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Doppelleben aufgeflogen: Gibt es noch eine Chance für eure Ehe?

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Doppelleben aufgeflogen: Gibt es noch eine Chance für eure Ehe?

Ein Doppelleben entsteht, wenn zwei Beziehungen parallel geführt werden, ohne dass beide Parteien dies wissen. Solche Beziehungen entwickeln sich oft schleichend durch tägliche Lügen, Täuschungen und kleine Verhaltensmuster, wie zum Beispiel regelmäßige Treffen auf Messen oder in Sportkursen. Der Kern des Problems liegt nicht nur in der Affäre, sondern im tiefen Vertrauensverlust und der emotionalen Verletzung, insbesondere durch den "Ausschluss" der anderen Person. Dies führt zu starken Gefühlen wie Scham, Hilflosigkeit, Traurigkeit und Angst bei beiden Partnern. Die Kinder sind oft betroffen, da sie in die neue Familie eingebunden werden und so familiäre Spannungen entstehen. Obwohl die Beziehung nach der Entdeckung schwer beschädigt ist, kann durch tiefgründige Gespräche, gemeinsame Reflexion und tiefes Verständnis eine Wiederherstellung der Beziehung erfolgen. Es gibt jedoch keine allgemeine Regel für die Wiederherstellung – die Ausgangslage und die persönliche Verantwortung spielen eine entscheidende Rolle. Die Geschichte aus dem Bekanntenkreis zeigt, dass auch tiefgreifende Begegnungen und Betrug letztlich wieder aufeinander abgestimmt werden können, wenn beide Seiten Verantwortung übernehmen und die Verletzungen verarbeiten. Diese Erkenntnisse zeigen, dass Doppelleben zwar traumatisch sind, aber durch bewusste Arbeit und emotionale Erfahrung wieder verarbeitet und überwunden werden können.

Transcription

9166 Words, 54710 Characters

German
Fällt dir ein Coaching-Fall ein, wo es um das Thema Doppelleben ging, der dich so nachhaltig berührt hat? Ja, das gibt es schon. Also so richtig Doppelleben haben wir ja eher selten dabei, weil das ja nochmal eine deutliche Steigerung zu einer Affäre ist. Also in Erinnerung geblieben ist mir ein Fall, da waren wir noch damals in dem anderen Gebäude, haben noch vor Ort gecoacht. Das ist ganz am Anfang gewesen und da ging es darum, dass jemand ja nicht so richtig ein Doppelleben geführt hat, weil er hat nicht zwei richtige Beziehungen parallel gehabt. Das ging schon darum, eine Affäre zu decken. Aber die Art und Weise, wie das gemacht wurde, war so ausgeklügelt und so strategisch-taktisch durchdacht und mit so viel Feinheiten und Details verpackt, dass das schon wie ein Doppelleben für mich wirkt. Da hat jemand eine Krankheit vorgetäuscht, die intensiv behandelt werden muss und hat sich dann intensiv über diese Krankheit informiert und welche Medikamente nimmt man und so weiter und so weiter. Und ja, hat natürlich damit einerseits seine Familie in Angst und Schrecken versetzt, aber auf der anderen Seite hat er dann eben dadurch ja zwei komplett verschiedene Rollen gespielt. Also ist dann ja eigentlich, wenn man so will, in seinem Netzwerk. Und hat dann in einer echten Beziehung in eine andere Rolle, in ein anderes Leben geschlüpft und hat dann eigentlich, das ist für mich eher so ein Schauspiel, aber es hat so einen Doppellebencharakter einfach, weil da so jemand ganz anderes geworden ist dadurch, als er eigentlich war. Das hat mich auch sehr berührt, der Fall. Wir beide hatten das Paar ja im Coaching und ich fand das auch sehr berührend, weil es halt gerade um das Thema auch Krankheit und Angst ging. Ja, das hat mich auch sehr berührt. Und ich fand das auch sehr berührend, weil es halt gerade um das Thema auch Krankheit und Angst ging. Und ja, es so krass von der Erzählung wirkte wie in einem Film, aber man das Leid natürlich dann auch ganz klar gesehen hat und die Auswirkung des Leids für die Frau, für die Kinder. Das ist ein wirkliches Doppelleben gewesen. Wobei man anerkennen muss, dass ja auch er dort das reflektiert hat, Schamgefühle entstanden sind und dann ja auch Einzelcoachings dabei waren, um zu reflektieren, warum passierte das? Was ist die Ursache dafür? Warum hat er sich auf so einen Weg begeben? Was hat er auch nach Ursachen gemeinsam mit uns gesucht und Themen geklärt, Themen gelöst und so weiter? Also hat ja auch dann an sich einiges gearbeitet und das so als starkes Warnsignal nochmal wahrgenommen, was natürlich gut ist, aber trotzdem ist das einfach so eine Geschichte, die einem im Hinterkopf bleibt, eben gerade weil dieses Thema dort eine Krankheit zu wählen, die eben die Familie dann auch in Ängste und Unsicherheit bringt. Das ist schon eine besondere Qualität, die man da so dann hatte. Ja, wenn du an dieser Stelle angekommen bist, bist du im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. In your head, with every star, we are born again, all in your heart. Heute haben wir das Thema Doppelleben und vielleicht nochmal so ein bisschen als Definition vorab. Was meinen wir mit Doppelleben? Damit meinen wir, dass zwei Beziehungen parallel geführt werden im Sinne von, man baut sich ein zweites Leben zu der anderen Beziehung auf, aber im Geheimen. Also wie du schon anfangs sagtest, meistens natürlich aus einer Affäre heraus oder um eine Affäre zu decken, dass sich zwei Leben parallel aufbauen. Ja, und häufig ja auch beides gedeckelt, also beide wissen nichts voneinander. Genau, im Gegensatz jetzt zu der offenen Beziehung, weil da würde man sagen, ja, bei der offenen Beziehung sind ja auch vielleicht zwei Beziehungen nebeneinander, aber das meinen wir damit nicht. Oder auch im Vergleich zur Affäre, wo das ja eher etwas ist, was zwar einen längeren Zeitraum läuft, also Fremdgehen wäre ja in unserem Sinne eher was Einmaliges. Man geht einmalig mit jemandem essen und landet in der Kiste. Sonst ist das ein einmaliges Fremdgehen. Eine Affäre wäre, dass ich mit demjenigen das häufiger erlebe, treffe mich häufiger zum Essen, mal zum Lunch, gehe mal spazieren oder habe dann eben auch wieder Intimität, aber eben noch nicht, nicht so, dass man von einer Beziehung sprechen könnte, weil häufig weiß die Affäre, dass sie die Affäre ist und weiß, dass es dort noch einen Partner, eine Partnerin, eine Familie gibt und eben dort wenig Chancen sind auf eine Beziehung. Manchmal ist es auch gar nicht gewünscht. Manchmal ist es dann gewünscht, aber dann weiß man natürlich, okay, da gibt es eine Beziehung. Ich weiß gar nicht, ob ich schon mal den Fall hatte, dass jemand sagte, meine Affäre weiß gar nicht, dass ich eigentlich in einer Beziehung war. Ich erinnere mich nur an Fälle, wo das bewusst war, man ist vergeben und man ist die Affäre und nicht, da bahnt sich potenziell eine neue Beziehung an und derjenige ist Single. Also dieses, wie man es aus dem Film kennt, jemand hat den Ehering abgenommen und nimmt ihn jedes Mal ab. Das dann manchmal auch, aber eher so aus den Gründen, dass man dann das Gefühl hat, okay, wenn ich den Ehering abnehme, dann ist meine Frau, mein Mann nicht so ganz dabei. Aber nicht, um zu verheimlichen, dass man eigentlich in einer Beziehung, in einer Familie steckt und nicht verheiratet ist. Ich hatte das schon öfters im Coaching, dass die Affäre nichts wusste von der Partnerin. Was vielleicht aber auch einfach daran liegt, dass ich deutlich mehr Coaching-Fälle habe zum Thema Affäre. Genau, ja. Die wussten dann nicht, dass eigentlich eine Beziehung besteht. Ja, genau. Dass der Mann Kinder hat oder dass da eine Ehefrau ist oder eine Partnerin ist. Das sind häufig so Konstellationen, wenn man sehr gerne, wenn man auf Dienstreisen ist oder beruflich bedingt, wirklich weiter weg ist, zwei, drei Tage die Woche. Oder auch so etwas wie bei der Arbeit, wenn jemand neu bei einer Arbeitsstelle anfängt und es zum Beispiel gar nicht klar ist, weil man nicht so offen darüber spricht, ob der eine Familie, Partnerschaft hat. Und ja, das, was du sagst, man kann den Ehering abnehmen. Da könnte man ja auch schon von einem Doppelleben sprechen. Wenn ich jetzt regelmäßig auf Dienstreisen bin und mich da immer wieder mit der gleichen Frau treffe und ihr suggeriere, ich wäre Single, ich habe keine Familie und wir sehen uns häufig, ich arbeite eigentlich in Hamburg, aber immer, wenn ich in München bin, können wir uns ja sehen. Nee, in Hamburg besuchen ist eher so schlecht und so, da bin ich auch so viel am Arbeiten, können wir uns eher bei dir treffen und so weiter. Dann ist das ja schon so, dass man auf beiden Seiten ein falsches Leben vorspielt. Naja, es fängt ja meistens so an, dass man zum Beispiel bei einer Messe, dass man sich häufiger bei der Messe über den Weg läuft und derjenige dann vielleicht keinen Ring oder irgendwas, irgendetwas bei sich hat, was jetzt so auf eine Verbundenheit mit einer anderen Person noch zutrifft. Und dann kommt man ins Gespräch, dann lernt man sich das mal locker kennen, dann vergehen wieder ein paar Wochen, dann trifft man sich wieder auf einer Messe, dann entwickelt sich da was. Also dann schreibt man sich, also dieses Parallelleben baut sich ja meistens so Stück für Stück auf. Und manchmal in manchen lockeren Beziehungen ist es ja auch für manche Menschen ganz gut, dass der andere weiter weg wohnt, weil jemand sagt, ich brauche das auch nicht so dicht und dann dauert das erstmal sehr lange. Aber auch ganz ehrlich, es gibt aber auch Leute, die sagen, ja klar, kannst du nach Hamburg kommen. Hamburg ist groß und dann triffst du dich mit der Frau in einem anderen Stadtteil, in einem anderen Hotel. Da kannst du dir wieder eine Story einfallen lassen, sagen, ja, das ist gerade schlecht bei mir zu Hause und meine Eltern sind zu Besuch und die übernachten bei mir, deswegen lass uns jetzt mal, ich dachte, ich lade dich hier im schönen Hotel ein zum Frühstück. Das ist alles möglich. Man sieht so ein Doppelleben, das geht mit sehr vielen Täuschungen, mit Lügen einher, man denkt sich Geschichten aus, man spielt eine Rolle. Man wird eigentlich ja zum Schauspieler und fängt an, eine Rolle zu spielen von einem Leben, was gar nicht so da ist und das dann eben auf zwei Seiten. Manche sagen ja, dass denen das am Anfang gar nicht so bewusst ist, dass sie in so ein Doppelleben reingeraten, weil so wie wir jetzt so besprechen, klingt das ja so, ich setze mich zu Hause hin und mache mir so ein Skript fertig, wie will ich sein, wie soll das ablaufen, sondern dass das so eher Stück für Stück passiert und das dann immer pro, Situation, Moment neu überlegt wird. Hattest du schon mal, dass irgendwer das geplant hat? Ein Doppelleben geplant hat? Ja, oder auch so eine Affäre, dass jemand wirklich sagt, so Mensch, du hast jetzt das Beispiel mit der Messe, jemand hat seinen Ring nicht um, gut, jetzt kannst du ja auch verheiratet sein, ohne dass du Ringe hast oder bist eben nicht verheiratet, aber hast du schon mal dabei gehabt, dass jemand das bewusst plant, also sagt, hey, bei der Messe, da gibt es schöne Messehostessen, ich nehme meinen Rinn ab, mal gucken, was da sich so ergibt. Ich könnte ja erzählen, ich habe da eine Messe, ich habe da niemanden und dann habe ich ein schönes Wochenende. Also hast du schon mal gehabt, dass jemand das so geplant hat? Zwei Fälle, die mir sofort in den Kopf kommen. Einmal war das so, dass es aber eine Rückverletzung war, da hatte die Frau eine Affäre und da hat er ganz bewusst gesagt, okay, um zurück zu verletzen, was natürlich jetzt nicht der Weg ist, das haben die beiden danach auch reflektiert, hat er das aber so gemacht, dass er ganz bewusst gesagt hat, jo, ich suche mir eine Affäre, das ging in dem beruflichen Kontext sehr leicht. Und der zweite Fall, den habe ich auch noch in Erinnerung, der war auch, ja, das Ehepaar hat sich sehr stark voneinander distanziert über Jahre und dann hat er hat er gesagt, okay, ich habe in meinem Gefühl nichts zu verlieren. Dann kann ich jetzt auch, ich fühle mich so tot innerlich und es klappt sowieso nicht. Ich bin eh unattraktiv für andere Frauen. Und dieses mal checken, wie der Markt so ist und zu sagen, wenn es dann passiert, dann passiert es. Ja, und es ist dann passiert. Ich habe gerade letztens, haben wir nämlich noch letztens abends darüber gesprochen, da lief die Dart-Weltmeisterschaft. Und dazwischen ist ja echt keine schöne Werbung. Es ist ja alles voll mit Casino-Werbung und Co. Und dann läuft da auch Werbung von einer Plattform, bei der man sich anmeldet, wo eigentlich klar ist, es geht eher um Affären wahrscheinlich. Hol dir die Liebe, die du brauchst. Ich glaube, so ist der Spruch. So ähnlich, ne? Und da habe ich gesagt, ich kenne noch keinen Coaching-Fall bei uns, wo das der Start war. Also wo man in einer Beziehung war und sich dann bei so einer Plattform angemeldet hat, um darüber eine Affäre zu suchen oder darüber, sich ein Fremdgehen zu suchen. Das ist bei uns alles eher so, dass das, sag ich mal, zufällig entsteht. Also am Arbeitsplatz, Weihnachtsfeier, Freunde und so. Also nicht so gesucht. Nachbarn, ja. Nicht, dass jemand wirklich sagt, ich suche proaktiv. Ich melde mich proaktiv für eine Plattform an oder ich spreche proaktiv Frauen in der Disco an und gucke, ob da was läuft. Sondern eher, dass das, so aus. Ich kriege eine Aufmerksamkeit von der Kollegin, die hat an mich zum Geburtstag gedacht. Ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst, aber das war ein paar bei mir mal, fällt mir ein, wo eher an bestimmte Etablissements ging, um sich Dienstleistungen zu holen. Also da ist es ja auch schon klar. Ja, stimmt. Das hatte ich auch schon ein paar Mal in den Gruppens. Das andere ist ja online, aber dann ist ja auch klar, worum es geht. Das gibt es ja durchaus schon mal. Wobei auch da das Unternehmenssystem, unterschiedlich ist. Auch da ist es so, dass das manchmal in Anführungsstrichen zufällig passiert. Zufällig? Ja, tatsächlich. Ich hatte das zum Beispiel mal in einem Coaching, da ist jemand in den Massagesalon gegangen, hat sich massieren lassen und dann ging das quasi über in dieses Angebot. Und dann, in dem Moment kann derjenige natürlich entscheiden. Ja, nein, das ist klar, aber das kannst du ja immer. Ja, aber du verirrst dich ja nicht zufällig zum Beispiel in Hamburg auf die Reeperbahn in so ein Club. Nee, das nicht, aber derjenige ist nicht zur Massage gegangen, mit dem Sinne, okay, das wird jetzt eine Massage mit Happy End, sondern ist zur Massage gegangen, weil er sich einfach wirklich nur massieren lassen wollte. Das heißt, da war noch nicht so dieses, ich gehe da hin mit dem Vorsatz, das wird passieren. Und dann kam dieses Angebot, und das ist ja immer so. Wenn ich jetzt zur Weihnachtsfeier gehe, gehe ich ja normalerweise nicht zur Weihnachtsfeier und sage, ich gehe da hin und will mit meiner Kollegin schlafen. Sondern ich gehe da hin und will Spaß haben, ich trinke zu viel Alkohol und auf einmal entsteht dieses, dass das knistert und dieses Angebot entsteht so ein bisschen und dann, okay, jetzt geht es los. Und das wäre immer der Punkt, wo jeder, und das ist eben das, wo auch die Verantwortung drin liegt, das ist ja der Punkt, wo jeder, egal wie viel Alkohol man eigentlich getrunken hat, entscheiden kann, ich will das nicht. Weil jeder ja auch die Wahl hat, wie viel Alkohol er trinken möchte. Auch das. Und auch dieses an der Stelle abzulehnen, weil diese ganze Anbahnung, das Flirten vorweg und so weiter, selbst wenn man sich anmelden würde bei so einer Plattform und man dann die Gelegenheit hätte, dieses entscheidende Moment zu sagen, nee, das mache ich nicht. Aber das hatte ich zum Beispiel auch. Der andere Fall war Tinder auch. Wenn jemand sich jetzt bei Tinder anmelden würde, also wenn ich mich jetzt bei Tinder anmelden würde, dann würde man sich ja schon fragen, in einer Partnerschaft warum? Was ist der tiefere Grund dahinter? Naja gut, also da das von der Plattform her ja relativ klar ist, dass man dort keine Freunde sucht normalerweise und dass man dort eher Partner oder sexuelle Affären oder sowas sucht, dann würde man jetzt sagen, da stimmt was in der Beziehung nicht. Das heißt, das würde auf jeden Fall eine starke emotionale Verletzung auslösen und man müsste nach der Ursache suchen. Definitiv, aber ich meinte jetzt nur damit, dass man sagt, ja, dass es ja schon durchaus Fälle gibt, wo schon eine gewisse Offenheit da ist. Vielleicht jetzt nicht die Offenheit von komplett, ich, heute fange ich jetzt eine Affäre an, aber so unterschwellig erste Schritte sind so, ach, ich check mal meinen Marktwert, ein bisschen schreiben und das meine ich so, viele kommen ja durch dieses Schreiben oder das ist ja meistens auch bei der Arbeit so, die Menschen sind viel im Kontakt über Projekte, dann wird sich abends nochmal kurz geschrieben, hast du da die Aufgabe schon fertig? Nee, bin total müde, lieg auf der Couch. Und dann wird es privat und fängt man an zu schreiben, ja, ich bin auch total K.O., was guckst du denn gerade im Fernsehen? Also, das klingt ja total banal, aber das ist ja der Anfang häufig, den anderen mitzunehmen ins Private. Das meine ich ja mit ungeplant. Das passiert erstmal so ganz unverfänglich, aber logischerweise ist ja schon irgendwas da los. Weil normalerweise würde man ja mit seinem Partner vielleicht gerade zusammen einen Film schauen oder irgendwas machen und würde sich darüber austauschen oder man würde sich mit seinem Partner austauschen und sagen, ich bin total K.O. Ich hätte also normalerweise gar kein Bedürfnis, das einem Kollegen mitzuteilen, einem Arbeitskollegen und sagen, hey, ich habe das Projekt noch nicht fertig, ich liege total K.O. auf der, also dieses Mitteilungsbedürfnis hätte ich ja gar nicht, wenn ich diese Kommunikation mit dir teilen könnte und wir gemeinsam sagen können, das ist ja doof, dass wir heute so K.O. sind. Dann wäre ja diese Offenheit gar nicht so da, in dieses Private zu sehr überzugehen. Fällt mir ein Beispiel ein, vor zwei Tagen fand ich ganz lustig, ich habe einen Kumpel aus der Jugend, den kennst du auch, wenn wir ihn jetzt mal nicht nennen namentlich, aber es ist ganz. Normalerweise in anderen Podcasts heißt es immer, Props gehen raus. Genau, auf jeden Fall ist das so, wir sind seit der Jugendzeit miteinander befreundet, alles gut und wir geben uns andere Namen gern, wenn wir uns ansprechen. Das ist total lustig, wenn wir telefonieren, dann sprechen wir uns halt mit den anderen Namen an, also nur random andere Vornamen, so Spaßnamen. Ich nenne ihn irgendwie Horst und er nennt mich Petra oder wie auch immer. Nichts gegen Horst und Petra hier. Und dann saß ich im Auto, hatte ein Handy auf Lautsprecher und er hat angerufen, wollte nochmal hier zu Weihnachten nochmal nette Grüße und so weiter. Und unser Sohn saß neben uns und sagte, moin Petra. Und da sage ich, Mensch, Horst. Und in dem Moment guckte unser Sohn mich an und dachte so, wer sind diese Menschen? Und dann fragte er mich, ob ich früher in meinem Leben schon mal Petra hieß. Und da habe ich noch so gedacht, ja, das muss auch abgefahren sein, als ich jetzt so unsere Folge gesehen habe, weil man wirklich, das ist ja auch manchmal so, dass Menschen ja den Namen ihrer Affäre unter einem anderen Vornamen einspeichern, wenn man in so eine Parallelwelt dann einsteigt. Und das ist ja näher häufig der Punkt, wo dann das auch auffliegt. Das wird natürlich seltenst bis nie erzählt, dass man ein Doppelleben führt, dass man parallele Beziehungen hat, sondern das ist normalerweise etwas, was auffliegt durch eben genau so etwas. Man fragt sich, warum schickt dir eine Petra dein Herzchen? Das ist ja komisch, ich kenne die ja gar nicht. Und dann hinterfragt man das oder da werden andere Dinge geschrieben und wenn man auf dem Smartphone dann eben anhat, dass es auf dem Handy aufleuchten darf, dann leuchtet das auf, man kann schon den Anfang der Nachricht lesen. Das sind ja so ganz häufige Momente, wo sowas dann entsprechend auffliegt, wo sich auch niemand was bei gedacht hat. Hast du das Handy irgendwo vergessen? Hast du das auf der Kommode liegen lassen? Und dann leuchtet eine Nachricht auf und dann nehme ich das Handy und sage hier, da hat dir Petra, wieso schreibt Petra, dass das gestern Nacht schön war. Ja, aber die meisten sind ja anders. Da wird doch Petra nicht unter Petra, sondern unter Peter eingespeichert. Und ich meinte jetzt Petra ja für dich. Achso, für mich, okay. Genau. Ja, haben wir es geklärt. Weil das ist ja sonst, ne? Ja, das ist natürlich erstmal für dich als Frau, dann einen weiblichen Vornamen hast, aber dann ist da irgendeine Nachricht und dann geht es ja eigentlich los. Dann kennt man logischerweise normalerweise den PIN an der Partnerin, vom Partner. Oh, da gibt es aber auch schon, ne? Nicht immer, aber dann macht man das Ding auf, guckt rein, geht in den Chatverlauf und dann siehst du und liest du die ganzen Sachen. Die unterarchivierten Chats am besten nochmal. Wir sollten ja gar keine Tipps so weit geben. Habe ich auch schon gedacht. Wir wären eigentlich die perfekten Menschen, die Tipps bei Affären geben könnten, beziehungsweise die andere Seite beraten könnten. Wie kann man schauen, ob sein Partner eine Affäre hat, ne? Ja, wir haben ja Stand heute ungefähr 500 bis 600 Paare begleitet, die eine Affäre oder ein Fremdgehen hatten. Wir haben ja noch viel mehr Paare begleitet, aber es ist ganz häufig ein Anteil. Und da hört man natürlich einige Geschichten, die ähnlich sind vom Auffliegen her. Aber ich würde sagen, dass wir schon sehr, sehr viele Geschichten gehört haben. Wir könnten optimal beraten, wie man eine Affäre führt, sodass diese nicht auffliegt, weil wir alle Varianten kennen, wie sie auffliegt. Also da ist schon einiges dabei, ne? Wir wollen heute mal schauen, wie kann man denn damit umgehen, wenn sowas auffliegt, wie kann man das lösen, was sind die Themen dahinter und wollen Einblicke in zwei spezifische Coaching-Fälle geben, nachdem wir jetzt so ein bisschen philosophisch geschwiffen sind, ne? Genau. Ja, wenn du schon mehrere unserer Folgen gehört hast und konntest aus den Folgen für dich etwas Positives mitnehmen, viele Paare berichten auch, dass sie unsere Folgen zum Anlass nehmen, dann über ein Thema intensiver zu sprechen. Auch das ist natürlich toll, wenn ihr das nutzen könnt, ein Thema gemeinsam hört und das dann ja so der Start für ein gemeinsames Gespräch darstellt. Da freuen wir uns sehr drüber. Von daher hinterlasst gern eine Bewertung bei Apple, bei Spotify oder gerne bei YouTube einen Kommentar, abonniert unseren YouTube-Kanal Das freut uns sehr als Signal, dass wir euch helfen können und wir euch mit unserem Podcast unterstützen. Wenn ein Doppellegem auffliegt, macht das immer eine sehr starke Verletzung bei dem Partner oder bei der Partnerin. Und wir gliedern ja in unseren Coachings immer die Verletzungen, also die emotionalen Verletzungen in die Systemgesetze. Und bei uns wäre das Systemgesetz Nummer eins Ausschluss. Das heißt, die andere Person wurde ganz aktiv, ganz stark ausgeschlossen, weil es eine zweite Beziehung, eine Affäre gab. Und Ausschluss ist die stärkste Verletzung. Ausschluss kennen viele Menschen ja noch aus der Kindheit und Jugend. Du gehörst nicht mit dazu, wir wollen dich nicht dabei haben. Das macht bei eigentlich allen Menschen immer ein ungutes bis sehr verletzendes Gefühl. Und es ist so stark, dass viele Menschen auch in den Coachings das beschreiben als ein, Körpergefühl von Ohnmacht, von Erschütterung und von absoluter Hilflosigkeit. Ja, und in diesem Fall ist es ja eine Verletzung durch Erkenntnis. Denn das macht das Ganze inher so tragisch, dass das ja nicht eine einmalige Verletzung ist. Das ist ja nicht ein einmaliger Ausschluss wie, ich habe dich nicht gefragt, ob du mit zum Essen kommen möchtest. Das ist dann vielleicht ein einmaliger kleiner Ausschluss. Sondern das ist ja eine. Eine Erkenntnis, die entsteht. Und diese Erkenntnis hat ja ganz viele Facetten und geht über einen langen Zeitraum vielleicht. Wenn man sich vorstellt, dass es dann vielleicht über ein, zwei, drei Jahre geht. Und es die ganze Zeit diesen Ausschluss gab mit einer Vielzahl von ganz vielen kleinen emotionalen Verletzungen. Nämlich jedes Mal, wenn ich gesagt habe, ich bin in München und muss eine Woche bleiben. Und war dort eigentlich. Bei meiner zweiten Familie und so weiter. Das ist ja jedes Mal wieder ein Ausschluss. Alles, was da so passiert. Jedes Mal, wenn ich sage, dass es die andere nicht gibt, ist das ein Ausschluss. Das heißt, da sind ganz viele Gefühle verletzt. Und das bündelt sich in dieser einen Erkenntnis. Deswegen macht das dieses Gefühl so stark, weil es eben nicht eine Verletzung ist. Sondern in dieser Erkenntnis werden ganz viele Verletzungen auf einmal gebündelt. Man stellt ja auch alles in Frage. Also so die Menschenkenntnis, die eigene Menschenkenntnis. Dass man denkt, ich dachte, ich kannte die andere Person. Wie kann jemand das wertetechnisch sozusagen machen? Also ich dachte, wir hatten die gleichen Werte. Man stellt so alle Erlebnisse der letzten Jahre in Frage. Waren die Gefühle echt? War das gesprochene Wort, was mir gesagt wurde, echt? Oder war das auch eine Lüge? Also da geht ja ganz viel in dem Moment so rückblickend im Kopf dann ab. Und man versucht irgendwie Sicherheit zu finden. Aber man braucht. Und man hat auch eigentlich gefühlt auf einmal tausend Antworten. Und es stellen sich ja dann auch viele folgende Fragen. Weil normalerweise fliegt das ja auf einer Seite auf. Die andere Seite weiß davon noch nichts. Das heißt, derjenige, der das Doppelleben führt, der steht jetzt erstmal zwischen den Stühlen. Der hat jetzt an zwei Fronten. Der muss gucken, wie regelt er das jetzt? Die eine Seite, die weiß davon. Die will natürlich nicht mehr, dass man zur anderen Seite rüber geht. Die andere Seite weiß davon nichts. Sagt die, wenn es jetzt ein Mann ist, sagt die eine Frau, dass der anderen, haben die vielleicht schon geschrieben. Also da ist ja auch für den, dass nicht nur eine Welt zusammenbricht, sondern durch das Doppelleben ja zwei Welten zusammenbrechen. Wo man dann ja vor ganz vielen Folgefragen steht. Jeder, jede, in dem Fall jede Frau überlegt, möchte sie überhaupt noch mit dem Mann weiter in Kontakt sein? Hat das überhaupt noch einen Sinn? Der Mann müsste sich jetzt ja entscheiden zukünftig, zu welcher Familie, zu welcher Frau geht er denn? Also da ist ja ein. Ein riesiges, unsicheres Chaos. Gerade wenn es um Kinder geht. Also wenn vielleicht in dem Doppelleben es auf der anderen Seite auch jetzt Kinder gibt, dann hat man ja auch zwei Familien. Und aber auch zwei Rollen als Vater sozusagen. Also man ist ja zweimal in Verantwortung und kann ja nicht einfach die Sachen vielleicht, oder möchte man vielleicht nicht das beenden. Man muss einfach sagen, dass das Doppelleben so das Maximum eigentlich darstellt. Wenn man so Fremdverlieben, Fremdgehen, Affären. Und dann das Doppelleben ist das so das Maximum. Und häufig ja auch das Maximum an Ausschluss, an Lügen, an Verheimlichen, an Strategie und Taktik, die dahinter steckt, an Vorsatz. Also da steckt ja einfach ganz, ganz viel drin, wo, wie du schon sagst, das Vertrauen nachher der größte Knackpunkt wird. Jetzt fragen sich vielleicht viele, wie wir das nochmal voneinander trennen. Weil bei einer Affäre gibt es ja auch einen Anteil von einem Doppelleben. Man trifft sich ja mit einer anderen Person, da verbringt man ja auch Zeit mit der anderen Person. Wir meinen aber mit Doppelleben, dass man wirklich auch mit der zweiten Person Ziele entwickelt, dass man sich zusammen etwas aufbaut. Dass es da auch ein richtiges Fundament gibt in der Beziehung. Dass das nicht aufgebaut ist in, wir treffen uns und haben Spaß miteinander oder verbringen eine Zeit miteinander. Sondern, dass das schon tiefgehender ist. Dass da auch eine Emotionale. Emotionale, starke Verbindung ist, die sich aufgebaut hat. Oder halt, wie es auch schon mal war, dass da Kinder entstanden sind sogar. Ganz häufig gleicht die Affäre ja eher so einen isolierten Mangel aus der Beziehung auf. Dass man irgendwie sagt, mir fehlt es irgendwie in der Beziehung an Anerkennung, Wertschätzung. Und in der Affäre bekomme ich das. Und da bekomme ich Anerkennung, Wertschätzung. Da werde ich so ein bisschen angehimmelt. Da ist das irgendwie, was ich mache, ist alles cool. Und schön und Wahnsinn, was du alles drauf hast. Und das bekomme ich alles in der Beziehung nicht. Und dieser eine Aspekt wird da quasi ausgeglichen. Und woanders gesucht. Weil da in der Beziehung der Mangel vielleicht herrscht. Beim Doppelleben ist es ja, wie du schon hast, dass beide ein komplettes Fundament aufbauen. Und zwei richtige Beziehungswelten entstehen. Und es nicht mehr darum geht, nur einen kleinen, in Anführungszeichen kleinen, einen Mangel auszugleichen. Es kommt also zu einer emotionalen Zerrung. Also die Person, die das als Verletzung erlebt hat, fühlt sich natürlich enttäuscht. Ist wütend. Große Traurigkeit ist da. Hilflosigkeit, Verzweiflung. Und auch das Gefühl von Ekel und Scham. Unsicherheit. Genau. Aber auch bei der Person, die das Doppelleben geführt hat, entstehen natürlich viele ungute Gefühle. Auch wenn es erstmal selber ausgelöst wird. Aber es macht natürlich auch Gefühle. Von Scham, Gefühl von Schuld, Angst. Weil natürlich das häufig dadurch auch funktioniert. Man spricht auch so von Parallelwelten. Dass man sehr stark sich von der einen und anderen Seite abgrenzt. Und versucht, dass die sich eben nicht vermischen. Weil man dann sich bewusst wäre, wie verletzend das ist. Und in dem Moment, wo das auffliegt, vermischt sich jetzt alles. Und jetzt wird einem bewusst, oder macht man sich bewusst, oder bekommt gespiegelt, welche Gefühle das wirklich, welche Verletzungen, das auslöst, die man vorher aktiv verdrängt hat. Weil uns ist ja bewusst, was wir dort für Verletzungen auslösen. Und was das mit dem anderen machen wird. Aber wir verdrängen das. Und in dem Moment, wo wir das dann gespiegelt bekommen, da fühlen wir uns dann, da fühlt sich derjenige ertappt. Und bekommt dann eben Scham und Schuldgefühle ab. Und ist dann selber im Leid drin. Was natürlich dann die andere Person gar nicht anerkennen kann. Also gar nicht sehen kann. Der hat ja dann als derjenige, der das Doppelleben, das Doppelleben geführt hat, da wird dann häufig gesagt, du hast kein Recht auf Scham und Schuldgefühl, dass es dir schlecht geht. Du hast ja den ganzen Mist gebaut. Und du hast ja die ganze Zeit Spaß gehabt mit zwei Familien oder zwei Frauen. Oder zwei Männern. Und da kann dann selten gesehen werden, dass es dem auch schlecht geht. Viele Paare bei uns im Coaching berichten dann auch von körperlichen Symptomen, die sie merken. Also von einem Schmerz in der Brust. Also dass sie nicht mehr tief durchatmen können. Dass es eine tiefe Trauer ist. So im Bauchbereich. Dass sie immer wieder so Flashbacks haben. Also in dem Moment, wo es rauskommt, dass alles ja in Frage gestellt wird. Und man immer wieder in einer Alltagssituation hat, wo es einem körperlich, kreislaufmäßig dann vor allem mal so schlecht geht, wenn man wieder an die Dinge zurückdenkt. Schlaflosigkeit ist ein großes Thema auch. Und natürlich auch eine extreme Erschöpfung. Viele haben ja auch keinen Appetit mehr. Können wie gesagt nicht gut schlafen. Manche lassen sich dann ja auch krankschreiben in so einer Situation, weil das so eine extreme Erschöpfung ist. Ja, dass der Körper einfach auch signalisiert, ich bin hier am Ende. Die Belastung ist erreicht. Ich kann nicht mehr. Das ist auch nur verständlich. Die Glaubenssätze, die man hatte, also die gemeinsamen Werte, zum Beispiel Treue und Vertrauen, sind massiv verletzt. Und das macht natürlich da ganz viel mit einem. Deswegen münden solche Coachings, wenn sie dann bei einem Künstler oder bei uns entstehen, eben eher in dem Ziel, dass man sagt, wir wollen schauen, ob das überhaupt noch eine Möglichkeit gibt, eine Beziehung weiterzuführen. Natürlich ist ein wichtiges Ziel, die ganzen emotionalen Verletzungen zu lösen. Was ja auch wichtig ist, dass das passiert. Häufig muss man ja eben Elternpaar bleiben. Aber das dann auch gar nicht selten eher in eine Trennungsbegleitung mündet, weil man eben dann aufgrund dieser massiven Verletzungen in der Beziehung ist. Und dass man dann diese zwar gelöst bekommt, aber es schwer wird, da wieder ins Vertrauen zu finden. Klarheit finden, ist für viele Menschen erstmal ganz wichtig, was möchte ich überhaupt? Offene Fragen klären, als zu sagen, wir müssen miteinander reden, aber wir kriegen das auf jeden Fall nicht zu zweit hin. Dafür bin ich viel zu verletzt, ich bräuchte da jemanden, der das Gespräch so ein bisschen leitet, der da Erfahrung hat und die Ruhe hat. Das ist ja auch ein Thema, wo man nicht gerne an Freunde und Bekannte oder Familie herantritt, weil das ja auch viel Bereiche gibt, die sehr, sehr persönlich sind und sehr schambelastet sind, wo man sagt, da möchte ich einfach auch nicht, dass andere das erfahren. Wäre auch ein großer Zufall, wenn du im Freundes- und Familienkreis auf jemanden überhaupt treffen würdest, der zu so einem Thema aus Erfahrung sprechen kann, denn keiner von denen wird andere Menschen begleitet haben und wenn das jemand selber ein Doppelleben geführt hat, ist auch eher unwahrscheinlich. Von daher trifft man auf keine Erfahrung, man selber auch keine Erfahrung. Man wird ja völlig ins kalte Wasser geschmissen und plötzlich ist man in einer Situation, die man nicht wollte und die völlig neu ist und wo du alles neu überhaupt entdecken musst. Stelle ich jetzt Fragen? Wie tief stelle ich die Fragen? Will ich das? Wie gehe ich mit den Verletzungen um? Was macht das mit mir? Schreibe ich mich krank? Was mit den Kindern? Was mit den Kindern? Darf er noch bei mir übernachten? Soll er im Gästezimmer übernachten? Soll er ausziehen sofort? Trenne ich mich sofort? Trenne ich mich nicht sofort? Kann man sowas verarbeiten? Kann man es nicht verarbeiten? Ja, scheiße, Liebe ist ja auch noch da. Mist. Also so einfach geht das ja gar nicht, wie ich dachte. Ich hätte immer gedacht, dann würde ich mich sofort trennen, aber ich merke, irgendwie ist ja schon Verbundenheit da und wenn er bei mir war, war es ja auch immer gut. Und dann kommen diese ganzen Fragen, Unsicherheiten auf, also es entsteht massives Chaos im Kopf. Die Folgen haben wir ja gerade schon so ein bisschen skizziert. Viele körperliche Symptome, Probleme mit dem Vertrauen, ganz viele Fragen, die man sich stellt, sehr viel Unsicherheit. Es kann ein Wunsch nach Kontrolle entstehen, was ja ganz häufig ist, nach Affäre, Fremdgehen, Fremdverlieben, Doppelleben dass man eben irgendwie versucht, diese große Unsicherheit, die man nun in sich spürt, durch Kontrolle in Sicherheit zu bringen und den Geostandort wissen möchte, versucht dass man Dinge einschränkt, nicht mehr zur Weihnachtsfeier gehen du kannst nicht mehr für deinen Job alle zwei Wochen nach München fliegen, geht nicht mehr da ist ja das Doppelleben und so weiter. Also all diese Dinge werden kontrolliert und eingeschränkt, um irgendwie zu versuchen, wieder in ein Maß von Sicherheit zu kommen. Es gibt meistens auch deutlich mehr Streitigkeiten und Konflikte, weil beide einfach emotional am Limit sind. Also es kommen mehr zu Konflikten im Alltag, man ist einfach soweit, dass da keine Zündschnur mehr ist es geht eigentlich nur noch darum, wie kommen wir jetzt durch den Tag, wie können wir hier funktionieren für unsere Kinder funktionieren aber man hat keine Lösung und dass man keine Lösung hat, macht ja auch wieder so einen Druck und eine Unzufriedenheit aus. Manchmal aber auch genau umgekehrt, dass dadurch dann auf einmal die tiefgründigsten Gespräche aller Zeiten entstehen und man sich so tiefgründig wie noch nie über seine Beziehung austauscht und lange Gespräche führt und man erwartet hat, dass man in diese großen Streitigkeiten gerät und das gar nicht so kommt. Aber, das ist vielleicht noch wichtig zu ergänzen, selbst wenn man in diese tiefen Gespräche kommt, merkt man an einem gewissen Punkt, wir reden immer wieder um dasselbe. Also wir können super uns jetzt unterhalten, aber wir können es nicht lösen. Das fehlt meistens, aber es werden zumindest Ursachen gemeinsam ergründet. Man spricht über Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche, Dinge, die unerfüllt geblieben sind. Also man spricht ganz häufig dann Dinge aus, die man nie so richtig thematisiert und ausgesprochen hat und das ist etwas, wo dann einige sehr überrascht sind, dass sie auf einmal in so einen offenen, gefühlt sehr ehrlichen Austausch kommen. Aber nichtsdestotrotz, egal in welche Richtung das läuft, ob in tiefgründige Gespräche oder massive Konflikte, was dauerpräsent ist, sind Trennungsgedanken und große Zweifel, in welche Richtung das gehen kann, wenn nicht sogar die Trennung sofort ausgesprochen wird, weil jemand sagt, da sind meine Grenzen absolut überschritten worden und damit ziehe ich sofort den Schlussstrich. Das sind natürlich meistens Paare, die gar nicht erst zu uns kommen oder die dann höchstens zur Trennungsbegleitung zu uns kommen. Das haben wir ja auch regelmäßig, dass Paare sagen, hey, wir haben uns schon getrennt. Wir möchten das Geschehen aber trotzdem aufarbeiten. Und ein stabiles Elternpaar werden. Ja, wenn du bis zu dieser Stelle gehört hast und das Thema erscheint für dich relevant, vielleicht nicht in der Form eines Doppellebens, aber Affäre, Fremdgehen, Fremdverlieben spielt eine Rolle, ist vielleicht auch schon länger her und ihr habt das ja so ein bisschen besprochen, aber auch das Gefühl so richtig verarbeitet habt ihr das nicht. Das kommt immer wieder hoch, das Thema. Dann meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wie wir euch bei der Verarbeitung unterstützen können, denn auch das haben wir sehr regelmäßig bei uns, dass Paare eine länger zurückliegende Affäre, ein länger zurückliegendes Fremdgehen hatten und wir haben das damals so auf ihre Art und Weise bewältigt, aber merken im Heute, dass das immer wieder hochkommt, das Thema, dass das immer wieder unbewusst und manchmal auch bewusst etwas mit ihnen macht und die Beziehung doch noch belastet. Auch das ist eben ein guter Grund sich dann bei uns zu melden. Wir wollen uns heute wieder zwei Coaching-Fälle anschauen und da du ja bei uns die Expertin für die Affären bist, weil die meisten Affären dann bei dir landen, das hat sich irgendwann mal per Zufall so ergeben, nehmen wir zwei Coaching-Fälle von dir. Wie immer an dieser Stelle der Disclaimer, Namen, Geschichten und Co. sind alle so gut wie möglich verfremdet, sodass man zwar den Kern der Sache noch versteht und eben daraus für sich Erkenntnisse mitnehmen kann, aber normalerweise sollte das so stark verfremdet sein, dass man sich nicht mehr wiedererkennt, damit wir hier die Anonymität und Schweigepflicht auch gut einhalten. Nichtsdestotrotz kann man daraus schöne Learnings mitnehmen. Nina und Simon, unser erstes Paar, vielleicht magst du ein bisschen erzählen, wer sind die beiden, was ist das Problem? Nina und Simon waren bei mir im Coaching, beide Mitte 40, zwei Kinder, acht und zehn Jahre alt. Simon fängt bei der Arbeit eine Affäre mit seiner Kollegin an, die ist in der Schule, die ist in der Schule, die ist Single und hat einen Sohn drei Jahre alt. Er arbeitet in einem großen Konzern, beide sehen sich nur bei so besonderen Meetings und vor allem auf Dienstreisen bei Messen. Die Affäre weiß, dass es Nina gibt, aber er erzählt nicht, dass er Kinder hat. Und ja, die Affäre wird immer vertrauter und emotionaler, es wird auch immer weiter über eine mögliche Trennung mal gesprochen von der Frau, aber auch vor allen Dingen geht es um das Paar, also um Ziele, um was wollen die zusammen noch erleben und er berichtete, dass das einfach Stück für Stück passierte, dass es gar nicht so bewusst geschehen ist in seinem Gefühl und nach zwei Jahren lernte er dann auch den Sohn seiner Affäre kennen. Zusammen haben sie dann einen Kurzurlaub geplant, also er mit seiner Affäre und dem Sohn zusammen und sie haben dann im Kurzurlaub auch einen Besuch in einem Spieleparadies geplant, also der Kurzurlaub war ein bisschen weiter weg von der Heimatstadt, aber er war sich da an dem Wochenende eigentlich ganz sicher, weil seine Ehefrau mit den Kindern über das Wochenende wegfahren wollte zu ihren Eltern, was in ganz andere Richtung und deutlich weiter weg ist. Jetzt sind die aber spontan nicht weggefahren, weil die Eltern krank geworden sind und haben dann überlegt, okay, die Kinder waren traurig, es geht nicht zu Oma und Opa, was können wir machen und sind dann auch in dieses Spieleparadies gefahren, wo seine Kinder dann den Papa mit einem anderen Kind gesehen haben. Ja, es hört sich an wie eine Geschichte aus dem Drehbuch, aber tatsächlich solche in Anführungsstrichen Zufälle passieren dann. Diese Geschichte, die ja so ähnlich passiert ist, habe ich schon in der Dramatik ein bisschen runter genommen, muss ich sagen, weil ich gedacht habe, wenn ich das jetzt im Podcast erzähle, würden die sagen, ja, Ina, hast du dir ja was ausgedacht, ne? Es war eigentlich noch ein bisschen schlimmer, aber das kann ich einfach nicht so erzählen, weil dann wäre es zu klar ja auch, um wen es vielleicht gehen würde, oder das Paar würde sich dann wieder erkennen. Ach, nein. Aber auch das Beispiel zeigt ja eben, dass diese Dinge eben auffliegen und auf verschiedenste Arten und Weisen auffliegen und dass eben dann, wenn man eben diesen Ausschluss betreibt, jetzt kann man dran glauben, woran man möchte, aber irgendwie scheint auch da ein Stück weit das Karma diese Dinge dann zu lösen und das ist ja auch so. Dafür zu sorgen, dass eben solche in Anführungsstrichen Zufälle passieren, wo sich dann diese Dinge auflösen, die, wo allen bewusst ist, das ist nicht gut, was man macht, man verletzt hier dauerhaft Menschen, ne? Ganz dramatische Situation für alle, ne? Also für die Frau, die andere Frau mit dem kleinen Kind, die hatten jetzt auch schon eine Bindung aufgebaut, für die Kernfamilie, für die eigenen Kinder, für die Ehefrau sowieso, also ganz dramatisch schon, wenn man sich das vorstellt, so im Rahmen natürlich auch ganz schlimm. Ja, vor allen Dingen, weil du sofort alle Kinder mit im Boot hast. Genau, du hast alle Kinder mit drin. Normalerweise ist es ein reines Erwachsenenthema, was die Erwachsenen klären und am Ende schaut man irgendwann, wie und in welcher Form, was genau erzählt man den Kindern, was ist kindgerecht und hier bekommen die die vollen Erwachsenenthemen ab und dann sind sofort voll mit dem Geschehen drin und das, was die Erwachsenen. Da gibt es ja auch keine Ausreden. Warum sollte ein erwachsener Mann in einem Spieleparadies zum Beispiel jetzt sein? Ohne seine eigenen Kinder, ne? Schwierig. Also. Es gibt ja noch mal so Kino, keine Ahnung was, aber Spieleparadies. Und die beiden haben sich zur Trennungsbegleitung gemeldet? Genau, die haben sich zur Trennungsbegleitung gemeldet. Dem war das sehr unangenehm, die Geschichte zu erzählen, weil sie Angst hatten, dass ich nicht glauben würde, dass das so passiert ist. Weil sie selber, oder die Ehefrau hatte sich bei uns gemeldet, weil sie selber so schlimm fand, dass das so passiert ist und dass die Kinder da so involviert waren auch. Also da war auch viel Scham und Schuld. Warum war das für die wichtig, dass du denen dann glaubst? Weil sie die Erfahrung gemacht haben, als sie das im Familien- und Freundeskreis, als es rauskam, dass viele gesagt haben, naja, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Das war so eine erste Reaktion. Und dann wart ihr da und dann wirklich, okay. Und da war wirklich noch ein weiteres Kind. Also kann man sich nicht vorstellen, sie hat mehrere Erfahrungen gemacht im Freundeskreis, Familienkreis, dass die gesagt haben, ja. Aber glaubst du, du hast die Situation richtig verstanden? Was soll ich daran falsch verstehen? Ja, genau. Und es ist ja auch so gewesen, es hat sich dann ja auch aufgeklärt. Aber sie hatte nicht das Gefühl, dass sie auf Menschen immer getroffen ist, die ihr gleich geglaubt haben. Da war sie so ein bisschen vorsichtig, ja. Genau. Und es ging natürlich dann darum, wie führt man jetzt die Kinder durch die Trennung vor allen Dingen? Und für sie natürlich auch eine Aufarbeitung, war ganz wichtig. Sie hatte noch viele offene Fragen. Sie wollte das mit ihm klären. Die Trennung stand fest. Daran gab es jetzt nichts mehr zu rütteln für sie. Und es ging aber darum, sie wollte gern das Fundament in irgendeiner Form, sagte sie, stabilisieren für die Kinder. Und die Gespräche haben mich auch sehr berührt, muss ich sagen, weil immer wenn wir uns dann so in der Dreirunde getroffen haben, also die beiden waren nicht zusammen an einem Ort, das war für sie zu schwierig, so ihn so dicht neben sich sitzen zu haben, war das halt immer so, dass man merkte, dass die halt sehr wenig miteinander gesprochen haben. Also das war schon eine sehr große Distanz. Die Kinder sind jetzt auch noch nicht so alt. Wir mussten natürlich darüber sprechen, aber sie haben sehr krass versucht, das Thema auszugrenzen und wirklich nur über die Kinder zu sprechen. Aber es gibt natürlich auch Dinge, darüber muss man mal sprechen. Wir brauchen halt für viele Themen ein Gut genug. Ja. Für das Elternpaar braucht es ein Gut genug in vielen Dingen, Vertrauen und so weiter. Ja. Ja. Ja. Und manchmal reicht das Gut genug dann eben für die Liebespaarbeziehung nicht mehr aus, aber sobald wir Eltern werden, sollte das immer unsere innere Verantwortung und Verpflichtung sein, dass wir immer bestreben, ein Gut genug für die Kinder herzustellen, damit die zumindest einen sicheren Rahmen der Eltern dann haben. Das zweite Paar sind Steffi und Timo. Steffi und Timo. Ich sehe, du lächelst, weil das ist ein guter Paar. Immer Namen sind auch unter anderem aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis, die machen reingehen, das ist aber wieder einer Zufall. Die beiden sind Mitte 30, zwei Kinder, zwei und vier Jahre alt. Timo ist beruflich sehr eingespannt. Steffi ist viel unterwegs und alleine mit den Kindern und sie hat sich verliebt in den Sporttrainer der Kinder. Also die Kinder haben ein Sportart angefangen und ja, da sie das natürlich auch nicht so gut kennen, natürlich begleitet hat in dem Alter der Kinder, hat sie den Sporttrainer dann natürlich auch kennengelernt und sich in den Sporttrainer verliebt. Und es kam dann auch zu regelmäßigen Treffen nach dem Sport, wenn die Kinder noch in der Halle gespielt haben mit den anderen Kindern des Trainers. Also der hatte seine Kinder auch dabei in dem Kurs und dann, als die Stunde vorbei war und die Sachen da noch aufgebaut waren, haben die noch alleine da so ein bisschen gespielt und die haben sich dann unterhalten und es baute sich immer mehr eine Vertrautheit zwischen den beiden auf, sodass die Treffen auch unausgesprochen am Anfang sehr regelmäßig dann doch stattgefunden haben und es gab dann auch Treffen mit den Kindern am Wochenende auf Spielplätzen und es wurde dann immer mehr Planung gemacht. Also es entstand, das kann man sich vielleicht gar nicht so vorstellen, es entstand so eine Parallelfamilie aus zwei Familien. Ja, es hört sich so ein bisschen an wie auch im ersten Fall, in diesem hier auch, dass es so eine erste Familie, eine Kernfamilie gibt und eine zweite Patchwork-Familie entsteht. Ja. So ein bisschen. Also so mit dem anderen Kind da eben noch und hier auch. Die sind jetzt befreundet. Also es ist wie so, es gibt eine Familie und es gibt eine zweite Patchwork-Familie, die entsteht. In dem Fall wussten auch die anderen Partner auch von den jeweiligen anderen Personen, also von dem Sporttrainer zum Beispiel. Die Frau war in einem Schichtdienst, sodass die am Wochenende viel gearbeitet hat. War natürlich froh, dass der Mann dann auch mit den Kindern, mit anderen Kindern was unternimmt und ja, genau. Bei der Steffi war das dann halt so, dass sie, die auch gesagt hat, im Wochenende hat mein Mann viel gearbeitet, dann trifft man sich nur mit anderen. Also die haben aber immer gesagt, und da ist wieder so der Drehpunkt, weil jetzt hört sich das ja eigentlich immer so ganz nett an, sie haben aber da schon immer nachher gesagt, dass sie sich mit mehreren Leuten treffen und das waren aber nicht mehrere Leute, sondern das waren eigentlich halt nur die beiden und die Kinder. Ja. Das hat natürlich keiner hinterfragt, wenn man in den Tierpark geht, sag ich mal. Und ja, und dann wurde der Kontakt immer näher, immer dichter. Und es baute sich dann mit den anderen Kindern zusammen so ein Doppelleben auf. Also sie haben sich natürlich vor den Kindern bewusst zurückgehalten, das so auszuleben, aber sie haben dann halt auch mal versucht, wenn sie gesagt haben, sie verabreden sich mit einem Kumpel oder Freunden, haben sie sich dann auch mal alleine getroffen und hat sich da Stück für Stück ein Doppelleben entwickelt. Und haben sich Steffi und Timo auch zur Trennungsbegleitung gemeldet? Nach einem Jahr ist es dann rausgekommen über WhatsApp, da waren dann eindeutige Nachrichten verschickt worden und dann hat ja, ein Partner das dann rausgefunden. Also der Timo in dem Moment. Und dann ging es dann in klärende Gespräche, dann, er wusste das gar nicht erst zuzuordnen, er dachte, es wäre ein Scherz zwischen den beiden. Manchmal ist das ja so, dass zwischen Kindern ja auch Scherze entstehen, ne? Die waren alle sehr eng miteinander, haben viel Freizeit miteinander verbracht. Also es war nicht in dem Moment klar sofort, so, okay, da läuft was mit dem Sporttrainer, was ist da los? Der war ja ja schon so Freund der Familie und, sondern das musste erstmal geklärt werden und dann folgten viele tiefe Gespräche und die beiden hatten aber dann den Wunsch, also Steffi und Timo an der Beziehung festzuhalten und daran zu arbeiten. War natürlich in dem Fall schwierig, weil für Timo war klar, dass Steffi auf jeden Fall die Affäre beenden muss und damit natürlich auch den Kontakt. Das hat natürlich in der Auswirkung auch gehabt, dass die Kinder den Kontakt zu den anderen Kindern eigentlich auch abbrechen müssen. Was die Sache natürlich deutlich kompliziert gemacht hat, weil die Kinder das nicht so einsahen. Für die war das sehr schwer und denen wurde natürlich, wir hatten ein Gespräch mit den Kindern zusammen vorbereitet, natürlich nicht gesagt, dass Mama eine Affäre hatte, aber da musste das dann vorbereitet werden, geguckt werden, wie kann man das schonend machen, je nach Altersstufe auch, je nach Bindung, das war auch ein bisschen unterschiedlich da, es ist ein bisschen weitgehend jetzt, aber genau, haben sich dann dazu entschlossen, dann da einen Cut zu machen, Sportverein natürlich auch gewechselt, also es ist da schon eine Reihe, die man da macht und haben dann ihre Themen aufgearbeitet, haben dann viel an der Wunschbeziehung gearbeitet, dann kam auch raus, dass natürlich so das Familienarbeitsmodell auch nicht so stimmig war für Steffi, Steffi sich viel alleine gefühlt hat, das kompensiert hat auch mit den Kindern dann sich mit anderen noch zu treffen, Anerkennung, Wertschätzung, Liebe fehlte, genau. Und die haben dann ganz, wirklich ganz aktiv und gut auch in der Beziehung gearbeitet und ähm, ähm, sind wieder als Liebespaar eng zueinander gekommen. Wobei die beiden ja eigentlich ein bisschen dichter an einer Affäre als an einem Doppelleben dran sind, ne? Ja, ähm, ich hatte das aber jetzt so genommen, weil es ging ja schon über ein Jahr und was ich so entscheidend fand, ist, dass es emotional, also dass aus zwei Familien so eine Familie, also so entstanden ist, also was sie noch so erzählt haben, was, die hatten so richtige Rituale am Wochenende, also wenn man das so sehen würde, das war schon sehr vertraut, ne? Also sie ist eingebunden sein in der anderen Familie quasi mit. Genau, die kannten ja noch Oma und Opa und, ähm, da entstanden und die anderen waren wirklich so außen vor, die anderen Beziehungspartner und die haben dann mehr auch so von sich gesprochen. Was wollen wir denn noch am Wochenende machen? Das ist auch ein typisches Merkmal noch, das könnte man ergänzen, ne? Zur Affäre abgrenzend, dass bei der Affäre auch häufig das bedeutet, man hat nur mit der Affäre Kontakt und eigentlich nicht mit ihrem Umfeld und das dann beim Doppelleben natürlich man dann auch die Freunde des Menschen kennenlernt, die Familie vielleicht kennenlernen, logischerweise irgendwann, wenn es ein richtiges Doppelleben ist, also dass man da ja auch voll integriert ist in das gesamte Umfeld auch des Menschen und das ist bei einer Affäre meistens nicht so. Da treffe ich mich nur mit der Frau und mit dem Mann, ne? Wir essen gehen, gehen ins Bett und so weiter, aber ich lerne normalerweise nicht die Freunde kennen, die Familie kennen, bin dort nicht im anderen sozialen Leben irgendwo eingebunden, sondern bin da eher sehr separiert, ne? Das macht es natürlich, naja, umso komplizierter und so verletzender auch, ne? Weil ja auch alle anderen Menschen, als es dann rauskam, ja eine Meinung hatten. Ja, genau. Und sich selber auch, muss man sagen, auch traurigerweise dann ja auch einen Anteil von Schuld zugeschrieben haben, also dass ihre Eltern ein ganz schlechtes Gefühl Timo gegenüber hatten, weil sie gesagt haben, Mensch, wir haben das nicht gemerkt, das tut mir total leid, dass wir da nicht, ne? Wir haben den auch erlebt mit Steffi und den Kindern am Wochenende und aber da war natürlich, die haben das ja nicht so offensichtlich gemacht, weil die Kinder ja auch da waren. Wer jetzt bis hierhin gehört hat und so lange durchgehalten hat, der kann jetzt nochmal so ein ganz, ich erzähle jetzt mal so eine ganz besondere Geschichte nochmal, was passieren kann und dass Menschen trotzdem wieder in eine gemeinsame, gute Beziehung kommen. Das ist nämlich nichts aus dem Coaching, sondern aus dem entfernten Bekanntenkreis. Jetzt bin ich gespannt. Das ist auch eine krasse Story, die wirklich passiert ist und die eben zeigt, wie es funktionieren kann. Zwei Schulfreunde, beste Freunde, lange, lange Zeit, lernen im Laufe ihres Lebens jeweils eine Partnerin kennen, sind verheiratet, bleiben Best Friends. Jeder hat seine Familie, die er gründet. Der eine geht mit der Frau des anderen in eine Affäre. Das fliegt auf. Alle trennen sich erstmal. Die beiden, die betrogen worden sind, also der beste Kumpel sozusagen und die andere Frau, sagen sich so Retour-Coach-mäßig, was die können, können wir auch. Den zahlen wir es heim. Und ich mag dich eigentlich auch. Die beiden steigen in die Kiste und haben sozusagen eine Affäre, wobei ja schon alles getrennt ist. Dann am Ende raufen sie alle vier wieder zusammen und sagen, jetzt haben wir alle ganz schön viel Mist gebaut, aber jetzt hat ja auch jeder mal mit jedem. Können wir eigentlich alles wieder auf Anfang drehen? Wir sind wieder gute Befreunde. War alles scheiße, tut uns leid, alles doof. Weil die Kinder waren. Die Kinder waren auch schon beste Freunde miteinander, ne? Und Ergebnis ist, dass das eben alles quasi wieder wie vorher ist, sind weiterhin gute Freunde, jeder in seiner Beziehung, die Kinder spielen weiter miteinander und einmal quasi so völlig das Leben verschoben. Aber als ich das gehört habe, als ich die Story gehört habe, musste ich, und ich habe ja nun wirklich viele Storys schon gehört, musste ich auch wirklich schlucken und denken, okay, krass, das ist schon krass, ne? Ja. Also das mal so, die führen jetzt eine vernünftige Beziehung, so was man gehört hat. Ähm, also es gibt die einfachsten Geschichten, die dazu führen können, dass man nicht mehr zusammenfindet, weil es so stark gegen die Werte verstößt und so stark jemanden verletzt. Das kann sein, dass jemand fremdküsst und die Beziehung ist beendet, es geht nicht mehr. Und es kann sein, dass die verrücktesten Geschichten, wo man glaubt, das kann niemals gelöst werden, gelöst werden können. Das heißt, deswegen ist auch immer so diese Frage nach, wie stehen denn die Chancen bei uns? Das ist einfach super schwierig, weil man kann keine Präzedenz verlieren. Man kann natürlich sagen, ja, also die Wahrscheinlichkeit ist ein bisschen größer oder ein bisschen schlechter in der und der Konstellation, aber man weiß ja nie, wozu man gehört, ne? Zu welcher Kategorie sozusagen, ne? Also das hängt von so vielen Faktoren ab und das ist einfach super schwer einzuschätzen, weil eben die Geschichten so völlig unterschiedlich verlaufen. Schön, dass ihr dabei wart und ihr diese Folge mit uns gehört habt. Wir freuen uns sehr, wenn ihr beim nächsten, nächsten Mal wieder dabei seid. Bis dann. Ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Ein Doppelleben entsteht, wenn zwei Beziehungen parallel geführt werden, ohne dass beide Parteien dies wissen, und beinhaltet tiefere emotionale und soziale Verbindungen als eine einfache Affäre.
  2. Solche Doppelleben entstehen oft schleichend, durch kleine Vertrauensverluste und tägliche Täuschungen, wie zum Beispiel verschwörte Geschichten oder tägliche Berichte über das Private.
  3. Die Erkenntnis des Doppellebens führt zu einer massiven emotionalen Verletzung, speziell durch den "Ausschluss" der anderen Person, was sich als tiefgreifende Angst, Hilflosigkeit und Scham auswirkt.
  4. Beide Partner leiden – der Verletzte fühlt sich enttäuscht, der Verbrecher verliert Seelenwürde und fühlt Schuld und Angst.
  5. Tiefgründige Gespräche, gemeinsame Reflexion und eine klare Trennung sind notwendig, um die Verletzungen zu verarbeiten und eine wiederhergestellte Beziehung zu ermöglichen.
  6. Die Situation wird oft durch zufällige Ereignisse, wie Begegnungen auf Messen oder im Sport, ausgelöst, aber diese Zufälle sind durch strategische Planung und Vorsatz gekennzeichnet.
  7. Die Kinder sind oft direkt betroffen, da sie in die neue Beziehung eingebunden werden, was tiefgreifende familiäre Konflikte und Unsicherheiten verursacht.
  8. Obwohl die Beziehung nach einer Trennung schwer verletzt ist, kann durch gegenseitige Verantwortung und emotionale Heilung eine neue, stabile Beziehung entstehen.

Summary:

Ein Doppelleben entsteht, wenn zwei Beziehungen parallel geführt werden, ohne dass beide Parteien dies wissen. Solche Beziehungen entwickeln sich oft schleichend durch tägliche Lügen, Täuschungen und kleine Verhaltensmuster, wie zum Beispiel regelmäßige Treffen auf Messen oder in Sportkursen. Der Kern des Problems liegt nicht nur in der Affäre, sondern im tiefen Vertrauensverlust und der emotionalen Verletzung, insbesondere durch den "Ausschluss" der anderen Person.

Dies führt zu starken Gefühlen wie Scham, Hilflosigkeit, Traurigkeit und Angst bei beiden Partnern. Die Kinder sind oft betroffen, da sie in die neue Familie eingebunden werden und so familiäre Spannungen entstehen. Obwohl die Beziehung nach der Entdeckung schwer beschädigt ist, kann durch tiefgründige Gespräche, gemeinsame Reflexion und tiefes Verständnis eine Wiederherstellung der Beziehung erfolgen.

Es gibt jedoch keine allgemeine Regel für die Wiederherstellung – die Ausgangslage und die persönliche Verantwortung spielen eine entscheidende Rolle. Die Geschichte aus dem Bekanntenkreis zeigt, dass auch tiefgreifende Begegnungen und Betrug letztlich wieder aufeinander abgestimmt werden können, wenn beide Seiten Verantwortung übernehmen und die Verletzungen verarbeiten. Diese Erkenntnisse zeigen, dass Doppelleben zwar traumatisch sind, aber durch bewusste Arbeit und emotionale Erfahrung wieder verarbeitet und überwunden werden können.

FAQs

Doppelleben bedeutet, dass zwei Beziehungen parallel geführt werden, wobei ein Leben geheim gehalten wird. Es geht um die Entwicklung von zwei verschiedenen Lebensformen, oft aus einer Affäre, mit offenen oder verheirateten Partnern.

Ein Doppelleben entsteht oft schleichend durch kleine Veränderungen wie private Nachrichten, gemeinsame Gespräche oder tägliche Treffen, die schrittweise zu einer intensiveren Beziehung führen und schließlich eine Parallelwelt aufbauen.

Ein Doppelleben verletzt das Vertrauen grundlegend, da die andere Person ausgeschlossen wird. Dies führt zu Gefühlen wie Hilflosigkeit, Traurigkeit, Scham und Erschütterung, die sich über lange Zeit ansammeln.

Ja, ein Doppelleben entsteht oft aus einer Affäre, wenn beide Partner eine echte, emotionale und strukturierte Beziehung aufbauen, die über ein bloßes Fremdgehen hinausgeht und eine eigene Familie oder Lebenswelt entwickelt.

Viele Menschen zeigen körperliche Symptome wie Brustschmerzen, Schlafstörungen, Appetitverlust oder Angstzustände, die auf eine tiefe emotionaler Belastung und Erschöpfung hindeuten.

Ein Doppelleben zeigt sich oft durch unerwartete Nachrichten, gemeinsame Aktivitäten mit einer anderen Person, die nicht im persönlichen Umfeld bekannt sind, oder durch ein Verhalten, das die eigene Familie und Beziehung beeinträchtigt.

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