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Die dreiste Zaubershow des Elon Musk

26m 50s

Die dreiste Zaubershow des Elon Musk

Der Podcast des Manager Magazins diskutiert die Diskrepanz zwischen Teslas finanzieller Performance und seiner hohen Börsenbewertung. Trotz eines erstmaligen Umsatzrückgangs, sinkender Verkaufszahlen und eingebrochener Gewinne im Elektroautogeschäft bleibt der Aktienkurs nahe am Allzeithoch. Dies wird darauf zurückgeführt, dass CEO Elon Musk erfolgreich die Erzählung verändert hat: Statt der aktuellen Automobilzahlen stehen nun Zukunftsvisionen wie autonome Robotaxis und der humanoide Roboter Optimus im Vordergrund, die den künftigen Unternehmenswert begründen sollen. Allerdings gibt es für diese Technologien bisher kaum belastbare Belege oder Umsätze. Experten kritisieren, dass Teslas autonomes Fahren in Pilotprojekten Sicherheitsprobleme aufweist und hinter Wettbewerbern wie Waymo zurückliegt. Auch bei der Robotik fehlt es an konkreten Fortschritten; Optimus demonstriert nur einfache, vorprogrammierte Aufgaben und ist von einem serienreifen Einsatz weit entfernt. Während Musk mit seinen Visionen Investoren begeistert, deuten die realen Daten auf erhebliche technologische und marktliche Herausforderungen hin, die die extrem hohe Bewertung in Frage stellen.

Transcription

3874 Words, 24467 Characters

German
Das Klischee ist ja mal bei Elon Musk, dass er zwar nie, dann liefert, wann er ankündigt, aber irgendwann liefert er, aber man muss sagen, in der Realität ist es so, dass er oft einfach nie liefert. Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer. Sie sind bei Manager Magazin Podcast das Thema, mein Name ist Isabel Hülsen. Wir beschäftigen uns heute mit einem Unternehmen, das die Gesetze der Börse scheinbar außer Kraft setzt. Die Rede ist von Tesla. Erst in der vergangenen Woche präsentierte Elon Musk auf der großen Bühne in Davos noch einmal seine Vision von einer Tesla Roboter-Army, die eine Revolution der Wirtschaft einleiten und die Welt von Armut befreien soll. In dieser Woche veröffentlichte das Unternehmen die Zahlen für das abgelaufene Quartal und die sind dann doch weit weniger hochfliegt. Der Umsatz ist erstmals in der Unternehmensgeschichte gesunken, Musk hat noch deutlich weniger Autos verkauft als schon 2024. Der Tesla-Course trotz dem nahe am absoluten Höchststand. Wie schafft es Elon Musk eigentlich immer wieder seine Investoren trotz all der offensichtlichen Probleme zu begeistern oder sollte man vielleicht besser sagen zu blenden und kann sein jüngster Versuch aufgehen mit seinen Roboter-Visionen über die Schwäche im E-Auto verkauft und beim Autonum fahren hinweg zu täuschen. Darüber spreche ich heute mit meinem Kollegen Jonas Rest, der sich für das Manager magazine schon länger mit der Zauber-Show von Elon Musk beschäftigt, dazu auch unsere aktuelle Titelgeschichte gerade geschrieben hat. Jetzt ist er hier bei mir im Studio, ich freue mich, dass er da ist, hat sich willkommen lieber Jonas. Vielleicht freue ich mich hier zu sein. Ja, lass uns doch vielleicht gleich mal einsteigen mit den aktuellen Zahlen, die ja gerade gestern veröffentlicht wurden für das abgelaufene Quartal, Autonumsatz minus 11 Prozent, bereinigt das EBTA minus 9 Prozent, der Nettogewin fast um die Hälfte eingebrochen, das sieht also alles ganz und gar nicht gut aus, aber zählen diese Kennzahlen überhaupt noch, denn wenn man auf die Aktie guckt, liegt die heute morgen trotzdem leicht im Plus. Wie kann es sein? Ja, ich glaube nicht, da betrachte zählen die klassischen Kennzahlen praktisch nicht mehr bei Tesla. Wenn man Indikatoren, wie das Kurs gewinffällt, das anschaut, sehen wir eine massive Entkopplung zwischen den schlechten Absatzzahlen und dem astronomischen Aktienkurs, also die Tesla-Investoren zahlen inzwischen den 260-fachen Jahresgewinn pro Aktie, das hat es bei anderen Firmen dieser Größe noch nie gegeben, schon gar nicht bei einer schrumpfenden, also zum Vergleich selbst Nvidia, also das aktuell wertvollste Unternehmen der Welt, ist mit dem 48-fachen Gewinn deutlich niedriger bewertet, BYD steht bei 18 Mercedes bei 5 und dabei ist ja Tesla's reales Geschäft, deutlich näher an Mercedes oder BYD als an Nvidia, der Umsatz wird ja immer noch vor allem mit dem Autogeschäft erzielt, das macht 80 Prozent des Umsatzes aus. Im vergangenen Jahr hatte die Tesla-Akze ja zwischendurch tatsächlich auch gelitten, vor allem unter Masksole als Sparkromissar von Donald Trump, wir erinnern uns Absatz Aktienkursen eingebrochen damals, aber seit dem Tiefpunkt Mitte April ist die Aktie um mehr als 70 Prozent gestiegen. Wenn man sich jetzt die wirtschaftliche Performance in dem Jahr anschaut, was sagen uns denn die Verkaufszahlen für das gesamte Jahr 2025, also nicht nur fürs Quartal, wie hart ist Tesla da im Vergleich zum Vorjahr gelandet. Tesla hat rund 9 Prozent Autos weniger verkauft, als im Vorjahr das bedeutet, dass sich der abwärztrend gegenüber 2024 noch mal beschleunigt hat, der Markt in China ist erstmals geschrumpft und man muss sagen, die ersten Anzeichen für dieses Jahr deuten sogar darauf hin, dass 2026 noch mal verschärfen könnte. Woran könnt ihr das erkennen? Also man kann bei einem Corp von europäischen Ländern wie Schweden, Spanien, Dänemark oder Norwegen die quasi täglich Neuzulassung melden, ein Absturz von rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr des Zeitraum sehen, das kann sich noch ändern, das ist jetzt noch sehr früh natürlich, aber es spricht schon viel dafür, dass die Market Tesla in vielen europäischen Ländern offenbar nachhaltig beschädigt ist und die Analysten vom Morgen Stanley rechnen zum Beispiel auch global mit einem weiteren Rückgang von Verkäufen und auch von der Gewinnmarge. Tesla hat ja, das konnte man in eurer Berichterstattung bisher auch sehr gut nachverfolgen, nicht nur ein Imageproblem, sondern offenbar auch ein technologisches, also man war im Elektrobereich lange die Benchmark-Alte als technologisch führend, das ist vorbei, warum ist das so? Ja, wir haben mit Experten wie Frank Bunte gesprochen, der war früher CEO und ist jetzt Anteilseitener von A2 Mac1, eine Beratung, die viele Tesla auseinandergebaut hat, die früher Tesla als Benchmark gesehen hat und der sagt zum Beispiel ganz klar, Tesla hat das Alleinstellungsmerkmal, das vor fünf Jahren hatte verloren, Marken wie Xiaomi, wie BYD geben heute bei Pressleistung, bei Qualität, aber auch Ausstattung des Thema vor und das Klischee ist ja immer bei Elon Musk, dass er zwar nie, dann liefert, wann er ankündigt, aber irgendwann liefert er, aber man muss sagen, in der Realität ist es so, dass er oft einfach nie liefert. Liefert meinst du im Sinne von Versprechungen erfüllen oder? Genau, also zum Beispiel sollten Sprünge in der Batterie, Technik, Tesla einen wichtigen Wettbewerbsvorteil liefern und Tesla hat es am Ende aber einfach nie hinbekommen, diese grandiosen Ankündigungen auch wirklich umzusetzen und das hängt eng zusammen mit den Absatzproblemen, also die Reichweite des CyberTrucks hat zum Beispiel enttäuscht oder auch die Produktion des Tesla LKW, der ja schon von neun Jahren, glaube ich, vorgestellt wurde, ist ja bis heute nicht wirklich angelaufen. Und ist ja das erstaunliche, dass diese nicht eingelösten Versprechen, die Investoren überhaupt nicht zu stören scheinen, also in jedem anderen Unternehmen, das dreimal verspricht und ich liefert, wäre die Glaubwürdigkeit dahin, es wäre extrem mühsam, den Kurs wieder nach oben zu bewegen. Bei Tesla scheint es egal, trotz Absatzminus stehen die in der Markkapitalisierung ungefähr 1,4 Billion Dollar, das absurde Kurs gewinnt werden, es hast du schon erwähnt, wie hat mask das geschafft? Ja, den Investoren erfolgreich die Story verkauft, dass es einfach überhaupt nicht mehr auf das Auto geschäft ankommt, der der quasi im Lebenssatz gerade beim letzten Erningskoll angekündigt, dass Model S und Model X eingestellt werden sollen, also die Autos, die Tesla eigentlich groß gemacht haben, und stattdessen will er in der Fabrik in Freemont irgendwann Roboter bauen und genau das zählt nun, wenn Analysten den Wert von Tesla versuche zu begründen, dann begründen sie das mit Geschäftsfeldern, die praktisch noch gar kein Umsatz bringen, also Robotaxis oder Optimus, also der Humanoide Roboter und kurzfristig geht es bei der Tesla Story jetzt vor allem um Robotaxis und das bedeutet aber doch, mask schafft es offenbar, sehr erfolgreich Zukunftsvisionen zu vermitteln, da muss man ja sagen, fair enough, es ist doch genau das, was den Kurs von Unternehmen bewegt und auch bewegen sollte nämlich nicht das jetzt, sondern die Aussichten für die Zukunft. Klar, das Zukunft aus sich in den Kurs bewegen ist sicher normal, aber ich würde sagen, bei Tesla reden wir nicht mehr von einer normalen Zukunftsprämie, sondern wirklich von einer massiven Entkoppling von der Realität, also es wird bei Tesla ja ein Zukunfts-Szenario eingepreist für das es schlicht bislang überhaupt keine belastbaren Beweise gibt, also unter anderem die komplette Übernahme des Robotaxis-Geschäfts mit enormen Margen und das ist einfach extrem unrealistisch, also eher eine Wette auf ein Wunder. Und hat aber Tesla doch tatsächlich im vergangenen Jahr mit viel Brimborium in Austin in den USA ein Robotaxidienst gestartet, es gibt also etwas Handfestes würde man meinen und macht es selber, hat gerade in Davos auf der Bühne gesagt, dass Self-Driving-Problem sei im Grunde gelöst. Der Faktor würde ich sagen, haben wir in Ors sind bislanken kleinen Pilotbetrieb mit wenigen dutzenden Fahrzeugen, die mehr oder weniger alle noch von Menschen überwacht werden, das heißt, das ist nichts, was nicht wirklich dutzende andere Firmen auch schon seit Jahren machen und vor Jahren gemacht haben und Bislang hat es außerhalb Chinas nur die Google Ausgründung Waymo geschafft, wirklich ein kommerzellen Robotaxidienst in Stetten wie San Francisco LA oder Austin aufzubauen und tatsächlich Millionen autonome Fahrten pro Monat abzuwickeln. Jetzt hat Maske aber doch angekündigt, dass die Fahrer, also die Sicherheitsfahrer, auch entfernt werden, also tatsächlich autonome oder? Genau, erstes angekündigt und das ist tatsächlich genau das, worauf die Investoren jetzt schauen, denn klar ist, so lang, wie es bislang in Austin ist, die Fahrzeuge alle eins zu eins überwacht werden, hat man de facto einfach ein Taxidienst so und jetzt muss man sehr genau schauen, was wirklich passieren wird, die Experten mit denen ich gesprochen habe, gehen davon aus, dass Maske in irgendeiner Form trixen wird, zum Beispiel in dem er den Sicherheitsfahrer von dem Auto in ein Fernüberwachungszentrum verlegt, dann fährt das Auto sozusagen autonome, aber die Faktor wird es immer noch über, setzt und man muss bei Maske schon sehr genau auf das Wording achten. Ich hatte den Eindruck, er formuliert hier sehr geschickt, weil er spricht eigentlich immer von der physischen Präsenz des Sicherheitsfahrers, ja im Erningskoll, jetzt hat Maske nochmal gesagt, dass es kein Sicherheitsfahrer mehr im Auto geben wird, aber das bedeutet natürlich nicht, dass er nicht vielleicht in einem Fernüberwachungszentrum sitzt. Das wäre dann so was wie begleitetes Auto um das Fahren, oder? Genau und um es klar zu sagen, also es wär zumindest so hoffen, dass es so ist, denn wir sehen aus den Daten, die bei der Verkehrsbörde eingereicht werden müssen, dass Tesla derzeit nicht anseitsweise in der Lage ist, dass notwendige Sicherheitsinhiveau zu erreichen, um wirklich sicher autonome zu fahren. Wir haben die Daten selbst ausgewertet, man sieht, Tesla, Robotaxis, Crescent derzeit, trotz Sicherheitsfahrer, zehnmal so oft wie die Weimus ohne Sicherheitsfahrer, also in Austin mit menschlicher Überwachung Crash Tesla, ungefähr alle 45.000 Kilometer, bei Weimusinspunktferle 440.000 Kilometer und Nummer zum Vergleich, sehr grob, kann man sagen, dass ein menschlicher Fahrer etwa alle 80 bis 150.000 Kilometern unverlacht und da sind sogar noch sehr leichte Unfälle mit einbrechnet, die Tesla gar nicht melden muss, also man sieht schon, dass es weiter von entfernt irgendwie wirklich autonome fahren zu können. Kritiker sagen ja auch der Mask, Tricks bei den Daten, die Behörden aus, zum Beispiel in Kalifornien. Wie soll das genau funktionieren? Für mich ist es ein Paradebeispiel dafür, was Elon Musk da gerade mit Tesla macht, also hat jetzt gerade nochmal ein Scherholderletter zum 4. Quartal 25 gesagt, dass er ein Robotaxidienst in der Bay Area in San Francisco hat zugleich, sagt Tesla, den Behörden dort, nein, nein, man hätte gar kein autonomes Fahren, sondern man hat nur ein Fahrassistenzsystem, das fällt deswegen nicht unter die Robotaxi regularien und Tesla muss deswegen keine Daten darüber melden, zum Beispiel wie viele Unfälle man hat oder wie oft der Sicherheitsfahrer einkreifen muss, was normalerweise gemeldet werden müsste. Und das macht Tesla offensichtlich, um zu verhindern, dass zu viele Daten nach außen dringend, aber man muss sich natürlich schon fragen, als Investor, wie so wird so viel Energie offensichtlich darauf verwendet, diese Daten zu verbergen, wenn sie doch eigentlich ein Argument für Tesla sein sollten. Die Tesla Fans scheine bei ja per se nicht misstrauisch, im Gegenteil sind sich offenbar ziemlich sicher, das mag vielleicht noch zwei Jahre länger dauern, aber am Ende wird es funktionieren und dann wird Elon Musk den Markt auffreuen, ähnlich wie ihm das schon beim E-Auto gelungen ist. Genau, das brutt ganz stark auf der Wartung, dass es mass gelingt, deutlich günstiger zu sein, am Ende, weil er günstigere Sensoren nutzt, nämlich nur Kameras. Ich denke, es spricht schon viel, dafür, dass die Rechnung am Ende nicht aufgeht, weil A, die Sensoren, die andere, wie weh, monutzen und alle anderen, wie Radar oder leider, also noch mal eine besondere Laser-Sensoren sind in den Kosten so stark gefallen, das ist nur gering ins Gewichtfeld, weil die Sensorikosten nur einen Kostenbestandteil ohnehin von sehr vielen Kosten sind, was schon interessant ist, dass selbst die Analysten von Monks Stanley, die immer sehr bullisch bei Tesla sind, inzwischen nicht mehr davon ausgehen, dass Tesla den Robotaxi Markt übernehmen wird, sondern im Gegenteil eine mehrjährige Dominanz von WEMO prognostizieren und Tesla eher als einweiteren Spieler sehen. Halt mir mal fest bis hierhin, wir haben also ein Absatzproblem bei den E-Autos, wir haben ein Problem bei der Umsetzung des autonomen Fahrens, wo man den Ankündigungen weit hinterherhängt, das schadet mask aber ja offensichtlich nicht, denn seine Story, was Tesla im Kern ausmacht, du hast es schon erwähnt, die dreht sich gerade dies längst eine andere, jetzt soll es der Humanoide Roboter Optimus richten, mask sagt ja sogar der werde 80% des Firmenwärts ausmachen, wie glaubhaft ist das aus deiner Dricht? Na ja, also das Argument dahinter ist, dass Tesla durch die Entwicklung beim autonomen Fahren quasi schon alles mitbringt, was es für eine Roboterentwicklung braucht, also die KI, die Algorithmen, Daten dazu, so kann man argumentieren, hat Maskia die Expertise in der Produktion und auf so einer Abstractions-Ebene klingt das auch erstmal ganz plausibel würde ich sagen, aber es ist so wie so oft bei Elon Musk, dass wenn man dann tiefer in die Materie einsteigt, die Argumente so ein bisschen anzerbrüseln und am Ende nicht wirklich was übrig bleibt. Und es ist aber doch schon so das Robotik, das neue heiße Feld ist in dem vielleicht auch KI seine vollendetste Anwendung finden wird, es ist ja nicht nur alleine Tesla Story, in der Wurst zum Beispiel war das ein riesen Thema, Robotik-Start-ups entstehen gerade umas, in kein anderen Sektor fließt glaube ich aktuell so viel Venture Capital wie in die Robotik, also der Markt gibt ihm an der Stelle doch erstmal recht und mindestens würde ich mal sagen, Rückendeckung oder? Ja, das stimmt und man kann vielleicht sogar sagen, dass den hype um humanoider Roboter ist ohne Mask so nicht gegeben hätte. Andere haben ja schon vor Jahren beeindruckende Rhe Roboter gezeigt, also Boston Dynamics etwa, das war die 4-mal-Doennas-Sichester, diesen etwas axelflößenden Roboter-Hunden, aber Elon Musk hat eben die Story so gestrickt, dass er gesagt hat, okay, das eine war die Robotik, aber jetzt hat die KI ein Punkt erreicht, wo wir sie in der echten Welt einsetzen können, egal ob beim Autonum fahren oder ein Roboton und das werden wir machen und das hat eben die Fantasie der Investoren so beflügelt. Du hast eben gesagt, irgendwie wenn man genauer hin schaut, dann zerbrüseln die Argumente ein bisschen, lass uns doch mal durchgehen, das stärkste Argument, was es selber erwähnt, scheinen die Daten zu sein, Tesla habe Real-World-Daten durch die Fahrzeuge argumentieren, zum Beispiel ja auch die Analysten von Morgan Stanley, ist das denn kein Vorteil? Ich glaube, man muss da differenzieren an der Stelle, richtig ist. Es hilft sicherlich, wenn man wie Tesla mit großen Datenmengen umgehen kann, die Methoden dafür kennt und so weiter, aber die spezifischen Daten, die Tesla beim Full-Self Driving sammelt, sind relativ nutzlos für die Herausforderung bei Humanoiden Roboton. Also um das konkret zu machen, Millionen Gigabyte an Daten über Autonum fahren, zum Beispiel helfen, dem Roboter einfach überhaupt nicht dabei zu erkennen, wie viel Kraft er aufwenden muss, um ein bestimmtes Objekt auf den Tisch zu greifen, ohne zu beschädigen und Robotik-Experten, die in Musksteam waren, aber auch externen Experten, wie zum Beispiel Aluis Knoll, Professor für Robotik, künstliche Intelligenz und Echtzeitsysteme an der technischen Universität in München, sagen ganz klar, Tesla hat kein wirkliches strukturellen Konkurrenzvorteil, indem Gebiet im Gegenteil Tesla ist ziemlich spät dran, bei vielen Hardware-Problemen sind andere viel, viel weiter. Wer ist denn weiter? Also welche Firmen sind wirklich führend, denn mit einigen Problemen, was zwischen erwähnt das Präzise greifen, struggeln sie ja alle, also wer sind die, dies im Moment besser hinbekommen? Ja, das Thema greifen ist genau einer der Knackpunkte ausgerechnet, Wäsche-Falten ist für Robotär zum Beispiel extrem schwierig, da das Falten von weichen Stoffen für die KI sehr schwer zu berechnen ist, weil schon kleine Berührungen da die Form verändern und das macht es eben sehr schwierig. Und Tesla hat da zum Beispiel ein Video gezeigt, wo der Tesla Roboter Optimus Wäsche falte, wo später herauskam, dass die komplexe Fingersteuerung in Wirklichkeit von einem Menschen per Datenhandschuhe übernommen wurde und da sind andere eben schon weiter. Ja, also das Datapfiger AI, das untereinander von Nvidia und dem Amazon Gründer Jeff Bezos finanziert, wird hat zum Beispiel eine Demo gezeigt, wo der Roboter das wirklich autonom macht, aber auch andere chinesische Unternehmen wie Schaupenck, zum Beispiel, die auch Elektroautos produzieren haben, Roboter gezeigt, die zum Beispiel, was die Bewegungssteuerung angeht, schon viel weiter sind. Dazu kommt das quasi alle großen KI-Labor, also von Nvidia bis Google, Deep Mind, Robotik-Programme haben und auch daran arbeiten eben jetzt KI in die Robotik zu übersetzen. Das heißt, es gibt massive Konkurrenz und es ist halt überhaupt nicht klar, wie so Tesla am Ende dane etsch haben sollte. Was genau verspricht sich mask denn jetzt von Optimus, was soll der eigentlich sein? Mal ist es der perfekte Chirurg, dann der perfekte Hausangestellte, die perfekte Pflegekraft, wer soll dieses Produkt am Ende eigentlich kaufen und wie realistisch ist das denn, denn das ist ein echter Massenmarkt wird? Ja, Optimus soll kurz gesagt alles sein, also vom Fabrikarbeiter bis zum Chirurken, die Story ist erstmal, das ist ein Produkt, ein All Purpose, Roboter, der alles abdecken soll. Jetzt muss man sagen, wie realistisch ist das? Behauptung, wie Optimus wird der beste Chirurg ist natürlich erstmal wirklich reine Fiktion. Also Chirurgie erfordert ja nicht nur mit Motorik, sondern haptisches Feedback in Echtzeit, eine Fehlerquote von nah zu null und ja, davon ist Optimus weit, weit, weit entfernt. Also der Tesla Roboter kämpft ja noch mit ganz simplen Problem wie Überhitzung der Motoren oder Koordination auf unhebenen Boden. Also, um bei Bild zu bleiben, wenn der Herz Chirurg Optimus schon die Tür zum OP-Saal öffnen könnte, wäre das schon ein wahnsinniger Fortschritt. Du hast ja den Optimus ja auch selber schon mal anschauen können in Berlin, was war das für eine Veranstaltung und was war dein Eindruck? Ja, das war vor Weihnachten, da hat Optimus inhof der Mall of Berlin Popcorn ausgegeben, das war eine gescriptete Demo, bei der Optimus mehr oder weniger immer die Gleichbewegung ausgeführt hat und zwar sehr langsam, muss man sagen, trotzdem fliegt dann Popcorn daneben oder die Tüte ist nur halb gefüllt. Das heißt, man hat da schon gesehen, dass es offensichtlich noch sehr weit entfernt von jedem realen Einsatz Scenario selbst als Hilfkraft ist und man sieht das auch daran, dass Tesla bislang selbst in den eigenen Verbricken, wo nach Masksplanungen eigentlich schon bis Ende letzten Jahres 1000 Roboter im Einsatz sein sollten, sie bislang kein echten Anwendungsfall für Optimus gefunden haben. Was übrigens noch interessant war bei der Veranstaltung, dass die Tesla angestellten dann nicht sagen wollten, ob Optimus überhaupt diese Popcorn-Ausgabe autonomacht oder auch per Fern gesteut wird und wir wissen von anderen ähnlich einfachen Demos, wo z.B. Optimus Wasser verteilt hat, was jetzt auch nicht unbedingt unendlich schwierig erscheint, aber dass er da z.B. Fern gesteuert wurde. Das heißt, ich glaube, man kann sagen, dass Tesla überhaupt solche Chos aufhört, zeigt vor allem eins. Das Produkt ist sehr, sehr weit weg, aber man weiß eben, wie wichtig das ist für die Equity Story von Tesla. In der Wospa, Elon Musk ja ziemlich überraschend vorbeigekommen, hat dann auf der Bühne mit Larry Fink gesprochen und ich muss sagen, mich hat es fast erstaunt, wie wenig Showman er dort war, also leise, fast unsicher, jeder Satz hat zwar gezeigt, da ist jemand, der wirklich keine Grenzen kennt im Kopf, aber im Auftritt und wirklich absolut nicht so selbst überzeugend, wie man erwarten würde, wie passt das zusammen zu diesen hochfliegenden Plänen, mit denen er immer wieder begeistert offenbar. Ich würde sagen, das ist gar nicht so ungewöhnlich für Elon Musk. Also er ist sicherlich ein brillanter Verkäufer seiner Stories und brillante Verkäufer sind ja so, dass sie eben nicht als Verkäufer wahrgenommen werden und er kann sich sicherlich 100% auf sein Publikum einstimmen. Also er weiß, dass er da jetzt in der Wospa, nicht irgendwelche Verschwörungstheorien wie auf X raushaut, dass das nicht ankommt, sondern er gibt dann diese Rolle, nimmt er sehr oft ein, diesen nachdenklichen Visionär, so eigentlich sehr verletzlich und ich glaube, das ist sogar gewissermaßen die Voraussetzung, dass man ihm das abnimmt, dass er davon Milliarden Robertan redet, denn wenn er das jetzt im Brustfohnen der Überzeugung quasi mit Kettensäge in der Hand vortragen würde, dann würde man ihm das glaube ich nicht glauben. Gesprochen hat er in der Wospa auch über SpaceX, müssen wir noch mal ganz kurz darauf schauen, soll ja nun an die Börse gehen, welche Rolle hat SpaceX für Tesla? Meine Tese wäre ja jemand der Raketenbau tatsächlich ins All schießt, dem glaubt man auch erst mal vieles andere, dass er auch viele andere Probleme gelöst bekommt. Also is SpaceX, wenn man sowieso eine Art Nimbus stütze und wie lange kann das eigentlich gut gehen? Ja, ich glaube, das ist tatsächlich der Schlüssel, um die Überzeugungskraft von Elon Musk zu verstehen, denn er schießt die Raketen ja nicht nur ins All, sondern er landet sie ja auch wieder auf einem Flos zumindest teilweise und das ist ja schon wirklich, wirklich beeindruckend und wenn man, also ich spreche, seit sehr vielen Jahren, mit vielen Leuten, die mit ihm zu tun haben und da ist immer wieder, hat man diesen Satz ja, man sollte nicht gegen Elon Musk wetten, wo immer so Mitschwing, der hat ja auch das geschafft mit den Raketen, das hätte man sich ja auch nicht vorher vorstellen können. Und am Ende ist es sicherlich so, dass ihn ja auch niemand wiederlegen kann. Also man kann ja auch nicht beweisen, dass jetzt nicht in einem Monat plötzlich Millionen Tesla Autonomen fahren oder es in zwei Jahren tausend Optimus Roboter gibt. Man kann sagen, das System und den Gründen vielleicht unwahrscheinlich, aber am Ende kann man da kein Beweis finden, das heißt, es ist am Ende eine Glaubensfrage. Ich glaube, wie lang kann das noch gehen? Ich glaube, die Gefahr aus Sicht von Musk ist, diese Umdeutung zu einer Glaubensfrage funktioniert immer nur so lange, wie es auch kein anderer hinbekommt. Und beim Autonomen fahren ist er schon unter Druck geraten, weil es einfach mit WEMO jetzt jemand gibt, der es eben hinbekommt und deshalb ist es auch so zentral für ihn, in Austin da Fortschritte zu zeigen. Ich glaube, wenn er da nicht liefern kann, wird es am Ende schon sehr, sehr schwierig, dieses Narrativ aufrechtzuerhalten, dass er am Ende immer alles hinbekommt. Wir jedenfalls werden diese Tesla Story noch sehr lange verfolgen und auch sehr kritisch begleiten. Vielen Dank, dass du heute bei uns warst, lieber Jonas. Vielen Dank, hat mich gefreut. Ja, wenn Sie liebe Hörerinnen und Hörer dran bleiben wollen, nicht nur an der Tesla Story, sondern an unseren exklusiven Recherchen, dann empfehle ich Ihnen natürlich ein Abo des Manager Magazines. Ob gedruckt, oder digital. Alle Informationen dazu finden Sie bei uns auf der Website, in der App und natürlich hier in den Schauenorts. Ich bedanke mich heute bei Ihnen fürs Zuhören, bei Jonas das dabei uns war und bei Sven Bergmann und Felix Klein, die diese Ausgabe für Sie produziert haben. Bis zum nächsten Mal, Ihre Isabel Hüsen.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Tesla verzeichnet rückläufige Absätze und Gewinne im Kerngeschäft mit Elektroautos, während die Aktienbewertung weiterhin extrem hoch bleibt.
  2. Elon Musk lenkt durch Zukunftsvisionen wie Robotaxis und humanoide Roboter (Optimus) von den aktuellen Problemen ab, obwohl diese Projekte noch keine nennenswerten Umsätze generieren und technisch hinter den Ankündigungen zurückbleiben.
  3. Experten bezweifeln die Wettbewerbsfähigkeit und Glaubwürdigkeit von Teslas autonomen Fahr- und Robotertechnologien und sehen massive Konkurrenz sowie unrealistische Versprechungen.

Summary:

Der Podcast des Manager Magazins diskutiert die Diskrepanz zwischen Teslas finanzieller Performance und seiner hohen Börsenbewertung. Trotz eines erstmaligen Umsatzrückgangs, sinkender Verkaufszahlen und eingebrochener Gewinne im Elektroautogeschäft bleibt der Aktienkurs nahe am Allzeithoch. Dies wird darauf zurückgeführt, dass CEO Elon Musk erfolgreich die Erzählung verändert hat: Statt der aktuellen Automobilzahlen stehen nun Zukunftsvisionen wie autonome Robotaxis und der humanoide Roboter Optimus im Vordergrund, die den künftigen Unternehmenswert begründen sollen.

Allerdings gibt es für diese Technologien bisher kaum belastbare Belege oder Umsätze. Experten kritisieren, dass Teslas autonomes Fahren in Pilotprojekten Sicherheitsprobleme aufweist und hinter Wettbewerbern wie Waymo zurückliegt. Auch bei der Robotik fehlt es an konkreten Fortschritten; Optimus demonstriert nur einfache, vorprogrammierte Aufgaben und ist von einem serienreifen Einsatz weit entfernt.

Während Musk mit seinen Visionen Investoren begeistert, deuten die realen Daten auf erhebliche technologische und marktliche Herausforderungen hin, die die extrem hohe Bewertung in Frage stellen.

FAQs

Teslas Aktienkurs hat sich von den schlechten Absatzzahlen entkoppelt, da Investoren eine massive Zukunftserwartung in Bereichen wie Robotaxis und humanoide Roboter einpreisen, obwohl diese noch kaum Umsatz generieren.

Tesla hat 2025 rund 9% weniger Autos verkauft als im Vorjahr, womit sich der Abwärtstrend beschleunigt hat. Erste Daten für 2026 deuten auf eine weitere Verschärfung hin, besonders in europäischen Märkten.

Tesla wird heute in Bereichen wie Reichweite, Qualität und Ausstattung von Wettbewerbern wie BYD oder Xiaomi überholt. Zudem werden viele technologische Versprechen, etwa bei Batterien oder autonomen Fahren, nicht eingelöst.

Teslas Robotaxi-Pilot in Austin wird noch von Menschen überwacht und hat eine deutlich höhere Unfallrate als Konkurrenten wie Waymo. Experten bezweifeln, dass Tesla kurzfristig sichere, vollautonome Fahrzeuge ohne Überwachung liefern kann.

Elon Musk behauptet, Optimus werde 80% des Firmenwerts ausmachen und als Allzweck-Roboter von Fabrikarbeiten bis Chirurgie dienen. Experten sehen dies jedoch als unrealistisch an, da Tesla in der Robotik-Hardware spät dran ist und Konkurrenz stark ist.

Tesla meldet Daten zu Unfällen oder Sicherheitseingriffen oft nicht, indem es Systeme als reine Fahrassistenz deklariert, um Regularien zu umgehen. Dies wirft Fragen zur Transparenz und Glaubwürdigkeit auf.

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