Go back

Die Gattungen: #3 Die Sinfonie – Königin der Klassik

from Klassik für Klugscheisser

45m 32s

Die Gattungen: #3 Die Sinfonie – Königin der Klassik

Die Folge „Klassik für Klugscheiser“ untersucht die Bedeutung und Entstehung der Sinfonie, beginnend mit der griechischen Wurzel „sympfonia“ (zusammenstimmen) und ihrer Entwicklung in lateinischer und italienischer Sprache. Es wird gezeigt, dass „Sinfonie“ nicht einheitlich geschrieben wird – unterschiedliche Varianten wie „Sinfonie mit F“ oder „mit M“ dominieren je nach Region und Rundfunkanstalt. Historisch war die Sinfonie ursprünglich eine Vorband zu Theaterstücken oder Opern, bevor sie sich zu einem eigenständigen Werk entwickelte. Ein prominentes Thema ist der „Fluch der neunten Sinfonie“, bei dem angeblich viele Komponisten während der Komposition sterben – ein Mythos, der wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist. Gustav Mahler verwarf seine neunte Sinfonie und nannte sie „Liebesträume“, weil er diesen Glauben teilte. Auch moderne Komponisten wie Shostakowitsch verbinden politische und persönliche Themen in ihren Werken, wobei die Intensität der Musik, besonders bei Live-Auftritten, tief emotionale Wirkungen auf Publikum und Dirigenten hat. Die Folge betont, dass Musik eine Vielzahl von Faktoren – sprachliche, historische, emotionale und kulturelle – berücksichtigt, und aufzeigt, wie Wissen, Sprache und Glaube miteinander verbunden sind. Die Diskussion über die Schreibweise und die Bedeutung der Sinfonie zeigt, dass musikalische Gattungen nicht nur technische, sondern auch menschliche und emotionale Dimensionen haben.

Transcription

3888 Words, 23693 Characters

German
[MUSIK] ARD Sounds [MUSIK] Hallo, reichert? Hey Laura! Bist du bereit für die Symphonien? Ich war noch nie bereit da. Schmeiß schon was Migro an, ich bin gleich da, Ulrich. [MUSIK] Hallo, und herzlich willkommen zu "Klassik für Klugscheiser", unsere letzten Folgen. Du fängst dir unser Dorf-Fahrer-Fahrer-Fahrer. Ja, es hat ja gerade alles an uns bieten. Jetzt kommt dann gleich da bloß für mir vor, wo wir mal gehen. Nein, nein, nein. Hallo und herzlich willkommen zu "Klassik für Klugscheiser", unsere letzten Folge. In unserer Minirei-Zugatungen. Wir sind vor dem Abschluss und mittelbar davor. Wir stiegen vor dem Abschluss. Ja, eure Dozenten, heute heißen "Lauri Reichert" und Professor Dr. Dr. H. C. Ulyknapp. Hallo, heute wartet noch die letzte Vorlesung auf uns. Es wird episch, es wird fulminant, es wird klassisch natürlich, es wird aber auch aber gläubisch und ein bisschen spooky. Ja, wir bringen das Sinn zurück in die Phonie. [MUSIK] Den fauf, den bin ich stolz. Und wir bringen den Sinn zurück in euer Leben. Es geht heute bei uns um nichts weniger als den Sinn der Musik. Die Königsdisziplin in der Komposition auch "Sin Phonie" genannt. [MUSIK] [MUSIK] [MUSIK] [MUSIK] Ja, mir ist vorkam bewusst, dass wir unsere jahre technische ganz weit daneben befinden, aber ja, es hat einfach zu schön gepasst. Der Titel passt natürlich auch wunderbar. Die "Bitter Sweet", "Sin Phonie" von "The Wurf". Vieles ist das zum Beispiel ein wunderbarer Pop-Song, aber anders als der Name "Es vermuten lässt", ist es keine Sin Phonie. Das hier ist eine Sin Phonie. [MUSIK] [MUSIK] [MUSIK] [MUSIK] [MUSIK] [MUSIK] [MUSIK] [MUSIK] Es ist wirklich einfach eine hittige, sehr, sehr hittige Sin Phonie mit ganz vielen, ganz tollen Melodien und super schön dynamisch und alles irgendwie drin hier haben wir gerade gehörten aus dem ersten Satz. [MUSIK] [MUSIK] [MUSIK] [MUSIK] Das war James Horner aus Troy, so heißt das Ganze im Englischen, und wenn wir jetzt das Finale von Schuster Koblitz-5 der Sinfonie uns anhören, dann werdet ihr irgendwas merken. [Musik] [Musik] Könnte man die Ventuell-Ehrlichkeit nöcke. Ja, das war das Finale von Schuster 5 der Sinfonie, ja, bis er ähnlich und auch ein bisschen dreist. Aber es zeigt diese Gartung, diese Sinfonien, die sind so gewaltig, dass sie bis heute nicht überholt werden. Aber jetzt mal ganz kurz alles auf anfangen. Okay, du hast das nicht anders gewollt. Jetzt hast du mich die letzten Folge über zu den Gartungen so oft in meinem Lateinwissen herausgefordert, dass ich das gerne mal kurz zurückgeben möchte. Wir machen uns jetzt mal kurz um Günther Jauch-Style und dazu bitte ich die Technik, die passende Musik einzuspiele für das Gefühl. [Musik] Also, wie wird diese Gartung eigentlich richtig geschrieben? Das ist A, die Sinfonie, also mit Öpsilon, pH und IE, es ist B, die Sinfonie. Aber hat das geschrieben, ich bin mit Öpsilon, pH und Ipsilon. Es ist C, die Sinfonie mit N, F und IE, oder es ist D, die Sinfonie mit N, F und Ipsilon. Also D schließe ich jetzt mal aus. Also, ich habe auch niemanden anrufen. Das steht auch niemand für dich auf. Ja, ich habe auch noch mal jemand für dich auf. So wie so nicht. Okay, also auch kein 50/50 Joke, man, das wird hart. Also D schließe ich aus Sinfonie mit F und Ipsilon, das ist ja fürchterlich. Dann hatten wir noch die Sinfonie, Antwort B mit Öpsilon, pH und Ipsilon, die schließe ich auch aus. Dann bleiben noch die Sinfonie mit pH und IE, das klingt für mich als altgerichen ziemlich sinnvoll. Und Antwort C, das ist das, glaube ich, was wir mittlerweile im Deutschen verwenden, die Sinfonie mit F und IE hinten. Sieht für mich komisch aus. Ist aber grammatikatisch mittlerweile, glaube ich, so akzeptiert. Also, ich würde eher zu atendieren mit pH und IE hinten, aber mittlerweile ist, glaube ich, die Antwort mit F und IE hinten Sinfonie. Ja, also stimmt beides. Ah, schon her, danke. Das war's kurz. Sinfonie und Sinfonie geht beides. Und jetzt kann ich schon wieder mit einer großen fundierten Lateinkenntnis in Klug scheißen. Da haben wir auch hier wieder einen Lateinchen Stamm, nämlich Sympfonia. Also, Symp ist ja grichisch. Also, da muss ich ein bisschen reingrätchen und ganz einfach mal die altgerichischen Loberkrenze rausholen. Denn stimmt, die Griechen waren zuerst. Die Griechen waren zuerst, die sind ein bisschen älter. Das ist halt der Punkt, die Lateiner, die Grömer haben da einiges abgekupfert, kann man schon sagen. Also Sympfonia kommt vom griechischen Attjektiv Sympfon aus. Das bedeutet zusammen Stimmend. Und da haben wir auch, es ging halt von Kaku von nie sozusagen, wenn man das hört, dann klingt es auch gut. Kaku heißt heute noch auf griechisch schlecht. Schlecht, ja. Also Sympfonos heißt zusammen Stimmend. Und da haben wir auch noch das Wort "Von drin" von os. Das bedeutet Stimme Klang. Also von nie in dem falligen Griechischen. Das bedeutet "Von" ist ja quatsch. Also "Von" wird sich englisch natürlich. Ja, gut, aber das "Von" kommt ja auch daher. Ja, ja, ja, ja. Stimme Klangton. Stimme Klangton. Die Lorben sind wieder eingepackt. Ich pack sie in mein Schulranzen ein. Das macht wieder Latein unterricht 5. Klassik-Riechneute-Klasse und bin froh, wenn ich es abwählen kann. Also der Oli hat recht. Ich habe fast recht aus der Lateinischen Sympfonia entwickelt sich dann die italienische Sympfonia. Und dann haben sich irgendwie im Laufe der Geschichte die Leute ihre Kirchen rausgepickt. Die einwolten dann lieber die Lateinische Variante, die die anderen, die die italienische Variante mit "F". Mir ist das wuscht. Sagt es, wie ihr das gerne wollt. Aber das ist natürlich auch ein Ding. Also gefüllt steht es überall anders. Mal Sympfonie mit "M" "P" "H" und "E" hinten und dann mal wieder mit "F". Wir drehen uns im Kreise. Ja, und ich habe mich schon oft gefragt, ob es da irgendwie ein System dahinter gibt. Unsere Kolleginnen und Kollegen vom hessischen Rundfunk. Die heißen ja auch zum Beispiel "Sympfonie-Orchester" mit "F". Wir hier in Bayern haben das Sympfonie-Orchester des bayerischen Rundfunks. Und dann gibt es noch vom Südwest-Rundfunk "SWR", das "Sympfonie-Orchester". Das hat sich aus zwei "Sympfonie-Orchester" zusammen geschlossen. Ja, es geht ja bestimmt so durch zehn Marketing-Mitings und alle überlegen so, okay Leute. Die Frage aller Fragen sind wir jetzt eigentlich ein "Sympfonie-Orchester". Oder sind wir eine "Sympfonie-Orchester". "Symp" sieht irgendwie geile Ausgang natürlich mit dem "Y" und dem "P" "H". So festi-Fanzee. "Sympfonie" sieht es wie so ein "Deppmar posthof", das hat irgendwie so das "Mach Grafisch" was her. Bei "Sympfonie" kann man halt geile Wortspiele mit "Syn" machen. Ja, dann "Syn" dennoch wieder. Und dann gibt es "Sympfonie-Orchester" aus Baden-Baden, aus "Syn City" Baden-Baden. Das sind die Spaden-Baden, Ressensaufen, Oberstaufen. Und dann gibt es halt am Ende gar keine Einigung. Und dann wird "Schnick-Schnack-Schnuck" gespielt. Ohne Brunnen binst er und ohne Feuer. Dann kommt eine Lösung. Ohne Feuer, wie so. Feuer ist er weg. Papier, Stein und Chérien. Ja, natürlich. Ja, aber Brunnen ist schon das überhaupt diskutieren müssen. Gut, wir machen es kurz und schmerzlos. Sagen wir "Synfonie"? Ja, da steckt "Syn" und "Info" drin. Kann man sich so merken? Für mich als Griechen tut es ein bisschen weh, aber ich passt für mich. Machen wir "Synfonie". Ok, macht "Syn". Aprobo "Info" hier kommt. Hier kommt wieder der kleine Disklamer. Wir können dieser Folge zu "Synfonie" natürlich nur einen Umriss zur Gattung "Synfonie" machen. Gerade zur Geschichte gibt es natürlich noch ganz, ganz viele kleine Haltestellen und Entwicklungen. Das können wir hier alles gar nicht zeitlich alles abdecken. Ich sag das jetzt nur, weil ich weiß, dass wir von euch wieder eine Menge Post kriegen, wo da drin steht. Wir könnt ihr nur das vergessen. Wir habt ihr das nicht erwähnt. Und nicht falsch verstehen, wir lieben das, wenn ihr das tut. Ja, also hit das ab mit allem, was ihr zu sagen habt und mit allen Beschwerden und Loben. Aber es geht halt nicht alles. Weil die Antwort wird sein. Sorry, wir können nicht alles reinpacken. Aber wenn ihr schreiben wollt, dann macht das gerne. Die Malerdresse ist "Klugscheiße@brde". So, jetzt sind wir durch mit dieser Vorabentschuldigung. Wir machen weiter im Text. Der große Sinn von "Synfonien" bildet sich so um das Jahr 1800 herum. Und zwar ist eine "Synfonie" oder eben "Synfonia" in der Zeit ein kurzes Stück. Das vor einem Theaterstück, vor einer Oper oder einem Ballett gespielt wird. Diese Entwicklung, die kommt vor allem aus Italien und Frankreich. Also, es ist dem großen Event vorgelagert. Dem große Event vorgelagert oder halt einfach die Vorband. Die Vorband vor einem großen Act zum Beispiel, die keine Ahnung. Sabrina Carpenter von "Hellerswift". Ja, schöner Vergleich. Und genau wie Sabrina Carpenter, hat dann auch die "Synfonie" im Laufe der Zeit ganz schön an Popularität geworden. Ja, es hat ihr nicht geschadet, der Frau Carpenter bei "Hellerswift" im Programm auch zu triten. Und so war es auch mit der "Synfonie". Nur in den Charts ist bisher noch keine "Synfonie" gelangelt. Wer auch mal was, also so eine ganze "Synfonie" einfach in den Top 100 drin. Wobei ja viele Songs mit dem Namen "Synfonie" immer in den Charts gelangelt. Das mit diesem Namen "Synfonie". Das wird heutzutage irgendwie inflationär genutzt. Um irgendwie das Leben zu beschreiben, wir haben ja alle schon "Bitter Sweet" "Synfonie" gehört. Ein drücklicher Anfang dieser Folge von "The Wurf". Da wird das Leben als "Bitter Süße" "Synfonie" besungen. Genau, Richard Erschkopf. Die haben halt ein bisschen. Wir haben es alle so schwer. Ja, im Speziellen. Ja, im Speziellen. Und der hat dann auch leider nicht so richtig viel Geld bekommen für den Song. Nee, das ist da. also Dachkurur könnten wir tatsächlich mal eine Folge machen. Ja, schon, oder? Das ist eine richtig krasse Geschichte. Wie dir erzählen wir jetzt nicht weiter. Schöner Cliffhanger auf irgendwann. Auf irgendwann. Gehen wir wieder ins hier und jetzt. Dieses Jahr, also 2006 und 20. Da hat Ray die "Click Clack" "Synfonie" rausgebracht. Ray, Künstlerin mit R.A. Ys. und E geschrieben. Brauchen wir jetzt keine Legende auch dafür. Ja, mega Stimme, mega geile Stimme. In dieser "Click Clack" "Synfonie". Da geht's darum, dass sich Frauen gegenseitig empauern sollen. Und dabei das Klackern der Absätze eine "Synfonie" ergibt's. Also, Patrick Hartz meschen in "Synfonie"-Version. Und bei dem Song hat sogar Hans Zimmer mitkomponiert. Also einer der Filmmusikkomponisten schlecht hin. * Musik * She must have favoured the scenes that are planted beneath this snow. She must hold on, and she must let go. She'll be alright, no riding, shining, all with night. She will save herself this time. And in fact tonight, she did confound. The cold never lasts my darling. It just teaches the heart how to run. [Music] Click, click, click, click. Click, click, click, symphony from Ray. And when we talk about the symphony, we have to name one of the very important names of Johann Stammets. Johann Stammets might also know, in any case, for Gluck Scheißer, one of whom has worked a lot in Wiesbaden. But for example, Stammets, these symphonies have mostly four sets. And it was also a idea that we are integrated into the symphony form. And in the same way, and the eight-and-kilogram effect, perhaps, in this set. Stammets have also written as the first one, which is dynamic. Like crescendo or decrescendo, so louder and louder. And so, it comes from crescere, or a little bit of wax. So, the good-natured Stammets have a lot of thanks to them. They have a lot of ground stones. But they are not often played so often. Clarinetteschüler could have known them for a few more standards. But because you hear them, we now go into Stammets, symphony and estur. Stammetschüler could have known them for a few more years. Stammetscheller could have known them for a few more years. Do you know how to write a living heißt? Ich zitiere, ich werde nie eine Symphonie komponieren. Du hast keinen Begriff davon, wie es unser Eingemt zum Mut ist. Wenn er immer so einen Riesenbethofen hinter sich marschieren hört. Der hatte Spunter, sehr, ganz schön melodramatisch. Aber da hört man die schlaflosen Nächte, quasi raus, die Brahms hatte wegen Bethofen. Das klingt auch nach einem typischen Alptraum. Alle erwarten, was von dir, was du tun, dann jemand, die jagdig, die Erwartungen an dich haben. Du kommst aber nicht nur voran und bist blockiert. Genau, du bist blockiert, und heute würdest du vielleicht eine Therapie machen. Aber war damals nicht, gab's nicht in dem Sinne. Und Brahms hat dann sein erste Symphonie erst mit 43 vollendet. King Bruckner, ja, genau so, der hatte quasi Angst vor Brahms. Man hat dann auch ewig lang das vor sich ergeschoben. Ich muss jetzt echt Gas geben, wenn ich noch eine Symphonie rausbringen will. Ich bin genau in dem Alter. Jetzt wird's Zeit. Jetzt wird's Zeit. In dem Alter, da hat Mozart schon alle seine 41 Symphonien geschrieben gehabt. Und war außerdem auch schon sechs Jahre tot. Also ohne Leistung, Brahms hat immerhin dann auch noch drei Symphonien hinterhergeschoben. Wir hören jetzt mal den Anfang der vierten Symphonie. * Musik * * Musik * Obwohl es ein bisschen gedauert hat, Johannes Brahms haben wir gehört mit seiner vierten Symphonie. Er hat sich lange geziert, die Symphonien zu veröffentlichten. Weil er quasi seinen Vorgänger beat hoffen. Hinter sich marschiert, er hat so bewundert, dass er quasi selbst blockiert war. Aber ich kann es irgendwie auch nachvollziehen. Das ist ein bisschen wie nach Manuel Neuer, der neue Torwart der Nationale erfernt. Oder wenn du nach mir Sendung hast, zum Beispiel im Radio, das tut mir auch leid. - Ja. - Das gibt's ja falsch. Den Fall gibt es selten. - Es gibt den Fall, dass ich nach dir sein kann. Wir haben es ab und zu am Sonntag morgens. Da habe ich die Frühsennung auf Bayern zwei und danach kommt er Laury und übernimmt. Das hatten wir neulich mal. - Da muss ich rein in die. Großzellen Fußstab von das Ulrich knapp. Und man muss meine Luft, die ich dir gelassen habe, zeratmen. Es ist nicht viel. - Nein, es ist sehr dünn, die Luft dann. Aber nicht nur die großen Helden machen es schwer, eigene Symphonien zu komponieren. Denn es soll wohl auch ein Fluch auf der Komposition einer neunten Sinfonie gelegen haben. Es sind nämlich so ein paar Komponisten nach oder während der Komposition an ihrer neunten Sinfonie gestorben. Also zum Beispiel, wir haben sie gerade vom In-Load, wie ich von Beethoven her. Den hat es nach seiner neunten Sinfonie erwischt. Oder Anton Brugner, den hat's während der neunten Sinfonie erwischt. Also während der Komponiert hat. Ja, nicht während der sie gespielt hat, aber während der sie komponiert. Da ist klingt nach einem blöden Zufall. Oder die Leute haben halt einfach nicht richtig die Risiken und Nebenwirkungen in der Packungsbeilage gelesen. Zur neunten Sinfonie, da hätte dein Gestanden Nebenwirkung fame gelegenlich. Einer bis 10 von 1000. Nebenwirkung tot, häufig einer bis 10 von 100. Ja, also wirklich oft. Da wurde wohl nicht der Arzt der Ärztin oder in der Apotheke mal nachgefragt, ob das gesundheitliche Sinn ergibt. Apoporiesigen und Nebenwirkungen. Die soll es ja nicht nur bei großen Sinfonien geben, sondern auch bei großen Ideen. Ja, wenn wir schon beim Mütten, bei Flüchen und großen Fragen sind, in der echten Wissenschaft. Da geht es zwar weniger Spooky zu, aber mindestens genauso spannend und mit deutlich besserer Datenlage. Und an der Stelle schieben wir mal einen ganz kleinen Werbeblock ein. (Lachen) Wissenschaft geht uns alle an. Kernfusion, Raumfahrt, Neuroforschung, K.I. Stimmen oder Gen-Technik, Naturwissenschaften und Technik, die prägen ja unser Leben bis in den letzten Winkel hinein. Darum haben wir noch einen Podcast-Tip für euch. Im Podcast IQ, Wissenschaft und Forschung. Da helfen euch Wissenschaftsjournalisten aus der A.D. den Überblick zu behalten. Da geht es um neue Medikamente, genauso wie um künstliche Intelligenz, um vulkane, erstaunliche Fähigkeiten von Tieren, neue High-Tech-Ideen oder auch die schönsten Dinge am Sternen himmel. Hört einfach mal rein, IQ erzählt spannende Geschichten aus Wissenschaft und Technik, damit wir verstehen, was unsere Zukunft und unseren Alltag so prägt. Findet ihr in A.D. Sounds. Ausnahmsweise würde ich immer laubendes bitten, Ulli jetzt noch kurz die Wissenschaft zu ignorieren und zurückzugehen. Zum Fluch der neunten Sinfonie, der was wir darüber behaupten, ist vielleicht wissenschaftlich nicht unbedingt halbbar. Wir sind ja jetzt schon in der Spätromantik. Wohl auch nicht so ganz mit der Wissenschaft hatte, Gustav Maler, Maler, ein sehr, sehr aberglaubischer Mensch. Und mit panischer Angst gequält vor der neunten Sinfonie, weil er eben an diesen Fluch glaubt, von dem du ja gerade schon erzählt hast, dass da viele während oder nach der neunten Sinfonie gestorben sind. Und deswegen nennt er seine neunte Sinfonie einfach nicht Sinfonie, sondern liebte Erde. Ein Sinfonischer Liederzyklus. Das könnte also Musik theoretisch isine Sinfonie sein, das erfüllt alle Kriterien. Aber Maler hat sich gedacht, ne ne, das ist mir zu dünn. Das Risiko gehe ich nicht ein. Trixen wir das Schicksal einfach aus, nennen wir das Ding einfach anders. Das ist keine Sinfonie, das ist erlied. Ja, so steht es am Titel, das Stück ist im Kasten, es wird aufgeführt. Alles ist super. Und Gustav Maler setzt sich an seinen offizielle neunte Sinfonie, weil jetzt kann er nichts mehr passieren. Eigentlich hatte sie ja schon geschrieben, hat sie nur nicht so genannt. Er beendet die neunte Sinfonie und setzt sich motiviert an seine Zehnte. Und dann, bakterielle Infektion tot. Puh, ja, das ist die Schelle vom Schicksal, könnte man sagen. Ich verarsst du nicht. Genau, genau so nicht, mein Malerlein. Apropomaler und tot. Und ja, das ist jetzt ein etwas markabere Übergang. Aber einer meiner Lieblingsfekts zum Maler ist dieser. In seiner ersten Sinfonie hat er einfach mal das Kindelied Bruder-Jahkopf hergenommen. Also, das Bruder-Jahkopf, Bruder-Jahkopf, schliefst du noch, Bruder-Jahkopf, Bruder-Jahkopf, schliefst du noch. Und er hat es als Trauer-Marsch in Moll umkomponiert. Und einfach ein Contra-Bassolo eingebauts, es ist crazy. * Musik * * Musik * * Musik * Markabe, hast du gerade gesagt? - Ja. Wobei Maler hatte ja auch so eine Markabe-Reseite. Ich erinnere an seine Kindertoten-Lieder, wo er seine schreckliche Vergangenheit mit sehr vielen Totengeschüßtern verarbeitet hat. Da hatte er schon was übrig dafür. Maler hatte nicht so viel Glück und auch nach ihm hat es dann noch einige getroffen. Ja, wobei das ist so ein bisschen wie mit diesem Club 27. Also die Künstlerinnen und Künstler, vor allem im Pop-Reich, die mit 27 alle sterben, Amy Winehouse, Kurt Cobain, und wie sie nicht alle heißen, es gibt halt auch ganz andere Beispiele. Es gibt z.B. auch bei den Symphonien, welche die weit mehr als neu geschrieben haben, heiden über 100 Mozart, Stammets, Schuster-Covid, die haben alle mehr geschrieben, sind auch nicht dran gestorben. Vielleicht hat es dann doch einfach an der unzureichenden Gesundheitsversorgung gelebt, oder an nicht zu wenig Alkohol. Ja, kann außerhalb. - Oder halbäch. Und dann kommen wir schon in die Richtung der moderne, hier auf jeden Fall. Natürlich müssen wir Schuster-Covid-Schnennen, Dmitri. Der hat den Symphonienladen noch mal ordentlich aufgemischt. Er ist dann nicht nur Inspiration für Filmmusiken geworden. Später, das klingt ja schon alles total filmisch in seinen Symphonien, sondern bei ihm wird's auch sehr politisch. Er hat eine harte Zeit verarbeitet, unser Stalin. Und das hört man natürlich ganz stark in seinen Symphonien. Von ihnen gibt es übrigens auch mehr zu hören von uns und zwei in unserer Folge Nummer 117. Ich finde dir auch in A-D-Sounds. Schostakowicz habe ich live erlebt. Also, ich den Menschen, da war der schon tot. Aber ich hab, vergangenes Jahr, das war 2025, die 11. Synfonie von Schostakowicz live erlebt. In der Isafilharmonie in München war das, gespült von den Bamberger Synfonikern. Ich hatte mich nicht darauf vorbereitet, wir waren vorher noch was essen. Und dann gehst du da ins Konzert rein. Vorderpause, eigentlich alles ziemlich easy. Und auf das, was nach der Pause kommt, da hatte ich mich wirklich null darauf vorbereitet. Mein Freund ach ihm, der dabei war, meinte nur, ja, das dauerte zu 35 Minuten, vielleicht 40 Minuten, alle höchstens, es dauerte eine gute Stunde, das ist das eine und vor allem, was halt superintensiv. Also, sehr intensiv für einen Montagabend, Mai. Aber Mai, ich werde diesen Mai Montag nie vergessen. Der Dirigent hat geweint, kein Witz, ganz am Ende. Es war Jakob Ruja, der war so ergriffen, er hat sich abgewandt, damit man es nicht merkt. Also, der wollte nicht, dass man seine Tränen sieht. Und ich muss dazu sagen, diese sind von Niedi behandelt ein ganz schön schweres Thema. Sie hat auch den Titel das Jahr 1955 und bezieht sich auf den Petersburger Blutzontag. Damals wurde ein friedlicher Arbeitsaufstand sehr gewaltvoll niedergeschlagen vom russischen Militär. * Musik * * Musik * * Musik * Ein superintensives Stück Musik kann ich gut verstehen, dass wir damit drin ist oder das sogar leitet. Wie in dem Fall Ruja, der Dirigent, das man dann auch mal trennen in den Augen kriegt. Das muss man halt auch echt sagen, wie intensiv solche Stücke für das Akkester sein müssen. Also, für das Publikum sowieso. Also wir setzen uns dahin, machen die Augen zu lassen, uns bescheilen, genießen das. Aber es Akkester und der Dirigent oder die Dirigent sind, das ist halt noch mal eine ganz andere Ebene. Man hat ja auch die ganze Proben, aber und hat sich da so viel auch dabei überlegt, wie das interpretiert werden soll. Also, ja, wie das Wort halt, zusammenspiel aus dem Lateinischen. Und damit ist das grande Finale jetzt erreicht und unsere drei Sonderfolgen zu den Gattungen sind im Kasten. Liebe Leute, wir haben gemeinsam die Heldenreise in der sonaten Hauptsatzform erlebt. Wir haben unser Ego mit den Solo-Konzerten gestreichelt und der Angst vor dem Fluch der neuen Symphonie getrotzt. Alles nachzuhören jetzt in den letzten drei Folgenklassik für Klugscheiße. Und gelernt haben wir auch eine Menge. Also zum Beispiel, dass ein großes Latinum vielleicht doch was im Leben bringt. Oder dir denn altkriegisch was gebracht hat, dann müssen wir noch mal drüber reden. Und beenden wollen wir so, wie man jede dieser Gattungen in jeder Aufführung beenden sollte. Mit ganz viel Ablaus für die Gattungen natürlich. Für uns natürlich. Ja. Ja, Gruß auch noch mal noch uns für uns weniger. Ja, für uns. Ja, natürlich. Lieben Kolleginnen und Kollegen. Und wir hauen einen Gruß raus an Simon. Ja, er hat nämlich diese Reihe vorgeschlagen. Er hat sich bei uns gemeldet und gesagt, macht doch mal was Übergattungen. Das haben wir sehr gerne getan. Danke Simon für den Vorschlag. Ihr könnt auch jederzeit Vorschläge schicken. Ein Klugscheiße. @br.de und im Abspann zu dieser Folge kommen jetzt noch die Credits. Vielen Dank und ganz herzlich und auch eine Menge Ablaus an die Autoren. Der letzten drei Folgen auch dieser Folge Leora Koch. Unsere Chefin vom Dienst heißt Christine Arme, die Produktleitung hat Anne Henschel. Und jetzt vorhang zu, vorhang zu. So, gar da Roba raus hier, bis zum nächsten Mal. Ich bin Oli knapp. Und ich sage Servus. Und ich bin auch reichet und sage, stand es gemäß. Wale. Das heißt, tschüss auf Latin. Ich dachte, mit Servus bin ich schon gut dabei, aber gut. Das stimmt sehr aus. Ich halte dir auf Latin. Lassen wir es gut sein. Macht es gut bis zum nächsten Mal.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Folge untersucht den Sinn der Musik und die Entstehung der "Sin Phonie", die als Synonym für die Sinne und deren Verbindung im Klang verstanden wird.
  2. Die Begriffe "Sinfonie" und "Sympfonia" stammen aus dem griechischen "sympfonia" (zusammenstimmen) und wurden durch lateinische und italienische Variante weiterentwickelt.
  3. Es gibt keine einheitliche Schreibweise
  4. Historisch begann die Sinfonie als Vorband zu Theaterstücken oder Opern und entwickelte sich zu einem eigenständigen Kompositionsformat.
  5. Es besteht ein weit verbreiteter „Fluch“ der neunten Sinfonie, bei dem viele Komponisten während der Komposition sterben – ein Mythos, der wissenschaftlich nicht bestätigt ist.
  6. Gustav Mahler verwarf seine neunte Sinfonie und nannte sie „Liebesträume“ aus Angst vor diesem Mythos, was zeigt, wie emotionale und persönliche Faktoren die Musikgeschichte prägen.
  7. Moderne Komponisten wie Shostakowitsch verbinden politische und persönliche Themen in ihren Werken, wobei die Intensität und emotionale Wirkung auf das Publikum und die Intensität des Dirigenten wirken.
  8. Die Folge betont, dass die Entwicklung von Musikgattungen ein komplexes Zusammenspiel aus Geschichte, Sprache, Psychologie und Wissenschaft ist.

Summary:

Die Folge „Klassik für Klugscheiser“ untersucht die Bedeutung und Entstehung der Sinfonie, beginnend mit der griechischen Wurzel „sympfonia“ (zusammenstimmen) und ihrer Entwicklung in lateinischer und italienischer Sprache. Es wird gezeigt, dass „Sinfonie“ nicht einheitlich geschrieben wird – unterschiedliche Varianten wie „Sinfonie mit F“ oder „mit M“ dominieren je nach Region und Rundfunkanstalt. Historisch war die Sinfonie ursprünglich eine Vorband zu Theaterstücken oder Opern, bevor sie sich zu einem eigenständigen Werk entwickelte.

Ein prominentes Thema ist der „Fluch der neunten Sinfonie“, bei dem angeblich viele Komponisten während der Komposition sterben – ein Mythos, der wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist. Gustav Mahler verwarf seine neunte Sinfonie und nannte sie „Liebesträume“, weil er diesen Glauben teilte. Auch moderne Komponisten wie Shostakowitsch verbinden politische und persönliche Themen in ihren Werken, wobei die Intensität der Musik, besonders bei Live-Auftritten, tief emotionale Wirkungen auf Publikum und Dirigenten hat.

Die Folge betont, dass Musik eine Vielzahl von Faktoren – sprachliche, historische, emotionale und kulturelle – berücksichtigt, und aufzeigt, wie Wissen, Sprache und Glaube miteinander verbunden sind. Die Diskussion über die Schreibweise und die Bedeutung der Sinfonie zeigt, dass musikalische Gattungen nicht nur technische, sondern auch menschliche und emotionale Dimensionen haben.

FAQs

Der Begriff „Sin Phonie“ leitet sich von dem griechischen Wort „sympfonos" ab, das „zusammen stimmend" bedeutet. Er beschreibt die harmonische Verschmelzung von Tonen und wird oft als Synthese von Musik und Sinn verstanden.

Der Begriff stammt aus dem griechischen Wort "sympfonia", das ursprünglich von "sympfonos" (zusammen stimmend) abgeleitet ist. In der deutschen Sprache wurden verschiedene Schreibweisen wie "Sinfonie" oder "Sympfonia" verwendet, wobei letztere eine ältere, lateinische Form widerspiegelt.

Es gibt die Legende, dass viele Komponisten während oder nach der Komposition ihrer neunten Sinfonie gestorben sind. Diese Vorstellung wird als Fluch beschrieben, doch ist wissenschaftlich kein klarer Zusammenhang nachgewiesen.

Gustav Mahler glaubte an die Legende des Fluchs der neunten Sinfonie und nannte sein Werk daher nicht als Sinfonie, sondern als 'Liebe Erde' oder einen 'Liederzyklus', um das Risiko zu vermeiden.

Beispiele sind Johann Strauss der Jüngere, Johannes Brahms, Dmitri Schostakowitsch und Peter Schostakowitsch, deren Werke sowohl künstlerisch bedeutend als auch politisch beeinflusst sind.

Die Sinfonie entstand in Italien und Frankreich vor dem 19. Jahrhundert als Vorband zu Theaterstücken oder Opern. Mit der Zeit entwickelte sie sich zu einem eigenständigen, großformatigen musikalischen Werk.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.