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Die Freiheit nur ist Siegeslohn

31m 48s

Die Freiheit nur ist Siegeslohn

In der zweiten Folge von "Gedichte aus der Geschichte" besprechen Franziska und Sophie das Gedicht "Zur Kriegserklärung" von Louise Otto-Peters, das den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 thematisiert. Das Gedicht ist ein patriotisches Werk, das nationale Einheit und Freiheit als zentrale Motive hervorhebt. Es verwendet einen feierlichen Ton, Kreuzreime und einen vierhebigen Jambus, um die Kampfbereitschaft und Opferbereitschaft des deutschen Volkes zu betonen. Die Freiheit wird als Ziel des Krieges dargestellt, wobei Frankreich unter Napoleon III. als Aggressor beschrieben wird. Besonders bemerkenswert ist, dass das Gedicht von einer Frau verfasst wurde. Louise Otto-Peters war eine bedeutende Frauenrechtlerin des 19. Jahrhunderts, die sich für Bildung, Berufstätigkeit und politische Teilhabe von Frauen einsetzte. Sie war Gründungsmitglied des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins und verfasste zahlreiche literarische und journalistische Werke. Das Gedicht lässt sich biografisch deuten: Das lyrische Ich spiegelt ihr lebenslanges Engagement für nationale und frauenrechtliche Ziele wider. Die Diskussion um Straßennamen wie "Sedanstraße" zeigt, dass der Deutsch-Französische Krieg in der Erinnerungskultur präsent ist, aber oft nur im Kontext der Reichsgründung wahrgenommen wird. Der Krieg führte zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 und zur Abtretung Elsass-Lothringens an Deutschland. Das Gedicht von Otto-Peters ist ein typisches patriotisches Werk seiner Zeit, das jedoch durch die Autorschaft einer Frau eine besondere Bedeutung erhält.

Transcription

4898 Words, 31560 Characters

German
Hallo, herzlich willkommen zur zweiten Folge von Gedichte aus der Geschichte. Mein Name ist Franziska und mein Name ist Sophie. Wir sind zwei Deutsch und Geschichtslehrerin und auch Schwestern. Und ich werde Sophie heute etwas über ein Gedicht aus der Geschichte erzählen. Letztes Mal habe ich ja über Grodeck von Geoktragel gesprochen. Ein kurzes sehr bildgewaltiges Gedicht über eine Schlacht im ersten Weltkrieg. Heute geht es tatsächlich wieder um Krieg. Ich möchte an mein Nicht-Verraten um welchen und von dem das Gedicht ist. Sophie ließ es uns doch erstmal vor und dann schauen wir, ob du vielleicht drauf kommst. Schon in der morgen Jugendhagen fühlte ich mich als ein Kind der Zeit und ihrem hoffen, ihren Fragen. Versteht's mein Wort, mein Lied gewalt. Mein ganzes Herz, mein ganzes Leben war nur erfüllt von einem Ziel. Mich an mein Volk dahin zu geben, welches Schicksals los mir sonst auch viel. Schon als dies Volk noch harmlos träumte, noch still in Kettenlag und Schlieb. Als morgen rot den Himmel säumte und lärchen Lied nach Freiheit rief, da rief ich mit und rief so lange, bis das Erkamen der Freiheittag. Doch nichts zertreten war die Schlange, die zuckend nur zu Boden lag. In einer Zeit vollschmach und leiden, die für uns allverhängnisvoll, zu Hafenspielantrauer weiden. Doch noch mein trösten Lied erschwoll. Und nun, da Deutschland sich erhoben, ein Einig Volk zum Kampf erstät, die deutschen Klingen zu erproben, dem Feinsteuels entgegengeht, dem Feind von Zitternden zu ran zu einem Frechen Krieg gehetzt, der um die Freiheit neu zu bannen, sogar das Völkerrecht verletzt. Nun gilt es, Schlachtenliedersingen, dem deutschen Vaterland gewalt. Nun gilt es, die deutschen Fahnen schwingen, im Dienst der neuen besseren Zeit. O, dass sie endlich, endlich naht und sei sie auch mit Blut getauft, die Freiheit wird auf keinem Fade zu teuer und zu schwererkauft. Die Freiheit, wollte es nie vergessen, auch Deutschlandseinheit hat nur Wert, wenn wir sie nach dem Segen messen, den sie dem ganzen Volk beschert. Oh, deutsches Volk, auf Auf zum Kriege und stürze Frankreichskaisertschronen und losungs sei in diesem Kriege, die Freiheit nur ist siegeslohnen. Ja, danke so viel, sehr schön gelesen. Kannst du das gedichtseitlich einordnen? Also meine ersten Assoziation ging von den ersten Weltkrieg. Da gibt es ja so einige Hinweise darauf, dass da so ein nationalgedanke irgendwie wichtig ist. Jetzt würde ich aber sagen mit der letzten Strophe im Hinterkopf, dass ich erne in deutsch- französischen Krieg denken kann. Ja, genau, da hast du ganz rechts das Gedicht, thematisiert den deutsch- französischen Krieg von 1871, er stammt aus dem Jahr 1870 und regt den Titel zur Kriegserklärung. Der deutsch- französische Krieg findet natürlich in der Schule Erwähnung, wenn es um die Reichskründung und die Kründung Wilhemms des ersten im Spiegelseil von Versailles geht, spielt aber sonst in der Ende-Rungskultur eigentlich keine besondere Rolle mehr oder wie Stein einruck. Also ich würde sagen, die Einigungskriege, wenn wir noch den deutsch-deutschen und den deutsch-dännischen Krieg einbeziehen, die sind eigentlich nur, ja, ich würde sagen, vom Hören sagen, wer gut aufgepasst hat, hat das mit meinem Mitbekommen. Aber sonst, also gerade die beiden anderen, die ich noch erwähnt habe, die sind quasi komplett vergessen und der deutsch- französische Krieg dann wirklich nur in Bezug auf Gründung in Versailles. Wir haben letztens ja schon am Ende darüber gesprochen. Hier in Hannover und auch in anderen Städten gibt es immer noch Moldgestrassen oder Sedan-Straßen. Bei uns sogar relativ prominent durch die Urenstation Sedan-Strasse-Listermeile eben benannt nach dieser Kriegsentscheidenden Schlacht von Sedan im September 1870 bei der Napoleon III gefangen genommen werden konnte. Wie stehst du zu solchen Straßennamen? Früher habe ich mir natürlich gar keine Gedanken darum gemacht, warum die Sedan-Strasse Sedan-Strasse heißt. So die hat sich für mich einfach als Uber- und Station quasi etabliert, wie du es gerade auch schon angesprochen hast. Und Moldke ist jemand mit, mit dem man heute wahrscheinlich gar nicht so anfangen kann. Das ist irgendein Name, denn ich weiß, wer Moldke ist, wird auch nichts damit verbinden. Wer sich natürlich ein bisschen mehr mit Geschichte beschäftigt hat, der kann das dann anders einordnen und sieht das dann schon, denke ich, kritischer. Und also persönlich würde ich sagen, hab ich zu der Sedan-Strasse oder der Moldgestrase weniger bezug als beispielsweise zur Hindenburg-Strasse. Also da bild ich mir weniger ein negatives Urteil darüber als über die Hindenburg-Strasse. Mein Schild an will ich immer sagen, es ist so arm wie überländ. Man kann es so und so sehen. Ja, da gebe ich dir auf jeden Fall recht, es gibt Argumente quasi für beide Seiten, für die Umwendung oder dafür die Straßennamen so zu belassen. Aber auf jeden Fall, da gebe ich dir recht mit Hindenburg, verbindet man doch auf jeden Fall noch sehr viel stärkere Assoziation, ob jetzt unbedingt in negativer Hinsicht sei da hingestellt, aber alleine mit der Person verbindet man einfach viel mehr als jetzt mit Moldko oder eben auch dem Ort Sedan. Ja, wir haben jetzt natürlich nicht die zeitige gesamte Geschichte des Krieges aufzuräulen, aber ganz kurz zur Orientierung. Ursache des Krieges waren diplomatische Spannungen zwischen Frankreich und dem Norddeutschen Bund-Unterführung-Präußens. Nach der Absetzung Isabella's der zweiten von Spanien sollte, hier Leo Pold von Honzollern Siegmaringen auf den Ton folgen, was für Frankreich quasi bedeuten würde, dass sie von Honzollern umzingelt sind. Ist Isabelle auch Honzollerin oder ist die Habsburgerin? Nein, Isabella war keine Honzollern, sondern sie war eine Bobonen. Ja, das ist für Frankreich natürlich irgendwie angenehmer, eine Bobonen als Nachbarin zu haben. Daraufhin traf der vonzösische Botschaft der Wonsum, bin der Dattie Wilhelm den ersten von Preußen, auch aus dem Adeltshaus der Honzollern in Bad Ems, um den König dazu zu bewegen, der zukünftigen Kandidatur eines Honzollern auf den spanischen Ton zu widersprechen. Wilhelm lehnte das aber höflich ab. Über dieses Treffen wurde eine Depäsche verfasst, die dann aber vom preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck noch einmal so redigiert wurde, dass sie ein deutlich schärferer provokanteren Ton erhielt. Das ist die Emser der Päsche, oder? Genau. Von Frankreich wurde dies als Beleidigung aufgepasst, was eben maßgeblich zur Kriegserklärung gegenüber Preußen beitrug. Häusen und der Norddeutsche Bund wurden im Krieg von vielen anderen deutschen Staaten unterstützt und konnten schnell und effektiv reagieren. Diese Kriegserklärung kam ja jetzt an nicht ganz überraschend und war zumindest mit einkalkuliert. Als Napoleon III. Die Leute dann gefangen und wurde belagerten die deutschen Paris und im Januar 1870 kapitodiert die Stadt. Im gleichen Monat wurde Wilhelm der erste zum Kaiser gekröhnt, offiziell beendet wurde der Krieg mit dem Frieden von Frankfurt im Mai 1870. Unter anderem sahen die Vereinbarung die Abbreitung Elzas-Lodring und hohe Reparationszahlung für Frankreich vor. Aber kommen wir zurück zum Gedicht. Hast du eine Vermutung von Wemmes geschrieben wurde? Nein. Dieses Gedicht wurde von einer Frau verfasst. Oh, ja, das hat man auch selten tatsächlich. Ja, das ist ein bisschen überraschen für dich auch sagen und zwar Luisa Otopeta, sagte die Sonne an was. Gar nichts. Tatsächlich ist sie, obwohl sie eine recht produktives Schriftstellerin war, gar nicht für ihre detragischen Werke so bekannt, sondern sie war eine bedeutende Frau im Rechtlerin des 19. Ja, ich erzähle dir erst mal was, weil sie wirklich eine wichtige Figur ist und viele kennen sie ja auch gar nicht. Also wenn du so einen Frauenrechtlerin dieser Anfangszeit denkst, welche Namen fallen ihr da so ein? Wenn wir über die französische Revolution sprechen, dann zwar zurückgegangen, denke ich gerade an eine alternative Menschenrechtserklärung, die die Frauen der Zeit quasi schreiben von unlangt. Unlangt kusch. Ja, genau. Dann einmal kurz zurück zu Otopetas. Sie wird am 26. Im März 1819 in eine bürgerlich liberale Maisner Familie geboren und hickt schon früh Interesse an Musik, Theater und Literatur. Gleichzeitig kritisiert sie bereits als Jungs Mädchen die mangelnden Bildungsschancen für Frauen, die damals sehr keinen Abitur absurvieren oder gar studieren konnten. Im Vormiranz entwickelt sie eine Freundschaft zu einer der prominentesten Figuren der Zeit, nämlich dem Demokraten Robert Blum, dessen Ermordung sie auch ein Gedicht gewidmet hat. 1843 antwortet Otopetas auf einen von Blumen in den sächsischen Vaterlandsblättern veröffentlichen Beitrag mit dem Titel über die Teilnahme der weiblichen Welt am Staatsleben. In ihrer Reaktion spricht sie sich selbstverständlich für die Teilnahme von Frauen am Staatsleben und damit indirekt auch für das Frauenweilrecht aus. Als Folge dessen erscheint 1834-44 die Artikel Serie "Frauen und Politik", die als publicistische Auftakt der deutschen Frauenbewegung gewertet wird. Auch zu anderen sozialkritischen Dich dann fliegt sie freundschaftlichen Kontakt. Otopetas ist, wie gesagt, im Fall Schriftstellerisch und auch journalistisch tätig und nicht nur das, sie kann auch davon ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten sowie denen mehrere Familienmitglieder. Durch das Geld, was sie verdient, kann sie auch auf Reisen gehen und dort lernen sie unter anderem auch die prekären Arbeitsbedingungen von Frauen in der Produktion kennen, welche sie literarisch verarbeitet, zum Beispiel in ihrem bekanntesten Roman Schloss und Fabrik aus dem Jahr 1846, der erstmals 1996 und senziert erschien. Unsensiert. Was schreibt sie denn da? Ich hab ihn mir auch schon auf meine Leseliste gesetzt, also was genau sie schreibt, das kann ich dann vielleicht mal mal anders berichten. Otopetas Verstanden, Frauenarbeit nicht bloß als Notbehälf, falls man ledigbleibt, der ehemann stürbt oder arbeitslos wird, sondern auch als Grundlage zur Selbstentfaltung. So äußert sie sich, wer zu einem fortkommen in der Welt einzig unterleihen, auf die Hilfe anderer angewiesen ist, kann ja niemals zum vollgefühl der eigenen Kraft noch der Würde der Unabhängigkeit und damit des Warenmenschentums kommen. Ein derartiges Verständnis von Arbeit verändert natürlich auf dem Blick auf die Ehe, die dann eben nur noch aus Liebe und Nicht-Auswirtschaftlichen Erwägungen geschlossen wird. Und so was vermutlich auch zwischen ihr und ihrem Mann, dem Oppositionellenredakteur August Peters. Während das Vormärz engagiert sich Otto Peters nicht nur literarisch und schon elistisch, sondern auch in der Demokratiebewegung in Sachsen, durch die Organisation von Verein, Versammlung, Petition und darüber hinaus, durch die Unterstützung politischer Gefangner, zu denen auch ihr späterer Ehemann seht. 1858 heiraten die beiden und arbeiten dann gemeinsam an der Mitteldeutschen Volkszeitung, leider stürbt ihr man bereits 1864. In der folgenden Zeit ist Otto Peters als Gründungsmitglied des Leipziger Frauen Bildungsvereins und des allgemeinen deutschen Frauenvereins aktiv, in deren Fokus die Vermittlung von Bildung, Ausbildung zur Berufstätigkeit, wirtschaftliche Selbstständigkeit und umfassender Teilhabe an Kunst und Kultur stehen. 1871 erlebt sie dann, die langer Sintenationalstaatsgründung kritisiert aber, in ihrer Schrift "Frauen Leben im deutschen Reich", aus dem Jahr 1876 auch die fehlenden Teilhaberechte der Frauen. Möglich war diese Kritik durch einen kleinen Trick und zwar hat sie ihre Ideen als Zukunftsvision verpackt, die sie mit drei Jahre, 1865, 1875, 1965 einleitet. Bis 1891 bleibt Otto Peters dann Vorsitzende, das allgemeinen deutschen Frauenvereins, 1595 stürbt sie im Alter von 76 Jahren an einer Lungenentzündung. Neben ihrem bedeutenden Einfluss auf die Frauenrechtsbewegung hinterlässt sie ein sehr umfangreiches literarisches Öfre, das Gedichte, Romane, Novellen, Erzählung, Reiseliteratur, Essigs und sogar Opalibretti umfasst. Und ja, damit kommen wir auch schon zurück zu ihrem literarischen Werk oder was heißt schon. Ich muss sagen, ich habe zu dem Gedicht oder zu lürik Otto Peters generell keinerlei Publikation gefunden. Die Autoren ist natürlich für die Frauenbewegung von großer Bedeutung weniger allerdings für die Literaturwissenschaft. Das Gedicht ist ein patriotisches Werk, das für diese Zeit ganz sogar üblich ist. Bändung wie mein Volk, ein einzig Volk, deutsches Tathaler und deutsche Fahren und die Apostrophe für die deutsche Volk zeigen davon. Der Ton ist feierlich bzw. pathetisch, das ist auch sehr schön rübergebracht in einem Vortrag. Ich kann mir schon ein bisschen falsch ehrlich gesagt dabei vor. Heute ist so eine Literatur zu lesen, das hat einen komischen Beigeschmack. Auf jeden Fall, ich weiß was du meinst. Es gibt ein starken Neuralismus zwischen Deutschland und Frankreich. Das deutsche Volk ist einig, stolz, patriotisch, opferbereit und die Franzosen werden vom Zitanten-Türanen in ein frechen Krieg gehetzt. Wie es in Faires erführen wir uns 26, heißt, was jedoch ein wenig die Schuld vom französischen Volk nimmt und vorringig Napoleon dem Dritten zu schreibt. Also dieses Wort "Türan" löst bei mir im Asociation aus zu Gottfried August Bürger mit sein Gedicht der Bauern seinen durchlauchtigen Türan. Das ist ja so eins der rosen Sturm und dranggedichter, die man auf jeden Fall in der Schule immer ganz viel ist, neben Prometheus. Da haben wir auch dieses prägnante Schlagwort im Türan. Du nicht von Gott-Türan, heißt das meine ich in der letzten Strophe. Ich hatte das Letzens mit meinem Deutsche K. Da haben wir noch mal, oder wir beschädigen uns gerade mit Büchner genauer und haben Weutsack gelesen und jetzt den hessischen Landboten. Und Büchner greift das auf jeden Fall auch auf, der zitiert das in seinen hessischen Landboten. Wann so ein Gedanke, den ich noch gerade hatte. Dieser Türan, der um die Freiheit neu zu bannen, sogar das Völkerrecht verletzt, wie die daraus folgenden zwei Fährse lauten. Dieses Ban der Freiheit kann als Verweis auf die napolionischen Kriege verstanden werden, die eine Besetzung und Neuordnung vieler deutschen Staaten zu folge hatte, aber auch für den generell großen Einfluss Frankreichs in Europa zu dieser Zeit. Dieser war durch das er starken Preusens jetzt natürlich bedroht, was den Wunsch nach Eindämmung der preußischen Expansion erklärt. Die im Zuge dessen angesprochenen Völkerrechtsverletzung lässt sich nicht konkret nachweisen. Es kam wohl auf beiden Seiten zu schlechter Behandlung von Kriegsgefangenen und Gewalt hatten gegen Zivilistin. Allerdings gab es auch noch kein allgemeines Völkerrecht wie im heutigen Sinne. Die H.A. Landpriegsordnung wurde erst 1997 in ihrer endgültigen Form verabschiedet, aber über Treibung und das Schühen von Ängsten sind natürlich probate Mittel in grubagantistischen Texten. Die Freiheit ist ein überauswichtiges Motiven im Gedächtig der Begriff kommt insgesamt sechsmal vor und wird verbunden mit Metafan aus dem Wortfeld Kampf, zum Beispiel und sei sie auch mit Blut getauft oder ein Einig folgt zum Kampf, als steht die deutschen Klingen zu erproben. Dieses mit Blut getauft, das ist ja auch schon wieder so ein "Das klickt wie Klingor, das ist getestet, ja, das stimmt." Aber auch so diese Legitimation sag ich mal durch den Glauben, dass man quasi die Befugnis dazu hätte in gewisser Weise den Feind anzugreifen. Genau, also das Ganze muss ja auch gertlich legitimiert sein. Das Verb "Erstehen" an dieser Stelle ist auch ganz interessant, da so wirkt als erst dünne das Volk im Allein aus diesem Kampf, wodurch der Krieg quasi zur Bedingung der Nationaleinheit führt und nur in dieser Nationalen Einheit kann es auch Freiheit für das deutsche Volk geben, also zum Beispiel bürgerliche Freiheiten, wie Freihandel, Stärke nach außen, nationale Selbstbestimmung und der Gleichen. Nationen und Freiheit werden hier quasi miteinander gleichgesetzt. So weit ein rechtstypisches, patriotisches Gedicht seiner Zeit, auch der durchgängige Kreuz freieim und der regelmäßige vierhebige Jambus zeichnen das Gedicht jetzt nicht gerade als etwas Besonderes aus. Ah doch, der vierhebige Jambus, der ist eine Seltenheit. Also das unterstützt einfach auch so diesen lithaften Charakter des Gedichts. Das lürische ich spricht auch von seinem Lied oder trössendlied, dem Lärchenlied und später auch den schlachten Liedern. Was macht das Gedicht jetzt aber zu einem besonderen? Nun, einmal die Tatsache, das ist von einer Frau verfasst wurde. Wie wir letztes Mal hier schon angesprochen haben, muss man natürlich immer vorsichtig sein, das lürische ich mit dem Auto oder der Autoren gleichzusetzen. Aber ich möchte mich hier doch einmal an eine biografische Deutung wagen. Das lürische ich gibt an, es habe sich schon in der jungen Morgentagen als ein Kind der Zeit gefühlt. Hier ist erst mal das substativ Morgentag interessant. Ich habe es mal im krimischen Wörterwohren nachgeschlagen und es bedeutet einfach morgen im Sinne von der nächste Tag. Dementsprechend könnte man die Stelle vielleicht so interpretieren, dass das lürische ich schon immer an der Zukunft und im Kontext des Gedichts, besonders an der Zukunft, seines Heimatlandes interessiert war. Wenn man jetzt allerdings die gesamte Nominalfraser der jungen Morgentage betrachtet, dann könnte es sich einfach um eine Verstärkung des Bildes der Jugendlichkeit und der damit ein hergehenden Aufbruchstimmung handeln. Was aber macht nun das Kind der Zeit aus? Nun, das 19. Jahrhundert war ja eine Zeit großer Umbrüche. Vor allem natürlich durch die industrielle Revolution, welche selbstverständlich nicht nur technologischen, sondern auch enormen sozialen Wandelnachsichtzug. Urbanisierung, veränderte Arbeitsbedingungen, Herausforderung neuer Klassen und so weiter. Autopäta hat ja schon als junges Mädchen kritisiert, dass ihr und ihren Altersgenossinnen der Weg zum Abitur und zum Studium versperrt ist. Im Jahr 1840, also mit gerade mal 21 Jahren, reißt sie in sächsische Ödoran, einem von der Textileindustrie geprägt der Ordner Erkenntnis, um sich dort mit Arbeits- und Lebensbedingungen der Weber innen vertraut zu machen. Aber was natürlich auch an markantes Problem der Zeit darstellt, ist die deutsche Frage, also die Frage nach einem Nationalstart. Im Gedicht heißt es weiter und ihrem hoffen ihren Fragen, was steht mein Wort, mein Lied gewalt. Nun haben wir das weibliche Positiv-Ponum "Ihr" an dieser Stelle vorliegen, wodurch hier reingrammatikalisch betrachtet, das hoffen und die Fragen der Zeit gemeint sind. Aber wenn wir jetzt davon ausgehen, dass dieses Kind der Zeit und dementsprechend das lürische ich weiblich ist, könnte es auch auf sich selbst referieren, quasi wie ein erzählenes "ich", das auf seine Jugend zurückblickt und dementsprechend von sich selbst in der dritten Person spricht. Dass das lürische "ich" hier von seinem Wort und seinem Lied spricht, könnte ebenfalls auf eine enge Beziehung zwischen ihm und Otto Peters hindeuten, denn Wort und Lied könnten hier im übertragenden Sinne für ihre journalistische Arbeit und für ihre literarischen Werke stehen. Mit den Fersen, mein ganzes Herz, mein ganzes Leben, wann nur erfüllt von einem Ziel, mich an mein Volk dahin zu geben, welches schicksalzlos mir sonst auch viel zeigt, das lürische "ich", wie umfassend sein Engagement ist. Also steht nicht nur leidenschaftlich hinter seinem Ziel, symbolisiert durch das Herz, sondern auch sein Leben, seine ganze Tätigkeit ist diesen Ziel gewidmet und genau das trifft ja auch auf Otto Peters zu. Die Autorin vertritt ja nicht bloß bestimmte politische Ideale, sondern setzt sich auch zeitlebens dafür ein. Auch die Metapher des schicksalzloses könnte darauf hindeuten, dass wir hier eine Frau als lürisches "ich" haben, und den Frauen waren ja viel stärker als Männer für ihrem Schicksal unterworfen. aus dem Haushalt ihres Vaters gingen sie quasi wie ein Erb. Stück in den Haushalt ihres Mannes überwärnd Männer, die natürlich auch unter sozialen Zwenken unter Wartungen litten, der noch gerade im Bürgertum die Möglichkeit hatten, zu studieren und sich beruflich zu verwirklichen. Ja, während die ersten beiden Stufen also quasi dem Commitmen, sag ich mal, dass nirrischen ichs für die Sache seines Volkes gewidmet sind, ordnen die nächsten drei Stufen die Kriegserklärung und den Freiheitskampf des deutschen Volkes, der daraus folgern, historisch ein. Und zwar heißt es schon als dies voll noch harmlos träumte, noch still in Kettenlag und schlief, als morgen rot den Himmel säumte und lärchen liet nach Freiheit rief. Interessant ist hier einmal der zeitliche Verlauf, welcher durch den Anbruch des Tages dargestellt wird. Zunächst ist Nacht, das Volg träumt und schläft. Dabei liegt es in Ketten, also unfrei, doch dann bricht der Tag an, wo von das morgen rot und das Lärchen liet zeugen, was an Symbol für den Anbruch einer neuen Zeit gelesen werden kann, in welcher der Wunsch nach Freiheit gedeit. An dieser Stelle fällt mir gerade noch was auf und zwar das Lärchen liet und zwar zu den recherchenden anderen Volker, bin ich darüber gestolfert, dass Lärche auch häufig an Symbol quasi für den Dich da oder die Dich darin ist. Ja, das habe ich auch schon mal gelesen. So wie der Schwahn, der Schwahn auch, aber der Schwahn sinkt doch gar nicht. Ja, aber das habe ich auch schon mal gelesen und zwar hast du das in mich letzte Folge einmal gesagt. Ich habe ja meine Prüfungsunterricht über Hälfte des Lebens von Höll der Diengeheiten und da kann man den Schwahn auch als Dich da deuten. Also es gibt auch Interpretationen, die da hingehen. Also vielleicht ist es ja auch einfach nur so ein Vogelding. Also vielleicht möchten sich Dich da immer gerne als Vogel sehen. Na ja, auf jeden Fall, wenn hier das Lärchen liet nach Freiheit ruft, dann kann das natürlich auch quasi für ihren eigenen persönlichen Freiheitsruf als Dich darin stehen. Ja, was meint du, welche Zeit hier gemeintest? Also ich wiederholz auch mal, weil es das jetzt schon vergessen hast. Also zunächst ist Nacht. Das Volk träumt und schläft. Dabei liegt es in Ketten, ist also unfrei. Doch dann bricht der Tag an, wo von das morgen rot und das Lärchen liet zeugen, was an Symbol für den Anbruch einer neuen Zeit gelesen werden kann, in welcher der Wunsch nach Freiheit gedeilt. So diese Zeit. Dann würde ich das vielleicht nicht auf ihre Jungen beziehen, sondern dann bezieh ich das jetzt mal grob auf die Zeit der Nationalstaatsbewegung vor der 48er Revolution. Es wird quasi auf die Zeit des Formärats angespielt. Ja, was weißt du noch über diese Zeit? Du hast ja auch gerade schon erwähnen. Vollzeug ist zum Wiederholt mal Flüchtlektüre, da bist du ja sicher ganz gut drin. Ja, das baut ja gar keinen Druck auf. Deutschland ist in dem Streben nationalstaat zu werden. Wir sind ja aufgeteilt in diesen Flicken-Tappel. Wir haben ganz viele kleine Fürsten-Tümmer-Herzog-Tümer, das verbinde ich noch damit große Zensur natürlich. Also wir haben in Hannover hier die Göttinger sieben stehen, ein Denkmal vor dem Landtag, was sieben Göttinger-Professoren zeigt, die sich lautstag gegen die Presse-Zensur geäußert haben und dafür ihre Postenräumen mussten an der Göttinger-Universität. Ja, du hast natürlich rechts also zwei wichtige Themen, in der Zeit sind natürlich einmal der nationalgedanke, der Wunsch nach einer Nationalstaatbildung und in diesem Kontext natürlich auch nach einer Verfassung, in der eben diese Grundrechte, die du gerade angesprochen hast, also Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und so weiter. Also das, was wir heute alles im Grundgesetz stehen haben, eben auch drin stehen. Was sind taktisch sehr interessant ist an dieser Strophe? Ich muss den nochmal lesen, weil jetzt ist schon lange her. Schon als dies Volk noch haben, das träumte noch still in Kettenlark und Schliefer, als morgen rot den Himmel-Säumen für einen Lärchennetner Freiheit-Rief, es handelt sich nur um Nebensätze und genauer gesagt um temporale Advertial-Sätze und dadurch wird natürlich Spannung aufgebaut. Was passierte als das Volk nach Freiheit-Rief? Und so gleich wird damit angedeutet, das Volk war damals noch nicht bereit. Es fehlt noch etwas zur Erlangenung der Freiheit. Der Satz geht dann weiter, da rief ich mit und rief so lange, bis das Erk haben der Freiheit-Tag. Wir wissen ja von Autopetus, dass sie auch mit Rief, also sich im Formen jetzt für liberale Ziele engagierte, zu denen für sie selbstverständlich auf Frauenrechte gehörten. Mit der Freiheit-Tag könnte dann die Nationalversammlung in der Pauzkirche gemeint sein, von der sie allerdings insofern enttäuscht war, als dass sie die Parlamentsitzung lediglich von der Damen-Gadderie verfolgen konnte. Aber immerhin die Sitzung fanden in Gegenwart von Frauen statt, war schon als Fortschritt zu werden. Wir wissen ja, Landa ist ihre Volozion gescheitert, wer weiß, wie Deutschland dann heute aussehen würde. Ich finde, man sollte auch irgendwie mehr Literatur, so mehr so kontrafaktische historische Literatur da hätte ich irgendwie Bock drauf so. Was wäre passiert, wenn die 48er Revolution erfolgreich gewesen wäre? Ich finde, das ist auch ein spannendes Thema. Also das ist ja auch unglaublich komplex. Ich glaube, wir haben da mal drüber geredet. Wir sind ja beide große Liebhaberin von Film von Quentin Tarantino und einer der großen kontrafaktischen historischen Filme ist ja Englories Bastards und es wäre natürlich auch spannend, dann eben weiter zu denken. Also es gibt ja kontrafaktische historische Literatur, so die Männer in der High Castle von Philip K. Dick. Und wie heißt das Vater, Lenn von Robert Harris und gerade gerade jetzt lehse ich Making History von Stephen Frye, aber ich bin noch nicht so weit, wo es kontrafaktisch wird. Ich liebe jetzt Stephen Frye auch. Ich finde es richtig cool, so als Person auch einfach und nicht nur als Schriftstätler. Ja, dann kommen wir vielleicht mal zurück zum Thema. Die Revolution scheitert oder metaphorisch ausgedrückt. Nicht zertreten, warte die Schlange, die zucken nur zum Boden lag. Also die Schlange ist ja eigentlich auch ein sehr aufgeladenes Symbol. Die erste literarische Schlange für mich ist immer die Schlange aus dem Garten eben, die Eva dazu bekommen, eine Frucht vom Baum der Erkenntnis zu essen. Und damit ist ja an sich eigentlich schon so ein Symbol von Zwie Trakt. Es ist ein gutes Wort dafür oder von hinterlöst. Ja, von hinterlöst. Ja. Und jetzt liegt sie zuckend am Boden, passt aber irgendwie nicht so gerade in meinen Bild. Aber vielleicht denke ich auch gerade nicht so nach oder es hat auch gerade gar nichts damit zu tun, was natürlich auch sein kann. Ja, also man würde sich vielleicht fragen, okay, warum liegt die Schlange jetzt zuckend zu Boden? Also ich denke, man könnte mit der Schlange vielleicht so die konservativen Kräfte im Verbindung bringen. Das Volk dann einer Zeit, voll schmach und leiden, also eine reaktionäre Politik mit Einschränkungen oder mit noch stärkeren Einschränkungen der Pressefreiheit und politischer Aktivitäten und so spricht das lürische ich jetzt auch nicht mehr von Wort und Lied, sondern nur von einem trösten Blied, was eben implizieren könnte, dass der journalistischen Arbeitgewisse Grenzen gesteckt wurden und es sich vor allem literarisch betätigte. Nun ist natürlich auch der Fakt, dass jede deutsch französische Krieg in einer Traditionslinie mit der Revolution von 1848, 49 gestellt wird, nichts ungewöhnliches. Bemerkendes Wert ist in diesem Kontext jedoch die vorletzte Strophe. Die Freiheit wollte es nie vergessen, auch Deutschlandseinheit hat nur Wert, wenn wir sie nach dem Segen messen, den sie dem ganzen Volk beschert. Und was ist hier mit dem ganzen Volk gemeint? Natürlich alle inklusive der Frauen. Vor Orthopeters gehören Frauen, Emanzipationen, Gesellschaftsreform und Renmar zusammen. Es kann keine Freiheit für das deutsche Volk geben, wenn die Hälfte noch einmal unfrei ist und die Geschicke des Volkes nicht aktiv mitgestalten kann. Was 1848, 49, versäumt wurde, soll nun nachgewuld werden. In dieses Gedicht transportiert hier nun eine sehr patriotische, fast kriegsverherrliche Stimmung. Doch ist davon auszugehen, dass Frau Orthopeter dieser Krieg einfach eine notwendige Bedingung auf dem Weg zum Nationalstatt war. In ihrem Gedicht in deutschen Frauen heißt es in den letzten beiden Fersen nämlich, "Einst kommt die Zeit des Friedens und der Frauen. Dann gibt es nirgends solche Kämpfe mehr." Und damit möchte ich mein kleinen Vortrag über Louis Orthopeters und ihr Gedicht zur Kriegserklärung beenden, hast du noch Fragen an Märkungen wünschen, als du auf das zwei andere Gedicht von Orthopeters referenziert hast, musst du ich an ein Lied von den Ärzten denken. Es hat nur sehr wenig damit zu tun. Aber vielleicht erinnerst du dich an dieses kleine Lied, wenn alle Männer Mädchen werden. Da singen die Ärzte, wenn alle Männer Mädchen werden, dann werden die Welt perfekt. Keine Kriege, kein Hask, kein Mensch, der sich versteckt und irgendwie fand ich das gerade so passend dazu. Zu deinem letzten Punkt, dass der Krieg nur eine notwendige Bedingung darstellt für eine Freiheit des ganzen Volkes. Und es war eine so ein etwas blöd wie Gedanken gerade. Ja, aber passend. Ja, gut, dann würde ich sagen, dann verabschiede ich mich und freue mich aufs nächste Mal. Literaturhinweis und zum Gedicht selbst habe ich tatsächlich wie gesagt, keine, aber wer sich näher über Luisa Orthopeters informieren möchte, der findet bei der bundeszentrale für politische Bildung eine Ausgabe aus Politik und Zeitgeschichte zu Luisa Orthopeters. Es steht im 18. Februar 2019. Ich liebe dieser Zallschrift einfach und als Näherin bin ich einfach richtig dankbar dafür, dass es die gibt. Ja, wollen wir das Gedicht nochmal lesen oder? Ja, ich würde es jetzt nochmal lesen, weil jetzt beim zweiten Mal haben wir jetzt noch meinen anderen Kontext und das wirkt vielleicht nicht mehr ganz so. Partätisch, also. oder anders auf jeden Fall, schon in der Jugend morgen tagen fühlte ich mich als Kind der Zeit und ihrem hoffen, ihren Fragen, was steht mein Wort, mein Lied gewalt. Mein ganzes Herz, mein ganzes Leben, er nur erfüllt von einem Ziel, mich an mein Volk dahin zu geben, welches Schicksalz los mir sonst auch viel. Schon als dies Volk noch harmlos träumte, noch still in Kettenlark und Schlieb, als morgen rot den Himmel säumte und lärchen Lied nach Freiheit rief. Darief ich mit und rief so lange, bis das Erkarm der Freiheit tag. Doch nichts zertreten wart die Schlange, die zuckend nur zu Boden lag. In einer Zeit voll schmach und leiden, die für uns allverhängnisvoll, zu Hafenspiel antrauerweiden, doch noch mein Trösten liebterschwoll. Und nun, da Deutschland sich erhoben, ein Einig folgt zum Kampf erstät, die deutschen Klingen zu erproben, dem Feind stolz entgegen geht, dem Feind von zitternden Tür an zu einem frächend Krieg gehetzt, der um die Freiheit neu zu bannen, sogar das Völkerrecht verletzt. Nun gilt es Schlachtenlieder singen, dem deutschen Vaterland gewalt, nun gilt die deutschen Fahenschwing im Dienst der neuen besseren Zeit. O, dass sie endlich endlich naht und sei sie auch von Blut getauft, die Freiheit wird auf keinem Fade zu teuer und zu schwerer kauft. Die Freiheit, wollte es nie vergessen, auch Deutschlands Einheit hat nur Wert, wenn wir sie nach dem Segen messen, den sie dem ganzen Volk beschert. O, deutsches Volk, auf, auf zum Siege und stürze Frankreichskaisertron und losung sei in diesem Kriege, die Freiheit nur ist siegeslohn.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die zweite Folge "Gedichte aus der Geschichte" behandelt ein Gedicht von Louise Otto-Peters über den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/7
  2. Das Gedicht ist ein patriotisches Werk mit nationaler Einheit und Freiheit als zentralen Motiven, geschrieben von einer Vorkämpferin der Frauenbewegung.
  3. Otto-Peters war eine bedeutende Frauenrechtlerin des 1
  4. Jahrhunderts, die sich für Bildung, Berufstätigkeit und politische Teilhabe von Frauen einsetzte.
  5. Der Deutsch-Französische Krieg führte zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871, mit Folgen wie der Abtretung Elsass-Lothringens.
  6. Die Diskussion um Straßennamen wie "Sedanstraße" zeigt die anhaltende Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur dieses Krieges.

Summary:

In der zweiten Folge von "Gedichte aus der Geschichte" besprechen Franziska und Sophie das Gedicht "Zur Kriegserklärung" von Louise Otto-Peters, das den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 thematisiert. Das Gedicht ist ein patriotisches Werk, das nationale Einheit und Freiheit als zentrale Motive hervorhebt. Es verwendet einen feierlichen Ton, Kreuzreime und einen vierhebigen Jambus, um die Kampfbereitschaft und Opferbereitschaft des deutschen Volkes zu betonen. Die Freiheit wird als Ziel des Krieges dargestellt, wobei Frankreich unter Napoleon III. als Aggressor beschrieben wird.

Besonders bemerkenswert ist, dass das Gedicht von einer Frau verfasst wurde. Louise Otto-Peters war eine bedeutende Frauenrechtlerin des 19. Jahrhunderts, die sich für Bildung, Berufstätigkeit und politische Teilhabe von Frauen einsetzte. Sie war Gründungsmitglied des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins und verfasste zahlreiche literarische und journalistische Werke. Das Gedicht lässt sich biografisch deuten: Das lyrische Ich spiegelt ihr lebenslanges Engagement für nationale und frauenrechtliche Ziele wider.

Die Diskussion um Straßennamen wie "Sedanstraße" zeigt, dass der Deutsch-Französische Krieg in der Erinnerungskultur präsent ist, aber oft nur im Kontext der Reichsgründung wahrgenommen wird. Der Krieg führte zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 und zur Abtretung Elsass-Lothringens an Deutschland. Das Gedicht von Otto-Peters ist ein typisches patriotisches Werk seiner Zeit, das jedoch durch die Autorschaft einer Frau eine besondere Bedeutung erhält.

FAQs

Das Gedicht wurde von Louise Otto-Peters verfasst, einer bedeutenden Frauenrechtlerin und Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts.

Das Gedicht thematisiert den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71.

Ursache waren diplomatische Spannungen um die spanische Thronkandidatur eines Hohenzollern, die durch die redigierte Emser Depesche verschärft wurden.

Sie war eine führende Frauenrechtlerin, die sich für Bildung, Berufstätigkeit und wirtschaftliche Selbstständigkeit von Frauen einsetzte, und gründete den Allgemeinen Deutschen Frauenverein mit.

Es ist bemerkenswert, weil es von einer Frau verfasst wurde und patriotische Motive mit der Forderung nach Freiheit verbindet, was für die Zeit ungewöhnlich ist.

Die Sedanstraße und die Moltkestraße sind nach der Schlacht von Sedan und dem preußischen General Moltke benannt.

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