Die Kaiser Roms: Domitian (Teil II) 81 - 96 n. Chr.
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Der Podcast behandelt das historische Scheitern Kaiser Domitians, das weniger in seiner Ermordung als in der negativen Bewertung durch die Nachwelt liegt. Zunächst wird seine problematische Ehe mit Domitia Longina thematisiert: Domitian hatte als junger Mann eine Affäre mit der verheirateten Frau, was sein Vater Vespasian durch eine Zwangsscheidung und Heirat bereinigte. Der geschiedene Ehemann Lamia machte jahrelang Witze darüber, was Domitian, der humorlos war, ihm später mit der Hinrichtung vergalt. Der gemeinsame Sohn starb bereits 83 n. Chr., was die Nachfolgefrage ungeklärt ließ. Domitia wurde kurzzeitig wegen angeblichen Ehebruchs verstoßen, aber wieder aufgenommen. Eine weitere Frau in Domitians Leben war seine Nichte Julia, die nach der Hinrichtung ihres Mannes angeblich wie eine Ehefrau mit ihm im Palast lebte. Die fehlende Nachfolgeregelung war für Domitian existenziell: Sie förderte Verschwörungen gegen ihn und gefährdete sein Nachleben, da nur ein loyaler Nachfolger seine Vergöttlichung sicherstellen konnte. Domitians zunehmender Verfolgungswahn, der zu zahlreichen Hinrichtungen führte, trug letztlich zu seiner Ermordung bei. Die negative historische Bewertung Domitians wird erst in jüngerer Zeit etwas relativiert.
Domitians Scheitern in der historischen Bewertung
Hallo zusammen, herzlich Willkommen zu einer neuen Podcast Folge in unserer Reihe die Kaiser Roms und damit zum zweiten Teil.
Unserer Beschäftigung mit dem Kaiser Domitian.
Da haben wir in der letzten Folge ja mit angefangen.
Ja, und der Domitian ist halt einer der Kaiser.
Sprecher*in 2
Die so viel Stoff.
Sprecher*in 1
Bieten, was man da tatsächlich dann auch 2 folgen für braucht.
Und heute geht es um ja die Frage seines Scheiterns, wenn man so will, ja gut vorweggenommen, er wurde ermordet, das kann man schon scheitern nennen, aber eigentlich mehr noch das Scheitern in der in der Nachbetrachtung, also in der Bewertung dieses Kaisers durch.
Die antiken Schriftsteller und Historiker bis aber in die Moderne hinein die modernen Geschichtswissenschaft, die auch ein ja und ja nicht so recht weiß, was sie mit dem Kaiser anfangen soll, kann man jetzt auch nicht sagen, ne, aber wo es auch doch über lange Zeitraum mindestens die die negative Bewertung überwiegt, überwogen hat, bisschen relativiert wird in, in, in in jüngerer Zeit, aber wo fangen wir da an, da geht es um die Familie.
Sprecher*in 2
Das Domitian und jetzt nicht nur seine Herkunft, also Bruder und Vater das das hatten wir ja, sondern er auch Domitian und und die Frauen.
Die Frage der seiner.
Sprecher*in 1
Ehefrauen die Frage der Nachfolgeregelung ganz wichtig ja, und in dem Kontext auch die Befürchtungen vor Verschwörungen gegen ihn tatsächliche oder nur.
Gedachte Verfolgungswahn ja oder Nein?
Die Nachfolgefrage, die die Gründe oder die die Umstände, die dann auch zu seinem, zu seinem Tod.
Sprecher*in 2
Geführt haben.
Domitians Ehe mit Domitia Longina und Lamias Schicksal
Steigen wir mal ein mit der Familie, und zwar mit den mit den Damen, sind jetzt nicht so viele bei Domitian, also da hatten wir bei früheren Kaisern auch deutlich mehr Stoff, aber immerhin, Domitian ist verheiratet gewesen und zwar mit einer Dame.
Sprecher*in 1
Mit dem Namen Domizia Lungina, also, das jetzt deren Familienname ne, also eine eine Domizierin aus n bisschen ähnlich klingt wie Domizian, das ist jetzt Zufall, ne, hat also nichts miteinander zu tun.
Domizia Lungina hat Domizian geheiratet, irgendwann vor 70 vor dem Jahre 70 das ist das Jahr.
Sprecher*in 2
In dem ne Westpasian sein Vater als Kaiser in in Rom eingeht, also sehr früh ne da ist von Domizian als Kaiser als selbst als Kaiser noch überhaupt nicht die Rede.
Das Problem seiner Ehe.
Mit Domitia Lungina bestand darin.
Die war schon verheiratet, und zwar war sie es auch, als Domitian sie sozusagen zu sich zog und zu seiner, sagen wir mal, Mätresse machte.
Ja, also schlichtweg der junge Domitian ne, so mit 1819 Jahren, spätestens da hat er was mit einer verheirateten Dame.
Und diese Dame war nicht mit irgendjemandem verheiratet, sondern mit einem Herrn Lucius Elius Plautius Lamia Elianus.
Und das ist nicht nur n langer Name mit vielen Beinamen, das ist deswegen n langer Name mit vielen Beinamen, weil es n wichtiger Mensch.
Sprecher*in 1
Ist also die ich.
Man kann daraus keine Formel machen, aber je länger so n Name bei den Römern ist, also je mehr Beinamen der hat, umso wichtiger ist der oder sieht sich zumindest als so wichtig an und die Familie hält sich zumindest für sie für wichtig.
Und dieser, dieser Herr, nennen wir ihn mal Lamia als der Beiname, der am häufigsten auch in den Quellen dann als Abkürzung verwendet wird, der ist halt nicht irgendwer.
Sprecher*in 2
Ne, das ist schon ne vornehme Familie, der der wird auch vornehm bleiben.
Also die Zwangsscheidung von seiner Frau, denn dazu kommt es ändert nichts, hindert ihn nicht daran weiter Karriere zu machen, auch unter Vespasian.
Ja und auch unter Titus ne also er wird Konsul im Jahre 80.
Dieser Herr, der ja, der wird Konsul in dem Jahr, in dem Titus Kaiser wird.
Also das haben ihm die Flavia nicht, jedenfalls Titus und Vespasian sozusagen nicht übel genommen, dass er der Ehemann, der dann.
Sprecher*in 1
Späteren Ehefrau von Domitian gewesen ist.
Und das muss man sich wirklich so vorstellen.
Da sind sich also sind die Quellen alle einig, der Domitian hat sich die Frau geangelt, der hatte wohl ohnehin als als als junger Mann ein, sagen wir mal, was die Damenwelt angeht, ein sehr ausgeprägtes Leben.
Was in krassen Widerspruch steht zu seinen Sitten und Moralgesetzen ne, die er als Zensor, als Kaiser ne wiederbelebt hat.
Also da hätte er selber, wäre er durchgefallen als als Jugend als er jugendlicher kann ich es auch nicht sagen, aber als junger.
Sprecher*in 2
Als junger Mann ne lange Rede, kurzer Sinn, domitia Lungina.
In der jungen Mann Zeit des Domitian ist er ihr mehr als zugetan.
Sie wird seinem Interesse, obwohl sie verheiratet ist.
Dann kommt Vespasian als Kaiser nach Rom, hat anderes zu tun, ja, und sagt also das klären wir jetzt mal.
Also ich hab jetzt, ich bin frisch gebackener Kaiser und steh auch n bisschen noch auf wackeligem Boden, also diesen Skandal, den bringen wir jetzt aber mal ganz schnell von der von den.
Sprecher*in 1
Tageszeitungsseiten Weg von der Yellow Press, wenn es denn eine gegeben hätte, damals weg, ne, will heißen.
Wenn du die also unbedingt heiraten willst, willst du das ja ja, Vater, das will ich ja.
Also dann sorgen wir jetzt dafür, dass die sich scheiden lässt.
Dem mit dem Ehemann von ihr, da kommen wir schon zurecht, der der, der, der kriegt schon eher würden und ehren und dann heiratest du die ordentlich, dann haben wir das Thema, dann haben wir das Thema vom Tisch und so passiert es dann auch und jetzt ist Domizian mit wir nennen sie jetzt domizia verheiratet.
Sprecher*in 2
Der Ehemann ne, der Geschiedene ist offensichtlich ein humorvoller Mensch, also der wird noch jahrelang wird er witzige Kommentare abgeben zu seiner Ehe oder zu der Tatsache, dass er jetzt nicht mehr verheiratet ist.
Er heiratet wohl auch nicht mehr ein zweites Mal und diese Späßchen, diese jokes beim beim Abendessen.
Die kommen nicht gut an, denn Domitian hat eine Charaktereigenschaft.
Er ist ausgesprochen humorlos, also das mag er gar nicht und in der späteren, in den späteren Jahren der Regierungszeit von Domitian als Kaiser wird das auch dazu führen, dass er diesen Lahm ja dann hinrichten lässt.
Und zwar?
Sprecher*in 1
So wie die Quellen das meinen.
Eigentlich nur wegen der Witze, die.
Sprecher*in 2
Er gemacht hat über.
Sprecher*in 1
Seine Ehe, seine nicht mehr Ehe also, das Waren jetzt keine.
Sprecher*in 2
Keine Jokes, die oder Scherze, die jetzt gezielt gegen gegen Domitian sozusagen wir als Majestätsbeleidigung zu werten gewesen wären.
Aber der Humor des Lamia bringt ihn zu Tode, ne, wenn der Kaiser humorlos ist, ist das auch ehrlich gesagt keine gute Sache, gut, er ist verheiratet, Domitian mit Domitia und die beiden haben auch einen Sohn.
Der Tod des Sohnes und Domitians Nachfolgeprobleme
Oder bekommen einen Sohn.
Der wird geboren im Jahre 73 ne, also auch da während der Regierungszeit seines Vaters Vespasian aber.
Sprecher*in 2
Der wird nur 10 Jahre alt.
Dieser Sohn, der verstirbt 83 nach Christus, da ist jetzt Domitian gerade Kaiser und sein Sohn stirbt, der wird auch Vergöttlicht als Divus.
Sprecher*in 1
Caesar Caesar ist ja der Titel, den man bekommt, quasi namensgleicher Titel, wenn man als ja als Nachfolger ausersehen ist.
Des Kaisers oder zumindest von.
Es können mehrere Cäsaren auch sein, also zumindest in die Kategorie hinein kommt das könnte einer werden.
Domitian ist ja gemeinsam mit seinem Bruder Titus von seinem Vater Vespasian zu Caesar.
Sprecher*in 2
Ernannt worden, und das hat er wohl, hat wohl Domitian mit seinem eigenen Sohn auch gemacht, aber der stirbt halt dann schon 83 die Ehe zwischen Domitian und Domitia bekommt da ein ein Schlag, aber wann genau ist unklar also.
Domizian verstößt seine Frau angeblich wegen Ehebruchs sie.
Sprecher*in 1
Soll was mit einem Schauspieler gehabt haben.
Ich glaube, Paris hieß der Mensch und dem ging es glaube ich weniger gut dann als der Domizia, also der wurde jetzt nicht nur verstoßen irgendwie, sondern.
Sein Leben wurde deutlich verkürzt.
Dieser Vorwurf des Ehebruchs ist es, der Domitian seine Frau Domitia verstoßen lässt.
Sie kommt aber bald wieder zurück, er nimmt sie wieder auf, angeblich auf Druck der öffentlichen Meinung, die das ungerecht fand, vielleicht auch, weil er sie doch irgendwie geliebt hat, also.
Sprecher*in 2
Die Quellen sind da ein bisschen ungenau.
Auch hinsichtlich dessen hat er sie nur verstoßen und dann wieder ins Haus aufgenommen, oder?
Sprecher*in 1
Hat er sich von ihr scheiden lassen und hat sie wieder geheiratet?
Das gibt es auch und wann das genau gewesen ist, ist auch unklar, auf jeden Fall ja. 83 könnte hinkommen, also was ich nirgendwo gelesen habe.
Sprecher*in 2
Aber ich will es nur mal in die in die als Möglichkeit in die in die Diskussion einwerfen.
Das kann ja auch im Zusammenhang stehen mit dem Tod des Sohnes.
Sprecher*in 1
Also wenn der mit 10 Jahren verstirbt.
Das kann ja nun auch.
Sprecher*in 2
Ein ein, ein Elternpaar gefühlsmäßig entzweien, wie auch immer.
Ich will da nicht den den, den den Psychologen spielen, aber ein zeitlicher, ein zeitlicher Zusammenhang ist auf jeden Fall irgendwie da, ne wie auch immer, aber sie kommt halt auch relativ schnell wieder zurück als Ehefrau und sie wird 7 Jahre später im Jahre 90 angeblich erneut schwanger, da ist ja viel Zeit zwischen angeblich aber.
Sprecher*in 1
Sei diese Schwangerschaft auf Befehl des Kaisers vorzeitig beendet worden, durch Abtreibung also nicht, also nicht durch Ermordung der der der Ehefrau, also jetzt nicht, dass wir jetzt zu brutal denken bei den Römern ne angeblich diese Schwangerschaft vorzeitig beendet worden durch eine Abtreibung auf Befehl des Kaisers, nichts genaues weiß man nicht, ist auch irgendwie in sich nicht schlüssig, also vielleicht ist es einfach, etwa hat es die zweite Schwangerschaft gar nicht gegeben oder es hat
sie gegeben und sie ist halt schief gegangen, also von.
Das erinnert so ein bisschen an den an die Geschichte vom vom Fußtritt des Nero gegenüber seiner damaligen Ehefrau, wodurch sie zu Tode gekommen ist, also im Streit.
Also das sind das sind Geschichten, da muss man vorsichtig sein, so, damit haben wir die Ehefrau und keinen und keinen Sohn ab 83, also keinen eigenen leiblichen Nachfolger, aber das ist nicht die einzige Dame.
Domitians Nichte Julia und das Schicksal ihres Mannes
Jetzt haben wir noch eine zweite Dame zu erwähnen, und zwar aus der Familie.
Eine gewisse Flavia Julia Flavia ist klar, weil das ist der Familienname, und Julia ist der Beiname in diesem Fall.
Ja, und Vornamen haben die Römerinnen ja nicht.
Sprecher*in 2
Ich wiederhole es öfter, weil es immer irgendwo auf Wikipedia oder sonst wo falsch steht.
Römische Frauen haben keinen Vornamen fertig, also die haben einen Familiennamen und einen Beinamen, wenn es hochkommt, manchmal noch nicht mal den so.
Und diese Flavia Julia ist.
Sprecher*in 1
Eine Nichte des Domitian, denn sie ist eine Tochter seines Bruders Titus.
Ja, der hatte eine Tochter aus seiner, Glaube ich, ersten Ehe, und damit ist sie die Nichte des Domitian, und weil ja der Domitian so viel jünger war als sein Bruder Titus, ist ja 12 Jahre älter als Domitian, ist jetzt auch der Altersunterschied zwischen Domitian und seiner Nichte.
Sprecher*in 2
Julia nicht sehr groß, das sind wir gerade 10 Jahre.
Sprecher*in 1
Die zwischen den beiden liegen, das heißt, die sind sich auch im im Miteinander aufwachsen, also auch öfter begegnet.
Die hatten wohl auch eine gemeinsame oder zumindest nicht gemeinsame oder dieselbe Amme.
Die Dame kommt ganz am Ende dieses dieser dieser Podcast Folge bekommt sie noch mal kurz eine Hauptrolle und da liegen halt nur 10 Jahre dazwischen, ja und die kannten sich auch, also aus dem aus dem gemeinsamen Haushalt.
Sprecher*in 2
Diese Julia wird noch zur Regierungszeit des während der Regierungszeit Domitians sterben eines natürlichen Todes im Jahre 89.
Sprecher*in 1
Wird Vergöttlicht von Domitian unter die vergöttlichten Mitglieder weiblichen Mitglieder des Kaiserhauses versetzt und das Verhältnis zwischen Domitian und seiner Nichte Julia ist, ich sag es mal vorsichtig, schwierig, aber.
Also jetzt nicht so, weil das Verhältnis schwierig ist, sondern auch in der Quellenlage irgendwie schwierig.
Ich komm da auch nicht so ganz zurande, angeblich war es der Wunsch des Titus, als er Kaiser war, dass Domitian seine Nichte heiratet, was immer sich der Titus dabei gedacht hat, vielleicht auch im im Sinne einer einer Absicherung weiteren.
Sprecher*in 2
Nachfolgeabsicherung Verstärkung der Familie nun war Domitian aber ja zu dem Zeitpunkt mit Domitia verheiratet und offensichtlich hatte er kein Interesse, das zu ändern.
Ja, wir erinnern uns an die unglücklichen und unseligen Heiratsaktivitäten.
Sprecher*in 1
Heiratsbefehle von Augustus in die Familie hinein, ne, also wen Tiberius heiraten sollte, von wem er sich scheiden lassen sollte, um dann die Tochter des Augustus zu heiraten, das hat ja persönliche Krisen ohne Ende ausgelöst.
Sprecher*in 2
Hier kommt es nicht dazu.
Domizian Domizian lehnt ab ja, so weigert sich Julia zu heiraten, diese heiratet im Jahre 81, also während der Regierungszeit ihres Vaters Titus.
Sprecher*in 1
Einen gewissen Herrn Flavius Sabinus, und der heißt nicht nur Flavius, der ist auch einer, das heißt, der gehört auch zur Familie der Flavia Ne und der Beiname Sabinus ist bei in der Familie der Flavia in dieser kaiserlichen Familie viel weiter verbreitet und viel häufiger als die Beinamen Vespasian oder Domizil. 2 Jahren oder was auch immer.
Und dieser Flavio ist der Bilos, gehört also zum weiteren Kreis der Familie, jetzt nicht so eng verwandt, dass die Julia, den ich heiraten könnte.
Sprecher*in 2
Müssen mal gucken, ob das jetzt irgendwie ein entfernter Onkel X ten Grades oder Vetter oder was auch immer ist.
Aber der ist auch schon was.
Ne hat also auch ein Standing in der Familie und wird auch im Jahre 82.
Sprecher*in 1
Also da ist jetzt.
Sprecher*in 2
Domitian Kaiser zusammen mit Domitian, Consul und.
Also der Herr Sabinus Ehemann, der der Julia, der Nichte des Domitian, wird mit Domitian zusammen Consul.
Das nützt ihm aber nichts, denn er wird noch im selben Jahr des Hochverrats des Majestätsverrats gegen Domitian gegen den Kaiser angeklagt und hingerichtet, umgebracht.
Warum die Nachfolge für römische Kaiser so wichtig war
Ja, damit ist jetzt die Julia Witwe ziemlich schnell, also ein Jahr nach der Eheschließung und.
Sprecher*in 1
Lebt ab jetzt angeblich mit Domitian im Palast zusammen.
Zitat wie eine Ehefrau Zitat Ende ja, was war denn da?
Sprecher*in 2
Los also hat jetzt der Domitian doch gefallen an seiner Nichte gefunden, hat ihren Mann umbringen lassen und.
Um dann die Witwe in sein Haus zu holen, nicht um sie zu heiraten.
Er bleibt weiter verheiratet mit Domitia, aber um zusammen mit ihr zu leben, wie es in den Quellen heißt, wie eine Ehefrau in den Quellen heißt es allerdings auch, dass Domitian seine Nichte unmittelbar nach ihrer Heirat mit Sabinus vergewaltigt haben.
Sprecher*in 1
Soll ja also die Biografien der römischen Kaiser sind voller.
Sprecher*in 2
Also voller, noch voller skandalöser Geschichten, die ich euch gar nicht alle hier erzähle, weil die meisten sind einfach Kokolores, ne, und das wahrscheinlich auch eine, aber komisch, also jedenfalls gesichert ist.
Die Nichte zieht quasi ein in den Palastguter Louis, da wohnen auch viele, Leben da noch viele andere aus der Familie ne und sie haben offensichtlich beide Domitian und seine Nichte ein.
Wichtiges Verhältnis miteinander, sagen wir mal so ja, ob das jetzt auch wirklich ein ein, ein körperliches sexuelles Verhältnis ist oder einfach nur die beiden haben irgendwie einen Draht zueinander, auch was Ehrungen jetzt angeht von Domitian für seine Nichte Julia, das ist schon ein besonderes Verhältnis, das löst aber das Problem von Domitian nicht, was seine Nachfolge angeht und die Nachfolgefrage bei römischen Kaisern ist nicht nur eine ja.
Sprecher*in 1
Ich interessiere mich schon dafür, was nach meinem Tod passiert.
Man könnte ja sagen, nach mir die Sintflut, ne ist mir doch egal, ne könnte könnte selber klären wer dann irgendwie Kaiser wird.
Nein nein die.
Sprecher*in 2
Nachfolgeregelung die Nachfolgefrage ist für einen amtierenden Kaiser von.
Sprecher*in 1
Ja, schon fast existenzieller, also mindestens von von primärer Bedeutung.
Ja, das ist enorm wichtig aus 2 Gründen.
Sprecher*in 2
Der eine Grund ist, solange die Nachfolgefrage nicht geklärt ist, können sich ja eine ganze Menge Personen Hoffnungen machen, Nachfolger zu werden oder können sogar aktiv etwas betreiben.
Ja, die Situation ist gerade so, wenn jetzt wenn jetzt zufällig der Kaiser vom Pferd fallen würde war.
Sprecher*in 1
So was.
Sprecher*in 2
Ja, nicht passieren wird aber dann glauben, so wie ich das im Moment sehe, wäre ich ja eigentlich derjenige, der es dann wahrscheinlich würde.
Ja gut, dann sollte man so jemanden nicht in die Nähe seines Pferdes lassen.
Sprecher*in 1
Lassen ne sagen wir mal so, das heißt allein die Sicherung der des des eigenen Lebens und Überlebens ist deutlich besser möglich, wenn man die Nachfolgefrage bereits geklärt hat und natürlich derjenige oder diejenigen Kandidaten, die man zu Nachfolger ausersehen hat und auch als solche gekennzeichnet hat, dass diese auch loyal zu einem sind.
Das setzt das natürlich voraus.
Der zweite Grund, warum die Nachfolgefrage für einen römischen Kaiser sehr wichtig ist, ist ja tatsächlich die Frage seines Nachlebens es ist für einen römischen Kaiser, das ist
Sprecher*in 2
einfach so, die Römer sind so drauf wichtig, wie denn die Nachwelt von einem denkt, das erlebt der Römer aber auch im Alltag, also wenn irgendwo eine wichtige in einer wichtigen Familie stirbt, jemand, da gibt es ja eine Beerdigung, das ist keine reine Privatveranstaltung, dann zieht ein Leichenzug quasi durch die Stadt, jedenfalls kriegt das die Stadt, kriegt das mit, und in einem solchen Leichenzug werden dann eben auch die Ahnen mitgeführt, und zwar in Form von so Wachsmasken.
Sprecher*in 1
Ja, da macht die Familie stolz auf sich aufmerksam.
Dahingehend guck mal, dass übrigens, wir sind die Familie einer unserer Vorfahren war der, ach ja, das war doch der Konsul im Jahr.
Ach, das war doch der, der die Schlacht damals gewonnen hat.
Ach, das war doch der, der die Wasserleitung gebaut hat, also wichtig so, damit ist es eben auch für einen Kaiser wichtig, dass er später auch.
Sprecher*in 2
Mitgeführt wird.
Mal an diesem Beispiel zu sagen, aber auch zu vielen anderen Anlässen mit gezeigt wird, vorgeführt wird, das ist einer unserer wichtigen Ahnen und Vorfahren.
Das funktioniert aber nur als Kaiser, wenn man vergöttlicht wird nach seinem Tod, es gibt nur die Möglichkeit, entweder du wirst vergöttlicht oder du wirst verteufelt.
Sprecher*in 1
Es gibt nichts dazwischen.
Die Römer hätten sich viel Stress erspart, wenn sie auch die Kategorie eingeführt hätten.
Ja, war ganz okay der Kaiser nicht gut genug zum Vergöttlichen, aber wir müssen ihn auch nicht verteufeln, sondern irgendeine Stufe dazwischen gibt es aber nicht, es gibt nur Vergöttlichen oder damnatio Memoriae auf lateinisch so, und wer kümmert sich denn um die Vergöttlichung eines Kaisers, nachdem er tot ist?
Ja, der Nachfolger.
Faktisch der Nachfolger beschließen tut es der Senat, aber es kümmert sich der Nachfolger darum.
Deswegen sollte man einen Nachfolger haben, der auch ein Interesse daran hat, dass sein Vorgänger vergöttlicht wird, sonst hat sich das nämlich vielfach ja auch das ein ganz wesentlicher Grund für einen Kaiser, sich um seine Nachfolge zu kümmern.
Fehlende Nachfolgeregelung und Domitians wachsender Verfolgungswahn
Ja, und das?
Sprecher*in 2
Funktioniert bei Domitian halt nicht.
Ne also Titus und Vespasian hatten keine Probleme, Vespasian hat das ja schon geklärt für sich und für für Rom und für die für die Nachwelt, als er noch gar nicht als Kaiser bestätigt war, da hat er bereits seine beiden Söhne Titus und Domitian, beide zu Caesaren ernannt und damit gesagt, die werden in welcher Reihenfolge auch immer, Nachfolger so und dann hat er während seiner Regierungszeit dafür gesorgt, dass ganz klar war, dass Titus der erste Nachfolger.
Sprecher*in 1
Wird und Domitian.
Sprecher*in 2
Dahinter steht so für Titus hat sich während seiner Regierungszeit das die Frage noch nicht gestellt, der war ja jung, ne, der der ist ja quasi aus aus, aus dem blühenden Leben gerissen worden und hätte noch ne andere Regelung vielleicht finden können, aber er hatte auch eigentlich keinen Drang, dass.
Sprecher*in 1
Anders zu regeln, weil sein Bruder Domitian war ja da und er war ja für alle Beteiligten klar.
Naja, wenn jetzt was Unvorhergesehenes passiert, was ja nicht passieren wird, ja dann wird der Domitian halt sein Nachfolger, aber das unvorhergesehene ist passiert, Titus starb und Domitian wurde sein Nachfolger, nur jetzt gibt es keine Regelung mehr, Domitian hat keinen leiblichen Sohn, es gibt keinen von ihm ernannten Cäsar, es ist es ist unklar und.
Diese diese Unklarheit zieht sich durch seine gesamte Regierungszeit und macht seine Regierung anfällig für ja für Verschwörungen und seine eigene Vorstellung, es könnte eine Verschwörung geben.
So ein Verfolgungswahn wächst dadurch von Jahr zu Jahr, erst sehr spät im Jahre 95 versucht er Domitian.
Sprecher*in 2
Das Problem zu lösen, er adoptiert 2 Großneffen von ihm, also das ist schon ne, also 2 Generationen dann zurück, das sind die Söhne seiner Nichte Flavia Domitilla der Name kommt dummerweise in der Familie öfter vor, ne so dass es sogar eine Spezialität ist herauszufinden unter Althistorikern, wenn irgendwo eine Flavia Domitilla auftaucht in den Quellen.
Oder auf Münzen oder auf Inschriften.
Ja, welche ist es denn eigentlich?
Also es gibt immer mindestens 3 Damen mit dem Namen, die es sein könnten, ja, also ja, aber Althistoriker und epigraphiker müssen ja auch einen Spaß haben oder einen Sport haben, ne also Flavia Domitilla ist so ein Sport, ne wer ist es denn?
Auf jeden Fall hatte er Domitian eine Nichte die so hieß und die hatte 2 Söhne und diese beiden Söhne adoptiert.
Sprecher*in 1
Der Domitian im Jahre 95 und Adoption durch einen Kaiser ist klar, das sind jetzt die. 2 Kandidaten für meine Nachfolge die sind allerdings noch sehr jung.
Ja, also da rechnet Domitian schon, aber ich mein, da ist er ja auch erst Anfang 40 ne, dass er also noch lange regiert, aber die beiden könnten es oder sollten es dann werden.
Ja so richtig überzeugt ist er dann aber wohl selber nicht, wir befinden uns quasi in der in der Spätphase in den in in ja in den beiden letzten Jahren seines Lebens, das weiß er aber natürlich nicht, aber er ist in dieser Zeit schon sehr von Verfolgungswahn geplagt.
Und das wird jetzt dem Vater dieser beiden Großneffen, dem leiblichen Vater, zum Verhängnis.
Denn das ist ein Herr Flavius Clemens, ne auch ne, klar ne entfernte Verwandtschaft, alles der ist auch in diesem Jahr 95 Konsul.
Aber es nützt ihm alles nichts.
Er gerät jetzt in in diesem selben Jahr 95, in dem er Konsul ist und in dem seine leiblichen Söhne vom Kaiser adoptiert werden, gerät dieser Flavius Clemens selber unter Hochverratsverdacht und wird hingerichtet, der hat sich vermutlich gar nichts zu schulden.
Sprecher*in 2
Kommen lassen.
Der hat vermutlich gar nichts getan, aber alleine, dass er der Vater.
Der beiden Adoptivsöhne ist macht ihn auf einmal für den Kaiser verdächtig, denn die beiden Söhne sind ja noch diese Adoptivsöhne, sind noch sehr jung.
Wenn jetzt dem Kaiser was passiert, dann können die beiden ja noch nicht, ja dann werden sie vielleicht einer von beiden zum Kaiser durch den Senat ernannt, aber dann ist ja der leibliche Vater, dieser Herr Flavius Clemens, möglicherweise dann der.
Sprecher*in 1
Ja, kaiserlicher Administrator oder so ne Art von von ja Vormund ne und das könnte ihn ja.
Diese Aussicht könnte ihn ja dazu verleiten den Kaiser Domitian vielleicht umzubringen oder umbringen zu lassen.
Also so entsteht ne Verschwörungstheorie im Kopf eines Kaisers Ratz fatz ist ne Sache von n paar Sekunden ne ach ja Moment, da hab ich ja gerade 2 adoptiert.
Was ist eigentlich mit dessen mit deren leiblichen Vater?
Ja nicht dass der mir jetzt ne ans Leder.
Sprecher*in 2
Den bring ich mal gleich um.
Ja passiert dann auch.
Saturninus' Aufstand und die senatorische Darstellung von Verfolgungen
Die Spur der Adoptivsöhne verliert sich, weil ja bereits ein Jahr später Domitian selber sterben.
Sprecher*in 1
Wird ne was wir in in dieser Podcast folge dann auch tatsächlich dann erleben werden.
Ne, aber diese Nachfolgefrage, die treibt ihn halt um und die treibt nicht nur ihn um, die treibt die Familie um, die treibt den Senat um, den treibt das ganze römische Reich um und führt eben zu den besagten.
Echten tatsächlichen oder vielleicht mehr sogar noch befürchteten Verschwörungen gegen den Kaiser.
Die begleiten Domitian in seiner Regierungszeit ja von Anfang, annehmen aber von Jahr zu Jahr immer mehr zu.
Vielleicht kann man auch so sagen, Sie nehmen nicht nur von Jahr zu Jahr linear zu, sondern exponentiell, wenn man das jetzt als Mathematiker bezeichnen würde, es wird also immer schlimmer, es kommt zu immer mehr Verurteilungen.
Und Hinrichtungen, die senatorischen Quellen, also die senatorischen Autoren, Schriftsteller, die über domitians Regierungszeit schreiben, die sprudeln geradezu über von Verfolgungen, Verurteilungen, Hinrichtungen völlig unberechtigter Weise durch den Kaiser Domitian.
Wenn man das jetzt mal zählt, ist das eigentlich dann doch mit nicht mehr so viel, also es gibt eine Aufstellung.
Sprecher*in 2
Wenn man jetzt mal sagt.
Sprecher*in 1
Jetzt nehmen wir mal die richtig wichtigen Senatoren, also die konsularischen Ranges, also die Senatoren, die auch mal Konsul gewesen sind.
Wie viele von denen sind denn Opfer von Domitian geworden, von entweder tatsächlichen Verschwörungen oder auch nur befürchteten Verschwörungen gegen ihn?
Da kommt man gerade mal auf 11 ja gut, das ist natürlich für jeden einzelnen unangenehm genug, ja, aber 11 Senatoren konsularischen Ranges sind.
Sprecher*in 2
Unter Domitian Opfer geworden in 15 Jahren Regierungszeit, also weniger als einer pro Jahr.
Also ich will jetzt nicht eine Tyrannenstatistik aufmachen, also ab wann bist du ein Tyrann, aber da hat.
Sprecher*in 1
Es unter früheren Kaisern also deutlich höhere Zahlen gegeben, was Verfolgung von Senatoren, Rittern oder sonstigen vornehmen Menschen durch amtierende Kaiser gegeben hat.
Also die Darstellung.
Und damit auch die negative Darstellung von Domitian als Tyrann.
Sprecher*in 2
Die geht eigentlich über das hinaus, was tatsächlich tatsächlich passiert ist.
Es ist genug passiert und es ist, denke ich, tatsächlich unstrittig, dass Domitian permanent Verschwörungen gesehen hat, auch eben auch, weil das mit der Nachfolge nicht geregelt war und dass er auch Verschwörungen gesehen hat, wo keine Waren.
Es gab.
Sprecher*in 1
Allerdings noch welche.
Sprecher*in 2
Also zumindest sagen wir mal so, bei also 2 kann man packen.
Und bei einer ist ist es völlig klar.
Ja, und bei einer zweiten vielleicht noch nicht so ganz.
Aber im Jahr 87 ne, da ist er ja 6 Jahre Kaiser soll eine Verschwörung aufgedeckt worden sein, die zumindest so gesichert gewesen ist, dass.
Sprecher*in 1
Sie in die Arvalakten aufgenommen worden ist für das Jahr 87.
Ja, was ist das denn?
Was sind denn die Arvalakten?
Ah, das ist eine feine Sache, es gibt eine Priesterschaft im alten Rom, das sind die sogenannten Arvalbrüder, also Fratres heißen die wirklich, aber das ist jetzt, das sind jetzt keine Mönche oder so etwas ne, sondern die heißen einfach nur so ne, das sind sehr vornehme ne ne Menschen Männer aus den aus, aus besten Familien, die dann eben auch den Posten hatten allen in die arvalbruderschaft Priesterschaft aufgenommen worden zu sein.
Die haben jetzt den Tag über ganz was anderes gemacht, ne?
Also da waren die gemütlich zu Hause, aber man traf sich halt dann zu regelmäßigen regelmäßigen Abständen zu kultischen Anlässen und diese Arvalpriesterschaft, die hatte offensichtlich einen Hang zur Protokollführung.
Sprecher*in 2
Das kann man nicht anders sagen.
Ja, also wenn die sich trafen, dann ja, hielten die eben auch fest.
Was haben wir jetzt gerade gemacht und was war denn so gerade so in diesem Jahr, wo wir uns mal, wo wir gerade mal hier so schön zusammensetzen, was sollten wir denn mal vermerken, was dieses Jahr gewesen ist?
So, und diese Protokolle wurden auf Steininschriften festgehalten, also sie sind jetzt nicht so lang.
Ja, aber da wird dann schon für jedes Jahr, wofür die uns diese Inschrift überliefert ist.
Und da ist uns ne ganze Menge überliefert, festgehalten, was es denn so an Besonderheiten gab und für das Jahr 87 haben diese Arvalbrüder in ihrer Steininschrift in ihrem Protokoll festgehalten, ja, ja, da wurde eine Verschwörung gegen den Kaiser Domitian.
Sprecher*in 1
Aufgedeckt also, das kennen wir nur aus diesem Jahr, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass im Jahr 87 wirklich etwas eine etwas größere.
Verschwörung gegeben hat, von der ich euch sonst nichts weiter sagen kann.
Ja, das hat eine gewisse, das hat eine gewisse Relevanz durch die Avalakten, die sogenannten, die haben natürlich nicht Akten dazu gesagt, ne, die haben das irgendwie etwas etwas kultiger formuliert, nehme ich mal an, aber ganz todsicher ist eine Verschwörung ein regelrechter Aufstand eines Kontrahenten im Jahre 89 2 Jahre später, da erhebt sich nämlich ein gewisser Herr Lucius Antonius Saturninus.
Sprecher*in 2
Gegen den Kaiser und sagt, Ich mache den Job jetzt selber, ich mache jetzt Kaiser, ich bin ich werde jetzt Kaiser und der macht das auf die Art und Weise oder so, wie wir es eigentlich aus dem Bürgerkriegsjahr 69 6869, dem sogenannten Vierkaiserjahr, kennen.
Er ist nämlich Befehlshaber des Heeres in Obergermanien, da hat das, ich hätte schon fast gesagt, Tradition, das Heer in Obergermanien, also nicht in Niedergermanien, sondern in Obergermanien, da diese im Regelfall 4 Legionen so um Mainz herum mit dem Hauptort Mainz.
Ja, also die haben, da könnte man eine eigene Folge draus machen, ne, also die haben in den in den jetzt 100 Jahren zwischen zwischen Augustus und jetzt hier Domitian schon mal öfter, sagen wir mal vorsichtig für gewisse Unruhe gesorgt im Kaiserhaus.
Ja, und der jetzige Oberbefehlshaber, der setzt quasi noch einen drauf und sagt ja, ich lass mich mal zum Kaiserhaus rufen, Lucius Antonius Saturninus ne ja und ja, das geht aber schief, aber.
Aber es ist.
Es geht deswegen schief, weil er tatsächlich keinen Rückhalt bei den anderen Legionskommandeuren im Reich hat.
Daraus kann man aber auch umgekehrt formulieren, er hat keinen Rückhalt, das heißt, die Stehen zu Domitian, ist ja ganz was Neues, also hier ein Kaiser Domitian, den angeblich alle hassen, hat offensichtlich den Rückhalt der Befehlshaber aller außer.
Des Herrn Saturninus, der in Obergermanien die Legion anführt.
Er hat unter anderem den Rückhalt eines Herrn Trajan, der wird uns später noch begegnen als Kaiser, der ist nämlich zu der Zeit auch Legionskommandeur und eilt mit seiner Legion sozusagen gegen den Usurpator saturninus muss er aber gar nicht, weil das Problem wird schnell erledigt, das erledigen nämlich jetzt die niedergermanischen Legionen, das sind die, die in der Gegend um Köln.
Sprecher*in 1
Liegen ihre Lager, haben deren Befehlshaber sagt nämlich, Ich glaube, der hat eine der Klatsche, mein Kollege da in Obergermanien, in der im Nachbargebiet und er schlägt diesen, diese Usurpation, diesen Aufstand rasch nieder, da gibt es noch nicht mal eine große Schlacht, der rückt einfach an, und dann lassen die Soldaten ihren Befehlshaber saturninus fallen, das ist ein.
Sprecher*in 2
Kurzer aber recht deutlicher.
Aufstand Usurpation gegen Domitian, da könnte man sagen, ja, ein deutliches Zeichen, dass der Rückhalt des Kaisers schwindet.
Man kann aber umgekehrt sagen, ein deutliches Zeichen, dass alle anderen Legionskommandeure hinter dem Kaiser stehen und das ganze ratzfatz niedergeschlagen.
Militärische Misserfolge und der Konflikt mit dem Senat
Wird.
Nichtsdestotrotz hat Domitian, je weiter seine seine, je länger seine Regierungszeit läuft, er regiert ja 15 Jahre, das ist ja nicht wenig, ne, ich erwähnte ja schon, das ist mehr als seine beiden Vorgänger zusammengenommen, aber er hat in seiner Regierungszeit Probleme und diese Probleme grundsätzlicher Art.
Jetzt nicht, dass die Staatskasse sich durch die steigenden Ausgaben leert oder oder dass er Krach mit seiner Frau hat oder was in der Richtung, Nein, ich rede jetzt von eigentlich grundlegenden strukturellen Problemen seiner Regierungszeit.
Sprecher*in 2
Die Jahr für Jahr immer weiter.
Sprecher*in 1
Zunehmen.
Das sind zum einen Fehlende.
Militärische Erfolge, die vergleichbar sind mit dem, was sein Bruder und sein Vater vorweisen konnten, auch wenn es letztlich tatsächlich nur der Judäische Krieg gewesen ist und der Eroberung Jerusalems, mit denen Vespasian und Titus punkten konnten.
Aber das war so bedeutsam und so erfolgreich, ich vergleich es mal mit den Gallischen Kriegen von Julius Caesar konnte man jedenfalls so verkaufen und haben Vespasian und Titus auch so verkauft, solche militärischen Erfolge kann.
Domitian nicht vorweisen, auch wenn seine Verteidigungssiege gegen die Daker an der Donaufront mindestens so wichtig waren.
Aber da gab es eben auch mal Niederlagen und das, was da als Sieg verkauft wurde, da wurde ja zum Teil ein Triumphzug gefeiert, weil man mit den Dakern einen Friedensvertrag geschlossen hat.
Also das ist jetzt sehr unrömig gut, man kann mal einen Friedensvertrag schließen, wenn es sich diplomatisch ergibt, aber das kannst du doch nicht als Triumph feiern, ja, aber wenn du nichts anderes hast, musst du halt einen Triumph darüber feiern, fehlende militärische Erfolge ist
Sprecher*in 2
ist nicht gut für einen amtierenden römischen Kaiser.
Dann der fehlende und immer weiter immer weiter zurückgehende bis letztlich dann fehlende Rückhalt im Senat, das Verständnis Domitians vom Kaisertum fällt nicht vom Himmel, dass er sich nicht mehr als Princaps als Erster unter gleichen versteht, sondern als Dominus, als Herr, der über alles herrscht und ja, die anderen durften mir gerne helfen dabei, aber ich bin der Herr über alles, das ist eine logische Weiterentwicklung.
Einfach nur ein, wenn man größerer, kleinerer, weiterer Schritt in der Entwicklung des der der der römischen Kaiserzeit im Grunde genommen hätte.
Oder hat Augustus wahrscheinlich in hinter hinter vorgehaltener Hand genau dasselbe gesagt zu seiner Zeit, als der, als das römische Kaisertum.
Sprecher*in 1
Erfunden wurde ja, natürlich bin ich derjenige, der hier das sagen hat, aber ich mach es anders.
Ja, wir müssen den Schein wahren.
Sprecher*in 2
Wir müssen so tun, als sei ich der erste unter gleichen.
Und wenn wir das so clever hinkriegen, wie Augustus, das ja sehr clever konstruiert hat, dann können alle, die guten Willens sind, den Schein wahren.
Da mussten aber auch sowohl die Senatoren den Schein wahren wie der.
Sprecher*in 1
Kaiser den Schein wahren und Domitian hat keine Absicht mehr, von sich aus den Schein zu wahren.
Für ihn ist der Kaiser der Dominus, was er auch wirklich ist.
Sprecher*in 2
Aber the show must go on.
Und er sagt, NÖ, Die Show, die machen wir nicht mehr, das belastet seine Regierungszeit natürlich extrem, genauso wie die unklare Nachfolgeregelung und die Unklarheit über sein Nachleben, worüber ich schon sprach, die Frage, werde ich denn vergöttlicht oder werde ich verteufelt werden laut dem.
Bonner Althistoriker Konrad Füssing.
Der hat ein sehr gut, sehr, sehr schönes, sehr gutes, eigentlich sehr gar nicht so dickes Buch.
Vor ein paar Jahren geschrieben über Kaiser Domitian, der Kampf um seine Nachfolge und um seine Göttlichkeit.
Laut Füssing sind für.
Sprecher*in 1
Dominizians Verhalten genau diese Fragen, Nachfolge und Nachleben ganz wesentlich.
Und das das, also die Argumentation, liest sich mehr als liest sich mehr als schlüssig, auch dominizians Verfolgungswahn bis in die Familie hinein ist so zu verstehen, also unter den Opfern Dominizians in der Liste stehen jede Menge Flavier, die Nachfolgefrage ist aber in der Tat auch das.
Sprecher*in 2
Bereits schon geschilderte Problem, wenn nicht geregelt, ja dann zusätzlicher Reiz für Verschwörer, wenn nicht geregelt, dann vergöttlichung nach dem eigenen Tod gefährdet, denn darum kümmert sich der Nachfolger.
Domitian hat keine Lösung, weil er keine eigenen Nachkommen hat und weil er keinen hat, den er zum Cäsar und Nachfolger aussieht.
Dieser Versuch mit den.
Mit den mit den beiden, mit der Adoption der beiden Großneffen im Jahr 95 ist auch mehr eine Hilflosigkeit als eine ein ein geordnetes strukturelles Vorgehen und klären dieser beiden Fragen, Nachfolge und Nachleben, Stichwort Vergöttlichung.
Die Palastrevolte und Domitians Ermordung im Schlafzimmer
Na ja, und so läuft das Ganze aus in eine Katastrophe allerdings auch wiederum etwas überraschend, es kommt jetzt nicht.
Sprecher*in 1
Wie man hätte erwarten können zu einer.
Erneuten Usurpation irgendein Oberbefehlshaber sagt, So geht das nicht weiter.
Ich erklär mich jetzt wie einst despasian ne zum zum zum Gegenkaiser aus einem Legionslager heraus.
Es kommt auch nicht zu einer Verschwörung dergestalt, dass jetzt Senatoren den den Kaiser vom Thron stoßen, nein, nein, es kommt zu einer Palastrevolte in der.
Sprecher*in 2
Auch.
Sprecher*in 1
Familie eine Rolle spielt aber jetzt auch ja, wie direkt oder indirekt müssen wir klären, denn es kommt zum 18 September des Jahres 96, da hat er mal gerade ein paar Tage nach seinem 15 jährigen sozusagen amts Jubiläum des Kaisers.
Sprecher*in 2
Wird Domitian in seinem Schlafzimmer ermordet?
Buff ja gut, der Ort ist jetzt, naja, aber der Ort ist halt sehr vertraut, die Mörder sind.
Sprecher*in 1
Da gibt es eine Aufzählung.
Ja, ein Herr Parthenios, das ist ein Kammerdiener, also vermutlich ein Freigelassener, dann ein Herr Stephanos, das ist ein Verwalter, Prokurator seiner Ehefrau, Domizia, wahrscheinlich auch ein Freigelassener, das ist ein Herr Clodianus, der.
Der wird bezeichnet als Cornicularius.
Das ist NN ja NNN Militärdienstgrad, also der ist wahrscheinlich n Prätorianer, also ein ein ein Soldat jetzt nicht ganz der einfachste Rang, aber auch kein Offizier der Prätorianer dann gibt es einen Herrn Maximus.
Das ist ein Freigelassener des Kammerdieners Parthenios, der selber auch n Freigelassener ist.
Dann haben wir noch einen Herrn Satur, der ist so ne Art Oberkammerdiener.
Die schöne lateinische Bezeichnung dafür lautet Decurio Cubiculariorum, also decurio jetzt nicht im militärischen Sinne, sondern das ist halt ne der Vorsteher, der der der der Kammerdiener ne und einer oder einige Singular oder Plural ist nicht so ganz klar aus einer Gladiatorenschule.
Was ist denn das für ne Truppe?
Ja, also fassen wir mal zusammen, das sind ein paar Freigelassene, ein prätorianer Soldat, irgendwie ein Lehrling aus der Gladiatorenschule.
Wie auch immer die dahin gekommen sind, aber dass die sich im Schlafzimmer des Kaisers aufhalten, scheint jetzt nicht so unüblich gewesen zu sein, das ist Personal des Palastes, um es mal so zusammenzufassen und die.
Sprecher*in 2
Bringen den Kaiser.
Sprecher*in 1
Um.
Sprecher*in 2
Also auch n bisschen geplant.
Ja, also der Haupttäter hat sich eine eine Handverletzung, eine Armverletzung vorgetäuscht um n verband darum zu tragen, um in diesem Verband einen.
Sprecher*in 1
Dolch hinein zu transportieren, zu verstecken, mit dem dann Domitian erdolcht wird.
Aber ich meine, die haben wir hier, ich hab 12345 mindestens 6 Personen und einen Dolch also.
Na ja, wenn die 5 anderen, die wohl festgehalten haben, es soll einen Augenzeugen, einen Knaben gegeben haben, der versucht hat, Domitian noch zur Verteidigung einen Dolch zu reichen, den dieser unter seinem Kopfkissen quasi.
Sprecher*in 2
Im Bett immer zu verstecken pflegte der soll aber ohne Klinge dann gewesen sein.
Da ziehst du den Dolch am griff quasi aus dem Versteck heraus und dann stellst du fest, das Ding hat gar keine Klinge mehr.
Na ja, da war wohl auch einer am Werk und hat das vorbereitet.
Sprecher*in 1
Wie auch immer, das ist eine eine Ermordung, die sich.
Sich ja von der Ermordung erinnern wir uns mal an die an die Ermordung des Caligula, aber sehr unterscheidet, warum haben die das gemacht, also was steckt dahinter?
Also irgendwie ist auf jeden Fall domitia Lungina, die Ehefrau des Domitian involviert also.
Sprecher*in 2
Allein schon, weil einer ihrer Verwalter hier mit beteiligt.
Sprecher*in 1
Ist hatte sie Kenntnis?
Davon war sie aktiv beteiligt.
In den Quellen heißt es, Freunde und Ängste freigelassene, zusammen mit seiner Ehefrau überwältigen.
Sprecher*in 2
Domitian also gut, also die Ehefrau ist jetzt nicht bei dem Mord selber mit dabei und was mit Freunden jetzt gemeint ist, also die engsten Freigelassenen sind wohl die, die ihn ermorden, und die Freunde, die Amiki des Kaisers und seine Ehefrau sind.
Sprecher*in 1
Die, die irgendwie mit damit zu tun haben, irgendwie mit im Hintergrund stehen.
Sprecher*in 2
Die Ehefrau Domizia soll eine Liste bei ihrem Ehemann gefunden haben, mit den Namen seiner nächsten Opfer.
Seine seinen Verfolgungswahn hat ihn wohl möglicherweise.
Sprecher*in 1
Dazu veranlasst auch eine Liste zu führen.
Wer ist denn der nächste auf der Liste mit dem, mit wem muss ich mich denn am nächsten beschäftigen?
Ja na ja, und da mögen halt auch ein Paar drauf gestanden haben, vielleicht sogar ein paar Freigelassene aus seinem Aus seiner engsten Umgebung.
Sprecher*in 2
Und da kommt das Thema Tyrannenmord aus Selbstschutz ne, denn welchen, welchen anderen Grund sollten die haben?
Also gekauft das Gedungene Gedungene Mörder von jemand anderem, der sich sozusagen dafür bezahlt hat.
Sprecher*in 1
Das ist ein bisschen gewagt, also auch nicht nur als Theorie, sondern auch sehr gewagt für diejenigen, die es machen.
Sprecher*in 2
Ne, also die müssen das, die müssen um ihr Leben gefürchtet haben heute.
Wir haben nichts anderes, wir haben nichts weiter, wir haben nichts mehr zu verlieren, ne wir sind wahrscheinlich die nächsten, wir haben gut zu der Annahme, dass wir kurz vorm Kurz vor der der der Ermordung durch den Kaiser stehen und da kommen wir dem.
Sprecher*in 1
Zuvor, es wird im Hintergrund Personen gegeben haben, die mindestens um die Sache gewusst haben.
Es ist also.
Sprecher*in 2
Eigentlich unmöglich nachzuweisen, dass jetzt.
Sprecher*in 1
Senatoren oder andere, die ich gleich noch benenne, aktiv dieses Attentat, diese Ermordung betrieben haben und nur nach jemandem gesucht haben, wer es denn macht.
Es ist eher anzunehmen, dass es zu dieser ja palastrevolte kann man es nennen, ne gekommen ist und dass wichtige Personen die Nase dran bekommen haben und das dann irgendwie ein bisschen mitgesteuert haben, dass es in ihrem Sinne abläuft und diese wichtigen Personen sind.
Sprecher*in 2
Vermutlich wirklich die Ehefrau Domizia.
Die hat eine Rolle gespielt, dann ein Herr Petronius Secundus, das ist einer der beiden Präfekten der Prätorianer, weil man fragt sich ja, wo bitte ist eigentlich die Garde, also wo bitte ist denn die Leibwache, also wenn der Kaiser in seinem eigenen Schlafzimmer niedergestochen werden kann, sorry, wo ist denn die Leibgarde?
Na ja, die, die stehen wahrscheinlich vor der Tür.
Ne und einer ist ja mit im Zimmer.
Ja also Gundula musst du dann nur diesen einen ne mit Namen Herrn Cludianus mit auf deiner Mörderliste haben, dann kann das klappen.
Sprecher*in 1
Ne, aber Petronius Sicundus als einer der beiden Präterianer Präfekten hat dann wohl mit dazu beigetragen, dass das funktioniert.
Sprecher*in 2
Ein Indiz, dass er daran beteiligt ist, kann man darin sehen, dass er das nicht lange überlebt.
Ja, er wird im Folgejahr 97 wegen seiner Beteiligung an dieser Ermordung erschlagen, und zwar von den Prätorianern.
Da kommt es noch, also das Thema, wie gehen wir eigentlich mit dieser Ermordung um?
Das ist nicht mit mit dem Tag der Ermordung Domitians erledigt, da wird es ja Nachfolger Nerva ne, mit dem wir uns in der nächsten Folge beschäftigen, zu tun haben und in diesem im im Kontext dieses damit zu tun haben, fordern die Prätorianer, dass die Schuldigen dieser Ermordung bestraft werden und die Bestrafung durch Erschlagung ihres eigenen Präfekten Petrolius Sekundus erledigen, die dann gleich selber.
Das heißt, die Prätorianer fanden das nicht so toll.
Die wurden jetzt nicht gekauft.
Alle also könnte man sich auch vorstellen, ja, die haben alle Prätorianer wurde alle bestochen, damit der Kaiser Domitian umgebracht wird.
Nee, kein denken, Nein, die hatten keine Ahnung, bis auf die wenigen Einzelpersonen ne die beteiligt waren, die hatten keine Ahnung, die fand das auch nicht gut, das war ein Verstoß gegen ihre Ehre, sie sind dafür da, die Familie des Kaisers und das schließt den Kaiser mit ein zu schützen.
Na und?
Da wird einer dann stellt sich für sie heraus, dass einer ihrer beiden Oberkommandierenden daran beteiligt war.
Ja, da machen die kurzen Prozess, also so loyal sind die.
Sprecher*in 1
Ja, und dann haben wir natürlich auch schon den besagten Herrn Nawa, den älteren Herrn, der Nachfolger von Domitian wird, und der wurde das so schnell, dass man sich nicht vorstellen kann, dass er nicht im Vorfeld in irgendeiner Weise Beteiligter gewesen ist.
Nerva wird Kaiser und die clevere Bestattung Domitians
Genau wie andere, noch nicht benannte Freunde Amiki, wie sie in den Quellen heißen, aber eben nicht mit Namen genannt werden, die auch in irgendeiner Weise an dieser Ermordung beteiligt gewesen sind.
Nicht, indem Sie den Dolch.
Sprecher*in 1
Geführt haben aber zumindest indem sie gewusst haben, dass sich da was zusammenbraut und indem sie dann an den entscheidenden Stellen die Mörder dahingehend unterstützt haben, dass das funktioniert.
Ne, also ich meine.
Wenn er in Panik geratene Freigelassene den Plan Aushecken, den Kaiser, ihren Herrn, zu ermorden.
Das kann ja auch schief gehen.
Also das geht in in in, ich würde mal sagen, in 99 von 100 Fällen geht das schief, weil irgendeiner sich verplappert und so, weil es halt vorbereitet wird oder wie auch immer und wenn du dann ein paar erfahrene Verschwörer ne hast, die dir sagen, wie du das richtig machst, dann kann er schon sehr hilfreich sein und da gehört mit Sicherheit auch Nerva dazu, also einfach.
Sprecher*in 2
Beschlussfolgert aus der Tatsache, dass der innerhalb weniger Stunden zum neuen Kaiser ausgerufen wird und sagt er, ja, ich mache das, also er muss zumindest vorher Bescheid gegeben haben, wenn irgendwas passiert.
Sprecher*in 1
Mit dem Kaiser.
Sprecher*in 2
Sagen wir mal so, ich will gar nichts wissen.
Nee, es fällt mir nichts, aber wenn der jetzt irgendwie falsche Pilze ist oder so oder vom Pferd fällt oder in den Krieg zieht und ein böser dakischer Speer trifft ihn, also wenn das passieren sollte, ja dann stünde ich als neuer Kaiser zur Verfügung, also mindestens so.
Sprecher*in 1
Mindestens so.
Und warum nerva da kommen wir dann der nächste Folge im Detail zu.
Na ja, er ist ein akzeptabler Kandidat für die Prätorianer er ist nicht einer wo man wo die von dem die Prätorianer sagen, ja der ist ja viel besser als der Domizian in nehmen wir aber wenn Domizian nicht mehr lebt und es muss einen Neuen geben und die Prätorianer sind diejenigen, die mitreden oder die zumindest nur einem Kandidaten zujubeln, mit dem sie was anfangen können, dann ist das bei Nerva der Fall, der gehört nämlich im weitesten Sinne noch zu julisch Claudius.
Familie also wirklich im sehr weit entfernten Sinne, aber da konnte man argumentieren, der gehört zum alten Kaiserhaus, ne und ihr seid ja ne der alten kaiserlichen kaiserlichen Familie immer verpflichtet und ja, die judisch claudischen Kaiser, die kennt er ja noch ne und der wird passen.
Ja dann machen wir das doch dominian wird Opfer einer Palastrevolution, nicht einer senatorischen Opposition, auch wenn die dahinter steckt, nichts genaues weiß man nicht.
Sprecher*in 2
Er wird ermordet in seinem Schlafzimmer von einer obskuren Truppe von Freigelassenen, mindestens einem Gardisten und mindestens einem Gladiatorenschüler.
Was auch immer der da zu suchen hatte, und da wird er, und da ist er mal gerade erst mitte 40 Mitte 40, er wird heimlich beigesetzt im Tempel der Flavier.
Ne, also die Vespasianen und Titus sind ja vergöttlich, da gibt es also auch n Tempel ne und da sind ja auch schon andere vergöttlichte verstorbene Mitglieder der Flavia zum Beispiel, die ne, die Dominians Nichte Julia eben auch auch was mit dem Tempel dann da zu tun, dort wird er heimlich beigesetzt und den Job übernimmt die Dame, von der ich am Anfang dieses Podcasts sprach, dass die noch ne, dass die noch ne Hauptrolle übernimmt für einen kurzen Moment, nämlich seine Amme.
Sprecher*in 1
Seine Amme, die auch die Amme seiner Nichte Julia gewesen ist.
Und die macht etwas Cleveres, das ist eine Hollywood Szene, die man die, die man da drehen könnte.
Ich frag mich sowieso, warum es dazu darüber noch keinen Hollywood Film gibt, aber vielleicht jetzt, wenn sich jemand aus Hollywood das ja anhört, dann.
Sprecher*in 2
Kommt er vielleicht auf die Idee?
Denn was macht die die Asche?
Domitians wird verbrannt, die Leiche eingeäschert, wird von dieser Amme vermischt mit der Asche der ja bereits Verstorbenen.
Sprecher*in 1
Julia, der Nichte Domitians warum macht sie das?
Will sie jetzt?
Ist das ne romantische Szene und vielleicht haben die beiden sich, Onkel und Nichte sich doch geliebt ne, wir sprachen ja eben über über Domitian und seine Ehefrau und sein Verhältnis zu seiner zu seiner Nichte Julia und hat er sie vielleicht vergewaltigt oder was auch immer vielleicht war das ne romantische Liebe und die Amme will das damit kundtun nee das war wahrscheinlich ganz clever.
Das war wahrscheinlich ganz clever.
Also diese Amme war, Politik hin oder her, dem Domitian halt noch zugetan und der der der der Julia vermutlich auch, aber dadurch, dass sie jetzt die Aschen, das hab ich nirgendwo gelesen, ich also die diese These, die ist nur von mir, die ist vielleicht auch Quatsch, ja, aber dadurch, dass sie die Asche der beiden miteinander vermischt, kann jetzt ja niemand mehr aus dieser Urne, diesem Sarkophagkästchen, wie auch immer die Asche da jetzt hinterlegt oder bestattet wurde.
Kann ja keiner mehr die Asche von Domitian trennen von der Asche der Julia und Domitian, das ist schon absehbar, der wird nicht vergöttlicht, da wird der Damnatio Memori überantwortet, der wird der Vergessenheit anheimgegeben und dazu gehört es natürlich auch, dass er keine ordentliche Grabstätte hat, aber die Julia, die Verstorbene, die ist ja schon vergöttlicht worden, sie ist eine eine Diva.
Eine ja, Göttin, also zwischen Göttin und Vergöttlich, gibt es noch auch in der römischen Religion einen Unterschied, auf den ich hier nicht weiter eingehen will.
Aber man kann jetzt nicht die Asche des Domitian aus der Grabstätte entfernen, ohne gleichzeitig die Asche der Vergöttlichten Julia zu entfernen, das wäre ein Sakrileg.
Domitians schlechte Presse in Antike und Christentum
Also auf die Idee musst du kommen, sage ich jetzt mal als Amme, also ich finde das clever, für mich ist das eine Hollywood Szene, gut wie ich schon sagte, Domitian wird.
Sprecher*in 2
Nicht Vergöttlicht von seinen Nachfolgern, sondern im Gegenteil aber das römische Verständnis von Kaiser.
Und kennt das nur Hopp oder top, er wird verdammt, er wird der Damnatio Memorie überantwortet, das heißt, die Statuen werden wo irgendwo greifbar entfernt, er wird aus den Inschriften wird sein Name Rausgetilgt Rausgemeißelt wie das alles so halt passiert, wenn man der Verdammnis.
Sprecher*in 1
Anheimgegeben wird.
Und er hat eine schlechte Presse.
Unter den antiken Schriftstellern aber bis in die Moderne hinein, und zwar als Tyrann, als Tyrann, nicht als cäsaren Wahnsinniger.
Ja, er ist kein, auch nicht in der in der antiken Quelle und auch nicht bei den bei.
Bei modernen Historikern ist Domitian nicht wahnsinnig wie Caligula.
Er ist auch nicht ein durchgeknallter Egomane wie Nero.
Er ist der Typus kaltblütiger Tyrann, und ich wähle jetzt mal auch wieder selber, da kann ich keinen anderen Historiker führen, die Verantwortung ziehen, einen von mir gewählten, wie immer unpassenden historischen Vergleich, er ist ein kaltblütiger Tyrann vom Typ Stalin.
Sprecher*in 2
So wird er dargestellt, ob er es gewesen ist?
Andere Frage, ja.
Kommen wir gleich noch zu, wie ich das sehe, aber so wird er dargestellt, ein kaltblütiger Tyrann, weder wahnsinnig noch durchgeknallt und verantwortlich für diese Sicht.
Domitians sind Autoren wie Tacitus, Sueton der jüngere, Plinius Senatorische, Autoren, Schriftsteller, Historiker, alle groß geworden unter und gefördert von.
Sprecher*in 1
Domitian aber, nach seinem Tod in strikter Ablehnung Domitians und in Hinwendung zu Traian, insbesondere dem Nachnachfolger.
Ich sagte Nerva wird der direkte Nachfolger von Domitian regiert aber nur ein paar Jahre und danach kommt Traian und der steht in der historischen Bewertung der.
Der römischen Schriftsteller ganz also ziemlich weit oben und vor allen Dingen im krassen Gegensatz zu Domitian, das heißt, will man sich bei Trajan lieb Kind machen, dann schimpft man auf Domitian, ist jetzt ein bisschen vereinfacht, aber nicht ganz falsch.
Domitian hat darüber hinaus weiteres Pech, was seine.
Was seine nach sozusagen seine, seine, seine Sicht in der Nachwelt angeht.
Er hat nämlich auch eine ganz schlechte Presse in der christlichen Geschichtsschreibung, ne, bei den ersten christlichen Historikern, ja warum das denn?
Ja, bei denen wird er geschildert als.
Zweiter Christenverfolger nach Nero, also Nero, ist für frühchristlichen Autoren der erste große Christenverfolgung und Domitian der zweite große Christenverfolger.
Darüber hab ich bisher noch gar nicht geredet und das aus gutem Grund, wenn man den Domitian nämlich jetzt nachts geweckt hätte und sagte, Hör mal, wie hältst du das denn mit den Christen?
Ja, da hätte er gesagt, wer ist das denn der Christen ne?
Sprecher*in 2
Ja, das sind doch die mit ja so, so, so.
Sprecher*in 1
Ne Art Juden, aber irgendwie anders.
Ja, sagt er, was weiß ich, ja, mag ich wahrscheinlich nicht, ne langer Rede kurzer Sinn, es gibt überhaupt keine Christenverfolgung unter Domitian, es gibt überhaupt keine Christenverfolgung unter Domitian.
Ja warum schreiben das denn dann die christlichen Historiker, er sei ein großer Christenverfolger gewesen, ne ganz einfach, es gibt.
Jede Menge Verfolgung unter Domitian wenn man Tacitus liest.
Sueton liest den jüngeren, Plinius liest ja, und da hat sie auch gegeben.
Ja nicht nur die eben aufgezählten 11 Senatoren konsularischen Ranges, die unter ihm zu Tode gekommen sind, sondern ja noch viele andere auch, also es hat viele Verfolgungen gegeben unter Domitian, ja, da wird dann vielleicht auch der andere Christ mit dabei gewesen sein.
Um es mal sehr platt zu sagen, aber nicht ganz falsch.
Das heißt, in der in der christlichen Geschichtsschreibung wird viele Verfolgungen unter Domitian ein ja und dann auch natürlich viele Christenverfolgungen unter Domitian.
Es ist nirgendwo überliefert oder auch nur ansatzweise zu packen, dass Domitian gezielt Christen verfolgt habe, weil sie Christen gewesen sind.
Da hat er ganz andere im Auge gehabt.
Wenn es jetzt mal um um um Einstellungen oder Meinungen oder so etwas gibt, also die die jüdische Bevölkerung aller Städte im Römischen Reich, auch in Rom, hatte immer ne etwas schwieriges Standing um es mal vorsichtig zu sagen, aber wen er gezielt auch aus der Stadt vertrieben hat, mindestens zweimal sind Philosophen.
Die Philosophen Vertreibungen durch Domitian auch Astrologen wird auch in den Quellen bei den antiken Schriftstellern als Zeichen, als Beweis dafür angeführt, wie tyrannisch Domitian sich verhalten hat, weil er die Kritik der Philosophen, die angebliche an seiner, an seiner Regierung nicht hören wollte und sie deswegen vertrieben hat.
Auch da kann man nur sagen, die Vertreibung von Philosophen und insbesondere von Astrologen.
Aus der Stadt Rom, das hat Tradition, also das haben mehrere Kaiser immer mal wieder gemacht.
Ich glaube, fest passieren auch ist immer die Frage der Gewichtung.
Domitians unerwartete Herrschaft und sein Scheitern
Domitian kam nicht unerwartet auf den Kaiserthron, also.
Sprecher*in 2
Im Grunde genommen hat er ja lange gewartet solange.
Sprecher*in 1
Die Herrschaft seines Vaters und seines Bruders.
Aber als er dann kam, war es dann doch plötzlicher als gedacht und letztlich dann auch unvorbereitet, weil Domizian von seinem Vater und seinem Bruder nie mit Kompetenzen ausgestattet worden ist.
Der hat quasi immer nur Trockenschwimmen gemacht, was jetzt kaiserliches regieren angeht und er wusste, oder er konnte davon ausgehen, dass er irgendwann mal Kaiser wird.
Er hat sich wahrscheinlich eher Gedanken gemacht während der Regierungszeit seines Vaters und seines Bruders, na, hoffentlich kommt nichts noch dazwischen, hoffentlich.
Hoffentlich überlegt sich das der Titus, mein Bruder nicht doch noch anders und er nennt jemand anderen zu seinem Nachfolger, aber dass es dann so plötzlich passierte durch den plötzlichen Tod von Titus, das hat dann auch Domitian.
Sprecher*in 2
Überrascht.
Er wurde plötzlicher als gedacht und damit auch Unvorbereiteter als gedacht.
Kaiser dafür hat er seinen Job zunächst zumindest erstaunlich gut gemacht.
Sprecher*in 1
Stichwort Reichsverwaltung Bauprogramme.
Sicherlich auch mit Hilfe seiner Ratgeber, die zum Teil eben welche waren, die schon vorher mit ihm geschmollt haben.
Wann können wir endlich mal aber auch Ratgeber, die ja noch von seinem Vater und seinem Bruder ja auch noch in Amt und würden waren?
Domitian hat die imperiale Politik an den Grenzen von seinem Vater und seinem Bruder übernommen, das hat er nicht selber erfunden, Grenzsicherung auch mit aggressiven Mitteln, aber Aggressivität.
Zum Zwecke der Verbesserung der Verteidigung keine unsinnigen neuen Eroberungen den stürmischen Agricola in Britannien zurückgepfiffen, nach dem Motto Was verbrätst du da Ressourcen in den schottischen Highlands, da will doch keiner hin.
Ja also.
Sprecher*in 2
Zurück, Marsch, Marsch, rational, vernünftig.
Er hat die Fortsetzung der offenen Machtposition.
Sprecher*in 1
Gegenüber dem Senat betrieben.
Er überschreitet die Grenze vom Prinzipat zum Dominat.
Das ist jetzt mit dominizians Kaisertum ganz markant eine faktische Rücksetzung des Senats führt natürlich zur Opposition, der nicht mehr zum engeren Kreis gehörenden Senatoren.
Das wiederum führt bei Dominizian zu einer Art von Präventivpolitik.
Sprecher*in 2
Sich also schon gegen drohende Verschwörungen.
Sprecher*in 1
Zu wappnen im Vorfeld das wiederum schlägt dann, um in Verfolgungswahn, die ungeregelte Nachfolgefrage tut ihr Übriges.
Angebliche Göttlichkeitsfantasien Domitians sind nicht das Problem, da sind Caligula und Nero deutlich weiter gewesen in Vorstellungen, auch ich glaube, ich bin in Gott.
Das ist bei Domitian nicht das Problem.
Domitian scheitert letztlich an den Ängsten, die er in seinem unmittelbaren Umfeld schürt, Ehefrau, die ihn übrigens lange überleben wird, also die Dame Domitian, die wird sehr alt, ja die wird über 70, also die lernt 3 Jahren hat er ja noch kennen, also mindestens 3 Jahren hat er ja muss ich nachgucken, freigelassene Diener im unmittelbaren Umfeld von Domitian von Domitian, die führen zu seiner Ermordung.
Sprecher*in 2
Senatorische und ja, prätorianerpräfektorische Strippenzieher nutzen diese Ängste aus seinem Ängste Umfeld und tragen.
Sprecher*in 1
Zum Mord bei ohne sich selbst dabei die Finger schmutzig zu machen.
Der neue Kaiser Nerva wird innerhalb von Stunden nach der Ermordung Domitians inthronisiert.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Podcast Summary
Key Points:
Domitian wurde ermordet, aber sein eigentliches Scheitern liegt in der negativen historischen Bewertung durch antike und moderne Historiker.
Seine Ehe mit Domitia Longina begann als Affäre mit einer verheirateten Frau, was zu einem Skandal führte, den sein Vater Vespasian bereinigte.
Domitian ließ den früheren Ehemann Lamia wegen dessen Witze über die Ehe hinrichten, was seine Humorlosigkeit zeigt.
Der einzige Sohn des Paares starb 83 n. Chr., was die Nachfolgeprobleme verschärfte; Domitia wurde kurzzeitig verstoßen, aber wieder aufgenommen.
Domitians Nichte Julia, Tochter des Titus, lebte nach dem Tod ihres Mannes (den Domitian hinrichten ließ) angeblich wie eine Ehefrau mit ihm im Palast.
Die fehlende Nachfolgeregelung war für Domitian existenziell, da sie Verschwörungen förderte und sein Nachleben (Vergöttlichung oder damnatio memoriae) gefährdete.
Domitians wachsender Verfolgungswahn und die Hinrichtung potenzieller Nachfolger führten letztlich zu seiner Ermordung.
Summary:
Der Podcast behandelt das historische Scheitern Kaiser Domitians, das weniger in seiner Ermordung als in der negativen Bewertung durch die Nachwelt liegt. Zunächst wird seine problematische Ehe mit Domitia Longina thematisiert: Domitian hatte als junger Mann eine Affäre mit der verheirateten Frau, was sein Vater Vespasian durch eine Zwangsscheidung und Heirat bereinigte. Der geschiedene Ehemann Lamia machte jahrelang Witze darüber, was Domitian, der humorlos war, ihm später mit der Hinrichtung vergalt.
Der gemeinsame Sohn starb bereits 83 n. , was die Nachfolgefrage ungeklärt ließ. Domitia wurde kurzzeitig wegen angeblichen Ehebruchs verstoßen, aber wieder aufgenommen.
Eine weitere Frau in Domitians Leben war seine Nichte Julia, die nach der Hinrichtung ihres Mannes angeblich wie eine Ehefrau mit ihm im Palast lebte. Die fehlende Nachfolgeregelung war für Domitian existenziell: Sie förderte Verschwörungen gegen ihn und gefährdete sein Nachleben, da nur ein loyaler Nachfolger seine Vergöttlichung sicherstellen konnte. Domitians zunehmender Verfolgungswahn, der zu zahlreichen Hinrichtungen führte, trug letztlich zu seiner Ermordung bei.
Die negative historische Bewertung Domitians wird erst in jüngerer Zeit etwas relativiert.
FAQs
Lamia machte über Jahre hinweg Witze über seine gescheiterte Ehe mit Domitia Longina, die Domitian als humorloser Kaiser nicht tolerierte. Er ließ Lamia schließlich wegen dieser Späße hinrichten, auch wenn sie nicht als Majestätsbeleidigung gemeint waren.
Domitian war etwa 18 oder 19 Jahre alt, als er die bereits verheiratete Domitia Longina zu seiner Mätresse machte, noch bevor er Kaiser wurde.
Domitians Sohn wurde 73 n. Chr. geboren und als Caesar designiert, starb aber bereits 83 n. Chr. im Alter von zehn Jahren. Dies führte zu einer Krise in der Ehe und ließ Domitian ohne leiblichen Nachfolger zurück, was sein Misstrauen und seinen Verfolgungswahn verstärkte.
Die genauen Gründe sind unklar: Es könnte aus Liebe geschehen sein, aber auch auf Druck der öffentlichen Meinung, die die Verbannung als ungerecht empfand. Die Quellen sind hier widersprüchlich.
Julia, die Tochter von Titus, zog nach der Hinrichtung ihres Mannes Flavius Sabinus im Jahr 82 in den Palast und lebte angeblich wie eine Ehefrau mit Domitian zusammen, obwohl er mit Domitia verheiratet blieb. Sie starb 89 n. Chr. und wurde von Domitian vergöttlicht.
Eine ungeklärte Nachfolge förderte Verschwörungen, da sich viele Hoffnungen auf den Thron machen konnten, was das Leben des Kaisers gefährdete. Zudem sicherte nur ein loyaler Nachfolger die Vergöttlichung des toten Kaisers, sonst drohte die damnatio memoriae.
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