Die Zusammenfassung beschreibt den Durchbruch von ChatGPT im Jahr 2022 als zentralen Moment der KI-Revolution. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Technologie plötzlich für alle greifbar wurde, während Bundeskanzler Olaf Scholz nur „registrierte“, was geschah, und das Tool nie selbst nutzte. OpenAI hatte jahrelang an großen Sprachmodellen wie GPT-2 und GPT-3 gearbeitet, die als „Motor ohne Auto“ galten – ohne benutzerfreundliche Oberfläche. GPT-2 wurde zunächst als zu gefährlich eingestuft, da es für Propaganda missbraucht werden könnte. ChatGPT selbst entstand als scheinbar unbedeutendes Nebenprojekt, um zu testen, wie Menschen mit KI interagieren; intern rechnete man mit wenigen tausend Nutzern. Doch nach dem Launch am 30. November 2022 explodierte die Nachfrage weltweit, beginnend in Japan, und die Server kollabierten unter der Last. Entwickler wie Sean Jane und Nick Turley waren überrascht, dass aus einer simplen Demo ein Massenphänomen wurde. Entscheidend war, dass Nutzer Fähigkeiten entdeckten, die OpenAI selbst nicht geplant hatte – etwa Softwareentwicklung oder Sprachkompetenz. Der Erfolg löste bei Google Panik aus, das seine Suchmaschine bedroht sah. Die Episode zeigt, wie aus einem internen Experiment unerwartet ein Produkt entstand, das die Welt veränderte, und wie selbst Experten die Tragweite ihrer eigenen Technologie zunächst nicht erkannten.
2022 ist das Jahr, in dem das große KI-Experiment von OpenAI so richtig beginnt.
In dem wir alle, auch in Deutschland, zu Teilnehmern dieses Experiments werden.
Ob wir wollen oder nicht.
Ich werde das nie vergessen, meine ersten Chats mit ChatGPT.
Die ersten Momente, in denen KI so richtig greifbar wurde.
Als klar wurde, da ist sie jetzt, die KI-Revolution.
Wenn ich jetzt Bundeskanzler gewesen wäre in diesem Moment,
dann wäre ich wahrscheinlich ausgeflippt wegen den ganzen Möglichkeiten.
Ich hätte tausend Ideen gehabt, was man jetzt alles mit KI machen könnte.
Und wahrscheinlich hätte es ein paar Tage gebraucht,
bis mich meine Mitarbeiter wieder von meinem KI-Zukunftstrip runtergeholt hätten.
Ich war aber 2022 nicht Bundeskanzler.
Bundeskanzler war er hier.
Ich bin Olaf Scholz, Rechtsanwalt, Mitglied des Deutschen Bundestages.
Und ich habe lange als Bundeskanzler unserem Land gedient.
Olaf Scholz ist in Sachen Begeisterungsfähigkeit möglicherweise das Gegenteil von mir.
Ich war komplett euphorisch. Und Scholz?
Ich habe das registriert.
Scholz hat das registriert.
Und etwas zu registrieren ist wohl die scholzigste Art, von einer Revolution zu erfahren.
Insbesondere, dass da wirklich jetzt etwas beeindruckend Neues geschieht,
dessen Dimensionen wir noch gar nicht richtig einschätzen können.
Das Interview mit Olaf Scholz habe ich nicht selbst geführt.
Das war mein Kollege Christian.
Und vielleicht war das ganz gut so.
Weil Olaf Scholz und ich sind vielleicht wirklich die unterschiedlichsten Menschen der Welt.
Wenn ich über die Möglichkeiten von KI nachdenke,
denke ich an die Lösung der ganz großen Problematik.
Die Probleme. Krebs besiegen. Und den Welthunger. Mindestens.
Wenn Olaf Scholz über die Möglichkeiten von KI nachdenkt, klingt das so.
Natürlich ist das, was KI auf alle Fälle uns möglich machen wird, Routinen zu vereinfachen.
Tätigkeiten, bei denen lange Zahlenreihen betrachtet werden.
Am Ende seines Interviews fragt mein Kollege Christian den ehemaligen Kanzler noch,
ob er ChatGPT eigentlich jemals selbst. selber benutzt hat.
Nur, wenn es irgendwo mit dabei war, eigenständig gar nicht.
Herr Söder hat gesagt, er benutzt jeden Tag ChatGPT.
Ich glaube es aufs Wort.
*Klatschen*
Chatbot, ChatGPT, ist faszinierend und fasziniert das Internet.
Das war der Moment der Produktivität, richtig?
Modest und Gamechanger.
Unglaublich gut.
Manchmal hatte man das Gefühl, dass die KI quasi Gedanken lesen kann.
Man darf deshalb trotzdem nicht übersehen, was für mächtige wirtschaftliche Interessen mit deren Handeln verbunden ist.
Die wussten auch damals schon, dass, was sie machen wird, irgendwann ultimativ auch in den Waffen landen.
*Klatschen*
*Klatschen*
Das ist. die OpenAI-Story, Folge 3, der ChatGPT-Moment.
Ich bin Fritz Espenlopp.
Mit dem Release von ChatGPT verändert sich alles, für Sam Altman, für OpenAI, für viele von uns.
Denn der Release von ChatGPT ist der Moment, in dem KI aufhört, ein Thema für Nerds zu sein und zu etwas wird, über das plötzlich alle reden.
Dein Opa, deine Chefin, die Tagesschau.
Eine Revolution, die im November 2022 mit einem fast schon banalen Chatfenster beginnt.
Und mit dem wahrscheinlich uncoolsten und am nervigsten auszusprechenden Namen, den ein revolutionäres Produkt jemals hatte.
Wobei ChatGPT beinahe einen noch bescheuerteren Namen gehabt hätte.
Chat with GPT 3.5.
*Klatschen*
An den sogenannten Large-Language-Modellen arbeitet OpenAI da schon seit Jahren.
Jedes neue Modell bekommt eine neue Nummer.
Ich stelle mir diese Modelle immer ein bisschen vor wie so einen Motor.
Nur, dass es vor ChatGPT kein Auto für diesen Motor gibt.
Also kein fertiges Produkt für die Nutzer da draußen.
Nur der Motor in einer Fabrikhalle.
Aber dieser Motor in der Fabrikhalle von OpenAI wird immer besser.
2019, drei Jahre vor ChatGPT, kann GPT-2 schon auf Knopfdruck Texte erzeugen, für die man sonst ganze Werte erzeugen kann.
2019, drei Jahre vor ChatGPT, kann GPT-2 schon auf Knopfdruck Texte erzeugen, für die man sonst ganze Redaktionen, Werbeagenturen,
herrscharen von Ghostwritern oder ganze Troll-Armeen bräuchte.
Das macht vielen bei OpenAI Angst.
Schließlich wollen hier ja alle, dass KI möglichst sicher entwickelt wird.
Und deshalb verkündet OpenAI damals:
Das Modell ist zu gefährlich für die Öffentlichkeit.
GPT-2, heißt es, könnte als gigantische Propagandamaschine missbraucht werden, als Fake-News-Schleuder.
Das Modell ist zu gefährlich für die Öffentlichkeit. Oder wer weiß, wofür noch?
Greg Brugman, der Coding-Hulk und damals Technik-Chef von OpenAI, erklärt das bei CNN so:
Mit GPT-2 könne man viele gute Sachen machen.
OpenAI redet dazu mit Schriftstellern und Forschenden, damit auch sie GPT-2 nutzen können.
Aber gleichzeitig will OpenAI sicherstellen, dass die Technologie nicht in die falschen Hände gerät.
Die CNN-Moderatoren wort nach:
"Ist das wie eine Waffe? Wird KI zum Wettrüsten?"
Und Brugman antwortet:
"Noch nicht."
Aber man weiß halt nicht, wann man dort ankommt.
Und KI entwickelt sich eben schnell.
Sehr schnell.
Ein paar Monate später veröffentlicht OpenAI dann eine abgespeckte Version von GPT-2.
Wobei die meisten Menschen davon nichts mitbekommen, weil, wie gesagt, Motor ohne Auto.
Es ist eine Technologie, die man nur nutzen kann, wenn man sie in eine andere Software einbaut.
Im Mai 2020 stellt OpenAI den nächsten Motor fertig: GPT-3.
Es gibt immer noch kein passendes Auto, aber OpenAI bietet ausgewählten Firmen an, sich den GPT-3-Motor doch mal vorab anzuschauen.
Bei GPT-3 gibt es jetzt eine sogenannte API.
Also eine Schnittstelle, über die man das Sprachmodell direkt in eigenen Programmcode einbauen kann.
Und genau diese API nutzt damals schon Elisabeth L'Orange.
Wir hatten einen befreundeten KI-Researcher, der sehr eng mit unserem Unternehmen verbunden war.
Und der hat die Verbindung hergestellt zu Greg Brockman.
Und dadurch haben wir Zugang bekommen zu Chat-GPT, bevor es am Markt war.
Elisabeth L'Orange ist Gründerin, Beraterin und Host des Tech-Podcasts Tech & Tales.
Damals baut sie mit ihrem Startup Oxolo an einer Software, die selbstständig Werbevideos erstellt.
Dafür braucht sie Texte. Viele Texte.
Diese Texte schreibt jetzt GPT-3.
Das heißt, dass wir halt 50.000 Videos auf einmal generieren konnten, weil OpenAI uns zuließ, quasi 50.000 Mal Texte zu generieren.
50.000 Texte auf einmal. Weil OpenAI uns zuließ, quasi 50.000 Mal Texte zu generieren.
50.000 Texte auf Knopfdruck. Das ist die Macht eines KI-Sprachmodells.
Aber um diese Macht zu nutzen, muss man damals noch ganz genau wissen, wie man mit der Maschine spricht, also wie man promptet.
Da war das Prompting, beziehungsweise die Prompts, die wir dann geschickt haben rüber, um die Ergebnisse zu bekommen, die waren noch komplexer als heute.
Das Problem ist, die Maschine will kein Gespräch führen. Sie will einfach nur weiterschreiben.
Wenn man ihr damals eine Frage stellt, bekommt man oft keine Antwort, sondern vielleicht einfach eine zweite Frage.
Weil die Maschine denkt, ah, wir machen hier wohl eine Liste mit Fragen, ich mach mal weiter.
Man tippt hinein, wer ist der Präsident von Frankreich? Und die Maschine antwortet, wer ist der Präsident von Italien?
Man muss der Maschine also Regieanweisungen geben. Man muss ihr klar sagen, das hier ist eine Frage-Antwort-Situation.
Oft muss man ihr sogar erst ein paar Beispiele hinschreiben. Frage-Antwort, Frage-Antwort.
Damit sie das Muster kapiert und es imitiert. Aber wenn die Maschine liefert, dann liefert sie richtig gut. Fast schon unheimlich gut.
Manchmal hatte man das Gefühl, also in den ersten Monaten, dass die KI quasi Gedanken lesen kann.
Die Ergebnisse, die dabei rauskamen, waren halt wesentlich besser, als ich erwartet habe.
Es war schon so ein bisschen ein magischer Moment zu sehen.
Also automatisch Texte rauskommen, für die man vorher gefühlt Tage gebraucht hat.
Während Elisabeth L'Orange in ihrem Hamburger Büro dabei zuschaut, wie die KI tausende Texte schreibt,
versteht draußen in der echten Welt niemand, wovon die KI-Unternehmerin überhaupt redet.
Ich konnte meinen Freunden lange, lange nicht erklären, was wir tun, was künstliche Intelligenz wirklich ist.
Auch etwa zu dieser Zeit arbeitet auf der anderen Seite des Atlantiks Sean Jane. Und zwar direkt bei OpenAI.
Jane ist mittlerweile Investor, aber eigentlich ist er Machine-Learning-Experte.
Ich besuche ihn in Daly City, südlich von San Francisco.
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Eine menschenleere Vorstadt-Idylle.
Die Häuser ziehen sich wie lange weiße Perlenketten durch die Hügel der kalifornischen Küste.
Eins davon gehört Sean Jane, inklusive Cabrio, Homegym und traumhaften Ausblick über die Klippen der Bay Area.
Nicht schlecht für einen 32-Jährigen.
Als ich bei Sean Jane im Wohnzimmer stehe und aus seinem Fenster auf den Hot Tub in seinem Karten schaue,
muss ich kurz an meine erste KI-Phase denken, damals in Bayreuth,
und an die KI-Anfängerkurse, an denen ich mir erfolglos die Zähne ausgebissen habe.
Programmieren mit Python, lineare Algebra, Gradient Descent.
So richtig weit bin ich nie gekommen.
Und jetzt stehe ich also in Sean Janes Wohnzimmer mit Blick aufs Meer und denke mir,
tja, vielleicht hätte ich mal bei den KI-Kursen bleiben sollen.
Denn mit genau diesem Wissen fängt Sean im Januar 2021 einen Job bei OpenAI an.
OpenAI ist damals noch kein großes Unternehmen,
sondern ein exklusives KI-Labor, ein vorderster Front der Grundlagenforschung.
Heute hat die Firma tausende Mitarbeiter.
Als Sean Jane dort anfängt, gerade mal 190.
Ein Expertenclub, der KI für Experten baut.
Jane hat Spaß an der Arbeit.
Aber KI ist für ihn damals vor allem eine Reihe von Zahlen in Excel-Tabellen.
Er arbeitet bei OpenAI daran, dass die Modelle genauer werden und weniger Fehler machen.
Mehr Zylinder für den Motor.
Intern sind längst alle Augen auf das nächste, noch viel gewaltigere Modell gerichtet.
GPT-4.
Aber GPT-4 ist noch nicht fertig.
Und um die Zeit zu überbrücken und nebenbei ein paar Daten darüber zu sammeln,
wie Menschen eigentlich mit einer KI interagieren,
beginnt man bei OpenAI an einem kleinen Nebenprojekt zu arbeiten.
Einem Chatbot.
Nichts Großes, denkt man.
Im Gegenteil.
Die Tech-Journalistin Keech Helgi erzählt,
dass dieses Chat-GPT intern eigentlich eher als eine Art Testballon gilt.
So unwichtig, dass die Forscher nicht mal dem Aufsichtsrat vorab davon erzählen.
Ein Lückenfüller.
Und vielleicht auch ein Statement gegenüber der Konkurrenz.
Zwei andere Firmen arbeiten da nämlich auch schon an Chatbots.
Google und Anthropic.
Zumindest sind das damals die Gerüchte in der KI-Szene.
Und natürlich will man sich bei OpenAI nicht überholen lassen.
Nicht vom bösen Imperium Google und schon gar nicht von den E-Mail-Kanälen.
Und nicht von den E-Mail-Kanälen.
Und nicht von den ehemaligen Kollegen, die bei OpenAI gekündigt haben, um Anthropic zu gründen.
Aber Priorität hat Chat-GPT trotzdem nicht.
Sean Jane erinnert sich daran, dass OpenAI auch erstmal gar keine Normalos als Nutzer auf dem Schirm hatte.
Chat-GPT ist als Demo-Version für andere Forschende gedacht.
It wasn't for a general public, you know. It wasn't for the layman.
Chat-GPT ist, wie schon so vieles davor bei OpenAI, ein Experiment.
Man will einfach mal ausprobieren, was externe Leute so mit dem Sprachmodell machen und was man daraus lernen kann.
Aber dieses Experiment ist anders als die anderen davor.
Wenn man sich KI als eine Art Virus vorstellt, der bisher in den Laboren von OpenAI erforscht wurde,
dann ist der Release von Chat-GPT der Moment, an dem dieses Virus zum ersten Mal raus in die Öffentlichkeit kommt.
Und nun ja, viral geht.
Dass dieses Experiment viral gehen könnte, daran denkt bei OpenAI damals niemand.
Auch, weil die Forscher in der Firma total unterschätzen, wie ansteckend dieses Virus ist.
Wer wird sich schon für eine veraltete KI-Version interessieren?
Wer wird es schon spannend finden, mit einer Maschine zu plaudern?
Niemand bei OpenAI denkt daran.
Dass man mit Chat-GPT ja auch in Sekundenschnelle Hausaufgaben erledigen könnte.
Oder Bewerbungen schreiben, die nicht nach stundenlangem Ringen mit dem weißen Blatt klingen.
Oder in Sekundenschnelle eine Absage an die nervige Geburtstagseinladung schreiben, ohne dabei wie ein Arschloch zu klingen.
Ursprünglich hatten wir gedacht, dass Chat-GPT nur einen Monat oder so zur Verfügung bleibt
und wir dann die Demo runterschalten und das richtige Produkt bauen.
Also das echte Produkt mit den Erkenntnissen von dieser Demo.
Das ist Nick Turley.
Er ist heute Head of Chat-GPT bei OpenAI.
2022 arbeitet der deutsche Informatiker im Produktteam von OpenAI.
Er weiß noch, wie geradezu absurd bescheiden die Ziele für Chat-GPT waren.
Die Mitarbeiter schließen vor dem Launch Wetten ab.
Wie viele Nutzer werden es wohl?
Ein paar Tausend vielleicht?
Das Infrastrukturteam stellt sicherheitshalber Kapazitäten für 100.000 bereit.
Großzügig kalkuliert, denken sie.
Am 30. November 2022 ist es dann soweit.
Sam Altman twittert:
Today we launched Chat-GPT.
Try talking with it here.
Chat.openai.com
Hier ist Chat-GPT.
Probiert es gerne aus.
Altmans Tweet geht raus und verändert die Welt.
The future is now.
The chatbot Chat-GPT is now.
Chat-GPT is fascinated and terrifying the Internet.
A new chatbot created by the San Francisco-based research company OpenAI.
Das Spektakuläre an dem Chat-GPT ist, über wie viele Fachbereiche man mit dem sich vernünftig unterhält.
Investigators across the country are raising the alarm over a new technology that is making it easier to speak.
Künstliche Intelligenz möchte schon bald die Arbeit an Schulen und Universitäten grundlegend verändern, etwa Sprachsoftware WeChat-GPT.
Schon kurz nach dem Release von Chat-GPT bricht die Hölle los.
Es beginnt in der ersten Nacht nach dem Tweet.
Während die USA noch schlafen, passiert etwas auf der anderen Seite der Welt.
Das japanische Internet entdeckt Chat-GPT.
Spät habe ich festgestellt, dass das japanische Reddit der erste Hotspot war.
Also unsere Day-One-Nutzer kamen alle aus Japan und dann hat es sich natürlich um die Welt rumgesprochen.
Und wie es sich rumspricht.
Asien, der mittlere Osten, dann Europa.
In einer Zeitzone nach der anderen geht die Sonne auf, die Menschen werden wach, gehen online und bemerken, dass es da etwas Neues gibt.
Etwas, das sie noch nie gesehen haben und unbedingt ausprobieren wollen.
Bei OpenAI fangen die Server an zu glühen.
Als Nick Turley am nächsten Morgen auf die internen Analyse-Tools schaut, kann er nicht fassen, was er da sieht.
So ganz klassisch, dass unsere Dashboards, also unsere internen Metrics kaputt sind, weil es machte gar keinen Sinn, dass wir hunderte tausend Nutzer schon hatten.
Aber die Analyse-Tools sind nicht kaputt. Die Flut ist echt.
Das Produktteam zieht ganz schnell Rechenleistung aus der Forschungsabteilung ab, einfach um Chat-GPT irgendwie am Laufen zu halten.
Der größte Teil des Teams war damit beschäftigt, die Seite einfach überhaupt verfügbar zu halten. Zu dem Zeitpunkt waren wir ständig down.
Die Server krachen unter der enormen Last immer wieder zusammen.
Wenn gar nichts mehr geht, greift das Team zu einer charmanten Notlösung, um die wartenden Masten bei Laune zu halten.
Jedes Mal, wenn wir bei Kapazität waren, kam da so ein kleines Gedicht von GPT-3 verfasst, während der Nutzer warten musste, bis die Seite wieder zurückkommt.
Als der Chatbot arbeitet, um seine Macht zurückzukehren, warten wir, in Erwartung, mit hoffnungsvollen Herzen,
für die Chance, zu chatten und mit Freude zu lernen und zu sehen, welches Wissen und Wissen es enthält.
Ich erinnere mich noch ziemlich genau an diese Zeit.
Am Tag nach Sam Altmans Tweet sitze ich im Zug von Brüssel nach München mit ein paar jungen Journalisten-Kollegen.
Und auf Twitter sehe ich:
Wie immer mehr Leute Screenshots ihrer Konversationen mit ChatGPT posten.
ChatGPT vergleicht Eigenschaften von Angela Merkel mit Eigenschaften von Godzilla.
Erklärt Quantenphysik als Simpsons Episode.
Dichtet Haikus über die Pendlerpauschale.
Und ich spüre sofort:
Das hier ist etwas Neues.
Die Qualität der Texte.
Und die Resonanz darauf.
Ich kann mich an eine Handvoll Momente in der KI-Revolution erinnern.
Als ich dieses Gefühl hatte:
Hier verändert sich gerade live die Welt.
Der ChatGPT-Moment, diese Zugfahrt und die Tage nach dem Tweet von Sam Altman,
als ich dann auch selbst zum ersten Mal ChatGPT ausprobiere,
das war das allererste Mal, dass ich dieses Gefühl erlebt habe.
Der Boden unter meinen Füßen verschiebt sich.
Die Realität ist gerade eine andere geworden.
Und bis heute ist es der Moment,
der von allen KI-Momenten vielleicht der krasseste war.
Wenn ich meine WhatsApp-Chats aus der Zeit durchgehe,
dann gibt es da diese drei Tage nach dem Release von ChatGPT,
an denen ich allen, aber wirklich allen meinen Freunden auf WhatsApp schreibe.
O-M-G.
Unbedingt diese neue KI aus. Jetzt sofort.
Das verändert gerade unser Leben.
Sean Jane kriegt damals natürlich mit, dass der Chatbot gerade explodiert.
Aber es will ihm einfach nicht in den Kopf.
Auf einmal sprechen ihn alle möglichen Leute darauf an.
Und er denkt sich so, hä, was?
ChatGPT, das ist doch nur eine Benutzeroberfläche für unser altes Modell.
Die Entwickler bei OpenAI übersehen damals komplett,
auf was für einem Goldschatz sie sitzen.
Und ich will jetzt nicht das Klischee vom weltabgewandten Nerd im Kellerbüro bemühen.
Aber hier scheint es zu passen.
Sam Altman und seine Techniker schauen nur auf die Technologie.
Aber es dauert ein bisschen, bis sie checken,
was die Menschen damit anfangen werden.
Es gibt viele coole Technologien, sagt Sean Jane.
Das Problem ist, wirklich gute Produkte aus ihnen zu machen.
Und bei ChatGPT passiert das quasi aus Versehen.
Das Wichtigste ist, ChatGPT ist ein Produkt für alle.
Nicht nur für uns.
Es ist ein Produkt für Spezialisten.
Etwas, über das man mit Freunden redet.
Etwas, das langsam aber sicher in die Struktur der ganzen Welt einsickert.
Und während Millionen Menschen weltweit mit ChatGPT experimentieren,
feiert man bei OpenAI vielleicht noch aus einem anderen Grund.
Zum ersten Mal fühlt es sich so an,
als wäre man dem Imperium bei Google voraus.
Dort herrscht seit dem Launch von ChatGPT Panik.
Google ruft intern Code Red aus, die höchste Warnstufe.
Denn das Kerngeschäft der Firma ist plötzlich bedroht.
Die Suchmaschine.
Seit Jahrzehnten bestimmt Google die Art und Weise,
wie wir Informationen finden.
Aber jetzt gibt es da dieses Chatfenster,
das Fragen beantwortet.
Ohne dass man sich durch 10 Werbelinks scrollen muss.
Selbst für Veteranen der Branche ist der ChatGPT-Moment ein Schock.
Wow, das ist eigentlich ein Game-Changer.
Das ist unglaublich gut.
Sebastian Thrun kennt ihr ja schon aus der letzten Folge.
Er ist einer der großen KI-Pioniere.
Ehemaliger Stanford-Professor,
der Mann, der Googles selbstfahrende Autos mitentwickelt hat.
Aber selbst er kommt richtig ins Staunen,
als er kurz nach dem Launch mit der Technik-Chefin von OpenAI zu Abend ist.
Eine meiner spannendsten Phasen mit ChatGPT,
weil ich hatte kurz nach dem Launch
ein Abendessen mit Miriam Murati,
die damals CDO war.
Und sie hat mir irgendwie erzählt,
dass die beim Launch eigentlich noch gar nicht wussten,
dass ChatGPT Software produzieren kann
oder dass es italienisch spricht.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
OpenAI baut das mächtigste KI-Tool der Welt
und kapiert erst durch die Nutzer,
was genau sie da eigentlich gebaut haben.
Und was ich daran spannend fand, ist,
normalerweise, wenn man ein Produkt entwickelt,
entwickelt man das Produkt mit einem Zweck
und dann hat man das Produkt mit einem Zweck.
Und dann versucht man, dass der Zweck erfüllt wird.
Aber dieses Produkt ist extrem gut im Bereich Software-Development.
Aber die Entwickler haben sich nie darüber nachgedacht,
dass es eigentlich dafür geeignet ist.
Bei ChatGPT wird kein Handbuch mitgeliefert,
kein 300-Seiten-PDF mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
ChatGPT ist unberechenbar.
In den nächsten Monaten verbreiten sich auf Twitter und Reddit
die wildesten Geschichten.
Nutzer schwören, ChatGPT ist kreativ.
Kreativer, wenn man der KI sagt, dass sie zwei Bier getrunken hat.
Die Antworten werden besser, wenn man dazu sagt,
dass draußen schönes Wetter ist.
Oder wenn man verspricht, ich gebe dir 50 Dollar Trinkgeld.
Manche behaupten sogar, die KI antwortet präziser,
wenn man damit droht, ansonsten eine kleine Babykatze zu erschießen.
Es klingt wie Voodoo.
Und das Verrückte ist,
manchmal scheint es tatsächlich zu funktionieren.
Die Leute entwickeln Rituale, Beschwörungsformen, Prompt-Tricks.
Sie geben der Maschine vor, bestimmte Rollen zu spielen.
Tu so, als wärst du ein Professor am MIT mit einem IQ von 150.
Erkläre mir das Ganze, als wäre ich ein 5-jähriges Kind.
Antworte wie ein einfühlsamer Therapeut.
ChatGPT ist also nicht einfach ein neues Tool.
Es fühlt sich an wie der erste Kontakt mit einer fremden Form von Intelligenz.
Und niemand, auch nicht die Entwickler bei OpenAI,
weiß so richtig, wie die KI funktioniert.
Es ist nicht so richtig, wie man mit ihr umgehen soll.
Es wirkt, als wäre eine fremde Spezies in diesen Textkasten gesperrt worden.
Und jetzt stehen da die Menschen davor
und klopfen mit einem Stock gegen das Glas.
Nur um zu sehen, was passiert.
Damit ist ChatGPT eine Erlösung für die gesamte Tech-Industrie.
Seit Jahren sucht das Silicon Valley verzweifelt nach dem nächsten großen Ding.
Blockchain, NFTs,
virtuelle Realität.
Nichts davon hat die Welt wirklich verändert.
Aber jetzt?
Jetzt gibt es endlich wieder ein Narrativ, das funktioniert.
2023 geht Sam Altman auf Welttournee.
Er besucht über 20 Länder auf sechs Kontinenten.
Altman jettet von Washington nach Rio de Janeiro,
von Lagos nach Tel Aviv, Singapur und Tokio.
Er wird empfangen wie ein Rockstar.
In München sitzt er in der Stadt.
Er freut sich im Publikum,
als Altman an der Technischen Universität auf der Bühne sitzt
und ein Bild der utopischen KI-Zukunft malt.
Die Stimmung ist elektrisch.
Alle hängen an seinen Lippen.
Auch Staats- und Regierungschefs treffen sich mit Sam Altman.
Weil inzwischen einfach klar ist,
dass hier gerade eine neue Macht entsteht.
Ein Unternehmen, das alles verändern könnte.
Mit einem Produkt, das alle haben wollen.
In Madrid trifft Sam Altman Pedro Sanchez.
In Paris, in Madrid, in Madrid, in Madrid.
Manuel Macron.
In London, Rishi Sunak.
Am 25. Mai 2023 sitzt er in Berlin Olaf Scholz gegenüber.
Ein freundlicher junger Mann, der gar nicht so auftritt,
als ob jetzt KI die Lösung für alle Probleme der Welt ist,
sondern auch selber offen über Probleme spricht.
Wenn er sich mit Politikern trifft, fordert Altman selbst,
dass man ihn und seine Industrie regulieren soll.
Ein genialer Move.
Wer nach Regeln ruft, wirkt nicht wie ein gieriger Profiteur,
sondern wie ein verantwortungsbewusster Pionier.
Altman spielt das Spiel perfekt.
Er ist nicht der arrogante Milliardär,
der der Politik erklärt, wie die Welt funktioniert.
Er ist der reflektierte Gründer,
der gemeinsam mit den Regierungen nach Lösungen sucht.
Also das war ein intensives und ausführliches Gespräch.
Und ich habe das also in angenehmer Erinnerung,
obwohl wir natürlich nicht in allen Punkten einer Meinung sein konnten.
Zum Beispiel?
Mein Eindruck war bisher,
dass mit den Chefs der großen internationalen Tech-Firmen,
mit denen ich sprechen konnte, es oft so war,
dass sie reflektiert über ihre eigenen Technologien geredet haben.
Man darf deshalb trotzdem nicht übersehen,
was für mächtige wirtschaftliche Interessen
mit deren Handeln verbunden sind.
Der Erfolg von ZGBT verändert OpenAI.
Sean Jane erinnert sich,
wie sich damals in der Firma der Wind dreht.
OpenAI wechselt die Seiten.
Lange Zeit war die API das Hauptprodukt.
Ein Werkzeug für Entwickler.
Fast schon ein Nischengeschäft.
Aber ZGBT?
ZGBT könnte eine Goldmine sein.
Oder sogar ein Goldvulkan.
Zumindest potenziell.
Und Sam Altman, der früher anderen Firmen im Y-Kombinator beigebracht hat,
wie man aus Ideen Millionen macht,
wittert jetzt diese Chance für seine eigene Firma.
Jane klingt bewundernd.
Aber zur Wahrheit gehört auch,
seit ZGBT ist OpenAI nicht mehr die kleine Forschungsbude von früher.
Es ist ein Unternehmen,
das die digitale Zukunft in der Hand hält.
Das merkt auch Elisabeth L'Orange,
als sie kurz nach dem Launch von ZGBT
die Büros von OpenAI besucht.
Ich habe so ein bisschen die Vibes gespürt
und es war sehr interessant zu sehen,
wie das Epizentrum der KI aufgestellt ist.
Die hatten ziemlich große Sorge,
eine Zielscheibe auf dem Rücken zu haben.
Wer die mächtigste KI der Welt baut,
macht sich nicht nur Freunde.
Auf einmal muss sich die Firma
ganz neue Gedanken machen.
Über Industriespionage zum Beispiel.
Oder über radikale KI-Gegner.
Die haben auch ihr gesamtes Branding
außerhalb des Büros heruntergefahren.
Die haben sehr stark ihre Sicherheitsmechanismen
und auch Security grundsätzlich hochgefahren.
Also wir durften dann auch intern nicht filmen.
Ich war mit einer Reisegruppe aus Hamburg da.
Und einige wollten natürlich Selfies machen
und filmen und Tassen mit dem Logo mitnehmen.
Aber das wurde alles untersagt.
OpenAI schottet sich immer mehr ab.
Vor der Konkurrenz, vor möglicher Sabotage und vor chinesischen
Geheimdiensten. Gleichzeitig beginnt die US-Regierung sich für OpenAI zu interessieren.
Politiker in den USA verstehen recht schnell, welches Potenzial KI haben könnte. Für ihr Land,
für die Wirtschaft und irgendwann auch für militärische Zwecke. Dann ist künstliche
Intelligenz ja ein sehr sicherheitspolitisch relevantes Thema. Das heißt, momentan findet
ja eine Art Wettrüsten zwischen China und den USA statt und das war damals auch schon so. Das
heißt, die wussten auch damals schon, dass was sie machen wird, irgendwann ultimativ auch in den
Waffen landen. Nach dem Erfolg von Chachipiti ist OpenAI auf einmal sehr viele Firmen gleichzeitig.
Ein idealistisches Unternehmen mit humanistischem Auftrag zur Rettung der Menschheit und der
Hersteller des erfolgreichsten Digitalprodukts der Welt. Eine Firma, die immer noch Open im Namen
trägt und die jetzt zunehmend auf Geheimhaltung setzt. Das war so ein bisschen ein Hybrid aus
einem schnell wachsenden Startup.
Und halt einem Global Player. Wie so ein Teenager, wo der Anzug zu klein geworden ist. Wie so ein Teenager mit einem Konfirmationsanzug, die sich noch nicht ganz ihrer Rolle bewusst waren, aber schon so am Horizont dämmerte es schon so langsam, dass die letztlich die sein werden, die die Welt maßgeblich verändern wird.
Der seltsam zufällige Launch von Chachipiti hat eines gezeigt. Sam Altman versteht viel von
künstlicher Intelligenz. Aber er versteht wenig davon, wie Menschen sie benutzen.
Und während er auf Welttournee geht, während er vor Parlamenten spricht und mit Staatschefs
stiniert, verliert er noch etwas anderes aus den Augen. Sein eigenes Unternehmen.
Denn bei OpenAI hat im Geheimen bereits eine Entwicklung begonnen, die Altman lange unterschätzt.
In der Führungsriege von OpenAI kommen Zweifel an Altman auf. Ernsthafte Zweifel.
Und während alle Welt ihn feiert, arbeiten ein paar seiner wichtigsten Mitarbeiter schon daran, ihn abzusägen.
Das war die dritte Folge unserer sechsteiligen Serie, die OpenAI-Story.
Ein Podcast von Jasmin Körber, Christian Schiffer, Klaus Uhrig und mir, Fritz Espenlau.
Redaktionelle Mitarbeit, Lena Herrmann und Michael Förtsch.
Fact-Checking, Katrin Krautwasser und Laura Mattausch.
Sprachaufnahmen, Christoph Brandner.
Sounddesign, Wolfgang Peres.
Regie, Klaus Uhrig und Fabian Zweck.
Redaktion, Wolfgang Schiller und Christine Grimm.
Eine Produktion von Plotprodukt für den Deutschlandfunk.
Ab jetzt gibt es jede Woche eine neue Folge.
Wer nicht warten will, alle Folgen gibt es schon jetzt in der Deutschlandfunk-App.
Und jetzt habe ich noch einen Podcast-Tipp für euch, der euch täglich tiefgehend ein aktuelles News-Thema erzählt.
11KM, der Tagesschau-Podcast.
Mit Journalistinnen und Journalisten der gesamten ARD geht's zum Beobachten.
Zum Beispiel um Putins geheimes Aufrüsten unter Wasser.
Oder das große Geschäft mit dem Kinderwunsch.
11KM, der Tagesschau-Podcast, erscheint täglich montags bis freitags ab 6 Uhr in ARD Sounds und auf allen Podcast-Plattformen.
Podcast Summary
Key Points:
2022 markiert den Beginn des großen KI-Experiments mit ChatGPT, an dem die gesamte Gesellschaft teilnimmt.
Olaf Scholz reagiert im Gegensatz zu anderen eher nüchtern auf die KI-Revolution und hat ChatGPT nie eigenständig genutzt.
OpenAI entwickelte zuerst nur Sprachmodelle (GPT-2, GPT-3) ohne nutzerfreundliches Produkt; GPT-2 galt als zu gefährlich für die Öffentlichkeit.
ChatGPT entstand als kleines Nebenprojekt, um Daten zu sammeln, und wurde intern als unbedeutender Testballon angesehen.
Der Launch am 3
November 2022 übertraf alle Erwartungen
Die Nutzer entdeckten ungeahnte Fähigkeiten wie Programmieren oder Fremdsprachen, die den Entwicklern selbst nicht bewusst waren.
Google rief wegen der Bedrohung seiner Suchmaschine intern „Code Red“ aus.
Summary:
Die Zusammenfassung beschreibt den Durchbruch von ChatGPT im Jahr 2022 als zentralen Moment der KI-Revolution. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Technologie plötzlich für alle greifbar wurde, während Bundeskanzler Olaf Scholz nur „registrierte“, was geschah, und das Tool nie selbst nutzte. OpenAI hatte jahrelang an großen Sprachmodellen wie GPT-2 und GPT-3 gearbeitet, die als „Motor ohne Auto“ galten – ohne benutzerfreundliche Oberfläche.
GPT-2 wurde zunächst als zu gefährlich eingestuft, da es für Propaganda missbraucht werden könnte. ChatGPT selbst entstand als scheinbar unbedeutendes Nebenprojekt, um zu testen, wie Menschen mit KI interagieren; intern rechnete man mit wenigen tausend Nutzern. Doch nach dem Launch am 30.
November 2022 explodierte die Nachfrage weltweit, beginnend in Japan, und die Server kollabierten unter der Last. Entwickler wie Sean Jane und Nick Turley waren überrascht, dass aus einer simplen Demo ein Massenphänomen wurde. Entscheidend war, dass Nutzer Fähigkeiten entdeckten, die OpenAI selbst nicht geplant hatte – etwa Softwareentwicklung oder Sprachkompetenz.
Der Erfolg löste bei Google Panik aus, das seine Suchmaschine bedroht sah. Die Episode zeigt, wie aus einem internen Experiment unerwartet ein Produkt entstand, das die Welt veränderte, und wie selbst Experten die Tragweite ihrer eigenen Technologie zunächst nicht erkannten.
FAQs
ChatGPT wurde am 30. November 2022 von OpenAI veröffentlicht. Der Release begann mit einem Tweet von Sam Altman.
ChatGPT war ursprünglich als kleines Nebenprojekt und Demo-Version für Forschende gedacht. Es sollte nur etwa einen Monat laufen, um Daten zu sammeln, bevor das eigentliche Produkt gebaut würde.
OpenAI-Mitarbeiter wetteten, dass nur ein paar Tausend Nutzer ChatGPT ausprobieren würden. Das Infrastrukturteam stellte sicherheitshalber Kapazitäten für 100.000 Nutzer bereit.
ChatGPT verbreitete sich viral, beginnend mit dem japanischen Internet, und führte zu einer Flut von Nutzern. Bei OpenAI brachen die Server zusammen, und Google rief intern 'Code Red' aus, weil das Kerngeschäft bedroht war.
Wenn die Server zusammenbrachen, zeigte ChatGPT den wartenden Nutzern ein kleines Gedicht, das von GPT-3 verfasst wurde, um sie bei Laune zu halten.
Olaf Scholz registrierte die Entwicklungen von KI eher nüchtern und nutzte ChatGPT nur, wenn es irgendwo mit dabei war, aber nicht eigenständig. Er betonte die Vereinfachung von Routinen.
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