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Der Fall Freud (1/5): Kindheit

47m 47s

Der Fall Freud (1/5): Kindheit

Die Erzählerin berichtet von ihrer traumatischen Erfahrung mit der Fahrprüfung, die sie erst im dritten Versuch bestand. Bis heute leidet sie unter Angst beim Autofahren, besonders auf der Autobahn. Diese persönliche Geschichte dient als Einstieg in eine tiefere Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds. Die Serie möchte ergründen, ob Freuds Konzepte helfen können, unsere alltäglichen Ängste und Konflikte besser zu verstehen. Zwei Psychoanalytiker, Jakob Müller und Sissy Lötz, erklären Freuds grundlegende Annahme: Der Mensch komme als triebgesteuertes Wesen auf die Welt und müsse in der Kindheit lernen, seine Triebe zu kontrollieren. Besonders der Sexualtrieb – bei Freud nicht auf Erwachsenensexualität beschränkt – sei der einzige Trieb, den wir verdrängen könnten, und daraus entstehe Kultur. Der Ödipuskomplex, benannt nach dem antiken Mythos, beschreibt die kindliche Eifersucht auf den gleichgeschlechtlichen Elternteil und die enge Bindung an den anderen. Diese frühen Kindheitserfahrungen prägten laut Freud unser gesamtes späteres Leben: unsere Beziehungen, Ängste und Verhaltensmuster. Die Erzählerin selbst reflektiert, ob ihre Fahrangst mit der Trennung ihrer Eltern zusammenhängen könnte. Die Serie verspricht, Freuds Spuren im Alltag zu verfolgen und zu fragen, ob seine Theorien uns helfen, uns selbst zu verstehen – oder ob sie mehr verwirren als erklären.

Transcription

6947 Words, 44287 Characters

German
Vor anderthalb Jahren habe ich mein Führerschein gemacht und es klingt vielleicht ein bisschen lächerlich, aber die Prüfung war für mich eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich damals am Steuer sitze. Meine schwitzigen Hände und Krallen ist läng grad. Meine Beine zittern, als ich den Fuß auf die Kupplung trete, Hitze steigt in mir hoch. Nach 40 Minuten bieg ich auf die falsche Spur ab. Und der Stimme des Prüfers hinter mir merke ich sofort, ich bin durchgefallen. Zweit da versuche ich bin noch ein Erwößer. Diesmal übersehe ich ein Schild und fahre in eine Straße, die nur verbuss ist. Wieder durchgefallen. Vor dem dritten Anlauf kann ich die ganze Nacht nicht schlafen. Morgen ist mir richtig schlecht. Ich habe nur einen Gedanken, was wenn ich schon wieder durchfalle. Ich habe dieses Gefühl bis heute nicht mehr vergessen. Diese Paar nickt davor, wieder zu versagen. Eigentlich bin ich kein sonderlich ängstlicher Mensch. Selbst von meiner Abiturprüfung war ich nicht so nervös. Ich frage mich, woher kommt diese Angst vor der Fahrprüfung? Wir alle haben Ängste, Flugarzt, Angst vor Spinnen oder vom Zahnarzt. Das was wir dabei spüren ist sehr körperlich. Herzrasen zittern schwitzen. Aber die Angst selbst, die legt nicht im Körper, sondern in der Psyche. Die Psyche, was ist das überhaupt? Unsere Seele, der Geist, das Innenleben. Den menschlichen Körper hat die Wissenschaft heute extrem gut erforscht. Erzter können Krebsheilen, Organe implantieren, Menschen ins künstliche Koma versetzen. Aber die Psyche stellt uns immer noch vor viele Rätsel. Seit Jahrhunderten versuchen Philosophen, Ärzte und Psychologen, diese Rätsel zu lösen und herauszufinden, wie die Seele des Menschen funktioniert. Und einer, der die Psyche bis in neue Tiefen erkründet hat, war der hier. Der Haupttatzend, der nicht beschäftigt, bin ich selbst. Siegmund Freud, einer der einflussreichsten Österreicher aller Zeiten. Freud hat mit der Psyche-Analyse unser bildes Menschen für immer verändert. Und er prägt es bis heute. Fünf Anzeichen, dass du vielleicht ein Arzt bist. Sollten drei von fünf auf dich zu treffen, dann musst du auf jeden Fall anfangen, nicht zu ändern. Und du suchst dir nur ein Frau, die deine Mutter ersetzt, eigentlich möchtest du deine Mutter. Meine Freundin hat mich darauf aufmixern gemacht, dass ich überwiegend sehr stark verdringe. Wir leben im Zeitalter der Selbstanalyse, sogar auf TikTok. Wir nennen unsere Chefs-Nazisten Fragen nach verdränkten Wünschen und wir wollen wissen, was unser inneres Kind teilt. Wenn du viel an dir gearbeitet hast und dann über ich integriere Taste gehst du viel, bewusst da, mit Kindern um. All diese Ideen gehen auf einen Mann zurück auf Siegmund Freud. Der jüdische Arzt aus Wien hat Begriffe, wie das unbewusste geprägt. Und damit unser modernes Selbstverständnis erschaffen. Von seiner Praxis in der Wiener Berggasse aus, veränderte Freud die Welt. Er wurde gefeiert wie ein Popstar der Wissenschaft und bekämpft dir ein Schalertag. Aber wer war dieser Mann wirklich? In dieser Insight-Auscheiserie analysieren wir den Fall Freud. In einer komplexen Welt wollen wir wissen, kann Freud und helfen, zumindest und selbst zu verstehen. Hatte Erfinder der Selbstanalyse den Schlüssel zu unserem Inneren gefunden oder ums Ende mehr Verkork da es geholfen? Um das herauszufinden, suchen wir Freuds Sporen im Alltag. Kann Freud und helfen, weil Konflikten auf der Arbeit, in Beziehungsleben, der Familie? Ich bin Lucia Heißterkampf vom Spiegel und ich bin Antonio Raus von Stander. Wir wollen in dieser Serie nicht nur Freud verstehen, sondern unsere eigene Besuche. Das ist die erste Sitzung Kindheit. Lucia, wie ist die Geschichte mit deinem Führerschein dann eigentlich ausgegangen? Gott sei Dank habe ich dann beim dritten Versuch kein großen Fehler mehr gemacht, obwohl ich wirklich wahnsinnig nervös war. Aber ich habe dann bestanden. Nach der Prüfung war ich erst mal extrem erleichtert. Und du fährst jetzt regelmäßig Auto. Leider nicht so wirklich. Aber ich muss sagen, ich habe bis heute noch ziemlich Angst vom Auto fahren. Manchmal, wenn ich dann doch auf der Autobahn bin, kann ich so richtig von meinem inneren Auge sehen, wie ein Unfallbauer total absurd. Und überhaupt traue ich mich eigentlich fast nur zu fahren, wenn niemand neben mir sitzt. Heute machen wir mal Werbung in eigener Sache. Und diese Sache ist, unabhängiger Journalismus, der sagt, was ist? Darum geht es nicht nur in unserem Podcast, sondern grundsätzlich beim Spiegel. Mit einem Spiegelplus-Abo könnt ihr nicht nur unsere Arbeit unterstützen, sondern jeden Tag hören, lesen und erfahren, was die Welt bewegt. Mehr Infos findet ihr auf spiegel.de/abonieren. Okay, das klingt richtig belastend, finde ich. Aber was würde da jetzt wohl Freud sagen? Ich glaube, wenn ich jetzt Sigmund freut wäre, würde ich wahrscheinlich sagen, das kann ich so pauschal nicht beantworten. Das hier ist natürlich nicht Sigmund Freud, sondern Jakob Müller. Er ist Psychoanalytiker und hat auch einen Podcast, Rätsel des Unbewussten heißt er, sozusagen Insai-Psyche. Er macht ihn zusammen mit der Psychoanalytikerin Cecil Letz. Aber man kann ja mal so freier soziieren. Die beiden wollen uns dabei helfen, mit Freuzkonzepten unsere Probleme besser zu verstehen. Wir haben uns mit ihnen zu einem Videokolfer abredet. Ich erzähle von meiner Angst vor dem Autofahren und will wissen, was ihn dazu einfällt. Man kann jetzt zum Beispiel überlegen, dass das vielleicht, das steckt ja auch im Begriff des Autos schon selbst drin, dass es vielleicht was mit Themen der Autonomie zu tun hat. Klar, Autofahren steht für mich schon irgendwie auch für Freiheit, die Möglichkeit schnell wegzufahren. Dann könnt man zum Beispiel überlegen, dass würde man eine Therapie eben in diesem Gespräch machen, ob es da vielleicht Ängste gibt, zum Beispiel in Bezug darauf, Schuldgefühle zu haben, wenn man jemanden verlässt, vielleicht das Elternhaus zum Beispiel. Tatsächlich wollte ich meinen Führerschein eigentlich schon mit 18 machen, aber ich habe dann mein Geld doch lieber für eine Weltreise ausgegeben. Und während ich auf dieser Reise war, haben sich meine Eltern getrennt. Meine Mutter ist ausgezogen, noch bevor ich zurück in Deutschland war. Also könnte man jetzt vielleicht wirklich in die Richtung überlegen, dass das vielleicht unerwartet war, dass wenn jemand sich eben plötzlich löst, dass er dann vielleicht weg ist. Vielleicht war das so ein antizipiertes Gefühl, davon, dass da irgendwie was bei den Eltern sich auflöst. In einer echten Psychoanalysesitzung würde man jetzt anfangen, tiefer zu haben. Und zusammen mit dem Patienten, also mit Lucja in dem Fall, versuchen zu erschließen, was das Autofahren oder die Prüfung für sie bedeutet. Dass Antonia sich damit auskennen, das hat übrigens den Hintergrund, dass Antonia durch selbst gerade eine Ausbildung zur Psychotherapeutin macht. Vielleicht musst du das kurz erklären. Genau, also ich mache seit zwei Jahren Berufsbegleitens das Probedeutikum. Das ist in Österreich, quasi die Grundausbildung, mit der man dann weiter die Fachausbildung zur Psychotherapeutin machen darf. Also sozusagen das Therapieabie, um das jetzt auf Deutschland umzulegen. Und die Ausbildung läuft aber in Deutschland muss ich dazu sagen, nochmal anders ab. Dadurch habe ich aber jedenfalls mit Therapiemethoden schon ein Bissel was zu tun gehabt und kennen mich auch mit psychischen Krankheiten etwas aus. Aber mit der Psychoanalyse, also Siegmund-Freuzleere, habe ich mich über den Lehrplan dieser Grundausbildung raus, jetzt noch nicht bis an das viel beschäftigt. Irgendwie war sie mir auch immer ein Bisselussuspect. Ich muss ja sagen, ich finde die Psychoanalyse irgendwie faszinierend. Aber um ganz ehrlich zu sein, eigentlich kenne ich die auch nur aus Film und Serien, wo man den Patienten dann so auf der Kaut schliegen sieht. Aber was da jetzt genau hintersteckt, keine Ahnung. Jakob Müller sagt, die Psychoanalyse geht davon aus, dass alles was uns belastet einen tieferen Ursprung hat. Die Angst vom Fliegen von Autofahren, aber auch dieses seltsame Kopfweh, das immer kurz vor Besuch der Eltern zu kommen scheint. Ängste und Symptome sind nie einfach nur da. Sie sind verbunden mit Erlebnis nach der Vergangenheit und zwar oft in der Kindheit mit Eltern und Geschwistern. Typischerweise sind es unsere frühen Bindungsfiguren, weil sie aus der Perspektive der Psychoanalyse so eine tiefe Prägung in uns hinterlassen. Das ist ein bisschen wie so das Primäre Must, das ist das Kript, was man so in sich hat und was sich dann in allmöglichen Bindungen wiederholt. Und da sind wir auch schon bei Freut. Der ist sozusagen der Urvater der Tese, das frühe Kindheitserlebnisse später zu Konflikten und Störungen führen können. Um das zu verstehen, muss man Freut grundlegenden Blick auf den Menschen kennen, sagt Jakob Müller. Hier ist die Vorstellung, dass der Mensch quasi eigentlich wie ein Tier auf die Welt kommt als Trebwesen. Wir sind ein Wesen von Instinkten, von Trieben, von Lust und haben erst mal die Aufgabe als Kind oder das fordert dann quasi unsere Umgebung von uns, unsere eigenen Triebe zu beschränken. Also das ist das besondere am Menschen, ein Tier, wenn es auf die Welt kommt, das hat so ein Instinkprogramm und das hilft dem eigentlich mit allen Situationen, in die so geraten kann, zurechtzukommen. Als Menschen dagegen haben wir nach Freut die Kultur entwickelt und die fordert von uns unsere Triebe zu kontrollieren oder umzulenken. Das heißt, der muss zum Beispiel bestimmte Wünsche verdrängen, bestimmte Dinge nicht tun, obwohl er sie eigentlich tun will. Und das ist eigentlich die zentrale Erfahrung der Kindheit. Ein allmähliches und wenn die Eltern das für sorglich machen, dann auch ein sensibles, herantasten an Beschränkungen verzichte ein Umländen der eigenen Triebe. Wenn ein Baby Hunger hat, dann weint es. Aber je älters wird, dass du mehr Lern des zu warten, bis es Essen fertig ist. Wie wir diesen Lernprozess durch unsere Eltern erfahren, hat nach Freude Auswirkungen auf unser ganzes späteres Leben. Was uns Angst macht, wie wir Beziehungen führen, wie wir Aufgaben im Job erledigen. Viele von freuzbekannten Theorien haben deshalb mit der Kindheit zu tun. Werkt man hier davon bestimmt schon mal gehört, "Udippus complex, penis-neid oder analer Phase". Seine Konzepte entwickelt Freude als Erwachsener, auch durch Selbstanalyse wie er das nennt. In dem er seine eigenen verdrängten Kindheitserinnerungen untersucht. Also schauen wir mal, welche Spur naus Freuzkindheit uns zu seinen Tesen führen. "Tief in mir lebt noch immer fort, das grückliche Freibergerkind. Der erstgeborene Sohn einer Jugendlichen Mutter, der aus dieser Luft, aus diesem Boden, die ersten unauslöschen Eindrücker empfangen hat." Hier hört ihr Siegmund Freut. Also nicht den echten Freut. Wir haben seine Stimme von einer künstlichen Intelligenz nachsprechen lassen. Die Grundlage für diesen KI-Bord ist eine der wenigen Originaltonaufnahmen, die noch von Freut existiert. Dies auf Englisch und klingt so. "Alle die Schraube schlagen, die großen, die sich auf die Worte an Krunche." Das heißt, der KI-Bord klingt jetzt nicht unbedingt so, wie der echte Freut geklungert. Das hier ist also nur der Versuch, einen Freuzchen Eindrück zu vermitteln. Der Bord wird im Podcast immer mal wieder auftauchen. Die Zitate sind natürlich alle Original von Freut. Siegmund Freuz, beziehungsweise Siegis und Schlomo, wird am 6. Mai 1856 geboren, also vor ziemlich genau 170 Jahren, in Freiberg. "Freiberg war ein kleines Städtchen in der österreichischen Monarchite damals rund 5.000 Einwohnern, also eine keine Stadt." Das ist Georg Markus. Er hat schon vor über 30 Jahren eine umfangreiche Biografie über Siegmund Freut geschrieben. Der Mensch und Arzt, seine Fälle und sein Leben, so heißt es Buch. Außerdem schreibt er regelmäßig eine Geschichte-Kolumne für die österreichische Zeitung Kurier. Für seine freudere Schärsche hat Georg Markus Archive durchforstet, hat mit Ärzten, Terapolten und sogar verbliebenen Weggefährten gesprochen. Er kann uns also gut bei der Spuren suche in Freuz leben unterstützen. Also sein Vater, Jakob Freit, stammte aus einem kleinen Galizischen Dorf. Die Mutter, Amalia, ist rund 20 Jahre jünger als jemand. "Wir das sehr schöne Frau beschrieben, die ihrem Erstgeborenen so und das war im Siegmund viel Liebe und Geborengheit, Schenkte, obwohl sie andererseits auch autorizäre Züge gehabt haben. Die Liebe zu seiner attraktiven, jungen Mutter wird in Freuz leben, noch eine wichtige Rolle spielen." Bei der Eltern sind jüdisch. Freuz Vater ist Tuchhändler. Vermutlich aus finanziellen Gründen zieht die Familie erst kurzzeitig nach Leipzig und dann weiter nach Wien. Dort bleibt Siegmund Freut fast sein ganzes Leben lang. Aber. Er hat sich hier überhaupt nicht wohl gefühlt. Er sind in einer kleinen Stadt aufgewachsen und die Wiesen und Wälder, der Heimat, haben ihm hier in dieser Stadt gefällt. Siegmund Freut wächst in Wien mit sechs jüngeren Geschwistern auf. Er ist der älteste und das Lieblingskind seiner Mutter. Dadurch bekommt er eine ziemliches Unterbehandlung. Als einziges Kind hat er ein eigenes Zimmer. Einmal beschwerter sich darüber, dass seine jüngere Schwester Anna Klavier spielt, weil ihn das geklimpern nervt. Daraufhin wird der Flügel verkauft. Nur weil er älterer Bruder so will. Er muss also ziemlich autoritär gewesen sein. Und das soll er ja, das sagt man auch seiner Mutter nach von ihr geärbt haben. Seine Mutter beschreibt Siegmund Freut später als eine Quelle überbordender intensiver Liebe. Als er drei Jahre alt ist, sieht er seine Mutter zum ersten Mal nackt. Darüber schreibt er viel Jahre später in einem Brief an einen Freund. Meine Nupito ab Matren ist erlacht und schwar aus anders der Reise mit ihr von neipzig nach Wien auf welcher ein gemeinsames Übernachten und die Gelegenheit, sie mut am zu sehen, vorgefallen sein muss. Siegmund Freut beschreibt wie seine Liebito, also seinen sexueller Trieb, zum Mutter erbracht. Es ist eine der Beobachtungen aus denen Freut später eine seiner berühmtesten Theorien entwickelt. Den Ödipus-Complex. Wichtig dafür ist auch Freutverhältnis zum Vater, das er als sehr ambivalent beschreibt, sagt Georg Markus. Wenn man ernst nimmt, was sein Vater einmal gesagt hat, dann hat er das Genie, seine Sonne ist überhaupt nicht erkannt. Er hat nämlich in einem Wudanfall einmal in angebrült und dazu seinem Sohn gesagt, zu Siegmund Freut eben. Was dir wird nie etwas werden. Siegmund Freut stellt später fest, dass er seinen Vater teilweise als Autoritätsperson wahrnebt. Und als Rivalen. Einen Rivalen im Wettkampf um die Liebe zur Mutter. Ich habe die Verliebtheit in die Mutter und die Alpersuch gegen den Vater auch bei mir gefunden und halte sie jetzt für ein allgemeines Ereignis früher Kindheit. Die Verliebtheit in die Mutter, die Alpersuch gegen den Vater, was genau meint Siegmund Freut damit. Die beiden Psyhuanalytikas, Sissy Lötz und Jacob Müller, haben uns ja schon erklärt, dass Freut den Menschen als Wesen sieht, dass durch Triebe geleitet wird. Und ein ganz wichtiger Trieb ist für Freut die Sexualität. Das hört sich dann immer so Sexualität fixiert an und das hat bestimmt auch mit Wien um 1900 und all möglichen zu tun. Aber es hat auch den theoretischen Gedanke, dass die Sexualität eigentlich der einzige Trieb, ist den wir verdrängen können. Wenn wir hungrig oder dohrstig sind, dann müssen wir diese Triebe befriedigen. Und sterben wir. Der einzige Impuls, der uns so angeboren ist, den wir verdrängen, irgendwo anders entschieden, mit dessen Energien wir was anders bauen können, ist die Sexualität. Da sterben wir nicht, das sind wir höchstens frustriert. Und genau das ist nach Freut die Entstehungsgeschichte der Kultur. Also, dass der Mensch lernt, seinen Sexualtrieb zu beherrschen und ihn auf andere Dinge zu lenken. Kann sich müssen vorstellen, wie so ein Fluss, dem man umlängt und durch so ein Kraftwerk lenkt und so den benutzt der Mensch, um irgendwie andere Dinge damit zu schaffen. Freut's Gedanke ist also, der Mensch kommt als sexuelles Wesen auf die Welt und muss lernen, seine Triebe zu beschränken. Was in der Kindheit zu Konflikten führt. Wobei Freut nicht sagt, dass Kinder dieselbe Sexualität haben wir erwachsene. Was er meint ist, seine bestimmte Art von Körperlichkeit. In der Kinder Lust empfinden. Das heißt, der Körper spielt eine große Rolle und er sagt eben, dass Kinder sich auch vor allem als sehr körperliche Wesen erst mal definieren. Und diese Triebe dann an bestimmten Stellen des Körpers sozusagen sich fixieren. Dabei unterscheidet Freut zwischen verschiedenen Phasen in der Kindheit. Die orale Phase, in der Babys an der Brust saugen oder sich alles möglich in den Mund stecken. Die anale Phase, in der sie von Ausscheidungen fasziniert sind und es öffnen und schließen entdecken. Und in der fallischen Phase, da kommen wir auch dann in die Richtung von dem Ödipus-Complex. Da geht es eben darum, die genitalien zu entdecken. Da sind wir also beim Ödipus-Complex. Der ist heute so bekannt, dass man auf Social Media Hunderte Videos dazu findet. Zum Beispiel das hier, auf TikTok. Wirst du mich heirat, mich fragt das Kind seine Mutter. Aber diesja schon meine Frau sagt der Vater im Hintergrund. Und das Kleinkind bricht den Trainern aus. Ursprünglich ist Ödipus ein Mythos aus der klichischen Antike. Darin tötet der Sohn Ödipus, ohne es zu wissen, seinen Vater und heiratet seine Mutter. Von der er ebenfalls nicht weiß, dass sie liegleibliche Mutter ist. Siegmund Freut sieht in dieser Erzählung eine Analogie zu einem Konflikt, den er rückblickend bei sich selbst und auch bei vielen seiner Patienten beobachtet. Er sagt im Grunde, dass das Kind nicht nur Liebe und Bindung gegenüber den Eltern empfindet. Das ist ein Teil, sondern es gibt auch so was wie Reweritäten oder Ängste gegenüber den Eltern. Sie sieht letzter Kletters so. In den ersten Jahren ist das Kleinkind quasi noch symbiotisch mit seinen Eltern. Aber je älter es wird, desto mehr spürt es die Getrennteit zum Vater und zum Mutter. Ödipus complex heißt es Kind merkt sehr vom Jungen her gedacht übrigens, die Mama ist nicht immer nur für mich da, sondern die Mama hat ja irgendwie auch andere Beziehungen. Zum Beispiel eben die romantische Beziehung zum Vater. Und das macht das Kind erst mal eifersüchtig. Also das möchte die Mama für sich haben und möchte den Vater loswerden. Also der soll verschwinden und so ich will an der Seite der Mama sein. Und das wird nach Freud erstmal ganz Körper nahe Lust empfunden. Also das ist was mit Sexualität gemeint. Ich glaube nicht, dass es da um Geschlechtsverkehr geht, dass das Kind irgendwie Sex mit seinen Eltern haben will, sondern es geht darum, dass die Lustbindung an die Eltern fahren ist und das Kind muss über einen schmerzhaften Prozess seine Lust ablusten. von der Mutter jetzt der Junge oder von der primären Bezugsperson. Also merken, da gibt es eine Grenze, die Mama ist nicht nur für mich da, die ist auch mit anderen zusammen. Sissy und Jakob sagen, heute würde man in der Psychoanalyse nicht unbedingt mehr klassisch von Mutter und Vater sprechen, sondern eher von primären Bezugspersonen. Das können natürlich auch zwei Fäter oder eine Tante sein, bei denen das Kind aufwächst. Was aber von Freut geblieben ist, dass diese früchendliche Phase der Abgrenzung und Bezugsperson extrem prägend ist. Das zieht die Lust weg von der Mutter und macht sie frei für den Kindergarten für andere Beziehungen, für die Welt draußen. Und gibt dem Kind die Möglichkeit, sich zu lösen von seinen ganz engen, frühen Primärenbindungen. Wenn es nicht passiert, bleibt es Kind innerlich verklebt und verstrickt mit seinen Eltern. Es nebt eigentlich eine Grunde weiter in so einer Welt, in der irgendwie der Anspruch da ist, die Eltern um mich herum oder was auch immer dann die Elternfiguren sind, die müssen eigentlich mir geben und so. Also kann dann zum Beispiel in so einer Hotelmammadiname irgendwann mal reinführen oder ähnliches, das kann ganz unterschiedliche Folgen haben. Hotelmammadiname, da sind wir auf jeden Fall auch schon Menschen begegnet, die damit ein Thema haben. Freut hat den Ödipus-Complex vor allem aus seiner eigenen Sicht heraus beschrieben, also aus der Sicht des Sones. Der kleine Junge, der Verliebteilsgefühle gegenüber seiner Mutter entwickelt und einfach sucht's Gefühle gegen den Vater. Die weibliche Perspektive, die fehlt hier bei Freut. Wie so oft. Darüber sprechen wir aber noch ausführlich in der nächsten Folge. Die Prägungen durch sexuelle Konflikte in der Kindheit nehmen bei Freut jedenfalls einen sehr großen Stellenwert ein. Und wenn wir noch mal auf die Angst zurückkommen, über die wir am Anfang schon gesprochen haben, auch die entsteht nach Freut wesentlich durch Erfahrung im Kindheitsalter. All diese Theorien entwickelt Sigmund Freut viele Jahre später, auch im Rückblick auf seine eigene Kindheit. Erst mal wächst der relativ normal, mit seinen Eltern und Geschwistern auf. Vom Antisemitismus ist in der Kindheit von Freuten nicht zu viel zu spüren. Da kommt damals in Europa immer wieder in Wellen. Religion spielt in der Familie keine große Rolle. Sigmund Freut hat sein Judendum bewusst gelebt, aber er war wie die ganze Familie nicht religiös, eigentlichen Sinn. Er selbst bezeichnete sich als unglaubigen Juden. Erst viele Jahre später, sagt der Biograf Georg Markus, wird das Judendum in Freuzleben noch eine wichtige Rolle spielen, obwohl er das selbst niemals gewollt hat. Schon früh hat Sigmund Freut ein starkes Interesse an Philosophie, Literatur und Naturwissenschaften. In der Schule ist er Klassenbester. Nach dem Natur, also dem Abitur, beginnt er dann Medizin zu studieren. Einfach, dass sich damals in Wien auf dem Höhepunkt der Zeit befindet. Es gab ganz große Ärzte, die moderne Diagnostik wurde entwickelt und Wien war damals ein großer Zentren des medizinischen Fortschritts. Aus heutiger Sicht waren die Möglichkeiten der Medizin trotzdem noch extrem beschränkt. Es gibt keine Antibiotika Impfung, werden gerade erst erfunden. Und dennoch, als Freut über die Schwelle der Universität tritt, bemerkt er hier herrscht Aufrundstimmung. Da ist er jetzt. - Da ist Freu. Lucia und ich stehen im Akadennhof der Universität Wien. Ein Garten im Stil der Renaissance, ein Geramd von Akaden mit Seulen und Bögen. Hier sitzen Studierende, Lesen oder Schonhofshendi. An den Seiten stehen Büsten von Einflussreichen Wissenschaftlern, die an der Uni Wien gearbeitet haben. Darunter auch ein Kopf aus Dunkelmstein. Zurück gekämpte Haare, strenger Blick, nur die typische Freutbrille, die fehlt. Er war ja später Prof. an der Universität, das ausse ordentlicher, später richtiger Prof. aber er dreckige Orte, bis er die Profisur gekommen hat. Das ist Claudia Muric. Sie arbeitet für das Unternehmen Elpine-Foxes und bietet Stadtführung durch Wien an. Auf den Spuren von Siegmund Freut. Sie will uns zeigen, wie die Stadt Freut und seine Suche nach dem innenlebendes Menschen geformt hat. Denn obwohl er Wien nie ins Herz schließt, entstehen hier alle seine großen Theorien. Als Freut geboren worden ist, hat Wien noch ganz anders ausgeschaut. Es war eine umauere Stadt, die Stadt Maus noch komplett erhalten gewesen. Ist der Reiches damals Teil der Habsburger Monarchie, die von Kaiser Franz Jose fragiert wird. Ihr wisst schon, der mit der CC. Süß. Franz, was ist das? Dein Name. Zwei Jahre nach dem Siegmund Freut mit seiner Familie nach Wien zieht, beschließt Kaiser Franz Josef, die Stadtmauer einreisen zu lassen. Das passt gut als zum Wohl für die Zeit, sagt Claudia Muric. Mauer wurden eingerissen, und die Mauer in den Köpfen, viele Leute wurden auch eingerissen. Das war die aufregendste Zeit in der gesamten Geschichte Wienes. Meiner Meinung nach. Als Wien eine Weltmetropole wurde, als Wien der Mittelpunkt war und der Anziehungspunkt, war für Künstler aus verschiedenen Gegenden Europas, als die Medizin revolutioniert worden ist, die Kunst revolutioniert worden ist, als Leute wie Gustav Klimt, Gustav Mauer, Siegmund Freude, sind allen Bereichen ihre neuen Ideen hier verwirklicht haben. Nicht nur Wien befindet sich damals im Aufbruch, sondern ganz Europa. In den Großstädten macht sich die Industrialisierung bemerkbar. Elektrizität, die Eisenbahn, erste Autos, die bei den Straßenrollen. Die Massenpresse, Kino, Telefone, all diese neuen Erfindungen verändern den Alltag der Menschen. Es ist die Zeit, in der sich national starten gründen. Die Frauenbewegungen wird stärker, Naturwissenschaft und Technik entwickeln sich in rasantem Tempo weiter. Und eben auch die Medizin. Als Siegmund Freude sein Medizinstudium in Wien beginnt, ist der Andrang auf das Fach riesig. Rund 1.300 Studenten sind dann der medizinischen Verkultät eingeschrieben. Gendern brauchen wir hier nicht, denn Frauen dürfen noch nicht studieren. Noch während des Studiums beginnt Freude am neurologischen Institut der Universität Wien zu arbeiten. Er hat dort den ersten Linie-Sitzierarbeiten gemacht. Es hat gewähbe angeschaut, hat es prepariert, und einem Mikroskop untersucht, dass die Arbeit geliebt, dass die Atmosphäre am neurologischen Institut geliebt. Es gibt nur ein Problem. Freude verdient am neurologischen Institut gerade mal so viel, dass er mehr schlechteres Rechter von Leben kann. Für ihn erst mal kein Problem. Aber dann passiert etwas, dass sein Leben radikal auf den Kopf stellt. Er verliebt sich. Aber nicht in seine Mutter. Ich war ganz lebensunmustig. Ehe, ich dich hatte. Das schreibt Freude im Juni 1884 an seine Geliebte. Martha Werneis. Martha kommt aus einer gutbürgerlichen jüdischen Familie bei Hamburg. Als sie sich kennenlernen, ist Freude gerade 25 Jahre alt. Werneis 20. Freude ist Schock verliebt. Sie haben dann auch schnell Gatede, würde man heute sagen. Das hat damals so ausgeschaut, dass man gemeinsam Spaziergänge gemacht hat, dass man sich kleine Geschenke gegeben hat. Claudia Mukic sagt, die beiden Verloben sich schnell. Die Martin ist noch nicht zu denken. Dafür sind sieben und freuzwinanzielle Verhältnisse viel zu schlecht. Findet Martha's Mutter. Die Martha musste dann wieder nach Hamburg zurückgehen. Dann hat diese vierjährige Verlobungszeit angefangen. Früher war ungeduldig. Der Mann war verliebt, der war jung, der wollte diese Frau haben. Das war seine Wien. Damals konnte man nicht einfach mal einen Flugzeug steigen. Dann Wochenende in Hamburg verbringen. Zwischen dem Jungen Paar. Mein tolles, heiß geliebtes Mädchen. Ohne Herren, süßes Lieb, Prinzessien, geliebte Martha. So spricht Freude seine Geliebte an in den mindestens 1.500 Briefen, die nach Hamburg schickt. Martha ist eine attraktive und charakterfeste Frau. Interessanterweise hat sie wohl einige Ähnlichkeiten mit Freuz Mutter. Das stellt Freude dann selbst später fest, dass er seine Theorie vom Ödipus-Complex entwickelt. In seinen Träumen vermischen sich auch mal Bilder von seiner Mutter und von Martha. Man kann wohl sagen, dass Freude definitiv seine Mami-Ischius hatte. Er beginnt dann 1882 als Assistenzarzt am Wiener allgemeinen Krankenhaus zu arbeiten. Vor allem, um mehr Geld zu verdienen. Das alte AKH-Gelände ist heute keine Klinik mehr, sondern gehört zum Uni-Campus. Ein ausgedientes Areral mit mehreren Begründen innenhöfen. Hier startet Freuz medizinische Karriere. Er hat er gewusst, er will die Welt verändern. Er ist hier in eigentlich meinen Krankenhaus verschiedene Strukturen durchlaufen. Genauso wie junge Ärzte heutzutage auch. Er hat sich erst orientieren müssen. In welchen Gebiet der Medizin fühle ich mich am Wohlsten. Und wo möchte ich mich spezialisieren? Nach ein paar Zwischen-Stops landet er als Assistenzarzt in der Psychiatrie. Und was er dort sieht, erschüttert ihn. Da hatte Gesehen, wie Patienten behandelt worden sind. Mit Elektroshocks, die damals wirklich stark verabreicht worden sind, mit der Hydroterapie. Das waren Badewander, mit Kaltenwasser gefüllt, wo die Patienten auf den Stunden lange drinen sitzen mussten. Die sind dann natürlich nicht mehr sehr aufgeregt gewesen. Unreue Patienten werden in Zwangsjärken und Gitarbetten gesperrt, damit sie sich beruhigen. Nicht weil die Ärzte sadistische Monster gewesen wären, sondern weil sie es halt nicht besser gewusst haben. Und weil sie jedes Sympathik auf eine Erkrankung des Körpers oder eine Deformation des Gehirns zurückgeführt haben. Dieser Idee mit der Seele hat eigentlich als Freude eingebracht in die Wiener Medizin. In dem man gesagt hat, es gibt etwas in uns allen, dass man nicht sehen und nicht greifen kann, dass uns aber ausmacht und dass da ist und dass stark und acharisch ist. Und dass zwar körperliche Symptome hervorrufen kann, aber nicht im Körper begründet ist. Wir wissen nicht, wann Freude zum ersten Mal den Gedanken hat, dass da irgendwas in unserer Seele ist, dass ich körperlich ausdrücken kann. Aber die Frage, wie psyche und körperliche Leiden zusammenhängen, die taucht schon früh in seinem Leben auf. Und für den zu etwas, bei dem wir heute wohl eher an die Berliner Partys sehen denken. Kokain. Heute findet man es massenhaft in den Abwässern von Großstädten, wo sich Leute im Klubs- und Baß durch die Nase ziehen. Aber damals ist es noch ganz neu. Die ersten Blätter der Kokaflanze werden gerade erst von Südamerika nach Europa geschift. Keiner hat wirklich gewusst, wofür man das verwenden kann und Freude hat sich so eine Probe, Kokain organisiert und es draufgekommen, dass wenn er das in Wasser gibt, Auflös und trinkt, das ist super, ja, da kann sich ganze Nacht durcharbeiten können und etwas noch selbstbewusster und Kopfweh und alles möglich, alles ist verschwunden. Wenige Minuten nach der Einnahme stellt sich eine plötzliche Aufheitung und ein Gefühl von Leichtigkeit für. Freude ist erst mal hell aufbegeistert von diesem neuen Wundermittel. Er schickt auch seine verlobten Marta, kleine Proben von Kokain per Post. Da hat er geschrieben, nehmt das, weil wenn du das nehmst, den Wasser aufgelöst, dann werden deine Augen schön glänzen und deine Haut fängt an zu strahlen. Also er hat sie als Schönheitsmitlamp fallen. Freude empfiehlt die Droge auch einem Kollegen, der seit einem Unfall beim Sitzieren süchtig nach Morphium ist. Und Freude hat ihm wirklich gesagt, er hat weniger mach einen Morphium in Zug unter Kokain, aber letztendlich war der Armemann Morphium und Kokain süchtig. Es ist nicht der einzige Fail bei seinen Kokain-Experimenten. Als er einem Kollegen von seiner Forschung mit der Droge erzählt, da beginnt der ebenfalls, sich damit zu beschäftigen. Am Ende gelingt es dem Kollegen und nicht Freude, aus dem Kokain tatsächlich einen Forschungserfolg zu machen. Freude ist extrem frustriert. Heute würde man wahrscheinlich sagen, erst ein bisschen los. Kurz vor seinem 30. Geburtstag legt Sigmund Freuzer eine Habilitationsarbeit vor und wird privat dozentern der Universität Wien. Von seinen Kollegen in der Erste schafft, wird er vor allem kritisch beurigt. Freude war von Anfang an so ein bisschen Ausseider, weil er relativ bald gesehen hat, als er in der Psychiatrie gearbeitet hat, dass diese Behandlungsmethoden an der Psychiatischen Klinik nicht seine waren. Er hat beobachtet, er hat gesehen, was für Effekte, die auf die Patienten hatten und hat da wohl gesehen, ich möchte das anders machen. Und nicht nur das wird öffentlich vergessen, dass 19. Jahrhundert ist die Zeit, in der sich in den Naturwissenschaften der positivismus durchsetzt. Lange war die Mediziner in der Heilkunde, die auf magisch religiösen Vorstellungen berute. Jetzt entwickelt sie sich zu einer empirischen Wissenschaft. Entdeckungen wie die Röntgenstrahlung oder Impfungen sind auf dem Vormarsch. Als wissenschaftlich gilt nur, was sich durch Experimente überprüfen lässt. Freude forscht zwar auch handfest. Aber was er sucht sind Kräfte im Menschen, die ebenso nicht sichtbar oder messbar sind. Bei den meisten seiner Kollegen stößte damit auf Skepsis. Die Stadt Wien kommt freut immer enger vor. Er sucht einen neuen Blickwinkel und bewirbt sich in dieser Zeit für ein Auslandstipendium in Paris. Die Reise wird sein Leben für immer verändern. In Paris liegt das legendäre Krankenhaus Salpietriere. Dort arbeitet dann berühmter Neurologe, namens Jean-Martin Chacou. Chacou, einer der größten Ärzte, ein genial nüchterner Mensch. So schwärmt Freude in einem Brief an seine verlupte Marta. Der ist hin und weg von Chacou. Später wird er sogar einen seiner Sühne nach ihm benennen. Der französische Ärz behandelt vor allem, sogenannte "hüsterische Patienten". Beziehungsweise eigentlich nur Patientinnen. Hüsterie, das ist damals ein Krankheitsbild. Was genau dahinter steckt, besprechen wir in der nächsten Folge. Jedenfalls wird es hauptsächlich bei Frauen diagnostiziert. Die Symptome reichen von epileptischen Zuckungen, Überlehmung, bisschen Zusehstürung. Chacou will diese mysteriöse Krankheit ein für alle Mal erklären. Um sie besser erforschen zu können, nutzt er eine mächtige Methode. Die Hypnose. Die Frauen benehmen sich im Zustand der Hypnose, wie von Sinnen. Sie schreien, schneiden Kremassen, vertrehen die Gliedmassen. Die Vorführung sind ein echter Rennar. Im Publikum sitzen auch Politiker, Schauspielerin und Dichter. Chacou's hysterieforschung ist heute sehr am Stritten, weil er seine Patientinnen vorführte, ihnen aber nicht wirklich halb. Und der Großteil der vorgeführten Symptome, der dürfte gerade nicht echt gewesen sein, sondern eher durch die Hypnose ausgelöst worden. Aber Freut ist damals fasziniert von der Technik. Als er nach einem halben Jahr nach Wien zurückkehrt, beginnt er sich intensiv, dem Krankheitsbild der Hysterie zu widmen. Und wenn es selbst Hypnose an. Kennen Sie schon unseren WhatsApp-Kanal? Dort posten wir täglich die wichtigsten Nachrichten, nützliche Infos sowie Highlights von Spiegel.de. Abonieren Sie den Kanal kostenlos und bleiben Sie ganz unkompliziert informiert. Bei WhatsApp finden Sie den Kanal der Spiegel direkt im Bereich aktuelles oder unter Spiegel.de/VA. Der Link steht noch einmal in den Show notes dieses Podcasts. Das ist Juan José Rios, ein Mann mit Schwarzemhá, Ertrick-Cherket und einen weißen Polover. Seine Praxis liegt zentral in einem eleganten Altbau mit hohen Räumen und Flügel-Türen. Dr. Rios ist einer der wenigen Psychoanalytiker in Wien, der auch Hypnose anbietet. In seinem opulenten Behandlungszimmer liegt ein riesiger roter Teppich auf dem Boden. Ein zweiter Teppich schmück die Wand. Zwei Lachsfarben, Sessel stehen im Raum und eine Couch. Auf einem der Sessel liegt ein Kissen mit dem Kontalfall von Sigmund Freud. Oh, ist das denn, ich hab den Freudssessel. Juan José Rios ist in Latein Amerika geboren, in Peru. Er kam nach Wien, um hier Psychoanalytiker zu werden. Die klassische Analyseausbildung ist allerdings extrem teuer. Deshalb hat sich Rios erst mal auf eine andere Methode konzentriert und ist dabei auf die Hypnose gestoßen. Wir sind hier in seiner Praxis, weil wir verstehen wollen, was Hypnose eigentlich genau ist. Hypnose ist eine verhehlene Runde bebussein Zustand. Es hat nicht mit der Schlaf zu tun, sondern in eine tieferen Spannung, wo man teilweise bewusst da ist, vom Was geschieht, einfach eine Fehendelung von der Bebusste zustand. Hypnose ist eine uralte Methode, die schon bei den Sumerern vor 4.000 Jahren eingesetzt wurde. Damals hieß es nur noch nicht Hypnose. Der französische Neuropsychiatar Jean-Mata-Jacque, über den wir ja schon gesprochen haben, hat die Technik dann im 19. Jahrhundert in der Medizin weiterentwickelt. Und die Nose in dieser Zeit war ein bisschen anderes, als was heute wir verwenden, weil es war sehr direktiv und es war sehr viel mit der Rühlung, Körperkundacht. Direktiv, das heißt, dass die Patienten direkte Anweisungen bekommen. Also, Schako hat eben eher hypnotisiert, wie es heute Show-Hypnotisseure tun. Im Internet findet man Videos davon, in denen Menschen auf einmal wie Hühner gackern oder ganz plötzlich einschlafen. Dabei geht es nicht wirklich darum, was in den Leuten vorgeht, sondern dass sie sich möglichst spektakulär verhalten. So ist es auch damals. Zum Beispiel hat man damals gesagt, "Ich schlafe ihn, ich schlafe ihn, ich schlafe ihn, ich schlafe ihn, sehr direktiv oder sie geben diese Entdäumung aus. Ich habe ihn keine Schmerzen in diese Art, hat er gearbeitet." So versucht auch, Freude hypnose einzusetzen. Bei einigen Patienten funktioniert es gut. Sie legen diese Entdäumung tatsächlich ab. Aber nach einer Weile kern die Leidenden zurück. Es heißt, für Freude war es sehr interessant, seine Behandlung mit Öknoße zu beginnen, aber es hat was gefällt. Denn noch konzentriert sich die Methode auf das Symptom, das körperliche Leiden selbst, nicht aber auf die Ursache, den Grund für das Leiden. Dr. Rios hat die Hypnose gewissermaßen weiterentwickelt, indem er sie mit der Suche nach der Ursache verbindet und er will uns heute zeigen, wie er das macht. zum Straßenverkehr selber an Auto zu sitzen. Und dass ich seitdem noch immer Panik habe, wenn ich am Steuer sitze. Ich frage mich, ob die Hypno-Syme dabei helfen kann, diese Angst zu verlieren. Also erzähl ich Dr. Rias davon. Und hat dann wirklich beim Autofahren oft so fantasien, so, "Okay, was ist, wenn ich jetzt in den Autoreien fahre?" Dr. Rias ist bereit, uns Anlussias Beispiel zu zeigen, wie die Hypno-Sy funktioniert. Okay. Sind Sie bereit? - Ja. Okay. Kommst Sie wieder auf der Kaust. - Vielleicht ist du auch aus der Körne. Dr. Rias sagt auch, eine Hypno-Syzung ist wahrscheinlich nicht genug, damit sich ein richtiger Effekt einstellt. Außerdem ist die Situation natürlich irgendwie künstlich. Ich sitze ja mit dem Raum und beobachte alles und das Mikro läuft mit. Aber es geht ja vor allem darum, uns einen Eindruck zu vermitteln. Ich beobachte jedenfalls ziemlich gespannt, was passiert, während Klussier sich auf die Russervaarbeine kaut schlägt. Machen Sie sich einfach gemütlich. Mhm. Und sie werden erzählen, was sie in den Kopf kommen, den Besuch auf Autofahren oder Führerschein. Ganz ehrlich, ich bin schon etwas nervös. So von einem fremden Menschen auf einem Sofa zu liegen, fühlt sich erst mal sehr ungewohnt an. Aber ich versuche mich auf die Situation einzulassen. Ich schließe meine Augen und schaue, welche Bilder mir in den Kopf kommen, wenn ich ans Autofahren und an den Führerschein denke. Ja, ich sehe mich auch in der Steuer, in der Lüse zustande, ich so händere mich auf der Autobahn bin. Dr. Rios fragt mich, wie alt ich mich fühle, in diesen Bild vor meinem inneren Auge. Ich habe jetzt erst mal gedacht, so eiflich, ich bin in der Gutexin freiblich, aber vielleicht auch nur ein Ding. Bisgenjünger. Dr. Rios sagt, ich soll dieses Bild von meinem jüngeren Ich beschreiben. Und ja, irgendwie sehe ich mich so mit 16, 17 Jahren. Was halt das Mädchen mit 17 oder 16 alle, dass wir Angst macht? Ich muss an dieser Stelle sagen, ich weiß, in dem Moment natürlich, dass wir ein Podcast aufzeichnen. Aber es ist schon irgendwie gut, wenn ich jetzt Bilder in mir hervorrofe. Auf jeden Fall klappt das auch. Ich sehe mich als Teenager, wie sich meine Eltern streiten. Ich habe am Anfang schon erzählt, meine Eltern haben sich getrennt, als ich nachdem Abi auf Weltreise war. Familie und Konflikte gab es immer wieder auch, bei den jüngeren Geschwistern. Ich hatte als Jugendliche öfter das Gefühl, viel Verantwortung zu tragen als älterer Schwester. Für ein Antworten, aber mit Fincing oder 16, dieses Gefühl zu haben, ist das möglicherweise, dass Mädchen fühlt sich überfordert. Dr. Rios fragt mich, was das junge Mädchen in diesem Moment braucht. Vielleicht jemanden, der ihr sagt, dass sie nicht verantwortlich ist? Unverlüssige Radepassel-Körper hier auf der Kausch-Fühlt. Nee, denn sie ist wahr. Die Servur. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich schon eine Weile auf der Kaut schliege. Und mich an die Situation gewöhnt habe. Aber ich merke tatsächlich, dass ich entspannter werde. Vielleicht liegt es auch in der Rögenstimme von Dr. Rios. Ich sitze gegenüber in einem Sessel und kann das noch richtig beobachten. Anfangs hatte Lucia ihre Hände auf der Brust verschränkt, fast ein bisschen verkrampft. Aber jetzt streckte sie die Arme locker neben sich aus. Dr. Rios sagt, ich soll weiter in dieses Gefühl der Entspannung hineinspüren. Und dann soll ich mit diesem Gefühl noch mal ans Autofahren denken. Und ja, jetzt denke ich nicht mehr an die Panik auf der Autobahn, sondern seh' mich, wie ich locker am Steuer sitze. Ich gratuliere sie für diese wunderbare Gefühle, die sie gerade in die Kühlschrein. Dr. Rios sagt, ich soll dieses Gefühl bewahren. Dann wählen denn wir es? Ich setze mich wieder hin und spür noch mal ein bisschen im Nicht-Rein. Diagnose war anders als ich sie mir vorgestellt hätte. Ich war jetzt nicht im Tross oder in irgendeinem Grassen, anderen Bewusstseinszustand. Es hat sich eher angefühlt wie eine kleine Meditation. Dr. Rios sagt, es geht bei dieser Hypnose-Technik vor allem um die Atmung. Er hat beobachtet, wie Lucia Atmet und Siedern quasi in seine Atembewegungen reingeholt. Es war kurze Atmung, die entspannen und die Angst war da. Und dann habe ich sie auf meinen Kanal geholbt. Die Atmung Hypnose, die Dr. Rios anwendet, ist also mehr eine Atemspannungstechnik. So haben wir das verstanden. Nach der Sitzung wollen Lucia und ich aber natürlich unbedingt den Test machen. Willihin uns ein Auto aus der Standertredektion aus und Lucia setzt sich ins Steuer. Lucia, wie ist das befinden? - Ich kann es noch nicht so richtig sagen. Aber steigt keine Panik in mir hoch? Das ist schon mal gut. Ich starte den Motor und man friere das Auto aus der Tiefgarage. Erlich gesagt bin ich immer noch relativ nervös. Aber ich kenne das Auto ja auch nicht und bin auch noch nie in Wien gefahren. Kann schon gut sein, dass ich normalerweise noch nervöser gewesen wäre. Was ist wirklich in Ordnung? - Krass. Unser Fazit, ich kann mir vorstellen, dass Hypnose als eine Atemspannungstechnik durch ausmussionieren kann, um Angst abzulegen. Und ich fand es interessant, dass auf der Couch so schnell Kindheitserinnerung bei mir aufgetaucht sind. Ob ich wirklich so viel Angst vor dem Steuer hab, weil ich als Jugendliche das Gefühl hatte, viel Verantwortung zu tragen, weiß. Sigmund Freude jedenfalls ist nach seinem Besuch in Paris fasziniert von der Hypnose, die damals ganz anders funktioniert, als ich sie heute erlebt hab. Er will sie in Wien bekannt machen. Aber statt Rom und Anerkennung wird Freude von seinen Kollegen ausgelacht. Denn er kommt nicht nur mit einer neuen Methode, sondern auch mit neuen Ideen. Ist Hysterie vielleicht doch nicht nur ein Frauenproblem? Aber darüber sprechen wir in der nächsten Folge. Und da geht's dann auch um Antonias Hysterie-Probien. Mit einem Spiegel-Plus-Abo hört ihr uns gefolgen jeweils eine Woche früher. Auf Spiegel.de/Podcast Freude klickt ihr einfach auf die nächste Folge und da haltet dann ein Angebot für unser Probe-Abo. Den Link zur Serie stellen wir euch auch in die Show-Nodes. Mit dem Probe-Abo hört ihr uns immer eine Woche früher und könnt außerdem das gesamte Angebot von Spiegel-Plus nutzen. Für alle ohne Spiegel-Plus-Abo gibt es immer Samstags eine neue Folge. Überall wo ihr Podcast zählt. Danke fürs Zuhören und allen, die an diesen Podcast mitwirken. Musik und Produktion, Philipp Fakler und Christoph Neu wird. Redaktionelle Leitung, Sven Preger und Schollfeldhälm. Vielen Dank auch an Stefan Haufmann aus der Dokumentationsabteilung des Spiegel und an Laura Stutt für die redaktionelle Unterstützung. An Ola Reismann für die Erstellung des K.I. Freuz und ein besonderer Dank geht außerdem an Georg Markus, Cecil Lütz und Jakob Müller. Ich bin Lucia Heisterkam. Ich bin Antonia Raudt. Wir sagen Tschüss und Papa. Was bewegt Deutschland? Was verändert die Welt? Die wichtigsten Nachrichten des Tages analysiert von der Spiegel-Redaktion. Morgens und Abends ordnen wir die relevanten Ereignisse für sie ein. Kompakt, tiefgründig und Meinungsstark. Die Lage, das tägliche Newsbriefing vom Spiegel, finden Sie auf spiegel.de, Apple, Spotify und überall, wo Sie am liebsten Podcast hören. Abonnieren Sie die Lage, um keine Folge zu verpassen.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Erzählerin schildert ihre panische Angst vor der Fahrprüfung, die sie erst im dritten Anlauf bestand, und die bis heute anhaltende Furcht vor dem Autofahren.
  2. Die Serie untersucht, wie die Psychoanalyse Sigmund Freuds hilft, alltägliche Ängste und Konflikte zu verstehen – etwa durch das Konzept des Unbewussten und der Kindheitsprägung.
  3. Freuds Theorie besagt, dass der Mensch als triebgesteuertes Wesen geboren wird und in der Kindheit lernen muss, seine Triebe (besonders die Sexualität) zu kontrollieren – was spätere Konflikte und Symptome erklärt.
  4. Der Ödipuskomplex beschreibt die kindliche Rivalität mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil um die Zuneigung des anderen Elternteils – ein zentrales Freud’sches Konzept.
  5. Die Psychoanalyse geht davon aus, dass Ängste und Symptome nie zufällig sind, sondern auf verdrängte Kindheitserlebnisse und frühe Bindungsmuster zurückgehen.

Summary:

Die Erzählerin berichtet von ihrer traumatischen Erfahrung mit der Fahrprüfung, die sie erst im dritten Versuch bestand. Bis heute leidet sie unter Angst beim Autofahren, besonders auf der Autobahn. Diese persönliche Geschichte dient als Einstieg in eine tiefere Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds.

Die Serie möchte ergründen, ob Freuds Konzepte helfen können, unsere alltäglichen Ängste und Konflikte besser zu verstehen. Zwei Psychoanalytiker, Jakob Müller und Sissy Lötz, erklären Freuds grundlegende Annahme: Der Mensch komme als triebgesteuertes Wesen auf die Welt und müsse in der Kindheit lernen, seine Triebe zu kontrollieren. Besonders der Sexualtrieb – bei Freud nicht auf Erwachsenensexualität beschränkt – sei der einzige Trieb, den wir verdrängen könnten, und daraus entstehe Kultur.

Der Ödipuskomplex, benannt nach dem antiken Mythos, beschreibt die kindliche Eifersucht auf den gleichgeschlechtlichen Elternteil und die enge Bindung an den anderen. Diese frühen Kindheitserfahrungen prägten laut Freud unser gesamtes späteres Leben: unsere Beziehungen, Ängste und Verhaltensmuster. Die Erzählerin selbst reflektiert, ob ihre Fahrangst mit der Trennung ihrer Eltern zusammenhängen könnte.

Die Serie verspricht, Freuds Spuren im Alltag zu verfolgen und zu fragen, ob seine Theorien uns helfen, uns selbst zu verstehen – oder ob sie mehr verwirren als erklären.

FAQs

Die Angst vor der Fahrprüfung ist oft nicht nur auf die Prüfung selbst beschränkt, sondern kann mit tieferen psychischen Themen wie Autonomie, Schuldgefühlen oder familiären Konflikten zusammenhängen, wie es in der Psychoanalyse nach Freud untersucht wird.

Die Psychoanalyse ist eine Theorie, die davon ausgeht, dass belastende Gefühle und Symptome wie Ängste einen tieferen Ursprung in der Kindheit haben, oft verbunden mit frühen Bindungsfiguren wie Eltern oder Geschwistern.

Freud betont, dass frühe Kindheitserlebnisse, besonders mit Eltern, spätere Konflikte und Störungen prägen können, da der Mensch als Triebwesen lernt, seine Impulse zu kontrollieren.

Der Ödipuskomplex beschreibt nach Freud einen Konflikt in der frühen Kindheit, bei dem ein Junge sich in die Mutter verliebt und den Vater als Rivalen sieht, was später durch Ablösung überwunden wird.

Freud sieht kindliche Sexualität nicht als erwachsene Sexualität, sondern als körperliche Lust in verschiedenen Phasen (oral, anal, phallisch), die in der Kindheit durch Triebkontrolle geformt wird.

Ja, Freuds Konzepte wie das Unbewusste und die Bedeutung von Kindheitserfahrungen werden in der modernen Psychoanalyse genutzt, um Alltagskonflikte in Arbeit, Beziehungen und Familie besser zu verstehen.

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