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Der Callboy, der auch Nähe bietet

38m 32s

Der Callboy, der auch Nähe bietet

Ben, der unter dem Künstlernamen Ben Nordmann arbeitet, hat sich als Callboy auf unterstützende Sexarbeit spezialisiert. Sein Fokus liegt darauf, Frauen einen sicheren Raum zu bieten, die besondere Zuwendung brauchen – sei es aufgrund von sexueller Unerfahrenheit, Behinderung oder dem Wunsch nach Intimität im Alter. Sein Ansatz unterscheidet sich grundlegend vom klassischen Escort, da er weniger auf Lust, sondern auf die emotionale Geborgenheit und die Förderung der Selbstbestimmung seiner Klientinnen abzielt. Idealerweise benötigen diese seine Dienstleistung nur vorübergehend. Er lebt ein nomadisches Leben, reist durch Deutschland und die Schweiz und hat durchschnittlich drei berufliche Treffen pro Woche. Seine Termine finden dort statt, wo sich die Frau wohlfühlt, sei es zu Hause, im Hotel oder sogar auf einem Campingplatz. Ben legt Wert auf Authentizität und tritt bewusst nicht im klassischen „Callboy-Image“ auf. Die Bezahlung ist transparent (z.B. 450 € für zwei Stunden), und er bezeichnet seine Klientinnen bewusst als „Gastgeberinnen“, um eine persönlichere und gleichzeitig klare professionelle Beziehung zu betonen. Seine Arbeit umfasst auch Vor- und Nachbereitung, Reflexion und Sensibilisierungsprojekte wie ethischen Porno, was für ihn einen ganzheitlichen, professionellen Ansatz darstellt.

Transcription

6319 Words, 37155 Characters

German
Meine Oma hat es zufällig mitbekommen, weil ich es dicker bestellt habe und drauf steht Sexarbeit tut gut und dann hat sie gedacht, oh, ihr bist jetzt auf die Schiefe Bahn geraten und oh, ihr steht jetzt bald die Polizei vor der Tür. Herzlich willkommen bei "Das wahre Leben", ich bin Michael Steinbrächer und ich spreche heute mit Ben. Ben lebt seit vielen Jahren nicht monogramm und liebt die Begegnung mit Frauen und weil er nach seinen Dates oft das Feedback bekommen hat, dass sich Frauen bei ihm besonders geborgen fühlen, entsteht eines Tages eine Idee. Unter dem Künstler Namen Ben Nordmann macht er sich als Callboy selbstständig und spezialisiert sich von Anfang an auf die von ihm so genannte, unterstützende Sexarbeit. Das bedeutet, er kümmert sich um Frauen die besondere Zuwendung brauchen, die sexuell unerfahren sind, mit Behinderung leben oder sich im hohen Alter Intimität wünschen. Seine älteste Kundin ist 86. Erst mal herzlich willkommen Ben. Hallo, vielen Dank für die Einladung. Danke dir für das Vertrauen. Wir sitzen uns hier in Stuttgart, dem SWR auch direkt gegenüber. Hast du heute eigentlich noch eine Farbredung mit einer Frau? Eine Berufliche? Keine Berufliche. Eine private auf dich, mich sehr freue ich. Ah, das ist doch schön. Und wann steht die nächste berufliche Farbredung an? Die wird in Düsseldorf sein in eine Woche ungefähr. Das heißt, du fährst das schon durch Deutschland und immer hin und her zu den Frauen hin, die dich gerne bouchen möchten. So zu sagen. Ja. Niedelende auch in der Schweiz zum Teil. Ah ja. Versuch dich da logistisch, so dann zu planen, dass es passt. Also es ist auch ein kleines Reiseunternehmen. Auf jeden Fall. Ich muss sogar sagen, dass ich nomadisch unterwegs bin zurzeit. Normaisch. Okay. Das heißt, du hast gar keinen festen Wohnsitz in dem Sinne. Doch schon melde Adressen und Neheimat bei der Familie. Ja. Und ja, aber zurzeit bin ich öfters unterwegs wie an Neheimat oder in den Meldeadressen. Ja. Wenn du so unterwegs bist und jetzt zum Beispiel ein Termin in Düsseldorf fasst, weißt du dann vorher über die Frau, die du trifft? Also manchmal ist es so, dass sich Menschen wie du trifft, die ich schon mal getroffen habe, dann kenn ich die Person schon. Wenn ich aber eine Frau oder ein Perchen gar nicht kenn, dann frage ich meist bei der E-Mil, dann frage ich schon nach. Was ist die Situation und die Motivation, die anbewegt mich zu bouchen? Und von dem her kenn ich die Situation, wo jemand herkommt. Also wenn jemandes sagen hast du zum Beispiel konkreten Foto und dir Bild zu machen? Ja, ich habe sich auch gefragt, wenn es gewünschte, dann sage ich, dass es mir eine Hilfe ist bei der Vorbereitung, dass ich mir ein Bild machen kann von jemanden beton aber immer, dass es mir nicht um die Attraktivität um Formen oder Farben geht, sondern eher um so eine Konnektion aufzubauen und Vorfeld. Von dem her habe ich in alle Regel auch einen Bild. Also du willst zum Gefühl für den Menschen entwickeln? Ja, also ist das so oder dich einstimmen auf sie? Und wie entwickelt sich das dann weiter? Also wo trifft du die Frauen dann? Meistens, also nehmen wir mal Düsseldorf, ist das dann zu Hause, ist das in einem Hotel oder das kann variieren? Also das lege ich immer offen, wo sich eine Mensch wohlfühlt, weil bei mir ist es komplett flexibel, dass darf im Hotel sein, dass darf zu Hause privat sein. Ich bin auch total offen verandriert, ich war schon auf dem Campingplatz im Camber. Also ich will das eine gewisse Offenheit mitbringen, weil es sehr variiert, wo sich eine Menschen komfortabelfühlt. Eher zu Hause oder ihr mal rausgehen aus der Babel in der anderen Stadt. Also das ist auch schon ein Teil des sich einstellens und einfühlen sozusagen zu gucken, was ist der richtige Ort? Was ist die richtige Abmosphäre, die Sinn macht für diesen Menschen? Ja, so eine Offenheit, so einen Spagato, Offenheit und auf den Menschen reagieren, aber auch eine Idee haben, so eine Kroberichtung, einen Rahmenwerk sozusagen, einen Setternmöglichkeiten. Wenn du dieses normadische Leben fürst viel unterwegs in unterschiedlichen Städten auch im Ausland mit so einer Heimatstation bei der Familie, wie kann ich mir das vorstellen? Wie viele Termine hast du dann, zum Beispiel in der Woche, wie oft fährst du Kreuz und Quero? Das ist im Schnitt, würde ich sagen, so drei Treffen. Ich hab kürzlich meine Steuer gemacht, deswegen kann ich genau die Zahlen sagen. Wenn es seit 2024 da war, und es waren es 154. Okay, ja, 52 Wochen, 154? Okay, natürlich sind da inkludiert Treffen, die kürzer sind, so zwei bis vier Stunden, aber natürlich auch inkludiert Treffen, die mal zwei, drei, vier Tage gehen. Ah, du bleibst also manchmal auch mehrere Tage. Ja, oder das wird vorreist gemeinsam, genau. Und du sagst ja, du machst unterstützende Sexarbeit. Das wollen wir ja kennenlernen, wir wollen dich kennenlernen, wir wollen auch das, was du machst kennlernen, was unterscheidetest denn von so einem typisch klassischer Callboy? Wie würdest du den beschreiben, welchem Bild hattest du immer im Kopf, wenn du an klassischen Callboy denkst? Ja, deswegen hab ich, glaube, lange Zeit mich gar nicht so mit dem Berufsbild, aber es sind andere gesetzt, auch gar nicht viel recherchiert, weil in meiner Wahrnehmung in Callboy sehr norm schön sein sollte. Das ist Sexpack und volles Haar und sehr schickgegleitend anzug haben. Deswegen war mir das Bild von einem klassischen Callboy sehr fern. Und bin dann ursprünglich selber, habe ich selber auf den Weg gemacht und versucht meine eigene, meine eigene Realität oder meine eigenes Rangehen zu formen. Und du unterstützende Sexarbeit zu klassischen Escortarbeit. Gibt's viele Facetten, aber ich glaube, der signifikant ist, kann man einem etwas anstössichen, an einem anstössischen Punkt klar machen und sagen, das ist gespannt. Da ich eigentlich einen Date erfolgreiche achte, wenn ein Mensch oder eine Frau mich nur einmal bucht, sprich, wenn jemand sehr schnell in eine selbstbestimmte Sexualität reinfindet oder zurückfindet und dann die unterstützen, die dann eine Supporte-Unterstützung durch sexuellen Dienstleistungen nicht mehr braucht. Also die, die du öfter triffst von denen du gerade gesprochen hast, das ist eigentlich gar nicht das, worauf du abzielen. Ist aber doch gut für dich, wenn ab und zu, mal der Anruf kommt und sagt, Ben kommst du noch mal vorbei. 100 Prozent, das kann man nicht leugnen. Ich freue mich immer, wenn mich Menschen wieder treffen. Aber es macht halt schön deutlich, was die unterstützen, die unterstützen, die Sexarbeit als Zielsetzung hat. Dass man jemals ja schnell in die Selbstbestimmung in die Besteherikung in eine Selbstsicherheit reinführt. Was nicht heißt, dass so ein Prozess auch mal länger gehen kann, das muss sich von längeren Zeitraum hintrifft. Was auch absolut vorkommt, ist, dass ich als in der klassischen Rolle auch arbeite. Das sind treffen eher daran orientiertes, Freude zu erleben und den Horizons zu arbeiten, ohne dass nen großen Leidensdruck da ist. So ein Leidensdruck hat auch immer einen Spektrum. Ich meine, der klassische Korb, du hast gesagt, mit Anzug und wie man ihn sich da oft auch vorstellt. Du sitzt mir jetzt hier gegenüber, weiß das T-Shirt. Kort, ist es Kort, was ich da will, so ein Kort, ja. So hochgekrempelt, ist es dann auch die Art, wie du dann zu solchen Verabredungen gehst oder brätst du dich da irgendwie noch auf und gehst da anders hin? Ja, ich hab gar keinen Anzug und das perfümene sich mir mit 18 gekauft habe, ist verstauptet. Nee, von dem her, ich hab gar keinen Anzug. Weil ich eben ich selber sein will und so authentisch für möglich da sein will, so nah, bar wie möglich da sein will. Und was aber auf der anderen Seite ich will das immer deutlich machen, dass das klassische Bild von Korb, wo es die einen Normschönen Korb haben, das ist auch total legitim ist und okay ist. Und auch die Dienstleistungen, wo es in Erster Linie um Freude und Lust geht, ist absolut okay. Biete ich zum Teil ja auch an und passiert aber. Es gibt eben den großen Bedarf, Menschen abzuholen, die eben die Unsicherheiten haben, den Leidensdruck haben und sich zum Teil auch abgestoßen fühlen von dem vorhergenden Korb-Ammage und sich dadurch klein fühlen, weil eben der Korb bei sehr perfekt an Anführungszeichen sich zeigt und da ist. Und du willst gar nicht äußerdlich und Normschönen auftreten, so wie du es beschrieben hast, sondern einfach du selbst sein hör ich raus und lernwerte ich doch mal näher kennen. Du hast ja gesagt, du hast heute ein Date, wenn ich das richtig verstanden habe und du freust dich drauf, bleibt dir denn überhaupt Zeit für Liebesbeziehungen bei diesen ganzen normalischen Leben mal hier mal da drei Termine in der Woche? Ja, Liebesbeziehung ist ein großes Wort, ich versuche oder ich spüre näher und liebe sehr schnell, wenn ich mit Menschen zusammen bin. Man kann ja alles so sehen, dass man liebt ohne sich zu verlieben. Also du spürst dich schnell und sie vergeht auch wieder schnell. Sie ist da und sie bleibt, wenn man sich sieht und wenn man sich nicht sieht oder wenn man auf Reise ist, dann gibt es andere Momente, andere Menschen, wo man dann auch wieder lieben kann, ohne jetzt zu sagen, die andere Liebes weg und den Menschen oder die Frau, die ich jetzt trefft, die habe ich schon öfters getroffen hier und stuttgart und da würde ich auf jeden Fall von Liebe sprechen. Schön. Und sie ist aber auch Poli am Moor und weiß wer du bist, weiß wie du bist? Um 100 Prozent anzutaten. Sie weiß definitiv, wer ich mir das angewöhnt habe, wenn ich neue Menschen kennenlernen, dann spreche ich über meine Arbeit, über meine Faszination. Weil ich das früher immer versteckt habe oder so ein bisschen unterdrückt habe. Weil ich nicht wusste, wie geht das Umfeld damit um? Und bin ich eigentlich komisch, oder ist das umfeld komisch? Oder die soziale Sierung komisch? Was ich immer noch im Video reflektiert, bin ich eigentlich noch. nicht okay, wie ich hin oder muss ich mich ein bisschen anpassen. Und wenn wir jetzt noch mal auf die Arbeit kommen, du hast ja mit der Sexarbeit nicht gleich nachher Schule angefangen. Du hast zunächst eine Ausbildung zum Schreiner gemacht. Dann hast du Produktdesign in Schwäbisch gewünnt und eintofen studiert. Wie sehr liebst du auch diesen Beruf als Produktdesigner? Sehr. Und. Ich steh da auch noch voll dahin, dass ich Designobinn, dass ich Schreiner bin. Weil ich mal lehse, ich. Tätel da steht früher war ich Schreiner, jetzt ist er ein Korlboy. Das stimmt nicht, ich fühle mich immer noch als Schreiner, ich fühle mich 100 % immer noch als Produktdesigner. Und hab nur meinen Portfolio und meine Faszination und meine Wirkreis erweitert. Wie bist du denn zur Sexarbeit gekommen? Es kam aus eigenen Erfahrungen, aus mehr als zwölf Jahren nicht monogamen Dating, weil ich. war dann nach den. ich hatte zweimal im Monogambebeziehung, bis ich dann gemerkt habe, okay, das ist in einem Modellen, liebes Modell, wo ich nicht zum Bepasst. Deswegen bin ich seit mehr als zwölf Jahren nicht monogam unterwegs und hab dadurch viele Menschen getroffen. Auch verschiedene Haltungen, verschiedene Meinungen, verschiedene Lebenskonzepte kennengelernt. Aber auch verschiedene Leidensdrücke. Leidens, was ist halt die Mehrzahl? Verschiedene Menschen mit einer gewissen Leidensdruck und verschiedene Situationen kennengelernt. Und gemerkt, Hedag gibt's einen Bedarf, dass Menschen so einen Selferspace brauchen, um neue Erfahrungen und neuen Mut zu fassen. Also diesen geschützten Raum? Ja, wo sie sich geben können, wie sie sich sonst nicht geben können. Weil sie Verletzungen erlebt haben. Wie war dann das konkrete erste Mal? Also, wie hat sich das ergeben? Wie gesagt, du hattest studiert? Wann ist diese Idee konkreter geworden? Das war ein schlechter Prozess. Also, das war zum Teil auch so, dass in einem Dating-Profile hab ich mein Instagram verlinkt, auch. Und dadurch sehen Menschen, was ich mache. Und das war vor einigen Jahren. Da hatte ich mit einer Person gesprochen, da war die Idee, der Wunsch in mir noch ganz frisch. Und wir haben darüber geredet, wer wir so sehen. Und wie es uns geht. Und sie meinte, dass sie mir ganz bestehen würde, dass sie sexuelles Jede gewalt erlebt hat, damals vor drei Jahren. Und dass es sich nicht gedraut hat, sich Männern gegenüber zu öffnen. Und ich habe dann von meinem damals noch in den Kinderschuhen steckenden Konzepte zählt. Und sie hat mir dann eröffnet, dass sie sich lieber mit mir gern als Dienstleistung treffen will und nicht als privates Date. Warum? Weil sie deinen Rahmen gespürt hat, wo sie keinen Leistungsdruck hatte. Und auch einen herangewässerweise mehr Sicherheit, dass es nicht wieder zu übergriffen kommt. Das heißt, das ist dieser geschützte Raum, den du schaffst, ich mag den Begriff nicht besonders, aber würdest du sagen, du bist ein Frauenversteher? Ich mag den Begriff auch nicht, denn es ist ein Verfahren. Der trifft es in gewisser Weise in sofern, dass du vielleicht Menschen versuchst, zu verstehen, in dem, wie sie ticken, in dem, wo sie stehen. Ja, das drifts vielleicht besser da versuch, also der Wunsch, die Neugierde, die Faszination für Menschen. Nun, kannst du ja Sexualität aber erst mal nur privat. Und hast du genossen, ist ja gut. Aber jetzt stelle ich mir vor und da bin ich jetzt echt gespannt. Das erste Date, also die erste bezahlte Verabredung, mit welchem Gefühl bist du da hingefahren? War das. was komplett anderes? Er beschreibt das mal. Das war erst mal. Ich hatte mehr. Ich hatte mehr Verantwortung gespürt. Ich hatte mehr Druck gespürt, das zu einem wirklich positiven Erlebnis zu machen. Ich war dann im Aufzug und hab dann in mich reingehört und sie mir gesagt, okay, ich weiß, dass es. dass eine Wichtigkeit da ist und dass. Ja, der mein eigener Anspruch noch größer ist wie bei einem privaten Date, hab mich dann aber beruhigt und gesagt, nee, ich seh jetzt den Mensch wie als mehrsten privates Date, ohne dass ich mir so viel Druck gemacht habe. Aber es hatte ich erst mal ein bisschen Unlocker gemacht. Ja, ich hör schon erwartungsdruck. Es ist ja bei so einer körperlichen Arbeit auch nicht so einfach. Eine Anspruch an mich selbst, 100%. Und wie war das dann? Also, beschreibt das mal bildlich. Du gehst dann da rein, wie ist das. Wie ist die erste Verabredung dann abgelaufen? Ja, die erste Verabredung war so, dass ich den Mensch auch schon kannte. Aha. - Ich hab so drei verschiedene Erstemale. Das erste Mal war eine Person, die ich schon gedeitet hatte, wo aber durch räumliche Distanz und durch eine gewisse. Wir haben uns ein bisschen. voneinander gelöst gehabt, beziehungsweise. Ja, es kam nicht, dass wir uns wieder getroffen haben. Und da hat sie aber gesagt, sie wird mich gern wiedersehen. Und die Distanz war zu weit und hatte eben nicht. den Antrieb privat, sie zu treffen, weil ich für mich nicht so passend angefühlt hat. Auch beziehungsweise der Distanz. Und dann hat sie gesagt, du gehst dann würde ich dich gerne. gerne boocheln, weil ich hab gesagt, dass ich das auch anbiete. Dann hat sie mich über den Weg geboucht. Das zweite erste Mal war das mit der. mit dem Dating, mit einem Profil, wo jemand anstatt Dating. Liberty, Dienstleistung haben wollte, wegen dem "Safe of Space". Und das dritte Mal war über eine "S-Cott-Buhungsblatt"-Form. mit trans Frau. Mhm. Und das war zum ersten Mal, wo ich wirklich inserriert hab und da sich dann jemand gemeldet hat. Und hast du da auch. Ich mein, du trifft dich ja dann auch mit Frauen. mit Menschen, die. die du vielleicht privat nicht gedeitet hättest. Bist du da auch schon mal an Grenzen gestoßen für dich? Ja, das ist ein ständiges. Grenzen erkunden. Also, der ganze Zeit, wo ich die Arbeit mache, ist es ein ständiges Erfahrungensammeln, ein ständiges Wachsen, ohne auch ein ständiges. Ergründen von den eigenen Grenzen. Und. an Grenzen stoß ich, wenn. die Details der Weiblichkeit zu wenig werden für mich, durch das, dass ich heterosexuell bin. Ich treffe auch nicht benehre Menschen, aber wenn. wenn der Prozess der. der Prozess von der Frau zum Mann zu weit ist, beziehungsweise zu wenig weibliche Details vorhanden sind, dann merge ich, dass ich sexuell. das nicht so passend finde. Für mich nicht in so eine erotische Stimmung fasziniert. Also menschlich 100 Prozent, dass ich. ich liebe alle. Menschen in. oder geh es ja gerne um, aber wenn sexuell wird, dann brauche ich eine Anziehung. Ich brauche ja nicht nur einen Kaffee trinken zu sagen. Sogar irgendwas passiert. - Ja. Du sprichst ja übrigens auch nicht von Kundinnen, sondern von Gastgeberinnen. Was ist da für dich der Unterschied? Ein bisschen mehr Nahbarkeit, also dass man. dass man nicht die. dass ich es freundlicher, dass ich es näher anhörte, dass. dass der Bezahlvorgang nicht so im Vordergrund steht, vielleicht auch? Ähm, würde ich nicht so sagen. Im Hotel ist man ja auch Gast und Bezahlt. Also, das darf man wirklich schon auch klar haben, dass man weiß, man befindet sich in Latinskleist an, aber trotzdem eine gewisse Zugänglichkeit und Nähe und. und Offenheit. Was ich mir so gedacht hab, als ich mich gefragt hab, warum nennt der das wohl so? Ich mein, wenn man Gastgeberin ist, bestimmt man ja auch so ein bisschen wie der Abend verläuft. - Mhm. Und. vielleicht heißt das auch, hier passiert nichts, was du nicht möchtest. Ist das vielleicht so, steckt das auch da drin? - Ja, schon. Auf jeden Fall. Aber Grifes standen wir in dem ganzen Prozess auch ständig mit Gastgeberinnen oder Kundinnen, wie man es nennt. Reflectier und frag, wie würdest du denn genannt werden? Und das war dann öfters genannt, dass Gastgeberin nen Begriff ist, wo sich eine Mensch eher wiedergefunden hat. Das ist eher und kam eher von aus dem Feedback raus. Und es soll persönlich sein, gleichzeitig soll schon klar sein, dass hier es nix privat ist. Das höre ich auch aus. Wie läuft denn dann die Bezahlung? Wird dann am Ende bar was hingelägt, wird das überwiesen? Und ist das da für ein wieder bar, nicht klicchen werden? Oder auch per PayPal oder i-Bahn. Wie gut kannst du von all dem Leben? Ähm, Vollzeit. Vollzeit. - Ja, also. Das ist ein nennenswertes Einkommen. Dann werden wir jetzt mal konkret hier. Man kann in Deutschland auch mal über konkrete Zahlen reden. Was bekommst du denn für eine Nacht? Du hast ja gesagt, manchmal sind es vier Stunden. Was ist bei dir die Regel von wann bis wann? Also die Zeiten, die Kosten. - Ja. Die Kosten sind zwei Stunden, 450 Euro. Und dann jede weitere 110. Aha. - Also wenn man dann mehr hat, bespart man in Anführungsstrichten, was ja. Und eine ganze Nacht. Und eine ganze Nacht kostet 1.100. 1.100 von bis, was ist das? - 1.8 bis und 10. Wenn man sich früher treffen will, ist es auch wieder plus 110 pro Stunde. Und wenn es einen Sprechentlänger geht, auch wenn es dann mehrere Tage sind, dann wird es dann auch günstiger. Wenn man dann die Tage zwischen trin nicht zählt. Also da hast du dann schon eine Menge. Wenn ich das jetzt so hochreichende auf 150 Days, 154, was sagst du, wie viel pro Jahr? Also da kommt schon was zusammen mit anderen Worten. Ist es dann auch so, dass du das schon so wie so ein Manager auch siehst, der werdet? Der Kug, das überall präsent ist, das was dich jetzt ausmacht, auch verkauft. Ja, also genau deswegen wollte ich auch noch sagen, dass es natürlich nicht nur die Nettozeit ist, die Mutter rechnen darf, sondern wir müssen sehen, dass es auch akvise braucht und vorarbeit Nachbereitung, ich frage auch zwei, drei Tage später, wie es jemand geht und einmal zu reflektieren, war alles okay und auch davon zu lernen. Und natürlich ist da ganz viel Sensibilisierungsarbeide bei Podcastarbeit oder ich mache auch Pornfilme, ätische Pornfilme, um eine gewisse Haltung rauszutragen, um zu zeigen, dass es mehr ist, wie nur Sexualität und auch Netzwerk treffen, Kollektivgründungen, um dem Thema mehr gehalt zu geben und auch Fortbildungen sind dabei. Es ist ganz viel, wo man sich, wo man die Arbeit als professionell sieht. Wenn du sagst, es ist mehr als Sexualität. Es geht ja bei deinen Kundinnen immer wieder auch um Probleme mit dem eigenen Körper, mit der eigenen Sexualität auch um traumatische Erfahrungen, das hast du ja auch schon gesagt. Wie viele von den Frauen, die du trifft, sind parallel auch in Therapie? Ich hab das mal erhoben im ersten Jahr, da war uns zwei Drittel, ich könnte ich festmachen an Zahlen mittlerweile jetzt letztes Jahr, ich hab noch nicht erhoben, würde aber vom Gefühl ja sagen, dass es eher drei Viertel sind. Und ist deine Arbeit, siehst du das als Ergänzung dazu? Also schon weil der Bezug zum eigenen Körper, das ist ja auch für den Selbstwert wichtig, würdest du sagen, es hat auch, siehst du dich einfach als Sexarbeiter oder auch als Halbertherapol. Also, du schützten das Sexarbeiter. Wo ist sie in dem Warko umgefindet? Also auch Therapie unterstützen da Sexarbeiter sozusagen? Der Wunsch, da ist jemand, einem Besserungsprozess begleitet wird, ist definitiv da, ich darf und will mich nicht terapäuten, weil ich keine terapäutische Ausbildung habe, sondern nur punktuelle Fortbildung, zum Beispiel Trauma, Sexualität, Sexualität im Alter, Sexualität und Missbrauch, Weidebildung, aber nicht einen abgeschlossenen Therapie, eine Therapie und eine Ausbildung, das ist immer ganz wichtig zu sagen. Wenn du sagst Sexualität im Alter, werden wir nochmal konkret. Du hast eine Kundin, die ist deutlich über 80, glaub 86, war das, ne? Wie kam es da zum Beispiel, wenn wir das nochmal durchspielen? Wie kam es dazu dem ersten Kontakt? Sie hat im Internet recherchiert, Interessin-Treise hat sie auch mal einen Call-by-Nachcafé gesehen. Oh, okay, wir haben die Anregung gegeben, verstehe. Und dann hat es sie den Wunsch oder den Leidensdruck nach näher, hat 30 Jahre lang keine Sexualität erlebt, weil ihr Partner nichts damit zu tun haben wollte, sogar auch Literatur weggeschmissen hat und sie hat ja noch einen Penis in der Hand, aber trotzdem die Tochter. Und das zeigt, dass der bezugt, oder das Verhältnis zur Sexualität damals in der anderen Generation schon einmal anders war wie heute und, ja, spürt in ihr ne großen Wunsch nach näher und deswegen hat sie sich im Internet aufgemacht und recherchiert. Und wie hast du dann geantwortet? Was ging auch in dir vor dann? Also du hast am Anfang beschrieben, du willst dir einen Bild machen, du steigst ein. Was hat das in dir ausgelöst? Da ist jetzt eine 86-jährige Frau, du kennst dann ein bisschen die Geschichte? Genau, das war es vorher auch schon da, war ich, dass ich es als Lern, als Lernreise-C, ein hochachzame Lernreise und wollte, das war auf mich klar, dass sie sie treffen wollte. Und ich habe halt für mich und auch für sie in der Kommunikation noch mal und das Strichen, dass ich nicht garantieren kann, wie viel wir gehen, also wie weit wir gehen. Und da passt auch wieder dann der "The Stateman" – es ist mehr wie nur Sex, also mehr wie nur Penis in Wagner und von dem her bin ich da sehr entspannt und unbedarf treingegangen, weil es nicht der oberste Punkt war, das ist zum Sexuell, das ist zum penetrativ, genital sechs kommen muss, sondern es waren Optionen und aber alles andere, nähe um Armung, die Ansprüche waren sehr gering. Du hast ja auch gesagt, die Plätze sind offen, wählbar, was war bei ihr der geeignete Ort? Sie wollte sich zu Hause treffen. Zu Hause, also ihr geschützten Raum in einer geschützten Atmosphäre. Jetzt stelle ich mir vor, ihr habt euch verabredet, du fährst dahin, so wie ihr jetzt auch entspannt so im äußeren, wie welche Gedanken machst du dir dann, wie der Abend abläuft. Also bereites du den dann in sofern vor, dass ihr sagt, vielleicht essen wir erstmal was oder wir trinken was, hast du schon im Kopf, ich setze nicht mit ihr auf die Couch oder also wie läuft das jetzt konkret ab, dass du auf sie eingehst und trotzdem zu dem Punkt und kommst, wegen der sie dich ja auch gebucht hat, wegen denen. Ich versuche immer einzuhören, ob jemand schon so Ideen hat, was man macht, ob man ihr rausgeht zum Essen oder um ihr Kocht und wenn ich raus höre, da es schon konkrete Ideen gibt, dann finde ich das super und unterstützt das. Wenn ich merke, es gibt noch so einen Wunsch, dass man Ideen reingibt, dann bring ich Ideen mit rein. Und in dem Fall? In dem Fall hat es sich gefreut, dass sie für mich kochen können. Wir haben dann auch gemeinsam noch gekocht. Also wir haben das auch, das Kochen als Prozess genommen, um uns kennenzulernen und uns einzugrufen. Da hexelten bisschen rum, lernt sich so kennen, dann sitzt ihr wahrscheinlich am Tisch, habt was gegessen, das heißt da ist schon mal eine Vertrauteid entstanden. Und wie geht es dann weiter, also seid ihr dann so Couch oder? Ich frag das nur so direkt normalerweise, muss ich sagen, geht mich das ja nix an. Aber wir wollen es ja in solche Situationen einführen und du sagst ja auch, wir sollten offen darüber nehmen. Also wie hat sich das dann weiterentwickelt? Das sind dann je nachdem, wie sich es anfüllt, Anährungen, die aus dem Moment auch auspasst ieren. Also wenn man zum Beispiel, es ist in der Küche steht, dass man über die Schulter streift, oder die Hand auf die Schulter legt und bei mir dann sind immer dann die, ist immer die Wahrnehmung an, passt es in den Moment, fühlt sich die Person gut, es ist gefragt gerade und so nicht und versucht dann mich langsam ran zu tasten und die Nähe aufzubauen. Und als sie dann mit dem Essen fertig war, wie ging es dann weiter? Wir müssen dann, haben uns auf die Couch gesetzt und, und ja, haben uns auch einen Fingerspitzen dann so erkundet und einen Hand gehalten und sich eher enger umarmt. Wie hat sich das dann weiterentwickelt? Also du hast ja auch deutlich gemacht, du hast vom vorher so eine Erwartungsmannagement betrieben, dass du gesagt hast, ich weiß nicht, wie weit es ist. Es ist ja wahrscheinlich auch für dich ein Prozess zu sehen, wie weit gehe ich, wie weit möchte ich, wie weit bin ich bereit, was tut sich in mir auch erotisch. Wie war das dann an dem Abend? Dass ich es, ja, das wurde darauf gehört hat auf die eigenen Wünsche, auf der eigenen Bedürfnisse, was ist für mich selber auch okay, was ist für die andere Person okay. Und so hat sich der Abend dann entwickelt und mess dann zusammen ins Bett gegangen und hat sich hingelägt zum Schlafen. Ja. Und da war man dann in einem anderen Setting, wo man dann entsprechend noch mehr in Flo gekommen ist und Dinge sich noch mehr entwickelt haben. Also, ihr habt euch auch geküsst und ja, ja. Es lässt sich überdragen auf alle treffen. Das ist so abläuft. Mal schneller, mal weniger, schnell. Also die Zeit ist manchmal wichtig, manchmal merkt man ihr seid im Flo und dann geht es auch schneller. Und was war, wenn du jetzt überlegst, hast du dann bei ihr übernachtet, ich raus. Was stand dann am Ende dieser Zeit? Also, hatte sie dann anderes Gefühl zu ihrem Körper, was glaubst du, hat das hinterlassen bei ihr? Das ist eine andere Grund, warum ich frag, wie es jemand geht. Und sie hat mir erzählt, dass er mir Freude gespürt hat und dass ihr Umfeld auch gefragt hat, warum bist du denn so glücklich, warum geht es denn so so gut. Und das sind Rückmeldungen, die mich dann natürlich sehr freuen. Auf der anderen Seite spürt man auch, dass mir Einsamkeit da ist und dass es, dass sie es auch schade findet, wenn man dann wieder geht. Aber wenn sie sich im Alltag besser fühlt und bestärkte fühlt und Freude spürt, das ist für mich ein sehr schönes Feedback. Also, es ist ein gesehen werden, es ist ein gespürt werden, ja, wahrgenommen werden und allein das kann dann zum Beispiel wie in dem Fall auch dazu fühlen, dass man anders in den Tag schaut. Jetzt ist es so, du hast gerade auch das Wort einsam in den Mund genommen. Ich stelle mir jetzt vor, da ist jemand mit Verletzungen, da ist jemand mit diesem Gefühl der Einsamkeit, vielleicht auch mit der noch gar nicht erfahrenen Sexualität, das was du gerade angestdeutet hast. Und jetzt kommst du, jetzt kommt der Ben. Jetzt bringt der ja nicht nur die körperliche Nähe, der bringt auch noch menschliche Nähe, der bringt auch Vertrautheit. Ist das nicht dann auch eine Gefahr, dass die Menschen sich verlieben oder abhängig werden, dass sie immer wieder dich haben wollen und sagen, wow, der tut mir so gut. Ich lerne ihn ja auch menschlich kennen, der vermittelt mir all das, was ich brauche. Den buche ich jetzt einfach mal immer wieder und immer wieder, weil genau das Gefühl suche ich ja. Also das Gegenteil von dem, was du am Anfang gesagt hast, was du möchtest. Ja, das, das muss man natürlich auf dem Schirm haben und das ist mir total bewusst. Und es gab auch zu Beginn von meiner laufbaren, entbeispiell, wo das so war. Also wo wirklich in einen, in einen Verliebzein aufgetaucht ist. Und darauf ist, habe ich dann gelernt, oder wir gemeinsam. Und, wieso, was hast du dann, was hast du da anders gemacht als heute? Warum ist das aufgetaucht? Und heute nicht mehr? Ich hab den. Also, ich hab den Fehler gemacht, dass ich mich sehr besonders und besser fühle wie bei anderen Buchungen. Das heißt, ich hab bei ihr was ausgelöst, dass sie ein Stück weit besser ist als alle anderen um mich rum. Das hast du ihr gesagt, auch? - Ja. Und das war natürlich falsch, hab ich gelernt. Und wir haben das noch sehr gut gearbeitet. Und ich bin mir aber, wir wussten, dass Fehler manchmal passieren. Und aber die Aufbereitung und das drüber reden, ist dann umso wichtiger. Und seither war das nicht mehr so, dass ich Menschen in mich verliebt haben, weil ich dann sehr bewusst auch drüber kommuniziert hab, dass es in der Dienstleistung ist, dass es in Rahmen hat. Und haben wir viel über das geredet, was du auslöst. Du hast auch gesagt, du kannst damit gut leben. Du verdienst das schon mal das eine. Was gibt dir das persönlich? Was geben dir diese Treffen, diese Verabredung auch persönlich? Wie hast du dich vielleicht auch verändert, seitdem du das machst? Und es tut mir sehr gut zu sehen, dass man mit so einem zu tunen Veränderung herbeiführen kann. Und zum Wohlbefinden anderer beitragen kann. Das führt zu einem großen Wohlbefinden in mir selber. Hat's eine große Sinnstiftung spür ich da. Das ist ja etwas, wenn wir Sinn empfinden, dann glaube ich, das ist das ganz wichtig für uns alle. Ich frag mich aber so stimmig, wie sich das anhört. Bei all diesen Terminen gehst du auch mal aus Terminen raus und sagst, wo? Jetzt Jetzt muss ich hier weg. Ich bin aber ganz froh, dass ich hier raus bin, weil doch Druck da war, weil irgendwie eine Überforderung da war. Du nix die ganze Zeit. Welches Treffen hast du da im Kopf zum Beispiel? Ja, das wollte ich vorhin schon anmerken, als es drum gegen sich immer zu lieben. Also immer. Ja, immer das gegen über zu lieben. Da wollte ich schon sagen, da ist auch Liebe und Zuneigung und Erregung. Und du komm vor auch ein Spektrum hat. Da es gibt natürlich Situationen, wo man Menschen trifft, die mir jetzt nicht privat treffen würde. Da ist es aber Teil der Professionalität, sich dann so zu öffnen und eine Begeissdruckung zu entwickeln für den Mensch, für den Charakter, für die Persönlichkeit, für Körperdetails. Das ist dann eine ehrliche Anziehung gibt. Und von dem her brauchst du für manche Begegnungen mehr und für andere weniger Energie, weil der Chemie oder der Weib nicht so da ist, dass es mit wenig Aufwand, mit wenig Energie klappt. Von dem her ist es einen gewisser Energieaufwand, was aber Teiles von so einer Arbeit und wo auch okay ist und hinterher trotzdem so eine aufrichtige Begegnung kommt. Wie hat denn deine Familie, wie hat denn deine Umgebung reagiert, als du ihn eröffnet hast, dass du bezahlten Sex anbietest? Du schmutzelt. Ja, weil man da ganz viel drüber erzählen kann, auch entsprechend mit Wehmel redet. Meine Mutter hat gesagt, ich habe zu einem Urakt gesagt, du weißt, dass ich in Leben, Date nicht monogam und ich mache es jetzt auch vergelter. Und dann war es erst mal überrascht und so ein bisschen. Er hat es erst mal geschluckt. - Ja. Hab dann aber im zweiten Satz erklärt, was für Menschen mich treffen und was es in Menschen auslöst. Und das ist merkt es, wie das, was mein Mainstream mitbekommen, dass das Sexarbeit ist. Und dann fand es sehr positiv und unterstützend zu werden. Das habe ich sehr gefreut. Und die Großelterngeneration? Meine Umar hat es zufällig mitbekommen, weil ich es dicker bestellt habe, worauf steht Sexarbeit tut gut? (Lachen) Das ist gut. Und dann hat sie gedacht, oh, ich bin es jetzt auf die Schiefe beankraten. Und oh, ja, es steht jetzt bei die Polizei vor der Tür. Wow. - Und dann ich sag, nee, das ist alles ganz rechten. Und ich komme gerade von einem Vortrag von der pH in Luddixburg. Das ist alles wirklich ernsthaft. Und mit einem guten Grund und mit einer guten Haltung. Und dann war es sehr beruhigter, deutlich beruhigter. Also, du hast eigentlich in deiner Familie das erlebt, was ich so raustür, was auch deine Botschaft ist. Also, du hast keine Kundin, sondern Gastgeberinnen. Du bist kein Call, Boy, sondern bietes unterstützende Sexarbeit an. Es hört sich alles ein bisschen pädagogisch wertvoll an, sage ich jetzt mal, wenn du kein Terabäut bist und klare Grenzen ziehst. Aber willst du bewusst, am Image der Sexarbeit schrauben, um sie so aus der Tabuzhone rauszuholen, kann man das so sagen? Ja, unbedingt ist wegen Benenigsach-Hach-Sexarbeit. Und nicht als Kuscheltherapie oder als Tantra oder als Andre mit anderen Begriffe. So haben ich bewusst entschieden, ich nehme den Migriff Sexarbeit, um zu zeigen, dass Sexarbeit sehr vielschichtig und facettenreich sein kann. Und ja, verschiedene Menschen abholen kann und abholen muss. Also Sexarbeit, dann sich aber auch Sexualität im gesamten. Wenn du jetzt noch mal auf dein Leben schaust und alles zusammennimmst, wie würdest du es dann noch mal für dich zusammenfassen? Was ist dir heute im Leben wichtig? Zu Friedenheit und des Auslösen in zu Friedenheit von bei anderen. Also in der Meister-Schule war er eine Lehrer von Betriebliche Kommunikationen und ein Buch mitgebracht, wo ein Spruchtrainstander sagt, er Volk hat, wer andere erfolgreich macht. Dann irgendwie ist er mir hängen geblieben. Und ich glaube, das ist ein Anbord. Also, das ist die Zufriedenheit und die Freude in einem Selbst, aber auch in anderen zu sehen und auszulösen und Teil zu sein, von dem Prozess. Vielen Dank, Ben. Es war spannend, dich kennenzulernen. Vielen Dank für die Einladung. Es ist unglaublich schön, über das Thema zu sprechen. Es ist auch leider politisch zurzeit ein bisschen nicht geglaubt, dass Sexarbeit gutt wird und dass Menschen meinen, die freier zu bestrafen oder Politiker innen. Deswegen ist es unglaublich wichtig, über das Thema zu sprechen, dass Sexarbeit gutt wird und wichtig ist. Willst du auf der anderen Seite auch sehen, wenn du das politische ansprichst? Wir sind ganz am Schluss noch mal bei solchen Thema. Das ist natürlich auch in dem großen Bereich der Sexarbeit und auch Prostitution, sage ich jetzt mal, die dunklen Seiten gibt die unfreiwillige Prostitution. All das ist ja auch ein Teil des großen Bereichs, in dem du arbeitest. Wenn wir politisch ansprechen. 100 Prozent, das ist viel Dank, dass es ansprichst. Es ist unglaublich wichtig, zu sehen, dass Kriminalität passiert, dass die Branche unglaublich verbessert werden muss, was Rechte angeht, was Sicherheit angeht, was Schutzkonzepte angeht, was das Ansehen von Sexarbeitenden in der Gesellschaft angeht. Und das hat man da am Stigma an der Tapuisierung arbeitet. Ja, es ist auf jeden Fall so, dass Sexualität ein großes Thema ist. Auch das, was du sagst, Verletzung in der Sexualität, Traumata, die wir erleben, ein großes Feld in unserer Gesellschaft. Das Thema Prostitution ist noch mal ein anderes, mit vielen Schattenseiten, auch dass man politisch diskutiert. Aber wichtig ist dazu differenzieren. Und das können wir nur in dem wir Menschen kennen lernen. Und so haben wir dich heute kennengelernt. Das ist zumindest eine Facette, über die wir uns jetzt ein Bild machen können. Danke dir noch mal. Sehr gerne. Und vielen Dank auch an meinen Team, Redaktion Barbara Christoffers, Sven Hauser, Lena Manger, Isabel Meier, Martin Müller, Produktion Joachim Baumann. Und vielen Dank natürlich auch an euch fürs Zuhören. Und zum Schluss noch ein Podcast-Tipp von mir. KI revolutioniert gesellschaftliche Prozesse, die Demokratie ist weltweit auf dem Rückzug und in den USA streiten sich der mächtigste Unterreist immer in der Welt. Alles ganz normal oder doch eine ziemlich verrückte Zeit in der Wille. Diese Frage stellt sich auch Matthias Riechling. Und deshalb lehter sich in seinem neuen Podcast alle zwei Wochen ein lustigen, prominenten Menschen ein und gemeinsam versuchen sie all das einzuordnen. Was gerade auf der Welt passiert? Mal persönlich, mal radikal, aber immer mit viel Humor und Ironie. Alle Folgen von "Was für Zeiten" Riechling Plus 1 findet ihr in der ARD-Audiothek und überall Wuspodcast gibt. Babamarein. Bis bald bei "Das wahre Leben" und solltet ihr Kritik, Lob oder selbst eine interessante Geschichte zu erzielen haben, meldet euch unter "Das wahre Leben" @sverde, ich bin Michael Steinbrecher. Behörn uns. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Ben arbeitet als „unterstützender“ Callboy und bietet einen geschützten Raum für Frauen, die besondere Zuwendung benötigen.
  2. Sein Ansatz konzentriert sich auf die emotionale Sicherheit und Selbstbestimmung der Klientinnen, nicht auf klassische Escort-Dienstleistungen.
  3. Er führt ein nomadisches Leben, hat durchschnittlich drei Termine pro Woche und sieht seine Arbeit als Vollzeitberuf mit professionellem Anspruch.
  4. Ben betont Authentizität, nutzt Begriffe wie „Gastgeberin“ und reflektiert ständig seine eigenen Grenzen und die Bedürfnisse anderer.

Summary:

Ben, der unter dem Künstlernamen Ben Nordmann arbeitet, hat sich als Callboy auf unterstützende Sexarbeit spezialisiert. Sein Fokus liegt darauf, Frauen einen sicheren Raum zu bieten, die besondere Zuwendung brauchen – sei es aufgrund von sexueller Unerfahrenheit, Behinderung oder dem Wunsch nach Intimität im Alter. Sein Ansatz unterscheidet sich grundlegend vom klassischen Escort, da er weniger auf Lust, sondern auf die emotionale Geborgenheit und die Förderung der Selbstbestimmung seiner Klientinnen abzielt. Idealerweise benötigen diese seine Dienstleistung nur vorübergehend.

Er lebt ein nomadisches Leben, reist durch Deutschland und die Schweiz und hat durchschnittlich drei berufliche Treffen pro Woche. Seine Termine finden dort statt, wo sich die Frau wohlfühlt, sei es zu Hause, im Hotel oder sogar auf einem Campingplatz. Ben legt Wert auf Authentizität und tritt bewusst nicht im klassischen „Callboy-Image“ auf. Die Bezahlung ist transparent (z.B. 450 € für zwei Stunden), und er bezeichnet seine Klientinnen bewusst als „Gastgeberinnen“, um eine persönlichere und gleichzeitig klare professionelle Beziehung zu betonen. Seine Arbeit umfasst auch Vor- und Nachbereitung, Reflexion und Sensibilisierungsprojekte wie ethischen Porno, was für ihn einen ganzheitlichen, professionellen Ansatz darstellt.

FAQs

Unterstützende Sexarbeit zielt darauf ab, Menschen in ihrer Selbstbestimmung und sexuellen Sicherheit zu fördern, insbesondere bei Unsicherheiten oder Leidensdruck. Im Gegensatz zur klassischen Escortarbeit, die oft auf Lust und Freude fokussiert, steht hier die Begleitung in einem geschützten Raum im Vordergrund.

Ben plant seine Termine flexibel, oft mit Vorabinformationen per E-Mail zur Situation der Person. Die Treffen können zu Hause, im Hotel oder an anderen Orten wie Campingplätzen stattfinden, je nachdem, wo sich die Person wohlfühlt.

Im Schnitt hat Ben etwa drei Termine pro Woche, die von kurzen Treffen bis zu mehrtägigen Aufenthalten reichen. Er lebt nomadisch, ohne festen Wohnsitz, und nutzt Meldeadressen bei der Familie als Basis.

Die Bezahlung erfolgt bar oder per Überweisung, PayPal oder i-Ban. Ein zweistündiges Treffen kostet 450 Euro, jede weitere Stunde 110 Euro, und eine ganze Nacht (18 bis 10 Uhr) 1.100 Euro.

Ben erkundet ständig seine eigenen Grenzen, insbesondere bei der sexuellen Anziehung. Als heterosexueller Mann trifft er vor allem Frauen, aber auch nicht-binäre Menschen, solange weibliche Details für eine erotische Stimmung vorhanden sind.

Der Begriff 'Gastgeberinnen' soll mehr Nähe und Zugänglichkeit vermitteln, ohne den professionellen Charakter zu verlieren. Er spiegelt wider, dass die Person den Rahmen mitbestimmt und in einem sicheren Raum agiert.

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