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Die Samwer-Story: Gruschel-Angriff (#3)

49m 48s

Die Samwer-Story: Gruschel-Angriff (#3)

Die dritte Folge von OMR Rapid Hole widmet sich der „Samwer-Story“ und dem Antrieb der drei Brüder Oliver, Alexander und Marc Samwer. Nachdem sie durch die Gründung und den Verkauf von Alando an eBay und später Jamba an VeriSign zu mehrfachen Millionären geworden waren, hätten sie sich eigentlich zur Ruhe setzen können. Stattdessen trieb sie ein unstillbarer Ehrgeiz weiter. Wegbegleiter beschreiben Oliver Samwer als getrieben – sein Fokus lag ausschließlich auf dem Business, Gespräche über andere Themen waren kaum möglich. Ein Zitat bringt es auf den Punkt: „Luxus ist es nicht, was mich kickt. Ich möchte am Rad drehen.“ Der Biograf L.K. Schmarik analysiert, dass es den Brüdern nicht um Geld oder Status an sich geht, sondern um das Prinzip des Gewinnens. Geld diente Oliver Samwer vor allem als Kennzahl für Erfolg und wirtschaftliche Macht. Nach dem Jamba-Exit wechselten die Brüder die Seiten und fokussierten sich auf Start-up-Investments. Bereits während ihrer Zeit bei Jamba hatten sie in junge Unternehmen wie Hitflip investiert. Im November 2005 gründeten sie den European Founders Fund (EFF), eine Adaption des US-amerikanischen Founders Fund von Peter Thiel. Der Name war programmatisch, aber auch eine Provokation gegenüber dem Silicon Valley. Gleichzeitig investierten sie in StudiVZ, eine direkte Kopie von Facebook, das sich rasant an deutschen Hochschulen verbreitete. Ihr Handeln war oft von kurzfristigem Nutzen geprägt, was ihnen zwar schnelle Erfolge brachte, aber auch zu Spannungen mit langfristigen Partnern und der internationalen Start-up-Szene führte. Die Folge zeichnet das Bild von Unternehmern, die in der Krise der frühen 2000er Jahre in Deutschland agierten und durch ihren unbedingten Willen zu gewinnen eine neue Ära der Start-up-Finanzierung prägten.

Transcription

8257 Words, 53434 Characters

German
OMR Rapid Hole wird präsentiert von Sales Viewer. Der nächste Trend im B2B kommt nicht aus Berlin, sondern so hört man aus Buchom. Eben da sitzt Sales Viewer und Marktführer in den Firmen wie Steppstone, Linde, Cyberport oder Arbato Systems setzen auf unseren Partner Sales Viewer. Mit Sales Viewer können B2B-Sanämen ganz einfach neue Leads und Kunden gewinnen, indem sie nachgucken können, welche Firmen, die über die Webseite besucht haben und wofür sich diese potenziellen Kunden genau interessiert haben. Entsprechend natürlich eine Wahnsinn Unterstützung für Marketing und Vertrieb. Die Kollegen von Steppstone generieren eine sehr relevante Anzahl von B2B-Lets damit und zwar jede Woche und jeden Monat. Sales Viewer ist außerdem auf unserem Haus eigenen Portal OMR Reviews, in gleich drei Kategorien das best bewerteste Tool. Wer jetzt sagt, okay, ich möchte Marketing und Vertrieb aus nächstes Level heben, der kann Sales Viewer kostenlos und unterbindlich ausprobieren. Alle Infos Sales Viewer.com/OMRRBITHOL. Also Doppel Air Sales Viewer.com/OMRRBITHOL. Vor einigen Jahren hat Oliver Samper einem engen Mitarbeiter Sinn gemäß, eine Frage gestellt. Was haben der Reichste-Man-Asians, der Reichste-Man der USA und ich gemeinsam? Wir haben alle in Facebook investiert. Der Reichste-Man-Asians war damals liekasching, ein Investor und Unternehmer aus Hongkong. Er hatte 2007 rund 60 Millionen US-Dollar in Facebook investiert. Wenig später war auch Microsoft mit 240 Millionen Dollar bei dem sozialen Netzwerk eingestiegen. Es war also nicht glückgates, der Reichste-Man der USA persönlich, der bei Facebook investiert hatte, aber so funktioniert er, die Samwasfragen natürlich viel besser. Denn was er ausdrücken wollte, scheint mir völlig klar. Kuck mal, ich mische jetzt bei den Diels mit den ganz großen Jungs mit. Durch zwei Gründungen waren Oliver Samper und seine Brüder mit Anfang 30 zu mehrfachen Millionären geworden. Dann begannen sie mit Startup Investments sich weltweit einen Namen zu machen. Wie ihnen das gelangen, erzähle ich euch in der dritten Folge von OMRRBITHOL, die Samwasstory. * Musik * Ich habe für diesen Podcast mit vielen Menschen über die Samwa Brüder gesprochen. Ich wollte von ihnen wissen, was die drei Ihram-Meinung nachantreibt. Die Samwas waren schon nach dem Verkauf von Alando an eBay-Millionäre. Davon habe ich euch ja in der ersten Folge des Podcasts erzählt. Und Insider schätzen, dass sie am Verkauf von Jamba später wahrscheinlich mindestens 150 Millionen Euro oder mehr verdient haben dürften. Oliver Samper ist damals von Berlin an den Starnberger Sege zogen. Alten, Sehen, hin und wieder ein bisschen Flanieren auf der Maximilianstraße in München. Hätte es ruhiger angehen lassen können. Genau wie seine Brüder. Stattdessen machen sie damals nach dem Jamba exit einfach weiter. Speziell Oliver Samper wirkt damals wie ein Getriebener, haben ihr Wegbegleiter erzählt. Er hat angeblich nur Business im Kopf, Gespräche über andere Themen sein kaum möglich gewesen. Was ist es also, was ihn damals so sehr antreibt? Ich habe darüber lange nachgedacht und auch mit einigen Leuten darüber gesprochen. Am Ende bin ich in einem Buch über Inzitat von ihm gestolpert. Luxus ist es nicht, was mich kickt. Ich möchte am Rad drehen. Ich glaube, dieser Satz bringt es ziemlich auf den Punkt. Und ich habe dutzende Geschichten und an Ektoten gehört, die das bestätigen. Hier hört ihr die Einschätzung von Samperbiograf, du L. K. Schmarik. Wenn man danach fragt, was ist denn die Triebfehler der Samper? Dann kann man das, glaube ich, wenn einem Wort ganz gut zusammenfassend ist, gewinnt. Also dieses kompetitive und Geld und Status und all so was sind, glaube ich nur Symptome von Gewinn. Das heißt, wenn du mich fragst, wäre meine Vermutung oder dass ich jetzt der Psychoanalytiker dieser drei Brüder bin, dass dieses Thema Gewinn in überallem anderen steht und dass es nicht ums Geld geht, sondern dass man gewinnt. Was muss man tun, um zu gewinnen? Und unprätenziger sind sie ja nun eigentlich wirklich. Es gibt ja genug Geschichten zum Beispiel von Gruppen damals, wenn die das UK Headquarters London besucht haben, dann soll Oliver Samper da teilweise auf einer Matte unter dem Schreibtisch geschlafen haben, um nicht irgendwie Zeit zu verlieren, mit Fahrt ins Hotel und immer bei den Zahlen nah dran zu sein. Also ich glaube, wenn er wieder auf Luxus es anlegen würde, dann gab es da noch andere Optionen, die ja mittlerweile auch hätte. Schien mir immer so, als wenn es er ums Gewinn geht. Wie gesagt, ich habe zahlreiche dieser Geschichten gehört. Ich mache das der Finanzbranche scherzimal, Oliver Samper habe vermutlich ein halbes Jahr die gleiche Jeans getragen, so fokussiert sei der auf die Arbeit gewesen und seine Brüder, dies ist dann immer, sein damals im Grunde genauso gewesen. Ich finde diese damalige Bodenständigkeit ehrlich gesagt ganz sympathisch, aber das heißt natürlich nicht, dass ihnen Geld nichts bedeutet. Speziell für Oliver Samper soll Geld auch immer die Messleite des Erfolgs gewesen sein, sagen Weg begleiter. Wie viel bringt ein Verkauf? Wie viel wert hat man geschaffen? Geld war für ihn offenbar eine Kennzahl von Macht, wirtschaftlicher Macht und Einfluss. Geld ermöglicht es, am Rad zu drehen. Ehemalige Kommilitonen innen erzählen, erhaben schon an der Hochschule Unternehmer werden wollen und habe sogar seine Kurse entsprechend zusammengestellt und trotz dieses etwas ungewöhnlicheren und tendenziell vielleicht sogar etwas schwereren Vorgehens einen der besten Abschlüsse seines Jahrgangs gemacht. Schon damals, heißt es, hätten ihn unternehmerlegenden wie Reinhold Wirt oder die Miele es fasziniert. Auch deshalb habe er an der WHO eine Initiative ins Leben gerufen, um Familienunternehmer innen einzuladen und von ihnen zu lernen. Nachdem Janbach verkauft ist oder wasam war Zickvahrhameilionär, aber ein Miele oder Wirt ist er noch nicht. Und wahrscheinlich treibt ihn damals genau das weiter an. Aber nochmal Gründen? Das macht er dann doch nicht. Stattdessen wechselt er die Seiten, schon während seiner Zeit bei Janbach hatte er parallel in andere Startups investiert. Nach dem Verkauf des Klingeltonen Anbieters an Warrysign will er mehr davon machen und sich auf Investments in Startups fokussieren. Das klingt jetzt auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so spektakulär, aber ihr dürft nicht vergessen in welcher Zeit das alles passiert ist. Wobei, das mit dem Vergessen ist zu eine Sache. Hallo, herzlich willkommen bei Wissen vor acht Mensch. Schwegen sie auch manchmal so gerne der Vergangenheit und in den Erinnerungen? Manche Menschen denken dann, Ach früher, da war doch alles so viel besser. Okay, wir sind hier natürlich nicht bei Wissen vor acht Mensch. Aber was die Moderatoren so seiner Holster in der ARD Sendung erklärt, das habe ich auch bei der Recherche gemerkt. Wenn ich an die Vergangenheit denke, habe ich oft die Rosa-Rote-Brille auf. Dann verkleere ich die damalige Zeit. 2004 2005 2006, das war für mich Abbi Zeit. Erst die Wochen im Studium, wir sind Papst und natürlich das Sommer mehrchen bei der Fußballwehr in 2006. Es war eine super Zeit. Zumindest dank der Verklärung. Denn eigentlich war vieles damals gar nicht so super. 2003 befiel der damalige US-Präsident George W. Bush den Einmarsch in den Irak. 2004 stelle ich heraus, dass es dort offenbar doch keine Massevernichtungswaffen gab. Doch das Deutsche Nein zum Irak-Krieg ist in den Jahren danach eine große Belastung des Deutsch-Amrikanischen Verhältnisses. Und gleichzeitig kämpft Deutschland auch innenpolitisch mit einem ganzen Haufen an Problemen. Die Arbeitslosigkeit liegt damals in Deutschland bei mehr als 10%. Es sind mehr als 4 Millionen Menschen arbeitslos. Zum Vergleich, heute sind die Zahlen nur ungefähr halb so hoch. Und auch an der Börse sieht es damals ziemlich düster aus. Der DAX, also der wichtigste deutsche Aktienindex, lag zu Beginn des Jahres 2004 nur bei 4.000 Punkten und hatte es auch drei Jahre nach den Anschlägen am Elfen September 2001 auf das World Trade Center in New York noch nicht geschafft, wieder die Marke vor dem damaligen Börsen-Crash zu erreichen. Und auch bei den Gründungen sieht die Lage in den Jahren 2003, 2004 alles andere als rosig aus. Die Finanzierung von Start-ups ist damals nach dem Platz in der Dort-Kombo-Lase praktisch zum Erliegen gekommen. Denn damals sind nicht nur viele Start-ups vom Ende der neuen Markt-Euforie betroffen, sondern auch deren Geldgeber die hohe Ausfälle in ihren Portfolios verkraften müssen. Kurzum, Deutschland steckt in der Krise und Bundeskanzler Gerhard Schröder weiß, dass er reagieren muss. Wenn man heute an die rot-grüne Bundesregierung zurückdenkt, kommt einem vermutlich die Agenda 2010 in den Sinn. Vielleicht auch der Dosenfand oder die Praxisgebühr. An die 2004 gestartete Initiative Partner für Innovation werden vermutlich nur die wenigsten denken. Dahinter verbirgt sich eine Haufen Arbeitsgruppen mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Gemeinsamlösungen erarbeiten sollen, wie Deutschland wieder innovativer werden kann. "Wir haben viele Fundende in Deutschland, Computer, Fax, Digitalo, wir bei Frauenhofer kürzlich den MP-3-Standar, aber es ist eben nicht in Deutschland umgesetzt worden und das muss besser werden." Das sagt damals Hans-Jörg Bullinger, der Präsident der Frauenhofer-Vorschungsgesellschaft in einem Interview mit der Tageschau. Partner für Innovation soll dabei helfen, das Wirtschaft, Wissenschaft und Polizist. Die Politik mehr an einem Strang ziehen. Im Grunde sollen wir alle wieder mehr an einem Strang ziehen, um Deutschland nach vorne zu bringen. Die Politik, die Wirtschaft, die Wissenschaft, ich und du natürlich auch. Ein Schmetterling kann einen Typhoon auslösen. Behandel dein Land doch einfach wie ein guten Freund. Mekanisch über ihn, sondern bitt ihm den Hilfe an. Schlage mit deinen Flübeln und reißräume aus. Du bist die Flügel. Du bist der Baum. Du bist Deutschland. Ich habe diese Werbung bei meiner Recherchen wieder entdeckt. Damals lief die immer im Fernsehen. Du bist Deutschland, war so eine Initiative, die von verschiedenen Medienunternehmen ins Leben gerufen wurde. Damals machen da total viele Promis mit. Moderator Günther Jauch zum Beispiel. Oder Katharina Wit, die frühere Eiskunstläuferin. Die Idee zu dieser Kampagne hatte der damalige Vorstandschef von Bertelsmann. 2005 ließ sie im Fernsehen rauf und runter. Damals geht in Bonn der Heiter Gründer vor einen Start. Er war eines der Ergebnisse der Beratungen der Initiative Partner für Innovation. Das Konzept sieht eine Public Private Partnership vor. Also eine Mischung aus öffentlichen und privaten Geldern. Knapp 270 Millionen Euro stehen für Investements in Startups bereit. Ein Großteil davon kommt aus staatlichen Mitteln, doch auch die Industrie beteiligt sich. Wenn auch zunächst erst sperrlich. Zum Start waren die deutsche Telekom dabei, Siemens und BASF. Später machen dann auch noch Daimler Bosch und Karl Zeiss mit. An den Erfolg glauben offenbar nicht alle, manche wollen wohl eher der Regierung einen gefallen tun. Von mindestens einem Unternehmen ist jedenfalls überliefert, dass seine Investition sofort abgeschrieben hat. Zu unrecht wie sich später zeigen wird. Der Heiter Gründer vor ist heute noch aktiv und hat sich als Erfolgsmodell erwiesen. Er konnte sogar Gewinnerwirtschaften. Aber 2005 ist er zunächst mal der Versuch, den eingetrockneten Markt für Start-Upfinanzierung wieder zu beleben. Wie dramatisch die Lage war, zeigen zwei Zahlen. 2001 gibt es noch 507 Investements in Start-Up in Deutschland. Bis 2005 hat sich dieser Wert auf 274 fast halbiert. Ein paar Investoren sind damals weiterhin aktiv. Und das sind die Sammas. In Deutschland sind sie als Geldgeber zu diesem Zeitpunkt extrem wichtig. Denn sie haben viel Erfahrung als Gründer und können damit auch bei operativen Themen sehr viel Unterstützung geben. Und sie sind durch die Verkäufe von Orlando und Jamba auch in der Lage, größere Tickets zu schreiben. Wie gesagt, Oliver Samwa hatte schon während seiner Zeit bei Jamba anderen Gründern Geld gegeben und in ihre Ideen investiert. Zum Beispiel in Hit Flip. Über die Plattform kann man damals DVDs Videospiele und CD's tauschen. Die drei Gründer, André Alper, Jan Micheiker und Gerard Schönbucher sind damals Doktoranten an der W.H.U. Also an der früheren Hochschule von Oliver Samwa. Man kennt sich. Und als klar ist das ZD-System, hat Ko Gründer Gerard Schönbucher eine Idee, wie man fragen könnte. Das hat mehr André Alper erzählt. Und dann haben wir gesehen, okay, wir brauchen hier Geld. Und zwar viel mehr Geld, als wir jemals selber hinkriegen, wenn man selber vielleicht einen kleinen, fünfstelligen Betrag reingetan haben, fragten wir auch viel mehr. Und dann hat der Gerard meinter Kind an diesen Typen in Berlin, da hat schon was gemacht und dann damals war Jan Barri sich. Und war kurz vor Ferck aufglaubig. Und dann sind wir in Flieger gestiegen. Und damals gab es die noch Tempelhof. Wir sind ein Tempelhof glannet, was war beeindruckend. Was ich krass nannt in Häusern war. Und sind dann zum Oli und handan irgendwie, wurden halt da drei Stunden lang gegrillt. Gefühle aber länger. Und dann mal, der hier alles gleich überweist euch gilt. Ich weiß, es ist schon wieder ein Mann, den ihr jetzt gerade gehört habt. Ganz ehrlich, wir hätten diesen Podcast auch gerne etwas Diverser gemacht. Aber das war leider gar nicht so leicht, denn die Gründershene ist in dieser Phase extrem männlich geprägt. Das können wir natürlich auch nicht ändern. Wir wollten euch aber zumindest einmal transparent machen, dass wir uns das Problems der mangelnden Vielfalt in diesem Podcast durchaus bewusst sind. Okay, aber nun zurück zu Andere Alper und den Verhandlungen mit Oliver Samwa. Denn der hat damals Anfangs zwar sehr viele Fragen und guckt sich das Geschäftsmodell genau an. Als er dann jedoch überzeugt ist, geht alles ganz einfach. So und dann das war so henschägt, da es gab kein Vertrag, das einfach Geld überwiesen. 20.000 Euro hat Oliver Samwa damals insgesamt in Hitflip investiert. Das sagt zumindest Andere Alper. Es war kein riesiges Investment, zumindest nicht für heute gemahsstehe. Doch damals war das eine stolze Summe. Zumal Oliver Samwa auch fast so viel gab, die alle anderen Business Angels zusammen. Und irgendwann beschließt er dann, diese Investmentsweite auszubauen. Natürlich gemeinsam mit seinen Brüdern. Im November 2005 geht der European Foundersfund an den Start. Und schon der Name ist eine Ansage. Denn in den USA gibt es damals seit wenigen Monaten den Foundersfund. Gegründet von einem gewissen Petatil. Genau wie die Samwa-Brüder hatte er zuvor ein Unternehmen an eBay verkauft. Allerdings für ein vielfaches des Kaufpreises von Orlando. Ende der 1990er-Jahre hatte er mit Partnern den bezahldienst Paypal gegründet. Der eBay später rund anderthalb Milliarden US Dollar wert war. Mit dem Geld investiert Petatil fortan genau wie die Samwas in Start-ups. Und gründet dann eben mit Partnern den Foundersfund, dessen Namen die Samwa-Brüder dann adaptieren. Und ja, ich, gender hier bewusst nicht, es sind alles Männer gewesen. Wenn man es positiv formulieren will, ist der Name European Foundersfund eine Umarsch. Wenn man es negativ ausdrücken will, ist der Name die nächste Kopie. Ihr erstes Start-up haben die Samwas-Alando genannt, nachdem jemand aus dem Gründer-Team den Songtitel bei Landofalls verstanden hatte. Ihr zweites Start-up Jamba ist angeblich eine Abkürzung ihres Lieblingsgetränks, Jamba Juice aus den USA, versehlen mit einem Ausrufezeichen, wie es auch der US-Internet-Rise-Jahre-Hudamazen-Amen trägt. Und ich jetzt verfreemt, sie ist schon wieder ein Name, um ihn für die eigene Zwecke zu nutzen. Nur dass sie damit einem der zukünftig mächtigsten Wagniskapital über der Welt auf die Füße treten. Denn Petatil findet es damals vermutlich nicht so lustig, dass Oliver Samwa einfach den Foundersfund für Europa aus der Taufe hebt. Erinnert ihr euch noch an die Geschichte von Jens Begemann, die er in der zweiten Folge erzählt hat? Es ging darum, wie eine Delegation aus Asien bei Jamba zu Besuch war für einen ganz taggingen Workshop. Und Oliver Samwa seinen Mitarbeiter Jens Begemann beauftragte, die deute möglichst schnell wieder wegzuschicken. Auch da hatte er offenbar nur den Nutzen der Personen in der aktuellen Situation abgewogen, obwohl die Kontakte langfristig vielleicht hilfreich hätten sein können. Und so ist das beim European Foundersfund kurz EFF auch wieder. Kurzfrist hilft er aber den Samwas natürlich, weil er sofort einen Anspruch erkennt lässt. Aber gerade im Silicon Valley durften solche Aktionen nicht besonders gut angekommen sein und sich herum sprechen. Was dann wiederum langfristig ungünstig wäre? Aber auch in Deutschland ecken die Samwa brüder ziemlich schnell wieder an. Und wieder tauchen dabei bestimmte Verhaltensmuster auf. Weil die Samwas erneut den eigenen Vorteil suchen, ohne dabei an die langfristigen Folgen zu denken. Es geht um Studie-Fausset. Das Start-up geht genau wie der European Foundersfund im November 2005 an den Start. Und ja, auch Studie-Fausset ist natürlich mal wieder eine Kopie einer ausländischen Idee. In diesem Fall Facebook. Das US-Unternehmen wird gleich noch mal wichtig. Aber bleiben wir erstmal bei Studie-Fausset, beziehungsweise Studie verzeichnet, wie es anfang's heißt. Das soziale Netzwerk wird von Essen, Dariani und Dennis Bämmer angegründet und wird schnell zu dem Gesprächsthema an deutschen Hochschulen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich 2006 das erste Mal davon erfahren habe. Ich habe damals im Münster studiert, als mir ein Freund von diesem neuen Netzwerk erzählt. Anfangs verstehe ich nicht ganz, wovon er redet. Wofür soll das gut sein? Aber er sagt, alle sind da. Also will ich auch dahinten. Ich setze mich an meinen Laptop, eröffner in Konto und lege los. Dass die Samwa-Brüder Studie-Fausset finanzieren, interessiert mich damals nicht. Ich habe damals auch noch nie von Lukas Kadoffs gehört. Dem Gründer dieses Online-Teach-Shops Spreadshirt, der ebenfalls ein Studie-Fausset investiert hat. Er und Studie-Fausset Gründer Essen, Dariani, kennen sich aus der Schule. Beide kommen aus Kassel. Später arbeitet Essen, Dariani, dann für Kadoffs, die Start-up Spreadshirt und dafür das Unternehmen auch in die USA. Im OMR-Podcast hat Lukas Kadoffs, die mal erzählt, wie sie das erste Mal von diesem neuen Netzwerk gehört haben. Und warum er von Anfang an in die Idee investiert hat. Wir waren ja in den USA mit Spread Group, mit Spreadshirt. Am dort die Schutz verkauft und waren einer der ersten Kunden von Facebook. Und so haben wir eben das Konzept überhaupt kennengelernt. Wir waren deswegen, haben wir das vor anderen noch gesehen. Wir waren Kunde da, um die Schutz zu verkaufen. Wir waren alle junge Leute, junge Praktikanten, sondern abends auf irgendwelche Studentenparties gesehen. Das war wirklich so, du bist durch eine Party gelaufen und dann hieß es, links und rechts hat zu Facebook-Facebook-Facebook gehört. Also das war so neu und hat bei Facebook sollen junge Menschen ihre Zeit verschwenden und sich einfach unterhalten lassen. Ich will sozusagen, dass neue MTV-Sein, soll Marc Saka-Birk damals zu Freunden gesagt haben. Im Mechano hat 2005 nutzen bereits mehr als eine Million Menschen seine Seite. Am Ende des Jahres waren es 5,5 Millionen. Kein Wunder, dass das Modell so attraktiv für erscheint. Und tatsächlich, neue und hot, das trifft in Deutschland 2006 auch auf Studio-Four-Z-Zu. In den Tagen und Wochen nach der Anmeldung werde ich sehr viel Zeit bei Studio-Four-Zehrt verbringen, genau wie viele andere Studierende. Das Studio-Four-Zeichn ist plötzlich der Ort um sich selbst darzustellen und zu gruschen. Das sollte ja so eine Mischung aus Grüßen und Kuscheln sein. Herzlich das eigentlich ausgedacht. Kogrinder Dennis Berman hat erzählt, dass sein Mitglieder erster in Darianie sogar das ganze Netzwerk "Gruschen Leinenden" wollte. Er aber dagegen war und stattdessen einfach eine Funktion zum Grüßen so benannte. Das habe ich aber erst viele Jahre später gelesen. Na ja. Damals bin ich viel mehr damit beschäftigt, mein Profil zu optimieren. Ich suche ein möglichst auffälliges Profilfoto aus, schreibe lange Beschreibungstext über mich, trete vermeintlich witzigen Gruppenbeim mit Namen wie "Scheiß Party", wenn ich meine Hose finde, gehe ich heim oder. gins in den Stiefeln? Ich sehe hier nirgends Fährde. Larte sorglos, ganze Fotoalben von Urlauben und Partys hoch. Datensicherheit, Privatsphäre, Datenspaarsamkeit? Alles kein Thema. Es war einfach alles ein riesengroßes, sorgloses Ausprobieren. Willkommen bei "Studie-Vorzeit bei meinem Profil". Ich bin Renate Künast. Hier erfahrt ihr alles von Atomausstieg über Energiepolitik bis keine Studiengebühren und mein Lieblingsstema Ökolandbau. Okay, ich gebe zu. Das ist ein bisschen geschummelt. Das Video der grünen Politikerin Renate Künast stammt nicht aus der Anfangszeit, sondern erst aus dem Jahr 2009. Damals hat das Portal gerade seinen Höhepunkt erreicht. Gemeinsam mit Schüler VZ und Mein VZ, die später noch anstanden sind, hatte "Studie-Vorzeit damals insgesamt rund 17 Millionen Mitglieder". 2009 habe ich ein Praktikum bei Bildtee gemacht. Eigentlich wollte ich zur Sportbild, aber dort war gerade kein Platz frei. Ob ich mir auch ein Praktikum in der Abteilung, Community und Social Media vorstellen könnte, fragte mich eine Springer mit Arbeiterin. Klar, wie so nicht. Ich musste im Nachhinein allerdings erst mal googeln, was ich dahinter Bob verbirgt. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Tag im Springer hochhaus. Als ich durch die Tür komme, grüßen mich die Leute am Empfang überschwänglich. Guten Morgen, guten Morgen, einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich. So gerade als Beamter am Metalldetektor war total euphorisch. Wie nett denke ich und grüße freundlich zurück. Dann merke ich, dass sie nicht den Praktikanten Florian Rinke begrüßen, sondern den damaligen Bildschäftredakteur Kai Digman, der im blauen Sackho mit streng nach hinten gegehlten Haren in einer Volker aus Aftershave hinter mir lief. Wenn ich später lerne, ich das zweite Mal an diesem Tag, da ich auf dem Holzweg bin. Hast du einen Facebook-Account fragt mich der damalige Leiter des Community and Social Media Teams, der späteren Twitter-Deutschland Chef Ron Barnett? Studievotset, antworte ich. Vergiss es. Das ist tot. Facebook ist die Zukunft. Studievotset tot? Facebook die Zukunft? Ich fand das merkwürdig. Immerhin war Facebook erst 2008 in Deutschland gestartet und hatte damals erst knapp 600.000 Nutzer in Deutschland. Und hatten Studievotset und Konicht umgekehrt mehrere Millionen Mitglieder innen. In meinem Freundeskreis hatten sich nach und nach fast allebei einem der Votset-Portaler angemeldet. Facebook nutzt damals hingegen kaum jemand, den ich kenne. Wieso soll sich das so schnell ändern? Wir wissen natürlich, wie die Geschichte weiterging. Es ändert sich, und zwar rasend schnell. Und spätestens da dürfte man beim Bildtee im Mutterkonzern Akzler springer ziemlich froh gewesen sein, dass es im Jahr 2006 etwas anders lief, als es der damalige und heutige Vorstandschef Matthias Döppner eigentlich geplant hatte. Denn der will Studievotset wenige Monate nach der Gründung gerne übernehmen. Genauso wie ein anderer deutscher Verleger, Stefan von Holzbring. Und noch jemand zeigt Interesse. Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook, dem original, dass die Studieverzeichnis Gründer 2005 einfach kopiert hatten. Wobei Zuckerberg wiederum vorgeworfen wurde, die Idee von anderen geklaut zu haben. Denn das werfen ihm die Zwillinge Cameron und Tyler Winkelvost nach dem Staat von Facebook im Jahr 2004 vor. Sie behaupten, sie hätten Mark Zuckerberg mit der Programmierung einer Seite beauftragt und sein dann von ihm reingeliegt worden. Das ist die Stimme von Cameron Winkelvost. Er ist einer der beiden Brüder, die Mark Zuckerberg damals den Ideen klauvorwerfen. Sie klagen und werden sich erst 2008 mit Facebook auf einen Vergleich einigen, der ihnen 65 Millionen US Dollar bringt. Ich will hier gar nicht groß die Geschichte von Facebook nachherzielen. Aber es interessiert das Buch "Inside Facebook" der US Journalistin Cecilia Kang und Sheera Frankl lesen. Aber ich glaube, diese Episode ist wichtig, weil sie zeigt, dass nicht nur die Samwabrieder mit extrem hartem Bandagen kämpfen, sondern auch andere aufmer wenig sympathisch sind. Facebook bekommt damals schon früh Risiko-Kapital vom deutsch-stämigen Investor Peter Tiel. Während Tiel der Gründer des Founders fand, also das US-Unternehmen Facebook finanziert, stecken die Samwabrieder, die den European Founders fand, ihr Geld in das deutsche Studie vorzett. Und fast wiederholt sich was schon bei Orlando und Iber geklappt hat. Denn auch Facebook interessiert sich für den Deutschen Klohn und plant eine Übernahme. Im Dezember 2006 wird darüber verhandelt, denn Studie vor Zettelver kauft werden. Das Unternehmen wächst einerseits 2006 rasant. Andererseits übersteigt das Interesse immer wieder die Serverkapazitäten des Start-ups und auch die internen Strukturen sorgen für Chaos. Denn die Zahl der Mitarbeiterinnen schnell damals von 0 auf 300 hoch. Immerhin kommt in Michael Brehm auch einer fahre Nermennager mit an Bord, aber das reicht nicht. Es gibt auch damaligen Berichten viel Interessenten. Die beiden gerade schon erwähnten deutschen Verlage Holzbring und Springer, Facebook und auch Yahoo-Solz zwischenzeitlich mal angekloppt haben. Holzbring hatte sich bereits bei einer Finanzierungsrunde über seine Tochter Holzbring-Wähnschaft mit einer kleineren Summe beteiligt. Nun bietet der Verlag genauso Geld wie Axel Springer. Facebook hingegen offoriert Anteile. 4-6 Prozent am Unternehmen sollen es sein. Heißt es damals. Facebook hatte erst im Sommer 2006 eine Angebote von Yahoo-Bekommen. Eine Milliarde US-Dollar will der Internet-Pionier für Facebook bezahlen. Mehrere Mitarbeiter in der drängen Gründer Mark Zuckerberg, das Angebot anzunehmen. Doch was dann? Mark Zuckerberg soll mal gesagt haben, er hätte gar nicht gewusst, was er mit dem Geld hätte anfangen sollen, dass er aber einen Verkauf bekommen hätte. Er hätte vermutlich eine andere Version von Facebook gegründet, soll er gesagt haben. Also sagte er ab. Dennoch ist Facebook, dass damals noch nicht in der Börse notiert ist, damit von einem externen Unternehmen bepreist worden. Dadurch können sich auch die Samwas und die anderen Investoren in den von Studie-Vorzett leicht ausrechnen, was diese 4-6 Prozent von Facebook wert wären. Rund 50 Millionen US-Dollar. Viel Geld? Aber eben nicht genug. Der Deal platzt. Auch die Samwa-Brüder haben in diesen Verhandlungen natürlich eigene Interessen. Sie sind zwei in Anführungszeichen nur Anteils-Eigner und erst im April 2006 eingestiegen. Doch speziell Oliver-Samwa soll sich stark in den Verkaufsprozess eingebracht haben. In einer Dokumentation des ZDF hat Eschandarianimal beschrieben, wie er die Brüder und speziell Oliver-Samwa damals wahrgenommen hat. Also, sehr sammels so, dass wenn er einen Di haben möchte, dann ruft ein 10-mal am Tag an, schreibt sich 1000 Briefe, ein E-Mails. Und am Ende hat er das Gefühl, dass man der beste Freund und sein Lieblingsbruder ist. Das täuscht. Am Ende bekommt Holz, bringt den Zuschlag und übernimmt Studie-Vorzett für angeblich 85 Millionen Euro. Obwohl Axel Springer angeblich sogar 5 Millionen Euro mehr geboten hat, haben soll. Joel Kaczmarik schreibt in seiner Samwa-Biografie, Holzbrink hätte das Gründer freundlichste Angebot gemacht. Doch die Samwa-Brüder hätten so lange auf den Lucratieferin die mit Springer bestanden, bis sie eine Sonderbehandlung bekamen. Zulasten der Gründer. Er sei über den Tisch gezogen worden, sagt Eschandariani später in der ZDF-Dokumentation. Zum einen habe ich für die Hälfte meiner Aktien fast keinen Cent gesehen. Zum anderen wurde ich auf unerfreuliche Weise aus der weiteren Entwicklung der Firma Studie-Vorzett herausgehalten. Es fällt mir schwer im Rückblick zu bewerten, wer hier im Recht ist. Denn auch Eschandariani ist keine unumstrittene Persönlichkeit. Als Gründer sorgt er immer wieder für Skandale. So hat er sich beispielsweise damals verschiedene Internetdomains wie "Völkischer Minus" beobachter.de gesichert, auf denen er eine Nazi-Zeitung zu einer Party-Eilalung umgeändert hat. Mit Befremden wurde auch aufgenommen, dass er junge Frauen in der U-Bahn oder bei Partys filmt und diese Videos dann ins Netz stellt. Insofern, man kann schon verstehen, dass es möglicherweise Zweifel an seiner Eikung als Chef gab. Eschandariani ist allerdings nicht der einzige, der sich bei dem Studie-Vorzett-Dile von den Sammas betrogen fühlt. Denn auch die Brötter Thomas und Andreas Strümmern haben damals offenbar Bekanntschaft mit den Methoden der Samwa-Brötter gemacht. Die beiden haben den Farmahersteller Hexhal gegründet und 2005 rund 7 Milliarden US-Dollar verkauft. Damals wollen sie das Geld investieren, auch in Start-ups. Sie wollen, so hat es zumindest das Manager-Mager-Zien-Mal beschrieben, mit den Samwa-Bröttern einen Wagenskapitalfonds auflegen. Der Fonds soll 80-100 Millionen Euro schwer sein, wobei der Großteil des Geldes von den Strümmern kommen sollte. Obwohl sie 80 Prozent des Geldes beisteilen wollen, wollen die Strümmern Brötter den Samwas allerdings angeblich 40 Prozent der Gewinne überlassen. Das klingt auf den ersten Blick relativ fair. Weil sich die Verhandlungen für diesen Forziehen überweisen die Brötter einfach schon mal 10 Millionen Euro für erste Investments. Darunter auch für Studie-Vorzett. Doch kurz bevor das Netzwerk mit hohem Gewinn an Holzbring verkauft wird, überweisen die Samwas den Strümmernsehgeld angeblich zurück. Man brauche es doch nicht, sollen sie gemäß gesagt haben. Die Zwillinge gehen leer aus. Die Samwas hingegen nicht. Und Facebook wuchs immer weiter. Nach dem Gründermag-Sackerberg 2006 bereits eine Angebote über 1 Milliarde US-Dollar von Yahoo abgelehnt hat, sagt er auch nein, als ihm der Chef des Musikstenders MTV, Michael Wolfe, 1,5 Milliarden US-Dollar für sein Unternehmen bietet. Mark hat mich auf dem Ballow-Auto und hat mich auf dem Weg zu dem Partner. Und aufgrund der Verhandlungen erinnert, und ich bin stolz, dass wir die Zitage so viel zu viel anbieten, 1,5 Milliarden US-Dollar zu Facebook bietet. Die Erinnerung hat, dass ich mir viel mehr zu tun habe. Und besides, du hast mir die Partei nicht wirklich mehr Geld für das money. Und die Zeit hat mich nicht mehr eine Idee, als das das das das. Mark Zuckerberg argumentiert also ganz ähnlich wie bei dem Angebot von Yahoo wenige Monate zuvor. Und während Studiefahrtz zu Beginn des Jahres 2007 für 85 Millionen Euro verkauft wird, setzt er weiter auf Wachstum und holt dafür neue Investoren an Bord. 2007, das hab ich euch am Anfang schon erzählt, investiert der Software-Riese Microsoft 240 Millionen US-Dollar in Facebook, das dabei mit 15 Milliarden Dollar bewertet wird. Und auch der asiatische Unternehmer Liqasching investiert damals einen zweistelligen Millionen-Summe. Es sind Summen, die ein deutsches Start-up-Destitur zu diesem Zeitpunkt in Deutschland wollen niemals hätte einsammeln können. Achso, noch jemand steigt wenig später bei dem US-Unternehmen als Investor ein. Die Samwas. Erinnert ihr euch einen Witz, den Oliver Samwa gemacht haben soll, den mit der Gemeinsamkeit von ihm und dem Reichstmann Asiens und dem Reichstmann aus Amerika? Jetzt ist es so weit. Die Samwas sind endgültig in der internationalen Topliga angekommen. Eines der spannendsten Startups der Nuller Jahre nimmt die drei Brüder in den Investorenkreis auf, um von ihrer Erfahrung beim Staat in Europa zu profitieren. Dass sie davon gegen ihre frühere Beteiligung-Stuieforzett antreten? Was soll's? Die Samphabrierter haben längst erkannt, dass dessen Größe nur vorübergehend ist. Sie haben genau wie Mark Zuckerberg erkannt, dass Facebook mehrwert sein wird als eine oder 1,5 Milliarden US-Dollar. Denn während sich "Stuieforzett" technologisch nach der Übernahme kaum verändert und nach und nachveraltet, entwickelt sich Facebook rasend schnell weiter. In einem Interview mit Spiegel Online hat Alexander Samper schon im Januar 2008 voraus gesagt, dass die aktuelle Größe von "Stuieforzett" im Grunde keine Rolle spielt in dem Wettstreit mit Facebook. Das erst in jenem Jahr 2008 offiziell in Deutschland gestartet ist. Er sagt damals, wir sehen das sehr langfristig. Soziale Netzwerke sind keine Mode, sondern so etwas wie die Fernsehsender der Zukunft. Leute verbringen dort sehr viel Zeit, finden interessante Inhalte, die Freunde und Bekante generieren. Wir spielen jetzt schon in Sog durch die Facebook-Öffnung für externen Entwickler. Es gibt mehr als 7.000 Anwendungen. Manche haben Millionen Nutzer, sind für sich eine Attraktion. Dieses System wird sich in allen Kernmärkten durchsetzen. Hätten die "Stuieforzett" Investor*innen damals ähnlich gedacht, während sie wahrscheinlich Milliardäre geworden? Für Holzbrink gibt es angeblich sogar noch ein zweites Mal die Chance dazu. Doch auch die lassen die Stuttgarter verstreichen. Denn 2018 signalisiert Facebook-Gründer Mark Zuckerberg offenbar noch ein zweites Mal, dass der Studio-Forzett gerne übernehmen würde. Er reist sogar nach Berlin für Gespräche. Das hat uns Christian Vollmann mal im Urmär-Podcast erzählt. Der hat schon bei Jamba für die Sammabrüder gearbeitet und damals das Dating Portal Eilaw aufgebaut und später das Portal mal Video gegründet, in das die Sammabass investieren. Am 26. April 2008 klingelt Christian Vollmann's Telefon. Es ist Oliver Samber und der hat einen Auftrag für ihn. "Du musst den bespassen, der musst du eine super Zeit haben in Berlin. Also du musst heute Abend der will weggehen, der will quasi Nightlife Berlin und so und musst heute Abend die weggehen." Und ich hab gesagt, "Ei, Oli ist ja, ist ja eine gute Idee, aber ich bin blöderweise auf einem jungen Sendabschied in Hamburg. Also ich war gerade auf der Rebbarbahn, ja." Und ja, "Ne, was geht mal, was machen da?" und nicht so überlegt und wie so immer, hat dann meine Frau Nina mich wieder rausgehauen. Ich hab's ja pass mal auf Nina mit heute Abend irgendwie weggehen. Ich rufe die mal an, ob die irgendwie dafür sorgen kann, dass mag eine gute Zeit in Berlin hat. Für mich Nina angerufen, die dann mal "Wir wollten Abend Mädels am machen." Also, "Ich sehe, was macht mir da?" Ja, wir klingeln erst mal zu Hause vor, dann gehen wir auf die Party dahin, auf die Party dahin. Und am Ende mal gucken, "Ich könnte ja mag nicht mitnehmen." Nina war dann cool genug zu sagen, "Wir haben wenn er mitkommen kann, dann mitkommen." Und quasi eine Stunde später stand dann mag bei uns da Hause, ja. Und ich meine, "Stah, ja." Und die fünf Mädels vorgühen und dann ist damit auf die VG-Partys gezogen. Also es war so 2/8 oder so. Und er wollte damals bei Berlin um ein Schwieverzett dabei zu kaufen. Genau, richtig. Das war dieser Trip, wo er überlegt hat, über Schwieverzett kauft. Und ich glaube, es war der zweite Anlauf, tatsächlich. Es gab der einen zweiten Anlauf, als wir ja einmal eingesagt und dann kam er noch mal, dann ja und dann am Ende sind er im Berghang gelandet. Und deine Frau und ich sag aber, "Genau, meine Frau mag so über den Berg rein." Und dann meinte sie noch, sie wurde sie angetanz von jemand und Marc hätte sich noch hätte sie noch schützt und sie vor sie gestellt und sie hat dann noch Angst, dass er jetzt irgendwie ärger kriegt oder eins auf die Rübe, aber es ist alles, also er fand so, "Ufa, wo lie er nicht mit dem größten, das wusste es, der man nicht wo lie ist." Also keine Ahnung, wo er war, er war halt nicht da. Aber was auch noch lustig ist, ich hab dann den Marc jahre später, als ich nebenan angefangen hab, bei irgendeiner Konferenz im Berlin getroffen. Und da haben wir so ein Unternehmen gesprächigt mit so 10, 12 Leuten am Tisch gehabt und haben sich alle kurz vorgestellt und habe ich gesagt, ja, ich bin der Christian und Marc, also müsste mich eigentlich kennen, weil du bist damals meiner Frau im Bergheim ein paar Mal, ich war ja klar, die Niener. Ich kann mich deswegen so gut daran erinnern, weil das letzte Wochenende, mal an dem ich noch keinen Personenschutz hatte, was fand ich, mein letztes Wochenende in Freiheit ohne Personenschutz. Und keiner kannte mich. Also in Wesse, der war da im Bergheim und keiner kannte ihn. Genau, das ist eigentlich die, das ist ein Problem. Das ist ein Verzweich, sagt er, aber seitdem wieder irgendwas was gehört, oder, oder es ist absatz zu sein. Niener ist mit ihm noch auf Facebook tatsächlich befreundet, aber seit dem Treffen da im Berlin hab ich nichts davon ihm gehört. Christian Vollmann hat mir erzählt, dass er Marc Sackerbörg am nächsten Abend noch getroffen habe. Seine Frau Nina hatte den Facebook Gründer zu den Vollmanns nach Hause auf die Terrasse zum Grillen eingeladen. Damals habe Marc Sackerbörg ihn gefragt, ob er Studie-Fausset kaufen soll, hat mir Christian Vollmann erzählt. Doch Holz bringt kein Interesse. Angeblich hat Holz bringt damals das zweite Angebot von Facebook abgelehnt, weil man parallel mit Ralph Dommermut über einen Einstieg bei Studie-Fausset verhandelt hat. Der Gründer von United Internet will angeblich erst 40 Prozent von Studie-Fausset und später dann sogar das gesamte Unternehmen für mehr als 100 Millionen Euro übernehmen. Also vertrüstet Holz bringt damals die Facebook-Manager. Die sollen darauf hin so sauer gewesen sein, dass sie eine Plagiatsklage gegen Studie-Fausset einreichen. Wenig später platzt dann auch der Deal mit United Internet. Das hat zumindest mal der Fokus so berichtet. Der Anteil an Facebook, den Holz bringt damals bekommen hätte, wäre beim Börsengang des US-Netz-Werks-Milliadenwert gewesen. Stattdessen hat Holz bringt juristischen Ärger am Hals und bleibt auf einem Unternehmen sitzen, das Rasen schnell an Bedeutung verliert. Nicht zuletzt durch die Einführung des Like-Battens und anderer Innovationen wird Facebook zum dominantes Player im Social Media-Bereich. Dessenüber macht auch andere Tech-Riesen die Google mit dem Flop Google Plus nicht brechen können. Ralph Dommermut investiert damals übrigens trotzdem im Digital-Bereich. Erfert mich United Internet einer der wichtigsten Investoren beim European-Founders-Fan. United Internet investiert damals in 3-Fanst des EFF. Insgesamt stellt das Unternehmen aus dem Rheinland-Fälzischen Montabauer rund 100 Millionen Euro bereit. Ich vermute, jemand wie Ralph Dommermut dürfte alle was Anwahrt damals imponiert haben. Mit United Internet hatte er einen Milliardenkonzern aufgebaut und das gegen große Player wie die Deutsche Telekom und Co. Zu seinen Unternehmen gehören Marken wie 1-1, Web.de oder GMIX. Sind Portale mit großer Reichweite, die sich auch für die Zwecke der Sammlerbrüder nutzen lassen. Wie Start-ups von der Reichweite der United Internet-Magen profitieren können, hatten beide Parteien bereits beim Spielerentwickler Big Point gesehen. 2006 bzw. 2007 waren der European-Founders-Fan und United Internet bei dem Start-up von Hike Hubert's eingestiegen. Wie das ablief und wie es ist mit einem Oliver Sammler zu arbeiten, hat Big Point Gründer Hike Hubert's mal bei uns im OMR-Podcast beschrieben. Als Oli mit eingestiegen ist, ist noch die United Internet mit eingestiegen. Sie hatten schon ein paar Leute, auch jene schöne Geschichte, aggressivität, Oli bei mir eingestiegen im Sommer und sagte, es ging mir voll Gas. Es nutze ich alle meine Jambarkontakte und wir pushen euch bei MTV wie bei damals, bei den großen Musiksender und in jede Werbe-Insel bringen wir eure Spiele mit rein. Haben wir auch wirklich gemacht und alles Geld, das wir von ihnen bekommen haben, haben wir wirklich reingepummt und ich habe mir immer so angerufen, Oli, ja, bei kein Geld mehr hier, das wird eng. Ganz egal weitermachen wir kriegen da schon hin und so weiter, dann macht ihr um Geld keine Sorgen. Dann kam man mit Juni den Internet um die Ecke und sagte, wir kommen hier, der Domarmoo, der steht hier vorher, der will bei ihr investieren, das wird schon. Da war okay, dann er getroffen und wir haben investieren bei dir alles cool und dann war es noch ganz genau Weihnachtsfeier und wir hatten kein Geld mehr. Wir konnten Weihnachtsfeier machen und das konnte wir eigentlich lehren und alle, dass das geht, was wird klar, das wird klappen. Am nächsten, das soll ich den Notattermin haben, wo ihr eine Intendet einsteigt. Und es war total klar, wenn die Weihnachtsfeier hier und morgen früh den Tann-Tann-Histet nicht stattfindet, kann ich ein je mesen Tag ein Wiedermann die Königung schiffen. Ja, ich wüsste das aus. Je mehr ich über die Samwas recherchiert habe, um so beeindruckener finde ich das Talent von Oliver Samwa, Leute zu Investments zu bewegen. Wie gut er das kann, hat man ja schon bei Orlando und auch bei Jambag gesehen. Aber auch in den folgenden Jahren gelingt es ihm und seinen Brüdern immer wieder Geld über für ihre Projekte zu gewinnen. Wobei, vielleicht werden sie auch ohne dieses Talent nie so erfolgreich geworden. Denn viele Gesprächspartner*innen haben mir auch erzählt, wie ungern Oliver Samwa im beruflichen Kontext eigenes Geld ausgibt. Das große Rat dreht er häufig mit dem Geld anderer Leute. Was das für Samwas-Stardabs mit unterbedeutet, hat mir Andre Alpa erzählt. Den hat er ja auch vorhin schon gehört. Er ist damals einer der Gründer der Medientauschbörse Hit Flip. Über die 2005 gestartete Plattform sollen Nutzen der ihrRDVDs oder Bücher tauschen können. Die Kölner wollen daran durch eine Gebühr verdienen. Und irgendwann organisiert Oliver Samwa für die Gründer den Kontakt zu einem Investor. Der Teiger hat zum Beispiel mal angeschleppt für uns als Investor bei unserer alten Firma. Da hat man nicht jemand von Teiger gehört gehabt. Selbst zehn Jahre danach hat man niemand von Teiger gehört. Ich glaube, von Teiger hat man den letzten fünf Jahren was gehört. Aber damals ist er die Angeschlepteid, wusste keiner von der ÖB. Und bei uns kann dann so ein achten 20-Jähriger, der von McKinsey, der heißt Liefick Cell. Der hat von McKinsey für eine Million und dekse ich schrubben lassen, so ein Präsentationsdeck. Und da war an die hundertspannendsten Startups von Europa drin. Und der hat die abgefahren mit so einem privaten, eßklasste Fahrer, ist er durch Europa getigert. Und als die Firma einen guckten entschieden hat, bezahlt oder nicht bezahlt. Und Oli hat den halt irgendwie, uns da irgendwie in dieses Decks reingeschustet und uns zu diesen Typen reingeschustet, und dann war bei uns Teiger Global investiert. Wir waren dabei Teiger Global Konferenzen, Business Class eingefrohgen. Alle drei Gründer am Central Park mit Blick über ein Central Park. Speaker aus meinem Fachbereich waren da Leute, von dem ich schon immer wusste, dass die offenlich Vorträge machen. Meine Mama tun sie das gar nicht. Und dann war dort mehr Kado Liebre und irgendwie als China und wir so, wie kleinen Piste aus Deutschland, also so keiner an und von nichts. Aber so tun als ob, weil irgendwie fucking nicht, die haben auch bei uns investiert. Als ich die Geschichte das erste Mal gehört habe, dachte ich nur krass. Denn Tyker Global ist heute einer der Weltfragen. bekannte Wagner's Kapitalergeber. Und Mercado Liebere von dem Redewer ist ein südamerikanischer E-Kummeres Marktplatz, der an der Börse mehr als 50 Milliarden US-Dollar wert ist. So weit wird das Hitflip nicht bringen, auch nicht mit dem später gestartetem Angebot Hitmeister. Das Unternehmen wird 2016 von der Supermarktkette real übernommen und verschwindet dann später als Markekomplett. André Alper ist da schon lange weg. Er wird später zu einer Art online marketing pubs bei Rocket Internet. Und auch die Geschäftsbeziehung von Oliver Samwa und Liefik Sel jene Investor von Tiger Global sollte nicht für die Ewigkeit sein. Liefik Sel, eine Wagner's Kapitalegende, hatte mit seinem Geld geholfen, in European-Founders fand zu finanzieren. Aber er verkracht sich mit den Samwaßhaben, erwegt begleiter erzählt. Auch hier hinterlassen die Brüder angeblich wieder verbrannte Erde. Was angesichts der heutigen Bedeutung von Tiger Global als Investor vermutlich nicht zuvoldertig gewesen sein durfte. Denn die Samwaß beschränken ihre Ambitionen schon damals nicht mehr auf Deutschland. Mit European-Founders fand beteiligen, auch extrem früh schon international. Sie haben sich damals eine richtige Scouting-Abteilung aufgebaut, die für sie nach Ideen sucht. Und wenn sie interessantes Darlebst gesehen haben, waren sie auch hartnäckig. Nach und nach kam so ein Portfolio zusammen mit ziemlich krassen Namen, wie ich finde. Die Samwaßinvestieren in den USA in das Karrieren Erzweck linkt in. Sie sind beim Spieleentwickler Singar dabei, beim Ticketing dient's The Eventbride, beim Markplatz für Ferienwohnungen Home Away und natürlich bei Facebook. In Großbritannien beteiligen sie sich am Ticket vermittler Via Gogo und auch in der Türkei oder Kanada steigen die Samwaß-Beis-Stardabs ein. Übrigens, bei Facebook steigen die Samwaß bereits nach drei Jahren wieder aus, also vor dem Börsengang im Jahr 2012. Oliver Samwa begründet, dass damals gegenüber dem Manage-Emberger-Zien damit, dass man sich auf den Frühfasen- und Wachstumsbereich konzentrieren wolle. Die Bewertung von Facebook lag damals bei rund 50 Milliarden US-Dollar. Die Samwaß waren bei einer Bewertung von etwa 15 Milliarden US-Dollar eingestiegen. Ihren Einsatz dürften die Brüder damals also etwa vertreifacht haben, schätzt das Manage-Emberger-Zien. Keine schlechte Bilanz, aber natürlich wäre noch viel mehr drin gewesen, wenn die Samwaß auch nach dem Börsengang noch an Bord geblieben wären. Denn da stieg der Wert von Facebook oder Meta, wie das unternehmen ja heute heißt, erst richtig an. An der Börse ist Meta heute mehr als 500 Milliarden US-Dollar wert. Und selbst beim Börsenstaat 2012 war es bereits knapp 100 Milliarden US-Dollar. Hätten die Samwaß etwas länger gehalten? Sie hätten noch ganz andere Summen mit Facebook verdienen können. Ein richtiges Muster gibt es bei den Investments der Samwaß eigentlich nicht finde ich. Wobei Joel Katzschmarik schreibt in seiner Samwa Biografie, dass Oliver Samwaß sich mit unter einfach daran orientierte, wäre noch als Investor mit dabei war. Wenn zum Beispiel die Investmentbank Goldman Sachs dabei war, soll auch Oliver Samwa sofort überzeugt gewesen sein. Der Ausspruch Goldman, "Hallo, soll typisch gewesen sein. Mehr Argumente brauchen wir nicht, soll das wohl geheißen haben." Das Problem ist nur, auf das Urteilsvermögen von Bankern ist eben nicht immer verlass. Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau. Guten Abend, meine Damen und Herren. Die Finanzquise in den USA hat sich dramatisch zugespitzt. Eine der größten Banken des Landes, Lamen Brothers, ist zusammengebrochen. Was die Tageschausprächerin Judith Rarkas hier am 15. September 2008 vergleichsweise durch den Vorträg wird in die Geschichte eingehen und eine weltweite Finanzkrise auslösen. Denn die Bank, die von deutschen Einwanderern gegründet wurde, hatte sich damals wie viele andere Geldinstitute vollkommen verspekuliert mit Immobilienkrediten. Die US-Regierung unter Präsident George Stabbel, die Bush weigert sich damals jedoch, die Bank zu retten und schickte Lieben damit in die Pleite. Es sind die letzten Monate seiner Amtszeit. Die New York Times wird später schreiben, dem Republikaner hätte damals die Kraft gefehlt, sich um eine weitere Krise zu kümmern. Auch natürlich ist der Zusammenbruch von Lieben Brothers nicht seine Schuld. Viele der Ursachen liegen schon Jahre zurück. Die Folgen für die Zukunft, die doch sind dramatisch. Und das nicht nur in den USA, sondern weltweit. In den Tagen darauf brechen auch die Kurse anderer Banken ein. Die Rendite für US-Starts-Anleihen fällt parallel auf null. Viele Anleger nehmen es in Kauf, dem Start quasi zinslos Geld zu leihen, weil sie offenbar glauben, nur hier sei es sicher. In den kommenden Wochen und Monaten werden Millionen Menschen in den USA ihre Jobs und teilweise sogar ihre Häuser verlieren. Auch in Deutschland geraten Banken in Schieflage. Die Hipporeal Estate wird am Ende zusammenbrechen. Weltweit schnüren die starten hektisch riesige Rettungspakete für die Finanzindustrie, versuchen Politiker in die Märkte zu beruhigen. Am 5. Oktober, knapp zweieinhalb Wochen nach der Lieben pleitet treten Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU und Finanzminister Pierre Steinbrück von der SPD vor die Kameras, um ein Versprechen abzugeben. Wir sagen den Sparren und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind, auch dafür steht die Bundesregierung ein. Wie viel dieses Versprechen am Ende wirklich wert gewesen wäre, musste die Bundesregierung glücklicherweise niemals beweisen. Die Folgen der weltweiten Finanzkrise bekommt damals aber natürlich auch die Start-up-Szene zu spüren. Ähnlich wie nach dem Platz in der Dortkomblase friert der Markt für Start-up-In-West-Mens nahezu komplett ein. Auch die Samwass stoppen ihre Investitionen in US-Start-ups und fahren auch sonst die Geschäfte mit dem European-Fowners-Fan deutlich zurück. Allerdings haben die Samwabrüder damals noch ein anderes Projekt am Start. Das Anfangs einfach als eine Art Tochterfirma des European-Fowners-Fan läuft. Eine Art Brutkasten für Ideen, einen Inkubator, der aber zunächst nicht so im Fokus der Brüder steht. Doch ihnen ist damals schon irgendwie klar, dass es für das Klonen von Ideen weiterhin einen Markt gibt. Das hatte ja nicht zuletzt mal Video gezeigt. Jene YouTube-Cupie, die Christian Vollmann nach seinem Ausscheiden war Janba mit Hilfe des Samwabrüder aufgebaut und anschließend eine Medienkonzern pro 7-Sat 1 verkauft hatte. Nach und nach stellen die Samwabrüder ein Team zusammen. Mitarbeiter Nummer 1 wird Christian Weiß, der genau wie Oliver Samwa in der WHO in Fallen da studiert hat. Christian Weiß kennt sich mit der Zusammenstellung von Teams gut aus. Er hat selbst das Unternehmen Mundwerk aufgebaut. Das hat sich schon sehr früh als Dienstleister auf dem Bereich Spracheerkennung konzentriert und auch so Telefonanwendungen angeboten. Und bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 ist Christian Weiß für das Ticketing zuständig. Kurzum, der kann schon was und soll für Oliver Samwa in den folgenden Jahren eine unschätzbar wichtige Rolle spielen. Und noch jemand war von Anfang an dabei. Philipp Möza, den habt ihr in der letzten Folge über Janba schon gehört. Was nicht der Reizt hat, war. Du warst ganz ehrlich. Ich bin mir so ein bisschen opportunistisch, auch. Ich war halt bei Janba raus. Das war schon dieser Pitch von Oli, wir bauen hier etwas Geiles auch, wir bauen hier so eine Organisation auf, wir bauen hier Startups auch und du machst das Tech-Team. Das ist jetzt nicht unbedingt nein, wenn du nichts Bessro ist, zu tun hast. Oliver Samwa erzählt Philipp Möza von Christian Weiß. Trefft euch doch mal, schlägt er Ihnen Sinn gemäß vor. Die beiden verabreden sich. Halte Stelle rosenthaler Platz. Direkt gegenüber steht ein altes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Früher war hier das legendäre Berliner Café Aschengar. Jetzt ist hier das Café St. Oberholz, das in den folgenden Jahren auch so eine Art berühmtheit werden soll. Die Zerlandurgründer sollen hier eine wichtige Finanzierungsrunde verhandelt haben. Startups wie Soundcloud, HelloFresh oder Brands for Friends wurden hier angeblich gestartet. So geht zumindest die Legende. Und auch das Treffen von Philipp Möza und Christian Weiß ist eine dieser Geschichten, die den Ruf des St. Oberholz ausmachen. Die beiden gehen rein, sie unterhalten sich und überlegen, wie es jetzt weitergeht. Sie sollen für die Samwas aus Ideen unternehmen machen. Sie sollen ein Team aufbauen, das Teams aufbaut. Sie sollen eine Art Fabrik bauen, nur dass hier keine Autos vom Fließbandrollen, sondern Startups. Aber dafür braucht es erst mal Büros und einen Namen. Ich habe in die drei oder vier Namen aufgeschrieben, habe da vorher irgendwann geguggelt, ob es die Domain noch gibt. Und habe die dann auch die Rübergeschäktet, und dann hat er zurückgeschrieben, ja, in dem Roggeninternet. * Musik * Das war die dritte Folge von "OMR Rabbit Hole", die Samwas Story. Abonniert den Kanal, um keine Folge zu verpassen. Wir haben euch die Quellen, die wir für die Folge verwendet haben, übrigens auch noch mal in den Show-Nodes verlinkt. Und natürlich haben wir auch versucht, mit den Samwarbrüdern über die damalige Zeit zu sprechen. Wir hätten gerne von ihnen gewusst, wie es zum Pruchmütten Investoren wie "Lyfix Hell" kam. Und natürlich hätten wir auch gerne persönlich mit ihnen darüber gesprochen. Nach welchen Kriterien sie ihre Startup-Investments getätigt haben. Reichte ist wirklich aus, dass Goldman Sachs investiert war, wie behauptet wurde. Wir haben die Samwas dazu angeschrieben und ihnen auch unsere Fragen geschickt. Aber sie wollten leider nicht mit uns sprechen. Wir hören uns nächste Woche wieder. Und dann geht es um den Aufbau von Rocket-Internet und um ein Startup, das auch durch die Samwarbrüder laut Forbes zur Fastest Growing Company ever wird. Bevor es dann genauso schnell wieder abstürzt. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank an aller aus dem OMR-Costmos, die das Projekt unterstützt und möglich gemacht haben.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Oliver Samwer und seine Brüder wurden durch die Verkäufe von Alando und Jamba zu mehrfachen Millionären, investierten aber weiterhin intensiv in Start-ups, anstatt sich zur Ruhe zu setzen.
  2. Ihr Antrieb ist laut Biografen und Wegbegleitern nicht primär Geld oder Luxus, sondern der Wettbewerbsgedanke – das „Gewinnen“ um des Gewinnens willen.
  3. 2005 gründeten die Samwer-Brüder den European Founders Fund (EFF), eine Adaption des US-amerikanischen Founders Fund von Peter Thiel, um systematisch in Start-ups zu investieren.
  4. Sie investierten früh in Plattformen wie Hitflip und StudiVZ, wobei letzteres eine direkte Kopie von Facebook war und schnell zum führenden sozialen Netzwerk an deutschen Hochschulen wurde.
  5. Ihr Vorgehen war oft pragmatisch und kurzzeitig orientiert, was ihnen zwar schnelle Erfolge, aber auch Konflikte mit langfristigen Partnern und dem Silicon Valley einbrachte.

Summary:

Die dritte Folge von OMR Rapid Hole widmet sich der „Samwer-Story“ und dem Antrieb der drei Brüder Oliver, Alexander und Marc Samwer. Nachdem sie durch die Gründung und den Verkauf von Alando an eBay und später Jamba an VeriSign zu mehrfachen Millionären geworden waren, hätten sie sich eigentlich zur Ruhe setzen können. Stattdessen trieb sie ein unstillbarer Ehrgeiz weiter. Wegbegleiter beschreiben Oliver Samwer als getrieben – sein Fokus lag ausschließlich auf dem Business, Gespräche über andere Themen waren kaum möglich. Ein Zitat bringt es auf den Punkt: „Luxus ist es nicht, was mich kickt. Ich möchte am Rad drehen.“ Der Biograf L.K. Schmarik analysiert, dass es den Brüdern nicht um Geld oder Status an sich geht, sondern um das Prinzip des Gewinnens. Geld diente Oliver Samwer vor allem als Kennzahl für Erfolg und wirtschaftliche Macht.

Nach dem Jamba-Exit wechselten die Brüder die Seiten und fokussierten sich auf Start-up-Investments. Bereits während ihrer Zeit bei Jamba hatten sie in junge Unternehmen wie Hitflip investiert. Im November 2005 gründeten sie den European Founders Fund (EFF), eine Adaption des US-amerikanischen Founders Fund von Peter Thiel. Der Name war programmatisch, aber auch eine Provokation gegenüber dem Silicon Valley. Gleichzeitig investierten sie in StudiVZ, eine direkte Kopie von Facebook, das sich rasant an deutschen Hochschulen verbreitete. Ihr Handeln war oft von kurzfristigem Nutzen geprägt, was ihnen zwar schnelle Erfolge brachte, aber auch zu Spannungen mit langfristigen Partnern und der internationalen Start-up-Szene führte. Die Folge zeichnet das Bild von Unternehmern, die in der Krise der frühen 2000er Jahre in Deutschland agierten und durch ihren unbedingten Willen zu gewinnen eine neue Ära der Start-up-Finanzierung prägten.

FAQs

Sales Viewer ist ein Tool, mit dem B2B-Unternehmen neue Leads und Kunden gewinnen können, indem sie sehen, welche Firmen ihre Webseite besucht haben und wofür sich diese interessieren.

Die Samwer-Brüder sind deutsche Unternehmer, die durch Gründungen wie Alando und Jamba zu Millionären wurden und später als Investoren in Start-ups bekannt wurden.

Oliver Samwer wurde laut Wegbegleitern von einem starken Gewinnwillen angetrieben, nicht primär von Geld oder Luxus, sondern vom Wunsch, zu gewinnen und am Rad zu drehen.

Im November 2005 gründeten sie den European Founders Fund, inspiriert vom US-amerikanischen Founders Fund von Peter Thiel, um in Start-ups zu investieren.

StudioVZ war ein deutsches soziales Netzwerk, das 2005 startete und von den Samwer-Brüdern finanziert wurde. Es war eine Kopie von Facebook und wurde schnell an deutschen Hochschulen populär.

Oliver Samwer investierte 20.000 Euro in Hitflip, eine Plattform zum Tauschen von DVDs und Spielen, nachdem er die Gründer gründlich befragt hatte. Das Geld wurde ohne Vertrag überwiesen.

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