Den Kindern von der Trennung erzählen: Diese Tipps helfen euch dabei!
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Die Folge zeigt, wie Elternpaare ihre Trennung ihren Kindern stimmig, liebevoll und altersgerecht mitteilen können. Das Ziel ist es, Sicherheit und Wertschätzung zu vermitteln, ohne die Kinder zu belasten oder sie in eine Opfer-Täter-Situation zu bringen. Ein entscheidender Punkt ist das stimmige Elternpaar, das trotz Trennung für die Kinder weiterhin ein stabiles und verlässliches Zuhause darstellt. Das Gespräch sollte gemeinsam und im besten Fall mit einem neutralen Dritten, wie Tante oder Oma, durchgeführt werden, um eine klare, vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Dabei werden Altersunterschiede berücksichtigt: Kleine Kinder benötigen einfache, konkrete Informationen, während ältere Kinder komplexere Fragen stellen können. Es ist wichtig, dass Schuldfragen abgeklärt und Wut oder Traurigkeit ohne Druck begleitet werden. Zudem sollten verlässliche Alltagsgewohnheiten und klare Umgangsregeln eingeführt werden, um die Kinder in der neuen Phase zu stabilisieren. Die Folge betont, dass die Trennung ein Prozess ist, der über Wochen oder Monate verläuft und bei dem die Eltern als stimmiges, wertschätzendes Elternpaar weiterhin für die Kinder da sein müssen.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um den Kindern von der Trennung erzielen.
Diese Tipps helfen dir dabei.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Wenn man sich als Elternpaar für eine Trennung entschieden hat,
dann stellt sich ja auch immer die Frage, wie erzähle ich den Kindern davon?
Und neben der Angst natürlich vor der Reaktion von den Kindern,
gibt es natürlich auch noch verschiedene andere Sorgen.
Also kann ich überhaupt den Kindern Sicherheit vermitteln in dem Gespräch?
Und wie wird das alles überhaupt bei uns zu Hause in der Zukunft aussehen?
Je nachdem, wie alt die Kinder sind, muss man natürlich eine altersgerechte,
Erklärung bringen.
Und wir erzählen euch in dieser Folge, wie ihr die Trennung euren Kindern stimmig mitteilen könnt
und welche Tipps euch auf diesem Weg helfen.
Ich denke, das Problem häufig ist auf der einen Seite,
dass man nicht weiß, wie man den Kindern gegenüber das kommunizieren soll.
Auf der anderen Seite sind ja nicht wenig Menschen vielleicht befangen durch ihre eigene Kindheit,
wenn sie selber eine Trennung der Eltern erlebt haben.
Also selber das Leid als Trennungskind.
Genau.
Und werden dann wieder angetriggert von ihren eigenen Gefühlen, die sie als Kind hatten
und stellen sich dann eben dadurch vor, wie das wohl für die eigenen Kinder sein wird.
Und die Erfahrung zeigt, dass die Art und Weise ganz entscheidend ist, wie man damit umgeht
und ob man nun wirklich ein stimmiges Elternpaar bleibt
oder ob das dann in weitere Konflikte gerät.
Vielleicht differenzieren wir für den Start nochmal ganz kurz Liebespaar und Elternpaar.
Damit die Zuhörer auch wissen, was gemeint ist.
Genau, das war nochmal gut.
Also Liebespaar, das sind zwei Menschen, die als Paar zusammen sind, die eine Liebesbeziehung haben.
Und Elternpaar sind zwei Menschen, die sehr, sehr häufig davor eine Liebesbeziehung hatten,
die die Verantwortung als Elternteil haben.
Und wenn man sich trennt, trennt sich halt häufig das Liebespaar.
Aber das Elternpaar kann sich eigentlich nicht trennen.
Bei Eltern bleibt man ja in der Rolle.
Jetzt ist natürlich die Frage, bleibt man wirklich Elternpaar, wenn einer sagt,
ich möchte gar keine Verantwortung mehr übernehmen.
Also könnte man auch sagen, Elternpaar natürlich, wenn beide dazu bereit sind.
Und so ist es ja in den allermeisten Fällen die Verantwortung weiterhin für die Kinder zu übernehmen.
Genau, deswegen sprechen wir immer von einem stimmigen Elternpaar.
Und das ist eben auch das, was für Kinder besonders wichtig ist.
Dass das Elternpaar an einem Strang zieht, gleiche Werte vermittelt, gut voneinander spricht und so weiter.
Das Liebespaar ist so ein I-Tüpfelchen obendrauf.
Jetzt in dem Gespräch ist natürlich häufig das Problem, dass man selber vielleicht noch total viele Unsicherheiten hat.
Also man hat so auf der To-Do-Liste, jetzt müssten wir eigentlich mit unseren Kindern sprechen darüber.
Aber häufig sagen Paare im Coaching dann, ich habe selber noch gar keinen Plan, wie es jetzt weitergehen soll.
Und wie soll ich das denn jetzt vermitteln?
Oder noch eine Stufe davor, dass eigentlich noch ganz viele Verletzungen offen sind.
Oh ja.
Dass man noch wütend auf die Partnerin oder den Partner.
Dass man selber noch in tiefer Trauer steckt.
Dass selber vielleicht noch gar nicht realisiert hat, was jetzt passiert.
Und gerade vielleicht in Situationen, wo das plötzlich kommt, durch eine aufgedeckte Affäre oder ein Fremdgehen.
Wo auf einmal jemand sich in die Situation hineinversetzt fühlt, sich jetzt trennen zu müssen.
Ganz häufig ist es ja auch gekoppelt an den Schritt der räumlichen Trennung.
Also dass Paare, wenn sie zusammen sind, dann in diese Krise reinkommen und wenn sie dann sagen,
okay, jetzt trennen wir uns, das liebes Paar soll auseinander gehen, wohnt man ja meistens noch zusammen.
Und dann sagt man, okay, wenn jetzt einer auszieht, dann müssen wir es eigentlich unseren Kindern sagen.
Aber das stellt sich dann die nächste Problematik, wie läuft denn so ein Ausziehen ab?
Also sollte man das den Kindern vor dem Ausziehen sagen oder danach?
Weiß man überhaupt schon so schnell?
Ja, kann ja auch meistens einer nicht ausziehen.
Wie die Zukunft weitergeht, zieht einer in die Wohnung?
Wer bleibt bei den Kindern?
Kann man das Haus halten?
Also einfach mal zu sagen, so wie sagt man das den Kindern, ist häufig nicht so ein isoliertes Problem,
sondern da sind so ganz viele andere Probleme, die da noch mit reinschwingen.
Und in der Folge passiert das, was in Partnerschaften eben auch häufig passiert,
wenn sozusagen ein größerer Konflikt bevorsteht oder eine Situation, die unangenehm ist.
Auf der einen Seite kann es passieren, dass das Gespräch erstmal aufgeschoben wird.
Man schiebt das vor sich hin.
Hofft, dass die Kinder das noch nicht gemerkt haben.
Oder?
Im schlimmsten Fall passiert es dann, dass auf einmal jemand anderes den Kindern das mitteilt.
In dem Glauben, die wüssten es schon.
Und die andere Situation ist natürlich, das kann entweder impulsiv ziemlich zeitnah passieren
oder eben, weil man es zu lange aufschiebt und das dann irgendwann impulsiv raus muss.
Vielleicht auch aus Schuldgefühlen oder anderen unguten Gefühlen den Kindern gegenüber.
Dass einer von beiden das einfach so raushaut und sagt, im besten Fall noch mit dem Vorwurf,
eure Mutter trennt sich von mir oder euer Vater trennt sich von mir.
Und damit sofort Fronten aufgebaut werden.
Dieser Punkt, dass Eltern hoffen, dass das Kind davon noch nichts weiß
oder bis zu dem Gesprächsmoment im besten Fall noch nichts weiß, ist immer sehr schwierig.
Weil man auch Kinder häufig da gerne unterschätzt.
Kinder haben sehr große Ohren, die auch durch Wände gehen sozusagen.
Also sie haben ein gutes Feingefühl.
Was zwischen den Eltern abläuft, wie Eltern sich fühlen.
Und so kann man eigentlich sagen, dass die Kinder fast immer das Doppelte wissen von dem,
was Eltern denken, was Kinder wissen.
Weil sie es schon gespürt haben, weil sie die Emotionen gemerkt haben,
weil sie die Nebengeräusche gemerkt haben, weil sie es vielleicht im Gespräch mit Oma und Opa
schon mitbekommen haben, als Mama oder Papa da mal was erwähnt haben
oder Oma und Opa nochmal nachgefragt haben.
Also Kinder sollte man auf keinen Fall unterschätzen.
Und da ist es natürlich auch wichtig, wie du sagst, das Gespräch nicht immer weiter aufzuschieben
und den Moment immer nach hinten zu verschieben, weil man dann in gewisse Probleme reinläuft,
wie du sagst, dass das dann doch rauskommt, ohne dass man eine gute Vorbereitung hat.
Ja, ich denke Sinn, das Gespräch zu verschieben und das erleben wir ja auch in den Coachings bei uns,
wenn es um das Thema Trennung geht und dann letztendlich auch, wie man es den Kindern sagt,
das Aufschieben macht so lange eigentlich Sinn, bis man auch,
wenn man auch ein Elternpaar sein kann und möchte.
Also es ist ja auch häufig so, dass sich einer von beiden in der Verletztheit erstmal auf diesen Begriff Elternpaar
gar nicht einlassen kann, weil das Gefühl da ist, mit Paar ist da gar nichts mehr.
Und das ist etwas, was wir ja häufig im Coaching erstmal herstellen,
dass wir die Verletzungen soweit lösen, dass da wieder ein wertschätzendes Miteinander passieren kann
und auch wieder der Blick auf die Kinder zurückkehren kann.
Ja, das ist ja auch wichtig.
Im allerschlimmsten Fall werden die Kinder noch im ganzen Trennungsgeschehen instrumentalisiert,
um irgendwas durchzusetzen, was man haben will.
Die eigenen Verletzungen sind dann so stark, dass man, auch wenn man sich das vorher vielleicht immer gesagt hat,
dass man das nie machen würde, den Weg dann irgendwie über die Kinder geht.
Und das ist eben so der Punkt, warum wir auch dann eigentlich ganz dankbar sind,
wenn jemand im Trennungsprozess noch zu uns kommt.
Ja.
Und weil man ja auch immer mal erlebt, dass ein Paar kommt und einer von beiden ist unsicher,
der andere will auf jeden Fall die Beziehung noch haben.
Und dann führt das zur Trennung, wenn die Klarheit da ist.
Und dann ist ein Abbruch da.
Und dann hast du das Gefühl, nee, Paartherapie, Paarcoaching ist beendet, weil wir trennen uns ja.
Aber gerade die Trennung ist ja auch total wichtig, um das begleiten zu lassen häufig,
um eben keine Prägung mitzunehmen in die nächste Beziehung,
um nicht irgendwie eine Brille noch mitzunehmen in die nächste Beziehung.
Und gerade dann, wenn Kinder durchgehen.
Wenn Kinder da sind, eben Elternpaar sinnvoll bleiben zu können,
die Dinge aufzuarbeiten und dann gut für die Kinder da sein zu können.
Das ist, denke ich, so die innere Verpflichtung, Verantwortung, die man haben sollte,
wenn man sich für Kinder entscheidet, so einen Weg dann auch durchzuziehen.
Und es gibt ja noch so Sachen wie vielleicht den Besitz zu klären, also Haus und so weiter.
Es ist ja nicht so, dass man sich einfach häufig trennt und sagt,
ja, ich nehme dann mal meine drei T-Shirts mit, wie man es irgendwie mit 18 gemacht hat.
Oder ich nehme meine Zahnbürste und gehe.
Sondern man hat ja schon sehr viele Verpflichtungen, die häufig ja über Jahre, Jahrzehnte laufen,
wo es ja auch einfach darauf ankommt, jetzt nochmal schlau zusammen zu handeln.
Ja, also wir haben auch schon mal Vermögenslisten geführt und aufgeteilt in der Mediation.
Und das klappt ja ganz gut, vor allen Dingen, weil wir vorher Verletzungen gelöst haben.
Genau.
Also wir haben dazu auch nochmal einen Blogbeitrag geschrieben,
Trennung den Kindern mitteilen, so geht's.
Und da könnt ihr eben nochmal nachlesen,
wie ihr in welcher Altersstufe mit euren Kindern sprecht,
wenn eine Trennung ansteht und wie das eben, naja, so schonend wie nur möglich ist,
vor allen Dingen mit so viel Sicherheit wie irgendwie möglich,
in so einem für Kinder unsicheren Moment.
Und wenn ihr das Gefühl habt, dass euch ein Trennungscoaching
oder auch ein Coaching, wie ihr das euren Kindern mitteilen möchtet,
euch weiterhelfen wird, beziehungsweise das irgendwie bei euch ansteht,
dann meldet euch gerne.
Ina ist da.
Sie ist als Erzieherin und Pädagogin die Expertin
und führt sehr regelmäßig mit Eltern Gespräche.
Ich spreche darum, wie man in den verschiedensten Altersstufen mit den Kindern darüber spricht.
Weil das ist natürlich auch super spannend.
Wie mache ich das, wenn der eine vielleicht drei ist und der andere acht oder so?
Das habe ich ganz häufig.
Dann braucht der eine was ganz anderes als der andere.
Absolut, ganz andere Bedürfnisse.
Also da stellen sich ganz viele Fragen.
Erzähle ich das den beiden zusammen?
Hat früher vor später Vorrang?
Genau.
Erzählt man das erst dem älteren Kind und so weiter und so weiter?
Ja.
Also das sind ja sehr, sehr viele Fragen.
Wir könnten wahrscheinlich einen einzigen Podcast-Kanal dafür eröffnen, wie man das durchführt.
Wir haben uns fünf Schritte überlegt und dann noch einige Tipps für das Gespräch selbst.
Also erstmal so fünf Schritte rund um den Rahmen, den man aufbaut und dann konkrete Tipps innerhalb des Gesprächs.
Ina, was ist Schritt eins?
Schritt eins.
Macht euch Gedanken darüber, wie ihr die Trennung kommunizieren möchtet.
Also wie möchtet ihr das Gespräch gestalten?
Da gibt es so ein bisschen den Leitfaden, dass es immer gut ist, wenn man zuvor als ehemaliges Paar, in dem Sinne jetzt noch Elternpaar, sich zusammensetzt und sagt, wer von uns führt das Gespräch?
Also wer fühlt sich so in der Lage, dass er das Gespräch führen kann?
Also anfängt zu sprechen, das ganze Gespräch so ein bisschen kommunikativ leitet.
Und wer kann der Part sein, der eher. Auf den äußeren Rahmen achtet.
Also zum Beispiel auf achtet, wie reagiert das Kind, die Kinder, wie ist die Emotion im Gesicht, was wird gebraucht, wird gebraucht, dass man schon mal den Arm umlegt, wird gebraucht, dass man ein Taschentuch reicht.
Wird vielleicht auch gebraucht, dass man mal kurz eine Pause macht und man sagt, so, wir machen mal kurz eine Pause, ich hole mal was zu trinken.
Was aber wichtig ist, dass man diese Rollen vorher erklärt, weil sonst sitzt man da und jeder Erwachsene guckt den anderen an und sagt, ja.
Willst du jetzt, willst du jetzt?
Und wie du schon sagtest, das Hauptaugenmerk ist auf Sicherheit.
Das ist keine Sicherheit, wenn ich nicht weiß, wer jetzt dran ist mit Sprechen und wer mal jetzt dran ist, den Arm zu nehmen.
Das ist für viele immer schwer, das erarbeiten wir auch im Coaching sehr regelmäßig, wer welche Rolle einnimmt und wer sich auch in welcher Rolle wohlfühlt.
Das ist auch ganz wichtig.
Der eine sagt, ist das jetzt doof für dich, wenn ich jetzt nicht spreche, kannst du das eher übernehmen?
Und ganz häufig sagt der andere, nö, klar.
Ich hätte jetzt aber gedacht, das hast du.
Wenn du willst und da auch ehrlich zu sich sein, zu sagen, mir wird das jetzt eher schwer fallen.
Das ist das Erste.
Also wie kann man das Gespräch gestalten?
Denn das Gespräch aktiv vorbereiten, also sich Gedanken zu machen, wie wollen wir das denn machen?
Also wollen wir das, wie du schon sagst, den Kindern zusammen sagen, wie alt sind die Kinder?
Also haben wir einen Dreijährigen da sitzen und eine Sechsjährige oder noch weiter Abstand, da drüber zu sprechen, wie fühlt sich das für die Eltern gut an?
Und das ist so ganz individuell.
Man kennt ja seine Kinder selber am besten.
Natürlich ist es, wenn das Alter weit auseinander liegt, dann würde man das trennen, weil die Emotionen so komplett unterschiedlich sind
und die Fragen kognitiv auch komplett anders sind, weil die Information, die ein Achtjähriger braucht, braucht der Dreijährige auf jeden Fall nicht.
Und das bespricht man halt da einfach auch, dass immer das Elternpaar sich einig ist und sagt, ah, okay, ja, lass uns das so machen.
Ja, und eben vorab über schwierige Fragen.
Schwierige Fragen, Gedanken machen oder was könnten die Fragen sein und sich dann schon mal die Antworten gemeinsam zurechtlegen, die man eben auch gemeinsam vertreten kann.
Also schwierige Fragen könnten sowas sein wie, liebt ihr euch jetzt gar nicht mehr oder hasst Mama jetzt Papa, darf Papa gar nicht mehr ins Haus kommen?
Hab ich Schuld als Kind vielleicht?
Genau, hab ich Schuld.
Kinder stellen manchmal auch Fragen, die so ein bisschen quer sind, sowas wie,
ja, werde ich jetzt alle meine Freunde verlieren?
Die so ganz abstrakt nochmal in die Richtung gehen.
Ja, wo man immer denkt als Erwachsener so, hä, wie kommst du denn jetzt da rauf?
Aber das ist halt das, was für das Kind wichtig ist.
Kann auch sowas sein wie, werdet ihr euch aber, werdet ihr wieder als Paar zusammenkommen?
Also alles Fragen, wo man selber denkt so, oh, da entsteigt jetzt ein Unwohlsein auf, weil man denkt so, hm.
Oder auch was gerne gefragt wird, Mama.
Oder Papa.
Ja, wenn man sagt jetzt, wenn man das Kind zu Mama spricht, Mama, hast du Papa noch lieb?
So, das ist auch eine Frage, wenn man gerade frisch getrennt ist, die nicht immer so leicht, wenn man vielleicht gerade auch eine große Verletzung hatte, auszusprechen ist.
Genau, da spricht man vorher drüber.
Das ist immer auch, das kommen wir später auch drauf wichtig, dass man in einem Wir-Gefühl für die Kinder spricht.
Und das geht halt nur, wenn die Antworten vorgesprochen sind.
Wir Elternpaar, ne?
Ja.
Ja.
Zwei, vereinbart einen Termin für das Gespräch.
Also nicht mit den Kindern, sondern ihr als Eltern.
Dass ihr euch anschaut, wann wäre ein guter Rahmen, ausreichend Zeit und so weiter.
Und das soll eben nicht zwischen Tür und Angel passieren, sondern das sollte entsprechend vorbereitet werden.
Genau.
Vielleicht ist es auch gut, dass eben auch dann noch ein bisschen Zeit ist, dass man das nicht am Abend macht, kurz bevor man schlafen geht oder so.
Da gibt es so ein bisschen diese Grundsatzregel.
Dass man sagt, der Nachmittag mit einer Stunde zum Abendessen mindestens bietet das ganz gut an.
Also, dass man die Kinder von Schule, Kita, wo auch immer, erstmal nach Hause kommen lässt.
Dass sie nochmal was snacken, dass sie zur Ruhe kommen.
Dass man jetzt nicht gerade frisch vom Spielplatz kommt und da die ganze Energie gerade schon raus ist.
Sondern, dass man so einen ruhigen Nachmittag abpasst, aber halt noch mit einem bewussten Abstand zum Abendessen.
Weil, was halt wahrscheinlich der Fall ist, dass Emotionen hochkommen.
Die können halt auch verspätet hochkommen, nicht in dem Moment.
Aber, dass man halt den Abstand zum Schlafen vor allen Dingen hat.
Gerade bei Kleinkindern.
Und welchen Tag würdest du wählen?
So einen Freitag, damit man das Wochenende danach hat?
Ich würde auf jeden Fall keinen Montag wählen.
Nee, also tendenziell Donnerstag, Freitag.
Das muss natürlich passen.
Das ist jetzt alles sehr theoretisch.
Das muss mit den Eltern natürlich auch passen.
Wenn ich jetzt jemanden habe, der das nicht hinkriegt am Donnerstag, Freitag aus Gründen.
Vielleicht dann einen Samstag.
Aber wie gesagt, jetzt nicht Anfang der Woche.
Weil, da greife ich vielleicht an.
Da greife ich dir schon ein bisschen vor.
Ist ja auch wichtig, dass andere Personen, die eng mit dem Kind verbunden sind,
auch das Wissen darüber haben.
Das ist nämlich total doof, wenn man am Sonntagnachmittag dem Kind jetzt sagen würde,
was passiert.
Und das ist total durch den Wind.
Geht aber am Montagmorgen in die Kita, in die Schule.
Und da sitzt dann die Erzieherin, der Erzieher oder der Lehrer, die Lehrerin
und denkt sich so, was ist mit diesem Kind los?
Also, weil das Kind noch völlig fahrig ist und sich ganz viel Gedanken macht.
Das heißt, man geht nicht in die Schule.
Man gibt dann ja auch ein bisschen die Verantwortung ab, was nicht ganz fair ist.
Weil man im besten Fall gibt man Wissen auch in den Kindergarten und in die Schule.
Natürlich bedarf es da jetzt keiner Rechtfertigung oder den intimsten Gründen, warum was ist.
Aber man teilt halt dann mit, wie der Stand emotional beim Kind ist.
Damit natürlich das einfach nicht dahingehend läuft, dass dann der Erzieher oder die Erzieherin sagt,
Mensch, hier, reiß dich doch mal zusammen.
Setz dich doch mal ordentlich hin.
Warum bist du denn so aufgeregt?
Oder warum bist du denn so traurig?
Sondern dann vielleicht auch anders reagiert mit dem Wissen und sagt,
ah, okay, ich habe das Hintergrundwissen, da bin ich mal ein bisschen liebevoller unterwegs.
Der dritte Schritt, bereitet euer Kind oder eure Kinder auf die Trennung vor.
Da geht es so ein bisschen um die liebevolle Atmosphäre, wertschätzend, einfühlsam,
Verständnis zeigen, Zeit leisten, Sicherheit geben.
Also, das auch aufs Gespräch bezogen.
Nimmt eine schöne Atmosphäre.
Das sollte jetzt kein Tür- und Angelgespräch sein.
Man darf sich dann auch irgendwie aufs Bett setzen, auf die Couch setzen,
oder die Kinder sollten nicht das Gefühl haben, dass es irgendwie so abgehetzt ist,
sondern dass es auch Zeit ist für Fragen, dass alles sein darf und die Sicherheit auch geben.
Damit ist zum Beispiel auch gemeint, das müsste man natürlich vorher als Elternpaar klären,
wie ist die Zeit nach dem Gespräch?
Also, geht Papa oder Mama danach dann gleich oder kann man danach,
und das sage ich immer, wäre ganz schön, noch mal eineinhalb Stunden zusammen verbringen,
und da tut es auch gut, noch mal gerade bei kleineren Kindern komplett was anderes zu machen.
Also, kann man noch mal zusammen vielleicht in den Garten gehen oder ein Spiel zusammenspielen
oder noch mal, dass man irgendwie noch mal dieses Gefühl von Sicherheit für das Kind noch mal zusammen als Familie schafft.
Das wird ja sicherlich auch häufig in mehreren Schritten passieren,
dass man dann das erste Mal das Gespräch hatte, aber dann verändert sich wieder was,
wie dann kommt der Auszug, dann ist das nächste Gespräch darüber.
Also, das werden ja viele Erklärungsgespräche sein.
Oftmals neue Fragen kommen und da sich immer wieder offen zu zeigen und auf das Kind zuzugehen
oder auch eben offen zu sein, dass das Kind auf einen selbst zugehen kann, ist, glaube ich, total wichtig.
Und da auch wichtig, alle Gefühle dürfen sein.
Die meisten Menschen haben Angst, dass die Kinder anfangen zu weinen in so einem Gespräch,
aber auch Wut kann eine Rolle sein, dass die Kinder sagen, ich finde das total doof, dass sie euch trennen.
Warum? Ihr macht mir alles kaputt.
Das ist noch gerne auch so eine Sache bei älteren Kindern, die so Anfang der Pubertät sind,
wenn sie sagen, nee, das ist ja doof, da müssen wir bestimmt ausziehen, also, dass auch ganz viel Wut kommt.
Aber alles darf sein.
Weil da wird in so einer Trennungssituation, finde ich, wird auch so ein bisschen das Machtgefälle ja wieder klar.
Die Eltern entscheiden, was ja auch deren gutes Recht ist, aber die Kinder müssen sich dem eigentlich fügen.
Müssen die Konsequenz eben mittragen.
Genau, aber sie spüren ja eine Konsequenz.
Das ist ja nicht so, dass die das nicht, dass es für sie keine Auswirkung hat.
Das meine ich ja.
Genau, und das kann natürlich gut sein.
Und die Konsequenz darüber tragen, dass die Eltern nicht mehr als Liebespaar zusammen sein wollen.
Und Wut begleiten oder Traurigkeit begleiten heißt also?
auch aushalten. Und das ist super schwer
oder kann super schwer sein.
Aber da ist es auch wichtig, nicht gleich
das so runter zu machen wie,
ja, es ist doch auch gut und du wirst doch schon sehen,
das wird alles super werden.
Weißt du doch gar nicht. Also natürlich
Sicherheit zu bieten, aber auch das nicht gleich
so klein zu machen, sondern zu sagen,
darf es auch wütend und traurig sein. Ist okay.
Gut, das ist glaube ich
ein natürlicher Reflex bei vielen aus der
eigenen Kindheit heraus. Ein Indianer
kennt keinen Schmerz und bis du verheiratet
bist, ist das alles wieder gut und all die ganzen
Sprüche. Und der Hoffnung, dass die Emotionen halt auch
schnell aufhören. Genau, was ja häufig
dann der Wunsch ist. Aber
wenn die Emotion schnell aufhören soll, ist halt
die Gefahr groß, dass was zurückbleibt
und sich eben festsetzt.
Und das ist eben genau der Grund, warum
wichtig ist, zu schauen, dass
man selber da nicht
zu sehr angetriggert wird. Und wenn man merkt, man hat
da aus der eigenen Kindheit noch
ein Thema mit der Trennung der Eltern offen,
ist das nicht gut. Dann ist es gut,
da ranzugehen an dieses Ding.
Auf der anderen Seite eben die
Versetzung zwischen euch als
Paar oder jetzt als Elternpaar
so gut wie möglich gelöst zu haben, um
eben Wut und Traurigkeit der Kinder
begleiten zu können. Also
aushalten, Schrägstrich begleiten.
Traurigkeit verarbeitet man
durch Umarmen, wenn das die
Kinder machen wollen. Und einfach
die Traurigkeit zulassen. Man kann
natürlich auch selber
sagen, dass man auch traurig darüber
ist. Genau, da ist
natürlich eine Gefahr drin, wenn ich
sage, wenn das Kind sagt, ich bin so traurig und
der Part, der die Trennung
vielleicht nicht wollte, das weiß das Kind ja vielleicht
nicht, aber und sagt, ja, mich macht das auch
traurig, dass der Dritte denn da sitzt
und sagt so, ja super, jetzt sind wir alle beide traurig
und ich bin der Schuldige.
Naja, deswegen stimmt man das ja vorher ab.
Genau. Dass eben auch der Dritte, der
da sitzt, auch traurig ist. Ja. Weil jetzt
endlich auch
auch, ich meine, wäre ja
unnatürlich, wenn man nicht traurig darüber ist,
dass man seinem Kind mitteilen muss, dass sich
das Liebespaar trennt und auch, dass
einfach diese Liebespaar-Trennung erfolgt, macht
ja einfach auch immer eine Traurigkeit.
Natürlich. Was natürlich im nächsten Schritt
wichtig ist, dass niemals
die Situation entsteht, dass das Kind
denn das geführt ist, müsste den Elternteil
trösten.
Vor allem mal. Und die
Rollen dann vertauscht werden, sondern dass das Kind immer
Kind bleibt und das Kind in seinen Emotionen
gesehen wird und begleitet wird und nicht, dass die Kinder
nachher die Eltern begleiten. Genau.
Das ist eine Gefahr wirklich. Wieder der Punkt,
man muss das selber gut verarbeitet
haben, dass man eben aussprechen
kann, ich mache das auch traurig,
und das ist sicherlich auch nicht schlimm, wenn
dann auch mal eine Träne runterfließt, aber
wie du schon sagst, es muss trotzdem das
Gefühl sein, dass ich dann
derjenige bin, der die Kinder noch begleiten
kann. Ja.
Schritt 4.
Gebt einen kleinen Ausblick
auf die Zukunft. Und
ein kleiner Ausblick, das ist
genauso gemeint. Genau. Also
es ist natürlich schon wichtig, auch da wieder
im Rahmen der Sicherheit, dem Kind
aufzuzeigen, wie es jetzt
in ganz naher Zukunft weitergeht.
Aber eben nicht zu detailliert
und vor allen Dingen nicht zu viele
Details, die gerade für kleine Kinder
irrelevant sind. Absolut. Da haben wir häufig
eine ganz andere Vorstellung davon,
was gebraucht wird
und was dann tatsächlich eigentlich gebraucht
wird für den Moment. Ja. Hatte ich auch
letztens ein paar, denke ich,
das ist immer ein dreijähriges Kind, wo
die beiden natürlich in ihrer positiven
Absicht sehr viel Transparenz,
also bevor wir,
die hatten das den Kindern schon gesagt
und dann waren sie bei uns im Coaching,
und haben gesagt, ja, sie haben ganz viel
überlegt, wie sie das dem Kind sagen,
haben sich mit dem Kind zusammengesetzt, waren da auch
natürlich stolz drauf und haben ihnen das dann mal erklärt.
Da waren aber ganz
viele Informationen, wo man denkt so,
der Kleine ist drei Jahre,
für den ist das jetzt nicht
so wichtig zu wissen, dass Papa
durch den Umzug dann auch die Arbeit
wechselt und
was das für Konsequenzen für Mama hat
und dass Mama dann
aber bei der Kita so und so abholt,
das ist viel, viel, viel zu viel.
Also das soll
nicht so sein, dass man das Gefühl hat,
die Kinder müssen jetzt ein Blog rausholen und
erst mal mitschreiben. Ja, genau. Und dann ist das
zu viel. Ja. Meistens
brauchen Kinder
deutlich weniger Informationen, weil für
die ist erst mal das Thema
Sicherheit wichtig. Also was verändert sich
für mich konkret?
Muss ich jetzt ausziehen? Bleibe
ich hier wohnen? Wer bleibt hier als
Person? Gehe ich
noch weiter zur Schule? Gehe ich noch weiter in die Kita?
Habe ich meine Freunde noch? Haben wir noch was zu essen?
Ähm, bleiben die Haustiere?
Sowas ist für Kinder wichtig.
Wann sehe ich Mama wieder? Wann sehe
ich Papa wieder? Dass das so geklärt ist.
Da haben wir ja das typische
Emotionen vor Sachebene. Es geht jetzt
in diesem ersten Gespräch darum,
die Emotionen zu begleiten
und erst mal die Klarheit herzustellen
und dann kann man eben schauen, welche
Fragen und welche Dinge sind noch gerade offen.
Genau, so rumher. Und dann hat man ja auch manchmal eben
Kinder, die fragen
da nicht viel zu. Andere Kinder
sind total wissbegierig, vielleicht von Haus
aus und fragen auf einmal ganz viel.
Dann ist ja noch die Frage, welche
Vorerfahrung haben die schon?
Also haben sich in der Kita,
in der Schule schon andere Kinder,
also die Eltern getrennt und
haben die was berichtet?
Haben die vielleicht schon dadurch
gewisse Ängste, dass da
irgendwas ist? Vielleicht hat die
Schulfreundin erzählt, dass sie
nur noch alle paar Wochen
jetzt mal zu Papa darf und das ganz gruselig
und grausam ist und die streiten sich
nur noch und man denkt jetzt, wird das so
wie bei denen werden? Also das sind ja
so Sachen, die dann vielleicht auch hochkommen.
Das wisst ihr ja vielleicht auch, das haben ja vielleicht die Kinder
mal erzählt. Was für Erfahrungen
haben die schon mit Trennung
anderer Eltern gemacht und den
entsprechenden Kindern? Also was haben die da
berichtet? Und man sollte auch nur
das erzählen, was man wirklich schon für sich
weiß. Also das ist auch
mal die Gefahr, wenn man sagt, ja und
Papa wohnt dann
in der Wohnung. Aber Papa hat vielleicht
noch gar keine Wohnung, wohnt noch beim Kumpel.
Für ein Kind ist das dann so, ah Papa wohnt
in der Wohnung. Kann ich Papa dann nächste Woche besuchen
beim Schlafen?
Nee, Papa hat ja noch gar keine Wohnung.
Also in Zukunft, das ist viel zu kompliziert.
Und da sind wir bei Schritt 5.
Seid für euer
Kind, eure Kinder da.
Also bietet an, dass ihr jederzeit
gerne zum Reden
bereit seid, gerne zuhört.
Also ganz aktiv auch immer wieder
bei Veränderungen das Ganze anbieten,
um dann die unguten Gefühle
nachhaltig zu verarbeiten.
Dass das mit einem Gespräch klappt,
das wäre utopisch, sondern
das braucht schon mehrere Gespräche.
Denn auch wenn,
du sagtest ja schon, Kinder das feinfühlig
vielleicht spüren, dass da was ist,
so ist es ja
was anderes, das gesagt zu bekommen und
dann die Realität vor Augen zu haben.
Und ihr als Eltern habt euch damit
ja normalerweise schon meistens über
Monate beschäftigt und
euch irgendwie nach und nach gelöst und
wachst ja auch irgendwie in diese Trennungssituation
nach und nach ein.
Also die wenigsten gucken sich ja irgendwann
an und waren zuvor eigentlich recht zufrieden
und sagen, ja, wir trennen uns
dann mal. Ja, passt. Und dann geht's
ab morgen auf einmal da in die Richtung.
Sondern das bahnt sich ja an.
So wie man im Arbeitsplatz ja auch
irgendwie innerlich kündigt und sich darauf vorbereitet,
sich neu bewirbt, das ist ja auch ein Prozess.
Und so ist das ja hier meistens auch.
Da ist vielleicht auch noch zu erwähnen,
dass
wichtig ist, dass, wie gesagt, alle Gefühle
sein dürfen und auch die unguten Gefühle,
die du angesprochen hast, unterschiedlich
verarbeitet werden. Also
es kann sein, dass
manche Kinder bei dem Gespräch weinen,
dass sie wütend sind. Es kann sein, dass sie gar nichts
sagen, keine Fragen haben, gar nicht
reagieren, wo man denkt so, ist mein Kind jetzt
total unempathisch? Nee, das ist auch einfach
eine Form von Reaktion. Das kann
sein, dass die Fragen einen Tag später
kommen, am Abend kommen, mitten in der Nacht kommen.
Muss aber nicht. Es kann auch
sein, dass das Kind sich ganz
anders äußert, dass es vor allem Schlafstörungen
entwickelt, also sehr schlecht schläft,
unruhig ist nachts,
Appetitlosigkeit,
was häufig auch mal ist, dass wieder
ein bisschen so ein Rückschritt kommt, also dass
mehr Nähe gesucht wird zu der Person
oder zu einem Elternteil. Das kann
auch sein, dass Kinder
wütend reagieren, jetzt gar nicht mal bezogen
immer auf die Situation, sondern allgemein gereizter
sind. Deswegen ist es halt auch wichtig,
dass man so das Kind allgemein
beobachtet und auch
andere Leute mit ins Boot holt.
Also Kindergarten, Schule,
Tante, Onkel, Oma, Opa.
Da, wo es für einen stimmig
ist, aber dass man
das Kind nicht so
in dem Verhalten in eine Richtung laufen lässt
und jeder wundert sich.
Dann nennst du ja auch meistens immer noch
die unparteiische Bezugsperson, also
Tante, Oma, Onkel,
irgendwer, der
regelmäßig und viel Zeit mit dem
Kind verbringt, also jemand zum Beispiel,
der das Kind regelmäßig am Nachmittag sieht
oder von der Kita abholt, am Wochenende sieht,
wo man weiß, das Kind oder die Kinder
haben zu dieser Person Vertrauen aufgebaut.
Diese Person spricht man
vor dem Gespräch an
und holt sie sozusagen mit ins Boot,
fragt die Person, ob es in Ordnung ist,
als neutrale dritte Person für das Kind
zur Verfügung zu stehen. Die meisten sind
dafür bereit.
Da ist auch wichtig, dass die
neutrale dritte Person
auch über die Funktion Bescheid weiß,
also dass die Person als
Ansprechpartner für das Kind gilt.
Das heißt, es ist auch eine
Verantwortung, dass man nicht schlecht
über den einen oder den anderen Elternteil
spricht, sondern dass es einfach eine Person
ist, die das Kind
oder das Gefühl vom Kind aufhängt,
vielleicht die Fragen aufhängt, die das Kind nicht direkt
an Mama oder Papa stellen mag, weil
ein ungutes Gefühl entsteht, sondern
dann kann man Oma lieber ansprechen und sagen, Mensch, Oma,
was glaubst du denn? Wie ist das denn?
Wann zieht Papa denn aus?
Und das würde man dann in diesem
Gespräch auch dem Kind sagen.
Das hört sich jetzt ein bisschen
abstrakt und theoretisch an. Man würde dann einfach
zu seinem Kind sagen, du, ich wollte dir noch sagen,
also Oma bla bla bla
weiß auch, dass wir uns trennen.
Das ist jetzt auch kein Geheimnis.
Das ist auch immer wichtig, dass Kinder wissen, dass es kein Geheimnis ist.
und du darfst jederzeit zu ihr gehen und ihr Fragen stellen und mit ihr darüber sprechen
oder ihr auch sagen, wenn du dich nicht gut fühlst, das ist für uns in Ordnung.
Um mal so ein bisschen den Druck auch für das Kind aus der Situation zu nehmen,
eine weitere gute Person zu haben, die das auffangen kann.
Das war der Rahmen.
Genau.
Dann lass uns nochmal in die Tipps reinschauen, konkret für das Trennungsgespräch selbst.
Erster Punkt, Trennung vom Kind als Elternpaar aussprechen und nicht alleine.
Das heißt, es ist im besten Fall ein Dreier-Vierer-Gespräch, je nachdem, wie viele Kinder man hat.
Fünfer, Sechser, Siebener.
Man weiß es nicht.
Dann natürlich, hatten wir auch gesagt, auf die Altersabstufung achten.
Es ist nicht gut, zu sehr zu mischen, weil ein Kind mit drei Jahren hat eine Aufmerksamsspanne
vielleicht im Gespräch von fünf bis zehn Minuten und der Achtjährige hat noch mehr Fragen.
Aber es ist immer gut, wenn Mama und Papa dabei sind und man nicht das Gespräch alleine führt,
weil dann entsteht auch schnell das Gefühl, ist das jetzt wieder ein Geheimnis?
Wieso ist Papa oder Mama nicht mit dabei?
Reden wir schlecht über die Person?
So sollte es ja nicht sein.
Gespräch, zweiter Punkt, Gespräch in bekannter Umgebung führen.
Mit Kindern führt man so eine Gespräche nicht in einem Restaurant, in einem Café, in einer Eisdiele,
sondern im besten Fall in einem sicheren Umgebung, zu Hause, im Zimmer, in der Wohnstube.
Dritter Punkt, Blickkontakt zum Kind halten.
Das vermittelt Sicherheit und Stabilität.
Vierter Punkt.
Zeigt, dass ihr zwei kein Liebespaar mehr seid, aber immer ein Elternpaar bleiben werdet.
Also das haben wir schon gesagt, kann man auch dem Kind nochmal vermitteln.
Die Familie bleibt.
Der Unterschied zwischen Eltern und Liebespaar, dass die Familie bleibt und so weiter.
Nur, dass sich eben gewisse Rahmenbedingungen verändern und dass eben das Liebespaar so nicht mehr da ist,
dass man als Liebespaar zusammen ist, aber dass man sich noch lieb hat, sozusagen, dass man sich noch gerne mag.
Genau, dann wäre das sowas, dass man sagt, vor einem ganz kleinen Kind zum Beispiel, drei, vier Jahre,
Papa bleibt immer.
Immer dein Papa und ich als deine Mama bleibe aber immer deine Mama.
Nächster Punkt, vermittelt Liebe und Geborgenheit.
Versucht, ungute Gefühle von eurem Kind zu nehmen.
Genau, dass dem Kind klar ist, weiterhin geliebt zu sein.
Die Schuldfrage klären, dass das Kind keine Schuld trägt, keine Verantwortung trägt.
Also Kind sein lassen und ungute Gefühle von einem Kind nehmen, ist eben begleiten, Verantwortung übernehmen.
Man kann sich auch eben für die Wut, für die Traurigkeit, die entsteht, entschuldigen.
Genau.
Weil die hat man ja verursacht.
Und da ist es vielleicht nochmal, wenn es einen Elternteil gibt, der da mit der Trennung schwer zu kämpfen hat,
dass man dem Kind auch ein bisschen Sicherheit vermittelt.
Also da könnte man dann sowas sagen, wenn das Kind sagt, oh Papa, geht es dir jetzt so schlecht?
Dass man dann als Papa sagt, ja, das ist gerade nicht für mich eine leichte Situation.
Also wenn jetzt ein älteres Kind das fragt, ne, irgendwie acht, zehn, zwölf,
sagt, aber ich kümmere mich um mich.
Ich habe Freunde, mit denen spreche ich, oder meine Eltern.
Also, dass man dem Kind auch ganz konkret sagt, ich kümmere mich um mich.
Konkret sagt, halt, stopp, du bist Kind, du musst dich nicht jetzt um mich kümmern.
Ich komme klar.
Dann haben wir den Punkt der Trennungsgründe.
Da ist es so, dass man natürlich so ein bisschen aufpassen muss, wie detailliert macht man das wieder.
Das ist je nach Altersstufe ganz unterschiedlich.
Und gibt natürlich auch Grenzen.
Einfach wo man sagt, das gehört dann nicht mehr zu den Kindern.
Weil man auch vielleicht Lasten dann an die Kinder überträgt, die da nicht hingehören und so weiter.
Ein Beispiel ist zum Beispiel, also hatten wir auch, hatte ich auch schon mal im Coaching.
Das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen komisch an.
Aber alles Sexuelle hat für Kinder keine Relevanz.
Das ist einfach ein Wissen, das muss nicht beim Kind landen.
Wenn einer fremdgegangen ist.
Gerade wenn das auch Personen sind, die das Kind vielleicht kennt.
Also sei es im Freundes- oder Bekanntenkreis, muss man das Kind auch ein bisschen schützen.
Weil Kinder untereinander können sonst auch ganz schön gemein sein.
Dann haben wir Vorwürfe und Anschuldigungen unter Lasten.
Nicht schlecht übereinander reden.
Das ist ja so ein grundsätzliches Thema, was dann später auch gebraucht wird.
Damit vielleicht zukünftige Patchwork-Konstellationen und so weiter funktionieren sollen.
Aber dieses Nicht-schlecht-übereinander-reden, keine Anschuldigung, das ist halt wichtig.
Und im besten Fall schafft ihr es eben, du hast schon gesagt, so im Wir-Gefühl da zu sein als Elternpaar.
Dass man auch eben schon durch das Aussprechen, wir trennen uns voneinander.
Eine Einheitlichkeit, ein Gemeinsamkeit.
Ein Gemeinsam-Willen sozusagen formuliert.
Und nicht Papa trennt sich von mir oder Mama trennt sich von mir.
Sondern wir trennen uns, um auch da gar nicht so diese Opfer-Täter-Situation herzustellen.
Dass Papa der Schlechte ist, Mama die Böse, wie auch immer.
Sondern dass auch da ein Wir entsteht.
Auch da ist immer nicht ganz einfach.
Man muss vorher einiges verarbeitet haben.
Aber das wäre halt der Optimalfall.
Da habe ich eine ganz schöne Erinnerung an ein Coaching mal.
Da konnte er am Anfang ganz schwer.
Loslassen.
Aber die Rolle des Elternpaars ist bei ihm richtig gut angenommen worden.
Er hat sehr viel an sich gearbeitet, für sich getan.
Und da konnte er, das fand ich sehr beeindruckend, als das Kind gesagt hat, liebst du Mama denn nicht mehr?
Und da hat er gesagt, nee, Mama und ich haben uns getrennt.
Wir sind kein Liebespaar mehr.
Ich habe deine Mutter aber immer noch gerne.
Sie ist immer noch ein wichtiger Mensch, weil ich habe echt coole Sachen mit ihr erlebt.
Und weißt du, was das Coole ist?
Die Mama, die ist so cool und die dürfen wir beide behalten.
Du als Mama und ich als gute Freundin.
Das fand ich eine sehr viel Stärke.
Also zu sagen, du hast eine coole Mutter und die ist ja auch nicht weg, sondern die bleibt bestehen.
Und die Wertschätzung dann auf Elternpaar-Ebene rüberzubringen, aber auch ganz klar zu sagen, da ist keine Liebe mehr.
Aber es ist nicht alles schlecht gewesen.
Und daran seht ihr, dass eben dieser Weg im Coaching ganz häufig absolut sinnvoll ist.
Denn nicht viele Paare, die sich trennen und das einfach so festhalten.
Für sich machen sind, glaube ich, in so einer Haltung und Position, das so aussprechen zu können.
Das Kind war super schön.
Und das auch zu meinen.
Ja.
Das ist ja auch der Punkt, dass das einfach nur aussprechen, aber am Ende nicht leben, weil man sich dann doch vielleicht nicht angucken mag oder so.
Das passt auch nicht.
Und das, was da noch, um mal kurz zu ergänzen, ich weiß, es wird ja wahrscheinlich eine lange Folge.
Aber was da so schön war, die hatten zwei Kinder, ein kleineres Kind, irgendwie drei, vier habe ich in Erinnerung, und eine ältere Tochter, die war irgendwie so um die zehn.
Und der Vater, ich hatte die noch mal ein halbes Jahr später im Coaching, der hat sogar zu dem Geburtstag der Mutter und zum Muttertag immer noch etwas gekauft von dem kleineren Kind.
Das ältere Kind hat das schon selber was gemacht.
Und da haben ganz viele im Freundes- und Bekanntenkreis gesagt, wie kannst du das machen?
Weil es auch eine nicht gerade schöne Trennung war.
Also die haben sich jetzt nicht, von ihrer Seite aus ist schon was passiert, was sehr verletzend war.
Und hat gesagt, ja, ich schenke ja nicht meiner Ex-Frau etwas, sondern ich besorge etwas für meinen Sohn, was für die Mutter ist.
Ja.
Und aus dieser Rolle heraus hat er damit gar kein Problem, weil er sie in ihrer Mutterrolle ja wertschätzt und gut findet.
Fand ich schon sehr beeindruckend.
Ja, wir hatten dann als nächsten Punkt, dass man sich darauf einstellt, dass eben ganz, ganz unterschiedliche Reaktionen kommen können.
Guckt, ob ihr dort mehrere Situationen durchspielt.
Das kann sein, dass euer Kind abblockt.
Das kann sein, dass das Kind Zeit für sich braucht.
Das kann sein, dass das Kind anfängt, darum zu betteln, dass ihr doch zusammenbleibt.
Also es können ganz verschiedene Situationen entstehen, die, je besser sie vorbereitet sind und von euch abgestimmt sind, umso sicherer für das Kind ablaufen können.
Darauf können wir natürlich auch nochmal im Coaching dann direkt eingehen.
Da würde ich noch fragen, wie sind so die Charaktere von eurem Kind?
Was denkt ihr, was passiert?
Da kann man auch natürlich vorher schon ein bisschen was erarbeiten.
Dann den Raum geben, ungute Gefühle zu äußern, auch über Ängste zu sprechen und diese entsprechend zu lösen.
Genau, das hatten wir auch schon vor.
Auch da kann man natürlich sich vorab überlegen, was Ängste sein könnten.
Da hatte ich ja auch schon gesagt, dass man vielleicht mal schaut, was für Erfahrungen gibt es schon im Umfeld mit anderen Trennungen.
Haben Kinder da schon mal was mitbekommen, gehört?
Daraus resultieren natürlich häufig Ängste, wenn das nicht gut bei anderen gelaufen ist, dass das bei einem selber genauso läuft.
Vielleicht hat sich da bei einer Freundin in der Schule die Eltern getrennt, auf einmal musste man die Schule wechseln.
Und dann fragt man sich, was passiert.
Dann weiß man eben schon aus solchen Situationen.
Wenn man sich daran erinnert, was könnten so Fragen sein, die da auftreten.
Der nächste Punkt ist, versucht in der Zeit danach Stabilität in den Alltag zu integrieren und verlässliche Routinen aufzubauen.
Das ist natürlich manchmal, wenn Leben in Veränderung ist, gar nicht so leicht, weil dann der eine fällt seinen Umzug planen und man weiß noch nicht, kann ich ja wohnen bleiben.
Das muss man immer ein bisschen individuell schauen.
Aber verlässliche Routinen können auch Kleinigkeiten sein.
Kann man vielleicht ein neues, sicheres Abendritual einführen?
Was beide vielleicht ausüben, wenn sie jeweils Zeit mit dem Kind verbringen.
Also wir puzzeln nochmal, bevor wir ins Bett gehen.
Oder wir hören nochmal ein Hörspiel zusammen.
Also irgendetwas, was das Kind sehr gerne macht, dass man das regelmäßig in den Alltag einbaut.
Und der letzte Punkt, legt Umgangsregeln fest, damit euer Kind weiß, wann es bei welchem Elternteil ist.
Das ist ja schon so ein bisschen weiter gegriffen.
Also wenn es wirklich klar ist, dass einer jetzt ausgezogen ist, wie soll der Umgang geregelt werden?
Das ist natürlich wieder ein Megathema, was wir jetzt eigentlich ansteigen.
Kurz gefasst, es ist eigentlich nur wichtig, das Kind mitzunehmen.
Wir lassen jetzt mal den ganzen Part beiseite, welches Umgangsmodell das vielleicht beste ist.
Oder das, was den Kindern am meisten Vorteil mit sich bringt.
Fakt ist aber, dass die Kinder halt mitgenommen werden müssen.
Das heißt, es ist schön, wenn man das schafft zu visualisieren, an welchem Tag ist Papa da, an welchem Tag ist Mama da, an welchem Tag ist Oma da.
Damit Kinder nicht in die Unsicherheit kommen und sagen, ich verstehe jetzt gar nicht mal,
wo ich bin, darf ich mich noch verabreden oder was ist jetzt heute.
Sondern, dass sie selbstständig auf so ein Board zum Beispiel gucken können, wo Magnete drauf sind.
dann sehen, wie läuft das so ab.
Das waren viele Tipps.
Oh ja, ich könnte ja noch weiterreden,
mir würden noch so viele Sachen einfallen.
Dann würde ich sagen, wenn das spannend ist,
dann machen wir dazu nochmal einen zweiten Teil,
wo du all das, was dir gerade einfällt
und du nicht mehr unterbringen konntest.
Dann könnt ihr jetzt auch nochmal so Coaching-Fälle,
also einen einzelnen Fall erzählen,
welche Konstellationen zum Beispiel die Kinder waren,
was das Problem war und wie Eltern das konkret gelöst haben.
War vielleicht auch noch spannend.
Klingt gut.
Aber das war es jetzt erstmal für diese Folge.
Also das war jetzt sehr viel,
falls ihr jetzt gerade in der U-Bahn oder im Auto unterwegs wart
und habt das nebenbei gehört,
dann könnt ihr das ja wie gesagt bei uns im Blog auch nochmal nachlesen.
Da habt ihr es dann nochmal schriftlich.
Also braucht ihr euch die Punkte nicht rausschreiben.
Und wenn ihr das Gefühl habt,
ihr steht jetzt kurz vor einer Trennung
oder ihr habt die Trennung schon ausgesprochen
und wollt den Weg irgendwie begleitet wissen,
damit das Ganze eben auch vernünftig
läuft, dann meldet euch
bei uns und dann helfen wir euch im Coaching
sehr gerne weiter.
Ansonsten folgt uns bei Instagram,
hört unseren Podcast,
lasst einen Kommentar oder ein Like da,
wir freuen uns immer drauf.
Vielen Dank. Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Die Kommunikation der Trennung mit den Kindern sollte stimmig, liebevoll und auf die Altersstufe abgestimmt erfolgen, um Sicherheit und Vertrauen zu schaffen.
Elternpaar und Liebespaar sind unterschiedliche Rollen
Das Gespräch sollte nicht allein von einem Elternteil geführt werden, sondern im besten Fall mit beiden Eltern und ggf. einer neutralen dritten Person wie Tante oder Oma.
Wichtige Aspekte sind die Sicherheit, die Wertschätzung der Kinder, die Klärung von Schuldfragen und die Vermeidung von Opfer-Täter-Situationen.
Die Eltern sollten gemeinsam vorab planen, wie das Gespräch abläuft, welche Fragen vorbereitet werden und welche Informationen für die Kinder relevant sind.
Kinder können frühzeitig auf Wände hören und Gefühle wahrnehmen, daher ist es entscheidend, das Gespräch nicht aufzuschieben und die Emotionen des Kindes nicht zu ignorieren.
Es ist wichtig, dass die Eltern als stimmiges Elternpaar zusammenbleiben, um die Kinder vor weiteren Konflikten zu schützen.
Der Umgang mit der Trennung sollte langfristig unterstützt werden durch stabile Alltagsgewohnheiten und klare, verlässliche Umgangsregeln für die Kinder.
Summary:
Die Folge zeigt, wie Elternpaare ihre Trennung ihren Kindern stimmig, liebevoll und altersgerecht mitteilen können. Das Ziel ist es, Sicherheit und Wertschätzung zu vermitteln, ohne die Kinder zu belasten oder sie in eine Opfer-Täter-Situation zu bringen. Ein entscheidender Punkt ist das stimmige Elternpaar, das trotz Trennung für die Kinder weiterhin ein stabiles und verlässliches Zuhause darstellt.
Das Gespräch sollte gemeinsam und im besten Fall mit einem neutralen Dritten, wie Tante oder Oma, durchgeführt werden, um eine klare, vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Dabei werden Altersunterschiede berücksichtigt: Kleine Kinder benötigen einfache, konkrete Informationen, während ältere Kinder komplexere Fragen stellen können. Es ist wichtig, dass Schuldfragen abgeklärt und Wut oder Traurigkeit ohne Druck begleitet werden.
Zudem sollten verlässliche Alltagsgewohnheiten und klare Umgangsregeln eingeführt werden, um die Kinder in der neuen Phase zu stabilisieren. Die Folge betont, dass die Trennung ein Prozess ist, der über Wochen oder Monate verläuft und bei dem die Eltern als stimmiges, wertschätzendes Elternpaar weiterhin für die Kinder da sein müssen.
FAQs
Das Gespräch sollte in einer sicheren, bekannten Umgebung stattfinden und mit beiden Eltern gemeinsam geführt werden. Es ist wichtig, die Kinder nicht alleine zu treffen und eine liebevolle, wertschätzende Atmosphäre zu schaffen, um Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln.
Es ist besser, das Gespräch vor dem Auszug zu führen, um die Kinder auf die Situation vorzubereiten und eine klare, strukturierte Erklärung zu ermöglichen. Nach dem Auszug kann das Gespräch weitergeführt werden, wenn neue Fragen auftauchen.
Es ist wichtig, klare Botschaften zu vermitteln, dass die Kinder keine Schuld tragen. Man sollte das Kind direkt darauf hinweisen, dass die Trennung nicht aufgrund von Fehlern oder Schuld vorherbestimmt ist und dass es keine Verantwortung für die Trennung gibt.
Ein Liebespaar ist eine romantische Beziehung, während ein Elternpaar die Verantwortung für die Kinder trägt. Selbst bei einer Trennung bleibt das Elternpaar bestehen, und es ist wichtig, dass beide Eltern als stimmiges Elternpaar weiterhin für die Kinder da sind.
Man sollte den Kindern einen kleinen, auf ihre Altersstufe angepassten Ausblick auf die Zukunft geben, ohne zu viel Detail zu vermitteln. Wichtige Fragen sind: Wer bleibt bei mir? Gehe ich weiter zur Schule? Habe ich meine Freunde noch? Das hilft, die Kinder in eine neue Realität einzuführen.
Ein neutrale dritte Person, wie Tante oder Oma, hilft dem Kind, seine Gefühle zu verarbeiten, ohne dass es Angst hat, schlecht über eine Elternteil zu sprechen. Diese Person kann Fragen stellend oder als sicherer Bezugspunkt dienen.
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