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Ehekrise meistern: Durch diese 5 Tipps könnt ihr eure Ehe retten

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Ehekrise meistern: Durch diese 5 Tipps könnt ihr eure Ehe retten

Eine Ehekrise entsteht nicht durch Schuld eines Partners, sondern durch ein gegenseitiges Miteinander von Verletzungen, Kommunikationsproblemen und verdrängten Emotionen. Beide Partner tragen aktiv und verantwortungsvoll dazu bei. Stattdessen wird von Schuld auf Verantwortung umgestellt, was eine nachhaltige Beziehung fördert. Häufige Auslöser sind Lebensphasen mit großen Herausforderungen wie Kinder, Arbeitswechsel oder Affären, bei denen alte, ungelöste Konflikte zurückkehren. Viele Paare versuchen, die Krise durch Ablenkung oder gemeinsame Projekte abzuschalten, was jedoch nur kurzfristige Symptome verursacht. Die wirkliche Heilung erfolgt durch eine detaillierte Rückblicke auf frühe Beziehungsebenen, wo erste Verletzungen und unangenehme Gefühle entstanden sind. Diese werden reflektiert und gelöst, um ein stabiles Fundament zu schaffen. Besonders wichtig ist es, in guten Phasen präventiv an die Beziehung zu arbeiten, um zukünftige Krisen zu vermeiden. In der Praxis zeigt sich, dass ein gemeinsamer Prozess, mit Wertschätzung und echter Kommunikation, zu einer stabilen und glücklichen Beziehung führt. Auch wenn eine Trennung notwendig ist, wird damit ein tiefes Verständnis für die Beziehung und die eigenen Lebenswerte gewonnen. Die Unterstützung durch professionelle Therapie und regelmäßige Reflexion ist entscheidend, um aus der Krise herauszukommen und langfristig eine Wunschbeziehung aufzubauen.

Transcription

8142 Words, 48646 Characters

German
Heute soll es um das Thema Ehekrise gehen. Ina, wer hat Schuld an einer Ehekrise, der Mann oder die Frau? Es kommt darauf an, würde ich sagen. Nein, man kann nicht sagen, dass einer Schuld hat. Beide tragen ihren Anteil dazu bei. Also, dass man in einer Krise ist, ist nie die Schuld von einer Person, sondern immer ein Zusammenwirken von zwei Personen. Von daher, ob Mann oder Frau, ist eigentlich ganz egal. Es ist nie einer alleine. Und das ist nämlich der Punkt, deswegen so ein bisschen provokanter Einstieg. Also, manchmal haben manche das Gefühl, dass es in einer Paartherapie darum geht, dass einer von beiden der Schuldige ist und man so stigmatisiert wird. Deswegen ja auch manchmal der Wunsch, dass man eher einen Mann oder eine Frau als Therapeuten hat. Weil die Frau manchmal Sorgen hat, dass ein männlicher Therapeut sich mehr auf die Seite des Mannes schlagen kann und auch den Mann besser verstehen kann. Oder die Frau dann eben. Entsprechend die Frau. Wenn man aber eine fundierte Methodik hat, spielt das alles keine Rolle. Und so Themen wie Schuld, richtig oder falsch, die streichen wir gleich aus dem Wortschatz. Wir sind ja nicht vor Gericht. Genau. Bei uns wird keiner schuldig gesprochen. Es geht immer um Verantwortung. Und das solltet ihr in eurer Beziehung eben auch tun, dass ihr nicht mehr von Schuld sprecht, sondern von Verantwortung. Denn Verantwortung kann man übernehmen und tragen. Und dadurch kann man was verändern. Bei Schuld kann man nicht viel machen, außer seine Strafe irgendwie absitzen. Und wir wollen ja irgendwie in der Ehe keine Strafen absitzen. Heute soll es um das Thema gehen, Ehekrise meistern. Ihr seid im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Here's your story, let's begin. The water's fine, come on, dive in. The future's here, it's right before your eyes. Wenn man in einer Ehekrise ist, dann hat man. Und viele unterschiedliche Gedanken. Viele Paare bei uns im Coaching berichten ja auch von schlaflosen Nächten, von richtig körperlichen Beschwerden auch. Dass sie sagen so, boah, ich hab immer Magenschmerzen, wenn ich morgens aufstehe. Ich hab so Gedankenkarusselle in meinem Kopf. Ich hab das Gefühl, ich ernähre mich nur noch scheiße, weil ich innerlich in so einem Konflikt die ganze Zeit stehe. Ich überlege, was soll ich machen? Soll man sich trennen? Aber das hat auch wieder Konsequenzen. Soll man zusammenbleiben? Aber wie kriegt man jetzt noch den Dreh hin? Also so ganz viele unterschiedliche Gedanken im Kopf. Und das merkt man körperlich, aber natürlich auch psychisch. Bisschen zu Krankschreibungen. Klar. Oder dass man, gerade wenn es akut ist, und zum Beispiel eins fremdgehen und an einer Fähre auffliegen, dann auch, dass sich viele erstmal krankschreiben lassen, um das irgendwie zu verdauen. Weil bei der Arbeit könnte man eh nichts Produktives machen. Und das hören wir ja sehr regelmäßig. Also dass Leute bei uns im Coaching beim Kennenlerntermin da sitzen und sagen, hier ist Ausnahmezustand, ich hab seit Tagen gefühlt nicht mehr geschlafen, ich kann kaum noch was essen. Ich kann nur noch an diese eine Sache denken, also an unsere Verbindung zueinander, über das, was vorgefallen ist oder über die ganzen Verletzungen. Ich kann irgendwie gerade noch so als Mutter oder Vater halbwegs funktionieren, aber lange halte ich diesen Zustand nicht durch. Und wir haben ja gerade vor kurzem eine Folge zum Thema Verlustangst, die habe ich ja mit Nike zusammen aufgenommen, rausgebracht. Und das ist eben ein Punkt, warum bei ganz vielen eben die Ehekrise besonders starke Gefühle, natürlich auch hervorruft, denn eine Krise heißt ja, dass wir an einem Wendepunkt sind. Entweder geht es in die eine Richtung, also es wird wieder besser und wir kommen mehr vielleicht in Richtung Wunschbeziehung und wir kriegen das ganze Ding rumgerissen oder es geht in Richtung Trennung. Und beim Thema Trennung, da haben natürlich viele mit Verlustängsten auch zu kämpfen. Mehr Menschen, als man so glaubt. Und je sicherer man dann in der Beziehung ist, desto besser ist es natürlich. Aber wenn dann die Trennung im Raum steht, dann ist dann doch, auch für viele eben nicht nur die Trennung an sich, sondern eben noch weitere Ängste und Themen, die mit reinspielen. Gescheitert sein ist für viele etwas, was man sich vorstellt. Dann geht so ein inneres Bild kaputt, gerade wenn man vielleicht schon Kinder hat. Dann geht dieses Bild der heilen Familie kaputt. Auch für die Kinder. Finanzielle Ängste auch. Genau, finanziell ändert sich das häufig. Die Frage ist, was passiert mit der Immobilie? Ist die so aufgestellt, dass einer alleine sie hat? Wer will sie und darf sie halten? Kann man den anderen dann auszahlen? Muss man das auch auflösen? Also da gibt es ganz viele Fragen und entsprechend sehr viel Unsicherheit. Genau, und ich glaube, das Problem ist auch, dass man ja zu zweit in dieser Krise ist. Also wenn ich zum Beispiel dann den Gedanken habe an einem Tag und sage, ich würde so gerne daran festhalten, ich würde die Beziehung gerne retten, ich bin motiviert, dann bist du aber vielleicht gerade an dem Tag total in der Stimmung, dass du denkst, das macht ja alles hier gar keinen Sinn mehr. Und dann geht so ein Ping-Pong-Spiel von Gefühlen los. Dass der eine sagt, oh Mensch, komm, lass uns nochmal zusammensetzen, lass uns nochmal reden. Der andere sagt, nee, heute gar nicht. Und ich glaube auch allgemein macht das gar keinen Sinn mehr. Am nächsten Tag wechselt sich das. Und das macht es so anstrengend, dass man ja nicht nur den Prozess alleine hat, sondern da jemand anderes ja auch noch drin steckt. Auch wenn unsere Themen häufig mit Leid verbunden sind, aber wir natürlich dabei helfen wollen, dass ihr rauskommt, dem Leid und eurer Krise, so freuen wir uns doch immer wieder, neue Podcast-Folgen aufnehmen zu dürfen und freuen uns, wenn wir sehen, wie viele Menschen wir erreichen. Und anhand der Bewertungen kriegen wir eben durch euch ein Feedback, dass euch die Folgen auch wirklich weiterbringen. Also wenn dich diese Folge berührt, betrifft und du das Gefühl hast, du hast für dich passende Impulse bekommen, du fühlst dich gesehen und gehört und kannst mitfühlen, dann hinterlass doch gerne, eine Bewertung bei Spotify oder im Apple Podcast. Und wenn du diese Folge bei YouTube hörst und siehst, dann kannst du natürlich auch gerne ein Abo dalassen oder einen Kommentar hinterlassen. Das würde uns sehr freuen. In unseren Coachings starten wir ja eigentlich immer erst mal mit einem Kennenlernen und einem Strategiegespräch, dass wir schauen, was wird so gebraucht. Und im Kennenlernen, das wir inzwischen ja tausend plus Male durchgeführt haben, da erfahren wir, das ist natürlich immer die Geschichte. Also erst mal geht es da darum, wer sind die Menschen? Und dann wird das Thema genannt, was in die Krise geführt hat. Ungefähr 90 Prozent der Paare, die zu uns kommen, sind akut in der Krise. So circa 10 Prozent sind ein bisschen präventiver unterwegs. Also es knistert auch schon ein bisschen. Aber es ist noch nicht so, dass man sagen würde, die haben noch nie an Trennung gedacht. Die wollen das jetzt lösen, bevor es dahin kommt, dass man das erste Mal an Trennung denkt. Aber die meisten sind schon, die sind schon in der Krise. Es macht natürlich viel mehr Sinn, möglichst früh da zu sein. Absolut. Aber wir haben halt eben jetzt schon, wenn wir von 90 Prozent ausgehen, über 900 Krisengeschichten gehört. Und wenn wir dann ins Coaching einsteigen, dann natürlich noch tiefer gehend. Und da zeigen sich ja die verschiedensten Wege und Themen, die in die Krise führen können. Was sind so ganz häufige Geschichten, die man im Kennenlernen hört, was die Paare in die Krise geführt hat? Das ist eine sehr spannende Frage. Ich finde, man sieht schon ein Muster, da gebe ich dir recht. Also jede Geschichte an sich ist natürlich individuell, weil da ja zwei Menschen zusammen in dem Gespräch sind. Und das ist der Moment, den ich auch immer als sehr dankbar empfinde, weil die Menschen sich dann so öffnen einem gegenüber. Also sie erzählen meistens ja auch, was machen sie beruflich? Wie ist ihr Leben aufgebaut? Frage ich auch mal, wer gehört noch mit dazu? Und dann geht es halt relativ schnell darum, was ist sozusagen die Herausforderung, die ihr mitbringt? Und da erlebt man natürlich, wie du sagst, so typische Geschichten. Eine ist, die ich sehr häufig im Coaching erlebe, dass einer fremdgegangen ist, eine Affäre bestand und dass die Menschen sozusagen in die Krise gekommen sind, weil ein Mangelgefühl herrscht. Also gar nicht können die manchmal sagen, was das Mangelgefühl vielleicht ist. Sie können das so grob sagen, so Wertschätzung und wir haben nicht mehr viel miteinander gesprochen, aber noch nicht so in der Tiefe. Aber das ist meistens so, dass zwei Menschen sich auf den Lebensweg in der Beziehung an verschiedenen Punkten durch verschiedene Herausforderungen verloren haben. Sowas wie ein Kind kommt dazu, ein Arbeitspensum wird hochgeschraubt. Häufig auch immer so ein Ding von, wenn so eine Wechselung stattfindet, also Homeoffice und jetzt wieder mehr bei der Arbeit. Also Herausforderungen, die viel Zeit kosten und dass die Paare so auseinandergebracht hat, diese Lebensphase. Und dieses Auseinanderbringen eine Unzufriedenheit hat. Aber das Paar es nicht mehr schafft, das nochmal aufzurollen und zu sagen, Mensch, ich fühle mich nicht gut, sondern immer weiter in die Krise geschlittert sind und dann etwas folgte wie Affäre, Fremdgehen, Fremdverlieben als Konsequenz daraus. Das ist so ein typischer Verlauf in Gesprächen häufig. Dann könnte man ja eigentlich sagen, dass es im Kern an der Kommunikation mangelt, weil wenn man sich über so einen Prozess, auch wenn man viele Projekte, gerade laufen hat, dann könnte man das ja über eine solide, intensive Kommunikation miteinander, das Finden von stimmigen Kompromissen, eigentlich den gleichen Weg einschlagen. Ja, das ist immer so mit dem Wissen von heute. Also rückblickend ist das für jeden Paar dann auch klar und sagen so, ja, kann ich total sehen, da haben wir ja kaum noch miteinander gesprochen. Entscheidend ist auch mal das Wir-Gefühl. Also es ist ja in Ordnung, dass es mal Phasen gibt und das kennen wir selber ja auch, wo man weniger miteinander spricht, weil andere Prioritäten sich vorlegen, vorschieben, aber das bewusst wahrzunehmen und an diesem Wir Gefühl festzuhalten, also immer wieder zu schauen, wo stehen wir als Paar, ist das gerade so, wie es ist, in Ordnung oder fühlt einer sich unglücklich, können wir das gerade zusammen aushalten, dass ein Mangelgefühl da ist, weil es gibt ja auch einfach mal Zeiten im Leben, da läuft das scheiße und da sagt man sich dann auch, okay, das ist jetzt gerade hart, aber wir gehen da noch zusammen durch, auch wenn ich sehe, dir geht es damit nicht so gut, aber dann gibt es auch wieder den Wendepunkt, aber dieses Wir-Gefühl, ich glaube, das ist ganz wichtig und das berichten ja auch viele Paare, wenn sie in der Krise sind, ich bin so im Einzelkämpfer-Modus, es gibt uns gar nicht mehr wirklich als Paar, ich habe das Gefühl, dich interessiert das alles gar nicht, was ich hier mache, wenn ich jetzt getrennt wäre, das wäre fast kein Unterschied und das sind so diese Gedanken, die das widerspiegeln. Was würdest du sagen, fällt dir so eine typische Geschichte ein? Ich habe jetzt so über dieses Mangelgefühl gesprochen, was ist in deinem Kopf? Also für mich sind typische Paare weniger bei Affäre und Fremdgehen, weil das ja häufig bei dir landet, thematisch, sondern was ich immer feststelle, ist, dass die eigentliche Anbahnung zur Krise schon vor der Beziehung eigentlich entstanden ist, weil man ganz viele Themen mit in die Beziehung bringt, die die Beziehung belasten und die man für sich noch nicht gelöst hat. Zum Beispiel? Gefühle wie nicht gut genug sein, nicht über Bedürfnisse sprechen können, allgemein dass es einem schwerfällt, seine Gefühle zu äußern und darüber zu sprechen, auch Gefühle anzunehmen, dass man schwer Verantwortung übernehmen kann, wenn man den anderen verletzt hat, dass man allgemein eine Kommunikation hat, die auf das Minimum beschränkt ist oder dass man eben ganz andere Prägungen noch mitbringt. Aber würdest du sagen, dass es dann war es ja eigentlich zwischen den beiden Personen noch nie gut? Viele Paare empfinden das ja, aber viele Paare empfinden ja am Anfang, dass es noch gut war, in der Kennlernphase, die ersten Jahre vielleicht. Ja klar, man unterscheidet natürlich zwischen dem Gefühl zueinander und den Prägungen, die man mitbringt. Denn ein Signal ist eigentlich, wenn man mal so die ersten drei bis sechs Monate seiner Beziehung reflektiert und schaut mal, gibt es in den drei bis sechs Monaten, jetzt rückwirkend betrachtet, schon erste Momente, wo man sich verletzt gefühlt hat, wo man irritiert war, wo man Unsicherheiten hatte und man im Laufe der Beziehung gemerkt hat, das sind Dinge, die sich fortsetzen und intensivieren. Und dann weiß man, okay, das ist ganz häufig etwas, wenn das schon so früh in der Beziehung beginnt, was häufig der Fall ist, dann liegt das eben daran, das hat man aus vorherigen Beziehungen mitgebracht. Oder aus der Kindheit mitgebracht, weil man eben noch die Beziehung der Eltern in Anführungsstrichen kopiert und sich davon noch nicht so gelöst hat, weil man das vielleicht auch noch nicht reflektiert hat. Ich hatte jetzt gerade letzte Woche ein Coaching, das passt da so ein bisschen jetzt zu, da haben wir die Verletzung aufgelöst und bei der zweiten Sitzung kam die Person und hat gesagt, ja, mir sind noch zwei Verletzungen aufgefallen, durch Reflexion, also durch die Erkenntnis, was wir jetzt hier gerade erleben, mitten in der Krise, dass da ganz am Anfang unserer Beziehung schon zwei Situationen war, wo ich mich sehr verletzt gefühlt habe. Das habe ich damals aber gar nicht so stark empfunden, aber als ich das jetzt alleine reflektiert habe, waren das schon zwei Situationen, die zu unserem Thema in der Krise total passen. Gerade wenn die rosa-rote Brille noch aktiv ist, dann nimmt man diese Dinge natürlich gar nicht so intensiv wahr. Dafür ist diese Brille ja auch da, aber dann nachher rückwirkend reflektiert, wirkt sich das schon anders aus. Naja, und dann landen Paare so im Schnitt nach fünf bis acht Jahren in der Krise, weil dann ist genug aufgestaut. Also, dann sind die Dinge werden verdrängt, das lernen wir ja häufig in der Kindheit, dass wir Gefühle, negative Gefühle, eher verdrängen sollen. Es wurde ja damals eher gesagt, Mensch, musst doch nicht weinen, ist doch nicht so schlimm, und das ist gleich wieder vorbei. Also eher beiseite schieben als oh Mann, du hast dir ja wirklich wehgetan, komm mal her, ich tröste dich, lass uns mal zusammen traurig sein, bis das wieder weggeht. Das wurde ja so meistens nicht gemacht. Und als Erwachsene reagieren wir weiterhin so. Und nach fünf bis acht Jahren haben wir so viel aufgestaut, dass wir den Deckel, den wir brauchen, den wir so da drauf bauen, irgendwann nicht mehr halten können. Oder man kann auch sagen, das Fass ist vollgelaufen. Und dann sind eben die Konflikte immer enger getaktet und emotional immer eskalativer. Dass man an einen Punkt kommt, wo man sagt, auf einmal fängt es so an, dass unsere Kommunikation, dass unsere Streitigkeiten richtig ausarten. Dann kommt häufig so der erste Moment, wo man gemerkt hat, oh Scheiße, das haben die Kinder mitbekommen. Da stand jemand im Türrahmen oder sowas. Wir haben es nicht geschafft, das sozusagen von den Kindern fernzuhalten. Und da setzt es dann meistens an, dass man sagt, Mensch, wir sind hier irgendwie in eine Krise geraten, jetzt müssen wir mal was tun. Was tun Paare dann? Typischer Weise? Was würdest du sagen, sind so die ersten Ideen, auf die Paare kommen, wenn sie merken, das läuft irgendwie nicht mehr so rund zwischen uns? Typischerweise Paare mit Kindern sagen dann sowas, ja, wir müssen mal mehr Zeit miteinander verbringen, wir brauchen mal einen Babysitter. Lass uns mal regelmäßig essen gehen. So, das kriegen wir vielleicht noch hin. Lass uns einfach mal hier raus. Ich glaube, die ganze Situation ist jetzt einfach so belastend. Lass uns mal am Wochenende wegfahren. Kurz Urlaub buchen. Also raus aus der Blase. Genau. Gerne auch ein gemeinsames Projekt. Also die Menschen möchten ja Zugehörigkeit. Das ist ja ein tiefes Gefühl von jedem von uns, dass wir uns mit anderen Menschen verbinden möchten, dass wir Zugehörigkeit haben wollen. Und dann kommen halt auch so Gedanken, die jetzt im Nachhinein, vielleicht manche sagen auch, ja, irgendwie im Nachhinein war das auch nicht so der gute Weg, aber in dem Moment hat sich das irgendwie als Gedanke ganz gut angefühlt. Lass uns mal ein gemeinsames Hobby suchen. Dann gehen die Leute zusammen laufen, dann bauen sie den Dachboden aus oder irgendetwas anderes und merken aber in dem Moment so, puh, ja. Ich meine, es ist ja auch eine ganz logische Konsequenz. Ja. Wenn ich gelernt habe, Gefühle eher zu verdrängen und ich an einen Punkt gerate, wo ich mein Gefühl nicht mehr so richtig verdrängen kann, weil es mir immer wieder dazwischen schießt und immer wieder so Impulse und Signale und ungute Gefühle sendet, dann suche ich ja nach weiteren Wegen noch besser zu verdrängen erst mal. Und Ablenkung ist die beste Verdrängung. Ja. Das heißt, wenn ich dann ein Projekt habe, was mich gedanklich ablenkt, wenn wir gemeinsam ein Haus nochmal neu bauen, wenn wir zusammen Sport beginnen, wenn wir in einem Kurzurlaub oder Urlaub sind, dann sind wir abgelenkt. Dann sind wir raus aus diesem Alltagsgeschehen, haben andere Dinge zu tun. Manche lenken sich dadurch ab, dass sie länger auf der Arbeit bleiben, als sie eigentlich müssten. Ja, man hat ja auch so die Hoffnung, mit diesem Essen gehen, sagte mal ein Paar. Ja, wir haben so gedacht, uns war ja klar, uns gibt es als Liebespaar wenig. Dann haben wir einen Babysitter gesucht, die Kinder fanden das jetzt nicht so geil am Anfang. Und dann haben sie gesagt, okay, wir gehen jetzt mal zwei Stunden irgendwo was essen. Aber das ist ja immer so, man nimmt ja seine Probleme mit. Die sind ja nicht an der Haustür abgegeben und man steigt ins Auto und ist vor allem mal das Liebespaar wie vor fünf Jahren. Und fühlt sich unabhängig, frei und es ist alles leicht und spontan und so. So ist es ja nicht. Da steigen zwei Menschen wahrscheinlich, wenn man Kinder hat, kennt man das ja auch, so ein bisschen genervt vielleicht ins Auto, weil man noch einen kleinen Wutausbruch vorher hatte oder genervt war, weil noch irgendwelche Gefühle begleitet werden durften. Dann sitzt man im Auto und denkt so, ja super, dann lass uns mal essen gehen. Ja, und was machen wir jetzt miteinander? Und worüber reden wir? Genau, was soll ich jetzt sagen hier im Restaurant? Ja, vor allen Dingen, was kann ich sagen, was ja auch Richtung Liebespaar geht, wo wir nicht über die Kinder reden, über irgendwas streiten. Dann habe ich noch sieben Themen, die ich lieber gar nicht anspreche, weil ansonsten geraten wir hier in einen Konflikt. Am Ende schweigt man sich an. Und das sind ja auch Paare, die wir häufig, wenn wir mal früher mehr essen gegangen sind, jetzt ja noch ab und zu, so sehen, die dann an den Tischen sitzen, wo ich immer das Gefühl habe, die hören uns beim Gespräch zu. Also, die reden zwar miteinander, aber die gucken halt immer sehr auffällig so aneinander vorbei. Dann checken sie so die Umgebung und sagen, ja, und sonst, ja. Also, gar nicht, dass da Streit ist, ne, in der Öffentlichkeit, aber es ist halt sehr distanziert, es ist eher quantitativ, da ist keine Leichtigkeit, da ist kein Lächeln, sondern, ja, schmeckt dein Essen, ja, schmeckt gut. Und dann gehen beide häufig zusammen nach Hause natürlich wieder und dann kommt manchmal der Gedanke, oh, mit meiner Freundin wäre das jetzt hier ein bisschen entspannter und lustiger gewesen, oder mit einem Kumpel wäre es auch cooler gewesen. Ja, oder dir fallen vielleicht auch gar nicht mehr, naja, die Möglichkeiten so ein. Ich denke gerade an ein Paar, das hatte eigentlich recht viele Überschneidungen bei den Interessen und bei den Hobbys, aber die sind alle aus dieser Überschneidung rausgerutscht, nicht mehr, weil die sich dafür nicht mehr interessierten, sondern, weil nachher Dinge mit Konflikten abgespeichert waren. Ja. Dann hat man gesagt, ne, wir fahren nicht mehr zusammen Mountainbike, weil da haben wir uns beim letzten Mal so doll gestritten. Und Wandern haben wir vor ein paar Jahren aufgehört, weil da haben wir uns auch total beigestritten und der eine will sowieso immer viel weiter als der andere, haben wir auch keinen Kompromiss für gefunden und ein Streit ist zusätzlich entstanden, haben wir auch gestrichen. Und dann schaut man auf die Wunschbeziehung zusammen, formt die und merkt, wenn die beiden einzeln das machen, dann haben, also erstmal haben sie zu zweit gesagt, ne, wir haben Wunschbeziehung, Überschneidung, da ist nicht mehr viel bei uns. Dann haben sie einzeln ihre Wunschbeziehung geformt und so in die Mitte geschrieben, was so die Interessen sind und wofür sie sich interessieren. Und dann legt man es übereinander und merkt, hey, warte mal, ihr habt total viel Überschneidung. Und dann Ja, aber wir machen das nicht mehr zusammen. Aber im Gefühl nicht, ne? Im Gefühl nicht. dann müssen wir doch einfach gucken, dass wir die ganzen Themen, die gewesen sind, lösen, damit das wieder zusammengeführt werden kann. Das heißt, Ablenkung funktioniert eben nicht. Also Ablenkung auf verschiedenste Art und Weise, denn die ganzen, das Fass bleibt weiterhin voll, man guckt nur nicht mehr so drauf, man packt neue Dinge oben drauf und es kommen weitere Symptome hinzu, mehr Erschöpfung, mehr Unzufriedenheit, mehr Mangelgefühl, weitere Distanz. Ja, es geht ja auch nicht einfach. Also ich habe ja, wie gesagt, viele Paare, die jetzt gerade das Thema Affäre bei sich hatten zu meistern, dass einer eine Affäre hatte und da ist ja einfach auch das Thema Flashbacks ganz groß. Dann sitzt du im schönen Hotel an der Ostsee, hast deinen Kurzurlaub, aber fühlst es nicht, weil du die ganze Zeit den anderen anguckst und denkst, puh, wie konntest du mir das antun? Wie konntest du das machen? Also hat Bilder im Kopf, hat ganz viele Fragen, die noch offen sind im Gefühl und da hilft es nicht, sich abzulenken und du bist nur am anderen Ort, aber du nimmst das ja mit. Ja, es wäre schön, wenn noch viel mehr Paare sich melden würden, die noch nicht in der Krise sind. Die schon frühzeitig merken, da gibt es gewisse Themen, die sollten wir nicht verdrängen, sondern frühzeitig angehen und dafür sorgen, dass wir gar nicht erst in eine tiefere Krise hineingeraten. Deswegen finde ich es immer ganz schön, ich habe jetzt gerade heute einen Paar im Kennenlernen, gehabt, da ist das so, die sind eigentlich noch gar nicht in einer tiefen Krise. Es gab zwar schon einen ersten Vorfall, der passiert ist, aber die sind noch sehr gut in der Kommunikation miteinander, auch noch nicht lange zusammen und die kümmern sich jetzt ganz nachhaltig um dieses Thema und das lösen sie jetzt intensiv gemeinsam, schauen auf die Ursachen, gucken auf ihre Prägungen, um gar nicht erst in eine Krise zu geraten und stabilisieren jetzt ihr Fundament dafür, dass es dann danach losgehen kann mit dem Kinderwunsch. Das Problem ist natürlich auch, wenn die Ehekrise jetzt nicht so kurzfristig nur ist, sondern schon länger anhält. Also wenn man das Gefühl hat, boah, ganz ehrlich, die letzten Jahre, das war schon auch schon sehr schwierig und wir hängen da so fest und dann gibt es mal so einen kleinen Anlauf und dann geht es wieder fünf Schritte zurück und man sich wirklich dann fragt, muss jetzt nicht mal was passieren, wie kommen wir da jetzt wirklich raus? Und viele sagen dann ja auch, dass sie so das Gefühl haben, dass die Kommunikation einfach gar nicht mehr gut sein kann. Also die ist so gestört und so anfällig für Missverständnisse. Man meint das gut, man geht wieder zu dem anderen hin, versucht Wünsche zu äußern, versucht nochmal ein Ich-Botschaften, das rüberzubringen, was man meint, aber man hat das Gefühl, nee, wir reden hier völlig aneinander vorbei seit Jahren. Und das ist, glaube ich, auch so ein schwerer Zustand, also dass das Leid, das Menschenleid auch sehr lange aushalten können, obwohl sie in verschiedensten Bereichen das schon merken. Also sie merken, dass sie den Kinder gegenüber nicht mehr so handeln können, wie sie möchten, weil sie so eine kurze Zündschnur haben, sie merken das bei der Arbeit, sind nicht so belastbar, merken das, dass sie schlecht schlafen, dass die Ressourcen knapp sind, aber sie halten es noch ganz schön lange aus. Das ist die Kombination aus Verdrängung, Ablenkung und sich die Dinge selber schön argumentieren. Zu sagen, anderen geht es ja auch schlecht. Genau, sich mit anderen vielleicht eher zu verbünden, mit anderen Freundinnen oder anderen Kumpels, die sagen, das kenne ich, das ist jetzt, typisch Mann, typisch Frau. Genau, oder man kompensiert dann, und da hält sich mit den Freunden drüber, die haben vielleicht ähnliches Leid, vielleicht hält einen oder schweißt einen dieses Leid sogar zusammen und sorgt für Verbundenheit. Das kennt man ja aus der Schule von früher, da hat Lest dann über andere ja auch Verbundenheit geschaffen. Und das ist da ja ähnlich, dass man dann sich so die andere Seite als Feindbild nur ein bisschen aufbaut. Man sagt, ja, die Männer kannst du alle in einen Topf und das ist immer das Gleiche. Und die Männer sagen ja, die Frauen und schon hast du dann das irgendwie kompensiert und hast so eine Leitgemeinschaft, aber kriegst ja nichts verändert, nichts gelöst. Und das führt natürlich in eine immer weitere Spirale hinein, weil es ändert sich nichts, es verschärft sich und man löst so einfach nichts. Dann lass uns doch mal auf die Lösung schauen. Also das Thema ist ja Ehekrise meistern. Was kann man tun, damit man aus der Krise rauskommt? An der Stelle erstmal kurz für uns, also wenn euch das Thema betrifft und ihr euch in der Ehekrise befindet und ihr habt bestimmt schon das ein oder andere einzeln oder auch gemeinsam ausprobiert, um das Ganze zu verändern. Wenn ihr merkt, ihr dreht euch da im Kreis, ihr kommt nicht so richtig voran oder ihr sagt von vornherein, wir möchten uns dabei am liebsten unterstützen, lassen und gar nicht so viel rumprobieren, dann meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch und dann schauen wir, auf welchem Weg wir euch am besten unterstützen können. Kommen wir zurück zu deiner Frage. Also was kann man tun, um die Ehekrise zu meistern? Das Wichtigste ist natürlich erstmal die ganzen Themen alle nach und nach wirklich mal anzugehen. Also aufhören zu verdrängen, sondern die Themen nach und nach wirklich zu bearbeiten. Das macht man am besten, indem man mal sich so seine Beziehungszeitlinie aufmalt, zum Kennenlernen zurückgeht und schaut, wie war da das Gefühl? War das Gefühl zwischen uns gut? Passte alles? Also man kehrt zurück zu dem Tag, wo man sich kennengelernt hat. Bei uns wäre es jetzt ein Zurückgehen bis 2009. Und von da an würde ich denn die Linie malen und dann. Und was passiert bei dir, wenn du denkst an Zurückgehen bis 2009? Was passiert in dir? Jetzt haben wir 2024. Ich müsste mich ein bisschen anstrengen im Kopf. Hast du nicht sofort Bilder im Kopf? Du hast doch sonst sofort Bilder im Kopf. Doch, also schon. Also wenn ich jetzt in unsere Kennenlerngeschichte denke, an den Moment, wo man das erste Mal den anderen bewusst wahrgenommen hat. Was für ein Gefühl macht das? Ein gutes Gefühl. Also bei mir entsteht ein warmes Gefühl. Ich habe das Gefühl, ich denke gern daran zurück. Ich sehe mich deutlich jünger vor meinem Auge. Ja, aber was auf jeden Fall da war, ist, es gab keine Konflikte. Genau. Und es gab eine total wertschätzende, zugewandte Haltung. So, und das wollen wir erzeugen, dass dieses Gefühl innerlich wieder spürbar wird. Ja. Weil das ist die Haltung, aus der heraus wir Konflikte lösen können. Am Anfang ist man noch so offen, da ist man, ja, wie du schon sagst, man ist ja, da ist ja keine Verletzung, ne? Alles, was der andere erzielt, ist erstmal grundsätzlich spannend. Und jetzt spulen wir die Zeitlinie vor. Mhm. Ja. Und schauen in der Umgebungsebene, dass wir gewisse Ankerpunkte finden. Wo haben wir gewohnt? Freundeskreis? Welche Hobbys hatten wir? Was haben wir für eine Ausbildung, Studium, Arbeit zu der Zeit gemacht und so weiter? Dass wir so ein paar Ankerpunkte finden. Was sind vielleicht auch so für signifikante Momente, ne? Silberhochzeit der Eltern, Studienabschluss, erster Job, nächster Job. Was sind so signifikante Momente? Und indem man sich dann die Zeitlinie dadurch formt und, ich sag mal, seit 2008 gibt es, glaube ich, Smartphones ungefähr. Ja, müsst ihr hinkommen, ne? Ja. Da ist, glaube ich, das iPhone rausgekommen. Das heißt, wer da schon das erste Smartphone hatte, oder eine kurze Zeit später, der kann. Ich nicht. Ich hatte das erste direkt. Und, ähm, das war sehr spannend. Ja. Das ist so ein Ankerpunkt zum Beispiel, ne? Weiß ich ganz genau, iPhone, das erste. Ich war damals in der Berufsoberschule, also 13. Klasse. Und, ähm, komm mit dem iPhone rein. Und das erste, was passiert ist, dass zwei Mitschülerinnen kreischend auf mich zukamen. Was? Du hast das neue iPhone? Und durchdrehten. Und man so denkt so, es ist ein Smartphone. Ist schon cool, aber es ist ein Smartphone. Ja. Und dann der Lehrer das irgendwie mitbekam am Rande. Und der hatte bis 2008 noch nie ein eigenes Handy. Weil er das total doof fand. Okay. Und dann zu mir kam und sagte, Florian, kann ich mir mal das iPhone angucken? Ja. Also es war der totale Hype. Aus der heutigen Sicht gar nicht mehr vorstellbar, weil das so normal geworden ist. Ich hatte noch den Knochen. Ich konnte SMS verschicken, schlechte Fotos machen, geil im Internet. Aber das sind so Ankerpunkte, ne? Da kann man sich über diese Ankerpunkte hinweg dann entsprechend die Zeitlinie aufbauen. Und wenn man eben, sobald man ein Smartphone hat, hat man normalerweise Bilder gemacht. Man kann sich auch anhand der Bilder über die Jahre sehr gut das nochmal zusammensetzen. Und dann geht man innerlich diese Zeitlinie durch. Bis man merkt, da ist das erste Mal ein ungutes Gefühl. Das war erstmal so ein Störgefühl. Das ist super spannend, weil eigentlich ploppt das, das sagen wir den Paaren ja auch mal recht schnell auf. Also in drei bis sechs Monaten eigentlich. Ja. Also ich weiß an dem Tag, wo wir uns das erste Mal gesehen haben, ist bei mir schon das erste ungute Gefühl aufgetreten. Gut, ne? Ja. Gleich reingehauen. Ja, ich glaube nach 30 Minuten, nachdem wir uns das erste Mal gesehen haben. Ja. Und, äh, aber jetzt nicht so krass, dass man jetzt denkt, so, gah, was haben die gemacht? Aber da war schon das erste ungute Gefühl. Und daran sieht man auch mal. Und dann kam sogar noch zwei Stunden später das nächste Mal ein ungutes Gefühl auf, ne? Das weiß ich jetzt nicht. Das fällt mir so spontan nicht ein. Nee, das erste ungute Gefühl war, dass wir in meine Wohnung gegangen sind. Ja. Und ich hatte die Angewohnheit immer, wenn ich meine Wohnung betreten habe, den Schlüssel, also abzuschließen. Ja, abzuschließen. So, und das hat das erste Mal ein Gefühl bei dir gemacht? Ja, vor allem muss man dazu sagen, wie fühlt Stock hast du damals im Altbau gewohnt? Das war, ja. der fünfte ohne Treppe. Genau, bis ich oben war, hab ich schon gedacht, und das beim Date, ich war fix und fertig. Ich hatte das Gefühl, ich hab ja gar keine Kondition. Kommst du daheim, verschwitzt und brauchst eigentlich ein Sauerstoffzelt, dann kommt man in die Wohnung rein und dann drehst du dich um, machst die Tür zu und schließt vor allem mal die Tür ab. Das ist nicht sein Ernst. Das gute Gefühl hab ich gleich wieder hergestellt. Ich hab ja den Schlüssel stecken lassen, weil der steckt ja immer. Ich hab nur in dem Moment gedacht, so okay. Und das ist auch die Geschichte, die auf jeder Hochzeitsrede von uns dann ausgeschlagen wurde. Ja, das war auch echt, also ich war auch echt geschockt in dem Moment. Ich hab nur gedacht, ach du Scheiße. Ja. Und dann gab's den Moment am Fenster. Ja. Und da hab ich gedacht, das wird nie was zwischen uns. Wo du ein Stück auf mich zukommen wolltest, weil ich hab natürlich aufgrund der Höhe dort einen schönen Ausblick auch gehabt. Eine geile Wohnung, ja. Und dann hab ich einen Schritt nach, hast du einen Schritt auf mich zugemacht und ich hab einen Schritt von dir weggemacht. Ein Schritt, das war ein sehr deutlicher Schritt. Ich dachte, du wolltest halt, ich wollte dir eigentlich zeigen, dass man sozusagen da auf der Ecke auch noch was Schönes sehen kann. Ja. Und hab aber gar nicht realisiert, dass du einen Schritt auf mich zugemacht hast, weil du nicht das draußen sehen wolltest, sondern meine Nähe gesucht hast. Ich hab in dem Moment, hab ich gedacht, okay, das kannst du hier vergessen. Und das ist auch das Schöne, wenn man so an diese ersten Momente zurückgeht und man aus der Wertschätzernhaltung drauf guckt, dann kann man über die ersten Momente relativ häufig sogar lachen und die ganz entspannt sehen, weil man die später dann auch nochmal gelöst hat. Aber dann gibt's nachher irgendwann die Momente, wo die ersten richtigen Verletzungen entstehen, die sich aufeinander aufbauen und dann kommt man dadurch automatisch an jedes Thema ran, was in der Beziehung entstanden ist. Weil irgendwann kommen wir dann vielleicht zu dem Thema, dass keine Ahnung, du bei mir übernachtet hast und hast irgendwas dreckig gelassen und Türen nicht geschlossen, Handzüge nicht wieder aufgehängt. Schubladen offen lassen. Da hast du das erste Mal das Gefühl gehabt, wir haben einen unterschiedlichen Wert zum Thema Haushalt und Sauberkeit. Das ist jetzt fiktiv. Das andere war wirklich, das ist fiktiv. Und dann merkt man so im Nachhinein, okay, das baut sich auf, das intensiviert sich und wir finden irgendwie beim Thema Sauberkeit, Ordnung, Haushalt Ausgleich von Geben und Nehmen, wer macht was, finden wir nie eine Lösung. Und dann kommen wir schon vielleicht innerhalb der ersten drei bis sechs Monate an das erste Mal das Thema Haushalt ran und sehen, wie es entstanden ist. Häufig ja auch die Themen so, die ja in der Krise auch genannt werden, ist sowas wie Zuverlässigkeit, Vertrauen, Verbindlichkeit. Das sind ja auch so Sachen, die sich dann auf ganz viele Themenbereiche verteilen. Und die dann eben auch in dieser Zeitlinie irgendwann das erste Mal auftreten. Dann bin ich nach vier Monaten das erste Mal zu einem Date unpünktlich gewesen. Hat schon was gemacht. Dann war ich, irgendwie habe ich dann zwei Monate später gesagt, Mensch, ich überweise eine Rechnung und habe das nicht gemacht. Und es kam eine Mahnung. Schon wieder zahlt das auf Unzuverlässigkeit ein. Das passiert dann noch drei, vier, fünf Mal. Und dann entsteht so eine Brille. Mein Partner ist unzuverlässig und das trägt sich dann fort. Und sorgt natürlich für mangelndes Vertrauen, weil ich dann irgendwann sage, du, lass mal, ich überweise die Rechnung lieber selber. Ich kümmere mich selber drum. Und ich finde, da passt das Bild halt auch, wenn wir über diese Verletzungen sprechen, wie so ein Fundament, wie dieses Hausmodell, was wir haben. Wenn wir dann auf dieses Fundament schauen, dass du diese ganzen Verletzungen, die kleinen Verletzungen, so kleine Risse, große Verletzungen, da bricht man so ein richtiges Stück vom Fundament ab. Und dass dieses Fundament halt mit den Jahren immer bröckeliger und bröckeliger wird. Und deswegen ist es ja auch ein großer Schwerpunkt von unserer Methodik, dass wir sagen, wir schauen uns ganz bewusst als allererstes das Fundament an. Und wir stabilisieren das Fundament. Wir schauen auf die Ritze. Wir schauen im Detail darauf, welche Gefühle sind entstanden. Weil das Wissen brauchen wir ja auch, um das mit in die Zukunft zu nehmen. Weil sonst bauen wir ja wieder auf einem bröckeligen Fundament in der Umgebung, eben eine irgendetwas, irgendein Routual, irgendeine Routine. Aber das ist bröckelig. Das ist ein Windstoß und das kippt um. Und deswegen ist es so wichtig, die ganze Zeitlinie durchzuarbeiten, um die ganzen Sachen alle zu reflektieren und zu lösen. Und man hat natürlich dann auch bei gewissen Themen so einen Domino-Effekt. Wenn ich das erste Mal auf dieses Haushaltsthema gestoßen bin, löse die Verletzung, schau auf die Ursache, wir finden eine Lösung, zum Beispiel einen wirklich stimmigen Kompromiss, wie wir damit umgehen, dann fallen die nächsten Verletzungen so ein Stück wie Domino-Steine um und sind entweder gar nicht mehr relevant, weil man sagt, die wäre gar nicht eingetreten, hätten wir das damals schon so gelöst und folglich tritt das in Zukunft auch nicht mehr ein, weil wir haben ja jetzt einen stimmigen Kompromiss geschlossen, den wir auch wirklich beide einhalten können, weil er ja stimmig ist. Das ist nämlich das Problem bei Kompromissen und dass die meisten eben faule Kompromisse sind. Für einen stimmig, für den anderen nicht oder für beide sogar, nicht stimmig und dann hält man sich auch nicht dran und dann wird das auch nicht fortgeführt. Und das sind eben Dinge, dieses Wissen braucht man. Das kann man natürlich teilweise bei uns in diesem kostenlosen Videokurs sich eher aneignen, wie man sich richtig entschuldigt, richtig Feedback gibt, Kompromisse stimmig schließt oder natürlich im intensiveren Training mit uns und im Coaching dafür sorgen, dass man diese ganzen Dinge alle lernt. Das sind so Basics, Konflikte wertschätzend nachhaltig lösen, Feedback auf die richtige Art und Weise geben, Kompromisse richtig schließen und die Liste geht noch eine ganze Zeit weiter. Und bei ganz vielen dieser Themen muss man einfach sagen, das haben wir auf eine Art und Weise gelernt, die uns eher in Konflikte und Probleme führt, aber nicht in stimmige, glückliche, erfüllende Beziehungen. Jetzt gibt es aber auch Themen, da haben wir ja vorhin gesprochen, wir haben ja zu den Fall geschildert, Verletzungen auflösen, Fundament stabil machen, dass ja jemand Päckchen mit in die Beziehung reinbringt. Oder beide. Also, dass man sich das im Neuen, wie wir das nennen, nicht vorstellen kann. Weil ich sage, ich kann mir im Neuen nicht vorstellen, dass du diese Fähigkeit jetzt zack vor einmal hast und das am Morgen anders machen kannst. Weil, wie willst du denn vor einmal über Gefühle sprechen können, was ich brauche, wenn du das bisher nicht konntest? Jetzt sagst du vor einmal ja im Neuen, also ich nehme mir vor, ich gehe jetzt mehr auf dich ein, wir würden jetzt in so einer Situation mehr miteinander sprechen. Ist natürlich schwierig. Das Prinzip bleibt das gleiche. Man schaut auch da, wann war es mal gut? Ging das irgendwann mal im Leben, darüber zu sprechen? Wenn ja, dann gucken wir, welche emotionale Verletzungen hat das ausgelöst, dass man darüber nicht mehr sprechen kann? Und dann lösen wir diese mit demjenigen im inneren Bild auf. Dafür brauchen wir die Person, die das vielleicht verursacht hat, nicht. Das würde man dann ja im Einzelcoaching machen. Das ist ein Einzelcoaching-Thema. Und das kann man auch natürlich für sich selber versuchen zu reflektieren und zuzuordnen. Wichtig ist natürlich erstmal für unsere Beziehung, das ist schon mal so ein ganz relevanter Punkt, dass bewusst wird, wenn bei mir Wut entsteht, für so einen Punkt, dass das nur ein Trigger ist. Dass du gerade gar nicht 100% meiner Wut ausgelöst hast, sondern dass vielleicht 80-90% woanders hingehört. Zum anderen Verursacher. Und du das eigentlich gerade nur nochmal hervorgebracht hast, was an Wut eh schon in mir da ist. Und das merkt man, finde ich, häufig auch, wenn die Wut oder die Traurigkeit so stark ist. Nicht zur Situation passend. Genau, nicht zur Situation passend. Dass man sich so angetriggert fühlt in dem Moment, wenn man sagt, das gibt's doch nicht, jetzt stehen die Sachen schon wieder auf dem Geschirrspüler drauf und nicht drin. Und andere von außen sagen würden, ja, ist kacke, ist jetzt nicht nett, ist doof, hat er vielleicht gesagt, macht er. Aber man selber denkt so, ich kann mich auf niemanden in meinem Leben verlassen. Da ist ja ordentlich, was dann drinne. Ja, und dann kann man sich vorstellen, mit diesen gelösten Prägungen und diesem Gefühl aus dem Kennenlernen dieser wertschätzenden Haltung werden dann die ganzen Verletzungen auf der Zeitlinie gelöst, das Fundament stabilisiert und der Punkt, wann war's mal gut, ist im Heute. Dann können wir natürlich auch an ganz anderen Ebenen anfangen zu arbeiten. Dann können wir neue Routinen integrieren, dann können wir uns die Sprachen der Liebe ansehen und können dadurch für mehr Wertschätzung, Anerkennung und sich geliebt fühlen, sorgen. Dann können wir Routinen einführen, wie Reflexionsgespräche, die ein Sicherheitsanker dafür sind, dass man nicht wieder aufstaut, sondern spätestens dann das, was man vielleicht im Alltag nicht geschafft hat auszusprechen, ausspricht und kann natürlich aber auch andere Themenbereiche reflektieren, weil ja ständig das Leben in Bewegung ist. Wie gehen wir damit um, dass unser Sohn in der Schule ist und jetzt Konflikte da hat? Wie wollen wir das gemeinsam, wie sehen wir das gemeinsam? Führen wir ein Gespräch mit den Lehrern, den Eltern? Wie machen wir unseren Sohn stark dafür? Wie wollen wir dann einen Strang ziehen? Also ständig hat man ja Themen im Leben, die man dann auf eine neue Art und Weise in diesem Reflexionsgespräch miteinander angehen kann. Und ich finde, was auch ein wichtiger Punkt ist, als Lösung, wenn man sagt, man hat die Verletzung gelöst, man hat ein stabiles Fundament, auch wieder nach vorne zu schauen. Also so eine Krise ist ja mega anstrengend, wenn man da drin steckt. Und ich finde, das ist so ein bisschen wie so ein Marathonlauf, den man gemacht hat, das wirkt ja auch noch nach. Also selbst wenn man aus der Krise raus ist, darf man sich auch noch eine längere Zeit um sich als Paar, aber auch als einzelne Person kümmern, damit man das, was man erarbeitet hat, erstmal anhält, aber auch einfach zu regenerieren. Und da ist es, finde ich, ganz schön, aber auch zu schauen, welche Werte und Ziele verfolgen wir in der Zukunft. Bei Zielen ist ja ein Tool zum Beispiel ein Vision Board zusammen zu machen und wirklich zu visualisieren, Wo möchten wir hin? Wo sehen wir uns jetzt nicht in zehn Jahren, aber wo sehen wir uns im nächsten Jahr? Das Jahr vielleicht auch in Quartalsabstände einzuteilen und zu sagen, was sind unsere kleinen Ziele, was wollen wir im Sommer machen, was im Herbst, was im Winter? Das kann man ja als Familie machen, das kann man auch mal auf Paarebene machen und auch für sich alleine. Ja, was sind die Bausteine für die Wunschbeziehung, damit ich das Navigationssystem ausrichten kann, damit ich auch wirklich merke, wenn ich vom Weg abkomme. Wenn ich nicht weiß, wo mein Ziel ist, dann merke ich auch nicht, dass ich vom Weg abkomme, aber wenn ich ein Ziel definiert habe, dann merke ich eben auch, wenn ich nicht mehr auf dem Weg bin. Und was mir auch nochmal einfällt, so eine Beziehung, sagst du ja vorhin auch schon, das ist so in Wellen. Man hat manchmal gute, manchmal schlechte Phasen. Was häufig ein Problem ist? In der schlechten Phase kommt man vielleicht auf die Idee, wir müssen was ändern. Dann folgt aber eine gute Phase. Und in der sagt man, ach, vielleicht ja doch nicht. Ist ja wieder besser geworden. Der Weg, um optimal an seiner Beziehung zu arbeiten, ist, in der guten Phase an diesen Themen zu arbeiten. Die Paare haben häufig Angst, zu sagen, nee, nee, wenn wir in der guten Phase die Themen ansprechen, dann kommen wir wieder in die schlechte Phase. Aber die gute Phase ist die Phase, in der man vorsorgen kann, präventiv vorarbeiten kann. Denn die schlechte Phase kommt wieder, wenn ich nichts tue. Und wenn ich diese Phase nutze, dann kann ich was machen. Das ist wie im Unternehmen. Wenn das dem Unternehmen gut geht, dann sollte man mehr Marketing machen, weil die schlechte Phase wird irgendwann kommen. Alles ist in Bewegung. Habe ich mich dann stabil aufgestellt, dann geht es vielleicht runter, aber nicht so drastisch runter, als hätte ich da nicht vorgesorgt und schon das Marketing ausgebaut. Deswegen ist es immer wichtig, in den guten Phasen an der Beziehung zu arbeiten. Denn dann wird automatisch. Das nächste Tief flacher ausfallen. Es fällt nicht mehr so tief runter. Und jedes Mal, wenn ich dann noch schneller in der guten Phase bin und wieder an mir arbeiten kann oder an der Beziehung, wird die nächste Phase, wo es ins Tief geht, wieder flacher. Und man kann diese gesamte Linie, diese gesamte Wellenbewegung einfach nach und nach nach oben anhiefen und kommt gar nicht mehr ins Minus hinein irgendwann. Ich finde, wenn du sagst, das ganze Leben ist ja in Bewegung, da passt dieses Bild immer von diesem EKG-Gerät. Weil sozusagen auch immer der Herzschlag ein Ausschlag ist, ein Auf und Ab. Und diese Nulllinie, da sind wir tot. Also da sind wir nicht mehr lebendig. Und das Leben ist lebendig. Das Leben ist ein Auf und Ab. Das ist nicht eine gerade Linie. Also das auch anzunehmen und zu sagen, wir nehmen das an, dass es ein Auf und Ab ist. Das ist bei jedem Menschen so. Das ist bei uns auch so. Aber wie gehen wir damit um? Man kann eben vorsorgen, dass die Tiefs eben nicht so tief sind und dass man schneller wieder rauskommt. Natürlich, dass die Art und Weise trotzdem noch wertschätzend bleibt und man nicht in diese ganz eskalativen Streits kommt, nicht in Trennungsgedanken gerät. Aber das ist natürlich auch etwas, was am Ende einer Krise stehen kann, dass man, wenn man das gemeinsam durcharbeitet, eben auch an den Punkt kommen kann, wo man sagt, der bessere Weg für uns ist die Trennung geworden, weil wir eben merken, dass wir auf verschiedenen Ebenen nicht mehr matchen. Selbst wenn wir die Verletzungen gelöst haben und das Fundament jetzt stabilisiert ist, so reicht das. Das Fundament nur noch, also vor allem das Gefühlsfundament, nur noch für eine Freundschaft und wir gehen jetzt im Guten auseinander. Oder fürs Elternpaar. Und dann ist es eben fürs Elternpaar gut oder für die potenziell nächste Beziehung, was dann vielleicht die Chance hat, in die Wunschbeziehung zu kommen. Aber eben mit ganz, ganz vielen Learnings, die man eben nicht mehr macht und was man eben nicht unterschätzen darf, man zieht eben immer einen Menschen an, der einen so ein Stück weit spiegelt, der so ähnlich in der Persönlichkeitsentwicklung vorangeschaut. Und wenn ich natürlich die ganzen Themen für mich aufgearbeitet habe, dann lerne ich typischerweise auch jemanden kennen und ziehe jemanden an, der auch die ganzen Themen aufgearbeitet hat. Ja, so kann man die Ehekrise meistern. Man sieht schon, aber das ist kein ganz triviales Thema. Es ist nicht ganz einfach, das alleine für sich zu schaffen. Deswegen ist es natürlich sinnvoll, so früh wie möglich was zu tun. Aber man muss ganz einfach sagen, je früher man anfängt, desto eher. Da kann man mit Podcasts, YouTube-Videos, Büchern, Online-Kursen seine Beziehung auf den richtigen Weg führen. Je tiefer man sich schon in einer Krise befindet, desto unwahrscheinlicher wird es, dass man ohne Unterstützung da rauskommt. Und das geht ja auch allen Coaches so. Also alle guten Coaches und Psychotherapeuten haben letztendlich selber auch einen Coach oder Therapeuten, wo man dann sich Unterstützung holt, wenn man merkt, ich bin jetzt schon so stark. Ich bin so stark befangen in meiner Emotion. Ich kann mich schon gar nicht mehr richtig an die Methodik halten. Das ganze Wissen habe ich zwar, aber ich rutsche da immer wieder raus, weil meine Wut schießt so raus, dass ich gar nicht mehr klar denken kann. Dann braucht auch ein Paar, was beide die Ausbildung hat, so wie wir, jemanden, der einen unterstützt, weil es einfach viel einfacher ist. Ja. Gut, das so für heute. Wir hoffen, ihr konntet für euch Impulse mitnehmen. Habt gemerkt, dass ihr nicht ganz allein mit euren Themen dasteht, sondern dass es eben auch vielen anderen so geht, die dann an ihrer Beziehung arbeiten und seid vielleicht ermutigt, nun etwas zu tun. Wir freuen uns, dass ihr dabei wart. Wenn ihr bei YouTube zugeschaut habt, dann folgt unserem Kanal, schaut die nächsten Folgen. Bei Spotify, Apple könnt ihr natürlich auch den Kanal abonnieren und verpasst dann keine Folge mehr. Beim nächsten Mal wird es auch wieder um ein Thema gehen. Was euch dabei hilft, raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung zu kommen. Danke fürs Zuhören. Bis bald.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Eine Ehekrise entsteht durch ein Zusammenwirken von beiden Partnern, nicht durch Schuld eines einzigen Individuals.
  2. Statt von Schuld zu sprechen, wird in der Beziehung auf Verantwortung und gemeinsame Lösungen abgestellt.
  3. Häufige Ursachen sind mangelnde Kommunikation, verdrängte Verletzungen aus früheren Beziehungen und Lebensphasen mit Herausforderungen.
  4. Ablenkung und neue Projekte führen oft nur zu einer Verschiebung des Problems und nicht zur echten Heilung.
  5. Die Rückblicke auf frühe Beziehungsebenen helfen, Verletzungen zu erkennen und ein stabiles Fundament für die Zukunft zu bauen.
  6. In guten Phasen sollten Paare präventiv an Themen arbeiten, um künftige Krise zu verhindern.
  7. Nach einer Krise kann eine Trennung notwendig sein, wenn die Partner auf verschiedenen Lebenswegen sind.
  8. Die Heilung erfordert bewusste Reflexion, emotionale Wertschätzung und gemeinsame Ziele, nicht nur kurzfristige Ablenkung.

Summary:

Eine Ehekrise entsteht nicht durch Schuld eines Partners, sondern durch ein gegenseitiges Miteinander von Verletzungen, Kommunikationsproblemen und verdrängten Emotionen. Beide Partner tragen aktiv und verantwortungsvoll dazu bei. Stattdessen wird von Schuld auf Verantwortung umgestellt, was eine nachhaltige Beziehung fördert.

Häufige Auslöser sind Lebensphasen mit großen Herausforderungen wie Kinder, Arbeitswechsel oder Affären, bei denen alte, ungelöste Konflikte zurückkehren. Viele Paare versuchen, die Krise durch Ablenkung oder gemeinsame Projekte abzuschalten, was jedoch nur kurzfristige Symptome verursacht. Die wirkliche Heilung erfolgt durch eine detaillierte Rückblicke auf frühe Beziehungsebenen, wo erste Verletzungen und unangenehme Gefühle entstanden sind.

Diese werden reflektiert und gelöst, um ein stabiles Fundament zu schaffen. Besonders wichtig ist es, in guten Phasen präventiv an die Beziehung zu arbeiten, um zukünftige Krisen zu vermeiden. In der Praxis zeigt sich, dass ein gemeinsamer Prozess, mit Wertschätzung und echter Kommunikation, zu einer stabilen und glücklichen Beziehung führt.

Auch wenn eine Trennung notwendig ist, wird damit ein tiefes Verständnis für die Beziehung und die eigenen Lebenswerte gewonnen. Die Unterstützung durch professionelle Therapie und regelmäßige Reflexion ist entscheidend, um aus der Krise herauszukommen und langfristig eine Wunschbeziehung aufzubauen.

FAQs

Keiner von beiden trägt die Schuld. Eine Ehekrise entsteht durch ein Zusammenwirken beider Personen. Es geht nicht um Schuld, sondern um Verantwortung.

Verantwortung kann übernommen und getragen werden, wodurch Veränderungen möglich sind. Schuld hingegen führt nur zu Strafen und verstärkt die Krise.

Manche erleben schlaflose Nächte, Magenschmerzen, Gedankenkarusselle, Krankschreibungen oder körperliche Beschwerden, die auf innere Konflikte hinweisen.

Ablenkung wie gemeinsame Projekte oder Urlaub dient als Verdrängung. Doch sie führt nur zu mehr Erschöpfung und Unzufriedenheit, ohne die Ursachen zu lösen.

Verletzungen entstehen oft früh, etwa in den ersten Monaten der Beziehung, wenn Werte, Kommunikation oder Bedürfnisse nicht respektiert werden, und bauen sich schrittweise auf.

Durch die Aufstellung einer Beziehungszitierlinie, bei der man auf die ersten Konflikte, Gefühle und Ankerpunkte zurückblickt, um die Wurzeln der Krise zu identifizieren.

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