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Die Deklaration von Helsinki

15m 5s

Die Deklaration von Helsinki

Die Podcast-Folge "Sprechende Medizin" behandelt die Deklaration von Helsinki, ein ethisches Grundsatzdokument für medizinische Forschung am Menschen, das 1964 vom Weltärztebund verabschiedet wurde. Im Gespräch mit Dr. Klaus Reinhard wird deutlich, dass die Deklaration als Reaktion auf die unmenschlichen Experimente der NS-Zeit entstand und seither mehrmals aktualisiert wurde, zuletzt 2024 in Helsinki. Der Weltärztebund, dem 115 nationale Ärzteorganisationen angehören, verfolgt das Ziel, ethische Standards zu wahren und weiterzuentwickeln. Die Neufassung fokussiert auf zwei Kernpunkte: Erstens die Einbeziehung vulnerabler Gruppen wie Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen in klinische Studien, um Wissenslücken zu schließen und maßgeschneiderte Medikamente zu entwickeln. Zweitens die Betonung unabhängiger Ethikkommissionen, die in Deutschland durch Debatten über eine zentrale Bundesbehörde herausgefordert wurden. Obwohl die Deklaration rechtlich nicht bindend ist, hat sie enorme moralische Autorität und prägt die Forschungspraxis weltweit, wie das Engagement der USA zeigt. Die Folge unterstreicht, dass ethische Prinzipien wie Patientenwohl und informierte Einwilligung zeitlos sind, aber an moderne Herausforderungen angepasst werden müssen, um Fortschritt und Schutz gleichermaßen zu gewährleisten.

Transcription

2587 Words, 16725 Characters

German
* Musik * Sprechende Medizin, der Podcast. Dr. Klaus Reinhard im Gespräch mit Daniel Finger. Heute. Die Decleration von Helsinki. Die Decleration von Helsinki hatte vor kurzem Geburtstag und wurde auch auf den neuesten Stand gebracht. Grund genug für uns über die Decleration zu sprechen, über ethische Grundsätze und darüber, wie man sie anwenden sollte. Wir wollen heute über Ethik sprechen, vor allem über Ethik in der medizinischen Forschung. Über etwas, was weniger, würde ich sagen, die nicht Medizinerinnen oder Mediziner sind kennen. Aber anfangen möchte ich mit etwas, was jeder kennt, was mit Ethik zu tun hat, nämlich mit der ältesten, ätischen Selbstverflichtung dem hypogratischen Eid. Der wird aber nicht mehr geschworen. In dem Sinne wird er nicht mehr geschworen, aber es Grundlage für das so eine agentvergelöpnis. Das Gennvergelöpnis ist eine Verpflichtung auf die Berufsethik, die in der Welt gestaltet und fortentwickelt wird. Die insofern internationalen Gültigkeit besitzt und von Ärzten in der ganzen Welt als Gutlage angesehen wird. Es ist vielleicht auch ganz gut, dass es was anderes gibt, als in hypogratischen Eid. Denn ich habe mich erst mal in meinem Leben gelesen. In Vorbereitung anfängt der Anmett, ich schwöre Apollo und den Harz und als Klebius und Jäher. Also das sind ja Götter, mit denen wir heute sehr wenig anfangen können. Auf ihn schwört man im Gennvergelöpnis auf die Patienten. Wenn jemanden in die Sinne, das ist schon nicht mehr der Fall, aber man verpflichtet sich mit dem Patient und das Wohl des Patienten im Mittelbotsern des Handels zu haben. Sie haben gerade schon den Weltärztemund angesprochen. Da waren sie auch in der letzten Woche. Das ist der wichtige Schlüsselmoment, über den wir heute auch sprechen wollen beim Übergang. Ich sage mal, "Hypogotin weiß", zum Menschenin weiß. Im Juni 64 wurden die ethischen Grundsätze für die medizinische Forschung am Menschen durch diesen Weltärztemund verabschiedet. Heute klingt das selbstverständlich, aber das war eine Sensation zu der Zeit. Das war eine Sensation, weil es erst mal in diesem Zusammenhang stattgefunden hat. Und war natürlich auch Ausdruck der Tatsache, dass man sich mit den Verwerfungen mit den grausigen Ereignissen, die sich abgespielt haben, insbesondere während der Zeit das so ne 3. Reichs in Deutschland, also eine Nazizeit, wo ja Besuch an Menschen in ganz furchtbarer, folterartiger Form stattgefunden haben, mit dieser Vergangenheit hat man sie auseinandergesetzt. Dabei festgestellt, dass man eigentlich wenig Regelwerk hat, im Zusammenhang mit der Forschung, bei denen man ja zumindest mal in der Medizin auf die Forschung an und mit Menschen angewiesen ist. Natürlich hat es vorher auch schon Forschung gegeben, in vielen Teilen dieser Welt, hier in Berlin, einer Charité der 119.20.200, in intensivster Form. Und die haben sich schon noch an natürlichen Regeln gehalten und sind jetzt nicht unmenschlich, im Wesentlichen vorgegangen. Ist mal mal mir überrascht, mit welcher Selbstverständigkeit viele getan wurden und dass man davon ausgekommt, dass Menschen, die daran teilnahmliche Autonomie besaßen, eine informierte Einwilligung erteilt hätten, das war sicher nicht der Fall. Und all diese Dinge hat man dann nach dem Krieg aufgearbeitet. Und das mündet dann 1964 in die deklarren Erste, Dekulation von Helsinki, die seitdem glaube ich, zu den wichtigsten Dokument geworden ist, was von Weltärztabunten daarbeitet worden ist. Und die gerade sozusagen auch noch mal aufgefrischt, erneuert renoviert wurde, aber bevor wir darüber sprechen, erzählen Sie uns ein bisschen was über den Weltärztebund. Was ist es für eine Institution? Und wie sah das letzte Woche in Helsinki aus? Also, der Weltärztebund ist ein 47-gegründete Einrichtung, an der 115.1. Kommau in Anführungszeit, also 115.000 Teilnehmern, das ist der Stand von 1923. Und das Ziel ist, auf der einen Seite, die Unabhängigkeit, erzlichen Handeln zu bewahren, im Sinne des freien Berufes, der nicht, und um Jörg, die Staat ist oder von Menschen steht, die eben sagen, was er zu tun hat, also, dass er dem Patienten oder Patientin im Wesentlichen verpflichtet ist. Das ist das eine Element, was in Weltärztabunten als einen Tragen, das wird immer wieder kehren, das Element der Befassung mit Resolutionen und Erklärungen verbunden ist. Und das andere ist eben die Standards ethischen Fallens und in dem Medizin zu formulieren und fortzuentwickeln, an moderne Erforschernisse anzubassen. Und dazu gibt es einen sogenannten Kounsel, dass es einen Sogat aus der eigentlichen Vollversammlung, der sogenannte Vorstand, an dem nicht alle Nationen oder die größeren Nationen vertreten sind, und der alle zwei Jahre neu besetzt wird, im Herbst wird dann auch die General Assembly, die Generalversammlung statt, auf die Dokumente, die vor dem Vorstand im Laufe des Jahres und weiter und Arbeitsgruppen bearbeitet werden, dann doch einmal diskutiert und schießt sie auf verabschiedet werden. Und was ich ganz bemerkenswert finde, ist offensichtlich, gibt es ja genug Themen, auch die alle Medizineren und alle Mediziner in diesen 115 Ländern betreffen, auch wenn die Länder mit Sicherheit sehr unterschiedlich sind. Ja, ich habe eine interessante Erfahrung gerade gemacht. Ich bin im Anschluss an die Tag und Helsike drei Tage in Rom gewesen und habe mich mit der Ärzte kann man Italien getroffen, weil man ja auch mal so auf der Bila-Tale eine Ebene den mit einer der etwas intensiven Beschwärchen kann, als wenn man sich im großen Kreis trifft. Und die DNA mal dies nicht in Helsike vertreten, weil der Kollege, der die DNA vertritt, erkrankt war, und zwar jetzt in Rom mit dabei war, der Rekordialiscent war. Und da haben wir dann festgestellt, bei der Austausch, welche Themen bewegen uns aktuell in unserer nationalen Organisationen in Rom und in Berlin, womit befassen wir uns gerade? Was ist die Herausforderung, die wir in der modernen Gesellschaft in unserer spezifischen italienischen oder deutschen Gesellschaft als Ärztschaft empfinden? Und das war interessant zu beobachten, dass wir ganz ähnliche Herausforderungen ausgemacht haben. Und unsere Bedürfnisse in diesem Kontext, die wir formuliert haben, die sich auch ganz ähnlich waren. Und das hat zur Toe mit der Tatsache, dass sie Ärzteche Ethik eben einen weltweiten Standard darstellen, der sich zurückfüll ist, bis über 2000 Jahre zurück, eben auf jemanden wie "Pockrattas". Das hat ein gewisses Faszinonsum. Das ist toll und sicherlich ist es eben auch so, dass die aller meisten Menschen, die Medizin studieren oder die Ärzte oder Ärzte werden wollen, natürlich sicherlich wollen sie auch einen tollen Job haben. Und so weiter und manche wollen auch richtig gut sein. Und es ist ja auch ein bisschen innen geben, aber ein großes Motiv ist eben Menschen zu helfen. Ich glaube, dadurch ist man schon ein bisschen ethisch vorgeprägt. Es gibt Ausnahmen, über die haben wir auch schon gesprochen. Aber ich glaube, grundsätzlich. - Ja, dann weiß ich auch nicht. Das würde ich auch sagen, weil man ja jedenfalls dann, wenn man die Entscheidung, Ärzte oder Ärzte zu werden, abgeklärt und reif und reflektiert, fällt zumindest in Robenzügen weiß, was er bei einem Zukunft war und man das macht. Und dann eben auch weiß, dass man an bestimmten Stellen auch ein wenig in den Dienst von Allgemeinheit und anderen stellt. Das gilt übrigens für andere Sozialebruffe ähnlich. Das gilt für Sozialebeiter, das gilt für Pflegendebruffe, das gilt für ein Fahrer oder eine Fahrerin. Also es gilt für Sozialebruffe an vielen vielen Stellen. Das ist nicht etwas, was genau Ihnen ärztlich exzlusiv zu beansprochen und zu reklamieren wäre, aber es ist eben im Erziehbruf auch angelegt. Und das macht ihn zu einem sozialen Beruf. Und wenn das richtig versteht oder richtig auch fast, der weiß, was er wenn zukommt. Und dann scheit sich schon ein bisschen von anderen Dingen, dass es im WC darum geht, welcher WC wohler gehen zu erwaren. Und jetzt gab es zum 60. Geburtstag der Deklaration von Helsinki eben eine Neufassung, was ändert sich? Und warum musste sich das auch ändern? Das finde ich ja besonders spannend. Ich glaube 64 waren die großen Leitlinien, ja wahrscheinlich so, dass man sagt, damit kann man immer noch sehr gut leben. Definitiv, die Deklaration ist immer wieder erneuert worden. Das 1. war das seit 15.10.10. Dann normal 83.19 und so weiter, zuletzt 2013 in Fortalese an Brasilien. Da war ich mit dabei. Okay. Insofern habe ich Erinnerung daran. Und es ist doch natürlich, dass man im Laufe der Zeit seiner Erfahrung mit einem solchen Dokument sammelt. Und feste, da gibt es eine Fragestellung, an die haben wir nicht gedacht. Oder aber es ändert sich auch Fällt mir so Bedingungen. Und dann, Thema Fest, das, was man damals formuliert hat, ist richtig im Grundsatz, aber vielleicht in Manthiener Jans etwas auszupropollieren oder zu präzisieren. Insofern bedarf es immer wieder der Anpassung solcher Deklaration und Dokumente. Und in dem Kontext hat man sich eben noch mal dran gemacht. Und hat vor zwei oder drei Jahren eine Arbeitsgruppe gebildet aus dem Kreis des Councils des Weltärsterbundes, der sich vielmehr getroffen hat, an unterschiedsten Stellen, der unterschiedsten nationalen erste Organisationen. Und hat dann sehr detailliert sich, da geht es wort für wort, darum es richtig zu formulieren. Englisch ist da die Ansprache, in Anführungszeichen, und hat dann nur der Leitung der amerikanischen Delegation jetzt etwas vorgelegt, was wir in Helsinki, die wir mal diskutiert haben, das Schamante war daran, es wieder ein Helsing hinzutun. Und auch am Ort, an dem genau vor 60 Jahren die erste Deklaration formuliert worden ist, dann nun diese Neufassung zu verabschieden. Und da geht es wesentlich hin, darum, dass wir uns befasst haben mit zwei Fragestellungen, mit der Frage, dass klinische Studien in Deutschland eine Wachste im Alter zwischen 18 und 70 Jahren durchgeführt werden, also nicht an noch älteren oder noch jüngeren. Zunächst mal um die zu schützen. Klar. In der Vorstellung, da ja, weil wir hier nicht an Kindern forschen, oder an Kreisen, das ist primär als Intention eine Noble gewesen. Gutes Motiv auf jeden Fall. Aber hat zur Folge, dass man erkenntnis im Zusammenhang mit der Wand von Kindern nicht rational systematisch erwirbt. Für dazu, dass sie allerlei Medikamente, die in der Pediatrie eine Kinderhaltkunde verwandt werden, so dass auf Labeluse oder der Einsatz ist, auf Label, sie gibt keine. Keine richtige Zulassung dafür, weil es keine Studienlage dafür gibt. Klar. Und das wird zurecht beklagt. Und insofern muss man sich dabei Gedanken machen, wie man darüber eine Studienlage oder eine wissenschaftliche Evidencelage herstellt. Hochbetag, die geht das in ähnlicher Weise. und dass es einen Punkt gewesen immer bearbeitet hat und den man versucht hat, eine Anpassung vorzunehmen, die das unterklaren, definiert und beginnt und zulässt. Und eine weitere Problematik geht es auch, so in eine wundenerrable Gruppen einzuschließende auch in Forschung, also Menschen mit Behinderungen, auch für die Bedarf ist ja unter umstimmend spezifischer Fragestellung in der Forschung. Und die soll auch profitieren können von Forschergeist und Erfindungseist. Und das hat man versucht, in dieser Neufasserleger-League-Zurufhelsie im Wesentlichen zu formulieren. Was ich auch ganz interessant finde, denn wir haben ja schon öfters darüber gesprochen, dass wir in Zukunft vielleicht auch eine Medizin bekommen, die vielen Maßgeschneideter auf manchmal vielleicht sogar ein bisschen zum Individuum, aber auf jeden Fall auf kleine Gruppen zugeschnitten sein wird, aber um zu wissen, um die Daten überhaupt zu haben, damit eine KI möglicherweise hilft, ein Medikament abzustimmen, muss man der erst mal haben. Und wenn man nicht weiß, wie verhält sich das Medikament im Körper eines oder einer 75 oder 80-Jährigen oder fünfjährigen Patientin oder Patienten, dann kann man nichts machen. Das ist wichtig, das sind weichen, glaube ich, für die Zukunft gestellt. Definitiv. Ja, also die Spielregeln und die ethischen Regeln, die jetzt gilt einzuhalten, auf die man sich beziehen kann. Bei der Forschungshabe, die im Rechnung getragen, dass wir der Stelle einen noch Wissensdefizit besitzen. Und der World-Erzelbund noch mal betont, die Wichtigkeit von unabhängigen Ethik-Kommission, auch ein wichtiger Punkt. Ich hab sofort daran gedacht, so eine Debatte hatten wir ja in Deutschland, ja, auch wir sitzen dabei uns aus. Ja, diese Debatte ist halt sein Grund, dass das da drin steht. Die Deutsch-Elegation hat auch intensiv mitgebracht an der Neufassung. Und wir haben ja die Diskussion hier in Deutschland gehabt, um die Fragestellung, ob die unabhängige Ethik-Kommission, die an den Ärzte kann man zum Teil angesiedelt sind, zum Teil auch an Universitäten, die aber unabhängig und ganz breit besetzt wird mit Wissenschaftlern und Ärzten und nicht nur Ärzten aus allen möglichen Bereichen des Lebens. Und die völlig weiß und ungebunden agieren, die ihr eigenen Leben für die angesiedelt sind, an zum Beispiel einer Universität oder an einer Ärzte kann man an vielständig auch gemeinsam einrichtungen sind. Zum Beispiel in dem Sitz meiner Heimatkammer, witzfahrende PS-DAS, in Münster die Universität und die Ärzte kann man die gemeinsam die Ethik-Kommission tragen. Auch in jeder Hinsicht auch wirtschaftlich tragen, natürlich werden die ein bisschen refinanziert durchgebühren, die eroben werden, wenn jemand einen Antrag stellt, frühfunk durch die Ethikommission. Aber in der Summe werden es mal primär diese Einrichtungen von der Kammer im Wesentlichen organisiert. Und das ist ein komplexes Geschehen, keine Frage. Das dauert manchmal lange oder vielleicht auch empfunden zu lange, bis man dort eine entsprechende Prüfung vollzogen hat. Schwierig aktuell ist zum Beispiel, dass es multizentische Prüfungen gibt in großem Umfang, also ein 4567 verschiedenen Universitätsstandorten, gleichzeitig geforcht wird. Dann sind verschiedenste Ärzte kann man gefragt, wir haben das förderale System. Unsere Bundesverwurde ist, was da herausgefordert ist, koordiniert zu agieren. Das tut es jetzt auch, aber das hat auch ein bisschen Zeit gebraucht, bis man da sozusagen solche Koordinierungs-Elemente entwickelt hat. Und auf dem Weg dahin war die Ungordolte politik und auch der Forschenden zum Teil groß. Man hat also überlegt, man könnte auch eine Bundes-Ethikommission einrichten. Die macht das ein Zentral für alle. Diese Bundes-Ethikommission sollte angesiedelt sein, am Befarm am Bundesamt für als Name-Denn- und Medizinprodukte. Und das ist natürlich das Institut und die Bundes-Oberbehörde, die als Bundes-Oberbehörde für die Zulassung von als Name-Denn-Lock zuständig ist. Das ist dann so ein bisschen schräg. Die müsste es eine behördliche, ethologische Grundsatzung. So, wenn die eine behördliche Einrichtung in der die Zulassung von als Name-Denn-Vorgenommen wird, ob gleichzeitig die Ethikommission, dann kann man das vielleicht, das von uns hier in den Fall zerklärt, natürlich auch voneinander trennen, auch in den Satoschen. Es ist sicher, dass es drin ist, aber so ein bisschen hatten wir das Gefühl, kollidiert das schon auch mit den Herausforderungen, mit den Anforderungen der Ethikler zur Von Helsinki. Stellt und die haben wir deshalb hier in dieser Neufassung noch ein bisschen klar formuliert im Bezug auf die Unabhängigkeit einer Ethikommission. Jetzt ist an dieser Stelle schade, würde ich sagen, dass die Deklaration von Helsinki ja nicht bindend ist. Aber sie ist trotzdem in vielerlei Hinsicht und in vielen Teilen der Welt zirksam. Das finde ich interessant. Das ist sehr interessant, die Amerikaner zum Beispiel. Für die ist die überhaupt nicht bindender, auch erklärter Massen. Mhm. Und dennoch haben die sich extrem engagiert, die Neufassung, können wir für die zu formulieren. Also sie wirkt. Und sie wirkt dort ganz ausgeprägt, weil der Standard, den die Amerikaner an dieser Stelle anlegen, ein hoher ist, und ganz bewusst. Und deshalb sozusagen auf ihre Unabhängigkeit auch bochen, um sozusagen so hohes Landtag an der Stelle, wie eben möglich einer so kandidatisch und sogar freiwillig höher als notwendigerweise. Und insofern haben sie völlig recht. Und das ist eine interessante Beobachtung. Das zeigt, welche macht und Kraft, dann doch von einem solchen seit sechs Dekaden zugrunde gelegten Element ausgehen kann, wenn sich die Welt erzenschaft an dieser Stelle einig ist. Vielen Dank fürs Zuhören. Sprechende Medizin ist eine Produktion von Menning-Text. In Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer. Die Redaktion hatte Daniel Finger. Unsere Musik stonnt von Klaasöler. Wir freuen uns über Feedback an [email protected].

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Deklaration von Helsinki wurde 1964 vom Weltärztebund verabschiedet und ist ein zentrales ethisches Dokument für die medizinische Forschung am Menschen.
  2. Sie entstand als Reaktion auf die grausamen Menschenversuche während der NS-Zeit und legt Grundsätze wie informierte Einwilligung und Patientenschutz fest.
  3. Die Deklaration wurde 2024 zum 6
  4. Jahrestag in Helsinki aktualisiert, um neue Herausforderungen zu adressieren.
  5. Wichtige Änderungen betreffen die Einbeziehung vulnerabler Gruppen (Kinder, Hochbetagte, Menschen mit Behinderungen) in klinische Studien, um Wissenslücken zu schließen.
  6. Die Unabhängigkeit von Ethikkommissionen wurde gestärkt, insbesondere im Kontext deutscher Debatten über eine zentrale Bundes-Ethikkommission.
  7. Obwohl rechtlich nicht bindend, hat die Deklaration weltweit große Wirkung, da sie einen hohen ethischen Standard setzt, dem sich Ärzte freiwillig verpflichten.

Summary:

Die Podcast-Folge "Sprechende Medizin" behandelt die Deklaration von Helsinki, ein ethisches Grundsatzdokument für medizinische Forschung am Menschen, das 1964 vom Weltärztebund verabschiedet wurde. Im Gespräch mit Dr. Klaus Reinhard wird deutlich, dass die Deklaration als Reaktion auf die unmenschlichen Experimente der NS-Zeit entstand und seither mehrmals aktualisiert wurde, zuletzt 2024 in Helsinki.

Der Weltärztebund, dem 115 nationale Ärzteorganisationen angehören, verfolgt das Ziel, ethische Standards zu wahren und weiterzuentwickeln. Die Neufassung fokussiert auf zwei Kernpunkte: Erstens die Einbeziehung vulnerabler Gruppen wie Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen in klinische Studien, um Wissenslücken zu schließen und maßgeschneiderte Medikamente zu entwickeln. Zweitens die Betonung unabhängiger Ethikkommissionen, die in Deutschland durch Debatten über eine zentrale Bundesbehörde herausgefordert wurden.

Obwohl die Deklaration rechtlich nicht bindend ist, hat sie enorme moralische Autorität und prägt die Forschungspraxis weltweit, wie das Engagement der USA zeigt. Die Folge unterstreicht, dass ethische Prinzipien wie Patientenwohl und informierte Einwilligung zeitlos sind, aber an moderne Herausforderungen angepasst werden müssen, um Fortschritt und Schutz gleichermaßen zu gewährleisten.

FAQs

Die Deklaration von Helsinki ist ein ethisches Grundsatzdokument für die medizinische Forschung am Menschen, das 1964 vom Weltärztebund verabschiedet wurde.

Sie wurde vom Weltärztebund erstellt, einer 1947 gegründeten Organisation mit 115 Mitgliedsorganisationen, die ethische Standards für die Medizin festlegt.

Die Aktualisierung erfolgte zum 60. Jahrestag, um ethische Richtlinien an moderne Anforderungen anzupassen, insbesondere für die Forschung an Kindern, Hochbetagten und vulnerablen Gruppen.

Die Neufassung betont die Einbeziehung von Kindern und Hochbetagten in klinische Studien sowie die Bedeutung unabhängiger Ethikkommissionen, um Wissenslücken zu schließen.

Der hippokratische Eid ist eine alte ärztliche Selbstverpflichtung, die Götter anruft. Das Genfer Gelöbnis ist eine moderne Verpflichtung auf die Berufsethik, die den Patienten in den Mittelpunkt stellt.

Nein, sie ist nicht rechtlich bindend, aber sie wirkt als ethischer Standard und wird weltweit von Ärzten und Forschern respektiert, auch in Ländern wie den USA.

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