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Die Zwölf Stämme (Teil 2) - Gewalt als spirituelle Reinigung

42m 8s

Die Zwölf Stämme (Teil 2)  -  Gewalt als spirituelle Reinigung

Der Podcast beleuchtet die Sekte "Zwölf Stämme", die 1972 von Elbert Spriggs gegründet wurde und trotz schwerwiegender Vorwürfe der Kindesmisshandlung international aktiv ist. Zentrale Lehre ist die gewaltsame Disziplinierung von Kindern zur "Rettung ihrer Seelen". Obwohl es wiederholt zu Razzien kam, wie 1984 in Vermont oder 2013 in Bayern, wo Kinder in Obhut genommen wurden, scheiterten staatliche Interventionen oft an rechtlichen Hürden oder mangelnden Beweisen. Die Sekte finanzierte sich erfolgreich durch ein Netzwerk von Restaurants und Betrieben, in denen Mitglieder ohne Lohn arbeiteten. Durch isolationistische, autarke Gemeinschaften, gezielte Rekrutierung Jugendlicher und psychologische Manipulation – wie die Umdeutung von Begriffen wie "Lüge" oder die Erklärung von Todesfällen als göttliche Strafe – schottete sich die Gruppe ab. Ehemalige Mitglieder berichten von mangelnder Bildung, Ausbeutung und Gedankenkontrolle. Trotz öffentlicher Skandale, wie dem Auftritt in der Jerry Springer Show 1994 zu einer Kindesentführung, und Gegenmaßnahmen von Anti-Kult-Organisationen besteht die Sekte fort und leugnet alle Vorwürfe.

Transcription

5292 Words, 36611 Characters

German
Im Jahr 2013 infiltrierte der Journalist Wolfram Kunik im Laufe seiner investigativen Reportage eine der Gemeinden der zwölf Stämme in Bayern. Im Verlauf von zwei Tagen gelang es Kunik auf Videofests zu halten, wie sechs verschiedene Mitglieder der zwölf Stämme Kinder mit Rohrstücken schlugen. Die bayerischen Behörden, denen zuvor die Beweise gefilterten, organisierten sofort eine Ratsja. Dabei nahmen sie 40 Kinder in Gewasern. Nur zwei Jahre später im Jahr 2015 wurde die französische Gemeinde der zwölf Stämme geschlossen, nachdem vier Kinder bei der Polizei Ratsja gerettet wurden. Auch heute gibt es weiterhin Anschuldigungen gegen verschiedene Gemeinden der Sekt. Doch inwiefern fördern die Lehren der Sekt dieses Verhalten? Warum sind Behörden nicht in der Lage, entschieden dagegen die zwölf Stämme vorzugehen? Und wie konnte sich die Sekt über 40 Jahre nach ihrer Gründung weiterhalten? Hallo, ich bin Sebastian von Dago und ich bin Diana Hielter. Und ihr hört Sekt und Kulter, im Namen des Bösen. Ein Spotify und Parkast Original. Jeden Dienstag gehen wir hier den menschlichen Abgründen hinter den dunkelsten Sekten der Welt auf den Grund. Was passiert hinter den geschlossenen Türen dieser gefährlichen Kulter? Und was passiert in den Köpfen der Menschen, die diese manipulativen Organisationen leiten und sich ihnen hingeben? Wir erforschen für euch die Geschichte und Psychologie der berüchtigsten Sekten und Kulter. Exklusiv hier auf Spotify. Heute beschäftigen wir uns mit der Sekt der zwölf Stämme. Auch bekannt als Wein Christian Community, The North East Kingdom Community Church und The Messiering of Communities. Trotz der Anschuldigung in der Kindesmisshandlung in mehreren Ländern ist die Sekt immer noch aktiv und führt eine Reihe erfolgreicher Unternehmen und Restaurants. Die zwölf Stämme wurden im Jahr 1972 von Albert Sprieks in Schatternuga Tennisy gegründet. Die Sekt betreibt mehrere erfolgreiche Geschäfte und Restaurants. Dennoch wird von Ragniederen Mitgliedern erwartet, unter bescheidenden Umständen zu leben. Sprieks Anhänger glauben, ihr genügsamer Lebensstil würde die Rückkehr des Herrn herbeiführen. Im ersten Teil haben wir untersucht, wie Sprieks Sekt mit einer kleinen Anhangerschaft amerikanischer Jugendlicher auf der Suche nach religiöser Weisung begonnen hatte. Daraus erwuchs eine Gruppe aus über 3000 Mitgliedern in 50 Staaten, darunter Deutschland, Frankreich, Australien und Großbritannien. Wir haben gehört, wie Sprieks seine Mitglieder ermutigte, die Seelen ihrer Kinder zu retten, indem sie sie schlugen und so ihren Willen brachen. Und wir haben uns mit den Vorfällen der Kindesmisshandlungen beschäftigt, die die Öffentlichkeit in den 70er und 80er Jahren bewegten. Im zweiten Teil widmen wir uns den Versuchen amerikanischer und europäischer Regierungen, in das Leben der Sektereien zu greifen und Kinder aus der Gemeinschaft zu retten. Wir werden außerdem hören, wie die 12 Stämme, die Anschuldigung der Kindesmisshandlung, konsequent abstreiten, bis zum heutigen Tage. Am Morgen des 22. Juni 1984 wurde die Anwälten Jean-Swenko von der Polizei aus dem Schlaf gerissen. Die Polizisten trommelten gegen die Tür einer Kommune der 12 Stämme, in der die Anwälten übernachtete. Die Pflichtverteidigerin war zu Anwälten von Eddie Weisman, der rechten Hand von Albert Spricks dem sechten Führer berufen worden. Weisman war wegen Körperverletzung angeklagt worden. Er soll ein 13-jähriges Kind sieben Stunden lang geschlagen haben. Svenko glaubte, die Anklage gegen Weisman sei Teil der politischen Agenda des Bundesstaats Wermont gegen die allgemein unbeliebte Glaubensgesellschaft. Sie besuchte die Kommune regelmäßig, um Weisman verteidigen zu können und gab an, mehr über ihre Praktiken erfahren zu wollen. Sie und Weisman baut eine enge Bindung zueinander auf und sie übernachtete häufig in der Kommune. Auch am 21. Juni blieb Svenko übernacht in der Kommune. Am 22. Juni entsandte der Bundesstaat 90 Polizisten und 50 Sozialarbeiter auf das Grundstück. Der Presse-Sprecher des Gouverneurs teilte mit, die Ratzia sei das Ergebnis der zweijährigen Bemühungen des Bundesstaats, Eltern dazu zu bringen, Misshandlung und Vernachlässigung zu identifizieren und zu melden. Die Polizei betrat 20 Häuser, die von Mitgliedern der 12 Stämme bewohnt wurden. Sie nahmen 112 Kinder in ihr Gewahrsam und brachten sie mit Busen in den Gerichtsaal in Newport. Dort warteten bereits medizinische Pflegekräfte, um die Kinder auf Anzeichen von Misshandlungen zu untersuchen. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Kinder, über einen Zeitraum von 72 Stunden in Gewahrsam zu behalten, um ihre Ermittlungen abschließen zu können. Doch als die Familien vor Gericht eintrafen, verweigerte der Amtsrichter Frank Mehady, die Bitte der Staatsanwaltschaft und ließ die Kinder wieder frei. Der Richter kam zu der Einschätzung, die Behörden seien mit der Ratzia zu weit gegangen. Dem Bundesstaat fehlten die notwendigen Beweise, um die Trennung der Kinder von ihren Eltern zu rechtfertigen. Bis Ende des Tages waren alle Kinder in die Opfer der 12 Stämme zurückgekehrt. Für medizinische Untersuchungen blieb keine Zeit. Für die 12 Stämme war das ein entscheidender Sieg. Spricks hielt es gar für den Beweis einer göttlichen Intervention zu ihren Gunsten. Er und seine Anhänger beschlossen, dem Jahrestag der Ratzia von nun an, an jedem 22. Juni zu gedenken. Sie verglichen den Vorfall mit dem Exodus der Israeliten im alten Testament. Im Jahr 1985 liß der Bundesstaat Wermont die Anklage der Körperverletzung gegen Eddie Weissman fallen. Er sollte ein Kind über einen Zeitraum von 7 Stunden geschlagen haben. Doch der Fall wurde aus Ermangelung einer zügigen Verhandlung abgewiesen. Zu dieser Zeit verließ Weissmans Anwält in Swandgo, die das Jahr zuvor zeugen, der polizeilichen Ratzia geworden war, ihr Zuhause und ihren Lebenspartner. Um den 12 Stämmen von Island Pond im Bundesstaat Wermont offiziell beizutreten. Im Verlauf der nächsten Jahre expandieren die 12 Stämme weiter. Viele Bewohner von Island Pond gaben an die Anwesenheit der Stämme zu tolerieren und besuchten die Geschäfte von Spricks wie normale Restaurants. Doch seine Anhänger treffen nicht überall auf so viel Wohlwollen. In der Kanadischen Stadt Klags Harbor in der Provinz Novaskoscher begann die Menschen Ziegel durch die Fenster von Gebäuden der 12 Stämme zu werfen und weigerten sich Anhänger der Säkte zu bedienen. Chua Jones, eine Frau, die zu dieser Zeit in der Säkte aufwuchs und später Ausdraht berichtete, sie und die anderen Kinder hätten nie gelernt, kritisch zu denken und konnten die Doktrien der 12 Stämme so nie infrage stellen. Stattdessen wurde die Jugend der Säkte für Berufe vorbereitet, die sie schließlich zugunsten der Stämme ausüben sollten. Dieses Vorgehen haben wir bereits in mehreren früheren Folgen gesehen. Kultführer benutzen ihre Mitglieder und schließlich die Kinder ihrer Mitglieder zu ihrem eigenen finanziellen Vorteil. Chua berichtete auch, ihr Unterricht sei regelmäßig unterbrochen worden, wann immer sie oder die anderen Kinder für arbeiten in einem der vielen Geschäfte und Höfe der Säkte benötigt wurden. Das ist eine weitere Taktik, die in Säkten weit verbreitet ist. Kinder erhalten keine angemessene Bildung und erlernen keine Fähigkeiten, die ihnen in der Arbeitswelt helfen können. Dadurch können sie sich nicht in die Gesellschaft integrieren und sind für ihr Überleben auf den Kult angewiesen. Da alle Mitglieder ihrer Arbeitskraft und ihr Vermögen den 12 Stämmen spendeten wuchs spricks Säkte immer weiter. Der Kult breitete sich nach Australien, Südamerika, Spanien, Deutschland, Großbritannien und weitere Staaten aus. Die einzelnen Gemeinden strebten eine völlige Selbstversorgung an. Also wurden die meisten von ihnen in ländlichen und landwirtschaftlich genutsten Gebieten errichtet. Die Kommunen baut ihr eigenes Obst und Gemüse an, versorgten damit sich selbst und ihre Geschäfte und verkauften den Rest auf lokalen Märkten. Die brasilianische Kommune der 12 Stämme spezialisierte sich zum Beispiel auf Järbar-Matte, einen T, den die Gruppe an Restaurants und T-Geschäfte in der ganzen Welt vertreibt. Die meisten Kommunen eröffneten Restaurants und Bäcker rein. Da sie bereits Zugriff auf die nötigen Zutaten hatten und die Anhänger ohne Bezahlung arbeiteten, wurden diese Restaurants für spricks zu Geldmaschinen. Die Kommunen versuchten sich auch an verschiedenen Heimgewerben, die vermutlich auf die jeweiligen Fähigkeiten ihrer Rekruten zurückgingen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Naturreine, Körperpflegeprodukte, Handgemacht. und Möbel. Und wenn die jeweilige Kommune einen Vertriebspartner finden konnte, konnten die Mitglieder die Gratisarbeit der Kinder des Stammes nutzen, um ihre Produktion über den lokalen Bedarf hinaus zu erhöhen. Zu dieser Zeit lebt es Sprix in Frankreich, angeblich außerhalb seiner Kommune und gemeinsam mit einer Frau, die weder seinem Kult angehörte, noch seine Ehefrau war. Doch laut einem Artikel im monatlich erscheinen New England schien diese Tatsache seine Anhänger in Island Pond nicht zu kümmern. Die Säkte feierte zu dieser Zeit einen ihrer größten Siege. Kirsten Nielsen, die gemeinsam mit ihrer Zwillingschwester im Jahr 1979 vom berühmt berüchtigten Säkten Endprogramm ihrer Tet Patrick aus dem Kult geholt worden war, kerte zum Stamm in Island Pond zurück. In der Kommune wurde sie schnell zu einer Berühmtheit. Sie hatte die Außenwelt gesehen, sich ihr wieder setzt und war zurückgekehrt. Nach einem kurzen Aufenthalt in Island Pond wurde Kirsten an die französischen und deutschen Gemeinden übergeben. Die Rückkehr eines ehemaligen Kult mit Glitz zu just dem Kult, den es verlassen hatte, mag ungewöhnlich erscheinen. Allerdings hatten die Techniken, die eingesetzt wurden, um Kirsten zu helfen, zu der Zeit unter dem Begriff Endprogrammierung bekannt, ihre eigenen Probleme und Fehler. Die Autoren Madeline Landautobias, Kult Forscher und Dr. Ginger Lailig und der Psychologe Michael Langaun kamen zu dem Ergebnis, die Intervention könne traumatisch wirken. Denn Endprogrammierer wie Tet Patrick entführten Kult mit Gliederregelnrecht und diese Entführungen könnten Flashbacks verursachen, die den Genesungsprozess erschweren. Ohne großen Widerstand konnten die zwölf Stämme gedeihen und experimentierten mit neuen Rekrutierungsmethoden. An bekanntesten wurden ihre Aktionen bei Konzert auftritten der Rock Band "Gradeful Dead". Säkten Anhänger fuhren mit einem mit Blumen und anderen hippy-symbolengeschmückten Kleinbus zu den Konzerten. Dort entreuten sie eine Flagge mit einem roten Kreuz darauf und boten Konzertbesuchern eine kostenfreie Notfallversorgung an. Konzertbesucher, die den Bus aufsuchten, waren für gewöhnlich jung, standen unter dem Einfluss von Drogen und suchten nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens. Die Mitglieder der zwölf Stämme nutzten diesen verwundbaren Zustand aus und versprachen den jungen Leuten. In der Kommune wurden sie alles finden, was sie brauchten. Aber Sprix lauerte jungen Leuten nicht nur auf Konzerten auf. Er versuchte auch Studierende zu rekrutieren. Als Sprix seine ersten Restaurants, die Yellow Delis in Schattern Uga eröffnete, wählte er dafür Standorte in der Nähe von Universitäten. So hatte er Zugang zu den Studierenden, die sich mit ähnlichen existenziellen Fragen herumschlugen. Mit seinem Talent Junge und beeinflusbare Menschen anzulocken, konnte Sprix seine Kirche über die zweite Hälfte der 80er hinweg vergrößern. 1987 benanden sich die zwölf Stämme in die Messianik Communitys um, womöglich um sich von den Anschuldigungen der Kindesmisshandlungen zu distanzieren und neue Mitglieder anzulocken. Doch das allein reichte nicht aus, um den Anschuldigungen ein Ende zu setzen. Über die nächsten Jahre wandten sich weiterhin ehemalige Mitglieder der Stämme an die Öffentlichkeit und beschrieben die Manipulationen, die mangelhafte Ernährung und die harte Arbeit, die sie in der Säkte erdulden mussten. 1989 schienen sich die Dinge für die Kommune in Island Pond ein wenig beruhig zu haben. Doch der Frieden sollte nicht lange wären. Der gesamten Gemeinschaft der zwölf Stämme stand eine Glaubenskrise bevor. 1990 verstarb Eddie Weissmins Frau Mary an Gebärmutterkrebs. Ein ehemaliger ältester erklärte später der Krebs wäre halber gewesen. Aber die Säkte hatte ein Verbot für medizinische Versorgung aufgestellt. Mary sollte kein Krankenhaus aufsuchen. Ein anderes Mitglied berichtete Mary habe Gebete und homiopartische Heilmittel erhalten. Nach einer ausgedehnten Gebietversamlung wurde Mary durch eines der Mitglieder als von Gott geheilt erklärt. Sie starb wenige Tage später. Mary war ein angesehenes und hochrangiges Mitglied der Gemeinschaft gewesen. Selbst ehemalige Mitglieder sprachen in hohen Tönen von ihr. Doch ihr Tod stellte nicht nur die Profizeiung in Frage, dass sie geheilt worden sei, sondern die Macht der Gebete im Allgemeinen. Nach ihrer Beerdigung versammelten sich Hunderte Mitglieder aus verschiedenen Kommunen um über das Geschehende zu sprechen. Es schien, als gäbe es nur zwei Möglichkeiten. Entweder hatte Mary eine Sünde begangen und damit diese Krankheit auf sich gezogen? Oder die Lehren der zwölf Stämme waren falsch? Auch Albert Spricks, Eddie Weissmann und Weissmanns zwei Kinder besuchten die Versammlung. Dort berichtete eine Anhängerin Mary habe sie vor vielen Jahren gewarnt, Albert Spricks neige zu Wut ausbrüchen. Doch die Gemeinschaft sah darin eine Verleubnung ihres Apostels. Nachdem er diese Anschuldigung gehört hatte, legte auch Mary's Ehemann Eddie Weissmann ein Geständnis ab. Nach dem Umzug der zwölf Stämme nach Vermont hätte Mary versucht, die Säkte zu verlassen und ihre Kinder mitzunehmen. Eddie hätte sie jedoch aufgehalten. Heute erscheinen uns diese Berichte verdechtig günstig gelegen, doch die anwesenden Säkten mit Glieder sahen in diesen beiden Berichten genug Beweise gegen Mary. Sie war ja schuher nie wirklich treu gewesen. Hat die ihre Kinder über den Stamm gestellt und sich öffentlich kritisch zu Spricks geäußert. Spricks soll diesen Schlussfolgerungen seiner Anhänger niemals wieder Sprachen haben. Später, schrieb er in einem seiner Pamphlete, Mary's nie gebeichtete Sünde, das sie kritisch über ihn gesprochen hatte, sei die direkte Ursache ihres Todes gewesen. Spricks grausame Umdeutung von Mary's Tod enthält gleich zwei von Lüftensprinzipien der Gedankenreform. Das erste, die Beichte, fordert Mitglieder dazu auf, ihre Sünden mitzuteilen. Dadurch wird zum einen die Distanz hervorgehoben, die der Beichtende noch überwinden muss, um ein reingewaschener Kult anhänger zu werden. Zum anderen erhalten die Kultführer so Informationen, mit denen sie die Mitglieder ausnutzen können. Das zweite Prinzip, die sogenannte "forschonte Existenz" traat ein als Mary nach ihrem Tod bezichtigt wurde, keine wahre gläubige Gewesen zu sein. Durch diese Umdeutung wurde sie zu einer Außenseiterin und gehörte nicht länger Gottesauserwältem und verschont dem Volk an. Ihre Krankheit konnte also erklärt werden, ohne den Glauben der Gruppe, an ihren wohlmeinenden Gott zu beschädigen. Innerhalb eines Jahres nach Mary's Tod, heiratete Eddie Weissmann die Anwälte in Jean-Swancoe, die ihn bereits verteidigt hatte. Sie wurde daraufhin der Fakto zur rechtlichen Vertreterin der Stämme. Sie sollte auch alle Hände voll zu tun haben, da die Sächte weiter mit Anschuldigungen der Kindesentführung belasteten. 1993 berichtete die Kanadische Zeitung Wunipaksan über die Kommune der Zwölfstämme in ihrer Region. Sie enthüllte das Dreimitglieder in Kanada und den USA wegen Kindesentführung gesucht wurden. Ein Jahr später wurde ein Kanadisches Mitglied der Zwölfstämme mit seinem inführten Sohn in der Kommune von Santa Cruz, California entdeckt. 1994, zehn Jahre nach der Ratze auf die Kommune in Eilenpond, fanden sich die Zwölfstämme auf einer öffentlichen Anklagebank der anderen Art wieder. Das ehemalige Kult Mitglied Laurie Marano Johnson erschien als Gast in der Jerry Springer Show und beschuldigte die Zwölfstämme ihre Kinder vor ihr zu verstecken. Johnson's Ex-Man, Steve Wuten, war ein aktives Mitglied in der Sächte und behielt die zwei Söhne des Pares in seiner Oput. Als ein Richter Johnson das Sorge recht über ihre Kinder gewährte, Floh-Wuten gemeinsam mit den Kindern. Dank des internationalen Netzwerks der Zwölfstämme konnte Wuten das Land mit den Kindern verlassen. Die Behörden hatten Schwierigkeiten, Wuten und die beiden Söhne zu finden. Die verzweifelte Johnson versuchte an den Anstand und das Familiengefühl der Stämme zu appellieren, um herauszufinden, wo sich ihre Kinder befanden. Aber was ihr entgegenschlug war, pure Verachtung. Zu den eingeladenen Repräsentanten der Zwölfstämme gehörten auch Weissmann und Zwanko. Zwanko nutzt die ihren Auftritt, um Johnson heftig zu kritisieren. Sie behauptete, Johnson sei keine gute Mutter. Sie beschuldigte die Frau, ihre Kinder im Stich gelassen zu haben und folgerte, sie wurde lediglich für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Swanko und die anderen mit Glieder behaupteten nicht zu wissen, wo sich Wuten und die Kinder befanden. Sie weigerten sich außerdem, Johnson in irgendeiner Weise behilflich zu sein, die vermissten Kinder ausfindig zu machen. Johnson's Hilferuf und ihr Ausgang. Auftritt in der Jerry Springer Show verschaffte den zwölf Stämmen eine Menge negative Aufmerksamkeit. Doch die Gruppe verneinte weiterhin jede Wetebeteiligung am Verschwinden von Huten und den Kindern. Michael Painter und James Howell, zweiter damaligen Anführer der zwölf Stämme, gaben später zu, die Stämme hätten die Behörden in der Angelegenheit der Hutenkinder belogen. Der Akt des Lügenes wird zwar in der Bibel mehrfach verurteilt, doch Spricks hatte seine eigene Interpretation der Bedeutung des Wortes. Laut dem Kultführer bedeutete Lügen, jemandem die Wahrheit vorzuenthalten, der es verdient hatte, sie zu kennen. Der Außenwelt eine Wahrheit vorzuenthalten, zum Beispiel, wenn Regierungsbeamte versuchten, sich in den Plan Gottes für die zwölf Stämme einzumischen, war hingegen erlaubt. Das waren keine wirklichen Lügen. In dem er die Bedeutung des Wortes Lüge, derart umwandelte, mindert es Spricks die Kognitive Disonanz, die seine Anhänger womöglich empfanden. Kognitive Disonanz ist eine Art von Stress, der entsteht, wenn jemand gleichzeitig zweieinander widersprechende Dinge glaubt. Einerseits sollten die Anhänger der Säckte Bibelträuser ein, und die Wahrheit sagen. An derseits wurde von ihm jedoch verlangt, die Behörden zu belügen. Doch dank Spricks Umdeutung des Konzepts Lüge konnte er auch die Bibel umdeuten, so dass die Entführung von Kindern und das Lügen über ihren Aufenteilsort allaubt waren. Spricks schrieb viel und verschickte regelmäßig Briefe mit seinen Lehren an seine verschiedenen Kommunen. Er veröffentlicht da auch Pamphlete, die in den Nachbarschaften der jeweiligen Kommunen verteilt werden sollten. Einige davon sprachen sich für die gewaltsame Disziplinierung von Kindern aus, andere strotzten Vorhomo-Foben und antisemitischen Inhalten. Aber dank seiner Schriften haben wir eine ziemlich gute Vorstellung davon, wo Spricks sich auffield, wenn er nicht in Eilen pond war. Er verbrachte einen großen Teil seiner Zeit in der französischen Kommune der 12 Stämme. Andere seiner Briefe versendet der aus Boston und dem Bundesstaat New York. Doch die französische Kommune, die sich der Stammruben nannte, hatte zunehmend Probleme. Im Jahr 1994 hatte ein europäischer Kult namens "Der Orden des Sonnen-Tempels" einen Massenselbstmord unter seinen Mitgliedern durchgeführt. Als Reaktion darauf begann die französische Antikultorganisation ADFE aktiv gegen die Präsenz von Säkten in Frankreich vorzugehen. Das betraf auch den Stammruben. ADFE verteilte Flugblätter auf lokalen Wochenmärkten, mit denen sie Besuche darüber informierten, welche Marktstände und Produkte mit den zwölf Stimmen in Verbindung standen. Die Verkäufe der Gruppe brachen ein. 1997 geriet der Stammruben wegen des Todes eines 19 Monate alten Kindes in die Schlagzeilen. Die französische Öffentlichkeit war schockiert. Viele von ihnen hatten vor dem Tod des Junge noch nie von den zwölf Stimmen gehört. Das Baby hatte zum Zeitpunkt seines Todes nur 4,5 Kilo gewogen. Es hatte unter Rachitis und einem unbehandelten Herzfehler gelitten. Doch da die Doktrien der zwölf Stimme eine medizinische Versorgung von außen untersagte, hatte das Kind nur eine durftige Behandlung bekommen. Während der Untersuchung stieß die französische Polizei, auf die Schriften, in denen Sprix sich für die Körperstrafe bei Kindern ausgesprochen hatte. Polizei und Ärzte schritten sofort ein und untersuchten dutzende Kinder in der Kommune. Sie fanden jedoch keine Anzeichen von Misshandlungen. Die Eltern des Toten-Jungen erhielt eine Haftstrafe von zwölf Jahren für ihren Anteil am Tod des Kindes. Doch die amerikanischen Stimme blieben von diesen Skandalen unberührt. Die Kommune der zwölf Stimme in Cambridge, New York, führte einen Bauernhof namens Common Sense, über den sie auch Naturreine Hygieneprodukte vertrieben. Der Hof wurde von der Kosmetik Magnatien-ST-Lauder ausgewählt, um eine ihrer Produktlinien zu beliefern. Doch als der Konzern 2001 feststelle, dass die zwölf Stimme in ihren Werkstätten Kinder beschäftigten, wurde die Zusammenarbeit mit der Sächte umgehen beendet. Der Bundesstaat New York ermittelte gegen die Stämme aufgrund des Verdachts von Kinderarbeit. Das Ergebnis? Die Kommune musste schließlich für ihre Verstöße ein Bußgeld von 2000 Dollar zahlen. Im September 2001 wurde Eddie Weissmann sohn aus dessen erster El Sabulon vom Boston Herald interviewt. Sabulon war erst sieben Jahre alt gewesen, als seine Mutter Mary Weissmann an Gebärmutterkrebs gestorben war. Er war dabei, als Sprix Anhänger beschlossen hatten, der Grund für ihren Tod, sein ihre niegebeichteten Sünden gewesen, sowie die Tatsache, dass sie Sprix Autorität infrage gestellt hatte. Bei der Verachtung, die seiner Totenmutter entgegen geschlagen war, war es kein Wunder, dass er gehen wollte. Im Alter von 18 Jahren verließ er die Sächte. In dem Interview beschrieb Sabulon kurz, die Vorgänge hinter den Kulissen der geheimniskremarischen Sächte und erklärte Sprix würde konstant umherfliegen, erführt ein Leben im Luxus. Emalige Mitglieder berichteten dem Boston Herald außerdem. Sprix würde einen Großteil seiner Zeit in seinen prunkvollen Anwesen in Frankreich, Brasilien und Cape Cod verbringen. Sab Weissmann berichtete außerdem von den Groß Einkäufen von Sprix und seiner Frau, von ihren Autofahrten mit Schoför und dem allgemeinen opulanten Lebensstil der beiden. Mitglieder müssen der Sächte bei ihrem Beitritt ihr gesamtes Vermögen und all ihre Besitztymer spenden. Sprix Lebensstil steht im krassen Kontrast zudem seiner Mitglieder. Typisch für das Verhältnis zwischen Sächtenführer und Sächte. Doch die Sächten-Anhänger leugneten diese umstände Standhaft, wann immer sie mit den Fakten konfrontiert wurden. Ein derzeitiges Mitglied der zwölf Stämme bestand darauf, Sprix könne gar nicht reich sein, da er kein Schmucktruck und keine Autos besaß. Anschließend verglicht das Mitglied Sprix mit dem Apostel Paulus, der im ersten Jahrhundert durch die Welt gereist war, die Lehren Jesu zu verbreiten. Es scheint Sprix aber darauf geachtet, seinen Wohlstand nicht allzu sehr zu schau zu stellen. Sprix war unzufrieden mit Selbstinterview. Es enthüllte den Wohlstand, den er vor seinen Anhängern zu verbergen suchte. Eine Woche nach dem Interview gab Sprix eine Kundgebung in Boston, um dem öffentlich zu widersprechen. Er nutzte diese Gelegenheit außerdem, um über die Konversionstherapie, seine Kirche zu sprechen. Die Konversionstherapie ist eine schädliche und unwissenschaftliche Praxis, mit der Mitglieder der LGBT-QIA-Community dazu gebracht werden sollen, ihre sexuelle Orientierung zu ändern. So genannte Konversions- oder reparativtherapien werden von der medizinischen und psychatrischen Gemeinschaft abgelehnt. Nicht nur funktionieren Konversionstherapien nicht. Sie verursachen außerdem Depressionen, Angststörungen und Selbstverletzendes verhalten. Die American Psychoanalytiker-Association hat in einer Stellungnahme gegen die Praxis festgestellt, Konversionstherapie füre zu erheblichen psychologischen Schmerzen, aufgrund der Verstärkung schädlicher internalisierte Einstellungen. Sprix nutzte seinen Auftritt außerdem, um über die Bedeutung der Disziplenierung und den Heimunterricht von Kindern zu sprechen. Doch eben diese Überzeugungen sollten weiter zu Konflikten zwischen der Sekt und den Behörden führen. 2002 wurden 19 Mitglieder der französischen Kommune für die Umgehung rechtlicher Verpflichtungen als Eltern verhaftet. Sie hatten sich geweigert, ihre Kinder in die Schule zu schicken und sie impfen zu lassen. Doch das war wieder der letzte, noch der größtes Gandal, den die 12 Stämmer aufgrund des Umgangs mit Kindern in ihren Kommunen erlebten. 2004 sprach Albert Sprix zum Anlass des 20-jährigen Jahresdags der Ratia von Vermont, öffentlich über die Siege der 12 Stämme. Dabei sprach er auch wieder über die Disziplenierung von Kindern als wesentlichen Bestandteil des Glaubens. Sprix schimpfte über die sogenannte "Pro-Sekt-Nation", eine Referenz auf ein bekanntes Antidepressivum und den Überwachungsstaat, der seiner Ansicht nach falscher Anschuldigung in der Kindesmisshandlung gegen seine Sekt erhob. Er bestand darauf, die strikte Disziplien für die Ereinstand sei wichtig für das Selbstbild eines Kindes. Er sagte, "liebe ist gleich bedeutend mit der Disziplenierung eurer Kinder, mit einer sorgfältigen und gewissenhaften Disziplenierung." Er behauptete, der Amorglauf an der Columbineiskuld des Jahres 1999 habe sich ereignet, weil die Täter nicht Diszipleniert worden wären. Er wetterte gegen die Presse und moderne Technologien, da sie angeblich Lügen über ihn verbreiteten. Nur diejenigen, die selbst in ihren Herzen Lügen erwehren, würden die verleubende Röschenberichte der Medien glauben. Spricksrede. So unlogisch und beleidigen sie auch sein mochte, war ein ausgezeichnetes Beispiel für das, was Kult Forscher Robert Liften "heilige Wissenschaft nannte". Ein Kult, der sich dieses Prinzip bedient, erachtet einen bestimmten Teil seiner Doktrien als heilig und unbestreitbar. In diesem Fall galt den Zwölfstämmen die brutale Bestrafung ihrer Kinder als heilig. Da die Strafen, die wiederkunft das Herrn herbeiführen sollten, musste jeder, der sich dagegen aussprach, spricks ultimativer Vision entgegenstehen. Von spricks Perspektive aus sind die Medien, die ehemaligen Anhänger der Zwölfstämme und die Regierung, alle samt seine Feinde. Tragedien wieder Amoklauf an der Columbineisskul wurden zu Beispielen dafür umgedeutet, welche Folgen die nicht beachtung seines heiligen Dokmas haben kann. 2006, einige Jahre nach dem 20-Jährigen-Jahres-Tag der Wormondratzer, awab spricks einer Vorkriegswiller in Hidde-Night North Carolina. Bis zum heutigen Tage werden dort die internationalen Konferenzen der Zwölfstämme abgehalten. Angeblich soll spricks selbst dort leben. James Howell, einer der drei Männer, die spricks sekte bereits 1974 beigetreten waren, sowie Michael Painter, ein weiteres Mitglied der Führungsriege, waren in der Zwischenzeit aus dem Kult ausgetreten. Im Jahr 2008 erklärten sie sich zu einem Interview über die Gründe des Aussticks bereit. Painter erklärte, spricks habe in den 70er Jahren den Eindruck erweckt, aufrecht an einen vergebenden Gott zu glauben. Doch nun glaubte Painter, spricks habe sich zu einem kontrollsüchtigen Herrscher entwickelt. Sie sprachen über den Luxus den spricks sich gönnte. Er besaß einen in einem schrank versteckten Fernseher, sowie eine heimliche Sammlung teurer Sportschuhe der Marke New Balance. Laut Howell und Painter hatten Anhänger keinerlei Kontrolle über ihr eigenes Leben. Spricks nahm seinen Anhängern selbst die kleinsten Entscheidung ab, zum Beispiel, welche Malzeiten sie zu sich nehmen sollten. So konnte er sich in ihren Leben als ultimative Autorität behaupten. Paare benötigten seine Erlaubnis umzuhairerten. Er Paare wurden angewiesen, sich so häufig wie nur möglich vorzupflanzen. Das ist ein weiterer Aspekt der gedanken Reform. Die persönlichen Erfahrungen werden denen der Gruppe angeglichen. Interaktion mit der Außenwelt werden komplett verboten oder aber gemäß des Glaubensystems der Sekte umgedeutet. James Howell gab in seinem Interview an, die Machtverhältnisse innerhalb der Gruppe hingen direkt mit spricks günstlingswirtschaft zusammen. Spricks sei besessen von seiner eigenen Macht und Anerkennung. Diejenigen, die der Sekte Geld oder strategische Vorteile brachten, wie zum Beispiel Ärzte oder Anwälte, erhielten höher rangige Positionen und wurden als spirituell reiner betrachtet. Kult Mitglieder, die spricks widersprachen, wurden aus den Führungspositionen entfernt. Und nicht zuletzt konnten diejenigen, die sich beliebt machen wollten, andere Mitglieder verpätzen. Die zum Beispiel Zweifel oder Ausstiegsgedanken geäußert hatten. Spirituelle Reinheit als Mittel zum Aufstieg innerhalb einer Sekte ist ein weiteres Beispiel für das Konzept der gedanken Reform. Dieses Konzept der spirituellen Reinheit findet sich auch in der Behandlung von Kindern wieder. Spricks rechtfertigte die Misshandlungen von Kindern, indem er behauptete, seine Anhänger würden den Kindern lediglich helfen, diese spirituelle Reinheit zu erlangen. Doch im Jahr 2013 sollte spricks Befürwaltung von Kindesmisshandlungen endlich handfeste Konsequenzen haben. In diesem Jahr wurden die 12 Stämme Thema eines öfteren Aufschreis, nachdem der Journalist Wolfram Kunik mit heimlichen Kameraaufnahmen festgehalten hatte, wie Kinder in der deutschen Kommune misshandelt wurden. Kunik hatte die Gerüchte über die Misshandlungen von Kindern gehört und befrakte die Deutschen Behörden, warum sie nicht eingeschritten waren. Die Antwort lautete, Behörden benötigten entweder die Aussage der Kinder gegen ihre Eltern oder direkte Beweise der Misshandlungen. Sie hatten wieder das eine noch das andere. Also beschloss der Reporter die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Er schleust es sich als verdeckter Ermittler in die Sektere ein. Er ließ sich Jahre und Bad wachsen, um als Mitglied der 12 Stämme durchzugehen, dann versuchte er, der Kommune beizutreten, in dem er angab, sich als Sanitäter in einer spirituellen Krise zu befinden. Er wurde von der Sektor Willkommen geheißen und an die Arbeit geschickt. Kunik trug eine Brille, die mit einer Kamera ausgestattet war. Er hoffte damit Handfeste beweise aufnehmen zu können. Als einige der amerikanischen Kircheneltesten, die Kommune besuchten, nahmen sie jedoch Notiz von Kunik's Brille. Der Reporter fürchtete er sei entdeckt worden und flow. Doch wenn die Amerikaner tatsächlich verdacht, geschöpft hätten, so erwähnten sie es nie. Bald darauf wagte der Reporter einen zweiten Versuch. Doch er verließt die Sektor Abermals, aus Angst entdeckt zu werden. Bei seinem dritten Versuch konnte Kunik einige ferngesteuerte Kameras innerhalb der Kommune platzieren. Mit der Hilfe einiger ehemaliger Mitglieder konnte er zwei Orte identifizieren, an denen Kinder regelmäßig geschlagen wurden. Ein Kellerflur unter der Versammlungshalle der Anlage und ein Heizraum, neben einem der Klassenzimmer der Sektor. Im Heizraum entdeckte Kunik Stöcke, die verwendet worden waren, um die Kinder zu schlagen. Angesichts dieser Indizien installierte er an den beiden Positionen versteckte Kameras. Nach dem Aufbau der Kameras machte der Reporter sich nervös an seine Arbeiten für die Sektor. Und fürchtete entweder er oder die Kameras könnten entdeckt werden. Bereits nach zwei Tagen sammelte Kunik die Kameras wieder ein und sah sich die Aufnahmen an. Über einen Zeitraum von vier Stunden erfasst die Kameras in den beiden Räumen insgesamt sechs Erwachsene, die sechs Kinder schlugen. Sie versetzen den Kindern insgesamt 83 Hebe mit einem Rohrstock. Kunik präsentierte die Aufnahmen dem Jugendamt. Angesichtshandfester Beweise traten die Behörden schnell in Aktion. Die Polizei nahm alle 40 Kinder aus der Kommune und brachte sie inflegestellen unter. Bis Ende des Jahres waren die jüngsten Kinder wieder ihren biologischen Eltern übergeben worden. Die bayerischen Gerichte waren davon ausgegangen, dass diese Kinder das geringste Risikotrogen geschlagen zu werden. Bei den meisten älteren Kindern galt es jedoch als wahrscheinlich, dass sie bei ihrer Rückkehr abermals geschlagen würden. Und so blieben sie in ihren Pflegeheimen. Einer der Ältesten der Kommune wurde schließlich für seine Rolle bei der Misshandlung der Kinder verurteilt. Er erhielt eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten und musste ein Busgeld von 2000 Euro zahlen. In der Zwischenzeit schien Spriegs in den USA in seiner Villa in North Carolina untergetaucht zu sein. Ein von Rita Swan, der Gründerin der Organisation Children's Healthcare verfaster Bericht, über die Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern innerhalb der Kommunen der 12 Stämme deutete an, Spriegs befinde sich in medizinischer Behandlung in Hiddenheit, North Carolina. Dies ist etwas, dass jedem anderen Mitglied der 12 Stämme untersagt gewesen wäre. 2015 wandte sich ein ehemaliges Mitglied der französischen Kommune der 12 Stämme an die Behörden. Er berichtete als Kind bis aufs Blut geschlagen worden zu sein. Die Polizei führte eine Ratja des Stammes Rubens durch und nahm vier Kinder aus der Kommune in Gewasam, nachdem sie Hinweise auf kürzlich durchgeführte Prügelstrafen gefunden hatten. Zehnte Erwachsenenmitglieder wurden verhaftet. Seitdem wurde die französische Niederlassung der Säkte jedoch wieder geöffnet und scheint immer noch aktiv zu sein. Die 12 Stämme existieren noch heute. Zwar haben sie seit her einige ihrer Rekrutierungs-Taktiken geändert und besuchen nun statt Konzerten von "Gradefold Dead", die Konzerte von Bob Dylan. Doch die Säkte ist heute verbreiteter denn je. Viele Kommunen der 12 Stämme sind Teil einer Ökoorganisation namens "Woof", "Worldwide Organization of Organic Farms". Wanderer, Touristen und andere können auf Hülfen der "Woof", "Kost- und Logie" im Gegenzug zu ihrer Arbeitsleistung bekommen. Doch die Hülfe machen ihre Verbindung zu den 12 Stämmen nicht bekannt, bis die freiwilligen Eintreffen. Diejenigen, die einige Zeit auf diesen Hülfen verbracht haben berichten, die Säkte suche aktiv nach Wanderan und anderen Besuchern, um sie auf die Hülfe zu locken. Die Säkte plant aus dem Hostels entlang des US-amerikanischen Fernwanderwigs, aber Lachian Trail zu eröffnen. Und die Yellow Deles sind immer noch bekannt dafür ihre Visitenkarten an Orten zu hinterlassen, wo sich junge Menschen versammeln. Die Taktik der Säkte, sich bei der Rekrutierung auf junge Menschen zu konzentrieren, wird offensichtlich nach wie vor praktiziert. "Spricks" hingegen wurde seit Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Wir können nicht einmal sagen, ob er noch lebt. 1994 enthüllten ehemalige Mitglieder der 12 Stämme das Angehörige, die in der Kommune von Eilen Pond verstaben, in anonymen Grebern beigesetzt würden. Ihre Tode wurden den Behörden häufig nicht gemeldet. Es ist gut möglich, dass Sprix selbst. einem dieser Anonymen greber liegt. Vergess nicht. Spricks war der oberste Apostel der Sektor mit einer direkten Verbindung zu Gott. Würde sein Tod öffentlich gemacht. Hätten jegliche neue Lehren oder Interpretation der Bibel nicht länger die absolute Autorität, die Spricks mit sich brachte. Dann wiederum vermuteten Haul und Painter in ihrem Interview, die zwölf Stämme könnten im Falle von Spricks Tod vermutlich von seiner Frau Marscher in ihrem jetzigen Zustand weitergeführt werden. Bitte beachtet, dass es sich hierbei nur um Spekulation handelt. Aufgrund von Spricks Rückszug aus der Öffentlichkeit ist es nicht möglich, sicher zu sagen, ob er lebendig oder tot ist. Und Sekt und Kulte haben es Ansich, ihre Geheimnisse unter Verschluss zu halten. Vielen Dank, dass ihr bei Sekt und Kulte im Namen des Bösen eingeschaltet habt. Mein Name ist Jan Hildscher und ich bin Sebastian von Dago. Bis zum nächsten Mal. Sekt und Kulte im Namen des Bösen ist ein Spotify und Parkast-Origina. Produziert in Zusammenarbeit mit Bosepark Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kriierten Original Kals. Produziert von Max und Ron Cutler. Deutsche Produktion und Redaktion zu Holder, Daniel Nicolaue, Mats Leuvener, Sebastian Simert und Chris Guse. Das Original skript wurde geschrieben von Sean Woh, ins Deutsche übersetzt von ihres Schäfer und Andreas Gruma. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Sekte "Zwölf Stämme" praktiziert systematische körperliche Züchtigung von Kindern als Teil ihrer Lehre und steht international wegen Kindesmisshandlung in der Kritik.
  2. Trotz polizeilicher Razzien und öffentlicher Anschuldigungen gelingt es der Sekte durch geschickte Rechtsvertretung, finanzielle Unabhängigkeit durch Unternehmen und isolationistische Gemeinschaften, sich zu behaupten und zu expandieren.
  3. Die Gruppe nutzt Gedankenkontrolle, Umdeutung von Realität (z.B. von Lügen oder Todesfällen) und rekrutiert gezielt vulnerable Jugendliche, um Mitglieder zu binden und Kritik abzuwehren.

Summary:

Der Podcast beleuchtet die Sekte "Zwölf Stämme", die 1972 von Elbert Spriggs gegründet wurde und trotz schwerwiegender Vorwürfe der Kindesmisshandlung international aktiv ist. Zentrale Lehre ist die gewaltsame Disziplinierung von Kindern zur "Rettung ihrer Seelen". Obwohl es wiederholt zu Razzien kam, wie 1984 in Vermont oder 2013 in Bayern, wo Kinder in Obhut genommen wurden, scheiterten staatliche Interventionen oft an rechtlichen Hürden oder mangelnden Beweisen.

Die Sekte finanzierte sich erfolgreich durch ein Netzwerk von Restaurants und Betrieben, in denen Mitglieder ohne Lohn arbeiteten. Durch isolationistische, autarke Gemeinschaften, gezielte Rekrutierung Jugendlicher und psychologische Manipulation – wie die Umdeutung von Begriffen wie "Lüge" oder die Erklärung von Todesfällen als göttliche Strafe – schottete sich die Gruppe ab. Ehemalige Mitglieder berichten von mangelnder Bildung, Ausbeutung und Gedankenkontrolle.

Trotz öffentlicher Skandale, wie dem Auftritt in der Jerry Springer Show 1994 zu einer Kindesentführung, und Gegenmaßnahmen von Anti-Kult-Organisationen besteht die Sekte fort und leugnet alle Vorwürfe.

FAQs

Die 'Zwölf Stämme' sind eine religiöse Sekte, die 1972 von Albert Sprieks in Chattanooga, Tennessee, gegründet wurde. Sie ist auch als 'The Christian Community' oder 'The Messianic Communities' bekannt und hat weltweit Gemeinden.

Die Sekte wird wiederholt der systematischen Kindesmisshandlung beschuldigt, einschließlich körperlicher Züchtigung mit Rohrstöcken. Zudem gab es Vorwürfe der Kindesentführung und der Unterbindung medizinischer Versorgung.

Behörden führten Razzien durch, wie 1984 in Vermont, wo 112 Kinder in Gewahrsam genommen wurden. Oft scheiterten Interventionen jedoch an fehlenden Beweisen oder richterlichen Entscheidungen, die die Kinder zurück zu ihren Familien gaben.

Die Sekte betreibt erfolgreiche Unternehmen wie Restaurants (z.B. 'Yellow Delis'), Bäckereien und Handwerksbetriebe. Mitglieder arbeiten oft unbezahlt, und die Gewinne fließen in die Gemeinschaft, was Expansion und finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht.

Sie rekrutieren gezielt junge, beeinflussbare Menschen, etwa bei Konzerten (z.B. der Band 'Grateful Dead') oder in der Nähe von Universitäten. Sie bieten scheinbare Gemeinschaft und Antworten auf existenzielle Fragen an, um neue Mitglieder zu gewinnen.

Kritik wird durch Umdeutung und Gedankenkontrolle abgewehrt, wie nach dem Tod von Mary Weissman 1990. Sektenführer nutzen Prinzipien wie 'Beichte' und 'falsche Existenz', um Zweifel zu unterdrücken und die Gruppenlehre aufrechtzuerhalten.

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