Die Kaiser Roms: Domitian (Teil I) 81 - 96 n. Chr.
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Domitian, der letzte flavische Kaiser, regierte von 81 bis 96 n. Chr. und leitete einen grundlegenden Wandel des römischen Kaisertums ein: vom Prinzipat, wo der Kaiser als Erster unter Gleichen galt, hin zum Dominat, wo er als absoluter Herrscher (Dominus) auftrat. Geboren am 24. Oktober 51 n. Chr., war Domitian zwölf Jahre jünger als sein Bruder Titus. Seine Jugend war geprägt von den Wirren des Vierkaiserjahres 69 n. Chr., als sein Vater Vespasian im Osten zum Gegenkaiser ausgerufen wurde. Während der Kämpfe in Rom überlebte Domitian nur knapp, verkleidet als Anhänger der Göttin Isis, nachdem sein Onkel Flavius Sabinus getötet worden war. Nach Vespasians Sieg wurde Domitian zum Caesar und Princeps Juventutis ernannt, jedoch ohne jegliche reale Macht. Unter der Herrschaft seines Vaters und später seines Bruders Titus erhielt er lediglich Ehrenämter und Titel, während Titus als Mitregent agierte. Domitian blieb politisch isoliert und durfte keine militärischen oder administrativen Aufgaben übernehmen. Nach Titus' natürlichem Tod am 13. September 81 n. Chr. wurde Domitian jedoch reibungslos von den Prätorianern und dem Senat zum Kaiser ausgerufen. Seine 15-jährige Regierungszeit, die länger dauerte als die seines Vaters und Bruders zusammen, war geprägt von einer Zentralisierung der Macht, was ihm in der antiken Geschichtsschreibung ein durchweg negatives Urteil einbrachte.
Domitian: Einführung und der Wandel zum Dominat
Hallo zusammen, herzlich Willkommen zu einer neuen Podcast Folge über die Kaiser Roms.
Heute sprechen wir über Domitian.
Ja, das ist der Nachfolger von Kaiser Titus.
Dem früh Verstorbenen, über den wir in der letzten Folge gesprochen haben, und der regierte von 81 nach Christus bis 96 nach Christus.
Domitian, das sind ja schlappe 15 Jahre, übrigens fast auf den Tag genau, ja vom 14 September 81 bis zum 18 september 96. 15 Jahre, ja, das ist schon eine ganz, das ist schon eine ganz ordentliche Zeit und das ist mehr als seine beiden Vorgänger zusammen, ja, als sein Bruder Titus, der vor ihm regierte und als sein Vater Vespasian, der davor regierte.
Domitian hat aber mit Abstand die schlechteste Presse von den dreien, ja, das sind die 3 flavischen Kaiser, man spricht auch von der flavischen Dynastie, ja, wobei man sagen kann, na ja, das sind jetzt, das sind jetzt mal gerade 2 Generationen, Vater Vespasian.
Dessen beiden Söhne Titus und Domitian.
Ja, ja, das sind jetzt schon, ja, es sind schon Jahre, Jahrzehnte, die dirigiert haben, aber bei 2 Generationen gleich von der Dynastie zu sprechen, ne, aber das tut man ne, also die judisch claudische Dynastie, die ist ja noch, hat ja noch im hat ja im Pack Kaiser vorher ein paar mehr gehabt, aber die 3 nennt man die Flavia Na ja und mit Domitian endet.
Diese flavische Dynastie aber halt nach erst nach einiger Zeit und sie bringt auch für das gesamte Kaisertum das römische Kaisertum nicht unerhebliche Veränderungen mit sich.
Ja, also das, was danach dann passiert, die sogenannten Adoptivkaiser des zweiten Jahrhunderts nach Christus, sind eigentlich ohne Domitian schwer vorstellbar, nicht weil er das vorbereitet hat, sondern sozusagen in.
Im Gegenteil.
In Abkehr von dem, was Domitian auf den Weg gebracht hat, der der Begriff, der gleich ne Rolle spielen wird, lautet Dominat im Vergleich oder in Weiterentwicklung des des Prinzipats.
Ja, also ist der Kaiser Erster unter gleichen, zumindest in der Fiktion, in der ja in der schönen heilen Welt, der der Propaganda.
Ja, dann ist er princeps ne, dann spricht man vom Prinzipat oder ist der Kaiser der Herrscher über alles reine Macht ne dann ist er der Dominus.
Das lateinische Wort Dominus gleich Herr, das ist nicht zu verwechseln mit Herr Meier guten Tag, wie geht es Ihnen denn?
Ja, sondern der Dominus der Herr auf Latein, das ist der Herr über Sklaven, das ist also der Herrscher.
Mehr Herrscher als Herr?
Ja, und zwar nicht unter gleichen, sondern ganz alleine an der Spitze.
Und wenn man das römische Kaisertum so versteht, dann spricht man nicht mehr vom vom Prinzipat, sondern vom Dominat.
Und ja, dafür steht, dafür steht die Regierungszeit des Domitian.
Aber kommen wir zum Anfang.
Domitians Jugend: Im Schatten von Vespasian und Titus
Wie immer geht es vorne los und jeder Kaiser, auch wenn er später mal zum Gott wird, was bei Domitian nicht der Fall sein wird, aber auch die Kaiser, die später vergöttlicht wurden, wurden trotzdem irgendwann mal geboren.
Ja so und die Geburt von Domitian, da sind wir im Jahre 51 nach Christus, wir kennen sogar das Datum 24.
Oktober ja.
Wer sich noch an die an die Lebensdaten seines Bruders Titus erinnert, der sagt, Oh, der ist doch jünger, ne, ja, der ist doch so ne.
Also Domitian ist 12 Jahre jünger als sein Bruder 12 Jahre also das ist schon ne Masse Zeit und ja, diese simple Tatsache spielt auch ne Rolle in der in der Jugend und in der in der Entwicklung des Domitian als sein Vater Vespasian im Jahre 69 im Osten weilt, ne als Heerführer.
Und dort im Osten, in diesem Bürgerkriegsjahr 69 von den dortigen Legionen zum Gegenkaiser ausgerufen wird, da ist Domitian in Rom, sein Bruder, sein 12 Jahre älterer Bruder Titus.
Der ist mit Vater Vespasian im Osten bei den dortigen Legionen, die beiden stehen ja als Kommandeure dort, im sogenannten Judäischen Krieg, und in diesem Sommer 69 wird ja nicht nur Vespasian.
Zum Gegenkaiser ausgerufen er wird sich dann durchsetzen und damit Kaiser werden, aber zu dem Zeitpunkt ist er erstmal gegenkaiser, weil es gibt ja einen Kaiser in Rom, der das nicht so lustig findet, aber gleichzeitig mit der Ausrufung Despasians zum Kaiser werden dessen beiden Söhne Titus und eben auch Domitian zu Caesaren ausgerufen von den Legionen im Osten zum Caesar und zum.
Princaps der Jugend Princaps Juventutis, das sind beides Titel erstmal nur die aber schon ne Aussage treffen und die Aussage soll heißen das werden dann mal die beide stehenden Kandidaten für die Nachfolge Vespasians, der sich da schon um seine Nachfolge Gedanken macht, während er noch gar nicht richtig ordentlich inthronisiert ist.
Ja, obwohl das Halt im Osten passiert, wird jetzt.
Domizian der ja in Rom ist, also quasi im im, im, im Einflussbereich des Kaisers des amtierenden Kaisers.
Vitelius jetzt nicht im Kopf kürzer gemacht oder so etwas.
Ja, also auch die andere Familienmitglieder der Flavia sind in Rom, insbesondere ein Onkel Domizians, ein Herr Flavius Sabinus Onkel heißt das ist der Bruder von Vespasian, und der ist in Rom nicht irgendwie, sondern der ist stadtpräfekt.
Präfektus Urbi heißt das Amt, und das ist schon was.
Ja, also das ist ein Posten, da hast du unter anderem auch die Aufsicht und die Kontrolle über das, was wir Polizei nennen würden, ne städtische Kohorten heißt das bei den bei den bei den Römern, also es ist jetzt nicht so, dass jetzt in Rom eine Sippenhaft greift, also da ruft sich im Osten des Reiches ein ein Mitglied der der Familie der Flavier zum Gegenkaiser aus und dann werden alle Familienmitglieder der Flavier in der Stadt.
Rom also mindestens verhaftet?
Ja, wenn ich gar n Kopf kürzer gemacht, dazu kommt es gar nicht, aber es kommt natürlich zu dem, was wir uns ja auch schon angehört haben in den Folgen über den Bürgerkrieg, das sogenannte Vierkaiserjahr es kommt zu den Bürgerkriegswirren im Jahr 69, und da ist eben der junge Domitian, ja, der ist ja mal gerade 18 in Rom, bei den anderen Familienangehörigen der Flavia, insbesondere bei seinem Onkel.
Besagtem Onkel Flavio Sabinus, der als Stadtpräfekt eben auch versucht, den Kaiser Vitellius, der ja noch offiziell Kaiser ist, zum Aufgeben zu bewegen.
Insbesondere, weil die Vespasian treuen Legionen ja auf Rom zu marschieren und es, weil Vitellius und seine Anhänger nicht aufgeben, es ja dann im Dezember des Jahres 69 zu Straßenschlachten kommt.
Ja, also kämpfe die so massiv.
Sind dass auch Gebäude ja niedergebrannt werden, unter anderem der der Tempel auf dem Kapitol, also so, wenn man so will, für einen altehrwürdigen Römer das wichtigste Tempel der ganzen Stadt, ne, der brennt auch nieder, da haben sich nämlich der Onkel Flavius Sabinus mit seinen Getreuen verschanzt gegen die Anhänger des Vitellius und bei den Kämpfen geht auch der der Tempel in Brand auf wieso viele andere Gebäude auch, irgendwie kommt dominikan dadurch, also sein Onkel kommt zu Tode.
Bei diesen Kämpfen Domitian rettet sich irgendwie unter abenteuerlichen Umständen, da ist die Rede davon, er habe sich als Priester der Göttin ISIS verkleidet oder mindestens als Anhänger, die hatten so ne komische Klamotten, hatten die die Anhänger, der der, der, der der Göttin Isis und sei so verkleidet, unerkannt irgendwie durch die Straßen gehuscht und dann irgendwo an einem sicheren Ort sich erstmal verschanzt.
Oder besser gesagt versteckt.
Mehr versteckt als verschanzt.
Ne, dass man ihn nicht entdeckt, bis denn die die Kämpfe erfolgreich durch das ein Treffen der Legionen Vespasians zum Erfolg, zum Sieg der Vespasianer entschieden werden.
Ja, und da kann er auch wieder raus aus dem Versteck, ne, aber mit dem Sieg der Vespasianer.
Zieht ja auch Mucianus ne der Herr den wir aus den letzten Folgen schon kennengelernt haben.
Der Vertraute wichtigste Berater, Unterstützer von Vespasian mit in Rom ein, aber mucianus ist halt kein, ist halt kein Flavio Ja also der gehört ja nicht zur Familie, sondern zum sogenannten Freundeskreis Ne und Freund muss man jetzt nicht mit Kumpel verstehen, sondern ein Amicus im politischen Sinne ein Freund.
Ist ein Unterstützer Berater, wichtiger Mann der Mittut und dieser Mucianus, der übernimmt jetzt das Kommando, faktisch.
Aber zunächst mal ist der Achtzehnjährige Domitian als Sohn des neuen Kaisers das Gesicht der neuen Dynastie in Rom, aber eben nur das Gesicht.
Also zu sagen hat er nichts, ja, er wird in der in in noch in einer Sitzung.
Des Senates im Dezember, quasi in den letzten Dezember Tagen, wird seine Erhebung zum Caesar, die ja n paar Monate zurückliegt, durch den Senat anerkannt und auch der Titel eines Princaps der Jugend Princaps Juventutis wird vom Senat jetzt auch bestätigt.
Das haben die im Sommer natürlich nicht gemacht.
Ja, also als im Sommer es hieß, ja, da ist ein Herr da, der Domitian, ne, der da hinten um die Ecke wohnt, der ist übrigens von den Legionen in in Osten zum Caesar ausgerufen worden, da hat der Senat sich nicht zusammengesetzt und gesagt, ja, dann bestätigen wir das mal ne, also die haben gesagt, so weit geht es noch ne ja nun nun ist aber sind die Flavier die Sieger und der Senat kommt zusammen, ja bestätigen, Vespasian ist der neue Kaiser und sein Sohn Domitian, ja der ist Caesar, das
bestätigen wir auch.
Mir ist es nur aufgefallen.
In dieser Sitzung haben sie den Titus offensichtlich vergessen.
Ich weiß nicht warum, weil der Titus als Sohn Vespasians ist eigentlich wichtiger als Dominian ne, aber den haben sie nur bestätigt als Princaps Juventutis jedenfalls steht in den Quellen bei ihm nur, dass er dazu bestätigt wurde vom Senat der Titus und nicht auch als Caesar, das wurde dann wohl später nachgeholt, das war jetzt kein großes Problem, aber es zeigt schon, das haben sie beim Dominian nicht vergessen.
Und wahrscheinlich deswegen nicht vergessen, weil der saß da ja also das Gesicht der Flavier, das Gesicht der Kaiser neuen kaiserlichen Familie im Senat, also hinter ihm wird der Helmut Cianus gestanden haben, ne, und ihm die Worte ins Ohr geflüstert haben, was er jetzt nicht zu sagen hat, aber er war halt da, er war das Gesicht und wurde eben auch vom Senat als solches anerkannt und sein Ehrentitel Cäsar bestätigt, ansonsten unterzeichnet der Domizian.
Alles das, was mucianus ihm vorlegt, insbesondere die Ernennung von von Ämterposten oder die Absetzung von Personen auf Posten, die da die da nicht hingehören.
Er tut das auch.
Mit einem Amt ne ist immer gut ne er ist nämlich er wird am 1.
Januar des Jahres 70 wird Domitian Stadt Prätor Prätor Urbanus nennt sich das, das Amt gibt es ja, das ist jetzt nicht der Stadtpräfekt der Präfektus urbi klingt ähnlich, ist aber was anderes, ne also sein sein Onkel Flavio Sabinus der zu Tode gekommen ist in den Straßenkämpfen, der war Stadtpräfekt Domitian wird jetzt Stadt Prätor.
Das ist mehr so ein Rechtsprechungsamt, aber ist halt schon angesehen, aber von Amts wegen hat er jetzt eigentlich auch nicht so viel zu tun.
Das Ganze wird noch ein bisschen aufgewertet, damit er nicht irgendein normaler Präter Urbanus ist wird, das wird das aufgewertet mit einer konsularischen Amtsgewalt, so als ob er schon mal Konsul gewesen wäre, was aber nicht ist.
Also ne Art ja konsularische Amtsgewalt ehrenhalber und das wird sich durchziehen in die nächsten Jahre.
Ne Domitian bekommt Ehrenabzeichen Ehrentitel Ehrenposten.
Richtige Macht bekommt er nicht und selbst dieser jetzt besondere Ehrenposten, wenn man so will oder das Gesicht der neuen Dynastie zu sein, als junger Bursche, das endet im Herbst des Jahres. 70 also das dauert dann mal gerade so ein dreiviertel Jahr, da kommt nämlich Vespasian in Rom an, ja, der war ja im Osten.
Und während dieses ganzen Bürgerkrieges und muss ja erst noch nach Rom ziehen und macht das eben auch erst, nachdem er den Osten geregelt hat und nachdem das Wetter auch besser ist.
Ne, also Schiff Schifffahrt im Winter, das machst du jetzt nicht so ne.
Ja und dann noch n bisschen zu Fuß durch Italien, also dauert n bisschen bis er im Oktober des Jahres 70 der Westbrasianer in Rom ist so und damit ist jetzt nun.
Endgültig zurücktreten ins zweite Glied für Domitian angesagt.
Und als dann ein Jahr später im Sommer sein Bruder Titus auch nach Rom zurückkehrt, nachdem er den Judäischen Krieg erfolgreich beendet hat, ja, da wandert Domitian vom zweiten Glied ins dritte Glied und man kann auch sagen, der kommt jetzt an den Kindertisch, er kriegt weiter Ehrungen, aber keine Befugnisse.
Während der gesamten Regierungszeit Vespasians seines Vaters hat Domitian mit der Regierung nichts zu tun.
Anders als sein Bruder, sein 12 Jahre älterer Bruder Titus.
Der ist nicht nur quasi täglich mit, ich hätte fast gesagt, im Kabinett Vespasians mit am Tische, der ist ja auch unter anderem Präfekt der Prätorianer, also er hat richtige Befugnisse, ja, das geht ja so weit, dass manche Historiker sagen, ja, wir haben ja schon fast Vespasian und Titus zusammen.
Regiert so quasi als Zweikaiserkollegen nebeneinander.
Nein, nein, das war, das war natürlich nicht so, da gab es ne scharfe Grenzlinie, noch dazwischen haben wir ja drüber gesprochen, in dem in den beiden letzten Folgen dieses Podcasts, aber Domitian hat da wirklich gar nichts zu suchen, der hebt aber oft genug den Finger.
Ja und sagt Hallo ich, ich könnte ja auch mal was.
Ja, also jetzt nicht nur als beleidigte Leberwurst.
Ich will jetzt endlich auch mal Posten haben, sondern immer wenn es sich so so anbietet, ne, also wenn mal irgendwo eine militärische Operation irgendwo Germanien oder so ne zu machen ist, dann sagt er ja, ach ich könnte ja auch mal mit ne also als Kommandeur oder zumindest als zweiter oder so nee nee, das ist warum auch immer ja weil also so jung ist er dann während der Regierungszeit seines Vaters Vespasian ja auch nicht.
Also in Rom bist du mit 18 also erwachsen.
Also ich schon vorher ne, also die die Toga die die die des Mannes also vom vom vom Kind zum Manne zu werden, da musst du nicht 18 erst sein, das ist schon vorher ja ja du bist ja natürlich immer noch jung und unerfahren, ja nun aber da muss halt Erfahrungen machen, das ist ja durchaus noch üblich, dass jetzt dann die die die die Söhne von von Senatoren in ne Laufbahn machen und in dieser Laufbahn eben auch Posten übernehmen und schon Befugnisse und Ämter übernehmen und einfach ihre Erfahrungen
machen, ne?
Domitian er nicht und nicht nicht freiwillig.
Ja, also er hat wohl bis zum 18.
Lebensjahr, wahrscheinlich danach auch noch, also er hat schon eine relativ wilde Jugend, soll er, so soll er wohl verlebt haben, also gar kein Kind von Traurigkeit ne, also so ein ja auch von terrible naja da muss man auch ein bisschen aufpassen was da in den Quellen steht, auch zu seinen, zu seinen jungen Jahren, so wie er sich so verhalten hat, so als Partylöwe oder so.
Weil die die Quellen, die antiken Schriftsteller über Domitian durch die Bank negativ schreiben.
Ne, das nehme ich schon mal vorweg, da kommen wir am Ende noch zu und der der der wird als Kaiser, als ist er als Tyrann verschrien und da gehört es eigentlich zum guten Ton der antiken Schriftsteller, dass sie bei so einem Gesamturteil über einen Politiker das auch schon auf seine Jugend projizieren, nach dem Motto, der war schon immer so.
Also Tiberius, von dem kennen wir das ja auch.
Ne seine letzten Jahre als Monster auf Capri ne tituliert.
Damit ist es für Tacitus als Schriftsteller klar, der war das auch schon vorher, auch in den Kaiserjahren, wo er eigentlich.
Anständige Politik gemacht hat und als junger Mensch natürlich auch.
Da hat er sich nur verstellt.
So, und das zieht sich ja durch, ne, das kennen wir auch bei Caligula, der war schon immer bekloppt, ja, und da wo er es nicht war, hat er sich nur verstellt ne ja gut und wenn du halt wie Domitian als Tyrann verschrien bist, ja da kannst du ja auch keine anständige Jugend gehabt haben, ne, also so moralisch ne an dieser nichtbeteiligung Domitians an der Politik, an der kaiserlichen Politik der Flavier.
Insbesondere in den immerhin ja dann 10 Jahren seines Vaters ändert sich auch nichts, als sein Bruder Titus Kaiser wird.
Vespasian stirbt 79 nach Christus Titus wird Kaiser und na ja, jetzt hätten wir ja sagen können, na ja, dann wird jetzt sein Bruder, kommt jetzt aus, der sozusagen aus der 3.
Reihe wieder zumindest in die 2.
Reihe vor und wird jetzt so ne Art Stellvertreter oder bekommt jetzt Befugnisse ne Pustekuchen gar nichts.
Der bekommt Ehrungen wieder.
Ja, also der kommt von der Ehrenämter und und wird wird bei bei öffentlichen Veranstaltungen gebührend mit mit erwähnt genannt und die die Priester sollen auch nicht nur zu Ehren des Kaisers Titus ihre Gebete abhalten, sondern auch zu Ehren des Domitians, aber alles ohne Befugnisse.
Domitian ist kein Vice Präsident neben Titus.
Ne, also es gibt ja auch in der amerikanischen Politik Vizepräsidenten, die nichts zu sagen hatten, aber oder wenig dann zu sagen hatten, aber aber bei Domitian ist es wirklich nichts, ne, der hat wirklich gar nichts zu sagen, ohne dass es Seiten seines Bruders Titus jetzt eine eine offene Feindschaft gibt.
Ne, also so wie es in den in der Fernsehserie Source about today dargestellt wird, ne, dass die beiden sich.
Sozusagen ja bis aufs Blut gehasst haben.
Also zumindest, dass der Domitian seinen Bruder Titus bis aufs Blut gehasst hat.
Also dafür haben wir jetzt auch keine Indizien, ne, aber natürlich, in der Fernsehserie kommt das natürlich dramaturgisch viel besser, als wenn man die etwas komplizierteren Wahrheiten versucht darzustellen, das ist auch n bisschen langweiliger, ne, da kannst ja auch keine.
Keine, keine dramatische Serie dann draus machen.
Wobei, Drama kommt doch genug hier, ne, ja doch, man hätte sich schon n bisschen mehr an der Historie orientieren können, also domizian hat nichts zu Kamellen und das findet ihr nicht gut, ne also er tritt nicht in offenen in offene Opposition, es gibt auch keinerlei Hinweise, dass er irgendwie an Verschwörungen gebastelt hätte gegen seinen Bruder, da war die Zeit doch gar nicht für gegeben.
Ja, weil wir erinnern uns.
Titus regiert mal, gerade 2 Jahre.
Ja, Titus regiert mal gerade 2 Jahre, völlig unerwartet verstirbt er ja im im Herbst des Jahres 81, nachdem er wirklich in den 2 Jahren eine Katastrophe nach der anderen zu managen hatte.
Ne Ausbruch des Vulkans Vesuv, Brand, Stadtbrand in Rom, Seuche in Rom also jetzt ist es mal gerade n bisschen ruhiger geworden, ne, ja da stirbt der arme Kerl, also der Titus.
Und zwar eines natürlichen Todes.
Gerüchte über Ermordungen gibt es immer, wenn ein Kaiser stirbt, aber bei Titus sind sie wirklich erstaunlich gering und es wirklich nichts deutet darauf hin, dass irgendjemand, insbesondere das Domitian, seine Finger im Spiel hatte, als Titus am 13.
Der reibungslose Machtantritt und effektive Regierungsbeginn
September 81 an einer Krankheit verstirbt, aber jetzt geht es erstaunlich glatt.
Also dafür, dass Domitian bisher ja in der kaiserlichen Regierungsmaschine keine Rolle gespielt hat, wird er Ratz Fatz zum Nachfolger von Titus zum neuen Kaiser.
Man kann jetzt streiten, ob es jetzt der 13.
September ist.
Der Todestag Titus oder der 14 September, der Tag danach?
Naja, was hat an den beiden Tagen stattgefunden, also am 13 September, noch am Todestag des Titus, der hat mal gerade ausgehaucht, ja wird er wird Domitian von den Prätorianern von der Kaiserlichen Garde zum Nachfolger ausgerufen, der Kaiser des Todes lebe der Kaiser also ungefähr so, ja, und am Folgetag am 14 September.
Wird das von dem vom Senat bestätigt?
Die konnten dann irgendwie auch nicht anders, die sind ehrlich gesagt aber auch nicht auf ne andere Idee gekommen, weil hier noch das was Vespasian zugrunde gelegt hatte, 10 Jahre vorher wirklich greift, also die Nachfolgeregelung, die da sagt, ja, ja, wir haben jetzt eine neue Dynastie, das sind die Flavier, und wenn die einen offensichtlichen Nachfolger haben, dann wird er es auch und Domitian ist der offensichtliche Nachfolger, er ist erst 30 Jahre alt. 12 Jahre jünger als sein als sein sein
Bruder Titus, der jetzt dann ne mit 42 völlig überraschend stirbt.
Aber dominian ist erst 30, aber auch schon 30 kann man auch sagen, also sowohl sein Bruder wie sein wie sein Vater, erst recht ne waren deutlich älter als er als der Kaiser sagt, dabei ist er doch kein junger Spund mehr, wo man sagt Na ja, der kann das wahrscheinlich nicht ne also vom Alter und von allem her ne und auch von den Ehrenämtern die er die er so hatte ne ja so n paar mal Konsul gewesen ja dann passt das alles schon.
Ja, warum kommen die Prätorianer trotzdem auf die Idee, dass jetzt vor allen Dingen bevor der Senat was sagt, den Domitian zum Kaiser auf?
So hat er vielleicht doch irgendwie gekummelt, mit denen irgendwie das vorher gemanagt und war vielleicht doch wieder am Tod beteiligt?
Nein, nein, da muss man gar keine Verschwörungstheorien hervor Hervorziehen, die Prätorianer sind eine, die sind die kaiserliche Garde, ich mache übrigens jetzt auch mal eine extra Folge über die Prätorianer, das war am Rande extra Podcast Folge die sind.
Nicht nur dem Kaiser, dem amtierenden Kaiser, als Garde verpflichtet, kann auch sagen, als Leibwache ja, also zusätzlich zu ihren sonstigen Aufgaben, denn sonst könnte man sagen, Na ja, der Kaiser ist tot, und jetzt müssen sie erst mal warten, wer der neue Kaiser ist.
Und dann werden sie dem verpflichtet, nein, sie sind auch per Eid der gesamten kaiserlichen Familie verpflichtet, es ist für die Prätorianer völlig klar, wenn es irgendjemanden gibt aus der Familie, der jetzt als Nachfolger zur zur Verfügung steht und.
Dem man sich vorstellen kann, dann wird er das auch.
Das war ja schon bei Kaiser Claudius der Fall, als Caligula ermordet wurde.
Ne, haben die Präterianer ja den Onkel Claudius angeblich irgendwo hinter einem Vorhang im Palast gefunden und gesagt, na ja, nun, das ist jetzt der nächste innerhalb der Familie der Judisch, claudischen, Kaiserfamilie, ja dann ruf mal den zum Kaiser aus oder mach das doch ne und so völlig selbstverständlich läuft das jetzt hier auch.
Es gibt aber auch wirklich keinerlei Bedenken, Bedenkenträger, jedenfalls niemand der sich traut den Mund aufzumachen.
Oder oder gar oder gar Opposition, irgendwelche anderen Ideen, wer jetzt der Nachfolger von Titus werden könnte, die sind ja alle überrascht vom Tod des Titus, das hat ja keiner auf dem Radar.
Ja, natürlicher Tod hast du schon, erst recht nicht auf dem Radar, also wenn jemand ermordet wird, dann sind ja dann haben ja vorher irgendwelche Verschwörer ne irgendwas schon betrieben, nämlich eine Verschwörung, ja und haben sich dabei hoffentlich ja auch Gedanken gemacht, was machen wir denn danach?
Also spätestens seit der schusseligen Ermordung von Gaius Julius Caesar an den Iden des März.
Das muss, kann man ja eigentlich gar nicht anders sagen, ja, weiß jetzt jeder Verschwörer in Rom, dass es keinen Sinn macht, einen Tyrannen Diktator wen auch immer an der Spitze des Staates zu ermorden, wenn man sich nicht vorher überlegt hat, was denn dann danach passiert.
Oder zumindest passieren soll.
Das mag keine, da kann man ja die verrücktesten Ideen haben, wer da Nachfolger wird, aber man muss eine haben, ne und die Mörder Cäsars hatten ja keine, ja, die haben ja gedacht, jetzt jubelt das Volk hinzu und irgendwie kommt die alte Republik wieder zurück oder was immer, was auch immer sich darunter vorgestellt haben, aber Plan hatten sie nicht für danach, die hatten nur n Plan fürs Umbringen.
So Titus wurde nicht umgebracht.
Titus ist eines natürlichen Todes gestorben und Dominian wird sein Nachfolger.
Er ist, er ist 30 Jahre alt, er weiß es noch nicht, aber er wird schlappe 15 Jahre regieren, also ihm wird nicht das Schicksal seines Bruders ereilen und er legt los, er legt los und er legt erstaunlich effektiv los, sagen wir mal so gut will ich noch nicht sagen ja obwohl also ich bin geneigt dazu zu sagen, ja.
Er legt erstaunlich effizient los, so als ob er in den vergangenen, ja 12 Jahren der Regierung seines Bruders und seines Vaters zusammengenommen eben auch mitbeteiligt gewesen ist.
Also, er war nicht mitbeteiligt, dass er was zu entscheiden hatte, aber möglicherweise war er einfach doch so mitbeteiligt, dass er so wusste, wie es, wie es so geht.
Ne, also die werden den nicht immer rausgeschmissen haben, wenn irgendwas politisches zu diskutieren war.
Vielleicht durfte er auch mal irgendwo seine Meinung sagen, nur nur entscheiden durfte er nichts ne, aber er hat wohl was mitgekriegt und oder er hatte einen Freundeskreis Freunde im eben verstandenen Sinne Unterstützerkreis um sich herum, die sagten ja jetzt machen wir mal das und das ne und er übernahm ja auch eine funktionierende Regierung, also Vespasian und Titus haben ja, die gelten ja beide als gute Kaiser.
In der in der römischen Betrachtung von Kaisern, wobei man da nie vergessen darf, der Römer kennt eigentlich nur super gute Kaiser, die werden dann auch vergöttlicht, also unter unter die Götter aufgenommen oder Staatsfeinde.
Also dazwischen gibt es nichts, also so normalen oder so ne.
Ja hat seinen Job ganz gut gemacht, aber es reicht nicht für ne Vergöttlichung, aber wir wollen noch nicht verteufelt, das gilt es bei denen nicht, es gibt also nur Hop oder top ja ja Domitian wird dann noch ein Hop werden, aber seine beiden Vorgänger gelten halt als sehr gute Kaiser und das nicht ohne Grund, der Domitian übernimmt eine funktionierende Verwaltung.
Domitian übernimmt eine funktionierende, funktionierende Staatsfinanzen, ne.
Er übernimmt halbwegs stabile Grenzsicherungen in den Provinzen ist es auch vergleichsweise ruhig, also die Katastrophen, die sein Bruder zu verarbeiten hatte, die waren ja eher Katastrophen, die vom Himmel fielen, aber nicht vom Boden her kamen ja gut n Vulkanausbruch ja ja gut, der kommt natürlich auch durch die die Metapher hinkt jetzt etwas, weil der der der Vulkan bricht ja aus, weil es im Boden rumort, aber es fliegt ja dann dem.
Den Städten Pompeji und Herculaneum von oben quasi um die Ohren.
Also was ich damit sagen will, sind Naturkatastrophen, die Titus Herrschaft belastet haben, wie der Vulkanausbruch des Vesuv, wie die der Brand, der in dem Sinne vielleicht keine Naturkatastrophe, aber eben eine Katastrophe ist.
Die die, die halt passieren kann, der Stadtbrand in Rom und auch die Seuche, von der wir nicht wissen, was es genau, was es für eine war, die eben auch in der in den wenigen Jahren von Titus Herrschaft Rom heimgesucht hat, während es.
Sowohl an den Grenzen in den Provinzen und auch in der Innenpolitik.
Jetzt, was jetzt Verschwörungen und und ähnliches angeht, vergleichsweise, also vergleichsweise ruhig gewesen ist.
Ja, so kann Domitian also erstmal gut loslegen und das tut er auch und seine Verwaltung ist zunächst einmal sehr effektiv und das zieht sich eigentlich auch durch seine ganzen Regierungszeit hindurch effektiv in dem Sinne, dass er.
Eine vernünftige Ämtervergabe betreibt die Regierung.
Die kaiserliche Regierung in Rom darf man sich ja nicht so vorstellen wie eine Riesenbehörde oder mehrere Riesenbehörden, wie man das heute her kennen mit Ministerien und Unterabteilungen und Referaten.
Und hast du nicht gesehen?
Nein, das sind relativ wenig Leute, die das machen und da kommt es drauf an, welche Leute sind das denn?
Und wenn es um die Verwaltung zum Beispiel der Provinzen geht, dann kommt es drauf an.
Wen schickst du als Statthalter dahin, weil der Statthalter in einer Provinz kann im Grunde genommen weitgehend machen, was er will, und wenn du da falsche Leute hast, die entweder einen miesen Job machen, dass die Provinz innerhalb weniger Monate zum Aufstand sich gezwungen sieht, dann ist das schlecht, wenn du da Leute hinschickst, die.
Nur an ihrer eigenen Karriere denken und sagen, naja, vielleicht könnte ich mich hier selber ja auch mal zum Gegenkaiser aufbauen.
Das ist auch schlecht.
Also die die Personalauswahl und die Überwachung dieses Personals ja sich regelmäßig Berichte schicken lassen und auch Entscheidungen, grundsätzliche Entscheidungen dort in die Provinzen zu den Provinzstatthaltern schicken, das ist, das ist eigentlich das Entscheidendste bei der Administration der Verwaltung dieses römischen Reiches und Domitian.
Welt Offensichtlich die richtigen aus.
Er fördert und ernennt fähige Leute und er lässt auch keinen Amtsmissbrauch zu.
Ja, es gibt also Fälle, die sind überliefert, wo dann auch ein Statthalter sich nicht so verhält, wie er es machen sollte und dann greift Domitian noch ein und durch zu den fähigen Leuten, die er da fördert und ernennt, gehören auch Personen, die später nach seinem Tod sich als.
Scharfe Kritiker seiner Regierung darstellen werden ne stacitus Plinius auch der spätere der Nachnachfolger von Domitian, der Kaiser Trajan, der sozusagen das positive Gegenstück zu Domitian in der Darstellung der antiken Schriftsteller ist, ist unter Domitian gefördert.
Gefördert worden, ist sowohl gefördert wie befördert, naja, aber das versucht man dann später ein bisschen wegzuschweigen.
Also ja, das das will man dann nicht mehr.
Also die die eigene Karriere, die man ja unter Domitian dann geführt hat.
Ja ja Nö, also ich war eigentlich also eigentlich, kann mich gar nicht dran erinnern, ne, ja ja, zur erfolgreichen muss man sagen, positiven effektiven Politik domitians zu Beginn seiner Regierungszeit, die aber dann auch tatsächlich während der ganzen Regierungszeit durchzieht, sind Baumaßnahmen also ein Kaiser hat auch zu bauen und umfangreiche Baumaßnahmen.
Die nicht nur der Beseitigung der Brandschäden in Rom dienen.
Wir dürfen ja nicht vergessen, es gibt immer noch Zerstörungen von 2 stadtbränden, also der große Stadtbrand unter Nero, der ist ja auch noch nicht so lange her, da ist noch einiges kaputt, ja, dann haben wir den Stadtbrand unter Titus, dann haben wir die Zerstörungen aus dem Bürgerkriegsjahr 69 ja, es ist schon viel gemacht worden unter Vespasian und Titus, aber eben noch nicht alles.
Unter Vespasian und Titus denkt man ja vor allen Dingen an das Kolosserum, an den Neubau, das dieses flavische Amphitheater.
Es geht auch jetzt unter Domitian um Neubauten, aber auch um wiederherstellungen, was kaputt gegangen ist und was man nicht vergessen darf bei Bautätigkeiten, es geht auch ums zu Ende bauen, es gibt nicht wenige Bauherren, sowohl Kaiser wie auch Senatoren, also reiche, mächtige Menschen, die etwas anfangen zu bauen.
Na ja, aber bis das dann fertig ist, da kümmern Sie sich ja nicht mehr so drum.
Und weil derjenige, und das ist dann auch nicht sehr beliebt, bei Nachfolgern etwas zu Ende zu bauen, weil der Ruhm gehört dann dem eigentlich, der angefangen hat mit dem Bau ne und dessen, dessen Name steht auch meistens auf der größten Inschrift dann dran.
Aber Domitian baut auch zu Ende, er vergisst auch die städtische Bevölkerung nicht, nicht nur was.
Unregelmäßige oder unregelmäßige Geldgeschenke angeht, was die Sicherung der Getreideversorgung angeht.
Nein, spiele und Feste gehören zum Unterhaltungsprogramm dazu, für das der Kaiser gefälligst zu Sorgen hat.
Das ist jetzt nicht einfach mal so nett dabei, ja, sondern das gehört mit aus Sicht der stadtrömischen Bevölkerung zur Aufgabe des Kaisers, zur Fürsorge des Kaisers für die Hauptstadt Rom, dass er Spiele veranstaltet und Feste veranstaltet.
Bei Festen denkt man eben jetzt auch an kultische Feste, die dann eben auch wieder mit viel Brimborium und auch wiederum mit Spielen verbunden sind, und das Macht der Domitian also jetzt auch nicht über Gebühr, aber auch nicht, dass man sagt, Och, das könnte noch ein bisschen mehr sein, also er erfüllt die Voraussetzungen komplett.
Natürlich kannst du in dem Amphitheater in dem neuen, also, in dem, in dem in dem Kolosseum auch schon einiges, einiges veranstalten, also da, da geht es hoch her, das kostet natürlich auch alles Geld, alles, was ich hier gesagt habe, aber zu Beginn der Herrschaft sind die Staatsfinanzen ja dank der flavischen Finanzpolitik von Vespasian und Titus, ich sage nur pecunia non OLED, Geld stinkt nicht, die Staatsfinanzen sind in Ordnung, das wird sich ändern, das.
Das muss sich auch ändern, weil die Ausgaben einfach die Einnahmen übersteigen werden.
Im Verlaufe der Regierungszeit Domitians.
Das liegt aber nicht daran, dass der das mit vollen Händen Rauswirft für für Spaß und Luxusaktionen allein das militärische wird jetzt teurer während seiner Regierungszeit, warum denn?
Ja, es gibt was zu tun, ja, und damit kommen wir zum Thema Militär und Kriegsführung, das war ja unter Titus überhaupt kein Thema.
Der ist ja also, als er Kaiser war.
Also Titus hat am Anfang von Vespasians Regierungszahlen im Grunde genommen ist es auch bei Vespasian so, dass am Anfang steht der große Judäische Krieg und dann die Eroberung Jerusalems 71, aber danach ist es ja vergleichsweise jetzt nicht friedlich, aber doch vergleichsweise ruhig, und damit kann man auch in Ruhe die.
Das Militär reorganisieren, ne bisschen reformieren ne und und Art das Geld reinsetzen aber man führt keine Schlachten, erst recht keine Schlachten die irgendwie Kampf auf Leben und Tod überleben um um um um um das Überleben des Reiches oder mindestens um eine Provinz geht, das wird jetzt unter douitian bisschen anders.
Domitians Militärpolitik: Der Rückzug aus Britannien
Es gibt 3 Punkte oder 3 Bereiche Regionen in denen es militärisch zur Sache geht.
Und die liegen alle im im im Norden, Norden, Nordwesten, Nordosten, der die östliche Hälfte des Reiches, wo er dann zuvor der Judäische Krieg getobt hatte.
Ne oder wo man auch immer wieder mit mindestens mit Scharmützel mit den Parttern und ähnlichem zu tun hatte.
Ja das das Tritt eher zurück jetzt unter Domitian, wir haben es zu tun mit Britannien.
Wir haben es zu tun mit Germanien und wir haben es zu tun mit der Donau Front.
Ne die der der Volksstamm der Daker wird uns gleich begegnen, aber wir beginnen mal mit Britannien, weil wir dort ne super überlieferungslage haben, denn in Britannien, das ja unter den noch unter den Judisch claudischen Kaisern wie wir ja so gehört haben, als wir uns gerade auch mit Claudius beschäftigt haben, ne als Provinz.
Ins römische Reich eingegliedert wurde also zumindest der südöstliche Teil Britanniens ist inzwischen Provinz, und da gibt es seit dem Jahre 77, also noch in den letzten Regierungsjahren Westpasians, einen Statthalter, der hat den schönen Namen Agricola, der Bauer, er ist natürlich kein Bauer, Senator und der Agricola, der hat das große Glück, dass sich seine Tochter.
Einen Ehemann ausgesucht hat der nicht nur Senator und Politiker ist, sondern auch Schriftsteller und Historiker.
Agricola ist nämlich der Schwiegervater des Tacitus, vom Tacitus hat er wahrscheinlich alles schon gehört, also mindestens die, die auf der Schule noch Latein hatten, ne ne und ja gut, wenn du jetzt wenn du jetzt einen Schwiegersohn hast, der Historiker und Schriftsteller ist ja gut, da kannst du ja mal sagen, hör mal ne.
Schwiegersohn, da können Sie doch mal was über mich schreiben.
Ne ne Biografie zum Beispiel ne Ja, hat der Tacitus gesagt, das ist eigentlich ne gute Idee ne oder du hast ja auch was zu erzählen ne du bist ja ne Statthalter in in Britannien, ja oder wie war denn das so ne ja also langer Rede kurzer Sinn von über von Tacitus ist eine Biografie seines Schwiegervaters überliefert, des besagten Herrn Agricola, der Statthalter in Britannien war.
Deswegen sind wir über diese Jahre so super informiert, weil diese Biografie hat sich erhalten.
Ja, die kennen wir bis heute, die gehört zu den Hauptwerken des Tacitus, und dieser Herr Agricola hat als Statthalter nicht einfach nur die Provinz verwaltet, sondern Feldzüge geführt, der hat in 7 Jahren von 77 bis 84 nach Christus die britannische Provinz erheblich erweitert.
Ja, so ein bisschen nach Westen, also Wales war noch nicht so richtig unter Kontrolle, aber vor allen Dingen nach Norden, aber so richtig nach Norden ja, also jetzt nicht die die nördlichen Stadtviertel von vom vom damaligen London ne, sondern nach Schottland eher Agricola marschiert mit Legionen bis in die bis in die Highlands, begleitet von einer Flotte.
Ganz spannende Geschichte.
Müssen wir mal ein extra Thema extra Folge drüber machen, die die römische Britannienflotte, weil das ist ja nicht das Mittelmeer, also die römische Marine, die kennt ja das Mittelmeer ja gut, auch das Mittelmeer ist natürlich auch im Winter nicht ohne, deswegen ruht ja auch die die Schifffahrt auf dem Mittelmeer in den Wintermonaten weitestgehend, aber die Nordsee ist ja schon ein bisschen was anderes, selbst im Sommer und.
Uns uns die die Schiffe der Antike, auch die römischen Kriegsflotten, also nordseetauglich ne.
Offensichtlich hätte man nicht gedacht, die römische Flotte, die römische Britannienflotte begleitet nicht nur an der an der Ostküste der der britischen Inseln den Heereszug von Agricola gen Norden gegen die, wir nennen sie jetzt mal Schotten, die also.
Die Skoten und die Pikten haben die Römer sie genannt.
Aber bleiben wir mal bei dem Begriff Schotten, auch wenn es ein bisschen unpassend ist, diese Flotte, die die umschifft, auch die ganze britische Insel, also die Fahren um den Norden der britischen Insel rum rum, und damit wird ja auch für die Römer erst richtig klar, das ist überhaupt eine Insel, das darf man ja nicht vergessen, wenn du noch nie da warst, weißt du ja nicht, dass das eine Insel ist.
Du weißt also, du setzt über von von Gallien über den Ärmelkanal.
Ja gut, da weißt du jetzt sieht nach einer Insel aus, weil ich muss ja erst mal was verbreite Wasser um dahin zu kommen.
Ja, aber wie weit geht das denn nach Norden, also wie groß ist, ist das gar keine Insel, sondern ein Kontinent weiß ja nicht, muss ja einmal drum rum fahren, ja haben sie gemacht und.
Und sie sind womöglich auch.
Also da betreten wir jetzt unsicheres Land quasi in der Frage, ob sie sicheres Land betreten haben, nämlich Irland.
Aber es gibt wohl Indizien dafür, das ist jetzt keine Idee von mir, sondern es gibt Indizien dafür, dass diese römische Flotte tatsächlich auch Irland angelaufen hat.
Jedenfalls scheint Agricola von Irland was mitbekommen zu haben, dass es das gibt und auch auf den Gedanken gekommen zu sein, ja, da können wir auch mal hin.
Das Gerät Irland gerät ins Blickfeld des Agricola und seine Erfolge, seine Schlachtenerfolge gegen die Bewohner, die Stämme, die britischen Stämme, Schrägstrich schottischen Stämme im Norden sind so erfolgreich, dass er sich solchen Gedanken auch hingeben kann.
Ja, er verlegt auch Lager, Militärlager weiter Richtung Norden und dann wird er agricola.
Im Jahre 84 von Domitian abberufen.
Upps, überraschende Abberufung, Statthalter kommt zurück und nicht nur das, also er wird jetzt nicht abberufen und ersetzt, weil er irgendwie in Ungenade gefallen ist, sondern.
Das ganze Eroberungsthema auf der britischen Insel wird von Domitian einkassiert.
Die Grenze im Norden wird zurückgenommen, auf eine besser zu verteidigende Position, das heißt die Eroberung, die weitere Eroberung Britanniens, wird aufgegeben, und zwar nicht, weil man wie seiner Zeit im Teutoburger Wald ne eine Schlacht verloren hat, ne oder gar Legionen verloren hat, sondern weil der Kaiser Domitian der Meinung ist, das Macht keinen Sinn, was ihr hier macht.
Und vor allen Dingen, weil er Militär und Ressourcen an anderen Stellen braucht, zu dem wir gleich kommen.
Ja, der Agricola ist natürlich stinksauer, ne, also der war er wähnte sich ja quasi auf dem.
Auf dem Ja so mindestens auf dem Weg zum Triumphzug ne und zum Eroberer gesamtbritanniens und vielleicht auch noch Irlands ne und wird jetzt abberufen, ohne dass er sich irgendeiner einer Schuldbewusstes.
Ja, ist ja auch so, er hat ja nichts gemacht, ja, also er wird auch nicht irgendwie einer Verschwörung bezichtigt oder oder gar verurteilt oder so etwas, nein nein, aber ja gut, er zieht sich jetzt schmollend ins Privatleben zurück, ne und da bleibt er dann auch.
Sein Schwiegersohn Tacitus ist natürlich auch stinksauer.
Ja, und so so steht das dann eben auch in der Biografie, was für n Unsinn, ne, warum hat der den Agricola abgerufen, der Domitiane was ist das denn für n Kaiser, der hat ja nicht mal die Tassen im Schrank.
Ja, das war doch völliger Unfug.
Na Unfug war es nicht, Unfug war es nicht, es war.
Eine Maßnahme, die im Grunde genommen das fortsetzt, was auch Vespasian, insbesondere wie gesagt, Titus hat ja nur kurz regiert, Vespasian betrieben hat, nämlich Grenzsicherung, ja Grenzsicherung, die durchaus mal aggressiv sein kann, indem man mal über die Grenze rübergeht und dahinter für für ich hätte fast gesagt, für Ordnung sorgt, um um sich dann aber wieder hinter die Grenze, die eigene Grenze zurückzuziehen, also sozusagen das Vorfeld ein bisschen zu befrieden, aber aber nicht mehr, wenn
es keinen Sinn macht.
Domitians Feldzüge gegen die Chatten und die Limes-Politik
Wenn es keinen Sinn macht, denn die militärischen Ressourcen, die braucht Rom, die braucht Domitian jetzt woanders.
Wo braucht er sie denn?
Naja, zunächst mal in Germanien, hier ist auch der Ort, in dem Domitian militärische Erfolge braucht, nicht nur weil es Gegner gibt, die es zu bezwingen gibt, sondern weil er als frisch gebackener Kaiser auch militärische Erfolge braucht, um mit seinem verstorbenen Bruder.
Gleichzuziehen sozusagen in der, in der in, in, in der Rangliste, in der in der Hitliste der Kaiser denn sein Bruder Titus ist, der Eroberer Jerusalems, er ist der, den Judäischen Krieg gewonnen hat.
Es ist der, der mit Vespasian zusammen damals einen Triumphzug in Rom gefeiert hat, von dem die Römer heute noch sprechen, also zu Summitianszeiten noch sprechen.
Ja, was da an schätzen aus Jerusalem vorgeführt wurde, an Gefangenen, an an an Geschichten, was die was, die, was die Schlachten und die Kämpfe angeht.
Ja, also für den echten Römer ne war das nun ne für uns, heute ist das furchtbar grausam, aber für den echten Römer waren das absolut heroische Geschichten und ein Kaiser hat gefälligst militärische Erfolge vorzuweisen und die hat Domitian ja noch nicht.
Weil er an den, ich sag jetzt mal Familienerfolgen im Judäischen Krieg nicht beteiligt gewesen ist.
Überhaupt nicht.
Und auch während der 10 Jahre der Regierungszeit Vespasians und auch während der 2 Jahre der Regierungszeit Titus eben auch an keinerlei militärischen Aktionen so beteiligt gewesen ist, dass er zumindest behaupten könnte, ich habe auch was und Britannien war jetzt wohl nicht das, was er ausgeguckt hatte, um dort.
Militärische Meriten, sich zu erwerben, die mit seiner Person verbunden sind, das hat er den Agricola alleine machen lassen, wäre eigentlich keine schlechte Idee gewesen, sich das an die Fahnen zu heften.
Aber Britannien war dann wohl auch aus der Sicht domitians und damit aus der Sicht der Römer jetzt nicht so prickelnd im Vergleich zur Eroberung Jerusalems wie Germanien.
Germanien hat da schon mehr.
Jahr Image also Ruf, also Aufwertung der Feinde dort.
Ja, und so kommt es im Jahr 83, also wo sind wir da im zweiten Regierungsjahr, im dritten Regierungsjahr von Domitian zu einem Feldzug oder zu Feldzügen gegen die Schatten?
Das sind jetzt keine Lichtscheuen gestalten.
Ne die schreiben sich nicht mit SCH sondern nur mit CH ne die Schatten, das ist ein Stamm der Germanen, ja der liegt so gegenüber der der der der obergermanischen Grenze Wetterau taunusgebiet wo auch immer könnte auf der Karte nachgucken, jedenfalls in einem dem der römischen Grenze angesiedelten Gebiet in Germanien, im freien Germanien, und ja, die Schatten haben sich wohl ein bisschen.
Ja, sagen wir mal so, n bisschen überfällig verhalten jetzt nichts Großes.
Ja, also jetzt nicht wirklich, es ist jetzt kein, kein kein Sturm, den wir gleich noch bekommen, der wird n richtiger Sturm von germanischen Stämmen über die Grenze hinweg, aber Strafexpeditionen bieten sich an, ja, und da sagt der Domiziano oder mach ich ne und geht selbst mit, also er will persönlich jetzt mit am Feldzug beteiligt sein, denn ja sonst kann er sich ja keiner mehr Riten.
Oder so.
Auf diese Art und Weise will er sich selbst Meriten erwerben.
Es kommt jetzt zu mit ordentlich Militär, also da zieht er ordentlich Legionen zusammen und zieht mit denen in das Gebiet der Schatten hinein, es gibt aber keine großen Schlachten, also es sind.
Feldzüge es ist jetzt nicht so albern, wie es, wie es, wie es wer war, es, wie es Caligula teilweise gemacht hat.
Ja, also indem man dann seine, seine eigenen, seine eigene Prätorjanergarde mal mal über den Rhein geschickt hat, die sollten sich dann irgendwo hinter den Bäumen verstecken und zu tun, als seien sie Germanen, also da gibt es so operettenhafte Geschichten, nein, nein, also es sind jetzt hier schon Feldzüge und Strafexpeditionen ins Gebiet der Schatten hinein, die sich aber, wie das die Germanen ja eigentlich immer tun, weil sie ja nicht auf den Kopf gefallen sind, einer offenen großen Schlacht
entziehen.
Ja, aber es ist jetzt auch nicht so, als ob Domitian jetzt nur dort ist, um sein persönliches Ego zu pflegen und sich militärische Meriten zu erwerben, koste es, was es wolle.
Nein, nein, das wird schon jetzt vernünftig angegangen, denn es macht durchaus seinen Sinn aus römischer Sicht, aus römischer Sicht, sich hier mit den Schatten zu beschäftigen, weil der Grenzverlauf.
Im Gebiet im Grenzgebiet zu den Schatten.
Der ist ungünstig.
Also man könnte Militärhistoriker würden wahrscheinlich reden davon reden, dass man jetzt hier eine eine grenzbegradigung frontbegradigung kann man das nicht nennen, weil so einen richtigen Krieg gab es ja da nicht, aber so eine Grenzbegradigung vornimmt, das heißt, man verschiebt durchaus gewaltsam die Grenze zwischen dem Römischen Reich und dem freien Germanien in diesem Gebiet.
Aber nicht zu dem Zwecke um neues Gebiet hinzu zu bekommen, sondern um den Grenzverlauf zu optimieren, um Grenzsicherungen vorzunehmen.
Also man umgeht dabei zum Beispiel auch ganz bewusst ausgedehnte Waldgebiete, in denen es überhaupt keinen Sinn macht, eine Grenze vorzuschieben, weil in dem Wald, wie willst du deine Grenze verteidigen, ja, der wird doch nicht abgeholzt deswegen, da sind so ein bisschen viel Bäume, die da stehen, ne, das ist der Beginn.
Des obergermanisch rätischen Limes ne, was man ja heutzutage noch, wenn man schön in der Gegend spazieren geht oder Wanderungen macht, ne, da gibt es ja Limes Wanderwege wo dann Teile dieses dieser Grenzbefestigung rekonstruiert sind, ne wo man sich das schön angucken kann und dabei ne auch noch was für die Bewegung tut, also sehr zu empfehlen diese Grenzbefestigung ist aber dieser sogenannte Limes, das ist.
Keine Verteidigungsmauer das ist nicht die chinesische Mauer.
Jetzt in in, in Obergermanien das ist eine gesicherte Grenzlinie, das fängt auch an, nur als weg ne sogenannter Postenweg das Wort Limes bedeutet eben im im Lateinischen nicht nur eine Grenzbefestigung, das bedeutet auch einfach nur Schneise weg.
Also die ersten Limites sind einfach nur Wege postenwege in ja auch feindliches Gebiet hinein, um also besser mitzukriegen, wenn sich da wie wo was tut.
Langer Rede kurzer Sinn, die Feldzüge gegen die Schatten sind durchaus erfolgreich, wenn man unter Erfolg versteht, dass Domitian dort die Grenzen.
Verschiebt etwas auch in Feindesland hinein.
An der anderen Stelle nimmt er auch ein bisschen was zurück und eine Front, eine Grenzbegradigung, wie gesagt Frontbegradigungsformel der falsche Begriff eine Grenzsicherung vornimmt, die aber nicht das Ziel hat, eine Vorbereitung zu sein, um dann doch mal wieder, wie noch zu Zeiten des Augustus, ganz Germanien zu erobern, sondern um es zu belassen, wie es ist, aber unter besseren.
Bedingungen unter besseren Grenzverläufen denn die Beendigung irgendwelcher Träume oder Absichten ganz Germanien zu erobern, wird auch unter Domitian dadurch deutlich, dass er irgendwann, man weiß nicht genau wann, auf jeden Fall vor dem Jahre 90 die beiden germanischen Militärbezirke Niedergermanien und Obergermanien zu ordentlichen Provinzen macht.
Das heißt, da gab es 2 Gebiete, die.
Die den Namen, die den Namen trugen, die ich gerade nannte, Niedergermanien mit der Hauptstadt Köln und Obergermanien mit der Hauptstadt Mainz, das waren de jure keine Provinzen, sondern Militärbezirke, also so was Besonderes, so was Spezielles gab es doch nur da.
Ja, gab es doch nur da, und der Sinn, sie zu militärbezirken zu erklären und nicht zu Provinzen, der lag darin seine.
Seit augustäischer Zeit, dass man eigentlich vorhatte, von dort aus ganz Germanien zu erobern.
Und dann sollte ganz Germanien zu einer Provinz werden oder vielleicht dann auch zu mehreren, wie man auch Gallien ja in in mehrere Provinzen unterteilt hat.
Aber das war der Sinn des Ganzen, das war das Ziel, und deswegen sollten diese beiden.
Auch flächenmäßig eher kleineren Gebiete Niedergermanien und Obergermanien nur Militärbezirke sein.
Die hatten deswegen auch keinen eigenen Statthalter ne, sondern der Oberbefehlshaber des dort liegenden Heeres war gleichzeitig auch der administrative Chef.
Ne, das wird jetzt unter Domitian endgültig anders.
Und die beiden Bezirke werden jetzt ordentliche Provinzen irgendwann vor 90.
Man weiß es also ab 90 ist es klar und irgendwann nach 83 irgendwo dazwischen muss es das gegeben haben, den Beschluss, der hat durchaus Auswirkungen, ne, und das haben auch alle so verstanden, dass es jetzt also vorbei ist mit der Träumerei, ganz Germanien zu erobern, also der arme Kerl jetzt Domitian, der aus Gründen der der Sicherung seiner Herrschaft der Legitimation eines Kaisers militärische Erfolge braucht.
Ist gleichzeitig aus Gründen der Staatsraison gezwungen, auf Offensivpläne gegen Germanien endgültig zu verzichten und das dadurch zu tun, dass er zum einen die Grenze begradigt, verändert, aber und sichert, aber mit defensiver Absicht und.
Und die beiden Militärbezirke, die als Aufmarschgebiete für große Eroberungen gedacht waren, jetzt zu ganz normalen, ordentlichen Provinzen zu erklären.
Da bleibt das Militär natürlich liegen, aber jetzt nicht zu angriffszwecken, sondern zu verteidigungszwecken, ja, das ist jetzt nicht so viel, was man da jetzt erreicht hat, aber nichtsdestotrotz feiert Domitian noch im Jahr 83 ne, also zurückkommt von diesen Schattenfeldzügen einen großen Triumph in der Stadt Rom, Triumphzug ja muss er machen.
Ja, aber über wen denn?
Ja, über die Schatten, na ja, also viel war ja nicht ne, aber er er macht, er rührt die die die Propagandatrommel also es gibt n großen Triumphzug, es werden Münzen herausgegeben, jetzt keine keine Schaumünzen ne sammelmünzen sondern ne es wird ja regelmäßig Geld geprägt und auf den sogenannten Münzlegenden, also das was so auf den Münzen drauf geprägt ist.
Da ist ja immer auch Propaganda drauf geprägt.
Na ja, da, da erscheint jetzt eben auch der Sieg über die über, über die Schatten als besonderes Besonderes zu erwähnendes Elements ne Germania Capta, also nicht chatta capta ne oder so oder oder chatti chatta Capta wie auch immer, sondern Germania Capta wird da drauf geprägt, das ist ein Pendant zu den Münzen die Vespasian hat prägen lassen nach der Eroberung Jerusalems, da stand nämlich drauf Judäa capta.
Ne, also Domitian sieht sich und das völlig zurecht ne in einem Legitimationswettstreit mit seinem verstorbenen Vater und mit seinem verstorbenen Bruder.
Es werden Triumphbögen gebaut in der Stadt Rom, die den Triumph über über die Schatten über die Germanen feiern, Statuen des Kaisers, wo auch drauf steht ne Bezwinger, der Bezwinger, der Schatten, Bezwinger der Germanen.
Ja, aber das steht natürlich im krassen Widerspruch zu dem, was tatsächlich erreicht wurde und was auch jeder wusste.
Ne was auch jeder wusste, auch, insbesondere auch diejenigen, die dann den Triumphzug ne bejubelt haben, am Straßenrand standen ne als Domitian im Triumphwagen durch die Stadt fuhr, wieso n Triumphzug halt so abläuft, ne, da hat ja, der hat ja seine festen Rituale und da gehört natürlich auch, dass man die Beute aus dem großen Sieg, den man errungen hat, auch im Triumphzug vorführt, das war ja nicht so viel.
Was er bei den Schatten erbeutet hat, also allein schon deswegen, weil weil er nicht viel gewonnen hat, aber auch gut, die Schatten hatten ja nicht so viel, ne, jedenfalls kein Vergleich zu dem, was die meisten Römer noch in Erinnerung hatten aus dem Triumphzug, den Vespasian und Titus gemeinsam nach dem Judäischen Krieg veranstaltet hatten, also was da an Beutestücken aus Jerusalem, aus Judäa vorgeführt wurde, also das konnte sich sehen lassen aus Sicht eines Römers.
Die Dakerkriege und die Bedrohung durch Markomannen und Quaden
Ja, aber der Triumphzug musste sein.
Das Feiern eines triumphalen Sieges über Germanen musste sein für die kaiserliche Legitimation des neuen Kaisers Domitian, da hätte er eigentlich noch ein paar Jahre warten können, also gar nicht so lange warten müssen, denn jetzt wird es richtig gefährlich, weil das nächste, was jetzt ansteht, militärisch an den Grenzen, das hat es jetzt wirklich in sich, also die Schatten waren keine Bedrohung, gegen die er dazu Fälle zog, die Daker schon die.
Die Daker was ist das denn?
Das ist ein Volksstamm, lassen wir mal über die Frage völlig offen, ist das jetzt ein germanischer oder was auch immer, Volksstamm jedenfalls im unteren Bereich der Donau nördlich der Donau so, und hier wird es jetzt richtig gefährlich, denn im Jahre 85, also 2 Jahre nachdem Domitian seinen Triumph über die Germanen über die Schatten in Rom gefeiert hat, überfallen diese Daker die angrenzende römische Provinz, die heißt Mösien.
Über die Donau rüber über die untere Donau, rein in die römische Provinz.
Und zwar jetzt nicht mal so mit n paar Räuberbanden und n bisschen was plündern, sondern so richtig, aber so richtig und sie bereiten den den Römern schwere Niederlagen.
Da werden schlachten geschlagen im Jahr 85 und die Römer bekommen richtig auf die Mütze und der dortige Statthalter geht auch mal gleich in einer der ersten Schlachten mit zu Tode und unter hier ist Gefahr im Verzug.
Hier ist eine massive Bedrohung der der römischen Reichsgrenze und geballte Kräfte werden zusammengezogen, das sind die geballten Kräfte, die zu unter anderem auch aus Britannien abgezogen werden.
Also in Britannien hat Agricola jetzt aus römischer Sicht.
Ich hätte jetzt fast gesagt einen Spaßkrieg geführt.
Ne, ja, da erobern wir mal ne den Norden, ne die Skoten die Pikten mal gucken, ach da gibt es noch so ne komische Insel Irland wo so n paar komische keltische Priester sich rumtreiben, da gehen wir vielleicht auch noch hin, mal gucken ne Nein hier jetzt an der Donau Front ist ja herrscht herrscht Lebensgefahr für die Provinz, für die Römer die in der Provinz Mösien leben und vielleicht noch darüber hinaus.
Deswegen werden jetzt hier alle Militärkräfte, die irgendwie verfügbar sind, zusammengezogen und irgendwie verfügbar sind dann eben auch Militärkräfte, die man in in Britannien nicht braucht, denn in Britannien muss man nicht erobern, da reicht es, die Provinz, die man dort bereits eingerichtet hat, friedlich zu halten und dafür braucht man nicht das ganze Militär, das es da gibt.
Also alles an die Donau Front und dort dann gelingt es dort tatsächlich auch.
Die Daker zurückzuschlagen mit vereinten Kräften, das reicht aber Domitian nicht, und da hat er wahrscheinlich auch recht mit sozusagen in in Voraussicht.
Er plant jetzt einen Gegenschlag, also erstmal die Daker zurück über die Donau, das gelingt und plant Gegenoffensive, damit sowas nicht noch mal vorkommt und das Ahnen die Daker aber auch beziehungsweise wahrscheinlich haben sie auch ihre Spione.
Und treffen eine interessante Entscheidung, nämlich der Anführer der Daker, bis dahin, der unter verschiedenen Namen in den Quellen auftaucht, der sagt, ich glaub, das ist ne Nummer zu groß für mich jetzt, wenn die Römer kommen, ich tret mal zurück und mache Platz für meinen Neffen und dieser Neffe trägt den Namen Dekebalos und diesen Namen werden die Römer in den nächsten Jahren öfter hören als ihn wert als ihn lieb ist.
Denn dieser Herr Dekebalos, der jetzt der Anführer der Daker wird.
Der hat es in sich, also der hat Fähigkeiten, ja und Potenzial.
Eine große Gefahr für die römischen Provinzen im Donauraum nichtsdestotrotz war es ja erstmal erfolgreich, ne was im Jahr 85 dort passiert ist, nämlich die Daker zurückzuschlagen und deswegen feiert Domitian wieder n Triumph in der Stadt Rom ne, also 3 Jahre nach dem Triumph über die Germanen jetzt einen Triumph.
Über die Daker das hat zumindest mehr militärische Bedeutung und mehr Begründung für einen solchen Triumphzug als die Feldzüge gegen die Schatten.
Ja, und es soll ja jetzt auch dann gegen n Gegenschlag geführt werden, ne und n römisches Heer setzt über die.
Über die Donau über das alleine ist immer schon auch immer ein ein Beweis für römische Ingenieurskunst.
Denn da wird eine Brücke gebaut, die schon was Besonderes an sich, also die Donau ist halt auch recht breit, und da baust du nicht einfach mal so eine Brücke rüber.
Aber funktioniert das Heer setzt über und das Ganze endet in einer katastrophalen Niederlage, dieses römische Heer wird von den Dacom platt gemacht.
Kommt es zu einer katastrophalen Schlachtenniederlage?
Na ja, gut, im im Winter 8687 ja, aber wie heißt es so schön bei den Römern?
Römer Rom verliert Schlachten, aber niemals einen Krieg und so kommt es im Folgejahr 88 unter neuer militärischer Führung, da ist jetzt etwas, gibt es einen etwas fähigeren Kommandeur auf römischer Seite, der erneut eine Offensive in das Kernland der Daker Vorstößt und.
Und jetzt kommt de Kebalos der große Sieger des Vorjahres, in massive Bedrängnis.
Auch sein Hauptort Hauptdat kann man das vielleicht auch nicht nennen, aber auch sein Hauptort Gerät massiv unter Druck und es sieht alles so aus, als ob das Dakische Reich da jetzt unter den Militärschlägen Roms zusammenbricht, da muss das Ganze abgebrochen werden, dominian muss seine.
Beim Militär zurückrufen, denn es brennt schon wieder einer anderen Stelle.
Es brennt schon wieder einer anderen Stelle, und zwar sind wir wieder bei den Germanen, aber diesmal nicht bei den Schatten, sondern recht benachbart zu diesen bei den Markomannen und Quaden.
Ja, das sind 2 germanische Stämme, die.
Die Gelegenheit nützlich fanden oder gegeben, fanden jetzt nicht selber die Grenzen zu überschreiten und das römische Reich anzugreifen, aber zumindest mal ihre Tributzahlungen einzustellen, ihren Verpflichtungen nicht nachzukommen.
Man muss sich das ja so vorstellen, die Grenze zwischen dem römischen Reich und Germanien ist ja keine Grenze, wo man sagt, ja, links seid ihr und rechts sind wir, sondern die Stämme, die unmittelbar.
Bereits im freien Germanien liegen aber unmittelbar an der Grenze zum zum zum Römischen Reich sind durchaus tributpflichtig.
Das heißt dann, da gehört es zur römischen Diplomatie zu sagen, OK, wir reden euch jetzt nicht über den Haufen, Wir erobern euch auch nicht, aber erstens müsst ihr friedlich bleiben, sonst machen wir das nämlich und zweitens, ja, damit ihr friedlich bleibt, müsst ihr auch ein bisschen was tun, zum Beispiel tributezahlen und vielleicht auch Geiseln stellen und ja, vielleicht auch noch irgendwas anderes.
Und da jetzt das römische Militär an den Grenzen Grenzen zu den Markumannen und den Quaden etwas reduziert ist, weil man Truppen abgezogen hat, um gegen die Daker kämpfen zu können, sagen sich die Markumann und die Quaden, also ich glaube das mit den Tributzahlungen können wir erstmal einstellen, ne, also wir können ja sagen, ja, es kommt nächste Woche oder nächstes Jahr oder die Ernte war schlecht und ja, wir haben gerade sowieso Probleme und ja, wir müssen ja noch was klären und oder wie auch
immer.
Also keine offene Aufruhr.
Aber Nö, machen wir gerade nicht, das kennen die Römer allerdings, und da haben sie auch ein klares Verfahren, was man dann macht.
Dann schickt man nämlich eine Strafexpedition in das Gebiet, das erinnert ein bisschen an die Strafexpedition, an den Zug des Varus.
Die dann in der Schlacht im Teutoburger Wald in einer Katastrophe mündete.
Also ganz so schlimm wird es hier nicht, aber die römische Strafexpedition, die jetzt bei den Markomannen und bei den Quaden die verweigerten Tribute einfordern soll, die geht in die Hose, die wird geschlagen, die bekommen das um die Ohren gehauen, Niederlage der Römer.
Hin gegen die Markumannen und die Quaden.
So, und das ist jetzt eine Gefahr, die Domitian sieht, und da hat er wahrscheinlich auch recht und er bricht deswegen die Offensive gegen die Daker ab, da ist er in einer Position der Stärke gegenüber den Markumann und den Quaden ist er gerade in einer Position der Schwäche, er schließt einen Frieden mit de Kebalos, der das sofort annimmt, weil der Stand kurz vor der Niederlage und Domitian schließt den Frieden mit den Dakon um freie Hand zu haben.
Gegen die Markomannen und die Quaden und vor allen Dingen auch, um zu verhindern, dass sich jetzt vielleicht sogar die Markomannen und die Quaden und vielleicht noch andere mit den Dakern noch zusammentun und ein Bündnis bilden, also Bündnisse politikdiplomatie.
Das gibt es auch im alten Rom in der Antike, die haben also nicht nur mit Schwert und Schild aufeinander geschlagen, da wurde auch, ich sag mal, Hinterzimmerdiplomatie betrieben.
So, und damit sind die Daker erstmal raus aus.
Aus der aus der Kriegsnummer aber nicht für lange.
Und die werden uns in den kommenden Jahrzehnten noch begegnen und sie werden den Römern als besondere Feinde erhalten, bleiben also Dakerkriege hören jetzt nicht auf, die fangen quasi jetzt gerade erst an, die Nachnachfolge Kaiser, Trajan und Hadrian werden ein Liedchen davon singen können, von den Dakerkriegen, aber unter Domitian fing es an, nichtsdestotrotz.
Also das wird jetzt erfolgreich gegen die gegen die Markomannen und die Quaden und die Quaden erst einmal, sodass jetzt nichtsdestotrotz der Dovizian im Jahr 89 erneut einen Triumph feiern kann. 83 Triumphzug, Sieg über die Germanen, die Schatten 86 Triumphzug über die Daker jetzt haben wir 89 nach Christus was macht ihr jetzt?
Ja, jetzt feiert ihr einen Triumph über die Daker und die Germanen zusammen.
Begründung Na ja, ich habe ja die Bedrohung, die von den Markumannen und den Quaden kam, abgewehrt.
Ja und die Dake habe ich ja auch irgendwie bezogen, irgendwie bezogen, der hat einen Friedensvertrag mit denen geschlossen, also Triumph ist was anderes, also das steht jetzt auf sehr wackeligen Füßen, man könnte auch sagen, da übertreibt der Domizil ein bisschen, aber na ja, es ist halt wichtig ne, du brauchst halt als römischer Kaiser eine militärische Legitimation und wenn du die nicht mit entsprechenden herausragenden Schlachterfolgen Schlachten, erfolgen und Eroberungen wie eben der ja
beispielhaften Eroberung Jerusalems, die deinen Bruder und dein Vater vorweisen konnten, wenn du das halt nicht hast, dann musst du nehmen, was du hast und musst das aber so zelebrieren, als ob das genauso wäre.
Ja, das ist natürlich immer eine wackelige Argumentation, aber naja, besser als keine sagt sich der Domitian und.
Und das geht mit dem Militär in den 90er Jahren weiter.
Im Jahre 92 muss Tobitian wieder nach Pannonien, also in das Gebiet in den Donauraum, diesmal sind es nicht die Daker, die dort einfallen, sondern diesmal sind es ja.
Markumannen können noch über die Donau kommen und Quaden auch.
Und dann gibt es auch noch einen Stamm der Jazygen.
Also da kommen jetzt ganz, ganz, ganz neue Bezeichnungen für die Römer auf, die sie in den nächsten Jahrzehnten, ja quasi Jahrhunderten und erst recht dann in der späteren Tige Beschäftigen werden.
Stämme, die über die Grenzen einfallen und zurückgeschlagen werden müssen, denn genau das ist im Grunde genommen das, was Domitian in seiner Regierungszeit zu bestehen hat.
Es sind alles in allem.
Schwerkämpfe mit Niederlagen, mit Siegen ohne nennenswerte Geländegewinne, stattdessen mit dem Ziel der Grenzsicherung, aber mit einer Grenzsicherung aus der Position der Stärke heraus.
Also keine reine Abwehr, sondern man will die Grenze befestigen, indem man jenseits der Grenze für Einfluss sorgt.
Also man will verhindern, dass unmittelbar an der anderen Seite der Grenze, also.
West östlich des Rheins nördlich der Donau, bereits ein ein starkes Stammesgebiet oder gar ein germanisches Reich, entsteht mit dem an Grenz an Grenz ist, so wie das ja im Osten mit Partien ist und daher eben auch diese diese Strafaktion oder diese Militäroperation über die Grenze hinaus, aber nicht mit der Absicht, dort wirklich dauerhaft etwas zu erobern, sondern wieder zurückzukommen und die eigene Grenze zu sichern.
Das ist durchaus flavische Tradition.
Hast gesagt, kann man sich auf das Berufen, was auch Vespasian eigentlich vorhatte und auch durchgeführt hat in seiner in seiner Regierungszeit.
Er hatte halt weniger damit zu tun, dass wirklich massive Überfälle und Übergriffe über die Grenze hinweg ins ins römische Reich hinein stattgefunden hatten, wie bei dem bei dem daker Einfall des Jahres 85 und den Folgekämpfen.
Wenn es da um die Fragen geht, was machen wir denn jetzt, also, wo verlegen wir die Truppen, wo, wie, wie machen wir die unsere, unsere Eroberungspolitik, verzichten wir darauf, grenzpolitik, Grenzsicherung, ja, das wird ja alles dann auch natürlich vor Ort besprochen, im im, im Feldherrenzelt.
Also Domitian ist ja selber vor Ort, nicht in Britannien, da war er nicht ne, aber sowohl 83 und in in in Germanien. 86 der Darker front der donau front auch 89 auch 92 ne in dem Gebiet das sich Pannonien nennt, ist Domitian vor Ort.
Somit sind auch die dortigen militärischen Erfolge wirklich auch oder auch nicht Erfolge dann ne stärker mit seiner Person verbunden als es zum Beispiel in Britannien dann der Fall gewesen ist.
Aber die Politik die dahinter steckt, die bespricht man auch in in Rom, ja wo ja nicht mehr im Senat, nicht mehr im Senat und damit kommen wir zur.
Domitians Herrschaftsstil: Zensur, Moral und 'Dominus et Deus'
Zum Kaisertumsverständnis von von Domitian Domitian bespricht seine Politik nicht mehr, wie das so üblich war, primär im Senat, sondern ja in einem informellen Rat um sich herum.
Die berühmten Freunde, Berater, das ist im Prinzip nichts Neues, das hat Titus auch gemacht, das hat Vespasian auch gemacht, auch die Kaiser davor, also im Grunde genommen seit Augustus gibt es so einen.
Informellen Rat um den Kaiser herum.
Das sind natürlich auch vielfach Senatoren, da können aber auch Ritter dabei sein, die er ins Vertrauen zieht.
Aber das nimmt unter unter Domitian doch eine Form an und ein Ausmaß an, dass der Senat sich halt brüskiert sieht.
Das ist aber keine demonstrative Missachtung oder gar Verachtung des Senats durch den Kaiser, wie wir sie ja schon kannten, nämlich unter Caligula.
Also Caligula hatte ja wirklich irgendwo auch einer an der Klatsche.
Ja, und der hat ja den Senatoren ganz klar gesagt, also ihr seid sowas von, aber ich brauche überhaupt nicht und nicht so ich brauche ich nicht, wer seid ihr überhaupt?
Also überflüssig wie sonst was ne das gipfelte ja dann in seinem in seiner Ankündigung Ach ja, ich könnte ja auch eigentlich schon mal mein Pferd zum Konsul machen, ne, weil Konsul brauchen wir auch nicht, das ist hier bei Domizil nicht so, also er er arbeitet mit dem Senat.
Nicht so zusammen, wie es sich auch nicht dem Scheine nach, wie es sich eigentlich für einen Princaps gehört, sondern er arbeitet so mit dem Senat zusammen, wie es sich seiner Meinung nach für den Alleinherrscher gehört.
Er legt die Scheinheiligkeit eines Princaps ab und offenbart den offenen Herrschaftsanspruch eines Alleinherrschers, eines Dominus.
Daher spricht man hier auch jetzt von einem Übergang vom Principat zum Dominat, das.
Der Kaiser sagt jetzt offen, dass er nicht der erste unter gleichen ist, sondern der Herr der Dominus des Reiches.
Und da, wenn man Dominus sagt, dann schwingt auf der anderen Seite immer so n bisschen Servus mit, oder servi, also Sklaven.
Das Ganze wird unter den Nachfolgern unter den Nachnachfolgern von Dominian wieder relativiert, also die.
Die Kaiser Trajan und Hadrian legen jetzt legen wieder wert da drauf, zumindest den Schein zu wahren.
Aber was die Zusammenarbeit mit dem Senat angeht und so zu tun als ob, als ob man einfach nur erster unter gleichen sei, aber das ist unter Domitian jetzt hier schon sehr deutlich sehr deutlich gelegt.
Damit spielt es auch eine Rolle, dass auch Domitian für sich das Recht in Anspruch nimmt, Zensur zu sein.
Das war Vespasian auch Vespasian und Titus haben auch eine Zensur durchgeführt, Zensur ist nicht eine Kontrolle der öffentlichen Meinung durch irgendeine Zensurbehörde, sondern Zensur im römischen Sinne heißt der Kaiser kontrolliert.
Wer eigentlich im Senat ist, ob das alles noch seine Richtigkeit hat, ob die Senatoren alle auch die Voraussetzungen erfüllen, ob sie das Mindestvermögen haben, ob sie sich anständig verhalten benehmen.
Dasselbe gilt dann für die Ritter ne, dass die sich an die Regeln halten, die für Ritter vorgesehen sind, das geht dann bis in die Provinzen, dass Volkszählungen vorgenommen werden, also Volkszählung ist auch ein Begriff, der mit Zensur zu tun hat, es geht aber auch noch weiter und bei Domitian geht es dahingehend weiter, dass er nicht nur.
Einmal eine Zensur durchführt, die kann ruhig durchaus manchmal 2 Jahre dauern.
Aber es ist eigentlich eine eine zeitlich begrenzte Aktion.
So hat es auch noch Vespasian und Titus gemacht.
Domitian sagt, Ich bin Zensor Perpetuus und dieses schöne lateinische Wort heißt, ich bin immer Zensor, von morgens bis abends und jedes Jahr meiner Regierungszeit, das ist was Neues.
Also Perpetorus allein mit dem, mit dem mit dem Begriff hat der republikanisch noch etwas denkende Römer so seine Probleme, also besondere Amtsgewalten oder auch Ausnahmeamtsgewalten, und da gehört die Zensur irgendwie mit dazu, ja, die sollte halt eben die Ausnahme sein.
Und was ist das Gegenteil von der Ausnahme?
Ja, das immerwährende ne.
Und zur der Zensur gehören jetzt nicht nur persönliche Fragestellungen.
Ist die Familie X noch ne Senatorisch oder nicht oder wer wer wird denn neu in den Senat aufgenommen?
So ne Zensur ist nicht nur ne Drohung für Senatoren, dass sie vielleicht ihre ihre ihren Senatorenstand verlieren, es ist ja auch die Möglichkeit für neue Familien in den Senat aufzusteigen, das ist aber auch verbunden und beim Domitian ganz extrem verbunden mit der Erneuerung.
Altrömischer Sitten und Normen also.
Ein Zensor will auch wieder die gute Ordnung herstellen, wo er meint, dass sie nicht mehr, dass sie etwas verloren gegangen ist.
Sitte und Anstand ja auch, also Ehegesetze und so etwas und wie man sich dann anständig oder nicht anständig zu verhalten hat.
Moralgesetze spielen dabei auch immer ne schöne Rolle und da langt dominian aber mal so richtig hin, also da wird an an sogenannten altrömischen Sitten und Normen erneuert oder wiederbelebt.
Ja, was für so, für so einen modernen Römer eigentlich alter Kram war.
Und das geht hin bis zu Todesstrafen.
Domitian führt wieder ein oder erinnert wieder da dran, nach dem Motto, Das war ja nie weg, wurde halt nur nicht mehr gemacht, ne dass wenn eine vestalische Jungfrau gegen ihr Keuchheitsgelübde verstieß, dann gab es dafür die Todesstrafe nach alter Sitte ewig nicht mehr ausgeführt worden, aber Domitian sagt, Ich glaube schon ja und er führt sie aus.
Solche Fälle hat es nämlich gegeben und die Todesstrafe, die altüberlieferte Todesstrafe für Westalinnen bei Vergehen gegen ihr Keuschheitsgelübde ist lebendig begraben werden.
Hallo, das klingt aber sehr altmodisch, ne, ja ist es auch ne ja, findet aber statt, das macht ihn nicht beliebter den Herrn Domitian sein Verständnis von Kaisertum kommt auch und gerade dadurch zum Ausdruck.
Durch die Anrede Dominus hatten wir schon den Begriff, also statt prinkeps wird der mit Dominus angeredet et Deus heißt es in den Quellen, man habe ihn angeredet als Herr und Gott Dominus et Deus und Dominus nie vergessen.
Ja, da ist nicht Herr Müller gemeint, sondern Herr im Sinne von Herr über Sklaven Dominus et Deus.
Das kann man auch viel nachlesen, das seht ihr.
Lest ja auch im Wikipedia Artikel ne und wenn man da einfach so drüber liest denkt man ja ja, also er hat sich zum Alleinherrscher gemacht und Gott und als Gott hat er sich auch erklärt, das ist falsch, das ist grundfalsch.
Erstens Dominus et Deus, diese Formulierung war nie Bestandteil der offiziellen Kaisertitulatur des Dominikan, der ist also nie rumgelaufen oder auch hat nie ne Inschrift einweißeln lassen, ich dominus et deus ne, also Herr und Gott habe diesen.
Tempel gebaut oder diese Wasserleitung repariert oder so war nie Bestandteil der kaiserlichen Titulatur und ist auch in keinem einzigen offiziellen Dokument des Kaisers überliefert.
Aber es war offensichtlich eine Anrede, die der Kaiser, die Domitian ganz gern gehört hat und die von anderen über ihn benutzt wurden, also auch auch kaiserliche Prokuratoren haben, dann in ihren Briefen ihn so angeredet, und dann hat er nicht zurückgeschrieben, dann lass das mal.
Aber es ist nicht so, dass sich Domitian selber als Gott verstanden hat.
Auch nicht.
Im also erst recht nicht im Sinne eines, eines, eines Caligula.
Also da sind wir, wenn wir an den Kaiser Caligula denken, der ja wirklich einer der Klatsche hatte, etwas in der Hinsicht ne und auch wirklich sich als Gott verstanden hat und das irgendwie auch so ne Art hellenistisches Verständnis Herrschaftsverständnis aus dem Osten des Reiches, ne wie es in den griechischen Städten dort üblich war, in die Hauptstadt Rom transportieren wollte, ne, also Caligula hat ja dann auch Götterstatuen aufgestellt und hat die Köpfe ausgetauscht, hat also so n Kopf vom
ich sag jetzt mal vom Neptun abgenommen oder abnehmen lassen.
Und dann seinen eigenen Kopf oben drauf setzen lassen.
Blieb weiter eine Neptun Statue oder Poseidon, nehmt euch irgendeinen anderen Gott ja, sah aber aus wie Caligula auch das war noch nicht ich bin ich Caligula bin Gott aber naja wir schieben es mal so in die Richtung das spielt bei Domitian gar keine Rolle, da hätte er im Traum nicht dran gedacht ja er erhöht seine Repräsentation als Kaiser auch im Auftreten, auch in der Kleidung aber.
Also umgibt sich mit mit mit Priestern, trägt priesterliche Gewänder da, wo es eigentlich noch nicht üblich gewesen ist.
Aber das ist kein gottgleicher Cäsarenwahnsinn, das hat damit nichts zu tun.
Und dieses Dominus et Deus ist eben auch etwas, was nicht von ihm kommt, was nicht kaiserliche Titulatur ist, was nicht in Dokumenten steht, aber es ist eine, ja kann man sagen, ein bisschen auch.
Einschleimende Anrede, die vom Kaiser nicht abgelehnt wird.
Das hat aber mehr damit zu tun, dass er sich Gedanken macht und Gedanken machen muss über sein Nachleben.
Ich sagte ja eben schon für einen, für den Römer gibt es Kaiser nur in der Bewertung, wenn sie tot sind, dass sie super Kaiser gewesen sind, dann werden sie vergöttlicht oder dass sie.
Eigentlich Staatsfeinde gewesen sind, dann werden sie der Damnatio Memoriae überlassen, das heißt, ihr Andenken wird, wenn man so will, geschändet und sie werden der Vergessenheit anheimgegeben.
Und jeder Kaiser hat ein großes Interesse daran, zur ersten Kategorie zu gehören, also dann vergöttlich zu werden, nicht um göttlich zu werden, sondern um nicht verdammt zu werden, weil dazwischen gibt es ja nichts, und um das zu erreichen, da spielt natürlich dann auch die.
Die Familie, die Nachfolgeregelung und die Familie eine ganz wesentliche Rolle und zu der Rolle bei Domitian, seiner Familie, Frauen et cetera.
Da kommen wir nächste Woche zu.
In der nächsten Folge bis dahin.
Podcast Summary
Key Points:
Domitian regierte von 81 bis 96 n. Chr. und beendete die flavische Dynastie.
Seine Herrschaft markiert den Wandel vom Prinzipat (Kaiser als Erster unter Gleichen) zum Dominat (Kaiser als absoluter Herrscher, Dominus).
Domitian war 12 Jahre jünger als sein Bruder Titus und wuchs im Schatten seines Vaters Vespasian und seines Bruders auf.
Während des Bürgerkriegs 69 n. Chr. überlebte Domitian in Rom, verkleidet als Isis-Priester, nachdem sein Onkel Flavius Sabinus getötet wurde.
Nach Vespasians Sieg wurde Domitian zum Caesar und Princeps Juventutis ernannt, aber ohne echte Machtbefugnisse.
Unter Vespasian und Titus erhielt Domitian nur Ehrenämter und Titel, jedoch keine politische oder militärische Verantwortung.
Nach Titus' natürlichem Tod im Jahr 81 n. Chr. wurde Domitian reibungslos von den Prätorianern und dem Senat zum Kaiser ausgerufen.
Summary:
Domitian, der letzte flavische Kaiser, regierte von 81 bis 96 n. Chr. und leitete einen grundlegenden Wandel des römischen Kaisertums ein: vom Prinzipat, wo der Kaiser als Erster unter Gleichen galt, hin zum Dominat, wo er als absoluter Herrscher (Dominus) auftrat.
Geboren am 24. Oktober 51 n. , war Domitian zwölf Jahre jünger als sein Bruder Titus.
Seine Jugend war geprägt von den Wirren des Vierkaiserjahres 69 n. , als sein Vater Vespasian im Osten zum Gegenkaiser ausgerufen wurde. Während der Kämpfe in Rom überlebte Domitian nur knapp, verkleidet als Anhänger der Göttin Isis, nachdem sein Onkel Flavius Sabinus getötet worden war.
Nach Vespasians Sieg wurde Domitian zum Caesar und Princeps Juventutis ernannt, jedoch ohne jegliche reale Macht. Unter der Herrschaft seines Vaters und später seines Bruders Titus erhielt er lediglich Ehrenämter und Titel, während Titus als Mitregent agierte. Domitian blieb politisch isoliert und durfte keine militärischen oder administrativen Aufgaben übernehmen.
Nach Titus' natürlichem Tod am 13. September 81 n. Chr.
wurde Domitian jedoch reibungslos von den Prätorianern und dem Senat zum Kaiser ausgerufen. Seine 15-jährige Regierungszeit, die länger dauerte als die seines Vaters und Bruders zusammen, war geprägt von einer Zentralisierung der Macht, was ihm in der antiken Geschichtsschreibung ein durchweg negatives Urteil einbrachte.
FAQs
Der Unterschied liegt im Selbstverständnis: Vespasian und Titus pflegten den Prinzipat, also die Fiktion des Kaisers als Erstem unter Gleichen. Domitian hingegen ließ sich als ‚Dominus‘ anreden, was wörtlich ‚Herr über Sklaven‘ bedeutet, und zeigte damit unverhohlen absolute Macht.
Domitian war 28 Jahre alt, als Vespasian 79 n. Chr. starb. In den zehn Jahren der Herrschaft seines Vaters hatte er jedoch keinerlei echte Befugnisse, sondern nur Ehrenämter und Titel, während sein Bruder Titus faktisch Mitregent war.
Weil Vespasian die flavische Dynastie etabliert hatte und Domitian der einzige erwachsene männliche Erbe war. Die Prätorianer und der Senat sahen keinen anderen Kandidaten, und die Nachfolge war bereits dynastisch vorgegeben.
Nein, Domitian erhielt unter Titus nur weitere Ehrungen, aber keine Befugnisse. Es gibt keine Belege für offene Feindschaft oder Verschwörungen, obwohl moderne Serien oft ein dramatischeres Bild zeichnen.
Am 13. September 81, noch am Todestag von Titus, wurde Domitian von den Prätorianern zum Kaiser ausgerufen. Am 14. September bestätigte der Senat diese Wahl, ohne Widerstand, da die flavische Dynastie fest etabliert war.
Gerüchte über eine Ermordung gab es bei Kaisersterben oft, aber bei Titus sind sie erstaunlich gering und unbegründet. Alle Quellen deuten auf einen natürlichen Tod durch Krankheit hin.
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