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679: Der Bundeskanzler vertraut uns nicht

33m 27s

679: Der Bundeskanzler vertraut uns nicht

Im Easy German Podcast diskutieren Manuel und Karina über das aktuelle Reformpaket der deutschen Bundesregierung unter Friedrich Merz. Das Paket umfasst 34 Reformen, darunter Steuerentlastungen für geringe und mittlere Einkommen sowie höhere Abgaben für Besserverdienende. Die Maßnahmen sind ein Kompromiss zwischen der konservativen CDU und der sozialdemokratischen SPD. Besonders kontrovers wird jedoch eine spezifische Reform diskutiert: die Pflicht zur ärztlichen Krankschreibung bereits ab dem ersten Krankheitstag, statt wie bisher ab dem dritten Tag. Diese Regelung soll angeblich Missbrauch verhindern, stößt aber auf breite Kritik. Arbeitnehmervertreter und Ärzteverbände bezeichnen sie als „Misstrauenskultur“ und „absolute Katastrophe“, da sie die ohnehin überlasteten Praxen zusätzlich belasten würde. Zudem wird Kanzler Merz vorgeworfen, mit Aussagen über angebliche Faulheit der Deutschen die Stimmung im Land zu verfehlen. Manuel und Karina kritisieren die Regelung und betonen, dass sie in ihrem eigenen Unternehmen die bisherige Praxis beibehalten wollen. Abschließend wird eine Hörerfrage zum Thema Code-Switching beantwortet, also dem Wechsel zwischen Hochdeutsch und Dialekt oder zwischen Sprachen im Alltag des Easy German Teams.

Transcription

5007 Words, 30379 Characters

German
Sind Hühner in Wahrheit schalend hier? Einfach mal nicht an den Preisdenken. Mehr Sparen mit Kaufland. Mit mehr als 7.000 Artikeln dauerhaft so günstig wie beim Discounter. Und das bei noch mehr Auswahl. Und über 300 Sonderangeboten jede Woche. Also Spare, der den Weg zum Discounter. Kaufland, hier bin ich richtig. * Musik * Hiiii! Herzlich willkommen zurück im Easy German Podcast. Heute mit Manuel Salman. Und mit Karina Schmidt. Das sind wir. Wir berichten euch jede Woche aus Berlin, zweimal pro Woche sogar. Mit dem Neusten aus unserem Leben, aus Deutschland und aus der deutschen Sprache. Das ist ein Service, den wir euch kostenlos bieten. Überall da, wo es Podcasts gibt. * Lachen * Genau, Manuel. Das ist ja ein toller, eine tolle Beschreibung, von dem, was wir hier machen. Kostennloser Service. - Ja. Ist das noch 20, 26? - Absolut. Das freut uns, das klappt ja irgendwie, ne? Dass manche von euch ein Mitglied werden und dass dann ermöglichen, dass zumindest der Content an sich kostenlos ist. Das stimmt. Ein herzlichen Dank an unsere Mitglieder. Premium. - Premium. Genau, unsere Mitglieder machen das möglich. Das wir hier schon wieder berichten. Manuel, und wir haben viele Themen für heute. * Musik * Darüber redet Deutschland. Ja, unser Bundeskanzler Friedrich März hat er eigentlich einen zweiten Namen noch? Nee, aber ein Spitzname. Viele Spitzname. - Ja. Welchen denn? - Vor einem Fritz. Ja, Fritz. - Ja. Unser Fritz, der hat sich zusammengetan mit seiner Regierung, den Kollegen*innen, in seiner Regierung. Also es ist ja eine Koalition aus CDU, CSU und SPD. Ja. - Und die dachten sich, wir müssen jetzt hier mal ein bisschen was auch beschließen und ein bisschen was verändern im Land, denn die Stimmung ist schlecht. - Ja. Insbesondere die Wirtschaft hat es schwer. Ja. Und da haben sie also ein großes Reformpaket geschnürt. Bei der ganz viele verschiedene Dinge beschossen wurden, die insbesondere kleinen und mittleren Firmen helfen sollen, aber auch dem Gemeinden Bürgerin an sich. Genau, es geht um ein Reformpaket, über das wir heute reden wollen. Wir wollen euch das jetzt nicht im Detail vorstellen, vor allem euch darüber berichten, was in Deutschland eigentlich berichtet wird. Weil das interessante ist, es gibt insgesamt 34 Reformen. Das heißt denn Reformen über. - Also ich geb mal ein Beispiel. Es sollen zum Beispiel im Bereich Steuern sollen kleine und mittlere Einkommen entlastet werden. Also Menschen, die zum Beispiel so 60.000 Euro im Jahr verdienen oder weniger, die haben demnächst mehr Netto übrig, denn die Steuern sinken. Es gibt zum Beispiel diesen Freibetrag, den jeder Mensch hat, der wird angehoben. Es gibt die Steuerprogression. Also, wann zahlt man überhaupt, wie viel Steuern wird abgeflacht? Menschen, die mehr Geld haben, sollen dafür etwas mehr Steuern zahlen. Also es wird überall hier und da etwas justiert. Klingt gar nicht so nach CDU. - Genau. Die gute eigentlich sehr links, diese Reformen. Da werden ja dann die Armen, die Ärmerinnen oder die weniger Wohlhabenden entlastet, zahlen weniger Steuern, die die mehr verdienen, sollen mehr Steuern zahlen. Genau. Es gibt aber unterschiedliche Themen. Also die CDU ist ja eher konservativ. Die SPD ist eher liberal, kann man sagen. Also die SPD ist klassische Arbeitnehmer innenpartei. Und die CDU will das auch sein, ist aber eher konservativ normalerweise. Und er sage ich mal, den Unternehmen zu gewandt. So haben sie eben versucht, einen Kompromiss zu finden aus ihren beiden Interessen. Das ist ja eigentlich das Interessante bei so einer Koalition, dass man eben verschiedene Interessen zusammenbringt. Und da sind in dieser ganzen Liste von Reform auch viele, gute Ansätze bei. Also manche Leute würden vielleicht sagen, das geht mir hier nicht weit genug. Andere Leute würde sagen, das geht mir zu weit. Aber so ist es ja irgendwie immer in der Politik. Ich glaube, es hat sich so eine Frustration aufgebaut in Deutschland und auch in anderen Ländern, dass es nicht radikal genug ist. Aber ich muss sagen, es hat auch Vorteile, wenn man irgendwie einen Kompromiss findet. Das ist halt nie irgendwas radikales. Es ist halt immer ein Kompromiss von verschiedenen Interessen. Ein Thema oder eine Reform in diesem Paket, in der im ganz viele verschiedene Dinge beschossen wurden, ist das Thema Krankschreibungen. Also eine Krankschreibung ist, wenn man krank ist, man hat eine Arbeit, man ist angestellt und man wird krank, dann ist es in der Regel so bei den meisten Firmen, dass man jetzt am ersten Tag der Krankheit und auch an zweiten Tag der Krankheit. Wenn man morgens aufwacht und man hat ganz dolle Halsschmerzen, dann ruft man an, sagt, ich bin krank, ich komme heute nicht. Vielleicht geht's einem morgen oder übermorgen besser, dann kommt man zurück. Aber wenn man dann schon zwei Tage krank war und am dritten Tag ist man immer noch krank. Dann muss man zum Arzt gehen, muss ich vorstellen. Der Arzt macht dann eine Diagnose und stellt eine Krankschreibung aus. Das heißt, er schreibt auf, dass du krank bist. Er schreibt auf, Jo, diese Person ist tatsächlich krank. Ich hab das mal überprüft. Und dann in der Regel ist die Krankschreibung dann zum Beispiel für eine Woche oder zwei Wochen, weil der Arzt sagt oder die Ärztin so lange, brauchst du, um dich zu erholen von dieser Krankheit. Was ich nicht wusste, ist, dass diese Regelung krankschreibung ab dem dritten Tag, dass die gesetzlich ist. Also ich kenne das auch von meinen alten Arbeitgebern. Und in unserer Firma handhaben wir das genauso. Aber ich dachte immer, eher, dass das so etwas ist, was die meisten Firmen in den Verträgen so regeln. Aber es ist tatsächlich der gesetzliche Standard sozusagen. Das heißt, wenn man als Firma nichts anderes regelt, dann gilt das. Man kann auch was anderes regeln, aber die meisten Firmen richten sich nachdem, was das Gesetz vorschlägt sozusagen. Richtig. Und das ist jetzt sehr interessant, weil wir haben gerade schon gesagt, diese ganzen Reformen sind ein Kompromiss aus verschiedenen Interessen. Es gibt Reformen, die sind dafür da Menschen mit niedrigem Einkommen zu unterstützen. Und es gibt Reformen, die sind dafür da, um Unternehmen in Deutschland zu unterstützen. Zumindest nach Ansicht der Bundesregierung. Und das ist jetzt so eine Reform. Und das ist interessant, weil genau diese Teil der Reform, dieses Thema Krankschreibungen, das wird überall in den Medien diskutiert. Die anderen Reform werden kaum diskutiert. Oder wie nimmst du das war? Das nehme ich auch so, war, denn diese Reform, also wir müssen erst mal sagen, was ist denn die Reform? Weil ich hab gerade beschrieben, wie es jetzt war, oder immer noch ist. Aber ab dem ersten, ersten, glaube ich, soll es sich wie ändern. Es soll sich so ändern, dass man ab dem ersten Tag eine Krankschreibung braucht. Also diese Bestätigung vom Arzt, dass eine Person krank ist. Das heißt, wenn du krank bist, es ist egal, was du hast, das kann ja zum Beispiel auch menstruationsbeschwerden sein, die man einmal im Monat als menstruierende Person hat, dann muss man jetzt immer zum Arzt gehen. Und immer sich eine Bestätigung holen. Und das ist etwas, was in Deutschland gerade viel diskutiert und kritisiert wird. Genau. Bevor wir vielleicht zu den vielen, vielen Gründen kommen, warum Menschen das falsch finden, muss ich erst mal sagen, aus unserer Sicht, ist das schwerverständlich. Denn wir arbeiten in einer kleinen Firma, in der nicht viele Menschen arbeiten. Und bei uns gibt es definitiv, also habe ich das Gefühl, dass wir alle an einem Strang ziehen, dass wir alle unser Bestes geben, dass es ein riesiges Vertrauen untereinander herrscht. Und dass niemand hier jemals so trun würde, als wäre er oder sie krank. Und dann sich ein schönen Tag im Park macht. Das passiert bei uns nicht. Das kannst du nicht wissen, man. Das kann ich nicht wissen, aber das ist mein Gefühl. Ich habe aber in anderen sehr großen Unternehmen, das schon mit erlebt. Dass es diese Dynamiken gibt, dass in großen Firmen dann auch viel Frust entsteht, aufgrund unterschiedlicher Ursachen. Und dass dann Menschen, zum Beispiel, sagen, ich hab mir diesen Tag frei gewünscht. Zum Beispiel, ich wollte da Urlaub machen. Und das wurde abgelehnt aus einem Grund, den ich nicht verstehe oder nicht richtig finde. Dann mache ich krank. Es gibt sogar ein Wort dafür, man kann sagen, man feiert krank. Krankfeiern heißt es. Krankfeiern bedeutet, man meldet sich krank. Und in diesem Wort feiern steckt schon drin, dass man vielleicht. nicht krank ist, aber man benutzt das Wort für Beides. Du kannst sowohl sagen, ich feier krank, wenn du wirklich krank bist. Du kannst es auch sagen, ich feier krank, ohne dass du wirklich vielleicht krank bist. Ja, und dann muss man vielleicht noch zum Kontext sagen, dass in Deutschland die Arbeitnehmerinnenrechte sehr stark sind. Das heißt, insbesondere in großen Firmen, mit vielen Mitarbeiter*innen, ist es für einen Arbeitgeber nicht so leicht, jemanden zu kündigen. Denn da muss dann der Betriebsrat in der Regel zustimmen. Man kann jetzt nicht einfach aus einem Gefühl heraus, dass jemand gar nicht wirklich krank ist, jemanden kündigen. Da muss man das dann beweisen, das ist sehr schwierig. Es gibt eine Geheimhaltungspflicht, was Krankheiten betrifft. Also Ärzte dürfen jetzt nicht einfach darüber sprechen. Und das alles ist, glaube ich, ein Grund. Warum dann eben jemand wie Friedrich März, der denkt, "Oh, unserer Wirtschaft geht es schlecht, es würde unserer Wirtschaft helfen, wenn wir mehr arbeiten würden." Ja, "Arbeit" tünn. Und das ist die Motivation hinter dieser neuen Regelung. Denke ich. Also ich vertrete diese Ansicht nicht. Aber ich glaube, das ist sozusagen die Entstehungsgeschichte, dass man gesagt hat, wie kriegen wir es hin, dass mehr Leute arbeiten? Okay, wir machen es schwerer für die, die nur so tun, als wären sie krank. Genau. Und man, ich muss schon sagen, ich habe in den letzten Tagen auch mit vielen Leuten darüber gesprochen. Es gibt diese zwei Seiten der Medaille. Es gibt die verschiedenen Aspekte. Es ist nicht schwarz und weiß. Also es ist natürlich so, dass es in großen Firmen, also vor allem in größeren Firmen kann natürlich auch in kleinen Firmen sein. Dass es Menschen gibt, die das ausnutzen, die melden sich krank. Heute und morgen kommen sie wieder zur Arbeit. Nächste Woche sind sie wieder zwei Tage krank und weil das niemand kontrollieren kann, kann es auch ausgenutzt werden. Und das hat natürlich auch fatale Folgen für den Restestims. Das ist dann unter anderem total demoralisierend für die anderen, die die Arbeit dann machen müssen von der Person, die krank ist. Und es kann auch mit unter ein ganzes Team demotivieren, wenn da immer wieder ein oder zwei Personen sind, die das ausnutzen. Jetzt aber vielleicht zu den Gründen, warum das eine schlechte Idee ist, das so zu regeln. Vielleicht erst mal dazu, warum das diskutiert wird, weil ich glaube, in Deutschland, der Friedrich Merz ist ja im Moment nicht so populär und einer der Gründe, warum er nicht so populär ist, ist, dass er immer wieder dieses Gefühl vermittelt, die Deutschen sind zu faul. Wir müssen alle mehr leisten. Es gibt viele Reden, in denen er darüber spricht. Es gibt bekannte Ausschnitte, wo er sagt, die deutschen Arbeitnehmer innen, die sitzen. Er sagt ja, nicht Arbeitnehmer innen. Er sagt Arbeitnehmer. Die sitzen alle 14,8 Tage, glaube ich, pro Jahr melden sie krank. Das kann nicht sein. Ich war noch nie krank bei der Arbeit. Und so geht das nicht weiter. Und das hat er schon seit Monaten erzählt. Die Schweizer arbeiten 42 Wochenstunden. Wie so können wir das nicht? Wie so können wir nur 40 Stunden arbeiten? Er möchte immer, dass wir mehr arbeiten. Richtig. Und das finde ich, muss ich selber sagen. Ich hab schon überlegt, ich würde schon mal gegugelt und würde gerne eine Gruppe gründen, die heißt Arbeitgeber innen, gegen Merz. Weil ich als Arbeitgeberin finde das Katastrophal diese Kommunikation. Er ist die Anerologie, mehr Arbeitszeit, gleich mehr Produktivität, komplett falsch. Wir sehen selbst bei uns selbst. Klar kann man theoretisch sagen, wenn Manuel jetzt 50 Stunden pro Woche arbeitet, schafft er mehr als in 40. Aber das ist ja nicht immer so. Und auch nicht bei jeder Person so. Und es hängt auch ganz stark vom Job ab. Mein Motto, Karri, ist Work Smarter, Not Hata. Oh! Smarter Not Hata. Fühle ich gut? Ja, genau. Also das ist erst mal das Grundproblem, dass ihm einfach. Man kauft ihm das halt nicht ab, so. Also, ich hab auch gehört. Was heißt das? Man kauft ihm das nicht ab? Also es ist einfach total inauthentisch. Wir haben das ja auch in der vorletzten Episode, glaube ich, gesagt. Sozusagen überhaupt kein Gespür für die Stimmung im Land, wie es den Menschen geht, der arbeitenden Bevölkerung. Klar, als Bundeskanzler hat er auch einen vollen Terminkalender und arbeitet auch viel. Aber es ist einfach eine komplett andere Situation. Er ist ja aus der Wirtschaft zurück in die Politik gegangen und so. Also er hat einfach keine Vorstellung dafür. Wie es ist, 40 Stunden irgendwo in einem harten Job zu arbeiten. Und dass wenn man dann mal einen Tag Migrene hat, man dann jetzt sozusagen zum Arzt muss an diesem Tag, wo man einfach nur im Bett bleiben will. Obwohl man vielleicht schon weiß, das ist eine Migrene, die ist in ein paar Stunden vorbei und dann kann ich auch wieder arbeiten. Das wird als so respektlos und als so. Ja, also an der Lebensrealität vorbei verstanden, dass die Menschen sauer sind auf ihn. Ich zitiere mal aus einem Artikel der Frankfurter Rundschau. Markus Blumteil-Beyer, Vorsitzender des Hausärzte verbandes. Also das, was sind Hausärzte? Ja, die Allgemeinmediziner. Genau, also zu den man gehen müsste, direkt an Tag eins, wenn man krank ist. Vorsitzender des Hausärzte verbandes, bezeichnet die Vorhaben gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland als absolute Katastrophal. Eine komplette Überlastung unserer Praxendrohe. Genau, das kommt ja auch dazu, dass selbst die Ärzte das als sehr schlechte Idee betrachten. Denn die Wartezimmer sind sowieso schon überfüllt. Wenn man mal ohne Termin zum Arzt geht oder auch mit Termin, dann sieht man, wie viel da los ist, gerade in den Großstädten. Und wenn jetzt sozusagen ganz viele Leute, die eigentlich keinen Arzt oder Ärztin brauchen, die brauchen jetzt keinen Medikament. Also die wissen, was los ist, die haben vielleicht eine Grippe. Die müssen sich einfach ausruhen. Die müssen jetzt alle zum Arzt trennen und machen diese Wartezimmer voller. Nur damit der Arzt einmal anguckt und sagt, hier ist deine kranksteibbar. Du hast deine Periode, die wieder nach Hause. Ja, also es ist ihr Merk schon. Wir finden das nicht so sinnvoll. Der Werdeschäft. Was ist Werdie? Eine Gewerkschaft. Gewerkschaft, ja. Also die, glaube ich, größte Gewerkschaft in Deutschland. Werdeschäft Frank Werneke sieht in den Reformen eine grundsätzliche Mistraunskultur gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Haben wir gerade auch schon gesagt, diese Mistraun, also es gibt einen Mistraun gegenüber allen Menschen. So wenn du dich krank meldest, dann will ich erstmal prüfen, ob das stimmt, dass du wirklich krank bist. Genau. Der unser Bundeskanzler vertraut uns allen nicht. Wir sind alle potenzielle Schmarotzern. Das Wort sammeln, glaube ich, nicht mehr benutzen. Das ist das Gefühl, was bleibt nach dieser Diskussion. Und das ist schon interessant. Also wir wollten euch hier in diesem Segment einfach mal ein Einblick geben, was gerade in Deutschland diskutiert wird. Also es gibt 34 Reformen, aber nur eine davon wird ganz heiß diskutiert, nämlich das Thema Krankschreibungen ab dem ersten Tag. Und vielleicht habt ihr ja auch eine Meinung dazu? Ich möchte aber nochmal klarstellen, beziehungsweise Fragen. So ganz sicher bin ich mir nicht. Das ist jetzt die gesetzliche Standardregelung. Aber es ist ja auch jetzt schon so, dass zum Beispiel Firmen auch individuellen Mitarbeitern, das kenne ich auch aus bei älteren Arbeit, also bei meinen früheren Arbeitgebern, wenn dann eine Person sehr oft krank war. Also es gab dann tatsächlich Leute, die waren über 50 Prozent der Zeit im Jahr krank. Dann kann der Arbeitgeber von dieser Person das ab dem ersten Tag verlangen. Also das ging schon früher, dass man sagt, insgesamt normalerweise ab dem dritten Tag. Aber wenn es zu viel wird, ändern wir diese Regelung. Das ging ja schon. Und umgekehrt ist es doch jetzt auch so, dass eine Firma doch sagen kann, dass es schön, dass das die gesetzliche Regelung ist, aber uns reicht es, wenn unsere Mitarbeitenden das ab dem dritten Tag machen. Das habe ich noch nicht ganz rausgefirrnden, weil ich will das gerne auf jeden Fall bei uns beiberhalten. Es ist auch so, dass die Arbeitsverträge, die schon geschlossen sind. Und unseren Arbeitsvertregen steht ja drin, dass die Krankschreibung erst ab dem dritten Tag erfolgen muss. Ja, das müssen wir erstmal prüfen, weil wahrscheinlich ist es so, dass unsere Arbeitsverträge weiter gelten. Aber die Frage ist, was gilt dann für neue Arbeitsverträge? Es gibt da hoffentlich noch etwas Spielraum. Aber Manuel, ich habe tatsächlich schon unsere Personalabteilung, bestehend aus einer Person, um Prüfung gebeten. Toll. Denn ich möchte es gerne bei uns im Unternehmen nicht umsetzen. Du machst einen Job als Geschäftsführerin, wie immer, excellent. Schaffen wir heute mehr als eine Frage? Mal schauen, Robert aus einem Land. USA. - Unbekanntes Land? Den kenn ich den Robert. - Robert aus den USA hat die Episode mit dir und Matthias gehört. Matthias aus Wien aus Österreich. Sie hat ihm sehr gut gefallen. Da er in der Nähe von Salzburg wohnt in Bayern. Ich hoffe, dass das der Robert aus dem USA ist. Wenn nicht, dann. dann nicht. Und er schreibt. Dabei stellt sich mir die Frage, ob das Easy German Team Code Switching betreibt, also ins Hochdeutsche wechselt, wenn es mit Easy German mitgliedern spricht. Sei es im Podcast oder in den Videos. Wir haben hier in der Gegend einige Freunde gefunden, die mir erzählen, dass sie ins Hochdeutsche wechseln, wenn sie mit mir sprechen. Also wechseln wir unsere Sprache, unsere Dialekt, wenn wir mit Menschen sprechen, die Deutsch lernen. Ja, definitiv Code Switching ist ein schönes Thema. Da habe ich mal eine Arbeit drüber geschrieben in der Uni. Das bedeutet also, dass man mitten im Satz manchmal oder mitten im Gespräch die Sprache wechselt. Und natürlich kann man auch sagen, dass. Standarddeutsch oder wie man das nennt Hochdeutsch. Und Dialekt kann man auch als zwei verschiedene Sprachen sehen. Und das ist hochinteressant, weil das machen alle Menschen, die Dialekt sprechen. Man muss ja sagen, bei uns im Team spricht ja niemand Dialekt außer Matthias. Und der spricht dann natürlich mit uns im Standarddeutschen. Und wenn seine Mutter anruft, während er mit mir spricht, wechselt er in den Dialekt. Aber ich glaub, mit mir, Switcht er nicht so viel Beziehungseise. Ich verstehe mir jetzt mittlerweile. Und er spricht dann, glaub ich, mit mir. Ja, aber trotzdem nicht so stark. Man wechselt immer nach Kontext. Genau, also Co-Switching beinhaltet ja auch nicht nur die Anpassung des Dialekts, sondern dass ich mit dir Anderspreche als mit meiner Mutter, als mit Janusch, als mit meiner besten Freundin, man wechselt ja immer die Art der Sprache, die Vokabeln, die man benutzt, auch die Geschwindigkeit mit der man spricht. Das ist ja alles Teil dieses Co-Switchings, oder? Genau, ja. Aber genau, wenn du dir nur die Sprache anguckst, das lustige ist, ich habe nur die Frage gelesen von Robert. Und er hat als erstes mal an Deutsch Englisch gedacht, weil das machen wir tatsächlich bei uns im Team, haben wir benutzen wir beide Sprachen gemischt. Also im Easy German Team, weil wir auch sehr viele nicht Muttersprachler*innen haben, auch einige Englisch-Mutter-Sprachler. Und das passiert einfach bei uns ganz automatisch. Es ist bestimmt auch schon aufgefallen. Wir sind manchmal in einem Call oder auch in einem Thread bei Slack schreibt einer was auf Englisch, der nächste Schreiblauf Deutsch, dann wieder Englisch. Es passiert manchmal sogar in einem Satz. Und zwar passiert es immer dann, wenn es die andere Sprache gerade einfacher ist. Auch tatsächlich nicht nur in der digitalen Kommunikation, sondern wenn wir hier zum Beispiel im Studio an den Kameras was einstellen, dann spreche ich manchmal Deutsch und Chris spricht Englisch. Ja, okay. Und wir reden einfach, also jeder spricht auf seiner grade aktuell und das ist völlig okay, weil wir die jeweils andere Sprache verstehen. Ja, toll. Kasha, aus Polen, schreibt, "Tallo, Liebes Easy German Team, ich bin Kasha und ich habe zwei Fragen zum Thema Tagebuch schreiben." Mhm. Mich interessiert, wie ihr anfankt, ein Tagebuch zu schreiben. Ich wollte schon immer damit anfangen, aber wenn ich mich davor setze, habe ich ein Blackout und weiß nicht, wie ich anfangen soll. Schreibt ihr einfach, was ihr gerade denkt oder was passiert ist. Lehst ihr das, was ihr geschrieben habt, nach einiger Zeit noch einmal oder kommt ihr nie wieder darauf zurück. Oh ho. Danke schön im Voraus und liebe Grüße. Die Frage wird uns jetzt für den Rest der Sendung beschäftigt. Dann sein. Da haben wir wahrscheinlich unsere eigenen Techniken machen. Du hast sehr viel früher angefangen, im Tagebuch zu schreiben. Ich habe angefangen, indem ich täglich aufgeschrieben habe, was an dem Tag passiert ist. Und das würde ich dir nicht raten, Kasha. Wenn ich diese alten Einträge lese, dann sind die. Also, es ist ganz nett, die zu haben. Aber es ist jetzt auch nicht so wirklich interessant. Und es reicht auch, wenn man jeden Tag ein, zwei Fotos macht, dann kann man auch sehen, ungefähr, was hat man an dem Tag gemacht. Was sehr viel wertvoller ist, ist, wenn man sich motiviert, aufzuschreiben, wie man sich fühlt. Und warum man sich so fühlt. Und welche Entscheidungen man gerade im Kopf hat, oder. Emotionen. Auf wen bin ich vielleicht gerade ein bisschen sauer? Welche Personen lösen etwas in mir aus? Also all diese emotionalen Dinge, das ist unglaublich interessant. Wenn man sich das ein paar Jahre später durchließt, denn dann merkt man, dass jetzt eine ganz andere Zeit ist und ein ganz andere Themen beschäftigen. Und dass man vielleicht auch gewachsen ist als Mensch, im besten Fall. Und man denkt, das war früher eine wahnsinnige Herausforderung für mich emotional. Und heute würde mich so etwas nicht mehr so herausfordern, dass wir mein erster Tipp. Das ist auch schon der wichtigste Tipp, Krascher. Einfach anfangen. Ich hab auch erst mal angefangen, in dem ich einfach aufgeschrieben habe, was passiert ist. Ich hab nicht so ein bisschen tiefer gegangen und hab gesehen, was mich beschäftigt. Das muss man ja auch ein bisschen lernen, erst mal. Mittlerweile schreibe ich tatsächlich auch. Mit mir selbst, als wäre ich eine dritte Person. Also ich schreibe dann zum Beispiel Kari. Warum bist du heute wieder so umgeduldig? Das ist also so ein Kari-Ding. Das mache ich nicht. Du machst das ja auch in deinem Vlog, dass du dann mit dir selbst in der dritten Person sprichst. In meinem Vlog? Ja, da war ich irgendwie so ein Moment, wo du bist. Ja, ich habe ja auch schon einen Taggebuch vorgegeben. Ja, kann sein, ja. Ja, da hast du das gehört. Ja, also ich mag das. Ich hab durch das Taggebuch schreiben, auch gelernt, mich meine eigene Freundin zu sein. Oder meine eigene Partnerin, mit der ich Dinge reflektieren kann. Und das ist toll, weil wenn man das eine Reihe macht. Also bei mir war der Effekt, ich glaub, erst die ersten. 1, 2 Jahre hab ich es relativ. So angefangen, wie du das gesagt hast, ne, was hab ich heute gemacht. Ist auch schön. Also ich hab jetzt tatsächlich aus jedem Jahr, aus jedem Tag der letzten, vielleicht 2, 3, 4 Jahre, immer auch ein Foto abgespeichert. Und das ist toll, weil ich guck dann immer rein, was hab ich von einem Jahr gemacht und das ist auch schön. Also auch für mich intern schön. - Ja. Aber. genau, das Besondere ist, dass ich mittlerweile das Gefühl habe, dass ich mit mir selber. so ein Check-in machen kann, der genauso wertvoll ist, als würde ich einen Freund anrufen. Also wenn du ein Problem hast, macht man ja manchmal so, dann ruft man Freund an, Freundin und spricht darüber. Und das hilft einem. Und so kann ich das mittlerweile im Taggebuch auch machen, dass ich einfach mir selber schreibe und schreibe, was ist los, warum ist das so? Ich fühl mich so und dann versuchen wir gemeinsam, also Karri und ich, versuchen wir gemeinsam schlauer zu werden. Und das finde ich ein anderer guter Tipp, wenn man eben vor diesem weißen Blatt oder vor dem. Dokument am Computer sitzt und einen Blackout hat. Vielleicht ist es einfacher, einen Brief zu schreiben, an den besten Freund, die beste Freundin. Man muss den dann ja gar nicht unbedingt abschicken. Aber in meiner Taggebuch-App sind tatsächlich auch viele, viele Briefe, die ich geschrieben habe, an meinen besten Freund, auch an Janisch. In denen ich eben auch berichte, was gerade passiert in meinem Leben oder was auf meiner Weltreise passiert ist. Für mich sind das auch Taggebuch-Eindräge, weil ich dann an dem Tag nicht das alles noch mal anders formuliert, für mich aufgeschrieben habe. Und vielleicht hilft es auch, einfach zu sagen, ich schreibe jetzt einen sehr ausführlichen Brief. Und vielleicht schicke ich den gar nicht ab, vielleicht ist es nur ein Taggebuch-Eindrag, oder es ist beides. Genau. Aber ich kann es auf jeden Fall, würde ich sagen, verschiedene Sachen ausprobieren. Und wenn du das Gefühl hast, du hast gar keine Ahnung, oder gar keine Inspiration, dann gibt es auch sehr, sehr viele gute Inspiration bei YouTube oder auf irgendwelchen anderen Blogs. Also, man findet im Internet wirklich viel, also man kann mal Journaling Prom zu googeln. Und da findet man dann sehr viele verschiedene Techniken und kann auch vielleicht ein bessere Idee. Also, kann man ja einfach mal alles ausprobieren, was man so findet und dann sehen, was selber funktioniert. Und noch Bonus-Tip zum Deutsch lernen, vielleicht ein Absatz oder fünf Sätze auf Deutsch an jeden Tag. Ich hatte früher eine Tandempartnerin auf Spanisch. Und wir haben uns jeden Tag einen Taggebuch-Eindrag, einen kurzen Taggebuch-Eindrag geschickt. Da ging es dann darum, was wir gemacht haben an dem Tag. Das war nicht so tiefgründig. Und haben den dann jeden Tag gegenseitig korrigiert. Wow. Und das war super. Dann hat man jeden Tag ein bisschen was geschrieben. Und am nächsten Tag hat man die Korrektur mit den Fehler, die man gemacht hat. Heutzutage ginge das vielleicht auch mit einer AI. Aber was ist schön, wenn das ein anderer Mensch ist, und man liest dann auch, was der Mensch erlebt. Und dann kann man ein Fehler-Tagebuch führen und schauen, welche Fehler mache ich besonders häufig. Habt ihr noch Kontakt, Manuel? Nee, die schade aus. Mit der Person habe ich keinen Kontakt mehr, aber das ist auch okay. Gut. Karri, jetzt haben wir uns tatsächlich wie du das so richtig vorhergesagt hast. Nein. - Verpascht beim Tagebuch schreiben? Nein, Manuel. Wir müssen doch mal irgendwann mehr Fragen beantworten. Wir reservieren mal eine ganz Episode, nur für Fragen. Keine Sorgen, wenn ihr uns eine Frage geschickt habt, sie ist auf unserer Liste und früher oder später. Werden wir sie vielleicht beantworten? Und ihr könnt uns auch noch neue Fragen schicken, wenn eine spannende Frage bei es rutscht, die nach oben, oder? Wie ist das bei uns? Richtig. Wir schieben da natürlich so ein bisschen nach Lust und Laune, was wir gerne beantworten wollen. Wir beantworten sie nicht chronologisch. Ja. - Ja. EasyGerman.fm auf der Seite könnt ihr Kommentare hinterlassen und Fragen schicken. Wir haben deine Hausmitteilung vergessen. Dies ja ganz wichtig. Moment, können wir noch mal abbrechen. Hauttruh, wieder abbrechen. Unsere Hausmitteilung. Fass auf, jetzt kommt der Knallar, Manuel. Ich möchte gerne eine Weltreise machen. Früher oder später. - Aha. Es muss nicht an einem Stück sein, so wie du, wo alles ein großer Plan ist, wo wir haben uns vier Jahre vorbereitet und jetzt fahren wir zwei Jahre um die Welt. Ich möchte gerne überall auf der Welt mal früher oder später hinfahren und vor allem interessieren mich dabei Geschichten aus unserer Community. Ich hab jetzt wieder auf unserer letzten Reise gemerkt, dass das einfach für mich wunderschön ist, Menschen aus der Community zu treffen. Und das ist auch immer das schönste in den Videos, die wir machen. Das Schönste sind nicht die Drohnenaufnahmen vom Strand, sondern die Geschichten. Und deshalb habe ich mir mit Matthias überlegt, dass wir einfach mal Geschichten und Einladungen sammeln. Das heißt, ihr könnt uns einladen. Egal, wo ihr lebt auf der Welt, ihr könnt uns eure Geschichte schreiben. Ihr könnt uns einladen, ihr könnt sagen, "Hey, komm doch mal vorbei, wir können zusammen. " "Was könnte man so machen in der Welt?" "Ja, irgendwas richtig tolles." "Wir können zusammen was erleben. Ich zeige euch meine Stadt, ich erzähle euch meine Geschichte." Vielleicht hat eure Geschichte auch irgendwas mit Deutschland zu tun oder der deutschen Sprache. Wir suchen Geschichten, die wir verfilmen können. Und das soll dann im Prinzip unsere Reise werden. Ob die Reise an einem Stück ist oder in kleineren Abschnitten wissen wir noch nicht, ob du mal mitkommst oder jahnisch mitkommst oder Matthias wissen wir auch noch nicht. Alles ist offen und alles hängt ab von euren Einladung. Das heißt, wenn ihr sagt, "Ja, ich möchte gerne mal Kari begrüßen, bei mir in Alaska oder bei mir in Südwirt Nam, dann könnt ihr das jetzt möglich machen, indem ihr auf easyjerman.org/weltreise geht und uns eine Nachricht schickt mit eurer Einladung. Easyjerman.org/weltreise und dann kommen wir vielleicht irgendwann. Der Zeitraum steht noch nicht fest. Irgendwann baue ich vorbei. - Mit der Kamera zu euch. Natürlich nicht überall hin, aber ich will versuchen, so viele Orte wie möglich zu besuchen und dort etwas zu erleben. Träue. Dann noch ein ganz kurzer, aller, aller, aller, letzter Hinweis, die nächste Episode. Die ist unsere Live-Episode aus Köln, die wir vor ein paar Wochen in Köln aufgezeichnet haben. Vor einem Publikum. - Oh. Da gibt's auch ein Video. Also nächste Woche hört und oder seht ihr diese Episode aus Köln mit einem tollen Thema. Und danach sind wir regulär zurück im Studio. Bis bald, immer Leute. - Ciao. Ciao. (Lockere Musik) [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die deutsche Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU/CSU/SPD) hat ein Reformpaket mit 34 Maßnahmen geschnürt, das kleine und mittlere Einkommen entlasten und die Wirtschaft stärken soll.
  2. Besonders umstritten ist die geplante Regelung, dass Arbeitnehmer bereits ab dem ersten Krankheitstag eine ärztliche Krankschreibung vorlegen müssen (bisher ab dem dritten Tag).
  3. Kritiker sehen darin eine Misstrauenskultur gegenüber Arbeitnehmern und befürchten eine Überlastung der Arztpraxen, während Befürworter Missbrauch („Krankfeiern“) eindämmen wollen.
  4. Im Podcast wird auch das Thema Code-Switching diskutiert

Summary:

Im Easy German Podcast diskutieren Manuel und Karina über das aktuelle Reformpaket der deutschen Bundesregierung unter Friedrich Merz. Das Paket umfasst 34 Reformen, darunter Steuerentlastungen für geringe und mittlere Einkommen sowie höhere Abgaben für Besserverdienende. Die Maßnahmen sind ein Kompromiss zwischen der konservativen CDU und der sozialdemokratischen SPD.

Besonders kontrovers wird jedoch eine spezifische Reform diskutiert: die Pflicht zur ärztlichen Krankschreibung bereits ab dem ersten Krankheitstag, statt wie bisher ab dem dritten Tag. Diese Regelung soll angeblich Missbrauch verhindern, stößt aber auf breite Kritik. Arbeitnehmervertreter und Ärzteverbände bezeichnen sie als „Misstrauenskultur“ und „absolute Katastrophe“, da sie die ohnehin überlasteten Praxen zusätzlich belasten würde.

Zudem wird Kanzler Merz vorgeworfen, mit Aussagen über angebliche Faulheit der Deutschen die Stimmung im Land zu verfehlen. Manuel und Karina kritisieren die Regelung und betonen, dass sie in ihrem eigenen Unternehmen die bisherige Praxis beibehalten wollen. Abschließend wird eine Hörerfrage zum Thema Code-Switching beantwortet, also dem Wechsel zwischen Hochdeutsch und Dialekt oder zwischen Sprachen im Alltag des Easy German Teams.

FAQs

Es ist ein Paket mit 34 Reformen, das kleine und mittlere Einkommen steuerlich entlasten und Unternehmen unterstützen soll. Es wurde von der Koalition aus CDU, CSU und SPD beschlossen.

Nach der neuen Regelung soll ab dem ersten Tag der Krankheit eine ärztliche Krankschreibung nötig sein, statt wie bisher erst ab dem dritten Tag.

Sie wird als Misstrauenskultur gegenüber Arbeitnehmern gesehen und könnte die ohnehin überlasteten Arztpraxen zusätzlich belasten. Viele finden sie respektlos gegenüber der Lebensrealität der Beschäftigten.

Es bedeutet, sich krank zu melden, obwohl man nicht wirklich krank ist, oft um frei zu haben. Der Begriff wird auch für echte Krankmeldungen genutzt.

Es ist das Wechseln zwischen Hochdeutsch und Dialekt oder zwischen Deutsch und Englisch, je nach Gesprächspartner und Kontext. Das Team passt seine Sprache an, besonders wenn es mit Deutschlernern spricht.

Manche Arbeitgeber, wie Karina, möchten die alte Regelung beibehalten, weil sie auf Vertrauen setzen. Die gesetzliche Änderung betrifft vor allem neue Arbeitsverträge.

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