Am letzten Novembermontag 2014, dem Montag vor Thanksgiving, begann ein verheerender Cyberangriff auf Sony Pictures Entertainment in Kalifornien. Hacker, die sich "Guardians of Peace" nannten, legten die gesamte IT-Infrastruktur lahm, stahlen massive Mengen interner Daten – darunter Gehälter, vertrauliche E-Mails, Passwörter und unveröffentlichte Filme wie den James-Bond-Film "Spectre" – und löschten einen Großteil der Server. Die Erpresser forderten die Absetzung der satirischen Komödie "The Interview", in der zwei Journalisten den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un töten sollen. Nach öffentlichen Drohungen sagte Sony den Kinostart ab. Das FBI identifizierte Nordkorea als Urheber des Angriffs, der als Vergeltung für die als blasphemisch empfundene Darstellung des "geliebten Führers" galt. Der Angriff offenbarte die hochprofessionellen Cyberfähigkeiten Nordkoreas, insbesondere der staatlichen Hacker-Gruppe Lazarus (auch APT 38), die trotz der extremen Armut und Internet-Abschottung des Landes operiert. Für das Regime dienen solche Cyberattacken nicht nur der politischen Störung und Spionage, sondern vor allem der lukrativen Geldbeschaffung zur Finanzierung des Staatshaushalts. Der Vorfall zeigt, wie ein isoliertes Land mit krimineller Energie im Cyberspace zu einer ernsthaften globalen Bedrohung geworden ist.
ARD Es ist der letzte November Montag 2014, der Montag for Thanksgiving. In den USA macht man sich bereit für das Riesenfamilienfest. In den kommenden Tagen wird es nicht nur um Süßkatoffelbreihung, cranberry, Soße und Truthavenbraten gehen, sondern vor allem darum, irgendwie nach Hause zu kommen, trotz voller Flughefen und Highways. Die sind in Los Angeles sowieso chronisch verstopft. Jetzt aber mixt sich der beginnende Feiertagsverkehr mit den Pendlern, die noch ein paar Arbeitstage vor sich haben. Eine davon ist Selina Schavernett. Sie ist an diesem Montagmorgen unterwegs zu ihrem Job in Calvas City. Gerade mal 16 km von downtown Los Angeles entfernt, aber eine eigene Stadt. Und ein Teil von dem, was die meisten im Kopf haben, wenn sie von der Traumfabrik Hollywood sprechen. Denn auch in Calvas City gibt's eins der sagen, um wovonen Studiogelände der Major Studios, in den Blockbuster für Kino und Stream produziert werden. Schavernett arbeitet bei Sony Pictures Entertainment. Das steht heute auf dem weißen Tor am Eingang. Lange aber waren das die MGM, die Metro Golden Maya Studios. Genau, die mit dem brühenden Löwen und der Van Fahre im Vorspann. Hier wurde der Zauberer von Osgedreet, später Man in Black, Euphoria, Ghostbusters und Breaking Bad. Wenn Selina Schavernett mal eine kurze Pause braucht, dann schließe sich manchmal einer der Turen an, die täglich Besucher durch das Gelände führen. Über die Hallen und Bürogebäude spannt sich ein gigantischer, fast 30 Meter hoher Regenbogen aus lackiertem Stall. Ein Umarge an den Zauberer von Os und die Titelsong, somewhere over the rainbow. Nicht nur eine Verspieltheit von Sony, sondern auch erfüllte Vorschrift. Kahlwa Sittie verlangt von den ansässigen Unternehmen, dass sie ein Teil ihrer Investitionen für Kunstwerke im öffentlichen Raum aufwenden müssen. Also in etwa wollte ihr hier was bauen, dann müsst ihr die Stadt für uns alle schöner machen. Sony wollte einen weiteren Parkplatz und entschied sich dafür, als Ausgleich diesen Regenbogen errichten zu lassen. Selina Schavernett arbeitet also buchstäblich somewhere under the rainbow. Irgendwo zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Magie und Mehrwert Steuer ist das alles hier zu verorten. Ihre Werkbank in der Traumfabrik liegt in der TV-Abteilung von Sony. Aber als sie an diesem Tag in das Bürogebäude gehen will, streigt ihre Schlüsselkarte. Sie versucht es mehrfach. Immer wieder Error. Selina Schavernett ist zwar irritiert, aber das so ein elektronischer Schlüsselmal spient, das kommt schon vor. Sie bitte das Sicherheitspersonal, und dann im Büro angekommen wird's richtig schräg. Die Computer fahren nicht hoch. Das Internet ist gestört. Nicht mal die Kopierer funktionieren noch. Auf den Rechnern, die schließlich doch hoch fahren, erscheint nicht der normale Startbildschirm, sondern ein verstörendes Video, wie aus einem 80er-Jahre Horror-Fan. Eine Art Zombies-Gelett leuchtet auf den Bildschirm auf. Rot angestrahlt mit diabolischem Grinzen schwebt es über einen Grabstein, auf dem Sony steht. Daneben sind die abgetrennten Köpfe der damaligen Studio-Boss, Amy Pascal und Michael Linden zu sehen. Offenbar hat sich da für jemand einfach an ihren Firmenport-Reh-Fotos bedient. Man erkennt noch dieses gewinnte Lächeln eines typischen CEO-Headshots. Das Ganze wirkt vor allem gruselig stümpbarhaft, als hätte da einen Photoshop-Neuling versucht, sein eigenes Metal-Motiv-Shirt zu entwerfen. Und dann sind da noch diese neon-grün-Text-Zahlen. Wir haben euch bereits gewarnt, und das ist nur ein Anfang. Wir machen weiter, bis ihr unseren Forderungen nachkommt. Wir haben all eure internen Daten erlangt, darunter auch Geheimnisse und Top-Geheimnisse. Wenn ihr euch nicht ergibt, werden wir die untenstehenden Daten der Welt zeigen. Die Drohung ist überschrieben mit Hekt-by #GOP-Gardiansoff-Pies. Ein Erpresserschreiben in merkwürdig viel eckigem Englisch. Der Text, das Gruselbild, das wirkt zwar sehr plumb und unbeholfen. Aber wenn es den Heckern wirklich gelungen sein sollte, alles auszuschalten. Vom Drucker bis zu den Kartenterminels der Kaffee-Läden auf dem Studio-Gelände, dann sind sie vielleicht doch nicht so stümpbarhaft, wie ihr Gruselbild vermuten lässt. Ebenfalls seltsam, es ist für Silina Schawernett und ihre Kollegen an diesem Montag im November nicht klar, welchen Forderungen sie danach kommen, wem sie sich ergeben sollen. Aber es wird nicht lange dauern, bis der Ernst der Lage für alle überdeutlich wird. Denn in den Tagen und Wochen danach werden wir als 150 Gigabyte-Unternehmens-Daten gelegt. Nicht irgendetwas. Das Geheimste, das Sensibelste, Gehaltslisten bis hin in die Führungsriege, Verträge, Passwörter, Gesundheits- und Kreditkarten-Daten. Telefon und Sozialversicherungsnummern darunter die von Abromis wie Silina Schawernett, Abromis wie Silvestr cellone und Quentin Tarantino. Medien können aus vertraulichen intern Mehlzitieren, in denen Sony Mitarbeiter schreiben, wie "Schwierig" Tom Kusai, Edim Sandler als Arschloch, und Angelina Juli ein verzogenes Gönnen. Und natürlich landen auch noch nicht veröffentlichte Film und Drehbücher im Netz, darunter auch das für den nächsten James Bond-Film "Specter". Kurz, die Hecker veröffentlichen fast alles vertrauliche, was Sony jemals digital gespeichert hat. Sie löschen außerdem nahezu sämtliche Datenbanken der Firma, drei Viertel der Server, Larm gelegt. Es ist ein Desaster, eine PR-Katastrophe und eine gewaltige Zerstörung. Noch verrückt, aber als Nachhund nachklar wird, wem es gelungen ist, eines der größten Filmstudios der Welt der Art vorzuführen. Die hatte 2014 noch kaum jemand auf dem Schirm. Das FBI hat es bekannt gegeben. Wir können bestätigen, dass Nordkorea den Angriff durchgeführt hat. In sich als Kaisen hört man einen Spruch sehr häufig und er lautet die Bedrohung, die Nordkorea am Cyberraum darstellt, ist vielleicht die am meisten unterschätzen Bedrohung überhaupt. Ich würde Nordkorea nicht als Nation bezeichnen. Sie sind eine organisierte Verbrecherbande. "Dark Matters" Geheimnisse der Geheimdienste. Ein Podcast von SWR3 und RBB 24 in Voradio. Produziert von Bosepark Productions. Hallo, ich bin Eva Maria Lemke und ihr hört "Dark Matters". Geheimnisse der Geheimdienste. Heute geht es um eine Geschichte aus Hollywood, die selbst klingt wie das Skript vor ein Blockbuster. Der Heckball Sony Pictures Entertainment und die Hecks die folgen sollten. Ein millionenschwerer Bankraub in Bangladesh, der das arme Land fast ruiniert hätte, erpresser Software, Spionage und schließlich der größte Cryptokuh der Geschichte. Die Masterminds dahinter sollen ausgerechnet aus diesem kleinen Land am anderen Ende der Welt kommen. In dem gerade mal etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung überhaupt einen Stromanschluss hat. Und fast niemand Zugang zu freim Internet. Woher also hat Nordkorea das Geld und das Know-How für solche Hecks? Wie läuft so eine raffinierte Großtart ab? Und warum eigentlich greift Nordkorea ausgerechnet? Sony Pictures Entertainment an. Ein Filmstudio also. Das hört ihr in dieser Folge von "Dark Matters". Das Land ohne Internet und seine Cyber-Armee. Es ist der 17. Dezember 2014. Etwas mehr als drei Wochen nach dem Angriff auf Sony Pictures und die Hecker bekommen genau das, was sie erreichen wollten. Das Filmstudio sagt den für Weihnachten geplanten Kino-Start einer Komödie ab. Das klingt erstmal nicht so spektakulär, aber nicht nur bei Sony ist mittlerweile klar. Genau das war möglicherweise das wichtigste Ziel. Der Hauptgrund, warum Nordkoreanische Cyberkriminelle überhaupt Sony Pictures angegriffen und bloß gestellt haben sollen. Ein Film, eine Satire, namens "The Interview". Darin spielen Seth Rogan und James Franco zwei US-Jonna-Listen, die einen speziellen Auftrag bekommen. Sie sollen den nordkoreanischen Diktator Kim Young und töten. Für Sony hätte diese überdrete Komödie ein guter Weihnachtserfolg werden sollen, dem der gerade gestartete American Sniper zu hart und der parallel auf eine Märchenfilm "Into the Woods" zu. Naja, Märchenhaft ist, der hätte sich in diesem Jahr entticket für die Interview kaufen können. Irgendwo zwischen Kifferkomödie und Satire aus Welt geschehen. Aber jetzt nach dem gigantischen Heck will plötzlich keine der großen Kino-Ketten in den USA die Interview zeigen. Denn es gibt eine neue Drohung der Heckergruppe "Gardians of Peace", wieder in gebrochenem Englisch formuliert. Aber diesmal hält sie niemand mehr vor einen schlechten Scherz. Überall, wo die Interview zu sehen ist, wird die, die im Terror vergnügen suchen, ein bitteres Schicksalere ein. Alle Welt wird sehen, wie schrecklich dieser Film ist. Alle Welt wird Angst haben, denkt nur an den 11. September. Wer sich auch nur in der Nähe der Kinos aufhält, oder in der Umgebung wohnen sollte, diese Orte besser verlassen. Auch wenn das FBI die Drohung als. Haltlos einstuft. Die Angst vor einem Anschlag ist zu groß. Sony Pictures knickt vor den Heckern ein. Erinnert sich, die Geheimdienstexperte Michael Götchenberg. Das Ganze zeigt, wie angespannt die Situation war. Man kann sich vorstellen, dass da auch hinter den Kulissen erheblich gerungen wurde, um die richtige Strategie den richtigen Umgang mit dieser Situation. Hinter den Kulissen beschäftigt sich auch die nationale Sicherheitsbehörde FBI mit dem Fall. Zwei Tage nach dem Sony Pictures den Kino-Stadt von "Die Interview-Wigen" möglicher Anschlagspläne abgesagt hat, wird die Zeilbarattacke sogar Thema im weißen Haus. Der damalige US-Präsident Barack Obama macht das vorläufige Ermittlungsergebnis des FBI öffentlich. Hinter dem Säudonym "Gardiens of Peace" steht Nordkorea. Es sagt einiges über Nordkorea aus, dass es einen so massiven Angriff auf ein Filmstudio durchzieht, wegen einer Satire mit Seth Rogan und James Franco. Dass das eine Bedrohung für sie war, gibt ihnen eine Vorstellung davon, mit was für einem Regime wir es hier zu tun haben. Der US-Präsident macht die Sache durch seinen Kommentar aber auch größer. Es geht nicht nur darum, wie Sony mit erbeiter in geliegten E-Mails über Films, da es abgelästert haben. Hier versucht ein fremdes Regime in den USA eine Zensur zu erzwingen. Als Beweis liegt das FBI unter anderem technische Spuren vor, die auf Nordkoreanische Akteure hindeuten, ähnliche Malware, ähnlicher Code, verknüpfte IP-Adressen. All diese Parallelen verknüpfen diesen Fall mit anderen, mit früheren nordkoreanischen Zeilbarangriffen, etwa auf südkoreanische Banken und Medien. Nordkorea dagegen weist jede Beziehung zu den "Gardiens of Peace" und dem Hekt bei Sony Pictures Entertainment zurück. Wenig überraschend. Allerdings konnte es sich auch nicht verknalten, die Zeilbarattacke als eine gerechte Tat zu bezeichnen. Und schon vorher hat Nordkorea öffentlich einiges getan, um die Interview zu stoppen. Im Sommer 2014 kommt der Trailer zu der Satire raus. Daraufhin beschwert sich Nordkorea offiziell bei den Vereinten Nationen und nennt den Film eine krigirische Handlung droht mit entschlossener und gnadenloser Vergeltung. Um das zu verstehen, ein kurzer Perspektivwechsel. In Nordkorea wird das Staats-Uberhaupt wie eine Gottheit verhehr. Es gibt einen wahnsinnigen Personenkult. In dem Land gilt es sogar schon als Frefel eine Zeitung zu zerknölen. Es könnte ja ein Foto von Herrscher Kim Jong Un schaden nehmen. Und in diesem Film, die Interview sollte ursprünglich gezeigt werden, wie Kim Jong Un's Kopf explodiert. Der Film wurde schon entschärft gezeigt. Letztendlich ist nur zu sehen, wie er mit Samt Hubschrauber in die Luft fliegt. Nur ein Stand, nur ein Schauspiel, eine Satire, alles übertret. Aber für Nordkoreana eben auch eine unvorstellbare Grenzeüberschreitung, fast so was wie Gotteslästerung. Die geschätzt etwa 26 Millionen Nordkoreana leben unter der dritten Generation der Kim Herrscher Familie. Großvater Kim Il Sung war der erste, eingesetzt von der Sowjetunion unter Stalin und gilt bis heute als ewiger Präsident. Nach seinem Tod 1994 ging die Macht an seinen Sohn über Kim Jong Il, der schon als Nachfolger in Stellung gebracht wurde. Und so erging es dann wiederum seinem Sohn später. Seit 2011 ist Kim Jong Un mächtigster Mann und Allein Herrscher über Nordkorea. Der Personenkult um ihn und seine Familie ist so allgegenwertig im Land, dass er ein total geschlossenes Weltbild ergibt. Aus unserer Sicht mag es schräg klingen, wenn in den Schulbücher Nordkorea zu lesen ist, dass Herrscher Kim Jong Un schon mit drei Jahren auto fahren konnte. Oder sein Vater so rein war, dass er nie auf die Toilette gehen musste. Aber wenn man sein Leben lang nichts anderes hört, dann glaubt man es irgendwann auch. Und so sehr die Herrscher Familie vergöttert wird. So groß die Erarbeitung für Kim Jong Un ist, so brutal fällt dann auch die Reaktion aus, wenn das mal ausbleibt. Sagt A.L. D. Geheimdienst-Experte Michael Götchenberg. Man muss sich bewusst machen, was wir drachronischen Mitteln in Nordkorea gegen jede Form von Kritik oder Missachtung, auch der Autorität. Das macht habers im Land selber vorgeht. Also in Nordkorea wird man erschossen, weil man bei einer Rede von Kim Jong Un im Saal eingeschlafen ist. Und insofern passt das sehr wohl ins Bild, dass das Regime sich massiv herausgefordert haben dürfte, durch diesen Film, indem es ja auch ganz persönlich um Kim Jong Un ging. Ein Racheakt gegen eine Hollywood-Produktion, um das Ansehen des geliebten Führers zu schützen, passt also alles voll in dieses geschlossene Weltbild. Aber wollen ist das eine, können das andere. Wie schafft es ein Land, in dem noch in den 90ern eine gravierende Hunger-Snotherstöte? Das sind vielen Bereichen, als unterentwickelt gilt. Und in dem auch aufgrund der staatlichen Kontrolle so gut wie niemand einfach so ins Internet kann, höchstens einige wenige absolute Systemtreue. Wie schafft es also? So ein Land, ein so gut geplanten, präziesen vernichten den Heckeangriff auf ein modernes Riesenunternehmen mit ausgeklügelter Sicherheitsarchitektur zu starten. Nordkorea ist sehr stark und sehr gut ausgestattet in Bezug auf Cyberaktivitäten. Man kann sogar sagen, das sind die eine der wenigen fortschrittlichsten Cyberaktöre der Welt. Das ist Sinan Seelen, Chef des deutschen Verfassungsschutzes. Er spricht von dem, was unter Geheim- und Nachrichtendiensten als APT. Advanced persistent threat, also eine komplexe Cyberattacke bezeichnet wird. Typischerweise durch staatlich gesteuerte Gruppen- oder Akteure. APT-Slaufen im Verborgenen, über längere Zeiträume. Sie richten sich gegen strategisch wichtige Ziele, große Unternehmen, kritische Infrastruktur, Ministerien, Regierungsinstitution. Um sie auseinander zu halten, werden einige durchnummeriert. Oder sie bekommen sogar Spitznamen. Man nennt sie dann "Fancy Bear", "Secret Blizzard", "Fishing Elephant", "Fantom Panda", auch die aus Nordkorea. Wenn sie sich zum Beispiel APT 38 angucken, auch bekannt als Lazarus, ist einer der fächsten Cyberaktöre, mit denen wir es zu tun haben. Und die auch sehr differenzierte, teilweise maßgeschneiderte Operationen auf die Zielfläche bringen. Und sehr effektiv und erfolgreich sind in dem, was sie tun. Lazarus, die biblische Figur, die von den Toten auferweckt wurde. Vielleicht, weil man mit Nordkorea im Spiel der Cybermächte erst gar nicht gerechnet hatte. Die Gruppe, die diesen Namen und APT 38 trägt, ist tatsächlich sehr effektiv und erfolgreich. Denn Geheimdienste und Regierung sehen genau diese Gruppe hinter dem spektakulären Sony Pictures-Hack. Und ein paar weiteren. Nicht nur der Verfassungsschutz aus Deutschland, auch Geheimdienste aus den USA und Südkorea halten Lazarus und die nordkoreanische Cyberarmee für sehr mächtig. Die New York Times schreibt, "Hecken ist die perfekte Waffe für Nordkorea, dass vom Rest der Welt isoliert ist und nichts mehr zu verlieren hat." Für Nordkorea sind seine Cybertropen gleich aus drei Gründen wichtig. Er erklärt A.D. Geheimdienste, Experte Michael Götchenberg. Erstens können es so systemisch stören, seine Gegner schwächen. Zweitens, Informationen ausspähen. Aber extrem wichtig für das arme Land ist vor allem, Punkt drei. Es geht auch darum, sich die Wiesen zu besorgen, an Geld zu kommen, den Staat finanziell am Laufen zu halten. Und insofern ist Nordkorea so etwas wie die Piraten im Cyberraum. Ein Land, das mit hoher krimineller Energie darauf aus ist, beute zu machen. Und das ist schon ein Alleinstellungsmerkmal. Niemand weiß, genau oder auch nur ungefähr, wie hoch der nordkoreanische Staatshaushalt ist. Aber Schätzungen gehen dahin, dass möglicherweise bis zur Hälfte des Staatshaushaltes auf diese Weise finanziert wird. Aber Nordkorea ist dienste operieren nicht nur im Netz. Sie sorgen auch in der Volksrepublik selbst für Staatssicherheit. So heißt dann auch das dazu gehörige Ministerium. Ja, genau. Wie die Stasi in der DDR. Und auch sonst gibt es einige Parallelen. Warum zum Kernauftrag der ganzen Unternehmung, also Kim Jong-un und seine Macht zu schützen? Auch der Mord an einem seiner Brüder gehörte, mitten auf einem Flughafen in Malaysia und getarnt als Internet-Trank. Diese verrückte Geschichte hört ihr in unserem Hintergrund. Mit Michael Götchenberg, dem Alldee Geheimdienstexperfen. Wenn ihr wollt, gleiche manche ist. Nordkorea ist eine Art Black Box. Seit Jahrzehnten abgeschottet wie kaum ein anderes Land auf der Welt. Der Grund klingt für deutsche Ohren teilweise vertraut. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernimmt die Sowjetunion den Norden der korriereischen Halbinsel vom besiegten Japan, die USA den Süden. Geteilt wird das Land wie am Reisbrett, exakt entlang des 38. Breitengrads. 1948 werden dann zwei Staaten gegründet. 1950 greiften Nordkorea und da Kim-Elzung den Süden an. Der korriere Krieg ist nach drei Jahren vorbei, aber statt einem echten Frieden gibt es eine Trennungslinie. Eine vier Kilometer.
breite demilitarisierte Zone. Bilder davon habt ihr bestimmt schon mal gesehen. Es gibt einen Zaun, Wachposten und absolutes Ödland. Niemand darf es betreten, außerdem, die es überwachen. Was in Nordkorea passiert, erfahren wir so oft nur durch die Propaganda des Landes, durch Geheimdienste oder durch die wenigen Menschen, die schon dort waren. Thomas Schäfer ist ein Adafon. Er war bis 2018 insgesamt acht Jahre lang deutscher Botschaft in Nordkorea. Es ist ein stalinistisch regiertes Land, das heißt mit einer totalen Kontrolle der Bevölkerung, der Staat greift in jegliche, persönliche Entscheidung ein. Zum Beispiel besteht keine Reisefreiheit im Land, wenn man was seine Heimatgemeinde irgendwo hin reisen will, nicht ins Ausland, sondern auch nur in die Nachbargemeinde. Dann braucht man einen trifftigen Grund oder zumindest die Erlaubnis der Behörden. In Piongjang lebt die Elite des Landes. Der geht es besser, die wird besser vom Staat versorgt. Auf dem Land hat sich seit Jahrzehnten kaum etwas verändert. Die Leute haben was so, sind sehr eingeschränkt in ihren persönlichen Lebensentscheidungen und natürlich auch in ihren materiellen Möglichkeiten, was sie eigentlich haben, was sie zum Beispiel zum Essen kriegen. Für Essen, für das nötigste, ist also oft kein Geld da, aber gleichzeitig macht das Land immer wieder Schlagzeilen mit spektakulären Waffen und Raketen-Tests. Militärische Stärke, große Paraden mit roten Fahren, Soldaten im Gleichschritt und rollende Panzer, diese Bilder gehen immer wieder um die Welt. Ganz vorn in der Mitte reiereins Kim Jong Un, meist umgeben von einigen Männern in Uniform, die mit spektakulär vielen Orden behängt sind. Die vielleicht wichtigste Waffe Nordkoreas, aber läuft nicht bei dem Militärparaden auf. Die Elite-Hacker-Gruppen mit perfekt ausgebildeten Computer-Crax. Dabei ist das offene, freie Internet, so was wie Kryptoniet für einen operasiven Staat wie Nordkorea. Das hermetisch abgeriegete Weltbild, das dort von der Schule bis zum Lebensende gepredigt wird, könnte mit einer einzigen Google-Suche wiederlegt werden. Deshalb hat Nordkorea ein eigenes Internet, oder besser "intra net". "Kwangmihung" heißt das, und es seit dem Jahr 2000 sowas wie online. Genauso sehen auch die geschätzt ein paar Tausend Websites heute noch aus. Zum Beispiel für die Nordkoreanische Fluglinie, die Nachrichtenagentur und die Seite für nordkoreanische Filme. Natürlich wie alles andere auch, strengstens staatlich kontrolliert. Messenger, Dienstes, Social Media, all das existiert für die Bevölkerung Nordkoreas schlicht nicht. Trotzdem hat das Regime schon früh in den 80ern und 90ern angefangen, das Internet für sich zu nutzen, sich einer Armee von Cyber Spion und Cyber Kriegern aufzubauen. Kerstin Zettel Schabbard, forscht dazu bei der DCSO, der deutschen Cyber-Sicherheitsorganisation in Berlin, ein Unternehmen das Schutz vor Cyberangriffen anbietet und dafür Wirtschaft, Forschung und Behörden vernetzt. Sie erzählt, dass schon damals viele nordkoreanische Studenten ins soviertische Ausland geschickt wurden, und mit viel Know-how wieder zurück nach Hause kam. Und so konnte man sich eben ein Vigessesseum fassen, das es gilt, dass es um eine Fähigkeiten in den Bereich aneignen. Zunächst mal ging es tatsächlich auch darum, dass eigene Internet so ermöglichen, dass man wollte, sich eben nicht nur offline abschotten, sondern tatsächlich auch online abschotten. Das nordkoreanische Regime rekrutiert potenzielle Cyber Krieger schon früh. In Nordkoreas Grundschulen werden Kinder trainiert, am Computer und auch mit endlosen Multiplikationsaufgaben, die, die sich dabei am besten anstellen, zieht sich das Regime zu Top-Programmierern heran. Michael Bahn hat es Sicherheitsexperte bei der Cyber-Sicherheitsfirma "Ditex-Systems", arbeitet dafür eng mit westlichen Geheimdiensten zusammen und nimmt vor allem Nordkorea ins Visier. Wenn du sechs, sieben oder acht Jahre alt bist und eine besondere Begabung für Matte, Naturwissenschaften und das Lösen von Logikproblemen zeigst, wirst du sofort in ein spezielles Fördersystem gesteckt. Je nach Talent werden die Kinder und Jugendlichen für unterschiedliche, staatliche Zwecke ausgebildet, von Cyber-Trolls über Programmierer bis hin zur absoluten Hecker-Elite. Sie sind immer auf dem neuesten Stand, die trainieren ununterbrochen. Sie machen das von Kindheit an. Du musst dir das vorstellen, wie ein Training für die Olympiade, wie Höhentraining. Und wenn sie dann wieder auf normale Höhe kommen, sind sie um länger besser. Wir werden in den vielen Programmier-Wettbewerben zum absoluten Top-Level gehört, für den geht's weiter auf eine elite Schule in der Hauptstadt Pyroen-Jang. Ein sozialer Aufstieg. Denn wer für den Start hekt, der wird mit Privilegien belohnt, extra Essensration, ein Auto, eine gute Wohnung, die Befreiung vom Militärdienst der bis zu zehn Jahre dauern kann, oder sogar ein Einsatz im Ausland. Aber auch dort auf nicht nordkoreanischen Boden sind sie alles andre als frei. Ihnen werden die Pässe abgenommen, staatliche Aufpasser behalten sie im Blick, und selbst wenn ihn eine Flucht gelänge, sie wissen, dass ihre Familien, die Folgen ihres Verrats brutal zu spüren bekommen würden, sie sind Cyber-Sklaven, Leib-Eigende des Systems und wurden ihr Leben lang darauf vorbereitet, sagt Michael Barnard. Bei "The Time the Rate" mit 18 sind sie dann wirklich absolutes Top-Level, richtig, richtig gut. Aber es ist auch ein bisschen traurig, weil dieses Hecken, das ist hier ganzes Leben, wenn du einmal drinsteckst, bist du diesem Start vollständig ausgeliefert. Eine so mächtige Cyber-Armee muss natürlich gesteuert und koordiniert werden. In einem System wie Nordkorea auch überwacht. Und das übernimmt das sogenannte "Reconniscence General Bureau", das General-Bürofe-Aufklärung also kurz RGB. Nordkorea's Militärgeheimdienst erklärt Michael Barnard. Das RGB ist wahrscheinlich der bedeutendste Hecker-Aparat. Es ist wie eine Mischung aus CIA und NSA in den USA, also zuständig für Auslandsgeheimdienst und Cyber-Operationen. Aber die machen noch mehr als das. Das RGB verfügt auch über Sabotage-Einheiten, die nach Südkorea eingeschläuft werden, um dort Chaos zu stiften. Das RGB verfügt also über viele verschiedene Abteilungen. So genannte "Burows". Und die waren laut einem Bericht des US-amerikanischen Center for Strategic and International Studies schon in alles Mögliche verwickelt. Vom Versenken Südkoreanischer Schiffe bis hin zu Entführung, Mordversuchen und klassischen Spionage-Operationen. Eine dieser Unterabteilung ist als Bureau 121, das Herzstück von Nordkorea Cyber-Operation. Da sind die besten der besten, die die ganzen Kriptogelder-Apräumen, fremde Staaten auspionieren und weltweit Forschungsergebnisse abziehen. Cyber-Sicherheits-Experte Michael Bahlnhardt sagt, die wertvollsten Hecker des Regimes sitzen in Nordkorea fest, streng abgeschottet. Aber viele, der aus Pyroen Jan-Cordinierten-Angriffe, laufen vermutlich auch über die Cyber-Sklaven im Ausland. Viele dieser Hecker, vor allem die im Kripte-Bereich arbeiten, leben heute irgendwo an der chinesischen oder russischen Grenze, von Daka-Nordkorea sich schnell wieder zurückbeordern, wenn's drauf ankommt. Und dann gibt es noch Hecker in Ländern wie Laos, Vietnam oder in Teilen Afrikas. Für Nordkorea hat diese Strategie gleich mehrere Vorteile. Zum einen lässt sich so die Urheberschaft des Cyber-Angriffe viel besser verschleiern. Zum anderen umgeht das Land so seine eigenen technischen Limits und kann für die normalen Bürger die selbstverordnete, politisch motivierte Firewall hochgezogen lassen. Ob in Nordkorea selbst oder im Ausland der südkoreanische Geheimdienst schätzt, das inzwischen bis zu 7.000 Hecker für Nordkorea durch Netz ziehen. Das kleine, abgeschottete Land ist also eine Cyber-Großmacht, sagt Expertin Kerstin Zettel-Chappert. Nordkorea hat ein bisschen aus der Not eine Tugeng gemacht, dass man eben gesagt hat, okay, wir sind so stark sanktioniert, wir sind so stark von der Außenwelt bis auf China mal ausgenommen abgeschlossen. Wie können wir den aus dieser Isolation ein bisschen Vorteil schöpfen? Da hat man eben gesagt, okay, die liberalen Demokratie, wir sind eben immer stärker auf das Internet auf Cyber-Sicherheit angewiesen. Das können wir jetzt unseren Vorteil nutzen, dass sie eben sagen, okay, wir greifen diese Demokratie in genau der Anwurs-Metuh, wo sie eben verwundbar sind. Und die Oberhecker von Lazarus und seinen Untergruppenschein besonders viele dieser Wunden verursacht zu haben. Dabei beweisen sie immer wieder Geduld und Professionalität wie der Sony Heck zeigt. Mitte September 2014 landen immer wieder Mehls bei verschiedenen Mitarbeitern von Sony Pictures Entertainment, sogar beim Chef Michael Linden selbst. Sie kommen scheinbar vom Techunternehmen Apple. Und darin steht etwa Folgendes. Warnung! Jemand hat versucht sich bei ihrer Apple ID einzuloggen. Wir haben den Zugriff verhindert. Bitte verifizieren Sie Ihre Lockendaten innerhalb von 48 Stunden, sonst müssen wir ihr Konto aus Sicherheitsgründen sperren. Für die Verifizierung klicken Sie auf folgenden Link. Dieser Link in dieser E-Mail führt auf eine Website, die dem offiziellen Apple-Kunden-Service zum Verwechseln ähnlich sieht. Hier werden die Sony Mitarbeiter dazu aufgefordert, ihre Apple ID und ihr Passwort einzugeben. Die dann direkt in die Hände von Heckern gelangen. Denn nicht Apple, sondern die mutmaßlichen Nordkoreanischen.
Hacker Guardians of Peace, FBI Teil der Lazaroßgruppe, waren die eigentlichen Absender dieser Fishing-Emails. Social Engineering nennen Cyber Spezialisten das "Eine psychologische Betrugsmasche" bei der Angreifersich als irgendjemand Ausgeben, dem wir vertrauen. Idealerweise bringen sie uns so dazu etwas zu tun, dass wir schon sich mal gemacht haben, zum Beispiel unsere Apple ID zu bestätigen. Genau das ist beim Sony-Hack passiert, erklärt Cyber-Sicherheits-Experte Michael Barnard. Sie verstehen unsere Gesellschaft, sie können einschätzen, wie wir uns verhalten werden und was uns dazu bringt, auf einen Link zu klicken, der uns eventuell um die Ohren fliegt. Mit den gesammelten Apple IDs und Passwörtern verfügen die Hacker jetzt quasi über einen Schlüsselbund, um Sony Pictures zu appressen. Sie müssen all die erbeuteten Passwörter nur noch einmal im Film eigenen Computer-Netzwerk ausprobieren. Irgendjemand hat sicher ein Passwörter, dass er dort auch noch benutzt. Und schon haben sie sich unbemerkt in den ersten Computer des Filmstudios eingeschläust. Von da aus hecken sie sich langsam immer tiefer ins System. Kopieren, massen auf Daten, laden alles mögliche herunter. Das geht über Monate. Sie räumen den Laden regelrecht leer. Bis sie irgendwann genug haben und dann kurz vor den Sengs gewing die Hölle über Sony Pictures Entertainment herreinbricht. Sie komplett bloß gestellt werden. Sie realisieren, dass ein Großteil ihrer Daten gelegt wurde und sie schon längst kein Zugriff mehr darauf haben. Um dann drei Wochen später den Grund für diesen Angriff aus dem Verkehr zu ziehen. Die Interview, die Filmsartiere über Kim Jong Un wird erst mal gestoppt. 1,0 für die Hacker und Sony Pictures Entertainment bleibt auf geschätzten 100 Millionen Dollar kosten und einem gewaltigen Image-Shardensitzen. Das Motiv der Attack auf das Unternehmen war aber nicht nur rache zunehmen, sondern auch die ganz große öffentliche Machtdemonstration. Cyber-Sicherheits-Experte Michael Barnhard erklärt es so. Es ging bei dem Schlag gegen Sony wohl auch um einen Platz am Big Boy Table. Nordkorea will vom Rest der Welt ernst genommen werden im großen geopolitischen Kräfte messen und zeigen, "Ich bin da und ich bin wichtig, genauso bedeuten wie China, Russland oder die USA und ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um weiter als wichtiger Player zu gelten und meinen Platz an diesem Tisch zu halten." Noch mal. Nordkorea bestreitet bis heute irgendwas mit dem Sony-Hack zu tun zu haben. Behörden und Geheimdienste aus den USA und aus Deutschland haben aber kaum noch Zweifel daran. Das FBI hat viele Indizien zusammengetragen, alles deutet auf Lazarus hin. Und eins steht fest. Spätestens seit dem Hack auf Sony nehmen alle die Nordkorea na ernst. Sie werden nicht mehr unterschätzt, sondern gefürchtet. Und Lazarus macht weiter. Landet immer wieder spektakuläre Erfolge, scupellos und kleffer. Manchmal verhindert nur eine Portion Glück für die angegriffenen, dass alles noch schlimmer oder noch treurer wird. Das erste Beispiel beginnt wieder mit einer Mehl. Genauer gesagt mit einer Bewerbung. Die landet im Januar 2015 im Postfach der Zentralbank von Bangladesh. Absender? Razell alarm. Freundlich und professionell schreibt Razell er sei auf Schopzuche, würde sich über eine Einladung zum Gespräch freuen. Ein Mitarbeiter der Bank lebt über einen Link anschreiben und lebenslauf herunter und ohne zu wissen eine Schadsoftware. Die Methode ist maximal simpel, maximal effizient, sagt Cyberkonfliktforscherin Kerstin Settel Schabbard. Also das Thema Social Engineering stellt immer ein sehr, sehr großes Problem. Da das Hecker eben gezielt, die schwachstelle Menschen, wenn man so will, ausnutzen, gerade um eben in die Zahlen Zugriff zu den Zinssystemen zu erhalten. Die Hecker sind jetzt im System der Bank, bewegen sich, wie bei Sony Pictures heimlich von Computer zu Computer. Beobachten und analysieren wieder Monate lang die internen Prozesse, knacken die Sicherheitssysteme, scannen die digitalen Tresore. Hier finden sie Reserven von einer Milliarde Dollar, hinterlegt bei der Federal Reserve in New York, einem Konto der Zentralbank der USA. Am Abend des 4. Februar 2016, ein Jahr sind sie da schon im System unterwegs, schlagen die digitalen Anreifer zu. Zeiberangriff Hecker dringen in Zahlungssystems Swift ein. Milliarden Kuh in New York, Zentralbankkonto, per Überweisung gelehrt. Zeiberbankraub von 81 Millionen Dollar, Nordkorea unter Verdacht. Die Hecker überweisen über Nacht gigantische Summen auf Konten auf den Philippinen. In der Zentralbank von Bangladesh merkt zunächst niemand was, denn die Angreifahaben haben nicht nur Geduld, sondern auch perfektes Timing. In Bangladesh beginnt das Wochenende am Donnerstag ab, dann machen die Banken zu. Und exakt da startet auch der Angriff. Die Arbeitswoche beginnt dort zwar wieder am Sonntag, aber da ist Wochenende in New York. Und als die Fett-Mitarbeiter aus den USA einschreiten wollen und rückfragen, da ist am Montag den 8. Februar Luna Nuhier, der erste Tag des Montjahres ein großer Feiertag in vielen asiatischen Ländern und so auch auf den Philippinen. Alle feiern, niemand meldet sich zurück. So vergehen Tage, in denen die Aktion einiger Maßen ungestört ablaufen kann. Letztlich ist es nur ein Zufall, ein einziges Wort, das dem digitalen Bankraub ein Ende setzt. Jupiter. So heißt die Straße in Manila, in der die Bank residiert, bei der die Gelder auflaufen. Jupiter Street steht also auch auf einigen der Transaktionen und die Fett scant Überweisungen rotinimäßig auf bestimmte Begriffe. Ausgerechnet Jupiter ist für sie ein rotes Tuch, so heißt ein Schiff des Iranischen Regimes, das auf einer Sanktionsliste steht. Und weil der Name Jupiter eben auch zufällig auf den Überweisungen ist, werden sie gestoppt. Einige gehen also durch, diese aber nicht. Hätten die Angreife einen anderen Namen gewählt, ihre das Konto regelrecht leer gelaufen. Auch wenn die Elite Hecker es nicht schaffen, die ganze Meade abzuziehen, am Ende ist es Ingelungen, 81 Millionen Dollar zu rauben. Die Gelde eines Landes, in dem sehr viele sehr hart für dieses Staatsvermögen arbeiten mussten. FBI und IT-Experten sind sich eigentlich das Wallazerus und das geklaute Geld landet nach einigen Umwügen und Geldwäschen zu großen Teilen im Staatshaushalt von Nordkorea. Beispiels Weih für die Schlagkraft Nordkorea, im Cyberraum folgt ein gutes Jahr später. Im Mai 2017 findet der größte Erpresser Software-Angriff der Geschichte statt. In einhalb weniger Stunden werden weltweit Windows-Computer-Larm gelegt. Cyberkonfliktforscherin Kerstin Zettel-Sharbert. Mehrere 100.000 Computer an über 150 Ländern, also es hat wirklich ganz erhäbliche Folgen, auch bei der deutschen Bahn, aber auch in kritischen Infrastrukturen von anderen Ländern, also wirklich kaum in Land, das irgendwie nicht von Warner Cry betroffen war. Der "Wonacry virus", auf den infizierten Windows-Kaputern taucht plötzlich eine rote Warnmeldung auf. Yo-Files have been encrypted, ihre wichtigen Daten sind verschlüsselt worden. Um sie wieder zu entschlüsseln, sollen betroffen innerhalb von drei Tagen zahlen, in Bitcoin, sonst wird alles platgemacht. Classischer ransomware. Erpresser Software also. Der "Wonacry" Worm verbreitet sich rasen schnell. Vielleicht erinnert ihr euch noch, teilweise ist sogar auf den Bahnhofsanzeigetafeln der deutschen Bahn dieses rote Warnfenster aufgeploppt. Für den "Wonacry" Angriff nutzen die Hecke eine Windows-Sicherheitslücke aus, mit der sich der US-Gahemdienst NSA selbst jahrelang Zugang zu fremden Computern verschafft hatte. Hersteller Microsoft wusste davon offenbar lange nichts. Zwar wurden Sicherheitsupdates angeboten, aber ältere Windows-Versionen blieben ungeschützt. So konnte sich "Wonacry" rasant über Netzwerke und das Internet ausbreiten und weltweit ungeschützte Rechner infizieren. Es ist der bislang größte und offensivste Cyberangriff, der der Lazerausgruppe zugeschrieben wird. Zwar konnte "Wonacry" nach wenigen Stunden gestoppt werden, ein britischer Hecker hatte einen Art Not-Ausschallknopf im Code der Malware entdeckt und gedrückt. Aber "Wonacry" sorgt für weltweite Panik bei Windows-Nutzern und setzt kurz britische Krankenhäuser, chinesische Tankstellen und eben die Bahnhofsanzeigen in Deutschland außer Gefecht. Nur weil das so kurz abliebhielt, sich wohl auch die erbeutete Summe in Grenzen. Bitcoin ist im Wert von rund 90.000 Dollar. Zum Vergleich als Tierexperten schätzen, hätte nur 1 Prozent der "Wonacry" betroffenen wirklich gezahlt, wären wohl sogar 600.000 Dollar Lüsegeld zusammengekommen. Allerdings hat es natürlich auch gezeigt, dass offensichtlich die dahinter stecken der Nackt-Chairer, man die demnach von aus, das Lazerausend mit North Korea war, dass die offensichtlich auch nicht davor zurückstricken, wirklich weltweit erhebliche Schäden hervorzugucken. Also, ihr erinnert euch an die drei Ziele von Gruppen wie Lazeros, K-Ausstiften, Informationen sammeln und Geld für den Staatshaushalt rausschlagen. Haben wir hier alles zusammen. Aber auch die Gegner der Elite Hecker lernen, berichtet Cyber-Sicherheits-Experte Michael Bahn hat. Deshalb muss Lazeros sich immer wieder was Neues einfallen lassen. Die internationalen Reaktionen und Rückschläge rund um den Sony-Angriff "Wonacry" und den Raub, bei der Zentralbank von Bangladesh haben sie dazu gebracht, sich intensiv mit Blockchain, Technologien und Kriptowährungen auseinanderzusetzen und weil sie so früh dran waren und so
die so viel Zeit und Ressourcen reingesteckt haben, beherrschen sie Kryptoherks mittlerweile perfekt. Wie perfekt, das zeigt dann Beispiel 3 aus dem Februar 2025, der mutmaßlich größte Online-Klau der Geschichte. Bei der Kryptobörse Beibindt wird Kryptowierung im Wert von 1,5 Milliarden Dollar abgeschöpft. Die Spur führt wieder zu Nordkoreas staatlichen Cyberkriegern. Im Grunde genommen haben sie einen Weg gefunden, sich durch Social Engineering in eines der Systeme einzuschleusend und Zugriff auf das Front-And-Fond-Bibid zu bekommen. Das ist der Teil über den alle Transaktionen laufen und über den dein Geld beim Auskasschen, Swappen oder sonstigen Vorgängen in deine Kryptowolets bewegt wird. Sie hatten dieses System so manipuliert, dass stark vereinfacht gesagt, "Bibid nicht mehr mit mir kommunizierte. Stattdessen hatten sie den Empfänger ausgetauscht." Das heißt, immer wenn das System dachte, es spricht mit mir und transferiert mein Geld, lief diese Kommunikation tatsächlich zu Ihnen. Sie hatten den Mechanismus geheckt, sodass die Transfers an die Alternative von Ihnen kontrollierte Adresse ging. Und von da werden die Beträge dann vermutlich in Bitcoin und andere Kryptowährung umgetauscht, immer weitergeschoben, bis sie in einem großen schwarzen Loch verschwinden. Geholfen haben sehr wahrscheinlich gute Beziehungen ins kriminelle Melieu und sogenannte Kryptomixer, also Anbieter, die Kryptotransaktionen vermischen, bis die Wege des Geldes perfekt verschleiert sind. Geldwäsche und die Maren sozusagen. Nordkorea sagt man wieder nichts zum Milliarden Kuh, aber der südkoreanische Geheimdienst und das FBI sind sich sicher, dass Kim Jong-un's Cyber-Armee hinter dem wohl größten digitalen Bankraub der bisherigen Geschichte steckt. Diese drei Beispiele und der Sony-Heck zeigen, Nordkorea nutzt im Cyber-Krieg gegen seine Kritiker und feinde die unterschiedlichsten Taktiken. Dabei ist ihre wohl wirkungsvollste Strategie gar nicht digital. Ausgerechnet der Mensch wird zum wachsenden Sicherheitsrisiko. Stichwort Social Engineering. Bei Sony war es wahrscheinlich die Apple ID. In der Nationalbank von Bangladesh eine freundliche Bewerbermehr mit Lebenslauf im Anhang und an anderer Stelle vermeintliche Nacktfotos von Stars, die man sich ansehen kann. Klick einfach hier auf diesen Leg. Der Köder passt immer perfekt zu dem, was man erbeuten will und zu dem, den man als Türöffner braucht. Und das ist immer der Mensch vor dem Rechner. Nordkorea treibt all das auf die Spitze, aber es bleibt nicht nur dabei Personen zu erfinden, Mehl anhänge zu fingieren. Mittlerweile besteht auch die Gefahr, dass Soldaten dieser Cyber-Armee ganz real in die Unternehmen vordringen. Der Cyberkonfliktforscherin Kerstin Zettel Schabbat. IT-Worker, also Personen, die im IT-Bereich arbeiten. Und da ist es eben so, dass Nordkorea gezielt, Personen versucht, vor allen Dingen auch westliche IT-Unternehmen, aber mittlerweile eben nicht mehr nur IT-Unternehmen einzuschleusen. Und dabei wird eben ausgenutzt, dass natürlich vor allen Dingen auch in Zuge von Corona diese Unternehmen das Remote-Arbeiten starke Förderte haben. Und deswegen versucht man eben diese Personen in so Jobs zu bekommen, über Jobplattformen wie linkt in Upwork oder Freelancer.com, versucht der nordkoreanische Geheimdienst unter falschen Identitäten, Mitarbeiterinnen und Unternehmeneinzuschleusen sagt Kerstin Zettel Schabbat. Meistens machen sie mehrere IT-Jobs parallel. Ihre Gehälter fließen als ständiger Cash Flow in Kimiung-Uns-Starts-Haushalt. Und die Computer-Profis können die Firmen ganz in Ruhe von innen heraus auskundschaften. Natürlich haben die Personen dann in privilegierten Zugang zu den Unternehmens-Starts-Werken, da könnte natürlich Mehrware platziert werden. Aber natürlich kann dadurch auch geistiges Eigentum abfließen. Es können weitere Cyberoperationen im Nachgang so ermöglicht werden. Und das ist eben auch ein Thema, das ein immer größerer Trisanz darstellt. Cyber-Sicherheits-Experte-Malke Barnard hat sich auf dieses Phänomen spezialisiert und vermutet sogar diese angeblichen IT-Fachkräfte, die für Kimiung unhecken und speonieren, haben mittlerweile viele große Unternehmen weltweit unterwandert und auch Regierungsorganisationen sind nicht sicher vor ihnen. Die IT-Worker sind eine interne Bedrohung. Und wir wissen, dass sie zu destruktiven Angriffen bereit sind. Das haben sie bereits gezeigt. Man muss sich das mal vorstellen. Sie sind weltweit verteilt, haben sich überall Zugang verschafft und warten jetzt ab. Und wenn man etwas gegen Nordkorea unternimmt, dann legen sie alles von innen heraus lah. Das Problem ist so gravieren, dass es inzwischen sogar das Bundesamt für Verfassungsschutz explizit vor IT-Fachkräften aus Nordkorea warnt. Und die Wirtschaft bittet genauer hinzuschauen, wen sie einstellen. Sagt Degeheimlinstexperte Michael Götchenberg. Für die Sicherheitsbehörden ist das Problem, von all dem überhaupt etwas mitzubekommen, weil die Betroffenunternehmen damit häufig nicht an die Öffentlichkeit gehen und sich häufig auch nicht an Sicherheitsbehörden wenden. Und das lieber intern regeln, weil sie eben imit Schäden befürchten, insbesondere wenn es um Rüstungsunternehmen geht, oder IT-Unternehmen. Insofern weiß niemand, in welchem Umfang das alles stattfindet. Man kann sicherlich Rückschlüsse aus den Fällen ziehen, für den mankenntnis erlangt, aber dass die Dunkelziffer riesig ist, davon kann man fest ausgehen. Das klingt jetzt alles sehr danach, als hätten wir am Ende keine Chance gegen Nordkorea Cyber-Profis. Aber Sinan Seelen, Präsident beim Verfassungsschutz, ist zuversichtlich, dass es für Kimiung uns Hecker zumindest sehr viel schwieriger geworden ist, so einen gigantischen Firmenheck wie 2014 bei Sony Pictures abzuziehen. Gerade im Bereich der Cyber-Sicherheit, glaube ich, dass wir bei großen Unternehmen gut weitergekommen sind, wo ich mir echte Sorgen mache, sind kleine und mittelständische Unternehmen. Gerade solche Unternehmen sind für die nordkoreanischen Informations- und Fähigkeiten, die die Möglichkeit zu lücken, auch von besonderen Bedeutung. Mit denen gehen wir in der Prävention sehr stark um. Auch Cyber-konfliktforscherin Kerstin Zettel Schabbat glaubt, dass Prävention für nahezu alle Unternehmen immer wichtiger wird, um sich gegen Nordkorea Cyber-Angriffe aufzustellen. Komplett verhindern wird man sie kaum können, sagt sie. Was man natürlich erreichen kann, ist den das Leben schwerer machen. Es sind oftmals relative Standardmaßnahmen, die nicht nur gegenüber Nordkoreanischen Cyber-Berforationen oftmals zumindest in der erste Defensiv-Schicht bilden können, sondern auch gegenüber vielen anderen APT-Kruppierungen, aber auch gegenüber Cyber-Krimine. Aber auch in der Cyber-Krimine, auch in der Cyber-Krimine, auch in der Cyber-Krimine, auch in der Cyber-Krimine, aber auch in der Cyber-Krimine. Und dann ist dann noch die Barack Obama-Art und Weise mit dem Problem umzugehen. Als sich der damalige US-Präsident am 19. Dezember 2014, bei seiner Jahresabschlusspressekonferenz den Fragen von Journalistens um Sony-Hack stellt, autet er sich nicht nur als Fan von "The Interview Haupterstellern, Seth Rogan und James Franco". Ich liebe Seth und ich liebe James. Er droht Nordkorea auch mit Gegenmaßnahmen. Sie haben viel Schaden angerichtet und wir werden reagieren, angemessen und auf eine von uns gewählte Weißen. Es gab Vermutung, dass US-Auchen in dieser Weißenzeit das Base reagierten. Also, es wurde zwischen zeitlicher Ausfall-Nordkoreanischer Systeme auch auf einer Art Hektbeck der USA zurückgeführt. Möglicherweise haben die USA einfach zurückgeheckt, sagt Kerstin Zettelschabbat. Mitten im ganzen Streit um Sony Pictures und um den Satire-Film "The Interview" bricht nämlich das Internet in Nordkorea komplett zusammen, für neun ein halb Stunden. Der Großteil der Bevölkerung hat ja sowieso keinen Zugang zum Netz, aber bei der politischen Elite und bei der Hecke-Armee sitzt der Treffer. Obama's offizielle Antwort auf den Sony-Heck ist in jedem Fall "Ur-amerikanisch", den Kohl ziehen und sich nicht einschüchtern lassen. Lasst uns die Dinge so nicht angehen. Und auch Sony Pictures findet noch eine Antwort. Eine Art Ausgleichstreffer zum 1 zu 1. Am 24. Dezember 2014, 6 Tage nach Absager des Kino-Starts von "The Interview" stellt das Filmstudio den Film über Kim Jong-un zum Stream ins Netz und landet ein Riesenerfolg. Gleichzeitig gibt Sony bekannt, dass die Komödie auch noch auf die Kino-Line-Wan kommt. Rund 300 US-Kinos vor einem kleine Programmkinos zeigen ihn am 1. Weihnachtsfeier-Tag. Stadlian Seelen ist der Andrang enorm. Und Zwischenfälle gibt es keiner. Durch den Heck ist die Klamau-Komödie irgendwie zum Symbol für Demokratie und politische Meinungsfreiheit geworden. Geht Sony Pictures Entertainment am Ende also sogar als Gewinner aus der Geschichte raus? Lass sich nicht so klar sagen. Auf jeden Fall werden unter dem riesigen Regenbogen von "Kalver City" weiterhin Filme und Serien gedreht. Trotzdem setzt der Schock auch über 10 Jahre später noch tief. Der Sony-Hack markiert eine Zeitenwände in Hollywood und in Sicherheitskreisen. Sagt A.D. Das Ganze ist in seiner Dimension, in seiner Qualität, sowohl was die Auswirkungen betrifft, als auch was die politischen Konsequenzen. betrifft ein.
bis heute und macht deutlich, wozu Nordkoreansche Hecker Fähigkeiten sind. Man hat damals noch gedacht, kann das wirklich Nordkorea sein, so gut sind die doch nicht. Aber im Grunde genommen hat dieser Fall deutlich gemacht, wie gut sie sind und wozu sie in der Lage sind. Und wie lang auch der Arm dieses Regimes sein kann, wenn das Regime es wirklich drauf anlegt. Dark Matters. Ein Podcast von SWR3 und RBB 24 Info-Radio. Produziert von Busepark Productions. Islamistischer Terror in Deutschland. Ein Anschlag mit vielen Opfern. Das war der Plan an diesem Dezembertag 2012 am Bonnerhubbahnhof. Das hätte ein Katastrophahler Anschlag werden sollen, mitten auf diesem belebten Gleis 1. Mag man sich überhaupt nicht vorstellen, wie viele Opfer. Und wir, welche Zerstörung, das hätte geben können. Wie ein paar Minuten ein aufmerksamer Bahnreisender und ein Zufallsfund. In diesem Fall das schlimmste verhindert haben. Nächstes Mal bei Dark Matters. Und wenn ihr nicht warten wollt, die neue Folge gibt es immer eine Woche früher in der App der ARD-Audiothek. Ein haben wir noch, uns war ein Podcast-Tipp. Die neue Folge von ARD Crime Time. Tod nach der Disco, der Eiskellerfall. In diesem Fall aus Aschau im Bayerischen Kim Gau wird ein junger Mann zunächst wegen Mordes verurteilt, aber Jahre später wieder frei gelassen und verunschuldig erklärt. ARD Crime Time rekonstruiert die Ermittlungen und Gerichtsprozesse. Und es geht auch um das, was nun bleibt nach dem endgültigen Urteil Ende 2025. Den Podcast gibt's werbefrei in der ARD-Audiothek. Moderation uns krippt, ich, Efan Maria Lemke. Geheimnisse-Experten, Michael Götchenberg und Holgerschmitt. Redaktion uns krippt, Lena Alexandra Mempel und Lena Petersen. Besondere Dank an die Experten in dieser Folge. Michael Barnhardt, Kerstin Zettelschabatt und Sinan Seelen.
Podcast Summary
Key Points:
Im November 2014 wurde Sony Pictures Entertainment von Hackern angegriffen, die interne Daten stahlen und Systeme lahmlegten.
Die Hacker, die sich "Guardians of Peace" nannten, veröffentlichten sensible Daten, darunter Gehälter, Passwörter und unveröffentlichte Filme, und erpressten das Studio.
Untersuchungen des FBI führten zu Nordkorea, das den Angriff als Vergeltung für die geplante Satire-Komödie "The Interview" über die Ermordung von Kim Jong-un durchführte.
Der Angriff offenbarte die fortgeschrittenen Cyberfähigkeiten Nordkoreas, insbesondere der als Lazarus bekannten Hacker-Gruppe, die für den Staat Geld beschafft und Gegner schwächt.
Nordkorea betreibt diese Cyberaktivitäten trotz extremer innerer Armut und Abschottung der Bevölkerung vom globalen Internet, um sein Regime finanziell und politisch zu stützen.
Summary:
Am letzten Novembermontag 2014, dem Montag vor Thanksgiving, begann ein verheerender Cyberangriff auf Sony Pictures Entertainment in Kalifornien. Hacker, die sich "Guardians of Peace" nannten, legten die gesamte IT-Infrastruktur lahm, stahlen massive Mengen interner Daten – darunter Gehälter, vertrauliche E-Mails, Passwörter und unveröffentlichte Filme wie den James-Bond-Film "Spectre" – und löschten einen Großteil der Server. Die Erpresser forderten die Absetzung der satirischen Komödie "The Interview", in der zwei Journalisten den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un töten sollen.
Nach öffentlichen Drohungen sagte Sony den Kinostart ab. Das FBI identifizierte Nordkorea als Urheber des Angriffs, der als Vergeltung für die als blasphemisch empfundene Darstellung des "geliebten Führers" galt. Der Angriff offenbarte die hochprofessionellen Cyberfähigkeiten Nordkoreas, insbesondere der staatlichen Hacker-Gruppe Lazarus (auch APT 38), die trotz der extremen Armut und Internet-Abschottung des Landes operiert.
Für das Regime dienen solche Cyberattacken nicht nur der politischen Störung und Spionage, sondern vor allem der lukrativen Geldbeschaffung zur Finanzierung des Staatshaushalts. Der Vorfall zeigt, wie ein isoliertes Land mit krimineller Energie im Cyberspace zu einer ernsthaften globalen Bedrohung geworden ist.
FAQs
Der Angriff wurde vermutlich durch den geplanten Film 'The Interview' ausgelöst, eine Satire über die Ermordung des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un, die das Regime als Provokation ansah.
Das FBI und andere Geheimdienste machten die nordkoreanische Hackergruppe 'Lazarus' (auch bekannt als APT 38) hinter dem Angriff unter dem Pseudonym 'Guardians of Peace' verantwortlich.
Die Hacker veröffentlichten etwa 150 GB sensibler Daten, darunter Gehaltslisten, Verträge, Passwörter, Gesundheits- und Kreditkartendaten, interne E-Mails sowie unveröffentlichte Filme und Drehbücher wie den James-Bond-Film 'Spectre'.
Sony sagte den Kinostart von 'The Interview' ab, nachdem Kino-Ketten sich weigerten, den Film aufgrund neuer Drohungen der Hacker zu zeigen, die Anschläge androhten.
Nordkorea investiert stark in seine Cyberarmee, um Gegner zu schwächen, Informationen auszuspähen und vor allem Geld zu beschaffen, wobei geschätzt bis zur Hälfte des Staatshaushalts durch solche kriminellen Aktivitäten finanziert wird.
Der extreme Personenkult um Kim Jong-un macht jede Darstellung, die ihn herabsetzt, zu einer schweren Provokation, was den Angriff als Racheakt zur Verteidigung seines Ansehens erklärt.
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