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Die Samwer-Story: Der Urknall (#1)

38m 21s

Die Samwer-Story: Der Urknall (#1)

Sales Viewer wird von der Marke OMR Rapid Hole präsentiert und bietet B2B-Unternehmen eine effektive Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen, indem sie die Interessen von Besuchern auf der Webseite analysieren. Marktführende Unternehmen wie Stepstone oder Linde setzen auf Sales Viewer, das als das beste Tool auf OMR Reviews bewertet wird. Der kostenfreie Test ist über salesviewer.com/OMR Rapid Hole möglich. Parallel wird die Geschichte der Samwas, drei Brüder aus Köln, im Podcast „OMR Rabbit Hole“ erzählt. Die Brüder gründeten 1999 Alando.de, ein deutsches Auktionsmodell, das sich an eBay orientierte und durch schnelle Marktpositionierung und strategische Investorenbeziehungen erfolgreich wurde. Der Verkauf an Iber im Juni 1999 brachte ihnen Millionen, doch der Erfolg wurde durch kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Öffentlichkeit beeinträchtigt. Die Samwas bleiben bis heute als zentrale und umstrittene Akteure im deutschen Start-up-Bereich. Die Episode beleuchtet sowohl die technische als auch die soziale und finanzielle Wirkung dieser Gründung, die als Vorreiter der digitalen Wirtschaft in Deutschland gilt.

Transcription

5895 Words, 37392 Characters

German
OMR Rapid Hole wird präsentiert von Sales Viewer. Der nächste Trend im B2B kommt nicht aus Berlin, sondern so hört man aus Bochum. Eben da sitzt Sales Viewer und marktführende Firmen wie Stepstone, Linde, Cyberport oder Erwartosystems setzen auf unseren Partner Sales Viewer. Mit Sales Viewer können Bitumen-Uternehmen ganz einfach neue Leads und Kunden gewinnen, indem sie nachgucken können, welche Firmen, die über die Webseite besucht haben und wofür sich diese potenziellen Kunden genau interessiert haben. Entsprechend natürlich eine Wahnsinn Unterstützung für Marketing und Vertrieb. Die Kollegen von Stepstone generieren eine sehr relevante Anzahl von Bitumen, damit uns zwar jede Woche und jeden Monat. Sales Viewer ist außerdem auf unserem hauseigen Portal OMR Reviews in gleich drei Kategorien das beste bewerteste Tool. Wer jetzt sagt, okay, ich möchte Marketing und Vertrieb aus nächstes Level heben, der kann Sales Viewer kostenlos und unterbindlich ausprobieren, alle Infos Sales Viewer.com/OMR Rapid Hole. Also Doppel Air Sales Viewer.com/OMR Rapid Hole. "Is it Sam? How do you pronounce Sammore?" "Samber, Samber, Samber, Samber." "As anyone heard about these Samberbrothers, they basically. they clone." "Rocket, Möchte, das Alibaba, den non-US, non-China, Linda Verde." Rocket Internet wollte heute die Börse rocken, für Anleger, aber bei der Börsengang ein Flop. "Ich war in Missionaries und sie waren Mercenaries. Ich dachte, sie waren für die Beliefe. Ich dachte, sie waren für die Möchte zu machen, sehr schnell zu machen." Die werden die Partner des Internets genannt. Sie sind die Köpfe hinter Firmen wie Zalando, Studio for Z, Yamba oder HelloFresh und lehrten sogar die Gründer von Airbnb das Fürchten. Die Samwas, drei Brüder aus Köln, die Berlin zur Start-up-Hauptstadt Europas gemacht haben und dabei sehr, sehr reich wurden. Bis heute ziehen sie als Schattenmenner in das Start-up-Szenen die Fäden. Noch immer gibt es Milliarden Gründungen, bei denen die Samber DNA deutlich zu erkennen ist. Wer die deutsche Start-up-Welt verstehen will, muss die Geschichte der Samwas kennen. Ich erzähle sie euch. Mein Name ist Florian Rinker und das ist OMR Rabbit Hole, die Samwa Story. OMR Rabbit Hole, die Samwa Story. Ich kann mich noch genau erinnern, wenn ich das erste Mal von den Samberbrüdern gehört habe. Das war 2011. Ich war damals noch im Studium, aber nebenbei habe ich schon für eine Wirtschaftsredaktion geschrieben. Und damals erzählte ein Redaktör von einem Artikel, den er beim Friseur gelesen habe, im Manage-Amager ziehen. Für mich war das alles Neuland. Ich hatte bis dahin ehrlicherweise auch noch nie das Manage-Amager ziehen gelesen, aber ich habe es mir dann gekauft. Und auf dem Kaffer blickten sie mich an. Alexander, Marc und Oliver. Genau in der Reihenfolge, obwohl Marc eigentlich der älteste und Alexander der Jüngste der drei ist. Aber im Grunde ist das Alter egal, wenn man bedenkt, wer immer wieder als der eigentliche Treiber bei Rocket Internet und Co genannt wird. Oliver, Olli, das mittlere Kind. Das Kaffer des Magazins ist damals fast schwarz. Die Brüder sind von unten fotografiert worden, sodass sie groß und mächtig aussehen. Und unter dem Bild steht die Parten des Internets, die umstrittenen Geschäfte der Samwa-Brüder. Das weiß ich auch deshalb so genau, weil ich das Magazin in einem Kasten in meinem Arbeitszimmer aufbewahrt habe. Ich weiß nicht mehr so genau warum, aber natürlich habe ich es jetzt wieder rausgeholt. Es ist schon witzig, wie manche Texte im Rückblick wirken. Im Editorial des damaligen Chefredakteurs, heißt es zum Beispiel, dass die Samwas ihre Beteiligung an Facebook verkauft hätten. Der Chefredakteur schreibt bei einer aktuellen Bewertung von 50 Milliarden Dollar, sehen sie offenbar nur noch wenig Luft nach oben. Facebook. Noch so ein Name, den man im Zusammenhang mit den Samwas nennen muss, genauso wie Zalando, HelloFresh, StudioFourset, Group Horn, Home 24, Delivery Hero, Janba, die Liste ließte sich noch sehr lange fortsetzen. Ich glaube fast jeder Deutsche hat von einer der Firmen schon mal gehört. Niemand hat die deutsches Dadabzene so sehr geprägt wie die Samwas. Im positiven, aber auch im negativen. Und niemand hat daran so viel verdient. Das Vermögen der 3 Brüder wird vom Manager magazine inzwischen auf 2,2 Milliarden Euro geschätzt. Aber sind die 3 Brüder wirklich so groß und mächtig, wie sie gezeigt wurden? Waren sie wirklich die Parten des Internets? In unserer ersten Staffel von Oymar Rabbit Hole sind wir dieser Frage und noch vielen anderen nachgegangen. Wir sind immer tiefer vorgedrungen in dieses Dickecht aus Firmen und Beteiligungen, aus persönlichen Netzwerken und finanziellen Abhängigkeiten. Wir haben uns mit Konkurrent in der Samwas getroffen. Mit Geldgeberinnen, mit ehemaligen Mitarbeitenden und Gründerinnen von Firmen, die mit Hilfe der Samwa Brüder aufgebaut wurden. Manche davon werdet ihr hier im Podcast hören. Viele andere jedoch nicht. Sie wollten lieber nur anonym mit uns reden. Der Einfluss der Samwas ist auch heute noch groß. Das macht vorsichtig. Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch die deutsches Start-up-Geschichte. Wir gehen zurück zu den Wurzeln der Gründersehen in Berlin. Aber dazu müssen wir uns zunächst ins Rheinland begeben. Nach Köln. Hier wohnt die Familie Samwa, Vater, Mutter, drei Söhne. Mark ist der Älteste, Alexander der Jüngste. Oliver ist das mittlere Kind. Die drei wachsen im edlen Stadtteil Marienburg auf, sie stammen aus einem Haushalt, den man vorsichtig formuliert als "gehobenes Bürgertum" bezeichnen kann. Vater Sigmar Jürgensamwa ist Anwalt für Presse und Wettbewerbsrecht in Köln. Das Rheinland ist in der Kindheit der Samwas noch eines der Kraftzentren der Republik, allein schon durch die Nähe zur Bundeshauptstadt Bonn. Und Sigmar Jürgensamwa zählt hier zu den Meistern seines Fachs. Er vertritt den Schriftsteller und Literatur Nobelpreisträger Heinrich Böll genauso vorgerichtet, wie den späteren Bundespräsidenten Karl Kastens. Und zu seinem 70. Geburtstag widmen Kollegen Sigmar Jürgensamwa später eine Festschrift. Berufung als Beruf. Sie hatten mehr als 300 Seiten. Das will schon was heißen. Kurzum, die Samwas wachsen in guten Verhältnissen auf, in denen Bildung wichtig ist und auch früh gefördert wird. Als sie älter werden, besuchen sie das Friedrich Wilhelm-Gymnasium. Es ist damals eine eher elitäre Schule, auf die die Kinder aus gutem Hause gingen. Als erste fremdsprach lernte man Dateien oder Altkriegisch. Eigentlich gab es erst ab der siebten Klasse. Ein Schüler, der damals mit dem Samwas auf die Schule gegangen ist, sagte mir, dass fast alle Schüler Lateien gewählt hätten. Er sagte auch, dass die Geisteswissenschaften generell eine große Rolle gespielt hätten. Auch Fächer wie Philosophie oder Ethik. Ich habe mich gefragt, ob die Samwas gerne Lateien gelernt haben. Zumindest gibt es in ihrem späteren Leben immer wieder bezüge-zurömischen Antike, etwa wenn sie Firmen nach Kaisern benennen. Auch die heutige Investmentfirma von Alexander Samva trägt einen Lateinischen Namen. Piekus. Die Brüder wachsen in Wohlhaben in Verhältnissen auf. In eine Portray über die drei schreibt der Fokus, aber sie seien zur Bescheidenheit erzogen worden. Die jüngeren Brüder hätten von den älteren beispielsweise die Hosen auftragen müssen. Gleichzeitig spielen sie allerdings hockey, werden sogar Trainer. Das habe ich immer so eher als Sport der Oberschicht empfunden. Oliver Samva hat 1994 Abitur am Friedrich Wilhelmgenasium gemacht. In einer Keynote vor Vertretern aus der Medienbranche hat er seine Kindheit mal selbst zusammengefasst. Ich bin schon relativ konservativ aufgewachsen. Ich habe drei vielleicht von den konservisten Eigenschaften, die man haben kann in der Welt. Ich bin deutscher. Ich bin Anwaltsson. Die dritte habe ich nicht, bin protestantisch nicht katholisch. Protestantisch. Und das ausgerechnet in Köln, wo der Dom sogar das Wahrzeichen der Stadt ist. Aber dafür gibt es eine einfache Erklärung. Denn Samva's Familie Wohnz war in Köln, stammt jedoch aus Preußen. Der Urgroßvater der drei Brüder soll eigentlich privatsekretär des deutschen Kaisers Friedrich des Dritten werden. Doch der Preis ist leider nur kurz im Amt. Er hat Kielkopfkrebs, stirbt schon kurz nach der Amts-Einführung und wird daher auch als 99 Tage Kaiser berühmt. Stattdessen ist Karl August Friedrich Samva dann maßgeblich am Aufbau der Goetheversicherung beteiligt. Der Mann ist Jurist, genau wie sein Vater, sein Sohn und dessen Sohn. Sieg mal Jürgen, der Vater der Samva Brüder. Der älteste von ihnen mag Samva setzt diese Tradition fort und studiert Jura in Köln. Olle war Samva hingegen zieht es an die WHO nach Fallen da. Und Alexander Samva geht nach Oxford, wo er Politologie, Philosophie und Wirtschaftswissenschaften studiert. Und in Ergeiz haben sie vermutlich verärbt bekommen, wenn man sich die Familiengeschichte so ansieht. Ihre Wege scheinen sich damals zu trennen. Doch sie hatten schon damals ein gemeinsames Ziel. Schon als Kinder haben sie sich bei einem Segelausflug angeblich ein Versprechen gegeben. Irgendwann gründen wir eine Firma. Und dieses irgendwann wird Ende der 1990er-Jahre immer konkreter. Damals 1998, da wäre ich bei einer auch in der Medienbranche gelandet. Ja, damals war Bertelsmann eine ganz große Geschichte an unser Uni. Damals hinfall, weil das ganz, ganz groß ist, noch größer als heute. Oder wieder jetzt ganz groß geworden. Und da kam Bertelsmann, das haben die ganz schlauere Macht. Bertelsmann war so ein ganz, der Medienkonzerte, das ganz gut verstandslich quasi, genauso wie so eine Kind sie, oder diese Consultingfirme oder den Westen banken, sich so ein ganz besonderes Image für junge Leute, für junge Talente, quasi zu bauen. Und das war tatsächlich so, da kam eine Person an die Uni, sagt er. Ich besorge euch, wenn ihr gutseitende Interview beim Thomas Milhoff. Ja, der war damals noch Chef. Und damals, ja, fanden wir das ziemlich geil, dann musste man durch verschiedene Runden, die haben das immer möglich schwierig gemacht oder so getan zumindest, ganz viele Runden. Und nach der dritten Runde hieß es dann tatsächlich, ja, wir möchten sie in das Sohn zu Nachwuchsprogramm aufnehmen und das nächste Interview ist mit Thomas Milhoff. So, und das war tatsächlich dann die Entscheidung zu Bertelsmann zu gehen oder uns zwei Tage vor, habe ich den eben abgesagt und habe gesagt, ich möchte nach Amerika. Und sind wir nach Amerika gegangen, alle meine Brüder gleichzeitig, Praktikum, ja, die haben so ein bisschen gedacht, jetzt kommen wir aus dem Fernenosten oder was noch mal Praktikum, wir sind bereit, kostenlos zu arbeiten, wir wollen eben nur nach Silicon Valley. Und dann war das eigentlich relativ überschaubar am Tag, zu einem amerikanischen Start-up-Arbeit und Nachtzimmer überlegen, was können wir machen. Ihr habt es gerade von Oliver Samwasch schon gehört. Wir sind jetzt also im Jahr 1998. In Deutschland leben damals knapp 82 Millionen Menschen, aber laut den Konsumforschern der GFK haben Anfang des Jahres gerade mal 4,8 Millionen von ihnen Zugang zum Internet. Nicht mal die Hälfte von ihnen hat damals schon mal etwas im Netz gekauft. Und wenn, dann waren es in der Regel Bücher, Software oder CDs. Und einen eigenen Anschluss zuhause hat kaum jemand. Die meisten sind auf der Arbeit oder in der Universität online. Aber weil die Zahl der Nutzer innen stark zunimmt, spricht die Computerbild wenig später von einem online Boom in Deutschland. Doch den gibt es damals in Wahrheit woanders, denn in den USA überreicht der deutsche Investor Andy Bechtolzheim 1998 zwei jungen Informatikern einen Schack über 100.000 Dollar. Mit dem Geld gründen sie eine Firma, um mit ihrem Prototypen einer Suchmaschine ein Unternehmen aufzubauen. Die beiden Gründer heißen Larry Page und Sergei Brennen. Und das Unternehmen ist Google. Und Deutschland? Jetzt mit ihr ist die Hände noch schneller ins Internet. Mit dem Online-Paket für 1269 Mark. Infos unter 0833 01000 oder im T-Punkt. Nun ja, Deutschland ist trotz solcher Schnäppchen noch ziemlich analog. Und er hat Schröder gilt übrigens noch nicht als Problemfall der SPD, sondern als Hoffnungssträger. Denn der Bundeskanzler hat die Bundestagswahl am 27. September 1998 spekt der Kollege gewonnen. Liebe Freundinnen, liebe Freunde, nach 16 Jahren ist heute die Ehrer Helmut Kohl zu Ende gegangen. Unsere Aufgabe wird es sein, unser Land durchgreifen, zu modernisieren und den Reformsstaue im Land zu überwinden. Deutschland ist damals ein Problemfall. Die Arbeitslosigkeit liegt bei mir als 12 Prozent. Die Stimmung in der Wirtschaft ist schlecht, genauso wie bei vielen, die Auftragseingänger. Denn auch in der Welt Wirtschaft läuft es damals alles andere als rund, was natürlich auch eine Exportnation wie Deutschland trifft. Und ausgerechnet in dieser Situation sind neben der SPD auch noch die Grünen an die Macht gekommen, die von vielen in der Wirtschaft damals noch deutlich kritischer gesehen werden als heute. Kommt ein Tempolimit, wie teuer wird Benzin, steigt Deutschland aus der Atomenergie aus? Solche Diskussionen spielten damals in der Öffentlichkeit eine große Rolle. Start-ups hingegen waren in Deutschland praktisch kein Thema. Dafür aber in den USA. Und genau von dort bringen die drei Brüder eine Idee mit, die nur wenige Monate nach der Bundestagswahl zu einem Treffen im Kölner Stadtteil Marienburg bei Familie Sambar führt. Und hier kommt es zum Urknall, so der Entscheidung, die Auslöser für so viele andere Entwicklungen war. Denn hier kommt es zur Gründung des ersten gemeinsamen Start-ups der drei Brüder, Orlando. Wir saßen um Tisch rum und haben uns unterhalten darüber, so jetzt gründen wir einen Markt zum Internet. Da hatten wir den Namen noch nicht, sondern hatten nur nur die Idee, dass wir das machen wollen. Und haben dann gesagt, okay, da müssen wir jetzt mit Investoren reden, Business Angels finden und wie sie es und das Produkt bauen. Das ist die Stimme von Jörg Reinbold. Er ist einer der Mitgründer von Orlando. Was Jörg Reinbold an diesem Abend noch nicht weiß, es wird nicht mal ein Jahr dauern, bis er gemeinsam mit den anderen Orlando an Ebay verkaufen wird, für umgerechnet rund 40 Millionen Euro. Jörg Reinbold wird nach dem Verkauf in ein Autohaus gehen und sich ein Porsche kaufen und gemeinsam mit seinen Mitgründern wird ein Weisenhaus in Rumänien unterstützen. Aber natürlich weiß er auch das an diesem Abend noch nicht. Erst mal gibt es dann nur diese Idee. Jörg Reinbold und Oliver Samwa kennen sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht besonders lange. Sie begegnen sich zunächst in vertauschten Rollen. Jörg Reinbold ist der Chef, Oliver Samwa, der Praktikant. Denn Reinbold hat damals in Köln eine digital Agentur namens Denkwerk, die unter anderem für das Jeans Label Mustang gearbeitet hat. Und ein Schulfreund schleppt an den Oli an. Wir haben uns – ich weiß gar nicht – wie viel Wochen vor seinem eigentlichen Praktikum kennen gelernt. Da meinte er hätte nicht Lust, schon wieder irgendwie zu einer Investmentbank zu gehen oder zu einer Unternehmensberatung, sondern wollte jetzt mal wissen, wie das ist, unternehmerisch zu arbeiten. Die beiden verstehen sich gut, halten Kontakt. Auch dann, als Oliver Samwa gemeinsam mit seinen Brüder nach dem Studium in die USA geht, um dort ein Praktikum zu machen. Tags überarbeiten Sie für ein amerikanisches Start-up? Nachts überlegen Sie, welches Unternehmen Sie selbst gründen könnten. Während der in Amerika waren wir immer geemeld dazu, wie er so vorankommt, damit rauszufinden, was Start-ups erfolgreich macht. Und dann schrieb er irgendwann, dass er jetzt die Idee hat, was wir machen und dass er das mit Alex und Mark schon besprochen hat und das noch zwei weitere Leute damit machen müssten. Und das eine wäre sein Freund Karrel und das andere wäre sein Freund Max. Und dann meint ich, ich kenne keinen Karrel, also kenne ich den bestimmt nicht. Und ich kenne nur ein einzigen Max und das ist der Nachbar oder der ehemalige Nachbar meiner damals Freundin heute Frau, als sie ihn Stockholm studiert hat. Und das war mehr so ein Witz, den ich dann machte. Und dann meinte Oli, ich bring Max einfach mal mit und dann war das aber genau der gleiche Max. Ach, dann habe ich gesagt, okay, dann müssen wir auch eine Firma zusammen gründen, wenn wir uns schon in solch lustigen Umständen immer treffen. Karrel, das ist Karrel Dörner, er hat genauso wie Oliver Samwa an der privaten Hochschule WHO studiert und Max, das ist Max Finger, auch er kennt Oliver Samwa aus dem Studium. Die beiden haben sogar ihre Abschlussarbeit gemeinsam geschrieben, die im Grunde einer Art Anleitung zum Gründertum wurde. America's most successful Start-ups lautet der Titel, für die sie mit mehr als 80 Unternehmerinnen und Kapitalgeberinnen in den USA gesprochen haben. Oliver Samwa wollte schon frühunternehmer werden und durch diese Arbeit hat er die Möglichkeit, verschiedene Geschäftsmodelle und Strukturen in einem der dynamischsten Wirtschaftsbereiche der kommenden Jahre kennenzulernen, der Internetökonomie. Die beiden sitzen also nach der Rückkehr der drei Brüder an jedem Abend im Januar 1999 mit am Tisch im Hause Samwa, genauso wie ja Greinbold. Wie viele Leute an dem Abend dabei waren, darüber gehen die Schilderungen auseinander. Mal ist von sechs Leuten die Rede, andere erinnern sich an acht oder neun. Denn neben den späteren Orlando Gründern gab es noch ein paar andere Leute, mit denen die Samwa's im Gespräch waren. An diesem Abend wird viel geredet. Denn Oliver Samwa und seine Brüder haben in den USA eine Idee gefunden, die vielversprechend klingt. Oder besser gesagt, sie haben einen Unternehmen gefunden, dessen Geschäftsmodell sie kopieren wollen. eBay. Das ist keine eBay-Werbung, sondern ein Song von Wirt Allianco Vitch. Ich weiß nicht, ob ihr den kennt, aber in den USA ist er sehr bekannt für seine Parodin. Ich habe die ZDs von ihm immer gehört, als ich früher mit meinen Eltern in den USA Urlaub gemacht habe. Anders als Oliver Samwa kam ich von dort aber nicht mit einer millionen Idee, sondern meistens nur mit ein paar deutlich günstigerem Klamotten wieder. Aber zurück zu eBay. Ich kam mich noch guter erinnern, wie ich damals versucht habe, DVDs zu ersteigern oder alte Kinderstühle für meine Eltern zu verkaufen. Und genau wie ich sind damals auch Millionen andere Userinnen auf der Plattform aktiv, um Sachen zu ersteigern oder zu verkaufen, wobei teilweise auch die schrecksten Produkte einen Käufer fanden. Das erste Produkt, was jemals über den eBay-Marktplatz verkauft wurde, war z.B. ein Defekter Laserpointer. eBay ist jedenfalls im September 1998 in den USA an die Börse gegangen, also in jene Monat in dem in Deutschland die Bundestagswahl war. Die Aktie startete im Handel mit 18 US Dollar und war nach einem Tag schon 53 Dollar 50 wert. Auch Zionsplattformen war plötzlich ein Milliarden Unternehmen und auf einen Schlag Und auch die Umsätze explodierten von ein paar Hunderttausend im Jahr 1996 auf fast 50 Millionen US Dollar im Jahr 1998. Die Samvas haben dieses Potenzialerkannt und sie sahen auch, dass eBay noch nicht in Deutschland aktiv war. Am 19. Februar 1999 wird die Alando.de-Aktiengesellschaft in Köln gegründet. Was sie von Anfang an immer gewusst haben ist, wenn wir ein Modell nehmen, was wir wissen, was funktioniert. Dann haben wir eine wesentlich höre Erfolgschanz, als wenn wir was komplett selbst erfinden, wo wir keine Ahnung haben, ob es funktioniert oder nicht. Und deshalb haben sie über den Teich geschaut, zu dem größten Internetmarkt damals zu dem größten Venture-Curplemarkt, zu den zumal wichtigsten Unternehmern, die diese Business-Modelle aufgebaut haben, haben gesagt, okay, wir schauen uns da an, was funktioniert und nehmen das rüber. Das macht viel mehr Sinn als, sozusagen, selber, was zu erfinden, hier in Deutschland. Das ist Niko Wäsche, ein Investor und Business-Angel. Er hat auch damals die Alando-Gründung als Business-Angel unterstützt. Die Alando-Gründer haben damals eine Reihe von Unterstützern für ihr Start-up gewonnen. So hat zum Beispiel auch Horst Albach investiert, ein Professor von Oliver Samva an der VHU. Und noch jemanden konnten die Samvas von ihrem Projekt überzeugen. Stefan Schambach. Der Unternehmer war damals so etwas wie eine Legende im E-Commerce-Bereich, das Firma Inter-Shop, die erste Standards-Shop-Software gebaut hatte. Stefan Schambach hatte damals ein Büro in San Francisco in der Townsend Street, in der Nähe der Oakland Bay Bridge. Wer zu ihm wollte, braucht er einen Termin. Eigentlich. Als ich mit ihm gesprochen habe, erinnert er sich, wie eines Tages plötzlich Mark und Oliver Samva in seinem Büro sitzen. Sie hatten sich offenbar am Empfang vorbei geschmuggelt. Stefan Schambach erzählt, dass er sie normalerweise einfach weggestickt hätte. Aber irgendwie erschienen sie ihm clever. Und außerdem sah er eine große Chance. Er hat mir gesagt, für mich war klar, entweder wird Iber in Europa selbst etwas machen, oder man legt ihnen etwas hin, wo sie nicht nein sagen können. Doch das alles auf Alando hinausläuft, ist damals längst nicht gesagt. Denn der Markt ist extrem unkämpft. Und deswegen war er für die Alando-Gründer Leute wie Nico Wäsche so wichtig. Denn der konnte den Kontakt zu einem Unternehmen aus dem Schwarzwald herstellen, zu Living Systems. Die hatten damals eine Software für Internetmarktätze gebaut. Und genau so etwas brauchte Alando um schnell zu starten. Was ich wirklich interessant fand, ist auch, dass die Samva-Blöder von Anfang an die Technologie war, sozusagen nur ein Mittel, um das Ziel zu erreichen. Das allerwichtigste war der Aufbau von dem Marktplatz. Und ich glaube, das, was viele Leute heute nicht mehr so wirklich im Visier haben, ist, wie viel Wahnsinnig, viel Competition ist damals gab, für dieses eBay-Modell in Deutschland. Also es war ja nicht nur QXL vom Tim Jackson, war ja ein ehemaliger Financial Times Journalist, der das aufgebaut hat. Und du hattest ja Stefan Glenser mit Ricardo in Deutschland. Es gab mindestens noch einen Dutzend, die das gleiche gemacht haben. Competition bei Immens, aber alle haben sich so sehr stark auf die Implementierung und die technologischen Aspekte konzentriert. Während die Samva-Blöder gesagt haben, hier muss ein Markt aufgebaut werden. Wie kriegen wir das Supply-Sight und die Nachfrage-Seite eben rechtzeitig hin, sodass die einen Super-Ramp aberzielen, sodass dieser Markt auch funktioniert? Ich glaube, das war der große Vorteil von Alando. Ich wirklich ganz, ganz schnell auf die Nachfrage und Angebotseite zu konzentrieren. Die Samva-Blöder und ihre Mitgründer ziehen damals nach Berlin. Sie haben dort praktisch keine Freunde und kein Netzwerk, doch genau darum geht es. Nicht soll sie von der Arbeit ablenken. Die sechs arbeitet in praktisch rund um die Uhr. Wahrscheinlich anten sie schon damals, dass es auf Geschwindigkeit ankommen würde. Denn die Konkurrenz war extrem groß. Und andere Firmen hatten einen Vorsprung, zum Beispiel Ricardo. Die Firma war 1998 von Stefan Glenser, Christoph Linkwitz und Stefan Wissgemein gegründet worden. Das Hamburger Unternehmen setzte ebenfalls auf ein digitales Auktionsmodell, wenn auch etwas anders als eBay, wie Stefan Glenser mir erzählt hat. Und saß ein Moderator und hat in fünf Minuten Slots Produkte versteigert. Und die User konnten auf Geldscheine klicken und dann wurde das dann innerhalb von fünf Minuten versteigert. Und der Auktionator, der Moderator, der am Ende 1 zum 1/2/3 ab und das war es. Das war sozusagen so, wie wir uns vorgestellt haben in der Auktion machen, wie wir das im Internet abbilden. Ricardo war erst im Juli 1998 gegründet worden. Trotzdem ging das Unternehmen schon ein Jahr später in Frankfurt an die Börse. Denn Deutschland war damals im digitalen Goldrausch. 1996 war die Telekom an die Börse gegangen. Damals gab es im gesamten Jahr insgesamt 14 Börsengänge. 1999 waren es 175. Aus gerade erst gegründeten Firmen wurden über Nacht Millionen Unternehmen, obwohl technisch längst nicht alles perfekt lief. Es war technisch eine extrem große Herausforderung, weil, also bei Fahrrad, sagen wir, ist der Anstrom noch relativ harmlos. Wir mussten dann irgendwann die Zahl der in einem Raum befindlichen und mitbieter reduzieren. Ich glaube, auf 500 oder 1.000 Teilnehmer, weil wenn 500 oder 1.000 Teilnehmer zeitlei simultan auf einen Knopf drücken, war das schon eine ziemliche Belastung. Das war auch also Spaghetti Code. Also das hatte mit einer richtigen schönen Programmierung ganz relativ wenig zu tun, jedenfalls dieser Teil in unserer Website. Die Live-Aktion war ein purer Spaghetti Code. Aus heutiger Sicht fürchterlich, damals wussten wir es nicht besser. Aber es hat dazu geführt, dass die Menschen, die die User, die aus heutiger Sicht wenigen User, die es damals gab, aber sehr viel darüber gesprochen haben. Und wir zurückgegangen haben, was hatten wir so 30.000, 50.000 neue Registrierungen pro Monat. Was wir damals jetzt hatten schon unglaublich große Zahlen. Die Orlando Gründer müssen sich etwas einfallen lassen, um in diesem aufgeheizten Umfeld schnell auf sich Aufmerksam zu machen. Sie arbeiten in Berlin praktisch Tag und Nacht an ihrem Marktplatz, der schon wenige Wochen nach der Gründung Anfang März 1999 online gehen soll. Das genaue Datum kann man heute noch in einem Artikel der Wirtschaftswochen nachlesen, denn die veröffentlichte zum Start einen exklusivartikel über das Gründer-Team. Oliver Samwa hatte den Silicon Valley-Kaurrespondenten der Vivo angeschrieben, als er noch in den USA war. Später haben sie sich dann auch noch in Deutschland getroffen. Matthias Hohnsee kann sich noch gut an die Gespräche erinnern. Oliver Samwa noch mehrmals angerufen haben soll, um nachzufragen, wann der Artikel erscheint. Samwa drängte demnach auf eine schnelle Veröffentlichung, um dann in typischer Oliver Samwaart zu ergänzen, dass man ansonsten zum Spiegel oder zu Kapital gehen könne. Im Artikel in der Vivo steht übrigens auch, dass der britische Anbieter QXL schon eine Übernahme angeboten haben soll, obwohl Orlando mit seinem Markt das nicht mehr liefer war. Ich war damals leider zu jung, um mich an die Zeit wirklich zu erinnern, aber es dürfte ungefähr so wie bei den Simpsons gewesen sein. Was war das noch, was du mit deiner Firma machen willst? Die industrielle Entwicklung geht so schnell, dass man das nicht erklären kann. Kompuglobalhyper-Meganet, Juniwaffizipräsident Homer Simpson am Apparat mit wem darf ich sie verbinden? Okay, ein bisschen mehr Substanz gab es bei Orlando schon. Aber natürlich war das Unternehmen in der kurze Zeit auch ein Stück weit mit heißer Nadel gestrickt worden. Immerhin galt es schnell zu sein, um den Wettlauf mit der Konkurrenz zu gewinnen. Es zeigt sich auch mit Blick auf den Namen, denn lange Zeit ist gar nicht klar, wie das Start-up einmal heißen soll. Für den ersten Presserartikel ist der Name aber notwendig, also überlegen die Gründer. Ein Kriterium? Der Name soll mit A anfangen, damit die Seite in den damals noch üblichen Webseiten verzeichnet ist ein ganz vorne steht. Da hat einer der Gründer plötzlich eine Idee. Gibt es da nicht diesen Sommerhit von Luna? ♪ Orlando, Orlando, amigo, Adios, Adios, es Silentio, Orlando. ♪ Der heißt zwar bei Orlando statt Orlando, doch was soll's? Ansonsten hat das Gründer-Team aber offenbar einen recht genauen Plan, wie es das Unternehmen aufbauen will. Oliver Samber hat jedenfalls mal erzählt, wie die Gründer den Start von Orlando vorbereitet haben. Sie hätten damals bewusst auf die Aliger gesetzt, hat er gesagt. Die Software kam von Living Systems, die Hardware von San Microsystems, die von Deutschen Ende Bächtholzheim gegründet wurde, und für die PR setzt das Team auf die Hamburger Agentur Faktor 3, die damals auch den Internet giganten AOL in Deutschland vertritt. Mit dem Medienkonzern Hubert Burda und dem Risikokapital über Wellington konnte das Team außerdem zwei größere Investoren im Business Angels gewinnen. Gleichzeitig startet das Orlando-Team auch immer wieder Aktionen, mit denen es für Aufmerksamkeit sorgen will. Zum Beispiel einen Ferrari, Startpreis, eine Demark. Hier hört ihr, wie sich Kokründer Jörg Rheinwald an die Aktion erinnert. Aber den Ferrari, das kann ich genau beschreiben, weil das hat mich mehrere Lebensjahre gekostet. Das war ein Freund von Max, der hat halt so ein Ferrari, ein wunderschönen Rhein-O-8 GTB, war das glaube ich, oder GTS. Und dazu ein Buch, wo dieser Ferrari, das war überall diese Modelserie und das war genau dieses Auto in diesem Buch. Und er wollte den verkaufen. Und dann haben wir gesagt, super, wenn du den verkaufen willst, den kannst du mega gut bei uns verkaufen. Top-good Autos bei Orlando zu verkaufen, gerade wenn die selten sind, Auktionsmodell, wenn die Leute alle drauf bieten. Dann hat er gesagt, ja, das ist ja noch ganz neu, ich weiß nicht. Dann könnt ihr mir nicht versprechen. dass ich einen Preiskriege und irgendeiner von uns hat sie dann versprochen. Ich weiß auch nicht mehr genau wer es war. Auf jeden Fall saßen wir darum, und wir haben damals gab es sehr viel Bannerwerbung. Wir haben dann so Banner gemacht, Ferrari ab einer Mark. Wir gab es auch noch die Dehnmark und da wurde viel drauf geklickt. Und dann haben die Leute halt auf den Ferrari geboten und der pendelte immer so unter 10.000 Mark. Also die Leute haben dann irgendwie noch mal einen Markt draufgelegt. Auch für 7.443 Mark, nämlich den. Und wir haben dann immer geguckt und gedacht, oh nee, das Auto ist immer noch sehr weit weg. Davon hat gesagt, was es eigentlich wert ist. Und dann ist das die ganze Zeit bis zum letzten Tag. Es ist nicht wirklich gestiegen, sondern irgendwie bei 30.000 Mark oder so. Und es war deutlich über 100 Wert. Und wir haben dann schon so einer gesessenen Überlegen. Wie erklären wir es jetzt unseren, wie sie es ist? Und wir und unseren Enten, dass wir ihr Geld ausgegeben haben für die Ferrari, die uns noch nicht mal gehört. Und das wird doch schon egal wird schon. Und dann kam halt das Ende der Aktion und dann ist der Preis halt hoch geschossen. So wie das dann halt ist. Und das haben wir dann aber zum ersten Mal sehr beruhigend gesehen. So, oh, zum Glück gibt es Leute, die dieses Autor haben wollen. Es ist dann für einen richtig guten Preis verkauft worden. Und wir haben wirklich einen sehr erleichtert, dass das geklappt hat. Und ja. Mit solchen Aktionen generieren die Gründer viel Aufmerksamkeit. Und es sollten viele weitere Folgen. Der Spiegel schreibt, dass ein Brief von Friedrich Schiller versteigert wurde. Und ihr gering bald erinnert sich noch an einer Aktion. Bei der 1999 der legendäre Gelbe Poluna von ex-Ausminister Hans Dietrich Genscher versteigert wurde. Gleichzeitig kämpfte das Gründer team innerhalb der Branche auch mit harten Bandagen. Stefan Glenser erinnert sich jedenfalls, dass bei Ricardo ziemlich schnell eine Abwarnung im Briefkasten lag. Ricardo sollte nicht mehr behaupten, das größte Auktionshaus zu sein. Stefan Glenser griff damals zum Hörer und rief magsam war an. Die beiden verständigten sich darauf, dass einfach keiner von beiden mehr diese Behauptungen nutzen würde. Ein anderes Mal ging es darum, wer als Auktionsplattform bei Tionline eingebunden würde. Das war damals die reichweiten stärkste deutsche Internetseite. Ricardo hatte sich Hoffnung auf die Platzierung gemacht. Doch dann kamen die Alando Gründer und überboten die Konkurrenz um ein Vielfaches. Es ist eine Methode, die Oliver Samwa auch später noch bei anderen Gründungen anwenden sollte. Und die erlaubt Stefan Glenser auch in der Vergangenheit schon ausprobiert hatte. Und irgendwann hat Oliver erzählt, "Neja, also meine Artitüle, meine Eidstände zu wissen, es hat sich eigentlich seit den frühen Kindheitstagen nicht großartig verändert. Also auch schon früher, wenn wir Piratenschiffe, wenn wir Piraten gespielt haben, was mir eigentlich egal, ob die andere bessere Kapitäne waren, oder ob die bessere Boote hatten. Also ich habe ausschließlich dafür gesorgt, dass ich zehn Mal so viele Kannungen abv. 10. Für den deutschen Markt reichte diese Strategie. Internationale hätte Oliver Samwa damit vermutlich Schiffbruch erlitten. Denn der Stern von Iber-Ebegan nach dem Börsengang immer rasant hat zu steigen. Doch wahrscheinlich hatte Oliver Samwa auch nie vor gegen Iber anzutreten. Denn die Optik von Alando Ehner, der schon frappierend der des US-Vorbilds. Oliver Samwa soll es gewesen sein, der eines morgens entschied, alle bisherigen Entwürfe in die Tonne zu hauen und stattdessen bei Iber abzukupfern. Warum? Darüber gibt es unterschiedliche Darstellung. In einer Biografie über die Samwas heißt es, Oliver Samwa sei einfach davon ausgegangen, dass es einen Grund geben müsste, dass Iber mit dieser Art von Aufbau so lange erfolgreich war. Investor Stefan Scharnbach hat mir hingegen erzählt, es hätte für sein Investment im einstelligen Millionenbereich ein Agreement gegeben. Ich investiere in Alando, wenn der Marktplatz soweit wie möglich kompatibel zu Iber aufgebaut wird. Das hätten die Samwas dann auch bei rechtlich unbedenklichen Dingen gemacht. Ob und welche Variante stimmt, kann ich nicht beurteilen. Mit Gründer Jörg Reinwald sagt, dass ein Verkauf an Iber ursprünglich gar nicht der Plan gewesen sei. Stattdessen habe man eigentlich eher an einen Börsengang gedacht. Dennoch. Aus Sicht der Gründer war es natürlich extrem sinnvoll, sich stark an Iber zu orientieren und das eigene Unternehmen möglichst ähnlich zu bauen. Denn das Iber nach dem Börsengang weltweit expandieren würde und Deutschland dabei ein interessanter Markt wäre, das war absehbar. Und letztlich war klar, Iber würde vermutlich nur ein Unternehmen in Deutschland kaufen. Und das sollte Alandos ein. Und irgendwann stand tatsächlich Iber Gründer Pierre Omidja im Büro in Berlin Kreuzberg. Und dann haben wir uns getroffen und haben sehr lange miteinander gesprochen. Wir hatten eigentlich vor 90 Minuten miteinander zu reden und haben dann aber ein paar Stunden geredet. Und genau am nächsten Morgen wollte er dann noch mal reden und wissen, ob wir uns vorstellen können, das irgendwie zusammenzumachen. Die Alando-Gründer hatten dem Iber Gründer ein gebührenden Empfang bereitet und sogar praktikant in überredet, früher zu starten, damit das Büro beim Besuch voller Außer. Alando war zu diesem Zeitpunkt noch kein halbes Jahr alt. Es war einfach sprechen, aber für Iber der einfachste Weg nach Deutschland. Unter den Alando-Investoren waren Anfangs nicht alle für einen Verkauf. Am Ende kam es doch so. Am 15. Juni 1999 übernahm Iber Alando im Austausch gegen 316.000 Iber Akzien. Das entsprach einem Kaufpreis von umgerechnet 90 Millionen D-Mark. Die Gründer waren plötzlich reich. Ich weiß nur, dass ich meiner Bank nicht beschalt gesagt hatte, dass ich die Transaktion gemacht habe. Und ich zu dem Zeitpunkt wirklich all mein Geld irgendwie benutzt hatte, um irgendwelche Alando-Sachen zu machen. Und mit ziemlich riesen Spesenkontor hatte. Und ein ziemlich ausgenmerkses Jirokonto. Und ich hatte am Tag vorher meine EC-Karte eingefroren. Und mein Banker hatte mich angerufen. Jetzt müsste du wirklich mal was einzahlen, sonst ist es nicht gut. Und dann bin ich irgendwie abends nach dem Büro zur Bank lau, also zum EC-Automaten von der Deutschen Bank gegangen, um da zu gucken, ob ich noch irgendwie Geld kriege um mein Abendessen zu bezahlen. Und dann war meine Karte weg. Also es hat die einfach eingezogen und bin ich mir wiedergegeben. Dann habe ich ihnen halt angerufen und meinte, man sagt mal, was ist denn da los, meine Karte ist weg, ich würde mir gerne was zu essen kaufen. Und dann meinte, hier ist irgendwas kaputt. Und dann meinte ich so wie. Ja, hier ist irgendwas kaputt, dein Konto ist nicht mehr im Minus, aber das kann nicht stimmen. Und dann meinte ich so was. Da ist sie irgendwie, dann hat irgendjemand total viele Aktien eingeliefert von irgendwas. Das heißt, eBay und Geld überwiesen. Ziemlich viel. Und dann meinte ich, ja, das hat das gehört so. Und dann meinte, okay, dann gebe ich deine Karte jetzt wieder frei. Mit nicht einmal 30 Jahren waren die Samwa-Brüder-Millionäre. Doch sie hat noch lange nicht genug. Nach nur wenigen Monaten verließen sie eBay, um ein neues Projekt zu starten. Durch das ihr Image in Deutschland allerdings nachhaltig beschädigt wurde. Denn einige sahen in ihnen plötzlich nicht mehr die gewitzten Gründer, sondern abzocker und verbrecher. Warum? Das erzählen wir in der nächsten Folge von "OMR Rabbit Hole", die Samwa Story. Wir haben natürlich auch die Samwas für den Podcast angefragt und ihnen Fragen geschickt. Bis Redaktionsschluss haben sie nicht darauf reagiert. Das war die erste Folge von "OMR Rabbit Hole", die Samwa Story. Die zweite Folge findet ihr jetzt schon auf unserem Rabbit Hole Kanal. Abonniert ihn, um keine Folge mehr zu verpassen. Den Link dazu haben wir euch in die Schone uns gepackt. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Redaktion und host Florian Renke. Projektmanagement Florian Severin. Postproduktion und Sounddesign Jan Komo-Rofsky. Lili Hun. Florian Damm. Chris Hilbert. Und Hardy Hauffe. Cover Design Simon Bart. Und Executives Producer. Konstantin Buhr. Und Vincent Kittmann. Vielen Dank an alle aus dem OMR-Kosmos, die das Projekt unterstützt und möglich gemacht haben. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Sales Viewer ist ein innovatives Tool, das B2B-Unternehmen wie Stepstone oder Linde bei der Kundenacquisierung unterstützt, indem es deren Interessen auf der Webseite analysiert.
  2. Sales Viewer wird als das beste Tool auf dem hauseigenen Portal OMR Reviews in drei Kategorien ausgezeichnet und kann kostenlos getestet werden.
  3. Die Geschichte der Samwas, drei Brüder aus Köln, ist zentral für das Verständnis der deutschen Start-up-Welt und beeinflusst bis heute zahlreiche Gründungen.
  4. Die Samwas gründeten 1999 Alando.de, ein deutsches Auktionsmodell, das sich direkt an eBay orientierte, um schnell Marktposition zu erobern.
  5. Durch strategische Zusammenarbeit mit Investoren und einem aggressiven Markteintritt gewannen sie früh Aufmerksamkeit und schlossen sich später an Iber an.
  6. Der Erfolg von Alando basierte nicht auf technischer Perfektion, sondern auf der schnellen Marktplatz- und Kundenbindung.
  7. Der Verkauf an Iber im Juni 1999 brachte die Brüder plötzlich reich, obwohl der finanzielle Umfang und die Motivation umstritten blieben.
  8. Die Samwas bleiben bis heute als einflussreiche und kontrovers diskutierte Figuren im deutschen Start-up-Szenario.

Summary:

Sales Viewer wird von der Marke OMR Rapid Hole präsentiert und bietet B2B-Unternehmen eine effektive Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen, indem sie die Interessen von Besuchern auf der Webseite analysieren. Marktführende Unternehmen wie Stepstone oder Linde setzen auf Sales Viewer, das als das beste Tool auf OMR Reviews bewertet wird. com/OMR Rapid Hole möglich.

Parallel wird die Geschichte der Samwas, drei Brüder aus Köln, im Podcast „OMR Rabbit Hole“ erzählt. de, ein deutsches Auktionsmodell, das sich an eBay orientierte und durch schnelle Marktpositionierung und strategische Investorenbeziehungen erfolgreich wurde. Der Verkauf an Iber im Juni 1999 brachte ihnen Millionen, doch der Erfolg wurde durch kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Öffentlichkeit beeinträchtigt.

Die Samwas bleiben bis heute als zentrale und umstrittene Akteure im deutschen Start-up-Bereich. Die Episode beleuchtet sowohl die technische als auch die soziale und finanzielle Wirkung dieser Gründung, die als Vorreiter der digitalen Wirtschaft in Deutschland gilt.

FAQs

OMR Rapid Hole ist ein Podcast, der sich mit der Geschichte der Samwa-Brüder und ihrem Einfluss auf die deutsche Start-up-Szene beschäftigt.

Die Samwa-Brüder sind Alexander, Marc und Oliver Samwa aus Köln, die als Gründer von Unternehmen wie Zalando, HelloFresh und Delivery Hero bekannt sind und das deutsche Start-up-Ökosystem maßgeblich geprägt haben.

Sie haben durch die Gründung von erfolgreichen Internetunternehmen wie Zalando und HelloFresh die deutsche Start-up-Szene vorangetrieben und geprägt, insbesondere in Berlin und Köln.

Die drei Brüder haben sich im Jahr 1999 auf die Geschäftsmodelle von eBay gestützt und gründeten Alando.de, um ein ähnliches Auktionsmodell in Deutschland aufzubauen.

Alando wurde erfolgreich, weil die Gründer sich stark an das Geschäftsmodell von eBay orientierten und schnell auf den Markt kamen, wobei sie auf Marktforschung und Nutzerinteresse setzten.

Ja, im Juni 1999 übernahm Iber Alando im Austausch gegen 316.000 Aktien, was den Gründern zu einem erheblichen Vermögen führte.

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