Der Stone of Scone, schottischer Nationalismus und der britische Staat
24m 15s
Diese Podcastfolge des Formats "Déjà-vu Geschichte" widmet sich der erstaunlichen Geschichte des "Stone of Destiny", eines unscheinbaren Sandsteinblocks, der seit Jahrhunderten im Zentrum britischer und schottischer Identitätspolitik steht. Ursprünglich diente der Stein in Schottland zur Krönung der dortigen Könige, bevor er 1296 von König Edward I. von England geraubt und in den Krönungsstuhl der englischen Monarchen eingebaut wurde. Über 700 Jahre blieb er ein Symbol englischer Dominanz und schottischer Sehnsucht nach Unabhängigkeit. Ein Wendepunkt war 1950, als vier schottische Studenten den 150 Kilo schweren Stein aus der Westminster Abbey stahlen. Nach einer abenteuerlichen Reise, bei der der Stein zerbrach, wurde er Monate später zurückgebracht. Erst 1996 erfolgte die offizielle Rückgabe nach Schottland, wo er heute im Edinburgh Castle ausgestellt ist und nur für Krönungen nach London reist. Besonders faszinierend sind die Zweifel an seiner Echtheit: Es gibt Theorien, dass mittelalterliche Mönche den echten Stein versteckten oder die Studenten von 1950 eine Kopie anfertigten. Der Podcast zeigt eindrucksvoll, wie ein simpler Gegenstand zur Projektionsfläche für Nationalismus, Monarchie und Geschichtspolitik werden kann und wie Legendenbildung die Wahrnehmung historischer Fakten überlagert.
Hey! Die Folge, die du gleich hören wirst, ist eine von über 250 Folgendescherbüge-Schichte aufgenommen irgendwann in den letzten acht Jahren. Inzwischen läuft die Geschichte als Staffelformat, wenn du das hier aber hörst, bist du gerade bei einer der Einzelfolgen gelandet und hast noch ganz ganz viel vor dir. Ich hoffe, du hast Freude daran und wenn dir gefällt, was du hörst, du kannst alle Folgen auch komplett werbefrei nachhören, schau da gerne auf ralfkrabuschnik.com/klubverbeihale Infos und damit ab in die Geschichte. Ja meine lieben, herzlich willkommen zum Deja-Wüge-Schichte Podcast. Mein Name ist Ralf und heute sind wir bei der zweiten Ausgabe dieses Podcasts angekommen. Hier widme ich mich alle zwei Wochen der Geschichte und versuche dieses Gefühl ein bisschen zu beantworten, dass einige von uns jedoch immer wieder mal haben, wenn was in der Welt passiert, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor Gefühl. Es gibt ja immer wieder so politische Entwicklungen, auch andere Entwicklungen, die uns in irgendeinerin was erinnern, wir wissen dann oft nicht genau was und ganz oft sind ganz ähnliche Dinge in der Geschichte schon passiert und darum geht es in diesem Podcast, darum geht es auch auf meinem Blog unter deja-wüge-geschichte.de. Wie gesagt heute kommt die zweite Ausgabe. Die erste erschien vor zwei Wochen, passend zum Valentinstag, damals habe ich mich mit romantik in der Geschichte befasst, aber vielmehr mit Frauenhelden in der Geschichte. Ich habe dort die Lebensgeschichte von Jackomokasanova, dem wohl bekanntesten Frauenhelden, erzählt und auch die Geschichte von Lord Barron, die sich in vieler Leihinsicht relativ ähnlich sind. Ja und so, wenn ihr nicht gehört habt, so viel kann ich sagen, es ist eine sehr spannende Lebensgeschichte, vor allem von Jackomokasanova, wenn Lust habt hört, gerne mal rein, es ist wirklich eine ganz, ganz ihre und wirklich spannende und vollkommen absurde Lebensgeschichte, die dieser Mann damals durchlaufen hat. Heute in der zweiten Ausgabe, das soll somit etwas anderes gehen. Doch relativ grundlegend anders. Ich erzähle mich nicht die Geschichte eines Menschen oder die Geschichte eines Ereignisses, sondern ich will die Geschichte eines Gegenstands erzählen und zwar die Geschichte eines Steins. Aber es geht natürlich nicht nur um irgendeinen Stein, also bei dem Stein, über den ich heute sprechen will. Da reden wir über etwas, das für das Land, in dem eben dieser Stein eine Rolle spielt, das ist das Vereinigte Königreich, wo dieser Stein eine ganz große symbolische Wirkung in sich trägt. Es geht also heute in der Geschichte nicht nur um irgendeinen Stein, es geht um die britische Monarchie, die englische Monarchie an sich. Es geht aber auch um Nationalismus, es geht in erster Linie um Schottischen Nationalismus. Ja und es geht auch um die Färbung der Geschichte durch verschiedene Menschen, die die Ereignisse der Vergangenheit in ihrem Sinne interpretieren. Und all das lässt sich eben mit der Geschichte eines kleinen Steins, oder gar nicht mal so kleinen Steins wunderbar erzählen. Um vielleicht anzufangen ist die Krönung eines britischen Monarchen wahrscheinlich ein guter Startpunkt. Wir haben schon relativ lange keine britische Krönung gesehen, Queen Elizabeth ist bekanntlich seit gefühlten Ewigkeiten an der Macht. Sie ist die längsten dienende Regente in das Vereinigten Königreich und auch davor schon Englanz und sie ist auch die Älteste nach Lebensjahren. Ihre Krönung war schon 1953, das ist also inzwischen wirklich eine ganze Weile her, dem uns brechen, haben wir eine Krönung auch schon lange nicht mehr gesehen. Aber ohne ihr ist jetzt natürlich wünschen zu wollen, die Frau ist jetzt 92, also es wird wohl in absehbarer Zeit, soweit sein, dass wir eine neue Krönung im Großbritannien auch sehen werden. Und dann ja, nachdem wenn das Land glückert, dann wird wohl William eine neue König und wenn das Land bechert, dann wird Charles vielleicht auf seinen Titel bestehen. Schau mal, das könnte noch spannend werden. Warum ist die Krönung jetzt bedeuten für diesen Stein? Wenn wir uns sich vorstellen kann, auch wenn wohl die wenigsten von uns die Krönung von Königin Elizabeth noch im Fernsehen miterlebt haben, gibt es besondere Krönungen, gewisse alte Rituale, die sich so über die Jahrhunderte angereift haben. Die gewisse Gegenstände, die da eine Rolle spielen, man denkt jetzt natürlich vor allem an die Krone, aber auch die Krone Juwel, die da ganz symbolische Mittelpunkt stehen. Und natürlich das Ritual selbst, das dadurch den Erzbyscher von Canterbury durchgeführt wird. Und ein oft übersehenes Merkmal der der britischen Krönung ist der Tron auf dem der zukünftige Monarch, die zukünftige Monarchin sitzt. Das ist ein Tron aus Holz gebaut, 700 Jahre alt im Kern. Um den Tron selbst geht es aber eigentlich nicht, denn dieser Holz-Tron ist um in meinen Stein herum gebaut. Und dieser Stein ist der sogenannte Stone of Destiny, der Schicksal ist Stein oder auch der Coronation Stone, also der Krönungsstein, da wo er herkommt wird aber schlicht als der Stone of Skun bezeichnet. Oder wahrscheinlich sagen sie hat das viel Stone of Skun, also man hört schon mal in meinem Fuchtbahn Delekt, dass es wahrscheinlich um Schottland gehen wird. Und das ist ja schon das erste Interessante an diesem Stein. Also wie gesagt seit 700 Jahren existiert dieser Tron, indem dieser Stein eingebaut ist, wird für die Englische und später für die britische Krönung Ceremony genutzt. Kommt aber offensichtlich aus Schottland. Die Geschichte dieses Steins, die es schon an und führe sich bemerkenswert. Also in Schottland, vor allem im Mittelalter, gab es da Geschichten, die eben diesen Stein auch zurückverfolgt haben, über die Jahrhunderte. Und die haben damals behauptet, dass der ja gar nicht aus Schottland kommt. Der war vorher schon im Irland, da ist dann eben mit der Zeit im frühen Mittelalter, wo in Schottland ja übersiedelt mit den kältischen Stämmern. Aber davor war der natürlich ja auch schon in die Gübten und im heiligen Land. Und in letzter Instanz ist dieser Stein eigentlich schon im Buch Genesis in der Bibel vollkommen. Also im ersten Buch der Bibel. Warum auch nicht so? Das ist das 4000 vor Christus und da hat der David wohl diesen Stein als Kopfkissen verwenden. Also ich meine mal abgesehen davon, dass wohl niemand gerne einen Stein als Kopfkissen verwenden würde, ist die Geschichte so. Also halbglaubwürdig, ne? Also über den Stein aber auf jeden Fall wissen, ist das ja wohl ab den frühen Mittelalter in Schottland existiert hat. Er war da zuerst an der Westküste und wurde für Grönungszeremonen der lokalen Herrschaft verwendet. Und ab dem neunten Jahrhundert kann man sagen, ist der Stein bekannt an diesem Ordner, dem er benannt ist, ins Kuhn. Ja und seit 840 nach Christus rum war dieser Stein in Skuhn belegt. Und wurde dort für die Grönung der Schottischen Könige eben verwendet. Nach England kam dieser Stein dann im späten 13. Jahrhundert. 1296 ist nämlich König Edward, der erste von England, gegen Schottland in den Krieg gezogen, war da auch siegreich. Ja und da wurde der Stein dann gemeinsam mit auch ein paar Schottischen Adligen, wohl als Geisel dem Edward, dem ersten Mit gegeben oder er hat es mitgenommen. Das war damals nicht ganz unüblich, um sich die Loyalität oder zumindest das Stilhalten der unterworfenen Völker auch zu sichern. Auch ohne sich jetzt in der britischen, Englisch-Schottischen Geschichte großartig auszukennen, kennt ihr Edward den ersten übrigens fast sicher. Er hat ein paar sehr klingende Beinahmen, Edward Longshanks war der häufigste, aber auch Edward Hammer auf das Kotz. Edward, der Schottenhammer, ist ein recht häufiger Beinahme. Wir können uns ja schon vorstellen, warum. Und vor allem ist er bekannt, dass der Geschichte um Braveheart, also auch um auch aus dem Film Braveheart, den ich an der Stelle trotz all der Probleme mit Mel Gibson schon mal empfehlen kann, wenn man ihn länger nicht gesehen hat.
ein richtig schön nationalistischer Gefühle spüren will. Nach den drei Stunden Brave hat er mit dem Strasse in einem Engländer in die Fressehauen. Ja und eben dieser Edward Longshanks, der war es dann eben der diesen Steiner nach England gebracht hat. Und schon ein paar Jahre später, 131 Stift's gewesen sein, hat er aus diesem Steinen den Holztron anfertigen lassen, eben drumherum diesen Tron gebaut und hat dann ja als Zeichen seiner Dominanz wohl auch diesen schottischen Grönungsstein für die Grönung, der zukünftigen englischen Monarchen genutzt. Und das heißt der erste Englische König, der mit diesem neuen Tron mit dem schottischen Stone of the Kun auch gekrönt wurde, war dann Edward's Nachfolger, Edward der Zweite. Über die nächsten 700 Jahre hat eigentlich dieser Kampf um den Steinswischen Schottland und England nie wirklich aufgehört. Also die schottischen Machthaber, adeligen Könige der Zeit, wirklich über die Jahrhundertäen weg, haben immer wieder versucht auf dem Verhandlungsweg oder auch mal wieder auf den Kriegerischen Weg, diesen Stein zurückzuholen aus Landern, weil er als ein Symbol des schottischen Königreichs ja auch irgendwie gedient hat. Allerdings blieben diese Versuche durchgehender Volk los. Das änderte sich erst relativ kürzlich im Jahr 1950. Und jetzt wird die Geschichte um diesen Stein vollkommen besucht. 1950 dachten sich nämlich ein paar schottische Studenten aus Glasgow, wohl dein Genuss eines oder ein paar Birchens, dass dieser Stein doch nicht in England sein darf. Der Stein hab gehört doch zu Schottland, es ist doch ein Teil der Seele Schottlands, ein Symbol für die Statlichkeit Schottlands. Ja und diese vier Studenten waren es, haben dann enttieden, diesen Stein jetzt aus London zurückzuholen und ihn da wieder hinzubringen, wo er hingehört, nämlich nach Schottland. Hier ist natürlich ein Plan, der nach sechs Pines wahrscheinlich wunderbar logisch blinkt, aber man würde doch annehmen, aber am nächsten Tag überlegt man sich, dass dann doch vielleicht wieder anders. Das haben diese vier aber nicht gemacht. Was wohl auch darin lag, dass ihre Motivation nicht nur der Alkohol war, sondern sie waren schon relativ begeisterte Schottische Nationalisten. Und so gestall ist dann, dass sie am Weihnachtstag am 25. Dezember nach London fuhr, tatsächlich in der Nacht in die Westen, dass der Erwein brachen und diesen Stein aus dem Tron herausstahlen. Und das Absurd daran, sie wurden dabei nicht bemerkt. Also diese vier Leute, die haben dann diesen Stein aus der Westen, dass der Erweir rausgezogen, dann muss ich jetzt vorstellen, der Stein wiegt 150 Kilo. Das war halt schon ein ziemlicher Kraftakt. Haben das da, haben da rausgeholt und ziehen dann mit diesem Stein Richtung Norden gefahren, um ihn nach Schottland zu bringen. Währenddessen ist das Stein dann auch noch in zwei gebrochen, wahrscheinlich zum Vorteil, das ist ein bisschen besser tragen zumindest. Man hat sie wohl auch auf einem Feld irgendwo am Weg zwischenzeitlich mal verloren, eine Hilfe zumindest, also relativ chaotisch das Ganze. Da muss ich vorstellen, an diesem Folgedager, die da unterwegs waren, da wurde er schon im ganz Land gefahren, dann nach diesen Diegen. Aber irgendwie haben sie so Studenten geschafft, mit diesem Stein die Grenze zu erreichen und sind dann mit nach Glasgow gekommen. Haben dann dort einen bekannten oder befreundeten Steinmetz aufgesuchten, haben in Gebeten diesen Stein doch wieder zu reparieren, also die Zerteile zusammenzufügen. Ja und nach diesem abenteuerlichen Weihnachtsausflug, da war der Stein und tatsächlich auch für einige Monate wie vom Erdboden verschluckt. Der war wohl bei diesem Steinmetz oder auch bei einer Studenten und erst im April 1951 kam dann die Polizei ist, Kotlandjahrt, auf dieser Fährte und konnte den Stein wieder in Gewass am Nehmen und den zurück nach London bringen, mehr oder weniger gerade rechtzeitig für die anstehende Krünung, also noch nicht anstehende, aber für die in zwei Jahren folgende Krünung von der Lissabers. Diese Geschichte ist in England, weniger, aber vor allem in Schottland, verständlicherweise einigermaßen berühmt und vor zehn Jahren ist auch mal im Film dazu rausgekommen. Ich habe es nicht gesehen, aber ich empfehle ihn einfach trotzdem schon mal, weil ich werde ihn jetzt sehr bald anschauen. Die Geschichte dieser Studenten, das war ja auch wieder nur so ein Intermezzo, oder eigentlich ein neuer Anfang, weil damit hat der Kampf um diesen Stein in Schottland erst wieder richtig aufschwung erlebt. Über den nächsten Jahrzehnte haben Nationalisten und nicht nur Nationalisten in Schottland immer stärker drauf geprocht, diesen Stein doch endlich zurückzugeben und nach zehn Verhandlungen ist es dann 1996 auch tatsächlich so geschehen, dass dann der Stein nach Edinburgh diesmal überliefert wurde, dort jetzt im Edinburgh Castle zur Besichtigung liegt und nur noch für die Krünung von Monachen nach London verschift wird und dann wieder zurückkehrt. Das heißt, nach 700 Jahren, aufs Jahr genau, ist 1996 dieser Stein dann tatsächlich nach Schottland zurückgekehrt. So, warum ist diese Geschichte jetzt relevant? Als ich habe es im Anfang schon gesagt, es ist natürlich nur die Geschichte Steins, aber sie erzählt uns schon sehr viel darüber, wie die Gesellschaft in Großbritannien funktioniert und in der Vergangenheit auch funktioniert hat. Weil dieser Stein, der ist ja gleichzeitig ganz vieles. Der Stein ist ein Symbol für das britische und damit die Faktor des englischen Pünixhaus. Seit 700 Jahren ist der ein Teil des Krünungsritus und ist damit ein ganz fundamentaler Bestandteil der britischen Monarchie an und für sich und kann deswegen auch nicht ohne weiteres weggenommen werden, auch wenn natürlich schon anerkannt ist, dass das an sich ein Schottischer Stein ist. Auf der gleichen Ebene, aber wie es ein Symbol für die britische Monarchie ist, ist dieser Stein auch ein Symbol für die Schottische Nation. Wir haben ja gesehen, dass über die Jahrhunderte immer wieder das Diskussionen gab, diesen Stein zurückzugeben und dass es ja so weit kommt, dass diese vollkommen ihren Studenten tatsächlich danach Londonreisen um diesen Stein auch zu stillen, mehr oder weniger im Namen der Schottischen Nation. Und auch diese Rückgaben 1996 war ja genau in diesem Zusammenhang. Das war ja die Zeit, als man in Schottland generell auch die sogenannte "The Voluzen" mit der Regierung in London durchgebracht hat. Im Jahr darauf wurde ein schottisches Parlament beschlossen, das dann auch 1999 glaube ich eröffnet hat. Also da ist es ja viel geschehen und all das hat schon auch mit Nationalgefühl zu tun. Und da war es dieser Stein natürlich wieder perfekt rein, weil er als ein Symbol für die Schottische Nationen und für das Schottische Königreich steht. Ja und gleichzeitig zeigt uns das eben auch, wie ein Gegenstand ist, wo ein Stein von verschiedenen Seiten eingefärbt werden kann. Einfach nur um eine gewisse Version der Geschichte zu transportieren und den eigenen Punkt, das eigene Argument damit zu untermauern. Das kann das König tun sein, aber das kann auch schon das Journalismus sein. Aber den großen Schocker habe ich mir jetzt trotzdem fürs Ende auf bewahrt. Weil dieser Stein, der ist ja nicht nur sagen und wogen und der ist nicht nur bedeutend für verschiedene Seiten, das Problem bei diesem Stein ist, dass er eventuell auch gar nicht echt ist. Gut, also wenn man jetzt den ersten Berichten folgt, dann kann er schon mal nicht echt sein. Also wenn der Stein in Israel war es damals nicht im heiligen Land gewesen wäre und dann in Ägypten und sich über Jahrtausende gezogen hätte, das ist doch offensichtlich abburschit. Also dann kann ja schon mal nicht echt sein. Abgesehen davon, dass der Stein, den wir kennen, offensichtlich aus Sandstein gefertigt ist, der eben in der Nähe von Skun aufzufinden ist. Aber gut, viele Leute glauben heute, damit er der Stein schon zöferst du 96 gefälscht wurde und dass er nicht nur irgendwelche Verschwörungstheoretiker, der ehemalige erste Minister von Schottland, Alex Hammend, hat das selbst so ausgesprochen und hat gesagt, ja, also diese Möncher, die er damals da in Skun war, als die den Edward Kommen sehen haben, ist es nicht wahrscheinlich, dass die mit dem echten Stein abgehaut sind, als ihn ihm zu übergeben und dann gleich noch niedergemetzelt zu werden von seinen Truppen. So weit zumindest die Theorie und deswegen kann es sein, dass der tatsächliche Stone of Skun immer noch in Skun oder zumindest in Schottland ist. Und tatsächlich auch vor der Skun erbiert, wenn man da heute hingeht, dann steht ja vor dieser Kirche, steht ein Stein. Da ist zwar ein Schild angebracht auf dem. Klip und klar draufsteht, es handelt sich um eine Replicer des Stone of the Cun. Aber das könnte auch einfach nur in der Superfinter sein. Aber der zweite Grund, warum einige Leute glauben, dass dieser Stein nicht echt ist, hat mit den Studenten von 1950 zu tun. Weil wie gesagt, da ist der Stein ja über vier Monate hinweg verschwunden gewesen. Und das Argument ist jetzt, dass dieser Steinmetz, der diesen Stone of the Cun wohl repariert hat, ihn nicht nur repariert hat, sondern auch eine Kopie angefertigt hat. Und diese Kopie hat man dann eben den Behörden zugespielt und hat sich den echten Stein in Glasgow behalten. Und auch da gibt es tatsächlich einen Stein, der irgendwie in Frage kommt, weil es gibt in Glasgow im Studentenviertel eine Kneipe Arlington Bar, wo ein Stein, der wieder wieder Stone of the Cun aussieht, zu sehen ist, in diesen Papräumen. Und wo die Betreiber auch behaupten, ja, natürlich, das ist schon das Original, so die Briten oder die Engländer viel mehr, die haben ja natürlich nur eine Kopie bekommen. Ja, das kann man jetzt glauben oder auch nicht. Interessant ist an der Geschichte dann aber trotzdem, wie viele Legendenbildungen es um so einen einfachen Blöden Stein eigentlich geben kann. Wie dieser dumme Sandstein, der noch nicht mal schön aussieht, ich werde auch ein Foto vom Stein und auch vom Tron unten verlinken. Wie dieser Stein so eine Symbolkraft entdecken konnte und zwar für alle Seiten, so eine Symbolkraft für die britische Monarchy und gleichzeitig aber auch für die Anhänger des Schottischen Nationalismus. Das ist ja vollkommen absurd, wenn man sich dann bedenkt, dass sich die beiden Seiten noch nicht mal einig sind, ob der Stein überhaupt echt ist. Das heißt, damit ein Stein hergenommen wird vollkommen mythologisch überladen in alle Richtungen und man ist sich nicht mal über den Stein selbst einig. Das ist eigentlich ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wie Nationalismus, wie das funktioniert wie vollkommen absurd eigentlich diese Legitimationsbasis von all dem wirklich ist. Wenn es so weit führt, dass man mit einem sinnlosen Stein argumentieren muss. Damit will ich die Geschichte dann aber auch schon beenden. Wie gesagt, alle zwei Wochen gibt es von mir einen neuen Podcast, das heißt, in zwei Wochen können wir uns gerne wieder hören. Bis dahin findet ihr unten in den Notes auch einen Link zur Anmeldung für meinen E-Mail News letter. Worüber ich mich sehr freuen würde, da gibt es auch garantiert keinen Spam, da steh ich vielleicht einmal im Monat ja eine Infomail raus mit den aktuellen Artikeln, falls man das verpasst hat und mit sonstigen Neuigkeiten so bleibt er immer am Laufenden und wenn ihr Lust habt, könnt ihr dann ja auch mit Verzögerung mal reinhören. Also ich freue mich das sehr bei Anmeldungen. Ansonsten, wie gesagt, mache ich ja nicht nur Podcasts. Nächste Woche erscheint dann auch wieder ein Blogartikel auf meinem Blog, noch mal, das ist unter deja-vue-geschichte.de. Ja, ansonsten, wenn ihr der Podcast gefallen hat, freue ich mich natürlich, wenn ihr ihn mit eurem Freunden teilt oder natürlich auch, wenn ihr das in einem Podcast gehört, wenn ihr das abzukreibt, Bewertungen auf iTunes etc. Wenn das inzwischen technisch funktioniert. Schau mal mal, freue ich mich natürlich sehr drüber. Ja, ansonsten hören wir uns in zwei Wochen wieder. Bis dahin. Ciao. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Der Podcast "Déjà-vu Geschichte" behandelt historische Ereignisse, die sich in der Gegenwart zu wiederholen scheinen.
In dieser Folge wird die Geschichte des "Stone of Destiny" (Schicksalsstein) erzählt, eines schottischen Krönungssteins, der seit 700 Jahren im britischen Krönungsstuhl verbaut ist.
Der Stein wurde 1296 von König Edward I. von England aus Schottland geraubt und diente fortan als Symbol der englischen Vorherrschaft.
1950 stahlen schottische Nationalisten den Stein aus der Westminster Abbey; er wurde nach monatelanger Suche zurückgebracht.
1996 wurde der Stein offiziell nach Schottland zurückgegeben, bleibt aber für Krönungen in London.
Es existieren Zweifel an der Echtheit des Steins
Der Stein symbolisiert sowohl die britische Monarchie als auch den schottischen Nationalismus und zeigt, wie Geschichte für politische Zwecke umgedeutet wird.
Summary:
Diese Podcastfolge des Formats "Déjà-vu Geschichte" widmet sich der erstaunlichen Geschichte des "Stone of Destiny", eines unscheinbaren Sandsteinblocks, der seit Jahrhunderten im Zentrum britischer und schottischer Identitätspolitik steht. Ursprünglich diente der Stein in Schottland zur Krönung der dortigen Könige, bevor er 1296 von König Edward I. von England geraubt und in den Krönungsstuhl der englischen Monarchen eingebaut wurde.
Über 700 Jahre blieb er ein Symbol englischer Dominanz und schottischer Sehnsucht nach Unabhängigkeit. Ein Wendepunkt war 1950, als vier schottische Studenten den 150 Kilo schweren Stein aus der Westminster Abbey stahlen. Nach einer abenteuerlichen Reise, bei der der Stein zerbrach, wurde er Monate später zurückgebracht.
Erst 1996 erfolgte die offizielle Rückgabe nach Schottland, wo er heute im Edinburgh Castle ausgestellt ist und nur für Krönungen nach London reist. Besonders faszinierend sind die Zweifel an seiner Echtheit: Es gibt Theorien, dass mittelalterliche Mönche den echten Stein versteckten oder die Studenten von 1950 eine Kopie anfertigten. Der Podcast zeigt eindrucksvoll, wie ein simpler Gegenstand zur Projektionsfläche für Nationalismus, Monarchie und Geschichtspolitik werden kann und wie Legendenbildung die Wahrnehmung historischer Fakten überlagert.
FAQs
Der Stone of Destiny, auch Krönungsstein genannt, ist ein historischer Stein, der seit 700 Jahren in einem Holztron eingebaut ist und für die Krönung britischer Monarchen verwendet wird. Ursprünglich stammt er aus Schottland und symbolisiert sowohl die britische Monarchie als auch den schottischen Nationalismus.
Im Jahr 1296 brachte König Edward I. von England den Stein nach einem siegreichen Krieg gegen Schottland als Beute nach England. Er ließ ihn in einen Holztron einbauen, der fortan für englische Krönungen genutzt wurde.
Vier schottische Studenten stahlen den Stein am Weihnachtstag 1950 aus der Westminster Abbey, um ihn nach Schottland zurückzubringen. Dabei zerbrach der Stein in zwei Teile, wurde später repariert und tauchte erst im April 1951 wieder auf, woraufhin er nach London zurückgebracht wurde.
Nach jahrelangen Verhandlungen wurde der Stein 1996 nach Edinburgh Castle gebracht, wo er heute ausgestellt ist. Er wird nur für zukünftige Krönungen nach London transportiert und dann wieder zurückgebracht.
Es gibt Theorien, dass der Stein unecht ist. Mönche könnten ihn im 13. Jahrhundert vor Edwards Truppen versteckt haben, oder der Steinmetz von 1950 könnte eine Kopie angefertigt haben. In einer Kneipe in Glasgow liegt angeblich das Original.
Der Stein repräsentiert die historische Eigenständigkeit Schottlands als Königreich. Sein Diebstahl 1950 durch nationalistische Studenten und die Rückgabe 1996 stärkten das schottische Nationalgefühl, besonders in Zeiten politischer Autonomiebestrebungen.
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