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Die digitale Pubertät und sexuelle Medienkompetenz mit Madita Oeming

19m 47s

Die digitale Pubertät und sexuelle Medienkompetenz mit Madita Oeming

Die Medienpädagogin Mandita Oeming diskutiert im Podcast die digitale Pubertät, in der sich viele Entwicklungsthemen ins Digitale verlagern. Sie betont die Ambivalenz: Digitale Räume können Kommunikation erleichtern, etwa für schüchterne oder queere Jugendliche, bergen aber auch Risiken wie leichtere Kontaktaufnahme durch Fremde. Ein zentrales Missverständnis sei, dass Erwachsene die sexuelle Mediennutzung Jugendlicher entweder unterschätzen oder ausschließlich negativ bewerten, während positive Erfahrungen unsichtbar blieben. Oeming kritisiert die öffentliche Aufregung, besonders um das Thema Pornografie, die oft nicht faktenbasiert sei. Stattdessen plädiert sie für mehr Sachlichkeit und fordert, die Perspektiven von Jugendlichen ernst zu nehmen. Ihre zentrale Botschaft lautet: Beziehung schützt mehr als Kontrolle. Erwachsene sollten wertfrei Interesse am digitalen Alltag zeigen, um eine vertrauensvolle Anlaufstelle zu sein. Sie kritisiert die Trennung von Medien- und Sexualpädagogik und fordert eine ganzheitliche sexuelle Medienkompetenz in Lehrplänen und der Ausbildung von Fachkräften. Abschließend wünscht sie sich, dass Politik und Pädagogik die tatsächlichen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen, anstatt nur erwachsene Vorstellungen einer idealen Kindheit zu verfolgen.

Transcription

3029 Words, 19172 Characters

German
auch die positiven sexuellen digitalen Erfahrungen existieren, aber die bleiben immer unsichtbar für Erwachsener. Die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen werden so konsequent übersehen, auch in dieser ganzen Social Media und Smartphone verbutzt. Da geht es so wenig darum, was sie eigentlich beschäftigt, wo sie eigentlich Angst haben, wo sie gerne geschützt werden würden, sondern immer nur um unsere erwachsene Vorschlung davon, was wir denken, was eine Ideale gedeilt und jugend ist. Und das macht mich richtig sauer, weil ich einfach ist für unmöglichhalte, sie von all diesen Inhalten abzuschatten, ohne massiv in ihre digitale Teilhabe einzugreifen. Hallo, ihr seid hier bei "Märmerz", den Medienpädagogikpodcast, der gehört zur Medienpädagogischen Fachzeitschrift "Märzmedien" und "Erziehung". Und hier im Podcast geht es heute um die digitale Pubertät. Und dazu habe ich die Medienpädagogin sexuell und Kulturwissenschaftlerinnen und Autoren, Mandita-Oeming eingeladen. Herzlich willkommen, liebe Mandita. Hallo, schön, dass ich hier sein kann. Etli, uns doch gleich mal zum Anfang digitale Pubertät. Was ist das? Ja, was ich damit meine, ist, dass sich einfach viele Entwicklungsthemen, Entwicklungsschrittende und einfach her Sozialisationsthemen der Pubertät in den digitalen Raum verschoben haben. Dass der Smartphone zum ständigen Begleiter geworden ist, dass viele erste Erlebnisse und vor allen Dingen erste sexuelle Erlebnisse eben im digitalen Raum an Bildschirm passieren. Und dass es deswegen einfach noch mal andere Kompetenzen braucht, bei Kindern und Jugendlichen wie auch bei Eltern, um das eben zu begleiten. Was unterscheidet dann die Pubertät durch diese digitalen Zusatz sozusagen? Jetzt die Technik ist natürlich total klar, aber eher so auf der Qualitäts-Ebene, was unterscheidet das von noch unserer Pubertät zum Beispiel? Grundsätzlich ist das natürlich ambivalent, was diese Möglichkeiten bedeuten können. Also es sind Chancen und Risiken, wie immer, wenn wir über Technologie und Medien sprechen. Also es kann zum Beispiel bedeuten, für manche Menschen, dass Kommunikation einfacher wird, dass es leichter wird, sich auch anzunehren, sich in einem zweier Setting, sage ich jetzt mal, auch wenn es digital ist, auf einander einzulassen, wenn man sich jetzt zum Beispiel aus dem Klassenverband kennt, aber dann eben noch im Messenger danach weiter miteinander kommuniziert. Das kann es für manche Menschen sehr viel einfacher machen, also sein das eher schichtende Jugendliche, sein das aber auch Jugendliche und Strenker, älterlicher Kontrolle und vor allen Dingen auch für Quere-Jugengliche zum Beispiel, die ihr Äußeress-Caming-Out noch gar nicht hatten, also nicht nach außen zeigen möchten, am wen sie vielleicht auch interessiert sind oder auch gar nicht wissen, wie finde ich eigentlich die andere 13-jährige lesbische Person in meinem Dorf? Also es ist möglich natürlich auch ganz andere Kontakte und gleichzeitig können es eben auch Herausforderungen bedeuten, weil ich mich zum Beispiel abgrenzen muss von diesen Kontakten, weil ich wissen muss, wie ordentlich das ein, wie gehe ich mit meinen Daten und meinen Bildern um, ich bin natürlich viel leichter zu kontaktieren, auch durch Fremde-Person, und ich vielleicht nicht zu ordnen kann zu jemals, in denen ich real kenne und da können dann eben auch noch mal Herausforderungen drin stecken, aber es ist in vielerlei Hinsicht ein niedriges, welligeres miteinander als im analogen Raum. Welche Missverständnisse über Jugendliche und so ihre Online-Sexualität findest du gerade verstärkt, also es ist ja auch die Verbutz, die Butter ist ja auch gerade total aufgeladen und natürlich ist gerade irgendwie alle Risiken mit Sexualität zu tun haben, wenn er immer schnell rausgeholt und so ein bisschen auch als Todschlagargument genutzt, wie siehst du das? Ich finde das so eine spannende Gleichzeitigkeit, weil einerseits sieht man eine ganz klare Tendenz, das zu unterschätzen, ganz besonders bei Eltern. Es gab so eine schöne Studie, die hat Eltern und ihre Kinder im Teenager, Alter befragt und da klaffte so eine riesige Lücke zwischen den Antworten der Eltern und denen der Kinder, wenn es um sexuelle Mediennutzung ging. Also so eine, also mein Kind macht das nicht Haltung schimmert dadurch und gleichzeitig würde es aber wie gerade schon gesagt, herbeigezogen und ich würde auch sagen instrumentalisiert, um bestimmte politische Entscheidungen durchzusetzen und auch immer wieder auf Regulierung zu pochen. Das heißt da ist so eine Idee von ja das ist ein gesellschaftliches Problem, aber ich selbst bin nicht davon betroffen und meine Kinder, das sind Phänomenen, was wir bei anderen Dingen auch beobachten können. Und dem entsprechend ist ein großes Missverständnis entweder, das unterschätzt wird, dass es eben stattfindet und auch wie früh es stattfindet oder auch zu wissen, ob das stattfindet oder nicht. Also das erwachsene Denken, ja das würde ich doch wissen. Und das andere Missverständnis ist, dass es ausschließlich negative Erlebnisse sind. Ich denke, dass eben auch die positiven sexuellen digitalen Erfahrungen existieren, aber die bleiben immer unsichtbar für erwachsene. Jetzt hast du gerade ein Buch geschrieben, was ich auch gelesen habe, das heißt aufgeklärt statt aufgeregt, was Eltern heute brauchen, um ihre Kinder durch die digitale Pubertät zu begleiten. Ich habe es total gerne gelesen, ich habe auch einen Kind gerade, was in der Pubertät ist, also ich habe es mit beruflichen und persönlichen Interessen gelesen. Jetzt finde ich auch den Titelschön aufgeklärt statt aufgeregt, wo erlebt so dann aktuell die größte Aufgeregtheit und wo besteht der größte Aufklärungsbedarf? Ich erlebe viel aufgeregt heilt, ich kenne kaum benennen, wo ich es am meisten wahrnehme. Also so in der öffentlichen Unterhaltung würde ich jetzt mal nennen, Medienberichterstattung, Social Media, Kommentar, Spalten. Da finde ich, passiert schon sehr viel Aufregung. Häufig kreist es um dieses Pornothema, also dass das einfach so ein Begriff, der auch bei ganz vielen Menschen so viele Emotionen auslöst. Und der auch ganz stark mit so einem bei uns war, dass es noch nicht so und oh Gott jetzt diese Generation wird davon zerstört. Ich sag das so ein bisschen zynisch nicht, weil ich nicht denken würde, dass es da auch Herausforderungen gibt und ich sehe da ja auch Handlungsbedarf und so, wie ich die Arbeit mache, aber es wird eben schon überschätzt wie drastisch da, die Folge Erscheinungen sind, zeige ich mal, da ist der Forschungsstand auf jeden Fall entspannter als die öffentliche Unterhaltung. Aber auch in Veranstaltung, also das kann sich auch hoch spielen, wenn man jetzt bei Elternabenden oder so im Kontextschule, wenn die Anikdoten geteilt werden, die natürlich auch existieren, also die will ich gar nicht negieren, aber sie sind halt trotzdem nicht immer repräsentativ für das Erleben von allen. Und die Aufregung, die halt ich einfach nicht für produktiv selbst, wenn wir da über alle Probleme sprechen, über Situationen, die ganz dringt, den wir begegnen müssen, dann denke ich doch immer, dass ein sachlicher Blick und Ruhe ganz viel Orientierung da reinbringen kann und deswegen immer wieder meinen Bestreben dazu deeskalieren, ohne zu sagen, es gäbe keine Gefahren. Und es gibt dann wieder andere Stellen, wo ich finde, dass die Aufregung fehlt oder dass bewusst sein fehlt für die Gefahren, also der ganze Kontext Cyber-Groaming zum Beispiel, da habe ich das Gefühl, dass doch immer noch sehr unterschätzt wird in wie vielen Räumen, dass wie häufig passiert, also da habe ich vielleicht dann auch eher ein Mensch, da müssen wir vorsichtiger sein und genauer hinkucken im Puls, aber auch da eben mit Ruhe möglichst faktenbasiert und produktiv an Lösungen orientiert. Ich poche immer wieder auf die Kompetenzen, die wir Kindern und Jugendlichen mitgeben können, weil ich einfach ist für unmöglich halte. Sie von all diesen Inhalten abzuschotten, ohne massiv in ihre digitale Teilhabe einzugreifen. Und ja, das beantwortet wahrscheinlich schon, wo die Aufklärung fehlt, an allen Ecken und Enden. Ich würde sagen, bei meinem Themenbereich der sich ja an der Schnittstelle von Digitalität und Sexualität bewegt, eben auch genau in beiden Feldern. Also einerseits im digitalen Alltag von Kindern und Jugendlichen, da gibt es einfach noch vieles, was Eltern oder Fachkräften nicht bewusst ist. Einfach keinen Wissen darüber existiert, wo sie sich eigentlich überall bewegen und auf welche Art und Weise, wie sie miteinander kommunizieren. Und eben auch in Sachen Sexualität, Sexualentwicklung und vor allen Dingen entsprechend über Sexualität. Da ist natürlich auch ganz viel Arbeit noch an uns selbst. Also ich habe im Buch sehr viele Selbstreflexionsfragen, es kommt nicht von ungefähr. Ich bin da schon auch der festen Überzeugung, dass die meisten Erwachsenen diese Dinge selbst noch nicht gelernt haben, noch üben müssen. Jetzt ist es ja so, dass Jugendliche jetzt Zugang auch zu Informationen haben, was ja eine total positive Seite ist. Geht das auch mit mehr Kompetenz einher? Kann man da so eine gewisse Parallelizien? Es ist gar nicht so einfach messbar, muss man sagen. Es gibt so eine ganz schönere Langzeitsstudie von der BZGR oder jetzt Biöck, wo der Wissensstand über die Jahrzehnte abgefragt wurde. Das fand ich ganz spannend, weil da konnte man einen ganz deutlichen Wissenszuwachs erkennen, bei Themen wie STI, zum Beispiel oder Homo-Ne, Zyklus dieser Bereich. Aber im Bereich sexuelle Praktiken war das fast ein Gleichstand zwischen jetzt und den 70er-80er Jahren. Jetzt sieht man ganz deutlich, dass er so ein bisschen in der Nähe ist. des exoellen Bildung, Themen wie Lust, Praktiken, Stellungen etc. immer noch eine sehr untergeordnete, wenn überhaupt eine Rolle spielen. Das heißt da ist dann auch der Zuwachs nicht so da. Die Vielzahl an Informationen ist insgesamt denke ich eine positive Entwicklung. Brauche aber natürlich auch die Kompetenz des Informationen auszusortieren und zu schauen wo begegnen mir gute Botschaften und wo schädliche und mich zu orientieren in dieser Flut an Informationen und man sieht ganz gut in den Befragungen dass das Internet nicht an erster Stelle steht noch immer wenn das um die sexuelle Aufklärung geht sondern da Lehrkräfte oder Eltern immer noch als wichtiger eingestuft werden und ich finde das zeigt ganz gut dass das Internet da auch überfordern sein kann in seiner Informationsflut oder ein gewisses Misstrauen den Informationen gegenüber besteht und dann die erwachsenen Personen umfällt doch eher noch als vielleicht auch kompas auch moralischer kompas verstanden werden wenn es um diese Themen geht. Das heißt man sollte auf keinen Fall unterschätzen wie wichtig man in dieser Rolle ist denn da gibt es auch eine Tedenze sagen ach das kließen die doch halt eh alles im Internet da müssen wir nichts mehr machen und das halte ich für verkürzt total du hast ja auch geschrien dass Kontrolle eben wenig schützt aber Beziehung schützt quasi also Beziehung ist eigentlich der Schutz ne also das Knüpfelz daran irgendwas du gerade gesagt hast was heißt das denn vor allen Dingen auch konkret im Alltag von Peter Gogh innen also jetzt hören hier auch Eltern zu oder Leute die beide sind aber es hat schon eher quasi ein pädagogisches Publikum das ist wichtig für diese Beziehung also ob Eltern oder Fachkräfte wenn es einfach darum geht dass wir eine sichere Anlaufstelle sein möchten für Probleme für negative Erfahrungen die Kinder und Jugendliche online machen dann halte ich diese Beziehung für essentiell und damit meine ich auch eine gewisse Wertfreiheit also es ist sehr deutlich das erwachsene egal ob im privaten oder beruflichen umfeld oftwerten und abwerten auf den digitalen alltag von Kindern und Jugendlichen schauen dass sie digitale Erfahrung mich so ernst nehmen dass sie sagen ja das nirgenden echten Freundschaften wenn man die nur im Internet hat so dass er gar kein echter streit oder dass man sagt dann guckt einfach nicht aufs Handy wenn das eine gemeine nachtricht ist so solche Dinge das auch so gefühle abgesprochen werden die online gesammelt werden oder so eine Grundhaltung vorherrscht von alles schwach sind was ihr da macht und dieser ganze tiktok quatsch und auf youtube wird auch nur quatsch erzählt also so ganz viel Wertung die natürlich gar nicht dazu einlädt sich dann auch mitzuteilen und ich denke wir brauchen da so ein grundlegendes anerkennen von diesen lebenswelten um dann auch all die ambivalenzen davon sehen zu können und mitbekommen zu können also eben auch zu verstehen okay du erlebst da spars und freude und freundschaft und vielleicht romantische bzw. vielleicht sexuelle Momente und du erlebst eben auch die grenzverletzungen und die vielleicht mobbing erlebnis oder andere Dinge was passiert eben alles gleichzeitig und davon werden wir aber nichts mitbekommen und vorne herrein ran gehen mit einer haltung dass wir das nicht ernst nehmen oder negativ bewerten was dort passiert und das gestaltet sich natürlich auf einer älteren eben noch mal anders als unter Fachkräften aber das Prinzip bleibt eigentlich das gleiche gesprächsbereitschafts signalisieren echtes Interesse zeigen und auch selbst sich wissen an eigenen um dann auch so rene Ansprechperson zu bestimmten Themen zu sein das merken kindern jünglich natürlich auch schnell wenn man dann sagt ja discord habe ich noch nie was von gehört dann ist es natürlich eine höre um zu erzählen was mir da vielleicht in einem chat wieder fahren ist jetzt noch mal zur pdg uschen über eben sozusagen du kritisierst ja so ein bisschen diese trennung von medien bildung und sexuelle pdg dass es immer so ein bisschen getrennt angeguckt wird was müsste sich denn da in situational ändern damit das besser zusammenläuft also ich sag mal das große tema ist wie immer geld es fehlt natürlich einfach an ressourcen für diese themen das gilt sowohl für die medien pdg als auch für die sexual pdg und dann eben erst recht für die schnittstellen ich denke dass allgemeinen sexualität sexuelle bildung an ganz vielen stellen mit gedacht werden müsste wo sie ausgeklammert wird wir haben das ja im schulsystem immer noch sehr klar im biologieunterricht verankert und das finde ich so außergekräftig dafür dass wir auch sexualität immer noch reduzieren auf so ein biologischen prozess auf anatomiebefruchtung zyklos was natürlich auch alle teile davon sind aber das ganze drumherum die beziehungsäbene die gefühle dann eben auch die digitalen antile dass das so oft vergessen wird und eben auch die gewalt aspekte die damit verbunden sein können also da würde ich mir ein ganzheitlicher in blick drauf wünschen und einerseits wünsche ich mir so Dinge wie pornocompetenz oder sexuelle medienkompetenz im kurikulum auf der anderen Seite wissen wir auch wenn das da steht reicht das nicht also medienkompetenz ist ja auch eigentlich schon offiziell an erkannt würde ich jetzt mal sagen und trotzdem wird sie nicht so umgesetzt wie das eben gebraucht werden würde um sich in digitalen räumen sicherer zu bewegen und es muss halt auch ein immer wieder sein also das ist ein lebenslanger lernen prozess und das ist nicht getan mit dem ein projekttag wo wir mal darüber sprechen sondern das muss immer wiederkehren gleichzeitig müssen aber eben auch Lehrkräfte entsprechend ausgebildet werden also das fehlt ja auch einfach in der Lehrkräfte oder auch Fachkräfteausbildung in vielerlei hinsicht ich will da auch nicht ich finde es immer schwierig wenn es am ende so klingt als wollte man Lehrkräfte oder Fachkräfte da beschuldigen oder beschämen das möchte ich keinesfalls ganz im Gegenteil denke das auch die sehr allein gelassen werden mit diesen Themen das Menschen in meinen fortbildungen sitzen die in ihrer freizeit auf eigene kosten sich dann diese them aneignen und das zeigt einfach ein systemfehler dass da etwas übersehen wird was einfach zum alltag dazugehört wenn man mit Kindern und Jugendlichen arbeitet wird man früher oder später mit diesen them konfrontiert und da wünsche ich eben dass diesen menschen auch die handlungssicherheit einfach mitgegeben wird und das wissen mitgegeben wird um damit so wir reden umgehen zu können in ihren verschiedensten kontexten wenn wir jetzt so in die zukunft schaus also einiges ist ja gerade in verhandlungen gerade was die medien oder social media verbutzdiskussionen so betrifft was würdest du dir wünschen da mit Jugendliche einfach beim thema sexualität und medien sicherer urzelt bestimmter auffachsen können allererstes würde ich mir wünschen dass wir sie mehr fragen unter einen beziehen also die bedarfe von Kindern und Jugendlichen werden so konsequent übersehen auch in dieser ganzen social media und smart von verbutzte batter da geht so wenig darum was sie eigentlich beschäftigt wofür sie eigentlich Angst haben bevor sie gerne geschützt werden würden sondern immer nur unsere erwachsene vorschlung davon was wir denken was eine ideale kinder und Jugend ist und das macht mich richtig sauer und auch das zieht sich ja durch die bereiche also das ist in der Forschung so sind der politik so sind viel allein sich in der pädagogik so dass einfach die perspektiven von Kindern und Jugendlichen die stimmen von Kindern und Jugendlichen überhört werden oder gar nicht erst gefragt und angehört werden das würde ich mir sehr wünschen denn dann würden wir auch sehen dass die bedarfe in vielen stellen ganz anders sind als das was wir eben vermitteln oder dass sie auch sagen ja mein Gott zu dem thema da kann ich mir auch ein youtube-video an gucken da brauche ich jetzt nicht pro familie oder so da und diese zeit könnte ich vielleicht dutzend für kostbare information also dass wir da auch wissen was möchten sie eigentlich lernen was brauchen sie von uns und was sind gute räume um das umzusetzen und ich habe es gerade schon gesagt externe trigger also schule ist natürlich auch nur bedingt eine idealis setting für sexuelle bildung alles was mit wissensvermittlung zu tun hat und bedingt aber was mit einer persönlichen ebene zu tun hat was eigener engste sind oder ja sexuelle wünsche und sicherheiten fantasien gedanken zum eigenen körper das bespreche ich nicht mit jemanden zu dem ich in einem abhängigkeitsverhältnis bin das heißt da braucht es auch räume ob das trotzdem im kontext schule ist durch externe person oder in anderen settings aber es braucht einfach räume in den keine abhängigkeitsverhältnisse bestehen und diese thema wertfrei besprochen werden können perfekt ist Schlusswort ich kann eines bogen nur ans herzlich mich habe so die ich total gerne gelesen ist auch einfach schön geschrieben und ja gerade diese sehr reflektion fand ich auch irgendwie total wertvoll die ganz viel Erfolg für dein Buch für deine weitere Arbeit man kann auch auf deiner website gucken du hast auch andere interessante bücher habe ich jetzt nicht gelesen aber klingt auf jeden fall super auch mit sehr coolen titan ich finde was ein echtes händchen für titan dankeschön genau veröffentlich und sie er dir einfach folgen und da ein bisschen abt date bleiben vielen dank für deine zeitau das war mehr mehr als der medium hider grobig podcast

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die digitale Pubertät verlagert zentrale Entwicklungsthemen und erste sexuelle Erfahrungen in den digitalen Raum.
  2. Es gibt sowohl positive als auch negative digitale sexuelle Erfahrungen, wobei die positiven von Erwachsenen oft übersehen werden.
  3. Ein großes Missverständnis ist die Annahme, dass die eigenen Kinder keine sexuellen Medieninhalte nutzen oder dass alle Erfahrungen negativ seien.
  4. Kontrolle schützt weniger als eine wertschätzende Beziehung, die eine vertrauensvolle Anlaufstelle für Probleme bietet.
  5. Die Bedarfe von Jugendlichen werden in der aktuellen Debatte (z. B. um Smartphone-Verbote) konsequent ignoriert.
  6. Es fehlt an Ressourcen und einer ganzheitlichen Verankerung von sexueller Medienkompetenz in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften.

Summary:

Die Medienpädagogin Mandita Oeming diskutiert im Podcast die digitale Pubertät, in der sich viele Entwicklungsthemen ins Digitale verlagern. Sie betont die Ambivalenz: Digitale Räume können Kommunikation erleichtern, etwa für schüchterne oder queere Jugendliche, bergen aber auch Risiken wie leichtere Kontaktaufnahme durch Fremde. Ein zentrales Missverständnis sei, dass Erwachsene die sexuelle Mediennutzung Jugendlicher entweder unterschätzen oder ausschließlich negativ bewerten, während positive Erfahrungen unsichtbar blieben.

Oeming kritisiert die öffentliche Aufregung, besonders um das Thema Pornografie, die oft nicht faktenbasiert sei. Stattdessen plädiert sie für mehr Sachlichkeit und fordert, die Perspektiven von Jugendlichen ernst zu nehmen. Ihre zentrale Botschaft lautet: Beziehung schützt mehr als Kontrolle.

Erwachsene sollten wertfrei Interesse am digitalen Alltag zeigen, um eine vertrauensvolle Anlaufstelle zu sein. Sie kritisiert die Trennung von Medien- und Sexualpädagogik und fordert eine ganzheitliche sexuelle Medienkompetenz in Lehrplänen und der Ausbildung von Fachkräften. Abschließend wünscht sie sich, dass Politik und Pädagogik die tatsächlichen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen, anstatt nur erwachsene Vorstellungen einer idealen Kindheit zu verfolgen.

FAQs

Die digitale Pubertät beschreibt, dass viele Entwicklungsthemen der Pubertät in den digitalen Raum verschoben wurden. Erste sexuelle Erlebnisse passieren oft am Bildschirm, was andere Kompetenzen bei Jugendlichen und Eltern erfordert.

Ein großes Missverständnis ist, dass Eltern oft unterschätzen, dass ihre Kinder sexuelle Medieninhalte nutzen. Zudem wird angenommen, dass alle digitalen sexuellen Erfahrungen negativ seien, obwohl es auch positive gibt.

Eltern sollten eine wertfreie Beziehung aufbauen, die digitale Lebenswelt ihrer Kinder ernst nehmen und echtes Interesse zeigen. Kontrolle schützt wenig, aber eine vertrauensvolle Beziehung bietet Schutz und eine Anlaufstelle für Probleme.

Sexuelle Medienkompetenz hilft Jugendlichen, Informationen zu sortieren und sich in der Flut von Inhalten zu orientieren. Sie sollte im Curriculum verankert sein und regelmäßig thematisiert werden, nicht nur in einzelnen Projekttagen.

Erwachsene bleiben wichtige Ansprechpersonen, da das Internet oft überfordert und Misstrauen hervorruft. Lehrkräfte und Eltern werden von Jugendlichen oft als moralischer Kompass geschätzt.

Sexualerziehung sollte ganzheitlicher sein und nicht nur auf Biologie reduziert werden. Aspekte wie Beziehungen, Gefühle und digitale Anteile müssen integriert werden, und es braucht mehr Ressourcen und Ausbildung für Fachkräfte.

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