In den 1980er Jahren beginnt eine weltweite Anerkennung des Klimawandels, nachdem ein NASA-Forscher 1988 vor dem US-Senat erklärt, dass 1988 das wärmste Jahr seit Aufzeichnungen war und die Erwärmung eine langfristige Entwicklung darstellt. Der Treibhaus-Effekt wird wissenschaftlich belegt, doch reagiert die fossile Industrie mit einem strategischen Angriff: Die Global Climate Coalition, entstanden aus Erdöllobby-Organisationen, fördert Zweifel an der Wissenschaft und verbreitet falsche oder verzerrte Geschichten, etwa in einem Video, das von Kohlenstoffunternehmen produziert wird und behauptet, mehr CO2 sei gut für die Erde. Wissenschaftler wie Ben Center arbeiten an der Identifikation menschlicher Klimabewegungen, beispielsweise durch die Entwicklung von „Fingerabdrucks-Modellen“ im Klima. Doch sie werden zunehmend attackiert – mit Vorwürfen wie „wissenschaftliche Säuberung“ – und verlieren beruflich und privat die Kontrolle. Ein zentraler Punkt ist die Verbindung zwischen diesen Angriffen und der Geschichte der Tabakindustrie, die früher ähnliche Strategien gegen wissenschaftliche Kritik verwendete. Die Geschichte zeigt, wie industrielle Interessen den wissenschaftlichen Prozess manipulieren, um politische Einflüsse zu gewinnen. 30 Jahre später, im Frühjahr 2026, wird diese Geschichte in Texas bei einer konservativen Konferenz wieder aufgegriffen – mit identischen Geschichten über Klima, Öl und Verzerrung. Der Film verdeutlicht, dass die Angst vor dem Klimawandel nicht nur wissenschaftlich, sondern auch politisch und kulturell verankert ist. Diese Entwicklung zeigt, wie „die Lügen haben lange Beine“ – Lügen, die durch Jahrzehnte nachwirken und die Gesellschaften weiterhin in einer falschen Wahrnehmung von Klima und Umwelt beeinflussen.
Die 80er-Jahre sind eine eigentümliche Zeit. Die Frisuren sind groß, die Schulterpolz da auch. Im
Westen herrscht diese seltsame Form von Zuversicht, wenn man glaubt, die Zukunft ungefähr zu kennen.
Ab jetzt geht's eigentlich irgendwie nur noch aufwärts. Und die Sommer werden auch mal besser.
In den Vereinigten Staaten wird es 1988 Tag für Tag Heißer. In New York schmelzen die
Straßen in Texas für dann Bauern ihre Kühe mit Kaktien. In den jenner singen 19 Missballkandidaten
in Regenmenteln und mit Schirmen ausgestattet. "Come Wayne" oder "Come Shine". Aber es regnet nicht.
USA erleben den heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnung.
Für die meisten ist das damals einfach verrücktes Wetter, unbequem extrem
sehr heiß, aber zuvoll. Doch in Waschicken sitzt ein Mann, der davon überzeugt ist, dass es eben
kein Zufall ist. Im Juni 1988 nennt ein Forscher der NASA vor dem US-Sinat Platz. Er will über einen
Problem sprechen. Er sagt, 1988 ist das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnung.
Und in Zukunft werden die Sommer immer häufiger so aussehen, extrem hohe Temperaturen
Dürreperioden. Und in seiner Rede sagt er noch einen entscheidenden Satz.
Ein Tag später steht es ziemlich genau so auf der ersten Seite der New York Times. Experte erklärt
Senat, die globale Erwärmung hat begonnen.
Fernsehsinnungen auf der ganzen Welt widmen dem Treipos-Effekt, ganze Abende.
Dieser Zusammenhang ist wissenschaftlich nachgewiesen und neu ist, man kann die Westen.
Plötzlich ist ein Thema überall, im Fernsehen in den Zeitungen am Küchentisch. Und politisch sind
sich damals alle weitgehend einig. Erst mal, so in einer Papaltasrede spielte die Umwelt eine
wichtige Rolle, Klima und Umwelt. Da müssen wir jetzt was tun. Sagt auch George Busch-Sinja,
ein Republikaner aus Texas, ein Ölmann. Er macht Wahlkampf mit dem White House-Effekt.
Schon zwei Jahre vor Buschsklimaräde macht der Spiegel ein Kaffer mit dem Kölner Dom unter Wasser,
der Titel "Die Klimakatastrophe". Eine Trash-Mette-Bent-Narmstestement kennt man heute nicht mehr,
damals war das aber ein Ding, widmet dem Treipos-Effekt einen ganzen Song, klingt
ungefähr so schlimm, wie man sich die Klimakatastrophe vorstellt.
Wenn man also so durch die 80er scrollt, hat man das Gefühl, alle sind sich plötzlich einig.
Wir haben ein Problem, ein großes Problem, vielleicht das größte überhaupt. Und deswegen müssen wir was
dagegen tun. Der Treipos-Effekt, das ist ja keine Erfindung von irgendwelchen Worten Kuchgugs-Hermann,
sondern das eine Realität. Ende der Debatte, sollte man meinen.
Der 1988, als die Welt sich relativ einig ist, sich Sorgen ums Klimamacht, da wächst die Angst
bei der fossilen Industrie, davor, dass jetzt wirklich etwas gegen die Erwärmung gemacht würde.
This will change the world.
Irrtreich, das Geschäft mit dem Zweifel.
Ich bin Patrick Stiegmann. Und ich ja eine Knüchlappe.
Folge drei, das Fenster im Flugzeug.
Und so, sie sind auf dem Weg zu meinem Dorf. Und sie asken, was sollen wir machen, was sollen wir machen?
Kurz nach dem Auftritt des Nasa-Forschers vor dem Senat klingeln bei einem Mann in Washington die Telefone.
Und so, da war es eine verdammte Mediatension, das landet direkt in meinem Land.
Bei Terry Josie. Damals ist er Vizepräsident für Umwelt und Gesundheit beim American Petroleum-Institut.
Also der Lobby der Erdölunternehmen.
Unternehmen wie?
Und die wollen jetzt wissen, wie zur Hölle gehen wir mit diesem Problem.
Also, das ihr Produkt gerade quasi die Welt in Flammen setzt.
Terry Josie entwickelt einen Plan. Und den legt er heute vor mir auf den Tüsch.
Und das ist die Original-Copy, das ich in January 1989 geliefert habe, mit meinem Namen.
Ein bisschen vergehlt ist er, hat ein paar Knicke. Es ist eben schon 40 Jahre alt.
Josie blätter durch die Seiten.
Wie ein Artifakt aus einer Parallelwelt, in der die Geschichte vielleicht noch eine andere Abzwägung hätte nehmen können.
Was Terry damals den Ölsee aus erklärt, es gibt eigentlich keinen Zweifel,
dass es Verbrennen von Öl und Gas die Welt wärmer macht.
Josie muss es wissen, vor seinem Lobby-Job hat er für die US-amerikanische Umweltbehörde gearbeitet, die EPA.
Er kennt die Studienlage.
Er sagt, in diese Meeting gibt es keine Nachfragen.
Rückblickend ergibt es Sinn, denn genau diese Unternehmen, deren Chefs jetzt davor im Sätzen,
die hatten ja Zehnte lang die allermeiste Forschung zum Weltklima betrieben.
Exon, Shell und Co. wussten sehr genau Bescheid.
Und trotzdem hat Josie Zweifel.
Denn die Standardreaktion der Industrie sieht meist ungefähr so aus.
Das sieht nicht gut für uns aus.
Lasst uns das Gegenteil behaupten.
Dieses Mal hofft Josie wird das anders. Seine Strategie?
Er will, dass die Ölindustrie einen Platz am Tisch bekommt.
Dabei mitreden kann, was jetzt passiert.
Im American Petroleum-Institut wächst eine Idee herren.
Wenn überall neue Klimagruppen entstehen?
Warum gründen wir dann nicht einfach selbst ein?
Klingt erst mal gut.
Nach jemanden, der sich kümmert, wer das Problem als das Weltklima ernst nimmt.
Anfangs wirkt die Glaube Climate-Collision so, wie Josie sich das vorstellt.
Ein Ort an dem Unternehmen Informationen austauschen.
Regulierung beobachten und versuchen dabei zu sein, bei einer Debatte, die längst begonnen hat.
Aber schon bald bekommt diese Debatte ihre eigene Dynamik.
* Musik *
1992 die Klima-Debatte läuft ja seit einigen Jahren.
Der landet ein kleines Paket auf den Schreibtisch von Journalisten, Regierungen und auch im Beißen Haus.
Darin eine VHS-Kasette sind ja die 90er.
Der Titel der Kassette, "The Greening of Planet Earth".
Am Anfang sieht man Felder, Kühe, Landschaften.
Dann ein harter Schnitt.
Fabriken, Chornesteine, Autos, mehr Industrie, alles ganz schön dystopisch.
Und dann der Plotwist.
"A better world, a more productive world".
Vielleicht ist die Industrie, die rauch nun Chornesteine, eine massive Konsum.
Vielleicht ist das gar kein Problem.
Vielleicht ist mehr Kohlenstoffdioxid gut.
Pflanzen mögen ihr Schließlich CO2.
Also könnte die Erde mehr zudem.
das Jahr 2002 "Grüner Werden".
Angeblich lernt das Video sogar auf dem Schreibtisch
von US-Präsident George Bush.
Sein Starbzheff ist begeistert.
Produziert haben den Film übrigens Kohleunternehmen,
die globe Klamikolischen verschickt die VR-Skassetten.
Ein süßes Aufklärungsvideo, nur eben mit falschen Fakten
oder eigentlich genauer, das Video bestreitet nicht die Sachlage.
Er sagt, ja, wir stoßen viel Kohlenstoff aus,
aber die Schlussfolgerung ist eine andere.
Vielleicht ist das Ganze sogar gut für uns, gut für den Klaneten.
Es erzählt eine andere Geschichte über die wärmerer Erde.
Es ist das klassische Drehbuch,
das auch Wick-Burman einige Jahre zuvor
beim Kampf gegen strengere Regeln vor Alkohol anwendet.
Wenn die Fakten nicht auf deiner Seite sind,
bezieht es halt eine andere Geschichte, eine bessere, eine, die hängen bleibt.
Selbst dann, wenn es durch deine eigene Forschung eigentlich besser weist.
Doch bei diesem einen Video belässt es die global-Klamik Kohle schon nicht.
Die Organisation sucht gezielt nach Wissenschaftler in,
die sich skeptisch gegenüber der globalen Erwärmung äußern
und zahlen ihnen $2.000 für ein Gastbeitrag.
Bereits 1989 werden die ersten, die mit der GCC verbandelt sind,
in Zeitungen zitiert.
Die Times veröffentlicht z.B. ein Gastbeitrag,
in dem von erheblichen Zweifeln am Treibhaus-Effekt
innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft die Rede ist.
Forbes bringt ein Cover, die panikum globale Erwärmung
und Newsweek fragt, ist alles noch heißer Luft?
Aus dem Versuch, einem Platz am Tisch zu bekommen,
wird langsam der Versuch, ein Eigenthus zu bauen.
Ich habe einen Punkt, wo die Asperation,
das ich hatte für die Serving-In-The-In-The-In-Story,
hatte einen Platz.
Das ist der Punkt, an dem Tariosie aussteigt.
Nach vier Jahren beim American Petroleum-Institut.
Ich bin nicht interessiert,
dass ich ein Warrior für fossil fuels habe.
Er sagte, er wollte kein Krieger für die fossile Industrie werden.
Denn das ist, was die Erdöl-Unternehmen jetzt wollen,
volle Konfrontationen.
Damit aus all der Besorgnis um die Erd-Erwärmung
nicht etwa Politik wird.
Also Politik, die ihre Gewinneschmähler hat.
Die Global Climate-Kolischen macht also ohne Josie weiter.
Irgendwann taucht auf ihrem Radar ein Name auf.
"Do you remember a scientist called a Ben-Center?"
"Ben-Center."
"I know the name."
Ein Wissenschaftler, der Josie bekannt vorkommt.
Denn für die Menschen in der Global Climate-Kolischen
ist Ben-Center eine Bedrohung.
Ich denke, die Menschen in der Digital-Industrie
und die Global Climate-Kolischen,
würde sehen, dass er sehr threatlich ist.
Wir fahren mit guten Morgen.
Herr Senter, wie ist ihr Deutsch?
Ich habe wenig Gelegenheit zu benutzen,
aber für eine Armee wahrscheinlich nicht.
Das ist Ben-Center.
Amerikaner, wir treffen ihn an einem sehr britischen Ort.
Der Wild Society in London.
Wir, also unsere Reporterinnen, Seraphiendinges und meinen Klafs,
wollen mit ihm überliebe reden.
Ja, eine komische Geschichte.
Kannst du sie gerne auf Deutsch erzählen?
Ja, ich weiß nicht, wie ich es in Deutschland beobachten kann.
Aber zu sagen, diese komische Geschichte hat viel mit Deutschland zu tun
und eben mit Liebe.
Sie beginnt in einer Eisenbahn, was ihrer Romantik zuträglich ist.
Es dreht ein bisschen wie ein Hollywood-Story.
Ben-Center, damals Anfang 30, sitzt in einem Intercity
im Hamburger Hauptbahnhof, schaut aus dem Fenster.
Er will seine Schwester besuchen, neben ihn setzt sich eine junge Frau.
Sie kommen uns gespräch, sie reden die ganze Zugfahrt 4 Stunden lang.
Vorbei an Lüneburg, Ölsen, Zelle, Hannover, Göttingen, Fulda,
bis Center in Frankfurt aussteigen muss.
Er steht noch am Gleis, schaut ein letztes Mal zu seiner Sitznachbarin
durch das verstaubte Fenster.
Seht den Arm, winkt ihm zu, dann fährt der Zug ab.
Und ich dachte, oh, crap, ähm, ich weiß nicht, ich weiß nicht,
ich weiß nicht, ich weiß, wie ich es sein kann.
Ich weiß nicht, wie ich es sein kann.
Alles, was er weiß, sie wird in Hamburg.
Sie weiß, er arbeitet für das Max Planck-Institut.
Es ist 1990, es gibt kein Google, kein Internet,
zumindest nicht so wie wir es kennen, noch nicht mal Händys.
Aber Ben Center hat eine Idee, er kennt diese Radio-Sendungen,
die meistens abends auf den lokalen Sendern laufen.
Suche, you know, so-and-so.
Und das ist das, was ich hatte.
Fast zahlt gleich, klingelt in Center-Secretariat das Telefon.
Eine junge Frau ist dran, sie fragt, ob er ihn ein Amerikaner arbeite.
Die Sekretärin vergisst im ersten Moment,
dass Center ja Amerikaner ist,
weil er ihm so unglaublich gut Deutsch spricht.
Ich dachte, ich hatte eine Idee, dass ich mit dem Handy schaue,
wenn Frau Karscher gesagt, "Wow, wait, Herr Sessantar!"
Aber dann, fast am Ende des Gesprächs, fällt es ihr doch noch ein.
Ach ja, da gäbe es ja jemanden.
Katarina said, "Wait, you're the girl from the train ride."
Sie verabreden sich, gehen in ein Steakhouse in die Innenstadt.
Und während sie in diesen Steakhouse sitzen,
läuft auf einem Radio-Sender tatsächlich die Suchanfrage von Ben Center.
Heike hört sie gar nicht mehr. Sie braucht sie gar nicht mehr.
Weil sie ihn selbst gefunden hat.
Aber er findet in Deutschland noch eine andere Liebe.
Sie beginnt 1986.
Da arbeitet in Hamburg eine Gruppe von Forscherinnen an einer Frage,
die ziemlich grüßen wahnsinnig klingt.
Kann man das Klima eines ganzen Planeten berechnen?
Center, so sagt er das selbst, verliebt sich damals in diese Idee.
Die Schönheit der Welt, in Zahlen zu fassen.
Das Klima in eine Modell abzubilden.
Er beschreibt ihr Vorhaben mit einem Bild.
Er sagt, stell dir vor, du sitzt im Flugzeug, Fensterplatz.
Rücksie Nase an das Glas. Und unter dir die Wolken.
Infasziniert die Idee, dass man all das in Mathematik übersetzen könnte.
Barran arbeitet er von jetzt an.
Seine Aufgabe in diesem Projekt, Fingerprinting.
Die Idee ist ziemlich eingängig.
Jeder Einfluss auf das Klima hinterlässt eine eigene Spur.
So wäre ein Fingerabdruck.
Ein Vulkan hinterlässt eine Spur, die Sonne hinterlässt eine Spur.
Und wir Menschen ebenfalls.
Center hat also den Tatort Erde mit sehr vielen Fingerabdrücken.
CO2 Quellen, die potenziell verantwortlich sind, für den Treibhaus-Effekt.
Er soll jetzt herausfinden, ob wir, also die Menschheit an sich,
auch einen Fingerabdruck hinterlässt.
Plötzlich weckt Klimaforschung weniger wie Physik und mehr wie Ermittlungsarbeit.
Und Center ist gut darin, Spuren zu lesen.
Gut genug, dass er einige Jahre später einen Anruf bekommt.
Jemand fragt ihn, ob er es leitender Autor an einem Kapitel
des wichtigsten Klimaberichts der Welt mitarbeiten möchte.
Dem Klimabericht vom IPCC, dem Weltklimarat,
ein Gremium, das einen Überblick über den aktuellen Stand der Klimaforschung veröffentlicht.
Für Ben Center, sagt der Kollege, wäre eine Autorenschaft ein Karriere Schritt.
Eine Schmuckfeder, wenn man so will.
Seinen Kapitel heißt Detection of Climate Change and Attribution of Causes.
Wer ist schulderam, dass es auf dem Planeten immer wärmer wird?
Ben Center liebt seine Forschung.
Er hat mittlerweile Heike geheiratet, gemeinsam haben sie einen Sohn.
Und jetzt auch noch das.
Für Ben Center läuft es gut, fast zu gut.
Ende November 1995 sitzt Ben Center in Madrid.
Es ist der 14. Spieltag der primärer Division.
Also ungefähr das, was in Deutschland ein Bundesliga-Wochen er wäre.
Am nächsten Tag sprechen alle über die große Enttäuschung.
Den Real Madrid spielt gegen Sporting-Kirron nur unentschiedlich.
Ben Center war mal Fußball-Trainer, er liebt Fußball.
Aber in diesem Wintertag in Madrid hat er leider keine Zeit, uns teilen uns zu gehen.
"So the first day, November 27, 1995, was extraordinary."
"On the first day, everyone had the right to speak.
The Global Climate Coalition monopolized that right."
Er hat zum ersten Mal eine Organisation sprechen,
der nahm er bislang nur auf den Papier gelesen hat.
Der Global Climate Coalition.
Genau jene Organisation, die die Erdölunternehmen
nach dem Hitze-Sommer 1988 gründen.
Sie reden und reden und reden.
Eigentlich, sagt Center, sind sie die einzigen die sprechen.
"So, there we are, it's extraordinary.
There's all this criticism of the chapter.
Many of those interventions focused on the reliability
of the underlying science.
And this argument that if anything was uncertain,
everything's uncertain."
Die GCC und viele Staaten, die mit Erdöl
viel Geld verdienen, versuchen,
vielerstand zu organisieren, gegen die wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Die Botschaft, ach so ganz genau, weil es mal selber nicht.
Aber nach einigen Stunden Diskussionen einigen sie sich.
Auch die GCC und viele Erdölfördernde Staaten sind dabei.
Irgendwann geht es in diesen Diskussionen
nur noch um ein einziges Wort.
Wie beschreiben wir den menschlichen Einfluss auf das Klima?
Als Messbar, quantifizierbar.
"What was the right word in front of human influence?
Was it discernible, measurable, quantifiable, identifiable?
What single qualifying word best captured scientific understanding?"
Nach 72 Stunden Diskussionen haben sie die Formulierung.
Und dann steht der Satz.
"The balance of evidence suggests a discernible human influence
on global climate" waren sie nicht vorsichtig und waren sie nicht verklausuliert.
Die Abwägung der Erkenntnisse legt ein erkennbaren menschlichen Einfluss
auf das globale Klimana.
"Some wanted it stronger, some wanted it weaker."
"I think we got it about right."
Nach dem Konkress gehen sie gemeinsam in einer Restaurant.
Trinken sie in die Morgenstunden.
Neben Ben Center sitzt ein bekannter Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten.
"A one point during this meal Steve turned to me and said,
Irgendwann am Abend wendet er sich Center zu und sagt,
"This will change the world."
"Das hier Ben."
"Das wird die Welt verändern."
"And I had no idea what he was talking about."
"Not a clue."
"But he was right."
Einige Tage später fliegt Center nach Hamburg.
Er trifft seine Familie dort.
Er freut sich endlich mal wieder nicht mehr Wissenschaftler sein,
zu müssen, der sich mit der Öl hobby straltet.
Ein normales Leben, Alltag.
"I can get back to normal life, but I was wrong."
"Aber diese Alltag."
"Normal life never returned."
"Wird nie zurückkehren."
Im Frühjahr 1996, ein paar Monate nach Madrid,
sitzt Ben Center an einem Computer und öffnet eine E-Mail.
"Kolleg's Center to me."
"Was your commentate like what did the colleagues say,
like you should read this?"
"You need to respond."
Die E-Mail ist von einem Kollegen.
Erleitet Center ein dossier weiter.
Schon die Überschrift ist ein Angriff.
Entitled IPCC, Institutionalized Scientific Cleansing, question mark.
"Scientific Cleansing, wissenschaftliche Säuberung."
Fragezeichen.
Ein ziemlich aufgeladener Begriff, damals tob der Bosnienkrieg.
Immer wieder ist von etnischer Säuberung geredet.
Und jetzt steht er plötzlich "Scientific Cleansing."
"The charge in this report was that I had cleansed,
chapter 8, purged it of all scientific uncertainty."
Der Vorwurf laut sitzt,
"Ben Center habe absichtlich manipuliert.
Hab er alle Unsicherheit aus dem achten Kapitel für das IPCC weggestrichen."
Center und der IPCC sind plötzlich ein politisches Thema.
Sogar Kongress Abgeordnete springen darauf an.
Arthur Robinson roto widely read newsletter called Access to Energy
that was widely distributed in Congress.
Congressman Dana Rohrobacher,
sometimes referred to as Putin's favorite Congressman,
began to investigate me.
Die Geschichte schafft es aus Washington bis nach Europa.
Eine der Vorwürfe kommt aus Deutschland.
Von Peter Dietze, einem Elektroingenieur.
Peter Dietze circulated an E-Mail.
Der verbreitet eine E-Mail, in der er behauptet,
vor dem internationalen Gerichtshof
sei eine Klage gegen Ben Center eingegangen.
"Nothing in your scientific training prepares you for that."
Das Wort gibt es damals noch nicht,
aber es ist ein Schittstorm.
Center ist nicht darauf vorbereitet.
"I was being investigated by Congress."
Der US-Kongress startet eine Untersuchung gegen ihn als Hild Center.
"The director of Lawrence Livermore National Lab convened a meeting
to discuss what the lab should do with Ben Center.
So should they get rid of me?
Should they fire me?
What should they do?"
Center steht plötzlich als der Wissenschaftler da,
der unsauber gearbeitet hat.
Sein Job ist in Gefahr.
Und es wird noch schlimmer.
Das Leben bricht auseinander.
Seine Frau Heike verlässt das gemeinsame Haus, nimmt den Sohn mit.
"My wife had taken her son to Hamburg and had disappeared."
In diesem Sommer 1996.
Da verliert er Beiner alles.
Beide lieben, die er in Deutschland gefunden hat.
Die Frau, die er in einem Zug von Hamburg nach Frankfurt kennengelernt.
Und seine Karriere, die in Madrid eigentlich ihren Höhepunkt hätte erleben sollen.
"There are times when you can't curl up into a fetal position
and close the door of your office
and hope that the bad stuff will go away."
"It won't."
Viele Jahre später versucht Center,
das mit einem deutschen Sprichwort zu erklären.
"I think there's a saying in German,
"Lügen haben lange Beine."
"Kurze Beine."
"Kurze Beine."
Aber eigentlich passt dieser Fehler ganz gut.
Denn diese Lügen haben ziemlich lange Beine.
Wenn Center will wissen, wer dahinter steckt.
Wer gerade dabei ist, sein Leben auseinanderzunehmen.
Und er stößt auf einen Namen den Erkenns aus Madridz.
Es ist die GCC, die globe climatecoilischen,
die den Begriff der wissenschaftlichen Säuberung damals ins Spiel bringt.
Also die Gruppe, die aus dem American-Patroleum-Institut gegründet wurde.
Deren Geld direkt von den Erdölkonzernen kommt.
Und deren Vorsitzender ein Ölmann ist.
Die IPCC institutionalized scientific cleansing hit peace.
Es war die Klänge, die wir mit einem Amplified und Snowball picken.
Und sie schlafen den Snowball auf den Helm.
Sie, die global climatecoilischen,
haben den Snowball den Hügel runtergeschubst, sagt er.
Danach ist er zu einer Lavine geworden.
Das Dossier aus der E-Mail, das Papier mit der wissenschaftlichen Säuberung,
ist stand von der GCC.
Verschickt an Politikerinnen, Journalistinnen, Wissenschaftlerinnen.
Und wenig später taucht ein Name auf, der dem Angriff etwas gibt,
dass eine Lobby-Organisation allein nie hätte.
Wissenschaftliche Autorität.
Frederick Sites, past President of the U.S. National Academy of Sciences.
Frederick Sites greift Santa an in einem Meinungsartikel in Wall Street Journal.
Sites ist nicht irgendein Außenseiter mit einem Blog.
Sites ist Wissenschaftsadel.
Ehemaliger Präsident der National Academy of Sciences.
Einer der angesehensten Wissenschaftsorganisationen der USA.
Und genau dieser Mann wird Santa öffentlich wissenschaftliches Fähelfalten vor.
Sites war nicht in Madrid, er ist kein Klimaforscher.
Und trotzdem schreibt er öffentlich,
Santa habe den wissenschaftlichen Prozess manipuliert.
Frederick Sites ist übrigens auch aus anderen Gründen eine ziemlich interessante Figur.
Denn bevor er Ben-Center öffentlich angreift, taucht sein Name schon in einem anderen großen Kampf auf.
Dem Kampf der Tabakindustrie gegen die Wissenschaft.
Sie mich genau 30 Jahre nach diesen Angriffen auf Ben-Center.
Sitz'n wir, also Seraphine Umarlene,
sitzen wir in der Wall Society in London.
mit dringend Kaffee und Reden insgesamt.
etwas 5 Stunden.
Trotz allem, was passiert ist, trotz der Angriffe der Gampagnen, der Boßhaftigkeit,
sitzt uns hier 30 Jahre später einen ziemlich aufgeräumter, ja fast fröhlicher Wissenschaftler gegenüber.
Er hatte das Privileg, an etwas zu arbeiten, das wirklich wichtig ist.
Der GCC. all this other stuff is background noise.
That's the real signal, die Gampagnen des ganze politische Theater,
alles lediglich weißes Rauschen.
Die GCC war nie das Interessante, interessant waren die Wolken.
Und vielleicht ist genau das, das erstaunlich an Benzenta,
das jemand, der über Jahre öffentlich attakiert wurde,
am Ende vor allem über wissenschaftliche Neuge spricht.
Über seinen Platz, am Flugzeugfenster.
Ich habe das hier im Klau, das Erplane-Window, das Klau, und ich bin wirklich so gratig,
dass ich das opportunity habe.
Da gibt es aber auch diese andere Seite.
Zenta sieht noch etwas anderes, wenn er aus dem Fenster schaut.
Da klingt er nicht so leicht, nicht so optimistisch.
Wir alle wussten schon lange von der immer heißeren Welt.
Spätestens seit 1988 und den Anhörungen im US-Kongress wussten wir alles,
um wirklich etwas gegen die Klimakrise zu tun.
Was stattdessen passiert ist, die mehrere Emissionen in der Atmosphäre sind überhaupt erst danach entstanden.
Nie in der Geschichte des Planeten haben wir Märzio 2 imitiert,
als in den Jahren, nachdem eigentlich klar war, was das anrichten wird.
"The chickens are coming home to roast".
Also, so langsam holen uns unsere schlechten Entscheidungen ein.
Frühling 2026 - eine Messerhalle in der Nähe von Dallas, Texas.
Also dem Bundesstaat, in dem sie in 1988 die Kühe mit Kaktin gefüttert haben,
weil es so heiß und trocken war.
Heute sind es draußen 30 Grad.
Drinnen, Klimaanlage, Teppichboden, Stars and Stripes.
Die vielleicht größte Versammlung von konservativen weltweit.
Und zwischen Panels über Gott, Öl und Sharia wollen Männer mit mir über Energierien,
übers Klima.
Solar Anlagen produzieren nachts kein Strom, Hanni.
Die gleichen Geschichten, die sie schon Bandcenter anhören musste,
sie werden immer noch erzählt, 30 Jahre später.
Hier in Texas, auf der Konferenz des Trump-Lagas, sind diese Geschichten überall.
Nur. my final point is, please help us fight these forces in Europe.
Vielen Teilnehmern hier reicht das nicht.
All die letzten Jahre weiß mir sehr wichtig,
dass ich eine gewisse Brücke aufbauen kann zwischen Deutschen und Amerika.
Weil es ein wichtig ist, dass wir diese globalistischen Themen auf global angehen.
Und dass wir uns global vernetzen,
weil wir alle quasi auf einer Seite stehen.
Was viele Leute hier verbinden, wenn es nach ihnen ginge,
dann werden diese Geschichten mit ihren langen Wein schon längst auf dem Weg zu uns.
Das war Reich, das Geschäft mit dem Zweifel.
Eine Produktion von Cliff und Zusammenarbeit mit der Flow-Media Berlin im Auftrag der ARD-Klima-Relation.
Reich ist ein Podcast von Seraphindinges, Malen Klafs, Janik Knydler und mir Patrick Stegemann.
Technische Produktion, Sound Design und Originalmusik von Janik Werner.
Zusätzlich ist die Recherche von Adrian Bräder, Boris Kartäuser, Malte Haas und linear Krama.
Besondere Dank an unsere Kolleginnen von Korrektiv, Elena Kolb und Annika Joris.
Faktencheck, Georg Schmittmann und Katja Schmitt.
Executive Producer Patrick Stegemann.
Koaxektiv-Producer Georg Beros.
Diese erste Staffel ist mit freundlicher Stützung von anderen Entstanden.
Redaktionen MDR, Pegel Grunwald und Daniel Vogelsberg.
Redaktionen SBR, Tobias Koch.
Distributions MDR, Peter Heller, Jennifer Schollbach und Tobias Tieren.
Produktionsleitung MDR, Jochen Papke.
Wenn euch dieser Podcast gefallen hat, erzählt es einen euren Freunden, abonniert, bewertet und kommentiert auf der Plattform Eurer Wahl.
* Musik *
Und hier noch ein Podcast-Hip für euch.
Wo hört das Wundermittel auf?
Und wo verlegt er Quatsch an?
Diese Frage stellen sich die beiden Wissenschaftsjournisten Maximilian Bökel und Jonathan Focke
im Podcast Coax Science Cops.
Da ermitteln sie gegen zäudewissenschaftlichen Unfug in sozialen Netzwerken, in den Medien und in der Politik
von erneuerbaren Energien, bis nach Ergänzungsmittel, checken die beiden die Studienlage und zeigen, welche Strategien von Zäudewunderheilern leider richtig gut funktionieren.
Hört rein bei den Science Cops in Adyshowns und über sonst Republicistat.
Podcast Summary
Key Points:
In den 1980er Jahren wird der Treibhaus-Effekt wissenschaftlich anerkannt, nachdem ein NASA-Forscher 1988 vor dem US-Senat erklärt, dass 1988 das wärmste Jahr seit Aufzeichnungen war und sich künftig extrem heisse Sommertemperaturen und Dürreperioden häufen werden.
Die Global Climate Coalition, eine Lobbyorganisation von Erdölkonzernen wie Exxon und Shell, entsteht nach dem heißen Sommer 1988 und setzt sich aktiv gegen wissenschaftliche Erkenntnisse zur Klimakrise ein, indem sie Zweifel in der Forschung fördert und falsche oder verzerrte Darstellungen verbreitet.
Wissenschaftler wie Ben Center entwickeln bahnbrechende Forschungen zur Erkennung menschlicher Einflüsse auf das Klima, doch werden sie von der Industrie angegriffen – mit Vorwürfen von wissenschaftlicher Säuberung – und persönliche und berufliche Lebenslagen werden durch diese Konflikte schwer beeinträchtigt.
Summary:
In den 1980er Jahren beginnt eine weltweite Anerkennung des Klimawandels, nachdem ein NASA-Forscher 1988 vor dem US-Senat erklärt, dass 1988 das wärmste Jahr seit Aufzeichnungen war und die Erwärmung eine langfristige Entwicklung darstellt. Der Treibhaus-Effekt wird wissenschaftlich belegt, doch reagiert die fossile Industrie mit einem strategischen Angriff: Die Global Climate Coalition, entstanden aus Erdöllobby-Organisationen, fördert Zweifel an der Wissenschaft und verbreitet falsche oder verzerrte Geschichten, etwa in einem Video, das von Kohlenstoffunternehmen produziert wird und behauptet, mehr CO2 sei gut für die Erde. Wissenschaftler wie Ben Center arbeiten an der Identifikation menschlicher Klimabewegungen, beispielsweise durch die Entwicklung von „Fingerabdrucks-Modellen“ im Klima.
Doch sie werden zunehmend attackiert – mit Vorwürfen wie „wissenschaftliche Säuberung“ – und verlieren beruflich und privat die Kontrolle. Ein zentraler Punkt ist die Verbindung zwischen diesen Angriffen und der Geschichte der Tabakindustrie, die früher ähnliche Strategien gegen wissenschaftliche Kritik verwendete. Die Geschichte zeigt, wie industrielle Interessen den wissenschaftlichen Prozess manipulieren, um politische Einflüsse zu gewinnen.
30 Jahre später, im Frühjahr 2026, wird diese Geschichte in Texas bei einer konservativen Konferenz wieder aufgegriffen – mit identischen Geschichten über Klima, Öl und Verzerrung. Der Film verdeutlicht, dass die Angst vor dem Klimawandel nicht nur wissenschaftlich, sondern auch politisch und kulturell verankert ist. Diese Entwicklung zeigt, wie „die Lügen haben lange Beine“ – Lügen, die durch Jahrzehnte nachwirken und die Gesellschaften weiterhin in einer falschen Wahrnehmung von Klima und Umwelt beeinflussen.
FAQs
Der Treibhaus-Effekt beschreibt, wie Gase wie CO₂ die Erderwärmung beschleunigen. In den 1980er-Jahren wurde er durch wissenschaftliche Erkenntnisse und Medienberichte bekannt, insbesondere nach der Ankündigung des wärmsten Jahres 1988 durch eine NASA-Forscherin im US-Senat.
Die Global Climate Coalition wurde 1988 gegründet, um Widerstand gegen wissenschaftliche Aussagen zur Klimaerwärmung zu organisieren. Die Unternehmen wollten verhindern, dass politische Maßnahmen gegen den CO₂-Ausstoß ergriffen werden.
Das 'wissenschaftliche Säuberungs' ist eine Behauptung, dass Wissenschaftler wie Ben Center die wissenschaftliche Unsicherheit aus Klimaberechnungen entfernt hätten. Dies wurde als Manipulation interpretiert und führte zu politischen und wissenschaftlichen Kontroversen.
Ben Center wurde wegen der Behauptung, er habe die wissenschaftliche Objektivität im IPCC-Kapitel über menschlichen Klimaeinfluss manipuliert, angegriffen. Der Angriff wurde von der Global Climate Coalition und ihren finanziellen Unterstützern gefördert.
Die fossilen Unternehmen unterstützten eine Lobby-Strategie, die falsche oder verfälschte Darstellungen des Klimas entwickelte. Diese Belege wurden in Videos wie 'The Greening of Planet Earth' verbreitet, um die Wissenschaftsberichte in Frage zu stellen.
Frederick Sites, ehemaliger Präsident der US-National Academy of Sciences, schrieb öffentlich, dass Ben Center den wissenschaftlichen Prozess manipuliert habe. Er stellte so eine wichtige wissenschaftliche Autorität in der Debatte ein.
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