Die Gattungen: #1 Die Sonate – Bauplan der Klassik
from Klassik für Klugscheisser
47m 5s
Die Sendung „Klassik für Klugscheiße“ widmet sich der Sonate als zentraler Form der klassischen Musik. Im Rahmen einer dreiteiligen Serie wird der Ursprung und die Entwicklung der Sonaten-Hauptsatzform erklärt – von ihren Wurzeln im Renaissance- und Barockzeitalter bis hin zu ihrer Verwendung in verschiedenen Instrumentalbesetzungen. Die Struktur wird mit dem „Heldenreise-Muster“ verglichen: Einführung, Durchführung mit Themenveränderung und Reprise führen zu einem emotionalen Abschluss. Beethoven wird als herausragender Regelbrecher dargestellt, dessen Mondschein-Sonate trotz ihrer Abweichung von der Form einen großen Einfluss auf die Nachwelt hat. Auch moderne Popmusik, wie zum Beispiel „Neon Gravestones“ von 21 Pilots, zeigt die Nachwirkung der Sonate. Der Abschluss verweist auf die Rolle der Sonate in der Romantik, beispielsweise bei Chopins „Todemarsch“, der heute bei Beerdigungen verwendet wird. Die Folge vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern verbindet es mit kulturellen Beispielen, um die Bedeutung der Sonate in der Musikgeschichte und der Popkultur zu verdeutlichen. So entsteht ein leicht verständliches, unterhaltsames und fachlich fundiertes Verständnis für ein zentrales Element der Musiktheorie.
ARD Sounds
Was, was?
Classic für Klugscheiße
Hallo und herzlich willkommen zu "Klassig für Klugscheiße".
Ich bin Lauri.
Riesst du das?
Spürst du es?
Lärst du es?
Jürich nix.
Ich finde es riecht heute in einer ganz, ganz großen, außergewöhnlichen Portion Klugscheißerei.
Klugscheißerei ist am Dampfen, so zu sagen.
Oh ja, wir zwei, wir spüren, wir riechens.
Ich bin Uli Nasenbergknab.
Ich bin Spür und Lauri Reichert.
Und wir Klugscheiß haben ja immer viel und sehr, sehr gerne, das ist ja auch unser Job.
Aber heute, da erwartet euch die Klugscheißerei Deluxe Variante in Premium Form.
In Ultra, wie sagt man da, Ultra HD 4K?
Oder so?
In Uli HD.
In Uli HD und in Lauri 8K.
Diesmal drehen wir den Klugscheißer Modus so dermaßen auf Anschlag.
Und zwar eure Dwegen.
Uns hat nämlich eine Idee erreicht.
Von euch.
Liebe Zuhören und Zuhörer.
Von Simon.
Vielen Dank, Simon, für deinen Vorschlag.
Ich habe ja gefragt, wie man bist du eigentlich Nerd oder sowas?
Oder vielleicht willst du noch einer werden?
Was geht eigentlich?
Bei diesem Themenvorschlag dachte ich mir zu allererst mal,
also Dröger geht's ja nicht mehr mit Gattungen sollen.
Wir uns mal beschäftigen, schlägt davor.
Gattungen.
Mit Gattungen.
Trockener geht's eigentlich nicht mehr.
Aber es klingt auf den ersten Blick tatsächlich ein bisschen Dröge.
Aber in Wahrheit ist es natürlich das Gegenteil davon.
Gattungen.
Welche Gattungen gibt es?
Welche Genres gibt es quasi in der klassischen Musik?
Beinfuckst, dann ist es ein unerhört spannendes Feld.
Wir finden es zu dermaßen spannend.
Zu dermaßen wichtig, dass wir jetzt nicht nur eine Folge dazu machen,
lieber Simon, auch nicht zwei, sondern drei.
Wir haben uns für die nächsten drei Folgen auf diesen Plan geeinigt.
Also wir sprechen über Musiktheorie.
Und in dieser Episode, ganz besonders über die Mutter der Gattungen.
Den Ursprung der instrumentalen Stücke.
Wir sprechen diesmal über die Sonate.
* Musik *
* Musik *
* Musik *
Das war die Sonate Fahrschille von Wolfgang Amadeus Mozart.
Ja, was für ein Prachtexemplar einer Sonate.
Die meisten, die mal Klavier gespielt haben,
die kennen die Fahrschille, die Leichte.
Also, das war früher am Anfang meiner Klavierkarriere.
Auch immer meine Lieblings-Sonate, meine Go-To-Sonate sozusagen.
Weil, klar.
Schau auf mit sehr wenig Aufwand.
Auf gut Deutsch.
Wenn du auf Familienbesuch warst, Laurenzius.
Und mit einer Kutsche vorgeschäppert bist,
dann hast du wahrscheinlich damit ordentlich Eindruck.
Ja, man konnte halt damit brillieren.
Man kann sich da so richtig geil vor, wenn man den geknallt hat.
Aber es ist die Technisch wirklich nicht so schwierig.
Was ja, aber nicht unbedingt immer heißt,
dass man sie dann auch gleich geil spielen kann,
nur weil sie nicht so schwer ist.
Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Aber technisch ist der erst mal nicht so viel dahinter.
Es klingt nach mehr als dahinter steckt.
Ich glaube, darauf kann man sich gut einigen.
Da wär ich gerne dabei gewesen.
Das glaube ich.
Mit einem kleinen Knix vor Frau Mama und Herrn Papar.
Hab ich mich da vorgestellt, die Perücke noch mal gerade gerückt.
Und die sind für mich so eine fast schon undurchdringliche Gartung.
Weil irgendwie ist ja alles eine Sonate.
Aber dann halt auch wieder nicht.
Sind wir nicht alle ein bisschen Sonat?
Und dann gibt es eine vorgegebene Form.
Aber die wird auch eigentlich gar nicht immer befolgt.
Ja, es ist kompliziert.
Wir haben gleich noch alles ein bisschen konkreter machen.
Irgendwie ist alles eine Sonate, sagst du gerade.
Aber die Sonate ist auch nicht alles.
Oder genau andersrum.
Wie auch immer, wenn wir über Sonaten sprechen,
dann müssen wir natürlich auch über die Rosinen im Kaiserschmann sprechen.
Wobei Blöder vergleichert eigentlich mag hier Rosinen im Kaiserschmann.
Sonst wäre es ja nur ein Milchmach.
Auch kein Kaiserschmann.
Ihr wisst schon, was ich meine.
Also wir gehen jetzt erst mal rein in das Formale,
in das vielleicht vermeintlich dröge.
Wie man Leute schneiden sie sich an.
Der Name, der nicht genannt werden darf.
Der Albtraum, jeder Person, die sich mal mit Musik-Theorie
auseinandersetzen durfte in ihrem Leben.
Die Sonate.
Hauptsatzform.
Klingt ein bisschen nach, keine Ahnung, anzeigen Hauptmeister
oder Datenschutz-Grundverordnung.
Es ist aber deutlich spannend.
Ein schönes Wort umgetüblicher Wolls.
Okay, dazu gleich mehr.
Wir bereiten uns erst mal langsam auf die Sonaten Hauptsatzform vor
und gehen auf Anfang.
Circa ins 16. Jahrhundert in die Renaissance.
Also ungefähr 250 Jahre vor Wolfgang Amadius Mozart.
Da stehen noch alle sehr, sehr auf Gesangstücke, so genannte Kantaten.
Die beherrschen damals die Musikwelt in Europa.
Und dann kommt die Sonate dazu,
quasi als reininstrumentales Gegenstück dazu.
Allerdings damals noch komplett formlos, also keine Sonaten Hauptsatzform.
Also diese Form, nach der sich dann später alle Sonaten richten werden.
Am Anfang ist das Ganze noch ein bisschen Vogel wild.
Übrigens, kurzer Einschub.
Sonate kommt vom Latenischen.
Kann man sich fast irgendwie denken, so nahre.
Danke großes Nathinbungen an dieser Stelle.
Es bedeutet Tönen oder Schallen.
Also die Sonate ist auch erst mal einfach nur das.
Etwas das Tönt, etwas das Schalt, etwas das klingt und zwar in diesem Fall durch Instrumente.
Damals war die Welt noch einfach und klang so.
[Musik]
[Musik]
[Musik]
Mit mir auch gleich feierlich zum Mute.
Die Sonate Sonata Pian Eforte von Giovanni Gabrieli haben wir da gerade gehört.
Übrigens, das erste Stück überhaupt der Musikgeschichte, das Laut oder Leise in der Partitur verschreibt.
Also Pian heißt Leise und forte Laut.
Kleiner Klugscheißer Fakt am Rande.
Und jetzt noch mal zurück zur Sonate selbst am Anfang.
Ist eine Sonate ja eigentlich nichts anderes als Kantaten?
Und was sonst die Stimme sinkt, spielt halt ein Instrument.
Aber das ändert sich dann so langsam nach und nach werden auch Sachen eingebaut, die nur Instrumente können.
Wie Verzierungen zum Beispiel.
Und es geht in den Baroque, also Corelli, Skalati, wie Waldi und Barri.
Und Angelo Corelli, Arkangelo.
Arkangelo, denn hat er schon Äster.
Ja, ja, den hatten wir erst.
Der bringt ein bisschen Ordnung in die formlose Sonate und es entwickeln sich die Barocken Sonatenformen.
Einmal die Sonata da Kamera, also die Kamera Sonate, die hat eine langsame Einleitung und dann folgen einige Tanz-Sätze und die Sonata da Käse.
Die Kirchen-Sonate, die besteht meist aus vier Tempi.
Langsam, schnell, langsam, schnell.
Streck genug war ja auch nur zwei Tempi.
Wir haben also ich erkenne ein Muster in die Zweiteilung.
Wir haben einmal Musik zum Tanzen bei der Sonata dann einmal Musik zum Beten.
Wobei so richtig getanzt und vielleicht auch geturkt hat, man auf die Sonata da Kamera nicht.
Wir sind eben wie der Basen Baroque.
Wir sind ein Bas, Bas, wir brauchen Bas.
Wir sind ja im gesitteten Barock, da ist nichts mit Abrocken, da ist nichts mit Basen.
Abbasen?
Abbarock, ja, ja.
Nur der ein oder andere Fuß, der ist bestimmt mal mitgewöbt.
Ich glaube, das lässt sich kaum vermeiden.
Wir hören mal rein in den Corelli.
Rock, die Scheiße fährt.
[Musik]
[MUSIC]
[MUSIC]
[MUSIC]
[MUSIC]
[MUSIC]
[MUSIC]
[MUSIC]
[MUSIC]
[MUSIC]
[MUSIC]
[MUSIC]
[MUSIC]
It also goes with the Sonaten-Hauptsatz-Z.
Herzschmerz und Kopfschmerz gibt's auf jeden Fall auch immer.
Genau, so heißt Doris.
Doris in der sonaten Hauptsatzform am Anfang die Einführung.
Da wird das Haupt- und das sogenannte "Seiten-Thema" vorgestellt.
Das Hauptthema, das ist die erste Melodie,
steht dann auch meistens in der Grundtonat.
Also zum Beispiel in D-Dur.
Und das Seiten-Thema, das muss in besten Fall dann zwei Kriterien erfüllen.
Nämlich einmal anders klingen, als das Hauptthema gut ergibt Sinn.
So entsteht auch ein bisschen Reibung.
Und es steht dann meistens in der dominanten Tonat.
Also eine Künze nach oben, sieben Halbtohnschritte von D-Dur.
Wenn wir jetzt mal von einem Hauptthema in D-Dur ausgehen,
dann geht zum Beispiel hoch nach A-Dur.
Wir hören das jetzt hier mal an.
Und zwar kann man das sehr gut hören an Heidens- und Nahte in D-Dur.
Hier kommt das Hauptthema, das kommt direkt am Anfang.
Und ist in D-Dur, wie der Name schon sagt.
[Musik]
Er hat eine gute Laune gehabt beim Hauptthema, der gute Jose verhalten.
Und jetzt für mal, jetzt ist es gerade das Hauptthema in.
D-Dur und jetzt hören wir das Seiten-Thema an.
Das ist eine gewinnte Höhe in der dominanten Tonat in A-Dur.
[Musik]
Also Hauptthema und Seiten-Thema der Sonate in D-Dur von Josef Heiden.
Wir vergleiten es jetzt mal mit dem Erzählenmuster schlecht hin.
Lauri hat ja gerade schon die Heldenreise angesprochen.
Die Heldenreise, die kennt man aus vielen Geschichten und auch aus vielen Filmen.
Wir nehmen uns die Heldenreise aus einer der berühmtesten Geschichten
schlecht hin, nämlich aus dem Herrn der Ringe.
Da ist unser Held, Frodo Beutlin.
Ich übersetze in Frodo Jagor.
Frodo führt sein harmonisches Leben im Auenland.
Alles ist harmonisch, er geht gern ein Trinken, es passt ganz einfach.
Dieser Anfang der Geschichte, der nennt sich in der Heldenreise die gewohnte Welt.
Also alles ist wie immer, alles ist gut.
Dann aber kommt der Ruf des Abenteuers.
Der zerstörer der Ruhe sozusagen, der Typ, der die Probleme macht.
Alias Gandalf, der Olle Zauberer, der schaut vorbei im Auenland.
Frodo nimmt den Ring und zieht mit den Gefährten los in eine unbekannte Welt,
die er davor noch nie gesehen hat.
Genau, das ist dann quasi die Exposition.
Und die wird meistens sogar wieder holt.
Und dann haben wir nach dieser Exposition in der sonaten Hauptsatzform
die sogenannte Durchführung.
Da wird es dann ein bisschen wild.
Das ist dann quasi der zweite Teil der Hauptsatzform.
Und die Tronarten werden bunt durcheinander gemischt,
die Motive aus der allen Führung oder auch Expositionenland werden zerlegt
und moduliert und umgeformt.
Und das ist dann quasi so was wie der dramatische Höhepunkt.
Und klingt zum Beispiel "Behalten so".
Ein Ausschnitt aus der sonate Indedua von Josef Heiden,
von der wir ja vorhin schon das Haupt- und das Seiten-Thima gehört haben.
Münzen wir es auf Herderringe.
Also Frodo erlebt viele Abenteuer.
Er findet verbündete und feinde und hat dann auch seinen dramatischen Höhepunkt
am Schicksalsberg in Mordor alles kurz vor dem Untergang.
Der Untergang, der nennt sich in der Heldenreise die tiefste Höhde,
aber im letzten Moment da versinkt der Ring im Feuer.
Und dann noch die Reprise oder Rückführung genannt.
Das heißt, beide Themen kommen wieder heim, zurück zu Mama,
in den Grundtonenart zurück.
Der Konflikt aus der Exposition ganz am Anfang ist gelöst,
als ich das Seiten-Thima jetzt in die Tronart des Haupt-Thimas einfügt.
Gefühlt und auch was die Storge trifft, ein happy end.
[Musik]
[Musik]
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Da sieht man ihn richtig vor seinem inneren Auge davon hüpfen.
[Musik]
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[Musik]
[Musik]
[Musik]
ganz viel Klavier gehört, aber es gibt ja auch sehr schöne mit Chello, zum Beispiel
von Edward Grieg, einem Vertreter der Norwegischen Romantik.
[Musik]
Das war die Chello-Sonate in Armol, der erste Satz von Edward Grieg. Und auch Geige ist sehr oft
vertreten im Sonaten-Universum, zum Beispiel bei Wolf, kann aber die Osmoz hat natürlich
der Wolfal hat auch selber eine ganze Menge Sonaten für Geige komponiert und dazu gibt es
eine sehr nette Anikdote und zwar so eine typische Anikdote Moz and doing Moz and things.
Er sollte eine Violin-Sonate mit Klavierbegleitung für die geigeren Regina Strina Saki
komponieren. Ich kann ja auch nicht so viel. Hast du aber ganz gut gemacht? Jedenfalls der Konzertermin
mit Kaiser Josef II. Ihrer Mayisthet höchstpersönlich rückte immer näher. Aber so richtig Bock
hat im Moz hat, wie nicht er hat sich damit nicht so richtig auseinandergesetzt. Er prokrastin,
sag mal, er schiebt's auf, er f***ing er. Er probein, er schiebt's halt auf, er drückt sich
für die Geigenstimme reicht es dann, die hat da irgendwie noch hingeschustet, aber bei seinem
Part hat er dann wohl überhaupt keine Lust mehr gehabt, weil wir uns jetzt lange im Kaffeehaus
oder in der Kneipe gehockt. Ich kann so gut nachvollziehen, wenn man halt Sachen aufschiebt,
die einem nacken sitzen. Ich kann's so gut nachvollziehen, was er alles gemacht hat in seiner
Wohnung. Dann fängt man auf einmal an aufzuräumen, dann hat der Fluss die Fenster, dann wird
das Tiefkühlfach abgetaut, dann muss man mal die eine oder andere Pizza schnell essen, weil sonst
wird dir schlecht. Was man halt so macht in seiner Prokrastination, ich fühle's. Aber vielleicht hatte
der Moz halt auch einfach nur zu wenig Zeit, der Typ war ja wirklich sehr, sehr stark beschäftigt.
Er war stark beschäftigt, aber er war halt auch einfach irgendwie ein Vogel und ich kann es mir
totalen Verständnis einfach kein Bock hatte. Ja, genau. Und es macht ihn so wahnsinnig naber
und menschlich, dieses absurde Genie, der halt auch einfach ein Typ war. Irgendwie so ein Kerl.
Aber ja, unweigerlich, wie es halt trotzdem immer so ist in jedem Leben, kommt halt der Tag,
das war es auch immer in dem Fall des Konzertes und Moz hat, hat dann halt auch einen roten Blatt
vor sich, da sitzt er immerhin irgendwie der Kaiser und er spielt. Er spielt absolut perfekt.
Kaiser, Josef, der zweite Soldern von seiner Logie aus, dieses Notenblatt gesehen haben,
sich aber gewonnen jetzt haben, warum der den da keine Noten draufsteht. Und danach möchte er wohl
die Noten sehen, so nach dem Motto kann das sein, dass da gar nichts draufsteht. Und es sind halt
wirklich keine Noten drauf, sondern einfach nur taktisch. Das Kaiser ist neue Noten. Aber es
hat halt trotzdem super geklungen. Was soll er da noch sagen, der Kaiser und Moz hat ja,
es ist offensichtlich der wahre Gott aller Freestyle. Er hat halt einfach irgendwas hin improvisiert,
was dann am Ende perfekt geklungen hat. Und hier kommt sie, diese dann später doch noch zu
Papier gebrachte Violin-Sonate, Nummer 32.
[Musik]
[Musik]
Freestyle, Rock the microphone. Also Wahnsinn!
Dass der Moz hat sich da einfach hinstellt und improvisiert. Wenn ich irgendwas von oder über
Moz hat höre, dann denke ich mir nur was für ein Typ, was für ein Genie. Wie talentiert muss der
bitte gewesen sein? Heute, da haben wir andere Hilfsmittel, also wenn wir was auf den letzten
Drücke erledigen müssen, dann haben wir ja immer noch die KI, die uns vielleicht helfen kann. Aber
Moz hat, der improvisiert und brilliert dabei. Und das ist schon stark. Apropos KI. An dieser
Stelle kommt eine kleine Werbeeinheit. Also ich habe das Gefühl, als JetGPT damals neu war,
da haben einfach alle irgendwie damit rum experimentiert und halt einfach Sachen ausprobiert. Promts
eingegeben befehle wie erzählen wir den Witz über den Rosa Elefanten oder schreibt mir bitte eine
Rede über den Weltfrieden. Auf jeden Fall kam dann die Welle mit Bildern. Da war dann ganz
social media voller KI erzeugter Portrés. So was ist praktisch oder sieht gut aus. Aber es steckt viel mehr
dahinter als jetzt ein paar so Spieler rein. Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz, die geht
wirklich rasen schnell. Viele haben glaube ich das Gefühl, dass sie zwar dabei sind, aber nicht
mehr so ganz checken worum es geht. Wir sind auf jeden Fall dabei, wie sich die Welt verändert. Und
dieser Fortschritt, der macht vielen Sorge. Da geht es dann besonders um Jobs, die vielleicht
wegfallen durch KI, es geht um Fake-Videos und es geht ums Urheberrecht. Damit ihr nicht
den Überblick verliert empfehle ich euch den KI-Podcast der ARD. Kann man vergleichen mit dem,
was Drosten während Corona gemacht hat, auf jeden Fall hat euch das Ding immer auf dem
Laufenden in Sachen KI. Gibt's jede Woche eine neue Folge in ARD Sounds der KI-Podcast. So und
jetzt ist der Werbeeblock beendet. Wir gehen noch mal zurück zur Violinensonate, wie du schon
angekündigt hast. Wir haben zwei Instrumente Geige und Klavier, also ist es eine Duo-Sonate. Trio-Sonaten
gibt's auch, die ist im Barock total der Brenner, die Trio-Sonate. Das sind zwei Instrumente,
zum Beispiel zwei Geigen, die von dem Generalbass begleitet werden. Also drei Instrumente insgesamt.
Das haben wir zum Beispiel vorher bei der Kamersonate vom Corelli gehört. Die Trio-Sonate wird in
der nächsten Folge zum Konzert dann noch wichtiger. Genau. Wir sprechen in der nächsten Folge von
Klassik für Glückscheißer, nämlich dann ganz besonders über die Gartung des Konzertes. Aber
jetzt sind wir noch bei der Sonate. Also viele Sonaten gibt es in unterschiedlichster Instrumentierung
und Besetzung und auch ganz, ganz wichtig diese Nadenhaubsatzform wird sehr sehr häufig angewendet,
aber nicht alles steht in der Sonatenhaubsatzform. Sie ist quasi im Main Character, aber wir sind
ja in der Kunst, unterwerden Regeln gerne gebrochen, ein kleiner Regelbrecher zum Beispiel bekannt
als notorischer Regelbrecher möchte ich sogar dazu fügen. Es ist Ludwig von Beethoven und in
diesem Fall mit diesem Werk.
[Musik]
Wer kennt sie nicht? Die Mondschein-Sonate von Ludwig von Beethoven, ganz großes Kino, übrigens
den ersten Satz, die wir gerade gehört haben, den liebe ich auch zu spielen, auch hier der gleiche
Grund für ein technisches Low Life, wie mich ganz super. Klingt wunderbar, ist aber für meine
Ladenhände gut spielbar. Man braucht nur ein bisschen großen, also man muss seine Hände relativ breit
machen, Königskriechen. Ja, also ich glaube, wenn man die Mondschein-Sonate anmacht, dann fängt man halt
auch irgendwo an zu träumen. Das hat einfach so was, ganz schön träumlich, absolut. Von Sonaten
Hauptsatzfreien Welten kann man träumen, wenn man die Mondschein-Sonate hört. Hat sich Ludwig von
Beethoven wahrscheinlich auch gedacht, auf jeden Fall für seinen ersten Satz, denn der folgt der sonaten
Hauptsatzform überhaupt nicht, aber ist fies. Dann haut der mit der Mondschein-Sonate so einem Banger
raus und wird damit zum Albtraum von allen, die irgendwas in der Musikschule lernen wollen, weil
die nämlich brav lernen, wie so eine sonaten Hauptsatzform sein muss. Und dann hört man die Sonate und
denkt sich so, Hä? Was macht der Beethoven? Wenn ich damit zu tun. Ja, tatsächlich. Aber die sonaten
Hauptsatzform findet sich dann doch am Ende im letzten Satz. Man muss aber auch sagen,
wo die der Begriff "Montchein" so nahe ist.
Der ist erst viel später gekommen, der eigentliche Name der Monschein Sonata ist Sonata quasi uner Fantasia.
Also schon liegt wie so eine italienische, wie so eine italienische, wie so eine Pizza.
Ja, Pizza oder auch Sonnen.
Ja, live aus Sanremo, Sonata-Geroma, Fantasia.
Also es ist so eine Sonata, aber eigentlich ist es halt irgendwie auch kein Sonata.
Das ist halt so eine Fantasie, um das mal aus dem italienischen Zürder übersetzen.
Also, Beethoven durigen Beethoven weg, sozusagen.
Und erst später kam dann der Name Monschein Sonata dazu, den Beethoven nehme ich mal an,
auch wahrscheinlich gar nicht so toll gefunden hätte.
Der war ja jetzt nicht so der große Romantiker, sondern eher ein Holzklotz der Typ.
Also so als Mensch eher grob unterwegs.
Aber von der Epoche her allerdings schlägt er dann schon so ein bisschen den Bogen,
oder nicht nur ein bisschen, sondern relativ stark den Bogen, von der Klasse Kin zu Romantik.
Und deswegen beugt er auch die Formen schon ziemlich damals,
wie eben zum Beispiel bei der Monschein Sonata, aber nicht nur da.
Also Beethoven ist bekannt dafür.
Bis heute hat die Monschein Sonate, die eigentlich gar keine Sonate ist, großen Einfluss.
Also, ich denke an diese improvisierte Version von Hellgeschneider,
die wir in einer der ersten Folgen vorklatsigt für Glugschein.
Also da in der Popmusik einige.
Ja, natürlich.
Und darauf will ich hinaus zum Beispiel 21 Pilots, die Band, fast jemand kennt.
Ja, gar nicht so geil, die Band eigentlich.
Ja, ich kann mich erinnern, wenn wir mal auf Puls früher ab und zu Songs von den gespielt.
Und vorbei.
Sie sind zu zweit.
Ja, schon bei Eidro.
Ist egal.
Ich bin dabei.
Sind auf jeden Fall keine 21 Pilots.
Die Sonnteile sind wohl zwei.
Nur zwei Pilots sind sehr erfolgreich.
Die haben sich an Beethoven, sagen wir mal, orientiert.
Die haben sich die Monschein Sonate geschnappt und verpackt in einem Song,
der heißt "Neon Gravestones".
* Musik *
* Musik *
Das ist dann "Neon Gravestones" quasi uner Monschein Sonate.
Der Ehrdicht von den 21 Pilots und extrem hart abgeguckt.
Wie auch mal.
Man kann sich hier mal orientieren.
Man kann sich hier inspirieren lassen, sagen wir so.
Zum Abschluss schauen wir noch kurz zurück in die Romantik.
Da geht der sonatenkompositionsheib ein bisschen zurück in der Klassik,
weil die Hochphase und so langsam das Interesse daran ab.
Ein paar werden noch geschrieben, aber der Trend geht eher Richtungkonzert und Sinfonie.
Das ist ein bisschen wie mit den Labubus,
falls sie die noch kennst, diese kleine Tischeln, so kleine Hasen.
Unter anderem haben die ausgeguckt.
Der große Heip ist schon vorbei.
Sie werden aber noch produziert.
Ein paar davon.
Ja, wie mit Labus oder wie mit Babeltie.
Aber das ist immer noch relativ gut.
Es war mal riesig.
Es gibt wieder ein paar Babeltie-Läden oder keine Ahnung,
zu Crime-Port-Klass.
Kann alles von mir aus ganz eingestellt werden.
Bei den Sonaten ist ja was einigermaßen Eindrucks vor,
das bei rumgekommen.
Auch später noch.
Also auch nach der Hochphase.
In der Porte der Romantik, Friedrich Chopin, das zweite Klavier-Sonat.
Das wird bis heute gerne für große Staatsbegräbnisse als Untermalung benutzt.
* Musik *
* Musik *
In Prinzip in jedem Film auch aus Hollywood, wo jemand beerdigt wird.
Sie zarthaft vergeht es nicht.
Wenn du das hörst, zu nach zwei, drei Tönen weißt du schon.
Okay, es wird traurig.
Da ist jemand, der die Erde gekommen oder was auch immer.
Der Marsch für Nähbre oder auch Funeral-March von Friedrich Chopin.
Der ist z.B. auch bei der Beerdigung von Queen Elizabeth, der zweiten gespielt worden.
Oder als Winstenscher.
Oder auch John F. Kennedy.
Damit beerdigen wir auch diese Folge.
Mit diesen Worten formulieren.
Das sage ich jetzt anders.
Damit tragen wir auch diese Folge zu Grabe.
Nein, ganz einfach ist diese Folge vorbei.
Irgendwann muss ich auch mal Schluss sein.
Wir wollen ja kürzere Folgen machen, wenn wir über die Gartungen sprechen.
Ist das so.
Ja, doch.
Doch, doch, doch.
Weil dann können wir vielleicht auch im Unterricht laufen.
Wir schaffen es in weniger als 45 Minuten.
Wir kommen zum Ende dieser Folge.
Irgendwann ist es dann ganz düster geworden auf die letzten Meter.
Wir haben heute der sonaten Hauptsatzform getrotzt und sie überlebt.
Und auch vor allem den Grundstein gelegt für die nächsten Folgen.
Da knüpfen wir uns die Gartungen Konzert und Symphonie vor.
Und die sonaten Hauptsatzform hat auch noch mal ihren Star-Auftritt ein paar Mal.
Aber da kommen wir nicht zum Rubben.
Klingen wir auch noch in.
Wir danken in diesen Falle unserer Autoren dieser Folge.
Leora Koch.
Die schaffen von Dienst heißt Christine Amel.
Unsere Produktleitung hat Anne Henschel inne.
Und ich bin Laura.
Und ich bin Uli Nasenberg.
Na, mach's es gut bis zum nächsten Mal.
Für Zeit.
Klassik für Klugscheiße.
Podcast Summary
Key Points:
Die Sendung „Klassik für Klugscheiße“ widmet sich der Sonate als grundlegendem Baustein der klassischen Musiktheorie.
Die Sonaten-Hauptsatzform entstand im 16. Jahrhundert und entwickelte sich von formlosen Anfängen zur strukturierten Form im Barock.
Die klassische Struktur der Sonate folgt einem „Heldenreise-Muster“ mit Einführung, Durchführung und Reprise, wobei Themen wiederholt und verändert werden.
Beethoven bricht mit der Mondschein-Sonate klassische Regeln auf, wobei sie trotzdem am Ende die Sonatenform nutzt.
Die Sonate wird in verschiedenen Instrumenten und Besetzungen verwendet, etwa als Duo- oder Trio-Sonate.
Der Vorschlag von Simon führt zu einer dreiteiligen Serie über Musiktheorie mit Fokus auf Gattungen und Formen.
Beispiele wie die Chello-Sonate von Grieg oder das „Neon Gravestones“ von 21 Pilots zeigen die Nachwirkung der Sonate in der Popmusik.
Der Abschluss zeigt, dass die Sonate bis in die Romantik reicht und kulturell bedeutende Rollen spielt, wie bei Chopins Totenmarsch.
Summary:
Die Sendung „Klassik für Klugscheiße“ widmet sich der Sonate als zentraler Form der klassischen Musik. Im Rahmen einer dreiteiligen Serie wird der Ursprung und die Entwicklung der Sonaten-Hauptsatzform erklärt – von ihren Wurzeln im Renaissance- und Barockzeitalter bis hin zu ihrer Verwendung in verschiedenen Instrumentalbesetzungen. Die Struktur wird mit dem „Heldenreise-Muster“ verglichen: Einführung, Durchführung mit Themenveränderung und Reprise führen zu einem emotionalen Abschluss.
Beethoven wird als herausragender Regelbrecher dargestellt, dessen Mondschein-Sonate trotz ihrer Abweichung von der Form einen großen Einfluss auf die Nachwelt hat. Auch moderne Popmusik, wie zum Beispiel „Neon Gravestones“ von 21 Pilots, zeigt die Nachwirkung der Sonate. Der Abschluss verweist auf die Rolle der Sonate in der Romantik, beispielsweise bei Chopins „Todemarsch“, der heute bei Beerdigungen verwendet wird.
Die Folge vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern verbindet es mit kulturellen Beispielen, um die Bedeutung der Sonate in der Musikgeschichte und der Popkultur zu verdeutlichen. So entsteht ein leicht verständliches, unterhaltsames und fachlich fundiertes Verständnis für ein zentrales Element der Musiktheorie.
FAQs
Die Sonate entstand als reininstrumentales Gegenstück zu den damaligen Gesangsstücken. Sie stammt aus der Renaissance und entwickelte sich im Barock zu einer klaren Form, wie der Sonaten-Hauptsatzform.
Der Begriff 'Sonate' kommt vom Lateinischen und bedeutet 'Tönen' oder 'Schallen'. Damals war eine Sonate einfach etwas, das klang und durch Instrumente vermittelt wurde.
Die Hauptsatzform besteht aus drei Teilen: der Exposition (Einführung mit Haupt- und Seitenthema), der Durchführung (dramatische Entwicklung) und der Reprise (Wiederholung der Themen im Grundton).
Die Sonate ist die Grundlage vieler musikalischer Formen und hat maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung der klassischen Musik, insbesondere im Barock und im Romanticismus.
Die Mondschein-Sonate von Ludwig van Beethoven folgt nicht der klassischen Hauptsatzform, sondern ist eine Fantasie. Sie ist ein Beispiel für kreative Abweichungen von Normen.
Die Hauptsatzform wird weiterhin häufig verwendet, besonders in Klavier- und Geigen-Sonaten. Sie ist jedoch nicht universell, da Künstler gerne Regeln brechen und neue Formen entwickeln.
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