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DWS-CEO Stefan Hoops: sein Aufstieg zu einem der größten Vermögensverwalter der Welt (941 Mrd. €)

38m 10s

DWS-CEO Stefan Hoops: sein Aufstieg zu einem der größten Vermögensverwalter der Welt (941 Mrd. €)

Andrea Lausch, bekannt aus zahlreichen Fernsehrollen und als deutsche Stimme von Pippi Langstrumpf, spricht in diesem Interview über ihren mutigen Neuanfang in Italien. Sie beschreibt, wie sie nach Jahrzehnten des Erfolgs und der ständigen Verfügbarkeit erkannte, dass sie ihr Leben verändern musste. Der Kauf eines Hauses in Italien und das Schreiben ihres Buches „Der Zitronenbaum in meinem Garten“ wurden zu Symbolen ihrer Befreiung. Lausch reflektiert, dass sie als Kind kaum eine normale Kindheit hatte: Sie arbeitete bereits mit acht Jahren, musste früh Verantwortung übernehmen und litt unter Leistungsdruck. Rückblickend sieht sie, dass ihre Eltern sie nicht ausreichend schützten, weil sie selbst mit ihren eigenen Traumata beschäftigt waren. Dennoch bereut sie ihren Weg nicht, sondern ist dankbar für die vielen Erfahrungen. Heute genießt sie die Ruhe, das italienische Lebensgefühl und die Freiheit, ihrem eigenen Rhythmus zu folgen. Sie möchte andere ermutigen, ebenfalls den Mut zur Veränderung zu finden und sich von äußeren Erwartungen zu lösen. Besonders Frauen um die 40, die sich in einer Lebenskrise befinden, schreiben ihr, dass sie durch ihre Geschichte inspiriert werden. Lausch betont, dass es nie zu spät ist, den eigenen Weg zu gehen und das Leben bewusst zu genießen.

Transcription

6876 Words, 40202 Characters

German
* Musik * ARD Sounds. * Musik * Ich meine, heute würde ich sagen, sieh mal was hasten da, ich gemacht, spinst du eigentlich. Nicht mal richtig italienisch gesprochen und dann sich mit Handwärgern auseinanderzusetzen, Dachziegel und Verputz und Fließen. Das waren so meine ersten Oh Gott. Das sind die schönsten Etagienmomente in ihrem Leben jetzt. Tatsächlich dieses Morgens aufwachen und die Fensterleden aufmachen. Dieser Blick gehe ich natürlich jeden Morgen erst mal eine Stunde schwimmen. * Musik * Mehr gute Gespräche, die "Blaue Couch". Ein Bayern-Einsprimium-Portkast in ARD Sounds. Und hier ist Dominik Knoll. Mein heutiger Gast bringt viel italienisches Flair mit auf die "Blaue Couch" und die Geschichte einer Befreiung eines Neu-Ampfangs. Die Schauspielerin Andrea LaRosch ist mein Gast herzlich willkommen. Ben Minuto. Vielen herzlichen Dank für die Einladung. Sie sprechen italienisch, ne? Sie. Sie per Forza, das so. Schon seit ein paar Jahren gelernt. Oder ist das tatsächlich auch mit ihrem neuen Leben in Italien dann gekommen? Ja, ich habe natürlich versucht mich vorzubereiten, weil ich wusste, ja, ich muss ein Haus renovieren. Das ist aber wie beim Schulenglischen. Du lehrst englisch in der Schule und dann wirst du losgelassen ins Land. Und dann merkst du, das kann man überhaupt nichts mit anfangen. Ja. Also das ist einfach durch, das praktizieren dann vor Ort. Ist das dann, geht das dann ein bisschen schneller. Der Neu-Ampfang, der war eben ein Haus in Italien. Sie haben da einen großen Schritt getan. Und wir werden das heute ausführlich besprechen, weil ganz viele Menschen im Umfeld diese Pläne haben oder hatten und keiner hat den Hintern so richtig hochgekriegt. Aber sie haben es gemacht und ein Buch drüber geschrieben. Und das finde ich ganz toll. Das heißt, der Zitronenbaum in meinem Garten durch innere Freiheit zu mehr Lebensfreude. Da haben sie ihre Geschichte aufgeschrieben. Vorher muss ich mal ganz kurz was bemerken, weil das fand ich so witzig, als ich mich auf unser Gespräch vorbereitet habe. Da ist mir aufgefallen, dass ich sie schon als kleines Mädchen gehört habe, weil sie diese Grundstimme von Pipilangstrumpf in den Filmen waren. Als kleines Mädchen, ne? Ja, das stimmt. Das ist so lustig. So klein war ich nicht mehr, ich war zwölf. Zwölf waren sie da. Tatsächlich, aber ja. Sie haben ja selber eine Tochter, die ist 1985 geboren. Haben Sie zusammen diese Filme geguckt? Nein, also meine Tochter will eigentlich mit allem, was ich so mache, nicht so früh bei viel zu tun haben. Sie hat mir später mal erzählt, dass das für sie alles anstrengend war. Dieses Leben im Außen, dieses mitgenommen werden, auf die vielen Veranstaltungen, dieses Fotografieren und so. Das ist nicht ihr Ding. Und sie schirmmt sich da ein bisschen ab. Und auch als Kind konnte man sie nicht begeistern, guck mal, dass das Mama da, die Stimme von Mama mit Pipilangstrumpf. Also ich werde da total stolz gewesen als Mädchen. Ja, ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich das gar nicht mehr so auf dem Schirm habe, ob wir jetzt diese Filme angeguckt haben. Ich glaube, es war nämlich zu ihrer Zeit, wie "Bloxberg" und alle anderen Heldinnen. Die waren natürlich klar. Ich bin ja gar 70, 80. Ich glaube, ich bin ja gerade her gewohnt. Ja, das stimmt. Ihre eigene Karriere ging ja sehr frie los. Mit acht Jahren, wir kennen sie aus der Schwarzwaldklinik. Sie waren im Traumschiff dabei. 20 Jahre lang, die Gräveln schön berg bei der Soko-Kitzbühl. Also da war sehr viel Fernsehen in ihrem Leben. Wenn Sie jetzt mal zurückdenken, an dieser Zeit, in der sehr beschäftigt waren, hatten Sie denn da schon einen Plan für die Zukunft, eine Vision für Ihre Zukunft? Nein, weil da ist man einfach so im Geschirr, ne? Ich glaube, da macht man sich keine Gedanken und diese Gedanken der Befreiung und das verändern wollen, das ist ja glaube ich etwas Neues. Das ist ja unser Zeitwandel, würde ich das jetzt zuschreiben, ne? Weil viele Leute sagen, "Wir sind nicht mehr. Wir sind alle viel zu gestresst. Wir haben keine Lebensfreude mehr, woran liegen das eigentlich?" Und das war damals eigentlich nicht so. Damals war man eigentlich happy, wenn man Karriere machte und wenn man viel Geld verdiente und die Werte waren einfach andere. Aber ich glaube, es hat ja schon auch was damit zu tun. Ich glaube, ich habe mit der Lebensphase, in der man sich befindet. Weil das ist ja so die Rush-Auertes-Lebens. Und ich glaube irgendwann merkt man da. Und das habe ich selber auch festgestellt mit 50. Feilen man hier Dinge ein bisschen schwerer. Man braucht ein bisschen mehr Pause, ein bisschen mehr Ruhe. Und da muss man das Leben einfach, da muss man Veränderungen vornehmen. Ich glaube, das ist ganz natürlich, oder? Bei den einen kommt es früher, bei den anderen später. Ich kann das jetzt nur aufgrund der vielen Zuschriften, die ich bekommen, so abschätzen. Tatsächlich schreiben mir ganz viele Frauen um die 40. Da scheint es wohl zum ersten Mal zu passieren, dass die sich fragen, war das jetzt eigentlich alles und wird es so weitergehen. Und geht es mir eigentlich gut. Da kommt man erstmal zum Luftwohlen und darüber nachzudenken, ist das eigentlich das Leben, das ich führen möchte? Ja, genau. Wenn die Kinder eigentlich mal so brauchen. Ja, das ist richtig. Und was ist mit der Ehe vielleicht? Ja. Und was ist mit dem Beruf? Und ja, hat die Zeit, die so verfliegt. Man hat dann plötzlich irgendwie so das Gefühl, dass man was verpasst. In dem Buch geht es ganz viel um Mut zur Veränderung. Darüber schreiben Sie, setzen Sie sich damit auseinander. Waren Sie denn schon immer ein mutiger Mensch? Also sind Sie immer gesprungen, wenn Sie das angeboten hat? Ja, also Mutig war ich glaube schon immer. Aber das liegt daran, ich bin wieder mit Ascentents. Also ich habe immer so ein bisschen eher emotionaler als rational reagiert. Wenn mich was interessiert hat oder wenn ich was spannende fand, die ging es zum Beispiel auch um Sehnen im Fernsehen, die normalerweise ein Standmann gemacht hat, wo ich gesagt habe, ich, ich, ich, ich, ich, macht es selber und so diese Herausforderungen, die fand ich immer toll. Ja, bei so kukizbül haben Sie ganz viel Stand selber gemacht. Nicht bei das so? Nein, dann kann. Ah ja, da war das mit dem Auto fahren. Ich bin auch, ich fahre auch gerne schnell Auto. Muss ich bekennende. Ich bin ein Bekannte. Man wird ja der Raserin genannt. Ich finde es blöd in Ausdruck, aber ich fahre gerne schnell. Und da haben wir diese vielen Verfolgungsfahrten natürlich, die habe ich auch alles selber gemacht. Ja, auch. Z.B. bei Hotel Paradies. Das war eine Rade, man sehe hier in den 80er Jahren. Da ging es ja ums Tauchen und ums irgendwie ein Abhang runterfallen. Und ich weiß nicht, was noch alles und das habe ich dann alles irgendwie selber gemacht. Kapst du auch mal Momente, in denen die Film Crew gesagt hat, Andrea, lasst mal lieber, das ist jetzt wirklich zu gefährlich. Das war umstände halber so, weil ich beim Reinspringen ins Wasser, da hieß es schnell schnell schnell, du musst noch mal reinspringen ins Wasser. Und ich stand auf der Leiter von der Motorboot. Und weil die Sonne weggeht und sonst kriegen wir das nicht mehr in Kasten. Und dann habe ich mich abgestoßen und bin durch die Leiter durchgerutscht und in den Ausrichter rein. Und der Ausrichter ist Messerschar, von der hat die Flossen durchtrennt und mein zweiten C von links. Und dann musste ich tatsächlich ins Krankenhaus gebracht werden und operiert werden. Und ich weiß nicht, was alles ist. Und da war. - Ja. Es ziehe wieder dran. Die C ist noch dran. Gut. Ich bräuchts aber. Aber das war nicht so lustig in den spanischen Krankenhaus in den 80er Jahren. Da kam der Arzt rein, hat das angeschaut und hat gesagt, "Uhr, und ist wieder raus in der Mami." "Mami, macht am Jammut." "Mami, so toll, nee." "Profis'n eine Reaktion." Und bei ihren Autofaten haben sie da auch mal so einen richtigen Sleit gemacht. Also so eine Bremsung, wo sich das Auto dreht. Das haben sie ausgemacht. Also mit Autos, wo das geht, ja. Aber mit Oldtimern geht das nicht so. Ah, verstehe. Okay. Liebe Frau Lausch, wir schreiben jeden Gast ein Lebenslauf. Das haben wir auch von sie gemacht und den dürfen sie jetzt auch selber vorlesen. Ah, okay. Mein Name ist Andrea Lausch. Wenn ich auf dem Rücken im Wasserschwebe denke, ich meine Güte, hast du es gut? Ich bin meiner inneren Stimme gefolgt und habe mir einen Traum vom Landleben in Italien erfüllt. Der Weg zu meinem Haus mit Zitronenbaum war lang und hart, denn ich war es gewohnt zu funktionieren und das allen recht zu machen. Ich genieße das italienische Lebensgefühl und weiß mittlerweile, dass es immer kommt, wie es kommen soll. Genernt habe ich mir selbst auf die Schulter zu klopfen und völlig bummbischwert, das Leben zu genießen. Meine Leidenschaften sind neben dem Schwimmen, die Alternative Medizin unterschreiben. Ich wünsche mir, dass wir alle gut durch diese harten Zeiten kommen, dass die Litagie aufhört und dass ich viele Menschen ermutigen kann, ihren eigenen Weg zu gehen. Ja, habe ich nichts hinzutzuführen. Sehr gut. Das freut uns. Sie kommen ja aus einer künstler Familie, die um eine Schauspielerin der Opa Autor und hat zühen. Konrigie gemacht. Das weiß es, war immer ein kreatives Umfeld, in dem sie aufgewachsen sind und das war ihnen auch als Kind schon bewusst. Wir sind so ein bisschen anders als Familie. War das so? Dass wir so ein bisschen anders sind, weiß ich gar nicht. Aber natürlich war es dem geschuldet, was für einen Weg eingeschlagen hat. Die Großmutter war diejenige, die eine Kindermanagerin kannte, die dann irgendwann zu mir zu uns nach Hause kam und mich gefragt hat, ob ich mir ein bisschen Taschengeld verdienen will. Und da wir alle in den 60er-Jahren ja nicht viel Geld hatten, habe ich natürlich sofort geschrien, ja. Das heißt, sie wurden da nicht hingeschubst, sondern man hat ihnen das angeboten und sie hatten aber auch Lust drauf. Ja, wie ich so geschrieben habe, ich war so ein Kind, was immer gern an fremden Tischen in Liebgesungen hat und dafür ein Eis bekommen hat. Also man hat das mir, meine Großmutter hat gesagt, die hat Talent so. Und als Kind kann man ja dann gar nicht beurteilen, was da so alles auf ein zukommt. Das hätte vielleicht ein bisschen kontrolliert werden müssen später von meinen Eltern. Aber der Gedanke Geld zu verdienen und ist auch wichtig zu sein, das war halt sehr verlockend. War das auch so die Sprache über diese Anerkennung bekommen haben von so Hause? Die künstlerische? Ja, also ich bin ja in einer Generation aufgewachsen, also die Unruhe. Unsere Eltern waren ja alle noch sehr traumatisiert, kriegst geschädigt ganz einfach. Und hatten größtenteils, wenn ich so höre auch in meinem Umfeld, da bin ich ja nicht die einzige, keine Möglichkeit liebe zu geben. Also, die waren nicht empathisch, die haben so wahnsinnig viel mit sich selbst zu tun gehabt, dass man als Kind eher mitgelaufen ist. Also die Aufmerksamkeit, die man heute als Kind bekommt, da hätten wir von Träumen können. Und dann haben wir natürlich immer versucht, uns irgendwie ja sichtbar zu machen. - Mhm. Sie haben ja auch in der Serie "Salto-Mortal" mitgespielt. Ich war da auch ein bisschen klein, ich war ein Baby, hab das nicht so mitbekommen, aber das war ein richtig großes, erfolgreiches Ding damals. - Ja. Sie haben da die Artisten da auch da biggie gespielt. Wie war das denn dann in ihrem Alltag in der Schule? Und so, wie wurden sie denn da wahrgenommen? Das war wirklich etwas, worum mich ganz viele beneidet haben. Dieses mit dem Tirkus sein. Also dahinter den Kulissen sozusagen zu sehen, wie sich das da alles so verhält. Und ich war ja nachdem, wer da ein Jahr mit dem Tirkus war, also erst war es der Zirkuskrone. Hier hinterm Haus sozusagen. - In München, ja. Genau. - Und dann später war es im zweiten Jahr, was der Zirkus kniehen. Und wir wurden ja dann auch zu diesen Mitternachtsfeiern eingeladen, die immer im Anschluss an die Vorstellung waren und oder dann auch zu Geburtstag. Und so weiter, das war natürlich schon sehr. Da waren wir schon sehr im Inneren Kreis. Und das fand ich natürlich persönlich, war uns nicht aufregend und die anderen auch. Also eine Freundin hat mir erzählt, ihre Mutter hat ihr verboten in Tirkus zu gehen, weil sie Angst hatte, dass sie abhaut mit dem Tirkus. (Lachen) Wenn das ja in Mädchen trau, so was, ne? In diesem Umfeld sich aufzuhören. - Ja. Und die sich ja weise, warum ist das eigentlich ein Mädchenraum? Und kein Jungs trau. - Aber in meinem Umfeld, er kenn ich auch nur Mädchen, die zum Tirkus voll. Ich wollte natürlich auch zum Tirkusat klauen. Was sagt uns denn? (Lachen) Es ist. - Ja. Die Parallelen sind unverkönnt. - Solltlich. (Lachen) Mit zwölf Jahren waren sie dann das erste Mal in der Lebensphase, wo sie so ein bisschen erschöpft waren, weil Schule und Dreh, alles ein bisschen viel wurde, oder was war da los? Ja, das war während der Synchronisation von Pippi Langstrom, bzw. eigentlich zum Ende hin. Ich war natürlich mit zwölf Jahren in der Puppertät schon. (Lachen) Und war tatsächlich sehr gestresst, weil das hat sich damals so versäbständig. Da war einfach zu viel. Das war fast jeden Tag morgens Schule, nachmittags in Grundstudio, Abends, Hausaufgaben. Vorher noch in die heiße Bade waren, weil man Bauchweh hatte, vor Anstrengung und so. Und dann war das Ende des dritten Filmes quasi da. Und ich musste noch irgendwelche Lieder singen. Und das nach einem ganzen langen Tag im Studio. Und hat mich der Regisseur einfach so gezwiebelt. Und war halt sehr genau. Und dann hab ich irgendwann so einen angefangen, hab mich mehr aufgehört und hab gesagt. Ich hab kein Bock mehr. Und das hab ich dann tatsächlich durchgezogen. Halb bis Jahr heute würde man Burnout dazu sagen, damals gab's den Begriff ja nicht. (Lachen) Da hat man gesagt, die Spindhalle jetzt ein bisschen. Oh Gott, das war eigentlich auch so grausab. Dass man immer, wenn Menschen nicht mehr konnten oder einfach was mentales hatten, irgendwelche Herausforderungen, dass man dann immer in diese Irrn-Ecke gestellt wurde. Ja. Und auf der anderen Seite, wenn man wirklich Probleme hatte, was man gesagt hat, also wenn ich jetzt eine Therapie haben wollte, oder so, ne? Dann waren man ja auch verblödet, oder so. Gatz, dass damals, als sie ein Kind war, überhaupt schon, dass man als Kind eine Therapie gemacht hat? Ich glaube nicht. Ich glaube, es gab's dann in der Schule bei meiner Tochter. Das kann ich mich erinnern, dass es da Schulterapäuten gab. Oder Menschen, die sich einfach beschäftigt haben, mit Kindern, die vielleicht ein bisschen schwierig sind, oder die gemob wurden oder so. Aber in meiner Generation gab's das nicht. Da hätte man gesagt, die gehört in die Klappe. Haben Sie denn, wenn Sie zurückblicken, das Gefühl, Ihre Eltern hätten Sie da besser beschützen müssen? Ich denke schon. Die haben meine Mutter hat zwar immer gesagt, "Ich hab dich ja immer gefragt." Du hast gesagt, "Ja, ich hab wieder Lust, aber das können ja Kinder nicht beurteilen, was gut für einen ist oder nicht." Nach im Nachhinein muss ich halt sagen, "Ich hab keine Kindheit gehabt." Und es war einfach alles zu ernsthaft. Und ich war dadurch auch für andere Kinder irgendwie im Umgang schwierig, weil ich wahrscheinlich durch dieses ständige mit Erwachsenden zu tun haben und diesen Leistungsdruck sicher einfach total anders war. Und der Ansporn dafür, dass zu tun, weil auch gesehen werden von den Eltern oder wahrgenommen werden. Ja, und dieses Wichtigsein einfach. Ich hab ja damals schon sehr viel Geld verdient. Das wurde angelegt und es wurde dann auch immer gefragt, ob ich was zum Urlaub beisteuern kann. Ich hab mir auch meine Klamotten selber finanziert. Später, mein Führerschein, meine Privatschule, die ich gehen musste, um immer befreit zu werden. Fürs Dreh, aber auch selber finanziert. Also, ja, man war da plötzlich ein Faktor im Leben der Eltern, der wichtig war. Aber schon früh, ganz schön viel Verantwortung, ne? Wow. Ja, damals hat man aber darüber nicht so nachgedacht. Ich meine, auf Bauernhöfen haben die Kinder auch arbeiten müssen, bei Getragung zum Lebensunterhalt mehr oder weniger. Oder wenn die dann später schon einen Job hatten, da mussten die auch was abgeben zur Hause. Ich weiß es nicht. Man hat's nicht so. Ich glaub, der Druck ist nur ein anderer, wenn man jetzt irgendwie heumacht, in der Scheune oder wenn man von einer Kamera steht und dann von einem Millionen-Publikum zu sehen ist, das ist, glaube ich, noch mal eine andere Art von. herrauf, der man das schreit, oder absoluten. Ja, auch Disziplin, die man schon haben muss als Kind, ne? Und dass das dann aber ihr Beruf wird, das haben sie selber nie in Frage gestellt, dass Schauspielerin ihr Weg ist. Ja, wie ich schon gesagt habe, diese ganze Geschichte war einfach zu verführerisch. Ich hab wahnsinnig viel Geld verdient. Ich hab dann in der Elfenklasse die Schule geschmissen, weil da ging's dann wirklich nicht mehr. Und habe mich dann entschieden, da weiter zu machen. Meine Eltern haben's zugelassen, indem sie gesagt haben, "Ich muss einen Diplom machen in Englisch und Stelle und Schreibmaschine." Stelle, da hat die gesagt, "Meine Mutter, du hast so eine frache Klappe, dann kriegst du immer einen Job, wenigstens als Chefsekretärin irgendwo." Und da ich ja ein Jahr in einer englischen Schule war, in Israel im Ausland, war mein Englisch fließend. Also hab ich das Diplom in Englisch gemacht und Stelle und Schreibmaschine irgendwann abgebrochen, weil das. ja. Hab ich dann einfach nicht eingesehen. Und ja, da ging das einfach immer so weiter. Und ich hab überhaupt nicht drüber nachgedacht. Da muss ich auch sagen, das ist ja auch ganz toll, was sie da hingekriegt haben. Weil ich meine, wie viele Menschen gibt es, die genauso eine Karriere hätten haben wollen, aber in den Fuß auf den Boden gekriegt haben. Das ist ja auch nicht selbstverständlich, dass man sagt, ich werde Schauspielerin und da läuft das über so viele Jahre, so derartig gut wie bei ihnen. Das ist ja auch viel harte Arbeit und ein bisschen Glück, ne? Ja, ich denke schon. Also, ich fühl mich sowieso vom Universum geführt und beschenkt und bin da auch sehr dankbar für im Nachhinein. Und wie ich ja immer sage, alles hat seine Zeit. Ich hab 60 sehr erfolgreiche Jahre vor der Kamera verbracht. Und jetzt ist eben das neue Leben, ist eben dieses Autorenleben. Und das erfüllt mich zum einen mit Stolz und. überhaupt mit einer Daseinsberechtigung, weil so, wie sie vorhin gesagt haben, merke ich, dass ich mit diesem Buch in irgendeiner Form scheinbar einen Nerv getroffen habe, viele Menschen inspirieren zu können. Da krieg ich jetzt gleich wieder eine Gänsehaut, weil. ja, das ist einfach schön. Ja, ja. Wie hat sich das denn angefühlt für sie? Nach. also, sie haben ja irgendwann gesagt, die Fernsehkeiere ist so ausgeschlichnet so ein bisschen. Und dann haben sie diese Entscheidung getroffen, ein Buch zu schreiben. Und dann saßen sie da alleine am Computer. Und das ist ja eine ganz andere Form von Arbeit. Mhm. Wenn man da nur für sich etwas tut und früher waren sie ja immer in einem Team, immer in Abhängigkeit ja auch mit anderen. Das stimmt. Das stimmt völlig. Aber es passiert ja auch so schleichend. Ich hab ja durch diesen Blog, den ich damals nach meiner Trennung, als ich allein gelebt habe mit meiner Tochter zusammengegründet habe. Da hab ich ja dann plötzlich alle Reisen gemacht, die ich schon immer machen wollte, zum Beispiel nach Indien umarmen. Das war nach der Trennung von dem ersten Malin, oder? Von zweiten Mal. - Von zweiten Mal, auch. Also vor zehn Jahren, dann bin ich Iran und wo ich überall war. Und das hab ich dann eben alles aufgeschrieben und geblockt. Und da kamen die ersten Reaktionen, hey, das ließ sich aber toll. Kann man da noch mehr von kriegen. Und da, es gab ja immer schon Stimmen in meinem Umfeld, die gesagt haben, du musst einmal dein Leben aufschreiben. Das ist ja wirklich nicht gerade Stromlinien für mich, was du da alles so erlebt hast. Und dann hab ich halt angefangen einen Verlag zu suchen. Und das war auch nochmal so eine ziemlich lange Reise. Ich hatte schon Vertrag mit einem sehr großen Verlag und hab dann aber gemerkt, das passt nicht. Und bin letztlich beim Westenverlag gelandet, der ja ein Verlag ist, der auch kritische Stimmen zulässt, oder sogar auch fördert. Es ist ja ein Markenzeichen davon. Und da hab ich mich vom ersten Augenblick an, hab ich mich da wohl gefühlt. Also da wurde die der Konnex gemacht durch einen befreundeten Anwalt. Und der Markus Kasten, der Verlagchef, hat dann sofort mehr eine E-Mail geschrieben, sagt sie. Sie freuen sich so wahnsinnig, dass der Kontakt zustande gekommen ist. Sie sich sofort nach Frankfurt kommen, wir müssen besprechen, mal das Buch rauskommen. - Das war schön. Ja, und der hat damals, hat er mir erzählt, zu seiner Studienzeit Hotel Paratis angeschaut und fand mich ganz toll da. Das war natürlich ein Fan-Ballmoment für den. Das war so verrückt und auch ganz goldig, wirklich. Und dann hatte ich auch sofort eine ganz tolle Lektoren an meiner Seite und war eben nicht mehr allein und hab eben sehr viel dadurch lernen dürfen. Wie das alles geht. Und das heißt auch während der Schreibprozess Das waren immer im Austausch und hatten immer einen Coaching Partner so auf die Art. Ja, ich hatte ja schon ziemlich viel geschrieben, aber ich hatte ja keine Ahnung von Strukturierung und so und war auch immer da an sich, dass ich eigentlich gar nicht schreiben kann. Wie das ja oft so ist im Leben und denk, man kann was nicht und dann kann man es doch. Die hatten mir das dann strukturiert und auch erklärt und hat gesagt, da fang doch da wieder an und da musst du noch mehr dazu schreiben, weil das ist interessant und das würde ich eher weglassen und so. Also das war ein ganz ganz toller Prozess. Sie haben ja gerade schon kurz erwähnt, sie haben sich nach über 30 Jahren von ihr, zweitem ihr immerhin getrennt. Ich stelle mir das also selbst wenn man feststellt, man hat sie vielleicht nicht mehr so viel zu sagen oder nicht mehr so viele Gemeinsamkeiten als sehr schweren Schritt vor. Diese ganzen Fäden, die man so spind in so einer langjährigen Ehe, diese Verwogenheiten, wie haben Sie das geschafft? 30 Jahre waren damals ja mein halbes Leben und das Loch in das Malfeld ist wahnsinnig tief und wir waren natürlich beide sehr traurig, aber ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es für uns beide das richtige war. Oftmals ist es ja tatsächlich so, dass die Frau die Initiative ergreift. Männer machen das eher weniger, die verharen, weil das glaube ich auch gesellschaftlich so ist, dass Männer so ein bisschen Ehe eigenes Leben führen können. Die Frauen richten sich immer eher in einer Partnerschaft. Ja, man ist Golffam, auch. Ja, ja, ja. Das habe ich ja zwar dann auch gemacht, aber ich habe es nie sonderlich gemacht und auch nicht so das Umfeld, obwohl ich eigentlich ziemlich gut gespielt habe, aber egal, auf jeden Fall habe ich gewusst, ich muss jetzt das anders machen, weil ich einfach immer krank war und auch nicht mehr glücklich und immer traurig und hatte dann tatsächlich körperliche Beschwerden. Und dann sind mir Menschen begegnet, die mir dann gesagt haben, warum das so ist. Und ich hatte ja da immer schon ein Hang dazu, weil ich ja einen hälsichtigen Großvater hatte. Ich bin ja in einem verheutige Fältnis, es ist sehr spirituellen Umfeld aufgewachsen, also für mich war wieder geburt, karma und so keine Fremdwörter. Und da ich selber auch ein bisschen eine stärkere Wahrnehmung habe, wie vielleicht normale Menschen war, ich da auch ganz schnell nach meiner Trennung oder auch vorher schon wieder auf dem Tripp sozusagen. Und hatte tolle Begegnungen und Hilfestellungen, die, wie ich immer sage, das Universum einen schickt, wenn es an der Zeit ist. Ich meine, diesen Zusammenhang zwischen seelischer Gesundheit und körperlicher Gesundheit, also wenn es mich schlecht geht, spüre ich das irgendwann am Körper, der ist ja mittlerweile auch wissenschaftlich bewiesen. Da gibt es ja niemanden mehr, der sich hinstellt und sagt, das ist jetzt Hokus-Pokus oder so was. Also rücken, mag so viele Dinge, die einfach eindeutig zusammenhängen, mag geschwüre, was ich was da es gibt. Und sie haben das tatsächlich körperlich gespürt, ihr Unglück. Die Alternative Medizin macht es ja tausenden von Jahren, dass sie guckt, wo geht es der Menschen schlecht, ob es die Ayoweda ist oder die TZM, also die traditionelle chinesische Medizin, die haben das ja schon immer so gemacht. Das war ja nur unsere Schulmedizin, die das ein bisschen auf die Seite gerückt hat, um Symptome zu behandeln, mit Pillen für sehr viel Geld und das wissen wir selber, was da. Wie schön wäre das, wenn das Hand in Hand gehen würde, oder? Absolut, das habe ich immer gesagt, es gibt an der Schulmedizin unglaublich viel wichtiges, zum mal für die Versorgung nach einem Unfall oder Schocktherapien oder Watt ever, also aber es müsste halt einen Hand gehen, dann wäre es perfekt. Sie stellt ja Öle her, selber. Wie mache ich jetzt nur noch privat? Aber habe ich natürlich, als ich meine, ich hatte ja eine Ayowedische Öl, ein kosmetikfirma, namens Shanti und da haben wir Ayowedische Öle hergestellt. Und das ist, ich kann nicht gar nicht aus, ich muss mir jetzt outen, die träufelt man sich dann auf die Stürmen oder was macht man mit Ayowedischen Ölen? Das waren einfach auf Pflegeöle ganz normal für den täglichen Gebrauch. Wir waren damals ein bisschen zu früh dran. Ich hatte ja mit 40, habe ich schon eine Ayoweda Ausbildung gemacht und bin so auf Öle gestoßen, auch durch allergische Reaktionen meinerseits durch die ganze Schminke Rei. Und habe mich dann damit beschäftigt und habe gesagt, wir müssen irgendwie so Natur kosmetik machen und da gehörte ich wohl zu den Pionieren und Öl ins Gesicht war damals ja völlig ausgeschlossen. Heute ist es gange und gebe. Ich war einfach ein bisschen zu früh dran. Ich habe jetzt da keine Reiftümer verdient, aber ich habe extrem viel gelernt und das ist der eigentliche Reichtum. Jetzt fliegen sie sich selber mit diesen Ölen. Das sieht man. Sie sehen fantastisch aus. Wenn ich das mal sagen da. Ich mache halt, ich habe halt ein großes Kräuter bet und macht selber Tinkturen und Pflegeöle und so weiter so für meine Entan-Haus-Gebrauch. Wann ist denn ihre Italienliebe entbrandt? Ist das schon was, was sie als Kind mitbekommen haben? Haben Sie da in den Ferien schon mit Mama und Papa? Ja, die ersten Reisen, die ich mich erinnern kann, da war ich vielleicht so drei, vier, die gingen schon nach Region. Rimini-Regione ist man nachts mit dem Auto losgefahren, da wurde ich hinten auf die Rückbank gepackt und dann bin ich aufgewacht. Betäcke ohne kurz? Genau, im alten Fort. Und da sind wir da angekommen. Ja, also wir Münchner sind ja im Grunde die Vorstadt-Italiener kann man so sagen. Ganz natürliche Liebe da zu diesem Land. Ich habe mir natürlich, weil ich sehr viel auch in Spanien getreht habe, irgendwann überlegt, mag ich lieber Spanien oder mag ich lieber Italien und dann hat mich aber das Essen und der Scharm der Italiener von dem. Aber nicht so gut nach, weil sie nicht liebe dieses Land auch, fahren jedes Jahr hin und sage danach immer so, aber nächstes Jahr fahre ich mal nicht nach Italien. Nächstes Jahr, mal was anderes, immer wieder vor euch. Eine große Anziehungskraft. Wann kann denn bei Ihnen die Idee auf Ihr Leben zu verlagern nach Italien? Das ist ja ein riesengroßer Schritt, den man da tut? Wenn Sie mich das hier zu fragen, weiß ich das gar nicht mehr, wie das eigentlich alles passiert ist. Plötzlich wusste ich, ich mach das jetzt und dann habe ich es einfach durchgezogen. Dazu kam natürlich Folgendes. Ich habe ein Film getreht, eine Rosamunde Pilcher in England und da gab es einen Rische Söhr und der hat gesagt, "Mainch, ich habe gelesen, hast dich getrennt und da fuhr ich, warum was machst du jetzt?" Ich sage, "Ich würde jetzt tatsächlich gerne mehr mal ein Haus im Süden, also im Süden kaufen und abbauen." Mein Traum verwirklichen, da sagt "Da kommt er nach Bratchano, ich hab'n Haus für dich." Bratchano war der Ort, den ich schon kannte, von vielen Jahren davor, bei meiner Eltern am fünf Jahren rumgelegt. Mein Vater war ja Kameramann, hat für einen Beichen Rundfunk gearbeitet und ging ins Außenstudio nach Rom. Und die hatten Freunde am Lago de Bratchano vom ZDF und als ich die mal besucht hatte, haben die mich mitgenommen und ich bin auf die Terrasse von denen getreten und hat es mich wie so ein Blitz erwischt und ich dachte, "Gut ist das schön hier, hier könnte ich mir vorstellen mal zu leben." Direkt am See auch das Haus gewesen. Direkt am See, auf die Terrasse und unter mir hat sich dieser See ausgebreitet. Und dann habe ich das aber total vergessen und mein Leben gelebt und durch diesen Breh mit der Pilcher und dem Rische Söhr, der dort lebte, bin ich dort wieder an diesen Ort zurückgekommen und dann bin ich da hingefahren und habe mir das angeguckt, habe immer noch nicht kapiert, dass es genau der See ist. Oh, oder das Universum hat sie gelernt. Ja, und ich bin dann darum gefahren und habe mir alles angeguckt und fand alles irgendwie toll. Und dann haben Freunde dort gesprochen vom Leuten, vom ZDF, wo er jetzt gestorben ist und die waren doch so nett und so und da hat's irgendwie klick gemacht und habe ich gesagt, wie hießen die denn? Und dann habe ich den Namen gehört und wusste, ich bin ja wieder an diesem See gelandet. Das ist ja verrückt. Und das haben sie dann auch als Zeichen gesehen. Genau, als Zeichen. Der Verdecker, der habe gesagt, "So, hier suchst du jetzt." Das klingt dann immer so leicht, ja und dann habe ich mir in Haus gekauft und wohne jetzt in Italien, aber ich kann mir vorstellen, wenn man in der Neues Land zieht, da gibt es ja auch andere Bestimmungen, da gibt es eine andere Mentalität. War das denn so easy? Weil die haben ja das herkern saniert, auch, ne? Das war ja schon wahrscheinlich ganz schön Holbricht, also kann ich mir vorstellen. Also, ich habe nach vier Jahren Suche, habe ich mich auf ein Haus konzentriert, was tatsächlich nicht illegal gebaut war, was du ja ständig und überall hast und damit dann bei einem neu erwärbt, irrsinnige Probleme kriegst, weil das dann wahnsinnig teuer ist im Nachhinein und es war vor allem nicht feucht, was natürlich in Szene eben auch bei vielen Immobilien der Falles. Und dann habe ich einfach gesagt, so, das kauf ich jetzt. Und dann ging es aber los und da war mir noch gar nicht bewusst, was ich da alles machen muss. Und da kam dann irgendwann ein Architekt und die Handwerker und ich weiß nicht was und da hat sich da so ein riesen Fass aufgetan. Jetzt hatte ich das aber schon und dann ging es los, das ganze Theater, da war dann diese Geschichte mit dem Superbonus, das war diese Brüsseler EU-Unterstützung, um Häuser dort auf einen höheres Energielevel zu heben. Also als Förderung sozusagen, da flossen Milliarden nach Italien und das konnte man beantragen, das habe ich dann auch getan. Und dann hat es eigentlich geklappt, aber die Firma kam nie und diese Streiterei darum hat schon allein ein Jahr gedauert und dann habe ich gesagt, jetzt zahl ich alles selber, weil sonst ziehe ich hier nie ein. Und dann war da eben keine Firma, die das alles gemacht hat, sondern ich. Und hat aber auch wieder Glück, habe zwei Handwerker gefunden, die Häuser komplett zarniert haben, schon überall seit 30 Jahren. Und die sich sehr gut auskanten, die mich auch sehr gut beraten haben. Aber ich meine heute würde ich natürlich sagen, Sama, was hast du da eigentlich gemacht? Spinst du eigentlich nicht mal richtig italienisch gesprochen und dann sich mit Handwerker auseinanderzusetzen. Und ich habe es dann eben wie gesagt, per Forza gelernt und habe eben so Dachziegel und Verputz und Fließen, das waren so meine ersten Oh Gott, die hat man nicht so drauf. Und dann haben sie dann da einen Verbindungsband in Italien. Also, kannten Sie jemanden, der in der auch ein bisschen geholfen hat? Ja, ich hatte natürlich ein paar deutsche Bekannte, die natürlich, wenn es gar nicht ging, geholfen haben. Aber letztlich musste ja "Du" entscheiden. Und "Du" auch dein Material einkaufen. Da auch viele Fehler gemacht. Ich hab zum Beispiel Holzfließen gekauft, die sich dann als richtige Fließen rausgestellt haben. Und eben doch nicht Holz. Das waren also sprachliche Geschichten. Aber solche Sachen passieren halt. Mittlerweile bin ich fein mit allem. Und das Haus ist jetzt auch wunderbar bewohnt. Das ist wirklich wunderst. Wie ist das durchgezogen? Dann haben Sie jetzt die Trunbäumchen gepflanzt. Das habe ich dann tatsächlich sofort eigentlich gepflanzt. Im ersten Jahr, ich bin im August dort eingezogen. Und wir haben es dann im Oktober oder so. Haben wir es dann gepflanzt. Und das sehen Sie morgens, wenn Sie aufwachen? Genau, das ist jetzt schon fast ein Baum. Nicht mehr ein Bäumechen mittlerweile. Und das ist der erste, was ich sehe in der Früh, die Fensterleden aufmach schon euch aufm See und in meinen Garten und da steht eben dieser Baum. Was sind denn so die schönsten Etagienmomente in ihrem Leben jetzt? Und dieser Blick und morgens ist ja auch hohe. Also die Italiener sind ja eigentlich sehr laut. Das ist auch etwas, was ich nicht so auf dem Schirm hatte. Und da musste ich mich schon auch gewöhnen. Aber morgens um 8, um das mit einem Filmtitelt auszudrücken, ist die Welt noch in Ordnung. Und im Seeschwieben haben wir ja im Lebenslauf gehört. Ja, dann gehe ich natürlich, wenn es die Temperatur, sobald die entsprechend ist, gehe ich jeden Morgen, erst mal eine Stunde schwimmen. Aber es heißt, sie sind kein Winterbader, keine Winterbaderin. Nein, deswegen bin ich ein Süden gezogen, weil ich ein wärme Mensch bin, ein Sonnenmensch. Die sind sie da dann aufgenommen worden, in der Nachbarschaft. Da muss man sich schon behaupten. Also das ist erst mal schwierig, dass es ein Dorf mit Menschen, die jetzt nicht so weltoffen sind. Und da musste man sich einfach behaupten. Ein bisschen schwierig, eine Frau alleine. Was ist mit der, stimmt da was nicht? Oder so? Und dann kauft die von uns das Land und setzt sich dahin. Und das fand dann erst auch nicht so toll. Und mittlerweile habe ich so mein Umfeld, ich habe meine Handwerker, meine Klicke, mittlerweile. Ja, man muss sich eben die Leute da auch suchen. Und die findet man dann auch. Sind sie mal ich einsam? Nein, einsam nicht alleine schon. Das ist aber okay, weil ich bin ja auch viel in Deutschland, mittlerweile unterwegs, bin auf Reisen, Lesungen, etc. Und viele Termine haben sich einfach durch dieses neue Autorenleben ergeben. Und da hat man viel zu tun. Und wenn ich dann zurück fahre, dann genieße ich auch die Ruhe. Und hab natürlich einen kleinen Kreis da drüben auch, wenn sich regelmäßig sieht. Und sie haben aber ein Fuß auch noch in München, oder? Ja, auf alle. Da leben sie auch ab und zu mal. Ja, ja. Das möchte ich auch nicht missen, das sind ja auch meine Wurzeln. Und chaotisches Momentan überall auf der Welt. Nicht nur in Italien, sondern eben auch mittlerweile hier in Deutschland. Und nichts, desto trotz fühle ich mich einfach, diesem Land verbunden. Ja. Und im Winter sind sie da in Italien? Ja, eigentlich mehr, wobei ich jetzt auch wieder mehr auf Reisen gehe. Also ich plane jetzt im Januar, wieder nach Indien zu fahren. Und so. Aber natürlich ist es weder im Winter dort noch ein bisschen besser. Also wir haben mehr Sonne, sage ich, mein glaub ich. Der Himmel ist häufiger mal blau, ne? Ja, das stimmt. Das macht schon sehr viel Gutes mit der Seele, finde ich auch her. Wenn Sie da jetzt so zurückgucken auf die letzten Jahre, das war ja sehr arbeitsintensiv. Das war viel loslassen, viel Offenheit auf Neues. Können Sie sich da auch so richtig über sich selbst freuen? Das war tatsächlich etwas, was ich wirklich lernen musste. Also dieses stolz auf mich sein, dieses sich endlich freuen können, was man da so geschaffen hat, das nicht als selbstverständlich zu betrachten, nicht mehr diese Maßstäbe an sich selbst anzulegen. Und ich glaube, ich bin da ein großes Stück weit vorwärts gekommen und freue mich einfach mittlerweile immer öfters. Ja, weil das ist ja glaube ich auch, eine der schwierigsten Transformationen im Leben, sich vom Außen unabhängig zu machen. Genau, dafür hat die Einsamkeit oder das Allein sein, einen guten Zweck erfüllt, denn da schaltet man ja sehr viel das Außen ab. Diesen Lärm, dieses sich vergleichen, diese ganzen Einflussenamen und so weiter. Und konzentriert sich wieder auf seine innere Stimme. Und da hört man dann schon ziemlich gewaltig, was eigentlich alles noch im Arken ist. Das muss ja auch erstmal bereinigt werden. Und je mehr man das bereinigen kann, um so mehr Platz ist, dann plötzlich wieder für das neue, für das Schöne, dieses Wohlfühlen, das worum's eigentlich geht. Und wenn wir alt werden, wollen wir ja gut alt werden. Wir wollen ja fröhlich alt werden. Wir wollen ja, also in meinem Fall muss ich auch sagen, möchte ich ein Stück weit meine Kindheit auch nachholen. Ich möchte auch wieder all ran sein können. Und alles, was man als Kind, ich mir nicht leisten konnte, so zu sagen. Und dieser Prozess war für mich deswegen extrem wichtig, also auch in diesem Prozess so alleine zu sein, um das Stück für Stück wieder her zu holen, sozusagen und das Alter rauszuschmeißen, was mir nicht gut getan hat. War herzlichen Glückwunsch. Danke. Aber das ist wirklich toll, wenn man das schafft. Also auch das Bewusstsein dafür hat und dann auch die Kraft, das hinzukriegen. Das finde ich toll. Ja, es ist schon ein Prozess, der schmerzt. Man kann es, glaube ich, nicht ganz alleine machen. Also ich hatte auch da, hab ich mir Hilfe gesucht und gefunden, ob das der Schamanismus war oder was auch immer. Also, dann dieses Dollaraufräume, von Kindesbeinen an bis heute, da ist einfach so viel gewesen. Das schafft man nicht alleine. Das alles zu begreifen und zu beseitigen. Ja, sie hat mir auch ein voller Leben, bis sie jetzt war. Das hat ein bisschen Ausatmen angesagt. Ja, das stimmt. Wenn jetzt jemand zu gehört hat und sich denkt, Mensch, was die Andrea La Ranche da geschafft hat, haben sie dann so ein, zwei Tipps für Menschen, die sagen, ich möchte jetzt in den Süden gehen, um mir da ein heuzchen kaufen. Egal, jetzt auf Italien oder Spanien. Also, wenn man im Alltag ankommt und es tut man, also wenn man in den Süden zieht, dann ist man nicht im ewigen Urlaub. Dann hat man da den Alltag und da verliert man erst mal die Rosau, Hotelbrille. Und darauf muss man gefasst sein. Und man muss vorher wirklich genau abchecken. Ist das echt der Ort, wo ich sein möchte? Mhm. Und was mache ich da, wenn ich dann im Alltag ankomme? Wie ist das mit der Krankenversicherung? Wie ist das damit handwerken? Wie ist das damit im Umfeld? Find ich da Leute, mit denen ich auch mal sprechen kann? All diese Dinge, die sind schon wichtig. Die habe ich viel zu wenig bedacht. Und da habe ich die Rosau, Rote Brille, die ist mir ganz auch nicht von der Nase gerutscht. Da habe ich dann schon irgendwann gedacht, Mensch, ob ich das alles so richtig gemacht habe. Und ich weiß auch von vielen, die dann abgebrochen haben an der Stelle und wieder zurückgegangen sind. Ich habe nicht abgebrochen. Ich habe es durchgestanden. Und habe jetzt mein Platz gefunden. Aber man muss sich dessen Bewusstsein, dass es da stolper steine gibt und dass das nicht der ewige Urlaub ist. Das ist, glaube ich, eine ganz wichtige Einsichten, die man damit nehmen sollte. Zum Schluss habe ich eine Frage, die jeder Gast bekommt. Was würden Sie Ihren 20-Jährigen, ich aus heutiger Sicht gerne sagen? Vergleichlich nicht mit anderen. Versuch, beide zu bleiben, versuch immer endlich rein zu hören und einen Weg zu gehen. Das war ein schönes Schlusswarte. Ich danke Ihnen sehr, dass Sie heute da waren. Sie haben einen ganz wunderbaren Sommer. In dem schönen Haus in Italien. Vielen Dank. - Vielen Dank für Ihr Buch, natürlich. Danke, Femals. Die Bayern-Einsprimeumpotkasse in der App A-R-D-Sounds und auf Bayern-Eins-D-E. Hören Sie auch besser Leben. Praktische Tipps, Umwelt und Verbraucher-Themen. Bayern-Eins gehört ins Leben.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Schauspielerin Andrea Lausch erzählt von ihrem radikalen Lebenswechsel
  2. Sie begann ihre Karriere als Kind (z. B. als Synchronsprecherin von Pippi Langstrumpf) und stand jahrzehntelang erfolgreich vor der Kamera (u. a. „Schwarzwaldklinik“, „SOKO Kitzbühel“).
  3. Rückblickend erkennt sie, dass sie durch den frühen Erfolg und Leistungsdruck kaum eine richtige Kindheit hatte – sie fühlte sich oft gestresst und überfordert.
  4. Mit 50 Jahren verspürte sie den Wunsch nach mehr Ruhe und Veränderung; sie folgte ihrer inneren Stimme und zog nach Italien.
  5. Sie beschreibt sich als mutigen, emotionalen Menschen, der Herausforderungen liebt (z. B. eigene Stunts), und betont, wie wichtig es ist, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen.
  6. Ihr Buch und ihre Erfahrungen inspirieren vor allem Frauen um die 40, die sich fragen, ob ihr Leben wirklich das Richtige für sie ist.

Summary:

Andrea Lausch, bekannt aus zahlreichen Fernsehrollen und als deutsche Stimme von Pippi Langstrumpf, spricht in diesem Interview über ihren mutigen Neuanfang in Italien. Sie beschreibt, wie sie nach Jahrzehnten des Erfolgs und der ständigen Verfügbarkeit erkannte, dass sie ihr Leben verändern musste. Der Kauf eines Hauses in Italien und das Schreiben ihres Buches „Der Zitronenbaum in meinem Garten“ wurden zu Symbolen ihrer Befreiung.

Lausch reflektiert, dass sie als Kind kaum eine normale Kindheit hatte: Sie arbeitete bereits mit acht Jahren, musste früh Verantwortung übernehmen und litt unter Leistungsdruck. Rückblickend sieht sie, dass ihre Eltern sie nicht ausreichend schützten, weil sie selbst mit ihren eigenen Traumata beschäftigt waren. Dennoch bereut sie ihren Weg nicht, sondern ist dankbar für die vielen Erfahrungen.

Heute genießt sie die Ruhe, das italienische Lebensgefühl und die Freiheit, ihrem eigenen Rhythmus zu folgen. Sie möchte andere ermutigen, ebenfalls den Mut zur Veränderung zu finden und sich von äußeren Erwartungen zu lösen. Besonders Frauen um die 40, die sich in einer Lebenskrise befinden, schreiben ihr, dass sie durch ihre Geschichte inspiriert werden.

Lausch betont, dass es nie zu spät ist, den eigenen Weg zu gehen und das Leben bewusst zu genießen.

FAQs

Sie musste sich mit Handwerkern auseinandersetzen, die kein richtiges Italienisch sprachen, und mit Dachziegeln, Verputz und Fliesen kämpfen – das waren ihre ersten 'Oh Gott'-Momente.

Das morgendliche Aufwachen, die Fensterläden öffnen und dann eine Stunde schwimmen gehen – das sind ihre schönsten italienischen Momente.

Sie bereitete sich vor, aber wie beim Schulenglisch merkte sie vor Ort, dass die Theorie kaum half; das praktische Üben machte es dann schneller.

Ja, sie reagierte eher emotional als rational und liebte Herausforderungen, wie Stunts im Fernsehen oder schnelles Autofahren, die sie oft selbst machte.

Beim Springen ins Wasser rutschte sie durch eine Leiter und schnitt sich an einem messerscharfen Auspuff, wobei ihre Flossen und eine Sehne durchtrennt wurden; sie musste operiert werden.

Sie hatte keine richtige Kindheit, weil Schule und Drehs sie stark stressten, und sie musste früh Verantwortung übernehmen, indem sie ihr eigenes Geld verdiente.

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