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Einigkeit und Recht und Freiheit

28m 51s

Einigkeit und Recht und Freiheit

In dieser Folge des Podcasts „Gedichte aus der Geschichte“ besprechen die Gastgeberinnen das „Lied der Deutschen“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahr 1841. Das Lied entstand vor dem Hintergrund der Rheinkrise, in der Frankreich den Rhein als natürliche Grenze beanspruchte, sowie der Hannoverschen Verfassungskrise. Diese Ereignisse stärkten den nationalen Liberalismus im Deutschen Bund, der aus souveränen Fürstentümern bestand und noch kein Nationalstaat war. Hoffmann schrieb das Lied auf der Insel Helgoland und vertonte es mit der Melodie von Haydns Kaiserhymne. Die erste Strophe betont den brüderlichen Zusammenhalt der deutschen Staaten und grenzt das Gebiet durch die Flüsse Maas, Memel, Etsch und Belt ein, was expansive Absichten ausschließt. Die zweite Strophe preist „deutsche Frauen, deutsche Treue, deutschen Wein und deutschen Sang“ als Qualitätsmerkmale, inspiriert von Walther von der Vogelweide. Die dritte Strophe fordert „Einigkeit und Recht und Freiheit“ als Grundlage des Glücks. Die Interpretation des Liedes ist vielfältig: Es kann national-liberal als Aufruf zur Einheit oder national-chauvinistisch als Überlegenheitsanspruch gedeutet werden. Die häufige Wiederholung des Wortes „deutsch“ und die eingängige Form machen es sangbar. Die Rezeptionsgeschichte, insbesondere die spätere Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten, wird in der nächsten Folge behandelt.

Transcription

4146 Words, 27367 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zur 13. Folge von Gedichte aus der Geschichte "Mein Name ist Franziska" und "Mein Name Sophie". Wir sind zwei Lehrerin für die Fächer Deutsch und Geschichte und Monat für Monat erzähl ich meiner Schwester etwas über ein Gedicht und seinen historischen Kontext. Falls wir heute etwas anders klingen, liegt das daran, dass ihr bei den Umziehen mussten und jetzt nicht mehr in meinem kleinen Arbeitszimmer, sondern in so viel riesigen Arbeitszimmer aufnehmen. Weißt du noch, worum ist in der letzten Folge gegen Sophie? Du hast ja gerade gesagt, wir sind vor Kurzem beide umgezogen. Das Hai ist, unsere letzte Folge ist tatsächlich schon etwas länger her für mich als vielleicht für die Hörerin und Hörer. Und deswegen weiß ich es noch nicht mal mehr, es ist schon so lange her. Dann hebe ich dir kurz auf die Sprünge und zwar ging es um Friedrich den großen und Friedrich Rückhandsgedicht, aber ross er. Ja, doch jetzt klingelt es wieder. Und heute knüpfen wir so ein bisschen inhaltlich daran an. Vielleicht, der innerste dich, ich hatte bei Insta eine kleine Umfrage gestartet, ob sich unsere Hörer in eher bekannt oder unbekannte Gedichte wünschen und tatsächlich kann man raus, dass etwa die eine hälfte, das eine und die andere das andere bevorzu. Ja, so wie es immer ist, ne? Aber weil du ja angerigt hattest, dass es nicht schlecht sei, etwas bekannterer Gedichte zu beleuchten als es vielleicht sonst tun. Damit man die Podcastfolgen möglicherweise besser im Unterricht einsetzen kann, kommen wir heute zu einem Gedicht im weitesten Sinne, dass alle zu Hörer innen kennen. Möchtest du einen Tipp abgeben? Der Zauberlärling. Gute. Gute kennen viele. Also, warum nicht? Ja, es ist leider nicht gute. Wir kommen bestimmt nochmal irgendwann zu Gute. Ja, okay, das heißt, es ist auch nicht der Errkönig, was meine zweite Vermutung gewesen wäre. Wir sprechen heute über das Lied der Deutschen oder auch, okay, ja, alles klar. Weißt du, aus welchem Jahr stammt? Nein, da müsste ich jetzt raten. Okay, 1841. Verfasst wurde es von August Heinrich Hoffmann, besser bekannt als Hoffmann von Verlassleben, der ja auch in unserer letzten Folge Erwähnung fand. Das Lied wird auf die Melodie der Kaiserhymne Gott erhalten Franz den Kaiser von Josef Heiden aus dem Jahr 1797 gesungen. Diese Folge wird der erste Teil einer Doppelfolger. Heute beschäftigen wir uns wie immer mit dem historischen Kontext und dem Lied Text selbst. Nächsten Monat mit der Rezeptionsgeschichte des Textes und am Gedicht, welches sich explizit auf das Deutschland Lied bezieht. Zunächst möchte ich dich wie immer bitten, so viel den Text einmal fortzulesen. Das sollte ja diesmal recht unprumppt bemerks sein. Ich kann es ja mal auswendig versuchen. Nee, lieber nicht. Das Lied der Deutschen. Deutschland Deutschland über alles, über alles in der Welt. Wenn es stets zu Schutz und Trutze brüderlich zusammenhält. Von der Maß bis an die Mehmel, von der Etch bis an den Welt. Deutsche Frauen, Deutsche Treue, Deutsche Wein und Deutsche Sangen. Sollen in der Welt behalten, ihren alten schönen Klang. Uns zu Edelertat begeistern, unser ganzes Leben lang. Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland. Danach lasst uns alles streben, brüderlich mit Herz und Hand. Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes unterfand. Blühe im Glanz dieses Glückes, Blue deutsches Vaterland. Ja, ich danke dir so viel, dass ich es wahrscheinlich nicht schneiden muss. Ja, das ist ja aber auch vielleicht jetzt mal, um hier die Landse für mich zu brechen. Auch nicht immer ganz einfach gewesen, was du dir ausgesucht hast. Nein, nein, hast du recht. Okay, ja, dieses Lied ist natürlich offensichtlich ein sehr patriotisches und entstand in einer Zeit, in welcher der Deutsche Patriotismus durch die Reinkrise von 1841 befeuert wurde. 1840 befinden wir uns ja in der Zeit des Deutschen Bundes. Der Deutsche Bund ist kein Nationalstaat, sondern ein Bündnissovereiner fürsten Tümer und freier Städte, inklusive Preußen und Österreichs. Er umfasste in etwa das Gebiet des Heiligen römischen Reichesdeutscher Nationen. Sein Zweck war die Erhaltung der äußeren und inneren Sicherheit und Unverletzlichkeit der einzelnen deutschen Staaten. Die beiden Deutschen Großmächte, Preußen und Österreich versuchten jedoch stets unter vorm aller Aufrechterhaltung der bündischen Beschaffenheit, die institutionellen Strukturen zu ihren Gunsten zu verändern. Preußen und Österreich waren nach wie vor konservativ monarchistisch geprägt. Viele andere kleinere Mitglieder waren konstitutionell. Das heißt, sie hatten eine nach damaligen Maßstäben-Moderne Verfassung. Das ist insofern wichtig im Rahmen der Rheinkrise, als dass sie quasi ein Element im Geflecht verschiedener Krisen Mitte des 19. Jahrhunderts war, so auch der Hanoverstchen Verfassungskrise. Das Königreich Hanover bekam 1833 durch Wilhelm IV. oder William Beforf, der von 1830 bis 1837 kündigte zwar einigsten Königreichs von Großbritannien und Irland, sowie in Personalunion kündig von Hanover war eine neue Verfassung. Durch die Unterschiede im Erdrechst in Großbritannien und Hanover bestieg 1837 Queen Victoria in Großbritannien und ihr Onkel Ernst August in Hanover den Ton, der die Hanoverstchen Verfassung wieder auffob. Dies würde natürlich zu heftigen Protesten. Prominentes des Beispiels sind da, denke ich, die Göttinge 7. Aber auch die konstitutionellen Staaten wie Englert und Frankreich, kritisierten Ernst August Scharf. Obwohl Artikel 13 der Bundestag von 1815, welche die politischen Rahmenbedingungen für den Deutschen Bund festlegte, dessen Staaten zwar grundsätzlich verpflichtete Verfassung einzuführen, ging der Bund nicht gegen Hanover vor, das keine klare Verfahrensweise gab und das auch nicht im Interesse österreichs oder Päusenslag. Die Hanoversteverfassungskrise stellte jedoch einen wichtigen Katerlisator für den nationalen Liberalismus in Deutschland da. Hoffmann, der Sandotschland liet in den Semesterferien des Sommers 1841 auf der damals noch britischen Insel Heggoland schrieb, knüpfte dort auch Kontakte zu Hanoverstchen liberalen. Ebenso hatte die Rheinkrise ein anteil am erstaaten des nationalen Liberalismus. Dieses steht in Engl Zusammenhang mit der Orientkrise. Das osmanische Reich war durch den griechischen Unabhängigkeitskrieg geschwächt, was Frankreich dazu ausnutzte, 1830 Algerien zu besetzen und der ägyptische Stadtteilter Mechmann-Ali im darauffolgenden Jahr Syrien und Palestina. 1838 begann Druppen des osmanischen Reichs mit dem Versuch Mechmann-Ali aus Syrien zu vertreiben. Der Krieg änderte jedoch mit der Kapitulation der osmanischen Flotte. Da sie das Machtgleichgewicht im Nahen Osten gefährdet sahen, mischten sich nun auch die europäischen Mächte ein. Großbritannien und Russland unterstützen dabei den osmanischen Soldan. Frankreich hingegen Mechmann-Ali in der Hoffnung den eigenen Machtbereich zu erweitern und so von impolitischen Problemen ablegnen zu können. Jedoch eigentlichen sich im Londoner Vertrag vom 15. Juli 1840, Großbritannien-Russland österreich und Preußen darauf, dass Mechmann-Ali in Nordsyrien und weitere Gebiete zurückgeben müsse. Dafür erhielt er die erbliche Herrschaft über Ägypten. Seine Dünnastie hielt sich übrigens bis 1953 anermacht. Das war natürlich ein herber Schlag für Frankreichs, das nun diplomatisch isoliert darstand. Man sprach von einem diplomatischen Wartalo, weil es also nicht weiter auf die Ausdehnung seines Machtbereichs in Nordafrika spekulieren konnte, wurden in der französischen Öffentlichkeit stimmen laut, den reinen als sogenannte "natürliche Grenze-Frangkreis" zu etablieren. Die Presse stellt es halt so da, als warte Deutschland nur auf einen eingreifen Frankreichs, um von seinen des potischen Kleinhärschern wie im Ernst August befreit zu werden. Ministerpräsident Adolf Kier ließ daraufhin am 5. August 1840 Reservisten einbrufen, nam eine Staatsanleihe zur Rüstungszwecken auf und sorgte für die Befestigung Paris. Das Ganze war jedoch eher eine Drogeberde und Frankreichs, als ich nicht in der Lage ein Krieg gegen den Deutschen Bund zu gewinnen, weil es ihm auch keine Verbündeten dafür hatte. So tratier schließlich zurück und könne ich Louis Philippe I setze den gemäßigst ihren Ronsor Grisot ein, was die Reinkrise beendete. Im Deutschen Bund stärkte diese Drohung Frankreichs das Nationalgefühl natürlich enorm. 1841 entstanden zahlreiche Reinlieder. Eines der ersten war der Deutsche Rein von Nikolaus Becker, das am 1849 in der trierischen Zeitung publiziert wurde. Hier nur einmal die ersten beiden Strofen. Sie sollen ihn nicht haben in den freien Deutschen rein, ob sie wie gierige Raben sich heiser danach schreien. So lang ergründ weilen sein grünes Kleid noch trägt, so lang ein Ruderschallend in seine Wogen schlägt. Dabei wird zu Beginn jeder ungeraden Strofe der Fers, sie sollen ihn nicht haben wiederholt und in den geraden Strofen finden wir die einer versolang. Das verleiht dem Text natürlich viel Nachdruck und drückt ihnen die Nähe eines Kampfliedes. Das Lied verbreitet sich rasend schnell. Dem Auto wurde sogar von Friedrich Wilhelm den Vierten von Preuzen an Jurasch die Pendium angeboten, welches Becker aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht wahrnehmen konnte. Von Geocareweg stammt das im Oktober 1840 verfasste Reinwein-Lied, welches tatsächlich von Franz Liszt vertont wurde, hier immer die erste Strophe. Wo soll ich ein Feuer noch gedeid und soll ich ein Wein noch flammspielt? Da lassen wir in Ewigkeit uns nimmer mehr vertreiben. Sturz an, sturz an, der rein und wär's nur um den Wein, der rein soll deutsch verbleiben. Es ist also ein neutig ein Trinklied und man weiß ja, Tschüss, ciao! Wenn Leute genug zu saufen haben, grönen sie alles mögliche am Ende mit. Ein Lied von dem ich weiß, dass das auch im Unterricht einsetzt ist, natürlich die Wacht am rein. Ernstmack Schneckenburger gab ihm zunächst den Titel reinwache. Der wurde dann aber durch Johann Jakob Mende, der es als erster Vertonte in die Wacht am reingeändert. 1853 erhielt es eine neue Melodie durch Karl Wilhelm und habe ich da es fortangezogen wurde. Auch hier einmal der Beginn des Lides. Es brausst ein Ruf wie Donnerschlag, wie Schwertgekle und Wogenprall zum Reihen, zum Reihen, zum deutschen Reihen. Wer will das Stromesüter sein? Liebfahrter Land magst ruhig sein, fest steht und treu die Wacht, die Wacht am rein. Mir übrigens gerade eine Klausur geschrieben übertauben beim Gras und da kommt auch eine Stelle vor, wo die Wachtnum reinzitiert wird. Aber egal. Das ist natürlich ein sehr midreisender vor Partors Strottender Text, der ab 1871 auch die Funktion einer in offiziellen Nationalhymner füllte. Etwas, das ich hoff man eigentlich für seinen Lied gewünscht hätte. Natürlich gab es noch viele weitere Bekannt und unbekannte Reinlieder, aber wir wollen es an dieser Stelle am Terball belasten und auf Hoffmannstext zurückkommen. Die Interpretation oder Interpretationsmöglichkeiten des Deutschlandlids sind recht vielfältig. Was auch durch seine Rezeptionsgeschichte bedingt ist. Der letztes Jahr verstorbenen Literaturwissenschaftler Hermann Kurzke äußerte sich folgender Maßen dazu. Das Lied ist ein Paradebeispiel, dass es kein Text an sich gibt, sondern nur ein Text, der von ganz bestimmten Lesern oder Sängern mit einem ganz bestimmten Erwartungshorizon verwendet wird. Jede Emporche der deutschen Geschichte sang mit den selben Worten ein anderes Lied. Wie erwähnt wurde das Lied auf die Kaiserhymne-Gotterhalte Franz den Kaiser geschrieben, wodurch sich natürlich auch die äußere Form danach richten muss. Es besteht, wie wir alle Wissen aus drei Strophen auf deren Inhalt ich gleich im Einzel noch eingehen werde. Jede dieser Strophen hat acht Fährse, welche quasi in halben Kreuzräumen verfasst sind. Das heißt es reiben sich nur die Gradenfährse, welche auf eine Stumpfukadenz enden, nicht jedoch die ungraden Fährse, welche auf klingende Kadenzen enden. Das Gedicht ist zu dem in regelmäßigen vierhebigen Torch hin verfasst. Die äußere Formenkonvention mit den zahlreichen Repetizios, wie Deutschland, Deutschland, über alle sind fers 1 und 7. Oder deutsche Frauen, deutsche Treue, deutsche Wein und deutscher Sangen. In fers 9 und 10 und 15 und 16 sowie paar Formen, wie Schutz und Trutze und Herz und Hand, verleihen dem Lied eine große Eingängigkeit und Feierlichkeit und machen es leicht sangbar. Die Wörter Deutsch oder Deutschland kommen in dem Text, inklusive das Titels übrigens insgesamt 15 Mal vor. Ich glaube in dieser Folge und in der nächsten Folge wird ungefähr 150 Mal Deutsch oder Deutschland vorkommen. Und das ganze Verleit dem ganz natürlich auch so ein patriotisches Partos. Im Kontrast zur Kaiserhymne ist dieses Lied also als Landeshymne angelegt, die Gebetstruktur, welche in dem Obdativ Gott behüte und sein Kaiser und sein guten Kaiser Franz. Zum Ausdruck kommt wird hier durch das Nationalpartos in der Ellipse, Deutschland, Deutschland, über alles ersetzt. Gerade die elliptische Struktur des ersten Ferses eröffnet ein relativ großen Interpretation Spielraum. Interessant ist, dass diese Formel Deutschland, Deutschland, über alles, über alles in der Welt, von der Bedingung, wenn es stets zur Schutz und trutzbrötalig zusammenhält, in den zwei daraus folgenden Fersen abhängig ist. Falls der Begriff trutzunmekannt ist, es bedeutet so viel wie Widerstand oder Gegenwehr, steht also im Kontext der aktuellen politischen Situation, der Bedrohung durch Frankreich. Das würde für mich zunächst eine nationallieberale Interpretationen aahlegen, nach der Deutschland über alles den brüderlichen Zusammenhalt der verschiedenen Mitglieder des Deutschen Bundes und ein letzter Konsequenz die Gründung eines konstitutionellen Nationalstarts fordert. Wir hatten in anderen Kontexten vor allem in unserer zweiten Folge über Louis-Otopeters ja schon ein wenig über den Formärzt und dieses Ziel gesprochen. Damit würde sich das Deutschlandlied von anderen Rhein-Diedern und ihren eindeutig antifransössischen Tendenzen abgrenzen. Die Frage, über alles steht zu dem im Kontext anderer patriotischer Gedichte, wie Daniel Runges Deutschland über alles aus dem Jahr 1813, in dem es heißt, wenn es nur will, ist Deutschland immer über alles. Wer Männer ruft und fron Schalles, es will, es will, hoch Deutschland hoch. Jedoch könnte man die Frage Deutschland über alles, auch national-chovinistisch interpretieren, also in dem Sinne, dass Deutschland über andere Nationen stehe, sowie die Nationalsozialisten für sich in Anspruch nahm. Was dagegen spricht, ist die Begrenzung des Deutschen Gebietes von der Mars bis an die Meme von der Etz bis an den Welt. Denn anders als zur Zeit des Nationalsozialismus begrenzt diese Flüsse das Gebiet Deutschlands oder genauer gesagtes Deutschen Bundes. Im Westen liegt die Mars im Osten die Meme im Süden die Etz und im Norden der Welt. Im prioristische Absichten lassen sich hier also definitiv nicht erkennen, anders als er für einen Ernst Moritz-Armslied das Deutschen Vaterland das 1813 einlässlich der Völkerschlacht entstand. Deswegen erstes Stroh verlautet, was ist das Deutschen Vaterland, ist das Preusenland, ist das Schwabenland, ist zwar im Rhein die Rebeblüte, ist zwar im Belgi Möve zieht, und nein nein nein sein Vaterland muss größer sein. Der Färs, sein Vaterland muss größer sein, wird am Ende mehrerer Strofen wiederholt. Ähnliche Großmachtfantasien erkennen wir bei Georg Herweg, der sich in die deutsche Flotte ein Volk vom Po bis zum Sunde wünscht. Wahrscheinlich ist das Hoffmann hier, von weiter von der Vogelweides, ihr sollst Brechen Wille kommen, am Luplied auf die Deutschen hat inspirieren lassen, in dessen Vierta Strophe ist heißt, von der Elbe uns an den Rien und her wieder uns an Ungerland, mogen wohl die besten sehen, hier ich in der Wernte Han erkannt. Also von der Elbe bis an den Rhein und wieder hierher zurück bis an Ungarn sind wohl die besten, die ich in der ganzen Welt hier kennengelernt habe. Damit deckte er natürlich den damaligen deutschen Sprachraum ab. Der galmanistische Mediawist Helmut Bore sumierte, dieses Preis liet es, das erste Lied, in dem das Wort "deutsch" den bewussten Klang nationalen Stolz hat. Etwas off topic. Unsere Walter Volkes übrigens die mit den wenigsten aufrufen. Und ja, wir kennen die Frage auch aus der Schule, wie man sich mit so alten Krambischäftigen soll und was das noch mit uns heute zu tun hat. Und die Antwort ist ganz einfach, weil man halt auch den ganzen Neuerin kramen sonst nicht richtig verstehen kann und ist halt auch alles auf einer Aufbau. Auch die zweite Strophe hat Anklänge an Walter von der Fugeweites Preis liet in der Akumulation "Deutsche Frauen, Deutsche Treue, Deutsche Wein und Deutscher Sangen". Hat das Attribut "deutsche nicht die Funktion einer Herkunftsbezeichnung", sondern dient wie bei Walter als Qualitätsmerkmal. Made in Germany, quasi. Im Grimschenn-Wörterbuch steht unter dem Stichwort "deutsche unter Ziffer 2". "Deutsche bezeichnet das edle und treffliche und diese Bedeutung wurzelt in der unauflösbaren Liebe der Deutschen zu ihrem Vaterland und in dem Gefühl von dem Geist erst belebte". Ein deutscher Mann ist dann tüchtiger, redlicher Taffera. "Deutsche Treue soll nie gebrochen werden, an deutsches Gemüt ist ein tiefes Verhaftes". Man fragt sich jetzt, ja, wir müssen das nicht so akzeptieren. Ja, ich glaube auch. Man fragt sich jetzt, wie es zu dieser Aufzählung "Frauen, Treue, Wein und Sangen kommt". Fangen wir vielleicht einmal mit "Wein und Sangen" an. Hoff man "Galt als Recht geselliger Typ", der Wein und Gesang schätze und Frauen auch. Nee, dazu kommen wir gleich. Auch dadurch wird wieder Implicit bezug zum Reihen hergestellt, wo es ja große Weinbaugebiete gibt, so weit ich weiß. Nee, das würde auf jeden Fall zu dem Trinklied passenden. Ja, dazu kommen wir auch noch gleichs guter Stichpunkt. Ich hatte ja schon gesagt, also diese eigene Sangenmarkheit und Volksdümlichkeit des Textes kommt nicht von ungefähr. Tatsächlich hatte Hoffmann, so wie du gerade schon vermutet hast. Es ursprünglich auch als Trinklied mit den Schlussfersen. Stoßet an und ruft einstimmig hoch, dass deutsche Vaterland konzipiert. Mh? Nun stehen die Frauen, aber nicht unmittelbar im Bezug, darauf, wie in dem Motto "Wein, Weib und Gesangen" oder moderner ausgedrückt, Sex, Drugs und Rocken-Roll. Sondern werden ja koordiniert mit der Treue. Weil ich ja gerade ins Siegfried-Viertel gezogen bin. Und ich im Vorhinein noch einmal das Nibelungenlied gelesen habe, fällt mir dann natürlich gleich, dass Stichwort Nibelungen-Treu und Krimhälstreu zu Siegfried über sein Tod hinaus sein. Aber lass uns mal schauen, was Hoffmann so über Frauen dachte, denn obwohl er als guter Gesellschafter geilt war, sein Kontakt zu Damenwelt eher sperrlich. Auch deswegen verwundert es ein bisschen, wie so er nicht von deutschen Männern, Helden, Dich dann oder sonst was schreibt. Auch hier findet sich ein intertextueller Bezug, zu weil das Preislied in dem es heißt, kann ich rechtisch hoffen, "Goth gelass und lieb". "Säm ihr Gott so süre ich wohl, dass hier die Wieb besser sind, dann er anderfrohren". Ach so, so ist es wohl. Also, wenn ich mich darauf verstehe, ein gutes Benehmen und gutes Äußeres zu beurteilen bei Gott, dann möchte ich wohl. schwören das hier zur Lande, die Frauen besser sind als anderswo die Damen. Hoff man selbst verlautet in an die deutschen Frauen, seit mir gekrüst die deutschen Frauen, der schöner Zukunft morgen rot. Wem soll Vertrauen auf wen soll bauen, das Vaterland ins Annernot? Es scheint also fast so, als hätte hoffmann einen politischen Auftrag für die Frau. Man könnte denken, dass hier ein emancipatorischer Gedanke mitschwingt, wenn man sich jedoch die vorherigen Strofen des Gedichts anschaut, wird diese Annahmeschnell relativiert. Lies mir doch bitte eben einmal Strofe drei bis fünf vor. Ihr tragt noch nicht die bunten Bänder, die man dem Staatsverdienste weit. Euch sind noch eure Hausgewänder, mehr wert als einen Beamtenkleid. Ihr seid noch nicht verlocket worden, durch Titel oder anderen Tand. Euch kann noch sein, der schönste Orden, die Liebe für das Vaterland. Wohl an, ihr seid im Kind erweckt, den Sinn für Vaterland und Recht. Ihr sollt erziehen zum Feindeschreck ein freies Biederesgeschlecht. Ja, der Zusammenhang zwischen deutscher Treu und deutschen Frauen besteht also darin, dass diese ihre Kinder zur Vaterlandstreuen Bürgern erziehen sollen. Ich genereh hier mal extra nicht, das macht aus heutiger Sicht die zweite Strofe eigentlich zu problematischem für mich, obwohl sie vermutlich von allen die unpolitischste ist. So liberalhoffmann also eingestellt war, feministisch, weil auf keinen Fall, obwohl es zu dieser Zeit hier durchaus auch schon Stimmen gab, die zum Beispiel das Weirest für Frauen forderten. Jetzt bin ich irgendwie ein bisschen enttäuscht, weil eigentlich dachte ich so, ja okay, in Verbindung mit Wein und Gesangen fühle ich mich jetzt nicht so super gut aufgehoben als Frau, aber wenigstens finden die Frauen Erwähnung, aber auf diese Art und Weise find ich jetzt irgendwie doch etwas ernüchternd. Man könnte denken die Frauen, wenn hier objektifiziert und so als eben genuss Objekt wie Wein und Gesangen dargestellt, aber nein, das ist noch viel schlimmer. So, ihr müsst jetzt nur irgendwie Vaterlandstreue jungs erziehen, und es ist schon ein bisschen scheiße. Seine diesbezüglich konservative Einstellung für doch in den folgenden Fersen sollen in der Welt behalten ihren alten schönen Klang deutlich. Das alte zu bewahren kann zwar nicht als progressiv gedeutet werden, allerdings eben auch nicht als imperialistisch. Zudem sollen sie uns zu Elatab begeistern unser ganzes Leben lang. Dieser Edelmut ist, was vorhoff man das Wesen der Deutschen ausmacht, wie sich ein folgner Aussage widerspiegelt. Die Nationalität des Deutschen ist keine solche eigensüchtige feinzählige, überhaupt keine, die nur durch ihr negative sehr vortritt. Sie ist vielmehr das reine Streben nach Verwirklichung der Idee des waren Menschen. Natürlich ist darin schon eine gewisse Überheblichkeit gegenüber anderen Nationen zu erkennen, welche die eher schovionistische Interpretation des Deutschlandlieds stützen würden. Auch die polisendetische Reihung, Einigkeit und Recht und Freiheit in der dritten Strophe steht im Kontext anderer Gedichte. Während sich hoffmann durch die Begrenzung Deutschlands von der Maßbesanimee, von der Erdschbis an den Welt noch deutlich von Arn abgrenzte, nimmt er hier auf dessen Lied vom Stein bezogen, die missheist, Heilfreiheit, Vaterland und Recht. In Gottlieb Säumes an das deutsche Volke finden sich die Fährse, blicke Geniuses Vaterlands mit dem Licht zu gemeineren Verstandes auf die Hohen und das Volker ab, dass wir Einheit, Freiheit, Recht erwärben oder alle die Geschwächten sterben. Und die Weltgeschichte grebt das krass. Was? Oh je, das sind schon sehr schwere Borte. Ja, man könnte es überzogen nennen. Einigkeit könnte wahrhoffmann wiederum den Wunsch nach einem Nationalstaat ausdrücken, der ja bereits in der ersten Strophe anklingt, recht scheint auf einer mit grundlegenden Menschenrechten zum Beispiel den Schutz verstaatlicher Willkür, wie sie in Hannoverherrschte zu zielen und Freiheit könnte sich ebenfalls auf verfassungsmäßig gesicherte Grundrechte wie Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, etc. beziehen, wäre natürlich aber auch als Freiheitsanspruch gegenüber äußeren Aggressoren, namentlich das auf das reinnahndschühende Frankreich denkbar. Der Adhortativ, danach lässt uns alle streben, stellt doch einmal bezugt so edeln Tartt, der zweiten Strophe her und durch das adjektivbruderlich findet eine Verknüpfung mit der ersten Strophe statt, wodurch noch einmal ein besonderer Fokus auf die anzuschriebene Einigkeit als übergeordneten Wert gelegt wird. Tu es dir mir einmal den gefallen, dass eben gerade ein Steammittel genannt, dass mir so nicht geläufig ist, bei danach lassen uns alle streiten. Also ja, das ist jetzt kein Steammittel, sondern das ist quasi so die grammatische Konstruktion, also lasst uns okay und das Adhortativ. Ja, Adhortativ. Diese vorhin bereits erwähnte Feierlichkeit des Lides wird durch die Häufung des Helden, wo kalt üh unterstützt, der sich nicht nur in Brüderlich, sondern auch in Glück beziehungsweise Glückes, sowie Blü und Blüe findet. Die Repetizio-Steigan, das Partors zusätzlich, das Einigkeit und Recht und Freiheit, sogenannte "Undhabfand", also sicheres Zeichen, beziehungsweise Garantie des Glückes sein, beton noch einmal den nationalliereien Geistes-Textes. Anders als zum Beispiel bei der Wachtam rein, geht es nicht um Kampfbereitschaft, Aufopferung und Helden tot, sondern um das Strieb nach Werten, die einem ördisches Glück ermöglichen. Ja, damit sind wir schon am Ende der heutigen Folge angelangt. Hast du noch etwas anzumärken zu ergänzen? Gibt es offene Fragen? Also ich hätte bestimmt noch was zu sagen, aber wir werden uns dann ja in der nächsten Folge mit der Rezeptionsgeschichte beschäftigen und von daher speich mir vielleicht nochmal so den ein oder anderen Kommentar auf, die ich da dann bestimmt los werde. Aber ich denke, man hat jetzt allein schon an den Ausschnitten, die du auch aus anderen Gedichten oder beziehungsweise ausgedichten, auf die sich hier bezogen wird, rausgehört. Das ist schon an der einen oder anderen Stelle auf jeden Fall Diskussionsbedarf oder einfach irgendwie Potenzial gibt, über das man, wo man darüber reden kann auf jeden Fall. Also es ist ein Text, der auf jeden Fall sehr amivalent ist, der sehr interpretationsoffen ist und ich kann mir auch vorstellen, dass hoff man, also dass natürlich bewusst so gemacht hat, dass er einerseits natürlich die ganzen Liberalen im Boot hat, die sich eben ein national Staat mit einer vernünftigen Verfassung, die in grundlegende Rechte zusichert wünschen. Allerdings vielleicht auf der anderen Seite auch so Hartko-Nationalisten, die halt eher so eine chuvinistische Perspektive haben, das Deutschland eben besser sei als andere Nation. Dann kommen hier meine Literatur hinweise, was den historischen Kontext betrifft, habe ich mich vor allem auf Wolf, Degauners-Aufsatz, der Deutsche Bund, die deutschen Verfassung starten und die reingese von 1840, Überlegung zur deutschen Dimension einer europäischen Krise erschienen in der Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte 1990 bezogen. Inbezug auf das Gedicht habe ich vor allem Roland Schlicks monografie, hoff man von Fallersleben, Vaterländische und Gesellschaftskritische Lürik aus dem Jahr 1981 verwendet. Das liegt der Deutschen. Deutschland Deutschland über alles, überall alles in der Welt, wenn es stets, zu Schutz und Trutze, brüderlich zusammenhält. Von der Maß bis an die Mehmel, von der Etch bis an den Welt, Deutschland Deutschland überall, überall alles in der Welt. Deutsche Frauen, Deutsche Treue, Deutsche Wein und Deutsche Sangen, sollen in der Welt behalten, ihren alten schönen Klang, uns zu elatat begeistern, unser ganzes Leben lang. Einigkeit und Recht und Freiheit sind das Glückes unterfand, blühe im Glanz dieses Glückes, blühe deutsches Vaterland. Jedes Strophe der deutschen Geschichte sagen mit den selben Worten. Ja, das ist das Strophe der deutschen Geschicht. Ja. Gott erhalte Franz den Kaisau und sein guten Freisag, kannst. Freisag, kannst.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Folge behandelt das „Lied der Deutschen“ (1841) von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, vertont mit der Melodie von Joseph Haydns Kaiserhymne.
  2. Historischer Kontext
  3. Das Lied besteht aus drei Strophen im vierhebigen Trochäus mit halben Kreuzreimen; die häufige Wiederholung von „deutsch“ und die elliptische Formel „Deutschland, Deutschland über alles“ verleihen ihm patriotischen Pathos.
  4. Interpretationen sind vielfältig
  5. Die zweite Strophe preist „deutsche Frauen, deutsche Treue, deutschen Wein und deutschen Sang“ als Qualitätsmerkmale, inspiriert von Walther von der Vogelweide; die dritte Strophe fordert „Einigkeit und Recht und Freiheit“.
  6. Die Rezeptionsgeschichte wird in der nächsten Folge vertieft; das Lied wurde später von den Nationalsozialisten national-chauvinistisch umgedeutet.

Summary:

In dieser Folge des Podcasts „Gedichte aus der Geschichte“ besprechen die Gastgeberinnen das „Lied der Deutschen“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahr 1841. Das Lied entstand vor dem Hintergrund der Rheinkrise, in der Frankreich den Rhein als natürliche Grenze beanspruchte, sowie der Hannoverschen Verfassungskrise. Diese Ereignisse stärkten den nationalen Liberalismus im Deutschen Bund, der aus souveränen Fürstentümern bestand und noch kein Nationalstaat war.

Hoffmann schrieb das Lied auf der Insel Helgoland und vertonte es mit der Melodie von Haydns Kaiserhymne. Die erste Strophe betont den brüderlichen Zusammenhalt der deutschen Staaten und grenzt das Gebiet durch die Flüsse Maas, Memel, Etsch und Belt ein, was expansive Absichten ausschließt. Die zweite Strophe preist „deutsche Frauen, deutsche Treue, deutschen Wein und deutschen Sang“ als Qualitätsmerkmale, inspiriert von Walther von der Vogelweide.

Die dritte Strophe fordert „Einigkeit und Recht und Freiheit“ als Grundlage des Glücks. Die Interpretation des Liedes ist vielfältig: Es kann national-liberal als Aufruf zur Einheit oder national-chauvinistisch als Überlegenheitsanspruch gedeutet werden. Die häufige Wiederholung des Wortes „deutsch“ und die eingängige Form machen es sangbar.

Die Rezeptionsgeschichte, insbesondere die spätere Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten, wird in der nächsten Folge behandelt.

FAQs

Das Lied der Deutschen wurde 1841 von August Heinrich Hoffmann, bekannt als Hoffmann von Fallersleben, verfasst.

Es wird auf die Melodie der Kaiserhymne 'Gott erhalte Franz den Kaiser' von Joseph Haydn aus dem Jahr 1797 gesungen.

Die Rheinkrise entstand aus der Orientkrise, als Frankreich nach diplomatischer Isolation die Rheingrenze als natürliche Grenze forderte, was das deutsche Nationalgefühl stärkte.

Die erste Strophe betont den brüderlichen Zusammenhalt der deutschen Staaten zum Schutz und Trutz, bezogen auf die damalige Bedrohung durch Frankreich, und fordert einen konstitutionellen Nationalstaat.

Die Flüsse Maas, Memel, Etsch und Belt begrenzen das Gebiet des Deutschen Bundes und zeigen keine expansiven Absichten, anders als bei nationalistischen Liedern.

Die zweite Strophe verwendet 'deutsch' als Qualitätsmerkmal für Frauen, Treue, Wein und Gesang, ähnlich wie bei Walther von der Vogelweide, und betont kulturelle Werte.

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