Interview mit Dr. Greta Amedick, Ärztin in der Weiterbildung zur Anästhesistin, Mainz
Ärztin im Krisengebiet: Alltag, Herausforderungen, Erfahrungen
Inhaltsverzeichnis:
00:00 Intro
01:39 Einsatz im Sudan: Arbeit von Cap Anamur und Klinikstandort
04:34 Motivation, Berufserfahrung und Bewerbungsprozess
08:46 Gefragte Fachrichtungen und Berufsgruppen
11:39 Vorbereitung auf medizinische Auslandseinsätze
15:11 Die ersten Tage vor Ort
18:20 Medizinischer Alltag und häufige Krankheitsbilder
21:32 Zusammenarbeit im Team und Wissensvermittlung
25:36 Behandlungsbeispiel: Kinder mit Mangelernährung
31:25 Umgang mit belastenden Situationen
33:28 Rahmenbedingungen der Behandlung und Finanzierung
39:07 Kriegsverletzungen, Sicherheitslage und Einsatzabbruch
42:22 Kritik, Hilfe zur Selbsthilfe und persönliche Erfahrung
48:44 Rückkehr nach Deutschland und abschließende Worte
AMBOSS auf Englisch...
Transcription
8550 Words, 52082 Characters
Vollnerkosen werden unter spontanartung durchgeführt, einfach mit Keterminen um Schmerzmittel. Das ist am Anfang ganz schön gruselig. Es ist einfach eine der größten, wenn ich sogar die größte Hungarskrise auf der Welt. Der Ambos Podcast. Ärztliches Wissen für Klinik und Praxis. Von Ambos, der Wissensplattform, die jede vierte Ärztin, jeder vierte Ärzt für klinische Entscheidungen und sofort und weiter Billion nutzt. Heute mit einer Folge zum Thema Einsatz in einem Krisengebiet, am Mikrofon ist für euch Philipp Winghart, Arzt aus der Ambos-Redaktion. Wir alle tragen ihn in uns, sonst hätten wir nicht Medizin studiert. Der Wunsch, Menschen in Not zu helfen. Einige Kolleginnen und Kollegen folgen diesen Wunsch bis in die entlegendsten und gefährlichsten Gebiete der Erde und nicht selten kommen sie dabei selbst in Gefahr. Wie bereitet man sich auf so einen Kriseneinsatz vor? Wie ist die Situation vor Ort? Und mit welchem Blick schaut man danach auf unserer High Tech Medizin hier in Europa? Darüber spreche ich in dieser letzten Episode des Jahres 2025 mit Dr. Greta Ahmedik. Sie ist in der Weiterbildung zur Aneste-Sisthin in Mainz und war 2024 8 Monate lang mit der Hilfsorganisation Cup Anamur, Deutsche Notärzte EV im Sudan im Einsatz. Liebe Greta, herzlich willkommen im Ambos Podcast. Vielen Dank, dass du heute mit dabei bist. Ja vielen Dank, ich freue mich auch sehr heute hier sein zu dürfen. Greta, du warst im Sudan, einem Land, in dem seit 2023 ein blutiger Bürgerkrieg herrscht und dort warst du in einer der entlegendsten Regionen überhaupt in den Nubarbergen. Was ist das für eine Gegend, in der du als Ärztin tätig warst? Du hast ja schon gesagt, dass es ein sehr abgelegener Ort ist, das trifft total gut. Der Zugang erfolgt nur über den Landweg und wenn man erst mal hinreist, dann merkt man, was es bedeutet in einer sehr abgelegenden Regionen sich aufzuhalten. Landschaftlich ist es wirklich sehr schön da. Nubarberge sagt ja schon der Name, es gibt tatsächlich auch einige Berge, je nachdem, wo man sich befindet im Jahr, also ob es jetzt Regenzeit ist oder nicht, auch teilweise sehr grün oder einfach sehr kark und sehr sandig und das Besondere an dem Projekt in den Nubarbergen ist, dass Cup Anamur da wirklich schon seit 25 Jahren vor Ort ist, das Krankenhaus von Grund auf aufgebaut hat und da wirklich in der Region eine große Präsenz und Stabilität hat auch eben das, was den Menschen da oft fehlt, diese Stabilität und dadurch genießt Cup Anamur da auch wirklich ein großes Vertrauen, weil es gab ja schon in der Vergangenheit viele Krisen, die teilweise immer stärker wurden, dass wirklich Kampfhandlungen wieder angefangen haben, Kriege wieder neue ausgebrochen sind, die zwischenzeitlich doch mal gut reduziert waren, da es Cup Anamur konnte die ganze Zeit eigentlich die Hilfe weitergewehr leisten und das führt da schon auch zu einer großen Stabilität. Was ist denn Cup Anamur für eine Organisation? Ich glaube alle kennen den Namen, aber was macht ihr genau? Also Cup Anamur ist eine deutsche Hilfsorganisation, die sich eben auch auf medizinische Hilfe spezialisiert hat, einige kennst vielleicht auch noch von ganz früher. Cup Anamur ist ja die Organisation, die im Vietnam kriegt, die Bootpiebe mit dem Schiff aufgenommen hat, aber nach diesem ersten Einsatz mit dem Schiff ging es dann auch direkt quasi an Land und in verschiedenen Teilen der Erde hat Cup Anamur viele Projekte, die unterstützt werden. Und jetzt dieses Krankenhaus im Sudan, wie sieht das aus? Das Krankenhaus wird immer weiter ausgebaut, besteht aus mehreren Bereichen, ist eigentlich ganz schön an einen Berg gebaut und ja mittlerweile gibt es an die 100 Betten und die sind unterteilt in die verschiedenen Stationen. Es gibt eine Station für Gynekologie, dann gibt es die verschiedenen Bettenstation, eine Nudaufnahme, dann in den ganzen Bereich für die Patienten, die quasi ambulant behandelt werden. Es gibt einen Labor, es gibt eine Apotheke und natürlich noch den Bereich für unter Ehrenerdrücken. Schon einiges, das gucken wir uns nachher auch noch mal genauer an. Jetzt aber noch zu Beginn, wüsste ich gerne, wie kam es denn dazu, dass du ausgerechnet dort hingegangen bist. Tatsächlich habe ich mich hier in Deutschland in so einer kleinen Krise, möchte ich mal sagen, befunden oder nicht unbedingt Krise. Tatsächlich hatte ich hier in Deutschland gerade so eine Phase, in der ich ein bisschen überlegt habe, wo es für mich beruflich noch weiter hingeht, ob ich mich vielleicht noch mal umorientieren soll. Die meisten von uns kennst ja, dass man in der Routine ein bisschen gefangen ist und ich saß nach einem Nachtdienst, der recht anstrengend war, auf dem Sofa und habe mir ein paar Doku's angeguckt und da eben auch eine Doku über Kappanamuhe. Und da habe ich tatsächlich dann gemerkt, das hat mich irgendwo sehr berührt und hat eine Motivation in mir aufleben lassen. Ich glaube, dieser Gedanke von humanitärer Hilfe ist da natürlich nicht ganz neu entstanden. Er war schon immer irgendwo im Hinterkopf. Mir war bis dahin nicht so ganz klar, dass das auch schon in der Assistenzart zeitmöglich ist. Ich habe dann erst mal angefangen, mich ein bisschen zu informieren, weil mir war nicht von Anfang an klar, dass ich unbedingt mit Kappanamuhe weggehen möchte. Ich habe einfach erst mal gemerkt, oh da ist was, was mich ganz schön motiviert und ganz schön fängt. Und ja, dann habe ich mich ein bisschen informiert und umgesehen und letztendlich ist es dann doch eben Kappanamuhe geworden, weil da haben die Umstände einfach am besten gepasst und da hat mir alles gut zugesagt und so, habe ich mich dann erst mal geformt. Wie weit warst du dann deiner Weiterbildungszeit? Ich hatte gerade zwei bis drei Jahre von der Assistenzartzeit hinter mir und da war mir schon auch klar, nach drei Jahren Berufserfahrungen kann man sich bei Kappanamuhe bewerben. Das wäre dann frühestens was für in einem halben Jahr gewesen. Ich habe zu dem Zeitpunkt auch schon Nordarzt gefahren seit einem halben Jahr. Und das war, glaube ich, auch so ein bisschen der Punkt, der mich dann doch auch bewogen hat, den Schritt zu wagen, weil aus der Annastasia heraus hat man jetzt gar nicht so viel Erfahrung mit der alltäglichen Patientversorgung, sage ich mal. Und dann geht es ja da wahrscheinlich auch um ganz andere Krankheitsbilder als bei uns, dass das ja nicht diese High-Tech-Medizin, die wir kennen, aus unseren OP-Räumen, sondern dann geht es ja um ganz andere Dinge. Ja, total. Und ich glaube, erstmal mit dieser Bewerbung ist es auch erstmal so ein Reinschnuppern, überhaupt mal gucken, könnte das passen und dann dauert es ja natürlich auch, bis diese Bewerbung dann, bis man sich gegenseitig kennengelernt hat und da kann man dann auch im Prozess natürlich immer weiter schauen, ist das wirklich das, was ich mir darunter jetzt erstmal vorgestellt habe oder hast es doch gar nicht so zusammen. Und jetzt bist du mich in irgendeinen Krisengebiet gefahren, also es gibt ja viele, aber im Sudan da wird hart gekämpft, da stehen sich die Fronten gegenüber, jetzt bist du in ein richtiges Kriegsgebiet gefahren, was hat dich motiviert, dort hinzugehen? Das war vor allen Dingen das Projekt an sich, also Kapanamur hat ja in den Nugabärgen eben dieses Krankenhaus, das ist für Kapanamur auch ein einmaliges Projekt, weil Kapanamur dieses Krankenhaus da eben aufgebaut hat, sonst geht Kapanamur ja auch oft einfach in Projekte rein und unterstützt für eine begrenzte Zeit, dieses Krankenhaus führt Kapanamur da eben schon seit 25 Jahren und das hat mich vor allen Dingen da ganz neugierig gemacht auf dieses Projekt, einfach diese Kontinuität, über 25 Jahre wirklich dieses Krankenhaus da aufgebaut zu haben und das stand tatsächlich erstmal im Vordergrund und nicht so ganz unbedingt dieses, ich möchte jetzt wirklich in Krisengebiet, das ist dann einfach so mitgekommen quasi. Und hattest du Sorge um dein Leben im Vorfeld? Nee, eigentlich nicht, ich glaube kurz farbfahrt kommt es natürlich, irgendwann kommt der Punkt, wo man sich denkt, Gott was habe ich denn da jetzt gemacht, aber das ist ja bei allen größeren Entscheidungen im Leben, irgendwie so dass man das dann kurz vorher noch mal hinterfragt, aber wirklich Angst hatte ich da auch eigentlich nicht. Das kommt dann natürlich viel aus dem Umfeld und ich glaube, das bewirkt auch nochmal, wenn das Umfeld ein bisschen besorgt ist, hilft ja auch, dass man selber tatsächlich derjenige sein muss, noch mal ein bisschen mehr, der sich da noch weniger Sorgen macht. Jetzt hast du eingangs gesagt, es gibt da ganz verschiedene Stationen, eine gönne Notaufnahme, Labor, Apotheke, hast du gesagt, was für ambulante Patientinnen und Patienten, für welche Berufe und für welche Fachrichtungen kommen solche Einsätze denn überhaupt in Frage? Also ärztlicherseits eigentlich für die meisten Fachrichtungen würde ich jetzt mal sagen, wenn man da Lust drauf hat, dann sollte man sich auf jeden Fall einmal bewerben, auch gerne mit Kappanamor einmal in Verbindungen setzen, da klärt sich auch noch mal viel. Natürlich ist es ein bisschen prädestiniert für Genürokologen, Kinderärzte natürlich auch extrem, weil es werden echt extrem viele Kinder behandelt, aber auch für internisten eine gute Sache und dann darüber hinaus natürlich auch für die chirurgischen Fächer, da wird auch immer geguckt, dass in regelmäßigen Abständen noch mal Ärzte und Ärzten aus chirurgischen Fächer in die Nuberberg gekommen, um den chirugen vor Ort noch mal ein bisschen zu trainieren und dann natürlich auch die verschiedenen Pflegeberufe, da auch eigentlich jeder, der sich das zutraut und vorstellen kann, hebamt natürlich auch ganz klar und dann gibt es aber natürlich auch noch die technischen Berufe, also in den Nuberbergen ist auch eigentlich immer ein Techniker vor Ort und da ist die Varianz auch sehr groß, es war mal ein Architekt vor Ort, also da auch einfach, wenn man das Gefühl hat, man könnte da mit seinem Know-How gut reinpassen und hat da einfach Lust drauf, einfach mal bewerben und Kappanamor fragen, ob das möglich wäre. Hast du dann dort vor allem als Anestesistin gearbeitet oder macht man dann alle Fachrichtungen? Man macht alles, ich habe tatsächlich auch ein paar Anestesien gemacht, das war für mich auch eine riesengroße Umstellung natürlich, weil wir Anestesisten sind ja so sicherheitsliegend und das muss man da komplett einmal abstellen, wir hatten keine Möglichkeit der Beatung, das heißt, Vollnerkosen werden unter spontanen Atemung durchgeführt, einfach mit Ketamin und dieher zu Palm, Schmerzmittel, das ist am Anfang ganz schön gruselig und auf der anderen Seite funktioniert es echt erstaunlich gut, aber da muss man sich wirklich immer noch mal mehr im Klaren sein, was ist mein Plan B und C, weil die Möglichkeiten sind wirklich sehr schnell begrenzt. Genau und abseits davon habe ich auch wirklich, oder haben wir dann auch wirklich alles andere gemacht, während der Zeit eine ja sehr erfahrene, ärztliche Kollegen von mir da, die kommt ursprünglich aus der inneren Medizin, das heißt, wir hatten aber zu der Zeit auch niemanden für die Gynäkologie da, da haben wir uns dann immer so ein bisschen eingelesen und ja, genau, gerade auch mit den Kindern, das ist natürlich auch eine Umstellung, aber da wext man dann gezwungen, da maßen auch rein. Was nützen denn die eigenen medizinischen Erfahrungen? Also du hast ja jetzt zum Beispiel noch sehr parat, wahrscheinlich, dass das ganz aktuelle wissen gehabt, aber wenn dann auch so eine ältere Kollegin aus der inneren da ist, was bringen die Erfahrungen, die man aus Deutschland mitbringt, dann dort? Ist das nützlich oder ist das alles ganz anders dann? Ja, also meine Kollegin war vor allen Dingen in den Uberbergen sehr erfahren, das hat mir total viel geholfen, die war, als ich bekommen bin schon seit anderthalb Jahren dort, das war wirklich sehr, sehr hilfreich. Ansonsten, ich habe vorher kein Tropenkurs oder so was gemacht, das heißt, mit den Krankheitsbildern da war ich wirklich wenig vertraut, ich habe natürlich vorher versucht mir da ein bisschen was anzulesen, aber wir kennst auch alle, wenn man das ohne den klinischen Bezug macht, dann kann man sich viel durchlesen, bleibt nicht so viel hängen. Ich glaube, was einem hilft ist so ein bisschen Erfahrung im Umgang mit Notfällen, das ist bei mir natürlich war dann auch sehr überschaubar nach zwei Jahren Berufserfahrungen, aber für mich war tatsächlich auch das Notarztfahren so ein bisschen der Punkt, hätte ich das vorher nicht gemacht, ich glaube, dann hätte ich mich auch nicht zu dem Schritt entschieden, weil da wird man ja schon ab und an mit Situationen konfrontiert bzw. kann immer gar nicht sagen, was kommt als Nächstes auf mich zu? Ich glaube, die Erfahrung hat mir da schon geholfen, in einigen Situationen ruhig zu bleiben und erst mal zu denken, ja, es wird irgendeine Lösung geben, die müssen wir jetzt finden und gucken, wie die am besten aussehen kann, aber irgendwie wird das schon werden. Also, was dich fachlich vorbereitet, kannst du uns noch so ein bisschen mitnehmen, wie du konkret in dieser Vorbereitung warst, vielleicht auch organisatorisch, mental, wie war das bevor du losgefloben bist? Ja, natürlich total aufregend, weil man weiß ja überhaupt gar nicht, was sich da so erwartet, natürlich hat mir am meisten Sorgen das fachliche gemacht, weil da hat man einfach wenig Erfahrung, wenig Kontakt mit all den Krankheitsbildern aus diesem, also die tropischen Erkrankung, damit hat man einfach keinen Kontakt, das war für mich schon, glaube ich, die größte Sorge, wie ich damit überhaupt klar kommen werde und natürlich auch alles andere, kurz bevor man dann geht, es ist natürlich eine organisatorische Herausforderung, es gibt super viel zu Hause zu regeln, was nehme ich alles mit, allein das ist ja auch immer so nicht frage, was werde ich in acht Monaten dort brauchen, da ist aber dann auch immer der Kontakt zu Leuten, die schon im Projekt sind, wird da immer ganz gut hergestellt, dass man da einfach schon mal miteinander spricht, um so ein bisschen sich vorstellen zu können, dass sich der erwartet und ansonsten geht es dann einfach los, also das sind ja auch wirklich Dinge, man kann sich ja keine Vorstellung machen, weil das so anders ist als hier, und dann einfach der Sprung ins kalte Wasser. Noch eine Frage, also ich meine klar, du bist dann weg, erstmal für acht Monate, das weißt du aber wahrscheinlich deine Miete läuft weiter, musst irgendwie Versicherung bezahlen und so was, gibt es ja dann irgendwie eine Aufwandtsentschädigung, dass mit das weiter läuft oder wie funktioniert das? Ja, tatsächlich wird man bei Kappanamur, da hat man ein deutsches Anstellungsverhältnis und wird nach Mindestlohn bezahlt und das hat es für mich letztendlich auch so organisatorisch einfach gemacht, dadurch muss man sich nicht so viel Gedanken über die Krankenversicherung machen und ja. Und Wohnung einfach untervermietet oder? Ja, genau. Gut, kannst du uns dann einmal mitnehmen, wie das dann war, Abflug, Anreise in die Nuberberge, die ersten Tage vor Ort im Projekt. Aufregend, sehr, sehr aufregend. Ja, vor allem, das war auch noch so ein bisschen so die Angst vorher natürlich, dadurch, dass man sich das überhaupt nicht vorstellen kann, was kommt da auf mich zu, gab es natürlich auch immer die Möglichkeit, dass dieses Projekt oder diese Projektarbeit auch einfach nichts für mich ist. Ich hatte da ja gar keinen Vergleich mit irgendwas, was ich vorher gemacht habe und dann kannst du auch einfach passieren, dass man hinkommt und sich komplett unwohl fühlt und merkt, dass es wirklich doch gar nicht die Art zu arbeiten, das passt einfach überhaupt nicht zu mir. Ja, verständlich. Und als ist dann aber losging, Anreise und so weiter? Genau, also die Anreise, das war alles sehr aufregend. Man kommt dahin, es ist alles neu, die Umgebung, die Kultur, die Sprache. Ich hatte am Anfang so Probleme, das Englische zu verstehen. Ich weiß noch ganz genau auch mein erster Tag im Krankenhaus. Also ich hatte eine sehr ja abenteuerliche Anreise, die auch noch mal extrem für deutlich hat, die abgelegen diese Gegend einfach ist. Wir sind zwei Tage lang gefahren für eine Strecke, die so um die 150 Kilometer waren. Meist war komplett in der Regenzeit, wir sind andauernd stecken geblieben. Das war für mich natürlich irgendwie aufregend und vielleicht auch ab und an, denkt man sich so, wow, sowas habe ich noch nie in meinem Leben erlebt. Aber auf der anderen Seite zeigt es ja einfach extrem, was für Hürden es einfach gibt, um da alle Dinge des täglichen Lebens einzufahren, also vor allen Dingen auch Medikamente. Das ist ja genau der gleiche Weg. Es gibt nur diesen Einweg in die Luper-Berge. Es gibt ja eine Arte-Doku, die das auch zeigt, die Arbeiter. Man sieht, dass es wahnsinnig schlammig. Die Autos bleiben da stecken zum Teil dauert, das Wochenen bis die Medikamente dann überhaupt so eine kurze Engstelle passieren und dann fahren die vielleicht ein paar Kilometer weiter und dann kommt das gleiche wieder. Ja, das ist wirklich für die Region eine riesen Herausforderung. Okay. Und dann hast du dich aber irgendwann durch diese Straßenseite dann irgendwann angekommen, dann kamst du bei diesem Krankenhaus dann an. Genau. Und dann erinnere ich mich auch noch sehr gut an meinen ersten Tag im Krankenhaus. Natürlich alles unbekannte Gesichter, dann das Englisch, wo ich mich auch erst mal reinhören musste. Ich hatte kein Blastenschimmer, wie irgendwas in diesen Krankenhaus funktioniert. Ich habe auch in der Zeit ein bisschen Tagebuch geschrieben. Das war eigentlich richtig schön zu sehen, weil ich habe dann nach ein paar Monaten da noch mal reingekuckt und da habe ich irgendwie sowas aufgeschrieben. So ich habe keinen Blastenschimmer, wie ich hier jemals vernünftlichen Patienten behandeln soll. Ich verstehe das Englisch nicht. Ich kann mir keinen einzigen Namen merken, noch hier stehe ich irgendwie, wie dieses Krankenhaus funktioniert. Und dann aber auch zu sehen, zwei Wochen später war das schon komplett anders. Man kommt super schnell rein. Die Leute vor Ort sind auch einfach super nett. Und das ist dann auch immer schön zu sehen, wie schnell dann dieser Lernprozess einfach funktioniert. Und ja, dann guckt man sich das ein bisschen an und dann kommt man da wirklich ganz gut rein. Wie sieht denn dann der medizinische Alltag oder ein Sicht der Alltag dort aus? Der Tag hat immer um 8-30 gestartet, mit "Morning Prayer" auch eigentlich eine sehr schöne Tradition da. In den Uberbergen ist es religiös, so Hype Hype, also Hype christlich, Hype muslimisch kann man sagen. Das war auch eine sehr schöne Tradition. Da es wurde morgens immer entweder ein muslimisches oder ein christliches Gebiet gesprochen, immer abwechselnd. Dann im "Morning Prayer" gab es natürlich noch die Übergabe aus der Nacht, von den Notfällen und was es für Aufnahmen gab. Und dann gab es immer noch einen kleinen "Morning Stretch", der war auch ganz beliebt. Da mussten wir natürlich immer gucken, dass das auch kompatibel ist mit den Anzehsachen, z.B. mit den Röcken von den Frauen. Also dann nicht jetzt zu weit stretching, aber das war immer sehr beliebt und hat auch immer gut für Zusammenhalt und für viele Lacher gesagt, das war immer ganz nett. Und dann haben wir uns aufgeteilt und sind tatsächlich Visitegel auf, in den verschiedenen Stationen. Da haben wir auch immer geguckt, dass wir gut durchwechselt, dass jeder in der Woche eigentlich mal so jeden Bereich einmal sieht. Dann gab es morgens ganz normal die Visite in allen Bereichen und danach hat man alles abgearbeitet, was noch so anfiel. Dann kam natürlich auch ein paar ambulante Patienten, wo man dann vielleicht noch mal drauf gucken musste, dass aus dem ambulanten Bereich es zur Aufnahmen kam oder dass verschiedene Fragestellungen mit Ultraschall noch beantwortet werden konnte, also dass da ein paar Ultraschalle durchgeführt wurden. Genau und dann am Nachmittag kam dann die Labkarts, also die Laborkarten zurück, die Laborergebnisse. Und dann hat man da auch noch mal Therapien angepasst und dann eben so ein bisschen so, wie das bei unserem Krankenhaus auch ist, alles, was dann noch so anfällt. Und mit was für eine Patientenklientel hat es dus dann zu tun, also wie war das verteilt und vielleicht auch, was für Krankheiten hast du da vor allem behandelt. Ganz vorne steht natürlich nach wie vor Malaria. Malaria war tatsächlich das, was wir am häufigsten gesehen haben, auch in den verschiedensten Ausprägungen. Malaria ist auch so ein kleines Chameleon, also es kann wirklich entweder mit einer sehr starken pulmonellen Komponente, also quasi Husten, Schnupfen, in die Richtung sich zeigen oder aber auch gastrointestinal, also das heißt mit durchfällen extremer Übigkeit. Das haben wir schon wirklich sehr oft gesehen. Dann auch die verschiedensten Infektion, auch da sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen und vom Alterspektrum natürlich auch sehr, sehr viele Kinder, weil Kinder natürlich da auch sehr anfällig sind, aber auch ältere Erwachsene teilweise auch chronische Erkrankungen, das natürlich überhaupt nicht so oft wie hier. Und das Alter war dann auch immer so eine Sache ab, ein gewissen Alterwussten, die Patienten schon noch gar nicht mehr wie als sie waren, dann ist es einfach old, oder es wurde einfach mal draufgeschrieben 100 Jahre alt. Ich glaube keiner von denen war 100 Jahre alt, aber also der Umgang damit, ja und bei den Kindern natürlich dann auch oft so eine Konstellation von Unterernerung mit Infektion, das war dann oft schon sehr dramatisch. Und gerade in solchen Situationen ist es ja gut, dass gut kommuniziert wird, wie lief das ab? Also jetzt bist du ja eine deutsche Ärztin, keine Pediaterin, Anestesistin. Wie lief das mit der Kommunikation, mit der Absprache vielleicht auch mit der Hierarchie? Ja, da muss man sich auch ein bisschen reinfühlen, rein finden. Meine Kollegin hat es mir mal am Anfang, also bevor ich da war ein bisschen so erklärt, dass wir da so ein bisschen eher wie die Oberärzte sind und die Pflege sind so ein bisschen die Assistenzärzte. Das läuft natürlich am Anfang überhaupt nicht so, weil man kommt dahin und ich kenne ja überhaupt gar nicht die Erkrankung, also am Anfang habe ich natürlich alles, was ich da gemacht habe, meine Kolleginnen und Kollegen gefragt, also ich habe gefragt, hey, erklären wir mal, wie macht man das, wie geht ihr da und da vor? Also das ist ja völlig klar und das ist einfach insgesamt eine schöne Zusammenarbeit, würde ich sagen. Also gerade bei der Visite, da wird dann schon so ein bisschen eher auch erwartet von den Mitarbeitern vor Ort, dass man die Visite so ein bisschen leitet, aber das ist einfach dann auch eine gute Zusammenarbeit. Wir haben natürlich auch während der Visite versucht, viel Wettzeit-Teaching zu machen. Das waren eigentlich immer so ganz gute Lern- und Ler-Situationen auch, dass man da noch mal viele erklären konnte, je nachdem natürlich, man kennt es auch von hier, wie die Zeit halt ist, dann hat man mal mehr Zeit gehabt, um auch wirklich viele Patientenfälle durchzusprechen, dass ich auch wirklich meine Entscheidung da begründen konnte. Genau und die Übersetzung haben tatsächlich die Krankenschwestern da gemacht. Also die Übersetzung hat tatsächlich da die Pflege dann auch gemacht, da konnten eigentlich alle komplett Englisch sprechen und die Patienten dann meistens eben nur arabisch und dann wurde da immer übersetzt. Das heißt, ich habe auch nie die Visite alleine gemacht, war auch eine Umstellung, wenn man nicht direkt mit den Patienten kommunizieren kann. Klar, nach einer Zeit eignet man sich dann doch auch so die einen oder anderen tybischen Anamnese-Fragen Arabisch an und das fand ich auch immer ganz schön, wenn man wenigstens um paar Worte arabisch sprechen kann, um schon mal so als kleiner Esbreaker. Husten, Fieberschmerzen, so was. Genau. Und die Zusammenarbeit mit den einheimischen ärztlichen Personal, wie lief das? Ja, ärztliches Personal ist da ja so eine Sache. Die höchster Ausbildung, das sind die Klinikl-Office, die saßen bei uns vor allem im Ambulanzbereich, um da eben zu schauen und einzuteilen wer benötigt eine Krankenhausaufnahme und wer kann ambulant behandelt werden und das lief eigentlich ähnlich wie mit der Pflege auch. Das waren gutes miteinander. Ja, also gerade im ambulanten Bereich konnte ich da sehr, sehr viel auch von denen lernen und auf der anderen Seite konnten wir auch an den ein oder anderen Stellen natürlich da nochmal was mit einbringen und glaube davon lebt auch so dieses Projekt, dass immer mal unterschiedliche Fachrichtungen kommen, dass da auch dann zum Beispiel jetzt nach langer Zeit ist wieder eine Gynäkologin da und ich glaube, das war dann auch sehr wertvoll für die Gynäkologie da nochmal diesen fachlichen Input wirklich zu bekommen. An der Stelle ein kleiner Hinweis, wenn es dann in fachlichen Austausch geht. Ambaus gibt es ja mittlerweile auch auf Englisch. Also wir werden ja auf der ganzen Welt mittlerweile genutzt und gerade wenn es in so einer Situation ist, kann man sich ja dann auch fachlich zum Beispiel mit Ambaus inhalten austauschen. Da gibt es auch eine kostenlose Testversion, kann man überall auf der Welt benutzen, wo es Internet gibt. Noch meine Frage, also ich habe es jetzt noch nicht ganz verstanden, gab es jetzt da ärztliches einheimisches Personal oder nicht? Nee, die Klinikel-Office, das ist die höchste Ausbildung, das sind drei Jahre, das ist schon eine ärztliche Ausbildung, aber eben nur drei Jahre und dementsprechend ist der Umfang auch. Nicht vergleichbar mit hier. Aber vielleicht können wir dann noch mal reingehen, wie so eine Behandlung dann abläuft. Jetzt hast du die Mangelanährung bei Kindern angesprochen. Vielleicht können wir uns das mal genauer anschauen. Ja, die Behandlung von Mangelanährung ist schon wirklich recht komplex und vor allen Dingen langwierig, was es insgesamt doch recht anspruchsvoll macht auch für die Familien. Also erstmal kommen die Kinder zu uns, dann macht man natürlich wie bei jeder anderen Erkrankung auch, muss man erstmal eine Evaluation machen. Ich glaube, viele haben es auch schon gesehen, klassischerweise der Oberarmumfang, der Murat wird einmal gemessen anhand der Messergebnisse schon mal eingeteilt, wo man sich da befindet. Dann gibt es ja die großen Form von der Unterenährung, einmal Quasierkor, also Mangelernährung mit Ödem und Marasmus, die wirklich abgemagerten Kinder. Und da muss man sagen, dass der Typ mit den Ödem nicht immer ganz einfach zu erkennen ist, aber doch auch irgendwie die schwierige Form ist, oft mit Komplikationen vergesellschaftet. Und vor allen Dingen das macht auch die Mangelernährung aus. Also es ist oft nicht nur die Mangelernährung als solches, sondern die Kombination von Mangelernährung mit weiteren Infektionen, wie dann eben Narmalaria oder eine vorbestehenden Anemie oder auch Nallungentzündung. Und das schwächt die Kinder dann doch extrem. Und dann geht es einfach in der ersten Phase darum, dass die Kinder stabilisiert werden, dass man natürlich auch die Erkrankung oder die Nebendiagnosen mitbehandelt und da erst mal überhaupt eine Stabilisierung schafft. Das kommt dann natürlich mit dieser Spezial-Ernährung F-Serventie 5, das ist so eine besondere Milch. Und da kommt es wirklich auch darauf an, dass die Kinder sehr regelmäßig diese Milch erhalten. Also alle zwei bis drei Stunden und nichts anderes außer diese Milch. Und wenn die Kinder auch zu schwach sind, um das zu schlucken, dann wird es natürlich über eine Magen-Sonne verabreicht. Und da ist es wirklich extrem wichtig, dass man dann eine Kontinuität in der Behandlung hat, in dieser Stabilisierungsphase. Und jetzt hast du diese zwei Formen der Unter Ernährung angesprochen, Quasiókor und Marasmus. Kannst du uns die noch mal genauer schildern? Ja, also einmal gibt es den Quasiókor. Das ist eine Art der Unter Ernährung, die mit die Bildung einhergeht. Da ist noch gar nicht so ganz genau geklärt, wie es da eben zu diesen zwei unterschiedlichen Formen der Mangel-Ernährung kommt, aber man geht davon einem Proteinverlust auch aus. Und das ist einfach eine Form, die noch ein bisschen schwieriger zu terapieren ist, weil da geht es in erster Linie einmal darum, die Idee mehr auch zu reduzieren. Und da hat man auch eigentlich nur begrenzt Möglichkeiten, also alles, was man jetzt auch so denken würde. Da mit Medikamenten reinzugehen, die die Idee mehr reduzieren, das bringt in der Regel gar nichts. Deswegen wird da auch einfach darauf gesetzt, dass diese sehr strengereinhaltung von der Ernährung und dann eben auch angepasst an das Körpergewicht, dann eben wird so terapiert, das ist letztendlich auch die Therapie von Marasmus. Also Marasmus ist die andere Form. Ich glaube, jeder hat diese Bilder schon gesehen, wo die Kinder echt einfach extrem abgemagert sind. Und in der Therapie unterscheiden sich die beiden Krankheitsbilder jetzt nicht großartig, aber genau der Quasiókor mit den Ideen ist manchmal ein bisschen schwieriger zu erkennen, weil das Kind eben nicht so extrem unter Ernährd aussieht. Es geht beide Form der Unter Ernährung da auch ein bisschen mehr der Quasiókor, auch mit extrem Haut und Haarveränderung einher, gerade beim Quasiókor sieht man durch so ein Zinkmangel, auch ganz oft Verletzungen der Haut, die dann auch schwierig zu terapieren sind. Und vor allen Dingen, man sieht so oft Helle Haare, aber wenn man das auch sieht bei den Kindern, dass sie so sehr helle Brüchige Haare haben, dann weiß man eben auch, dass die Mangel-Ernährung schon seit einiger Zeit besteht und dass das jetzt nichts ist, was ganz akut entstanden ist. Und nochmal zu dieser Milch, die man dann gibt, diese F75, das ist dann einfach eine sehr proteinarme Milch. Ja, genau. Also dies nochmal ein bisschen weniger Proteine und hat ein bisschen weniger Kalorien, das ist einfach erst mal wirklich nur zur Stabilisierung, da geht es überhaupt nicht um Gewichtszulahme. Und die nutzt man, um das Refidingssyndrom zu vermeiden? Im Prinzip ja, die Körper können ja gar nicht mit den Nährstoffen so umgehen und da geht es erst mal darum, das langsam wieder ins Laufen zu bringen, sozusagen. Ja. Und dann geht es ja von dieser F75 weiter dann zu dieser F100 Milch nach einer Weile. Genau. Wenn das alles gut vertragen wurde, dann geht es ja auch dann um Gewichtszulahme und auch da ist es aber super essentiell, dass wirklich am Anfang nur die Milch gegeben wird und nichts anderes. Und das ist natürlich auch was, das braucht viel personellen Aufwand, weil da muss natürlich immer jemand da sein, der die Milch ausgibt, der das aber auch überwacht, dass die Milch gut angenommen wird von den Kindern, aber auch extrem viel Aufklärung leisten. Weil für die Eltern ist es natürlich unverständlich. Sie kommt dahin, ihn wird gesagt, ihr Kind, das Kind ist einfach zu schwach, hat zu wenig essen und dann kriegt es nur die Milch und darf nichts anderes essen. Und ja, dann gibt es auch irgendwie vielleicht noch drei andere Geschwisterkinder, die mitkommen, die kriegen dann ja andere Dinge zu essen, also das ist auch wirklich ein Punkt, wo sehr gut aufgeklärt werden muss und auch wirklich ja so ein bisschen kontrolliert werden muss, wie die Ernährung davon starten geht. Ja. Und die Zustände sind ja wirklich kritisch darteils. Es gibt ja eine Arte-Dokumentation über dieses Krankenhaus in den Nubabärgen, du bist da ja auch zu sehen. Ich setze einen Link in die Show Notes und da sieht man ja, wie du ein unterenertes Kind behandest, das kriegt diese Milch, das wird dann aber so kritisch, dass es reanimationspflichtig wird. Du reanimierst rufst um Adrenalin und dann ist es ja jetzt in dem Fall in der Doku so, dass dieses Kind es leider nicht schafft. Das stirbt dann, die Mutter ist daneben. Das sind schon sehr bedrückende Zustände. Ja, das muss man leider sagen, ist keine einzelne Situation gewesen. Bei dem speziellen Fall, den man da auch in der Arte-Dokosid hatte, das kleine Kind eben auch eine sehr schwerwiegende Neumonie. Wir hatten da schon mit verschiedenen Antibiotika-Versuch zu behandeln. Es gab auch Momente, wo wir dachten, es wird deutlich besser oder das ist deutlich besser geworden, aber letztendlich ist der Körper dann einfach zu schwach und dann gleichzeitig auch die Infektion zu bekämpfen und das sind dann doch ja natürlich sehr berührende Momente und das macht auch was mit einem und auf der anderen Seite, wie ich schon gesagt habe, ist das eben kein Einzelfall und es ist auch teilweise erstaunlich wieder mit umgegangen wird, dass das plötzlich so zur Normalität wird. Ich glaube, das kann man sich so schwer vorstellen, aber ich glaube, es ist mit allen Dingen in unserem ärztlichen Leben. Ich glaube, das passiert ja auch bei uns in den Krankenhäusern, dass man teilweise Patienten behandelt, die extrem schwer krank sind und sich dann im Nachhinein eigentlich auch fragt, ach, krass, das war ja eigentlich ganz schön eindrücklich und ganz schön berührend, was da alles passiert ist und in dem Moment schafft man es doch auch irgendwo das Hindern zu stellen. Das ist bei Kindern natürlich immer besonders schwierig, aber ich denke, die meisten die zuhören werden, diesen Moment kennen. Jetzt hast du im vorgespräch gesagt der Begriff "Contin Gens", sei dir besonders wichtig, gerade wenn es um die Behandlung mangel an erster Kinder geht. Kannst du das vielleicht nochmal genauer erklären? Ja, die Therapie ist eben, die zieht einen längeren Krankenhaus auf ein Teil mit sich so 10 Tage bis zwei Wochen auf jeden Fall und das ist einfach wirklich essentiell, dass die Kinder diese Nahrung nach dem Plan erhalten alle zwei Stunden und da muss man auch sehr auf die Compliance von den Eltern setzen, aber wenn man sich jetzt die Situation da nochmal vor Augen führt, das sind teilweise ist das Krankenhaus sehr schwer erreichbar, die Eltern kommen oft auch leider sehr spät mit den Kindern und dann gibt es Konstellationen, die man auch irgendwie gut auffangen muss. Das kommen manchmal eben Geschwisterkinder auch mit und dann sind die Familien eben im Krankenhaus und müssen für ihre eigene Versorgung auch eben sorgen. Oft sind es aber auch Familien, die von der eigenen Landwirtschaft leben und die können sich dann in so einem Ort wie Levere, wo das Krankenhaus ist, auch gar nicht leisten auf den Markt, Einkaufen zu gehen und dann ist natürlich auch die Therapie, Atterenz direkt ja ein bisschen in Gefahr, weil diese Eltern dann natürlich auch um ihr eigenes Wohl und das Wohl der Geschwisterkinder denken und sie meisten oder viele können einfach nicht zwei Wochen auch abseits ihrer Familie wohnen und da ist es schon auch vorgekommen, dass die Mütter dann einfach wieder weggelaufen sind und auch wenn es zum Beispiel den Kindern dann am Anfang, wenn sie dann doch auch erst der Spiel kommen, erst mal schlechter geht, dann ist es auch oft für die Eltern schwierig zu verstehen, sie sind ja ins Krankenhaus gekommen, damit es dem Kind besser geht und jetzt geht es dem Kind erst mal schlechter, also da ist wirklich auch viel gespräch und auch teilweise Überzeugungskraft notwendig. Was bräuchtes sind da zum Beispiel Entwicklungspolitisch aber auch strukturell vor Ort, um da einzugreifen und zu garantieren, dass das besser funktioniert? Ja, also ganz konkret, bräuchtes glaube ich in den Luba-Bärgen auf jeden Fall gesicherte Hilfe, dadurch dass es ein Krisengebiet ist, kommt es natürlich auch oft dazu, dass Hilfsorganisation teilweise in das Gebiet kommen, aber dann auch nicht für lange bleiben, dann doch auch wieder weggehen oder auch sowas mit US-ID, wir kenne es alle, dass die Förderung da gekürzt wurde, so was ist natürlich extrem schwierig, dann für so eine sehr labile Region wie die Luba-Bärge, da spürt man die Auswirkung dann doch auch natürlich extrem schnell und das ist natürlich auch einfach was klar grundsätzlich müsste, da erst mal eine stabile politische Lage her, aber das ist im Moment einfach überhaupt nicht ersichtlich, dass es dazu kommen könnte und dann wäre es natürlich super gut, wenn die humanitäre Hilfe da einfach stabil wäre und auch mit einer größeren finanziellen Kraft und ich glaube so im Bigger Picture, es ist einfach nach wie vor, also wenn man da mal ein bisschen rumließ, es ist einfach eine der größten, wenn ich sogar die größte Hungarskrise auf der Welt und dafür, dass sie so betitelt wurde und die Luba-Bärge oder im Sudan und auch ein Teil in den Luba-Bärgen trifft einfach die Kriterien für eine Hungarsnot oder Hungarskatastrophe per Definitionem und das auch nicht erst seit gestern und dass das der Fall ist und trotzdem immer noch so wenig darüber berichtet wird, das ist schon oft sehr sehr erschreckend, das kann man nicht anders sagen und klar, es gibt viele Katastrophen in dieser Welt, aber eine Hungarskatastrophe, die so wenig Aufmerksamkeit erfährt, das ist schon auch wirklich ein Punkt, also das sollte so einfach nicht sein. Das bringt mich zur nächsten Frage, viele angesprochen, ärztliches Personal, Gebäude, Technik, Milch, Medikamente, Antibiotika als möglich, dass dann auch noch dahin zu bekommen, das kostet ja Geld, USAID hast du schon gesagt, ist weg, wo kommt das Geld her? Ja, das Geld kommt vor allen Dingen von Spenden, natürlich, also bei Kappanamur ist es so, Kappanamur ist komplett Spenden basiert und ja, das ist im Moment das, wo das Geld herkommt, wünschenswert, wäre natürlich auch, dass es nicht nur die Einzelperson interessiert, sondern dass es da auch staatliche Förderungen gibt, aber da scheint ja im Moment der Trend zu sein, dass so diese Art der Finanzierung eher zurückgefahren wird. Da setzen wir auf jeden Fall einen Link in die Show Notes, für alle die vielleicht Spenden möchten, ich kann mir vorstellen, dass das einige sind bei uns in der Hürerschaft, dann schaut doch einfach mal rein in die Show Notes. Gabs denn in der Zeit, die du dort warst, vielleicht ein Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist? Also ein Patient ist mir da sehr in Erinnerung geblieben, der kam tatsächlich nach einer Schussverletzung zu uns und diese Schussverletzung wurde nicht versorgt, das war eine Schussverletzung am Unterschenkel und das hat tatsächlich dazu geführt, dass das komplette Gewebe am Unterschenkel einfach ja nicht mehr vorhanden war, er kam tatsächlich mit dem bloßen Unterschenkel Knochen zu uns ins Krankenhaus und das war einfach irgendwie medizinisch so faszinierend, er hat dann bei uns eine Amputation bekommen und das ist auch alles gut verheilt, aber das war wirklich sehr beeindruckend, was irgendwie so auch der menschliche Körper alles aushalten kann und was da so möglich ist. Da haben wir jetzt gar nicht darüber gesprochen, wie viele Kriegsverletzungen hast du denn da gesehen? Tatsächlich, direkte Kriegsverletzung haben wir nicht so oft gesehen, was wir schon gesehen haben, sind Schussverletzungen, dann allerdings eher ein bisschen teilweise der Klassiker, dann doch, dass beim Reinigen der Waffe sich ein Schuss gelöst hat und das dazu Schussverletzung kam oder aber durch Straits unter ja jungen Erwachsenen oder interfamiliere Straits, da gab es dann schon auch mal Stich- und Schussverletzung, umsonst auch tatsächlich viele Verkehrs- und Fälle, also Motorrad- und Fälle. Aber in der Zeit, in der du jetzt in den Nubabärgen warst, wurde nicht gekämpft, ne? Ja, in meiner Zeit nicht. Aber das scheint sich gerade zu ändern, wie ist da die Lage aktuell? Ja, die Frontlinie rückt schon ein bisschen näher auch an das Krankenhaus und die Kampfhandlung haben auch in der Zeit zugenommen, es ist von außen unglaublich schwer, da an Informationen zu kommen, die wirklich verlässlich sind, aber ja, es ist kein Ende von Kampfhandlungen in Sicht. Gapst du in der Situation, die gefährlich wurde für dich, wo du ein Gefahr warst? Nein, also es ist ein Krisengebiet, darüber muss man sich auch vorher im Klaren sein, dass man in ein Krisengebiet geht und die Entwicklung ist vor Ort natürlich immer sehr dynamisch, da können sich Situationen doch auch noch mal schneller ändern, aber durch diese Präsenz oder diese Verbundenheit da auch vor Ort gibt es immer auch genug Menschen, die einfach zeitig informieren würden und da ist man eigentlich immer ganz gut im Austausch über die aktuelle Lage, so dass man da auch, oder ich hatte immer das Gefühl, da auch ganz gut informiert zu sein und ja, wenn was gewesen wäre, dann wäre man da auch frühzeitig informiert worden. Wenn jetzt jemand vor Ort ist und merkt, das ist überhaupt nichts, ich halte das nicht aus, oder es wird mir zu brenzlich, gibt es denn dann die Möglichkeit abzubrechen, hättest du auch diese Möglichkeit gehabt? Ja, auf jeden Fall, da ist Cupanermur auch von Anfang an ganz offen, wenn es so wäre, dass es größere Probleme gibt, dann ist natürlich erstmal die erste Frage, woran liegt es denn? Also wenn man jetzt sagt, das ganze Projekt an sich ist überhaupt nichts für mich, dann kann man auch auf jeden Fall abreisen, aber natürlich wird vorher erstmal versucht auch zu schauen, woran liegt es denn? Was sind denn irgendwie die Punkte, die gerade dazu führen, dass sich jemand vielleicht extrem unwohlführt und dann wird natürlich erstmal geguckt, kann man diese Probleme nicht auch irgendwie aus der Welt schaffen, kann man da nicht auch was noch ändern und ich glaube vor Ort ist man auch immer angehalten, das Projekt so ein bisschen mitzugestalten, wie man sich das selber auch vorstellt und sich da auch mit einzubringen, genau, aber wenn man mal merkt, dass es wirklich hinten und vorne nicht passt, dann gibt es auf jeden Fall die Möglichkeit auch, da wieder zurückzugehen, weil das ist ja auch völlig klar, wenn man sich da total unwohlfühlt, dann also dafür sind die Situation einfach zu belasten, oder dafür ist es auch zu intensiv, als dass man da arbeiten könnte, wenn man sich dann irgendeiner Form unwohlfühlt. Okay, wenn wir jetzt noch mal auf das Krankenhaus schauen, es gibt ja immer wieder Kritik an solchen Einsätzen, gerade auch, wenn man vielleicht dann aus Europa oder einem anderen westlichen Land dahin fährt, viele sagen, es geht vielleicht um Ego, um white saviarism oder so was, was würdest du da entgegnen? Also, ich bin der Meinung, dass man für so eine Art des Einsatzes auch ein, man sollte das nicht nur aus altruistischen Gründen machen. Ich glaube, man sollte auch prinzipiell intrinsisch eine Neugier haben, auch einfach in einem anderen Arbeitsumfeld zu arbeiten. Ich glaube, ein bisschen, wenn man nicht selber da auch wirklich neugierig ist, auf neue Erfahrungen und auch irgendwo sich komplett auf eine andere Kultur, ein anderes Gesundheitssystem einzulassen, dann wird es schwierig, da ganz zufrieden zu sein. Und ich glaube, es ist auch wichtig für so eine Arbeit, dass man irgendwo ein persönliches Interesse daran hat und nicht sagt, ich mache das nur um zu helfen, weil ich habe es immer so gesehen, ich gehe da ja hin, um zu arbeiten. Also, ich kann hier mein Job machen, aber ich kann auch da arbeiten. Klar, da habe ich natürlich ja auch ein Vorteil, weil ich lerne unglaublich viel, ich sehe vielleicht Dinge, die ich hier nicht sehen würde. Also, glaube ich, das ist auch ganz gut, wenn man da auch für sich selber guckt, dass man da zufrieden ist und prinzipiell ist, ja, man kann natürlich immer viele Sachen kritisieren und ich glaube auch, dass man sich da ab und zu gut hinterfragen muss, wie möchte ich denn auch irgendwie da arbeiten. Aber ja, gerade vor Ort haben wir natürlich schon auch viel versucht zu schulen und dass es einfach ein schönes miteinander gibt. Und ich glaube, sobald man damit gesunden Menschenverstand rangeht, und dass als großes miteinander auch irgendwo sieht, dann kann man da viel bewirken. Und das ist ja auch völlig klar, dass ich nicht dahingeh, und sage, so, hallo, hier bin ich. Und wir machen das jetzt alles so, wie ich das denke. Und das wäre ja auch total vermessen. Und ich glaube, da wird man auch, oder ich persönlich hatte das Gefühl, da wird man vor Ort auch super gut eingefangen. Man lernt unglaublich schnell, dass man mit so dieser, ich sage mal, deutschen Art oft, ich will, dass es jetzt passiert, ich will, dass es schnell passiert und ich will, dass es eigentlich genau so passiert, wie ich das irgendwie gelernt habe, damit kommt man da nicht so unglaublich weit. Na, muss man sich auch erst mal einen Gang zurückschalten und erst mal schauen, na ja, was sind denn die Gegebenheiten hier? Was habe ich? Wie kann ich damit arbeiten? Und dann bringe ich ein, was ich hier gelernt habe und viele Sachen von denen, die ich hier gelernt habe, die kann ich da ja gar nicht anwenden, weil entweder die Ressourcen fehlen oder was auch sonst. Und dann bringt man natürlich aber auch irgendwo ein Wissen mit und auch eine klinische Erfahrung und die teilt man dann auf jeden Fall. Und jetzt gerade in den Projekt, den in Nubabärgen, klar, Kaban Amur ist das schon seit 25 Jahren. Und das Projekt ist jetzt nicht unbedingt darauf ausgelegt, dass dieses Krankenhaus sich komplett selber trägt, mit lokalen Mitarbeitern, dazu muss man auch sagen, ich glaube, wenn es hart auf hart kommen würde, dann würden die das da auch alle gut machen. Aber darauf ist dieses Projekt jetzt erstmal nicht ausgelegt, aber dafür muss man zum Beispiel auch in den Nubabärgen sagen, kommt es dazu, dass es eine unglaubliche Konstanz gibt von der Hilfe, die geleistet wird. Was glaube ich auch für die Menschen vor Ort wirklich essentiell ist? Würdest du sagen, dass der Ansatz Hilfe zu selbst Hilfe und dort erfüllt ist? Ja, dadurch, dass wir wirklich viel Werte auch auf Schulungen legen, wir haben immer regelmäßig Unterrichtstunden gegeben, während der Zeit, in der ich da war, wir als Team auch versucht, die Lessens oder also die Unterrichtseinheiten vom Personal auch selber aufzubauen. Also, dass sie sich gegenseitig einfach Schulen und vor allen Dingen auch von den unterschiedlichen Bereichen dann Themen, ihre Kollegen in Themen Schulen, die alle betreffen. Mal angenommen, du wärst jetzt Bundesentwicklungsministerin, was würdest du machen? Dann werde ich wahrscheinlich ein bisschen zu fixiert auf den Sudan, weil das jetzt natürlich ein Bereich ist, der brüchene persönliche Verbindung zu haben. Aber ja, kommt auf den finanziellen Haushalt darauf an, aber auf jeden Fall aufmerksamkeit schaffen. Weil auch wenn es natürlich irgendwie die finanziellen Ressourcen nicht hergeben ist, glaube ich, aufmerksamkeit. Und dass dieser Bereich oder die Situation im Sudan einfach im Gespräch bleibt und auch wirklich noch mehr breiteren Anklang und eine mediale Präsenz erfährt. Würst du wieder hingehen? Na, erstmal muss ich jetzt vernünftigerweise meine Facharztausbildung beenden. Dann kann ich mir sowas schon so gut vorstellen. Du warst jetzt acht Monate dort, ist das eine vorgegebenen Zeit oder hast du das zu entschieden? Vorgesehen sind immer sechs Monate, der vertrag läuft immer über sechs Monate. Ich hab dann nochmal zwei Monate verlängert. Oft ist es so, dass man, wenn man gerne länger bleiben will, nach sechs Monaten ein Urlaub hat, da geht es dann einmal zurück nach Deutschland und dann nochmal für ein halbes Jahr hin. Und dir hat es gut gefallen, du hast verlängert und du hast ja auch in deinem eigenen Podcast ein bisschen sogar aus dem Sudan berichtet. Vielleicht kannst du uns noch was über dein Podcast sagen. Ja, genau, seit Anfang des Jahres hab ich mit einer lieben Kolleginnen und Freunden den Double Shot der Anestesi-Espresso Podcast. Und es geht vor allen Dingen darum, in vielen kurzen Folgen ein bisschen Anestesi-Wissen zum kurzen auffrischen, an den Mann zu bringen, also wer da an kurzen Anestesi-Folgen Interesse hat, sehr gerne reinhören. Und es gibt tatsächlich auch zwei Folgen, wo ich auch nochmal ein bisschen aus dem Sudan erzähle, die sind live vor Ort mit vieler tropischer Hintergrunduntermalung. Kann ich sehr empfehlen, mal rein zu hören, ich setze euch ein link in die Show Notes. Und dann habe ich noch eine, ja, eigentlich letzte Frage. Wie ist es denn dann nach Hause zu kommen, nach so einer Zeit? Zurück zu kommen ist tatsächlich manchmal ein bisschen schwieriger als hinzugehen. Das ist ja das, was man oft hört und dem kann ich eigentlich nur zustimmen, weil gerade dieser Kulturwechsel andersrum stellt noch mal ganz schön viel in Frage. Und es braucht einfach seine Zeit auch, bis ich all die Erlebnisse wiedergesetzt haben. Und ich glaube, man kommt dann doch von einem sehr ruhigen reduzierten Lebensstil in unsere sehr volle, sehr schnelle Welt. Das braucht einfach ein paar Momente. Und ich glaube auch, dass sich auch da Erinnerung im Verlauf noch mal ein bisschen ändern, ein bisschen setzen, muss man sich einfach ein bisschen Zeit geben. Um zu gucken, wie man all dieses neue Erfahne dann wieder integriert. Hat sich dein Blick auf unsere Medizin geändert? Ja, ich bin nach wie vor oft ganz überrascht, wie viele Möglichkeiten es hier gibt oder ganz fasziniert, was es hier alles für Möglichkeiten gibt. Und ja, doch gerade dieses ganz klassische, was hier oft als Problem angesehen wird oder was die Dinge sind, über die man sich hier irgendwie beschwert. Das rückt natürlich schon manchmal wieder alles ein bisschen in eine andere Perspektive. Das ist ja so ein bisschen das klassische Erlebnisse, aber das ist einfach so. Und ich glaube auch so eine gewisse Entspannung bringt man natürlich auch mit für all die Gegebenheiten auf die man hier so trifft. Ja, das glaube ich, dass das einiges am eigenen Blick dann auch ändert. Jetzt habe ich vorhin schon die letzte Frage angekündigt, das war natürlich quatschig, ich hab dann immer noch mehr Fragen. Jetzt kommt aber wirklich die letzte Frage. Gibt es noch etwas, dass du unseren Hörerinnen und Hörern mit auf den Weg geben möchtest? Ja, also ich persönlich hab schon nochmal gemerkt, auch in dem Einsatz, dass man in der Medizin eigentlich einen sehr, sehr schönen Beruf hat, der wirklich extrem viele Möglichkeiten bietet und auch irgendwie so im Verlauf des Berufslebens. Viele unterschiedliche Wege auch irgendwie mit sich bringen kann. Und ja, ich glaube, wenn man das Bauch gefühlt hat, das könnte was für ein sein, dann radig natürlich jedem dazu sich einfach mal zu informieren, sich damit auseinanderzusetzen. Und wenn dieses Gefühl bleibt, das könnte was für mich sein, dann auf jeden Fall bewerben. Ich glaube, viele, mit denen ich gesprochen habe, da kommt dann auch immer so dieses Argument "Ach Gott", dann ist es ja aber auch ein halbes Jahr. Aber, ich glaube, wir machen alle auch eine sehr lange Ausbildung durch. Und wenn es irgendwie auch in das private Leben gerade passt, wenn die Umstände es hergeben, dann ist ein halbes Jahr auch wirklich keine alte lange Zeit. Und ja, dann auf jeden Fall bewerben. Bei welcher Organisation auch immer, aber da gibt es ja auch ein breites Spektrum. Das heißt, da kann man, glaube ich, auch wirklich einmal für sich schauen, was ist ein wichtig und dann gibt es da auch viele Möglichkeiten. Sagt Dr. Kreta Amidik, die mit Cap Anna Muhr im Kriseneinsatz in den Nuberbergen im Sudan war. Vielen Dank, dass du heute im Amos Podcast warst. Ja, vielen Dank für das schöne Gespräch. Und bei euch zu Hause bedanke ich mich herzlich fürs Zuhören. In den Show Notes findet ihr ein Link zu Cap Anna Muhr, falls ihr Spenden möchtet, dort auch ein Link zu der Art of Doku, die sehr sehenswert. Es gibt dort auch ein Link zu unserem englischen Amos. Falls ihr das mal jemandem weiter empfehlen wollt im Ausland. Ansonsten ganz herzlichen Dank fürs Zuhören. Danke, dass ihr das ganze Jahr mit dabei gewesen seid. Das ist die letzte Episode dieses Jahr. Ich hoffe, ihr bleibt uns erhalten, auch 20/26 und hört weiter den Amos Podcast. Wenn ihr Amos noch nicht kennen solltet, dann könnt ihr das einfach mal Monat kostenlos ausprobieren. Das Ganze geht über die App oder über den Browser. Go.ambos.com/ambos-enddecken. Das könnt ihr einfach eingeben und dann zeigen wir euch, wie das funktioniert. Macht es gut, kommt gut ins neue Jahr. Bis bald, ciao. [Musik]
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