Die Psychologie von Borderline: Krankheitsbild, Symptome & Verhaltensmuster #79
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Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine verbreitete Störung, die etwa drei Prozent der Bevölkerung betrifft. Sie zeigt sich an intensiven, unregulierbaren Emotionen, einem ständigen Gefühl der inneren Leere und einem instablen Selbstbild. Betroffene haben starke Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen, die durch Angst vor Ablehnung, schnelle Reaktionen auf kleinste Konflikte und Wechsel zwischen Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet sind. Emotionale Auslöser wie Erinnerungen oder persönliche Erfahrungen können plötzlich panikartige oder tiefgreifende Gefühle auslösen. Ein entscheidendes Merkmal ist das häufige Auftreten von selbstverletzendem Verhalten, das als kurzfristige Entspannung dient, jedoch langfristig schädlich ist. Die Therapie zielt darauf ab, alternative, gesunde Bewältigungsstrategien wie körperliche Wahrnehmung oder Sinnesreize zu entwickeln, um die emotionale Regulation und die Selbstwahrnehmung zu stärken. Die Störung ist vielfältig und individuell, wobei jeder Betroffene unterschiedliche Symptome und Reaktionen zeigt. Es wird betont, dass Selbstverletzung zwar ein häufiges Phänomen ist, aber kein wirksames oder gesundes Lösungsmodell darstellt. Die Podcast-Folge vermittelt einen tieferen Einblick in das Störungsbild und leitet das Publikum in die Versetzung und Verständnis ein, ohne Diagnose oder Therapie zu ersetzen.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Paar-Psychologie-Podcast-Folge.
Vielleicht hast du schon mal von dem Begriff Borderline oder Borderline-Persönlichkeitsstörung gehört.
Heute möchte ich mit dir die Psychologie von Borderline ein bisschen besser verstehen,
das Krankheitsbild, die Symptome und Verhaltensmuster.
Dabei schauen wir uns an, was die Borderline-Persönlichkeitsstörung ausmacht,
wie häufig sie auftritt, wie sie sich äußert und was man genau sich darunter vorstellen muss.
Ich glaube, viele Begriffe, die natürlich aus der Psychotherapie kommen
und so ein komplexes Störungsbild wie Borderline abbilden,
sind manchmal nicht ganz einfach zu verstehen,
wenn man sich noch nie damit beschäftigt hat
oder Informationen dazu sich holen möchte.
Das heißt, das nehmen wir heute mal in Angriff.
Außerdem werde ich kurz auf die Ursachen von Borderline und mögliche Therapien eingehen.
Am Ende findest du noch Ressourcen und Hilfen.
Hilfsangebote, wenn gerade akut Probleme auftauchen,
die verlinke ich auch noch mal in der Podcast-Beschreibung.
Bevor wir jetzt jedoch anfangen mit den Inhalten,
muss ich noch einen kurzen Disclaimer loswerden.
Zum einen,
ersetzt diese Podcast-Folge natürlich in keinster Weise eine Diagnose
vom Arzt, Ärztin oder von einer Psychotherapeutin einem Psychotherapeuten
und sie ersetzt auch keine Therapie.
Außerdem werden wir hier auch schwierigere und empfindliche Themen
wie selbstverletzendes Verhalten besprechen.
Achte da also darauf, ob das gerade für dich möglich ist zu hören oder nicht.
Da ich in dieser Podcast-Folge nicht nur auf die Diagnostik eingehen möchte,
und es mir immer wichtig ist, dass man so ein bisschen das besser verstehen
und nachempfinden kann, wie es Menschen mit Borderline geht,
kommen hier auch Leute zu Wort, die davon betroffen sind.
Ich werde hier allerdings nicht die echten Namen verwenden.
Das sind teilweise Dinge, die ich in Foren gefunden habe,
wo sich Menschen ausgetauscht haben zum Thema
oder auch Zitate von Menschen, mit denen ich gesprochen habe.
Das heißt, das wirst du hier wiederfinden,
damit man das ein bisschen besser greifen kann
und sich auch besser hineinversetzen kann in die Situation.
Denn Borderline ist natürlich eine ganz bestimmte und sehr individuelle Störung,
die auf einem Spektrum überhaupt erst mal stattfindet,
aber eben auch für jeden etwas anders aussehen kann.
Und ich möchte hier erst mal nur einen Überblick geben
mit ein paar einzelnen Beispielen,
dass man wie gesagt ein Gefühl dafür bekommen kann.
Das deckt hier aber in keinster Weise das gesamte Spektrum
der Borderline-Persönlichkeitsstörung ab.
Gut, jetzt haben wir die Disclaimer
und die inhaltlichen Angaben schon mal so ein bisschen aus dem Weg.
Lass uns jetzt eintauchen in das Thema.
Starten wir erst mal mit ein paar Key Facts
zum Thema Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Das ist eine ziemlich verbreitete Persönlichkeitsstörung,
von der ungefähr drei Prozent der Menschen betroffen sind.
Wenn wir also über eine Persönlichkeitsstörung,
in diesem Fall die Borderline-Persönlichkeitsstörung sprechen,
geht es darum, um relativ stabile Muskeln,
die wir über die Zeit in verschiedenen Situationen
immer wieder ähnlich zeigen.
Wir werden uns jetzt gleich die drei großen Dimensionen angucken,
über die sich die Störung zeigt.
Das sind einmal Emotionsregulationen.
Hier werden Emotionen sehr viel intensiver und länger wahrgenommen,
können schlechter reguliert werden als bei Menschen ohne Borderline.
Beim Thema Identität, das ist die zweite große Dimension,
da ist zentral ein Gefühl der Leere und starke Schwankungen im Selbstbild.
Und das dritte ist soziale Interaktion,
also Schwierigkeiten in Bezug auf Nähe, Distanz,
in Partnerschaften, in der Familie
und dass es ein Problem damit gibt,
sozusagen Menschen zu überhöhen
oder schnell im Rückzug in der Entwertung zu sein.
Das schauen wir uns jetzt gleich nochmal ganz in Ruhe an,
weil, wie gesagt, das sind die drei großen Punkte
und über die kann man die Borderline-Persönlichkeitsstörung besser verstehen.
Fangen wir an mit dem ersten großen Punkt Emotionen und Emotionsregulationen.
So ist es bei Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung so,
dass oft kleine Anlässe schon reichen, um sehr heftige Emotionen auszulösen,
also die einen auch sehr stark beeinflussen,
wo dann wirklich so eine Flutwelle an Emotionen ausgelöst wird.
Dabei sind nicht alle Reize natürlich irgendwie gleich stark,
aber es gibt bestimmte Punkte, die vielleicht den Selbstwert betreffen,
oder bestimmte Erinnerungen in uns vorrufen,
die vielleicht auch dramatischer Art sind
und dann wird eine große Emotion oder mehrere größere Emotionen freigesetzt.
Hier ein Zitat von Xenia:
"Für mich ist eben Nervosität sofort gleich wie eine Panikattacke
oder Traurigkeit ist für mich die tiefste Depression
und Glücklichsein die höchste Euphorie."
An diesem Zitat merkt man sehr deutlich,
dass die Emotionalität eben sehr stark überhöht ist,
sehr heftig und sehr lang und intensiv wahrgenommen wird.
Diese Emotionalität wird vielleicht auch besonders krass im Körper gespürt,
zum Beispiel durch ein Brennen auf der Haut oder Stechen in der Brust.
Ari würde das so beschreiben:
"Ich spüre körperliche Schmerzen in der Brust
und möchte mir immer wieder ins Herz stechen, damit es aufhört.
Das nervt.
Wenn ich wütend bin, habe ich das Gefühl, dass meine Haut brennt.
Und wenn ich ängstlich bin, habe ich das Gefühl, dass ich jeden Moment sterben werde."
Du kannst dir bei solchen Aussagen sicher denken,
wie schwierig es ist, mit so etwas immer wieder konfrontiert zu werden
und diese Heftigkeit der Emotionen dann kontrollieren und auch regulieren zu müssen.
Das beschreibt auch Tarek, wenn er sagt:
"Meine Wut ist außer Kontrolle.
Wenn das etwas in mir auslöst, schreie ich in Sekundenbruchteilen, manchmal werfe ich Dinge."
Und das ist das Beängstigende daran.
"Die plötzliche Gewalt, die von mir ausgeht, ist so inakzeptabel und verwerflich.
Ich weiß nicht mehr, wie ich es aufhalten soll.
Ich kann mich nicht beherrschen.
Es ist, als hätte ich mich auf die emotionale Stabilität eines Fünfjährigen zurückentwickelt."
Für Menschen, die diesen heftigen Emotionen ausgesetzt ist,
ist es natürlich auch im weiteren therapeutischen Verlauf zum Beispiel extrem wichtig,
zu lernen, wie man diese Emotionen besser regulieren kann.
Doch häufig wird einem das nicht beigebracht und manche Menschen,
würden dann eher zu anderen Formen greifen, um diesen inneren Druck,
um diese sehr, sehr starke Anspannung, die von den Emotionen ausgeht, zu regulieren.
Dabei greifen ca. 70-80% der Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung
auch auf selbstverletzendes Verhalten zurück.
Dies gehört z.B. zusammen mit Hochrisikoverhalten oder auch Intoxikation
zu dysfunktionalen oder maladaptiven Bewältigungsstörungen.
Das bedeutet, dass die Personen versuchen, irgendwie mit diesem inneren Anspannung umzugehen,
aber auf Lösungsstrategien zurückgreifen, die nur kurzfristig wirken und langfristig negative Schäden haben.
Jetzt kann es für Menschen, die noch nie in so einem ähnlichen emotionalen Anspannungszustand
lange, lange Zeit - das geht ja leider nicht weg, das ist ja chronisch - sich befunden haben,
für die kann es sehr befremdlich sein, der Gedanke, dass man sich selbst verletzen würde.
Tatsächlich ist es so,
dass selbstverletzendes Verhalten aus vielen unterschiedlichen Gründen "genutzt" werden kann.
Zum einen ist es für manche so, dass über die Schmerzempfindung ein Relief stattfindet,
also dass dieser innere Druck dadurch irgendwie ein bisschen weniger wird,
dass ein kurzfristiges Entspannungsgefühl entsteht.
Ich möchte da aber nochmal Betroffene selber zu Wort kommen lassen.
Für Xenia ist es z.B. so:
"Mir selbst Schnitte zuzufügen an meinem eigenen Körper ist eine bewusste
Entscheidung, die ich treffe. Und der innere Schmerz, der war so unlokalisierbar.
Ich wusste nicht, wo der sitzt, und ich konnte den nicht wegmachen.
So habe ich es dann versucht, mit dem Schneiden selbst zu entschneiden, wo der Schmerz sitzt."
Für Ari ist das z.B. so:
"Durch den Schmerz habe ich dann versucht, mich wieder aus dieser Situation rauszubekommen,
weil es wirklich sehr schwer ist, da rauszukommen."
Bei einer starken inneren Anspannung ist es sehr wichtig,
wieder in den Körper zu kommen, sich zu erden und wieder zu fühlen.
Und da kann man in dem Zuge schnell vielleicht auf selbstverletzendes Verhalten
aufspringen und das nutzen.
Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten, den Körper zu spüren
und wieder zurück in den Körper zu kommen, die eben langfristig keine Schäden haben.
Dazu gehören z.B. starke Sinneseindrücke wie Chili-Bonbons, Hitze, Kältereize.
Manche Leute nutzen auch Ammoniak. Das ist aber ein ganz,
ganz heftige Sache, da muss man auch vorsichtig mit sein.
All das können aber wichtige Alternativen sein,
um nicht zu selbstverletzendem Verhalten greifen zu müssen.
Kommen wir nun zu der zweiten großen Dimension, das Thema der Identität.
Für viele Betroffene ist es nämlich so, dass sie unter einem Gefühl der inneren Leere leiden,
was jetzt so ein bisschen kontra dieser starken, starken emotionalen Anspannung steht.
Das kann sich anfühlen wie ein ständiges Vakuum, was schwer
zu füllen ist. Ari beschreibt es so: "Ich beschreibe das immer wie ein schwarzes Loch in
Brust. Ein schwarzes Loch, das alle Emotionen, die man hat, aufsaugt. Für Tarek ist es ein bisschen
anders. Bei ihm fühlt sich das eher so an. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich außerhalb meines
Körpers lebe und nur eine Hülle bin, die in einer seltsamen Form herumläuft. Ich weiß auch nicht,
wer ich bin. Es ist nicht konstant, aber hin und wieder spüre ich es. Hier hört man raus,
dass es schwierig ist, diese Verbindung zu sich selbst konstant zu spüren, konstant ein Gefühl
für die eigene stabile Identität zu haben, zu wissen, wer man ist, sich auch selbst in der Welt
stabil zu fühlen. Wenn ich Schwierigkeiten damit habe, mich selbst und meine Identität zu spüren,
dann bin ich natürlich auch etwas abhängiger oder deutlich abhängiger von der Bewertung von
anderen. Das kann zu einem instabilen Selbstwertgefühl führen, was hin und her schwankt
und stark von äußeren Einflüssen abhängig ist. Das bedeutet aber auch, dass die Ablehnung oder
die Kritik besonders heftig sich anfühlen kann und dazu sorgt, dass man sich dann zurückzieht,
sich isoliert und dadurch noch einsamer ist mit dem eigenen Gefühlschaos innerlich oder eben
dem Gefühl der inneren Leere. Und das kann wiederum gerade im zwischenmenschlichen Bereich
natürlich für eine enorme Zerrissenheit sorgen, wo man auf der einen Seite den
Wunsch nach Nähe hat und auf der anderen Seite starke Ängste vor Ablehnung hat. Diese dritte
Dimension, die soziale Interaktion, die zwischenmenschlichen Dinge, die schauen wir uns
jetzt an. Du kannst dir sicher vorstellen, dass gerade diese zwei Punkte Identität und
Emotionsregulation zusammen im zwischenmenschlichen Kontext einiges verändern können. Das kann zum
Beispiel dazu führen, dass man in romantischen Beziehungen eben sehr stark auf negative
Beziehungen, die man in der Welt hat, sehr stark auf negative Beziehungen, die man in der Welt hat,
reagiert oder sie überhaupt schneller als negativ einordnet, also eine schnellere negative
Wahrnehmung von einer Situation hat und dann entsprechend heftig reagiert, weil dies natürlich
auch wieder starke Emotionen auslöst. Für Xenia ist das in ihrer Beziehung zum Beispiel so. Für
meinen Partner sind es dann nicht wirklich Konflikte, sondern kleine Diskussionen, aber in meinem Kopf
sind es einfach riesige emotionale Bomben, die auf mich einschlagen, einfach weil ich dann meist das
Gefühl habe, warum sage ich das? Und das ist dann auch ein bisschen ein bisschen ein bisschen
so, dass ich mich nicht mehr so fühlen kann. Also es sind häufig Kleinigkeiten, die aber etwas Großes in
mir auslösen und dadurch belastend werden können. Hier sehen wir jetzt auch gerade diese intensiven
Gefühle, aber auch das Thema, die Angst und die Sorge vor anderen zurückgewiesen zu werden. Das
ist auch sehr häufig Teil von zwischenmenschlichen Beziehungen und kann sich zum Beispiel an
belastenden Verlustängsten zeigen, wo dann sehr viel Energie investiert wird, um die Person daran zu
hindern, einen zu verlassen. Wie man dann mit diesen starken Ängsten vom Verlassenwerden umgeht,
kann sehr unterschiedlich sein. Manche Menschen fangen an zu drohen, dass sie sich etwas antun,
wenn die Person einen verletzt. Für andere ist es so, dass sie schnell Beziehungen abbrechen,
um selbst noch die Kontrolle zu haben und dann zwar ihre Beziehung dann in dem Moment sabotieren,
aber sagen, ich entziehe mich so lieber dem Schmerz, indem ich selber entscheide, was ja als nächstes
passiert.
Wir lassen hier noch mal Xenia zu Wort kommen, die sagt, das Gefühl ist, als würde man jetzt sterben,
weil man ohne diese Person nicht mehr leben kann. Und das kann einen Ball ins Rollen bringen im Kopf,
dass man denkt, oh nein, diese Person mag mich nicht mehr, sie wird nicht bei mir bleiben,
sie wird gehen oder mich wie auch immer verlassen. Ein weiterer wichtiger Aspekt in
zwischenmenschlichen Beziehungen ist der Wechsel zwischen Idealisierung und Entwertung der nahestehenden
Person. Das bedeutet für Menschen, die sich in der Nähe der Person befinden, dass sie sich nicht mehr
bewegen. Das heißt, wenn man sich in der Nähe der Person befindet, dann ist das eine Art Beziehung, die man sich nicht mehr bewegen kann.
Wenn man sich in der Nähe der Person befindet, dann ist das eine Art Beziehung, die man sich nicht mehr bewegen kann.
diese Podcast-Folge sehr gerne noch
erstellen. Dann hoffe ich,
dass du heute viel mitnehmen
konntest, dass dir das
Thema Borderline-Persönlichkeitsstörung
dass das jetzt für dich greifbarer
ist, dass du ein bisschen mitfühlen
konntest, dich ein bisschen hineinversetzen
konntest in dieses Störungsbild
und wir hören uns auf jeden Fall dann
nächsten Freitag wieder zu einer neuen
Paarpsychologie-Podcast-Folge.
Alles Gute bis dahin!
Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
Podcast Summary
Key Points:
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung betrifft etwa drei Prozent der Bevölkerung und zeichnet sich durch intensive, unregulierbare Emotionen aus.
Betroffene leiden unter einem starken Gefühl der inneren Leere und Schwankungen im Selbstbild, was ein instabiles Identitätsgefühl verursacht.
Soziale Interaktionen sind herausfordernd
Emotionale Auslöser wie Erinnerungen oder persönliche Erfahrungen können plötzlich panikartige oder depressive Zustände auslösen.
Ca. 70–80 % der Betroffenen nutzen selbstverletzendes Verhalten als kurzfristige, aber schädliche Bewältigungsstrategie.
Selbstverletzung dient oft als Entspannung, um den inneren Druck zu reduzieren, jedoch ist sie eine dysfunktionelle Lösung.
Alternativen wie körperliche Empfindungen oder Sinnesreize können helfen, den Körper wahrzunehmen und ohne Schaden zu entlasten.
Die Störung ist individuell und spektrumartig, wobei Symptome je nach Person variieren.
Summary:
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine verbreitete Störung, die etwa drei Prozent der Bevölkerung betrifft. Sie zeigt sich an intensiven, unregulierbaren Emotionen, einem ständigen Gefühl der inneren Leere und einem instablen Selbstbild. Betroffene haben starke Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen, die durch Angst vor Ablehnung, schnelle Reaktionen auf kleinste Konflikte und Wechsel zwischen Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet sind.
Emotionale Auslöser wie Erinnerungen oder persönliche Erfahrungen können plötzlich panikartige oder tiefgreifende Gefühle auslösen. Ein entscheidendes Merkmal ist das häufige Auftreten von selbstverletzendem Verhalten, das als kurzfristige Entspannung dient, jedoch langfristig schädlich ist. Die Therapie zielt darauf ab, alternative, gesunde Bewältigungsstrategien wie körperliche Wahrnehmung oder Sinnesreize zu entwickeln, um die emotionale Regulation und die Selbstwahrnehmung zu stärken.
Die Störung ist vielfältig und individuell, wobei jeder Betroffene unterschiedliche Symptome und Reaktionen zeigt. Es wird betont, dass Selbstverletzung zwar ein häufiges Phänomen ist, aber kein wirksames oder gesundes Lösungsmodell darstellt. Die Podcast-Folge vermittelt einen tieferen Einblick in das Störungsbild und leitet das Publikum in die Versetzung und Verständnis ein, ohne Diagnose oder Therapie zu ersetzen.
FAQs
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine psychische Störung, gekennzeichnet durch intensive Emotionen, Schwankungen im Selbstbild und Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen.
Sie betrifft etwa drei Prozent der Bevölkerung und ist damit eine ziemlich verbreitete Persönlichkeitsstörung.
Sie empfinden Emotionen sehr intensiv und lang anhaltend, wobei kleine Ereignisse oft zu panischen oder depressiven Reaktionen führen können.
Menschen fühlen sich oft wie in einem leeren, unfüllbaren Vakuum und haben Schwierigkeiten, eine stabile Selbstwahrnehmung oder eigene Werte zu entwickeln.
Menschen greifen auf Selbstverletzung zurück, um den inneren Druck zu reduzieren, da sie oft keine langfristig wirksamen Strategien zur Emotionsregulation haben.
Die Angst vor Ablehnung ist eng mit der emotionalen Instabilität und dem Gefühl der inneren Leere verknüpft und führt zu extremer Reaktion auf kleine Konflikte.
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