Einblicke in eine Patchworkfamilie: Kann Patchwork funktionieren? - Interview mit Stefanie
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Ein Patchwork-System ist vielfältig und bereichernd, aber erfordert große Aufmerksamkeit bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Konflikten mit Ex-Partnern, unterschiedlichen Erziehungsmethoden und dem Gefühl der Ungerechtigkeit bei Kindern. Die Stabilität der Elternbeziehung, insbesondere nach einer Trennung, ist entscheidend, um neue Partner oder Partnerinnen erfolgreich zu integrieren. Offene und ehrliche Kommunikation über Gefühle und Bedürfnisse hilft, Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen. Ein zentrales Ziel ist es, dass alle Beteiligten – auch die Kinder – fair behandelt und wertgeschätzt werden, wobei die Gerechtigkeit bei Gaben, Urlauben und Lebensbereichen klar kommuniziert wird. Respektvoller Umgang, insbesondere im Beisein der Kinder, verhindert, dass negative Gedanken oder Vorurteile entstehen. Die Stärkung der Zugehörigkeit und der familiären Bindung fördert offene Kommunikation und reduziert das Risiko von Verschlechterungen. Schließlich basiert ein erfolgreiches Patchwork-System auf gegenseitigem Vertrauen, Wertschätzung und einem gemeinsamen Wunsch nach Harmonie und Zusammenhalt. Die Erfahrung von Stefanie zeigt, dass durch Wahrheit, Respekt und gemeinsame Strukturen eine glückliche, ausgewogene Familie möglich ist.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema Einblicke in eine Patchwork-Familie.
Kann Patchwork funktionieren?
Dies ist ein Interview mit unserer Coachin Stefanie.
Mein Name ist Florian.
Ja, hallo und ich bin Stefanie.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Eine Patchwork-Familie ist aufgrund der großen Vielfalt,
der gegenseitigen Unterstützung in der Familie und der Flexibilität sehr bereichernd,
kann aber auch viele Herausforderungen mit sich bringen.
Zum Beispiel Komplikationen mit dem Ex-Partner oder der Ex-Partnerin,
bisschen Kinder aus verschiedenen Beziehungen,
die gar nicht verwandt miteinander sein können
oder vielleicht, wenn noch ein eigenes Kind dazukommt,
dann doch halbwegs nicht.
Und dann gibt es natürlich auch die unterschiedlichen Erziehungsmethoden,
die durchaus Konflikte produzieren können.
Ich spreche in dieser Folge mit unserer Coachin Stefanie,
die selbst eine Patchwork-Familie hat, über ihre Erfahrungen und Einblicke.
Stefanie, lass uns erstmal schauen, wer bist du eigentlich?
Bist du noch relativ neu im Team, nicht die Jüngste im Team?
Das ist Berit, aber dieses Jahr, glaube ich, dazu gestoßen.
Ja, hallo.
Ich bin Stefanie.
Ich coache seit einem Dreivierteljahr bei den Lebensidealisten,
wohne hier in Uganda in einer Drei-Generationen-WG und Patchwork-Familie
und bin von Hause aus Psychologin.
Du bist ja auch zu uns gekommen über die Ausbildung beim Hanseatischen Institut.
Erzähl gerne kurz, warum hast du als Psychologin dort die Ausbildung gemacht
und was hast du mitgenommen?
Ja, ich habe schon seit langem Teams begleitet, habe Teambildung,
Buildings organisiert und immer wieder herausgefunden,
dass eigentlich Teams mehr brauchen als jetzt nur ein paar nette Workshops,
sondern tatsächlich auch eher eine Mediation brauchen,
weil das ganz oft an Kommunikationsproblemen hängt
und habe dann auch immer wieder Einzelpersonen gehabt,
die mich angesprochen haben, ob ich ihnen nicht helfen kann,
bestimmte Probleme oder Herausforderungen in ihrem Leben zu begleiten
und habe mir dann gedacht, dass es toll wäre, noch eine Coaching-Ausbildung zu machen,
weil ich beim Hanseatischen Institut überlege,
die ich dann gestolpert bin im Internet, gesehen habe,
dass es sehr ressourcenorientiert ist und nicht defizitorientiert.
Das hat mir sehr gefallen und mir dachte, dass es eben schön ist,
Menschen auf ihrem ganz individuellen Weg zu begleiten.
Ja, und dann haben wir irgendwann in die Hanseatische Institutsgruppe geschrieben,
wer denn Lust hat, vielleicht bei uns mitzuwirken,
wer die Ausbildung fertig absolviert hat und gerne Paaren auf ihrem Weg helfen möchte.
Und da hast du dich dann gemeldet.
Wir haben gemeinsam nochmal einige Themen ergänzt,
die speziell jetzt für Paare eine große Rolle spielen.
Das Thema Fremdverlieben, Affäre, Fremdgehen und einige andere,
die eben speziell in der Paarkonstellation und nicht im Team eine Rolle spielen
und das Wissen nochmal zu erweitern.
Und dann ging es auch schon ins Onboarding.
Was sind deine Lieblingsthemen im Coaching bei uns?
Ja, Florian, meine Lieblingsthemen im Coaching,
das kann ich dir tatsächlich gar nicht vorstellen,
das kann ich so sagen.
Es gibt einfach so eine Vielfalt an Themen, die die Paare mitbringen.
Und was ich immer toll finde, ist da mit den Paaren einzusteigen,
zu sehen, dass sich da Paare auf den Weg gemacht haben,
um ihre Beziehung zu verbessern und in die volle Kraft zu kommen,
dass ich eigentlich alle Themen tatsächlich sehr spannend finde.
Hast du denn schönste Momente im Coaching?
Ja, klar, schönste Momente, die habe ich auf jeden Fall.
Schönste Momente, würde ich sagen, ist auf jeden Fall,
wenn sich da irgendwie was löst,
wenn plötzlich der eine sagt, Mensch, das wusste ich gar nicht.
Ach, guck mal, es tut mir leid.
Wenn so ein Tut-mir-leid so richtig vom Herzen kommt
und es den anderen erreicht und dann so ein großes Lächeln kommt,
du siehst, wie der Körper sich entspannt und die beiden sich angucken.
Boah, toll, also das hätte vielleicht schon viel früher passieren sollen.
Also so, wenn die Paare sich verabschieden und sagen,
ja, wir fühlen uns besser, wir können uns gut vorstellen,
dass wir jetzt weiter zusammengehen können.
Das sind so schöne Momente, so Gänsehaut-Momente tatsächlich.
Ja, wie merkst du dich?
Ich merke nur auf jeden Fall, dass dir das Thema sehr viel Freude macht.
Das haben wir in der letzten Mastermind ja gesehen,
welche Energie du mitgebracht hast.
Und wir hatten jetzt auch ein sehr schönes telefonisches Erstgespräch,
in der ein Paar aufgrund einer Empfehlung gekommen ist von einem anderen Paar,
was noch gar nicht ganz durch ist bei dir,
aber vom Ablauf her so begeistert war,
dass das Paar im Erstgespräch auch sagte,
wir möchten ganz gerne zu der Frau Polländer,
das heißt die, die in Afrika lebt, da möchten wir hin.
Und das ist natürlich ganz schön.
Und dann merkt man eben,
dass man da auch eine entsprechende Wirkung hinterlassen hat
und Zufriedenheit da ist.
Ja, das freut mich, schön.
Okay, dann lass uns mal zum Podcast-Thema übergehen.
Seit wann lebst du selbst denn in einer Patchwork-Familie
und wie kam es dazu?
Ja, ich würde sagen seit 2010, 11, 10,
als ich meinen Mann wieder kennengelernt hatte.
Ich kannte ihn schon ganz lange und ich kenne auch seine Exen,
seine Ex-Partnerinnen, die er vor mir hatte.
Und dann bin ich 2010 mit ihm zusammengekommen
und wusste, dass er auch schon zwei Kinder hatte
und jeweils zu dem Kind auch eine Frau.
Also mit der einen war er verheiratet, mit der anderen nicht.
Also es gab auf jeden Fall zwei Ex-Partnerinnen
und zwei wunderbare Kinder.
Genau, und seitdem leben wir alle auf verschiedenen Kontinenten zusammen.
Auf verschiedenen Kontinenten klingt auf jeden Fall sehr spannend.
Sehr schön.
Wir wollen einmal im typischen Lebensidealisten-Podcast-Modus uns anschauen,
was sind so die typischen Probleme in Patchwork-Familien
und welchen Folgen entstehen daraus.
Und dann wollen wir euch natürlich auch Lösungsansätze und Tipps mitgeben,
wie Patchwork gut funktionieren kann.
Stefanie, was würdest du sagen,
was sind typische Probleme in Patchwork-Familien?
Ja, also natürlich das allererste ist natürlich wie zum Beispiel
der neue Partner oder die neue Partnerin in die Familie eingeführt wird.
Das kann natürlich sehr kompliziert sein,
gerade wenn es halt Verletzungen oder auch ungelöste Probleme
mit den Ex-Partnern oder Partnerinnen gibt,
dann kann das nicht sehr schön sein.
Oder auch je nachdem, was eben die Ex-Partner oder Partnerin
den Kindern über die neuen Partner erzählen.
Da kann es kompliziert werden,
was ich auch aus einer vorherigen Beziehung schon kenne,
wo es tatsächlich auch eine Ex-Frau und zwei Kinder schon gab,
und ich neu dazukam, was nicht ganz so einfach verlaufen ist.
Würdest du sagen, das Fundament zwischen dem Elternpaar,
was so besteht, bevor jetzt ein neuer Partner,
eine neue Partnerin dazukommt,
vielleicht der auch schon ein Elternpaar bildet,
dass das Fundament sehr relevant dafür ist,
wie später die Patchwork-Familie funktioniert?
Auf jeden Fall.
Ja, wenn sich die Eltern oder wenn sich das vorherige Paar gut getrennt hat,
sodass sie kein Liebespaar, aber eben ein gutes Elternpaar sind,
wo die Kommunikation gut läuft,
dann kann ein neuer Partner, Partnerin sehr gut da reinkommen.
Wenn das nicht geklärt ist und da noch Verletzungen vorliegen,
dann kann es sehr, sehr schwierig sein.
Und das haben wir selber in unserer Familie gesehen,
als dann irgendwann Verletzungen aufgelöst waren,
Kommunikation verbessert war.
Dann kommen wir aber später noch drauf zu.
Dann war es sehr schwierig,
dann war es sehr, sehr viel einfacher.
Ja, das ist immer ein Punkt, den wir schade finden,
wenn im Coaching sich das irgendwann so entwickelt,
dass die Entscheidung steht,
dass das Paar sich trennen möchte und Kinder da sind
und dann einer von beiden oder beide sagen,
na ja gut, wenn jetzt die Entscheidung für Trennung steht,
dann brauchen wir nicht weitermachen.
Unser Ziel war es ja zu gucken,
ob wir die Beziehung retten können oder nicht.
Das haben wir jetzt ja erreicht.
Die Beziehung können wir nicht retten.
Und dann dieser Aspekt des Elternpaarseins
nicht berücksichtigt wird,
dass man trotzdem die Beziehung retten kann.
Dass man trotzdem sein Fundament stabilisiert,
gut für die Kinder da sein kann.
Und wenn es im Zweifelsfall nur um den Eigennutz geht,
dass man selber wieder fit für eine neue Beziehung wird
und keine alten Themen mitschleppt.
Ja, also da stimme ich dir völlig zu.
Und ich denke, das Wichtigste ist auch,
und das ist vielleicht an alle Menschen,
die jetzt gerade sich überlegen,
möchte ich gerne eine Patchwork-Familie gründen
oder Teil davon werden,
das Wichtigste ist immer, die Kinder im Blick zu halten.
Ja, also weil die Kinder haben,
die haben keine Verantwortung für die Trennung der Eltern.
Und wenn ich jetzt als vielleicht neuer Partner,
die jetzt irgendwie sich in einen Mann verliebt,
der Kinder hat, schon merke,
ich kann gar nicht damit umgehen,
dass es da schon Kinder gibt
oder ich kann auch gar nicht damit umgehen,
dass es da eine Ex-Partnerin gibt.
Ich werde da bestimmt immer eifersüchtig sein.
Da würde ich raten,
absolut die Finger davon zu lassen,
weil diese Ex-Partnerin wird immer, immer da sein.
Und auch diese Kinder werden immer, immer da sein.
Und die haben es verdient,
auch immer da zu sein.
Und ich glaube, das ist etwas,
was man sich wirklich selber fragen muss,
bevor man dieser Liebe dann so seinen Lauf gibt,
ob man das wirklich auch kann.
Das entspricht ja im Prinzip dem Systemgesetz 4 dann,
früher vor später hat Vorrang,
dass man das Frühere anerkennt,
dass das zuerst da war
und dass man letztendlich dann als neuer Mensch
in ein bestehendes System kommt,
was man eben so nehmen muss,
wie es eben vorliegt
und alle Aspekte mitnehmen muss.
Genau.
Aber da denke ich auch,
auch, da sind wir vielleicht auch schon wieder beim
Bei der Lösung jetzt angekommen, dass es da natürlich wichtig ist, dass der Partner, der eben diese Patchwork-Familie mitbringt, da auch wirklich sicherstellt, dass die neue Partnerin die wichtigste ist, ja, also das neue System vor altem System dann in dem Sinne, dass man wirklich dasselbe auch das Gefühl bekommt, ich bin jetzt hier die Wichtigste, es ist nicht die Ex-Partnerin, die darf natürlich auch wertgeschätzt werden, aber es muss ganz klar das Gefühl ankommen bei der neuen Partnerin oder beim neuen Partner,
du bist jetzt mein Lebensmittelpunkt und wir entscheiden viele Dinge, also wir entscheiden alles erstmal gemeinsam, bevor Entscheidungen mit den Ex-Partnern getroffen werden.
Das kann ja slight verwirrend klingen, wenn wir jetzt, oder das kann so sein, dass wir als Gegensätze wären, wenn wir sagen, früher vor später hat Vorrang, aber dann wiederum neues System hat Vorrang vor altem System, das klingt erstmal so, als würde sich das widersprechen, ist von der Reihenfolge her aber letztendlich so, dass zuerst anerkannt wird, dass früher vor später,
also es gibt ein bestehendes System, in das ich hineinkomme, das ist quasi meine Aufgabe als neue Person, die zur bestehenden Familie hinzustößt, wiederum die Frau oder der Mann, die die Kinder mitbringt, die sorgt dafür, dass der neue Partner im Mittelpunkt steht, also so gegenseitig ist das dann quasi, ja, da haben wir ein typisches Problem auch schon mit angesprochen, dass der Umgang mit Ex-Partnern oft herausfordernd ist, der ist natürlich dann besonders herausfordernd, wenn man sich mit dem Ex-Partner auseinandersetzt.
Genau, natürlich, klar, aber das hat natürlich auch jeder, natürlich auch immer, das ist natürlich auch immer so, dass man sich mit dem Ex-Partner auseinandersetzt.
Also immer neue Paare, dass sie sich, wenn sie dann plötzlich das erste Kind gemeinsam bekommen, auch über Erziehungsstile eben austauschen müssen und gucken müssen, wie passt es zusammen. In einer Patchwork-Familie hat man aber mehr als zwei Erwachsene, man hat dann drei, vier, vielleicht auch fünf, ich weiß es nicht, es gibt sicherlich alle möglichen Formen, eben mehrere Erwachsene, die sich da auf Erziehungsstile einigen müssen oder zumindest gucken müssen, was ist eben das Beste für das Kind und das kann manchmal eben kollidieren und da muss man eben gute Wege auch finden.
Wie man gemeinsam einen Weg findet, dass man auch dem Kind kommuniziert, sodass die Kinder auch nicht die Eltern oder die verschiedenen Elternteile gegeneinander ausspielen können und sagen, ja, bei Papa darf ich das aber, ja, bei mir aber nicht, wobei es manchmal auch, das haben wir gesehen, dass wir gesagt haben, na gut, bei uns gelten diese Regeln und wenn du bei der Mama bist, dann sind halt die anderen Regeln da und haben aber natürlich nicht die Regeln der Mama niedergemacht oder infrage gestellt, sondern gesagt, für die Mama machen, die bei sich sind.
Und bei uns machen, die bei uns so sind und das war dann auch okay, das war dann klar, das muss man eben gut kommunizieren oder sich vielleicht eben gegebenenfalls als Eltern da auch austauschen häufiger.
Wie immer ist sicherlich nicht das Problem, dass man verschiedene Regeln hat, sondern dass man sich darüber austauschen sollte, dass das transparent für alle Seiten ist und natürlich, dass die verschiedenen Regeln im Toleranzbereich liegen, also wenn man dort aus dem Toleranzbereich rausrutscht
und die Regel des anderen ist völlig unstimmig, dann macht das natürlich auch Schwierigkeiten.
Man kennt das ja auch außerhalb von Patchwork-Familien, also bei der Oma oder bei der Tante gibt es ja auch mal andere Regeln, da gibt es vielleicht ein bisschen mehr Süßigkeiten, ein bisschen mehr Fern als zu Hause, die haben halt eben keinen Erziehungsauftrag, da ist alles ein bisschen entspannter, trotzdem kann dann vielleicht das Kind zu Hause die eigenen Regeln akzeptieren und differenzieren, dass es eben dort in dem Umfeld andere Regeln gibt und wenn man das offen kommt,
dann ist das auch in der Patchwork-Konstellation möglich.
Okay, hast du noch weitere Probleme, die in Patchwork-Familien typischerweise entstehen können?
Ja, also war jetzt zwar nicht so in meiner, aber ich könnte mir vorstellen eben, dass es auch eine Eifersucht oder eine Rivalität eben unter den Kindern gibt, wenn die aus zwei verschiedenen Familien nun zusammengeführt werden, da geht es vielleicht dann um Aufmerksamkeit, wer bekommt wie viel Aufmerksamkeit, wer bekommt auch welches Zimmer zugeteilt, wenn jetzt zwei Familien zusammenziehen.
Keine Ahnung, wer bekommt welche Geschenke an Geburtstagen, da ist es glaube ich ganz wichtig, ein Auge drauf zu halten und das auf dem Schirm zu haben, dass man da eben sicherstellt, dass da ein Ausgleich immer zwischen Geben und Nehmen ist, dass sich alle gewertschätzt und anerkannt fühlen, um da halt eben diese Eifersucht und diese Rivalität da möglichst gering zu halten.
Wie ist das mit Themen wie Finanzen und Haushalt, sind das Probleme, die entstehen können?
Ja klar, also Finanzen spielen auf jeden Fall eine Rolle, es muss natürlich erstmal geklärt werden, wer wem wie viel Unterhaltsgeld zahlt, die Düsseldorfer Tabelle, die gibt da so eine Richtung vor, aber es geht natürlich auch noch um viele andere Dinge, also wenn die Kinder irgendwelche Hobbys haben, wenn es da irgendwie auf einen Ausflug geht oder ganz besondere Wünsche, da muss man natürlich immer schauen, dass da ein Ausgleich gibt zwischen Geben und Nehmen natürlich oder so eine Fairness,
also die Kinder, sag ich jetzt mal in Anführungszeichen, also die, die schon vorher da waren, genauso viel bekommen wie vielleicht das neue gemeinsame Kind, dass es auch klar ist, dass beide Partner auch gleichermaßen zum Unterhalt beitragen oder zumindest, was ihre eigenen finanziellen Möglichkeiten angeht, genau.
Und Haushalt gibt natürlich immer Themen, auch wie in jeder anderen normalen Familie, wer macht was, wie viel, da muss natürlich aufgepasst werden, dass vielleicht nicht die Kinder, die schon existiert haben, da besonders viel aufgebürdet bekommen, weil die Kinder, die schon existiert haben, da besonders viel aufgebürdet bekommen,
weil die ja meistens schon älter sind als das neue gemeinsame Kind, sodass da keine unguten Gefühle aufkommen und dass man da sicherstellt, dass es da irgendwie so einen guten Ausgleich gibt und dass dann darüber gesprochen wird, warum wer was macht.
Wenn wir uns jetzt vorstellen, jemand befindet sich in einer Patchwork-Familie und die Probleme, die wir eben so skizziert haben, die sind da und werden nicht gelöst, dann entstehen daraus gewisse Folgen.
Hast du einige Folgen, die du nennen kannst, die entstehen, wenn man die Probleme ungelöst lässt?
Ja, also natürlich erst mal ungute Gefühle auf allen Seiten. Ja, also diese Themen, die halt da eben nicht ausgesprochen werden oder nicht geklärt werden, das belastet natürlich alle Beteiligten, die ursprünglichen Eltern, die neuen Liebespaare und auch alle involvierten Kinder und es kommt dann natürlich auch immer häufiger zu Konflikten.
Gerade am Anfang muss man natürlich viele Dinge klären. Es gibt eben wenig Klarheit erst mal, wie das alles so laufen soll. Ja, wo lebt das Kind? Wenn jetzt neue Partner, Partnerinnen dazukommt, fühle ich mich als alter Partner, Partnerin damit okay, dass mein Kind jetzt da mit einer anderen Person Zeit verbringt.
Und wo geht es hin in Urlaub? Bei wem verbringt das Kind den Urlaub? Wer holt das Kind ab von der Schule und so weiter? Also viele Dinge, die erst mal geklärt werden.
Also viele Dinge, die erst mal geklärt werden müssen, damit dieses neue System rund läuft. Es gibt da natürlich dann am Anfang, gerade wenn man vielleicht noch nicht alle Themen aufgelöst hat und vielleicht auch im Streit gegangen ist, da gibt es halt immer wieder Auseinandersetzungen, wo man aneinander gerät und eben emotionale Verletzungen und ungute Gefühle kommen immer häufiger vor.
Was ich in Coachings immer mal erlebe, ist, dass dann auch der neue Partner oder die neue Partnerin. Ja, sich so mit in der Verantwortung fühlt, einzugreifen, Ratschläge zu geben, wenn der Partner, der die Kinder mitbringt, eben mit seiner Ex-Partnerin, dem Ex-Partner nicht so klarkommt.
Also wenn es da Dinge gibt, die derjenige nicht richtig ansprechen mag, wo die Brille ist, Mensch, wenn ich das anspreche, gibt es einen Konflikt, das wird dann wieder schwierig und so weiter und wo dann auch sehr viele neue Verletzungen und. Probleme in der neuen Liebespaar-Konstellation auftreten, weil dann eben Dinge nicht so geklärt werden, wie es dann für die beiden passend wäre.
Auch häufiges Thema da ist Urlaub. Wie macht man die Urlaube? Wer bezahlt den Urlaub, wenn man dort mitfliegt oder dort und all die ganzen Dinge?
Dann möchte das Liebespaar auch gern Zeit für sich haben. Das ist dann wieder schwierig, wenn man das Kind mitbringt. Da gibt es auch super viel zu klären.
Okay, wir haben die Lösungsansätze.
Kann ich noch einhaken? Sorry, Frau Lorian, lass mich da noch kurz einhaken. Ich glaube, das Wichtigste ist eben, da natürlich auch zu verstehen, dass nur wenn es allen gut geht, läuft das ganze Ding halt rund.
Und aus meiner eigenen Erfahrung, und da würde ich sagen, war sowohl ich ein treibender Faktor, als auch die neue Partnerin, der Ex meines Mannes, wo wir beide darauf hingearbeitet haben, dass die sich gut verstehen.
Weil es eben ganz klar ist, wenn die sich nicht gut verstehen, dann geht es mir. Das ist mir ja auch nicht gut. Und da einfach nochmal so vielleicht auch zu helfen, die Brille abzusetzen. Das ist sehr, sehr schwierig, glaube ich, wenn man natürlich gerne die Ex-Partnerin oder den Ex-Partner, wie soll ich sagen, als vielleicht nicht so sympathisch und so angenehm empfindet.
Aber das war schon ein ganz wichtiger Schritt, dass ich meinem Mann schon da immer wieder geholfen habe, zu sagen, guck mal, lies die E-Mail doch nochmal anders.
Also für mich hört sich das gar nicht so an, als würde die dich da anmachen wollen. Oder weißt du was, ruf die doch einfach mal an und guck mal, ob sie das wirklich so. meint. Also, das hat sehr
sehr viel geholfen, für ihn da
seine Brille abzunehmen, vielleicht auch
mit meiner, ich sag mal in Anführungszeichen,
Erlaubnis, triff dich doch mal mit dir
auf ein Bier, jetzt besprecht es doch mal
oder geht doch einfach mal nur miteinander
aus, ohne über die gemeinsame
Tochter jetzt zu sprechen.
Ja, versuch doch einfach mal
eine schöne Zeit miteinander zu bringen
und ein gutes Gefühl hinzukriegen,
weil mir schon klar war, wenn die sich halt eben
da, ja, dass das gut hinkriegen,
dann geht es mir am Ende auch
richtig gut und natürlich der
Tochter. Also, aber
da kommt es eben darauf an, wie die einzelnen
Partner dann mit der Situation umgehen,
ob sie dann eben sagen,
Mensch, das ist schon wieder so, dass die das gesagt
hat, die Blöde oder der
Blöde, das ist natürlich sehr
kontraproduktiv, das hilft nicht
und natürlich darf kein Druck
aufgebaut werden auf den
jetzigen Partner, dass er das
klärt mit der Ex oder die Frau das klärt
mit dem Ex, wenn da Druck
entsteht, dann kommt das natürlich auch zu
keiner guten Lösung. Aber
nichtsdestotrotz, glaube ich, ist es schon wichtig zu
sagen, hey, das wäre schön, wenn ihr euch gut versteht,
wie kann ich das unterstützen
und auch ein positives Gefühl
zu entwickeln gegenüber den Ex-Partnern,
weil mit denen habe ich ja nichts zu tun.
Die waren ja vor mir.
Im Idealfall.
Im Idealfall. Ja, man merkt schon,
wie schwierig das nur im Podcast
im Sprechen darüber ist.
Es gibt dann den Ex-Partner, die Ex-Partnerin mit den
Kindern und so greifbar zu
machen und vielleicht so ein bisschen visual,
zu visualisieren, wo wer ist. Deswegen
hilft das natürlich immer enorm, wenn man
wie bei uns im Coaching dann mit so einem iPad
arbeitet, dass man die Konstellation
aufzeichnen kann und dann
ist das natürlich wesentlich einfacher, als
jetzt nur per
Hören das Ganze
zu versuchen zuzuordnen.
Genau. Ja, bevor
wir gleich zur Lösung kommen, einmal
so der kurze Hinweis, wenn ihr
in einer Patchwork-Konstellation seid
oder euch dort hineinbegeben möchtet
und das Gefühl habt, dort gibt es
noch Dinge zu klären, da sind
noch offene Verletzungen, das Fundament
muss noch stabilisiert werden, dann
meldet euch sehr gerne bei uns fürs
telefonische Erstgespräch und dann schauen wir mal
gemeinsam, ob wir euch dabei unterstützen
können und dann in ein
Coaching gehen und wenn das
Coaching bei Stefanie sein sollte,
ist vielleicht auch nochmal ein spannender Hinweis,
das gilt für Nike genauso.
Wir haben jetzt einige Male die Anfrage auch gehabt,
ob wir auch in Englisch coachen würden,
weil dann vielleicht auch
verschiedene, nicht nur Patchwork,
eine Rolle spielt, sondern auch, dass man
vielleicht verschiedene Kulturen und Sprachen hat
und sich dann gemeinsam auf Englisch
geeinigt hat, dann
können wir euch auch in Englisch sehr gut
unterstützen.
Ja, wir haben einige Lösungssätze
eben schon immer mal zwischendurch angeteasert
und wahrscheinlich ist
den meisten Hörern schon bewusst
und Hörerinnen, was so der erste
Punkt sein wird, den
wir
nennen können, der gebraucht
wird, den wir glaube ich so gut in jeder
Podcast-Folge erwähnen,
nämlich das Thema Kommunikation.
Ja,
genau, also hier wäre es
halt ganz, ganz wichtig, dass das offen
und ehrlich die Themen
angesprochen werden,
damit man eben die Sachen
klären kann, die zwischen einem stehen.
Ja, dass vor allen Dingen halt auch über
die Gefühle gesprochen wird, also
wenn du dich mit deiner Ex
auf einen Kaffee triffst,
was gibt mir das für ein Gefühl? Ist das okay?
Ist das nicht okay? Was brauche
ich in dem Moment vielleicht auch?
Was muss ich dann hören, damit es mir
damit besser geht und dass ich das gut
ja gut irgendwie verorten kann?
Und dann natürlich eben
Klarheit schaffen, sodass eben
sich jeder gehört fühlt
und so kommt man dann eben dazu, dass man Konflikte
natürlich auch gleich erkennt und auch
rechtzeitig lösen kann, so damit sich
das dann nicht anstaut, ja.
Oft ist es ja so, dass man denkt,
dass man vielleicht etwas vom Kopf her versteht,
das ist nur eine kleine Verletzung, denkt man, naja,
verstehe ich ja, dass der
jetzt da während des Abendessens
unbedingt zum Telefon greifen muss und mit seiner
Ex sprechen muss, okay, dann denkt
man, versteht es, das macht aber trotzdem
ein Gefühl und beim nächsten Mal, wenn es wieder
passiert, macht es wieder
ein Gefühl und so stauen sich diese ganzen
Gefühle an und irgendwann
explodiert es total, was dann
total schade ist, weil es dann viel, viel schwieriger
wieder ist, eingefangen zu werden. Also deswegen
sobald irgendwas sich nicht gut anfühlt,
ansprechen.
Ja, also Offenheit
ist hier der Schlüssel und Ehrlichkeit,
was natürlich dann
funktioniert, wenn man ausgeglichen kraftvoll genug
ist und so das Fundament
der vorherigen Beziehung dann hergestellt
hat und eben keine
Prägung dann mitschleppt.
Damit kommt man auch schon zum nächsten Punkt,
die Struktur, die man dann gemeinsam
über die Kommunikation schafft,
nämlich, dass man gemeinsame Regeln
und Erwartungen offen
formuliert und immer mehr schafft,
denn, was wir ja schon gemerkt haben,
ist, dass es eben schon
komplizierter ist, als in einer
Standardfamilie,
so mit vielleicht Mann, Frau, ein, zwei
Kinder, wo es häufig schon schwierig genug
ist, alle Bedürfnisse und
Wünsche und Erwartungen zusammenzubringen
und ein harmonisches Zusammenleben
zu haben. Wenn dann noch
das System größer wird,
wird das natürlich noch wichtiger, dass man
entsprechende Strukturen schafft.
Genau.
Das auf jeden Fall, sodass sich auch jeder
irgendwo gut verorten
kann, weiß, wo er rein
passt, was für ihn oder für
sie halt wichtig ist
und abgeholt wird von den Eltern
dann zum Beispiel für die Kinder, dass die eben genau
wissen, welche Regeln
gelten, was darf ich erwarten.
Ja, genau. Der nächste Punkt wäre
respektvoller Umgang.
Es ist ganz wichtig, dass man Geduld miteinander
hat. Es ist keine einfache Situation,
wenn man da viele verschiedene Menschen
miteinander zusammenbringt
und jetzt erwartet, dass man gemeinsam
zusammen weitergeht.
Und
deswegen ist es eben so wichtig, dass da eben
Respekt herrscht gegenüber allen Beteiligten,
auch gegenüber den Ex-Partnern.
Und hier, denke ich, ist es ganz wichtig, dass man
nicht schlecht im Beisein
zum Beispiel des Kindes, vor allen Dingen im Beisein
des Kindes, über den Ex-Partner
oder die Ex-Partnerin redet.
Man kann selber als neue Partnerin
oder Partner nur verlieren.
Ja, und es bringt
auch nichts, dem Kind da irgendeine Brille
aufzusetzen, wie denn jetzt seine Mutter
oder sein Vater ist.
Das macht nur schlechte Gefühle
für das Kind und
dem neuen Partner, also
wie du schon sagtest, Florian, es ist nicht
einfach, das so auszusprechen.
Dem Partner,
der die Kinder mitgebracht hat,
dem macht das natürlich auch kein gutes Gefühl,
wenn man dann schlecht über den Ex-Partner
oder die Ex-Partnerin redet.
Das ist, glaube ich, ganz, ganz
wichtig. Ich habe immer versucht,
sehr, sehr wertschätzend über
die Ex-Frauen auch zu sprechen
und wenn vielleicht auch mal eine Entscheidung getroffen
worden ist, die ich jetzt in dem Sinne
nicht gut geheißen habe,
hätte ich das nie den Kindern
gegenüber verlauten lassen.
Weil das geht die Kinder gar nichts an.
Das kann ich meinem neuen Partner dann vielleicht sagen,
Mensch, ich finde das nicht so gut, dass deine Ex-Partnerin
das und das und das macht,
aber nicht gegenüber den Kindern.
Der Familienalltag muss sich natürlich dann auch
erst einspielen, das ist ganz
klar und da wird sich halt
erstmal ganz viel verändern und auch
da eben halt zu gucken,
ja, was du eben eigentlich schon gesagt hast, diese
Erwartungen, wer braucht was im Familienalltag,
was fühlt sich gut,
was fühlt sich nicht so gut an,
aber das auch zu akzeptieren, wenn jemand
sagt, ach, ich möchte
gerne ein Sechs-Uhr-Abendbrot essen, der andere sagt, ich möchte
erst um acht, okay, wie können wir da
zu einer guten Lösung kommen,
das ist eben dieses Respektvolle, dass jeder halt
seine Wahrheit oder
seine Realität hat und
all diese Realitäten müssen jetzt irgendwie zusammengebracht
werden.
Da hilft ja die Folge,
die wir zuletzt
auch veröffentlicht haben,
Stimmige Kompromisse finden.
Weil letztendlich brauchen wir das schon
in der kleinen Familienrunde, in der großen
wird es umso wichtiger, dass man weiß,
wie man wirklich nachhaltig stimmige Kompromisse
schließt, bei denen
sich alle gut fühlen und wo keiner
auf etwas sich einlässt, was für ihn
eigentlich gar nicht stimmig ist,
denn das wird am Ende immer wieder
auf das Gesamtsystem zurückfallen,
das wird allen irgendwann schlecht damit gehen,
dass man diesen unstimmigen oder
faulen Kompromiss geschlossen hat.
Ja, dem besonders entgegenwirken kann
man eben durch die Zeit als Familie, dass man
die Bindung weiter stärkt und aufeinander
eingeht, denn damit stärken
wir unser wichtigstes Systemgesetz,
Systemgesetz 1,
Zugehörigkeit, dass eben je mehr
Zugehörigkeit da ist, je mehr
Verbundenheit man fühlt,
desto weniger wird man natürlich
in die Versuchung kommen, schlecht
über jemanden zu reden, etwas nicht auszusprechen,
eben jemanden nicht wertzuschätzen,
vielleicht einen Ausgleich nicht zu schaffen,
sondern je mehr Verbundenheit
und Zugehörigkeit ihr
in eurer Patchwork-Konstellation
fühlt, desto runder wird das
typischerweise laufen, desto eher werdet ihr
Dinge offen aussprechen
und dahin führen,
dass ihr euch miteinander gut fühlt und
ein schönes Fundament entsprechend habt.
Genau.
Ich würde vielleicht noch eins hinzufügen,
wenn ich mir das gerade so durch den Kopf gehen lasse,
nochmal, wir haben vorhin schon ein bisschen
darauf hingedeutet,
dieser Ausgleich zwischen
Geben und Nehmen, dieses Gerechtigkeitsgefühl,
das tatsächlich auch immer mit im
Blick zu haben, bringe
ich meinem eigenen Kind jetzt eine Schokolade
mit, dann muss ich auch all meinen neuen
Kindern eine Schokolade mitbringen.
Wenn ich dem einen irgendwie ein Hobby
finanziere, müssen alle anderen Kinder
auch die Möglichkeit haben, ein Hobby finanziert zu
bekommen. Oder zumindest,
dass man es anspricht und sagt, du bist der Älteste,
du kommst jetzt irgendwie
die Reise nach Paris geschenkt,
die anderen Kinder bekommen das
dann auch, wenn sie 16 sind oder
was auch immer, sodass da ganz klar
ist, da ist eine Gerechtigkeit
und es wird sonst klar auch
kommuniziert, wenn es da mal eine Bevorzugung gibt eines Kindes, dass sie
anderen Kinder da kein schlechtes Gefühl bekommen.
Ich glaube, das ist ganz wichtig,
wenn da viele verschiedene Kinder
aufeinandertreffen oder eben auch neue Kinder
dazukommen und die anderen Kinder
eben schon das Gefühl haben, Mensch,
das Kind hat jetzt Mama und Papa beide
zusammen, wir haben das nicht, wir müssen hin und her,
dass man da zumindest sicherstellt,
dass die dann wirklich alle
irgendwie ein Gefühl haben, dass es gerecht zugeht.
Das klingt nach einem sehr runden Schlusswort.
Wir hoffen,
euch hat die Folge gefallen und
ihr konntet für euch einige spannende
Impulse mitnehmen.
Ansonsten hört gerne in der nächsten
Folge rein, folgt uns auf anderen
Kanälen oder tragt euch, wie schon
gesagt, bei uns auf der Webseite ein
für das telefonische Erstgespräch, wenn ihr ganz gerne
mal schauen möchtet, ob ein
Coaching mit uns stimmig für euch ist
und ihr das Gefühl habt, dass wir euch
auch direkt unterstützen können.
Bis bald. Bis bald, macht's gut.
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Patchwork-Familien sind bereichernd durch ihre Vielfalt und Flexibilität, aber bergen auch Herausforderungen wie Konflikte mit Ex-Partnern und unterschiedliche Erziehungsansätze.
Ein stabiles Fundament zwischen den Eltern, insbesondere nach einer Trennung, ist entscheidend für die erfolgreiche Integration neuer Partner oder Partnerinnen.
Die Kinder sind zentrale Akteure, und es ist wichtig, dass sie nicht durch Eifersucht oder Ungerechtigkeit leiden, sondern fair und respektvoll behandelt werden.
Offene, ehrliche Kommunikation über Gefühle und Wünsche ist der Schlüssel, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen.
Gemeinsame Regeln, faire Ausgleiche und respektvoller Umgang mit allen Beteiligten – auch mit Ex-Partnern – schaffen ein harmonisches Familienleben.
Die Einhaltung von Gerechtigkeit bei Gaben, Urlauben und verschiedenen Lebensbereichen verhindert, dass Kinder sich ausgegrenzt oder benachteiligt fühlen.
Die Stärkung der Zugehörigkeit und der Bindung innerhalb der Familie fördert Offenheit und reduziert das Risiko von Verletzungen oder negativen Gedanken.
Ein erfolgreiches Patchwork-System basiert auf gegenseitigem Vertrauen, Wertschätzung und einem gemeinsamen, nachhaltigen Wunsch nach Zusammenhalt.
Summary:
Ein Patchwork-System ist vielfältig und bereichernd, aber erfordert große Aufmerksamkeit bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Konflikten mit Ex-Partnern, unterschiedlichen Erziehungsmethoden und dem Gefühl der Ungerechtigkeit bei Kindern. Die Stabilität der Elternbeziehung, insbesondere nach einer Trennung, ist entscheidend, um neue Partner oder Partnerinnen erfolgreich zu integrieren. Offene und ehrliche Kommunikation über Gefühle und Bedürfnisse hilft, Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen.
Ein zentrales Ziel ist es, dass alle Beteiligten – auch die Kinder – fair behandelt und wertgeschätzt werden, wobei die Gerechtigkeit bei Gaben, Urlauben und Lebensbereichen klar kommuniziert wird. Respektvoller Umgang, insbesondere im Beisein der Kinder, verhindert, dass negative Gedanken oder Vorurteile entstehen. Die Stärkung der Zugehörigkeit und der familiären Bindung fördert offene Kommunikation und reduziert das Risiko von Verschlechterungen.
Schließlich basiert ein erfolgreiches Patchwork-System auf gegenseitigem Vertrauen, Wertschätzung und einem gemeinsamen Wunsch nach Harmonie und Zusammenhalt. Die Erfahrung von Stefanie zeigt, dass durch Wahrheit, Respekt und gemeinsame Strukturen eine glückliche, ausgewogene Familie möglich ist.
FAQs
Ja, eine Patchwork-Familie kann erfolgreich funktionieren, wenn die Mitglieder offen miteinander kommunizieren, Respekt zeigen und gemeinsame Regeln schaffen. Der Schlüssel liegt in einer stabilen, wertschätzenden und gerechten Beziehung zwischen allen Beteiligten.
Häufige Probleme sind Konflikte mit Ex-Partnern, unterschiedliche Erziehungsmethoden, Eifersucht unter den Kindern und Ungerechtigkeiten im Umgang mit Rechten oder Geschenken. Auch der Umgang mit finanziellen und täglichen Haushaltsfragen kann Spannungen auslösen.
Die Kommunikation ist entscheidend, da sie hilft, Gefühle, Wünsche und Erwartungen offen auszutauschen. Offene und ehrliche Gespräche verhindern, dass Verletzungen sich anhäufen und Konflikte eskalieren.
Ein stabiles Fundament, das aus guter Kommunikation und gegenseitigem Verständnis besteht, ermöglicht es, neuen Partnern und Kindern eine sichere und wertschätzende Umgebung zu bieten, die für alle eine Zuweisung und Zugehörigkeit schafft.
Durch klare, transparente Regelungen, bei denen jedes Kind genau weiß, welche Rechte es hat und was es erhält. Es ist wichtig, dass Bevorzugungen offen kommuniziert werden, damit keine Kinder ein schlechtes Gefühl haben.
Weil das Kind keine Verantwortung für die Vergangenheit hat. Ein respektvoller Umgang mit den Ex-Partnern und die Vermittlung von Werten verhindern, dass Kinder negative Gefühle entwickeln oder gegeneinander ausspielen.
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