* Musik *
Hallo, willkommen zurück im Internet.
So sieht es aus.
Hier ist euer Internet mit Karri und Manuel.
Karri, wo auf dieser großen, weiten, vernetzten Welt befindest du dich im Moment?
Ich sitze gerade in einer Ferienwohnung, in Wellington, Neuseeland.
Und vor mir steht Jan Schamerski am Herd.
Er macht sich Milch warm, sortiert seine Tabletten.
Und ich glaube, er macht sich jetzt einen Kaffee.
Jetzt habe ich das noch nicht verstanden.
Aber ich habe ihn verschäuert von seinem Tisch, denn wir beide nehmen jetzt einen Podcast auf, Manuel.
Das klingt nach einem schönen Leben.
Ein kleiner Sendungshinweis.
Wir hatten in der letzten Episode angekündigt, dass wir heute dein Top-Sigment, dein Lieblingssigment, Top- oder Flop machen wollen.
Dann hat sich die Redaktion allerdings dafür entschieden, dieses Thema noch einmal aufzuschieben aus redaktionellen Gründen.
Wer ist denn unsere Redaktion, Manuel?
Na wir, wir beide sind die Redaktion.
Und ja, deswegen habe ich jetzt aber andere Sekmente hier heute für dich und für euch mitgebracht.
Ausdruck der Woche.
Manuel, als ich in Australien war, da habe ich richtig Schwein gehabt.
Erzähl mal, wann hast du Schwein gehabt, was ist passiert?
Ich habe tatsächlich innerhalb von einer Stunde wilde Kängurus und wilde Koalas gesehen.
Und da habe ich wirklich Schwein gehabt.
Wieso waren die Koalas wild, haben die Party gemacht oder getanzt oder was war das?
Weil ich meine, die haben in der Natur gelebt, das waren echte Tiere in der Natur, die waren nicht im Zoo, nicht im Gefangenschaft.
Also in freier Wildbahn waren sie.
In freier Wildbahn.
Man sagt das doch so, oder? Die leben wild.
Ja, aber du lebst ja auch wild und trotzdem auch in einem Haus, deswegen wollte ich den genauer Bedeutung kurz klären.
Aber darum soll es nicht gehen. Ich habe die Bilder gesehen von den süßen Koalas und den Kängurus.
Ja.
Sehr, sehr süß.
Ich hatte keine Formo, denn ich habe das beides auch schon gesehen in freier Wildbahn.
Freut mich für dich.
Ich hatte auch Schwein damals auf meiner Australienreise.
Wieso haben wir denn Schwein, wenn wir Koalas und Kängurus sehen waren?
Das musst du jetzt noch mal erklären.
Also obwohl ich den Ausdruck mitgebracht habe, darfst du ihn jetzt erklären?
Ja, also wenn man Schwein hat, hat man Glück.
Man kennt das zu Silvester.
Da werden oft so Glücksbringer verschenkt.
Genau.
Zum Beispiel ein kleines Kleblatt oder auch ein kleines Schweinchen aus Plastik oder aus Metall.
Und das Schwein steht also für Glück.
Aber wie so das so ist, das weiß ich nicht, Karri.
Ich muss sagen, so gut bin ich nicht vorbereitet.
Ich dachte, ich weiß das auch nicht.
Ich dachte einfach, als ich unterwegs war, dachte ich, Boah.
Richtig Schwein gehabt und dachte tolle Ausdruck, den muss ich erklären.
Ich habe nicht nur Schwein gehabt.
Leute haben mir tatsächlich geholfen.
Wir waren bei einem Meetup, bei Misi German Meetup in Melbourne.
Und da möchte ich mich noch mal ganz herzlich bedanken bei der Gruppe,
die ganz hinten links in der Ecke saß.
Ich habe leider eure Namen nicht mehr im Kopf.
Aber ihr wisst, wer ihr seid.
Denn ich habe dieser Gruppe mein Handy gegeben.
Hab gesagt, speichert mir mal alle Orte ein, die ich unbedingt besuchen muss auf unserem Roadtrip.
Und die haben dann gesagt, hierhin fährst du für die Kängurus, hierhin fährst du für die Koalas.
Und genau da bin ich hingefahren.
Und genau da habe ich sie gesehen.
Genial.
Insofern muss ich aber trotzdem sagen, Schwein gehabt.
Also erstmal, dass ich diese Leute getroffen habe, bei den Meetup, die mir die Tipps gegeben haben.
Und dann Schwein gehabt, dass es auch geklappt hat.
Karri, es gibt vier Theorien.
Woher dieser Austro kommt, ich erkläre dir nur die vierte und wahrscheinlichste im Mittelalter.
Du hast ja Geschichte studiert.
Wann war das ungefähr dieses Mittelalter?
Oh, von 500 bis 1500 ganz grob.
Okay, war eine längere Zeit.
Da gab es so Wettkämpfe von mittelalterlichen Sportfesten.
Und wenn man da. Mit Schweinen dabei?
Nein, aber wenn man nicht gewonnen hat.
Aber zumindest noch so auf einen der letzten Plätze kam.
Nicht ganz letzter war.
Da hat man einen Trostpreis manchmal bekommen.
Ja.
Dieser Trostpreis, den man bekommt, wenn man nicht gewinnt, aber auch nicht ganz verliert.
Der war dann manchmal ein Schwein, ein Ferkel, ich vermute dann zum Essen gedacht.
Hab ich noch nie gehört.
Ja, das ist eine der Theorien.
Wir verlinken das in den Genots.
Könnte ich merken, daher kommt dieser Austrok.
Genau.
Und wenn ihr mal Glück habt und zufällig in Koala seht,
weil die sind wirklich schwierig zu sehen.
Die sind oben im Baum, die sind. Ja, ne Schkanste bitte.
Und das unterlassen mit dem Krach hier im Hintergrund.
Er guckt ganz betreten.
Also, wenn man das schon mal schafft, diese Koana sind klein und grau.
Und die Bäume sind riesig, dann hat man wirklich Schwein gehabt.
Und ihr könnt den Austrok auch benutzen.
Wenn irgendwas passiert, was einfach wirklich glücklich ist.
Werbung?
Karri, weißt du, wo man noch nützliche, vocabeln und Austrücke lernen kann?
Absolut in unserer Partner App Siegling.
Wie funktioniert das?
Wie kann ich da mein Deutsch verbessern in dieser App?
Erst mal gehst du einfach in den App Store oder Google Play Store,
suchst nach Siegling und lädt die App kostenlos runter.
Denn die Basisfunktion der App ist komplett kostenlos.
Und dann kann man viele tolle Sachen machen.
Man kann unter anderem vocabeln und Grammatik lernen mit dieser App.
Und ich empfehle, dass euch alleine schon für die vocabeln.
Aber wenn ihr jetzt von Anfang an lernt,
ist es auch nützlich, aber ich schätze die meisten, die hier zuhören.
Die haben schon ein Basisverständnis.
Und möchten sich gerne vocabeln, merken und diese dann wiederholen.
Das Tolle ist, wenn ihr ein easy German Mitglied seid,
könnt ihr sogar automatisch alle vocabeln von unserem Podcast,
also von der neuen Episode, in die Siegling App laden.
Und dann dort mit der Methode der Space-Dripetition wiederholen.
Was heißt das Space-Dripetition, Manuel?
Ja, das ist das gute alte Karteikarten-System.
Auf Englisch würde man sagen Flashcards.
Das heißt, man lernt jede Vokabel in genau dem Abstand,
der am besten ist für das eigene Gehirn.
Kurz bevor man die Vokabel vergessen hat, wiederholt man sie noch mal,
sodass sie dann ins Langzeit Gedächtnis kommt.
Ich habe mich jetzt gerade hier bei Siegling auf meinem Handy eingelockt
und wurde direkt begrüßt von einer animierten Karri.
Ihr werdet sehen, es gibt eine Engeverknüpfung zwischen Easy German
und Siegling.
Wir haben diese App mitentwickelt und denken,
dass sie euch wirklich nutzen wird beim Deutsch lernen.
Probiert das einfach mal aus.
Siegling.com oder im App Store oder Google Play Store nach Siegling suchen.
Das ist schön.
Manuel, ich habe dir jetzt schon was erzählt,
was schön war in Australien.
Aber es gab noch ein paar andere schöne Momente.
Und die habe ich mal zusammengefasst unter den Begriff Random Acts auf Keindnis.
Wie würde man das auf Deutsch sagen?
Random Acts auf Keindnis.
Ich würde sagen, nicht zufällig,
sondern so zufällige, freundliche Gesten.
Aber zufällig ist hier die falsche Übersetzung.
Es geht mehr so nicht zielgerichtete.
Unerwartete Gesten, vielleicht ja.
Genau, das war es für mich unerwartete Gesten.
Und ich habe tatsächlich mit Janisch zusammen eine kleine Liste gemacht.
Denn und sind mehrere nette Sachen passiert,
mit denen wir nicht gerechnet hätten.
Und ich dachte, ich stell dir jetzt einfach mal drei Situationen vor.
Und du sagst mir, was in dieser Situation in Deutschland passiert wäre?
Und dann sage ich dir, was ist aus?
Ich soll jetzt hier auf Deutschland abhähten oder was und sagen,
dass wir Deutschland alles schlechter wäre.
Ich sag ich ja gar nicht abhähten.
Aber es geht ja darum, fangen wir mal an.
Kurzes Thema.
Kurzes Thema, gleiche anzustellen.
Genau.
Ich stell dir mal vor, du hast einen Mietwagen gebucht.
Ja.
Und du kommst dann in die Mietwagenfirma rein, um das Auto abzuholen.
Und die finden deine Buchung nicht.
Und dann stellt sich raus nach zehn Minuten suchen.
Du hast einfach das Auto am falschen Tag gebucht.
Oder sogar im falschen Monat.
Also nicht zu dem Termin, zu dem du in der Mietwagenfirma bist.
Ist mir letzte Woche passiert.
Ich habe einfach im März gebucht statt im Februar.
Das hätte eigentlich mir passieren können.
Ich verwechsel gerne mal das richtige Datum.
Was würde jetzt unter Umständen erwarten,
was jetzt in Deutschland passiert?
Na ja, ich würde Fahrer muten, dass sie grundsätzlich schon fangen.
Freundlich sind und sagen, ja, das tut uns jetzt leid.
Aber wir haben jetzt keinen Autoforsie.
Es sind alle Bagen besetzt.
Oder vielleicht haben wir einen Autoforsie,
aber dann müssen Sie das jetzt halt buchen.
Und eventuell ist es dann teurer.
Und die andere Buchungen können Sie dann stornieren.
Das Gute an Mietwagen ist ja,
dass man die in der Regel bis kurz vorher noch kostenlos wieder stornieren kann.
Das stimmt.
Was Sie gemacht haben, Sie haben geguckt, ob ein Auto da ist.
Haben wir einfach ein anderes Auto gegeben, hat dann ein bisschen mehr gekostet.
Aber was ich, das ist ja jetzt vielleicht noch normales Service-Mentalität.
Man möchte dem Kunden helfen, was ich erstaunlich fand.
Sie haben sich dreimal entschuldigt bei mir.
Entschuldigung, dass Sie den falschen Mietwagen gebucht haben, tut uns leid.
Sie haben dreimal gesagt, ein Sous-Sorry.
Und Sie haben sich dafür entschuldigt, dass Sie mir meinen Mietwagen,
dass Sie nicht zu einem anderen Datum gebucht hatte, nicht anbieten konnten heute.
Ja, das würde ich eher kritisch sehen,
weil sich für etwas entschuldigen, was man nicht verantwortet hat,
tut der eigenen Psyche, glaube ich, nicht so gut.
Also, ich würde den Mitarbeiter*innen der australischen,
was in Australien oder Neuseeland?
Australien.
Auch in der australischen Mietwagen-Firmen empfehlen, freundlich zu bleiben.
Aber sich auch nicht für Dinge zu entschuldigen, die Sie nicht verursacht haben.
Okay, interessante Sichtweise war null.
Dann kommen wir mal, also ich fand es toll, aber ich verstehe, was du meinst.
Es hat sich für mich auch ein bisschen falsch angefühlt,
dass Sie sich jetzt bei mir entschuldigen.
Oder es war einfach nur eine Floskel.
Das könnten uns vielleicht mal unsere australischen Zuhörer*innen sagen,
ob die Australier sich dann wirklich, ob das jetzt eine ernst gemeinte entschuldigen war,
oder einfach sonst "Molltag" so, ne?
Janisch hat dazu auch eine Meinung, was möchtest du sagen?
Ich habe eine ähnliche Situation mit Mitch erlebt.
Und zwar mit, hat sich bei mir entschuldigt,
für etwas zu klein war, um sich dafür zu entschuldigen.
Und dann habe ich mich bei ihm beschwert.
Ich sollte sich nicht so entschuldigen bei mir, dass es überflüssig ist.
Und dann meinte er, ja, aber er mag sich zu entschuldigen.
Das macht ihm Spaß einfach, das beruhigt ihn und das ist besser.
Und ich glaube, das ist die Mentalität so ein bisschen.
Also man entschuldig sich nicht, um dich jetzt glücklich zu machen,
sondern um sich selbst besser zu fühlen in der Situation.
Manuel, Mitch ist ja mein Schwager aus England.
Was sagst du zu der Erklärung von Janisch?
Ja, das kann schon sein, dass das stimmt. Es ist ja auch ein Stereotyp,
dass die Briten, Mitches Briten, sich sehr viel entschuldigen.
Und vielleicht, ich mein Australien war ja auch Commonwealth,
oder ist immer noch, weiß ich gar nicht.
Es hängt dann ja alles ein bisschen zusammen,
diese kulturellen Gemeinsamkeiten.
Ha, ich erzähl dir mal die Situation Nummer zwei.
Du kannst dir das bestimmt vorstellen.
Du landest am Flughafen, denk jetzt mal, du landest am BER,
dem Berliner Flughafen. - Ja.
Und du musst jetzt das Terminal wechseln.
Dafür gibt es einen öffentlichen Bus.
Du gehst zu dem Bus.
Und dann hast du vielleicht Probleme mit deinem Gepäck.
Weil du hast zu viel Gepäck dabei, so wie Janisch und Kari.
Und man merkt dir an, dass du Strugglen bist.
Was würde der Busfahrer in Berlin machen?
Ähm, ich möchte jetzt nicht die Berliner Busfahrer
innen verunglimfen, aber sie haben schon einen Ruf,
dass sie nicht unbedingt die freundlichsten immer sind.
Und sie würden jetzt, glaube ich, nicht unbedingt helfen.
Und im schlimmsten Fall würden sie sogar sagen,
ist zu viel Gepäck, du darfst nicht mit.
Also ich weiß, dass, zum Beispiel, man mit Fahrrädern
nicht meistens nicht in Busse gelassen wird. - Genau.
Was ist uns passiert, der Busfahrer nimmt zur Kenntnis,
dass wir es nicht schaffen, mit unserem Gepäck in einem Mal auszusteigen,
sondern mehrmals hin und her laufen müssen.
Er steigt dann aus.
Also wie in den deutschen Busen gibt es dann so eine Klappe,
wo er quasi selber einsteigt in seinen Fahrersitz.
Er steigt aus und sagt, wie sagt man das auf Englisch,
lett mich gewiue Hand oder so was? - Ja.
Wie ich gesagt, kommt er zu uns und ich sage, nein, nein.
Kein Thema, du musst ja Bus fahren.
Nein, nein, ich helfe euch, trägt uns dann die Koffer raus.
Dann stehen alle Koffer vor dem Bus.
Und vor dem Bus warten schon die neuen Gäste.
Was macht er dann?
Er verlässt diesen Bus und läuft weg.
Um dann eine Minute später mit einem, wie nehmt man das,
diese Koffer. - So Trollies. - Trollies, genau.
Er kommt mit einem Trollie zurück und bringt uns den,
damit wir die Koffer darauf machen können.
Aber er steigt dann nicht wieder in den Bus ein
und fährt mit den anderen Gästen weiter.
Nein, er besteht darauf, dass er die Koffer von uns auf den Trollie lädt,
weil offensichtlich sehen wir zu überfordert aus.
Und er geht erst wieder in den Bus rein und fährt weiter,
als er alle Koffer mit uns zusammen auf den Trollie geladen hat.
Das ist unglaublich.
Das ist wirklich, das kann man schon nicht mehr Service-Mentalität nennen.
Das ist schon eine Aufopferung für die Besucher des Landes.
Es ist eine Aufopferung.
Und er hat ja auch, also Australien,
hat jetzt meines Wissens nach keine Tipping-Culture wie in den USA.
Der hat jetzt nicht Geld von uns erwartet,
sondern er hat das einfach als Teil seines Jobs gesehen,
uns zu helfen und hat ja einfach Spaß dabei, uns zu helfen.
Und in Berlin, meines Wissens nach,
gab es mal vor ein paar Jahren eine Nachricht,
dass dort die Busfahrer einen Zusatzkurs bekommen haben,
ihm freundlichen Verhalten,
weil es zu oft vorgekommen ist,
dass sich unsere Busfahrer unfreundlich verhalten haben,
gegenüber den Touristen.
Und das ist für dich einfach sehr krassen, interessanten Kontrast.
Ja, das ist wirklich, also da bin ich beeindruckt.
Ja, willst du noch eine dritte Geschichte oder. Umbedingte? - Alle guten Dinge sind drei.
Genau, okay. Ich hab dir in der letzten Episode erzählt,
dass ein Lieberzuhörer der Benn für uns eine Fahrtour organisiert hat.
Und er war bei einem Fahrradverleih und hat sich vorher um alles gekümmert.
Er hat uns nicht gesagt, so hier könnt ihr euch ein Fahrrad mieten.
Nein, er hat gesagt, er hat mich gefragt, wie groß seid ihr,
was ist eure Fahrradgröße?
Und dann war er bei einem Fahrradverleih und dort gab es aber keine E-Bikes.
Und Janosch wollte einen E-Bike haben.
Was würdest du machen, wenn du jetzt mit jemandem,
den du gar nicht kennst, ne Fahrrad?
Okay, vielleicht jemanden, den du über ein Podcast kennst,
machst du eine Fahrradtour und dann gibt es aber nicht alle Fahrräder.
Was würdest du dann machen?
Ja, kommt drauf an, wie gern ich diesen Podcast höre.
Und wie sehe ich diese parasoziale Beziehung in eine bilaterale Beziehung umwendeln möchte?
Aber ich würde wahrscheinlich dann vielleicht versuchen,
einen anderen Fahrradladen zu finden, der E-Bikes anbietet.
Ja, okay. Ja, das hat Benn auch gemacht.
Er hat allerdings das eine Fahrrad für mich bei dem Einladen gemietet
und das andere Fahrrad hatte einen Tag vorher abgeholt und zwar auf der anderen Seite vom Sydney Hafen.
Da ist er extra mit der Fähre hingefahren und das Fangerd abgeholt,
ist dann wieder zurückgefahren, hat das Fahrrad für Janosch abgestellt,
damit er am nächsten Tag die beiden richtigen Fahrräder hatte.
Nur damit Monsieur Hamers G auf einem E-Bike durch Sydney fahren kann.
Absolut richtig.
Ja, und das waren jetzt einfach mal drei Beispiele von unerwarteten Momenten der Freundlichkeit,
die wir in Australien erlebt haben, Manuel.
Schöne.
Karis, Corona.
Jetzt bin ich gespannt, was kann nach diesen Geschichten noch kommen in deiner persönlichen Rubrik, Karis?
Ja, jetzt kommt eine Geschichte, die ist lustig, auch irgendwie interessant,
aber auch unerfreulich und unzufriedenstellend.
Manuel, es geht um eine ODC.
Du hast ja letztens uns auch für eine ODC berichtet, worum ging's da noch mal?
Ich kann mich nicht erinnern.
Ja, die Kaffee. Maschine.
Ach nee, der Wasserkocher.
Die Wasserkocher ODC stimmt schon ganz vergessen.
Ja, verlinken wir euch noch mal, das war eine schöne Episode.
Ich liebe diese Geschichten von ODC, also eine Geschichte, die irgendwo anfängt und unfassbar lange weiterzulaufen scheint.
Ich erzähl dir jetzt eine Geschichte, die beginnt vor zehn Jahren.
Ich schaue noch mal kurz das genauer Datum an.
Und zwar hab ich vor, ja, ich schaue es mal nach, 2015 hab ich eine E-Mail bekommen von Helga aus.
Australien.
Sie schrieb mir damals, hallo, ich bin eine 85-jährige Zuschauerin von euch.
Ich bin vor über 60 Jahren, war sie, glaube ich, ausgewandert nach Australien und guckt hin und wieder unsere Videos.
Und diese Helga hat uns dann tatsächlich irgendwann,
wir haben immer mal E-Mails ausgetauscht.
Irgendwann hat sie uns in Berlin besucht.
Und dann hat sie mir einen 50-Dollar-Schein gegeben.
Einfach als Dank, erinnerst du dich?
Ich glaube, ich erinnere mich an diese Geschichte, ja.
Auf jeden Fall habe ich seit über 10 Jahren 50 australische Dollar bei mir zu Hause.
Keine gute Wertanlage, Karri. Aufgrund der Inflation haben diese 50 Dollar an Wert verloren in den 10 Jahren.
Aber eine schöne Erinnerung vermutlich.
Eine schöne Erinnerung und Helga wollte uns einfach etwas Gutes tun als Dank für unsere Videos.
Und hat mir dieses Geld dann nicht in Euro, sondern in australischen Dollar bargegeben.
Und hat, ich weiß nicht mehr, was sie gesagt hat.
Aber die Idee war, wenn ich irgendwann in Australien bin, kaufe ich mir was Schönes.
Ja.
Zehn Jahre später, elf Jahre später, fahre ich unerwartet nach Australien.
Wie ist so eine Erwartet?
Na ja, weil ich hab das nie geplant, ich hab ja nicht gesagt, okay, ich fahre nach Australien um die 50 Dollar auszugehen.
Und dann kommt einfach dieser Tag, wo wir tatsächlich nach Australien fahren.
Und wer ist jetzt schlau und denkt, boah, ich hab noch 50 Dollar zu Hause im Schrank liegen?
Die Nashmit perfekt organisiert, hat die 50 Dollar gefunden im Schrank und eingepackt.
Genau, ich hab also diese 50 Dollar endlich mitgenommen nach Australien, mit dem Wunsch, sie auszugeben,
fahre dann durch Australien und denke immer mal wieder daran, denke, ich hab ja noch die 50 Dollar.
Und denke aber, Mensch, die hat dir Helga vor zehn Jahren in Berlin geschenkt,
da gibst du jetzt, die gibst du nicht für irgendwas aus, das muss schon ein besonderer Moment sein.
Da zahl ich jetzt nicht irgendwie mal irgendwie so einen Einkauf mit.
Und deshalb hab ich mir diese 50 Dollar aufbewahrt für einen besonderen Moment.
Wie viel sind denn 50 australische Dollar in Euro? Ich rechne das mal kurz um.
Umgefähr 30 Euro und 2 Cent.
30 Euro, richtig.
Soll ich mal ganz kurz gucken, wie viel das vor zehn Jahren war?
Bitte rechne mir den Wertverlust aus. - Das wäre doch jetzt wichtig zu wissen, wie viel du in der Zeit verloren hast.
Aber das dauert ein bisschen, erzähl erst mal die Geschichte weiter.
Ja, also dann kommt tatsächlich dieser Moment nach einer Woche in Australien, wo ich denke, okay, jetzt ist ein Moment, der ist besonders.
Und ich denke daran.
Und zwar hab ich dir ja letztes Mal erzählt, dass ich mit Locklarn, dem netten Menschen, der unser Autokomponiert hat, ein Bier trinken war.
Und ich dachte, das ist toll, das ist eine tolle Geschichte, ich mag den Locklarn, der hat uns ja ein tolles Autokomponiert.
Und wir sind irgendwie verbunden seit Jahren und ich kauf jetzt dem Locklarn ein Bier.
Ja, pay it forward.
Genau, das war der Plan mit meinen 50 Dollar und er hat sich aber geweigert, diese Einladung anzunehmen.
Meine Damen und Herren, nein, wir sind hier in Australien, ich zahl das Bier.
Und dann habe ich noch zu ihm gesagt, Locklarn, wenn ich mit den 50 Dollar aus dem Land wieder raus fahre, ohne sie ausgegeben zu haben, dann schicke ich dir eine Nachricht.
Ja, das ist dann, das war jetzt der Moment, den wir passern. Und ja, dann sind wir gestern nach in Neuseeland gelandet und was fällt mir ein, am Flughafen in Neuseeland?
Du hast es nicht ausgegeben.
Ich habe die 50 Dollar in meinem Portemonnaie.
Na toll.
Jetzt nehme ich dieses 50 Dollar, ich fahre nicht mehr zurück nach Australien auf diese Reise.
Das nehme ich diese 50 Dollar, die ich vor 11 Jahren von Helga in Berlin bekommen habe, wieder zurück mit nach Deutschland.
Das ist jetzt das Ende der Audicie, das finde ich aber nicht besonders befriedigend diese Geschichte, weil es ja total schade jetzt irgendwie, das hast du sie mitgeschleppt und hast sie nicht ausgegeben.
Ja, ich habe ja gesagt, diese Geschichte ist uns zufrieden stellen, Manuel.
Scheiße. Aber ich meine, mir können das natürlich so spinnen, dass wir sagen, jetzt müssen wir noch mal nach Australien, damit wir dann die 50 Dollar, die dann wahrscheinlich noch weniger wert sind.
Ich scheitere leider bei diesem Versuch, das irgendwie umzurechnen, aber irgendwann in den Kommentaren wir jetzt uns sagen können, wie viel es vor 10 Jahren war.
Dass wir die dann später mal ausgeben. Das hat Loklern auch zurückgeschrieben, der meinte, da müsst ihr halt noch mal wiederkommen.
Ja, schön.
Gute Antwort, ne? Also ich muss jetzt zurück nach Australien, Leute, denn diese 50 Dollar müssen ausgegeben werden als Erinnerung an Helga.
Danke für diese, ja, danke für diese Mildegabe, die ich nicht geschafft habe auszugeben.
Eure Fragen, Karri, Xenia hat uns eine Nachricht geschrieben auf EasyGerman.fm.
Das könnt auch ihr tun auf Deutsch, auf Englisch. Ihr könnt auch eine Sprachnachricht hinterlassen, wir freuen uns über diese Fragen und Xenia hat zwei sehr unterschiedliche Fragen.
Wir fangen mal mit der ersten an. Sie möchte nach Deutschland ziehen oder ist bereits nach Deutschland gezogen, da bin ich mir gerade nicht ganz sicher.
Und fragt sich, hm, ich würde gerne Autofahren in Deutschland und würde dafür gerne einen Führerschein machen, damit ich das auch darf und habe keine Ahnung, was ich da wissen muss, außer dass es teuer ist, das habe ich schon verstanden.
Was kannst du kurz zusammengefasst sagen zum Thema Führerschein in Deutschland?
Ich jetzt. Du hast da einen. Ich habe einen Führerschein. Mietwagen auf der ganzen Welt schon bedient mit deinem deutschen Führerschein.
Aber ich habe den Führerschein vor vielen Jahren gemacht, vor über 20 Jahren und ich habe wirklich jetzt auch gehört, dass es sehr teuer geworden ist.
Also bei mir damals, ich glaub, wir haben uns da letztens schon mal drüber unterhalten, Manuel. Bei mir damals hat das schon 2000 Demark. Habst du da, glaube ich, noch gekostet und Willa Weile kostet das aber, glaube ich, bis zu 5.000 Euro oder so. Es ist wahnsinnig teuer.
Ja, es ist sehr sehr teuer geworden. Ich habe für unter 2000 Euro damals sowohl den Autor als auch den Motorradführerschein gemacht.
Mittlerweile ist, glaube ich, also mindestens 3000 Euro nur für den Autoführerschein, muss man rechnen.
Da gibt es im Moment auch politische Bestrebungen, das zu verändern. Also das hab ich letztens erst in den Nachrichten gesehen, dass sie da jetzt so ein bisschen, ich sag mal, dass US-amerikanische Modell einführen wollen,
dass man z.B. mit seinen Eltern üben darf. Das ist ja in Deutschland im Moment nicht so. Man muss zu einer Fahrschule gehen und darf nur mit dem Fahrlehrer oder der Fahrlehrerin fahren, wenn man denführerschein noch nicht hat.
Und man braucht sehr viele Praxis, Stunden und sehr viele Theorie-Stunden.
Genau.
Und ich glaube, dass das auch im Großen und Ganzen eigentlich ein sehr gutes System ist, dass wir haben. Das ist jetzt vielleicht ein Stereotyp, aber ich glaube, es gibt auch Daten dazu, dass Menschen, die in Deutschland einen Führerschein gemacht haben, im Großen und Ganzen dann auch relativ sicher fahren.
Das ist besser, könnte man auch sagen. Aber trotzdem muss man das natürlich irgendwie in den Griff kriegen, dass das jetzt, also das ist ja, wie kann man sich mit 18 Jahren für 3000 Euro in Führerschein leisten, dann muss man schon sehr reiche Eltern haben.
Ja, richtig, die Eltern müssen das Geld haben. Vielleicht noch gut zu wissen, es gibt also einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil.
Und man darf schon mit seinen Eltern oder mit anderen Leuten üben. Ich habe das zumindest auch gemacht, aber man muss tatsächlich Pflichtstunden machen und zwar sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.
Und dann liegt es tatsächlich im Ermessen des Fahrlehrers, oder so war das bei mir damals, der dann gesagt hat, ja, nein, für Karina hat es nicht gereicht mit den Minimumstunden, die muss noch zusätzlich Stunden machen.
Und die empfehlen dann und sagen, nee, ich würde noch vorschlagen, wir machen noch fünf weitere Stunden, bevor du die Prüfung machst, damit du sicherer erwähst.
Und ich glaube, das ist so ein bisschen das Problem, wo dann auch, ja, wo man viel Geld verlieren kann unter Umständen, weil das ist dann so ein. Ja, es gibt nicht, es ist nicht bei jedem Gleich, man kann dann einfach unterschiedliche Empfehlungen bekommen und dann gibt man plötzlich viel mehr Geld aus.
Ja, genau, dazu kommt, dass es vielleicht auch nicht in allen Ländern so, dass der Fahrlehrer oder die Fahrlehrerin, die Person, die einen ausbildet, nicht die Person ist die später die Prüfung macht.
Also, die Fahrschulen sind private Unternehmen, private Firmen und am Ende macht man eine Prüfung und die wird aber von einem staatlichen Prüfer abgenommen.
Das heißt, das ist wirklich sehr streng und es gibt auch, also es ist nicht ungewöhnlich, dass man beim ersten Mal durchfällt und die Prüfung dann wiederholen muss und das ist dann auch sehr teuer, das trägt zu diesen Kosten bei, dass viele Leute dann die Prüfung mehrmals machen.
Also, Xenia, wir wollen dich nicht demotivieren, macht das mal, es ist schon ganz gut, wenn man einen Führerschein hat und ab und zu fahren kann, selbst wenn man wie wir kein Auto besitzt.
Ja, aber. Man muss ein bisschen. - Kann man in Australien fahren.
Ja, man muss ein bisschen Durchhalte vermögen haben.
Manuel, ich hab noch eine Aufruf.
Falls es jemanden gibt, der in Deutschland in einer Fahrschule arbeitet,
wir suchen tatsächlich für ein Video, eine Fahrschule,
die mit uns drehen möchte.
Und unsere Idee wäre, dass Janusch noch mal seinen Führerschein macht.
Und wir daraus dann ein Video machen in der Fahrschule in Slow-Journal.
Das wäre genial.
Es wäre lustig, ne?
Falls es jemanden gibt, der in der Fahrschule arbeitet,
unter jemanden kennt, der eine Fahrschule hat,
bitte kontaktiert uns unter
[email protected].
Karik, Senior hat noch eine zweite Frage.
Aber die ist das ein ganz anderes Thema.
Da haben wir heute keine Zeit mehr.
Aber wir kommen darauf zurück und auch ihr könnt uns eure Fragen schicken.
Und in der nächsten Episode gibt es. nicht mich hier zu hören,
sondern an meinem Platz wird Eric sitzen.
Und diese Episode wird es auch als Video geben.
Das ist eine besondere Episode.
Und worum wird's gehen, Karik?
Und Janusch wird auch dabei sein.
Ihr habt vielleicht erinnert, ihr euch vor einigen Monaten
waren Janisch und Eric zu Gast.
Und wir haben über die häufigsten Fehler gesprochen,
die Janisch nach 40 Jahren im Deutschen macht.
Und wir haben jetzt wieder Fehler untersucht und zwar von euch.
Eric, unser Deutschlehrer, hat mitgelesen in der Isidermin-Discord-Gruppe.
Und auch zugehört beim Sprechen.
Und dann haben wir mal aufgeschrieben,
was denn so typische häufige Fehler sind,
die man macht in dem Intermediate-Niveau,
wenn man schon ein bisschen fortgeschritten ist.
Und da machen wir ein Video, beziehungsweise eine Podcast-Apisode zu,
um euch zu helfen, diese Fehler zu vermeiden.
Diese Episode hört ihr in eurer Podcast-Ap-der-Wahl.
Oder könnt ihr schauen auf YouTube am Dienstag.
Und dann sind wir nächste Woche wieder hier
und holen alle weiteren Sigmente nach. Bis bald, Karik.
- Das ist eine gute Reise. - Bis bald, ciao.
Ciao.
(Dynamische Musik)
[Musik]