Theodor Lessing, geboren 1872 in Hannover, war ein vielseitiger Denker, Publizist und Philosoph, den die Nationalsozialisten 1933 ermordeten und fast vollständig aus dem kollektiven Gedächtnis tilgten. Seine Kindheit beschreibt er als reine Hölle: Der Vater hasste ihn, die Mutter war schwach und gleichgültig; er wuchs in einem gewalttätigen, reichen Elternhaus auf und suchte Zuflucht in der Natur. In der Schule war er ein Versager, blieb zweimal sitzen und litt unter der Militarisierung und dem Bombast der Kaiserzeit. Lessing entwickelte die „Philosophie der Not“: Alles Denken entstehe aus existenzieller Not – eine Erkenntnis, die er aus seiner eigenen seelischen Not gewann. Er kritisierte scharf das wilhelminische System, das er als politisches Theater entlarvte, angeführt von Kaiser Wilhelm II. und dessen Hofkamarilla. Sein Werk ist unübersichtlich, aber prophetisch: Er schrieb über Philosophie, Pädagogik, Medizin, Theater und Justiz, unter anderem als Gerichtsreporter, der mit der herrschenden Justiz abrechnete. Dank Rainer Marwedels Biografie wird Lessing heute wiederentdeckt. Er starb 1933 unter entsetzlichen Umständen durch die Nazis.
* Musik * Und tapfer Rastöchtern. Unsere verrückten Heiligen, Mitsabine Rückert und Johanna Habera. Ich begrüße Sie herzlich zu unserer neuen Folge unsere verrückten Heiligen. Mein Name ist Johanna Habera. Ich bin Theologin. Das letzte Mal habe ich den Psychiater und Psychanalytiker C.G. Jung vorgestellt. Heute ist Sabine Rückert, dran, die sitzt mir gegenüber schon ein Liste in der Zeit. Und Sie stellt uns heute Ihren ganz persönlichen Heiligen vor, wie heißt er? Jetzt erst mal bin ich deine Schwester. Solltest du vielleicht auch hinzu erfügen? Mein heutiger Heiliger heißt Theodor Lessing. Warum ist er ein Heiliger? Weil er in meinen Augen ein Prophet ist. Also er ist ein Mann, der Dinge sah und aussprach, die keiner sah und aussprach. Und die bis heute aktuell sind. Er ist 1872 geboren, die Familien nannte sich nach dem berühmten Schriftsteller und aufklärer Gotthold E. Freim Lessing. Gab sich den Namen selbst. Und er ist bis heute aktuell. Ein Genie würde ich sagen. Er ist ein pessimist gewesen, der nicht aufgegeben hat. Er ist ein Menschenhasser gewesen, der ein großer Menschenfreund war. Und er war ein unvorstellbarer Publizist, Schriftsteller, Denker und Philosoph. Ich hab noch nie von ihm gehört, gab bevor du den Namen genannt hast. Ja. Ich hab auch nicht von ihm gehört, gab bis ich auf ein Buch stieß, von ihr ich bin ja Kriminalreporterin der Zeit. Und ich stieß auf ein Buch, in dem er sich als Gerichtsreporter und einen Fall verfolgt hat für Zeitungen über einen Serienmörder. Und er hat diesen Gerichtsprozess in einer Art und Weise kommentiert. Es ist auch später ein Buch draus geworden. Darum wird es heute aber nicht gehen. Da mache ich nochmal eine eigene Sendung im Podcast verbrechen draus. Das so unglaublich abgerechnet hat mit der herrschenden Justiz. Da stehen einem die Haare zu berge. Der Wind fährt durchs Fenster und reist einem die Perücke vom Kopf. So gut hat der Mann geschrieben. Und so mutig hat er das alles ausgesprochen. So bin ich auf ihn gekommen. Er ist ja rausgeflogen aus dem Prozess. Er ist rausgeflogen aus dem Prozess. Aber das will ich heute nicht erzählen. Heute geht es um eine andere Seite an ihm, nämlich um seine denkerische und philosophische Seite und sein unendliches Werk, das er zu tausend Themen geschrieben hat. Er hat kein großes Thema, also er hat keine große Welterklärung, sondern er hat sich eingemischt in alles Mögliche. Der Föhrer Turnist, wie Liebincler hat mal über ihn geschrieben. Lessingswerk ist vorsichtig gesagt ein bisschen unübersichtlich, weil es so umfangreich ist. Philosophie, Pädagogik, Lebensreform, Medizin, Niedschebegeisterung und Wagnerkritik gehen da will und atemberaubend durcheinander. Ein grauses Genie zwischen beißenden Theaterkritiken und eine auseinandersetzung mit dem Werte-Axion Immanuel Kanz und einem Anti-Lärmverein. Da kommen wir später drauf, er war ein großer Hassardes-Lärms. Da habe ich mich gleich mit ihm total verbunden gefühlt, denn noch ich lebe in einem Wald, du hirges auch hier, Hannah. Und wir hassen Geräusche. Also zumindest, wenn sie nicht vom Wald oder von mir kommen. Oder von der Viertel. Ja, also er ist 1933 gestorben unter entsetzlichen Umständen. Das werde ich am Schluss erzählen. Und den Nationalsozialisten wäre seine totale Auslöschung um ein Haar gelungen. Das muss man sagen. Deswegen kennt man ihn auch nicht. Das hat mit den Nationalsozialisten zu tun, er war ein Jude. Und es gibt einen Mann, der ihnen sozusagen dem vergessen entrissen hat. Und er ihn auch weiterhin dem vergessen entreist. Das ist Rainer Marviedel, ein Sozialwissenschaftler aus Hannover. Der sich mit seinem Landsmann, also auch Lessing war Hannover Rana, Zeitzehnes lebens auseinander setzt und über ihn seine Doktorarbeit geschrieben hat und eine wunderbare Biografie geschrieben hat, Rainer Marviedel, Theodor Lessing, eine Biografie im Wallstein-Verlag, die ich sehr empfehlen kann und aus der ich auch schöpfe, aber nicht nur daraus, sondern auch aus den Äußerungen Theodor Lessings selbst. Wer war Theodor Lessing? Theodor Lessing ist 1872 geboren in Hannover, im Dakeiserzeit zur Monarchiezeiten, in eine Zeit hinein, die sehr antisemitisch war. Er wusste gar nicht, dass er Jude war. Zu Hause wurde das nicht gepflegt, das wurde auch nicht hochgehalten, sondern es wurde mehr oder weniger links liegen lassen. Also es war ein ateistisches Elternhaus, man hat den Kindern keinerlei Religion näher gebracht. Der Vater war arzt und die Mutter war Hausfrau und oder auch nicht. Also eigentlich lag sie nur herum und aus Berlinen und las schlichte Romane so beschreibt Lessing seinem Mutter. Vergnügungssüchtig. Vergnügungssüchtig. Beschreibt es sie aber im Grunde war sie eine arme Seele. Die Geschichte war die, dass sie einen reichen Bankhaus entsprang. Erweiler, die sind die Leute und der Vater hat sie geheiratet, weil sie eine Rohrohe mitgehaft hatte. Und er durch unglückliche Umstände und dumme Umstände seiner eigenen Familie aus einer verarmten Familie kam. Also die Großelternfäterlicherseits haben sich da in Schulden gestürzt. Ich will das jetzt nicht auffechern. Theodor Lessing tut das sehr ausführlich, wie so diese Familie in finanziellen Schieflage geraten ist. Jedenfalls braucht er es eine reiche Braut. War die auch Judin, also waren beide Juden. Also man hat auch schon in der Community, obwohl man hatte, ist es schon, man hat trotzdem in der Community geheiratet. Ja, er hat eine reiche Braut geheiratet und diese reiche Braut mochte aber eigentlich gar nicht. Sondern er mochte deren Schwester. Und er hat dann auch versucht, das nach der Heirat noch mal hinzubiegen und die Frau wegzuschicken. Und es ist so ein bisschen wie bei Jakob und Rachell. Ja. Rachell ist die Geliebte und Leer ist die. Die ist die ungeliebte, aber nur mit dem Unterschied, dass dieser Vater hier seine Geliebte nicht bekommen hat, sondern bei der ungeliebten Bleiben musste. Und das hat natürlich die Frau zu spüren bekommen und auch der daraufhin bald geboren werdende Sohn. Und jetzt haben wir das mit Theodor zu tun. Theodor ist geboren worden unter dem Hass seines Vaters. Aber es war sein Kind. Es war sein Kind. Dieser Vater hat also den Sohn, der seiner Mutter, sehr ähnlich sah, von Anfang an gehast und an ihm herum erzogen, bis zum Sadismus. Er wurde sehr viel geschlagen. Er wuchs in einem reichen und wohlhabenden Elternhaus auf, aber er empfand es als die reine Hölle. Er hatte unendlich Angst vor diesem Vater, der eine maximale und absolut uferlose Gewalt über die gesamte Familie und den Hausstand hatte. Alle haben sich vor ihm in den Staub geworfen. Und die Kinder wurden je nach dem, wie seine Laune war, geprügelt oder gestreichelt, gefüttert mit Schokolade oder weggesperrt. Also es war fürchterlich. Es war ein reiner Wildkuhhaushalt. Die Mutter hat nicht wieder Stand. Die Mutter war schwach und dumm. Das muss man so sagen. Ich zeig dir mal, wie die aussahen die Leute. Das sind auch Fotos drin in Marwetus. Wunderbarer Biografie. Es schreibt, glaube ich, viel über seine Jugend gelöst. Es schreibt, analysiert es auch. Ja, ja, es hat ein sehr ausführliches und wahnsinnig spannendes Buch geschrieben. Das heißt, einmal und nie wieder über seine Jugend. Das ist die Mutter mit den beiden Kindern. Die es kam noch eine Schwester. Das ist eher hier der größere. Und das ist der Vater und der ihm verhasste Schwiegervater. Der ihm die eigentliche Braut nicht gegeben hat, sondern er musste bei der. Also, das ist der reiche Schwiegervater. Das hier ist der reiche Schwiegervater. Das ist lang und dumm. Alle haben diese Berte. Die Berte. Diese Berte an Backenbärte und die sich dann wie so ein Dreieck über die Lippen ziehen. Ja, und dann stirn mal diese Haltung an, wie die da aufgestellt sind. Diese Männer. Ja, furchtbar. Und die die auch hier mit den Kindern. Mit diesem leeren Blick sitzt sie da. Eigentlich ist es eine hübsche Frau. Also, mit dem Kürzer schreibt sie hässlich. Ja, sagt meine Mutter, sie hat hässlich aus. Also, es war keine schöne Frau. Sie hat hochgebundene schwarze Haare und blickt etwas leer. Da hast du recht. Aber das ist in den 70er Jahren, sie ist dann diese Eierheim, dann diese Schnür, Korsette an und diese langen Kleider. In schwarz. Und die Kinder haben Röcke an. Also auch jungs, das hat man ja auch. Und er schreibt über seine Mutter. Meine Mutter erledst Schläge mit der Reitpeidche. Wenn ich ihr zu Hilfe kommen wollte, dann erhielt auch ich Schläge. Aber nicht vom Vater, sondern von ihr selber. Denn das war ihre Weise, sich beim Mann ja einzuschummeicheln. Es war jenes Klarensehle, die zufrieden ist, wenn man ihre Ketten fleißig vergoldet. Wahnsinn. Also, er beschreibt es als Höhle 1. Als Höhle 1. Und die Höhle 2. Er beschreibt es als Höhle 1 und vergifteten Mikrokosmos. Und die Höhle 2 war die Schule. Die Höhle 2 war Schule, Prügel und er hat einen Schmerzen.
da auch angefangen zu lügen. Also er hat ein notorisch gelogen, weil er zwischen den Mächten der Lehrer und zwischen der Macht des Vaters immer sich durchlawieren musste. Er brachte überhaupt nichts zu wege in der Schule, er blieb zweimal sitzen und war dann auch deutlich älter, also Abitur machte als seine Klassenkammeraden und er war durch und durch ein Versager und das hat ihm sein Vater auch gesagt. Also er wurde mit dem "Oh Gott, was ich bin geprügelt mit diesem Sohn" und wäre nur meine Tochter, mein Sohn und der Sohn. Die Schwester kam er, die hatte so eine Art sich da durchzuschlängeln, die sehr viel schlauer war als er. Die war auch von der Natur her seinem Vater viel ähnlicher und hatte auch was selbstbewusstes. Während er eben ein Verträumter, nicht ganz bei sich sein da, immer in anderen Zferen, sich verkriechender, in die Natur sich flüchten, dazu den Tieren, zu den Bäumen. Er hatte einen Baum zu dem er mutter, sagte. Also er war ein verlorenes Kind, das zwischen einem hasserfüllten Vater und einer völlig des interessierten Mutter hin und her geschubst wurde. Das war seine Geschichte. Dazu und das beschreibt Rainer Marvédel, der Sozialwissenschaftler ist, aber eigentlich als Historiker, sich hier in der Biografie wirklich hervortut. Dazu kam eine Zeit, diese Kaiserzeit in der ergroß wurde, die war eine Zeit der hohlen Worte und der Uniformen. Also es war ein unendlicher Bombast. Er musste mit den anderen Klassenkammeraden am Straßenrand stehen, wurde da aufgestellt mit der Klasse, wenn bis mag vorbeifuer oder willem der erste und dann hat man gewunken und man durfte nichts böse sagen und durfte nicht mal böse gucken. Und diese ganze opareten Politik und dieses frasen Drescherisse und diese Militarisierung und diese unterdrückten Frauen. Diese unterdrückten Frauen auch, aber auch diese ganze Militarisierung, diese deutschen Großmachtsträume. Das war die Umgebung, in der man politisch aufwuchs. Dazu noch die Industrialisierung, die auch die Natur zerstört hat, woran er sehr gelitten hat. Und jetzt will ich dir mal vorlesen, was Marvédel darüber schreibt über diese Zeit. Woher weich man so viel von seiner Jugend hat ein Buch geschrieben? Das heißt einmal und nie wieder. Und dieses Buch habe ich gelesen und das ist ein tolles Buch, das kann ich nur jedem empfehlen. Es gewährt einen unvorstellbaren Blick in eine Jugend der Kaiserzeit und der Bürgerlichkeit und der jüdischen Häuser, die um sich maximal zu assimilieren, ein möglichst deutsches Bild abgeben wollten. Also und das beschreibt er eben auch. Ich finde wir sollten uns jetzt mal ein Stück aus Marvédels, Biografie des Theodolessings anhören und dann können wir ja weiter reden. Im Inneren des deutschen Reiches aber frassig ein politischer Wahn durch die Reihen der verantwortlichen Repräsentanten und so überlappte sich zufällig Lessingszusammenbruch mit der Krise des Gesellschaftsystems. Die Überzeugung treitschkes, dass der Staat erstens macht, zweitens macht und drittens macht, bedeute, war der Sammel und Brennpunkt der politischen Partikulage walten. Alldeutschen Fanatismus schürend bereiteten sie den Sprung hinaus in die Welt propagandistisch vor, während die militärische Führung des Landes zwischen 1885 und 1888 immer mehr Sonderrechte sich herausnahm und ziviler Ansprüche zurückdränkte. Mit Wilhelm II. betrat ein Kaiser die politische Bühne, mit dem die Theatarlik des politischen in Deutschland eine so noch nicht da gewesener Konjunktur erlebte. Das Spektakel der Reichskründung eröffnete die große Zeit politischer Theatarlik, die Geldcheffel den Parvenüß wollten, Kunst und Unterhaltung und bekamen sie. Und damit verschränkte sich die Politik mit Mitteln der Bühnendramaturgie. Bereits im frühen 19. Jahrhundert hatte man die Auftritts-Karismatischer Politiker mit Begriffen aus der Welt des Theaters auszudeuten versucht. Ausgekochte Politiker in Frankreich und England sahen sich als Künstler der Macht, als Gerissene, retorisch beschlagene Akteure, die ihr Publikum zu fesseln wussten. Den Regierungen, denen nur noch eine politisch entlehrte Repräsentationsrolle zu viel, entsprach eine Repräsentation, die immer auffälliger in stereitralische, operettenhafte Drängte. In dem Maße, in dem die politische Repräsentanz Theater geworden war, hatte sich das Theater zu einer Art nationaler Institution entwickelt, in der der Schauspieler den nationalen Heldenspielte. Der erste Schauspieler seines Staates war seit 1888 Wilhelm II. Er besaß alle Eigenschaften des Unverstandenen vom ergeizzerfressenden Miemen, der rastlos sich selbst darstellen und übertreffen wollte. Der fehlen des Wissen mit Großbrecher Thum überdeckte und Politik als persönliches Regiment seiner impressionistischen Natur verstand. Das von ihm eingeleutete, zeitalter-theatralischen Rausches entschädigte die Schaubedürfnisse der Maßen für erlittene Entbehrungen. Demend mind. deutschen Bürgertum gefiel die Buschumwete gestalt hoch zu Ros, eine chimere politischer Einheit, ein Glaubensprodukt und Kleiderständer, eine repräsentative Puppe. Noch die geringste Bagatelle verwandelte Wilhelm II. in Anglorien um flossenes Spektakl. Das politische Staatssymbol des kaiserlichen Deutschland, der goldene Tombach-Helm, glänzte über einem Wald von Uniformen und ein bürokratisch militärischer Klan verfügte im politischen Chaos der Kompetenzen und Zuständigkeiten über alle lebenswichtigen Fragen. Wilhelm II und sein Liebenberger Kreis, ein aus 20 Personen bestehender Männerbund, hatten die letzte Entscheidung. Der Staat ist in seiner Auflösung begriffen, wenn die subjektive Meinung das substanzielle wird. Heute ist es dann vielleicht so eine Fernseh-Show oder so was, in denen es hier war, der das Theater als muss es zu tun. Wir haben es mit einer Art Fernseh-Show zu tun, vielleicht ist er. Ich habe ja gelesen, dass er auch viele Theaterkritiken geschrieben hat. Vielleicht ist es auch der Wunsch gewesen, diese Art von Inszenierung nicht nur zu verstehen, sondern auch zu kritisieren. Also wenn diese ganze ganze politische Theater eine Bühne ist, aber wir haben ein bisschen heute diese Zeiten auch. Ertier, du erlässigen, hat dann auch gefordert, dass die Politik nie und nimmer einem Einzelnen und sei es der Glügste und stärkste ausgeliefert bleiben darf. Es muss eine Regierung geben, die vom Volk gewählt und bestimmt und kontrolliert wird. Und alles andere ist absolut verantwortungslos, wenn man das Schicksal eines Volkes einzelnen Personen überlässt. Der Liebenberger Kreis, der sich um den Kaiser Wilhelm II. geschaut hat, das war eine Gruppe von mächtigen Adeligen, die ihren Vorteil aus dieser Nähe zum Kaiser zogen, die sogenannte Hofkammerelia, wurde sie auch genannt. Das waren Leute, die zum Teil waren die ganz vernünftig und auch rational zum Teil, waren das einfach nichts Nutze, diese den Kaiser umstanden haben und die es zugelassen haben, dass das Militär letztlich alles ansicht gerissen hat und dass man schon lange bevor der erste Weltkrieg ausbrach, den Krieg vorbereitet hat. Durch Großmanns sucht, durch Deutschmanns tun, durch völlig überblähung des Ego nach dem gewonnenen Krieg gegen Frankreich. Fällt es dann zusammen mit der Gründung der Sozialdemokratie? Ja, die Sozialdemokratie kommt bei die oder lässt sie auch nicht so gut weg, weil sie zu schwach ist und weil sie sich nicht wirklich wert, sondern weil sie sich in vielen Dingen auf zu Frauen kompromissen bringen ist. Aber sie ist sozusagen dann, es beginnt sozusagen die große Zeit der Sozialdemokratie als Gegenüber zu diesen ja feudalistischen Kammer, da feudalistischen Strukturen, wo sich die Eliten bedienen und so das alles, was wir halt jetzt gerade auch wieder einstellen. Deutschland in einen Krieg treiben und durch den sie dann zum Teil noch reicher werden, aber er wirft der Sozialdemokratie vor, dass sie sich nicht genug wert und dass sie letztlich zu schwach ist, um diesen Kräften zu widerstehen. Aber er selber macht dann doch irgendwann mal Abitur er studiert, er wird erst mal arzt und studiert medizin, wobei er immer von einem Skelett namens Baltasar begleitet, das ist ein echtes Skelett, also nicht eins aus Plastik, sondern das bekommt er von seinem Vater geschenkt. Also der Vater will dann doch, dass er in seine. Ja, der Vater ist oder der Abitur hat, okay, wird schon gefeiert, als er dann auch noch das Staatsexamen besteht, da ist dann der Vater so ein bisschen versöhnt mit ihm allerdings kommt gleichzeitig ein großes philosophisches Pseudowerk von ihm raus, was er dann auch später verurteilt wegen schlechter Qualität, wo der Vater dann auch nicht glücklich drüber ist, weil er merkt, wo der so eine ganze Energie gelassen hat, nämlich nicht bei seinem Studium, sondern er ist in. er will dichter werden, er will philosoph werden, er will die Welt ändern, er hat unvorstellbare Träume im Kopf und hat dann ein. Du hast einen Doktor gemacht, weil du wo ein Doktor viel in Erlangen hast. Nein, Erlangen. Jetzt haben wir das auch noch klargestellt. Das war zu deiner Universität, an der die Professoren war. Genau, und da hat er sein Doktor viel eben gemacht. Ja, da hat er sein Doktor viel gemacht, aber das ist jetzt nicht wichtig. Wichtig sind, dass er dann anfängt, Philosophisch zu arbeiten und dass er schreibt. Er schreibt, wie ein, ich hab's ja vorhin gesagt, was alles geschrieben hat. Er war auch als Journalist, er war als Gerichtsreporter. Er war Theaterkritiker, hat aufsetzig geschrieben, Essays geschrieben, er hat sich zu allem und jedem geäußert und oft sehr klug und sehr, sehr weise. Und wenn man das im Nachhinein liest, auch oft profitisch. Deswegen hab ich ihn, ist er für mich ein Prophet. Und er hat eine Idee gehabt und dann kann man schon sagen, dass die sich durchzieht, durch sein Leben. Er hat die Idee gehabt von der Philosophie der Not. Und die Philosophie der Not besteht aus der Idee, dass das Denken, alles Denken aus der Not kommt. Alle Reflexionen entstammt der Not. Wer in Not gerät, ob es jetzt ein Land ist oder ein Mensch, der beginnt, in der Krise zu reflektieren. Und deswegen sind die Juden so unglaublich intelligent, weil sie gezungen sind, als ein Volk in Not immer Lösungen zu suchen, wo es erstmal keine Lösungen gibt. Deswegen hat er sich auch mit seiner Jugend beschäftigt, weil er seine ganze Kindheit als totale Not empfindet. Das erselbe auch. Er kommt aus der Not. Und nicht aus der Geldnot, sondern er kommt aus der selischen totale Not. Aus der totalen selischen Not. Und das ist der Grund, weshalb er sich, das ist ein Jahr vor seinem Tod geschrieben. Das ist einmal und nie wieder, hat er 1932 geschrieben. 33 ist ja schon gestorben. Aber er einzimmt sich in einer Art und Weise, in einer Detaillertheit und in einem kleinen, kleinen seiner Jugend und seiner Kindheit, die er als reine Zeit der Not beschreibt. Ja, also man kann das dann auch, also analytisch sehen, dass er sich selber und dann an diese Erkenntnis, dass er rausgewachsen ist aus der Not und sie dann zur Tugend macht. Auch der Not eine Tugend macht. Kann man sagen, dass er sich selber damit auch analysiert und damit auch erklärt, warum er so produktiv geworden ist. Warum er so gewaltkritisch geworden ist, weil er diesen Hass auf dominante Gewalt hat. Kann man das so sagen? - Ja, das kann man so sagen. Er schreibt in seinem Buch einmal und nie wieder. * Musik * Die Vernunft aber, der Geist, die Wahrheit und Gerechtigkeit, sind geknüpft an die Not oder das ewige Leid. Nur die Not kältet aus dem Naren Tanz der Geschichte den ordnenden Geist hervor. Welcher die Objektiven von Person und Schicksal, Religion und Nation unabhängigen Institutionen schafft. Und die Leidenden, die unbekannten, die Zertretinnen, sind die Träger des Geistes. So gestaltete sich früh mein Weltbild. Und es hat sich bestätigt. Ich habe den Terror und die Suggestion von heute auf morgen die Welt verändern gesehen. Ich habe Mussolini und Hitler erlebt, die fascistischen Götter meiner Tage. Es waren geistig und seelisch, völlig leere, unglückliche Menschen, vorangepeitscht vom Größenwahn. Ich habe auch immer gefunden, das Geschichte und Politik, die Zuflucht der ungedanklichsten Menschen gewesen ist. Kaum je traf ich unter Historikern und Philologen auf einen philosophischen Kopf. Ich habe Männer, die gewissen nie in ihrem Leben ein ernstes, strenges Gedankenwerk wahrhaft erarbeitet und er blutet hatten, ja, die Kaum ihre Sprache, ihre Slandes richtig beherrschten. Als Kultusminister, die ehlendsten Köpfe in Rang und würden einsetzen, die hervorragendsten ins Ehlen stürzen sehen. Und die ganze Professorenschaft und Literatur kuschte, duchte sich und hat gehorcht. Macht, brutale Macht, das ist die einzige Triebgewalt der Geschichte. Sie verkleidet sich als völkisches Wachstum, als Seele, Blut und Landschaft einer Kultur. Die Menschheit selber schafft sich diesen Ozean von Galle und Träne. Blut und Schweiß. Wenn ich das kommentieren, sagen darf, mir fällt natürlich schon ein, dass diese Argumentation aus der Not eine zutiefst jüdische ist. Also nicht nur, weil das jüdische Volk so viel Not erlebt hat, sondern auch, weil die Schriften des alten Testaments natürlich denen, die in Not sind, immer die Zukunftsproferzeien. Die Verlierer sind ja da, die auf deren Schultern die Zukunft legt, die verweisten und die widwen und der Gottesgnechte in keiner, also bei Jesei oder Gottesgreie. Also die Not ist ja da auch der Träger einer humanen Zukunft. Auch wenn er keinen praktizierender Juden war, ist es natürlich ein zutiefst jüdisches Denken. Er hat sich dann später schon damit beschäftigt, also mit dem Judentum. Er hat sich später sehr stark mit dem Judentum beschäftigt und hat auch seine Identität als Juden akzeptiert. Es war ein großer Kampf in ihm, weil er ein großer deutscher Patriot ist. Also die Sägedichte, die er auf Deutschland geschrieben hat, als junger Mann, die Träne quillt, kann ich da nur sagen. Also da ist Blut und Liebe und alles ist da drin, meine Vaterland und so weiter. Letztlich hat er bis zum Schluss so gedacht. Also das wird ihn ja dann auch das Leben kosten. Aber da erzähle ich dann am Schluss davon. Er hat nur dann gemerkt, dass all seine Liebe zu Deutschland, und zur deutschen Sprache, und zu den deutschen Dichtern, und zu der deutschen Kultur, all diese Liebe nützt ihm nichts. Er wird verstoßen, weil er ein Jude ist. Er wird nicht wieder gelebt. Er kommt nicht raus aus dieser Liebe zu einem Volk, das ihn ablehnt. Und es lehnt ihn natürlich nicht nur ab, weil er Jude ist, sondern auch weil er die jüdische Eigenschaft hat, die Wahrheit zu sagen. Das kommt ja hin zu. Also er ist ja ein unbequemer Jude. Er ist einer der gegen den Strom schwimmt, einer der immer was anderes sinkt, wenn der Kuh er schalt. Sondern er ist natürlich bei vielen Juden so. Und dafür sind sie ja auch berühmt und dafür sind auch viele gestorben, dass sie eben sich nicht einrein wollen in die Einheitsfront, sondern in eigenes Licht anschalten und schauen und alles hinterfragen. Und das ist natürlich auch jüdische Tradition. Der Marwehl schreibt über diese Philosophie der Not, dass die Juden derzeit immer schon vorausalten und mit ihrer scheinbar unerschöpflichen Fantasie und Kraft alle Welt verblüften. So dass Neid Hass und Konkurrenz darauf antworteten, konnte nicht darüber hinwegteuchen, wie sehr die Hüßtleistungen auf allen Gebieten der Kultur und Gesellschaft unter oft schmerzlichem Voraussetzungen zustande kamen. Das sah die Einschüchtern, der staunende und Neiterfüllte Umwelt nicht. Du hast erzählt, dass er in der Schule erstmals wahrgenommen hat, dass er als Judi identifiziert wurde. Das heißt, in der Schule, wenn er 72 geboren ist, dann war er ja dann 82. Also, das heißt, ich wusste nicht, dass es so ein starken Antisemitismus bereichst. Es ist ein reiches Rämen. In der Kaiserzeit. Deswegen haben die sie auch alle Taufen lassen. Auch die getaufen Juden. Das hat ihn ja dann später in der NS-Zeit auch nichts genützt. Die Juden haben sich reihenweise Taufen lassen. Auch er hat sich taufen lassen. Er wurde evangelisch. Der Juden hast, den wir bei den Nazis als Mörderischen Hass kennengelernt haben. Der hat getauft. Der ist schon 50 Jahre alt. Ja, das wusste ich auch nicht. Das habe ich jetzt erst in der Auseinandersetzung mit Lessing und mit anderen Juden in diesem Jahrhundert, in diesem fern des Jägle, über die ich in anderen Podcast-Serzele herausgefunden. Mir war das auch nicht in dieser Weise klar. Mir war es nur klar anhand unserer Tante Johanna. Die 1888 geboren ist. Die hatte das auch. Und extrem antisemitisch war. Ja, das stimmt. Ich hab das damals als Kind nicht verstanden. Aber das war ihr Eingeprügelt worden schon von Jugendern. Theodor Lessing schreibt. Ich fühle mich nicht als Jude. Schreibt er 1929. Aber wenn man den Juden angreift, dann fühle ich mich als Jude. Ich fühle mich übrigens auch als Deutscher, wenn man die Deutschen angreift. Ich wollte ein Mal Juden und Deutsche herfallen, über die Zulugkaffer. Dann werde ich den Wunsch haben, ein Zulugkaffer zu werden. Ich könnte es, so mit sagen, ich sei Weltbürger. Aber hinter dem Grenzstein auf der Schusssee nach Lerte hört mein Heimatgefühl schon auf. Da beginnt das feindliche Ausland. Also er hat Hannover. Brass. nie verlassen. Also er hat war zum Studium, glaube ich, in München. Er war geistig immer in Hannover. Auch später wieder in Hannover gelebt. Also Hannover war sein ein und alles. Und er fährt dann fort. Es ist aber auch nicht unwahrscheinlich, dass der Antisemitismus in Deutschland auf einige Zeit die Herrschaft erlangt. Schreibt er 1929. Er war ein Sinn. Danach aber wird Deutschland seine Juden zurückersenen. Wie Spanien sie zurückersennte. Und das Judenreine Deutschland wird noch dünner, noch geistloser aussehen. Aber war ein Sinn. 1929.
Hat er das geschrieben? Spanien diese fartischen Juden, die sind im 15. Jahrhundert ausgewiesen worden. Die müssten sich entscheiden. Darauf bezieht er sich. Genau. Die mussten sich entscheiden, ob sie Christen werden oder auswandern. Und viele sind dann ausgewandert. Das Zitat besagt ja auch, dass er auf der Seite der Angegriffen ist. Er steht auf der Seite der Angegriffen. Und wenn die Deutschen angegriffen werden, dann wird er sich für die Deutschen einsetzen. Und dann wird er sich auch für die Zulughafer in Anfängstlichen einsetzen. Ja, genau. Und sie enttiert. Genau. Weil sie die Unterlegenden und die Angegriffen nennen. Ja. Das ist seine Kategorie. Ja. Es gibt auch noch eine andere interessante Beobachtung, die Marwege hier vorbringt. Und zwar, dass die jungen jüdischen Intellektuellen den Vater so ein Konflikt herauf beschworen haben. Weil sie ihn mit antikapitalistischen Effekten aufgeladen haben. Und da die Väter alle mit Geld recht viel zu tun hatten, lag es nahe, diesen Kapitalismus auf Personen zurückzuführen. So verband sich der Hass gegen die korrupten Väter und die dekadente Gesellschaft mit einem innerjüdischen Selbsthass. Also der innerjüdische Selbsthass, den stellt Theodor Lessing an sich selber auch fest und sagt, von dem bin ich auch infiziert. Weil man es versucht sich zu assimilieren. Also ich werde gehasst, obwohl ich versuchen mich anzupassen und so. Ja und ich habe mich selbst, weil ich in einer Schule groß werde, in einer Gesellschaft groß werde, wo man die Juden halt hast. Ja. Und da ich selber mich erst mal nicht als Jude begreife, habe sich die Juden halt auch. Aber das war dann, dass ich mich selbst hasse. Das, was du mir jetzt gerade vorgelesen hast, associiert bei mir die Vater-Mot-Theorie vom Freude. Ja ja, auch die Vorstellung hatte man muss den Vater mordern, um sozusagen ein Selbst zu werden. Aber das beschreibst du hier als ein Vater-Mot an diesen Patrierchen ein. Kapitalistischen und brutalen Väter. Es geht ja um die Juden. Ja. Und an den angepassten Juden, die sich da in der Gesellschaft sich gemütlich eingerichtet haben, gemütliche Anführungszeichen auf jeden Fall unbedingt dazu gehören wollen. Und waren sie nicht auf Status und Bole fixiert sind. Und dabei nicht merken, dass sie alles verraten und ihre Kinder im Stich lassen. Ja. Dem setzt der entgegen die Philosophie der Tat. Ich habe hier einen Text in Englisch, ist der, ich habe ihn habe ich übersetzen lassen. Von Lawrence Barron, heißt der Theodor Lessing, "Between Jewish Self, hatred and Zionism". Also zwischen Zionismus und Selbsthast. Und da schreibt Barron über Theodor Lessing. Sensibilisiert für das Leiden durch seine belastete Kindheit und seine klinischen Erfahrungen mit Kranken und Sterbenden, er war ja arzt und selber sehr viel krank. Fühlte sich Lessing von der tragischen Lebensaufassung angezogen, wie sie in den Werken des Historikers Johannes Scherr und des Philosophen Arthur Schuppenhauer dargelegt wurde. Scherr lernte Lessing, dass die Geschichte eine sinnlose Kroneg menschlicher Qual und Grausamkeit sei, die von Individuen und Staaten in ihrem Streben nach Macht verursacht werden. Von Schuppenhauer über ein Namen Lessing nicht nur den pessimistischen Glauben an einen blinzerstörerischen Weltwillen, sondern auch die Vorstellung persönliches Leid und eigene begehren, durch Mitgefühl mit und Linderung des Leidens aller Liebewesen zu transzentieren. Der letzte Spruch meiner Weisheit laute mindere Elend. So schloss sich der Kreis, denn in meiner Jugend erkannte ich, dass das Elend die Triebfeeder des Lebens ist. Und als ich älter war erkannte ich, dass es unsere Pflicht ist, es abzuschaffen. Wunderbar. Also das ist seine Philosophie der Tat. Das ist sein Philosophie der Tat. Hat er jemals überlegt nach Israel auszuwandern? Ja, hat er überlegt, aber hat es dann verworfen, weil er eben an Deutschland gekettet war, innerlich. Er war ein Deutscher und er wollte Deutschland niemals verlassen. Ich hätte eine Frage. Ich habe mich ja auch nur sehr perifär mit ihm beobaflächlich, mit ihm beschäftigt. Aber was mich interessiert hat, vor allem jetzt auf dem Hintergrund, was du erzählst, bei der Jugend. Er hat ja dann irgendwie so Reformpädagogisch gearbeitet. Er war ja nicht nur Philosoph, Schriftsteller und Journalist, sondern er suchte auch eine neue Form der Pädagogik irgendwie zu bauen. Ja, auch eine Volkspädagogik zu bauen. Ja, da wollte ich auch noch drauf kommen. Ja, also was er alles an Ideen hat, aber du fällest so viel Tatzags. Ja, ja. Es fing an mit der Anti-Lärm. Mit der Anti-Lärm. Also er hat eine Anti-Lärmverein gegründet, um dem Lärm entgegen zu wirken. Das war eine seiner Ideen. Er hat als Lehrer gearbeitet an einer Schule und hat dort die Pädagogik der Freude durchzusetzen. Oh, er hat ja selber die Pädagogik des Hasses und der Verachtung und des Drucks und der Prügel in der Schule erlebt und hat dann eine Pädagogik der Freude postuliert. Er war ein großer Anhänger des Feminismus. Er war ein richtiger Feminist, weil er auch gesehen hat, wie die Zeit die Frauen verblödet und in Abhängigkeit hält, zu Männern. Da habe ich eine wunderbare Stelle, die würde ich jetzt gerne mal vorlesen. Gerne. Also ich liess jetzt aus der Biografie von Marvel über Theodoressing. Die Frauen seien biologisch geradezu predestiniert, die Leitung und Regulierung gesellschaftlicher Funktionen zu übernehmen. Denn nach Lessingsnotprinzip sind Frauen das Rationale regeschlecht. Ihre Leidensgeschichte befähigen sie zu größeren Beharrungsvermögen zu mehr Geduld und Langmut. Die Not hat eine Rationale Spur. Sie vertieft und befestigt den ganzheitlichen Zusammenhang der weiblichen Identität. Rationalität, Radikalität und Not sind die drei Organisationspunkte der weiblichen Emanzipationsbewegung, die im gesellschaftlichen Zwist gegeneinanderarbeiten Frauen seien sich dessen noch nicht bewusst, dass sie auf etwas abzielen, was nur der äußere Reflex, der immer raffinierteren Arbeitsteilung und Differenzierung unserer Seelen sei. Die akademisch gebildeten Frauen würden schon einen Weg finden, sich zu helfen, doch die durchschnittliche Hausfrau. Was ist mit der? Sie stand in der Regel als ewig-gehetztes übermütetes und langsam verblühendes Geschöpf, weiterhin alleine da. Auf ihr lastetet der ganze Familien-Schut, das Einkaufenkochen, waschenbügeln, Stopfen und Wienern. Und deswegen plädierte Lessing für die Reform der Hauswirtschaft, er plädierte für Kraftspran der Großküchen, zentrale Waschanlagen und andere Erleichterungen für die geplagte Hausfrau. Seine Kritik an den Bohm wie Wohn allüren der E-Emener und sein Verständnis für die Hausfrauen für ihr zerfägt, es zerkochtes und zerwaschenes Leben ist noch immer zeitgemäß. Jetzt kommt Anzitat von Lessing? Unsere Frauen, Altern und Verblühen leisten eine Arbeitsmenge, die kein Mann zu leisten vermöchte und erreichen doch nichts. Als das all dieses Kochwirtschaft, Hauswirtschaft und Kinderpflege ganz unrational, unswegmäßig und dilettantisch geübt wird. Früzeitlich verblüht, unliebenswürdig und verbittert, im ewigen Übermütet und überhetzt sein, im engen Dunstkreis der geliebten Küche, nie zur Selbstverantwortung zum Stolz zum eigens selbst gekommen, so vergeht heute das normale Frauenleben. Ich will euch verraten, was in Wahrheit hinter dieser Wildkür und Zufälligkeit verborgen liegt, Disziplinlosigkeit, Prämitivität und rüppelhafte Unkultur des durchschnittlichen Mannes. Es soll alles nach Laune gehen. Ihr möchtet euch eben gehen lassen, Behaglichkeit ist eure einzige Götting. Ihr schwarzt gar viel von Liberalismus und Freiheit. Aber, gibt man euch die Freiheit sittlich zu sein, dann ersehnt ihr euch nur die Freiheit von aller Sitte. Zufall und Chaos, alleine, Schwäben um die gestalten eurer Hausmütter und Hausfrauen. Die Frau kocht, west reinig lernt und er zieht Kraft ihrer Vorbestimmung und ihres Geschlechts. Heute genauso, wie es ihre Großmütter zur Zeit der Naturalfirtschaft getan haben. Können aber auch jene, die in den Formen des kleinen Haushaltsleiden und verkümmern? Die Notwendigkeit, neue Haushaltsformen nicht einsehen? Nun, dann sollen sie auch nicht klagen. Dann lebt und strebt, meine Dwiegen unter der Türen, neil, all der Totenobjekte. Lebt für die Reinlichkeit eurer Kochtöpfe und Wäsche-Schränke. Strebt für die Tadelosigkeit eurer Reucher und Speisekammern. Fordert nicht, dass ich bewundere, wenn freie Seelen für das Ziel leben, dass das Kotlet gemäß der Individualität der Familie gebraten werde. Und die Gänse haut genauso knusprig gerät, wie Papa das am liebsten hat. Das ist super Text, ein super Text. Vielen Dank für diesen Text. Jetzt wollte ich aber fragen, war er verheiratet und mit wem und was hat seine Frau gemacht? Er hat im Jahr 1900 Maria Stach von Goldsheim geheiratet und hat sie mit ihr auch eine Tochter oder sogar zwei. Die hat ihn dann aber verlassen. Er ist dann mit ihr, als Land Erziehungsein Laubegast bei Dresden gegangen. Und wo er dann auch Lehrer war, wo er diese ganzen Peter Gugig der Freude ersonnen hat. Die hat ihn aber verlassen und zwar ist die mit einem Schuladurch gegangen. Also das war so wie mit Frau Macron, die ihre Familie sitzen lässt. Und mit einem, ich weiß nicht mehr wie alt er war, vielleicht 16.
17 ist die verschwunden. Mit den Kindern. Mit einem Schüler. Das hat ihm einen wahnsinnigen Schlag faszin. Sehr. Und er hat dann später die A-Dag geheiratet. Mit der er dann auch lange und glücklich soweit ich das beurteilen kann. Es gibt so Stellen in seinen Texten, wo ich mir dann denke, war wirklich so glücklich. Es weiß man nicht so richtig, wenn er dann so einzelne. Das war der schönste Moment meines Lebens oder der einzige, an denen es sich zu erinnern lohnt. Und da kommt sie also nicht drin vor. Da habe ich mir dann auch gedacht, war das jetzt ein glücklicher Ehe oder war das eher eine Freundschaft auf Freundschaft? Meine Schade waren nur waren das Kochtops in der Anfangsstehe? Nein, das war eine Kochtopf. Die waren Klug. Die Frauen, die er hatte, waren Klug. Mit denen hat er auch Dinge aus der Taufe gehoben. Und er hat die Volkshochschule zum Beispiel. Er hat ja mit seiner Frau Adda die freie Volkshochschule in Hannover in Hannover linden gegründet, wo er dann auch als Dozent gearbeitet hat. 1907 hat er an der technischen Hochschule Hannover habilitiert und war dort auch immer Dozent und freier Professor, aber kein Angestellte hat nie einen Lehrstuhl gehabt. Und hat deswegen auch nicht daran verdient. Also das war ja dann, das Lehren war praktisch ein ganz winziges Zuprot. Er musste das dann als Lehrer verdienen oder als Journalist oder. Er hat alles möglich. Also er hat nebenher immer geschrieben und veröffentlicht Bücher geschrieben, Artikel geschrieben. Er hat als Dozent an der Universität gearbeitet. Das hat er lange getan. Dann hat er auch noch diese freie Volkshochschule gehabt, ab 1920. Aber Reich ist der nicht gewonnen? Nein, Reich ist der nicht gewonnen. Von seinem Vater hat er auch nicht viel bekommen. Also das war jetzt kein Mann, der hier auf großem Fuß gelebt hat. Hatte er ein zweiter Ehhe noch mal Kinder? Ja, er hätte noch mal eine Tochter. Das habe ich auch irgendwo gelesen. Ich weiß jetzt aber nicht mehr genau wo. Er soll ja in einem Wartessaal, ich glaube, des Dresdener Bahnhofs oder irgendeines Bahnhofs, so eine Vorlesungen über Nietzsche gehalten haben. Also er hat die Volkshochschule wirklich genommen. Ja. Er hat also dem Volk, die Philosophie, im Bahnhof gebrätigt. Im Grunde genommen hatte er vor der Dungheit der Menschensorge. Ja, also er Grunde genommen war seinen Lebensaufgabe eine Freude an der Bildung. Ja, Freude an der Bildung, Freude am Leben, Freude am Lernen, dass er alles nicht hatte. Es ist halt bei ja auch zweimal Sitzengeblieben, obwohl hochbegabt. Er war auch ein großer Pacifist, denn er hat ja diese Aufrüstung überall erlebt und dieses Vordringendes militärs war im ersten Weltkrieg. Ja, er war im ersten Weltkrieg Arzt. Auch, da gibt es auch eine wunderbare Stelle. Ja. Die würde ich dir gerne vorlesen. Er war Arzt in einem Lazaret. Und Marwe die schreibt über ihn, er lebte es als die von Schweiseiter Blut, Verstimmlungen und täglichem Sterben geprägte Hölle, voller schrecklich instellter Menschen, für die meist jede ärztliche Hilfe zu spät kam. Und von denen viele doch ihre schweren Verwundungen helldenhaft ertrogen. Ganz andere hellden er lebte er in einem kleinen Bergstädtchen, wo hinter Tannen versteckt ein Erholungshime für wildgewordene Offiziere lag, die der Frontkolla gepackt hatte. Vorsorglich waren sie aus dem Verkehr gezogen worden, weil sie bereits zu viele Kompanien in den Tod befählicht hatten. Von der Richtigkeit ihres Handelns überzeugt, haderten sie aber nun über ihr unverdientes Schicksal. Ach, du lieber, im Allsanatorium für Kriegstraumatisierte. Ja, also für verrückte. Ja, durchgeknallte. Die waren nicht traumatisiert, die waren durchgeknallt. Jetzt Schreibt er über die, wörtlich Lessing. Da lagen ein Schock deutscher Hälten in den hübschen Grauen, die gestühlen. Und besetzten Kalé, beschossen die Westeninsterkategorale, funkten Regimenter ab und ließen den Lord Gray, den damals verhasstesten Staatsmann an den Galgen knüpfen. Sie sagten Dreschen, sie sagten Deutsche Hiebe, sie sagten Stahlbart, sie sagten eher eine Notwendigkeit und ich fühlte ihnen den Puls. Abends stand ich im E-Folumranken Fensterbogen und über die schwarzen Tannenwälder gondelte der Mond. Die hübschen Blondenschwestern kamen in den Kokettenrüchenhäubchen und verstauten die Hälten in die Futterrale. Da lagen sie freundlich und morteten im Traum. Ich hatte sie aufrichtig lieb, denn ich freute mich, dass ich nicht auf ihr Kommando in den Hälten totzustärben brauchte für das Vaterland. Er hat ja die beiden Seiten gesehen, die in den Krieg geschickt werden, so wie jetzt auch diese russischen jungen Männer oder wie auch immer. Auf der anderen Seite verantwortlichen. Die einen saßen im Sanatorium, E-Folperang mit hübschen Schwestern und die anderen starben wie auch immer. Im Dreck. Im Dreck. Du hört sich das an. Er hat letztlich die Philosophie der Tat. Er ist Eric Kessner hat gesagt, es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Er hat auch einen wunderbaren Satz gesagt, ich glaube nicht an Gott, aber ich glaube an das Wasserklosset. Man müsste eigentlich allen Menschen auf der Welt dazu verhelfen, dass sie eine Toilette haben, eine richtige. Das wäre wichtig. Er war aber das Richtiger als alle Kirchen zusammen. Er war aber kein Maxist. Nein. Nein, er hält das mit so einem großen Irründen. Aber das, was du jetzt sagst, ist Wasserklosset. Das wäre jetzt klassisch Marx. Aber es wäre auch Christentum ehrlich gestern. Es ist einfach eine Idee, dass man anderen Menschen gut tun soll und dass der einzige Sinn des Lebens ist. Nicht das nützt mir, sondern wem nütze ich. Wunderbar. Wer hat mich nötig? Das sagt er. Wer hat mich nötig? Was habe ich nötig? Alles andere ist sinnlos. Und auch Historiker deuten einen Sinn in das Chaos hinein. Was er für völlig überflüssig und schändlich hält. Auf die Historiker ist er nicht gut zu sprechen. Nährte Historiker des 19. Jahrhunderts waren ja, der muss sozusagen die Geschichte als ein einzigen Aufweg gesehen. Und so. Und die Philosophen zum Teil auch. Und die Philosophen auch zum Teil. Und da hat er natürlich recht, also er ist ja in dem Sinne, also du sagst er, ist ein Pacifist. Und er ist in dem Sinne ja auch ein Heiliger als er ein Mertöre ist. Er ist ein richtiger Mertöre. Das kann man sagen. Und ich erzähl dir jetzt, wie es dazu kam. Es begann mit Hindenburg. Hindenburg war im ersten Weltkrieg Generalfeld Marschall. Wir hatte von 1914 bis 1918 die oberste Heeresleitung inne. Und er nannte Hitler 1933 zum Reichskanzler. Genau. Er war der Wegbereiter. Ja, er war einer der Wegbereiter Hitler. Er war auch der Erfinder der Dolchstoßlegende. Ja. Also der Behauptung, wir waren im Felde ungeschlagen. Deutschland hätte den ersten Weltkrieg gewonnen. Wenn nicht im Hintergrund die Sozialdemokraten und andere Gesonse da die Moral des Volkes aufgeweicht hätten. Was natürlich eine Lüge war. Er hat mit seinem Generalmajor und dem Stabschef im ersten Weltkrieg Ludendorf. Hat er zusammen so eine Art Militärdiktatur im ersten Weltkrieg errichtet. Also der Kaiser hatte überhaupt nichts mehr zu sagen. Die beiden haben Deutschland regiert, beziehungsweise ins Unglück gestürzt. Und am 26. April 1925 wurde Paul von Hindenburg zum Reichspräsidenten gewählt. Also unglaublich, oder heute sieht man das. Diese Spur der Schuld, das der dann nach dem ersten Weltkrieg noch mal Karriere macht. Und zwar in dieser Art. Ja. Wäre vielleicht heute nicht mehr möglich? Das weiß ich nicht, wenn sie da einen Trump auch unglaubliche Dinge, was möglich ist durch das Volk. Und wie das Volk seinen eigenen Metzger wählt. Also der Untergang des Theodor Lessing begann mit einem Porträtasser über Hindenburg-Schrieb. Paul von Hindenburg wurde am 26. April 1925 Reichspräsidenten. Aber vorausschicken will ich, dass Lessing ein großer Botaniker des Geistes war. Also er war besessen von unaus schöpflichem Hunger nach Einsichten in neue Feinheiten, Abgründe, Dunkelheiten, Geheimnisse, Kontraste, Lebenslügen und Schlupfinkel. Mar-Regel schreibt, es sei aber zu befürchten, so Theodor Lessing Mitte der 20er Jahre, dass sich die moderne Zivilisation immer mehr, einer Physiognomik des Blödsinn's angleiche. Und man in Amerika schon das technokratisch gesteilte Männer-Gesicht erlebe, das nie entspannte, glattrasierte, energiestrotzende Schoförsgesicht. Und alle Frauen werden bald aussehen, wie gut gepflegte, schöne kalteerze Gebantagatz. Da musste ich an Melania Trump denken. Die Urgesicht der der Erde, aber sieht man nur noch da, wo Verworrenheit herrscht, Armut, Laster, Schmutz. Und das nun ist das große politische Problem der Erde. Schreibt Lessing. Jedes Antlitz, jeder Leib sind nieder Schläge der Geschichte. Denn jedes Antlitz, jeder Leib sind nieder Schläge der Geschichte aus der sie wurden. Und es Zeit alt hast, dass durch sich ihn durchgestrümmt ist. Das ist wunderbar. Und wie die Physiognomie der Häuser und Paläste, so ist auch das Antlitz des Menschen. Das glaube ich, genau, das stimmt. Und das stimmt. So 100% die Schäge. Die ist oft veranlass. Die Tugenden, großer Männer, unseren riesigen chinesischen Wesen zu vergleichen. Sie nehmen sich prachtvoll aus und haben etwas ungemein dekorallt.
und ihre Artie des Ansichs, ihrer Maschigkeit und ihrem Werte nachzuurteilen, möchte man glauben, sie sei nützlich. Aber schaut man in Tausende von ihnen hinein, so wird man darin nichts sehen als Staub und Spinweben. Und dann hat er das an Hintenburg angewendet. Ja, und jetzt kommt angewendet. Genau, jetzt hat er jetzt an Hintenburg angewendet. Und er hat über Hintenburg den großen Erfinder der Deutsch-Stoslegende, den großen Chef der obersten Heeresleitung der 1914 bis 1918, das Land ins Unflück gestürzt hat, und der dann später 1933 noch Hitler zum Reichskanzler ernannt hat, diesen Hohl von Hintenburg hat erportretiert, als der gewählt worden ist. Und das ist die berühmteste aller seiner Schriften. Das war 25, oder? Das war am 26. April 25 wurde der Gewerb, und kurz danach erschien ein Porträt von diesem Hintenburg. Und da heißt es, "Lessing beurteilt Hintenburg als Sozialfüseognomischer Beobachter". Wir haben es ja gerade schon für das Gesicht. Und hebt die verschiedenen Schichten von Hintenburgs Erscheinungen voneinander ab. Das eine Spektrum dieser Illusionsfassade, also als Enzitat, umfasst alle die Eigenschaften, die man in der nationalen Öffentlichkeit als die einzig waren, wesensmärkmale Hintenburgs zu erkennen, meinte, ernst, gediegen, einfach geratlinig, treu und warmherzig. Eine Mann ist gestalt mit einem guten Schweren, die mütigen Antlitz ein braver Soldat. Eine klare, wahre, redliche und verlässliche Natur, warmherzig und naiv, ein Mann des Dienstes treu gläubig und einfältig. Aber schon in dieser Aufzählung fallen einige problematische Punkte auf, zum Beispiel naiv und einfältig und treu gläubig. Der zweite Schritt öffnet dann tatsächlich den Zugang zu dieser vieldeutigen Figur. Im rückspiegenden Blick seiner Begegnungen mit Hintenburg schildert Lessing seine Gefühlsreaktionen, Rührung, erstaunen über den Grad von Kindlichkeit, gemischte Gefühle angesichts der Einfalt, dieser historischen Figur. Im dritten Zugang der Analyse aber wird deutlich, dass Lessing Hintenburg als massenpsychologisch bedeutsamen Mütter studiert. Der ähnlich wörxam werden könnte Winapoli und der dritte. So beschreibt er die Illusionsfassade des Hintenburg. Er sei ein Mensch, der nicht loskomme von der Begrenzung seines Selbst, ein eingespundeter. Auf einer Stufe der Entwicklung stehen geblieben, bei dem es auch nichts zu entwickeln gebe, nur unbedenkliche Entfaltung eingebohrner Vorurteile. Hintenburg fühle sich dem Gesichtskreis der sauberen und gehaltenen Menschenschicht zugehörig, und das als deutscher Preise Christmonnaiszoldatkameraat. Lessing vermag aber nur auf ihn zu blicken, wie auf eine Blume, ein Tier, und begreift dabei die Doppelnatur alles lebendigen. Fühlt die Komik und das Bedenkliche dieses Mannes, der, zitat, jetzt kommt Lessing im Auto mit der ganzen Schönheit der Unwissenden, durch Meere von Blut und Ströme von Galle, über Berge von Hindernissen, Kinderleicht hinwegstreitet, von ungeheuernd verantwortungen bedrückt und doch im Kerne unverantwortlich. Welcher Mensch, eignet es sich besser zum Fetisch zur Statue, zum Symbol-Frag-Lessing und erinnert daran, dass dieser Soldat mit den Mitteln seiner Zeit mehr Menschen, um der ideale Willen in den Tod schicken konnte als Alexander, Cesar und Attila. Ich will nicht sprechen von der Unmenschlichkeit und dem warmherzigen Egoistentum dieser naiven Selbstgerechtigkeit schreibt Lessing. Und dann setzt er am Wundenpunkt an, nämlich an der politischen Unmündigkeit des Hintenburg. Dieser Mann werde sich als unpolitischer Soldat immer demjenigen zur Verfügung stellen, der seine eingefleischten Vorurteile bestätige und ihm eine Dienerrolle zuweise. Gewiss, Hintenburg, sei durchaus als Bernhard Diener, als Treue Seele zu würdigen, aber nur gerade so lange als ein kluger Mensch da ist, der ihn in seine Dienste spand und apportieren lehrt. In Freiheit würde aus ihm ein Führungsloser Wolf. Im Moment sei der Marionettenspieler Ludendorf einer der übelsten und böses Natur in der Weltgeschichte. Also, ich buludendorf war Generalmajor und Stabschef im ersten Weltkrieg und war zusammen mit Hintenburg die Militärdiktatur und der Zeit des ersten Weltkriegs praktisch durchgesetzt. Da hatte der Kaiser nichts mehr zu sagen. Lessing beschließt seine charakterologische Spektralanalyse mit fünf Sätzen, die ihn bekannter gemacht haben, als alles was er sonst geschrieben hat, erschreibt. Nach Plato sollen die Philosofenführer der Völkas sein. Ein Philosof würde mit Hintenburg nun eben nicht den Tronstuhl besteigen. Nur ein repräsentatives Symbol, ein Fragezeichen, ein "Sero". Man kann sagen, besser ein "Sero" als ein "Nero". Leider zeigt die Geschichte, dass hinter einem "Sero" immer ein künftiger Nero verborent stehen. Wahnsinn. Das ist natürlich Hitler. 33 hat er ihn zum Reichskanzler gemacht und damit Deutschland erledigt. Aber er hat es 25 geschrieben. Er hat es 25 geschrieben, also der "Nero hinter dem "Sero" warnt es hin. Deswegen nennst du in den Propheten. Ja, unter anderem. Und er schreibt selber über seine Verbindung zu Hintenburg. Und das hören wir uns jetzt an. Es fügte sich in meinem späteren Leben immer wieder, dass ich Gelegenheit hatte, die in der Jugend empfangenen Geschichtszweifel bestätigt zu finden. Ich sah manche Vorgänge, viele Personen aus nächster Nähe, die zu wahrbildern und Gleichnissen für unseres Vaterlandes Kultur, für unseres Volkes Geschichte geworden sind. Meine ganze Jugend hindurch kannte ich die Familie von Hintenburg, deren Oberhaupt, nachmals Sinnbild aller deutschen Treue und Mannhaftigkeit, als junger Offizier unserer Reitschule, meines Vaters Patient war. Und als alter Herr nach seiner Pensionierung, abermals in unserer Nachbarschaft wohnte. Niemals hätte ich mir vorzustellen, vermocht, dass dieser Enge, gut mütige, übrigens Lenksame und gar nicht auf Treue und Edelmut gestellte Mensch, mit der geradelinigen Seele eines schwer arbeiters, der einst zum Repräsentanten Deutschlands, ja, nach der grausamen Masuren schlacht, der ab Gott des ganzen Volkes werden könnte. So sehr verdrängte die aus Glaube und Liebe des Volkes geworbenen Mütten gestalt, die Wahrheit des empirischen Menschen, das sich Brot und Amt und fast das Leben verloren, als ich den Versuch warkte, mit ein paar bescheidenden Worten, auf die mir ganz klare und deutliche Wirklichkeit des Menschen hinzuweisen. Damit mein ich jetzt den Artikel. Den Artikel, den er veröffentlicht hat, weil er dann nämlich sein Job verloren hat. So ist es, das kommt gleich, ja, ja fährt jetzt fort. Das Volk kann sich seine Idole und Götzen nicht nehmen lassen. Ich habe die Hälden der Kriegsjahre und die Götzen der Revolution aus Nahar Nähe gesehen. Ich war als Jüngling bei Bebel und Singer, den Führern der Sozialdemokratie. Ich verhandelte oder briefwechselte mit Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, habe mit Noske, Lehdebur, Otto Braun in nächster Nähe zu tun gehabt. Es war immer ganz anders, als es sich in den Spiegeln der Geschichte Kletterer und Meinungsmacher Spiegelte und in der Regel viel banaler, dummer und albana als irgendwer Arnte. Die wahrhaft großen Menschen, die starken Seelen und hohen Geister, die ich kennen lernte, gehörten nicht der Geschichte an. Ja, ich habe gesehen, wie eine Horde von Rolingen, Machtstrebern, Menschenquälern, Fäme-Mördern, Morfinisten, Pederasten und Frasen machen. Männer gestalten, deren gleichen ich oft gesehen hatte in Zuchthäusern und ihren Häusern, sich zu Gipfeln der Folkheit, zu Führern der Geschichte aufwarf. Und es wurde ihnen geglaubt. Was ich beim Nachlesen gesehen habe, dass das Grund war, dass er von der Universität geflogen ist und deswegen wäre der Batte, wo stehen die Universitäten, wie wird er gelehrt und wie spricht man über dieses und jedes Ausschlussverfahren gemacht werden. Nicht nur in Amerika, sondern auch bei uns, dass sich an den Universitäten der Zeitgeist ein bisschen festmacht. Die Kritik an Hindenburg brachte ihm letztlich den Tod. Was dann anfing danach, war eine unvorstellbare Hetzjagd, die auf diesen Armenprofessor öffnet, wurde durch die Studenten. Die Studenten, vor allem die in schlagenden Verbindungen, aber auch die anderen waren alle rechts. Das war alles ein rechtsradikales Pak, das muss man so sagen. Und die haben nicht nur gegen ihn gestenkt und geschrieben und geschmiert, die haben ihn angeschwärzt bei der Leitung der Universität, die haben ihn in öffentlichen Schriften fertig gemacht, die haben seine Vorlesungen beukutiert, die haben sich sogar davor gestellt und haben niemanden reingelassen in seine Vorlesungen. Und wenn er dann doch eine Vorlesung hielt und er ist immer hingegangen, er hat immer und das ist ein unglaublich, wenn man das bei Marwill nachniesst, es kommen einem die Tränen, wie dieser Mann jede
Und jeden Dienst an seinem Pult stand und die Vorlesung gehalten hat. Dann flogen die Steine rein. Er hat dann um Hilfe gebeten bei der Staatsanwaltschaft. Das ging aber nicht. Die Staatsanwaltschaft hat keinen Finger gerührt, weil er sie vorher angegriffen hatte, in diesem Prozess, die den Serienmörder, mit dem ich diesen Podcast hier eröffnet habe, diese Folge. Das ist aber eine andere Geschichte, die erzähl ich ein andermal. Hier ist es so, dass er von Feiglingen und Hosen scheiss an umgeben war und niemand, niemand hat für ihn die Hand auf dem Weg. Es hat keinen Polizeischutz bekommen. Null, Universitätsleitung hat ihn nicht geschützt. Er hat ihn, diese Beukottöre machen lassen. Man hat die machen lassen. Man hat dann immer wieder sie am Mann, lasst das mal sein. So ja, aber das war es dann auch. Und die haben nie irgendeine Konsequenz zu spüren bekommen und durften dann haben sich dann ermuntet gefühlt und haben den gejagt. Wenn er spazieren gegangen ist, der Rante um sein Leben. Weil hinter ihm eine brüllende Studententruppe er war, die ihn tot geschlagen hat, er ist er. Er hat sich in Kaffee es geflüchtet und die nicht deswegen der Hintenburgartikel ist das eine. Aber man hat ihn ja dann auf den Juden reduziert. Dann war es plötzlich der Juden. Dann war es der Juden, oder? Ja, und da war natürlich der Freitänker, er war der Kaputtreder. Das großen tollen Hintenburg, der übergießt alles mit Kot, weil er hier den Hintenburg kritisiert hat. Und er musste dann tatsächlich zurücktreten. Er hat sein Amt aufgegeben, verloren. Weil die Studenten gesagt haben, okay, wenn der hier nicht weggeht, dann treten wir massenweise aus der Universität aus und wechseln nach Braunschweig. Gehen in eine andere Universität. Und das hat der Universitätsleitung so eine Angst gemacht, dass sie dann tatsächlich zu ihm gesagt hat, er soll gehen. Er ist dann auch gegangen. Und musste dann wenige Jahre später, nach der Machtagreifung sowieso das Land verlassen. Aber die Mordgelüste, die gab es schon seit 1925, dass er um sein Leben für ihn musste. Im Dezember 1932 gab es bereits offene Drohungen gegen Lessing, also gegen sein Leben. Und am 1. März 1933 drang die S.A. bei ihm einen, und verzerstörte alles bei ihm zu Hause. Also es war nach der Machtagreifung. Direkt nach der Machtagreifung. Es war aber schon geflogen. Okay, es ist also einer der ersten Feinde, die man identifiziert hat. Ja, war glaube ich dann auch das erste Opfer. Okay, da war das erste Todesopfer. Er ist dann, weil er eben auch von Deutschland nicht lassen konnte, ist er nicht weit geflogen, sondern nur über die Grenze in die Tschechersloberkai nach Marien wart. Und liebte 20 Kilometer von Deutschland entfernt in der Villa Edelweiss. Man hat auch gesagt, also geht doch woanders hin, aber er wollte unbedingt da bleiben und er wollte und das schreibt auch Marweel wunderschön drüber und das les ich dir jetzt vor. Warum er nicht geflogen ist? Es lag ihm auch viel daran über die Politik in Nazidoltschland zu reden und zu publizieren. Ein Lessing, der in Peking als Professor für Philosophie gelebt hätte, wäre innerlich abgestorben, denn er hätte keine Einwirkungschanze mehr gehabt. Wäre abgeschnitten gewesen von diesem Sonderbahnen, Vaterland, das Erliebte und dessen kulturelles Erbe er gegen die NS-Verbrecher verteidigen wollte. Also das lieben, weil er einfach ein Patriot war. Weil er über Deutschland schreiben wollte. Er wollte die nicht sich selbst überlassen. Nein, und er hat er weiterhin deutschsprachigen Zeit im Kraknis gegeben hat in der Tschechersloberkai geschrieben. Und 30. August 1933 hat man ihm dann zwei Mörder geschickt. Drei sogar, die haben eine Leiter mitgebracht und haben die an seinem Haus angelegt und als er abends in erster Stock in seinen Schreibbüro ging, da sitzen die Flinden an und schossen ihm zweimal in den Kopf. So ist er umgekommen. An die 30. August 1933. Okay, angeblich gab es aber auch ein Kopfgelder auf ihn. Es gab einen Kopfgelder auf ihn. Das haben die dann auch kassieren wollen oder auch kassiert. Und zwar 80.000 Mark. Und darüber hat Lessing geschrieben, mein Gott, was habe ich ein langes Leben lang über meinen Kopf hören müssen? Auf der Schule hieß es, es sei kein Lernkopf. Auf der Universität, er sei ein Wirkopf. Die Kollegen sagten, er sei ein Querkopf. Ein Kritiker schrieb, er sei kein politischer Kopf. Ein anderer, kein historischer Kopf. Wieder andere, mein Kopf erfällt ihm gewisse Organe. Zum Beispiel das Organ für Metaphysik. Für den Mythos, für das kosmische, für Mathematik. Kurz, alles an meinem Kopf war negativ. Ich zerbrach mir den Kopf und verdiente nichts damit. Und nun 80.000 Reichsmark. Auf meinem Kopf. Und dieses Glück haben andere mit meinem Kopf. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass mit meinem Kopf so viel zu verdienen sei. Super. Ja, aber dann ist er umgebracht worden. Und die Mörder, die haben so gebracht worden, die Mörder einer ist nach Ende der NS-Zeit gefasst und verurteilt worden. Und der andere ist in der DDR untergetaucht. Und es verstarrt da friedlich in einem sozialistischen Bruderland. Und jetzt wollte ich noch einen Schlusswort vorlesen über ihn. Und zwar ein Gedicht, das er als junger Mann geschrieben hat. Und ein ganz wunderbares Stück, mit dem ich jetzt beenden möchte, unsere längliche Unterhaltung über Herrn Lissing. Er hat über sich geschrieben, unterleiden bist du entstanden. Die Eltern haben sich gehast. Unterleiden bist du entstanden, geboren unter Beschwerden. Nun geh um Missverstanden und tot geschwiegen zu werden. Ich war zähnst das nicht traurig. Ja, das ist. Das hat er als junger Mann geschrieben. Das hat er als junger Mann über sich geschrieben. Also bei einem großen Misserfolg. Aber ich finde, und er ist eigentlich dann auch tot geschwiegen. Ja, ja, ja, ja, es hat mit ihm versucht, ihn auszulöschen, haben ihn verbrannt. Also es ist alles seine Werke und so weiter. Aber es ist nicht gelungen. Es ist ihn nicht gelungen. Er hat in seinem Buch, das heißt, untergang der Erde am Geist der Macht erlieten. Die verfluchte Kultur der Maschine. Es hat er 1921 geschrieben. Da schrieb er. Wir sind nicht diese Kultur, sondern wir dienen ihr. Sie ist nicht offenbar um eines Lebens, sondern das Notwerk eines Wollens. Wir sind die Hörigen aller ihrer Güter und Werte. Der Wahrheit des Rechtes, des Vaterlands, des Staates, der Familie, der Ehe, der Menschheit. Im Dienst, alle dieser idealen Gewalten, wurde das reale Leben zur allerer Alztenhöhle. Wer in dieser ebenso lauten als Liebe armen Vernunft wählt, hat noch einen Willen. Selbst der eiserne Wille eines Ludendorf und Hintenburg ist der Wille von Sklaven. Wollen wir den Krieg? Wollen wir die Revolution? Beides kommt, ob wir das wollen oder nicht. Die Maschine ist uns über den Kopf gewachsen. Und es ist der selbe Notzwang. Welcher gestern das Abendland hineintrieb in die Kriege der Soldaten und Nationalstaaten, welcher morgen uns Peitschen wird in die Kurzartmigung verzweiflungsschlachten, eines unsagbar hoffnungslos angewachsenden Weltproletariats. Es gibt zuletzt nur einen einzigen Punkt, von dem aus die Welt, die uns überkommen wird, steht sich der Verjüngung und Erneuerung gewiss ist, die aller eigendste Einmalige allein lebende Seele. Einer muss umkehren und mit der Liebe anfangen. Ganz schön. Ja, vielen Dank. Ich habe viel gelernt, vor allem nicht nur über den Mann, sondern auch über die Zeit, in der der geliebt hat. Das ist eine forschbare Zeit gewesen. Ja, für eine forschbare. Und jeder, der sich danach zurücksehnt und jeder, der sagt, "Ahh, Bauhaus, wie schön!" Und jeder, der sagt, "Ach, diese tollen Krenolinen!" Und weil sie toll aussahen damals. Und jeder, der sagt, damals, war noch die Welt in Ordnung. Da fuhr man noch mit Kutschen rum, dem wünsche ich einen Blick ins Leben. Ja, auch dieses Schardt. Auch dieses Schardt für Ideologisierung, die da beschrieben wird, wo man auch ein bisschen parallel zu heute sieht, an den Universitäten oder wo auch immerhin. Dass da doch die herrmethische Ideologisierung so stark ist und dagegen hat er ja unglaublich angeschrieben. Vielen Dank für dieses Kennenlernen, dieses Schardt. Mein Heiliger. Dein Heiliger, ich finde, das ist ein Heiliger Mertörer. Ja, er hat es verdient. Tschüss. Und nächstes Mal haben wir eine Heilige. Die kommt von meiner Schwester Johanna. Auch eine Frau wirklich am Rande des Nervenzusamens. Ja, verrückt. Aber eine tolle Figur. Und auch meine Freundin, wenn alle in einem Monat wieder dabei sind, wenn es heißt, unsere verrückten Heiligen. Unter Pfarrastöchtern ist ein Podcast der Zeit. Produziert von Poolartists. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Theodor Lessing (1872–1933) war ein jüdischer Philosoph, Publizist und Prophet, der heute weitgehend vergessen ist, was auf die NS-Vernichtungspolitik zurückgeht.
Er wuchs in einem gewalttätigen Elternhaus auf
Seine „Philosophie der Not“ besagt, dass alles Denken aus der Not entsteht – eine Erkenntnis, die er aus eigener seelischer Not ableitete.
Lessing war ein scharfer Kritiker des wilhelminischen Kaiserreichs, das er als „politisches Theater“ und „Operettenstaat“ entlarvte, angeführt von Kaiser Wilhelm II. und dessen Liebenberger Kreis.
Er verfasste ein umfangreiches, unübersichtliches Werk zu Philosophie, Pädagogik, Medizin, Theaterkritik und Justiz – unter anderem als Gerichtsreporter.
Seine Biografie wurde von Rainer Marwedel in einer empfehlenswerten Biografie (Wallstein-Verlag) wieder ins Bewusstsein gerückt.
Summary:
Theodor Lessing, geboren 1872 in Hannover, war ein vielseitiger Denker, Publizist und Philosoph, den die Nationalsozialisten 1933 ermordeten und fast vollständig aus dem kollektiven Gedächtnis tilgten. Seine Kindheit beschreibt er als reine Hölle: Der Vater hasste ihn, die Mutter war schwach und gleichgültig; er wuchs in einem gewalttätigen, reichen Elternhaus auf und suchte Zuflucht in der Natur. In der Schule war er ein Versager, blieb zweimal sitzen und litt unter der Militarisierung und dem Bombast der Kaiserzeit.
Lessing entwickelte die „Philosophie der Not“: Alles Denken entstehe aus existenzieller Not – eine Erkenntnis, die er aus seiner eigenen seelischen Not gewann. Er kritisierte scharf das wilhelminische System, das er als politisches Theater entlarvte, angeführt von Kaiser Wilhelm II. und dessen Hofkamarilla.
Sein Werk ist unübersichtlich, aber prophetisch: Er schrieb über Philosophie, Pädagogik, Medizin, Theater und Justiz, unter anderem als Gerichtsreporter, der mit der herrschenden Justiz abrechnete. Dank Rainer Marwedels Biografie wird Lessing heute wiederentdeckt. Er starb 1933 unter entsetzlichen Umständen durch die Nazis.
FAQs
Theodor Lessing war ein 1872 geborener Publizist, Schriftsteller, Denker und Philosoph, der als Prophet galt, weil er Dinge sah und aussprach, die keiner sah und die bis heute aktuell sind.
Er wurde 1933 unter entsetzlichen Umständen von den Nationalsozialisten ermordet, die seine totale Auslöschung anstrebten, weshalb sein Werk weitgehend in Vergessenheit geriet.
Die Philosophie der Not besagt, dass alles Denken aus der Not entsteht: Wer in eine Krise gerät, beginnt zu reflektieren und Lösungen zu suchen, was die außergewöhnliche Intelligenz der Juden erklärt.
Er wuchs in einem reichen Elternhaus auf, litt aber unter einem hasserfüllten und gewalttätigen Vater sowie einer schwachen, desinteressierten Mutter, was er als 'Hölle' und 'vergifteten Mikrokosmos' beschrieb.
Sein umfangreiches Werk umfasste Philosophie, Pädagogik, Lebensreform, Medizin, Nietzsche-Begeisterung, Wagner-Kritik, Theaterkritiken und sogar einen Anti-Lärmverein.
Rainer Marwedel, ein Sozialwissenschaftler aus Hannover, hat mit seiner Biografie über Theodor Lessing im Wallstein-Verlag dazu beigetragen, ihn vor dem Vergessen zu bewahren.
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