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Doomscrolling: Wie hören wir damit auf?

39m 55s

Doomscrolling: Wie hören wir damit auf?

Die Folge beleuchtet das Problem des Exzessivscrollens durch Kurzvideos und die daraus resultierenden psychischen und körperlichen Auswirkungen. Experten erklären, dass die unregelmäßige Belohnung durch Social Media-Content – ähnlich wie bei Glücksspielen – das Gehirn in eine Zustandsabwägung bringt, was zu einer Suchtneigung führt. Studien zeigen, dass der Konsum mit erhöhtem Risiko für Depressionen, Einsamkeit und körperliche Erkrankungen verbunden ist. Viele Menschen, auch Jugendliche, zeigen bereits Symptome von Abhängigkeit. Selbstversuche wie die Einstellung auf Schwarz-Weiß oder ein 20-Tage-Entzug zeigen, dass Bewusstsein, Struktur und körperliche Aktivität wirksam sind. Die Flucht vor Stress oder Langeweile ist ein zentrales Motiv, wobei die Entzugsphase oft schwierig ist. Experten betonen, dass eine bewusste Nutzung, klare Regeln und emotionale Selbstreflexion helfen, das Verhalten zu kontrollieren. Einige Nutzer wie Johanna erleben einen plötzlichen Anstieg des Handygebrauchs nach emotionalen Konflikten. Die Lösung liegt nicht im vollständigen Verzicht, sondern in einem ausgewogenen, bewussten Umgang mit Social Media, der auf echte Bedürfnisse und Lebensaktivitäten abgestimmt ist.

Transcription

6693 Words, 41282 Characters

German
Ich glaub nicht, dass ich im Zugliegestütz machen werde, aber vielleicht mal jedes Mal aufstehen. Ich hoffe, dass ich am Gang sitze und nicht jedes Mal an meiner Sitznachbarin oder im Sitznachbar vorbei gehen muss. Dass der immer mit oder die immer mit aufstehen muss, ist sehr unangenehm. Ich habe für diese Folge keine neue Sportroutine ausprobiert, die ich so eisern durchziehe, dass ich sogar im Zugfitnessübung mache. Nein, es geht um meinen Social Media Konsum. Genauer gesagt, um Reels, TikToks, YouTube Schorts. Kurz Videos, auf denen ich immer wieder hängenbleibe. Normalerweise. Und weil eine Entzugs-Taktik nicht genug ist, habe ich es am nächsten Tag noch mit einem Filter versucht, der mein kompletten Handybildschirm schwarz weiß macht. Er ist total unestätisch und nimmt mir den Spaß und die Freude an meine Handy. Ob das wirklich was gebracht hat, das erzähle ich euch später. Normalerweise erwische ich mich ständig dabei, wie ich die Apps öffne und durch die Kurzvideo-Scrolle. Ohne, dass ich mich so richtig bewusst dazu entschieden habe. Und das geht wirklich vielen so. In einer repräsentativen Umfrage unter regelmäßigen Instagram, TikTok und YouTube-Schorts-User-Innen gab fast die Hälfte an, häufig bis sehr häufig mehr Zeit mit den Videos zu verbringen, als sie eigentlich wollten. Irgendwie scheint uns bei Kurzvideos komplett die Selbstbeherrschung zu fehlen. Und darüber beschweren sich dann viele, ironischerweise, ausgerechnet auf Social Media. Wir sind alle so krank, Handy-Süchtling vor allem ich. Ich weiß einfach nicht, was man zu Hause macht, wenn man alleine ist, außer am Handy zu sein. Ich weiß es einfach nicht mehr. Ich steh ganz heute hier Hocken oder meinem Zimmer. Irgendwelche dumm TikToks gucken und ich kann nicht mehr. Wir schauen kurzvideos gefühlt in jeder Situation, in der auch mal nur für eine Sekunde langeweile aufkommen könnte. Das kennt auch Johanna. Auch so kleine Sachen, dass ich einfach die Treppe hochgehe. Und ich will mein Handy in die Hand, weil ich nur so eine kleine Zeit habe von ich mache gerade nichts. Ich gehe gerade nur die Treppe hoch. Ich will direkt mein Handy in die Hand nehmen und irgendwas mein Gehirn irgendwie beschäftigen. Aber bei Johanna passiert das nicht nur ab und zu, sondern ab einem gewissen Zeitpunkt ständig. Ich weiß, dass ich irgendwann mal drauf geschaut habe und es waren so um die zwölf Stunden. Wir sagen, dass er oft so selbstironisch, wir sind ja so handysüchtig. Aber um Fragen sagen, ja, sind wir wirklich. Es gibt echt große Erhebungen aus Deutschland. Zum Beispiel die der Roh-Universität-Buchum. Da gaben unter 22.000 Befragten mehr als ein Viertel an, unter suchtartigen Symptomen zu leiden. Bei den unter 20-Jährigen waren es sogar über 50 Prozent. Und ich frag mich schon, warum machen diese Kurz-Videos so süchtig? Und was können wir dagegen tun? Wir wissen mittlerweile, dass exzessiver Social Media-Konsum oder generell auch Internet-Konsum, sowohl bei Depressionen vorkommen, als auch eher das Risiko für Depressionen erhöhen. Ich bin Julian Stoper, und das hier ist Wissen Weekly. Der Videopodcast, der euch aus dem Doomscrolling rausholt. Dafür willen wir uns durch Studien, sprechen mit Experten und hören den Menschen zu, die es wirklich betrifft. Übrigens, wenn euch Wissen Weekly gefällt, dann hinterlast uns doch eine Bewertung oder einen Kommentar. Das hilft, unseren Podcast zu wachsen und noch mehr Leute mit Wissenschaftskontent zu erreichen. Und schaut doch mal auf YouTube vorbei. Da könnt ihr euch alle folgen kostenlos anschauen. In dieser Folge stellen wir uns die Frage, wie hören wir mit dem Doomscrolling auf? Der Werbepartner unserer heutigen Folge ist Ihonos. Trumpfaya ist administered as injections under the skin, or infusions through a vein every four weeks, followed by injections under the skin every four or eight weeks. If your doctor decides that you can self-inject Trumpfaya, proper training is required. Trumpfaya is a prescription medicine used to treat adults with moderately-to-severely active Crohn's disease, and adults with moderately-to-severely active ulcerative colitis, serious allergic reactions, increased risk of infections or lower ability to fight them, and liver problems may occur. Before treatment, get checked for infections and tuberculosis. Tell your doctor if you have an infection, flu-like symptoms or need a vaccine. Explore what's possible. Ask your doctor about Trumpfaya today. Call 1-800-526-7736 to learn more or visit trimfayaradio.com. Ich persönlich bleibe ja oft bei KI-BrainRot und so Fail-Videos hängen, wie früh aber, ob's die Punch-Show oder Jackass. Also eigentlich wirklich hiernlose Sachen, die ich mir heute nicht mehr so bewusst als Video aussuchen würde. Aber offensichtlich bleibe ich lang genug dran, damit man Algorithmus denkt, bitte mehr davon. Und was soll ich sagen? Es funktioniert. Ich gehe immer wieder automatisch auf die Apps. So geht es auch beim Kollegen Maxim Landau, der diese Folge recherchiert hat. Auch sehr hiernlose. Also es ist wirklich, ich bin da drauf, um mein Hirn so kurz auszustecken, hab ich immer das Gefühl. Und ich merkte, wenn ich z.B. manchmal eine schwierige Aufgabe habe und krassiniere, dass ich dann immer so erst mal kurz aus Handy gucken und dann fünf Minuten später, was ist gerade passiert. Ja oder sogar wenn man aufs Handy guckt, um etwas nachzugucken zu recherchieren oder wem zu schreiben, und man dann trotzdem aus versehen oder aus, weil sie nicht ausgewohnen hat, auf TikTok oder Insta geht. Und dann da einfach so fünf Minuten drin, und dann komplett vergessen, was man eigentlich vorhatte. Das passieren wir auch oft. Und klar, manchmal sieht man da Sachen, die einem schon was bringen. Läckere Rezepte z.B. oder Nachrichten, von dem man sonst gar nichts mitbekommen hätte. Aber bei mir ist es eigentlich so gut wie nie so, dass ich mir denke, geil. Jetzt hab ich meine Zeit mal so richtig sinnvoll genutzt. Und es sind ja meistens nicht nur fünf Minuten. Daraus wird schnell eine halbe Stunde und über den Tag kommt da ganz schön was zusammen. Weißt du, wie hoch deine Bildschirmzeit ist? Boah, zu hoch. Sieht nicht so gut aus. Wir sind so fünf, sechs Stunden oder so, je nachdem was ich mache. Klar, wenn ich z.B. mit Freundinnen unterwegs bin, scroll ich nicht die ganze Zeit. Aber schauen wir doch mal was genau mein Handy sagt. Die durchschnittliche Bildschirmzeit lag in der letzten Woche bei über sieben Stunden, was mir unangenehm. Wie sehr ich meine Bildschirmzeit verringern konnte, mit Hex wie mich bewegen oder das Handy auf schwarz-weißstellen, verrate ich euch später. Schreibt mir doch mal in die Kommentare, wo eure Bildschirmzeit so liegt und wie oft ihr mehr Zeit als ihr eigentlich wollt auf Social Media verbringt. Aber wie so ist das so? Also, wie so können wir nicht aufhören zu scrollen, selbst wenn uns das eigentlich nervt. Um diese Frage zu beantworten, haben wir mit jemandem gesprochen, der sich auskennt. Dem Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie Jan dirris Hirche, von der Ruhr-Universität Bochum. Dort leitet er die Medien sucht Ambulanz und forscht seit über zehn Jahren auf diesem Gebiet. Und natürlich auch ein Medien sucht Experte, muss sich eine Bildschirmzeitbeschränkung setzen. Tatsächlich ist es gerade so, dass auf meinem Smartphone ich mir ein Zeitkontagant bei YouTube gesetzt habe. Einfach, weil ich gemerkt habe, nie das gefällt mir nicht. Ich fange an auf der Toilette schwarz zu gucken, obwohl das gar nicht ich sein. Also 20 Minuten tatsächlich, aber es gibt schon auch häufig, dass ich noch mal sage. Ich gebe mir eine Stunde mehr, wenn es jetzt bezogen auf etwas ist. Also, wenn er sich ganz bewusst ein Video zu einem bestimmten Thema auf YouTube ansehen will, dafür macht er eine Ausnahme. Aber insbesondere bei Fußball-Videos und nördigen Psychologie-Kontent ist auch bei ihm, die Gefahr groß, die Kontrolle zu verlieren. Und dafür sieht er vor allem einen Grund. Social Media und Schorts und auch Feeds nutzen eigentlich, sage ich jetzt mal hin, Physiologisch sehr ähnliche Mechanismen und Erwartungsmechanismen wie Glücksspielautomaten. Wo sich ständig was ändert und man zieht an einem, und dann wartet, jetzt könnte es kommen, jetzt könnte es kommen. Und nicht an, also sehr, sehr ähnlicher Mechanismen, wenn nicht sogar der Gleiche ist bei den YouTube-Schorts. Dass man immer wieder denkt, was kommt als nächstes, was kommt als nächstes, es geht also um Erwartungen und Motivationen. Durch diese Ungewissheit, was man als nächstes Angezeit bekommt, entsteht laut dires Hirche eine sogenannte intermitierende Verstärkung. Das Prinzip, mal bekommt man Videos angezeigt, die eingefallen, mal bekommt man Videos angezeigt, die einem nicht so sehr gefallen. Dadurch, dass man sozusagen mal gewinnt und mal verliert, fühlt es sich um so besser an, wenn dann ein Video kommt, das unseren Geschmack einfach voll trifft. Studien legen nahe, wenn unklar ist, ob ein gutes oder ein schlechtes Ereignis eintritt, werden bestimmte Hähnregionen des Belohnungssystems stärker aktiviert. Da geht es unter anderem um das ventrale Striatum. So und weil wir jetzt im Studio auch ein Gehirn haben, kann ich euch direkt mal zeigen, wo das ventrale Striatum ist, nämlich ungefähr hier. Diese Region steuert Motivation und Suchtverhalten und die wird eben stärker angesprochen, wenn unsicher ist, wann wieder ein gutes Video kommt, sagt Psychator Jan dires Hirche. Das heißt, ihr sozusagen Belohnungszentrum ist noch viel mehr gespannt und kriegt noch viel mehr Lust darauf. Und das nutzen die Hersteller massiv und auch die Glücksspielindustrie, die lassen sie mal gewinnen und lassen sie dann weniger wieder gewinnen. Aber hin und wieder mal gewinnen ist gut dafür. Man kriegt ja kein Geld, weil man auf dem richtig gutes TikTok stößt, wobei schade eigentlich. Und es gibt noch keine Studien, die sich diese Intermittierenden Verstärkungen mit Hirnsgänz spezifisch für Social Media-Nutzung angesehen haben. Aber Forschende sehen schon viele Ähnlichkeiten. Und die machen sich jetzt auch andere zur Nutze. Jetzt ist zum Beispiel auf dem bedeutesten Pornografie-Seiten, die so frei gibt, die jeder kennt, ist tatsächlich die neue Funktion der Schwarz eingeführt worden, weil genau die Hersteller wissen, ey, damit können wir aufmerksamkeit's catchen, damit können wir Nutzungszeiten, sozusagen erhöhen und es sind sehr bewusste Entscheidungen. Social Media Konzerne sagen natürlich, das ist nicht unsere Absicht, Leute mit unseren Algorithmen abhängig zu machen. Und ob die Videos wirklich zu einer höheren Bildschirmzeit führen, ist bisher tatsächlich kaum nachgewiesen. Eine Studie, die dazu Ergebnisse liefert, hat sich die Nutzungsdaten vom 7.0009 TikTok user innen angesehen. Und dort kann man schon zum Schluss, nachdem jemand sich die App runtergeladen hat, ist die wöchentliche Bildschirmzeit gestiegen. Bei der Testgruppe, die TikTok ab da sehr regelmäßig genutzt hat, waren es ganze 3,5 Stunden mehr als vorher. Fest steht, kurz Videos und Social Media fehlts Nutzenmechanismen, die wahrscheinlich das Belohnungssystem besonders stark anregen. Und ja, wir hängen alle zu viel am Handy. Aber gerade, wenn es einem nicht so gut geht, kann das Scrollen so richtig außer Kontrolle geraten. So wie bei Johanna, ihr habt sie am Anfang der Folge schon mal kurz gehört. Da sind es eigentlich meistens irgendwelche lustigen Videos bei TikTok tatsächlich. Oder so Sachen, wo Leute irgendwas DIYen, wo ich so das Gefühl hab, ich kam bei irgendeinen Prozess zu gucken und dann passiert aber im Voice-Over was anderes. Also irgendwas wird gemacht, händisch und im Voice-Over wird dann eine ganz andere Geschichte erzählt. Viele TikToks und Wheels sind für sie lange erstmal ganz normaler Bestandteil ihres Lebens. Sie guckt öfter kurz Videos, aber jetzt auch nicht übermäßig viel, wie die meisten halt. Sie ist Mitte 20, studiert Architektur, ist oft unterwegs und verbringt viel Zeit mit ihrem Freund. Wir haben ja 24/7, dann natürlich jetzt Studium und Arbeit, haben wir den Tag aufeinander abgestimmt und alles miteinander gemacht und wir waren auch einfach ein paar, was sehr ähnlich miteinander war. Wir haben wirklich alles zusammen gemacht und es war auch immer schöner, wenn er dabei war. Schließlich ziehen sie in eine gemeinsame Wohnung und auch, wenn sie sich nicht sehen, hat Johanna eigentlich immer was zu tun. Doomscrolling ist in der Zeit etwas, das sie nur ab und zu macht. Das ändert sich aber von heute auf morgen, als ihr nach dem Bachelor die komplette Struktur wegbericht. Johanna trennt sich nach fünf Jahren Beziehungen von ihrem Freund. Und dann hatte ich eben erstmal meine gewohntes Umfeld nicht mehr, weil ich bin aus der Stadt, in der ich studiert habe, in der ich auch mit meinem damaligen Partner zusammen gewohnt habe, wieder weggezogen zu meinen Eltern. Und weil ihr Studium zu Ende ist, hat sie jetzt auch ihren Unialltag nicht mehr. Sie macht auch kein Master, weil sie sich nicht mehr so sicher ist, ob Architektur wirklich das ist, was sie machen möchte. All das führt dazu, dass sie plötzlich super viel Zeit hat und in dieser Zeit intensiviert sich ihr Handykonsum total. Einerseits, weil sie beginnt, selbst Content zu machen und damit immer mehr Follower innen erreicht, aber vor allem, weil sie super viele Videos von anderen kommt. Nach jeder Trennung ist da irgendwie eine große Lücke da, die man mit irgendwas fühlen möchte. Und das Handy ist halt ja ständig da gewesen und ich habe dann einfach jeden Tag so viel Zeit aus Social Media verbracht, dass ich diese Lücke gar nicht so deutsch spüren musste, weil ich die ja mit irgendwas anderen fühlen konnte. Das Crawlen ist für Johanna eine Art Flucht. Wenn sie am Handy hängt, muss sie weniger an ihre Trennung denken, denn sie grübelt, ob es wirklich der richtige Schritt war. Um mir dann immer wieder diese Frage zu stellen, ob ich das wirklich richtig entschieden habe und immer wieder an mir selber zu zweifeln, weil ich dafür verantwortlich bin, dass es gerade uns bald so schlecht geht mit dieser Entscheidung. Da war Social Media einfach für mich was, was mich im Kopf dann immer wieder daraus geholt hat. Sie verbringt immer mehr Zeit auf Social Media und mit den Videos, um sich abzulenken und genau diese Gedanken nicht mehr zu hören. Also bei Instagram hatte ich nie was unter 5 Stunden stehen. Und TikTok ist auch so eine App, wo du ja auch drin versinkst. Also wenn ich dann noch auf TikTok war, das ist bisher auch ganz schnell bei drei, vier Stunden. Ihre Bildschirmzeit insgesamt, also auch mit anderen Apps als Social Media, erreicht irgendwann einen neuen Peak, zwölf Stunden. Da bleibt Ausser schlafen, essen und scrollen, kaum mehr was vom Tag durch. Aber was macht das mit uns, wenn wir so viel Zeit auf Social Media verbringen? Auf mehrere Stunden täglich kommen immerhin sehr viele Menschen. Bei den TikTok-Jusers*innen sind laut einer Umfrage 2/3 der befranken mindestens 1-2 Stunden täglich auf der App. Und auch bei mir sind es an einem Durchschnitts-Tag, ja, es ist immer in eine Stunde, fast 53 Minuten. Unser Experte, dir es hier gesagt, auf Social Media zu scrollen, ist nicht nur schlecht. Es kann auch positive Effekte haben. Das ist wirklich eine Flucht aus dem hier und jetzt leben ist, aus den Sorgen des Alltags, aus Frustration, aus Mobbing-Situation, aus Einsamkeit erleben, aus dem erleben, aus einem niedrigen Selbstwertgefühle raus, dass das wirklich eine Art von Flucht ist. Und bei vielen anderen Menschen ist das eine Strategie, um Stress abzubauen. Also, wenn wir Stress haben, dann ist es halt, ich sag mal, so ein bisschen die bequemste und faulste Form Stress abzubauen. In Maßen wäre so eine Ablenkung auch legitim. Nur denkt die Ressierche dabei eher so an 30 Minuten, die man sich zum Beispiel nach der Arbeit bewusst nimmt, um zu scrollen. Es gibt auch Forschende, die sagen, dass Internet wäre durch die Kurz-Videos demokratischer geworden. Weil alle leicht Content produzieren können, der potenziell sehr viele Menschen erreicht. Andere stellen die Theorie auf, dass unsere Konzentrationsfähigkeit sogar langfristig durch Social Media steigen könnte. Unser Gehirn könnte über Generationen hinweg lernen, die ganze Flucht von Informationen aufzunehmen. Und ich muss sagen, ich habe auch manchmal das Gefühl, dass Dunscroll mir sogar gut tut, gerade nach einem langen Tag mal das Gehirn ausschalten. Also, normalerweise. Aber für meinen Selbstexperiment musste ich ja mein Bildschirm einen Tag lang auf schwarz Weißstellen, um eben zu schauen, ob sich dadurch meine Bildschirmzeit reduziert. Wenn ich mich hier draußen umgucke, schau mal, ich guck ins Grüne. Also für mich werde ich in den Bildschirm gucken, guck ich ins Schwarze, aber ich bleib ins Schwarzwise. Aber ich guck ins Grüne und das fehlt mir auf mir Handy. Also gerade ist die Umwelt geiler als das Handy, es sind bedenklicher Satz, ne? Dass es nur jetzt so ist, wo es Schwarzwises aber wissen, was ich meine. Ja, das ist wirklich ein sehr, sehr bedenklicher Satz. Ich finde es krass, dass ich schon nach ein paar Stunden später auf dem Balkonsitzer und plötzlich das echte Leben entdecke. Und bei der Arbeit merke ich direkt, dass ich die Handyeinstellung auf mich auswirkt. Ich habe jetzt so vier Stunden geschnitten, sitzt hier auf meinem Balkon und ab und zu muss ich so ein paar Sachen exportieren und in der Zeit würde ich normalerweise auf Social Media gehen. Das sind immer so ein, zwei, drei Minuten und die hätte ich dann wahrscheinlich mit Social Media überbrückt und ich muss sagen, dass dieses Schwarzwise meine Lust extrem mindert. Das macht überhaupt kein Bock mehr, um Handy zu sein, weil du erkennst, irgendwie nichts, es gibt dir nichts, da ist kein Spaß mehr dabei. In dem Moment sehe ich mich einfach nach meinem normalen Handy zurück und da ist der Versuchstag ja erst halb vorbei. Wenn ihr bei The Way noch mehr Selbstversuche von mir sehen wollt, dann abonniert auch den Podcast auf Spotify und YouTube, um keine Folge mehr zu verpassen. Bis Herr Daubuch von mir für diesen Filter, auch wenn er mich total nervt, weil er ist total unesthetisch und nimmt mir den Spaß und die Freude an meinem Handy. Wenn die Methode wirklich hilft, könnte das schon eine super Sache sein, weil das muss man natürlich auch sagen, ein Großteil der Forschungsliteratur befasst sich mit den negativen Auswirkungen von wir wissen auch aus Studienlagen, aber auch aus der Erfahrung, dass eine exzessive Social-Miete nutzt, um wirklich auch mit einer Zunahme von depressiven Symptomatiken oder auch unzufriedenheitsgefühl und witzigerweise auch dem Symptom der Langeweile auch einhergeht, also es vertreibt nicht die Langeweile, sondern es schafft sogar noch ein Gefühl von Lehre danach, wenn das exzessive. Auch Ängstlichkeit und Einsamkeit kommen bei Menschen häufiger vor, die viel Zeit mit den Videos verbringen. Außerdem gibt es noch die sogenannte Social-Media-Fatik. Die beschreibt ein Zustand, indem wir uns emotional total KO fühlen, vom ganzen Kurz-Videos gucken. Innerhalb von Sekunden sehen wir da Leute, die uns vom Tod ihrer Schwester erzählen. Im nächsten Video jemanden, der von Gewalt berichtet und wieder im nächsten lacht sich jemand über seine Oma schlappt, die übertrieben fresh tanzt. Dieser Emotions-Cocktail ist für unser Gehirn richtig Arbeit. Solche negativen Auswirkungen auf die Stimmung bemerkt auch Johanna, als sie zwölf Stunden am Tag am Handy hängt. Denn der exzessive Konsum führt eben auch dazu, dass ich mich mit anderen Leuten vergleiche und mich eigentlich nur noch schlechter fühle, weil ich denke, Menschen bei allen Leuten läuft es gerade super, die kaufen Haus, die kriegen Kind, die heiraten und ich trenne mich und ziehe zurück zu meinen Eltern. Also für die Psyche können die Videos ein echter Killer sein, aber die Handyzeit kann sogar den Körper beeinflussen. Und zwar auch ganz anders, als man so vielleicht denkt. Habt ihr auch diese eine Idee, die euch im Kopf rumschwirt und die ihr unbedingt umsetzen wollt? Zum Beispiel eine App für euren Filmclub, ein Tracking-Tool für eure Jim Routine oder ein Angebotzrechner für eurer Business. Aber ihr wisst einfach noch nicht wie. Dann kann euch unser heutiger Partner, Johanna, helfen. Denn egal was für eine Idee euch im Kopf rumschwirt, gemeinsam mit Jonas könnt ihr sie umsetzen. Mit dem KI App und Zeitbilder von Jonas könnt ihr individuelle Websites, Apps und digitale Tools erstellen und direkt Live-Schalten und auch Hosten alles hinein. Dafür braucht ihr gar keine Skills in programmieren, sondern macht das einfach gemeinsam mit dem KI-Chat. Wenn ihr z.B. in eurer Filmklop-App nicht nur Filme, sondern auch die besten Kinosnecks bewerten wollt, tippt ihr das einfach in den Chat ein und der KI-App und Zeitbilder setzt dann genau diesen Wunsch für euch um, so wie ihr euch das vorstellt. Eure Daten sind dabei sicher und liegen auf europäischen Sövern. Den KI-App und Zeitbilder von Jonas gibt es schon ab 9 Euro pro Monat mit 30 Tage Geld zurück garantie. Jetzt Risikofrei starten unter ions.de/app. Sorry, ich denke, es hat ein Problem. Ich bin von Karmana. Ja, ein tolles Preis. Ich habe 7 Tage zu den Leuten zurück. So es gibt keine. Nein, keine Biers-Romance. Mehr like Biers-Rechoys. Ich bin mir selbst nicht mehr. Congratulations! Ich meine es! Biers-Rechoys, bei ihr Cart today, auf Karmana. Limitations und Explosions-Mail-Ply. See your 7-Day-Return-Policy at Karmana.com. Like restoring a vintage motorcycle from a 50-Page-Restoration-Block. Or finally break down that long article you've had open for weeks. Gemini and Chrome is here for it. Ready to make anything online makes sense? There's no place like Chrome. Check responses set-up require compatibility and availability very 16+. Auch auf den Körper kann das grohen negative Effekte haben. Das Risikof für Diabetes zum Beispiel könnte steigen. Weil wir uns wegen des vielen Scroons weniger bewegen. Klar, man sitzt oder liegt dabei erhofft. Der Rücken, der Nacken und die Handgelenke könnten durch einseitige Haltung geschädigt werden. Und dann gibt's da noch was ganz anderes, sagt mein Kollege Maxime. Ich gebe dir mal einen Tipp. Es hat ein bisschen was damit zu tun. Wo wir oft am Handy sind. Fretolette. Aha. Und damit sprechen könnte? Da weiß ich nicht. Das sitzt Fleisch abfaulen am Hintergrund. Es geht um Hemoriden. Boah. Und tatsächlich gibt es eine Studie, die ein Zusammenhang zumindest nahelegt. Wenn man so guckt was Ärzte teilweise sagen, dann sagen die ein häufiger Grund für Hemoriden ist einfach, dass man zu lange auf dem Klo sitzt. Und warum hängt man lange auf dem Klo, wenn man gerade irgendwelche Reels über Kuchen anschaut oder so. Also, ich glaube, wir können bis hierhin festhalten. Binge scrolling ist wahrscheinlich nicht das Beste für uns. Und unser Experte Jan Diris hier sagt, auch in seinem Klinikalltag werden die negativen Auswirkungen immer sichtbarer. Das ist ganz spannend zu beobachten auch. Wie sich auch hier in der Klinik die Krankheitsbilder verändern. Also wie das auch ineinander übergeht und wie immer mehr auch YouTube, Social Media und andere. Es sah mal schnell konsumierende Inhalte in den Vordergrund geraten. Und der klassische Computerspieler der 16-Stunden am Tag, Lit auf letzten Spiel, kommt vier Selten davor. Und Studien bestätigen die Beobachtung von unserem Experten. Eine Langzeitstudie aus Deutschland kommt zum Ergebnis, dass sich das Risiko für eine richtige Social Media sucht unter Jugendlichen. Von 2019 bis 2024 mehr als verdoppelt hat. Von 8 auf 21 Prozent. Bei fast 5 Prozent der Teilnehmern würde man sagen, die sind wirklich süchtig. Ab wann man wirklich von einer Sucht oder suchtartig im Verhalten spricht, ist nicht so ganz klar definiert. Es gibt verschiedene Fragebögen zur Diagnose. Einer der Bekanntesten ist die Social Media Disorder Scale mit neun Jahren einfragen. Den verlinken wir euch in den Show Notes. Und natürlich mache ich diesen Test zusammen mit meinem Kollegen Maxim. Ihr könnt ja selbstmal mitzählen, wie oft ihr hier mit Jahrantworten würdet. Die erste ist, hast du versucht, weniger Zeit im sozialen Medien zu verbringen, aber es ist nicht geschafft. Ja. Ja, dann sehen wir auf jeden Fall. Da geht es weiter mit. Hast du regelmäßig andere Aktivitäten, zum Beispiel Hobbies oder Sport vernachlässigt, weil du sozialen Medien nutzen wolltest? Nein. Oh nie. Nee, tatsächlich nicht. Also wenn ich meine Sachen im Kopf habe, was ich machen will, lass ich das nicht von Social Media topitieren oder so. Frage Nummer 3. Hast du regelmäßig deine Eltern oder Freunde über die Zeit gelogen, die du in sozialen Medien verbringst? Nein. Vielleicht habe ich dich angelogen, als ich gesagt habe, 5 Stunden. Aber okay, aber sie nachstehen mit Leute quasi dich. Ja. Hast du sozialen Medien häufig genutzt, um negativen Gefühlen zu entkommen? Boah. Das ist mit Deepe Frage. Vielleicht unterbewusst, aber jetzt nie bewusst. Also ich war nie traurig und dachte, boah jetzt muss ich Social Media gucken. Also würde ich eher nein sagen. Um die bewusste Entscheidung Social Media zu nutzen, geht es hier allerdings auch nicht. Es geht eher darum, ob man sich bei solchen Dingen regelmäßig und über einen langen Zeitraum immer wieder ertappt. Also, dass man ans Handy geht, um unangenehm Gefühlen zu entfliehen oder so lange am Handy versagt, dass man dann anders als geplant, doch keine Zeit mehr für den Sport hat. Die nächsten 5 Fragen werden etwas intensiver. Hast du regelmäßig festgestellt, dass du an kaum etwas anderes denken konntest als den Zeitpunkt, an dem du Socialen Medien wieder nutzen kannst? Boah. Ja, weiter geht es. Hast du regelmäßig unzufrieden gefühlt, weil du mehr Zeit in sozialen Medien verbringen wolltest? Weil ich mehr Zeit da verbringen wollte? Nein. Hast du dich häufig schlecht gefühlt, wenn du sozialen Medien nicht nutzen konntest? Nee, das ist immer nur so. Wenn das Internet nicht funktioniert oder so in der Bahn, dann ne ich kurz auch mal nervig. Aber dann ist es eigentlich, dann denke ich, auch, okay, gut, jetzt kann ich lesen, oder so. Eigentlich nein. Erst auch immer die Frage, so ein klares Jahr, da nein kann man auch auch gar nicht so geben finde ich. Dann die letzten 2 Fragen, hat das du regelmäßig streit mit anderen wegen deiner Nutzung sozialer Medien? Nein. Hat das du ernsthafte Konflikte mit dein Eltern, dein Bruder oder dein Schwester wegen deiner Nutzung sozialer Medien? Auch nicht. Also ich glaube, ohne jetzt das ja richtig professionell beurteilt zu können, dass man gute Schachs heißt, nicht richtig zu sein. Man muss nämlich auch. Man muss nämlich 5 dieser Fragen laut dieser Skala mit Jahre antworten. Dann hat man laut dieser Skala eine wirklich sorgt. Davon war ich jetzt noch weit entfernt. Bei mir war es eigentlich nur ein ganz klares Jahr. Bei der Frage, ob ich weniger Zeit mit solchen Medien verbringen wollte, aber es nicht geschafft habe. Und dann gab es 2 Fragen, bei denen ich irgendwo zwischen Jahr und Nein war. Also so schlimm sieht es scheinbar gar nicht aus. Und ich glaube, man benutzt das Wort sucht auch viel zu inflationär im Zusammenhang mit Social Media. Unser Experte Jan Diris Hirche sagt, ein problematischer Konsum kann aber auch schon vorliegen, wenn man noch nicht von einer Sucht sprechen würde. Ich finde der Punkt des Leidensdrucks wichtig. Also das heißt, habe ich wirklich ein Gefühl, dass ich eigentlich ein Nachtel davon habe. Und das ist mir eigentlich nicht gut geht. Und also zum Beispiel innere Unruhe ist etwas. Dass Menschen massiv innere Unruhig werden. Und das kann sehr Leidensdruck auswählen. Oder das Gefühl, irgendwie ständig bin ich gestresst, weil ich Angst habe, irgendwas zu verpassen. Oder irgendwie Bewertet zu werden. Auch Johanna sagt, drückblickend, dass ihr Social Media Konsum sie belastet hat. Besonders morgens habe ich immer gedacht, so einiges total kacke direkt morgens. Sein Handy in die Hand zu nehmen und meine eigenen Gedanken morgens gar nicht zu hören. Und besonders morgens bin ich einfach dann nicht wach geworden. Und diese Phase, in der Johanna ewig lang am Handy sitzt, geht schon seit Monaten. Aber dann entscheidet ironischerweise, ihr Handy jetzt ist Schluss. Ich hatte eine Hülle um das Handy. Und ich hatte immer das Gefühl, die Hülle sitzt nicht richtig. Ich hatte immer das Gefühl, dass Handy drückt sich da aus der Hülle raus. Ich dachte immer, hey, ich brauche eine neue Hülle. Und irgendwann habe ich gesehen, dass das immer weiter hochkommt, auch nur auf der einen Seite. Johanna's Handy macht nicht mehr mit. Und sie hat auch ein Verdacht, woran das liegt. Ja, ich glaube, mein Handy ist kaputtgegangen, weil ich es zu viel benutzt habe, tatsächlich. Der Akku hat sich aufgebildet. Also es war wirklich, das von der Seite konnte man in das Handy rein gucken, weil der Display so hoch gekommen ist, weil der Akku sich aufgebildet hat. Und man bin ich zum Handyladen gefahren und habe gefragt, "Joh, was kann ich machen? Was kostet das?" Oder kann man das noch benutzen? Und der meinte, so nee, auf gar kein Fall anmachen. Das kann sonst, dass der Akku explodiert. Johanna hat zu dem Zeitpunkt aber erst mal kein Geld, um sich direkt ein neues Handy zu kaufen. Also denkt sie sich, gut, mache ich das besser daraus. Sie setzt sich, die Challenge 20 Tage ohne Handy und Social Media zu leben. Nur WhatsApp erlaubt sie sich und auch nur am iPad, das sie zuhause nutzt. Zuerst merkt Johanna da echt ein Loch in ihrem Alltag, wo sonst das Handy war. Sie sitzt oft im Bus oder in der Bahn und fühlt sich komisch, einfach durch die Gegend zu starren. Aber noch ein paar Tagen merkt sie, dass sich etwas bei ihr verändert. Und nach tatsächlich gar nicht so langer Zeit, also noch so drei, vier Tagen, fand ich es auf einmal eigentlich ganz cool. Dann habe ich angefangen zu merken, dass mir das voll gut tut. Und es hat auch nach so einer kurzen Zeit schon einen Unterschied gemacht, an meiner Aufmerksamkeit Spanne zum Beispiel. dass ich gemerkt habe, ich kann besser Filme gucken und ich kann besser zuhören und so was. Aber klar, als sie sich drei Wochen später ein neues Handy kauft, merkt sie schnell, dass ihre Bildschirmzeit wiedersteigt. Und das gefällt ihr jetzt noch weniger als davor. Weil sie ja gemerkt hat, es hat echt Vorteile für sie, wenn sie ohne Handy unterwegs ist. Deswegen fängt sie an, sich strikte Regeln zu setzen und verschiedene Tricks auszuprobieren, die ihre Bildschirmzeit auch nach dem kalten Entzug niedrig halten sollen. Zum Beispiel im Bett darf ich das nicht benutzen oder auf der Toilette darf ich es nicht benutzen. Das ist tatsächlich was, was ich auch mal machen, dass ich mir so am Anfang des Tages überlege, dass es ein Raum gibt, indem ich heute mein Handy nicht benutzen darf. Also zum Beispiel heute darf ich mein Handy nicht mit uns baderzimmer nehmen. Aber bringt das wirklich was? Also auch die Methoden, die ich ausprobiert habe? Unser Experte Jan Dieres hier sagt, erst mal ist etwas sehr grundlegendes Wichtig. Ein Social Media Plan. Fängt an, euer Social Media und euer Smartphone, Nutzung zu strukturieren. Also das fällt ja sehr schwer, sich auszeigen. Aber es geht nicht ohne ein Tagesplan. Also das heißt, ich muss mir klar überlegen, wie will ich es eigentlich? Also wie möchte ich es haben? Also das wird nicht von alleine funktioniert, sagt, oh jetzt ist gut, jetzt leg es weg. Sondern es muss einfach klar sein, möchte ich mein Schlafzimmer Smartphone frei haben. Und das mit aller Kraft durchzuziehen. Möchte ich mir im bestimmten Lernphasen ganz bewusst sagen, ich lege das Smartphone woanders hin. Man muss sich also bewusst machen, bis zu welchem Punkt bin ich okay mit meinem Konsum? Wann und wo ist der für mich angenehm? Und wann stört er mich? Dazu redet er auch oft seinen Patient*innen, der in den Social Media Suchtgruppen bereht. Wir packen in die Schornauts ein paar Links mit Infos dazu. Außerdem redet Dieres Hirche, sein Patient*innen öfter inne zu halten. Wenn sie merken, jetzt habe ich den Drang auf Social Media zu gehen. Der Grund? Man soll sich Zeit geben und hinterfragen, welches Bedürfnis will ich eigentlich gerade mit dem Social Media Konsum stillen? Blangeweile? Stress? Oder fühle ich mich einsam? Wenn man das erkennt, kann man versuchen diese Bedürfnisse auf andere Weise, ohne Social Media zu befriedigen. Also zum Beispiel, indem man einen Spaziergang macht oder mit der mit Bewohnerin quatscht. Für dieses Innerhalten hätte er auch die klassische Bildschirmzeitbegrenzung für hilfreich. Wenn man sie richtig nutzt. Wichtig sei, die Benachrichtigung nicht direkt wegzuklicken und weiter zu scrollen, sondern die Unterbrechung auch zu nutzen. Und das ist die Zeit, die ich brauche, um vielleicht meine Impulskontrolle die Zeit zu geben. Ja, muss ich das jetzt wirklich machen oder lege es jetzt einfach weg. Ein weiterer Tipp und da wird es für mich jetzt besonders interessant. Sicht Dupamien durch kleine Bewegungsnacks holen. Und so was in der Art, das habe ich bei meinem Selbstexperiment auch versucht. Also neben der Schwarz-Weiß-Einstellung als zweite Anti-Dung-Scrolling-Metode. Ich habe mir vorgenommen, einen Tag lang immer etwas Aktives zu machen, wenn ich den Impuls in mir spüre auf Social Media zu gehen. Kurz wie gestützt machen die Bude aufräumen oder zu einem Justin Bieber-Song-Updancing. Laut die Ressirche kann Aktivität helfen, weil sie unser Belohnungssystem bei starkem Social Media-Konsum positiv beeinflussen kann. Weil wenn wir ans Handy wollen. Dann habe ich einen Dupamien-Mangel sozusagen, also die Basis-Rates runter und dann fühlt sich einfach mein Körper schlappt an. Ich habe Antriebslosigkeit, Dupamien ist für Antrieb total wichtig. Für Lust, für Motivation und irgendwas zu machen. Und deswegen ist das häufig so eine Spirale. Und deswegen ist eben auch die Motivation auch die körperliche Aktivierung später wichtig. Ich muss aber sagen, ich glaube, ich habe das nicht so ganz umgesetzt, wie es gedacht ist. Mein Fazit war jedenfalls so. Bevor ich angefangen wollte, zu Scrawl, zu Doom Scrawl, Reels zu gucken, TikTok zu gucken, habe ich gedacht, ja, wenn ich das jetzt wirklich will, dann muss ich an der Ersatzhandlung oder Ersatzleistung bringen. Und das habe ich dann gelassen. Also es hat auch irgendwie wieder so doppelt, psychologisch funktioniert. Also es hat gut funktioniert, aber eher weil meine Foulheit irgendwas zu machen, auf das ich gerade keine Lust habe, oftmals stärker ist als meine Social Media-Abhängigkeit. So, und ich schau mal, ich war in dem Tag tatsächlich nur vier Stunden zwanzig am Handy. Also tatsächlich fast drei Stunden weniger als sonst. Hat funktioniert. Aber ich habe ja noch eine andere Sache ausprobiert. Mein Bildschirm auf Schwarz-Weiß zu stellen. Und ich kann wirklich sagen, die Lust war den ganzen Tag weg, sodass ich gar nicht mehr versucht habe, auf Social Media zu gehen. Vielleicht hört man mir die Frustration ja so ein bisschen an. Das ist interessant, weil ich habe jetzt schon abgespeichert, es ist ja eh langweilig. Schon spannend. Also es funktioniert bisher. Weil ich will es halt nicht durchziehen, weil es mir zu langweilig. Also ich will manche Sachen sehen. Also für mich hat die Methode funktioniert. Ich war in dem Tag nur vier Stunden sieben 30 am Handy. Also wieder ungefähr drei Stunden weniger als normalerweise. Experte, die Ressirche ist von dieser Methode aber so seh mir überzeugt. Die Studienlage sagt, es hat ein Effekt, aber ein milden Effekt. Klar, die Farben sind weg. Also die so es werden reizereduziert. Die Effekte auf nutzungszeiten sind aber laut Studienlage nicht wahr. Sind nicht groß. Die gibt es. Man kann sie einsetzen als Strategie. Ist auf jeden Fall nicht schädlich. Und wenn man das mag, kann man das ausprobieren. Und ich kann mir schon denken, warum das vielleicht auch nicht immer so hilfreich ist. Bei mir hat der Filter irgendwie auch das Verlang vergrößert, Social Media wieder in Farbe zu sehen. Und ich war echt froh, die Settings am nächsten Tag wieder umzustellen. Da kann ich mir eher noch eine andere Methode gegen Doomschooling vorstellen. Kalter in Zug. Wobei die Ressirche da sagt, das sollte dann keine halbe Sache sein. Für eine gewisse Phase sprechen wir von weiß nicht drei oder sechs Monaten. Was viel ist, ne? Es gibt Studien, die untersuchen zwei Wochen Abstände. Und die finden schon einen guten Effekt. Aus der Klinik weiß ich, dass häufig so drei, vier Monate es manchmal braucht. Bis, ja, das Gehirn so ein bisschen verliert oder die Erwartung. Da kommt jetzt gleich was, bis das so ein bisschen in den Hintergrund gerät und es irrelevanter wird. So kann man das vielleicht sagen. Sechs Monate, das ist dann aber natürlich fast schon eine grundsätzliche Entscheidung mit Social Media ganz aufzuhören. Und ehrlicherweise ist dafür mein Leidensdruck noch nicht groß genug. Fassen wir zusammen. Viele Menschen scrollen länger durch Kurzvideos als sie eigentlich wollen. Und wirklich viele zeigen zumindest anzeichen einer Abhängigkeit. Wer viel Zeit beim Scrollen verbringt, hat ein höheres Risiko für eine Vielzahl von psychischen, aber auch körperlichen Erkrankungen. Also sitzt nicht zu lange auf der Toilette. Forschende sehen Gemeinsamkeiten zwischen Glückspielautomaten und den Kurzvideos, die uns über die intermitierende Verstärkung mit mal gutem, mal weniger gutem Content abhängig machen könnten. Es ist jetzt auch nicht völlig absurd anzunehmen, dass Social Media Plattform ein mögliches Lange auf den Apps halten wollen. Social Media sucht wird in Kliniken behandelt und man kann sich professionelle Hilfe suchen. Und es gibt Methoden, die wirklich helfen können. Johanna hat ihre Erfahrung ohnehin die so gut gefallen, dass sie seit einigen Wochen jeden Sonntag ein Social Media freien Tag macht. Das teilt sie auch mit ihren Followerinnen und erreicht damit viele Menschen. Die Ironie ist ihr bewusst, dass sie Videos darüber macht, dass man sich weniger Videos ansehen soll. Sie will Social Media aber auch nicht komplett aus ihrem Leben verbannen. Für sie geht es eher darum, bewusst auszuwählen, welche Inhalte sie sich ansieht und die Flut an Videos zu reduzieren. Dann eben nur noch Leute dazu haben, wo man das Gefühl hat, die inspirieren mich irgendwie. Es geht nicht darum zu konsumieren, sondern ich sehe dann was auf Social Media, was mich für mein echtes Leben inspiriert. Und dann möchte ich für mich irgendwas daraus mitnehmen und im echten Leben vielleicht ein DIY-Nachmachen. Oder mich hat das gerade inspiriert, was sie gesagt hat. Und jetzt habe ich Lust laufen zu gehen oder raus zu gehen oder Freunde zu treffen. Was auch immer. Dass das, was ich da mir angucke, mich auf irgendeiner Art und Weise inspiriert. Nächste Woche geht es um Gentle Parenting und um die Frage, sind Millennials und Jen sie die besseren Eltern? Ich bin da echt dran verzweifelt, dass unser Kind, mich haut, dass unser Kind das Baby haut. Und da hat mir, haben mir die Tipps so ein bisschen, die waren mir nicht konkret genug. Dieses Jahr, du musst die Hände festhalten und sagen nicht hauen. Und ich dachte mir immer, aber es funktioniert nicht. Das ändert nichts dran. Mein Kind beist mir dann in die Hand, das ist irgendwie auch nicht besser. Ich bin Julian Stopa und bedanke mich bei allen, die mit uns bei der Recherche gesprochen haben. Vielen Dank an Johanna und Dr. Jan dirris Hirche. Wissen Weekly, das ist eine Produktion von Spotify Studios in Zusammenarbeit mit Kugel und Nire. Executive Producer Michael Badlowski. Redaktion, Maxim Landau, Tatiana Tamerus, Lena Kohlwes und ich. Julian Stopa, Creative Producer, Christina Hengefeld. Produktion, Hannah Outtenread, Fabio Rab, Joë Fleischauer und Stories to be told. Design, Hannah Wiesner und Julia Bochnik. Line Producer, Sarrul Krause Yench. Ey, das war's noch nicht. Hier ist noch mal Julian mit einem kleinen Update für euch. Und zwar habe ich kurz nachdem ich die Folge aufgenommen habe, gedacht, ich muss was ändern. Ich habe noch mal darüber nachgedacht, was ich für eine absurde Bildschirmzeit habe und was mir dabei geholfen hat, ist, dass ich meine Social Media Apps von Tagesbeginn ausgegraut habe, bzw. nicht benutze. Ich habe eine Bildschirmzeitregulierung. Es bedeutet, jedes Mal, wenn ich auf Insta-Tiktok oder welche Social Media App auch immer, wenn ich darauf drücke, muss ich aktiv mehr Zeit anfordern. Und das mache ich dann einfach nicht. Dann merke ich damit, ich muss ja gar nicht rauf. Also, wenn du bis hier hingehört oder gesehen hast, dann kommentiert auch mal mit einer Kirche, kommentiert mit einer Kirche. Und dann sehen wir, wer hier die echten Wissen Weekly ultra sind. Das war's jetzt wirklich mit der Folge. I'll be honest, I'm not very smart. Cheers. (upbeat music) Hank joined BJ's wholesale club the day he became a father of 30. - I coach football. - Now, coach Hank saves up to 25% off gross restore prices, 30 pounds of pasta, three cases of protein bars, 75 sport strengths. - And that's just pregame. - He knows teamwork and BJ's knows savings. This is your home coach, home of the save. Join for just $20 at bj's.com/maskeet and save 10 cents per gallon for six months. Open soon, limited time offer, new members only. BJ's home of the save.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Kurzvideos sind süchtig, weil sie auf intermitierende Verstärkung basieren, bei der sich das Gehirn auf unvorhersehbare Belohnungen einstellt.
  2. Die Nutzung von Social Media führt zu erhöhtem Risiko für Depressionen, Einsamkeit, Stress und körperliche Probleme wie Hemoriden oder Diabetes.
  3. Viele Nutzer verbringen mehr Zeit mit Kurzvideos als gewollt, wobei bis zu 50 % von Jugendlichen unter suchtartigen Symptomen leiden.
  4. Experten wie Dr. Jan Diris Hirche verweisen darauf, dass Social Media und Glücksspielautomaten ähnliche neurologische Mechanismen nutzen.
  5. Selbstversuche wie die Einstellung auf Schwarz-Weiß oder 20-Tage-Entzug zeigen, dass bewusste Regelungen und körperliche Aktivität helfen können.
  6. Die Flucht vor negativen Gefühlen durch Scrollen ist ein häufiges Muster, das sich besonders bei psychischen Stresssituationen verstärkt.
  7. Menschen wie Johanna erleben einen plötzlichen Anstieg des Handykonsums nach Lebenswechseln oder Traumata, was zeigt, dass der Konsum emotional bedingt ist.
  8. Eine konservative, strukturierte Nutzung und die Einbindung von Bewegung können langfristig eine nachhaltige Reduzierung der Bildschirmzeit fördern.

Summary:

Die Folge beleuchtet das Problem des Exzessivscrollens durch Kurzvideos und die daraus resultierenden psychischen und körperlichen Auswirkungen. Experten erklären, dass die unregelmäßige Belohnung durch Social Media-Content – ähnlich wie bei Glücksspielen – das Gehirn in eine Zustandsabwägung bringt, was zu einer Suchtneigung führt. Studien zeigen, dass der Konsum mit erhöhtem Risiko für Depressionen, Einsamkeit und körperliche Erkrankungen verbunden ist.

Viele Menschen, auch Jugendliche, zeigen bereits Symptome von Abhängigkeit. Selbstversuche wie die Einstellung auf Schwarz-Weiß oder ein 20-Tage-Entzug zeigen, dass Bewusstsein, Struktur und körperliche Aktivität wirksam sind. Die Flucht vor Stress oder Langeweile ist ein zentrales Motiv, wobei die Entzugsphase oft schwierig ist.

Experten betonen, dass eine bewusste Nutzung, klare Regeln und emotionale Selbstreflexion helfen, das Verhalten zu kontrollieren. Einige Nutzer wie Johanna erleben einen plötzlichen Anstieg des Handygebrauchs nach emotionalen Konflikten. Die Lösung liegt nicht im vollständigen Verzicht, sondern in einem ausgewogenen, bewussten Umgang mit Social Media, der auf echte Bedürfnisse und Lebensaktivitäten abgestimmt ist.

FAQs

Kurzvideos nutzen psychologische Mechanismen wie die intermitierende Verstärkung, bei der man mal ein gutes, mal ein schlechtes Video sieht. Diese Unvorhersehbarkeit stimuliert das Belohnungssystem des Gehirns und führt zu einem Suchtverhalten.

Man kann die Bildschirmzeit begrenzen, z. B. durch Zeitlimits auf Apps oder durch bewusste Pause-Regeln. Auch die Selbstreflexion und die Suche nach alternativen Aktivitäten helfen dabei.

Ja, es kann zu Rücken- und Nackenschlund, verminderter Bewegung und erhöhtem Risiko für Diabetes führen. Auch Hemoriden können durch lange Sitzen auf dem Klo entstehen.

Das ist ein Zustand, bei dem das Gehirn durch die kontinuierliche Aufnahme von Emotionen aus Videos überlastet wird – etwa durch Szenen von Trauer, Gewalt oder Freude, die einen starken emotionalen Reiz auslösen.

Der Filter verringert die Lust am Handy und verhindert automatisch das Scrollen, da die Farben fehlen. Dabei zeigt sich, dass er die Motivation zur Nutzung stark reduziert, aber nicht dauerhaft wirkt.

Viele Menschen nutzen Social Media, um sich von Stress, Langeweile oder negativen Gefühlen abzulenken. Es ist eine Art Flucht aus dem Alltag und kann dazu führen, dass man wichtige Lebensbereiche vernachlässigt.

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