Der Easy German Podcast macht eine kurze Weihnachtspause und kehrt am 3. Januar mit Jahresrückblicken über 2025 und das neue Jahr zurück. Während dieser Pause wird der Hörer am 27. Dezember noch einmal von den Mitarbeitern erreicht. Erik übernimmt als Vertretung von Kari, die kurz vor Weihnachten krank geworden ist, und bringt wertvolle Erfahrungen aus dem Bereich Deutsch als Fremdsprache und Germanistik mit. Eine besondere Frage behandelt die Aussprache von „g“ am Wortende – im Süden Deutschlands wird es oft wie ein „k“ ausgesprochen, im Norden eher weicher. Obwohl es regionale Unterschiede gibt, ist beide Variante akzeptabel. Ein weiterer Punkt ist die Frage, ob man auf C1/C2-Niveau wirklich wie ein Muttersprachler sprechen kann – das ist nicht möglich, da die volle Sprachkultur und das kulturelle Wissen durch die kindliche Entwicklung gewonnen wird. Zudem wird die Angst vor Fehler beim Sprechen als typisch beschrieben und mit konkreten Tipps wie „Angst umarmen“ und „offen sagen, dass man etwas nicht versteht“ weitergeführt. Außerdem wird der Unterschied zwischen „aus“ (langfristige Emotion) und „vor“ (spontane Emotion) erklärt, und es wird aufgezeigt, dass „vor Glück weinen“ korrekt ist, während „aus Glück weinen“ falsch klingt. Ein weiterer Punkt ist die häufige Verwechslung von „ich habe ein Problem“ und „ich habe einen Termin“, wobei letzteres im Umgangssprache umgangssprachlich die Endung „-en“ verschluckt. Der Podcast schließt mit einer Empfehlung für das Video „Woher kommt der Berlin-Hype?“ von „Hype Culture“, um das Phänomen des Silvesterfeuerwerks in Deutschland zu erklären, und betont die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Tiere. Abschließend wird die Community aufgefordert, bis zum 6. Januar die Easy German Membership anzumelden und mit dem Code EG 2026 bis zu 10 % Rabatt zu erhalten.
* Musik *
Hallo, Ehrig.
Hallo, Manuel, du ganz schön singen.
Danke, mittlerweile fühle ich mich verpflichtet,
im Intro mitzuzingen, wenn Kari nicht hier ist.
Normalerweise ist das ihr Job.
Es fehlt sonst was, ne?
Es fehlt was ohne Kari.
So ist das Kari, ist krank geworden, kurz vor Weihnachten.
Das ist natürlich richtig blöd.
Wir wünschen ihr gute Besserung und sie ist auch ganz traurig.
Denn sie wollte euch eigentlich verabschieden in die Winterpause.
Also euch, liebe zu Hörerinnen.
Denn wir machen eine kleine Weihnachtspause hier im Easy German Podcast.
Ihr werdet aber trotzdem noch von uns Hören in diesem Jahr,
nämlich am 27.12.
Und dann ganz frisch im neuen Jahr am 3.1.
an diesen beiden Samstagen kommen unsere Jahresrückblicke,
wo wir auf das Jahr 2025 zurückblicken.
Und auf das nächste Jahr schauen, gemeinsam mit Janisch und Easy.
Darauf könnt ihr euch also schon mal freuen.
Jetzt bist du hier, Erik, als Vertretung.
Vertretung, Ersatz.
Unser Deutsch, die Daktika und Naturtalent.
Wie sagt man, allseits begabt Renaissance Man.
Du kannst eigentlich alles hier bei Easy German.
Ja, fast.
Das ist nett gemeint, Manuel, aber es ist ein bisschen übertrieben.
Es ist nicht übertrieben.
Also es gibt wirklich ganz viele Bereiche,
wo du einspringsst, sobald irgendjemand krank oder im Urlaub ist.
Ja, stimmt.
Ich bin jetzt ja auch schon über vier Jahre dabei
und hab in der Zeit mir einiges angeeignet,
viel gelernt von euch.
Das ist ja auch cool.
So einiges, Skills hast du gesammelt.
Eure Fragen.
Und natürlich bist du unser Deutsch-Dedaktika im Team.
Denn du hast Deutsch als Fremdsprache studiert?
Ja, genau.
Und Germanistik auch noch.
Und Germanistik auch noch um drauf.
Wo ist da der Unterschied?
Deutsch als Fremdsprache.
Da lernt man, wie man unterrichtet.
Und den Germanistik lernt man nur,
wie die Sprache und die Literatur funktionieren.
Ah, okay.
Und deswegen sammeln wir immer die Fragen,
die ihr uns schickt auf Easy German.fm.
Die sprachlicher Natur sind und kompliziert für dich.
Wir warten immer, bist du zu Besuch hier im Studio bist,
da du die sicher am allerbesten beantworten kannst.
Und wir schauen mal, was wir heute schaffen.
Ellen hat uns geschrieben auf Englisch
"is the letter G" at the end of the word
when it is not in an i.g. cluster pronounced as,
das kann ich gar nicht vorlesen.
Das ist ja so kompliziert.
Also ich versuche es mal anders zu erklären.
Er schreibt als Beispiel Kari,
spricht Flugzeug als Flugzeug aus.
Da hat er eine bestimmte Episode hier geschickt.
Ist das der Standard?
Also Flugzeug statt Flugzeug.
Oder wie spricht man das G
am Ende des Wortes richtig aus?
Ist das, habe ich die Frage erst mal richtig verstanden?
Ja, genau.
Es geht um diesen Endlaut, dieses G,
wie wird es ausgesprochen?
Und was ist Standard?
Ja, dann schieß ich mal los, Erik.
Ja, ich bin mir ziemlich sicher,
das Flugzeug mit einem harten G,
oder "k" Sound am Ende,
also Standard sprachlich wäre.
Aber ich würde nicht sagen,
dass die andere Aussprache Flugzeug,
die Kari benutzt, deswegen falsch ist.
Denn wir haben es ja immerhin mit der gesprochenen Sprache zu tun
und die hat ganz schön viel Variation.
Was willst du denn sagen, Manuel, wenn ich mal fragen darf?
Ich bin gerade total unsicher,
weil es gibt ja Wörter, da muss ein G sein.
Oder gibt es das auch?
Oder ist das immer nur umgangssprachlich?
Ja, gute Frage.
Also, zum Beispiel, ich habe noch andere Beispiele König,
bei dem Wort König.
Es ist tatsächlich so,
dass die meisten Menschen in Deutschland König sagen würden
und dass dann wahrscheinlich auch als Standard gelten würde.
Aber auch da gibt es beide Varianten, je nach Region.
Es hat auch was mit dem Dialekt zu tun,
wo man in Deutschland ist.
Ganz genau.
Und ich habe da auch interessante Daten gefunden
in Google Stick Neuts, und zwar im Atlas zur deutschen Alltagsprache.
Ah ja, die hatten wir ja mal. Also, den Professor der das Projekt mitbegründet hat,
den hatten wir ja mal im Podcast zu Gast.
Können wir mal verlinken in den Show notes?
Ja, ist eine Superseite.
Und da sieht man auch ganz klar,
wir jetzt beim Beispiel König oder auch beim Wort Wenig,
dass die Aussprache mit dem Weichen,
das die vor allem in Mittel und Norddeutschland hat,
erwiegt sehr stark und im südlichen deutschen Sprachraum.
Also Schweiz und Österreich auch,
ist das mit dem Harden "ke" am Ende sehr viel verbreitet hat.
Und dann gibt es auch noch eine dritte Variante,
nämlich ein Art "sch".
Zum Beispiel würde man sagen, Wenig.
Das ist dann aber eher in kleineren Gebieten,
umdreisten und auch im Saarland und so.
Okay, also, wir fasten zusammen.
Ein "g" am Ende des Wortes,
wenn es mit "ige" oder "ige" endet,
ist im Südlicheren Sprachraum eher als hartes,
es ist eher wie ein "k", wird es ausgesprochen.
Anders als im englischen,
glaube ich, ist das dann gerade bei "d" und "t",
ist es immer ein "t" bei uns?
Genau.
Und ein "g" ist auch ein "klinkt" wie ein "k".
Und im nördlicheren Bereich tendieren wir oft zu mich.
Und was sollte man jetzt, wenn man Deutsch lernt,
machen, wie spricht man König
und Flugzeug aus?
Ich sehe das nicht so streng.
Für mich hört sich beides völlig in Ordnung an.
Wenn man aber sagt, man möchte jetzt unbedingt
sich an der deutschen Standardsprache orientieren,
dann würde man sich wahrscheinlich eher am Norddeutschen,
also wie nicht orientieren.
Okay, komplizierter als gedacht.
Aber sehr hilfreich, Erik.
Ja, schön.
Ernass, hat uns eine Sprachnachricht geschickt?
Hallo, liebe Karri.
Manul und Janus.
Ich bin Ernass.
Ich komme aus Marco und Ersten.
Ich müsste mich bei euch für ihre Arbeit bedanken.
Ihr seid unglaublich hilfreich.
Vielen Dank.
Also, meine Frage ist die Folgende.
Wir denkt ihr, dass Deutschland Menschen,
dass Niveau den Mutterspracheln reichen können.
Also sogar, wenn man auf C1 oder C2,
sprecht man wie ein Muttersprachler.
Denk's eher.
Also ja, das ist meine Frage.
Vielen Dank und tschüss.
Also, Anders möchte wissen,
ist das überhaupt möglich,
auf das Niveau eines Muttersprachlers zu kommen?
Was bedeutet C1, C2?
Das sind ja diese Levels, die oft benutzt werden.
A1, A2, B1, B2.
Und dann C1, C2 sind die höchsten Level beim Fremdsprachen lernen.
Ja.
Und C2 würde man vielleicht auch als Nive-Native bezeichnen.
Also fast wie ein Muttersprachler.
Und dieses Fast ist wahrscheinlich da,
weil das ist eben ein Framework oder eine Rahmen für Leute,
die Deutsch lernen.
Das heißt, per Definition ist auch C2 nicht Muttersprachler,
weil du bist dann ja nach wie vor keiner.
Muttersprachler, was ist die Definition?
Muttersprachlich eine Sprache zu sprechen,
bedeutet, dass man sie in der Kindheit oder als Kind gelernt hat,
ohne Sprachunterricht.
Also, dass man sie quasi auf dem natürlichen Wege gelernt hat,
nicht mit einem Vokabel, Heft und einem Grammatikbuch.
Genau, weil man die ganze Zeit von dieser Sprachung geben war
und die aufgesaugt hat.
Und ich frage mich, warum ist das überhaupt wichtig?
Also, woher kommt diese Frage wohl?
Das hat Anna's irgendwie nicht so richtig erklärt.
Also, findest du es wichtig, dass man auf C2-Niveau oder auf C1-Niveau
dann immer noch kein Muttersprachler ist?
Also, würde dich das Stören persönlich sozusagen?
Ne, ich würde das tatsächlich nicht stören.
Denn es gibt einfach ein paar Bedingungen, die kann man ja auch nicht ändern.
Beispielsweise ist es einfach so, dass zur Sprache auch sehr viel so kulturelles Wissen gehört,
was einfach sehr, sehr umfangreich ist.
Und das lernt man halt mit der Zeit.
Und wird es vielleicht nie komplett alles erfassen, was zur Sprache und zur Kultur dazu gehört,
was ja auch völlig normal ist beim Sprachen lernen.
Keine Ahnung, Akzent ist ja auch was, wo Leute sehr lange daran arbeiten.
Aber dann klingst du halt nicht viel Muttersprachler, aber das ist ja auch vollkommen okay.
Dann haben wir noch den Punkt Idiomatic, also so aus wie Sprichwörter.
Es gibt unfassbar viele Sprichwörter und die sich alle zu merken.
Egal in welcher Sprache ist ja auch schon mal eine riesige Hausnummer.
Und da ist selber okay zu sagen, an zur Sprache.
Das ist richtig viel, das werde ich in meinem Leben
gegebenenfalls nicht schaffen, das alles wirklich zu 100% in meinem Kopf zu haben.
Irreg, wenn man aber es schaffen möchte, auf ein sehr hohes Niveau C1 oder C2 zu kommen,
dann muss man natürlich Grammatik und Vokabeln palken und viel Hören und schauen,
aber ich glaube Unterricht gehört auch dazu, oder wie siehst du das?
Ja, Unterricht ist eine Super Sache umstrukturiert und in einem geschützten Rahmen sein
Deutsch zu üben und auch Feedback zu bekommen, was auch nichts unterschätzen ist.
Und wenn ihr Unterricht nehmen möchtet, vielleicht im nächsten Jahr, um euer Deutsch zu verbessern,
dann empfehlen wir euch Lingoda. Lingoda ist eine online Sprachschule, bei der ihr rund um
die Uhr 24/7 Unterricht nehmen könnt, ganz flexibel je nach eurem persönlichen Kalender und
Lingoda hat ganz kleine Gruppen, maximal fünf Leute sind dann mit euch in einer Gruppe.
So bekommt ihr eben auch dieses persönliche Feedback, was du ansprichst, Irreg und die Menschen,
die dort unterrichten, sind auf einem muttersprachlichen Niveau. Und wenn ihr euch jetzt für Lingoda
flexanmeldet, dort könnt ihr verschiedene Pakete buchen, dann bekommt ihr bis zu 40%
Rabatt, wenn ihr unseren Code Easy 40, also Easy 4.0 eingebt, das gilt bis zum 3. Februar und
dann könnt ihr also das neue Jahr mit Unterricht bei Lingoda starten und so euer Deutsch schnell verbessern.
Alle Infos gibt's auch auf unserer Website.
Die nächste Frage stammt von "Hadith" und auch "Hadith" hat uns eine Sprachmachricht geschickt.
Hallo, Liebes Easy German Team. Hallo, Manuel. Hallo, Karri. Ich heiße "Hadith" und komme aus
dem Iran. Seit was zwei Jahren lerne ich Deutsch, weil ich gern in Deutschland arbeiten nüsste.
Aber ich habe ein großes Problem beim Deutsch lernen. Ich habe eine riesige Angst,
Deutsch zu sprechen, Fehler zu machen und mich dabei lächerlich zu fühlen. Das ist mir sehr
peinlich und ich weiß es nicht, wie ich damit umgehen soll. Könntet ihr bitte mehr einige Tipps geben,
wie ich diese Blöde Angst überwinden kann. Ich freue mich auf eure Antwort und wünsche
euch alles Gute. Ciao. Ja, "Hadith" die Angst davor, Fehler zu machen. Das ist, glaube ich,
ganz, ganz typisch. Das hören wir von vielen, vielen Deutschlernen drin, dass sie eigentlich alles
verstehen, wenn sie uns hier zuhören, zum Beispiel oder wenn sie unsere Videos schauen,
aber wenn es dann ansprechen geht, haben sie Probleme oder Angst. Was kann man da machen, Erik?
Ich würde einmal kurz aus meiner eigenen Erfahrungen sprechen, ohne jetzt wissenschaftlich zu werden.
Ich war ja kürzlich in Thailand und es war mir da wichtig, auf dieser Reise auch
Thailandisch zu sprechen. Ich war vor acht Jahren schon mal in Thailand und ich weiss noch, ich hatte
damals richtig Angst, irgendwie zum Street Food stand zu gehen und da auf Thailandisch was zu
bestellen. Ich habe es sehr selten gemacht, wegen dieser Angst Fehler zu machen, nicht verstanden
zu werden und so weiter. Dieses Mal habe ich die Angst quasi versucht herauszufordern und ein
bisschen zu umarmen. Also ich habe die Angst umarmt. Ja, okay. Ich habe mittlerweile das Gefühl,
dass ich die Angst dadurch besiegen kann ein bisschen, dass ich in die Angst reingehe. Also ich
bestelle was und halte aber dieses unangenehme Gefühl aus. Das klingt einfach, das ist eine Herausforderung.
Aber bei mir hat das Geholfen auf Dauer entspannter zu werden und die Dinge einfach zu tun. Das,
weiß ich nicht, Manuel, hast du auch so solcher Erfahrung gemacht oder war Angst, die so ein Thema bei dir? Bevor ich das beantwortet,
sag mal was auf Thailandisch bitte. Also wie klingt das dann, wenn du etwas bestelltst am Street Food
stand? Auch Parker V, Guy, Psych, Hydau, das wäre mein Lieblingsgericht, heiliges Thailandisches
Basilikum mit einem Spiegelall zu bestellen. Okay und du hast also die Angst umarmt, erklär das
nochmal was das bedeutet. Also du hast diese Angst gespürt, aber hast dann beschlossen, du kämpfst
nicht gegen sie an, du versuchst sie nicht zu unterdrücken, sondern du hast dann quasi gesagt,
ja, ich hab jetzt Angst und das ist aber irgendwie auch gut oder was meinst du damit die Angst umarmen.
Genau, genau. Das ist vor allem auch langfristig, das immer wieder zu tun und immer wieder in diese
ängstliche Situation bewusst reinzugehen, weil du öfter man das macht, desto stärker nimmt die Angst
ab. Das ist glaube ich so ein psychologischer Mechanismus. Man geht quasi in eine Art Exposition rein,
sag ich mal. Exposure Therapie. Richtig. Das kann man hier im kleinen, glaube ich, auch probieren.
Ich weiß nicht, ob das für jeden funktioniert, aber bei mir hat das geklappt, vor allem auch mit
geduld und das immer wieder machen. Interessant, interessant. Also ich weiß nicht, ob ich so diese
richtige Angst Fehler zu machen, hatte ich, glaube ich, nie so beim Sprachen lernen. Ich hab immer,
als ich spanisch oder polnisch gelernt habe, gedacht, wenn ich Fehler mache, mache ich Fehler, also egal,
aber ich kenne das Gefühl, dass man zum Beispiel in einer Situation ist und man versteht mich,
worüber die Leute reden. Also ich erinnere mich, als ich in Mexiko gelebt habe, hatte ich dann
mexikanische Freunde und Freundinnen und ich saß in einer Runde und die haben mit mir und
unter anderem gesprochen und ich wusste nicht mehr, worum geht es gerade? Es war zu kompliziert für
mich und ich habe mich aber nicht getraut, das zu sagen, weil ich dachte irgendwie, ich müsste,
dass doch eigentlich mittlerweile verstehen und wollte auch nicht immer unterbrechen und sagen,
ich verstehe es immer noch nicht, könnt ihr es nochmal anders sagen und ich erinnere mich, dass das
ein ganz unangenehmes Gefühl war und ich glaube, im Nachhinein hätte ich in diesen Situationen
einfach ehrlicher und transparenter sein sollen. Also dieses verstecken, so zu tun, als würde man es
verstehen, ist unnötig. Man soll dann einfach sagen, Leute, ich verstehe es immer noch nicht,
könnt ihr es nochmal anders sagen, weil wenn das deine Freunde sind, dann werden sie das verstehen und
wenn nicht, dann halt nicht. Also das wäre vielleicht noch mein Tipp, dass man einfach offen damit
umgeht und wenn man etwas nicht versteht oder wenn man Fehler macht, das einfach sagt, ich glaube,
das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass jemand die Geduld verliert und ist dann auf Englisch
sagt, dann ist es halt so. Dann ist es so und dann lebt man damit, aber genau, du hast das
gelernt und weißt das jetzt und das ist glaube ich auch eine wichtige Erkenntnis.
Jeder aus China schreibt "Hallo, lebes Easy German Team". Ich habe eine grammatische Frage,
ist das eine grammatische oder eine grammatikalische Frage? Bin ich mir selbst nicht sicher.
Du fragst das währendthema, was ich recherchieren müsste. Jedenfalls eine Frage über den Unterschied
zwischen aus und vor. In meinem Buch steht, dass die beide für Emotionen verwendet werden. Also
aus, wenn eine kontrollierte Handlung folgt und vor, wenn eine unkontrollierte Reaktion folgt.
Ich kann die Erklärung aber nicht ganz verstehen. Wann soll ich welches Wort benutzen? Und dann
hat sie einige Beispiele, aber vielleicht kannst du die jetzt einfach direkt in deiner Antwort
verwenden. Ja, ich finde ihr erstes Beispiel schon mal sehr gut. Da können wir das gut
trans zeigen. Sie hat aus, sie hat aus, liebe, geheiratet. Wenn wir ein liebedenken, dann ist es
ja ein Gefühl, was sich über längere Zeit aufbaut. Im besten Fall. Im besten Fall. Und nicht
von jetzt auf gleich kommt und ich dann heirate. Du glaubst also nicht an lieber auf den ersten
Lehrchen? Ja, ich bin offen dafür. Hab es bis jetzt noch nicht erlebt. Okay, da erfahren wir mal
richtig was aus Eric's Privatleben. Ja, das ist ganz spannend. Aber ich glaube hier, liebe,
großes Gefühl, lange gewachsen und deshalb heiratet man. Und vor, liebe, das klingt irgendwie
so als hätte ich mich jetzt gerade vor einer Sekunde verliebt. Und in dieser aktuellen Emotionen
will ich dann auch, oder heirate, ich dann direkt. Das klingt irgendwie komisch, dass
ihr keinen Sinn, ne? Also vor, liebe, klingt für mich falsch. Das würde man nie so sagen. Aber
sagt doch mal ein Beispiel, wo vor richtig ist. Zum Beispiel, ich habe in dem Moment, wo ich das Geschenk
bekommen habe, habe ich vor Glück geweint. Vor Glück. Also der Sinn ist im Grunde der gleiche,
also bei der heirate und der liebe ist die Liebe der Grund für die heiraten. Und bei dem Glück
und dem Geschenk ist oder dem Glück und dem Weinen ist das Glück der Grund für's Weinen. Aber ich
Heirata aus Liebe und ich warte.
Weine vor Glück. Warum weine ich nicht ausglück,
weil es plötzlich kam?
Genau, plötzliche Emotionen spontan.
Ist das der Unterschied?
Das ist ja total sensibilisant.
Irre, guck, das ist so was, das weiß man als Muttersprachler nicht.
Das heißt, aus und vor, signalisieren jeweils den Grund,
warum etwas geschieht, aber wenn es aus ist,
dann ist es etwas längerfristiges
und wenn es vor ist, ist es etwas spontanes.
Genau, noch ein Beispiel.
Ich habe aus Großzügigkeit Geld gespendet.
Ich bin ja grundsätzlich, man ist ja grundsätzlich ein Großzügiger Mensch
und nicht nur in diesem Moment, weil die Emotionen ein jetzt heftig überkommt.
Deshalb würde auch da aus besser passen.
Okay. Und noch ein anderes Beispiel für vor?
Ähm, ich habe vor Aufregung alle Antworten in der Prüfung vergessen.
Die Aufregung kam plötzlich und das hat dazu geführt,
dass ich alles vergessen, also habe ich vor Aufregung alles vergessen.
Genau.
Irreg aus Respekt vor deiner Person und dieser Respekt war schon lange da.
Ist nicht spontan, deswegen aus Respekt vor deinem Wissen.
Ähm, muss ich dir sagen, du bist toll.
Dieben Dank.
Jetzt kommt ein Name, den kann ich nicht richtig aussprechen, vermutlich.
Probiert du es mal bitte.
"Show when you".
Aber "Show when you" schreibt uns, "Hi, ich habe im Wörterbuch nachgeschlagen
und festgestellt, dass der Termin "masculin" ist, männlich.
Ich bin neugierig, warum ihr immer sagt, ich habe einen Termin.
Oh. - Das ist natürlich ein Unding.
Nee, das sagen tatsächlich die meisten deutschsprachigen Muttersprachlichen Menschen im Alltag.
Das ist einfach eine Sache der gesprochenen Sprache, würde ich sagen,
dass wir die Akkusativendung in dem Fall, dass wir die verschlucken,
dass es ultra verbreitet.
Ich würde aber behaupten, dass wir schon einen Unterschied haben,
dass er nur schwierig zu hören ist.
Also, ich habe ein Problem, das Problem, ich habe ein Problem und ich habe einen Termin.
Ich verstehe, dass das sehr, sehr ähnlich klingt.
Aber ich behaupte, dass dieses einen Termin, dass wir da nicht einen Termin sagen,
sondern einen, also das da quasi dieses E-N am Ende,
dass das in einem längeren sich ausprägt.
Also, weißt du, was ich meine? - Das kann tatsächlich sein.
Ich habe ein Problem, ich habe einen Termin, ich habe einen Termin.
Und das bedeutet dann einen, also das ist etwas umgangsprachliches,
wo wir das E-N am Ende so zusammenziehen.
Genau, aber vollkommen nicht falsch in gesprochenen natürlich.
Man kann das ohne Weiteres sagen.
Und das, jemand sagt, ich habe einen Termin,
hört man dann eher im vormelleren Deutsch oder in den Nachrichten.
Empfehlung in der Woche.
Eric, bevor wir uns hier gleich verabschieden,
habe ich dir eine Empfehlung mitgebracht. - Ich bin gespannt.
Vorher möchte ich dich fragen, es ist ja bald Silvester.
Oh ja. - Hast du Pläne?
Ja, zum ersten Mal, seit vielen Jahren werde ich mit meiner Familie ganz ruhig
und ganz entspannt im Schwarzwald Silvester verbringen.
Und wenn du sagst, ganz ruhig und ganz entspannt im Schwarzwald,
im Süden von Deutschland, dann meinst du genau was.
Also, insbesondere interessiert mich, hast du dich mit Feuerwerkskörpern
und Böllern eingedeckt und wirst du um 0 Uhr
am 31. rausgehen und richtig krachmachen und lernen machen.
Ja, rhetorische Frage nehme ich an.
Wer mich kennt, wird vermuten, dass das nicht so mein Ding ist.
(Lachen)
Und ich habe nichts gekauft, ich habe mich nicht eingedeckt.
In meiner Jugend war das noch ein bisschen reizvoller.
Mittlerweile brauche ich keine Feuerwerk, vor allem,
dass das übertrieben laut ist. Ich kann es gar nicht mehr ab.
Ja, du bist eher der ruhige Typ.
Ich bin es auch vor allem, was das betrifft.
Ich würde sogar so weit gehen, dass ich diese Kultur,
diese deutsche Kultur des Böllerns, aktiv, da aktiv widerspreche.
Und dagegen bin, dass das so ist.
Vielleicht kannst du es beschreiben, wie ist es in Deutschland?
Weil es ist ja schon anders als in den meisten anderen Ländern.
Ja, also in Deutschland ist es sehr üblich,
dass jeder privat sich Feuerwerk kaufen kann für Silvester.
Und ja, da sind Mischen sich dann aber auch sehr viele Böller,
die da drunter, die nicht legal sind, die viel zu laut sind.
Genau, hinzu kommt, dass ein Riesenmüllberg
am nächsten Tag nach Silvester auf den Straßen ist.
Ja, das ist eine riesige Müllberg.
Die Luftverschmutzung ist an diesem Tag irgendwie so hoch,
wie sonst das ganze Jahr über zusammengezählt.
Also, es ist wahnsinnig schlecht für die Luft.
Tiere leiden wahnsinnig darunter.
Es gibt viele Gründe, warum das aus meiner Sicht so schrecklich ist.
Und auch ich werde am Silvester Berlin entfliehen,
weil gerade in Berlin es wirklich, wirklich laut ist.
Und für alle, die sich das nicht so vorstellen können,
oder sich vielleicht auch fragen, wie so ist das denn so in Deutschland.
Also wir Deutschen lieben ja eigentlich Regeln und Ordnung
und so weiter.
Hab ich ein Video mitgebracht vom YouTube-Kanal "Hype Culture".
Den hat Kari hier vor einigen Episoden schon empfohlen.
Diesen ganzen Kanal.
Und da gibt es ein Video, das heißt, woher dieser Berlin-Hype jedes Jahr.
Also, warum ist das so ein Hype in Deutschland?
Und da gibt es also Interviews, sowohl mit Leuten,
die das nicht so gut finden, aber eben auch mit Leuten,
die das richtig gut finden und die sagen,
"Hey, das ist einmal im Jahr, haben wir die Möglichkeit, mal richtig. "
Es ist ein Gefühl von Freiheit zu beschreiben, Sie das.
Dass man einmal darf und mit Feuerwerk spielen, macht einfach Spaß.
Und in gewisser Weise hat es mir geholfen, das auch besser zu verstehen.
Und dann auch diese illegalen Böller, die du beschreibst, erklären Sie,
wie Leute sich die beschaffen, kurz vor Silvester, wo die herkommen.
Ich fand es ganz interessant, es klingt so, als wäre,
dass dieser Tag so ein Ventil für die Deutschen, wo sich das Jahr
über sehr viel aufgestaut hat.
Und da können Sie dann einmal richtig die Sau rauslassen.
Aber das Video ist wahrscheinlich komplexer als was ich jetzt kann.
So ist schon eine ganz gute Beschreibung.
Genau, wir verlinken das mal in den "Show Notes".
Erik, ich wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit.
- Danke. - Ein frohes neues Jahr.
Und euch allen wünschen wir das auch.
Ihr hört, wie gesagt, nächsten Samstag und den Samstag drauf
in unseren Jahresrückblicken von uns.
Und dann sind wir ab dem 6.1. wieder ganz regulär zweimal pro Woche.
Hier, denkt dran, bis zum 6.1.
könnt ihr euch für unsere Easy German Membership anmelden
und bekommt sogar 10% Rabatt auf eure 1.12 Monate mit dem Code EG 2026.
Findet ihr alles auf unserer Website.
Wir haben viel geplant für euch und freuen uns, wenn ihr dabei seid.
Bis bald, Erik.
Macht's gut. Ciao. Ciao.
Podcast Summary
Key Points:
Der Podcast macht eine kleine Weihnachtspause und wird am 27. Dezember und am 3. Januar mit Jahresrückblicken über 2025 und das neue Jahr zu hören sein.
Erik übernimmt von Kari als Vertretung, besitzt umfangreiche Kompetenzen in verschiedenen Bereichen und ist Deutsch-Dedaktik und -Lernerfahrung mit Studium von Fremdsprachen und Germanistik.
Es gibt regionale Unterschiede in der Aussprache von „g“ am Wortende, wobei im Süden Deutschlands ein harter „k“-Laut dominiert, im Norden eher ein weicher Ton, und beide Varianten sind korrekt, je nach Region und Kontext.
Summary:
Der Easy German Podcast macht eine kurze Weihnachtspause und kehrt am 3. Januar mit Jahresrückblicken über 2025 und das neue Jahr zurück. Während dieser Pause wird der Hörer am 27.
Dezember noch einmal von den Mitarbeitern erreicht. Erik übernimmt als Vertretung von Kari, die kurz vor Weihnachten krank geworden ist, und bringt wertvolle Erfahrungen aus dem Bereich Deutsch als Fremdsprache und Germanistik mit. Eine besondere Frage behandelt die Aussprache von „g“ am Wortende – im Süden Deutschlands wird es oft wie ein „k“ ausgesprochen, im Norden eher weicher.
Obwohl es regionale Unterschiede gibt, ist beide Variante akzeptabel. Ein weiterer Punkt ist die Frage, ob man auf C1/C2-Niveau wirklich wie ein Muttersprachler sprechen kann – das ist nicht möglich, da die volle Sprachkultur und das kulturelle Wissen durch die kindliche Entwicklung gewonnen wird. Zudem wird die Angst vor Fehler beim Sprechen als typisch beschrieben und mit konkreten Tipps wie „Angst umarmen“ und „offen sagen, dass man etwas nicht versteht“ weitergeführt.
Außerdem wird der Unterschied zwischen „aus“ (langfristige Emotion) und „vor“ (spontane Emotion) erklärt, und es wird aufgezeigt, dass „vor Glück weinen“ korrekt ist, während „aus Glück weinen“ falsch klingt. Ein weiterer Punkt ist die häufige Verwechslung von „ich habe ein Problem“ und „ich habe einen Termin“, wobei letzteres im Umgangssprache umgangssprachlich die Endung „-en“ verschluckt. “ von „Hype Culture“, um das Phänomen des Silvesterfeuerwerks in Deutschland zu erklären, und betont die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Tiere.
Abschließend wird die Community aufgefordert, bis zum 6. Januar die Easy German Membership anzumelden und mit dem Code EG 2026 bis zu 10 % Rabatt zu erhalten.
FAQs
Im deutschen Sprachraum wird das 'g' am Ende von 'Flugzeug' meistens wie ein 'k' ausgesprochen. Dies ist der übliche, standardmäßige Laut. Es gibt jedoch regionale Unterschiede, besonders in Norddeutschland, wo eine weichere Aussprache vorkommt.
Ja, es gibt regionale Unterschiede. Im Süden Deutschlands wird das 'g' oft wie ein 'k' ausgesprochen, im Norddeutschland hingegen wird es oft weicher oder sogar wie ein 'ch'-Laut. Diese Unterschiede sind besonders bei Wörtern wie 'König' oder 'Wenig' spürbar.
C2 ist das höchste Niveau beim Fremdsprachenlernen und nähert sich sehr dem Muttersprachniveau an. Allerdings ist es nicht identisch, da Muttersprachler die Sprache seit der Kindheit ohne Unterricht gelernt haben und daher tiefere kulturelle und sprachliche Verankerungen besitzen.
Fehler sind normal und helfen beim Lernen. Statt zu fürchten, sollte man offen sagen: 'Ich verstehe das nicht' oder 'Ich habe einen Fehler gemacht'. Dies fördert Vertrauen, hört sich authentisch an und zeigt Wahrheit gegenüber Freunden und Partnern.
Das Wort 'aus' beschreibt eine langfristige, kontrollierte Emotion, wie 'aus Liebe heiraten'. 'Vor' beschreibt eine spontane, plötzliche Emotion, wie 'vor Glück weinen'. Der Unterschied liegt also in der Dauer und der Ursache der Emotion.
Das ist eine umgangssprachliche Form, bei der das 'e' am Ende des Wortes verschluckt wird. Es ist nicht falsch, sondern häufig im Alltag zu hören, insbesondere in Nachrichten oder im vor- und nachmittaglichen Deutsch.
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