Distanz? Vielleicht bin ja nur ich
das, die das so empfindet.
Oder vielleicht löse ich das ja auch
alleine aus. Und das ist häufig
etwas, wenn es auch ganz viel um die Schuldfrage
geht, wo wir Menschen immer sehr hart
zu einem selbst werden, ne? Also zu
uns selbst da so eine Härte anlegen und sagen,
ja, ich kann das ja eh nicht
ändern, so bin ich halt.
Ähm, ich hab das schon immer so gehabt
in Beziehungen, dass ich da nicht drüber reden kann.
Dann ist das jetzt halt schon wieder passiert,
dass der andere sich darüber beschwert.
Also ich erlebe das so, dass entweder die Schuldfrage
gestellt wird oder das für beide
einfach normal geworden ist oder zumindest für
einen von beiden normal geworden ist.
Einer hat sich mit dieser emotionalen
Distanz arrangiert und der andere,
der versucht das durchaus
zu kommunizieren, aber
kriegt diese Tragweite nicht rübergebracht.
Also es kommt beim anderen nicht an.
Wie derjenige sich fühlt,
die Konsequenzen werden nicht klar genug ausgesprochen,
die folgen könnten und dadurch
bleibt das in der
Situation, man verharrt so
und über Jahre
ändert sich einfach nichts, ne? Es geht nicht vor,
nicht zurück. Ja, meistens kommt es ja dann
zum großen Knall und dann ist der eine
ganz überrascht,
dass der andere, dass er über Jahre, Monate
geäußert hat, die Unzufriedenheit, das kam gar
nicht so an. Und das ist so ein ganz
typisches Muster, auch häufig,
auch wenn es jetzt gleich klischeehaft ist,
aber häufig ist das so ein Ding, dass die
Frauen immer was sagen und
die Männer erst an dem Punkt, wo die
Konsequenz ausgesprochen wird, wo die Frau sagt,
ich hab keine Gefühle mehr oder ich möchte die Trennung.
Die Männer da stehen und sagen, oh krass,
das wundert mich ja total, da hätte ich
überhaupt nicht mit gerechnet.
Jetzt müssen wir irgendwie ja was machen, weil
ich hab ja noch die Gefühle und du kannst das
doch nicht alles jetzt aufgeben.
Und die Frauen sind dann irgendwie so vorgelaufen im Prozess
und stehen dann da und sagen,
naja, was heißt jetzt
das alles aufgeben?
Du hattest ja deine Chance.
Und der Mann sagt, nee, hatte ich nicht.
Im Gefühl hatte ich die nicht.
Genau, weil das bei dem nicht so angekommen ist.
Aber andersrum passiert es ja auch häufig,
dass der Mann,
der spricht dann das nicht aus, macht das mit sich
selber aus. Die Frau glaubt, alles ist
gut. Und dann sagt der Mann
irgendwann, ja, irgendwie hab ich
auch kein Gefühl mehr und das ist langweilig und
hab mir was Neues gesucht. Und die Frau
sagt, was ist denn jetzt los? Das war doch alles gut.
Du hast ja nie was gesagt. Ja, weil der alles
mit sich selber ausgemacht hat. Und das sind dann so die
Folgen, die entstehen können.
Da hab ich immer das eine Beispiel
noch im Kopf, wo eine
ein paar Mal war, wo
der Mann gesagt hat, ich kann
das alles gar nicht
kommen sehen, weil wir haben uns gerade erst
neue Fahrräder gekauft.
Das hab ich noch irgendwie so im Kopf.
Als Signal dafür, dass eigentlich alles gut ist.
Ja, das hat er so gedeutet.
Das war, glaube ich, nur ein Kennenlerngespräch. Das ist, glaube ich,
nie ins Coaching gegangen. Aber da hat er
gesagt, das war für mich irgendwie, man kauft
doch nicht teure, neuere Fahrräder,
wenn man das alles nicht will.
Das war für ihn so ein Punkt, wo er das immer wieder
draufkam. Das konnte er nicht verstehen.
Ja, anscheinend war das für ihn
ein Signal von Sicherheit. Ja. Wenn man zusammen
nochmal in etwas investiert, was ja auch
beide nutzen wollen zusammen,
also es geht wahrscheinlich nicht so um die Fahrräder,
sondern vielmehr darum, was er damit verbindet.
Dieses gemeinsam losfahren, gemeinsam
Zeit verbringen, also wahrscheinlich ist das was,
was beiden eben sehr viel Spaß macht.
Und wo er dachte, Mensch, wenn wir uns gemeinsam
jetzt neue Fahrräder holen, uns vor dem Meer
zusammen Fahrrad zu fahren, dass das eben
eine gemeinsame Aktivität einfach ist.
Ja. Wo er dachte, Mensch, wenn man
unsicher ist, ob man noch viel Zeit miteinander verbringen
möchte, dann holt man sich ja
nicht noch extra neue Fahrräder, wenn man
eh denkt, Mensch, vielleicht fahren wir
gar kein Fahrrad mehr zusammen.
Dann fährt sie jetzt alleine weg, ne?
Das ist so das Bild wahrscheinlich, ne?
Naja, oder es ist ihr wahrscheinlich erst später klar geworden.
Ja, bestimmt. Wie es wirklich um die
beiden so steht, ne? Ja.
Also kann man zusammenfassen, kurz und knapp sagen,
von den Folgen her,
ist es so, dass ein, ja,
vermindertes oder schon starkes
eingeschränktes Selbstwertgefühl bei
einen oder beiden durch diese emotionale Distanz
entstanden ist, dass es zu
häufigen Konflikten kommt in der Partnerschaft,
dass es natürlich auch weniger
Vertrauen gibt und mehr Unsicherheiten,
dass man nicht mehr das Gefühl hat, der andere
ist so fest an der Seite, sondern das sind
so ein bisschen zwei Einzelkämpfer geworden, das
Wir-Gefühl ist zurückgegangen ganz stark.
Es kommt zu weniger Austausch,
sei es in der Kommunikation, von
Gefühlen, man spricht vielleicht eher mit
anderen Menschen im Freundeskreis oder
in der Familie anstatt mit dem anderen.
Man hat sich da so ein bisschen arrangiert,
so ein bisschen, jeder hat sich sein eigenes Leben
eingerichtet und natürlich auch so was,
man unternimmt dann kaum noch etwas zusammen.
Es ist alles sehr funktionell, eher so ein
Teamgefühl vielleicht, gerade wenn man Kinder hat,
wenn man das Außen sich so aufgebaut hat,
man hat ein Haus, man hat Kinder,
das Leben geht weiter, der Laden
ist am Laufen, aber
man ist eher funktionell unterwegs.
Bevor wir in dieser
Q&A-Folge gleich zu
den fünf Fragen und Antworten kommen,
an der Stelle einmal der Hinweis,
für dich, für euch, wenn
ihr das Problem der
emotionalen Distanz in eurer Beziehung
spürt und das gerne verändern und lösen
möchtet, dann meldet euch
sehr gerne bei uns für das telefonische
Erstgespräch. Wir schauen dann gemeinsam,
ob das thematisch passt, wer der
passende oder die passende Coachin aus unserem Team
für euch ist oder einer von uns beiden
und dann könnt ihr ins Kennenlerngespräch kommen
und wir schauen gemeinsam mal,
wie wir eure emotionale
Distanz wieder mehr Richtung Wir-Gefühl
und Gemeinsamkeit bewegen können.
Kommen wir zu der ersten Frage.
Wie äußert es sich
in einer Beziehung, dass emotionale
Distanz herrscht?
Da können jetzt alle sich mal innerlich
mit abgleichen mit dem Punkt, den du jetzt
sagst, ob sie
das selber auch spüren in ihrer Beziehung eigentlich.
Ich glaube, das ist eine Frage,
die ist recht eindeutig, oder?
Also man kommt weg von einem Wir-Gefühl
hin zu einem Ich-Du-Denken.
Man denkt mehr an sich
als an den anderen und
wenn man irgendein Thema hat,
dann hat man mehr
das Gefühl, wir diskutieren
wie Oppositionen
und sind nicht mehr in einer Partei.
So was zum Beispiel.
Aber auch das Gefühl von Einsamkeit,
dass man sich zwar in der Beziehung
befindet, aber sich trotzdem
irgendwie einsam fühlt. Also
so ein inneres Gefühl von
ich bin irgendwie alleine. Mir fehlt
da so eine Verbundenheit. Ich fühle mich nicht
so, ja irgendwie nicht so
verbunden einfach. Mir fehlt da, ich bin
abends alleine, insgesamt alleine. Ich habe das
Gefühl, ich bin vielleicht auch mit
Themen alleine konfrontiert.
Ich habe da niemanden, der mir zur Seite
steht, mich unterstützt. Wir haben nicht so den
positiven Austausch. Ich habe
das Gefühl, ich stehe vor diversen Herausforderungen
alleine. Das sind alles
so Signale dafür, dass
so eine emotionale Distanz herrscht.
Natürlich auch grundsätzlich die Frage,
weiß ich, was im Leben von dir vorgeht?
Ja. Also weiß ich, wie du
dich fühlst, was bei dir los ist, wie es dir
geht, was deine Sorgen gerade sind,
was deine Ziele gerade sind,
also kenne ich dich, weiß ich, was
bei dir los ist in deinem Leben. Also nicht nur,
dass ich weiß, ja, du stehst morgens um
sieben Uhr auf und fährst dann zur Arbeit und
machst das und dann hast du unseren Sohn und dann dies
und dann ist Abend, sondern ich weiß wirklich,
was ist passiert in deinem Leben, was hat dich heute geärgert,
was hat dir heute Spaß gemacht,
wie hast du dich dabei gefühlt, wie fühlen
wir uns miteinander. Das ist einfach so ein
Austausch über unsere
Gefühlswelt so tagtäglich.
Wie geht es mir so tagtäglich, aber
auch so insgesamt. Wie fühle ich mich so
im Großen und Ganzen, dass da
drüber einfach Gespräche stattfinden.
Da erinnere ich mich an eine Coaching-Session
letzte Woche.
Da hat der Mann gesagt,
da ging es auch um emotionale Distanz,
dass irgendwie das Gefühl da ist, dass man
ja,
jeder für sich sein Ding durchzieht,
viele Gewohnheiten da sind und
man auch wenig an den anderen denkt.
Und dann hat er den Spruch gebracht,
das ist so ein bisschen, jeder,
wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
Ja.
Und das habe ich gerade gedacht, dass,
ähm, fühlt sich vom Gefühl an,
ja auch so an, ne, so, ich denke an mein Ding,
an das, was ich durchziehe
und ist mein Anteil, den ich dazu
beitrage, aber du kannst
ja an dich denken und dann ist ja an alle gedacht.
Ja, so wie der Spruch, wenn jeder von der eigenen
Tür kehrt irgendwie, ne, oder so, ne, dann
ist ja auch alles sauber sozusagen.
Vielleicht befördert natürlich auch
das Thema Homeoffice das Ganze
weiter, dass wir so insgesamt
vielleicht das Thema Team
Zusammenarbeit ein bisschen mehr verlassen.
Ja. So Gesamtgesellschaften,
gesellschaftlich, sondern, dass wir eben
viel für uns alleine arbeiten.
Natürlich sind wir irgendwie noch in einem Team,
aber dieses Teamgefühl ist ja
ein ganz anderes, ob ich nun
in einem Büro bin, ob ich
nun Smalltalk in der Küche halte,
zwischendurch mal Leute
um mich herum habe, man sich schnell
mal Face-to-Face austauscht
und sagt, hey, wie bist du dann weitergekommen, wie hast du das
gelöst, als wenn man für alles
immer irgendeinen Call ansetzen muss und
dann eben durch den Bildschirm
das Ganze macht und ich glaube, das schafft
natürlich,
auch insgesamt
das Gefühl vielleicht von mehr Distanz.
Ja.
Weiterer Punkt noch, um das abzuschließen,
ist natürlich häufige Konflikte
ohne Lösung. Das ist auch
etwas, was
emotionale Distanz machen kann
oder auch dafür spricht, dass man
eine emotionale Distanz aufgebaut hat.
Denn je mehr emotionale
Verbundenheit da ist, desto
eher schafft man es irgendwie friedlich
auch eine Lösung oder einen Kompromiss zu finden.
Je mehr Ich-Du-Denken
da ist, desto mehr
beharre ich auf meiner Position, auf dem,
was ich durchsetzen will
und desto weniger findet man auch eine Lösung.
Kommen wir zur zweiten
Frage. Welche Ursachen
im Alltag gibt es, die weitere
emotionale Distanz befördern?
Ich glaube, hauptsächlich ist es
auch der Stress im Alltag, dass
gerade in einer bestimmten Lebensphase
die Rush-Hour
im Leben ist und man einfach viele
Themen hat und
der Stresspegel so hoch ist,
dass man sich auch schnell von dem anderen
dadurch distanzieren kann. Also
ganz häufig haben wir auch das Thema
Elternpaar-Liebespaar im Coaching,
dass Eltern sich so ein bisschen
im Modus
Elternpaar verloren haben und
das Liebespaar nicht mehr da ist.
Und das entsteht ja häufig auch durch Stress im Alltag,
durch To-Do-Listen,
durch funktionelle Sachen.
Da ist natürlich kein Platz mehr für
sowas wie
liebevolle Art und Weise,
Zärtlichkeit, das ist
alles runtergefahren und das
fördert dann natürlich die emotionale Distanz.
Also man könnte sagen, nächster Punkt
wäre unerfüllte Bedürfnisse, dass die Bedürfnisse
nicht erfüllt werden, dass die Bedürfnisse
nicht gesehen werden.
Das beschleunigt das auf jeden Fall.
Also in fast jedem Kennenlernen,
was ich habe, wo die beiden sich so vorstellen,
dann frage ich immer so zum Schluss
und bleib bei all den ganzen Themen,
die ihr so handelt, noch Zeit für Freizeit.
Also macht ihr noch irgendetwas
außer den ganzen Dingen,
die ihr gerade aufgezählt habt?
Also einfach nur so, auch Interesse halber,
wofür interessieren sich die Menschen und so weiter.
Weil wenn jemand natürlich sagt, Mensch, ich spiele
Fußball, dann kann man
im theoretischen Einstieg so ein paar
Fußballbeispiele bringen. Wenn jemand
Tennis spielt, also je nachdem, was er so mag,
kann man da auch so die Beispiele ein bisschen drauf
aufbauen, dass man das besser fühlen
und verstehen kann. Aber da ist
eben selten noch viel Zeit. Also
eigentlich arbeiten beide
Vollzeit bis annähernd Vollzeit.
Beide haben
vielleicht sogar noch ein Projekt nebenbei am Laufen,
manchmal eine Selbstständigkeit
nebenbei, ehrenamtlich
nebenbei. Ganz viele, die in der
letzten Zeit ihr Haus saniert
oder renoviert haben, gekauft,
gebaut haben. Karrieren sind
im Ausbau.
Und dann natürlich kleinere Kinder.
Und so, dass das eigentlich
beide am Ende sagen, also viele
sagen zum Beispiel auch zu ihrer Freizeit dann,
ja, ich habe damals Fußball gespielt.
Und ich war auch immer sehr begeisterter
Fahrradfahrer. Das habe ich
damals so als Hobbys gehabt. Und man merkt eben,
die Hobbys endeten in dieser
Rushhour. Und dadurch
verbleibt so wenig Zeit. Und was
ich dann merke, was die Distanz aufbaut,
selbst
wenn die Paare schon richtig gut in sich
organisierend sind und
Orga-Gespräche führen, wie wir sie auch
empfehlen, dann haben die das Ziel,
möglichst unbeschadet
durch die Woche zu kommen und alles zu
schaffen. Aber nicht das
Ziel, möglichst effizient
durch die Pflicht-To-Dos
durchzukommen, um sich
Paarzeit, Freizeit, Familienzeit
freizuschaufeln. Und dann
merken die Paare, ja, stimmt,
Paarzeit ist das, was übrig bleibt.
Und bleibt viel Zeit übrig?
Nee, eigentlich so gut wie nie.
Und dadurch merkt man eben, dass
da zu viel los ist im Leben.
Und da ist es auch mal spannend, wenn man
dann auf die unterschiedlichen Ziele
manchmal zu sprechen kommt und die Prioritäten
im Leben. Und da fühlen
Menschen sich manchmal auch distanziert.
Wenn da eine sagt, meine Priorität
ist jetzt,
hatten wir ja auch schon mal das Beispiel,
möglichst viel Geld in kurzer Zeit zu
verdienen, um im Alter denn
früher in Rente zu gehen
oder mir was aufgebaut
zu haben. Und der andere sagt, jo,
das ist aber irgendwie, passt das nicht
mit meiner Lebenseinstellung? Und das hast du am Anfang
auch nicht so gesagt, das hast du so entwickelt.
Dann kann das natürlich auch zur
emotionalen Distanz führen.
Das sind häufig zu viele
Projekte parallel. Ja, es ist ja auch Wahnsinn,
finde ich. Manchmal, das merken wir
selber ja auch, wie viele Projekte sich manchmal
anhäufen können und man
da sitzt und denkt so, okay,
wie organisiere ich mich jetzt heute?
Wie ist das so, dass man selber
auch noch mal durchatmen kann?
Wir haben in letzter Zeit ja auch zum Beispiel
viele Projekte gehabt. Wir haben sehr viel
jetzt auch beruflich weiterentwickelt.
Hier ist dieses Studio aufgebaut.
Da drüben entsteht das nächste Studio für
YouTube, nochmal für extra Videos.
Dann oben im Coaching-Bereich
vieles verändert. Dann haben wir
im Marketing vieles verbessert. Wir haben
aber auch vieles in den Prozessen nochmal verbessert.
Dass jetzt WhatsApp-Gruppen
da sind, in denen man noch supportet wird.
Jetzt ab Ende März
fängt das an, dass wir einen Lernbereich
aufbauen mit einer richtig geilen
Software, wo man dann
Videos zu allen möglichen Themen bekommt, weil
ganz vieles wird ja immer wieder gefragt.
Und dann kann jemand, der eine Affäre
verarbeiten möchte, den Affärenkurs
durcharbeiten und gucken, was sind die wichtigsten
Steps. Dann sind wir in den
Coachings noch effektiver und können das Ganze
noch nachhaltiger machen.
Aber man merkt jetzt, wir freuen uns auch,
dass gerade das so ein bisschen am Auslaufen ist.
Weil wir auf einmal merken, Mensch, wir müssen zu Hause
mal wieder ein bisschen ausmisten, aufräumen.
Also das ist gut, dass jetzt
Frühjahr ansteht, denn der Frühjahrsputz,
der ist bei uns dringend notwendig.
Der Urlaub vor allem auch mal wieder.
Also jetzt nicht in Form von, dass es dreckig ist, sondern
in Form von, es hat sich einfach viel angehäuft,
was wir nicht geschafft haben,
mal beiseite zu räumen.
Gut, dass bald ein Flohmarkt ansteht und man einfach
mal Dinge loswerden kann.
Bei uns hilft das auch immer
sehr viel, eben diese Ordnung zu halten.
Aber man merkt eben, in so einer Phase
fällt was hinten rüber.
Und das muss man sich eben bewusst,
dessen muss man sich bewusst sein und dafür
sorgen, dass diese Phasen auch
wirklich enden und
dass nicht Phase an Phase kommt. Das ist natürlich toll,
wenn eine Phase endet, aber wenn ich mir
sofort die nächsten krassen Projekte und Ziele
setze, dann komme ich aus
diesen Phasen und Zielen nie raus und
lande nie bei der Priorität
Familie, Beziehung. Und das ist ja vor allen Dingen
auch ein Punkt, der im Coaching ganz häufig genannt wird.
Mangelnde Wertschätzung und mangelnde
Aufmerksamkeit. Und ich kann natürlich
auch nur die Aufmerksamkeit anderen
Familienmitgliedern schenken,
wenn ich sie wirklich habe.
Also, wenn
jemand sagt, ich möchte gerne mehr Aufmerksamkeit, ich möchte
mehr gesehen werden, kann ich das ja wirklich nur
auch vom Herzen her machen, wenn ich selber das Gefühl
habe, ich habe die Kraft dafür, ich habe die Ressourcen dafür
und gehe selber nicht so extrem
auf dem Zahnfleisch, dass ich innerlich immer so eine
Urticken habe. Wann geht der Fahrdienst
gleich wieder los? Wann darf ich wo wen
abholen? Und
ja, das ist häufig auch etwas, was
dann so als Gegenargument ja kommt.
Ja, wieso? Das machst du, das gibst du mir doch
auch nicht. Ich habe das doch auch nicht.
Und sagt dann, ja, nur weil du das nicht hast,
darf ich das jetzt auch nicht haben. Und dann ist
es wieder so eine Paz-Situation.
Ja, man muss da
wieder ins Wirrgefühl kommen. Das ist eben das mit der
Distanz, dass man ins
Wirrgefühl zurückkehrt und schaut,
dass man die Dinge eben so baut, dass sie
einen wieder mehr verbinden und nicht so
sehr auseinanderbringen. Das, was
im Job häufig gut ist, diese
Effizienz, dass man sich dann die
Aufgaben aufteilt, das
wird eben dann in der Paarzeit,
in der Familienzeit nicht gebraucht.
Da verbringt man sozusagen ineffiziente
Zeit, weil man zusammen
irgendwas macht, was auch nicht unbedingt sinnvoll sein muss.
Das muss nur den Sinn erfüllen,
im Wirrgefühl zu sein, Spaß miteinander
zu haben und dass es allen gut geht.
Vielleicht mal ein Abenteuer erleben, irgendwas, was
einem das Gefühl der Verbundenheit und
das Ich-fühl-mich-lebendig gibt, dann passt
es. Kommen wir mal zur dritten
Frage.
Was kann ich tun, um eine
gesunde Balance zwischen
Nähe und Distanz zu finden?
Schritt 1 ist
Selbstreflexion. Ich muss
erstmal von mir wissen, wie wünsche ich mir
Nähe und Distanz? Was ist für mich so das
richtige Wirrgefühl? Wie viel Zeit
möchte ich mit dir verbringen?
Wie viel
Zeit möchte ich mit der Familie verbringen? Wie viel
Distanz brauche ich auch für mich? Also wie
viel Alleinsein brauche ich,
um in mich zu gehen, meine Themen für mich
zu klären? Wie viel Zeit brauche ich mit
Freunden?
Also erstmal für sich so ein Gefühl entwickeln.
Wie möchte ich überhaupt meine Zeit gerne verteilen?
Wie brauche ich Nähe und Distanz?
Und das ist ja auch durchaus flexibel,
finde ich. Also es gibt ja mal
Phasen im Leben, wo man mehr Zeit für sich braucht
oder wo man mehr Bock hat, was mit
anderen zu machen. Und ich
finde, das darf ja auch flexibel sein.
Also momentan habe ich
das Gefühl, ich habe eine Phase, ich brauche
viel Schlaf und Ruhe.
Und das kann sich ja aber auch wieder
ein paar Wochen ändern. Aber es ist ja nur wichtig, dass
man auch das hervorbringt, weil
sonst kann der andere das ja einfach auch falsch
deuten.
Da muss man für sich reflektieren,
was bedeutet Nähe für einen?
Was ist denn ein Signal von Nähe?
Vielleicht auch von Geliebfühlen?
Also
fünf Sprachen der Liebe mal anschauen.
Was gibt mir das Signal, dass ich mich geliebt
fühle? Wann ist das zu viel
Nähe? Also was brauche ich da einfach
für mich, um dieses Gefühl zu
haben und zu sagen, ich fühle mich verbunden?
Da muss man eben erstmal in der
Selbstreflexion für sich selber Klarheit schaffen.
Denn wenn ich die Klarheit nicht habe,
für mich selber, dann kann ich mich mit meinem Partner,
meiner Partnerin darüber nicht austauschen.
Dann können wir dazu auch keinen Konsens finden
und sagen, es ist ja auch nicht messbar,
auch für dich nicht greifbar. Du musst ja irgendwie greifbar
werden. Was heißt denn
für dich ausreichend Nähe? Zu viel, zu wenig
Distanz? Ich habe das gerade
ein gutes Beispiel ist, wo
man sich dann eben falsch versteht.
Unser Sohn fährt jetzt immer mit so einem kleinen Roller
durch die Bude und
da fährt er an dem Tisch vorbei und unser Regal
ist gerade nicht gesichert, weil diese Sicherung
wo die Bücher drin sind, die muss ich wieder anbringen.
Jetzt ballert er da immer dran vorbei
und ich sage immer zu ihm, bitte fahr langsamer.
Und in seinem Gefühl fährt er langsamer
und ich sage, du bist nicht ausreichend langsamer.
In meinem Gefühl wird er immer jedes Mal ein Müh langsamer,
aber es ist eigentlich nicht spürbar,
für ihn ist es langsamer.
Bis wir wirklich Step-by-Step durchgegangen sind,
an welchem Punkt soll er bitte bremsen,
wie schnell darf er da genau vorbei.
Das haben wir ein paar Runden gemacht,
bis er merkte, okay, da liegt es.
Dann haben wir noch mal zusammen am Regal gerüttelt
und gesagt, guck mal hier, das ist wirklich nicht fest gerade.
Wenn du da reinfährst,
dann können dort hunderte Bücher auf dich einstürzen.
Das sollte nicht passieren.
Deswegen wirklich langsam daran vorbei.
Na, jetzt hat er es verstanden.
Jetzt fährt er ein bisschen langsamer.
Und so ist es bei der Nähe und Distanz halt auch.
Das heißt, man muss sich gegenseitig klar aufzeigen können,
was heißt denn langsamer fahren?
Was heißt Nähe und Distanz?
Was bedeutet das ganz genau für den anderen?
Das muss greifbar gemacht werden.
Langsamer ist halt auch nur schon 0,1 kmh langsamer.
Und jemand mit sieben, der nutzt das aus.
Der versucht natürlich,
in 0,1er Schritten langsamer zu werden.
Da kann es nicht schnell genug sein.
Genau, eigentlich würde das gerne erhöhen, das Tempo.
Ja, genau.
Ja, und erst dann kann ich ja den zweiten Schritt machen,
den du sagst, um so eine Balance zu finden,
ist ja der Abgleich.
Also wenn ich mich selbst reflektiert habe
und weiß, was meine Bedürfnisse sind, was ich möchte,
ist der zweite Schritt ja dann der Abgleich,
mit dem ich mich selbst reflektiere.
Mit dem anderen.
Und das zusammen ergibt dann ja die Balance,
dass man dann schaut, was sind die Bedürfnisse vom anderen,
wie können wir das in Einklang bringen miteinander.
Da kann man schon ein paar Runden drehen
und erst mal schauen,
warum hat der andere das Bedürfnis,
warum ist mein Bedürfnis da,
verstehen wir uns sozusagen
in dem, was wir uns gegenüberbringen erst mal,
so rein objektiv,
verstehe ich dem anderen, was er meint.
Und dann darf man auf die Gefühlsebene gehen
und so schauen,
ja, wie können wir das,
wie können wir das harmonisch zusammenbringen,
dass jeder sich geliebt fühlt.
Dann brauchen wir zwei ganz wichtige Schritte.
Das erste ist natürlich die offene,
ehrliche Kommunikation,
wertschätzende Kommunikation.
Denn es geht ja darum,
dass wir ein gemeinsames Ziel im Wir-Gefühl erreichen wollen.
Nicht, dass jeder für sich das Beste rausholt,
sondern dass es beiden gut geht.
Und das zweite ist Kompromissbereitschaft.
Dass wenn wir merken,
dass wir bei einigen Themen eben
unterschiedlich darüber denken,
wie finden wir einen Weg,
der uns beiden,
ja, der für uns beide stimmig ist.
Also die Frage lautet dann ja immer,
was können wir beide tun, lernen, verändern,
damit es für beide stimmig wird.
Und das dürfen wir in Kreativ erarbeiten,
dass wir Wege finden,
sodass es uns beiden
mit dem Thema Nähe, Distanz gut geht.
Ja.
Kommen wir zur vierten und am letzten Frage
in dieser Folge.
Wenn man nun gemerkt hat,
dass die Verbundenheit nicht mehr so da ist,
wie kann man denn Verbundenheit
in der Beziehung wieder aufbauen?
Da sollte man sich natürlich die Frage stellen,
wenn wir so ganz zum Anfang switchen,
was macht diese emotionale Distanz aus?
Ist das ein Päckchen,
was ich selber mitbringe
oder ist das innerhalb der Beziehung entstanden?
Und wenn das innerhalb der Beziehung entstanden ist
und ich ganz klar für mich weiß,
okay, da liegen Verletzungen vor,
da hat der andere bei mir ungute Gefühle gemacht,
deswegen habe ich mich distanziert,
dann wäre der nachhaltigste Schritt,
diese Verletzung aufzuarbeiten.
Wir arbeiten ja nach der System-Empowering-Methode.
Das heißt, wir kehren zurück,
an den Punkt, wo war es mal gut
und gehen von da aus chronologisch nach vorne,
schauen, welche Sachen haben
diese emotionale Distanz sozusagen
immer mehr befördert.
Meistens entstehen ja Muster und Energien,
dass man sagt, okay, an dem Punkt
habe ich gemerkt, da waren wir so ein bisschen auseinander
und so ein paar Monate weiter,
da war das Wir-Gefühl schon fast weg
und da schauen wir einmal drauf,
damit sich das in Zukunft nicht nochmal wiederholt.
Wir brauchen also immer das Wissen aus der Vergangenheit,
sehr detailliert,
damit wir wissen, wie kann es
in Zukunft anders laufen,
wie kann es sich nicht nochmal wiederholen,
weil sonst wäre es nicht nachhaltig.
Das heißt, wir brauchen ein starkes Fundament.
Das starke Fundament
zeigt sich dadurch aus,
dass da keine Risse drin sind,
also keine Verletzungen mehr vorliegen
und dann kann auch aus emotionaler Distanz
wieder emotional verbunden werden.
Das ist immer das Ziel.
Und das kann man natürlich nochmal fördern
durch Arbeit, wir nennen das immer
auf anderen Ebenen, also indem man
zum Beispiel nochmal darauf achtet,
dass man sich nicht nur auf die Verletzungen
regelmäßig in einen offenen und wertschätzenden
Umgang, in eine gute Kommunikation
geht, damit man sich wirklich
gegenseitig auch verbinden kann,
weil es bringt natürlich nichts, wenn wir nur die
Verletzungen auflösen, aber wir keine Paarzeit haben.
Wenn man keine Paarzeit hat,
ist es schon extrem schwer,
emotionale Verbundenheit aufzubauen,
weil emotionale Verbundenheit
entsteht durch Lebensmomente.
Momenten, wo man sich selbst
geliebt fühlt von dem anderen
und dadurch sich verbunden fühlt.
Zugehörigkeit entsteht durch Zeit.
Vertrauen entsteht ja auch
durch gemeinsame Zeit miteinander verbringen,
also positive Erlebnisse gemeinsam haben
und wenn man die nicht hat,
dann kann auch keine Verbundenheit entstehen.
Genau, weil dann stellen sich auch die Fragen,
wenn wir keine Zeit zusammen haben, dann können wir ja auch
wirklich getrennt durchs Leben gehen.
Was ist denn der Anteil, der uns
auf Liebespaarebene denn diese Verbundenheit noch gibt?
Dafür sind ja auch so
Reflexionsgespräche gut, also einmal die Woche,
alle zwei Wochen mal
sich zusammensetzen, einen Spaziergang machen,
einmal reflektieren,
wie steht es denn um unsere Verbundenheit,
um unsere Systemgesetz-Ebene,
also unser Fundament, ist das stabil?
Fühlen wir uns gut miteinander?
Und wenn das passt, dann ist alles gut und wenn nicht,
dann kann man eben Themen lösen.
Auf diese Systemgesetz-Ebene, dieses Fundament,
was du am Anfang eingesprochen hast,
da kann man immer sofort hingehen, wenn man merkt,
auf diesen oberen Ebenen, also im Verhalten,
wir wollen unser Verhalten verändern,
wir wollen anders kommunizieren,
wir wollen mehr Zeit miteinander verbringen.
Wenn das nicht geht, wenn man merkt,
wir können das nicht wertschätzend,
oder das ist nach zwei Wochen wieder dahin,
dann kann man immer auf die Verletzung schauen.
Genau, also so eine Standarddinger wie,
lass uns mal am Wochenende wegfahren,
dann wird alles wieder gut, lass uns mal
das Haus sanieren, lass uns mal zum Sport
regelmäßig machen, wenn man dann merkt,
auf diesen Ebenen, das hält immer nur kurzzeitig an,
wir geraten immer wieder
aber zurück, dass wir dieses Gefühl von,
ja, wir haben wenig Nähe,
wir haben wenig emotionale Verbundenheit haben,
dann ist es ein klares Anzeichen dafür,
dass man tiefer schauen darf,
auf die Verletzungen und dass man nicht immer
wieder neue Kurzurlaube investieren sollte,
sondern eher in eine Aufarbeitung.
Wobei die Kurzurlaube
natürlich auch schön sind.
Aber sie sind ja noch schöner, wenn die emotionale
Verbundenheit da ist. Also man könnte ja
trotzdem danach noch das machen,
aber ja auf einem ganz anderen Level dann.
Genau, das könnte wie so eine Art Kick-Off sein,
dass man sagt, hey, wir starten mal wieder in das Projekt
emotionale Verbundenheit, wir machen jetzt
mal für den Start ein
Wellness-Wochenende zusammen, wo es nur um uns geht,
die Kinder sind vielleicht bei Oma und Opa,
wenn das schon möglich ist oder geht oder können
vielleicht sogar schon alleine bleiben, wenn die älter sind
und dann sind wir mal nur für uns,
besprechen mal diese ganzen Themen,
dann schauen wir mal, was heißt für dich Nähe und Distanz,
für mich, wie können wir es verbinden,
wie wollen wir das wieder mehr in unseren Alltag einbinden,
denn das ist ja immer das Relevante,
dass man, wenn man sich in die Blase
Urlaub begeben hat,
dann kommt man auch wieder zurück in den Alltag
und wenn man nicht die Dinge mitnimmt
und sozusagen
diesen Plan aus der Blase mit rübertransportiert
in den Alltag, dann ändert sich nichts,
sondern man muss das eben mitnehmen,
und dann dafür sorgen und das eben auch
dann in diesem Kurzurlaub, in diesem
Kick-Off quasi dann besprechen und sagen,
wie können wir das ganz konkret in den
Alltag übertragen, dass das beibehalten
wird, was müssen wir dafür tun, lernen, verändern,
damit das funktionieren kann.
Ja, das war's zu dieser Folge, wir hoffen,
ihr konntet wieder einige Dinge für euch mitnehmen,
schreibt uns einen Kommentar, wenn ihr
eine Frage habt oder schreibt uns
eine Mail oder WhatsApp, wenn ihr
die Podcast-Folge gehört habt oder ihr findet die dann eben auch
bei YouTube und könnt dann dort sonst den
Kommentar hinterlassen und eine Frage an uns richten.
Wir freuen uns sehr, antworten euch gerne
und ansonsten freuen wir uns natürlich auch, wenn
wir uns in der nächsten Folge wiedersehen. Bis bald.
Danke fürs Zuhören.
Podcast Summary
Key Points:
Emotionale Distanz ist nicht unsichtbar, sondern oft verdrängt oder versteckt durch den Alltag und konzentrierte Aufgaben.
Die emotionale Verbundenheit fehlt häufig, weil Paare sich nicht tiefgreifend über Werte, Ziele und Gefühle austauschen, was zu einer oberflächlichen Beziehung führt.
Verletzungen aus der Kindheit oder frühen Beziehungen führen zu Selbstschutzmechanismen, bei denen Gefühle verdrängt oder unterdrückt werden.
Mangelnde Wertschätzung, unerfüllte Bedürfnisse und Stress im Alltag fördern die emotionale Distanz und reduzieren Vertrauen und Nähe.
Ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der Verbundenheit ist die offene, wertschätzende Kommunikation und der gemeinsame Austausch über Gefühle und Bedürfnisse.
Die Wiederherstellung der emotionalen Verbindung erfordert eine Aufarbeitung verletzender Erfahrungen und das Schaffen eines stabilen, vertrauensvollen Fundaments.
Gemeinsame, bewusste Erfahrungen und regelmäßige Reflexionen sind entscheidend, um Zugehörigkeit und emotionale Bindung langfristig zu stärken.
Ohne Klarheit über eigene Werte und Ziele kann keine gesunde Beziehung aufgebaut werden, da es schwer wird, gemeinsame Ziele und Grenzen zu finden.
Summary:
Emotionale Distanz ist nicht etwas, das man sieht, sondern etwas, das verdrängt oder in den Alltag verlegt wird. Sie entsteht oft durch Verletzungen im Leben, Stress, mangelnde Wertschätzung und fehlende tiefgreifende Gespräche über Werte und Gefühle. Paare fühlen sich oft allein, obwohl sie zusammen sind, weil sie sich auf Aufgaben und Tätigkeiten konzentrieren, anstatt gemeinsam zu empfinden oder zu kommunizieren.
Diese Distanz ist oft ein Selbstschutz, der aus Angst vor Verletzungen entsteht. Um sie zu überwinden, ist es notwendig, sich selbst zu reflektieren: Was bedeutet Nähe für mich? Was sind meine Werte und Ziele?
Dann folgt der Abgleich mit dem Partner, um gemeinsame Bedürfnisse zu finden. Die Wiederherstellung einer emotionalen Verbundenheit erfordert die Aufarbeitung vergangener Verletzungen, die Schaffung eines stabilen, vertrauensvollen Fundaments und regelmäßige, bewusste Erfahrungen wie gemeinsame Ausflüge oder Reflexionen. Ohne das Gefühl der Verbundenheit und die Erinnerung an positive gemeinsame Momente bleibt die Beziehung oberflächlich.
Wichtige Schritte sind offene, wertschätzende Kommunikation, Kompromissbereitschaft und die kontinuierliche Pflege von Paarzeit. Nur wenn beide Partner sich gegenseitig verstehen und sich verbinden, kann eine tiefe, nachhaltige Beziehung wieder entstehen.
FAQs
Man spürt sie an einem abwesenden, individuellen Denken, an konfliktrischem Ich-Du-Gedankengang und einem Gefühl der Einsamkeit. Es fehlt ein gemeinsames Wir-Gefühl, und Gespräche über Gefühle werden selten geführt.
Häufige Ursachen sind hoher Stress, überlastete To-Do-Listen, unerfüllte Bedürfnisse und mangelnde Aufmerksamkeit. Auch unterschiedliche Lebensziele und zu viele Projekte parallel führen zu einer Abkühlung der Beziehung.
Durch Selbstreflexion über eigene Bedürfnisse, klare Kommunikation über Nähe und Distanz und gemeinsamen Abgleich mit dem Partner. Ein gegenseitiges Verständnis von Nähe ist entscheidend für eine funktionierende Balance.
Durch die Aufarbeitung von früheren Verletzungen, die Rückkehr zu positiven Erinnerungen und die Schaffung regelmäßiger, wertschätzender Paarzeit, die gemeinsame Erfahrungen und Vertrauen schafft.
Nein, sie ist nicht unsichtbar, sondern oft verdrängt oder durch Alltagsthemen wie Finanzen oder Kinder verdeckt. Man fühlt sie dann, wenn plötzlich ein wichtiger Lebenspunkt auftaucht und die Verbindung bricht.
Weil sie sich selbst schützen, etwa durch Angst vor Verletzungen oder durch frühe Erfahrungen, in denen Gefühle verdrängt wurden. Das führt zu einem Selbstschutz, der oft nicht bemerkt wird.
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