In dieser Podcast-Folge von „Compass – der queere Berlin Podcast“ spricht Gastgeber Buffy mit Cornelia, der Leiterin der TFD (Travestie für Deutschland), über den ersten Drag-March in Berlin. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz organisiert und findet am Vorabend des CSD statt. Cornelia erklärt, dass der Drag-March eine Tradition aus den USA hat und als Reaktion auf Ausgrenzung von Drags entstand. Sie betont, dass Drags besonders sichtbar und dadurch häufig Ziel von Hass und Gewalt sind, aber rechtlich kaum geschützt werden – ein Problem, das sie als „Sichtbarkeitsfeindlichkeit“ beschreibt. Der Drag-March soll ein Zeichen setzen und queere Vielfalt feiern, wobei „Bridging“ – also der Zusammenhalt unterschiedlicher Gruppen – im Mittelpunkt steht. Cornelia sieht den Drag-March nicht als Konkurrenz zum CSD, sondern als Ergänzung, die mehr Menschen anspricht und dazu beiträgt, dass sich alle in der Community wiederfinden. Sie erwähnt auch ihre eigene Geschichte mit Drag und das Projekt „Samowar auf Queerfriends“, das solidarische Aktionen mit Spaß verbindet. Abschließend spricht sie über eine Idee für 2027: einen „Like-March“ für Lesben, um mehr Raum einzunehmen. Sie ruft alle dazu auf, sich zu trauen, an solchen Aktionen teilzunehmen und sichtbar zu sein – denn genau das sei der richtige Weg gegen rechte Hetze.
Willkommen bei Compass der Quiere Berlin Podcast. Wir schauen uns die Regenbogenhauptstadt von unten an, reden mit der Community, tratschen über die Szene, wir sprechen mit den Macherin im Berlin. Kürzlich gegen unsere App Compass Online, um Berlin in aller Quierenfülle darzustellen, den Link findet ihr natürlich in den Show Notes und dieses der Podcast, der all das kommentiert, was ihr auf den mobilen Kompass entdecken könnt. Mein Name ist Buffy und dieses ist Compass. 10 Jahre nach den Stonewall-Revolten in der New Yorker Christopher Street fand in der Bundesrepublik der erste CSD statt das war in der Zeit 1970. Und die Teilnehmerzahl war zweistellig. Heute 2026 gibt es ca. 300 CSDs im Deutschland. Auf den Millionen entfühlgleich Behandlung auf die Straße gehen und gegen den wieder stärker werdenen Backlash protestieren. Da mit sich Berghight bietet sich mehr Angresfläche und in dieser robiger werdenen Zeit vergeht keine Quirdäme ohne Gewalt von rechts. Umso mehr, umso lauter werden LGBTQ-Communities und das ist auch gut so. Von diesen hunderten Protesten finden allein im Berlin jeden Sommer immer gleich mehrere statt unter anderem der TransPride, der CSD auf der Spray, der EastPride, Behinderd und verrückt Feiern, auf Bezirksabene, in Marzahn und Reinigmdorf wird protestiert. Es gibt den Dyke-March und nun zum ersten Mal den Track-March. Öffentliche und vor allem nicht öffentliche. Kritik daran ließ nicht auf sich warten, wir sind immer in Berlin. Da haben alle ihren Sempf beizutragen, es ist die Rede von Kani balisierung, von unsolidarischen Timing in den sozialen Netzwerken geht seit Wochen hochher. Besonders Stimmung macht das Berliner Stadtmagazin Siegessolle. Die monierte der Track-March sei falsch kopiert worden vom New Yorker vorbilden. Das sind gleichzeitig mit dem Dyke-March Zeuge von Ignoranz und überhaupt klingt Dyke und Drag hier auch irgendwie gleich. Das gehe so nicht. Oder kann man sich schon fragen, was der in einer Redaktion gerade los ist? Wir von Kompass reden statt über diesem Track-March mit dem Drag-March. Der unter anderem initiiert und monat erlang vorbereitet wurde von der Trevesdie für Deutschland TFD und hier kurz Transparenz zu bleiben, auch ich war vor Jahren mal aktiv dabei. Mit der Leiterin der TFD Cornelia sprach ich über ihre Idee hinter dem Drag-March, über die Kraft des Bridging und was sie als aktivistische Lesbepreiz für 2027 plant. Gestern noch auf der Bühne des größten querend Straßenfests Europas, heute zu Gast, bei Kompass dem querend Berlin-March-Kast. Cornelia, wie schön das wir uns sprechen. Buffy! Das ist eine ganz große Ehre, die ich heute hier zu haben. Bei Jell es gibt zum ersten Mal einen Drag-March, das hat natürlich eine lange Tradition, aber in Deutschland ist es neu und es wurde ja gemeinsam ausgedacht von dem Orden der Schwester der Peptuellen Indulgenz und der Trevesdie für Deutschland. Jetzt ist es ein bisschen schade, dass Schwester darfne nicht dabei sein kann. Aus Krankheitsgründe, das erwähnt mir nur mit der Trevesdie für Deutschland, sprechen uns zwar mit Cornelia. Also die Tefte, die Trevesdie für Deutschland natürlich keine Partei, sondern eine Setteere kollektiv. Wir waren ein Verein, wir sind jetzt keiner mehr, um mehr Freiheiten zu haben, um Frecher zu sein, angetreten sind wir damals um ganz hoffnungsvoll die AfD zu verhindern, dass sie in den Bundestag kommt, dass es uns leider nicht gelungen. Das ist auch ein bisschen der Grund, warum wir Freier sein wollen in unserer Kritik gegen Rechts, wir kämpfen für Querebelange und natürlich gegen Menschenfeindlichkeit. Den Drag-March, den ihr euch ausgedacht habt, der hat ja das Motto "Haltung ist hot", "Segen statt Hetze". Wird es dir das mal kurz erklären? Also "Haltung ist hot" ist ja das Motto des diesjährigen CST. Wir haben uns den Drag-March übrigens gar nicht ausgedacht, sondern der Drag-March. Kommt aus den USA, hatte eine Tradition seit 1994 und war eine Reaktion auf eine Sache, die wir hier in Deutschland Gott sei Dank nicht haben, nämlich das Tunden und Lederkerle vom CST ausgeschlossen wurden. Aber wir hatten ja glaube ich mal so ein bisschen "Ahh, die Fete schleute sind nicht so gern gesehen", so das war nicht so ein offizieller Ausschluss. Aber es gibt ja auch so ein mit dem rechten Berglisch, so ein Schelte gegenüber "Drags". Das sind ja auch die neuen Bösen, weil es sind einfach sichtbare Quiers. Äh, ich muss mir gar nicht die Quiers selbst gegen Drag-Signs. Es ist doch viel schöner auf die Straße zu gehen, wenn es da andere Menschen gibt, die was dagegen haben. Und vor allem ist es auch super, wenn wir uns zusammenschließen und was könnte der besser sein, als ein "Segen", liebe gemein, liebe Drag- gemein. Der kommt natürlich von den Schwesteren der perpituen Indulgenz und ich hoffe, der wird wahnsinnig unkristlich und sehr intersektional. Und dann machen wir das mal zusammen. "Drags sind die lauten lustigen Marca unserer Community, gern gesehene Gäste bei Firmenfeiern, bei Betriebsausflügen, Karaokeabenden auf jeden Fall. Tatsächlich sind sie aufgrund ihrer unfassbaren Sichtbarkeit, aber auch die, die am meisten angegriffen werden, die aber eben auch gar nicht geschützt sind. Aber bei unserem LGBTQ-bla-bla-bla-bla-bla-bla-bla-bla- alle möglichen, sexuellen und geschlechtlichen Definition, da fehlt dir das D. Die Drag, also als Drag-Queen, kannst du nichts der Polizei gehen und sagen, ich wurde heute nicht als Mann angegriffen, als Lesb oder was auch immer, sondern ich wurde heute als Drag angegriffen, das ist schon erstaunlich, wie viel Hass gerade diese Gruppe ein Gegengeworfen wird." "Waffee, du machst gerade eine ganz neue Intersektion auf, das ist ja der Knaller. Schönen wieder die Intersektion einzubringende, also die Kreuzung, an der sich mehrere Diskriminierung treffen, weil es sind ja Drag-Queens vor allem die angegriffen werden und es ist dann ja so ein interessanter Mix aus queer-phobie und Frauenfeindlichkeit. Gibt es so was wie Sichtbarkeitsfeindlichkeit mit Sicherheit? Also es ist ja immer das gute alte, bevor wir euch richtig diskriminieren und zusammenschlagen und uns Gefängnis stecken, ist ja der erste Schritt, seit mal unsichtbar bitte, macht mal kein Risches, so wie man früher zu sehr düsteren Zeiten, so unseren jüdischen, mit deutschen gesagt hat." "Ne, aber das ist ja total lustig, das D. auch noch mit reinzunehmen, ja und jetzt hätte ich zuerst dachte, ja, es ist ja keine Identität, aber stimmt, das ist vielleicht doch eine. Ich lehs gerade von Leslie Feinberg, ein schon altes Buch, auch aus den 90ern, Transgender Warriors. Leslie Feinberg bewegt sich auch so ein bisschen zwischen Cross-Dressing aus Sicherheitsgründen und Transmaskulinität. Also erstens ist es eine Beschreibung von einer irren Geschichte von Cross-Dressing. Das waren auch Rebellinen gegen die Industrialisierung, schon im 18. 19. Jahrhundert. Sind die in Drag, so zu sagen, los und haben gekämpft gegen die Foydahl herren und gegen Kapitalistinner. Also super spannend, von daher ist es schon eine revolutionäre Kraft. Laut Buch ist das so ein bisschen eine eigene Identität, die auch kaputt gemacht wurde, zusammen mit dem Einhegen der Frauen. Genau, also was wir heute drag an Nennen oder Cross-Dressing oder es gab bei die lustigsten Namen einfach dafür, aber es gab immer einen Widerstand dagegen. In 2010 haben wir uns vor allem den rechtspopulistischen Hätze zu stellen. Also wenn abfällig über die Community geredet wird, dann ist es egal, welche Zeitung das ist, es gibt dann immer eine Drag-Queen als Bebilderung, es sind untergang das Abendlandes und dagegen steckelt ihr also, und nicht rauf durch am Bundestag. Wir treffen uns gar nicht direkt vom Bundestag, weil da es eine Riesenbaustelle. Also es ist eher so bei der uberen Bundestag Richtung Paul Löwehaus. Und da sehen wir, der erste Minim warnt sich gut aus und freuen uns total einander zu sehen. Und ich glaube, das ist auch. Ich sag mal ein Noverm in diesem Zeiten, ich bin die Unge die behauptet, die EI und mit queer sein Geld verdienen ist so ein bisschen rum, weiß nicht wie es den Drag-Queens gibt, die mit TV-Shows und Firmen, hetero-Hochzeiten gelten, ob das langsam auch abwärts geht. Und das klingt so wahnsinnig banal, aber das finde ich super und jetzt kommen wir zusammen. Ich denke und hoffe, dass da wahnsinnig viele Queens und Kings und in Bequins, die man so kennt kommen, aber ich hoffe auch, dass sich ganz viele Leute, die noch nie in Drag waren, trauen, und einfach sagen, "Ach, meistmals eine dote Über- und Komme, das doch geil, das macht Spaß." Also im Grunde ist doch alles, was den Rechten so richtig stinkt, offensichtlich der richtige Weg. Also wenn die vor allem dagegen steckern, dann müssen wir doch anfangen, mehr Travestie zu wagen, wie ein altes Wahlplakat der TFT sagt, mehr Travestie wagen. Und deswegen rufe ich jetzt gerne in dein Podcast hier nochmal auf. So ein Lippenstift, den hat man sich schmelmer draufgeschmiert oder so ein Bad angeklebt und wenn das nicht geht, dann Kajalherr, schreibt ihr da ein Bad auf die Oberlippe und los geht's. Aber was jetzt schminke in der Fresse angeht, ist ja nicht ganz, ganz unbelegt. Man kennt dich ja unter anderem auch als Teil des Dracking Luftgitarren-Duo's, die bösen Brüders. War das das erste Mal, dass du travestiert hast? Nee, das ist total lustig, weil ich war ja auf einer Schauspielschule lang, lang ist her. Da mussten wir so Projekte machen und mich hat das immer interessiert und es fahre im Ulm, im Lindle. Und ich habe dann einen Workshop gemacht.
Der hieß damals, glaube ich, geschlechter Tausch. Also es war eigentlich ein Drag Workshop. Was ich aber damals noch nicht wusste, dass man das heute so nennen wird. Also es war noch nicht gebühnen Übertreibung. Und dann sind wir sogar nach Berlin gefahren. Ich hab mir dann diesen Berlin von hinten geidgeholt. Und dann sind wir da in den Sonntagsklub. Und da gab es auch noch so eine Lesbukneipe in Schöneberg. Also auf jeden Fall so hat es schon angefangen. Es hat mich immer fasziniert das Thema. Die bösen Prüder sind dann so aufgetaucht mit meiner Partnerin Kitty. Das wir uns auf irgendeinem Kreativ Workshop. Hab ich ihn natürlich mal wieder "Hey, wer will sich berthe ankleben?" Das war dann nur die Kitty. Dann haben wir das gemacht und dann sind die entstanden. Und das war auf dem Dorf wieder in Baden-Württemberg. Dann waren wir plötzlich so ein bisschen derbe, ein bisschen dünnliche Typen. Da haben wir auch beim Bauern Milch geholt. Und das haben wir alles in der Rolle gemacht. Und es hat so Spaß gemacht. Das bedachten wir müssen auf die Bühne. Wir haben exakt eine Drag-Nummer entwickelt. Und die spielen wir seit her ungefähr alle zwei Jahre. Und da reden wir wahnsinnig unfassbar dummes Zeug. Und dann performen wir zu einem "ACD"-Saison. Toll, ich muss gestehen. Ich hab dich zuallererst als Teil vom Samo auf Krierfundes kennengelernt. Das war irgendwann vor Corona. Was ist der Samo auf Krierfundes? Wie ist der entstanden? Und warum hast du den gegründet? Samo auf Krierfundes war so eine Idee. Die natürlich im rumquatschen Entstanden ist wie die besten Ideen entstehen im rumquatschen. Und wir wollten irgendwie einen Aktivismus auf die Beine stellen, der wahnsinnig Spaß macht und lustig ist. Und gleichzeitig immer irgendwie ein soliderisches Projekt aus der Nase ziehen, aus der Tasche, aus der Rose. Und angefangen haben wir mit der Unterstützung für das Ruhd-Wohnprojekt. Das war im ersten Jahr unser Thema. Und wir haben uns ständig Zeug ausgedacht, was viel Wirkung hat, wenig Offres ist. Und dann sind wir bei dem Kanal Pride auf Surfbrettern umgewählert und gestanden. Das waren quasi die Fußgruppe zu den Trucks. Und wir haben ein Riesentransparent an die Brücke aufgehängt und weil ich vermute, dass alles so langweilig war auf den Boden. Was können sie dann fotografieren? Und dann ist der Plätzchen Transbi. Das wurde tausendfach geteilt. Das war zum Beispiel so eine Aktion. Und wir gucken immer, dass wir im Tod Leuten Freude zu machen, so dass sie reinholt. Also gerade in Berlin ist es ja auch so ein kleines Wunderwerk. Ich glaube es gibt innerhalb von Deutschland vielleicht auch Europas. Man weiß es nicht. So eine große Quere-Community. Also man rechnet zwischen 300-400.000. Wir sind wirklich ein großer Quirermagnet. Das bedeutet, man hat ja auch den Luxus sich zu streiten. Tränlinien durch unsere sogenannte Community zu. Und so dass es teilweise gar keine Berührungspunkte mehr gibt. Da ein Projekt, was lustig ist, was sexy ist, was toll aussieht und was dann auch noch eine verbindene Botschaft hat. Das gab es ja lange nicht. Und da finde ich schon, dass die Trafesdie für Deutschland und deshalb auf Quirfriend ist, da in die selbe Kerbe geschlagen haben. Und dann war es ja auch kein Wunder, dass du dann auf zwei Rauchzeiten geteinst hast. If I cannot dance to it, it's not my revolution. Jetzt fällt mir wieder so schlau kram ein. Aber ich habe ja gerade leider meine Masterarbeit schreiben müssen. Und da habe ich zum Beispiel gelernt. Also es gibt zwei Formen des sozialen Zusammenhalt. Das ist das Bonding. Das ist das, wenn Gruppen, die sich ähnlich sind, sich treffen. Das waren sie nicht wichtig. Für eine funktionierende Demokratie. Aber noch wichtiger ist das sogenannte Bridging. Und das Bridging ist, wenn es gelingt, wenn Gruppen sich treffen, die aus unterschiedlichen Meinungen, Identitäten, etc. irgendwie zusammenkommen. Und das kann ultra banal sein, das kann auch beim Hegeln sein. Das ist aus dem schönen Buch "Bulling Alone". Das fand ich sehr, sehr spannend. Also das ist richtig erforscht. Wir brauchen dieses Bridging. Und das hoffe ich, dass der "Drike March" auch ein bisschen tut. Woher wir hoffen, also ich meine, das geht um Quirfriend. Und das, wie du sagst, Quirfriend ist Bridging, ist sich anlecheln, sehr untypisch für Berlin. Jetzt gibt es den Berlinert CSD. Den Kürzner-Fast-Tweeter wird seit 1979 gefeiert. Es gab anti-kapitalistische Abspaltung. Das nannte man dann irgendwann in Kreuzberg-RCSD. Da gab es Streitigkeiten, glaube ich, 14 Jahren. Es gab zum letzten Mal stattgefunden. Es gab andere Wiedergeburten. Gibt es diesen Redig-Gel-March? Ganz genial gibt es einen Paar in den Internationalist Pride, der ist im Norden Berlin dieses Jahr in Wedding. Und eine Abspeitung. Da ging es um die Überpräsenz von Männlichkeiten. Unser heiß geliebter "Dike March". Den hat man nur elatkei vor ungefähr zehn Jahren etabliert in Berlin. Ganz toll. Und da fand ich mal am Vorabend statt. Vom großen Berliner CSD. Auch beim "Dike March" scheint es ja Abnutzungserscheinungen zu geben. Die sind größtenteils intern. Deshalb kann ich dazu gar nichts sagen. Aber der Vorabend des CSD, das man da einfach automatisch zum "Dike March" geht, das hat sich auch so ein bisschen aufgelöst. Es gab letztes Jahr am Vorabend des CSD, diese großartige Regen, Bogen, Flangenaktion direkt vor dem Reichstagsgebäude. Von unserer tollen Annett auch mit organisiert, die war auch schon bei uns im Podcast. Dieses Jahr gibt es ein Polietprogramm, eine Polietbühne. Auch organisiert vom CSD, der ja so gerne kritisiert wird. Die sind so unpolitisch. Kann ich jetzt nicht unterschreiben. Wie auch immer, es gibt am Vorabend des CSD ein Polietprogramm und Teil dessen, seid auch ihr. Und natürlich geht's beim "Drag March" um "Drag Kings and Greens". Empfindet ihr euch als Konkurrenzveranstaltung? Nein, also Konkurrenz. Für mich ist auch ein bisschen so eine kapitalistische Idee. Und ich weiß, es steckt tief in uns drin. Wir machen permanent Wettbewerbe und wir werden ständig gegratet und gerankt. Und das ist ja auch so ein Ding geworden, überall im Marketing, im Internet. Und ich denke, es ist ja viel differenzierter. Es ist doch, das hat vor und nachteile und das hat vor und nachteile und wir müssen uns natürlich auseinander setzen. Und natürlich hat das Konfliktpotenzial. Ich glaube eher, wenn wir jetzt mal diese 300.000 Queers, die eine Kleinstadt bilden. Und die dürfen verschieden sein, weil wir sollen in 300.000 Leute gleich sein. Das ist eher wie ein Platz in der Stadt Mitte, wo sich alle treffen und sehr unterschiedliche Dinge tun. Aber es geht nicht um eine Marktkonkurrenz, sondern es geht darum, wir sind Vielfalt. Und Vielfalt heißt, das ist ja die Grundidee der pluralistischen Gesellschaft. Natürlich sind wir unterschiedlich. Und wir versuchen hier und da ein bisschen zu bridgeen, damit es da keine Grabenkämpfe und Positionierungen gibt. Und es ist auch wichtig. Aber ich bin total froh, dass es den Riesen-CSD gibt. Und ich war auch eine von diesen Motsleuten, der erst zu kommerziell. Inzwischen bin ich heil froh, dass er immer noch da ist. In diesen Zeiten möchte ich nicht ohne. Ich bin so froh, dass die Dikes-Maschinen ist für mich super. Und ich bin auch froh, dass es jetzt mehr dragsigbarkeit gibt. Und es ist gleichzeitig wichtig. Und ich vermute ja, wir graben uns gar nicht gegenseitig bis Wasser ab. Also wenn Hallo, liebe Forschene da draußen, macht ihr bitte tausend Interviews. Und guckt mal, wer ist denn abgeworben worden? Und wer ist eher vom Sofa geholt worden? Das ist nämlich meine Vermutung, je mehr Angebote, dass du mehr von diesen 300.000 kommen raus. Und hören auf zu sagen, das ist nix für mich, sondern ah, aber in der Ecke ist was für mich. Und dann gehe ich halt dahin. Und dann sind wir nämlich an einem Tag, an einem Wochenende, in einer Woche oder in einem Monat. Möglichst alle sichbar, weil es für jeden irgendwas gibt. Da und Dike Festival, voll geil, lasst mir raus. Ja, ganz lieben Großandsstäfene Kuhnen. Weißt du, Buffy, vielleicht sollten die Lesben genau so wie der CSD einfach noch mehr Raum einnehmen. Es findet ja zum Beispiel Parallel am selben Tag der Internationalist, Pride und der CSD statt. Und wer es nicht wahnsinnig lustig, wenn die Dikes, die ja wirklich viele sind, einfach diesen Klischee trotz dem Speckhörtel auf dem Sofa und streichelt die Katze, sondern. Nee, nee, nee, jetzt gibt's mehrere Bike March. Weil wir so viele sind oder einen Dike March, der muss dann anders heißen. Lesbischer March, A-Dike. Ein Like March. Ein Like March. Ein Like March. Mit den Mann. Mit Sternchen, genau. Ein Like March, den alle liken. Das nimm ich zum Beispiel auch so ein Thema. Für mich gibt's hier sehr oft eben als Gruppenmami dieses "Es ist gut, wenn zwei verschiedene Sachen im Raum sind". Zum Beispiel, es ist im Raum, wie wollen keine CSM auf dem Dike March und das find ich total gut. Muss Schutzräume geben. Und es ist total super. Wenn all diese wunderbaren Allies, Spule Männer, whatever, sagen ich will aber gern auch Dike March. Ich fühle mich da wohl, ich will das unterstützen. Da gibt's ja auch ganz viele. Und es macht zu Spaß zusammen. Ich laufe quasi auf einer Demo mit, bei der die Dikes im Vordergrund sind, ein Like-Ed. Ich gehe auf den Like March. Und beides ist dann da. Wer es nicht geil. Also als hohe Priester in der Travestie für Deutschland und als Gründungsmame vom Samarov-Kürfernis. Brinkst du dich jetzt in Stellung für 2027? Der Spiepte, der verlangst, des Like March. Ich finde es super. Das greifen wir auf. Wir sprechen uns in einem Jahr wieder. Ich finde das konzept großartig. Lasst uns das parallel zu CSD machen. Wir hatten ja Jahre. Da hatten wir 5 CSDs gleichzeitig. Aber zuallererst werdet ihr diesen Freitag alle zum Platz der Republik gehen. Der stöcke über die Scheilemann-Straße, Ezzacra-Win-Straße und den 17. Juni.
Rundert zum Brandenburger Tor. Das wird großartig. Ich freue mich. Ich habe noch nie Makeup im Gesicht gehabt. Ich glaube, ich werde mich anmahlen. Ah! Oh, wie toll! Baffee und jetzt habe ich noch was ganz tolles für dich. Du hast ja gesagt, die Drakes werden auch am meisten angegriffen. Und dann ist so ein Drag-March natürlich eine Sicherheitsfrage. Auf dem Drag-March selbst glaube ich sind wir ultra sicher, weil das ist Mitte, da ist Regierungsviertel, da wird so viel Polizei sein und einau nicht alle Menschen sind vor der Polizei sicher, aber da passen wir auch aufeinander auf der Strecke. Sind wir sicher. Wie kommen wir dahin? Jetzt hat die wunderbare AHA in der Monumentenstraße und der ebenso wunderbare Sonntagsclub. Wo ist der, Prenzlau Berg, weißt du die Straße aus, wenn ich? Eifenhagen. Greifenhagener Straße. Die sind ab 13 Uhr schon offen, weil so ein Geschmänke kann ja dauern und da kann man hingehen und sich gemeinsam schminken, mal gucken, wer sonst noch da ist. Du gehst da alleine hin, aber da sind dann andere Drakes, die schminken sich auch und dann zieht ihr zusammen los. Und seit du schon mal eine Kleinkruppe und dann kommt dir es safe an. Super. Dann dake ich dir für den Angajemang, liebe Konnerien. Ich freue mich, wir werden uns beim Drag-March sehen und ich hoffe, ganz viele zu höhrende, daraus ein ebenso happy Pride. Dies war die Juli-Ipisode von Compass dem Quirin Berlin Podcast mit Konnerier vom Drag-March, der diesen Freitag am U-Bernhof Bundestag startet und zum Brandenburger Tor zieht, wo der CSD erst mal sein Demokratieabend anlässig der Berlin-Wahl in zwei Monaten veranstaltet. Mit Performance des von Transophonics, Chenarochefeller, Maximillismus und vielen anderen und natürlich Flamme dann reden. Wir wünschen allen weiteren ein abbaulichen Pride-Sommer, rückgt näher zusammen. Wir haben alle nur uns und jetzt meldet euch ein auf Kompass und verpasst keine Quirin-Spots und Events mehr in Berlin. Happy Pride!
Podcast Summary
Key Points:
Der Drag-March ist eine neue queer-politische Demonstration in Berlin, die erstmals 2026 stattfand und vom Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz sowie der TFD (Travestie für Deutschland) initiiert wurde.
Drags werden als besonders sichtbare und angreifbare Gruppe der LGBTQ-Community hervorgehoben, die häufig Hass und Diskriminierung ausgesetzt sind, aber rechtlich kaum geschützt werden.
Cornelia von der TFD betont die Bedeutung von „Bridging“ – dem Zusammenhalt unterschiedlicher queerer Gruppen – und sieht den Drag-March als Möglichkeit, Vielfalt sichtbar zu machen.
Der Drag-March findet parallel zum CSD statt und wird nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung verstanden; es gibt auch andere Events wie den Dyke-March und den Internationalist Pride.
Cornelia kritisiert die Kommerzialisierung des CSD, ist aber froh über dessen Existenz und plädiert für mehr queere Angebote, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Es wird eine Idee für 2027 vorgeschlagen
Der Drag-March wird als sicherer Ort beschrieben, da er im Regierungsviertel stattfindet und stark polizeilich geschützt ist.
Summary:
In dieser Podcast-Folge von „Compass – der queere Berlin Podcast“ spricht Gastgeber Buffy mit Cornelia, der Leiterin der TFD (Travestie für Deutschland), über den ersten Drag-March in Berlin. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz organisiert und findet am Vorabend des CSD statt. Cornelia erklärt, dass der Drag-March eine Tradition aus den USA hat und als Reaktion auf Ausgrenzung von Drags entstand.
Sie betont, dass Drags besonders sichtbar und dadurch häufig Ziel von Hass und Gewalt sind, aber rechtlich kaum geschützt werden – ein Problem, das sie als „Sichtbarkeitsfeindlichkeit“ beschreibt. Der Drag-March soll ein Zeichen setzen und queere Vielfalt feiern, wobei „Bridging“ – also der Zusammenhalt unterschiedlicher Gruppen – im Mittelpunkt steht. Cornelia sieht den Drag-March nicht als Konkurrenz zum CSD, sondern als Ergänzung, die mehr Menschen anspricht und dazu beiträgt, dass sich alle in der Community wiederfinden.
Sie erwähnt auch ihre eigene Geschichte mit Drag und das Projekt „Samowar auf Queerfriends“, das solidarische Aktionen mit Spaß verbindet. Abschließend spricht sie über eine Idee für 2027: einen „Like-March“ für Lesben, um mehr Raum einzunehmen. Sie ruft alle dazu auf, sich zu trauen, an solchen Aktionen teilzunehmen und sichtbar zu sein – denn genau das sei der richtige Weg gegen rechte Hetze.
FAQs
Der Drag-March ist eine Demonstration, die aus den USA stammt und seit 1994 existiert. Er wurde als Reaktion auf den Ausschluss von Tunten und Lederkerlen vom CSD ins Leben gerufen und findet nun zum ersten Mal auch in Deutschland statt.
Der Drag-March wird gemeinsam vom Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz und der Travestie für Deutschland (TFD) organisiert. Die TFD ist ein säkulares Kollektiv, das für queere Belange und gegen Menschenfeindlichkeit kämpft.
'Haltung ist hot' ist das Motto des diesjährigen CSD. 'Segen statt Hetze' bezieht sich auf den Segen, den die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz spenden, und soll eine positive, intersektionale Botschaft vermitteln.
Drag-Queens sind aufgrund ihrer hohen Sichtbarkeit besonders oft Ziel von Angriffen, die eine Mischung aus Queerfeindlichkeit und Frauenfeindlichkeit darstellen. Sie sind rechtlich nicht als eigene Gruppe geschützt, was die Situation verschärft.
Der Samo auf Queerfriends ist ein queeres Aktivismusprojekt, das aus lockeren Gesprächen entstand. Es organisiert lustige und solidarische Aktionen, wie das Umwandern auf Surfbrettern beim Kanal Pride oder das Aufhängen eines Riesentransparents, um queere Sichtbarkeit zu fördern.
Bonding ist der Zusammenhalt innerhalb ähnlicher Gruppen, während Bridging den Austausch zwischen verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Identitäten und Meinungen beschreibt. Bridging ist für eine funktionierende Demokratie besonders wichtig und wird vom Drag-March gefördert.
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