Speaker 1Hallo, ich freue mich, dass Du hier bist. Hier ist Lilian mit einer neuen Folge von meinem Podcast Lebendig Frau sein. Heute geht es um das Thema Deinen Körper lieben lernen und ich werde auch ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Wir werden gemeinsam ein bisschen praktische Übungen anschauen, dass Du so eine Idee davon bekommst, was Du tun kannst, wenn Dich das auch betrifft, wenn Du auch hier und da das Gefühl hast, so mit Deinem Körper irgendwie nicht ganz einverstanden zu sein oder die Sprache Deines Körpers nicht richtig zu verstehen, vielleicht auch das Gefühl zu haben, dass zwischen dem, was sich in Deinem Körper abspielt und das, was Dein Kopf so von Dir möchte, dass da einfach irgendwie gravieren. Also Unterschiede sind, dass Dir Dein Kopf ganz viel erzählt, wie der Sex funktionieren müsste und Dein Körper aber sagt, so mag er das nicht und so weiter und so fort. Also das Thema Deinen Körper lieben lernen ist ein Thema, was uns Frauen, glaube ich, an irgendeiner Stelle unseres Lebens irgendwann einholt oder vielleicht auch permanent piesackt. Und da gibt es ja so die ein oder andere Idee, den ein oder anderen Gedankengang, die ein oder andere Übung, was wir tun können. Und das ist ja auch ein Thema, wo wir uns einfach wieder auf die Art und Weise einhalten, um uns da einfach wirklich wohler zu fühlen. Denn das ist es ja, wonach wir uns an der Stelle sehnen. Vor allen Dingen dann, wenn es auch noch um Partner oder Partnerinnen geht, wo wir dann einfach merken, wenn wir schon alleine mit uns nicht richtig klarkommen, dann wird es dann doppelt schwierig einfach in Beziehung und in sich zeigen mit dem eigenen Körper. Und ich habe da meine ganz eigene Geschichte auch mit ganz vielen Aspekten. Und in einem dieser Aspekte werde ich mit Dir. Ja, auch teilen und ansprechen. Und vielleicht starten wir sogar damit einfach mal so als Türöffner. Denn ich habe in meinem Leben irgendwann mal als sehr junge Frau, ich weiß gar nicht mehr genau, wann das gewesen ist. Ich vermute so mit 18, 19, 20, so in der Richtung, habe ich entschieden und gedacht, dass ich viel zu kleine Brüste hätte und dass ich meine Brüste einfach nicht mögen kann. Und dass das ein. Ein Bereich an meinem Körper ist, der verachtenswert ist, also der von mir keinerlei Aufmerksamkeit bekommen braucht und darf. Und daraufhin ist auch sowas wie so eine innere Entscheidung getroffen worden, diesen Bereich nicht mehr fühlen zu wollen. Ich habe das Ganze natürlich jetzt nicht bewusst gemacht und habe auch nicht die langen Folgen davon damals gewusst, sondern es war tatsächlich eine Ohnmacht. Eine Hilflosigkeit und das tiefe Gefühl, ja, an der Stelle hat die Natur einen Fehler gemacht. Ich bin da also kaputt, ich bin da falsch. Da muss ich quasi andere Dinge finden, um das zu übertünchen, dass ich dieses Attribut nicht habe. Und in den letzten Jahren, wo ich mich so stark mit dem Thema Frau sein und Lebendigkeit und Weiblichkeit und all diesen Sachen auseinandergesetzt habe, habe ich mich so stark mit dem Thema Frau sein und Lebendigkeit und Weiblichkeit und all diesen Sachen auseinandergesetzt. Und da Wege gefunden habe, habe ich eigentlich tatsächlich erst bemerkt, was ich damals gemacht habe, weil ich all die vielen Jahre dazwischen gar nicht mitbekommen habe, dass ich diesen Bereich immer in meinem ganzen Leben nicht nur ausgespart habe, sondern dass ich diesen Körperbereich tatsächlich nicht gefühlt habe. Das heißt nicht nur, dass man jetzt sagen könnte, da ist keine Lust gewesen, sondern da ist eigentlich gar nichts gewesen. Also es ist wie, wenn ich dort berührt worden bin oder mich selbstberührt habe, dann ist das einfach wie ein Bereich gewesen, den es nicht gibt. Und ich habe das aber nicht gemerkt, weil es gab diesen Bereich ja nicht. Also merkt man das auch nicht. Und ja, in dem Rahmen, wo ich mich dann mit dieser Thematik auseinandergesetzt habe, ist mir das plötzlich wie Schuppen von den Augen gefallen. Es ist mir plötzlich klar geworden, es gibt da einen Bereich, der ganz viel mit Weiblichkeit und meinem Frauenleben zu tun hat. Und der ist gar nicht da, der ist wie abgeschaltet. Und das hat mich sehr krass berührt und sehr krass bewegt. Also es hat mich wirklich schockiert. Und dann steht natürlich in dem Moment so die Frage da, oh, wow, okay, gesund ist das aber auch nicht und richtig ist das auch nicht und natürlich ist das auch nicht und weiblich ist das auch nicht. Was kann ich tun? Und da sich das, was ich heute mit dir teilen möchte, das ist, dass ich mich nicht nur beziehen möchte, gar nicht nur darauf bezieht, wenn man einen Körperteil oder Körperbereich nicht so mag, sondern das bezieht sich auch darauf, ja, wenn man einfach irgendwie, es muss gar nicht dieses abgestellt sein, also man spürt es nicht mehr sein, sondern es kann einfach auch sein, wie ich bin da nicht richtig oder da funktioniert was nicht so, wie es funktionieren sollte. Also. Beispielsweise vielleicht wünschst du dir ein Kind und bekommst kein Kind, vielleicht liegt das am Hormonhaushalt, vielleicht liegt das an den Eierstöcken, vielleicht liegt das an der Gebärmutter, vielleicht liegt das an was ganz was anderem, wir wissen das nicht, aber du hast vielleicht so deinen Fokus auf eine ganz bestimmte Richtung gerichtet und sagst so, der Teil deines Körpers funktioniert nicht so, wie er funktionieren sollte. Also es gibt da so ganz verschiedene Dinge, wie wir unseren Körper missachten und abschalten können. Und da guck. Einfach mal, was es vielleicht bei dir ist, was du mit dir, mit deinem Körper gemacht hast, falls du das gemacht hast, es ist ja nicht bei jeder Frau gleich und schau einfach mal, ob dir das, was ich dir vorschlage und das, was ich mit dir teile, weil es mir sehr, sehr, sehr geholfen hat, ob das vielleicht einfach was für dich ist, wie du da wieder einen besseren Zugang für dich finden kannst und auch wieder Gefühl, Lebendigkeit und Sinnlichkeit entwickeln kannst. Also es gibt auch diesen Aspekt von, das höre ich auch immer wieder, Frauen viel, was Sexualität anbetrifft, auch mit sich machen lassen, weil sie, ich sag mal, einfach auf der einen Ebene glauben, dass Frau so zu sein hat und das mit sich machen lassen sollte, weil das einfach so dazugehört zum Frau sein oder zur Sexualität und sich tief drinnen aber irgendwie etwas dagegen wehrt. Oder einfach das Gefühl ist, eigentlich ist das nicht stimmig für mich, aber ich weiß es nicht besser, ich weiß nicht, wie ich es anders machen könnte. Das sind auch Themenbereiche, die da mit reinspielen, die über den Weg, den ich heute mit dir teilen möchte, Heilung finden können und schau einfach, was es für dich ist, schau einfach, welche Beziehung du hast zu deiner Nase, zu deinem Unterleib, zu deinen Oberschenkeln, deinen Brüsten, zu deinen Händen, zu deinen Haaren, zu deinem Kinn, zu deinen Füßen, zu deinem Popo, was weiß ich, also ja, schau einfach, was es ist, welche Beziehung du da hast, wo sie vielleicht nicht besonders fein ist oder eher auch wie, da möchte ich lieber gar nicht hingucken, da möchte ich nichts mit zu tun haben und dann probiere das, was ich dir vorschlage, einfach aus, nicht nur einmal, sondern da möchte ich dich wirklich bitten, das über eine längere Zeit zu machen, um wirklich dann einen Strich zu ziehen und zu sagen, das ist mein Resultat nach zwei oder drei Monaten zum Beispiel, weil der Körper einfach ein bisschen langsamer funktioniert, das heißt, wenn wir eine Übung machen, wenn wir etwas anwenden, um ihn so ein bisschen wieder aufzuwecken und mit ihm eine Beziehung aufzubauen, dann ist das nicht so eine Sache, die wir mal einmal machen, ich creme dich einmal nett ein und dann musst du funktionieren, das macht unser Körper so nicht, der hat eine andere Zeitqualität, das heißt, da geht es nicht um Schnelligkeit, sondern da geht es um die Konsequenz und um das Dranbleiben und um die Wärme, um die Präsenz, die du damit reinschwingen lässt und das alles zusammen kann wachsen, so. Mir hat damals sehr geholfen, den Körperbereich, also in dem Fall waren es meine Brüste, zu berühren, indem ich mir für mich war, ich mache das im Übrigen heute auch noch gerne, nicht nur mit diesem Körperbereich, sondern mit verschiedenen Körperbereichen, wo ich immer wieder das Gefühl habe, der könnte gerade Zuwendung gebrauchen. Such dir einen Raum, wo du gut für dich bist, wo du es dir kuschelig machen kannst, wo du vielleicht eine Decke, ein Kissen hast, wo du bequem liegst, wenn du das im Liegen machen möchtest, ich finde es im Liegen immer besonders angenehm, im Sitzen geht das auch. Wichtig ist einfach, dass du dich entspannen kannst und dass du dich loslassen kannst. Und dann spürst du für einen Moment lang rein, wie du im Kontakt bist, also wie dein Körper im Kontakt mit der Unterlage ist, wenn du liegst mit der Matratze, mit dem Teppich oder wenn du sitzt mit dem Stuhl und du atmest ganz normal und dann reibst du deine Hände warm, du reibst sie so aneinander, bis sie warm sind und dann legst du sie auf den Körperbereich, um den es gehen soll, die nächsten sechs, acht, zwölf Wochen oder länger. und Mach das ganz bewusst, legst deine Hände ganz bewusst dorthin, guckst, wie du deine Arme dabei möglichst entspannen kannst, dass du so entspannt wie möglich bist und spürst mal in diese Berührung hinein von diesen warmen Handflächen zu diesem Körperbereich, spürst du erstmal einfach nur hinein und atmest ganz normal weiter und dann beginnst du ohne Anstrengung, beginnst du und es muss auch gar nicht laut sein, aber es sollte hörbar sein für dich. Dann beginnst du zu summen und du summst wirklich ohne, dass es anstrengend ist, einen Ton, ganz egal in welcher Höhe oder Tiefe, ich mag die tieferen Brummtöne immer ein bisschen lieber und du stellst dir vor, während du summst und du machst es nicht nur einmal, bis es ausgeklungen ist, sondern du setzt immer wieder mit einem, hol zwischendrin Atem ganz entspannt und setzt immer wieder mit einem neuen Summen an und spürst mal in diesen Bereich rein, den du besummst. Okay. Und stellst dir vor, dass dieses Summen über die Vibration, die durch deinen ganzen Körper, durch all die Körpergewebe durchgeht, also der Ton deines Summens entsteht ja im Kehlkopf und im Brustraum und du spürst vielleicht auch, wenn du beim Summen zum Beispiel deine Hände mal auf dem Brustraum liegen hast, spürst du ja so eine ganz sanfte Vibration und diese Vibrationswelle, die fließt durch den ganzen Körper. Und du stellst dir jetzt vor, dass dieses Summen in diesen Körperbereich, den du berührst, hineinfließt und wenn dir das schwerfällt, dass du dir nicht vorstellen kannst, wie das geht mit dem Summen, stellst du dir vor, dass dein Summen eine Farbe hat, die du sehr magst. Also ich, für mich ist Orange immer so meine allerlieblingsfarbe, die wechselt nur selten, manchmal ist es auch ein bisschen eine andere Farbe, also das, was dir so spontan kommt, was du so magst, das lässt du. Okay. Okay. Und dann kannst du da hinfließen und stellst dir vor, wie dieser Bereich sich anfüllt. Er füllt sich an mit diesem Summen und füllt sich an mit dieser Vibration und füllt sich an mit einem, ja, mit einem liebevollen Dasein, einfach so, wie es gerade ist, ohne dass irgendwas anders sein müsste. Und es ist eine Form von Präsenz, die du diesem Bereich schenkst, die grundsätzlich Körper und Gewebe sehr mögen. Und das ist, Summen in den Körper hinein, Summen ist etwas unglaublich Heilsames, was wir mit dem Verstand gar nicht so greifen können, wo ganz viel im Körper passiert, ganz viel Heilung, ganz viel Einverständnis, ganz viel innere Sortierung, ganz viel Gleichgewicht, wo vorher durch inneren Stress Ungleichgewicht war und es fängt einfach an, sich auch sowas wie zu entspannen in dir. Das musst du nicht vom Kopf herstellen, das kommt, wenn du das öffnest. Du hast das öfter gemacht, das ist so ein bisschen wie von selber. Ich habe das irgendwann gemerkt, wo ich das öfter gemacht habe, dass plötzlich, wenn ich die ersten zwei, drei, vier Male gesummt habe, sowas kommt wie so ein tiefes Aufseufzen, was ich aber nicht gemacht habe, sondern was wie aus mir selber rausgekommen ist. Und das, wenn sowas bei dir entsteht, dann möchte ich dich bitten, das einfach auch zuzulassen. Das hat wirklich seine Qualität. Und du kannst dir einen kleinen Timer stellen, wenn du magst. Also ich würde dir auf jeden Fall vorschlagen, das mindestens fünf Minuten zu machen. Vielleicht magst du es auch sieben oder zehn Minuten machen, wenn du es sogar länger machen magst. Also es spricht nichts dagegen, das 15, 20 oder 60 Minuten zu machen, je nachdem, wie viel Zeit und Lust du hast. Ich merke im Laufe der Zeit immer wieder und immer mehr, dass ich so gerne auch die Zeit dabei verbringe. Ich vergesse und mich im Anschluss dann freue, wenn plötzlich irgendwie eine halbe Stunde rum ist und es mir vorkam wie, ja, wow, ich hätte auch nochmal eine halbe Stunde dranhängen können, weil der Körper das einfach so mag und sich so anerkannt und gewertschätzt fühlt. Und ich möchte dir gar nicht irgendwie Ideen mitgeben von, das passiert dann dabei, sondern ich möchte dich vielmehr so ein bisschen damit ins Rennen schicken nach dem Motto. Beobachte, was geschieht und kritisiere nicht, wenn etwas auftaucht. Das heißt, wenn du berührt bist dadurch oder Tränen fließen möchten, du das komisch findest am Anfang, vielleicht auch Dinge in dir auftauchen, die dich ein bisschen ja wie verunsichern, dass du dir wirklich den Raum gibst, dass das da sein darf. Es gibt nicht das eine Ergebnis, was es zu erreichen gibt, sondern dein Körper macht das ganz von selber. Er kann von selber durch so eine Form von Dasein, Präsenz und dieser inneren Vibration, die wirklich eine Form von Sortierung und Reinheit bringt und Heilung kann auf seine ganz eigene Art dir Signale schicken, was anders geworden ist und wie sich was reguliert in dir. Untertitelung des ZDF für funk, 2017 Transcription by ESO. Translation by — Transcription by ESO. Translation by —