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Das richtige Maß an gemeinsamer Zeit finden - Q&A zu Nähe & Distanz in der Beziehung

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Das richtige Maß an gemeinsamer Zeit finden - Q&A zu Nähe & Distanz in der Beziehung

Die Frage nach dem richtigen Maß an gemeinsamer Zeit in einer Beziehung ist nicht eindeutig, sondern stark individuell und hängt von den persönlichen Bedürfnissen, Lebensphasen und Lebenssituationen ab. Viele Paare erleben Spannungen nicht durch fehlende Zeit, sondern durch ungleiche Erwartungen und mangelnde Kommunikation – eine Situation, die zu Distanz und einem Gefühl von Mangel führt. Der entscheidende Faktor ist die Selbstreflexion: Jeder muss erkennen, ob eine gewählte Struktur für ihn stimmig und ausgewogen ist. Ein gesundes Gleichgewicht entsteht durch offene Gespräche, klare Aussagen über Bedürfnisse und die Bereitschaft, gemeinsam Kompromisse zu finden. Es ist wichtig, dass beide Partner ihre eigenen Grenzen und Freiheiten respektieren, ohne sich gegenseitig zu verletzen. Gemeinsame Interessen können zwar Bindung stärken, müssen aber nicht zwangsläufig gesucht werden – vielmehr können sie durch spielerische, neue Aktivitäten entstehen. Letztendlich geht es nicht um die „meisten“ gemeinsamen Stunden, sondern um ein Gefühl der Verbundenheit und des „Wir-Gefühls“. Wenn eine Beziehung nicht auf diese Weise gestaltet wird, kann dies zu Verletzungen, Flucht und einem fehlenden emotionalen Kontakt führen. Ein entscheidender Schritt ist daher, die Gefühle offen zu benennen, Bedürfnisse zu akzeptieren und gemeinsam Lösungen zu finden – eine Aufgabe, die durch professionelle Unterstützung wie bei einem Paarcoach besonders effektiv verläuft.

Transcription

5564 Words, 33388 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um das Thema das richtige Maß an gemeinsamer Zeit finden, Q&A zu Nähe und Distanz in der Beziehung. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Wie viel Zeit man in einer Beziehung miteinander verbringt, also wie viel Zeit man als Paarzeit hat, wie viel Zeit man für sich hat, das ist oft eine grundlegende Frage, die sich viele Paare stellen, was wirklich so für sich selbst stimmig ist. Was das richtige Maß an gemeinsamer Zeit ist, kann man pauschal gar nicht sagen. Das ist sehr individuell. Aber die Frage ist ja, wie findet man das Gleichgewicht, also dass sich das für beide gut anfühlt. Damit beschäftigen wir uns heute einmal in Distanz. In dieser Folge. Ich habe gestern eine Reportage bei YouTube gesehen, ich glaube vom ZDF. Da ging es um Selbstständige und wie viel Zeit sie arbeiten und wie wenig Geld manchmal dabei rauskommt. Und da haben sie ein Friseurpaar gezeigt, die beide, also sie ist die Friseurin, er macht so das Backoffice, alles Administrative und so weiter. Aber die macht das zu zweit, haben auch noch ein, zwei Angestellte. Und da wurde dann irgendwann, ging es dann auch darum, wie viel Zeit arbeiten die beiden. Und dann sagte sie, naja, also Samstag nach 18 Uhr ist halt ein bisschen Freizeit und der Sonntag noch. Und dann sagte sie, aber das reicht mir auch, das ist okay. Und er saß dann da und sagt, ne, also für mich ist das nicht so, für mich ist das eigentlich anders. Spannend, ne? Und da merkt man auch, dass beide, also das hätte man rausschneiden können, weil das war schon so ein bisschen, dass beide so in die Kamera guckten nach dem Motto. Also sonst haben sie ganz häufig gesprochen, haben dann so in die Kamera geguckt und dann haben sie gesagt, ja und so ist das. Und dann haben sie sich manchmal. Und in dem Moment war es so, dann guckten sie nur so in die Kamera und dann blendete die Kamera weg. Oh Gott. Und dann wusste man eben, okay, das ist also anscheinend ein Konfliktthema bei den beiden, weil sie eben sagt, das reicht ihr und er würde wahrscheinlich sehr gerne daran arbeiten, dass die beiden mehr gemeinsame Zeit hätten. Ich hatte das gerade letztens mit jemandem aus unserer Familie, wo ich drüber gesprochen habe, auch über deren Partnerschaft und auch über Nähe und Distanz und dass die Person. Er erzählt hat, ja, ich brauche das nicht, dass man so drei, vier Abende miteinander Armbrot isst. Mir reicht das so alles ein bisschen locker, was sich ja gibt oder so. Wir wohnen ja zusammen, man läuft sich ja eh über den Weg. Und dann war noch eine weitere Person, die gesagt hat, ne, das wäre mir viel zu wenig. Da hat man das Gefühl, man lebt doch aneinander vorbei. Und das war so ganz spannend zu sehen, das war wie so eine Talkshow, so Pro und Contra. Und da gibt es kein Richtig und kein Falsch, aber die Gefühle dazu waren halt so konträr. Und er wollte sich natürlich die eine Seite mal die andere Seite so ein bisschen überzeugen und von den Gefahren sprechen und so weiter. Aber dieses Thema Nähe, Distanz ist ja immer dann gut, wenn es für beide gut ist. Und das ist, glaube ich, diese Herausforderung in der Partnerschaft, die häufig da ist, gerade wenn noch weitere Faktoren dazukommen. Aber da kommen wir ja später vielleicht nochmal drauf. Und eigentlich entsteht das Problem ja dann, wenn das Bedürfnis ungleich ist. Genau. Wenn einer von beiden das Gefühl hat, so wie jetzt bei dem Friseurpaar er, das ist mir zu wenig Zeit, ich möchte mehr Paarzeit haben. Und sie sagt, nö. Nö, das reicht mir. Ab dem Moment haben wir ja eigentlich erstmal ein Problem vorliegen, über das wir sprechen. Also eigentlich haben wir noch kein Problem, sondern erstmal eine Unstimmigkeit. Sondern wir müssen jetzt mal schauen, wie bekommen wir da einen vernünftigen Kompromiss hin, wie können wir darüber sprechen. Aber man sieht eben den Paar in der Rapportage auch an, und das geht sicherlich vielen Paaren so, dass dieses Thema eben nicht für beide gut geklärt ist. Also in dem Fall auf jeden Fall für ihn nicht. Das heißt, das Problem ist an der Stelle, denen ist bewusst. Dass das Bedürfnis unterschiedlich ist. Einer von beiden befindet sich im Mangel, aber es wird nichts getan. Also es steht jetzt einfach so da und läuft so vor sich hin. Genau, das ist so auch der Punkt oder das Problem, diese mangelnde Kommunikation. Man muss natürlich auch ganz klar darüber sprechen, was das Bedürfnis ist, damit der andere auch weiß, wenn man im Mangelgefühl ist und vielleicht auch die Möglichkeit hat, was zu ändern. Wenn wir jetzt mal so die positive Absicht dann sehen vielleicht. Aber es ist natürlich allgemein wichtig, darüber im Austausch zu sein. Weil ich finde sowas wie. Nähe und Distanz ist ja auch nichts Festgesetztes. Das ist ja auch immer so im Leben in einer Bewegung. Also man hat ja eine andere Nähe, Distanz, Gefühl. Wenn ich jetzt an uns denke, bevor unser Kind dazugekommen ist, haben wir viel mehr Zeit miteinander verbracht. Dann hat sich das wieder geändert. Dann ist vielleicht im Beruf etwas herausfordernd. Also das ist ja immer so in Schwankung. Und das darf es ja auch sein. Das Leben ist ja auch nicht so eine gerade Linie. Aber man muss halt in der Kommunikation darüber sein. Und wenn die Kommunikation darüber stattfindet. Und das beiden bewusst ist. Dann wird eben eine Kompromissbereitschaft gebraucht. Das ist eben auch ein häufiges Problem. Dass darüber gesprochen wurde, aber nichts umgesetzt, nichts verändert wird. Also den beiden, denen war das offensichtlich bewusst. Die haben da bestimmt schon drüber gesprochen. Aber es gab keine Veränderung. Kein Kompromiss. Man merkte eben, dieses Thema ist weiterhin offen. Vielleicht gibt es dann irgendwelche in Anführungsstrichen Totschlagsargumente. Wie ja, wir haben nun mal den Friseursammler. Genau, oder wir haben keine andere Strategie. Wir wissen nicht, wie wir vielleicht einen bestimmten Kompromiss finden können. Also diese Lösungsstrategie ist vielleicht auch nicht so klar. Oder man interpretiert halt auch viel rein. Ja, du willst ja immer Zeit mit mir verbringen. Wo man vielleicht auf das Bedürfnis nochmal tiefer gucken muss. Was fehlt dem anderen wirklich? Ist es jetzt quantitativ wirklich die Zeit? Oder ist es vielleicht einfach auch die Aufmerksamkeit? Ja, allgemein die Übertreibung. Was stellst du dir vor? Ich kann ja nicht meinen Laden schließen. Genau. Darum geht es. Wollen wir alle zu Hause verhungern, sagte mal jemand letztens im Coaching. Wo ich dachte so, hu, das ging jetzt aber schnell. Ja, also man kommt dann von der 80-Stunden-Woche auf einmal zu verhungern. Ja, genau. Und dann gibt es natürlich wiederum auch die Situation, dass man nicht ausreichend sich selbst reflektiert und die Bedürfnisse gar nicht klar sind. Also dass man von sich selber gar nicht weiß, wie fühle ich mich denn gerade? Fühle ich mich gut? Bin ich im Mangel? Reicht die Nähe aus oder nicht? Das heißt, man hat sich da gar nicht so sehr reflektiert und kann dann eben gar nicht erst etwas tun. Man kann sich nicht so sehr etwas aussprechen. Man hat vielleicht irgendwie so ein Störgefühl. Irgendwas ist nicht in Ordnung, fühlt sich nicht gut. Irgendwie ist die Beziehung auch nicht so richtig rund und das passt irgendwie alles. Aber man weiß gar nicht, warum. Weil man sich gar nicht da an der Stelle ausreichend selbst reflektiert. Genau. Und dann der letzte Punkt. Den hatten wir eigentlich auch schon. Fehlende Lösungsansätze, Strategien für ein Gleichgewicht hattest du gerade eigentlich schon mit reingebracht. Ich finde das auch schwierig, weil ja, wie wir anfangs sagten, jeder auch ein anderes Bedürfnis hat. Und man vielleicht selber sein Bedürfnis damit, den Bedürfnis von dem anderen vergleicht. Also es ist ja wie so Kontakt zu Freunden. Der eine braucht ganz viel Kontakt zu anderen Menschen und sagt, das ist ihm wichtig. Und das ist irgendwie ein großer Bestandteil. Und der nächste sagt so, nö, ich kann gut für mich alleine sein. Ich brauche das nicht. Da ist ja auch kein richtig und kein falsch, sondern ein unterschiedliches Bedürfnis. Aber wichtig ist ja, dass man das ausspricht und dass der eine nicht sagt, ich sehe das als Nachteil oder das nervt mich, dass so viele Menschen bei uns zu Hause sind, sondern dass man darüber in Diskussion ist, ne? Ja, genau. Ich finde, dass das mit dem anderen sein Gefühl nicht überstülpt. Weil das ist ja auch etwas, was bei Paaren in Coachings regelmäßig passiert, dass man darüber spricht und dann der eine sagt, ja, für mich war das immer gut und ich dachte, damit für dich auch. Ja, ich habe da gerade, erinnere ich mich an ein Paar, die hatten eine Fernbeziehung. Und für ihn war das immer das Schönste, wenn er sie überrascht hat spontan, wenn er mal Mittwochabend statt am Freitagabend kam. So, das war für ihn so absolute Liebe. Das war so eine Liebesbekundung und fand er mega. Aber nur er war das, der das gemacht hat. Sie hat das nie gemacht. Und irgendwann hat er gesagt so, also ich weiß nicht, du brauchst überhaupt meine Nähe, also du freust dich ja schon so ein bisschen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, es ist auch anstrengend für dich, wenn ich der Mittwochabend spontan da stehe und du irgendwie mit deiner Gesichtsmaske auf der Couch sitzt und du wolltest den gemütlichen Abend alleine machen und dann, ja, sagt sie natürlich auch nicht oder hat sie nicht gesagt, ja, fahr die paar hundert Kilometer zurück, bitte, du kannst erst Freitag wieder kommen. Aber er war halt auch immer so, er hatte auch immer unausgesprochen Erwartungshaltung, dass sie doch auch mal vor der Tür stehen könnte. Naja, oder auch vielleicht eine Erwartung, dass sie sich sehr freut. Na klar, das sowieso, ja. Und sie vielleicht genau das denkt, sagt, Mensch, das ist gerade unpassend, ich bin da gar nicht drauf eingestellt. Wobei man meinen müsste, dass man sich doch immer auf den Partner freut, aber nein, wenn man sich eben völlig anders auf den Tag eingestimmt hat, dann vielleicht nicht. Weil derjenige bringt ja vielleicht auch von der Arbeit noch ein paar Themen mit oder sowas. Ja, oder wir unterhalten werden, Anführungsstrichen, und man sagt, selber man will sich berieseln lassen. Und das war dann nachher, wo wir geguckt haben, dann ja auch, was sind die Bedürfnisse dahinter und das ist die positive Absicht von jedem. In der Folge entstehen Konflikte und Spannungen. Das Ungleichgewicht zwischen beiden wird eher noch größer. Also man kann schwer aufeinander zugehen, man findet eher keine Kompromisse. Das kann sich auf andere Bereiche entsprechend auswirken. Das ist, wenn man das Gefühl hat, ich habe da ein Mangelgefühl beim Thema Nähe. Der andere geht nicht darauf ein, dass es vielleicht wieder andere Themenbereiche gibt, wo man sagt, na gut, dann bin ich da auch nicht kompromissbereit, dann gehe ich da auch nicht drauf ein. Das heißt, das kann sich mit anderen Themen vermengen und hochschaukeln. Dann kann natürlich ein Gefühl von Distanz und Vernachlässigung aufkommen. Also dass man das Gefühl hat, man hat keine emotionale Verbundenheit mehr, weil für einen selber man im Mangelgefühl ist und da so eine Distanz aufgebaut hat. Oftmals ist das auch, wenn einer einen herausfordernden Job hat und es zum Beispiel Kinder gibt, also dass es dann auch manchmal so ist, dass man das Gefühl hat, es entsteht so eine Frontenbildung in der Familie. Und ja, man dann auch irgendwie sein eigenes Leben mehr organisiert und wenn dann die Person, die viel arbeitet, dazukommt, man sagt so, wir haben jetzt aber unsere Rituale und Routinen und irgendwie fühlt sich das schwierig an, wenn du jetzt mit dazukommst, weil damit haben wir jetzt nicht gerechnet und dann entstehen natürlich auch wieder weitere Verletzungen. Also wenn ihr das Gefühl habt, dass das ein Thema bei euch ist und euch fehlen die Lösungsansätze, Strategien für ein Gleichgewicht, findet da irgendwie keinen Weg, dann kann die Moderation durch einen Dritten, der sich tagtäglich mit Beziehungen befasst, sehr helfen. Also meldet euch bei uns dann für das telefonische Erstgespräch, wir unterstützen euch dann sehr gerne bei diesem Thema, sodass ihr dort wieder mehr ins Wir-Gefühl findet, dass ihr dort an einem Strang zieht, dass beide das Gefühl haben, eher in der Fülle, weniger im Mangel zu sein, sodass es euch miteinander da wirklich gut geht. Wir haben ein kleines, aber feines Q&A zum Thema gemeinsame Zeit zusammengestellt und wollen einfach mal in einem anderen Format jetzt mal über Fragen sprechen, kurz und knackig. Wenn ihr eure Fragen auch mal in einem Podcast von uns mitbeantwortet bekommen wollt, dann findet ihr immer mal bei Instagram eine Umfrage, wo wir dann zu einzelnen Themen fragen, Mensch, was sind da so eure typischen Gedanken und Fragen zu, was könnte euch da weiterhelfen. Also schaut bei Instagram vorbei, da könnt ihr euch einbringen und dann werden eure Fragen sehr wahrscheinlich auch in einer der nächsten Podcast-Folgen mit thematisiert werden. Solltet ihr nicht bei Instagram sein, könnt ihr natürlich auch eine E-Mail schreiben. Das geht auch, podcast.lebensidealisten.de Frage Nummer eins, ist es gesund, auch Zeit getrennt voneinander zu verbringen und wie viel ist zu viel? Spannende Frage. Ich glaube, wir können alle Fragen, die wir haben, direkt beantworten. Das kommt drauf an. Genau, wir beenden den Podcast einfach, indem wir jetzt fünfmal sagen, es kommt drauf an. Ja, und wer mehr wissen will, bucht ein kostenpflichtiges Coaching jetzt. Also wichtig ist der innere Kompass. Wir müssen in uns hineinhorchen und selbst reflektieren. Fühlt sich etwas stimmig an? Also ist das rund? Macht das ein gutes Gefühl? Gibt es innerlich kein Störgefühl? Oder ist das unstimmig? Gibt es irgendwas, wo man innerlich merkt, nee, irgendwie das zieht mich da weg. Das ist unstimmig, unruhig. Und irgendwas passt da nicht so richtig für mich. Und das ist natürlich auch bei der Frage so, ob es gesund ist, Zeit getrennt voneinander zu verbringen oder wie viel ist zu viel. Das ist völlig individuell. Ihr müsst euch gemeinsam abstimmen. Meistens ist das so, dass so eine gesunde Mitte für Beziehungen ganz gut ist. Also dass man Zeit miteinander zusammen verbringt, aber eben auch Zeit getrennt. Denn die Zeit getrennt sorgt für neue Themen, Austausch. Man kann über die Dinge miteinander sprechen. Also das ist immer die Frage, was man da so macht. Und wir haben ja letztendlich alle auch noch andere freundschaftliche, familiäre Beziehungen, kollegiale Beziehungen, die es dann zu führen gilt. Und wo man dann ja auch Zeit mit anderen Menschen gerne verbringen möchte. Also keine Ahnung, ich spiele gerne vielleicht Tennis oder Squash. Du eher nicht. Also machst du. Ich mache nichts. Du machst nichts, genau. Also gar keinen Sport. Vielen Dank für das Kompliment nochmal. Deswegen macht es eben durchaus sehr Sinn, das dann mit Freunden zu machen. Ja. Und wichtig ist ja immer eher, dass das im Toleranzbereich liegt. Dass man nicht das Gefühl hat, das, was der andere macht, das ist für mich nicht toleriert. Aber das stört mich, das mag ich gar nicht. Das ist mir sogar unangenehm, dass er das macht. Ich finde auch immer, das kommt darauf an, in welcher Lebensphase man gerade ist. Auch da ist es sehr individuell. Also innerlich glaube ich durchgehend, wie viele Tage brauche ich für mich zu Hause, für mich mal alleine, mit einer Freundin, mit einem Kumpel. Was fühlt sich stimmig an mit einer Partnerschaft? Wie kann ich das alles so vereinen? Bin ich jemand, der gerne lieber abends nochmal arbeitet? Und das denn einfach, diese Zeitkonten abzustimmen und da einen stimmigen Kompromiss zu finden. Und manche brauchen fünf Abende die Woche auf der Couch zusammen, weil sie sagen, geil, das ist unsere Zeit. Das finde ich mega. Andere sagen, ich gehe mit dir immer am Samstagvormittag einkaufen. Das reicht. Die anderen Tage essen wir abends zusammen, aber dann kann jeder auch sein Ding machen. Also das ist immer unterschiedlich. Jetzt hast du natürlich zwei Beziehungen am ganz äußeren Rand. Natürlich. Ich lebe extra. Extrem. Schwarz oder weiß. Ja. Aber so zum Beispiel auch mit Kindern, finde ich. Wenn man jetzt überlegt, bevor man Kinder hatte, da hatte man ja auch eine andere Paarzeit dann, wie ich vorhin schon sagte. Und da ist vielleicht das Bedürfnis auch anders. Also mit Schlafen gehen. Der eine geht früher schlafen, der andere später. Und da gibt es ja auch kein richtig und kein falsch, sondern man darf da ja auch dann einfach drauf schauen, ist das ein Mangelgefühl bei einem. Das Wichtige ist hier die Selbstreflexion und der Austausch darüber, dass man darüber wirklich spricht. Und wenn das dann wirklich so ist, dass egal wie man es gestaltet und wie anders das von allen anderen, wenn das für euch stimmig ist und sich gut anfühlt und ihr merkt, dadurch fühlen wir uns verbunden im Wir-Gefühl, ich habe kein Mangelgefühl, dann ist alles gut. Dann sind wir schon eigentlich bei Frage Nummer zwei auch ganz schnell. Wie viel Zeit sollten wir als Paar gemeinsam verbringen? Das klingt für mich so, was ist so die Mindestzeit, damit das noch läuft? Also wie viel Zeit sollte man verbringen? Für mich klingt das eher nach dem, ich habe meinen inneren Kompass nicht so richtig. Ich vergleiche mich. Ja, kann auch sein. Ich kann das gerne online googeln. Ich habe eine Antwort bekommen, wo dann steht drei Stunden die Woche und ihr seid ein glückliches Paar. Ja. Aber so funktioniert es ja eigentlich nicht. Ja. Sondern auch hier ist die gleiche Antwort wie bei Frage eins. Das variiert ganz stark, ist ganz individuell von Paar zu Paar. Jeder hat ganz individuelle Bedürfnisse nach Me-Time, nach Zeit zu zweit, Familienzeit, Zeit mit Freunden, Zeit für Sport. Die Lebensumstände, das ist immer alles im Wandel. Du sagst es ja auch schon, wenn man zu zweit als Paar ist, ohne Kinder hat man mehr Zeit, dann kommen Kinder dazu, hat man erst mal weniger Zeit, die Kinder werden älter. Hat man wieder mehr Zeit. Das ist alles so ein bisschen im Wandel. Mal wird mehr gebraucht, mal wird weniger gebraucht. Es kann aber auch sein, dass es eben zu wenig ist. Ich habe gerade ein Paar im Coaching, da haben sich wieder mehrere Projekte überschnitten. Eine Doktorarbeit, eine Haussanierung, eine Weiterbildung und Prüfung als Notar. Da haben sich dann also mehrere Sachen so zusammengefügt, dass die eigentlich anderthalb Jahre fast gar keinen Kontakt mit den anderen hatten. Ja. Wenn sie miteinander gesprochen haben, dann gab es Dinge zu klären, so wie macht man das, wie macht man das organisatorisch und da ja beide sehr gestresst, das ist eine sehr stressige Phase ist, häufig angespannt, das heißt, wenn sie miteinander gesprochen haben, eher Streit. Also da auch zu schauen, qualitativ und quantitativ, also die Frage ist ja, wie viel Zeit, die Frage ist ja, man könnte jetzt sagen acht Stunden, aber wenn es acht Stunden ist, wo man sich schweigend nebeneinander sitzt und da wirklich keine emotionale Verbundenheit ist, dann ist das halt auch nicht so erschreckend. Das ist sehr strebenswert für vielleicht vier Stunden, ich nehme jetzt irgendwelche Werte, wo man wirklich sagt, wir machen unsere Handys aus und wir verbringen eine schöne Zeit miteinander. Naja und man sollte vielleicht gemeinsam besprechen, was heißt denn wirklich Zeit miteinander verbringen, das ist auch so ein Thema, was viele nicht so berücksichtigen. Okay, dann greife ich nicht vor. Danke. Aber für viele ist eben nebeneinander sitzen und eine Serie gucken vielleicht Partzeit und für andere eben nicht. Genau. Frage drei, wie kann man ein Gleichgewicht zwischen eigener Freiheit und gemeinsamer Zeit finden? Da auch wieder der Punkt, offen darüber kommunizieren und Erwartungen aussprechen, also eigene Freiheit, was heißt das, gemeinsame Zeit, was heißt das und dann zu schauen, wie kann man einen Kompromiss eingehen, dass es sich für beide gut anfühlt, also Gleichgewicht heißt ja eigentlich stimmiger Kompromiss, dass beide sagen so, das fühlt sich für mich gut an, das fühlt sich rund an, da auch wichtig, die Grenzen des anderen zu akzeptieren, also typischerweise sowas, wie wenn jemand sagt, ich bin seit meinem achten Lebensjahr in der Feuerwehr, da sehe ich mich und das wäre die allerletzte Sache, die ich gerne aufgeben würde, zu sagen, okay, das kann ich auch sehen, dein Bedürfnis dahinter nach Verbundenheit mit anderen Menschen, Vertrautheit und so, wie können wir das aber vielleicht machen, an anderen Tagen denn, also Grenzen auch zu sehen, aber auch trotzdem flexibel zu bleiben, weil jeder sollte natürlich seinen Raum auch haben für eigene Hobbys und Interessen und sich da auch weiterentwickeln können. Ich glaube, es ist immer auch eine Sache von Zeitmanagement, also wie weit bin ich strukturiert und sehe. Ich sehe es vielleicht auch als Herausforderung an, zu sagen, wie schaffen wir beide mit unseren Jobs, vielleicht mit Kindern, mit Hobbys, das unter einen Hut zu kriegen. Prioritäten setzen. Genau. Und das darf sich ja auch ändern. Ich finde immer, das sollte man nicht zu starr sehen, weil es gibt ja auch Phasen, was weiß ich jetzt, Weihnachten, was jetzt gerade war, da beilt sich das, was sie mit Weihnachtsfeiern und anderen Verpflichtungen, das ist vielleicht im März dann schon ganz anders und das so ein bisschen flexibel zu sehen. Aber auch dann Paarzeit als echtes Ziel zu haben. Ja. Ich hatte ein Paar im Coaching. Die haben sich sehr, sehr gut strukturiert. Da war die Woche sehr, sehr gut durchgetaktet. Die hatten sehr viele Projekte und auch vier Kinder. Da war viel einfach, was los war. Aber die haben das Ziel nur gehabt, dass sie quasi die Woche gemanagt bekommen. Dann habe ich denen die Aufgabe gegeben, halt Organisationsgespräche zu führen. Und war das auch sehr spannend, weil die sagten nicht, wir wissen gar nicht, was wir da organisieren sollen. Wir sind ja schon gut organisiert. Ja, das stimmt. Aber ihr müsst noch den, den und den Punkt mit beachten. Ihr müsst das Ziel verändern. Euer Ziel ist, euch so zu strukturieren, dass ihr Paarzeit hinbekommt. Und dann auch Zeit miteinander verbringt. Und nicht, dass ihr durch die Woche kommt und am Ende hat alles geklappt und ihr funktioniert, sondern dass ein Paarzeit dabei rauskommt. Und das ist dann einfach nochmal ein neuer Blickwinkel. Auch dazu, die Reportage gestern war sehr ergiebig. Du musst mir auch nochmal angucken. Jetzt wird es langsam spannend. Eine andere Familie hat zusammen eine Bäckerei aufgemacht. Ja. Eltern. Der Vater 20 Jahre. Der Konditor und die beiden Söhne. Und der eine Sohn, der hat Betriebswirtschaftslehre studiert, war in einem Start-up aktiv. Und. der war jetzt mit drin und seinem Bruder auch. Eigentlich ging es ja darum, dass man viel Zeit mit der Selbstständigkeit verbringt und nicht so viel Geld dabei rauskommt. Bei der Familie ging es jetzt aber darum, dass die Söhne das sehr zuliebe der Eltern gemacht haben. Und es ging jetzt sehr viel darum, was die eigentlich an Dingen aufgegeben haben. Der eine sagte, ich kann nicht mehr zum Boxen gehen, die Zeit reicht nicht mehr aus, weil wir jetzt ja so viel arbeiten müssen, um das hier hinzubekommen. Der andere sagte, naja, es ist nicht unbedingt mein Traum hier zu stehen, also es ist nicht meine liebste Arbeit, die ich mache. Ich könnte mir, weiß Gott, andere Dinge vorstellen, als Brötchen zu backen. Er hat BWL studiert und war in einem Start-up aktiv. Auch die gemeinsame Zeit zu zweit. Und da waren dann mehrere Dinge, wo man einfach merkte, die haben sich jetzt da den Eltern zuliebe auf etwas eingelassen, was eigentlich für beide aus anderen Aspekten heraus total unstimmig ist. Das wäre ja auch, also jetzt stelle ich mir auch so die Partnerin von dem zweiten Bruder da, was du sagtest, auch vor. Wenn du denkst, boah, der opfert sich da richtig auf, das hat Nachteile für die Paarzeit, für die Familie, aber der sagt eigentlich stehe ich da gar nicht so gerne. Hab da eigentlich gar keinen Bock drauf, das ist gar nicht mein inneres Gefühl, dass das mein Platz ist. Und das finde ich dann so krass, weil dann kommt es natürlich dann zum Konflikt, wo man sagt, die ganzen negativen Konsequenzen sollen wir dafür tragen. Und das mache ich jetzt auch so mit dem Zeitmanagement und den Prioritäten. Darauf wollte ich jetzt auch hinaus eigentlich, dass die jetzt ja mehr Familienzeit im Unternehmen haben. Also das heißt, sie haben ein Familienunternehmen gekundet, was ja ganz toll ist. Ja. Das heißt, haben mehr quantitative Zeit zusammen, aber die Brüder müssten dafür auf ganz viel qualitative Zeit in anderen Bereichen verzichten und fühlen sich damit eigentlich gar nicht wohl. Das heißt, manchmal ist weniger Familienzeit an der Stelle besser, wenn die dafür aber qualitativ verläuft und man eben noch andere Lebensbereiche hat, die auch gut verlaufen, als ganz viel miteinander Zeit zu verbringen. Haben die wirklich Familienzeit zusammen? Das ist eher Arbeitszeit zusammen, oder? Nee, Familienunternehmen. Ja, die haben Arbeitszeit zusammen, aber die haben Familienunternehmen und das ist für die eben ganz, ganz wichtig gewesen. Okay, vierte Frage. Wie können wir gemeinsame Interessen finden, die unsere Beziehung stärken? Eine spannende Frage. Man kann ja grundsätzlich sagen, dass Bindung ja durch gemeinsame Interessen häufig auch entsteht. Deswegen auch wahrscheinlich der Drang von vielen Paaren zu sagen, lass uns mal was zusammen machen. Gemeinsam Sport, Kurzurlaub, Haus renovieren, was auch immer. Ich glaube, es kann schön sein, wenn man das hat. Es muss aber auch nicht sein. Wenn das aber der Wunsch ist, könnte man natürlich einfach verschiedene Sachen ausprobieren und da Erfahrung sammeln. Dass jeder mal sagt, okay, worauf hat man Bock? Ich würde gerne surfen lernen. Der Nächste sagt vielleicht, oh nee, ich hätte irgendwie Lust, mal die und die Stadt mehr anzuschauen. Oder, oder, oder. Und dass man dann sagt, ja gut, dann lass uns mal so drei, vier Sachen raussuchen und wir gucken mal. Vielleicht bleiben wir ja irgendwo hängen und sagen, das passt für uns. Aber das auch in der Leichtigkeit zu machen, also ohne Muss. Man muss das nicht haben. Ich glaube, gezielt danach zu suchen, ist schon, ja. der richtige Weg. Also gerade so Kurse, Workshops, Aktivitäten. Einfach nach Dingen suchen. Jetzt gerade ist schlechtes Wetter. Ich habe jetzt geschaut, was kann man hier in der Nähe als Familie mit schlechtem Wetter machen. Und natürlich findet man dann in seinem Umfeld ganz, ganz viele Sachen, die man alle schon gemacht hat. Aber ich habe auch zwei völlig neue Dinge gefunden. Und dann hat man wieder zwei neue Sachen, die man ausprobieren kann. Und das ist, glaube ich, relevant. Das gibt ja auch diese, wie heißen die denn, diese Überraschungsboxen? Oder diese Aktivitätsboxen? Von verschiedenen Herstellern, die man dafür nutzen kann, um dann vielleicht sowas mal zu machen. Geschenke eignen sich sehr gut. Lebensmomente statt Materielles zu verschenken. Sorgt auch immer wieder für Überraschungen und neue Aktivitäten, die man gemeinsam macht. Und dadurch eben auch gemeinsame Interessen findet. Kann aber auch letztendlich ja in gemeinsamen Podcast-Folgen, die man hört, Reportagen, die man guckt, die man vielleicht auch getrennt voneinander hört natürlich. Dann höre ich die neue Folge von XY heute, du vielleicht in drei Tagen. Ja. Dann tauschen wir uns nächste Woche mal drüber aus. Mensch, wie fun ist du das denn? Unsere Podcast-Folgen gehen dafür natürlich auch. Ja. Wir haben ja im bezahlten Bereich aktuell noch, vielleicht schalten wir es demnächst auch kostenlos frei, haben wir zu jeder Podcast-Folge ein kleines Workbook mit drei, vier Seiten als Anleitung, sich zu reflektieren als Paar, was natürlich sehr hilfreich sein kann. Und so kann man neue Interessen finden. Auch da finde ich wieder immer so ein bisschen lebensphasenabhängig. Also wenn ich mich zurückerinnere, wir haben ja auch damals, schon lange erst mal, zum Beispiel zusammen Badminton gespielt. Machen wir jetzt heute nicht mehr. Aus verschiedenen Gründen. Aber das war eine coole Zeit. Aber auch zu sagen, okay, was kann jetzt kommen? Jetzt machen wir mal andere Sachen. Aber es darf da ja auch etwas so im Wandel sein. Oder es kommt halt wieder. Genau. Also zum Beispiel haben wir das ja mit einem befreundeten Paar gespielt. Und die, wir sind ja umgezogen und dann passte das alles nicht mehr. Und dann hat man auch das Badmintonspielen aus den Augen verloren. Man müsste es quasi nur wieder zum Leben erwecken. Wenn man sagt, da haben wir wieder Zeit und Lust zu. Genau. Letzte Frage noch. Was ist, wenn der Partner oder die Partnerin mehr oder weniger Zeit miteinander verbringen möchte? Ja, ist eigentlich sehr ähnlich wie die Frage schon, wie stellt man das Gleichgewicht her? Ich glaube, wichtig ist, dass man ehrlich ausspricht, dass es einem ein ungutes Gefühl macht. Also wenn man einen Eindruck hat, man ist immer der Part, der sagt, wollen wir nicht? Und hast du Lust am Wochenende? Und der andere ist eher so, ja, weiß ich noch nicht. Mal gucken, überlege ich mal, ich weiß noch nicht, die wollten nochmal Bescheid sagen, ob ich mich mit dem und dem treffe. Nicht innerlich sich zurückzuziehen und zu sagen, ja, gut, ich gehe in so eine Warteposition. Und, sondern auch zu sagen, hey, okay, bei mir ist das gerade das und das Gefühl entstanden, spreche mal dein Bedürfnis aus, hast du dazu Lust oder ist gerade ein anderes Bedürfnis wichtiger? Und dann aktiv zu sein, zu sagen, okay, wie kann ich mir vielleicht auch irgendwie dieses Gefühl bei meinem Bedürfnis auch anders decken? Also, wenn ich jetzt unbedingt schwimmen gehen will mit meinem Partner und der möchte nicht schwimmen gehen, dann kann ich natürlich darüber sehr traurig sein und das darf ja auch sein, aber ich könnte dann ja auch neu überlegen, zu sagen, okay, dann gehe ich vielleicht nicht mit ihm schwimmen, sondern mit einer Freundin schwimmen oder alleine schwimmen und wir machen was anderes dafür zusammen. Also so ein bisschen da auch die Flexibilität zu haben oder auch zu hinterfragen und da sind wir natürlich in einem sehr ehrlichen Bereich dann, warum möchte denn keine Zeit mit mir verbringen? Vielleicht gibt es auch so viel Verletzungen bei uns in der Partnerschaft, dass man einfach auch nicht mehr gerne gemeinsame Zeit verbringt. So eine Flucht aus der Beziehung raus. Ja, da ist sicherlich auch wichtig, dass man eben das anerkennt, wenn jemand das ausspricht und das ernst nimmt. Häufig sind Paare bei uns, da wurde das nicht anerkannt, nicht ernst genommen. Das Ganze läuft noch zwei, drei Jahre weiter und auf einmal merkt einer von beiden, dass das mit den Gefühlen nicht mehr passt und dann wundert sich der andere und sagt, Mensch, Mist, hätte ich das ernst genommen, wäre ich darauf eingegangen. Und nochmal zu schauen, worum geht es eigentlich? Also ganz häufig geht es ja auch darum, einfach gemeinsame, schöne Zeit miteinander zu verbringen, ums Wir-Gefühl und nicht unbedingt nur an die Sache, um die Sache an sich. Ich habe mal versucht, das zu sagen. Ich habe versucht, einen Klavierlehrer zu finden für meinen Sohn und mich und alle haben das abgelehnt, weil sie sagten, nee, das geht nicht, weil du als Erwachsener, du bist ja viel schneller und lernst das viel schneller als ein Kind, was dann da noch viel länger braucht und muss noch Noten lernen und all die ganzen Sachen. Und immer wieder habe ich gesagt, nee, es geht mir nicht darum, dass ich jetzt der beste Klavierspieler werden möchte. Wir sahen das Talent in dir. Ich möchte gemeinsame Zeit mit meinem Sohn verbringen. Also es geht um das Wir-Gefühl. Vater, Sohn. Ich will mit ihm was zusammen machen. Da geht es nicht darum, dass ich ganz schnell lerne und all das, sondern wir machen das in seinem Tempo. Das ist völlig in Ordnung für mich. Ging nicht. Ging in deren Welt nicht und das meine ich manchmal. Es geht manchmal ums Wir-Gefühl mehr als um die Sache an sich. Das mag sein, dass vielleicht manchmal Mann und Frau nicht beim Badminton, beim Tennis ist vielleicht der Mann viel besser, die Frau viel besser. Bei dem Skifahrerpaar aus der letzten Folge, was ich schon als Beispiel hatte, da war die Frau technisch viel, viel besser als der Mann. Trotzdem fahren die zusammen Ski, weil es eben um das Wir-Gefühl geht. Und es nicht immer darum geht, der Gewinner der Beste zu sein oder sich sportlich herausgefordert zu fühlen. Das zum Abschluss. Sollte euch diese Folge gefallen haben, freuen wir uns natürlich sehr, wenn ihr uns folgt, bei YouTube einen Kommentar da lasst, selber uns mal eine Mail schreibt oder bei Instagram an Umfragen teilnehmt, um auch eure Fragen an uns zu richten. Aber natürlich freuen wir uns auch sehr über eine Bewertung. Wir versuchen immer sehr viel Mehrwert in die Podcasts reinzubringen und freuen uns auch immer über Feedback, wenn das per Mail kommt, dass jemand schreibt, die Podcasts haben schon sehr weitergeholfen. Dass wir auch einfach, weil es ist ja immer so eine Blackbox, man spricht ins Mikrofon, aber weiß gar nicht, was die andere Seite genau mit den Inhalten macht. Wir freuen uns natürlich immer sehr, wenn wir dort ein Feedback bekommen und wissen, dass euch diese Folgen wirklich helfen. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis bald. Bis dann. Musik Musik Musik Musik

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das richtige Maß an gemeinsamer Zeit ist individuell und hängt von den Bedürfnissen und Lebenssituationen beider Partner ab.
  2. Konflikte entstehen nicht durch ein Fehlen von Zeit, sondern durch ungleiche Erwartungen und mangelnde offene Kommunikation.
  3. Es ist entscheidend, eigene Gefühle und Bedürfnisse zu reflektieren, um zu verstehen, ob eine Situation für beide stimmig und ausgewogen ist.
  4. Gemeinsame Zeit kann auf quantitativem und qualitativen Level unterschiedlich aussehen – wichtig ist, dass sie für beide ein positives, verbundenes Gefühl erzeugt.
  5. Flexibilität, Kompromisse und gemeinsame Reflexion sind notwendig, um ein gesundes Gleichgewicht zwischen persönlicher Freiheit und Beziehung zu finden.
  6. Störungen entstehen, wenn Bedürfnisse nicht erkannt oder ernst genommen werden, was zu Distanz und einem fehlenden „Wir-Gefühl“ führen kann.
  7. Gemeinsame Interessen fördern Bindung, aber müssen nicht zwangsläufig erzwungen werden – sie können durch spielerische, neue Aktivitäten entstehen.
  8. Das Gefühl von Mangel und Verletzung wird stärker, wenn Lösungsstrategien fehlen oder wenn Partner sich gegenseitig nicht verstehen oder akzeptieren.

Summary:

Die Frage nach dem richtigen Maß an gemeinsamer Zeit in einer Beziehung ist nicht eindeutig, sondern stark individuell und hängt von den persönlichen Bedürfnissen, Lebensphasen und Lebenssituationen ab. Viele Paare erleben Spannungen nicht durch fehlende Zeit, sondern durch ungleiche Erwartungen und mangelnde Kommunikation – eine Situation, die zu Distanz und einem Gefühl von Mangel führt. Der entscheidende Faktor ist die Selbstreflexion: Jeder muss erkennen, ob eine gewählte Struktur für ihn stimmig und ausgewogen ist.

Ein gesundes Gleichgewicht entsteht durch offene Gespräche, klare Aussagen über Bedürfnisse und die Bereitschaft, gemeinsam Kompromisse zu finden. Es ist wichtig, dass beide Partner ihre eigenen Grenzen und Freiheiten respektieren, ohne sich gegenseitig zu verletzen. Gemeinsame Interessen können zwar Bindung stärken, müssen aber nicht zwangsläufig gesucht werden – vielmehr können sie durch spielerische, neue Aktivitäten entstehen.

Letztendlich geht es nicht um die „meisten“ gemeinsamen Stunden, sondern um ein Gefühl der Verbundenheit und des „Wir-Gefühls“. Wenn eine Beziehung nicht auf diese Weise gestaltet wird, kann dies zu Verletzungen, Flucht und einem fehlenden emotionalen Kontakt führen. Ein entscheidender Schritt ist daher, die Gefühle offen zu benennen, Bedürfnisse zu akzeptieren und gemeinsam Lösungen zu finden – eine Aufgabe, die durch professionelle Unterstützung wie bei einem Paarcoach besonders effektiv verläuft.

FAQs

Ja, es ist gesund, solange es für beide ein angenehmes und ausgewogenes Gefühl schafft. Die Zeit getrennt fördert persönliche Entwicklung und neue Erfahrungen, solange sie im Toleranzbereich bleibt und keine negativen Gefühle verursacht.

Es gibt kein fester Wert, da das selbst bei Paaren sehr individuell ist. Was für ein Paar gut ist, hängt von Lebensumständen, Prioritäten und persönlichen Bedürfnissen ab. Wichtig ist, dass beide sich wohlfühlen und ein stimmiges Gleichgewicht erreichen.

Durch offene Kommunikation, klare Erwartungen und gemeinsame Reflexion. Beide Parteien sollten ihre Grenzen akzeptieren und gemeinsam Kompromisse finden, die für beide ein gutes Gefühl vermitteln und das Wir-Gefühl stärken.

Durch Experimente mit verschiedenen Aktivitäten, wie Sport, Urlaub oder gemeinsame Hobbys. Es ist hilfreich, neue Dinge auszuprobieren und gemeinsam neue Interessen zu entdecken, ohne Druck zu fühlen – das fördert Freude und Zusammengehörigkeit.

Das führt oft zu Spannungen, wenn die Gefühle nicht ausgesprochen oder erkannt werden. Es ist wichtig, ehrlich über das Bedürfnis zu sprechen und gemeinsam zu finden, wie man die Bedürfnisse gegenseitig respektiert und ein verbindendes Gefühl aufbaut.

Ja, die Bedürfnisse ändern sich mit der Lebensphase, wie zum Beispiel mit Kindern oder einer beruflichen Herausforderung. Es ist normal, dass die Menge oder Art der gemeinsamen Zeit sich anpasst – das ist ein natürlicher Teil des Beziehungslebens.

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