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Einsatz für die Enkel – Was leisten Großeltern?

from SWR Kultur Forum

44m 27s

Einsatz für die Enkel – Was leisten Großeltern?

Großeltern sind heute eine wesentliche Ressource für deutsche Familien, besonders im Bereich der Kinderbetreuung, bei Krankheitsfällen oder Ferien. Mit durchschnittlich 456 Stunden pro Jahr betreuen sie ihre Enkel, was besonders in Zeiten hoher Beschäftigungsquoten von Eltern von Bedeutung ist. Trotzdem ist der Kontakt oft eingeschränkt durch Mobilität, Distanz oder familiäre Konflikte. Die Rolle der Großeltern wird zunehmend kritisch diskutiert: Traditionelle Vorstellungen von „Verwöhnung“ oder „Pflicht“ werden durch moderne Erziehungswerte und individuelle Lebensstile ersetzt. Stattdessen wird betont, dass gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung und gemeinsame Diskussionen über Erziehung, Werte und Lebensgeschichten entscheidend sind. Die Forschung zeigt, dass Großeltern nicht nur den Enkeln helfen, sondern selbst gesundheitlich und psychisch von Vorteil sind. Digitale Tools und geplante gemeinsame Zeit wie Urlaube oder regelmäßige Gespräche fördern den Kontakt. Auch bei familienrechtlichen Konflikten wie Trennungen ist die Rolle der Großeltern von großer Bedeutung – sie sollen nicht ausgeschlossen werden, sondern respektiert und in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Die Bundesinitiative Großeltern und Fachkräfte wie Familientherapeuten betonen, dass die Beziehung zu Großeltern eine wichtige Quelle für emotionale Stabilität, Lebenserfahrung und intergenerationale Kommunikation ist. Die Werte, die Großeltern mitgeben – wie Erzählkultur, Erinnerungen an die Vergangenheit oder die Erfahrung des Alters – sind für Kinder und die gesamte Familie wertvoll, und es ist entscheidend, dass diese Beziehungen nicht nur auf Druck, sondern auf gegenseitige Verantwortung und intrinsische Motivation aufgebaut werden.

Transcription

7943 Words, 49324 Characters

German
A-R-D-S-V-R-Kulturen Forum Einsatz für die Enkel was leisten Großeltern mit Marion Teis. Noch nie gab es so viele Omas und Opas in Deutschland. Für viele junge Familien ist das ein Glück. Großeltern kümmern sich im Jahr durchschnittlich 456 Stunden um ihre Enkel. Andererseits sind Omas und Opas heute oft mobil und selbstbestimmt und nicht jeder oder jeder will das für die Enkel aufgeben. Und manchmal verhindert auch Zwist in der Familie den Kontakt. Wie sehr profitieren Omas, Opas und Enkel voneinander? Und was, wenn gar keine Großeltern da sind? Darüber rede ich heute im Forum bei SVR Kulturen mit Dr. Alexandra Langmeier-Tornier vom Deutschen Jugendinstitut EVA, einer ihrer Schwerpunkte ist Großelternforschung. Der Erziehungswissenschaftlerin und Sozialarbeiterin Dr. Schallotte Michel-Biegel sie engagiert sich in der Bundesinitiative Großeltern und ist Oma von sechs bald sieben Enkelkindern. Und auch ein Röhgelein ist systemischer Familientherapeut mit Praxis in München. Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Noch nie hatten Großeltern und enkel so viel gemeinsamer Lebenszeit wie heute. 25 bis 30 Jahre. Ist das ein Pluspunkt für Familienherröhgelein? Also grundsätzlich natürlich ja, weil Lebenszeit ist grundsätzlich Lebenszeit mit der wir natürlich auch aus anfangen können, die wir auch gestalten können. Die Frage ist, wie wir sie gestalten. Und mit genau diesen Fragestellungen haben wir dann in unserer Praxis auch jeden Tag zu tun und natürlich manchmal auch sehr kontrovers. Und die Enkel reden auch immer gerne noch lieber mit Oma als mit einem KI-Chat-Pot? Das habe ich inzwischen nicht mehr. Weil man heute auch mit einer Nacht natürlich einen Chat-Pot fragen kann und so weiter. Also das ist schon ein ganz eigenes sehr zeitgemäßes Thema, das uns auch einigermaßen Kopf zerbrechen. Bereitet, wohin das auch führen wird, was soziale Kompetenz zum Erspiel auch angeht. Auch innerhalb der Familie. Es gibt ja rund 20 Millionen Oma und Opa sind Deutschland. Aber immer weniger Eltern und Kinder. Kinder haben deshalb heute im Schnitt mehr Großeltern als Geschwister. Oft sogar mehr Großeltern als Kussin oder Kussin. Wie wird sich das in den Familienausverlang meiert, Hongi? Ja, da sind die Beziehungen natürlich intensiver. Und während sich früher eben viele Kinder weniger Großeltern teilen müssten, ist es jetzt eben anders rum. Und das kann ja auch im Vorteil sein. Die Großeltern können sich auf die wenigereren Enkel auch konzentrieren. Und dadurch besteht auch die Chance, dass die Beziehungen enger und besser sind. Wobei sich natürlich auch einiges geändert hat, früher was selbstverständlich das mal im gleichen Ort wohnt. Heutzutage aufgrund der Mobilität ist das keine Gegebenheit mehr. Großeltern sind oftmals nicht vor Ort. Es muss dann wirklich der Kontakt arrangiert werden, dass man in den Austausch kommt. In Finnland bezeichnet man Enkelkinders als Desseer des Lebens. Wie empfinden Sie das als Großmutterframliche Beagle Enkel zu haben? Ja. Opa, das weiß ich nicht. Das ist jetzt gleich wieder so eine Zuschreibung. Das heißt, ich bin mit meinem Leben so fast fertig. Und macht mich jetzt über das Desseer her. Das sollte mir sehr schwer. Das zu vergleichen. Nur so, dass Desseer, ich glaube, das reicht nicht mehr. Wir müssen auch für Inhalte sorgen oder werden gefragt oder gefordert. Aber ist das schön für Sie Enkel zu haben? Das ist wunderschön. Ja. Nicht immer und nicht jeden Tag und nicht ständig und nicht nur auf. Anfrage, sondern generell ist es einfach schön, man sieht, dass es weitergeht. Und wenn man selbst vielleicht langsam schon schwächelt, dann weiß man, dass es einfach eine Zukunft gibt. Und ich hoffe, eine schöne für meine Kinder und meine Enkel. Und dafür möchte ich natürlich auch sorgen. Sie sind ja seit vielen Jahren als Verfahrensbestand und Sachverständige für Familiengerichte tätig. Sie wissen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, Kontakt zu den Enkeln zu haben. Das ist ein Problem. Ja, wir haben tatsächlich in der Bundesinitiative Großeltern sehr viele problematische Fälle, wo entweder vielleicht der Sohn ein Kind mit einer Frau hat, wo das nicht so ganz klappt. Die ganz und gar nichts von der Seite des Mannes wissen möchte und vielleicht vom One Night Stand oder einer ganz kurzen Beziehung. Oder auch, wenn die sich getrennt haben, die Eltern, dass dann die ganze Seite der fetterlichen Großeltern oder auch der Mütterlichen, wir haben das Gleiche inzwischen auch vermehrt umgekehrt, dass es da Probleme gibt, wo man einfach nichts mehr miteinander zu tun haben möchte und die Großeltern ihre Enkel überhaupt nicht sehen, obwohl sie vielleicht sehr geeignet sind. Und das ist eine Riesenreisse, die da vergeben wird. Das ist sehr schmerzlich. Und Sie haben auch so eine Erfahrung gemacht? Ich persönlich nicht zum Glück. Wir haben sehr engen Kontakt und Familienfeiern gemeinsam. Und zum Glück viele Dinge, sonst hätte ich vielleicht auch gar nicht die Kraft und auch nicht die Übersicht und die Distanz gut mit diesen anderen Fällen oder mit der Beratung umzugehen. Was würden Sie sagen? Sind Großeltern der Jackport, der Game-Changer, so zu sagen, wenn es darum geht, wie junge Familien ihr Alltagsleben wuppen und in den Griff kriegen, vor allem in Ferienzeiten, wie jetzt gerade? Auf alle Fälle. Großeltern sind eine ganz wichtige Ressource für Familien. Gerade auch in der Kinderbetreuung nehmen Sie eine wichtigen Stellenwert ein. Der Wissen aus der Forschung, dass viele Kinder auch Kinderbetreuungsinstitution besuchen. Also die Grippe, den Kinderraten, später gehen Sie natürlich auch in die Schule. Viele besuchen auch dort den Nachmittagsunterricht oder auch Nachmittagsangebote. Aber Großeltern helfen ganz oft in Lücken aus. Wie die Ferien, die als Anstehen, die Einrichtungen sind geschlossen. Aber auch das Kind ist mal krank. Vielleicht nicht so schlimm krank, dass man keine Sorge hat, dass die Großmutter oder der Großvater angesteckt wird. Oder auch das Personal hat Ausfall. Man muss kriegt spontan in der Früh eine Nachricht. Heute bitte die Kinder ab 14 Uhr abholen. Beide Eltern sind berufstätig. Und da ist es natürlich super, wenn man Großeltern vor Ort hat, die dann spontan einspringen können und die Enkelkinder abholen können. Das muss man sich natürlich auch vorstellen, was ich geändert hat. Bei der hohen Beschäftigungsquote, die wir ja wollen, was Frauen betrifft, ist es eben nicht so, wie in meiner Kindheit, dass in der Reinhaussiedlung, der ich aufgewachsen bin, alle Müttermittags zu Hause waren. Und eigentlich nur in der Kittelschutze drauf gewartet haben, dass wir eine Hause kommen. Und natürlich dadurch immer im Stein beibauen, dieses klassische Hausfrauenmodell. Sondern, wenn die Frau heute eben arbeiten geht, auch wenn es in einen schönen Zeichen nur Teilzeit ist, ist es einfach dann ganz schnell ein Doppelbelastung, die man auf die Dauer nicht durchhalten kann. Das ist etwas, mit dem wir jeden Tag wirklich sehr problematisch auch zu tun haben. Und natürlich sind Großeltern alle Betreuungspersonen, möchte ich aber eigentlich sagen, eine riesen Ressource und Werten auch gebraucht. Alle Eltern brauchen irgendeinen Support bei mir aufziehen von Kindern. Also wenn man keine Großhaltert hat, muss man sich jemand anders holen. Das sind in der Großstadt zum Beispiel dann schon auch gerne Wahlgroßeltern, also irgendwie ein befreundeten Umfeld, die gar nicht verwandt sind, irgendwie vielleicht auch im Haus, irgendwelche Nennopas und Nenntanten, die sich um die Kinder einfach auch annehmen auf so einer Freundschaftlichen Basis. Und wir sehen, dass das eine riesen Ressource ist und auch häufig sehr befriedet auch läuft. Und nicht so uralte Familienkontakte zum Beispiel über Engelkinder, auch dann auch ausgetragen werden. Genau, man muss aber auch dazu sagen, dass es für die Großeltern oftmals gar nicht so einfach ist, dass sie da so als wichtige Ressource dienen für die Familien, weil heutzutage arbeitet man auch länger als früher. Die sind teilweise noch berusstätig, wenn sie zu Großeltern werden, können man sich vielleicht auch um ihre eigenen Eltern noch gepflegt werden müssen. Das ist dann schon auch eine ganz große Herausforderung für die Großeltern selbst. Ich bin sehr gerne eine Ressource für meine Kinder und für meine Engelkinder natürlich und mache auch gerne was mit ihnen. Es darf gerne von meinen Kindern angefordert werden, hilft ihr mal aus, könnt ihr mal kommen und da unter einspringen. Ich sehe aber ein Problem, wenn Entscheidungssträger der öffentlichen Kinderbetreuung das mit Einspeisen. Da wird schon mal in ländlichen Gebieten gefragt. Haben sie keine Großeltern, kann ich nur umaraufpassen. Wir müssen schließen, wir haben keinen Personal oder die Probleme, die hier auch genannt wurden. Das finde ich nicht richtig. Es gibt ja einen gesetzlichen Anspruch auf Kinderbetreuung für die Eltern und wenn wir wollen, dass Frauen gleichermaßen berufstätig sind, dann müssen wir auch dafür sorgen als Gesellschaft, dass hier eine zuverlässige Betreuung stattfindet und das ist in ländlichen Gebieten manchmal nicht der Fallen. Sie fühlen sich dann schnell ausgenutzt oder ausgebäutet? So weit habe ich sie jetzt noch gar nicht gedacht, ich ärgern mich ganz einfach nur, dass da weniger Zuverlässigkeit ist als vor 40 Jahren gefühlt. Da gebe ich Ihnen total recht, Frau Michal Beagle, ich würde aussagen, es kann der Chance sein für Familien, aber auch für Großeltern. Es gibt welche, die wollen das, die machen das sehr gerne. Aber dann ist es eine individuelle Entscheidung der jeweiligen Familie sein und nicht ein Muss. Weil viele sind nicht in der Lage, weil gesundheitlich nicht in der Lage haben andere Hürden oder möchten sich das einfach nicht an tun. Es ist ja auch nicht so einfach, vielleicht auch mehrere Enkel gleichzeitig aufzupassen. Es hat ein langes Leben gelebt, hat viel geleistet und möchte vielleicht auch eben das Ende des Lebens genießen. Und zeit alleine verbringen, verreisen und natürlich, wenn man dann so eingespand ist und als feste Betreuungsperson eingeblahnt, ist das nicht so einfach möglich. Unsere Ansprüche, die wir an diese Gesellschaft haben, die werden ja eigentlich eher mehr als das sie weniger werden. Und gleichzeitig begegnen wir jetzt, Wir haben jetzt Zeit. ca. 20 Jahren diesen Anspruch auf Kinderbetreuung, ab bestimmten Altersgruppen. Aber wie wird das eigentlich erfüllt, wenn man sich die Diskussion in die Kitafinanzierung auch in München zum Beispiel anschaut, in städtischen Kindergärten, dann darf man schon die Frage stellen, also was ist denn Wunsch und Wirklichkeits. Und das auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, wir reden ja jetzt von Boomer große Eltern und von diesen Boomer Großeltern erwarten wir, ich gehe auch zu denen erwarten wir, dass sie bis Ende 60 fit bleiben und arbeiten können, nicht vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausschreiben. Wie soll man denn dann eigentlich diese gesellschaftlich wittlichen Arbeiten von Betreuung von Senioren, Pflegebedürflichen, aber eben auch von Kindern, wie soll das eigentlich funktionieren? Das ist ein Problem, an dem wir schon lange dran, ich weiß nicht, ob sich da wahnsinnig viel tut, wenn dann mit ganz kleinen Schritten vielleicht, aber es ist ja so, um das mal auch anerkennen zu bemerken, Großeltern sind wirklich ein Wirtschaftsfaktor 16 bis 18 Milliarden Euro pro Jahr, würden sie kosten die Gesellschaft, wenn sie Mindestlohn bekämen, das ist ein halbes Prozent des Produkt-Inlandsprodukts und was ich an der Stelle auch noch gerne mal sagen würde, man weiß inzwischen, dass Mütter früher in den Beruf zurückgehen, wenn Großeltern da sind, die bei der Betreuung mithelfen. Wenn überhaupt die Kinderbetreuung funktioniert, zunächst mal egal durch wen sozusagen, mit der Kinderbetreuung steht und fällt es in unserem Land, wie sich diese Gesellschaft weiterentwickeln wird, ob junge Eltern auch bereit sind, Kinder zu kriegen, auch in Krisenzeiten, und auch sich beruflich weiterentwickeln wollen und das betrifft am Ende des Tages auch immer die Frau. Manchmal habe ich in die Diskussion in den 80er-Jahren schon weiter und man weiß die Zahlen alle, nur es fließt kein Geld und damit wird es nicht gesehen und nicht wahrgenommen. Und jetzt müssen die Großmütter ran, die wieder trösten müssen, sich kümmern müssen, sorgen müssen, kochen müssen, das ist so das Bild, was man von den Großmüttern hat, stimmt das denn noch? Ja, das stimmt leider immer noch, wenn man da zurückdenkt, wie die Familiensituation damals war, als diese Großmütter und Großväter Eltern waren, war es ja auch noch traditioneller als heute und deshalb hat sich da in dem Verhalten oder in der Rollen aufteilung Großväter und Großmüttern hat sich da nicht so viel verändert. Die Großmütter wissen wir generell, sind eher so die aktiven, die sind die Initiatoren der Beziehungen, die die sind, die die zum Telefon greifen und dann anrufen und was ausmachen. Andererseits sehen wir aber auch und das hatten wir in der Studie, die wir durchgeführt haben, wo wir auch Großväter interviewt haben, dass die Großväter ganz bewusst, jetzt vielleicht weniger die plägerischen Tätigkeiten nachgehen, sondern eher das Spielen mit den Änglen Kindern, weil sie das so nicht erlebt haben in ihrer Fahrt da Rolle, weil sie waren voll zeigt Berufstätik, Home Office gab es wenig, die waren gar nicht präsent, da waren nur die kurzen Wochenenden da, die holen jetzt was nach, die holen da ein bisschen was nach und genießen das total am Boden zu sitzen, Priobahn zu spielen mit ihren Änglen Kindern. Und schauen auch mit so 'neidisch ist jetzt vielleicht zu viel gesagt, aber so ein Freund sich sehr für ihre Söhne auch, dass sie die Möglichkeit haben, auch sowas wie Elternzeit zu nehmen und da auch viel aktiver an Kindern dabei zu sein, also das war sehr spannend zu hören von den Großväter. Also was die Rollenverteilung betrifft, denke ich schon, dass das heute ganz anders ist als früher genau, wie die jungen Eltern oder Kinder oder die gesamte Gesellschaft sich verändert hat und wir multi-optional leben können, also auf Deutsch machen können, was wir wollen und eigenes Leben gestalten, machen das alte natürlich heute gleichermaßen. Und da denke ich, dass die Oma die Koch, ich sehe das immer wieder komischerweise in der Werbung und ärgern mich immer sehr darunter, Oma hast du schon gekocht und so ein Zeug, ne? Ein Stricken ist ja immer wieder modern, fände ich jetzt nicht so schlimm, kann man wenigstens was anziehen, ja? Aber mit dem Kochen oder solche Sachen da denke ich, da sollten wir uns auch nicht mehr so drauf, ja, spezialisieren lassen von außen und von der Werbung und ich sehe auch bei Großeltern, auch bei Großvatern, dass das auch gut verteilt ist, dass wenn ich zum Beispiel meine Enkel im Kindergarten-Apole genauso viel Großväter oder ähnlich auch darum stehen und warten, wie die Oma ist und das finde ich eigentlich ganz toll und ich denke, dass wir genauso heute, wie gesagt, die Gesamtgesellschaft sich verändert hat und eigene Ansprüche hat und das auch durchziehen. Also da tut sich was. Andererseits 95% der Paare leben nach wie Freundung klassischen Rollenmodellen und die Frauen sitzen in der Teilzeitfalle und die, die akademisch gebildet sind, sprechen dann von der Gläsern in Decke, Wunsch und Wirklichkeit und also ich finde das teilweise wirklich auch Stück weit besorgenseregen zum Beispiel, dass viele der Großelte mit denen wir zu tun haben oder mit den Familien, wo es dann letztendlich um systemische Zusammenhänge geht, zu tun haben, dass viele Großeltern auch nach ihrer Rolle suchen. Und wenn man sich das forscht, dass diese Großeltern, von denen wir jetzt sprechen, das sind die zwischen etwa Mitte 50 und etwa Mitte 70 sind, alles darüber hinaus ist eigentlich schon nicht mehr in der Lage mit kleinen Kindern, um sich in nur einen seltenen Ausnahmefällen. Das müssen uns einfach mal klar machen, welche Altersgruppe es geht. Dann sieht man, dass diese Altersgruppe einfach eine ganz eigene Prägung hatte, die Kindheit in den 60er und in den 70er Jahren zum Beispiel. Und dass diese Großeltern ganz andere Wert, ganz andere gesellschaftliche Prägungen auch haben, die bei vielen jungen Eltern wirklich ein Problem sind. Zum Beispiel stichwort ich habe es schon mal angedeutet, das Reizthema, Bedürfnis, Orientiterziehung, mit der sehr viele Großeltern wirklich nichts anfangen können, die das für ein Verwöhnprogramm halten, die Kinder lernen nichts mehr, die Kinder sind ungezogen, es führt zu gewahren, nicht viel strahler rein. Man muss manchmal, als Familientherapäut, erstmal dafür sorgen, ein Verständnis für die jeweilige Prägung der Generation eben auch zu erzeugen, weil man feststellen kann, sie reden wahnsinnig oft aneinander vorbei, weil man von der jeweiligen Lebenswelt aber auch der Generation ein Prägung, eigentlich tatsächlich keine Ahnung hat. Genau, das gehört halt auch zu dieser Rollenverteilung jetzt nicht zwischen Opa und Oma oder so was, sondern generell. Ich möchte mich einfach auch nicht mehr nur auf die Rolle der Oma, der Verständnis wollen, Oma kaprezieren, sondern möchte eigentlich auch mitreden und ich habe auch vielleicht wenig Verständnis, diese unterschiedlichen Werte oder so was, die muss ich auch alle mit leben mit meinen Kindern. Da braucht man eine ganze Portion auch an Verständnis zusammen, Arbeit zusammenhalt und diese Sachen. Da werden wir auch oft noch so dargelegt oder dargestellt in der Öffentlichkeit, Eltern müssen ihre Kinder erziehen, Opa und Oma brauchen das nicht, die können großzügig sein und da gibt es dann Süßigkeiten zu Hause und dies und das eben umgekehrt, da ist das Verwöhnprogramm angeblich bei den Großeltern und das glaube ich auch nicht mehr, diese Bedürfnisse orientierte Erziehung, die Eltern heute vielleicht sehr oft haben. Diese Rolle hätte ja Oma und Opa früher gehabt, was möchtest du, was süßes, Fernseh gucken dies und das, aber es ist umgekehrt, die Eltern erziehen großzügiger heute und da muss man auch mal drüber sprechen, dass es darum ist. Aber daran sehen Sie wie wirklich schießt da eigentlich auch, wie wir sozial schieß und romantische Klischees fundiert auch im Raum sind und man gar nicht darüber spricht, was ist eigentlich die Realität, also zum Beispiel sich mal über moderne, also modernem Seine von heutiger Erziehungsstilern zu unterhalten, sich auch zu informieren, was bedeutet das für euch junge Eltern eigentlich heute zu erziehen, was in eure Schwerpunkte um mir fällt immer wieder auf, dass in den Familien viel zu wenig darüber geredet wird, jeder geht mit seiner Haltung, die auch unausgesprochen ist oder unrefliktiert ist, geht da einfach auf den anderen buchstäblich los und dieses kulursale Unverständnis füreinander, weil man könnte sich ja zum Beispiel mal darüber erhalten, was wäre denn eine kompetenzorientierte Erziehung, weil da könnten sommer später Eltern generationen, auch jüngere Eltern generationen und Großeltern ganz schnell zusammenkommen und auch eine ganz tolle Schnittmenge zum Beispiel bilden bei der Frage, welche Kompetenzen müssen unsere Kinder miteinander entwickeln und was ist unser Beitrag, dem wir dazu leisten. Und dann sieht denn damit Frau Michel-Biegel manchmal, dass sie nicht die Verwöhnoma sein dürfen? Auch das macht mir nichts aus, nein, nein, nein, ich verwöhn ja auch manchmal, so ist es nicht, ich lasse die auch manchmal gewähren und so weiter, aber man muss darüber diskutieren, ja, man muss darüber sprechen und jeder muss den anderen akzeptieren, man muss nicht unbedingt, das muss ich halt auch lernen, alles mit tragen, aber das meiste denn doch und ich erlebe halt leider auch oft, dass Dinge daran scheitern gerade über diese Werteorientierung, die halt unterschiedlich ist, dann versteht man einander nicht mehr, dann gibt es weniger Kontakt bis zum Kontakt ab. Genau, genau. Ja, man muss auch schauen, welche Rolle nehmen die Großeltern in der Familie ein, ist es eben so, wie es vielleicht früher auch mal war, nur die Besuchs Großeltern, wo man hin und wieder mal da ist, dann ist es ja auch normaler und okayer, wenn man vielleicht die Verwöhnoma und Verwöhnoper ist, wo man auch mal mehr darf, da können übrigens auch die Kinder sehr gut damit leben, die heißt dann nicht, dass sie zu Hause gleich viel Fernsehen schauen wollen, sondern sie können sich sehr gut auf unterschiedliche Kontexte einstellen und wissen, dass zu Hause einfach andere Regeln gelten, das wollten vielleicht hin und da wieder Eltern auf vielleicht mal ein Auge zutrücken und nicht so streng mit den Großeltern sein, oder ist es aber so, dass Großeltern da eine Mit-Er-Zier-Rolle spielen und ganz nah dran sind an den Kindern und da ist es natürlich umso wichtiger, dass man miteinander spricht, was sind eigentlich unsere Erziehungsziele, was wollen wir dem Kind vermitteln und da muss man an einem Strang ziehen und dran bleiben. Zum Beispiel das Thema, man muss mal gleich konkret, wie lernt ein Kind heute Frustrationstoleranz, oder sich zurückzunehmen, warten, zu lernen und nicht sich ständig in den Vordergrund zu spielen, das ist ein Problem in unserer Gesellschaft, das muss man einfach ganz stark kritisieren, das muss man auch ansprechen. Aber die Erziehungsgeschichten, die gehen ja doch eher die Eltern, was an, in erster Linie, sie müssen darüber bestimmen. Ja und gleichzeitig, wie gesagt, wenn es um Werte geht, könnten sich aber Eltern und Großeltern tatsächlich zusammen tun, bei der Frage, wie lernt unser Kind, unser Enkelkind, eine Frustrationstoleranz zu warten, zum Beispiel, sich zurückzunehmen und da könnten ja Eltern und Großeltern zum Beispiel sehr gut miteinander zusammenarbeiten und sich auch gemeinsam was einfallen lassen. Ja, wenn junge Eltern damit auch ein und faszinierend. Aber das finde ich ja gerade sehr spannend, dass man versuchen sollte an einem Strang. Also dieser Strang muss ja gar nicht so wahnsinnig dick sein. Also es gibt da schon Möglichkeiten, dass man unterschiedlich handelt und unter die stetliche Wertevorstellungen auch vorlebt. Und sie gegenseitig dann auch akzeptiert? Gibt es nicht akzeptieren? Ja, eine große Chance. Das haben uns die auch die Großeltern, oder die Großmütter erzählt in der Studie, die sagten auch. Ja, ich dachte auch zum Beispiel, Kinder so früh in die Betreuung zu geben, war ja früher auch unöblicher beigern. War ich nicht so dafür oder fand ich befremdlich für meine Enkel. Aber wenn man sich darauf einlässt als Großeltern teil, das zu akzeptieren, dass das heutzutage so ist, kann man dann auch das beobachten und sehen, oh, das bringt den Kindern was, das bringt den Familien was. Und wenn die Qualität gut ist, ist das eine super Sache für die Familien. Und da können sich Großeltern auch im höheren Alter noch weiter entwickeln. Auf jeden Fall. Und da will ich aber auch nochmal gleich, was sie sagen, Herr Rögel lang, diese Frustrationstoleranz zum Beispiel, da möchte ich gar nicht so unbedingt mit meinen Kindern darüber diskutieren müssen. Ich finde das vielleicht ein Problem. Aber ich lebe vielleicht andere Werte oder ich lege Wert drauf, dass die mehr Frustrationstoleranz haben und erwärden, das können sie dann bei mir machen, indem ich nämlich ihre Wünsche einfach gar nicht erfülle. Fertig, Ohma macht das nicht und Ohma hat keine Lust. Und bei Ohma gibt's das nicht. Und wir nehmen Kindern auch die Chance. Unterschiedliche Lebenswirklichkeiten oder Werte kennen zu lernen, wenn wir da selber keine Unterschiede machen, sondern mein, wir müssen uns immer einig sein. Das sind die Schöne, dass sie das so selbstbewusst auftreten können. Das in unseren Tagesgeschäftschaulzeit leider ganz anders aus. Selbstlos ist das gar nicht. Das ist sehr selbstsüchtig, weil ich habe keine Lust, meinen Enkeln, jeden Wunsch vielleicht zu erfüllen und ich habe keine Lust mehr in Geschrei anzuhören, weil sie frustriert sind oder so. Ich sage, Ohma will das nicht und fertig. Und Kinder sollten das auch erleben können, dass Ohma das akzeptiert, ob er das andere und die Eltern eben wieder was andere macht. Und das ist übrigens auch ein ganz wichtiger Aspekt in der Bedürfnisorientierten Erziehung, dass Kinder auch lernen, dass nicht nur sie Bedürfnisse haben, sondern auch andere Menschen. Der kommt aber normalerweise nicht Grundhagesgeschäft. Ja, genau. Ich glaube eher, das Problem ist die praktische Umsetzung bei den Eltern heutzutage oder auch ein sehr falsches Verständnis von Bedürfnisorientierung genau, wie sie vorher gesagt haben. Man darf alles und es ist der Verwönererziehungstil. Das ist ja nämlich nicht so gemeint. Ja. Vorher und bei SVA-Kultur reden wir heute über das Thema Einsatz für die Enkel, was leisten Großeltern mit Alexandra Langmeier, schon je vom Deutschen Junge Institut, Mitchell, Leute Michael Beagle, von der Bundesinitiative Großeltern und mit dem Familientherapeuten Jochen Rögelein. Wie groß ist denn das Interesse der Enkel, Ohma und Opa nah beizuhaben? Also, grundsätzlich kann man sagen, dass die Enkel sehr zufrieden sind mit der Beziehung zu den Großeltern. Sie haben jetzt auch nicht so die allerängste Beziehung. Sie sind jetzt nicht unbedingt vielleicht in einer Krisensituation schon, aber so im Alltag kommt es auch sehr darauf an, wie alte Kinder sind. Die ganz kleinen können sich ja auch nicht selbst um die Beziehung kümmern. Wenn sie dann zum Grundschulalter sind, da können Großeltern schon eine wichtige Rolle spielen. Oder da ist es ja auch schon schön, bei denen zu sein, mal was zu dürfen, was tolles zu erleben. Wenn die Kinder dann älter werden im Jugendalter, da geht es um das Ablösen vom Elternhaus. Da löst man sich auch eher, vielleicht, weil sie immer von den Großeltern hingegen später, eben wenn man dann selbst Eltern wird, da werden Großeltern dann wieder wichtiger. Ja, so empfinde ich das auch, aber ich habe auch noch nicht drüber nachgedacht. Wie wertvoll wie wichtig bin ich für meine Enkel. Ich bin einfach die Ohma und das ist da, das ist gegeben und gesetzt. Und ich denke, das ist eine geswunder Einstellung. Da fällt mir aber eines ein. Vor kurzem gab es ein Interview mit einem bekannten Unternehmer hier in Baden-Württemberg. Der sagte, es gibt nichts schöneres für einen alten Menschen als Gebrauch zu werden. Da habe ich auch gedacht, wenn das jetzt die falschen in den falschen Hals kriegen, ja, dann meinen die, vielleicht tun sie einen Gefallen wie Kinder. Oder weiß, weiß ich, öffentliche Träger. Die denken dann auch, man tut den älteren Gefallen, wenn man sie einsetzt für die Betreuung oder auch. Wir müssen wichtig sein, es ist ein Druck auf Großeltern auch. Wir müssen wichtig sein für die Kinder. Ganz wahnsinnig wichtig und bloß alles richtig machen. Ja, ich hatte mir das auch anders vorgestellten. Bistchen so, dass ich ganz viel mit den Macher und Bastel und solche Sachen mache ich alles gerne. Aber inzwischen ist es so, ich habe keine Lust vorzulesen. Ich schwätz einfach nur mit den und hoffe. Ich hoffe, dass es schön ist für die und dass wir einander einfach viel erzählen. Da haben sie doch bestimmte Ideen davon, ob die das toll finden. Wenn sie da sind oder wer von denen eher nein oder wer von denen eher nicht oder wer gerade irgendwie öfter auf sie zukommt. Oder weiß ich nicht, die sollen das toll finden. Ich glaube, man muss ein bisschen was unterscheiden. Kinder zu beschäftigen ist das eine. Das ist für viele Großeltern und Eltern heute wahnsinnig wichtig. Ständig Kinder zu beschäftigen. Die dürfen sie ja auch nicht mehr langweilen. Das muss man aber unterscheiden von dem Aspekt des Älterwerdens. Ich glaube, dass das beim Älterwerden dieses Gebraucht werden ist von zentralem Lebensinhalt. Wenn man mal raus ist aus den typischen Rollen Kinder aufziehen, Haus abzahlen und berufliche Aufgaben zu erfüllen. Das hat was mit dem Lebenssinn zu tun. Wir wissen aus der Altersforschung, dass das ganz extrem wichtig ist, dass jemand auch selbstständig bleibt. Also das mit dem Gebraucht werden, das finde ich wichtig. Ich finde auch den Anspruch, den zum Beispiel Großeltern haben. Ich möchte gebraucht werden, das sagen uns tatsächlich auch viele Familientherapien, dass sie gebraucht werden wollen und dass sie sich deswegen zum Beispiel so engagieren. Sie haben aber manchen oder relativ oft dann doch Zweifel, ob sie gebraucht werden. Zum Beispiel, Frau Langemeier, sie haben das vorhin angesprochenes Problem mit der Mobilität. Das ist in der Großstadt wie München. Es ist ein wirkliches Problem. Die Großeltern sind mindestens 50 km in der Leyen entfernt. Bei binationalen Bikulturenpaaren oft auch transcontinental in irgendeiner Form. Die Frage, wie die Beziehung zwischen Enkeln und ihren Großeltern ist, übrigt sich dann auf der Art und Weise, weil diese Großeltern sind in der Regel. Besuchs Großeltern und wir hatten es jetzt vor kurzem in einem Fall eine nordafrikanische Familie, die in Deutschland inzwischen sozialisiert ist. Die Kinder sehen sich eindeutig als Deutsche. Da haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob französisch die Familiensprache sein soll, weil die Oma aus Nordafrika eben da war und nur französisch und arabisch gesprochen hat. Und die Sprache zwischen der Oma und den Enkeln nicht mehr möglich war. Und da ist dann in der Vermintherapie mit den Eltern in dem Elterncrushing erst mal klar geworden. Was ist denn eigentlich mit der verbindenen Sprache, die die Kinder ja auch in der Schule zum Beispiel haben, also in dem Fall französisch in diese Familie zur Zweitsprache zu machen? Das war dann quasi unser Lösungsansatz. Dass die Beziehung nach Nordafrika zu der Familie, wo ja auch die Eltern herkommen, aktiviert werden kann, und die Oma nicht mit zwei linken Händen, da steht dann, wenn die zu besuchen, sagt sie, was soll ich mit meinen Enkeln anfangen? Und besuchs Oma und besuchs Opas, das könnte doch aber auch funktionieren, wenn man sagt, die verbringen ganz viele Ferien bei ihnen. Das ist dann sehr intensiv, oder? Genau, das ich denke auch ist, nur weil man eine räumliche Distanz hat, heißt es ja nicht, dass man keinen guten Kontakt haben kann. Man muss ihn nur anders pflegen. Wenn man nah beinander wohnt, ganz spontan sagen kann, okay, wir gehen Kaffee trinken. Ist es so, dass Familien häufig dann vielleicht gemeinsam Urlaube planen? Das ist halt dann nicht der Alltag, der miteinander gelebt wird, sondern ganz bewusst gewählte gemeinsame Zeit, die auch sehr wertvoll sein kann. Und da eine gute Sache hat die Corona-Pandemie doch gehabt, auch insbesondere bei den Eltern, die haben auch diese digitalen Formate sehr stark kennengelernt. Und da hat sich in der einen oder anderen Familie doch auch was etabliert, dass man zum Beispiel eben die Roma mal über FaceTime anruft und einfach mal auch so blaudert oder gemeinsam sogar ein Spiel spielte. Da kann man gibt's ganz viele Varianten. Das ist ätersten toll. Es geht ja nicht nur um die Frage des Kontakts. Unsystemik geht es ja immer um die Frage der Beziehung und vor allem die Qualität der Beziehung. Das ist ja unser Kern, merk mal. In unserer Arbeit und wir schlagen zum Beispiel schon vor, diese modernen Techniken zu nutzen. Und den Bildschirm, das Tabler jeder hat, hat diese Bildschirm mit Zickfach daheim auf den Tisch zu stellen und abend zu essen. Genau, und da kann man wirklich Zeit, wenn und das funktioniert. Und da traurde man einfach so viel, wenn man zusammen am Kurs nutzen würde. Und gar nicht speziell ist irgendwie, sondern erzähl doch mal, wie war die Woche so, dass man auf eine ganz niedrigschwellige Art und Weise Beziehung pflegen kann. Kann ich noch mal kurz zurück, vielleicht auf diese binationalen, oder wenn man sehr weit voneinander wegbohnt, vielleicht in USA, New Zealand, was weiß ich, wo es überall noch Großeltern gibt, für mich sind es alles erst mal Chancen. Riesige Chancen für Kinder, noch eine Kultur kennenzulernen einzuhaben. Und ist nicht nur die Qualität der Beziehung. Da kann ich jetzt lange dran um machen, was das bedeutet. Aber es ist erst mal eine Grundhaltung. Die Grundhaltung kann ja sein. Mit der haben wir nicht zu tun, die ist weit weg, oder dass man das nicht pflegt. Die kann aber auch sein. Das ist deine Oma, da bin ich aufgewachsen. Da gibt es ganz viel, die ist und die kann was schreiben. Die haben was anderes Leben, was anderes zu essen. Eine andere Kulturantromusik, das kann ich dem Kind beibringen. Das kann die Oma oder der Opa dann machen. Und das finde ich eine Riesenchancer, die ich auch selbst erlebt habe. Und das will man ja auch jedem zugestehen. Ja. Es gibt ja Forscher, die sagen sogar nichts im Leben, macht glücklicher als Enkel zu bekommen. Das sei besser als eigene Kinder. Und wenn ich irgendein Klop zitieren darf, der hat gerade gesagt, das tollste Wasser in den letzten 30 Jahren erlebt hat, ist, dass er Opa ist. Also, es hat offensichtlich Auswirkungen auf. Das Wohlseinsgefühl, wie gut es angeht, auf die Gesundheit. Man weiß auch umgekehrt, dass die Enkel weniger Probleme in der Schule haben. Weniger psychische Auffälligkeiten, wenn noch jemand aus der Familie da ist, wie ein Oma und Opa, der unterstützen, vielleicht auch emotional, unterstützen zur Verfügung steht. Haben Sie noch mehr Vorteile, die in einen Fall sind? Wenn es darum geht, wie Großeltern und Enkel voneinander profitieren. Genau, da zeigt die Forschungslage einiges. Es gibt Studien, die sehen zum Beispiel, wenn Großeltern in die Enkelkinderbetreuung eingebunden sind oder auch in Kontakt haben zu den Enkeln. Es ist zum Beispiel der Übergang ins Rentenalter einfacher, weil man eben diese Aufgabe hat. Aber auch eben, es hält fit, mit den Enkeln Zeit zu verbringen. Es ist auch so für geistige Sachen. Dements sei weniger, habe ich in Studien gelesen. Aber sogar bis hin zu höherer Lebenserwartungen. Aber es muss gar nicht unbedingt zu dieses Zeit miteinander. Oder weil sie vorgesagt haben, man überlegt sich vor, was will ich meinen Enkeln vermitteln. Das muss es gar nicht unbedingt sein. Sondern ich denke, im Plizit bringt man ja auch da ganz viel mit an seinen Werten, die man den Enkeln mitgibt, was wiederum den Kindern was bringt, einerseits eben über früherer Zeiten, was zu erfahren und sei es nur, wie war es früher ohne Handy. Das ist ja für die schon super spannend, das einfach zu erleben. Aber auch der Austausch mit einer anderen Generation. Das bieten Großeltern ja auch. Einfach zu sehen, wie wird jemand älter, das zu beobachten? Heutzutage gibt es auch viele Kinder, die uhr Großeltern haben. Die sind dann ja wirklich alt. Das zu sehen, wie geht es einem da in dieser Lebensphase? Und das ist für Kinder schon auch wichtig oder auch ein interessanter Aspekt. Und auch ich denke auf unsere Gesellschaft ganz wichtig, weil es sehr wenige Orte gibt, wo Generationen miteinander in den Austausch kommen. Und da ist einfach innerhalb der Familie sehr viel möglich. Und es ist auch wichtig Einblicke in die Familiengeschichte zu geben und zu kriegen? Auf jeden Fall. Also Systemiker macht mir viel so Aufstellungsarbeiten. Biografiearbeiten in jedwieder Form. Genogramm arbeiten, nennen wir das auch. Und tatsächlich zeigt sich in den Familientherapien mit der wachsenen Kindern. Das bei uns sehr stark zugenommen hat. Auch andere Praxen sind richtig voll damit. Das hat zur Seite Pandemie zugenommen. Diese Konflikte, die dann auch zwischen Eltern und den zukünftigen Großeltern auftreten. Wenn zum Beispiel die nächste Generation unterwegs ist. Das ist so meistens der Auslöser bei uns in Termin auszumachen, in die Praxis zu kommen oder auch in Online-Termin auszumachen. Immer mit der Begründung alte, ungelöste Konflikte würden auftreten. Und dann sind häufig solche Vorstellungen. Wir wurden nicht geliebt genug. Es sind komische Kommunikationsprobleme. Uralte Streitereien, die immer wieder hochkommen. Und tatsächlich zeigt sich das dann, wenn die nächste Generation da ist. Also wieder mit Kinderbetreuung. Und was wir mit dem vermitteln und so weiter. Man kriegt schon einen intensiven Einblick in das, was da wirklich auch in Konfliktlinien läuft. Und eine, unsere Arbeit. Ich habe mir aufgrund dieses Arbeitens eben auch angewöhnt, auch über Geschichte der Familie zu reden. Also die Eltern, Großeltern zum Beispiel. Dann die zukünftigen Großeltern auch zu Interviewen. Wie waren das damals in deiner Kindheit? Hast du deinen erwachsen Kindern ein jemals von deiner Kindheit erzählt? Indem mal gezeigt, wo die Schulhaus war. Wie war denn das eigentlich? Was ist denn so? Und da gibt's wirklich aus unserer Tagkläge. Ich brauche jetzt eindrucksvolle Beispiele, wo man wirklich als Außenschähen da staunt, dass in Familien so wenig erzählt wird. Es gibt so ein Verlust an Erzählkultur irgendwie. Das ist alles nur noch mit Gegenwart und Alltag und so weiter und Alltagsbewerkstädigung und Planung für den nächsten Wochenende und so weiter. Dass ihr überhaupt gar kein Raum mehr entsteht. Auch mal darüber zu reden. Wie war denn das Leben zum Beispiel in der DDR? Oder in den 70er Jahren ohne Telefon? Aber ich dachte, wir sind eigentlich besser geworden in der Kommunikation miteinander in Vergleich zu früheren Generationen, wo gar nicht geredet wurde. Im Jetz und gleich, vielleicht schon, man schaut auch eher so, wie geht's einem? Wie geht's mir selber da? Bist du in der Stadt wie du bist? Genau. Aber diesen zurückblick. Und das finde ich auch spannend, dass sie das so sagen. Weil man auch, eben, es gibt ganz, auch wenn sie viele Familien in ihrer Praxis sehen, ganz viele gibt's ja nicht. Und ich denke, auch da gibt's ganz, ganz eine große Zahl. Also, was die fehlt. Was die Generationen übergreifende Kommunikation betrifft, finde ich das auch sehr spannend. Wie man miteinander redet zum Beispiel, hörte man, also ich hab sehr viel gehört als Kind aus mir es auch was geworden. Oder viele sagen, ja, hat's auch nicht geschadet. Oder dafür hätten wir Schläge bekommen. Ja, ja, genau. Ich hatte nur Eindleid für Sonntags und guck mal, was du alles hast. Und beim Essen durften wir nicht aufstehen. Und das bringt uns nicht weiß, oder? Und wir mussten still sitzen. Manchmal möchte ich das ehrlich gesagt auch sagen, tue ich aber nicht, hoffe ich. Ja, was wäre denn das richtige zu sagen? Ja, ich hab mir da was überlegt. Ich hatte so, so man Vortrag gemacht und dann hab ich einen Bibelspruch gefunden. Prüft alles und behalte das Gute. Und wenn man sich das mal so eingebtselbar, dann kann man da anders kommunizieren. Man kann dann auch mal sagen, nicht ich musste mal still sitzen, sondern kann sagen, oh, das war früher schwer, weil wir immer still sitzen mussten. Und dann hat man auch gleich schon Gespräch. Und das gilt natürlich auch für die anderen Themen, die man da schon hat. Wir mussten ein Teller leer essen. Und dann kann man sagen, oh, ich hab das und das nicht gern gegessen und muss das immer. Das war nicht gut. Was möchtest du denn am liebsten? Man kann dort ganz anders dann in so ein Gespräch gehen, wenn wir uns selbst da ein bisschen zurücknehmen und diesen Spruch voran stellen, dass wir einfach nicht sagen, weil es hört sich einfach für andere so an oder für viele jüngere. Früher war alles besser. Da hört man ja, ja, früher war alles besser. Nein, das wollen wir ja nicht. Es war anders. Und das kann man eben auch sagen. Und das finde ich für Kinder spannend. Und ich denke, so geben wir denen auch sehr viele mit. Auch, dass man eben kompromissischließen muss, dass man auch selber als älterer Mensch auch noch lernt. Und dass man es gerne macht gemeinsam mit den Kindern. Also Kommunikation ist wichtig. Offenheit, Austausch miteinander. Das klappt ja nicht in jedem Fall. Also manchmal geht es bis zu dem Extrem hin. Dass es gar kein Kontakt mehr gibt zu den Großeltern. Kontakt abgebrochen wird nach Meinungsverschiedenheiten, nach Trennung. Da ist die Bundesinitiative Großeltern von Trennung und Scheidung betroffener Kinder und anderen Familienkonflikten dann im Einsatz. Wie oft kommt denn sowas vor, Frau Michel-Biedel? Also, ich habe jetzt leider keine Statistiken zur Verfügung. Und ich denke, die können auch gar nicht so richtig sein. Denn ich fahre neben dem, was ich so beruflich mache oder eben in dem Verein auch noch privat ständig irgendwelche Sachen. Man lernt Leute irgendwo kennen im Zug oder sonst wo. fragt nach Kindern, ja, wir haben aber keinen Kontakt mehr. Das hör ich sehr oft. Das hör ich zu oft. Und das macht mich dann schon ein bisschen traurig. Obwohl wir wissen, also Großeltern haben zum Beispiel auch ein eigenes Recht auf Umgang mit den Kindern. Wenn es dem Kind es wohl dient und da möchten wir als Bundesinitiative auch erreichen, dass es umgekehrt ist, dass vorausgesetzt wird, so wie wir es ja jetzt auch gehört haben, dass die Großeltern gut für die Kinder und wichtig für die Kinder sind, dass das einfach mal vorausgesetzt wird. Also grundsätzlich das. Und es hießet dann wer Kontakt einschränkt muss, begründen warum. Oder wer schwere Vorbürfe erhebt, muss sie belegen, dass es nicht so leicht ist, die Großeltern aus einem Familienfeld zu schießen. Und dann haben sie nur noch die Hand habe vor Gericht zu gehen, wenn die Eltern. Ja, das geht leider auch noch nicht so gut, weil es auch bei Gericht natürlich nicht gut ankommt. Wenn es auch noch jetzt kommt, aber wir haben diese Gesetze. Und das finde ich auch ganz wichtig, dass wir wirklich in der Reform des Kindschafts rechts, die jetzt anlegt, auch die Großeltern ein bisschen mehr mit einbeziehen und auch deren Ressourcen sehen. Aber auch, wie wir ja von Herrn Röggelang gehört haben, es gibt ja Möglichkeiten darüber zu sprechen und dass man auch die Kompromisse eingehen kann, dass man das auch als Großeltern lernt. Das ist schwer, aber man kann es auch. Wenn wir uns anschauen, dass wir allein beim Familiengerichten München über 5.000 Sorgerichtstreitigkeiten jedes Jahr haben, nur im Stadtgebiet München, wenn man das hochrechnet, auf 84 Millionen Volk. Und wenn man sich diese Streitigkeiten mit Jugendämtern anschaut, verfahrensbeiständen und all diese Streitereien, dann freuen sich die Familiengerichte sicherlich natürlich über noch mehr Streitereien zum Beispiel auch mit den Großeltern. Die rechtliche Seite ist immer die eine Seite. Die andere Seite ist diese hohe Emotionalität, die mit Familienpartnerschaft und vor allem mit Trennung ergeht. Wir machen ja zum Beispiel sehr viele Trennungsbegleitungen, und dass sie einen Blick bekommen für die Zukunft. Zum Beispiel eben auch, was ist das Würding gegenüber den Großeltern dieser Kinder? Und wie wird man nach einer Trennung, die sie Großeltern einbinden? Ich sehe das als meine Aufgabe. Als systemischer Familienrepoid auch einen Blick nach vorne zu richten, um zum Beispiel dafür zu sorgen, oder mein Beitrag auch zu leisten, dass diese Familien nicht vor dem Familiengericht landen und eine Streitereien nach der anderen. Dort weil was soll denn eine Familienrichterin oder Richter eigentlich am Ende des Tages entscheiden? Sie kriegen viel zu tun dem Nächsterurgelein. Das ist voll. Ja, und sie und ihre Kolleginnen und Kollegen. Aber lassen Sie uns noch mal darüber reden, wenn wir jetzt gesagt haben, dass Großeltern grundsätzlich eigentlich wichtig sind für das Wohl der Kinder, der Enkelkinder. Wie ist es denn dann mit Leihomas oder Wunsch Großeltern könnten, die überhaupt echte Großeltern ersetzen? Also ich war zum Beispiel ganz begeistert. Das gab es damals, da wo ich jetzt wohne. Da hatten sie Leihomas, das hat die Volkshochschule organisiert. Ich fand das eine super Idee, weil wir selbst nach unserem Auslandsaufenthalt in einem Gegend gezogen sind, wo es nicht so verfügbar war. Aber das hat sehr viele Haken gehabt. Vielleicht war man nicht richtig darauf vorbereitet. Es ist auch eine Weile her. Man kann es ja immer mal wieder versuchen. Das wurde eingestellt, weil zum Beispiel viele ältere Leute sich ausgenutzt fühlten. Die sollten dann eben einspringen, da auf die Kinder aufpassen, während ich arbeiten kann. Oder sonst was mache. Da hat man dann sehr eine Auge gehabt, was die Mütter oder Väter werden. Derzeit machen, wo fremde Leute auf ihre Kinder aufpassen. Und man macht es ja ehrenamtlich. Das war nicht so gut. Aber ich würde mich auf eine Wiedervorlage freuen, was das betrifft. Da kann man sich ja noch ein bisschen was machen. Das muss natürlich klare Spielregeln haben. Und wenn wir da so einen riesen Regelwerk wieder dabei haben, dann ist mir das auch wieder zu institutionell. Es soll ja doch auch was mitgefühl zu tun haben. Trotzdem ist es wahrscheinlich wichtig, über Spielregeln zu reden, unter welchen Spielregeln oder Bedingungen würde so was funktionieren, so ähnlich wie echte Großeltern, mit den Leih- oder Wunsch-Grosseltern. Was würden Sie sagen, Frau Langemaier? Auf alle Fälle ist auch hier Kommunikation ganz, ganz wichtig. Gerade eben die unterschiedlichen Erwartungen, eben seitens der Eltern, seitens der Großeltern, was bin ich bereit zu bieten? Was möchte ich aber haben? Das muss gar nicht in einem Vertrag oder so was nicht da geschrieben werden. Da muss man sich einfach mal antisch setzen. Und es gilt aber für alle, das gilt auch sagen, am besten für werdende Eltern und ihre Eltern am Übergang zu Großeltern schafft, dass man sich am Tisch sitzt und darüber spricht, was erwarte ich eigentlich. Und das denke ich, ist zentral. Der Schweizer Sozialoge, François Höpflinger, sagt die Rolle von Oma und Opa. Das ist die letzte unangefochene Familienrolle, die es gibt. Was bedeutet das für Oma und Opa, die jetzt noch da sind? Die Aussage stimmt schon mal überhaupt gar nicht. Muss ich ganz ehrlich sagen, das ist für mich immer so eine Art Sozialromantik, wenn ich solche Sprüche her, das geht überhaupt gar nicht. Das sage ich jetzt einfach mal Klippung klar, weil das einfach nichts mit unseren Tagesgeschätzt zu tun hat. Die Großelternrolle wird heute so derartig in Frage gestellt, ständig und überall und man hat so überhaupt keine Vorschlung davon, was eigentlich das miteinander in der Familie sein kann. Wir stellen auch in die Frage, wie könnte Familie sein, obwohl alle Erwachsen geworden sind? Also, das ist doch die eigentlich spannende Frage. Und nicht neue Selbstoptimierung oder neue romantische Formen. Wir sind zu raus zuhause, sage ich jetzt mal. Nikt das auch daran, dass die Generationen Grenzen aufweichen? Ja, natürlich und auch daran, dass wir ja auch, ich habe auch einen ganzen Hoffen Großeltern, die getrennt sind mit einer neuen Beziehung, neue Partnerschaft. Oder dass da in einer Familie plötzlich hier drei oder vier Großeltern und Paare sind und so weiter. Da wird ja auch alles wieder neu gemischt. Und deswegen kann man das auch, da muss man auch pragmatisch sein. Man kann es nicht einfach so romantisieren. Das ist sicher manchmal. Gibt es solche Fälle, wo man schön romantische Momente hat. Und das herrlich ist und man einen solchen Satz auch gerne voran stellt. Aber damit kann man es nicht belassen, weil es gibt zu viele unterschiedliche Lebensweisen und Welten. Ja. Würden Sie sagen, Großmütter und Großfäter haben ihren Familien, ihren Nachkommen gegenüber so was wie eine Pflicht oder wie eine Verantwortung, dass sie sich in irgendeiner Form einbringen? Ich denke, alle Generationen haben eine Verantwortung miteinander für einander da zu sein und hören an der Einzustehen. Ja. Passt aber nicht in unser individuellistisches Gesellschaftskonzept? Richtig. Und da erfahre ich auch sehr oft, wenn ich dann solche Sachen sage und betone mitte Pflicht und Verantwortung. Aber man ließ das ja auch ständig in bestimmten Gruppen endlich. So und so alt muss keine Kompromisse mehr schließen. Und jetzt kommt mein Leben, jetzt kommt ich dran und so was. Halt ich für sehr gefährlich für eine Gesellschaft. Also findest du sie nicht in Ordnung, wenn das Oma ein Opaß machen? Doch, das finde ich auf alle Fälle wichtig. Jeder sollte auch aus sich selber kochen. Selbstbestimmung ist ganz wichtig. Das ist für alle, für Eltern, für Kinder, jeder soll gucken. Wie geht es mir dabei in dieser Rolle? Weil wenn ich keine glückliche Oma bin, dann ist das auch für die Enkel und für niemanden bereichern. Wenn ich da grandig reingehe. Und Pflicht sollte ja nicht mit Zwang verwechselt werden, sondern ich fühle mich verpflichtet, diesen Eltern diese Kinder was zu geben oder die zu unterstützen. Es geht um die innere Motivation für das. Sobald die Verpflichtung zum Zwang wird, wird es halt schwierig, weil das hat halt kein großen Anschluss mehr. In unserer Generation war das anders. Da hat man seine Füße und den Tisch gestellt und die Klappe zu erhalten. Da war auch nicht jeder gemacht. Da gab es ein Rebellion, das immer schon sozusagen. Ich finde, dass man endlich an sich denkt. Das ist schönst und dann wird es erst schön, wenn ich dann eine intrinsische Motivation habe, Verantwortung zu übernehmen für meine Ente und die Familie. Die Chemie beklärt es sozusagen auch. Genau, absolut. Einsatz für die Enkel, was leisten Großeltern? Darum ging es heute im Forum bei SWR Kultur mit der Pedagogen- und Psychologin Dr. Alexandra Lange-Meier-Tonji von Deutschen, Jugendinstitut. Der Erziehungswissenschaftlerin Dr. Schallute-Michel Bibel von der Bundesinitiative Großeltern und auch in Rögelein. Systemischer Familientherapeut mit Praxis in München. Mein Name ist Mary und Teils. Danke Ihnen fürs Mitreden und danke fürs zuhören.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Großeltern spielen eine entscheidende Rolle in der Familienbetreuung, insbesondere in Ferien oder bei Krankheiten, und sind eine wichtige Ressource für junge Eltern.
  2. Die Beziehung zwischen Großeltern und Enkeln ist heute komplexer und vielfältiger, geprägt durch Mobilität, unterschiedliche Lebenswelt und wachsende Wertsichtungen.
  3. Die traditionelle Rolle der Großeltern als „Verwöhnoma“ wird zunehmend kritisiert; stattdessen wird betont, dass eine gegenseitige Wertschätzung und Verständnis für unterschiedliche Erziehungswerte notwendig sind.
  4. Viele Großeltern leiden unter dem Druck, als „gebraucht“ zu werden, und haben Zweifel, ob sie wertvoll für ihre Enkel sind, was zu psychischen Belastungen führen kann.
  5. Die Forschung zeigt, dass Großeltern nicht nur den Enkeln, sondern auch selbst gesundheitliche, geistige und emotionale Vorteile bieten – insbesondere durch den Austausch über Generationen.
  6. Kontakt wird durch digitale Technologien und gezielte Pläne wie gemeinsame Urlaube oder regelmäßige Gespräche gestärkt, auch bei räumlicher Entfernung.
  7. Es gibt gravierende Familienkonflikte, insbesondere bei Scheidung oder Trennung, bei denen Großeltern ausgeschlossen werden, was die Bundesinitiative Großeltern konsequent bekämpft.
  8. Großeltern sind ein wertvoller sozialer Faktor – mit einem Schätzwert von 16 bis 18 Milliarden Euro jährlich – und bieten eine wertvolle, emotionale und kulturelle Stabilität in der Familie.

Summary:

Großeltern sind heute eine wesentliche Ressource für deutsche Familien, besonders im Bereich der Kinderbetreuung, bei Krankheitsfällen oder Ferien. Mit durchschnittlich 456 Stunden pro Jahr betreuen sie ihre Enkel, was besonders in Zeiten hoher Beschäftigungsquoten von Eltern von Bedeutung ist. Trotzdem ist der Kontakt oft eingeschränkt durch Mobilität, Distanz oder familiäre Konflikte.

Die Rolle der Großeltern wird zunehmend kritisch diskutiert: Traditionelle Vorstellungen von „Verwöhnung“ oder „Pflicht“ werden durch moderne Erziehungswerte und individuelle Lebensstile ersetzt. Stattdessen wird betont, dass gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung und gemeinsame Diskussionen über Erziehung, Werte und Lebensgeschichten entscheidend sind. Die Forschung zeigt, dass Großeltern nicht nur den Enkeln helfen, sondern selbst gesundheitlich und psychisch von Vorteil sind.

Digitale Tools und geplante gemeinsame Zeit wie Urlaube oder regelmäßige Gespräche fördern den Kontakt. Auch bei familienrechtlichen Konflikten wie Trennungen ist die Rolle der Großeltern von großer Bedeutung – sie sollen nicht ausgeschlossen werden, sondern respektiert und in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Die Bundesinitiative Großeltern und Fachkräfte wie Familientherapeuten betonen, dass die Beziehung zu Großeltern eine wichtige Quelle für emotionale Stabilität, Lebenserfahrung und intergenerationale Kommunikation ist.

Die Werte, die Großeltern mitgeben – wie Erzählkultur, Erinnerungen an die Vergangenheit oder die Erfahrung des Alters – sind für Kinder und die gesamte Familie wertvoll, und es ist entscheidend, dass diese Beziehungen nicht nur auf Druck, sondern auf gegenseitige Verantwortung und intrinsische Motivation aufgebaut werden.

FAQs

Großeltern und Enkel profitieren durch engere Beziehungen, wobei Großeltern geistige und emotionale Unterstützung erhalten und die Enkel durch Erfahrungen aus vergangenen Zeiten und kulturelle Erzählungen bereichert werden.

Großeltern spielen eine wichtige Rolle in der Familienbetreuung, insbesondere in Ferien oder wenn Kinder krank sind, da sie oft spontan einspringen und die Kinder betreuen können.

Der Kontakt ist wichtig, weil Großeltern und Enkel heute bis zu 25 bis 30 Jahre lang gemeinsam leben, was zu stärkeren, persönlichen Beziehungen und emotionaler Bindung führt.

Großeltern und Eltern sollten sich über Erziehungsziele austauschen, um gemeinsam zu entwickeln, wie z. B. Frustrationstoleranz oder Warten gelernt werden können, was zu einer konsistenten Erziehung führt.

Ein Problem ist, dass manche Großeltern aus familiären oder persönlichen Gründen keinen Kontakt mehr haben, z. B. nach Trennung oder Meinungsverschiedenheiten, was zu emotionalen Verlusten führt.

Großeltern können als Berater eine wichtige Rolle spielen, indem sie über die Geschichte ihrer Zeit erzählen und den Enkeln helfen, eine kritische Perspektive auf die Welt und die eigenen Werte zu entwickeln.

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