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Die 100. Folge: Insights zu den Lebensidealisten

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Die 100. Folge: Insights zu den Lebensidealisten

Die 100. Podcast-Folge markiert ein besonderes Jubiläum und dient als Überblick über typische Fragen und Entwicklungsgeschichten im Paarcoaching. Seit Oktober 2019 wurden über 350 Paare begleitet, wobei die Coaching-Formate sich von langen, intensiven Sitzungen auf kurze, effiziente Sessions mit digitalen Werkzeugen wie Flipcharts und Online-Coachings gewandelt haben. Die Erfolgsquote ist hoch, wenn Paare klare Ziele haben, bei Zweifeln bleibt jedoch die Zusammenbleibensquote bei etwa 30–40 Prozent. Ein wichtiger Aspekt ist die sinnvolle Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben, die durch persönliche Routine und äußere Reize unterstützt wird. Zukünftig wird verstärkt auf Prävention, Gruppenarbeit, Online-Coachings und Videos eingegangen, um Paare frühzeitig zu unterstützen. Ein besonderer Teil des Podcasts ist das Interview mit Susi und Andreas, einem frühen Klienten, der berichtet, wie die Therapie die Beziehung nachhaltig stabilisiert hat. Die Organisation plant auch einen Online-Kurs und erweitert das Videoangebot auf YouTube. Der Fokus liegt darauf, das Thema Paartherapie öffentlich zu machen und als normales Lebensmittel zu positionieren, damit mehr Paare mutig in eine Coaching-Begleitung gehen. Der Podcast wächst kontinuierlich, und Feedback durch Bewertungen wird als entscheidend für die Weiterentwicklung angesehen.

Transcription

4051 Words, 24485 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge. So fingen die letzten 99 Folgen an und ihr seid in Folge 100. Wir wollen detaillierte Einblicke zu den Lebensjährlisten und ein Interview mit Susi und Andreas, einem Paar, was bei uns im Coaching war, in dieser Folge mit euch besprechen. Heute nehmen wir die 100. Podcast-Folge auf. Das ist Wahnsinn. Als ich das gelesen habe, dass wir jetzt bei Folge 100 sind, war ich doch sehr überrascht. Ich habe jetzt nicht gedacht, dass wir schon 100 Folgen aufgenommen haben, also dass das jetzt die 100. Folge ist. Ich erinnere mich ein bisschen zurück an unsere erste Folge, damals, 20. Oktober 2020. Das ist eigentlich gefühlt noch nicht so lange her, 2020. Aber da sieht man mal, wenn man das sehr regelmäßig macht, wie viele Folgen man zusammenbekommt. Und damals war das Thema, mein Partner, meine Partnerin ist fremdgegangen. Kann unsere Beziehung eine Affäre überstehen? Ja, sehr interessant finde ich gerade das Datum, 20. Oktober 2020. Das ist ungefähr ein Jahr, nachdem wir mit den Coachings überhaupt begonnen haben. Das war auch rund um den 20. Oktober oder um Ende Oktober auf jeden Fall. Ich glaube, das war Anfang Oktober, habe ich so im Kopf. Hatten wir das erste Paar Anfang Oktober? Ja. Weil ich finde es interessant, weil sich gerade, vor wenigen Wochen, das Paar nochmal gemeldet hat. Also unser allererstes Paar. Und da jetzt doch nochmal so ein, zwei Dinge gerne nachjustieren möchte. Also es läuft alles gut, aber ein, zwei Dinge dürfen jetzt nachjustiert werden, nach der Zeit, was ja auch völlig in Ordnung ist. Und ja, ganz spannend. Also da weiß ich noch vom ersten Paar, hoffentlich fragen die nicht. Würden wir natürlich ehrlich antworten und sagen, ihr seid die Ersten. Aber ja. Was macht das für ein Gefühl bei denen? Und dann haben wir das immer so mitverfolgt. Und das war Paar Nummer 55, was das erste Paar war, was gefragt hat, wie viele Paare hattet ihr denn schon im Coaching? Ja. Ganz interessant, ne? Heute gibt es deswegen natürlich keine klassische Podcast-Folge, sondern wir möchten die am häufigsten gestellten Fragen zu uns und unseren Coachings beantworten. Und dafür haben wir euch bei Instagram gefragt, welche Fragen ihr an uns habt. Und außerdem haben wir gedacht, was vielleicht auch ein bisschen, wenn wir mal ein Paar, was hier ein Coaching durchgeführt hat, interviewen und die einfach mal ganz ehrlich erzählen, was waren die Probleme damals? Wie haben sie das alles hier empfunden? Sodass wir nicht nur immer von Paaren berichten, sondern dass ihr mal direkt von einem Paar die Rückmeldung bekommt. Das hört ihr dann im zweiten Teil. Also da haben wir eine extra Folge für gemacht. Ja, dann lass uns über so ein paar Insights sprechen vielleicht, ne? Genau. Die jemanden interessieren könnte, der uns jetzt zuhört. Was so die typischen Fragen sind, die an uns kommen oder worüber wir vielleicht auch noch nie weiter was berichtet haben. Also wir haben uns überlegt, wie lange machen wir schon die Coachings? Das ist so eine typische Frage, ne? Also haben wir gerade schon so ein bisschen angeteasert, ne? Oktober 2019, da haben wir begonnen mit den Coachings und haben vorher ja eine intensivere Zeit uns erstmal ausgebildet, um die Coachings tun zu können. Das war ja auch schon zwei Jahre vorher. Hat das begonnen und dauert ja auch eine gewisse Zeit, bis das soweit ist. Haben ja in der Ausbildung ein paar Coachings gemacht, so in der Übung. Aber haben uns ja auch selber viel coachen lassen in der Zeit, ne? Haben selber sehr viel gemacht, genau. Eine Frage, die in den Zusammenhang gestellt worden ist, ist, wie viele Paare waren bisher bei euch? Stand heute? Ja. Ich habe letztens geguckt, es waren über 350. Also. Wie lange war das? Oktober 20, Oktober 21, jetzt laufen wir Richtung Oktober 22. Wir haben jetzt die Folge mit so ein bisschen Vorlauf aufgenommen natürlich, aber das sind so bummelig 110, 120 Paare, die pro Jahr kommen sozusagen. Wobei man sagen muss, das macht ja so eine Kurve nach oben, ne? Also wir haben ja zum Beispiel im ersten Quartal, also 2009, Oktober, November, Dezember, als wir angefangen haben, da melden sich natürlich erstmal noch nicht so viele und wir wollten auch nicht so viele. Ja. Wir haben die ersten Coachings alle zusammen gemacht. Genau. Immer im Doppelpack, dass wir uns gegenseitig Feedback geben können. Ja. Was äußerst hilfreich war. Total, fand ich auch, ja. Und dann, was ich auch immer spannend finde, wenn so ein Paar zu uns kommt und dann manchmal begreift, dass diese riesige dunkle Wand, die wir da haben, eine Tafel ist. Ja. Wo die ganze Wand ja so über sechsmal. Bei drei Meter Deckenhöhe eine Tafel ist. Und ich dann erzähle, ja, da haben wir unsere ersten Coachings immer drauf gemacht. Ja. Da haben wir das Tafelbild rangebracht. War das Lehrerfeeling. Das Lehrerfeeling, ne? Schön mit Kreide und. Man sah danach immer gut aus, ja. Und, aber das war total hilfreich, ne? Wir haben das abfotografiert, beim nächsten Mal wieder neu rangebracht, haben dann 20, 30 Minuten gebraucht, um das Tafelbild wieder herzustellen und aber waren dann auch wieder voll im Thema drin. Ja. Und um zu lernen und sich da voll auf das Paar zu fokussieren, war das total gut, ne? So diesen Schritt zu machen, bis wir das nachher irgendwann durch ein digitales Flipchart abgelöst haben, ne? Das ist auch nicht so ein bisschen das in der nächsten Frage, was vorkommt. Also da war die Frage, wie unterscheidet sich euer allererstes Coachings zu den heutigen Coachings? Ein Aspekt ist die Tafel. Absolut. Die wir nicht mehr nutzen. Wir haben jetzt ein Flipchart oder wie nennt man das? Das ist ein digitaler Flipchart, genau. Digitales Flipchart, genau. Oder Online-Coachings natürlich per iPad, ne? Na klar, ja. Und, ja, wie haben sich die verändert? Ich glaube, dass. Wie bei allen Sachen im Leben, je öfter man etwas gemacht hat, da immer Veränderungsprozesse stattfinden. Also man wird natürlich deutlich sicherer, man hat viel mehr Varianten jetzt kennengelernt. Natürlich wiederholen sich auch ganz viele Muster bei Paaren an Problemen. Dadurch, glaube ich, würde ich jetzt für mich sagen, bin ich lockerer geworden. Aber auch, man hat sich so ein bisschen mehr Expertenwissen in manchen Gebieten auch angeeignet. Weil man natürlich selber auch nochmal gemerkt hat, welche Bereiche einem thematisch besonders liegen, wo man sich selber nochmal ein bisschen weitergebildet hat. Ja, ich würde sagen, am Anfang haben wir auch viel uns gegenseitig Feedback gegeben, um uns zu unterstützen. Dann haben wir uns Mentorings beim Hanseatischen Institut nochmal geholt, um gewisse Themenstellungen nochmal näher zu beleuchten, um da gut helfen zu können. Und dann haben wir jetzt ja mit unseren anderen beiden Coaches, Nico und Lukas, immer mal Mastermind-Runden gemacht, wo wir auch dann durchaus ja Coachings besprechen. Und schauen, wie kann man da noch besser helfen. Und das ist, glaube ich, auch ein wichtiger Ansatz. Wir haben den Werkzeugkoffer noch voller gemacht. Wir haben viel mehr Erfahrung aufgebaut und können heute, würde ich sagen, einfach ja auch schneller helfen als früher. Ich würde sagen, jetzt haben wir im Schnitt halt weniger Coaching-Sessions. Wir haben auch die Zeit mittlerweile für uns gefunden, die für uns optimal ist und auch für viele Paare optimal ist. Wir haben am Anfang manchmal drei, manchmal vierstündige Coachings gemacht. Weil wir das auch so vom Institut so kennen. Die machen ja auch sehr lange Coachings und haben dann gemerkt, dass das für unsere Energie, für die Energie der Paare gar nicht so passend ist, sondern so zwei Stunden. Das ist ein richtig guter Punkt mit so einem kleinen Einstieg, dann aber auch wirklich wirksam zu arbeiten und noch die Konzentration aufrechtzuhalten, aber auch schnell voranzukommen, sodass wir jetzt ja inzwischen diese Pakete haben und wir sagen, man bucht entweder drei oder sechs Coachings auf einmal, je nachdem welches Thema man gerade hat und wir dadurch auch noch ein paar Coachings machen. Und wir sagen, man bucht entweder drei oder sechs Coachings auf einmal, je nachdem welches Thema man gerade hat. Und wir dadurch eigentlich auch in drei oder sechs Coachings sehr, sehr häufig das Ganze zum Abschluss bringen und dann vielleicht nur noch Backup-Termine haben, wo man nach acht oder zwölf Wochen nochmal sagt, lass uns nochmal einen Termin machen und schauen, ob wirklich alles gut gelaufen ist. Ja, ansonsten ist es, glaube ich, komfortabler bei uns geworden. Wir haben einen zweiten Raum dazu bekommen. Wir haben jetzt Kaffeemaschinen, Kühlschränke, diverse Getränke zur Auswahl. Wir haben viel mehr Online-Coachings inzwischen, sodass es anfängt, dass die Räume sich schon fast wieder gar nicht mehr lohnen, dass wir sie so schön ausgestaltet haben. Wir haben sehr, sehr viele Online-Coachings jetzt, natürlich auch befeuert durch die Pandemie, aber auch einfach durch unser Marketing, den Podcast, den ihr gerade hört, der eben dann deutschsprachig überall gehört wird. Und jemand vielleicht sagt, ich kann mich mit euch, mit eurer Methodik, mit der Art und Weise, wie ihr das Thema Paartherapie angeht, gut identifizieren und melden sich dann halt. Ja, das ist das, was wir machen. Das ist das, was wir machen. Eine weitere Frage ist ja immer, wie ist die Erfolgsquote bei euren Coachings? Das ist eine Frage, die uns ganz, ganz häufig gestellt wird. Also sei es so eine typische Frage im Kennenlerngespräch, aber auch mal bei Instagram oder so. Weil Erfolg ist natürlich das, was eigentlich alle haben möchten in ihrer Partnerschaft, wenn es gerade nicht gut läuft, also dass es wieder besser wird. Genau, da ist immer so die Frage, was heißt Erfolg? Genau. Also was ist das Ziel? Genau, und das ist der Punkt. Also Erfolg heißt… Erfolg heißt für uns, dass wir das Ziel erreichen, das kleinste gemeinsame Ziel, was beide haben. Und das kommt gar nicht so selten vor, würde ich sagen. Also das klappt doch insgesamt sehr gut. Man kann keine richtige Quote nennen, weil das Problem ist ja, wir haben ja von euch immer nur einen kleinen Lebensabschnitt, den wir begleiten. Ihr seid vielleicht drei, vier Monate da und dann machen wir einen Haken dran und dann ist das Ziel erreicht. Aber was danach passiert, das bekommen wir eben nur manchmal. Noch mitgeteilt. Dann bekommt man nochmal einen Erfahrungsbericht oder dann gibt nochmal jemand ein Feedback oder dann… dann meldet sich nochmal jemand bei uns und man bekommt mit, was dann passiert. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass wir das Ziel sehr häufig erreichen. Und auch da muss man einfach sagen, wenn jemand Unsicherheit hat, ob zusammen oder getrennt, und das Ziel ist, darüber Klarheit zu erhalten, erreichen wir im Regelfall das Ziel, die Klarheit zu erreichen. Das kann aber eben mit Ja oder Nein ausgehen. Und also wenn man jetzt sich anschaut, wie viele Paare bleiben wirklich nachhaltig zusammen, schwer zu sagen. Ja, weil wir ja auch schon viele Paare, sag ich mal jetzt, begleiten, gerade so im letzten Jahr, die sich ganz bewusst bei uns melden und sagen, wir möchten uns eigentlich trennen oder wir sind in der Trennung und wir möchten gerne Begleitung in der Trennung haben. Das ist ja auch ein Schwerpunkt, der sich immer mehr herausgebildet hat, weil Paare oder ehemalige Paare sozusagen da den Mehrwert absolut für sich sehen und merken, sie kommen an ihre Grenzen und möchten dagegen. Und wir wollen ja gerne eine dritte Person haben, die nicht unbedingt der Anwalt ist oder jemand vom Jugendamt. Ich würde es in drei Bereiche, glaube ich, aufteilen. Also wir haben einmal die Paare, die zu uns kommen, weil sie eigentlich schon wissen, dass sie sich trennen, das begleiten lassen wollen, haben wir natürlich 100 Prozent Trennungsquote, aber auch eine sehr hohe Erfolgsquote, dass sie sich wirklich gütlich trennen können. Dann haben wir die Paare, wo sich beide sicher sind, wir wollen zusammenbleiben. So wie auch das Paar, was gleich im zweiten Teil kommt, Susi und Andreas. Da ist die Erfolgsquote auch sehr hoch, dass die ihre Ziele erreichen und zusammenbleiben. Und wo es schwierig ist, ist, wenn einer von beiden oder sogar beide zweifeln und eigentlich sich nur noch erstmal fragen, trennen oder zusammenbleiben. Und da würde ich sagen, da ist die Quote eher bei 30, 40 Prozent, die zusammenbleiben und 60, 70 Prozent, die sich trennen. Weil meistens das Problem ist, dass die Paare zu spät kommen. Ja. Das ist so, als wenn man eine Krankheit im Endstadium hätte. Da kannst du dann eben auch als Arzt irgendwann leider nicht mehr helfen. Mit den besten Methodiken nicht, die es heute gibt. Und das ist leider in der Paarbeziehung auch so. Wenn man wartet und wartet und wartet und irgendwann das Leid so unfassbar groß geworden ist, dass man es eigentlich gar nicht mehr aushält und kommt erst dann, dann ist es echt schwierig. Wenn man aber merkt, das Leid wächst und das wächst vielleicht schon seit Monaten und irgendwie ist gerade kein Wendepunkt in Sicht, dann sollte man den Weg gehen. Dann noch mal ein, zwei Jahre, drei, vier Jahre zu warten. Das ist nämlich der Punkt. Sechs, sieben Jahre sind viele im Leid, bevor sie zu uns kommen. Und das ist dann eben manchmal leider zu spät. Ja, dann ist eine Frage, die uns gestellt wurde. Wie schafft ihr es, abends abzuschalten? Ist natürlich gerade für uns spannend. Zwei, die das gleiche Thema bearbeiten. Beide, die sich mit Paaren in der Krise beschäftigen. Wie machst du das? Wie schaltest du abends ab? Komplett. Nee, also am Anfang war das natürlich, als wir am Anfang zusammen gecoacht haben, war das noch häufig natürlich ein Thema. Man hat auch mehr zu Hause drüber gesprochen, weil man natürlich auch gerne Feedback von dem anderen haben wollte. Und da haben einen, sag ich mal, auch noch die Geschichten von den Paaren mehr beschäftigt. Aber ich muss sagen, ich habe eigentlich kein Problem, abends abzuschalten von der Arbeit. Was glaube ich auch aber zum Teil auch an meiner Vorausbildung, also ich habe ja als erstes die Ausbildung als Erzieherin gemacht, dann noch eine Pädagogik- und Soziologiestudium. Und da war auch immer das Thema natürlich, wenn man mit Menschen zusammenarbeitet, im sozialen Bereich davon, ja, Distanz zu wahren und auch abschalten zu können, weil man, glaube ich, über Jahre sonst daran irgendwann kaputt gehen kann. Und am Anfang habe ich das so gemacht, dass ich, wenn ich hier losgefahren bin, mit dem Auto nach Hause, was jetzt nicht so ein langer Weg ist, dass ich mir immer gerne so ein Eukalyptusbaum, im Auto noch genommen habe, um so das Gefühl zu haben, der Weg von der Arbeit nach Hause wird nochmal durch so einen äußeren Reiz so unterbrochen. Das war aber eher am Anfang, jetzt brauche ich das nicht mehr. Ja, man hat ja auch sein eigenes Leben und seine eigenen Themen und freut sich dann ja auch auf seine eigene Familie zu Hause. Ich glaube, das war am Anfang aber auch viel, dass es einfach spannend war, gemeinsam ein Coaching, ein Paartherapie-Unternehmen aufzubauen. Und ich fand es immer sehr positiv. Positiv gerichtet, also eher nicht, dass wir das Leid der Paare mitgebracht haben und darin versunken wären, sondern wir haben ja sehr positiv gerichtet darüber gesprochen, wie können wir diesen Paaren gut helfen. Und das haben wir ja auch vorher, haben wir uns ja auch bewusst entschieden, das so zu tun und zwar klar, dass wir darüber dann häufig sprechen werden. Und da ich ja schon sehr lange selbstständig bin, wo man da sich natürlich auch dann intensiv darüber austauscht und tut auch mal einen unbefangenen Blickwinkel, immer mitgegeben hast, wie würdest du das vielleicht machen? Vielleicht nicht fachlich gesehen, aber einfach menschlich oder wie würdest du mit dem Kunden umgehen oder sowas, ohne jetzt dann den fachlichen Hintergrund zu beleuchten. Macht uns das ja auch Spaß. Ja, wir haben das heute ja auch, dass wir abends nochmal zusammensitzen natürlich und auch nochmal über berufliche Dinge sprechen. Aber wir sind auch kein Paar, was das ganz strikt trennen möchte. Nee, und wo wir ja auch den Beruf machen, weil er uns Spaß macht. Genau. Wir wollen uns da ja abends, nicht abgrenzen und sagen, so jetzt ist das endlich geschafft, juhu, sondern wir haben da Spaß dran, was wir tun und fragen dann ja auch Menschen, wie waren deine Coachings heute, gab es was? Und da kommen ja auch immer mal spannende Sachen raus. Also das sind ja doch immer nochmal neue Themen, wo man sagt, Mensch, das wird total spannend und dann unterhalten wir uns jetzt eigentlich nicht mehr darüber, wie man das löst. Nee, genau. Das ist uns bewusst, sondern erzählen einfach nochmal, was da Spannendes passiert ist, dass irgendwas Besonderes war oder so. Das ist eher für uns dann interessant. Welchen Anteil, so als Ergänzung, welchen Anteil nehmen Gespräche über die Coachings in eurer Beziehung ein? Kleinen Anteil. Ja. Inzwischen klein, also in der Phase, die ersten sechs Monate viel. Ja. So einfach beruflicher Neustart, ein Unternehmen gründen, dann hat das immer weiter nachgelassen und jetzt ist das wenig geworden. Was mir aufgefallen ist aber, wo ich das immer merke, wenn man natürlich mit anderen Menschen zusammenkommt in Gruppen. Da kann man viel drüber sprechen, ja. Doch sehr gerne noch viele Fragen gestellt werden. Ja. Also sobald es, auch bei Freunden oder halt auch gerade, wenn man Menschen neu kennenlernt, das ist dann doch schon manchmal einen großen Schwerpunkt, weil die Menschen einfach sehr viele Fragen haben. Gerade so in Urlaubssituationen, typische Spielplatzsituationen, wenn man da steht und dann irgendwie gefragt wird, ja, was macht ihr so beruflich? Das ist dann schon manchmal so, wenn man denkt so, okay. Oder man einfach einen bestimmten Blickwinkel einnimmt, auch in so einer typischen Urlaubssituation. Ich erinnere mich noch, als wir einmal unserem Sohn bei so einem Miniclub standen und er da gespielt hat und neben uns direkt sich ein paar ziemlich stark gestritten hat. Das war dann schon eine komische Situation, wo man dann da steht und denkt so, okay. So ein bisschen gefühlt wie bei der Arbeit, wo man so viele Parallelen hört und man denkt, okay, ist aber jetzt nicht mein Job. Ich bin raus. Ja, wir haben dann gesagt, wir könnten gut Visitenkarten mit in den Urlaub nehmen. Da kann man durchaus immer mal die ein oder andere verteilen. Ganz bewusst nicht. Nee, das ist so. Nee, das wird sicherlich dem Urlaub der beiden nicht zuträglich. Nee, nee. Ja, vielleicht so Zukunftspläne. Also wir haben jetzt Folge 100 geschafft, das heißt 100 Wochen Podcast. Was glaubst du, wo werden wir sein, wenn wir Podcast Folge 200 haben? Also wo stehen wir mit den Lebensidealisten in 100 Wochen? In 100 Wochen? Knapp zwei Jahre. Ui, ui, ui. Das ist eine spannende Frage. Das weiß ich. Das weiß ich nicht. Also man hat natürlich immer so ein paar Visionen und Ideen, in welche Richtung man das Unternehmen weiter aufbauen möchte. Aber ich finde es auch ganz spannend, manchmal das Leben ein bisschen passieren zu lassen und zu schauen, welche Erfahrungen machen wir einfach auch für uns ganz privat die nächste Zeit. Und dann dementsprechend auch das Unternehmen danach ein bisschen auszurichten. Du hältst dich ja sehr bedeckt. Genau. Ich wollte gerade sagen, das ist ein bisschen wie bei Instagram. Ich kann euch leider nicht davon. Ich kann euch davon erzählen, aber es kommt was ganz Großes. Natürlich, wenn ihr die nächste Folge hört, da werden wir alles offenbaren. Ja. Nein, also es ist ja wirklich so, wir haben gerade privat sehr viele Veränderungen und viele Ideen und sind ganz voller Tatendrang und Visionen, für uns, sag ich mal, ein anderes Leben aufzubauen. Und dementsprechend denke ich, was man sagen kann, dass wir vermehrt in die Online-Coachings einsteigen werden. Dass das nochmal ein. Ein neuerer, größerer Schwerpunkt auch wird, dass man, ja, sehr gut bei uns in nächster Zeit auch Online-Coachings buchen kann. Dass wir uns natürlich personell auch besser aufstellen werden, weil wir natürlich jetzt auch merken, die Anfragen werden immer mehr. Die Paare, die uns anrufen möchten, natürlich gerne sehr zeitnah verständlicherweise einen Termin haben, was wir nicht immer sofort natürlich bieten können. Und was einfach auch ein Anliegen von uns ist, dass wir das gerne ändern würden. Dass wir natürlich nicht sagen möchten. Okay, der nächste Kennenlern-Termin ist in anderthalb Monaten oder in einem Monat, sondern zeitnah Termine anbieten können. Dementsprechend sind wir natürlich auf der Suche gerade und auch in der Weiterentwicklung, wer uns unterstützen kann im Team, wer noch mit dazukommen könnte. Genau. Da stehen konkrete Gespräche an, das wird sehr spannend. Wie du sagst, wir wollen gerne mehr Coaches bei uns, bei den Lebenshilfen integrieren, die eben auch nach dem gleichen System arbeiten, wie wir die gleiche Ausbildung durchlaufen haben, wie wir. Das ist uns immer ganz wichtig. Ich werde wahrscheinlich nicht mehr so viel coachen und. mich eher dann auf Gruppen fokussieren und schauen, dass wir damit nochmal den Bereich eröffnen, nicht nur Paare raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung zu holen, sondern in Runden mit mehreren Menschen online schauen, was können wir tun, lernen, verändern, um gar nicht erst in eine Krise hineinzurutschen, um damit präventiver zu arbeiten. Da habe ich Lust drauf, diesen Bereich einmal für uns zu entdecken. Ja, ansonsten vielleicht das Thema Videos. Wir wollen schauen, dass wir mal das ein oder andere Video aufnehmen. Jetzt sind wir ja schon bei YouTube aktiv, aber ja eigentlich nur mit der Podcast-Folge, die wir dort mit hochladen. Da wollen wir mal schauen, ob wir ein bisschen mehr Videocontent bereitstellen können. Wir arbeiten ja auch schon lange an einem Online-Kurs, der immer mal wieder aus zeitlichen Gründen hinten ran fällt. Vielleicht schaffen wir es ja auch den mal zu Ende zu finden. Und euch bereitzustellen. Das sind so die Themen, die jetzt anstehen. Ja, ansonsten sind das erstmal so die Fragen gewesen, die wir in dieser 100-Folgen-Jubiläumspodcast-Folge mit euch teilen wollten. Und wünschen euch ganz viel Spaß bei Teil 2, dem Interview mit Susi und Andreas, was wir geführt haben. Ein sehr spannendes Interview, weil Susi und Andreas. Susi und Andreas vor eineinhalb Jahren im Coaching waren. Das heißt, es ist auch ein Paar, was wirklich rückblickend jetzt mal berichten kann, wie es auch die Zeit nach dem Coaching gelaufen ist. Das ist ja auch eine Frage, die viele interessiert. Wie nachhaltig ist das? Ist das jetzt denn wieder gut und wie lange hält das dann an? Und Susi und Andreas waren so nett und haben sich einmal zur Verfügung gestellt und mit uns eine Podcast-Folge aufgenommen. Und waren sehr offen, haben berichtet, was die Themen waren, haben von Einzelcoaching-Themen berichtet, die sie hatten, was die Ursachen waren, wie wir es gelöst haben. Also dort werden äußerst spannende Fragen besprochen und geklärt. Also hört da auf jeden Fall in Teil 2 rein. Finde ich super spannend. Und ansonsten freuen wir uns natürlich auch, wenn das vielleicht ein Paar hört, was bei uns im Coaching war und Lust hat und sagt, Mensch, wir würden das auch machen. Wir würden damit auch dazu beitragen, dass mehr Menschen sich trauen, in eine Paartherapie reinzugehen, die vielleicht jetzt noch Vorbehalte haben. Weil das wirklich Wirkung macht. Und auch öffentlich darüber sprechen, damit so dieses Tabuthema sich mal verändert. Und man sagt, das ist vielleicht irgendwann was Normales, wie zum Arzt zu gehen. Auch mal in eine Paartherapie zu gehen oder in ein Paarcoaching zu gehen und sich weiterhelfen zu lassen. Das wäre uns ein großes Anliegen. Dann nochmal vielen Dank, dass ihr so treue Zuhörer seid. Darüber freuen wir uns immer sehr. Es macht immer bei uns ein extrem gutes Gefühl, wenn Paare anrufen und in dem Satz erwähnt wird, ich habe auch schon oder wir haben auch schon eure Podcast-Folgen gehört. Darüber freuen wir uns sehr, weil wir den Podcast ja immer so ein bisschen alleine hier aufnehmen. Und natürlich wissen wir an den Zahlen, wie viele Leute uns zuhören und freuen uns auch, dass es eine stetig wachsende Zahl ist. Aber das macht einfach ein gutes Gefühl, ein schönes Feedback immer zu bekommen. Und hoffen natürlich, dass wir bis zur 200. Folge immer mehr werden und der Podcast immer größer wird. Feedback ist ein guter Punkt. Schreibt uns doch mal eine nette Bewertung. Das würde uns enorm weiterhelfen. Vielen Dank und viel Spaß bei Teil 2.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Podcast feiert die 100. Folge mit einem besonderen Fokus auf häufige Fragen zu Paarcoaching und Erfahrungen von frühen Klienten.
  2. Seit Oktober 2019 werden über 350 Paare in Coaching begleitet, wobei die Anzahl jährlich zunimmt und die Dauer der Sessions sich von drei bis vier Stunden auf zwei Stunden reduziert hat.
  3. Digitale Tools wie ein Flipchart und Online-Coachings ersetzen die traditionelle Tafel und ermöglichen flexiblere, effizientere Sitzungen.
  4. Die Erfolgsquote ist hoch bei Paaren, die sich klare Ziele setzen, aber bei Zweiflern liegt die Quote der Zusammenbleibendenz bei etwa 30–40 %.
  5. Die Arbeit mit Paaren wird durch eine klare Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben ermöglicht, wobei Abendabstiege durch persönliche Routine und äußere Reize unterstützt werden.
  6. Im Zuge der Entwicklung wird verstärkt auf Prävention, Online-Coachings und Gruppen-Workshops abgestimmt, um Paare frühzeitig vor Krise zu schützen.
  7. Ein neuer Schwerpunkt ist die Entwicklung eines Online-Kurses und der Erweiterung des Videocontent-angebots auf YouTube.
  8. Das Interview mit Susi und Andreas zeigt, wie das Coaching nachhaltig wirkt und wie Beziehungen langfristig stabilisiert werden können.

Summary:

Die 100. Podcast-Folge markiert ein besonderes Jubiläum und dient als Überblick über typische Fragen und Entwicklungsgeschichten im Paarcoaching. Seit Oktober 2019 wurden über 350 Paare begleitet, wobei die Coaching-Formate sich von langen, intensiven Sitzungen auf kurze, effiziente Sessions mit digitalen Werkzeugen wie Flipcharts und Online-Coachings gewandelt haben.

Die Erfolgsquote ist hoch, wenn Paare klare Ziele haben, bei Zweifeln bleibt jedoch die Zusammenbleibensquote bei etwa 30–40 Prozent. Ein wichtiger Aspekt ist die sinnvolle Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben, die durch persönliche Routine und äußere Reize unterstützt wird. Zukünftig wird verstärkt auf Prävention, Gruppenarbeit, Online-Coachings und Videos eingegangen, um Paare frühzeitig zu unterstützen.

Ein besonderer Teil des Podcasts ist das Interview mit Susi und Andreas, einem frühen Klienten, der berichtet, wie die Therapie die Beziehung nachhaltig stabilisiert hat. Die Organisation plant auch einen Online-Kurs und erweitert das Videoangebot auf YouTube. Der Fokus liegt darauf, das Thema Paartherapie öffentlich zu machen und als normales Lebensmittel zu positionieren, damit mehr Paare mutig in eine Coaching-Begleitung gehen.

Der Podcast wächst kontinuierlich, und Feedback durch Bewertungen wird als entscheidend für die Weiterentwicklung angesehen.

FAQs

Bis heute haben über 350 Paare bei uns Coaching erhalten. Die Zahl wächst kontinuierlich, insbesondere im Bereich Online-Coachings.

Die ersten Coachings wurden mit einer Tafel durchgeführt, heute nutzen wir digitale Flipcharts und iPads. Die Sessions sind kürzer und fokussierter, und wir bieten flexible Pakete mit drei oder sechs Sitzungen an.

Wir können keine konkrete Quote nennen, da Erfolg individuell definiert wird. Bei Paaren, die sich trennen wollen, erreichen wir 100 % Trennungsquote. Bei Paaren, die zusammenbleiben wollen, liegt die Erfolgsquote bei etwa 60–70 %.

Im ersten Coaching wurde viel auf das gegenseitige Feedback und die Tafel gesetzt. Heute nutzen wir moderne digitale Werkzeuge und haben eine größere Expertise und Befähigung in spezifischen Themenbereichen.

Ich habe mich als Erzieherin und Pädagoge ausgebildet und weiß, dass Abgrenzung wichtig ist. Ich nutze früher äußere Reize wie Eukalyptusblätter im Auto, heute schalten wir einfach ab und freuen uns auf unser eigenes Leben zu Hause.

Der Anteil ist gering. In den ersten Monaten war er höher, heute wird das Thema eher als spannendes Gesprächsgrundstück genutzt, nicht als berufliche Herausforderung.

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