
Der Dax erlebte einen schwachen Start in die neue Handelswoche. Nach einem ordentlichen Auftakt, der den Index nahe an die Marke von 26.500 Punkten führte, pendelte er lange zwischen Gewinnen und Verlusten, bevor sich am Ende die Verkäufer durchsetzten. Der Dax schloss bei 26.338 Zählern, einem Minus von fast 0,4 %. Auch andere europäische Indizes gaben nach, obwohl US-Technologiewerte wie Sandes stark zulegten. Die größten Verluste im Dax verzeichnete die Deutsche Bank mit rund 0,5 % Abschlag. Die geopolitischen Spannungen nahmen wieder zu, da die Frist für die Iran-Verhandlungen ablief und Donald Trump zudem Angriffe auf den Oman androhte, obwohl dieser als Vermittler gilt. Dies trieb die Ölpreise über 90 Dollar pro Barrel. Gleichzeitig stiegen die Renditen am Anleihemarkt, insbesondere bei 30-jährigen US-Staatsanleihen auf ein 19-Jahres-Hoch. Auch in Asien dominierten rote Vorzeichen, wobei der japanische Nikkei zeitweise über 2 % verlor. Am heutigen Tag stehen die ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland sowie US-Import- und Exportpreise im Mittelpunkt. Unternehmensseitig ist die Lage ruhig, außer der Hauptversammlung von El-Museumekontakte und der Übernahme zweier polnischer Gesellschaften durch die Deutsche Telekom für rund 1 Milliarde Euro. Der Dax dürfte nach ersten Indikationen unter der Marke von 26.300 Punkten in den Tag starten. Als Markt-Tipp wird die Aktie von Wacker Chemie analysiert, die nach einer Bodenbildung ein mögliches Anschlusssignal zeigt.