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Decentering Men: Geht’s uns ohne Männer besser?

from Wissen Weekly

26m 6s

Decentering Men: Geht’s uns ohne Männer besser?

Das Konzept „Decentering Man“ beschreibt einen bewussten Rückzug von Frauen aus romantischen Beziehungen zu Männern, um ihre eigenen Bedürfnisse zu priorisieren und die abhängige Rolle von Männern in ihrem Leben zu hinterfragen. Der Text zeigt auf, dass Frauen, die sich aus der Partnerbindung zurückziehen, oft weniger Stress und psychische Belastung erleben, insbesondere durch die Auswirkungen von Gewalt, emotionaler Überlastung und gesellschaftlicher Druck. Statistisch sind Single-Frauen glücklicher, da sie weniger von männlicher Gewalt oder durch den Haushalt belastet sind. Zudem haben Frauen in Beziehungen weniger Zeit für Hobbys, während Männer mehr Freizeit für sich selbst haben. Dennoch ist eine vollständige Abkehr von Beziehungen nicht notwendig – gut funktionierende Beziehungen können für beide Partner eine Quelle von Sicherheit, emotionaler Unterstützung und Lebenszufriedenheit sein. Der Text betont, dass die Diskussion um „Decentering Man“ Vorsicht erfordert, da sie auch Männer abwerten kann und so zu negativen Selbstwahrnehmungen führen kann. Es geht nicht darum, Männer zu verachten, sondern um ein bewusstes, individuelles Leben zu führen, in dem Liebe, Freundschaft, Beruf und Selbstversorgung in Einklang gebracht werden. Die Bewegung ist keine radikale Abkehr, sondern ein Reflexionsprozess, der Frauen hilft, ihre Prioritäten zu finden und sich nicht mehr auf männliche Bestätigung zu konzentrieren. Wissenschaftlich bestätigt wird, dass Frauen durch eine bessere Selbstwahrnehmung und Unterstützung von Freundinnen zufriedener sind. Obwohl Frauen als Singles statistisch glücklicher sind, bleibt das echte Leben individuell und emotional komplex – Beziehungen bleiben ein wichtiger Bestandteil für viele. Die Debatte muss daher nicht auf Generalisierungen basieren, sondern auf konkreten Erfahrungen und gegenseitigem Verständnis.

Transcription

4371 Words, 27709 Characters

German
Die Liebe auf den ersten Blick finden, romantische Dates, der erste Kurs, ein Antrag mit hundert Rosen und einen heiraten Kinderkriegen ein Haus bauen, sich über die Frage Katze oder Hundstreiten und ansonsten Happily Ever Afterleben. Da haben viele Frauen kein Bock mehr drauf. Zum Beispiel Laura, sie ist ausgelaugt davon, den Richtigen zu suchen und das ihre Gedanken ständig nur um Männerkreisen. Und deswegen startet sie eine Challenge. Ich hatte eigentlich kaum Regeln in dem Sinne, ich hab einfach gesagt, ich will sechs Monate keinen Mandaten, ich bin sechs Monate auf keiner Dating App, ich werde sechs Monate lang auch wenn mich einmal auf der Straße anspricht, einfach dankend ablehnen. Und mit diesem Männer die Tocks ist sie nicht allein. Das effektivste, aber zugleich auch schwierigste, ist einfach mal ins Zulibat gehen. Selbst der Vorsitzende des Bundesdeutscher Kriminalbeamter Dirk Peaglow gibt heterofrauen im heute Journal den Tipp, lieber Single zu bleiben. Wenn man nach der statistischen Anzahl geht, besser keine Beziehung mit einem Mann angeheld, dass das Risiko erheblich höher, ob von psychischer oder physischer Gewalt zu werden. Immer mehr heterofrauen sagen mittlerweile, ich brauche kein Partner. Oder aber, Beziehung schön und gut, aber in meinem Leben geht es umso viel mehr als um mein Boyfriend. Ich hab irgendwann gemerkt, dass ich Männer ständig zu Mittelpunkt gemacht hab, ob ich das überhaupt noch nicht mal gemerkt habe. Ich ein Finde, ob ich endlich so gesehen werde, ob ich schön genug bin. Dahinter steckt das Konzept Decentering Man. Das bedeutet, dass heterofrauen ein Partner nicht mehr als das ultimative Gold sehen, ihre eigenen Bedürfnisse ernst nehmen und nicht ständig darüber nachdenken, wie sie jetzt möglichst attraktiv für Männer sein können. Unter dem Hashtag Decentering Man teilen auf TikTok und Insta tausende Frauen ihre Takes und Erfahrungen. Dahinter steckt aber mehr als nur ein Online-Trend, sagt die Psychologin Dr. Johanna Degen. Also die Medien-Trends, die ragen eben, also einmal zeigt sich das empirisch, aber die ragen auch in die therapeutische Praxis rein. Und tatsächlich zeigt eine Studie, von den deutschen Single-Frauen zwischen 20 und 29 ist ungefähr die Hälfte, Happy Single zu sein. Dass viele Frauen bewusst auf Dating und Sex mit Männern verzichten, gefällt aber nicht allen. "So lange habe ich mich an die romanische Vorstellung der Liebe geklammert, aber angesichts der zunehmenden Selbstgefälligkeit von Jungfrauen, sie sagen peinlich, wenn junger Mann noch an die große Liebe glaubt, denn junge Frauen haben den Glauben daran längst verloren." Und wieder andere regen sich darüber auf, dass Männer pauschal abgewertet würden. "Sagt mal, wo sind die Gelandert, es ist eine Charakter-Sache oder keine Geschlechter-Sache, wenn jemanden Arschloch ist, dann hat es nicht damit zu tun, dass es ein f*cking Herr ist, sondern weil es einfach ein Charakter-Schwäche ist, mein Fresse." Aber jetzt mal ganz ehrlich, geht's uns ohne Männer einfach wirklich besser. Ich bin Lisa Sophie Scheurerl und das hier ist Wissen Weekly, der Video-Podcast, der euch eure vor You-Page erklärt und zwar mit Hilfe der Wissenschaft. Dafür würden wir uns durch Studien sprechen mit Expert*innen und hören den Menschen zu, die es wirklich betrifft. Heute sind wir ohne Männer besser dran. Wissen Weekly wird euch präsentiert von Lidl. "Ach, du bist harte Ratesensing und erwerbarer." "So your vitals App, now with heart rate variability, can tell you when something is off." "And your readiness score can let you know when to rest, and when to push." "Hear the story in every heartbeat, with Apple Watch Series 12." "The features described are for wellness purposes only and not for medical use. iPhone 11 or later require, based on Apple conducted study of heart rate accuracy August 2026. Visit apple.com/applewatchseries12." Übrigens, wenn euch Wissen Weekly gefällt, dann hinterlasst auch gerne eine Bewertung oder einen Kommentar, das hilft unserem Podcast zu wachsen und noch mehr Leute mit Wissenskonten zu erreichen. Und schaut auch super gerne mal auf YouTube vorbei, da könnt ihr alle unsere Folgen kostenlos anschauen. Okay, lasst uns erst mal damit starten, was die Centering-Man überhaupt bedeutet. Die Centering-Man ist keine feststehende Bewegung mit klaren Regeln, sondern erst mal ein Oberbegriff unter dem viele Frauen ihre Erfahrungen teilen. Und dieser Begriff wird das erste Mal 2019 von der Soziologin Cheris Charlie Taylor verwendet. Sie schreibt ein Buch mit dem Titel "How To Decentre Man". In einem Interview erklärt sie, dass im Patriarchat das wichtigste Ziel im Leben einer Frau sei, ein Mann zu haben. Und damit will sie eben brechen. "Is the Centering-Man für dich so ein Thema, wo du ab und zu über Nachtings und dich fragst, wie habe ich eigentlich meine Prioritäten oder ist das was, was ich immer so organischer gibt und du musst da gar nicht so drüber nachdenken, also welcher Rolle spielt das für dich?" Das bin ich mit meiner Kollegin Alia Rennmeister, die diese Folge recherchiert hat. Ich denke, das ist schon ab und zu drüber nach, aber es ist jetzt nicht so, dass ich jeden Morgen aufsteh und sage, keine Männer für mich, ich mache heute die Centering-Man, mache ich nicht. Dabei muss die Centering-Man gar nicht so alles oder nichts bedeuten. Klar, eine Möglichkeit Männer zu die Centering-Man, kann zum Beispiel sein, bewusst auf Dating und Sex mit Männer zu verzichten. Aber man kann das auch schon auf kleine Situationen anwenden. Zum Beispiel, dass man sich in den Öfys als Frau mal breitbeinig hinsetzt. Und so bewusst mehr Raum einnimmt. Oder, dass man nicht nur mit seinem Boyfriend, sondern eben auch mit seinen Freundinnen in den Urlaub fährt. Ihr merkt schon, die Centering-Man ist erst mal ein sehr heteronormatives Thema. Aber, dass Männer in unserer Gesellschaft mehr im Zentrum stehen als Frauen, ist nicht einfach nur ein Gefühl, sondern wissenschaftlich belegt. Es ist ja auch sehr subtil und es ist auch sehr tief verankert. Dr. Johanna Degen ist Paar und Sexualtherapeuten und Wissenschaftlerin in der Sozialpsychologie und Medienforschung. Und sie hat auch schon eigene Erfahrungen damit gemacht, Männer zu die Centren, zumindest für eine Zeit. Also, ich habe auch schon mehrmals meinen Fokus geändert, dann zum Beispiel einen Zeitlang in mich darauf konzentriert Mutter zu sein oder auch sehr viel zu arbeiten, weil es mich interessiert hat, oder mich auch auf das Thema zu fokussieren. Das oft das Geschlecht darüber entscheidet, wer sich wie viel Raum nimmt, zeigen verschiedene Studien. Auf den Schulhöfen nehmen Jungs viel mehr Raum ein, die Mädchen sind in den Randzonen. Also es gibt da Soforschung, wie laufen, die wir bewegen, die sich im Raum, da sieht man eben, das wird immer auch blauen rot markiert und die Mädchen sind eben so in den Randzonen an den Bischen und Zäuen und in der Mitte ist dann, meintetwegen, noch eine Fußballbahn und die Jungs nehmen den ganzen Platz ein. Und bei Geräuschpegeln ist es ja auch so, und das ist ja ganz subtil auch in U-Bahn. Wenn er nehmen, wenn sie sitzen mehr Raum ein, nehmen sich selbstverständlicher Dinge. Das sind natürlich keine festgeschriebenen Regeln und klar, es gibt auch Frauen, die mehr Raum einnehmen und andersrum. Aber trotzdem haben wir als Gesellschaft bestimmte soziale Norm, die uns beeinflussen. Und das sind eben Millionen Mikro-Learnings, sach ich mal, die sich dann eben durchs ganze Leben ziehen, wo guckt die Lehrerin am meisten, hinterlehrer, wo habe ich Zugänge, wird bei mir mehr gelacht oder weniger gelacht, werde ich angekuckt, wird mir dann eben auch explizit gesagt, man soll mehr Kerarbeit übernehmen. Auch Laura kennt diese Mikro-Learnings. Sie ist 31 und arbeitet als Sexualpädagogin. Sie reist gern, wirkt selbstbewusst, lebenslustig und ein bisschen wie so eine Macherin. Als viele ihrer Friends-Heiraten merkt sie, so als Single auf einer Hochzeit, kriegt man jede Menge ungefragte Dating-Tips. Wie zum Beispiel den Klassiker, der richtige wird schon noch irgendwann kommen. Und das ist wenn ich so ein bescheuerte Satz, weil das sogar redet, so als hätte ich eine Lücke in meinem Leben, die man schließen muss. Als wäre Single sein, etwas, das man ändern muss. Tatsächlich arbeitet Laura auch erst hart daran, den Richtigen zu finden. Sie nimmt sich vor, jede Woche ein Date. So nach dem Motto, man muss halt einfach zum Ziel kommen und das Ziel war halt der Mann. Laura merkt das Date, macht ja aber nicht mehr so viel Spaß. Sie macht immer wieder schlechte Dating-Erfahrung und fühlt sich irgendwann einfach ausgelaugt. Die Idee, eine Männerpause zu machen, reift bei ihr über längere Zeit heran. Irgendwann hat sie endgültig die Nase voll von Hinspambel, Tinder und Co. Der letzte Ausweser war tatsächlich einfach ein weiteres Date, das ganz nett war, aber halt irgendwo hingeführt hat und da ich einfach sehr viel beschäftigt bin in meinem Leben, dass ich mir irgendwann, ich habe einfach keine Lust mehr, so viel Zeit und Energie in Dating reinzustecken. Ganz ehrlich, das kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen. Ich hatte auch schon Phasen, wo es mir ganz genau so ging. Bei Laura sind die anstrengenden Dates aber nur ein Faktor für ihre Entscheidung, ein Männer, die Tox zu machen. Ich hab generell parallel dazu angefangen, dieses gesellschaftliches Skrip von Verliebverlobt verheiratet zu hinterfragen. Und hab mir so ein bisschen die Frage gestellt, ist das wirklich das große Ziel, worauf man hinarbeiten sollte. Laura will sich Zeit nehmen, um das Thema Männer in ihrem Leben mal mit ein bisschen mehr Abstand zu betrachten. Sie trifft also eine Entscheidung. Kein Sex und kein Dating mit Männern, sechs Monate lang. Damit ist sie in guter Gesellschaft, den Begriff "The Centering Man" gibt's zwar erst seit ein paar Jahren, aber die Idee als Heterofrau auf Männer zu verzichten hat eine lange feministische Tradition. Schon vor mehr als 600 Jahren haben sich Frauen gefragt, ob es ihnen ohne Männer besser geht. 1405 hat die Autoren Christine Depisa in einem Buch eine fiktive Stadt entworfen, in der nur Frauen leben. In den 1960er und 70er Jahren leben Radikal-Feministinnen aus politischen Gründen in lesbischen Beziehungen, wobei politisch lesbisch hier meint, dass man kein Sex mit Männern hat und nicht zwingt, dass man Sex mit Frauen hat. Und äh, Ende der 2010er Jahre entsteht in Südkorea die Vorbibewegung als politischer Protest gegen Frauenverachtung und Sexismus. Die Frauen in dieser Bewegung verzichten auf heterosex, Beziehungen, Ehn und Kinder. Als 2024 Donald Trump wiedergewählt wird, schwab die Vorbibewegung rüber in die USA. Immer mehr Frauen sprechen auf Social Media darüber, auf Männer und Dating zu verzichten. Und auch hier in Deutschland wird das Thema größer. Okay, wir wissen jetzt, die Centering-Man ist keine einheitliche Bewegung und an sich auch kein komplett neues Phänomen. Und die Gründe dafür liegen im Patriarchat und in den Gesellschaftsstrukturen, die daraus entstehen. Männer zu die Centren ist eine Protestform dagegen. Wie ist es bei euch? Habt ihr schon mal selbst darüber nachgedacht, Männer zu die Centren? Oder wenn ihr selbst ein Mann seid, würde mich total interessieren, wie ihr diese Bewegung findet. Ich frage mich ja auch, funktioniert die Centering-Man wirklich? Fehlt einem da nicht irgendwie was? Wenn ich Lebensmittel einkaufe, dann sind mir zwei Dinge besonders wichtig. Eine gute Qualität und dass die Produkte möglichst lokal sind. Das schmeckt oft nicht nur besser, sondern ist auch nachhaltiger. Und genau das finde ich bei Lidl. Denn Lidl führt enge Partnerschaften mit heimischen Erzeugern und Landwirtinnen und garantiert so kurze Transportwege. Heißt, für uns gibt es knackiges Obst und frisches Gemüse direkt von den Feldern eurer Region und auch für die Umwelt ist es super, denn die kürzeren Transportwege bedeuten weniger Emissionen. Mit jedem Einkauf regionaler Produkte bei Lidl unterstützt er außerdem die lokalen Landwirtinnen und Familienbetriebe in Deutschland. 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Man ist viel mehr bei sich und macht sich nicht so viele Gedanken darüber, wie man gerade aus, wenn man da sitzt, hab ich jetzt gerade Speckrollen, wenn ich so sitze oder muss ich mich irgendwie schön präsentieren. Laura verbringt während ihrer Dating-Pause viel mehr Zeit mit ihren Freundinnen. Sie trifft sich jeden Monat mit ihrer besten Freundin zur Best-Date-Night, die die beiden abwechselnd planen. Ich fand es auch total spannend, weil ich plötzlich viel mehr Kapazität für andere Sachen hatten, die mich halt erfüllen, und das seltene Leben fand ich ja gar nicht mehr erfüllen. Und dann habe ich einfach andere Dinge priorisiert und dadurch ging es mehr viel, viel besser. Laura tut die Männer Pause richtig gut, und dieses Gefühl ist sogar von der Wissenschaft approved. Denn statistisch gesehen sind Frauen als Singles glücklicher als in einer Beziehung. Das sagt auch die Psychologin Johanna Degen. Frauen haben eigentlich eine Mehrbelastung, also gerade auch bei Müttern zeigt sich, dass er deutlich, dass alleine Ziele Mütter als sogar Erleichterung empfinden, nachdem sie sich getrennt haben. Weil einfach Männer auch beim Kortisol-Spiegel viel auslösen. Also ein Teil des Stresses von Frauen kommt von ihren männlichen Partnern sogar mehr als von ihren Kindern. Und dann ist es natürlich eine Erleichterung, sich zu trennen. Ein Faktor, worum es Frauen als Singles besser gehen kann, ist das Thema Kerarbeit. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts verbringen Frauen pro Woche 29 Stunden und Männer nur 20 Stunden mit unbezahlter Sorgearbeit. Dazu haben wir schon mal eine ganze Folge gemacht, die verlinken wir euch in den Schonauts. Statistisch gesehen haben Männer in Beziehungen mehr Zeit für sich selbst und ihre Hobbys. Denn klar, ihre Partnerin nimmt ihn ja den Haushaltensstück weit ab. Dagegen haben Frauen in Beziehungen weniger Zeit für ihre Hobbys. Sie haben durch mehr Kerarbeit mehr Stress, und das wirkt sich natürlich auch aufs Wohlbefinden aus. Also, das ist auch empirisch sehr solide bestätigt, dass Männer von Hedro und Langzeitbeziehungen mehr haben. Also, es wird sich eben mehr gekümmert, die sind gesünder, die gehen öfter zum Arzt, die lassen auch emotionales und soziales eher organisieren. Auch bei der psychischen Gesundheit von männlichen und weiblichen Singles gibt es Unterschiede. Männer werden, wenn sie allein leben, häufiger depressiv als wenn sie mit einer Partnerin leben. Bei Frauen ist dieser Effekt nicht festgestellt worden, dass das so unterschiedlich ist, hat laut den Forschenden viel mit unserem menschlichen Bedürfnis nach emotionaler Nähe und Unterstützung zu tun. Frauen können das auch ohne romantische Beziehungen gut befriedigen. Das liegt daran, dass sie durchschnittlich mehr emotionaler Unterstützung von Freundinnen und Familie bekommen als Männer. Männer suchen und bekommen emotionale Unterstützung dagegen in erster Linie in romantischen Beziehungen. Und nicht nur das. Neterobeziehungen können verdammt gefährlich sein für Frauen. Jeden Tag versucht ein Mann in Deutschland seine Partnerin oder Ex-Partnerin umzubringen. Alle zwei bis drei Tage gelingt es ihm. Öffentliche Fälle von Gewalt in Partnerschaften wie im Fall Dominik Pellico befeuern das Misstrauen bei vielen Frauen. So nach dem Motto "Not all men, but always men". Also Single zu bleiben kann für Frauen deshalb statistisch gesehen durchaus Vorteile haben. Dafür spricht auch, dass 60-70% der Trennungen von Frauen ausgehen. Die Centering-Man kann Frauen also helfen, mehr Zeit und Energie für sich zu haben und ungesunde Beziehungsmuster zu durchbrechen. Und statistisch gesehen ist es für Frauen auch sicherer Single zu bleiben. Aber ist jetzt deswegen gleich die Lösung, ganz auf Männer zu verzichten? Also sollten alle Frauen einfach ins Zöllybart gehen? Wir kommen nicht viel weiter, wenn wir uns gegenseitig generalisiert abwerten und verhärten. Das ist Dr. Johanna Degen. Und sie ist nicht gerade Fan davon, wie zum Teil auf Social Media über das Thema "The Centering-Man diskutiert wird". Als Therapeutin bekommt sie mit, dass manche Männer durch die Diskurse anfangen, sich auch selbst abzuwerten. Also, die haben ja auch diese inneren Stimmen, dann erleben sich als unhygienisch, emotional, verarmt, inkompetent, impotent, also auch finanziell, aber auch körperlich. Die fragen dann so, ich spreche schon gar keine Frauen mehr an, was soll ich denn schon beitragen, zu deren Leben haben extrem gefahren Fokus. Und ich muss mal sagen, das berührt mich schon oft. Johanna Degen findet es deshalb wichtig, auch darüber zu sprechen, was generalisierte Abwertungen mit Männern machen kann. Das heißt nicht, dass wir nicht kritisch reflektieren, dürfen und sollen, was schief läuft, aber so generalisierte Abwertungen der anderen, ohne in den Kontakt zu gehen und in die Situation zu gehen, "Hey, was ist denn hier gerade konkret los?", führt eben ganz klassisch, sozial psychologisch, meistens zu nicht sehr viel, großartiger Gemeinschaft. Und was in der Debatte auch gerne mal verloren geht, auch Frauen können von heterobeziehungen profitieren. Das, was paar Beziehungen auch die von können, ist ein Gefühl von Sicherheit, das ist ja auch so finanzielle Sicherheit, dass man zumindest vormal jemanden hat, auf dem man zurückfallen kann, in schwierigen Situationen, auch die Verfügbarkeit von Serviceleistungen, also auch transaktional. Man ist froh, dass jemand auf jeden Fall beim Umzug hilft, es hilft total gegen Einsamkeit. Psychologin Johanna Degen hat aus ihrer Praxis den Eindruck, viele heterobeziehungen laufen zwar nicht gut, aber wenn heterobeziehungen gut laufen, dann lohn sie sich auch für Frauen. Und es hat sich auch gezeigt in Studien, dass ein emotional verfügbarer, sicherer Mann in unheimlich beruhigende Wirkung hat auf Frauen. Die Meterstudie, über die wir vorhin schon gesprochen haben, sagt auch, dass so Wohlmänner als auch Frauen von romantischen Beziehungen profitieren. Auch für Frauen ist eine romantische Beziehung eine wichtige Quelle für emotionale Unterstützung. Lauter Studie leben sowohl Frauen als auch Männer länger, wenn sie verheiratet sind. Bei Männern ist der Effekt allerdings ein bisschen stärker. Auf Beziehungen mit Männern komplett zu verzichten hat also für Frauen nicht nur Vorteile. Okay, was machen wir denn jetzt mit den ganzen Infos? Wenn die Centering-Man zu Männer-Beschwing verkommt, bringt es uns nicht weiter. Aber Männer zu dezentrieren, kann uns als heterofrauen helfen, auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten, nicht um Männer zu kreisen und nur Beziehungen zu führen, die uns gut tun, so wie bei Laura. Da ist ein Mann einfach nicht so essenziell, sondern ganz viele andere Dinge. Das ist eine berufliche, verwirkliche und gute Freundinenschaften, dass ich zu meinem Sport gehe. Und auch Selbstversorge ist eine Form von Liebe, die mir viel wichtiger ist als eine romantische Liebe. Aber ich bin jetzt nicht an einem State, wo ich sage, ich hasse Männer und krass abgefakt von Männern gar nicht. Aber sie sind einfach nicht mehr der Mittelpunkt in meinem Leben. Nach sechs Monaten Pause fängt Laura wieder an zu daten. Sie erinnert sich noch an ihr erstes Date nach dem Männerditox. Es war irgendwie voll schön, weil ich anders an das Date rangegangen bin als davor. Da bin ich immer mit so 'n fast so 'n Verbissnisgefühl. Das muss jetzt was sehen, ich hoffe, er ist sehr richtige. State ich eher so aus so 'ner neugierigen Perspektive raus. Laura's Männerpause ist zwar vorbei, aber ihre Decentering Man Journey nicht. Sie date aktuell eine Person, aber Dating ist trotzdem nicht ihre Priorität. Es kommt dann auch schon mal vor, dass ich z.B. sagt, "Boah, wenn ich jetzt auf State gehe, kriege ich nicht genug Schlaf." Dann kann ich weniger Energie für meine Projekte. Und dann ziehe ich eher früher in Spät gehen, dem Dating vor. Ich schaue schon wirklich, hat dieses Date gerade im Platz? Oder müsste ich dafür Platz schaffen? Und dazu bin ich einfach momentan nicht so bereit. Am Ende muss man sagen, ja, Statistisch gesehen sind Frauen als Single glücklicher. Aber Statistiken sind es eine. Und das echte Leben, das andere. Zwischenmenschliche Beziehungen sind etwas sehr individuelles und persönliches. Wir sind am Ende immer noch Menschen, die fühlen, nähe genießen und sich verlieben. Heterobezungen sind auch nicht grundsätzlich schlecht, sondern können Frauen sehr gut tun, wenn sie gut funktionieren. Aber eine wichtige Sache, haben wir bisher noch gar nicht angesprochen. Dazu noch mal meine Kollegin Alia. Was ich auch noch mal spannend finde, ist, dass es ja schon auch so ein Privileg ist, sich so viele Gedanken darum zu machen, oder dass es halt schon auch, finde ich problematisch sein kann, dass es jetzt so ein feministischer Imperativ so ein bisschen ist. Ja, ihr müsst euch alle die Centern, ihr müsst es alles reflektieren. Und es gibt ja schon auch viele Frauen, die einfach emotional oder auch finanziell abhängig sind, von einem Mann, die da oder Kinder haben, mit einem Mann, einfach nicht so leicht rauskommen, und das geht da manchmal finde ich so ein bisschen unter, dass das nicht vergisst. - Ich glaube, das ist super wichtig, dass man das nicht vergisst. Weil es ist einfach ein Privileg zu sagen, ich brauche kein Mann in meinem Leben. Weil wir haben zwar schon viel erreicht, was das Thema Feminismus angeht, aber wir sind halt noch nicht in einer perfekten Welt, wo man sagt, ja, jede Frau kann ohne einen Mann perfekt überleben. So, da sind wir halt noch nicht. Ich finde das Konzept "Decentering Man" trotzdem sehr spannend, weil es uns dabei hilft, zu hinterfragen, was wir wirklich wollen. Und unser Glück nicht nur von unserer Beziehungsperson abhängig zu machen. Denn man muss nicht Single sein, um sich selbst mehr ins Zentrum zu stellen, sagt Johanna Degen. Kein Ahnung, was ist das Trailerreiten gehen? Kano fahren lernen oder kalten lernen. Also diese Dinge, die man machen würde, wenn man Single wär, kann man auch in einer Beziehung machen. Oder auch ein bisschen ernsteres Fähren. Das wär sowas wie Aufgaben wie emotionale Arbeit, nicht mehr übernehmen, bei Mental-Load, Dinge auch mal liegen lassen, die wirklich der anderen Person zu trauen, die eigene Rolle verändern, so dass man sich ein bisschen mehr wie ein Single verhält und interessanterweise hat das meistens positive Effekt auf die Beziehung. Romantische Partnerschaften zu dezentralisieren. Und wenn es auch nur für einen bestimmten Zeitraum ist, ist gar nicht so eine schlechte Idee, bei der wir für uns alle. Männer sollten auch Frauen dezentralisieren, das ist ja eins der Probleme, dass sie den ganzen Fokus auf einer Person haben. Verbindliche Freundschaften zu führen ist schon ein Schritt in die richtige Richtung. Egal, welches Geschlecht und ob man gerade in einer Beziehung ist oder nicht. Und tatsächlich tun das viele Menschen auch schon. Laut einer Studie des Instituts für die Muscopie Allensbach halten 85 Prozent der Deutschen gute Freundinnen und Engebeziehungen zu anderen Menschen für besonders wichtig. Damit liegen Freundschaften noch vor einer glücklichen Partnerschaft, Kindern oder Erfolg im Job. Uns also nicht komplett auf romantische Beziehungen zu fokussieren, nimmt schon mal viel Druck raus. Und Dating-Pausen können uns total dabei helfen, herauszufinden, was wir eigentlich selbst möchten. Die Centering-Man kann uns also helfen, nur Beziehungen zu führen, die unser Leben wirklich bereicher. * Musik * Passend zur heutigen Folge haben wir auch noch ein Podcast-Tip für euch, Haus auf Humsie. Hier spricht die Moderatoren und Journalistin Saiba Humsie, jede Woche über Popkultur, Politik und alles, was sie sonst so beschäftigt. Ich hab vor Kurzem die Folge über die wilden Hühner gehört, die ja auch irgendwie feminist icons sind, weil sie ihre weiblichen Freundschaften in den Fokus stellen. Und Saiba spricht generell oft über die Probleme hinter dem System Männlichkeit. Und warum wir uns nicht von männlicher Bestätigung abhängig machen sollten. Neue Folgen gibt es immer Samstags überall, wo es Podcast gibt. Und auf Spotify gibt es es auch als Videoportkast. Wir verlinken euch Haus auf Humsie in den Schonauts. Nächste Woche geht's bei uns um die Frage, wie wir mehr Energie im Alter haben können. Also, ich hab wirklich bis zu äußerst oder bis zum letzten Moment hab ich probiert durchzuhalten, aber der Körper hat mir ganz klar gesagt, es geht nicht mehr, du hast keine Energie mehr. Ich bin Lisa Sophie Scheurel und bedanke mich bei allen, die mit uns bei der Recherche gesprochen haben. Vielen Dank an Laura und Dr. Johanna Degen. Wenn ihr uns lob oder Feedback schicken wollt, könnt ihr das sehr gerne per Mail tun. Und zwar an [email protected]. Wir freuen uns auf jede Mail von euch. Wissen Weakly, das ist eine Produktion von Spotify Studios in Zusammenarbeit mit Kugel und Nire. Executive producer, Michael Batlevski. Redaktion, Alia Rindmeister, Lena Kohlwes, Tatiana Tameros und ich, Lisa Sophie Scheurel. Creative producer, Christina Hengefeld. Produktion, Hannah Outen-Reed, Joey Fleischauer, Vincent Sklania, Fabiorab und Stories to be told. Design, Hanna Wiesner und Julia Bohrnick. Set Emma Hadelbach. Leinproducer, Zagul Krause-Jench. Your heart can tell you a lot about your health. Apple Watch Series 12 measures your heart rate every five seconds with the most accurate heart rate sensing and awareable. So your vital zap, now with heart rate variability, can tell you when something is off. And your readiness score can let you know when to rest and when to push. Here are the story in every heart beat with Apple Watch Series 12. 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Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Konzept „Decentering Man“ bezeichnet den bewussten Rückzug von Frauen aus romantischen Beziehungen zu Männern, um ihre eigenen Bedürfnisse zu priorisieren.
  2. Frauen in Deutschland zeigen zunehmend, dass sie sich besser fühlen, wenn sie keine Beziehung mit Männern verfolgen, da sie weniger Druck und psychische Belastung erleben.
  3. Statistisch gesehen sind Single-Frauen glücklicher als Frauen in Beziehungen, da sie weniger von männlicher Gewalt oder Stress beeinträchtigt sind.
  4. Die Männerpause als Praxis ist eine Protestform gegen patriarchale Strukturen, die Frauen dazu zwingen, auf Männer zu konzentrieren.
  5. Auch wenn romantische Beziehungen nicht ideal sind, können sie für Frauen eine wichtige Quelle emotionaler Unterstützung und Sicherheit sein.
  6. Die Diskussion um „Decentering Man“ riskiert, Männer abzuwerten, was zu negativen Selbstwahrnehmungen und sozialer Isolation führen kann.
  7. Frauen haben durch Freundschaften, Beruf und Selbstversorgung alternative Quellen für Glück und Zufriedenheit.
  8. Eine gesunde, reflektierte Entscheidung ist entscheidend – es geht nicht um Abstoßen von Männern, sondern um ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben.

Summary:

Das Konzept „Decentering Man“ beschreibt einen bewussten Rückzug von Frauen aus romantischen Beziehungen zu Männern, um ihre eigenen Bedürfnisse zu priorisieren und die abhängige Rolle von Männern in ihrem Leben zu hinterfragen. Der Text zeigt auf, dass Frauen, die sich aus der Partnerbindung zurückziehen, oft weniger Stress und psychische Belastung erleben, insbesondere durch die Auswirkungen von Gewalt, emotionaler Überlastung und gesellschaftlicher Druck. Statistisch sind Single-Frauen glücklicher, da sie weniger von männlicher Gewalt oder durch den Haushalt belastet sind.

Zudem haben Frauen in Beziehungen weniger Zeit für Hobbys, während Männer mehr Freizeit für sich selbst haben. Dennoch ist eine vollständige Abkehr von Beziehungen nicht notwendig – gut funktionierende Beziehungen können für beide Partner eine Quelle von Sicherheit, emotionaler Unterstützung und Lebenszufriedenheit sein. Der Text betont, dass die Diskussion um „Decentering Man“ Vorsicht erfordert, da sie auch Männer abwerten kann und so zu negativen Selbstwahrnehmungen führen kann.

Es geht nicht darum, Männer zu verachten, sondern um ein bewusstes, individuelles Leben zu führen, in dem Liebe, Freundschaft, Beruf und Selbstversorgung in Einklang gebracht werden. Die Bewegung ist keine radikale Abkehr, sondern ein Reflexionsprozess, der Frauen hilft, ihre Prioritäten zu finden und sich nicht mehr auf männliche Bestätigung zu konzentrieren. Wissenschaftlich bestätigt wird, dass Frauen durch eine bessere Selbstwahrnehmung und Unterstützung von Freundinnen zufriedener sind.

Obwohl Frauen als Singles statistisch glücklicher sind, bleibt das echte Leben individuell und emotional komplex – Beziehungen bleiben ein wichtiger Bestandteil für viele. Die Debatte muss daher nicht auf Generalisierungen basieren, sondern auf konkreten Erfahrungen und gegenseitigem Verständnis.

FAQs

Es bezeichnet den Prozess, dass Frauen ihren Fokus von einem Mann auf ihre eigenen Bedürfnisse und Werte legen. Dabei wird die Liebe und die Beziehung nicht als das einzige Ziel des Lebens betrachtet.

Viele Frauen merken, dass sie ihr Leben lange nach männlicher Aufmerksamkeit ausgerichtet haben. Sie wollen mehr Zeit für sich, ihre Freunde und eigene Interessen haben und sich von gesellschaftlichen Erwartungen lösen.

Ja, laut Studien sind Frauen als Singles statistisch glücklicher. Das liegt unter anderem daran, dass sie weniger Stress durch männliche Partner und mehr Freiheit für ihre eigene Entwicklung haben.

Frauen in Beziehungen leiden oft unter mehrem psychischem Stress, da Männer beim Kortisol-Spiegel mehr Stress auslösen. Singles erleben daher oft eine Entlastung und mehr emotionale Freiheit.

Statistisch ist es für Frauen sicherer, Single zu sein, aber nicht für alle. Einige Frauen sind emotional oder finanziell abhängig von einem Partner oder haben Kinder – sie können daher nicht einfach auf Beziehungen verzichten.

Eine Pause hilft, den Druck zu reduzieren, mehr Zeit mit Freunden zu verbringen und sich selbst besser kennenzulernen. Frauen merken, wie sehr sie ihr Leben nach männlicher Aufmerksamkeit ausgerichtet haben.

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