Durch Selbstreflexion die (fast) perfekte Beziehung führen? Wie ihr eure Anteile erkennt! - Interview mit Angelika #253
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Die Folge behandelt die Bedeutung der Selbstreflexion für eine glückliche und harmonische Beziehung. Die beiden Coaches betonen, dass es nicht ausreicht, nur auf den Partner zu schauen, sondern dass man zunächst seine eigenen Muster, Glaubenssätze und Erfahrungen erkennen und transformieren muss. Ein zentrales Konzept ist das „Puzzlestück“, bei dem jeder Mensch ein eigenes Element ist, das durch Selbstwahrnehmung verändert werden kann. Die Beziehung wird dann nicht durch Perfektion, sondern durch Stimmigkeit und gegenseitiges Vertrauen gefördert. Häufige Muster wie Abhängigkeit, Eifersucht oder Misstrauen entstehen aus unbewussten Verletzungen aus der Vergangenheit und werden durch Achtsamkeit und Selbstreflexion besser erkannt. Die Erkenntnis, dass man „für sich selbst verantwortlich“ ist, führt zu einem Urvertrauen, das nicht mehr auf den Partner abgestützt ist. Werkzeuge wie Tagbücher, Reflexionsgespräche oder Morgenroutinen helfen, im Alltag bewusst zu bleiben. Die Folge betont, dass eine „perfekte“ Beziehung nicht existiert, sondern eine stimmige, erfüllende Beziehung, die auf dem eigenen inneren Gleichgewicht basiert. Die Wunschbeziehung wird durch klare Fragen wie „Was will ich eigentlich haben?“ definiert, wobei der Fokus auf dem eigenen Wunschleben liegt. Die Erkenntnis ist, dass jeder Mensch einzigartige Erfahrungen und Anteile hat, die durch Selbstwachstum verändert werden können – und dass durch diese Transformation eine authentische, dauerhafte Beziehung entsteht.
Verändert sich nicht wirklich.
Ich weiß ja, Autosicherheit muss man sagen, wenn man ins Handy guckt.
Wenn das jemand wirklich möchte, dann findet er andere Wege auch, das zu verheimlichen.
Das Grundlegende, was ist das Gefühl, was ich haben will in einer Beziehung?
Was sind die Werte, die diese Beziehung tragen?
Was ist so vielleicht grundsätzlich im Leben für mich wichtig?
Und wie möchte ich das mit meinem Partner haben?
Man kennt es vielleicht, wenn man schon mal abnehmen wollte.
Die Diät alleine, die bringt dann zwar das Gewicht unter,
wenn man dann aber wieder in den alten Lifestyle zurückkehrt,
dann kommt das Gewicht wieder zurück.
Als ich das Gewicht im Lifestyle anpasse, ist im Coaching quasi immer wieder.
Willkommen im Podcast der Lebensidealisten.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Angelika.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein
in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
In dieser Folge besprechen wir gemeinsam mit Angelika, einer Coachin von uns aus dem Team,
ein Thema, was sie sich selber ausgesucht hat,
nämlich durch Selbstreflexion die fast perfekte Beziehung führen
und wie ihr eure eigenen Anteile erkennt.
Denn das ist häufig der Grundsatz, dass man erstmal an sich selber arbeitet
und selber ausgeglichen kraftvoll genug wird,
um überhaupt eine glückliche, harmonische Beziehung führen zu können.
Das heißt, wir wollen uns heute sehr mit euren eigenen Anteilen beschäftigen.
Und was kannst du selber dafür tun,
damit du eine glückliche und harmonische Beziehung führen kannst?
So, wir wollen heute über die eigenen Anteile vor allen Dingen sprechen.
Was kann man tun, um eine glückliche oder eine fast perfekte Beziehung zu führen?
Was ja erstmal per se schon Definitionssache ist.
Das heißt, die eine perfekte Beziehung gibt es ja gar nicht,
sondern wir streben ja eigentlich eher für uns nach so der maximal stimmigen und erfüllenden Beziehung
und würden das dann ja tendenziell vielleicht für uns selbst als perfekt bezeichnen.
Und meine Nachbarn und Freunde, die empfinden wieder eine ganz andere Beziehung
als gut perfekt.
Perfekt und erfüllend.
Warum hast du dir das Thema ausgesucht?
Ja, tatsächlich aus eigener Erfahrung.
Zur Vorbereitung zu dem Podcast bin ich nochmal meinen Weg durchgegangen,
der mich ja dann natürlich auch zu der Coaching-Ausbildung ins Hanseatische Institut gebracht hat.
Und zwar in meinem Fall tatsächlich wiederkehrende Muster.
Und mit etwas Abstand betrachtet, habe ich mich irgendwann schon gefragt,
wenn ich die einzige Konstante in der Gleichung bin,
dann macht es ja vielleicht hier auch mal Sinn,
anzusetzen.
Und die Frage war eigentlich, wo ist mein Anteil an all den Erfahrungen,
die ich in der Vergangenheit gesammelt habe?
Naja, und so kam ich eben dann darauf, eigene Glaubenssätze,
unbewusste, ja, hinderliche Muster zu erkennen und die dann zu transformieren.
Und das hatte für mich schon sowas wie einen Game-Changer-Charakter.
Also da danach hat sich sehr viel in meinem Leben geändert,
vor allem auch mit Blick auf meine Beziehung.
Und deswegen war mir das wichtig, das Wissen weiterzuwenden.
Wir haben da ja das Bild dieser Puzzlestücke, das passt eigentlich total gut.
Das heißt, du hast eigentlich dein eigenes Puzzlestück dann dir angeschaut,
hast Veränderungen herbeigeführt und hast gemerkt, oh, mein Puzzlestück verändert sich.
Und damit ziehe ich auch andere Menschen als Puzzlestücke in mein Leben.
Nicht mehr die, die ich sonst in mein Leben gezogen habe,
die auf das alte Puzzlestück passten,
sondern dann entsprechend neue Menschen, die anders zu dir passten wahrscheinlich.
Ja, genau. Also in der Vergangenheit, würde ich sagen,
war ich das Puzzleteil, also alles, was wir damit an Analogie sozusagen reingeben,
also die Abhängigkeit gegenüber einem Partner in unterschiedlicher Hinsicht
und auch in der Idee, dass das ja wechseln kann am Tage.
Der eine hat halt diesen Anteil, der nächste einen anderen.
Ich hatte schon eine hohe Abhängigkeit in unterschiedlichen Bereichen, sage ich mal,
und habe durch das Coaching tatsächlich erst verstanden,
wie hinderlich das für das ist, wo ich hin will, nämlich Augenhöhe
und letztlich auch sowas wie eine ausgeglichene,
eigentlich ein kraftvoller Wunsch nach einer Beziehung,
ohne die zu brauchen, also ohne die letztlich haben zu müssen.
Und von daher habe ich für mich tatsächlich gedanklich das Puzzlestück weiterentwickelt
zu so einer Art Klinkerstein oder so ein Backstein,
dass also quasi fehlende Ecken sozusagen gar nicht mehr da sind
und ich dann mit einem Partner wählen kann, dicht aneinander zu stehen,
wie zum Beispiel in einem Mauerwerk,
aber ohne dass Verknüpfungen stattfinden müssen,
also ohne dass Lücken gefüllt werden müssen.
Das hat mir also sehr geholfen zu verstehen,
also ich möchte eine Beziehung führen, aber ich muss es letztlich nicht,
um mich zum Beispiel weniger allein zu fühlen
oder andere Dinge besser bewältigen zu können.
Das heißt so, ja, war für mich eigentlich die Erkenntnis,
cool, wenn ich für mich alles habe, was ich brauche,
ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden in mein Leben zu ziehen,
der von der Grundtendenz ähnlich sozusagen unterwegs ist,
ja doch durchaus hoch und dann ist es in der Zusammenkunft eben ganz anders,
anderes Miteinander, weil das dann eher eine Freiwilligkeit
und auch die hat ihre Herausforderung,
aber die bedingt eben keine Abhängigkeit mehr.
Ja, und das ist sehr interessant, denn eher ist ja,
bevor man das für sich so erkennt,
dass man auch eigene Anteile damit reinbringt,
der Wunsch, ich will einen Partner finden, der mich auf Augenhöhe sieht.
Also das heißt, das Problem vorher waren immer die Partner,
weil die haben mich einfach nicht auf Augenhöhe gelassen.
Und dann ist das ja so,
so ein Erkenntnisprozess, dass man irgendwann merkt,
das passiert mir irgendwie häufiger.
Das muss ja anscheinend dann an mir liegen,
dass irgendwas in mir ist,
warum ich immer nicht auf Augenhöhe oder in Abhängigkeit bin.
Bis man das dann findet.
Ich habe gerade jemanden,
der möchte ins Einzelcoaching eigentlich gehen,
ist in der Partnerschaft und bringt eine Harmoniesucht mit.
Und jetzt hat die Partnerin signalisiert,
dass sie sich wahrscheinlich trennen will.
Und jetzt hat er gesagt,
dann will ich das Einzelcoaching wahrscheinlich doch nicht machen.
Und da ist genau das Ding, da habe ich gesagt,
Mensch,
kannst du überlegen, es ist in Ordnung,
aber ich würde empfehlen,
dass du das Einzelcoaching auf jeden Fall machst.
Denn selbst wenn diese Partnerin sich von dir trennen sollte,
hast du ja diesen Baustein Harmoniesucht in dir,
was eben dieses Puzzlestück formt.
Die Wahrscheinlichkeit,
dass du danach eine Partnerin findest,
wo die Beziehung ähnlich verläuft wie jetzt,
ist sehr groß,
weil du solche Menschen erleben siehst.
Der ist aber noch nicht so weit,
der sagt,
das mache ich jetzt nur für diese Partnerschaft.
Ich bin sehr zuversichtlich.
Ich finde dann einfach jemanden,
der viel besser zu mir passt.
Also da ist diese Erkenntnis noch nicht da.
Ja, ich denke,
das ist durchaus ein Prozess,
diese Muster erstmal zu suchen,
in Anführungsstrichen,
sie dann wahrzunehmen
und dann ja auch,
also wie ich das empfand,
in einer Art kraftvollem Handeln
für sich einzustehen und zu sagen,
genau wie du sagst,
dass natürlich sind im Außen immer Umstände,
die wir nur indirekt oder gar nicht kontrollieren können.
Und gleichzeitig habe ich trotzdem immer die Möglichkeit zu wählen,
mindestens wie ich eine Erfahrung,
die mir passiert, bewerte.
Welche Schlüsse ziehe ich daraus?
Und wo ist so ganz tief im Kern doch irgendwo auch mein Anteil?
Und für mich war das tatsächlich auch,
als dann meine vorige Partnerschaft sich aufgelöst hat,
einmal innezuhalten, zu fragen,
okay, jetzt gucke ich wirklich komplett zurück.
Also angefangen von der ersten Beziehung bis heute.
Da waren viele auch unschöne Erfahrungen,
Affären, solche Themen.
Und halte inne und schaue einfach mal,
wo sind Muster?
Und dann war ich schon überrascht zu sehen,
wie ähnlich das ist.
Und dann habe ich auch gesagt,
wie ähnlich sich die Jahre dann doch irgendwie geworden sind,
obwohl es andere Menschen, andere Partner waren.
Naja, und dann habe ich für mich eben gesagt,
okay, jetzt genau wie du beschreibst,
möchte ich das für mich klären.
Unabhängig, da hatte ich damals auch gar nicht den Wunsch,
dann direkt nach einer neuen Beziehung,
sondern es war eher so,
okay, ich will das, was da mein Anteil war,
einfach die Heilung bringen,
erst mal verstehen,
dann sozusagen heilen
und danach weitersehen.
Genau, das war so die Veränderung tatsächlich,
die hätte ich ohne das Coaching,
vermute ich, nicht gemacht,
die Veränderung.
Ein anderes Wording, was man vielleicht eher
schon kennt für die Puzzlestücke,
ist das Gesetz der Anziehung.
Vielleicht magst du da mal drauf eingehen,
weil das beschreibt es ja sehr gut
und das kennen vielleicht einige aus Büchern,
gerade aus der Persönlichkeitsentwicklung
kennt man das ja sehr genauso,
da wird das ja immer wieder genutzt,
dieses Gesetz der Anziehung.
Ja, also das war für mich persönlich schon so was
wie ein verändernder Moment war,
als ich davon dann erfahren habe,
als ich angefangen habe,
mich Persönlichkeitsentwicklung zu befassen
und wenigstens die Möglichkeit
in Betracht gezogen habe,
dass alles, was ich tue,
ins Außen ja sendet
und folglich auch in irgendeiner Art und Weise
in Resonanz geht.
Und ich denke, persönlich ist sie kurz dabei,
das an irgendeinem Punkt
auch wieder ein bisschen loszulassen.
Ich denke, das kann schon sehr weit gehen.
Also wenn ich immer wieder
sozusagen damit in die Welt blicke,
denke ich, geht da auch viel so Denkleistung,
aber so von der Grundidee her fand ich das,
also für mich hat sich das angefühlt,
als wenn ich endlich so den fehlenden Schlüssel gefunden habe
für eine Tür, von der ich eigentlich gar nicht wusste,
dass sie da war und dann auch noch verschlossen ist.
Das heißt, es war schon auch die Erkenntnis,
dass alles, was ich tue,
im Außen eine Reaktion erzeugt,
die ja wieder mit mir in Akt,
also wo ich ja dann auch wieder in Handlung,
und ja, da gibt es ja auch dieses Sprichwort von Anais Nin,
wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist,
sondern so, wie wir sind.
Und das fand ich unglaublich heilsam,
muss ich für mich wirklich so sagen.
Und ich finde, wenn man das im Kleinen ausprobiert,
wenn man, je nachdem, in welcher Laune man gerade ist,
vor die Tür geht,
finde ich, geht das schon mit einem in Resonanz.
Da natürlich im Kleinen,
aber auch, weiß ich nicht,
zum Beispiel auf Zusammenkünften
irgendwie Netzwerkevents, Feiern oder sowas.
Es ist schon spannend.
finde ich, zu sehen, wie das, was ich da
in diesem Moment reinbringe von der Haltung
und dann von den Worten, weil ich finde, die
Worte folgen eher der Haltung
in dem Moment, wie das dann doch
irgendwie wieder in Resonanz geht und zurückkommt.
Ja, das war für mich sehr, sehr, sehr
spannend. Ja, jeder von uns
kennt da irgendwie so die Sprichworte, wie man in den
Wald hineinruft, so kommt es auch zurück.
Aber, dass
man sich da in der Tiefe Gedanken drüber macht,
was bedeutet das denn genau eigentlich?
Also, das wird so landläufig immer mal
gesagt, dass wenn man, ich sag mal, was
abbekommt, was man selber so ein bisschen verursacht
hat vorher, dann sagt man, ja, wenn du so
in den Wald hineinrufst, dann bekommst du halt das zurück.
Aber, dass da eigentlich wirklich so eine
gesetzte Anziehung hinterstehen kann und man sich Gedanken
drüber macht, wie man die Welt eigentlich sieht,
das ist ja spannend, gerade so diese
Brillen und Filter, die ja dafür sorgen,
dass wir alle andere Wahrheiten
wahrnehmen, was ja bei den Paaren
auch durchaus manchmal ein müßiger
Prozess ist, wenn man sich über
vermeintliche Fakten
und Wahrheiten streitet,
anstatt anzuerkennen
ah, okay, du hast eine andere Wahrheit,
du hast diese Situation anders
gesehen, durch andere Filter als
ich, wir kommen bei der Wahrheit
gar nicht mehr zusammen, aber was
für ein Gefühl hast du denn gemacht?
Und dann auf die Ebene wechselt und sich einfach nur
anschaut, ist das denn jetzt schlimm,
dass wir andere Wahrheiten sehen?
Stört das einen von uns beiden? Machst du eine
Verletzung? Oder können wir es einfach stehen
lassen und sagen, ah, okay, das ist deine Erinnerung,
das ist meine, die können nebeneinander stehen,
aber ist doch auch gut so.
Ja, und da auch wieder die eigenen Anteile zu sehen,
das heißt so auch der größte
Lerneffekt für mich war zu realisieren,
wie viel ich im Alltag interpretiere,
in jedem Lebensbereich,
vor allem auch in der Partnerschaft.
Und genau wie du beschreibst,
geht es daher dann auch oft zu eigenen Dynamiken,
also dass sozusagen ein Moment, der
passiert ist, von jedem ja wieder
anders bewertet wird. Oft
natürlich auch geprägt durch eigene Erfahrungen.
Und da sind wir wieder genau bei den Anteilen,
die ich vorher beschrieben habe. Das heißt,
wenn ich schlechte Erfahrungen aus zum Beispiel
vergangenen Beziehungen in
die momentane Beziehung bringe,
dann sind ja die Anteile ein bisschen vermischt.
Dann ist das, was mit irgendwem anders sozusagen
an schlechten Erfahrungen,
an Verletzungen passiert, ist auf einmal
bei dem anderen. Und wenn das
also so meine Unterstellung
so was bei mir zumindest, üblicherweise
unbewusst passiert, dann wird beim
anderen unbewusst zu viel ankommen.
Das heißt, dann ist so, hoppla, was ist jetzt los?
Ich kann es vielleicht aber gar nicht benennen.
Ich merke einfach nur, oh, gerade bin ich irgendwie
total wütend und kann gar nicht
richtig einordnen, wo gehört das eigentlich hin?
Und für mich war
Coaching schon auch
ein wichtiges Instrument,
um in die Selbstwahrnehmung zu kommen.
Also um wirklich regelmäßig
mir selbst sozusagen einzuchecken,
zu merken, wo habe ich
eigentlich im Alltag,
wir sagen ja so Basisgefühle,
die sich melden, irgendwie so ein Magenschmerz,
so leichte Körpersignale,
die sagen, irgendwas ist hier gerade,
wo ich in der Vergangenheit doch
eher drüber gegangen bin. Vielleicht auch mit dem Kopf.
Ach, ist ja nicht so schlimm. Egal.
Und das finde ich schon
eine große Möglichkeit,
auch eigene Handlungen zu verändern.
Also wirklich achtsam zu sein,
Dinge schneller einordnen zu können.
Das ist natürlich ein Prozess.
Ich weiß, am Anfang hatte ich
so die Idee, ja super, jetzt kommt es ja zu gar
keinen Konflikten mehr.
Das ist ja dann doch nicht immer realistisch.
Aber was durchaus passiert, zumindest habe ich es bei mir
beobachtet, ist, dass ich schneller
wahrnehme, wenn ich so
den Weg verlasse, den ich behalten will.
Also wenn ich doch wieder interpretiere
oder Erfahrungen
aus der Vergangenheit in einen Moment bringe,
wo sie nicht hingehören.
Und das ist eben dann wieder der eigene Anteil,
einen Moment innezuhalten und zu sagen, oh Moment,
was ist hier los? So eine Millisekunde
hat man fast immer. Einmal durchatmen,
einmal gucken, okay, wieso bin ich
gerade so, wie ich bin?
Wieso habe ich mich gerade so
verhalten? Und wo kann ich jetzt
auch für mich kurzfristig ansetzen,
um ja eine Lösung zu kommen
oder anders zu handeln?
Also ein ganz greifbares Beispiel ist,
für viele haben wir Eifersucht eigentlich.
Wenn du in der vorherigen Beziehung
zum Beispiel ein Fremdgehen erlebst, kommst du mit
Eifersucht in die neue Beziehung.
Da hat der neue Partner ja noch gar
nichts dazu beigetragen, dass man eifersüchtig
sein müsste. Der hat Treue
als ganz tiefen Wert verankert.
Und dann bringt man aber
dieses Misstrauen mit hinein,
hat vielleicht auch Impulse, mal ins Handy zu
gucken und so weiter, weil so ist vorher
das Fremdgehen aufgeflogen, dass man auf dem Handy
was entdeckt hat. Und
der neue Partner, der bekommt diese Last,
wie wir auch sagen, ab
und fühlt sich nicht voll im Vertrauen
und fragt sich, warum
kann zu mir kein Vertrauen aufgebaut
werden? Warum misstraut man mir?
Das ist ein ganz typisches, ganz, ganz
greifbares Beispiel für Dinge, die man mitbringt.
Die sind sehr offensichtlich, aber es gibt
auch ganz viele Beispiele, die
viel unterschwelliger sind, die sich gar nicht so
bewusst zeigen, wo eben alte
Themen mit reinspielen und das sehr gut
tut, wie du sagst, durchzuatmen, sich
zu reflektieren und mal zu schauen,
wohin gehört denn welcher Anteil?
Und dann tatsächlich eben auch eine nachhaltige
Lösung zu kommen. Das fällt mir
in der Arbeit mit den Paaren auch immer wieder auf,
so an dem Beispiel, was du eben nanntest, wäre
eine Möglichkeit zu sagen, okay, ich erhöhe die Kontrolle.
Ich gucke nur noch öfter ins Handy
oder was man da auch
alles tun kann. Kontrolle ist ja
aber letztlich immer eine Illusion und die erste
Frage ist ja, wo kommt das Bedürfnis
nach Kontrolle her? Ein Stück weit natürlich
aus der Verletzung, kann zumindest so sein.
Und dann aber anzusetzen und
sagen, Mensch, lass doch mal die Kontrolle sein,
das wird ja auch nicht helfen, weil dann werde ich ja
mit mir auf einmal ein Riesenthema kriegen.
Unsicherheit, Unruhe
und da dann eben anzusetzen und sagen,
okay, dann gehe ich noch weiter vor. Das ist
ja sowieso so unsere Grundphilosophie. Wir gehen
mal an den Punkt, wo es noch gut war
und gucken mal im Prinzip alles an, was
relevant ist für dieses Thema
und lösen alles auf dem Weg dorthin,
damit es eben so gut genug werden
kann, dass Handlungsweisen,
die einem selbst dann hinderlich
geworden sind, im Prinzip ja nicht mehr gebraucht
werden. Die stellen ja immer was sicher.
Und das fand ich halt so schön,
auch einfach zu erkennen, oh wow, also es geht
ja weniger dann darum, Handlungen
zu verändern. Das hat auch immer seine
Legitimität. Natürlich können wir
auf Handlungsebene auch sehr viel
beantworten,
für uns lösen. Wenn es aber immer wieder
kehrt und wenn es halt faktisch nie genug ist,
an dem Beispiel vermute ich, und wenn
man alle drei Minuten ins Handy guckt, das wird
das Gefühl im Kern nicht lösen.
Und dann braucht es eben was Nachhaltigeres.
Und dann sind wir so in der Analogie,
dann tauchen wir halt mal tiefer, so unter
die Meeresoberfläche und gucken mal, was da so
alles ist, um das dann im Prinzip
Stück für Stück zu transformieren,
sodass dann die alten
Verhaltensweisen in dem Sinne nicht mehr gebraucht
werden. Ja, das ist ja sogar eher das
Gegenteilige der Fall. Also mein eigenes
Gefühl verändert sich nicht wirklich.
Ja. Weil es ist ja auch nur eine Pseudosicherheit,
muss man sagen, wenn man ins Handy guckt.
Wenn das jemand wirklich möchte,
dann findet der andere Wege auch, das zu
verheimlichen. Aber auf der Gegenseite ist es so,
ich bekomme keine Sicherheit, aber den
anderen verletze ich. Ja. Weil der andere
sagt, wieso schaust du in mein Handy?
Wenn das gar nicht vereinbart ist, dann
überschreitet das seine persönlichen Grenzen
vielleicht. Er fühlt sich eben
im Misstrauen, sagt, warum
misstraust du mir? Und so weiter. Wir können
gar kein Vertrauen aufbauen. Das fühlt
sich alles nicht stimmig für mich an.
Ja, da kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen,
also gerade durch das Thema
Affäre oder auch das daraus resultierende
Misstrauen aus einer vorigen
Beziehung, hatte ich irgendwann
so über das ganze Coaching, das für mich
dahingehend auch auflösen können, dass
ich zum einen genau verstanden habe, warum ist
dieser Punkt gekommen sozusagen?
Wo war mein Anteil? Natürlich dann auch der Anteil
des damaligen Partners.
Was ist also passiert? Das heißt, daraus schon
ein Grundverständnis zu ziehen.
Naja, wenn eine Affäre passiert,
dann ist das ja üblicherweise sowas wie
der Gipfel von den ganzen
Herausforderungen, Problemen, die vorher
unbeantwortet blieben oder ungelöst
waren. Und darüber hinaus, als
mich eine Freundin irgendwann fragte,
hast du denn keine Angst, dass das wiederkommt?
Also, dass das wieder passieren
kann? Und das fand ich so spannend, weil in der
Zwischenzeit hatte ich da für mich gar nicht mehr
dran gedacht. Das heißt, ich dachte kurz
nach, dachte dann also,
ich glaube nicht, dass es wieder passiert.
Und jetzt aber der entscheidende Punkt,
wenn es wieder passiert, gehe
ich anders damit um. Das heißt, ich
habe heute ganz andere
Handwerkszeuge sozusagen
bei mir, um was auch immer des
Weges kommt, letztlich lösen
zu können. Also es ist eher so ein Urvertrauen.
Ich glaube nicht, dass diese
Erfahrung wieder passieren wird, weil
ich weiß, was dazu geführt
hat und achtsamer geworden bin,
wo Konflikte vielleicht nicht
angesprochen sind, wo sich Dynamiken
bilden, die hinderlich sind. Aber
da sind wir bei der Kontrolle.
Sollte es doch irgendwann passieren,
dann kann ich anders
damit umgehen. Also das heißt, im ersten Schritt
war für mich die Erkenntnis,
weniger meinem
Partner wieder zu vertrauen, sondern
erst mal mir selbst und sowas wie Urvertrauen
zu haben. Das ist mal die
Grundfeste. Und der Rest für mich
folgt dann eigentlich. Das heißt, wenn ich
mit mir gesetzt bin, so
eine Art Urvertrauen habe, dass alle Erfahrungen,
die mir passieren werden
in irgendeiner Art und Weise
auch wieder etwas Gutes haben
können, auch wenn das oft schwierig ist
in dem Moment, wo wir drinstecken,
dann wird die Frage, ob das
wieder passiert, weniger wichtig.
Und selbst das damit in einen anderen Kontext
lässt mich, also persönlich kann ich
ja dann nur sagen, auch mehr Ruhe empfinden
in dem Zusammenhang.
Und schon wird es für einen selbst
und die Partnerschaft viel gesünder, wenn man Kontrolle
durch Vertrauen in sich selbst
und Achtsamkeit ersetzt.
Das ist ja auch das Ziel daher, dass man
im Aufarbeitungsprozess
lernt, was die eigentlichen Ursachen
mal waren, Signale viel
früher erkennt und viel achtsamer
mit sich und der Beziehung umgehen kann
und durch diese Sensibilität
und Achtsamkeit sehr früh erkennt,
oh, wir sind wieder mal
falsch abgebogen. Das ist aber nicht schlimm.
Wir können einfach kurz zurückfahren,
weil wir haben sehr früh gemerkt, dass
wir falsch abgebogen sind. Und da
Dafür brauchen wir auch dann
das Bild zu der Wunschbeziehung, wo wir eigentlich sein wollen,
damit wir frühestmöglich erkennen, wenn wir falsch abbiegen
und das nicht irgendwann per Zufall passiert.
Im schlimmsten Fall sozusagen dann,
wenn wir schon am Gipfel angekommen sind und merken,
oh scheiße, hier ist richtig was schiefgelaufen in der Beziehung.
Wir haben unfassbar viele Signale übersehen,
nicht hören können, nicht wahrnehmen können, was auch immer,
nicht anerkennen können, sodass wir es früh merken.
Lass uns mal kurz einen Exkurs machen zu dir selbst.
Dass du einmal dich selber vorstellst, wer bist du, was machst du,
wie bist du zu uns gekommen,
dass die Hörerinnen und Hörer dich auch mal kennenlernen können.
Ja, ich bin Angelika, ich bin Ende 30,
mache in meiner Freizeit total gerne Sport, Ausdauersport gerne.
Ich laufe Halbmarathon, bin auch schon Marathon gelaufen,
habe da viel Freude dran, mache gerne Yoga,
befasse mich total gerne mit Themen rund um Persönlichkeitsentwicklung,
auch Meditation, verbringe sehr gerne auch Zeit mit meinem Freund,
natürlich treffe ich auch gerne Freunde und verbringe auch Zeit
mit unseren Herkunftsfamilien und ja, der Weg zu den Lebenssignalisten
kam dann über das Hanseatische Institut.
Wie gesagt, persönliche Herausforderungen hatten mich
zum Hanseatischen Institut gebracht.
Ich wollte unbedingt Themen nachhaltiger lösen,
als ich das in der Vergangenheit gemacht habe.
Habe dann durch die Coaching-Ausbildung und als Teil
dieser Ausbildung auch durch viele Coachings, die quasi
dann mit mir durchgeführt wurden, immer mehr Erkenntnisse gesammelt,
konnte das extrem gewinnbringend in eigentlich allen Lebensbereichen
einfließen lassen, also im privaten Umfeld, im beruflichen
und hatte dann aber immer mehr den Wunsch,
auch vor allem so im Thema Partnerschaft, das ganze Wissen,
was wir haben, die Erfahrung, die Werkzeuge weiterzugeben,
weil ich schon mit dieser ganzen Arbeit immer wieder dachte,
mein Gott, wieso hat mir das niemand vorher gesagt?
Das wäre ja echt schön gewesen, also dann,
auch da, ich glaube dann, das war halt vorher nicht dran, ja,
also das ist auch alles okay, aber es war dann schon so dieser Wunsch,
Mensch, wie kann ich denn dazu beitragen, dass ja gerade
in Partnerschaften etwas mehr, ja, Ruhe, etwas mehr Lösungsorientierung,
Klärung einkehren kann, weil ja dann eben diese Partnerschaften
auch wieder ein Multiplikator letztlich in die ganze Gesellschaft haben.
Da sind oft dann Kinder betroffen.
Wenn aber Paare so richtig im Konflikt hängen, glaube ich,
hat das auch eine große Auswirkung.
Es hat auch Auswirkungen wieder auf das Umfeld um das Paar herum,
also Freundeskreis, Familien, aber natürlich auch wieder das Arbeitsumfeld.
Das heißt, es ist ja fast wie so ein Hebel eigentlich,
um so vielleicht insgesamt in der Gesellschaft auch ein Stück weit dazu beizutragen,
dass, ja, Konflikte nachhaltiger gelöst werden können
und im besten Fall auch über Wissensaufbau,
über veränderte Verhaltensweisen, über Lösungen eigener Themen,
wie wir sagten, ja, dann auch sowas wie eine Prävention immer wieder auch
zum Tränen.
Und dann kommt das ja so schneller, merke, uh, hoppla,
hier war jetzt doch eine Interpretation, hier war ein Vorwurf drin.
Lass mich das nochmal neu formulieren.
Also so im Prinzip ja dann in eine Veränderung zu kommen.
Und so ist mein Weg dann zu euch ja letztlich gegangen.
Ja, warum hat mir das vorher keiner gesagt?
Das ist ja auch manchmal eigentlich gar nicht so selten,
sogar so eine Erkenntnis hinterher, wenn man so Richtung Ende des Coachings
bei uns geht, entsteht bei einigen Paaren nochmal so eine größere Traurigkeit
darüber.
Aber dass sie merken, oh Mann, so funktioniert das und so können wir es echt lösen.
Und eigentlich ist es gar nicht so schwer.
Aber hätten wir das alles früher gewusst, wir hätten uns so viel Leid ersparen können.
Warum hat uns das vorher keiner gesagt?
Warum sind wir nicht vorher drauf gestoßen?
Das macht dann durchaus manche Paare nochmal traurig,
dass sie dieses ganze Leid quasi erleben mussten,
um sich dann jetzt auf den Weg zu machen, eine Paartherapie zu starten
und dann bei uns zu merken, dass man diese ganzen Themen gut lösen kann
und dass man,
das hätte viel früher machen können und dann viel weniger Leid entstanden wäre.
Hast du Lieblingsthemen im Coaching oder so schönste Momente, wo du sagst,
da fühlst du besonders viel Sinngebung?
Ja, also für mich ist am schönsten, wenn ich schon in den einzelnen Sessions
in kleinen Momenten merken kann, dass Erkenntnis einsetzt,
also dass sowas wie Entspannung oder Ruhe einkehren kann,
Verständnis dafür, wie das Paar an den Punkt gekommen ist, an dem es jetzt eben steht,
wir sind ja doch, denke ich, eher darauf trainiert, so in der Gegenwart Lösungen,
also ich kann für mich sprechen, in der Vergangenheit, vor dem Coaching,
war ich immer dabei, in der Gegenwart irgendwie anzusetzen
und für uns ist ja schon einer der Grundfesten, dass wir weiter in die Vergangenheit zurückgehen,
um, wie wir sagen, ja das Fundament zu stabilisieren, sich von dort anzunähern
und wenn Paare da das erste Mal auch zum Beispiel zum Kennenlernen zurückgehen,
wenn das eben gut war, das ist schön zu sehen, wie sich dann Mimik, Gestik,
alles letztlich bei den Paaren in dem Moment verändert,
und wenn wir dann so sukzessive die Verletzung durchgehen,
dann auch so viele Aha-Momente entstehen, so war es wirklich krass,
da hast du nie was gesagt, so warum nicht, aber auch da wieder zu erkennen
und ich glaube auch aus einer Stärke heraus dann zu sagen, es ging eben einfach nicht,
das Wissen hat gefehlt, wir tun ja, ist ja so, das Weltbild, was ich annehmen will,
auch jeder tut ja das Beste, was er tun kann, in jedem Moment,
das kann auch negative Auswirkungen haben, Konsequenzen letztlich,
für mich, auch für mein Umfeld, aber es geht ja schon,
auch darum dann zu verstehen, wie ist das dazu gekommen,
um darüber auch eine gewisse Zuversicht zu schöpfen,
dass es ab dort eben anders laufen kann, und das ist schön zu sehen bei den Paaren,
wie da, ja, wie gesagt, so ein bisschen Ruhe, Zuversicht einkehren kann,
Lieblingsthemen an sich habe ich jetzt nicht, kann ich so nicht behaupten,
ich bin so grundsätzlich auch jemand, der eher neugierig ist,
also ich mag es, Menschen kennenzulernen, die Geschichten, die die Menschen letztlich mitbringen,
ich glaube, Anne sagte das mit der Pralinen-Schachtel, das fand ich total schön,
also wenn wir letztlich dann ja mit den Paaren arbeiten, wissen wir ja nie so ganz genau,
was da alles so im Petto ist, und das macht es, finde ich, auch so spannend,
ja, in unserer Arbeit, finden ja dann für alles Lösungen, da auch offen zu bleiben,
zu sagen, okay, mal gucken, was heute dran ist.
Ja, die Themen klingen immer erst mal gleich, Kommunikation, Konflikte,
vielleicht Fremdgehen, Affäre, aber was dahinter steckt, wie die Reise nun wirklich war,
das ist immer vollkommen wichtig.
Vollkommen unterschiedlich, ne?
Gut, jetzt sind wir ja im Thema Selbstreflexion und wie dadurch die Beziehung harmonischer,
erfüllender sein kann, was hat denn bei dir stattgefunden, dass du irgendwann gemerkt hast,
jetzt muss ich mich mit mir selbst mehr beschäftigen, und welche Hebel hat das dann bewegt?
Ja, also, wie gesagt, durch die Coaching-Ausbildung kam ich immer mehr in die Reflexion,
was in der Vergangenheit an Erfahrungen letztlich des Weges kam,
und dann auch erstmalig die Frage, wie bin ich damals,
wie bin ich damals damit umgegangen, und was habe ich danach für Schlüsse daraus gezogen.
Und ich weiß noch, das war auch ein Gespräch mit einer sehr guten Freundin,
wo ich auf einmal gemerkt habe, Mensch, ich wusste eigentlich in all den Jahren gar nicht, wo ich hin will.
Also im Sinne von, was ist denn, wie wir ja sagen, mein Wunschleben, meine Wunschbeziehung,
das war eher so, ach ja, gut, da ist jetzt ein Partner irgendwie, so cool,
wir haben irgendwie ähnliche Interessen, oder manchmal auch nicht.
Aber leben wir mal einen Tag rein, mal gucken so, wie es wird und so.
Aber ich habe mich nie gefragt, was ich eigentlich will.
Vielleicht habe ich mir auch selber gar nicht so in diesem Moment dann auch,
also wir sagen ja oft auch so, die Erlaubnis gegeben oder die Erlaubnis gehabt zu sagen,
wie willst du es denn haben?
Also ich, und da sind wir ja auch wieder so ein bisschen beim Gesetz der Anziehung,
wenn ich nicht weiß, was ich haben will, dann wie soll es zu mir kommen?
Und ich weiß, also bis heute weiß ich eigentlich nicht, warum ich mir da nie Gedanken zugemacht habe,
ich weiß nur, dass ich das wahrscheinlich auch weitere 20 Jahre nicht getan hätte,
wenn ich eben durch das Coaching, durch das Gespräch mit der Freundin irgendwann,
das immer lauter wurde und ich dann wirklich für mich mal in den Gehalten habe,
so, ja, wie will ich es denn eigentlich haben?
So, wenn ich es frei wählen könnte, wenn jetzt an dem Punkt mal alles möglich ist,
vor allem dann mit Blick auf das Thema Beziehung, wie wäre das denn dann?
Und das ist ja manchmal auch ein bisschen fordernd, weil das ja auch,
ich wusste, glaube ich, immer recht genau, was ich nicht will.
Aber das ist ja wie, wenn ich in ein Taxi einsteige und zu dem Fahrer sage,
ich will nicht zum Flughafen und ich will auch nicht in die Innenstadt.
Ja, und dann wird er aber nicht losfahren, weil er weiß ja nicht, wohin.
Und das war dann das erste Mal, wo ich sagte, okay, naja, dann.
Ich habe das damals auf so eine Liste geschrieben und weniger auch jetzt so ganz konkret,
was weiß ich hier, irgendwie Körpergröße, Haarfarbe und so, davon rede ich nicht,
sondern das Grundlegende, was ist das Gefühl, was ich haben will?
In einer Beziehung, was sind die Werte, die diese Beziehung tragen?
Und dann war ich schon überrascht, auch in der Rückschau,
wie das, was ich für mich dann klar hatte, auf einmal zu mir gekommen ist.
Also das war wirklich so, wow.
Also ich weiß noch, irgendwann, als ich dann auch meinen jetzigen Freund kennenlernte,
dachte ich so für mich, oh krass.
So einfach ist das?
Also dann war auf einmal so, wow, das ist ja irgendwie genau das, was ich mir vorgestellt hatte,
als ich mich für mich hingesetzt habe und mir überlegt habe, wie ich das haben will.
Und man weiß ja nie, ob das da jetzt eine Korrelation gibt.
Das lässt sich letztlich nicht beweisen.
Aber für mich war schon auf einmal das Gefühl da, oh ja, das scheint zu funktionieren.
Und wenn es eben dann mal nicht mehr funktioniert, wenn ich also sehe,
ah, irgendwie ist das gerade in diesem Moment dann gar nicht mehr so das, was ich eigentlich möchte,
ja, dann setze ich mich mal ab.
Partner zusammen und dann klären wir das an
Sprechen wir das an, wie wir ja sagen, aussprechen das ist und finden zusammen Lösungen.
Aber es ist schon wichtig, so dieses gemeinsame Ziel, glaube ich, immer wieder so einen Blick zu behalten.
Ja, vielleicht auch in regelmäßigen Abständen darüber zu sprechen.
Das Bild von einem Taxi finde ich sehr gut.
Ja.
Das geht, glaube ich, sehr vielen Menschen so, nicht nur in Beziehungen, sondern auch in ganz vielen anderen Lebenslagen.
Welchen Job möchtest du?
Ja, ich will auf keinen Fall das, das und das möchte ich auch nicht mehr.
Und so soll der Chef sein, das möchte ich auch nicht.
Aber, dass man jetzt wirklich mal formt, so positiv gerichtet, wie soll das aussehen, das haben wenige.
Und das erlebe ich immer wieder in Coachings, das hatte ich gerade letzte Woche,
dass wir da dann auch kein positives Bild formen, sondern einfach nur bei dem bleiben, was wir nicht wollen.
Und dann ist ja unser Basisgefühl wie ein Kleinkind, das hört ja das Nicht-Nicht.
Ja, genau.
Dass die Menschen, die aussprechen, ich möchte nicht so werden wie meine Eltern,
ich möchte nicht die Beziehung führen wie meine Eltern.
Und das Basisgefühl hört, ich möchte die Beziehung führen wie meine Eltern.
Ja, und dann wundert man sich, dass man immer sagt, Mensch, ich wollte das nie machen.
Ich habe immer gesagt, das soll anders sein.
Aber jetzt eigentlich, wenn ich mir jetzt die Beziehung, die Dynamiken angucke, das ist wie bei meinen Eltern.
Ja, hast du dann mal geformt, wie du das genau denn haben möchtest?
Also die Erkenntnis ist ja gut, dass du es anders willst.
Und das bestimmt Dinge, wo du sagst, die führen auch dahin, dass du sagst, das will ich nicht, das will ich nicht.
Deswegen machst du dir Gedanken.
Aber wie soll es denn dann ganz genau sein?
Also hast du einen positiv gerichteten. Das Bild, wie diese Liste, die du gemacht hast, wie denn das Gefühl sein soll, wenn du in deiner Wunschbeziehung drinsteckst?
Ja, und da sprichst du für mich auch noch einen sehr wichtigen Punkt an, und zwar den Punkt Gedanken und Wörter.
Das war für mich auch so ein großes Veränderungsmoment im Coaching.
Also wahrzunehmen, was denke ich den ganzen Tag?
Also mal wirklich bewusst darauf zu achten, wie formuliere ich Gedanken, wie formuliere ich Sprache?
Und gerade das, was du angesprochen hast mit diesem. Geht ja im Unbewussten oft unter.
Also da auch besser darauf zu achten, wie kann ich für mich formulieren, damit ich am Ende letztlich bekomme, was ich möchte.
Also eben weniger, wie du sagst, auf das, was ich nicht möchte, zu achten, sondern wie will ich es dann haben?
Eher in so etwas Erschaffendem letztlich.
Und auch bei den Gedanken achtsamer zu sein, wenn ich so den ganzen Tag mit mir selber denke,
oh Mensch, hier schon wieder was nicht gut und hier hast du auch was nicht hingekriegt oder so.
Das ist ja, wenn man das mal laut aussprechen würde, quasi Wahnsinnigkeit.
Wahnsinn, so würde man mit anderen letztlich nie kommunizieren.
Aber mit mir selbst habe ich es oft getan.
Und das war auch total wertvoll zu merken.
Wow, was ist denn da eigentlich so auch ein eigener Dialog irgendwie den ganzen Tag am Wirken?
Und da ja auch wieder zu verstehen, warum.
Und wenn ich da an den Ursachen ansetze, so naturgemäß letztlich eine andere Sprache zu finden.
Und das ist ja auch letztlich Teil unserer Methode, dann auch achtsamer mit Sprache zu werden.
Also wir sagen ja, Wahrnehmung und Wirkung zu schildern.
Aber auch generell so.
Im eigenen Umgang vielleicht dieses Nicht-etwas-mehr-zu-vermeiden.
Und eher, oder das hatte ich auch mal gelesen irgendwann, so dieses Versteh-mich-nicht-falsch.
Ist auch schon manchmal schwierig, sondern sagt, ich hoffe, du hast mich richtig verstanden, das.
Oder so, anstatt eines Abers eben doch mal ein Un zu spendieren.
Das sind so Kleinigkeiten, die aber, finde ich, eine große Wirkung machen.
Das war auch so eine der Begleiterscheinungen meiner Coaching-Ausbildung, Thema Sprache.
Ja, Justen, ein schönes Buch.
Kraft der Sprache und auch so ein kleines Kartenspiel dazu.
Ich weiß die Autoren gerade nicht.
Aber das ist auch sehr, sehr interessant, was wirklich in der Sprache alles liegt.
Nicht nur die Worte, die wir nutzen, auch grammatikalisch, wie wir Sätze bilden,
ob wir Sätze wirklich zu Ende sprechen und so weiter.
Es gibt ganz viele Dinge, die ja auch einfach Sachen beim Anderen suggerieren,
aber auch die wir natürlich in uns selber damit erzeugen können.
Lass uns mal schauen, ja, was so typische Probleme sind, warum Menschen denn,
die ihren eigenen Anteil schwer sehen können.
Was würdest du sagen, was sind so Dinge, die man bräuchte,
damit man seinen Anteil sehen kann und auch Verantwortung übernehmen kann?
Also zuerst Wissen, würde ich sagen.
Also das war so mein Weg dorthin.
Also tatsächlich so dieses, wow, okay, ja gut, das kann auch mit mir zu tun haben.
Das ist natürlich ein Stück weit, ich kann für mich sprechen,
ich habe das als unangenehm empfunden, einen kleinen Moment lang zu sagen,
okay, krass, ja gut.
Ist vielleicht auch irgendwie ein bisschen was sozusagen von mir damit in die Gleichung gekommen.
Ist mal schön, da zu sagen, okay, das ist bei jemand anderem.
Ja, genau.
Es ist ja, und ich persönlich nehme ich wahr, dass es dazu eben auch viel Austausch gibt,
irgendwie Foren oder so, so über schlechte Partnerschaften und so.
Er oder sie, so das ist alles so furchtbar.
Und so dieser Austausch, so dieses, ich nenne das oft mal Dramabonding,
also so im Negativen.
Mensch, hast du auch wieder ein Thema mit deinem Mann, mit deiner Frau?
Ja, du auch.
Und dann ist da so viel Solidarität da, aber alles im Außen.
Also so der andere ist irgendwie doof oder wie auch immer.
Und das eben komplett zu unterbrechen, zu sagen, so stopp.
Also erst mal sagen wir auch, wir sprechen sowieso lieber nur wertschätzend
über andere, wenn sie nicht mit im Raum sind.
Und trotzdem dann aber auch bei sich zu schauen.
Warte mal, was kann ich jetzt hier gerade dazu beigetragen haben,
dass es an der Stelle dazu gekommen ist?
Also im Endeffekt Wissen.
Natürlich hinderliche Glaubenssätze, eine Passivität,
die ich bei mir tatsächlich viel hatte.
Also das könnte so ein Gedanke gewesen sein.
Warum passiert das immer mir?
Oder natürlich auch so Schuldzuweisungen.
Also so, ja, der andere ist irgendwie schuld.
Und so, ich mag persönlich den Begriff Schuld überhaupt gar nicht mehr.
Also ich finde es schöner, sich auf den Standpunkt zu stellen,
dass es eben Handlungen gibt, die Konsequenzen haben
und dass für die Verantwortung übernommen werden muss,
Konsequenzen auch getragen werden.
Und dass es eben Handlungen gibt, die Konsequenzen haben und dass für die Verantwortung übernommen werden muss,
aber dass es hier halt weniger um der andere hat oder wie auch immer,
sondern dass man wirklich eher so aus einer Haltung von Stärke und Kraft heraus sagt,
was hast du gemacht, das uns hier hingebracht hat, was habe ich getan und wie können wir es ab hier lösen?
Ja, man kommt dadurch ja, dass man seinen eigenen Anteil und seine eigene Verantwortung anfängt mehr zu sehen dahin,
dass man sich auch ein Stück weit von Glück oder Pech oder Schicksal entfernt
und nicht einfach sagt, warum passiert das immer mir?
Ich habe so viel Pech in Beziehung.
Guckt auf so eine Freundin und sagt, du hast es echt glücklich getroffen,
sondern mehr schaut, warum habe ich denn immer Pech in meinem Gefühl
und warum hat jemand anderes tendenziell mehr Glück?
Woran liegt das?
Und das kann man tatsächlich ein bisschen herbeiführen.
In irgendeinem Film kommt der Satz, ich sorge für mein Glück.
Ich glaube, das war in der Serie Suits.
Ich habe kein Glück, ich sorge für mein Glück.
Das war natürlich da sehr provokativ und ein bisschen arrogant,
aber ein Stück weit stimmt das.
Das stimmt das schon, dass indem man Verantwortung übernimmt,
dafür sorgt, dass man selber innerlich ausgeglichen kraftvoller wird,
dass man schon ein Stück weit für sein Glück sorgen kann.
Bevor wir gleich einmal die Lösung ein bisschen intensiver uns anschauen wollen,
an dieser Stelle Hinweis, solltet ihr euch von diesem Thema sehr angesprochen fühlen
und merken, dass ihr euch getriggert fühlt, ihr geht in Resonanz,
dann meldet euch doch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch.
Sehr gerne unterstützen wir euch dabei auf dem Weg,
euer eigenes Puzzlestück zu verändern,
was natürlich sehr gut als Paar funktioniert,
wenn ihr gemeinsam zu uns kommt und sagt,
ihr möchtet eure Beziehung stabilisieren,
aber was natürlich auch im Einzelcoaching sehr gut funktioniert,
wenn ihr sagt, ich möchte ganz gerne einen beim nächsten Mal anderen,
zu mir besser passenden Partner anziehen,
der dann doch eher meine Wunschbeziehung erfüllt,
weil ich mir Gedanken darüber gemacht habe,
wie meine Wunschbeziehung genau aussieht.
Was wären denn aus deiner Sicht so Punkte,
die man jetzt angehen könnte, wenn man sagt,
ich möchte da ganz gerne meine eigenen Anteile besser erkennen können
und mich mehr Richtung Wunschbeziehung bewegen?
Also ich denke, der erste Punkt, wo man ansetzen kann,
sind Glaubenssätze und Prägungen.
Und hier glaube ich durchaus, dass es sinnvoll sein kann,
auch einen Dritten hinzuzuziehen, Coach in dem Fall,
weil ja unsere eigenen Themen oft so lange bei uns sind,
dass wir sie nicht mehr sehen.
Und das ist vielleicht jetzt auch keine Faustregel
und immer in allen Fällen anwendbar.
Gleichzeitig glaube ich,
dass es hier helfen kann, eine Perspektive von außen einzunehmen
oder man versucht es halt erst mal selber.
Also wirklich von außen eher auf die Vergangenheit zu schauen,
zu gucken, wo sind hier verbindende Elemente,
wenn man die dann eben gefunden hat,
dass man die löst und transformiert.
Also letztlich Altlasten, zum Beispiel auch ungeklärte Konflikte,
Verletzungen aus alten Beziehungen in die Lösung bringt,
um dann auf einem anderen Fundament letztlich starten zu können.
Wir sagen ja auch so ausgeglichen kraftvoll genug zu sein,
um, wie wir vorhin gesagt haben,
halt der Grundidee nach keine Abhängigkeiten mehr zu haben,
zumindest jetzt im Grundsätzlichen.
Und dann eben auch Tools und Werkzeuge an die Hand zu bekommen
oder dann auch bei sich zu haben,
um eben auch immer wieder in eine Reflexion zu kommen.
Weil das hört ja nie auf.
Das wäre ja schön.
Das war auch so eine der größten Erkenntnisse, finde ich,
dass Coaching ja letztlich einen Prozess ins Laufen bringt,
man aber meiner Meinung nach damit nie fertig ist.
Das heißt, hier sind Werkzeuge wichtig,
kann Signal, Tagebuch sein, Zufriedenheitsjournal,
um eben kontinuierlich auch an dem Thema zu arbeiten.
Ja, man kennt das vielleicht, wenn man schon mal abnehmen wollte.
So die Diät alleine, die bringt dann zwar das Gewicht runter,
wenn man dort diszipliniert ist,
wenn man dann aber wieder in den alten Lifestyle zurückkehrt,
dann kommt das Gewicht wieder zurück,
weil sich das Gewicht dem Lifestyle,
dem Ernährungs- und Bewegungs-Lifestyle anpasst.
Das ist im Coaching quasi ähnlich.
Ich kann natürlich ein Coaching machen,
Ich kann die ganzen Dinge bearbeiten,
aber wenn ich dann
meinen Lifestyle nicht verändere, das heißt, mich nicht regelmäßig selbst reflektiere
und gewisse Parameter in meinem Leben auch wirklich verändere,
dann werde ich irgendwann wieder in das alte Leben zurückrutschen.
Vielleicht mit ein bisschen mehr Wissen und mehr Erkenntnissen,
vielleicht auch nicht mehr auf das gleiche Level wie vorher,
aber trotzdem kehren dann Dinge zurück.
Was sind da so praktische Tools, um sich besser im Alltag reflektieren zu können und das mitzunehmen?
Also für mich ganz klar Achtsamkeit und das ist ja im Moment gefühlt auch überall.
Ich glaube aber, wirklich achtsam zu sein, ist schwierig.
Also wirklich in Momenten, wo alles im Außen ist, weiß ich nicht,
das Handy klingelt, irgendwelche Deadlines und dann auch noch ein Konflikt,
dass man da wirklich einen kleinen Moment inhält, so okay, was ist hier gerade los?
Was macht das mit mir? Wo stehe ich gerade?
Vielleicht auch, wir haben ja auch diese Was-tut-mir-gut-Liste,
gerade in fordernden Zeiten so Mini-Elemente zu bauen, ein Moment der Ruhe,
zwei Minuten frische Luft am Fenster ohne Musik, ohne irgendwas,
einfach mit sich selbst sozusagen in eine Zentrierung, in eine Verbindung zu kommen
und dann eben vor allem auch bei der Lösung von Konflikten letztlich die Methode, wie wir ansetzen.
Also immer wieder zu verstehen, dass wir ja im besten Fall Wahrnehmung und Wirkung schildern wollen,
wenn irgendwo Verletzungen aufgetreten sind und genau nicht interpretieren, keine Vorwürfe.
Persönlich schaffe ich das nur, wenn ich mit mir zentriert bin.
Also ja, verankert würde ich sagen und dann eben wirklich auch aus einer, ganz wichtig auch,
wie wir sagen, wertschätzenden Haltung heraus mit meinem Umfeld kommuniziere.
Wenn ich die gerade nicht habe, dann eben besser nicht zu kommunizieren.
Das heißt, so wertschätzende Haltung, aussprechen, was ist, sind für mich auch so Werkzeuge quasi,
die mir im Alltag sehr helfen.
Ja, wenn es darum geht, zentriert zu sein oder zu bleiben,
dann helfen natürlich so Hilfsmittel wie das Signaltagebuch oder auch ein Zufriedenheizjournalist,
das sind ja auch Dinge, die bei uns im Beziehungstraining mit vorkommen,
wo wir auch dann dafür Vorlagen dann haben.
Es gibt ja sehr viele fertige Zufriedenheizjournale, die man online kaufen kann.
Die sind super.
Was man manchmal braucht, ist, dass man sich nachher sein eigenes bastelt,
seine eigenen Fragen aufstellt, weil die führen natürlich in eine bestimmte Richtung mit ihren Fragen
und das ist manchmal nicht die Entwicklungsrichtung, die ich gerade brauche.
Und das Signaltagebuch, das dreht sich ja genau darum, was du vorhin sagtest,
dass man mal schaut, warum habe ich Bauchschmerzen, was ist da passiert.
Also diese ganzen Signale in Form von Träumen, Gefühle, Gedanken, Situationen, die entstehen,
dass man die wahrnimmt und einsortiert.
Und das ist ja hilfreich, das haben wir bei uns im Beziehungstraining drin,
genauso wie jetzt auch ganz neu ein Bereich hinzugekommen ist,
wie man seine Gewohnheiten fest etabliert, weil daran scheitert das ja häufig,
dass so ein Signaltagebuch, ein Zufriedenheizjournal einfach nicht konsistent geführt wird.
Sondern so ab und zu mal und das dann als wirkliche Gewohnheit zu etablieren,
das kann schon wirklich sehr helfen.
Genau, wir haben noch ein paar weitere Punkte, die dabei helfen, die Wunschbeziehung zu führen.
Das wären so die nächsten Dinge.
Ja, ich denke, dazu passen dann eben auch dieses Thema Stimmigkeit.
Also das benutzen wir ja immer, um zu sagen, dass sozusagen Kopf und Körper,
also ob das Bauch ist oder für manche Leute ist ja ein anderes Organ,
was dann meldet, wenn irgendwas eben nicht stimmig ist.
Das so ein bisschen als Kompass zu verwenden.
Das heißt, auch im Alltag achtsamer darauf zu sein, wo Dinge eben wirklich stimmig sind,
also wo ich ja mit klarem Kopf und ruhigem Körper letztlich Entscheidungen treffen kann
und wo halt auch nicht.
Da sozusagen dann zeitig zu korrigieren, damit wir, wie wir ja sagen,
letztlich stimmige Kompromisse schließen.
Und natürlich auch da wieder dann die Richtung, wo will ich hin, also sprich Wunschleben definieren
und Wunschbeziehung, also wie wir vorher gesagt haben, die ganze Frage, wo will ich hin.
Und so im Alltag können dabei ja dann eben auch so regelmäßige Checkpoints helfen.
Also wir sagen ja Reflexionsgespräche, vielleicht auch sowas wie ein Planungsgespräch.
Das ist also das zweite Tool, was wir da mitgeben, dass im Alltag eben Dinge ja besser organisiert werden können,
dass auch wieder mehr Raum und Zeit entsteht, um dann eben genau in diese Reflexion zu kommen,
um da, wenn Herausforderungen da sind, schneller, ja ich sag mal,
regieren zu können oder schneller agieren zu können, um dann eben im besten Fall
keine riesige Welle von Emotionen, von Konflikten vor sich herzuschieben.
Und ja, für mich war damals auch noch wichtig, wenn man eben dann nach einer Zeit der Trennung
in so eine Aufarbeitung, Reflexion gekommen ist, dann auch sowas wie ein Urvertrauen zu behalten,
so eine Neugierde fast schon, sowas wie mal sehen, was mir jetzt des Weges kommt.
Also auch da irgendwie, ja in so einer Zuversicht.
Zuversicht zu bleiben, dann auch nicht zu verkrampfen, so okay, jetzt weiß ich, wo ich hin will, wann kommt's denn?
Das ist natürlich auch die große Kunst, das ein Stück weit wieder loszulassen.
Also klar zu sein mit dem, was ich will, vielleicht weniger, wie es zu mir kommt.
Das ist dann vielleicht eher ein höherer Kontext oder wie man das eben auch einordnen will.
Aber da auch wieder so ein bisschen Urvertrauen, Kraft bei sich selbst zu haben, zu sagen,
okay, was für mich bestimmt ist, kommt zu mir.
Das ein Stück weit dann auch loslassen zu können.
Ja, du sprachst die Planungsgespräche an, die sind bei uns dann ja Teil des Moduls Komplexität im Leben reduzieren.
Und wenn man diese Dinge so hört, auch wo du dich selber vorgestellt hast,
das ist natürlich gerade, wenn du so Familie mit Kindern hast und hast dann den ganzen Tag voll,
weißt eigentlich gar nicht, wo du überhaupt noch Zeit hernehmen sollst,
schläfst vielleicht noch schlecht, dann kenne ich das ja auch,
wenn man manchmal so von Menschen aus der Persönlichkeitsentwicklungsszene
so dann die Morgenroutinen sieht.
Das alles gemacht wird und man hört dann so Halbmarathon, Yoga, ich meditiere gerne und so weiter.
Wenn man dann so eine Morgenroutine dann vielleicht zeigt,
dann sagen viele Eltern und Familien, ja, das ist ja utopisch.
Das kann man dann machen, wenn man Single ist.
Das kann man dann machen, wenn man auch keine Kinder hat.
Aber soweit Kinder da sind, das kann ich ja gar nicht.
Und deswegen haben wir zum Beispiel diese Planungsgespräche drin
und diesen Bereich Komplexität im Leben reduzieren,
weil bei ganz vielen Familien und Paaren erstmal im ersten Step ansteht,
dass diese Komplexität rauszunehmen.
Dinge, die sein müssen, effektiver, effizienter zu machen,
sodass man überhaupt die Zeit findet, wieder etwas Me-Time zu haben,
wo ich reflektiere, wo ich mich mit mir beschäftige
und aber auch Part-Zeit erleben zu können und sagen zu können,
hey, jeden Freitagabend oder alle zwei Wochen Freitagabend
ist die Oma, der Opa, Babysitter und wir haben mal richtig Zeit für uns.
Hol mal wieder Part-Zeit zurück.
Ja, und ich denke auch da, was du sagst, egal,
was ich an Werkzeugen an der Hand habe, auch das wieder ein Stück weit loszulassen.
Also auch, ich denke, niemand ist den ganzen Tag immer achtsam und immer so weisig,
vielleicht, wenn man so komplett abgeschieden vom Alltag und von der Realität lebt,
aber das dann auch wieder in eine Balance zu bringen
und so Tools an der Hand zu haben, wo man weiß,
okay, wenn es irgendwie gerade nicht gut ist, kann ich dahin zurückkehren,
so im Moment, also für mich ja zum Beispiel Meditation von der Stille,
ich schaffe das trotzdem nicht jeden Tag.
Und das ist dann aber auch okay, also auch das wieder ein Stück weit loszulassen,
genau wie du gesagt hast, im Prinzip dann, wenn es einen Mehrwert liefert,
abrufen zu können, aber auch da nicht zu verkrampfen
und dann jeden Tag irgendwas ja noch krampfhaft in den Alltag irgendwie einzubauen,
ist wahrscheinlich auch nicht förderlich.
Damit schließt sich auch ein bisschen der Kreis zum Titel der Folge.
Da haben wir ja vorweg auch darüber gesprochen, dass wir beide,
eben so ein unstimmiges Bauchgefühl beim Wort perfekt bekommen
und man merkt, oh, das macht irgendwie was,
weil nämlich dieses Perfekte, wenn man danach strebt,
ja per se Unzufriedenheit eigentlich hervorrufen muss,
weil nichts im Leben ist perfekt.
Wenn ich jetzt auf einmal so einen Anspruch entwickle,
jeden Tag zwei Stunden Zeit zu meditieren zu haben,
dann ist die Wahrscheinlichkeit zu scheitern
und damit eben seine eigenen Erwartungen nicht zu erfüllen,
enttäuscht zu werden von sich selbst, ist sehr groß.
Von daher ist es eben wichtig, das einzuordnen, zu schauen,
was ist wirklich möglich und eine perfekte Beziehung,
wenn man das mal so einordnet, ist dann eher,
wie sieht meine Wunschbeziehung aus
und schaffe ich es, da so dicht wie möglich ranzukommen,
um dann eben den inneren Kompass Stimmigkeit herzustellen.
Und das kann für jeden vollkommen anders sein, wie das aussieht.
Ja.
Das war eine schöne Folge, hat mir Spaß gemacht.
Mir auch, vielen Dank.
Sehr schön, dass ihr dabei wart und zugehört habt.
Ich freue mich, euch beim nächsten Mal
wiederzusehen. Bis dann.
Dankeschön, tschüss.
Podcast Summary
Key Points:
Die eigene Selbstreflexion ist entscheidend, um eine glückliche, harmonische Beziehung zu führen, da man erst durch das Verständnis eigener Muster und Glaubenssätze eine ausgewogene Beziehung aufbauen kann.
Es gibt ein tiefes Verbindungsprinzip zwischen inneren Empfindungen und Außenwirkungen: Was man im Inneren erlebt, wird im Außen wiedergegeben, was durch das Gesetz der Anziehung erklärt wird.
Ein zentrales Ziel ist es, aus der Abhängigkeit in der Beziehung zu einer Autonomie zu gelangen, indem man auf Augenhöhe steht und nicht auf die Beziehung angewiesen ist.
Die Beziehung wird durch das Bewusstsein eigener Anteile verbessert, wenn man alte Erfahrungen reflektiert, verarbeitet und transformiert, anstatt sie zu vermeiden oder zu bestrafen.
Werkzeuge wie ein Signaltagebuch, Zufriedenheitsjournal oder regelmäßige Reflexionsgespräche ermöglichen es, im Alltag bewusst und achtsam zu bleiben und Veränderungen zu erkennen.
Die Suche nach der Wunschbeziehung beginnt mit der klaren Frage nach dem eigenen Wunschleben – nicht nur nach dem, was man nicht möchte, sondern nach dem, was man wirklich braucht und wünscht.
Es ist wichtig, sich von der Idee des „perfekten“ Partners zu lösen und stattdessen auf eine „stimmige“, erfüllende Beziehung zu setzen, die auf gegenseitigem Vertrauen und Achtsamkeit beruht.
Jeder Mensch hat ein eigenes „Puzzlestück“ im Beziehungskontext, das durch Selbstverstehen und Veränderung neu gestaltet werden kann, um eine passende Beziehung zu finden.
Summary:
Die Folge behandelt die Bedeutung der Selbstreflexion für eine glückliche und harmonische Beziehung. Die beiden Coaches betonen, dass es nicht ausreicht, nur auf den Partner zu schauen, sondern dass man zunächst seine eigenen Muster, Glaubenssätze und Erfahrungen erkennen und transformieren muss. Ein zentrales Konzept ist das „Puzzlestück“, bei dem jeder Mensch ein eigenes Element ist, das durch Selbstwahrnehmung verändert werden kann.
Die Beziehung wird dann nicht durch Perfektion, sondern durch Stimmigkeit und gegenseitiges Vertrauen gefördert. Häufige Muster wie Abhängigkeit, Eifersucht oder Misstrauen entstehen aus unbewussten Verletzungen aus der Vergangenheit und werden durch Achtsamkeit und Selbstreflexion besser erkannt. Die Erkenntnis, dass man „für sich selbst verantwortlich“ ist, führt zu einem Urvertrauen, das nicht mehr auf den Partner abgestützt ist.
Werkzeuge wie Tagbücher, Reflexionsgespräche oder Morgenroutinen helfen, im Alltag bewusst zu bleiben. Die Folge betont, dass eine „perfekte“ Beziehung nicht existiert, sondern eine stimmige, erfüllende Beziehung, die auf dem eigenen inneren Gleichgewicht basiert. “ definiert, wobei der Fokus auf dem eigenen Wunschleben liegt.
Die Erkenntnis ist, dass jeder Mensch einzigartige Erfahrungen und Anteile hat, die durch Selbstwachstum verändert werden können – und dass durch diese Transformation eine authentische, dauerhafte Beziehung entsteht.
FAQs
Weil man durch Selbstreflexion eigene Muster, Glaubenssätze und Verletzungen erkennen kann, die eine Beziehung beeinflussen. Dies führt zu einem tieferen Verständnis von eigenen Bedürfnissen und einem stärkeren Wunsch nach einer ausgeglichenen, unabhängig funktionierenden Beziehung.
Das Puzzlestück stellt den individuellen Anteil eines Menschen dar. Wenn man dieses verändert, passt es besser zu einem Partner, sodass eine stimmige, nicht abhängige Beziehung entsteht, ohne dass Lücken gefüllt werden müssen.
Wenn man die eigenen Anteile kennt, verlieren Handlungen wie Kontrolle oder Eifersucht ihren Grund. Man kann dann im Moment des Konflikts innehalten, reflektieren und eine gerechtere, achtsame Reaktion wählen.
Weil das Gewicht sich an den Lebensstil anpasst. Wenn der alte Lifestyle wieder zurückkehrt, kehrt auch das Gewicht zurück. Ebenso kann eine Beziehung nur stabil sein, wenn der Lebensstil und die Werte verändert werden.
Das Gesetz der Anziehung besagt, dass man durch eigene Handlungen und Gedanken eine Resonanz im Außen erzeugt. Wenn man z. B. ein Urvertrauen in sich selbst entwickelt, zieht man Partner an, die diese Werte teilen.
Durch Achtsamkeit und Reflexion – z. B. durch ein Signaltagebuch – kann man Körpergefühle, Gedanken oder Emotionen aufzeichnen und erkennen, wo sie in der Vergangenheit begannen und wie sie sich auf die Gegenwart auswirken.
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