Die Podcast-Staffel beschäftigt sich mit der kulturellen und sozialen Geschichte der deutschen Teilung und des Mauerfalls. Im Zentrum steht ein Gespräch mit Matthias, einem Berliner aus der Zeit der DDR-Teilung, der persönliche Erfahrungen aus der Zeit des Mauerbaus und der Wiedervereinigung teilt. Es werden Themen wie die wirtschaftliche und soziale Auswirkungen der Wende, die Verluste von Identität und das Gefühl der Heimatverluste für viele Ostdeutsche thematisiert. Zudem wird deutlich, dass die westdeutsche Aroganz bei der Wiedervereinigung oft die negativen Aspekte der Geschichte ignoriert. Die Erkenntnisse zeigen, dass die Wende nicht nur eine Freiheitsrevolution war, sondern auch ein komplexes und vielfältiges Ereignis mit tiefen Auswirkungen auf die Lebensbedingungen und Identitäten. Parallel dazu wird der Ausdruck „unter aller Sau“ erklärt – ein deutsches Sprichwort für etwas schlecht oder dreckig, das sich aus lateinischen und jüdischen Wortwurzeln entwickelt hat. Die Podcast-Team betont das Wichtigkeit von Feedback und schlägt eine neue Kommentarfunktion in den Show-Notes vor, um die Interaktion mit den Zuhörern zu stärken. Außerdem wird ein kritischer Blick auf die Darstellung der Maueröffnung geworfen: viele Westdeutsche sehen die Wende ausschließlich positiv, während viele Ostdeutsche den Verlust von Heimat und Stabilität erlebt haben. Die Episode unterstreicht, dass Geschichte nicht schwarz-weiß ist, sondern vielschichtig und vielschichtig ist. Die Aufzeichnung wird durch persönliche Geschichten von Musikern wie Tretmann ergänzt, die auf ihre Heimatkultur und die Wendezeit eingehen. Die Sammlung von Zuhörer-Erlebnissen, wie etwa aus Brasilien, zeigt, dass Sprachlernende auch auf das deutsche Wortschatz- und Satzstil-Ausgleich-Problem reagieren. So wird die Episode nicht nur als historisches Dokument, sondern als Raum für persönliche Reflexion und empathische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit verstanden.
* Musik *
Hallo Manuel. - Hallo Karri.
Wir sind zurück. - Episode 6.
Du hast in der letzten Episode einen Aufruf gestartet,
dass man uns Bilder schicken soll.
Hast du schon in den Ordner geguckt?
Ein paar schon gesehen und das war total aufregend.
Lass uns den Ordner kurz durchgehen.
Von oben bis unten sind einige Fotos noch geworden.
Wir müssen es schnell machen, aber. angefangen bei A haben wir ein Foto von Agnes aus Ungarn,
die uns im Schwimmbad hört.
Ja, das habe ich gesehen. - Ihr Sohn gerade eine Schwimmstunde hat.
Sehr, sehr süß. - Hallo Agnes.
Dann haben wir Andrew aus Schottland,
der auf einem wunderschönen Weg ist und dort hinunter läuft.
Ein Weg in Schottland, und das sieht so toll aus.
Wunderschön. Dann fast mein Favorit haben wir Andrew
in Australien. - David, Andrew war in Schottland?
Ja, ja. David, schuldigung. David in Australien,
der an einer Hochspannungsleitung arbeitet, also an einem Strommast,
und uns dabei zuhört, und schreibt leider nervt,
dass mein Chef mir sagt, beidet Tätigkeiten, kannst du nicht gleichzeitig machen.
Der darf das eigentlich nicht, uns zuhören beim Arbeiten,
aber er antwortet dann alles in Ordnung, Chef.
Wie geil, dass ich seh das Foto grad zum ersten Mal liebe Grüße, David.
Du stehst jetzt irgendwo in Australien in einem trockenen, wüstenartigen Gebiet.
Es gibt aber Bäume.
Und bitte fall nicht von der Leiter, oder von diesem Mast runter,
wenn du uns jetzt hörst. - Genau, hör auf deinen Chef.
Dann haben wir, David, der gerade auf dem Weg ist,
von China in die USA, oder gerade aus China zurückgekommen ist,
und im Flughafen ein Foto gemacht hat,
man sieht ganz viele Flugzeuge im Hintergrund.
Ja, mit David hab ich schon ein paar mal geschrieben,
und er ist ein Journalist aus den USA, lebt jetzt in England,
und ein sehr nachdenkliches Foto hast du uns geschickt.
Und übrigens hat er geschrieben,
dass er viele Mochte, die Episode über Ordnung sehr,
und ist auch sehr, hat auch ein sehr ordentlichen Tagesablauf,
so wie Du, Manuel. - Sehr gut, das ist mir sehr sympathisch.
Du sahn aus Serbien, hört uns beim Laufen zu auf einem,
bin hat man das Track Sportplatz? - Sportplatz, ja.
Hallo, Du sahn.
Gregor ist Wissenschaftler und schickt uns ein Foto aus seinen,
von seinen irgendwie 200 Aquarien,
in denen Zebrafische leben und untersucht werden.
Heather aus Australien schickt ein Foto von sich und ihrem kleinen Kind.
Das war meine Lieblingsnachricht, denn sie hat geschrieben,
dass ich glaub, ihr Mann ist deutscher und sie lernt Deutsch,
weil sie das Kind zwei Sprache erziehen, und sie möchte auch die Sprache,
also die zweite Sprache ihres Kindes, auch verstehen und sprechen,
super schön. - Sehr, sehr schön.
Ivan aus Macedonien schickt uns ein Bild bei Nacht,
ein Selfie, bei Nacht mit großen Kopfhörern.
Hallo, Ivan.
Dann ein Bild von Lisa aus Kirkland Washington,
mit ihrem Papa beim Spazieren gehen. - Auch sehr süß.
Hallo, Lisa.
Nico aus Rumänien, der aber in Zürich lebt,
und angefangen hat unsere Dwegen nicht mehr mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren,
sondern zu Fuß zu gehen, damit er uns zuhören kann.
Oh, war. - Damit er mehr Zeit hat zum Hirn.
Genau. Das ist ja toll.
Dann haben wir ein Foto von Patrick aus ihr Land,
und ich finde Patrick sieht einfach so Bilderbuchirisch aus.
Ja. - So stelle ich mir einen Irren vor.
So stelle ich mir auch einen Irren vor, mit so einer Mütze,
einem Schal, ganz entspannt sieht er aus.
Hallo, Patrick. - Super, super Patrick.
Und auch ja, so ziemlich der irischste Name, den man haben kann.
Ja.
Dann auch ein sehr beeindruckendes Bild von Ricardo aus Brasilien,
der gerade mit dem Fahrrad beschreibt, mal dieses Bild.
Ich kann das gar nicht beschaffen.
Er steht auf einem Berg, und auf der anderen Seite gibt es einen anderen Berg.
Man sieht also ein Tal.
Und dazwischen sieht man so Straßen, die am Berg entlang führen.
Man nennt die also sehr pentinen Straßen.
Und ich frage mich, gerade ehrlich gesagt,
wie er mit dem Fahrrad da hochgekommen ist, das muss ja anstrengend sein.
Und auf dem Berg obendrauf hört er unseren Podcast.
Das sieht anstrengender aus als Tour de France.
Aber er hat Geschwindung, gibt nichts Besseres als Podcast,
hören und Fahrradfahren zugleich.
Genial. - Und dann haben wir zu guter Letzt ein Foto von Somaya aus Ägypten,
es aber in Dubai groß geworden und klebt jetzt in München
und schickt uns ein Foto aus ihrer WG.
Und ich muss sagen, schon in vielen WGs gewohnt Karri,
aber noch nie in einer so steilischen WG mit so vielen coolen Bildern im Hintergrund.
Das sieht schön aus, eine schöne Wand mit gerahmten Bildern.
Es sieht aus wie in einem Museum.
Hallo, Somaya.
Karri, bist du zufrieden mit deinem Aufruf? War das ein Erfolg?
Es war ein riesiger Erfolg.
Ich finde, dass der Wahnsinn das Menschen in der ganzen Welt uns hören.
Und ich schicke ganz liebe Grüße an alle von euch,
wo immer ihr jetzt gerade seid.
Ja.
Und wir haben auch einen Announcement,
eine, ich soll ja nicht so viel Englisch reden, einen Hinweis.
Was das mal.
Und zwar haben wir uns überlegt, dass wir einen zentralen Ort haben wollen,
wo ihr uns Feedback schicken könnt.
Und zwar zu den Episoden und zu den Themen in den Episoden.
Mhm.
Und dieser Ort ist die jetzt neue aktivierte Kommentarfunktionen
in der Episoden, also in den Show Notes.
Und zwar könnt ihr da wahrscheinlich einfach in eurer Podcast app.
Da ist am Anfang schon ein Link.
Und der Link ist eigentlich immer der gleiche.
Und zwar easy German.fm/ und dann die Episodennummer.
Also zum Beispiel für diese Episode ist es easy German.fm/6.
Und dort findet ihr die Show Notes,
die Links, die wir besprochen haben oder die Themen, die wir besprochen haben.
Und das Transcript, also der Anfang vom Transcript,
wenn ihr noch kein Mitglied seid.
Und dann ganz unten ist eine Kommentarfunktion.
Und dort könnt ihr einen Kommentar hinterlassen.
Man muss sich da auch nicht extra anmelden.
Man kann aber man kann auch ohne sich anzumelden, einen Kommentar hinterlassen.
Und natürlich könnt ihr uns auch weiter e-mails schicken.
Und vor allem eure Fragen, eure Audio-Fragen über unsere Website,
über den grünen Button.
Aber ich glaube, die Kommentarfunktion ist insofern schön,
als das dann eben alle das lesen können,
dass man dort auch ein bisschen kommunizieren kann.
So ähnlich wie auf YouTube wir das eigentlich auch machen.
Ich finde das total toll.
Also das ist ja neu für mich einen Podcast machen, Manuel, wie du weißt.
Und ich bin da sehr gewöhnt daran, dass wir einen Video machen
oder zwei Videos pro Woche.
Und dann lesen wir gerade in den ersten ein bis zwei Stunden lesen,
wir alle Kommentare und beantworten auch viele Kommentare.
Und das hat für mich so eine schöne Funktion.
Denn wir bekommen Feedback und ich sehe,
was die Leute da zu sagen.
Und ich bin da total gewöhnt daran, Feedback zu bekommen.
Und ein bisschen, also beim Podcast hat das ein Vor- und einen Nachteil.
Auf der einen Seite fühlt sich das komisch an,
ein Medium zu generieren oder etwas aufzunehmen und das dann zu veröffentlichen.
Und außer, ich sehe zwar, dass das in ein paar tausend Leute hören.
Aber ich bekomme gar kein Feedback, außer persönlich.
Das ist schon viel, ich hab schon viele persönliches Feedback bekommen.
Aber ein bisschen fehlt mir das.
Und es hat aber auch etwas positives, weil es gibt nicht sofort so eine. Ja, es gibt nicht sofort so eine ganz prasse Diskussion,
wenn man mal etwas sagt, was auch persönlicher ist oder vielleicht
etwas mit deiner Meinung zu tun, etwas politisches ist.
Also das hat auch Vorteile, dass wir hier viel privater reden können.
Und auch Sachen sagen können, die ich jetzt auf YouTube. Wenn ich das auf YouTube posten würde, müsste ich da schon sehr krass
die Kommentare moderieren, weil dann viel Feedback.
Also negative Feedback und auch Hasskommentarer kommen.
Genau, ich bin auch mal gespannt, wie das angenehm wird.
Weil ich muss ehrlich sagen, ich hinterlasse oft Kommentare unter YouTube-Videos.
Aber ich hab ehrlich gesagt noch nie ein Podcast kommentiert.
Und ich höre sehr viele Podcasts.
Und ich glaube, das liegt eben auch daran, dass man ein Podcast meistens unterwegs hört
mit dem Handy. Und um jetzt noch mal einen Kommentar zu hinterlassen,
muss man ja extra auf die Website gehen.
Und dann dort runter scrollen und dann dort schreiben.
Also es ist einfach noch mal ein anderer Aufwand.
Deswegen erwartig gar nicht, dass da so sehr viel kommt.
Aber ich glaube, wir würden das einfach gut heißen,
dass wenn ihr ein Feedback für uns habt,
dann statt uns ein Email zu schreiben, schreibt es direkt unter die Episode.
Und dann lesen wir es definitiv auch, aber andere Leute können es eben auch lesen.
Genau, und wenn jetzt David in Australien auf seinem Hochspannungsmast steht,
bitte nicht jetzt den Kommentar schreiben.
Erst dann, wenn du zeigst.
und Riccardo muss auch nicht von seinem Fahrrad absteigen.
Du kannst den Kommentar später schreiben.
Ein wichtiger Hinweis.
Sicherheit geht vor.
Okay, kommen wir zu unserem sehr wichtigen und großen Thema der Woche.
Thema der Woche.
Ja, also diese Woche ist ein besonderes Thema angesagt.
Bei uns, denn diese Folge kommt zwar erst am Dienstag raus,
aber heute, an dem Tag, an dem wir aufnehmen, ist Samstag der 9. November.
Und Karri, was war heute vor 30 Jahren?
Vor 30 Jahren ist die Mauer gefallen an diesem Tag.
Und tatsächlich auf dem Weg hierhin ins Studio habe ich schon eine Trabi-Parade gesehen.
Also das alte, die alten Autos, die damals in Ostdeutschland gefahren wurden,
die sind heute nochmal zur Erinnerung durch die Stadt gefahren.
Aber es finden auch ganz viele andere Sachen heute statt und man gedenkt dem Fall der Mauer.
Ja, und wir dachten uns, wir holen mal einen Gesprächspartner in den Podcast,
der das alles vielleicht ein bisschen mehr noch mit erlebt hat als wir.
Und das ist mein Onkel Matthias, Hallo Matthias.
Hallo Manuel, Hallo Karri.
Hallo Matthias.
Matthias, du lebst heute in Hamburg, aber hast früher viele Jahre in Berlin gelebt.
Auch zu der Zeit der Mauer, das ist richtig.
Genau, ich hab von 1985 bis 1988 also ein Jahr vor Mauerfall in Westbelling gelebt.
Genau, und wir dachten, wir befragen dich mal ein bisschen zu deinen Erfahrungen aus dieser Zeit.
Aber vielleicht können wir mal ein bisschen anfangen mit den geschichtlichen Hintergrund.
Ich glaube, fast alle Menschen auf der Welt würde ich fast sagen oder sehr, sehr viele Menschen wissen,
dass Deutschland mal geteilt war und das ist eine Mauer gab in Berlin.
Aber ich weiß nicht, ob allen so bewusst ist, wie so Deutschland überhaupt geteilt war.
Also der Krieg war 1945 beendet, es gab vier Siga-Mächte, die Sowjetunion Großbritannien,
die Vereinigten Staaten von Amerika und Frankreich und die haben Deutschland in Besatzungszonen
aufgeteilt, wo von den östlichen Teil die Sowjetunion einnahmen und die westlichen Dreizohnen
waren halt von den drei Westmächten eingenommen.
Man hat zusammen Nazi-Deutschland besiegt, aber noch kurzer Zeit kam schon die ersten Schwierigkeiten,
weil natürlich klar war die kommunistische Sowjetunion hat andere Interessen mit Deutschland
als die drei Westmächte.
So dass es zumindest was Berlin betraf große Probleme gab, Westberlin war praktisch noch zusätzlich
oder ganz Berlin war zusätzlich eingeteilt, nicht in Zonen, sondern in Sektoren, weil Berlin als Hauptstadt besonders wichtig war.
Da wollte noch alle Westmächte Zugang haben, das heißt, ganz Berlin war auch noch mal aufgeteilt.
Der Osten gehört dazu Sowjetunion und der Westen zu den drei Westmächten, und das war natürlich schwierig für die Sowjetunion,
weil es wollte ein kommunistisches Regime durchsetzen.
Und wenn wir mitten im Lande eine kapitalistische Insel wie Westberlin ist, dann führt das natürlich zu Problemen.
Das ist vielleicht ganz interessant oder wichtig noch mal zu sagen, weil ich glaube viele Leute, auch viele, also am Anfang,
das habe ich auch in der Grundschule immer gedacht, ich dachte immer Berlin ist auf der Grenze,
weil wenn die Mauer durch Berlin geht, dann muss ja die Grenze, die Gesamtdeutsche Grenze durch Berlin gehen.
Und das ist wichtig noch mal zu sagen, dass Berlin tatsächlich in der Sowjetischen Zone lag.
Genau, es gab schon eine Grenze zwischen der alten Bundesrepublik und der alten DDR,
die einzige Möglichkeit, von einem zum anderen Punkt zu kommen, von West nach Ost oder von Ost nach West, war Berlin.
Das führt aber dazu, dass viele Ostberliner und DDR-Bürger über Berlin in den Westen gegangen sind,
weil es war einfach so, dass die natürlich auch mitbekommen haben.
Der Westen ist frei, im Osten gab es eine Diktatur, und die wirtschaftliche Situation war im Westen auch besser.
So das unglaublich viele Menschen aus der DDR, besonders junge Leute, die für den Aufbau eine Stadt ist ja wichtig sind,
in den Westen geflüchtet sind. Im Jahr vor dem Mauerbau waren es alleine 200.000, bis dann die sozusagen die DDR eine Notbremse gezogen hat.
Und 1961 die Mauer gebaut hat, um praktisch dafür zu sorgen, dass nicht noch weiter Leute in den Westen gehen und der Stadt ausblutet.
200.000 Leute haben Berlin verrassen und jährlich, das ist ziemlich viel, ja.
Ganz genau im Jahr vorher waren 200.000 und insgesamt waren es ungefähr 2 Millionen, die im Laufe der Trennung seit den 50er-Jahren vom Osten in den Westen geflüchtet sind.
Das ist interessant, weil man das gar nicht mehr so im. Also ich wusste nicht, dass das so viele waren. Ich wusste schon, dass da einige Leute geflogen sind und im Berlin war das ja auch einfach.
Man musste ja einfach nur in den anderen Stadtteil gehen oder manchmal nur über die Straße gehen und war dann im anderen Land.
Aber dass das so viele waren, die dann auch über West Berlin konnten, die dann dann über West Berlin einfach weiterreisen.
Also jemand, der jetzt aus dem Osten, aus Ost-Berlin nach West-Berlin geht, der hat ja auch einen ostdeutschen Pass.
Kann der dann einfach von West-Berlin nach Hamburg reisen und dann da wohnen oder beantragt der erst mal Asyl in West-Berlin?
Na ja, Asyl musste man nicht beantragen, man war ja deutscher und jeder Mensch aus der DDR ist in der Bundesrepublik Deutschland sofort mit dem Reisepassbeziehung des Personados weiß auch ausgestattet worden.
Man hat sie immer als Deutsche gesehen und von daher hatten sie die Rechte wie Hamburger oder Münchner auch.
Nur wer zum Beispiel von Ost-Berlin nach West-Berlin geflüchtet ist.
Könnte nicht einfach sich ins Auto oder einen Bus oder einen Zug setzen um dann in die Bundesrepublik zu fahren.
Denn man ist natürlich von DDR-Grenzpolizisten kontrolliert worden und wer dann da seinen alten DDR-Pass-Zeigte oder wo klar war, dieser Mensch hat früher dort und dort im Osten gewohnt.
Der wäre dann wegen Republikflucht angeklagt worden, so dass die einzige Möglichkeit, um sicher in den Westen zu kommen, war sich ins Flugzeug zu setzen.
Ja, also ich habe das auch nochmal gelesen, ich glaube aus Sicht der Bundesrepublik Deutschland waren die Menschen, die in der DDR gelebt haben, nie Ausländer.
Also die Bundesrepublik hat sie eigentlich immer als Deutsche betrachtet, die halt unter sowjetischer Besatzung leben mussten.
Aber wenn die es geschafft haben zu fliehen, dann hat die Bundesrepublik gesagt, okay, ihr seid jetzt eben in Westdeutscher und ihr seid die Deutsche.
Ganz genau für die Bundesrepublik waren DDR-Menschen Deutsche, umgekehrt war so, dass die Bundesrepublik für die DDR immer auslandfahre.
Okay und jetzt wurde also von jetzt auf gleich eine Mauer gebaut in Berlin und wie hat sich denn das Leben in Berlin dann verändert?
Also du hast es ja dann quasi mitbekommen aus Westberliner Sicht, dass die Stadt jetzt plötzlich einfach geteilt war.
Genau, ich war selbst nicht dabei, war noch nicht geboren, aber kann ein bisschen was erzählen, also in der Nacht und Nebelaktion sind ganz viele Mauer aus der gesamten DDR nach Berlin gekart worden.
Also es war nicht nur Berliner Mauer, sondern aus der ganzen DDR ist es Materialherrang geschafft worden.
Das kann man natürlich nicht von heute auf morgen machen, das war schon ein bisschen länger geplant, aber alles sehr geheim.
So, dass auch keine Westdeutschen Geheimdienste davon irgendwas wussten. Jedenfalls war so, dass angefangen wurde, die Mauer zwischen West und Ostberlin zu bauen.
Aber dazu auch noch eine Mauer und eine Befestigung zwischen Westberlin und der DDR.
Das auch noch, das heißt, es waren Mauerarmwerke und die wurden aber während ihrer Arbeiten von DDR-Grenzoldaten, die bewaffnet waren, auch bewacht.
Das hat natürlich dazu geführt, dass die ganze Stadt im Chaos war, es gab ja viele Leute, die in Ostberlin gelebt haben, im Westberlin gearbeitet haben, die haben dann ihre Arbeit verloren.
Es gab Beziehungen, die getrennt wurden. Es gab Familien, wo die Eltern im Westen und die Kinder im Osten lebten, oder umgekehrt.
U-Bahnzüge, die von West nach West durch den Osten ging, sind auch nicht mehr gefahren. Also komplett musste sich jeder umstellen, egal ob im Westen oder im Osten. Aber es war halt das tragische, weil man hat gesehen hat, es wird eine Mauer gebaut und unsere Stadt wird geteilt.
Also Kinder konnte nicht mehr nach drüben gehen, um irgendwie Freunde zu besuchen. Das war einfach für viele Menschen wirklich eine große Katastrophe.
Was mich interessieren würde, Matthias, ist, wie war denn die Stimmung in den 80er Jahren in Westberlin?
War das so? Also ich mein, du hast ja dann den Mauerbau selbst nicht mit erlebt, sondern bis dann irgendwann nach Berlin gezogen, war das dann ganz normal dort zu wohnen?
Oder war einem das jeden Tag präsent, diese Mauer und diese Teilung?
Also ich hab im Wedding gewohnt, da war die Mauer nicht weit entfernt. Ich hab auch Freundin Kreuzberg gehabt, die haben von ihrem Balkon direkt auf die Mauer geschaut.
Im Osten gab es auch Leute, die direkt auf die Mauer geschaut haben. Für uns war es kein schöner Anblick, aber wir wussten zumindest im Westen, sind für so frei.
Wir können jederzeit, wenn wir Lust haben, auch mal einen Tag nach Ausbau.
Berlin verannten, das konnten halt die Ostberliner nicht, aber Westberlin ist so groß
gewesen, dass man eigentlich, wenn man nicht direkt an der Mauer gewohnt hat, von dem
gar nicht so viel mitbekommen hat, also Westberlin hat zu dem Zeitpunkt zwei Flughäfen gehabt,
Riesenwaldgebiete, Riesensehen. Es gab Leute, die haben von einem riesen großen Gefängnis
gesprochen, weil man nicht so einfach aus der Stadt rausfahren kann, aber ich habe das nie
so empfunden, sondern habe er gesehen, was ich da für Möglichkeiten habe, wie groß es ist und welche
Freiheit nicht habe. Wie oft warst du damals in Ostberlin, hast du das mal dir angeguckt?
Ja, das war relativ einfach, man musste sich ein Passierchein holen, ein paar Tage vorher beantragen
und konnte dann ohne Probleme nach Ostberlin, das habe ich ca. einmal pro Monat gemacht, weil
ich das einfach immer sehr spannend fand, es gab ein Mindestumthausch, 25 Westmarkt, damals
nach heutiger Berechnung, wäre das ungefähr so 15 bis 17 Euro, die musste man ausgeben,
aber ich hatte da nie Probleme, weil ich es einfach immer interessant fand, im Buchhandlung
zu gehen, BDR Zeitungen, Zeitschriften zu kaufen, da gab es auch deutschsprachige Zeitschriften
aus den anderen Ostbokstaaten, wie der Sowjet Union, Rumänien oder Polen, das fand ich interessant.
Abends bin ich immer essen gegangen und bin dann halt bis relativ spät und zwölfisch
Nachts, muss man spätestens zurück sein in Ostberlin geblieben, also hab das sehr genutzt,
habe mir auch Museen angeguckt, man muss wissen, die wichtigsten Museen auf der Museumsinsel
waren schon im Osten der Stadt, von daher ist mir dann nie langweilig geworden, ich habe
mir auch Geschäfte angeguckt, um einfach zu vergleichen, wie sind unsere Supermärkte
ausgestaatet, wie über das in Ostberlin und fand das einfach immer so interessant,
auch um mit DDR Leuten in Kontakt zu treten.
Bevor wir jetzt vielleicht noch kurz über den Fall, den eigentlichen Fall der Mauer reden,
gibt es noch irgendwelche besonderen Anekdoten, die dir im Hinterkopf geblieben sind aus
dieser Zeit der Teilung?
Ja, 1986 gab es das Reaktor Unglück in Chernobyl und man hat da gesehen, dass der Westen
ganz anders damit umgeht als der Osten, im Westen hat man sofort in den Medien darüber
berichtet, man hat die Kinder nicht mehr ohne weiteres ab dem Spielplatz gelassen, man hat
die Milch nicht mehr getrunken, man hat keine Pilze mehr im Wald gesammelt, man hat sich
einfach so ein bisschen auf die Katastrophe eingestellt und hat berichtet, in den DDR Medien
ist da eher stillschweigen, vereinbart worden, man hat gar nichts gehört und in Ostberlin
lief das Leben wie bisher, weil einfach die DDR-Medien nichts darüber berichtet haben ist,
wie es eine Havari in einem sowjetischen Reaktor, aber man möchte sich keine Sorgen machen,
man weiß ja, was raus geworden ist, also da habe ich gesehen, was eine freie Presse ausmacht
und was es bedeutet, wenn die Presse nicht frei ist.
Ansonsten noch mal zur Mauer und Beziehungen, das hat auch Beziehungen gegeben zwischen Ost
und Westdeutschen oder Ost- und Westberlinern und nur der im Westenlebende Partner konnte
praktisch den im Osten leben, denn besuchen und der musste halt immer um 24 Uhr abschied
nehmen, um 24 Uhr oder 0 Uhr musste man praktisch den Osteilen nach seinem Tagesbesuch wieder
verlassen, das hat immer eben so genannten Trainpalast stattgefunden, den gibt es immer noch
ist mittlerweile ein Museum an der Friedrichstraße, weil es einfach viele Abschiedsträgen
gegeben hat, weil Beziehungen nicht so einfach ihre Liebe pflegen konnten, weil sie einfach
in verschiedenen Systemen gelebt haben.
Und sag mal, wie war das denn dann als die Mauer gefallen ist?
Also du hast ja zu dem Zeitpunkt dann schon nicht mehr in Berlin gelebt, aber du hast ja
trotzdem sicher die Stimmung so ein bisschen mitgekommen.
Wir haben auch ja schon eine easy German Folge dazu gemacht, der mir auch schon erwähnt.
Genau, Karina kannst du gleich vielleicht noch mal sagen, was da so die Stimmen waren,
aber wie war das denn für dich Matthias dieses Gefühl?
Also ich fahr das natürlich hoch spannend, weil es fing ja nicht mit dem Mauerfall an, sondern
es gab ja schon vorher auch unruhen.
Die DDR hat 1989 praktisch den 40 jährigen Jagastag gefeiert, obwohl draußen demonstranten waren,
sind Politiker aus allen Ausbaustaaten eingeladen, wo man hat gefeiert und wusste eigentlich
was draußen los ist.
Also im Westen ist natürlich viel darüber berichtet worden, es war so, dass auch vorher schon
viele Leute über Ungarn, über Tschechien, in den Westen geflogen sind, die DDR-Regierung
hat aber praktisch Nieder von großen Notiz genommen oder hat es irgendwie nicht in den Medien gebracht,
so dass das schon eine lange Vorgeschichte hat und ich selbst habe ja den Mauerfall dann
nicht in Berlin erlebt, sondern in Hamburg fand das aber auch sehr spannend und habe eigentlich
die ganze Zeit im Vorfeld auch die Nachrichten gesehen.
In der Zeit sind unglaublich viele Menschen aus der DDR in den Westen gegangen, haben sich
alles angeguckt, haben auch ein Begrüßungsgeld von 100 Demark bekommen und haben praktisch
zum ersten Mal den Westen besuchen können.
Das hat sich aber die ganze Zeit so gehalten, eigentlich bis heute, dass eigentlich DDR-Bürger
viel mehr in den Westen gefahren sind als ungekehrt.
Es gibt schon noch viele Leute aus der alten Bundesrepublik, die nie in Ostberlin waren,
die nie sich die DDR geguckt haben und auch nicht zu dem Zeitpunkt, als es dann relativ
problemlos möglich war.
Das ist das, was immer noch so ein bisschen Deutschland auch trennt, dass einfach man im Westen
viel zu wenig über die DDR und das damals geleben dort wusste und immer noch nicht weiß.
Mir ist das jetzt in den letzten Tagen noch mal stärker aufgefallen, dass es natürlich
zwei unterschiedliche Sichtweisen gibt aus Ost und West, das ist schon klar, aber es
gibt auch so eine gewisse Westdeutsche Auroganz auf das Thema zu gucken, würde ich fast
sagen manchmal.
Weil wir uns ist aufgefallen bei den Interviews, die wir gemacht haben, dass viele Westdeutsche
am halt nur immer das positive Erwähnt, als sie gefragt wurden, wie haben sie den Mauerfall
erlebt?
Viele Ostdeutsche haben den Mauerfall auch toll und befreiend erlebt, aber es wird halt
sehr, sehr verkürzt immer dargestellt, dass okay, ihr habt Freiheit gewollt, jetzt habt
ihr Freiheit und jetzt ist alles gut und das ist glaube ich in vielen Bereichen gab es
so viele Hoffnungen, die eben auch enttäuscht wurden und das ist etwas, wo glaube ich in Deutschland
also auch interessanterweise jetzt 30 Jahre später erst ein bisschen anders drüber gesprochen
wird und das ein bisschen anders reflektiert wird, man auch ein bisschen mehr darüber nachdenkt,
was haben die Leute auch teilweise verloren, also man hat ja, ob man es jetzt schön fand
oder nicht, auch ein Stück Heimat verloren mit dem Ende der DDR und das Ganze ging eigentlich
ziemlich schnell, wenn man sich das mal überlegt, dass am 9.
November 1989, so ein bisschen, es gab schon viele Veränderungen natürlich in Russland,
in allen anderen Ländern eigentlich in Polen, aber dann ist plötzlich die Mauer gefallen
ein bisschen zufällig und weniger als ernja später ist Deutschland schon wieder vereinigewesen
und plötzlich war die DDR weg und man vergisst so ein bisschen was dafür viele Leute auch
verloren gegangen ist und nicht jeder war politisch aktiv und nicht jeder hat das als Befreiung
wahrgenommen, sondern viele haben das glaube ich auch als Heimatverlust wahrgenommen und
diesen Teil der Geschichte, der wird nicht, der wird mittlerweile zwar auch viel stark beleuchtet,
aber der wird ein bisschen außeracht gelassen, habe ich das Gefühl, wenn es so, wenn es um
dieses ganze Thema jetzt geht und dieses Jubeläum geht und das hat man auch ein bisschen bei
den bei unseren Interviews gemerkt. Ja da gebe ich dir recht, dass sehe ich ähnlich, dass
es zum ersten Mal jetzt auch bewusster wahrgenommen worden zu 30 Jahrfeier des Mauerfalls das nicht
alles immer nur gut gelaufen ist und das ist auch zum Teil sehr einseitig war, denn für die
Leute aus den alten Bundesländern ist das Leben eigentlich weitergegangen wie bisher, es hat sich
gar nicht viel geändert, für die Menschen in der damaligen DDR gibt es wohl keinen Lebensbereich,
denn nicht vollkommen anders geworden ist im Arbeitsbereich, im Krankenhaus, im Pflegeheim,
auf der Straße, in den Behörden, in den Geschäften, alles hat sich geändert und damit muss man
erst mal klar kommen, es gab auch eine relativ hohe Arbeitslosigkeit, weil viele Betriebe einfach
nicht mehr mithalten konnten mit kapitalistischen Grundsätzen, die waren einfach nicht mehr konkurrenzfähig,
es gab eine relativ hohe Arbeitslosigkeit und viele Leute sind mit 45, 50 Arbeitslos geworden und
haben praktisch keinen Job mehr gefunden, also alles wurde sozusagen vom Westen übernommen und
der Westen hat vom Osten eigentlich, so fällt mir das ein, nur das grüne Ampel Menschen übernommen.
Ich wollte es klar sein, ein bisschen traurig, weil das natürlich, und das kommt glaube ich auch
immer wieder durch, weil man empfindet ja einfach mit seiner Identität,
auch einen gewissen Stolz. Also, ob das jetzt rechtens war oder nicht. Also es wird ja z.B. auch viel
gerade in diesen Tagen über diesen Begriff Unrechtstaat diskutiert und man den auf die DDR anwenden
kann. Aber nichtsdestotrotz ist es ja einfach für viele Leute ein Stück Identität, was einfach weg
ist von heute auf morgen. Und ich glaube, wenn man sich so ein bisschen vorstellen kann,
ich meine, wir sind alle Leute, die, also wir drei jetzt und die meisten Leute, mit denen wir
so zu tun haben, sind Menschen, die gerne auch mal in andere Städte gezogen sind. Manuel ist noch
abenteuerlustiger und hat schon in verschiedenen Ländern gelebt. Aber wenn man sich so ein bisschen
vorstellt, wie das auch manchmal schwerfallen kann, an einen neuen Ort zu gehen und viele Leute wollen
ja gar nicht umziehen. Also wenn ich mir vorstellen würde, meine Eltern, die haben das ganze Leben in der
gleichen Stadt gewohnt und für die würde das jetzt nicht in Betracht kommen. Ich glaube,
die würden sich sehr unwohl fühlen, wenn die jetzt plötzlich in eine andere Stadt ziehen
müssten. Und im Osten sind natürlich jetzt viele Leute nicht umgezogen, aber die Stadt hat sich
verändert. Und zwar so stark verändert, dass einfach das, was es früher ausgemacht hat, heute nicht
mehr da ist. Und ich glaube, das ist ein manchmal nicht so ganz bewusst, wenn man einfach, ja,
wenn man selber so was nie erlebt hat oder wenn man alle Entscheidungen frei getroffen hat in
seinem Leben. Ich bin jetzt nach Berlin gegangen, ich lebe in einer neuen Stadt, das ist toll und
aufregend. Aber stell dir mal vor, du wolltest nie weggehen und die Stadt, in der du aufgewachsen
ist, ist plötzlich nicht mehr da, oder? In einem anderen Land plötzlich. Ja, oder gehört plötzlich
zu einem anderen Land, richtig, ja. Genau. Und das fordert sehr viel anpassungsbereitschaft, alles
ändert sich und es muss ich aber alles gar nicht ändern, denn es gab ja auch vieles, was gut war
und nicht alle Leute haben gelitten in der DDR, hatten es Leute eher schwer, die vielleicht in der Kirche
aktiv waren, die mich in einer freien deutschen Jugend organisiert waren oder die nicht unbedingt auf
SD-Linie geschwommen haben, die oppositionell waren. Aber den meisten Leuten ging es relativ gut,
also die DDR hatte, wenn man den ganzen Ostboksied auch einen relativ lebendstandard mit Ungarn
wahrscheinlich im Ostbok führen und wenn ich Leute spreche, dann höre ich von den schon, auch damals
als ich mit ihnen gesprochen habe. Wie haben auch unseren Spaß? Also man muss einfach das
anerkennen, dass es auch in der DDR möglich war, ein gutes Leben zu führen. Man konnte nicht in den
Westen reisen, das ist natürlich eine starke Einschränkung, man hat dann aber auch Urlaub gemacht
in Polen oder der Sowjetunion oder man ist nach Bulgarien geflogen, war da in schwarzen Meer,
vielleicht weniger als im Westen, aber das Leben war nicht unbedingt immer schwer, so wie es ganz
gerne nach der Wände in Westmedientar gestellt wurde. Okay, hey, das ist ein schönes Schlusswort,
denke ich und das ist gut, dass wir das noch mal so ein bisschen von beiden Seiten beleuchtet haben,
glaube ich. Ohne ein Ostdeutschen dabei. Ohne genau. Also eigentlich von einer Seite. Von einer Perspektive,
aber ich glaube, wir haben trotzdem ja rausgestellt, dass es nicht schwarz und weiß war, es war nicht
so, dass der Westen der Gute war und der Osten die bösen und am Ende hat das gute Gesicht,
sondern es war wie eigentlich alles im Leben gibt es und gab es Nuancen und ich glaube, in Deutschland
sind fast alle Menschen sehr glücklich darüber, dass unser Land wieder vereint wurde und wir
heute ein gemeinsames Deutschland haben, aber was dieser Prozess war und die Geschichte dahinter,
das ist natürlich nicht schwarz und weiß. Matthias, vielen Dank, dass du uns besucht hast in unserem
Podcast. Vielen Dank. Sehr gerne Manuel und Kavi. Und bis bald. Bis bald und tschüss. Ausdruck der
Woche. Ja Manuel, da bin ich gespannt, was das diese Woche ausgewählt hat. Und zwar hatten wir ja
in der letzten Episode schon ein, was war das nochmal? Es war nämlich auch etwas mit Sau und deswegen
dachte ich, wie Sau rauslassen. Die Sau rauslassen. Genau. Das hat das Du in der letzten Episode erklärt
und ich dachte, wir bleiben einfach beim Thema Sau und besprechen den Ausdruck unter aller Sau.
Das ist ein Populär in Deutschland. Super Populär und ehrlich gesagt. Ihr geht immer nur über Schweine.
Genau. Ja. Interessanterweise, ich erzähle gleich, wo, wo das herkommt. Ja. Aber jedenfalls wird,
wir sagen erstmal, was es bedeutet und zwar, wenn etwas unter aller Sau ist, dann ist es schlecht oder
dreckig. Also ich kenne das vor allem, daher, dass wenn zum Beispiel, als ich ein Kind war, wenn meine
Mutter ins Kinderzimmer gekommen ist und ist unglaublich unaufgeräumt war und dreckig und ich eigentlich
hätte aufräumen sollen, dann hat sie vielleicht gesagt, das ist unter aller Sau, wie das hier aussieht.
Ja. Genau. Aber man kann das auch, also es ist nicht nur bildlich gemeint. Also nicht nur, wenn etwas
schlecht oder dreckig aussieht, sondern man kann das auch sagen, zum Beispiel, letzte Woche haben wir
über Service gesprochen. Ich kann zum Beispiel auch sagen, der Service von diesem Unternehmen ist
unter aller Sau. Genau. Also die haben am Telefon einfach aufgelegt, das ist ja unter aller Sau.
Ja. Das heißt einfach richtig schlecht unter aller Sau. Ja. Und die Herkunft, es gibt ein Synonym
eigentlich, es gibt etwas, was man genauso sagen kann und das ist unter aller Kanone. Wenn etwas
unter aller Kanone ist, ist das eigentlich genau das Gleiche. Wir treu zu Tage etwas seltener benutzt,
kam aber glaube ich vor unter aller Sau und die Herkunft, die wahrscheinlich herkunft ist, das ist
ein lateinischen Ausdruck gibt. Moment. Wo ist das jetzt? Ich hatte das da gerade noch. Ah, hier,
sob omni-kanone und das bedeutet unterhalb jeden Maßstabes. Und da haben im 19. Jahrhundert die
Schüler Scherzhaft rausgemacht unter aller Kanone. Weil Kanone heißt Maßstab auf latein, aber auf
Deutsch ist eine Kanone ja eine Waffe. Und dann haben sie gesagt, das ist unter aller Kanone unterhalb
jeden Maßstabes. So. Und das unter aller Sau hat sich dann scheinbar parallel entwickelt und zwar
bedeutet Sau gar nicht ein weibliches Schwein, sondern leitet sich von dem jüdischen Wort
"Sero" ab, was auch Maßstab bedeutet. Also was Kanone auf latein ist, ist "Sero" auf jüdisch und so
wurden aus unter aller Kanone unter aller Sau. Und das haben dann die Leute, die kein jüdisch
konnten nicht verstanden und daraus zum Scherz Sau gemacht? Genau, das, das anscheinend,
man hat dann quasi einfach Sau daraus gemacht. Es gibt auch noch eine zweite Theorie, die besagt,
und es gibt ein, ja das ist jetzt eigentlich gerade ein zweiter Ausdruck, den wir jetzt gleich
erklären und zwar, wenn man Schwein habt, man kann sagen, hey, ich habe da noch mal Schwein gehabt,
also als der. Wie viel Redewendungen mit Schweinen haben wir denn im Deutschen?
Aber das Pass auf das hängt jetzt nämlich zusammen, also Schwein haben, bedeutet Glück haben. Also wenn
zum Beispiel der David auf der Hochleist, hoch auf seiner Strom, wie heißt das Hochleistungs,
ein effisivierster Ostend, Hochleitungs-Spannungsleitung, hochspannungsleitung steht?
Ich gucke jetzt mal eben, weil das versteht ja kein Mensch dieses Wort, hochspannungsleitung heißt
auf Englisch, high-tension-powerline. Ja, halt ein großer Mast, wenn der da jetzt auf seinem großen
Mast steht und unseren Podcast hört und dann runterfällt deswegen und dann aber in einen ganz weichen
Baumfeld und deswegen ihm nichts passiert, dann kann er sagen, da habe ich nochmal Schwein gehabt. So,
und dieses Sprichwort kommt daher, dass man früher bei Wettbewerben, wenn man verloren hat,
aber gerade noch so gut genug war, hat man als Trostpreis einen Schwein bekommen. Und dann hat
man gesagt, ich habe noch, ich habe Schwein gehabt. Na, wie nix ist etwas, ne? Genau. Und es kann sein,
dass das unter aller Sau auch daher kommt, dass es sozusagen so schlecht ist, dass es noch unter der
Sau ist, also noch unter dem Trostpreis. Also das sind die beiden Herkünfte. Das muss man sich jetzt
glaub ich nicht unbedingt merken als Herr Deutschlerner, aber man kann es benutzen, wenn man mal richtig
Meckern will, so wie wir das meistens machen kann, man sagen, das ist unter aller Sau. Manuel, darf ich
mal ganz kurz auf das Thema Schwein noch etwas ausweiten? Oh, unbedingt. Man wird halt also eine
Stelle Zeit für. Ich habe nämlich gerade mal angefangen zu recherchieren, was gibt es noch,
woher kommt das? Also woher wird jetzt hier nicht erklärt, aber hier steht das Schwein, ist etwas
ganz Besonderes. Wie kein anderes Tier hat es Wörter unserer Sprache geprägt. So, wir haben
schon besprochen Schwein gehabt. Es gibt auch die Ausdrücke. Sau gut, Sau stark, Sau kalt. Also
Sau wird als Stärkung benutzt. Also Statt ist sehr gut und sehr kalt, sagt man, Sau kalt. Oder das
ist ja Sau doof. Ist das nicht witzig, das ist mir noch nie aufgefallen. Karid, das ist Sau witzig. Dann
gibt es auch. Dann gibt es auch Sau als Schimpfwort. Also du dumme Sau oder du dumme Schwein. Es gibt
noch viele andere Wörter, die könnt ihr mal recherchieren.
Wir machen ein paar Links in unsere Show-Nodes.
Ja, ja.
Ich finde das schön, dass wir ganz viele Schweine-Themen hier besprochen haben.
Die haben wir jetzt alle durch.
Ich glaube, jetzt die nächsten paar Wochen gibt's keine Schweine-Ausdrücke mehr.
Nie wieder Schweine-Ausdrücke.
Das nervt.
Das nervt, das nervt.
Weine Lieblingskategorie.
Und übrigens auch eine Lieblingskategorie unserer Patrons.
Du hast eine Umfrage gemacht unter unseren Mitgliedern und was ganz happy.
Ich war sehr glücklich, man, und das möchte ich mir ganz kurz vorlesen.
Und zwar haben wir mittlerweile ja einige Mitglieder, die auch sich extra für den Podcast angemeldet haben,
um unser Transkript und unsere Vokabelhilfe zu bekommen.
Und weil sie einfach nett sind.
Und weil sie uns einfach unterstützen.
Also danke an euch alle.
Ihr seid die besten.
Und was mich interessiert hat diese Woche war.
Wir haben ja sehr viele Sigmente in diesem Podcast.
Thema der Woche, Ausdruck der Woche, das nervt, das ist schön, ja eine Schwelle so fiert.
Und wir schaffen nicht immer alles.
Also wir machen einige Sigmente dann manchmal nicht.
Aber ich habe mich einfach mal gefragt, wie viele oder welche Sigmente sind eigentlich ein Populärsten?
Und dann habe ich alle Sigmente bei Patron mal zur Auswahl gestellt in einer Umfrage.
Und jetzt, das ist interessant, 170 Menschen haben teilgenommen an der Umfrage.
Die populärste Antwort war, ich mag alle Kategorien.
Also das ist schon mal toll, dass ihr alles, dass ihr alle alles mögt.
Und dann, Nummer zwei, waren einmal das Thema der Woche, was natürlich Sinn macht.
Das ist das größte Thema.
Und gleichzeitig genau so viele 33 stimmen für das nervt.
Dankeschön für eure Abstimmung.
Es hat uns sehr gefreut zu sehen, dass diese Kategorie so populär ist.
Okay, was nervt euch diese Woche, Karri, schießlos?
Ja, ich habe heute mal nichts aus dem Alltag, weil uns nervt ja schon sehr viel,
dass wir fast eine Beschwerde Sendung geworden sind, Manuel.
Und wir haben auch schon Post bekommen, diese Woche von einer jungen Polen, die uns geschrieben hat,
wenn man euch so zuhört, kein WLAN in der U-Bahn, schlechte Fahrradinfrastruktur und freundliche Bedienungen,
da würde man ja denken, Berlin ist nicht der schönste Ort zum Leben.
Und das?
Ja, Magdalena heißt sie, meinst du, zum Glück ist sie schon nach Berlin gezogen,
weil wenn sie erst den Podcast gehört hätte, sie sich das vermutlich anders überlegt.
Ja, also da müssen wir den nix noch mal mehr Werbung für Berlin machen.
So schlimm ist es nicht, aber wir Deutsche, wir beschweren uns gerne.
Deswegen beschweren wir uns auch gerne in dieser Robrik, das nervt,
weil wir immer gerne etwas im Alltag zum Meckern haben und gerne verbessern würden.
Aber heute habe ich mein Thema, was ein bisschen größer ist und ich zwar habe ich das gerade schon erwähnt, zum Mauerfall.
Und das ist etwas, was mir jetzt gerade erst in den letzten Tagen ein bisschen klar geworden ist,
als ich mich, es laufen ja jetzt ganz viele, es gibt ganz viele Sendungen zum Thema Mauerfall,
es gibt Ausstellungen, es gibt Podcasts zu dem Thema, viele Artikel und da ist mir das jetzt vielleicht auch,
weil ich jetzt ein bisschen älter bin und ein bisschen anders reflektiere, so ein bisschen aufgefallen,
dass es diese Westdeutsche Aroganz gibt, nicht von allen Westdeutschen, aber doch von einigen.
Und das ist in, wie Matthias ja eben auch sagte, in diesem Jahr dieses 30-jährige Jubiläum
wird ein bisschen anders gefeiert als die letzten großen Jubilänen.
Und bei den letzten Jubilänen stand immer so ein bisschen die Freude,
das Mauerfalls und der Wiedervereinigung im Vordergrund.
Und jetzt diese Woche hat man doch in vielen Artikeln auch ein bisschen,
mal versucht die andere Seite zu beleuchten, nämlich was ist eigentlich durch die Wiedervereinigung
und durch den Mauerfall auch verloren gegangen?
Oder was sind die Nachteile, die vielen Leuten passiert sind oder wie da fahren sind?
Und das fand ich ganz interessant, denn tatsächlich, wir haben Menschen auf der Straße gefragt
in dem Video vom letzten Sonntag, vor letzten Sonntag mittlerweile, sieht man das, wie die Leute antworten.
Und da waren tatsächlich Antworten, die noch negativ waren,
die wir nicht in die Episode mit aufgenommen haben.
Und zwar waren da auch Westdeutsche bei einer, ein Mann, der zum Beispiel sagte,
ja, die Ostdeutschen, die sind gar nicht dankbar für den Mauerfall.
Die haben das gar noch gar nicht verstanden, was das heißt.
Und die haben gar nicht diese, ja, die freuen sich nicht genug.
Und das ist das, was ich so ein bisschen meine mit Westdeutsche Aroganz,
weil ich glaube, dass wir Westdeutschen immer nur drauf gucken, was. Also, wir verstehen natürlich auch nicht alles.
Wir gucken auf die schönen Seiten, aber wir gucken nicht immer auf die negativen Seiten.
Und wenn man sich anguckt, wie viele Ostdeutsche über den Mauerfall sprechen,
dann gibt es immer eine schöne Seite, aber es gibt auch eine negative Seite.
Und das finde ich ganz interessant, die auch zu beleuchten.
Ich hab da mal ein, zwei Beispiele aufgeschrieben.
Manel, bist du noch da? - Ich würde zuerst.
Ich will hier keinen Monolow halten.
Ist dir das auch schon aufgefallen, die Westdeutsche Aroganz?
Ja, ich hab da ehrlich gesagt noch nie so intensiv darüber nachgedacht.
Aber es stimmt auf jeden Fall, dass. Ja, Matthias hatte das von ja auch erwähnt, dass auch heute immer noch,
obwohl wir ein gemeinsames Deutschland jetzt sind,
und wir ist schon auch noch in den Kategorienosten und Westen denken.
Und das auch heute noch mehr Leute aus Ostdeutschland, deutlich mehr Leute aus dem ehemaligen Ostdeutschland
in das ehemalige Westdeutschland kommen, als umgekehrt.
Und ja, das ist sehr komplex, ne?
Also, das hat natürlich so seine Gründe, das hat wirtschaftliche Gründe und so weiter.
Aber das ist natürlich auch so ein Zyklus, der sich bestärkt.
Also hier mehr Leute, das machen, desto weniger attraktiv, wird vielleicht auch das ehemalige Ostdeutschland.
Und ja, ich glaube, ich bin dieser Westdeutschen Aroganz insofern auch selbst schuldig,
nicht, dass ich mich so äußern würde oder dass ich irgendwie jetzt negative Gedanken hab,
so ganz offensichtlich.
Aber ich hab zum Beispiel noch nie darüber nachgedacht, nach Ostdeutschland zu ziehen.
Also, ich hab schon im Ruhrgebet gelebt und ja, und natürlich in Berlin war es natürlich
so gesehen, auch im Osten, liegt im ehemaligen Osten, aber jetzt so richtig in ein neues
Bundesland, nennen wir das ja, also in ein Bundesland, was früher in der DDR war zu ziehen,
ja, ist mir auch noch nicht so in den Sinn gekommen, ehrlich gesagt.
Ja, du sagst es gerade, das ist auch ganz interessant sprachlich, das zu sehen, ne?
Die neuen Länder, man nennt das die neuen Bundesländer und das sind natürlich aus Westdeutscher
Sicht die neuen Bundesländer, aber aus aus deutscher Sicht sind das ja die gleichen Länder wie
vorher.
Und ich finde das sehr interessant, dass man oft, also das ist etwas, was ich selber auch
mehr lernen möchte oder wo ich selber auch sagen würde, wir Westdeutschen machen da vielleicht
auch ein Fehler, auch unbewusst und vielleicht sollten wir in Zukunft da ein bisschen besser
drauf achten.
Als Beispiel finde ich das ganz interessant, wenn man sich so ein paar Geschichten anguckt
und das ist auch bei Janusch kann man das zum Beispiel ganz gut sehen, dass halt jeder verbindet
mit diesem Wechsel, mit diesem Systemwechsel, was unterschiedlich ist und man kann sich das
ein bisschen vorstellen wie eine gespaltener Gesellschaft und man sieht das auch glaube ich
in Polen und in vielen anderen ehemaligen Ländern der Sowjetunion noch heute, also man hat
diese Gruppe von Menschen, die schon immer die Veränderung wollten, die schon immer gesagt
haben, der Westen ist besser, der Westen ist toll, ich gehe da jetzt hin, Janusch ist 1984
von Polen abgehauen und ihm war schon immer oder schon lange Zeit klar, dass er Polen
verlassen möchte und dass er sich dort nicht wohlfühlt und dass er sich zugehörig
fühlt zu einer anderen Heimat und er hat damals alles verkauft, alles aufgegeben und hat
nie daran gedacht zurückzugehen und was heißt das, wenn man weggeht, heißt das ja gleichzeitig,
dass man das alte ablehnt, es gibt aber Menschen, die eben nicht so gerne weggehen, das hat
nicht unbedingt was mit der politischen Einstellung zu tun, sondern auch damit, womit man sich wohlfühlt,
weil man vielleicht ja Veränderungen nicht so gut, nicht so gut darauf reagiert oder weil
man einfach, ja das nicht, das nicht haben möchte, weil man sich sicherer fühlt, weil man sich
besser fühlt, wenn man an dem Ort bleibt, wo man ist und dadurch gibt es natürlich
eine gewisse Spaltung der Gesellschaft, es gibt Leute, die sagen, dass andere ist besser,
es gibt Leute, die dadurch ein bisschen auch gezwungen werden, ein bisschen patriotische
zu werden, ich finde das sieht man in den aus deutschen Bundesländern, in Polen und auch
vielen anderen Ländern ganz gut, dass man dort jetzt eine Welle des Patriotismus und
Nationalismus hat, die wiederum uns im Westen total negativ aufstößt, also wir finden das,
was jetzt gerade in in aus Deutschland wählen, die Menschen rechter, konservativer in Polen
und in Ungarn, in Tschechien auch und das finden wir im Westen total schrecklich und dadurch
dass wir das wieder schrecklich finden und dann auch so mit einer gewissen Aroganz aus meinem
politischen Sicht natürlich auch zurecht, dass etwas bemängeln, aber das
erzeugt ja wieder eine Gegenreaktion, das heißt die Menschen werden dadurch noch
bestärkt und sagen okay ihr versteht gar nicht, was hier passiert und ihr seid
gegen uns und vielleicht ist sogar die EU gegen uns oder die EU-Scheiße und
dadurch wendet man sich noch ein bisschen stärker ab. Also ja das ist jetzt
schon eine politische Dimension, aber ich finde das fängt ganz klein an dadurch und
wenn man sich ein paar Ostdeutsche Geschichten anhört, dann hört man das auch
immer wieder, es gibt vielleicht ein Dorf, eine Stadt und nach der Mauerfall
gehen ganz viele Leute weg und die anderen Leute bleiben zurück und dieses
Gefühl zurückgelassen zu werden von den Leuten die ja vielleicht bessere
Ausbildungschancen haben oder ja vielleicht doch einfach keinen Lust mehr haben
auf das alte, die das alte ablehnen, das ist glaube ich ein Gefühl was wir uns nicht
so ganz vorstellen können im Westen. Ich denke wir sollten einfach uns darauf
einigen nicht zu sehr in diesen Kategorien wir und die zu denken, denn wir sind
alle Menschen, die irgendwo aufwachsen und damit bestimmte Dinge verbinden
und nichts ist schwarz und weiß ob das jetzt ein ja egal in welchem System man
lebt oder aufgewachsen ist, es ist alles nicht schwarz und weiß und ich glaube man
sollte aufpassen, dass man nicht in solchen Kategorien so viel denkt.
So, ich fasse mich kurz diese Woche, ich habe einen Follow-Up sozusagen zu unserer
Episode 1, wo ich mich ja ausgehe, ich beklagt habe über die Fahrradinfrastruktur
in Berlin, dass die so richtig scheiße ist, das ist sie auch immer noch größtenteils,
aber es gibt Fortschritt zu vermelden. Oh, da habe ich eine Presse-Mitteilung aus Friedrichsheim,
Kreuzberg, zwei sowieso sehr coole und fortschrittliche Bezirke in Berlin und dort wird jetzt
das Modell des Superblocks aus Barcelona kopiert und zwar ja, du kannst mal schauen,
ich habe da den Link schon in unsere Show Notes kopiert. Der Bergmann-Kiez wird der erste
Superblockberlins und zwar werden da quasi mehrere Straßenblöcke zusammengefasst in einem
Superblock und zwischen diesen Blöcken dürfen dann nur noch Fahrräder fahren und die Straßen
sind offen für Notfahrzeuge, also Rettungswagen und Lieferfahrzeuge und Anwohner, aber ansonsten
dürfen dann nur Fahrräder und Fußgänger passieren. Also man verband die Autos jetzt nicht komplett,
aber man reduziert sie so weit, dass es deutlich freundlicher wird für Fahrradfahrer und das ist
doch mal ein schöner Anfang, wer sich das anschauen will, ich verlinke mal diese Pressemitteilung,
da ist ein Bild, dann kann man sich das besser vorstellen. Ja, das Bild hilft auf jeden Fall,
genau, aber die kurze Meldung, die ich zu Verlauten habe, ist, dass in Berlin etwas getan wird für
die Fahrradinfrastruktur. Und das heißt Superblock. Ja, Superblock und das gibt es wohl schon in Barcelona
und da haben wir uns das ein bisschen abgeschaut. Entfehlungen der Woche. Also meine Empfehlung,
diese Woche ist ein Podcast, eine Episode von einem Podcast. Und dieser Podcast heißt das Thema
und ist von der Südeutschen Zeitung. Ich schaue mal eben, wie es genau heißt. Also ihr könnt einfach
suchen nach das Thema und wir werden auch einen Link in den Show Notes posten. Und zwar gibt es
dort die Folge 108 mit dem Titel "Der Sound des Ostens" und in dieser Folge trifft die
Moderatoren drei bekannte teilweise bekannte Künstler aus dem aus Ostdeutschland und spricht mit Ihnen
darüber, wie Sie die Zeit der Wände, also die Zeit des Mauerfalls und danach im Funden haben und
was für Sie damals passiert ist. Also die Bekanntesten sind Paul von Dück und Tretmann und die erzählen
dort ihre Zeit und die Zeit ihres, wie sie Musik gemacht haben und wie ihr Durchbruch gekommen ist
und was das alles mit dem Wandel in Deutschland zu tun hat. Und das ist super spannend, um ein bisschen
anhand von persönlichen Biographien nachzuvollziehen, was eigentlich in Ostdeutschland damals passiert ist.
Sehr gut. Wir haben schon öfter E-Mails bekommen, dass wir Podcasts empfehlen sollen. Insofern kann
ich das nur unterschreiben. Meine Empfehlung hat sich ergeben aufgrund einer Audionachricht, die wir
bekommen haben von Daniel aus Brasilien. Er hat uns eine sehr lange Audionachricht geschickt. Ich
spiel mal nur den Teil ab, wo es um die Empfehlung geht, der sich wünscht. Ich möchte Bücher lesen auf
Deutsch von Deutschen oder jemand, das die deutsche Sprache native spricht. Ja. Und das fällt mir
normalerweise leise ich Bücher auf Deutsch, aber ich leise englische Bücher, die nach Deutschen,
nach Deutsche besetzen sind. Und das ist nicht so gut wie ein Deutsch, wie ein Buch, das auf Deutsch
geschrieben ist. Okay, also Daniel wünscht sich eine Buchempfehlung von einem deutschen Autor und ich
muss gestehen, ich leise nicht so wahnsinnig viele Romane und wenn dann tatsächlich meistens auf
Englisch, aber es gibt einen Roman aus Deutschland, der war ein wirklich sehr, sehr großer Bestseller,
international und in Deutschland. Und der heißt das Parfume von Patrick Süßkind und das ist wirklich
ein sehr gutes Buch. Und ich denke, wenn man schon relativ fortgeschritten ist in Deutschland,
kann man das einfach mal lesen. Es gibt auch eine Hollywood-Verfilmung von diesem Buch, die fand ich
persönlich nicht so gut. Ich würde auf jeden Fall erst das Buch lesen, wenn überhaupt und dann den
Film schauen und eine Freundin von mir aus Argentinien hat mich gerade darauf hingewiesen, dass es jetzt
auch eine deutsche Serie gibt, das Parfume. Da kann ich allerdings nicht sagen, ob die gut ist oder
wie gut die ist, aber es gibt jetzt auch eine Serie. Aber die Empfehlung ging ja um ein Buch und ich würde
einfach mal das Buch empfehlen und dann vielleicht noch so als Zusatzempfehlung. Ich persönlich bin
kein großer Fan davon, beim Sprachen lernen Kinderbücher zu lesen, weil ich ehrlich gesagt, es ist mir
einfach zu langweilig, meistens. Aber ich weiß, dass viele Leute das gerne machen, weil die Sprache in
Kinderbüchern meistens ein bisschen einfacher ist als Romane für Erwachsene. Und da wollte ich
einfach mal erwähnen, mein Lieblingskinderbuchautor als Kind war Knister. Der hat viele Bücher geschrieben zum
unter anderem die Teppich-Piloten. Und wenn man gerne mit Kinderbüchern lernt, dann kann man sich
den Jahrmal anschauen. Und ich habe den sogar mal, Karri, ich weiß nicht, ob du das weißt,
Interviewt in einem meiner allerersten Podcast-Projekte. Das ist auch noch im Internet dieses Interviews,
werde ich mal verlinken. Das ist nicht auch wirklich ein sehr, sehr sympathischer und cooler Typ. Und
ich sage es da damals mit ihm in seinem Wohnzimmer und habe ihn interviewt, darüber geht es,
ist Kinderbüchautor zu sein. Also das werde ich auch noch mal verlinken. Genau, das sind meine
Buchempfählung.
Lead der Woche. Manuell, ich habe ein Lead, was wieder zum Thema der Woche passt und was auch in
dem Podcast, in der Podcast Episode, die ich empfohlen hat, ab thematisiert wird. Und zwar ist
dieses Lead, das heißt grauer Beton von Tretmann. Und das Lead ist 2017 rausgekommen und war
unter anderem ja, war eigentlich sein bekanntes Assong, glaube ich und war für seinen Durchbruch auch
verantwortlich. Das heißt, Tretmann ist eigentlich ein Musiker. Der war zum Zeit des Mauerfalls
16 Jahre alt, hat danach 30 Jahre lang Musik gemacht und ist aber erst 2017 bekannt geworden. Und zwar
mit diesem Stück, bei dem er sich daran erinnert, also erinnert sich quasi zurück an die Zeit,
wo er aufgewachsen ist, in einem Plattenbau in Chemnitz. Chemnitz zieht damals Karl Marx statt und
war seine Heimat. Und wenn man diesen Podcast hört, dann hört man auch, wie positiv eigentlich für
ihn das Leben dort war, dass er dort geführt hat und erredet eigentlich mit diesem Sorgung für die
Generation von Jugendlichen. Also Leute, die damals, zeig ich mal, zwischen 15 und 25 waren als die
Mauer gefallen ist und er spricht also von den Menschen, die aufgewachsen sind, die ihre Heimat hatten,
die ganz positive, ganz positive Erinnerungen haben an diese Heimat. Und diese Heimat ist plötzlich
verschwunden und wird plötzlich auch schlecht gemacht und viel in vielen Familien geht es dann auf
plötzlich schlecht, viele Menschen haben auch einen Job verloren mit dem Ende der DDR und haben plötzlich
existenzängste gehabt, die sie vorher gar nicht kannten, weil im Sozialismus hatte jeder einen Job.
Ja, das ist der Song, den ich jedem empfehlen kann, war ein großer Hit im letzten und vorletzten Jahr
in Deutschland und hat auch viele, glaube ich, die sich vorher damit nie beschäftigt haben, so zum
nachdenken.
gebracht wie ein, nicht der diese Wendezeit aus aus deutscher Perspektive wahrgenommen wurde.
Ich muss zugeben, ich kenne den Song gar nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich die letzten Jahre nicht in
Deutschland war, also ich bin gespannt, werde ich mir gleich anhören.
Eure Fragen.
So, wir haben viele Zuhöhrer in Brasilien, was ist das? Du wusstest, dass wir das letztens schon mal gesehen haben in unseren
Statistiken. Ja. Und da tatsächlich haben wir eine Audionachricht bekommen über
Easy German.fm von Matthäus aus Brasilien. Die spiele ich jetzt mal vor.
Hallo, Karri und Manuel, ich bin Matthäus aus Brasilien und du erst danke ich euch
für den Podcast. Und ich stelle auch eine Frage. Hier in Brasilien, wenn wir
deutsch sprechen, haben wir Schwedigkeiten mit den Werbpositionen bei Nebensetzen und es
passiert sehr häufig, dass wir das Werb nicht an Ende richtig sprechen. Und manchmal denke
ich, sprechen die Deutsch echt so, machen sie keine Fälle damit oder mit den Casus oder was.
Meine Frage eigentlich ist, gibt es auf Deutsch akzeptabelfälle. Fälle, den man machen kann und nicht
komisch klingen. Auf Portugiesisch z.B. es ist sehr normal, der Plokal in den formelle Situationen
nicht zu sprechen. Wir können z.B. Okaru-Tres-Livuru sagen, und das bedeutet, ich will drei
Buch ohne Plokal und das klingt ganz okay, im Casin hinzumindest. Liemann hört und denkt,
ah, du bist ausländer oder du kannst nicht richtig sprechen oder so weiter. Ja. Das
bedeutet eigentlich, dass du so tief in der Sprache bist, dass du eine Laubnis hat,
Fälle zu machen und das bedeutet, du kennst die Ungangsprache. Also gibt es einige grammatische
Fälle auf Deutsch, die okay klingen, die ihr Deutsch für jeden Tag ohne Problemen machen
könnt. Das ist sehr, sehr interessant, eine sehr interessante Frage. Ich habe jetzt gerade
schon nachgedacht. Es gibt auf jeden Fall Fehler, die die Deutsche machen. Aber ich wäre, ja,
es ist sehr schwierig, das zu wissen, wenn man selbst nicht Muttersprachler ist. D.h. ich würde
immer empfehlen, dass man Deutsch gut lernt, weil, ja, es gibt, also man hört als Muttersprachler
sofort, ob das ein Fehler ist, den Deutsche machen, weil der normal ist, oder ob das ein Fehler
macht, den jemand macht, der Deutsch lernt, weil er Deutsch schon nicht so gut kann. Also ich
würde sagen, es ist, ja, man sollte sich nicht darauf verlassen, dass Deutsche auch Fehler
machen und es dann nicht so genau nehmen, mit der Grammatik. Gerade, was war nochmal das
erste Beispiel, das er genannt hatte? Werb-Position? Ja, genau. Die Satzstellung, das ist eine
Frage, die wir sehr oft bekommen und tatsächlich in der Satzstellung gibt es viel Flexibilität
im Deutschen und diese Flexibilität muss man lernen, aber es ist nicht so, dass man einen Fehler
machen kann. D.h. als Mutterspracher weiß man sofort, wann es ein Fehler gibt und wann nicht
und wenn man das Werb, z.B. an der falschen Stelle benutzt, das ist kein Fehler, der sozusagen
akzeptabel ist im Deutschen. D.h. die Satzstellung würde ich auf jeden Fall genau lernen, ich würde
auch die Fälle genau lernen. Aber es gibt so etwas, wie man benutzt, z.B. im Deutschen nicht
so oft den Genitiv und benutzt dann eher den Dativ, man sagt z.B. das ist nicht, das ist
Manuel's Geld, sondern das ist das Geld von Manuel. Und manchmal klingt das in diesem Fall
klingt das eigentlich genauso, aber es gibt Sätze, wo das dann nicht so gut klingt. Hast du
noch ein Beispiel Manuel? Nee, ich habe jetzt kein spezifisches Beispiel mehr, aber ich möchte
das nochmal unterstreichen. Ich würde auch empfehlen, es richtig zu lernen. Also man sollte nicht
versuchen bestimmte Fehler sozusagen extra zu machen. Aber wenn es am Ende ums Gespräch geht,
dann ist es völlig in Ordnung, wenn man Fehler macht und tatsächlich, das fällt mir nämlich
immer auf, wenn ich unsere Episode transkribiere Karri, wir machen so viele Fehler, natürlich
beim Sprechen. Gerade z.B. auch die Satzstellung, wo das Verb hingehört und so. Im gesprochenen
Deutsch fällt einem dann in der Mitte des Satzes doch noch mal ein, ich würde doch gerne
noch das noch hinzufügen. Und dann ist die Satzstellung falsch, so würde man es niemals
schreiben. Aber so sprechen wir und das ist auch okay. Und es gibt eine Analogie von einem
meiner Lieblingssprachen Lehrer aller Zeiten, uns war Michelle Thomas, der hat ja Sprachkurse
entwickelt. Und der hat immer eine Analogie benutzt, Sprachen, Lernen und Sprachen sprechen,
ist wie Wolleball. Wenn man einen Fehler macht, der so groß ist, dass man nicht mehr
verstanden wird, dann bleibt der Ball sozusagen im Netz hängen. Dann ist es ein Fehler,
der es so gravierend, da versteht ich der andere nicht mehr. Und das Ziel ist, den Ball
übers Netz zu bekommen. Und man kann den wunderschönen über das Netz schlagen, den Ball
in einem wunderschönen, in einer wunderschönen Kurve oder man kriegt ihn halt gerade eben
so über das Netz. Aber so lange er über das Netz kommt, so lange der andere ein versteht,
ist es richtig. Ist es gesprochen? Ist es die Sprache? So, dann spricht man die Sprache
in dem Moment. Ja, sehr schönes Bild. Gut. Garry. Das war's? Das war's schon wieder.
Ich finde das toll. Also wir könnten eigentlich auch mal ein vierstündigen Podcast aufnehmen.
Wir fangen immer an und dann reden wir eine Stunde und dann denke ich, jetzt würde ich
gerne noch eine Stunde länger reden. Biss im Flow. Ist gut. Ja, und dann hat man auch
schon nach einer halben Stunde so ein schlechtes Gewissen, dass wir zu lange reden. Ich glaube,
das muss ich noch abstellen. Ja, das müssen wir uns schlechtes gewissen. Ist quatsch.
Ja. Wer nicht hören will, roll abschalten. Das ist uns total egal. Das ist alles freiwillig hier.
Mann, das hat mich sehr gefreut heute mit dir zu sprechen.
Mich auch, bis nächste Woche. Bis bald. Tschüss. Ciao.
Podcast Summary
Key Points:
Die Podcast-Community hat zahlreiche Bilder aus aller Welt gesendet, die spannende und emotionale Einblicke in Lebenssituationen aus Ungarn, Schottland, Australien, China, Serbien, China, den USA und Ägypten zeigen.
Ein neuer Kommentar-Funktion in den Show-Notes ermöglicht es den Zuhörern, direkt Feedback zu den Episoden abzugeben, ohne sich anzumelden – was die Interaktion zwischen Podcast und Zuhörer stärkt und eine inklusive Diskussion fördert.
Das Thema der Woche ist der Fall der Mauer 1989, bei dem ein Gespräch mit Matthias, einem Berliner aus der Zeit der Teilung, über die sozialen, wirtschaftlichen und emotionalen Auswirkungen der Wiedervereinigung und der Verluste für viele Ostdeutsche reflektiert wird.
Summary:
Die Podcast-Staffel beschäftigt sich mit der kulturellen und sozialen Geschichte der deutschen Teilung und des Mauerfalls. Im Zentrum steht ein Gespräch mit Matthias, einem Berliner aus der Zeit der DDR-Teilung, der persönliche Erfahrungen aus der Zeit des Mauerbaus und der Wiedervereinigung teilt. Es werden Themen wie die wirtschaftliche und soziale Auswirkungen der Wende, die Verluste von Identität und das Gefühl der Heimatverluste für viele Ostdeutsche thematisiert.
Zudem wird deutlich, dass die westdeutsche Aroganz bei der Wiedervereinigung oft die negativen Aspekte der Geschichte ignoriert. Die Erkenntnisse zeigen, dass die Wende nicht nur eine Freiheitsrevolution war, sondern auch ein komplexes und vielfältiges Ereignis mit tiefen Auswirkungen auf die Lebensbedingungen und Identitäten. Parallel dazu wird der Ausdruck „unter aller Sau“ erklärt – ein deutsches Sprichwort für etwas schlecht oder dreckig, das sich aus lateinischen und jüdischen Wortwurzeln entwickelt hat.
Die Podcast-Team betont das Wichtigkeit von Feedback und schlägt eine neue Kommentarfunktion in den Show-Notes vor, um die Interaktion mit den Zuhörern zu stärken. Außerdem wird ein kritischer Blick auf die Darstellung der Maueröffnung geworfen: viele Westdeutsche sehen die Wende ausschließlich positiv, während viele Ostdeutsche den Verlust von Heimat und Stabilität erlebt haben. Die Episode unterstreicht, dass Geschichte nicht schwarz-weiß ist, sondern vielschichtig und vielschichtig ist.
Die Aufzeichnung wird durch persönliche Geschichten von Musikern wie Tretmann ergänzt, die auf ihre Heimatkultur und die Wendezeit eingehen. Die Sammlung von Zuhörer-Erlebnissen, wie etwa aus Brasilien, zeigt, dass Sprachlernende auch auf das deutsche Wortschatz- und Satzstil-Ausgleich-Problem reagieren. So wird die Episode nicht nur als historisches Dokument, sondern als Raum für persönliche Reflexion und empathische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit verstanden.
FAQs
Der Ausdruck bedeutet etwas Schlechtes oder Dreckiges. Er leitet sich von dem lateinischen Wort „Sero“ (Maßstab) ab und wurde durch Scherzformulierungen entstanden. Manchmal wird er auch als Gegenstück zu „unter aller Kanone“ verwendet, das ebenfalls etwas Schlechtes beschreibt.
Der Ausdruck stammt aus der sprachlichen Entwicklung des Wortes „Sero“, das auf Latein und jüdischer Sprache als Maßstab gemeint war. In der deutschen Scherzformulierung wurde das Wort aufgrund der Schwierigkeit der Verständnis einfach auf „Sau“ reduziert.
Das Wort wird oft als Scherzform verwendet, um etwas schlecht oder dreckig zu beschreiben. Es ist ein weit verbreiteter Ausdruck, der in verschiedenen Kontexten, wie z.B. beim Beschwerden über Service, verwendet wird.
Das Thema der Woche ist der Fall der Mauer in Berlin und dessen Auswirkungen auf Ost- und Westdeutschland, einschließlich der negativen Aspekte, die viele Menschen verloren haben.
Das nervt ist eine häufige Beschwerde, die die Zuhörer im Alltag ausdrückt. Es wird genutzt, um Dinge wie schlechte Fahrradinfrastruktur oder schlechte Service zu kritisieren und zu verbessern.
Die Westdeutschen neigen dazu, nur die positiven Aspekte des Mauerfalls zu sehen und die negativen, wie z.B. die Verluste im Lebensstandard, zu ignorieren. Dies führt zu einer verfälschten Wahrnehmung der Geschichte.
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